So trickst die Umweltbewußtseinsstudie – Klimawissen, kurz & bündig

Nr. 36 – Das Umweltbundesamt veröffentlicht alle zwei Jahre eine Umweltbewußtseinsstudie, die die hohe Zustimmung zur Regierungspolitik zeigt. Aber stimmt das? Die statistisch und wissenschaftlich unsaubere Frageweise läßt zweifeln. Typisch: Es wird nicht zwischen Natur- und Klimaschutz unterschieden, und bei Fragen zu konkreten Sparmaßnahmen schrumpft die Zustimmung gewaltig.




Was sind die besten Argumente gegen die Panikmache?

von AR Göhring

Die sommerliche Hitze-Panikmache von Karl Lauterbach und seinen Medien ging perfekt nach hinten los: Die „Hitzeschutzpläne“ einschließlich Lockdown und die „Hitzeschutzräume“ waren wegen des überwiegend kühlen und nassen Sommers 2023 obsolet. Ob die „Sieben Hitzeschutzräume in Castrop-Rauxel“ auch nur eine Stunde genutzt wurden?
Daß Klimaprofs und Klimamedien trotzdem vom „heißesten Juli seit 120.000 Jahren“ fabulierten, wird immer weniger geglaubt und selbst-entlarvt die Märchenforscher eigentlich mehr. Wer zu sehr übertreibt, macht klar, daß er/sie ein Panikmacher ist, der/die eine politische oder finanzielle Agenda hat.

In Diskussionen von Klimaskeptikern und Alarm-Gläubigen fällt es ad hoc häufig schwer, ein verständliches Argument zu finden, dem die meist klimanaiven Medienkonsumenten inhaltlich folgen können. CO2-Absorption/Extinktion, Rückstrahlung, positive Rückkopplung – es macht schon Sinn, daß Leute wie Schellnhuber für die Mehrheit unverständliches Fachvokabular benutzen. Wie der Blogger Roger Letsch sagte: Die Kleptokraten nutzen in der Geschichte immer wieder Institutionen, zu denen der durchschnittliche Bürger keinen Zugang hat: Kirche, Universitäts-Physik….

Darüberhinaus sind naturwissenschaftliche Detailfragen, wie es sich für Wissenschaft gehört, nicht unumstritten – von wegen „the science has settled“. Wir bei EIKE streiten zum Beispiel um die Frage, ob Kohlen-zwei-Sauerstoff eine geringe atmosphärische Aufheizung bewirkt oder nicht – Scafetta und Shaviv zum Beispiel gehen von einem Beitrag bis zu 30% im 20.Jahrhundert aus.

Aber das ist etwas für Kenner der Materie, was die meisten Tagesschau-Zuseher, und erst recht die Klimademonstranten, nicht sind. Also muß man in einer Debatte Argumente bringen, die beide Seiten leicht verstehen und daher übereinkommen können. Was könnte das sein?

  • 1. Wie oben skizziert, die Übertreibungen und falschen Prognosen, die zeitnah vom Wetter widerlegt werden. Problem: Alarmisten nutzen gern Vorkommnisse irgendwo auf der Welt, die das Untergangsnarrativ scheinbar belegen. Aktuell: Waldbrände in Kanada und Südeuropa, außerdem Griechenland unter Wasser.
  • 2. Aufgedeckte Betrügereien oder unwissenschaftliches Vorgehen, wie der Hockeyschläger von Michael E Mann oder die manipulierten Computersimulationen des PIK, siehe Klima-Gates. Problem: Medien ignorieren diese Fakten, weswegen sie kaum jemand kennt.
  • 3. „Klimakrise“ als Geschäftsmodell für Millionäre und Milliardäre: Al Gore machte rund 300 Millionen Dollar Gewinn mit seiner Panikerzählung; Elon Musk schaffte sogar etliche Milliarden via Klimazertifikate (Gesamtvermögen: rund 200 Mrd. $). Heutige Windkraft- und PV-Hersteller (China!) haben finanzielle Interessen – Produkt-Qualität ist gleichgültig.
  • 4. Untergangsfristen wie Kippunkte, die mit viel Brimborium angekündigt, und dann einfach vergessen wurden. Typisch: 2007, BILD: „Nur noch 13 Jahre“. Oder Mojib Latif 1997: „mehrere kalte Winter in 20 Jahren“/ 2000: „In 20 Jahren kein Eis und Schnee mehr“. Problem: Konsumenten kennen die Kippunkte meist nicht, da diese in Medien ausgeschlichen wurden.
  • 5. Einfache Wissenschaft: „CO2 ist Leben“. Der Planet Erde ist in den letzten 40 Jahren 11% bis 30 % grüner geworden. Der Baustoff der Pflanzen ist neben Wasser das Kohlendioxid – Photosynthese!
  • 6. Geringe CO2-Emissionen der DACH-Länder: Selbst das größte deutschsprachige Land, die BRD, hat nur einen Anteil von rund 2% an globalen CO2-Emissionen. Was hier getan wird, um CO2 einzusparen, hat global keinen spürbaren Effekt. „Deutschland hat Vorbild-Funktion“ ist kein Argument, da nach Erfahrung kein anderer Staat folgt. China hat sogar den faktischen Ausstieg aus dem Paris-Abkommen verkündet.
  • 7. „Klimaschutz“-Technik ist Natur- und Umweltverschmutzung, außerdem häufig „klimaschädlich“: Die Energiewende fördert Technologien, die den Wald und Schutzgebiete zerstören (Windräder) und die Umwelt mit giftigen Substanzen belasten (Metall-Abbau für E-Technik). Außerdem emittiert die „Erneuerbaren“-Technik häufig mehr CO2 statt weniger: E-Autobau ist schmutziger als Verbrennerbau, E-Autos brauchen Kohlekraft usw.
  • 8. „Klimaschutz“-Technik ist extrem ineffizient. Vor der Industrialisierung sammelten die Menschen Holz und verbrannten es: Erntefaktor 5 (Energiegewinn/Energieeinsatz) . Dann verbrannte man Kohle: Erntefaktor 20. Dann verbrannte man Erdöl: Erntefaktor 50. Dann zertrümmerte man Atomkerne: Erntefaktor 100. (Moderne Kernspaltungsanlagen schaffen sogar bis 7.000!) Heute leben wir wieder von Sonne und Wind, Erntefaktor 5.
    Folge: „Klimaschutz“-Technik verringert Wohlstand und belastet die Umwelt. Sinnvoller, auch von der CO2-Theorie aus gesehen, wären wenige zentrale Groß-Kernkraftwerke neuer Bauart, inhärent sicher.

Haben Sie, liebe Leser, weitere eingängige Ideen? Schreiben Sie sie in die Kommentare!




Woher kommt der Strom? 35. Analysewoche 2023

von Rüdiger Stobbe

Im Verlauf des Montags sinkt die Windstromproduktion in Richtung Flaute. Erst am Mittwoch baut sich ein ´Windstrombuckel` auf, der am Donnerstag seinen Peak erreicht. Am Freitag und zum Wochenende ist die Windstromerzeugung wieder sommerlich schwach. Während zum Beginn der Analysewoche die PV-Stromproduktion nicht überzeugen konnte, steigt sie ab Mittwoch an. Am Wochenende ist dann richtig schönes Wetter. Wenig Wind, viel Sonne. Eine Omega-Wetterlage hat Deutschland im Griff.

Die Preisbildung erfolgt wie gewöhnlich nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage. Immer, wenn Deutschland viel Strom aus dem Ausland benötigt, um den Bedarf zu decken, steigt der Strompreis. Ausnahme: Die frühen Morgenstunden. Da ist die Nachfrage generell gering. Immer dann, wenn Deutschland viel Strom selbst erzeugt, sinkt der Strompreis. Besonders markant ist die Preisbildung am Wochenende. Zur Abendlücke am Samstag benötigt Deutschland dringend Strom. Der Preis klettert um 20:00 Uhr auf 126 €/MWh.  Um 14:00 am Sonntag wird Strom von unseren Nachbarn eingekauft. Er kostet jetzt nur 4,90€/MWh. Ein gutes Geschäft für unsere Nachbarn.

Heute möchte ich ausdrücklich auf ein Interview hinweisen, dass Herr Dr. Christoph Canne von vernunftkraft.de am 11.9.2023 bei Kontrafunk aktuell gegeben hat. Er bringt die Dinge, die in dieser Kolumne immer und immer wieder per Analyse ermittelt und belegt werden, sehr gut, sehr knapp und sehr markant auf den Punkt. Hören Sie das Interview hier in der Kolumne „Woher kommt der Strom?“

 

Wochenanalyse KW 35/2023

Montag, 28.8.2023 bis Sonntag, 3.9.2023Anteil Wind- und PV-Strom 29,3 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 45,4 Prozent, davon Windstrom 12,6 Prozent, PV-Strom 16,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,0 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 35. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 35. KW 2023: Factsheet KW 35/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresüberblick 2023 bis zum 3. September 2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 28. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 24,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 40,1 Prozent, davon Windstrom 13,5 Prozent, PV-Strom 11,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,1 Prozent.

Die Windstromerzeugung lässt über Tag nach. Stromimport ist ganztägig notwendig. Die Preisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 28.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. ImportabhängigkeitenAgora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 29. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 15,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 30,5 Prozent, davon Windstrom 5,2 Prozent, PV-Strom 10,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,8 Prozent.

Kaum Windstromerzeugung, wenig PV-Stromerzeugung. Ganztägiger Stromimport trotz hoher fossiler Stromerzeugung. Die Preisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 29.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 30. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 26,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 41,5 Prozent, davon Windstrom 11,3 Prozent, PV-Strom 15,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,7 Prozent.

Der Aufbau des Windbuckels mit morgigem Peak beginnt. Die Pv-Stromerzeugung legt zu. Dennoch ganztägiger Stromimport.  Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 30.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 31. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 40,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 54,9 Prozent, davon Windstrom 25,0 Prozent, PV-Strom 15,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,0 Prozent.

Stärkste Windstromproduktion der Woche. Die PV-Stromerzeugung liegt noch nicht in sommerlichen Größenordnungen. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 31. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 31.8.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 1. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 30,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 46,7 Prozent, davon Windstrom 14,5 Prozent, PV-Strom 15,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,5 Prozent.

Wind- und PV-Stromerzeugung lassen wieder nach. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 1.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 2. September 2023 Anteil Wind- und PV-Strom 30,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 49,9 Prozent, davon Windstrom 4,5 Prozent, PV-Strom 26,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 19,1 Prozent.

Viel PV-Strom, kaum Windstrom.  Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 2.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 3. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 36,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,2 Prozent, davon Windstrom 11,2 Prozent, PV-Strom 24,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 19,2 Prozent.

Etwas mehr Windstrom, etwas weniger PV-Strom. Wegen des geringen Bedarfs wird über die Mittagsspitze über Bedarf Strom produziert, was zum Preisverfall führt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 3.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040

Peter Hager informiert

PKW-Neuzulassungen August 2023: BEV-Zulassungen steigen deutlich

Im August wurden 273.417 PKW neu zugelassen. Dies entspricht einem Plus von 37,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Juli 2023 stiegen die Neuzulassungen um 12,3 %.

Besonders stark gestiegen sind die Neuzulassungen bei BEV-PKWs (nach 12/2022 der zweitstärkste Monat). Wesentlichen Einfluss hat die Ende August auslaufende Subventionierung von Firmenfahrzeugen (die gewerblichen Neuzulassungen stiegen gegenüber August 2022 um 51,2 %).

Zuwächse gab es auch bei Fahrzeugen mit Hybrid-, Benzin- und Diesel-Antrieb.

Bei den Plug-in-Hybrid-PKW gab es wieder einen starken Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Dementsprechend ging der Anteil von PKW mit Verbrennungsmotor auf 63 % zurück (in 07/2023 lag er bei fast 74 %).

Nach Antriebsarten

  • Benzin: 75.654 (+ 8,9 % ggü. 08/2022 / Zulassungsanteil: 27,6 %)
  • Diesel: 39.668 (+ 9,2 % ggü. 08/2022 / Zulassungsanteil: 14,5 %)
  • Hybrid (ohne Plug-in): 55.844 (+ 59,0 % ggü. 08/2022 / Zulassungsanteil: 20,4 %)
    darunter mit Benzinmotor: 39.100
    darunter mit Dieselmotor: 16.743
  • Plug-in-Hybrid: 14.552 (- 41,1 % ggü. 08/2022 / Zulassungsanteil: 5,3 %)
    darunter mit Benzinmotor: 13.569
    darunter mit Dieselmotor: 983
  • Elektro (BEV): 86.649 (+ 170,7 % ggü. 08/2022 / Zulassungsanteil: 31,7 %)

Quelle:

Top 10 nach Herstellern (01-08/23)

Hybrid-PKW (ohne Plug-in): 433.060 (01-08/22: 304.606)

Audi: 17,9%
BMW: 15,2%
Mercedes: 15,1%
Toyota: 7,8%
Ford: 7,1%
Hyundai: 4,8%
Fiat: 4,5%
Suzuki: 3,8%
Renault: 3,3%
Volvo: 3,3%

Hybrid-PKW (mit Plug-in): 107.962 (01-08/22: 187.311)

Mercedes: 23,6%
BMW: 12,7%
Audi: 9,9%
Seat: 7,0%
Ford: 5,8%
Volvo: 5,3%
VW: 4,8%
Kia: 3,8%
Opel: 3,4%
Skoda: 3,1%

Elektro-PKW (BEV): 355.575 (01-08/22: 228.084)

VW: 14,9%
Tesla: 13,3%
Mercedes: 7,1%
Hyundai: 6,2%
BMW: 5,9%
Audi: 5,7%
Opel: 4,3%
Fiat: 4,1%
Skoda: 3,7%
Smart: 3,5%

Die beliebtesten zehn E-Modelle in 08/2023 (Gesamt: 86.649)

VW ID 4/5 (SUV): 5.683
Tesla Model Y (SUV): 4.795
VW ID 3 (Kompaktklasse): 3.636
Seat Born (Kompaktklasse): 3.478
Skoda Enyaq (SUV): 3.345
Fiat 500 (Minis): 3.193
Opel Corsa (Kleinwagen): 3.079
Dacia Spring (Minis): 3.027
Hyundai Kona (SUV): 2.862
Opel Mokka (SUV): 2.697

Auch wenn der Zulassungsmonat August 2023 mit über 86.000 reinen Elektrofahrzeugen stark war, ist die Gesamtzulassungszahl mit knapp 360.000 Fahrzeugen bezogen auf die Ziele der Bundesregierung absolut unbefriedigend. Wollte man bis vor kurzem noch 15.000.000 reine E-Autos auf die Straße bringen. Weil mittlerweile auch ein Klippschüler versteht, dass das nicht funktionieren wird, wurde das Ziel auf 10.000.000, man hört auch schon 8.000.000 heruntergeschraubt. Fakt ist, dass E-Autos nur dann gekauft werden, wenn eine mehr oder weniger hohe Subvention den Kauf attraktiv erscheinen lässt. Ein Selbstläufer werden die Fahrzeuge nie. Genauso wenig wie die Wärmepumpen, die das Klima retten sollen. Knallharte, de facto planwirtschaftliche Methoden sollen die Wärmewende erzwingen. Es gilt zum Glück aber immer noch die Sentenz von Bert Brecht: Ja, mach nur einen Plan! Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ’nen zweiten Plan. Gehn tun sie beide nicht. (Quelle)

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




Der Wärmeinseleffekt von Fritz Vahrenholt

Wie gewohnt mein Monitor zum tatsächlichen weltweiten Temperaturanstieg. Danach sind das meine heutigen Themen :
  • der Wärmeinseleffekt
  • der Einfluß der solaren Strahlung auf die Temperaturentwicklung
  • die weitere Entwicklung der CO2-Emission in den G20-Staaten
  • der Beitrag der Natur zur Stabilisierung der CO2-Konzentration
Im August 2023 ist die Abweichung der globalen Temperatur vom 30-jährigen Mittel der satellitengestützten Messungen der University of Alabama (UAH) gegenüber dem Juli weiter leicht angestiegen. Der Wert beträgt 0,69 Grad Celsius und stellt die zweithöchste Abweichung vom langjährigen Mittel seit 1979 dar.  Der Temperaturanstieg beträgt im Durchschnitt pro Jahrzehnt seit 1979 0,14 Grad Celsius. Ein weiterer Anstieg in dieser Höhe ist kein Grund zur Besorgnis, schon gar nicht für Panik.
Der Anstieg der Temperatur der Meere betrug 0,12 Grad Celsius pro Jahrzehnt; der Anstieg der Temperatur an Land betrug 0,19 Grad pro Jahrzehnt. Warum die Temperaturen an Land stärker steigen, werden wir  unten ausführen.
37 Wissenschaftler aus 17 Ländern melden neue Erkenntnisse zu Ursachen der globalen Erwärnung
Ende August erschien im renommierten klimawissenschaftlichen Journal Climate eine Veröffentlichung von 37 Wissenschaftlern aus 17 Ländern über neue Erkenntnisse zu den Ursachen der globalen Erwärmung an Land. Der IPCC hatte als Ursache der Erwärmung sowohl an Land als auch der Meere zu 100% die gestiegene CO2-Konzentration in der Atmosphäre verantwortlich gemacht. Die 37 Wissenschaftler kommen zu dem abweichenden Ergebnis, dass es weitere Ursachen des gemessenen Temperaturanstiegs gibt, die nicht der gestiegenen CO2-Konzentration in der Atmosphäre zuzurechnen sind.
Ich bin stolz, mitteilen zu können, dass ich einer der 37 Wissenschaftler bin, die das veröffentlicht haben.Was hat diese Gruppe der Wissenschaftler untersucht ?
Um die maßgeblichen Ursachen der Erwärmung von 1850 bis 2018 zu identifizieren, wurden zwei vom IPCC vernachlässigte Quellen der Erwärmung statistisch untersucht:

1. Den sogenannte Wärmeinsel-Effekt (urban heat islands effect), der den Einfluss der wachsenden Städte auf Messergebnisse und Temperaturanstiege widerspiegelt.

2. Den Einfluss der Sonnenaktivität als weitere Ursache der Temperaturerhöhungen, die nicht durch CO2-verursacht werden.

 

Zum Wärmeinsel-Effekt
Der Wärmeinseleffekt besteht darin, dass Messstationen, die früher in rein ländlichen Gegenden standen, mittlerweile durch die Urbanisierung von besiedelten Gebieten umringt sind. Ein Beispiel ist die Messstation des Frankfurter Flughafens, die vor 80 Jahren ländlichen Raum als Umgebung hatte, aber nunmehr von wärmespeichernden und wärmeabgebenden Startbahnen, Autobahnen, Gebäuden und Verkehr beeinflusst wird.
Die Studie kommt zum Ergebnis, dass 65 % der 1850-1900 im ländlichen Raum befindlichen Messtationen nun vollständig urbanisiert sind.
Warum ist das wichtig? Der Unterschied in der Temperatur zwischen städtischen und ländlichen Gegenden ist gravierend; werden ländliche Gegenden im Laufe der Zeit urbanisiert, so erfassen die jeweiligen lokalen Messstationen  die höhere Temperatur der urbanisierten Umgebung.  Dementsprechend kommt den Standorten der Messstationen in der Bewertung des globalen Temperaturanstiegs eine bedeutendere Rolle zu, als bisher gedacht.

Quelle : Lüning/Vahrenholt Unerwünschte Wahrheiten 2021

Da sich das Verhältnis von Messtationen auf dem Land und in der Stadt aufgrund wachsender Städte um 65 % zugunsten der Städte verschoben hat, hat das auch einen Einfluss auf die Ursachen der globalen Temperaturentwicklung.

Daher ist ein Teil der Erwärmung der letzten 150 Jahre in Europa, USA und vor allen Dingen China der Veränderung der Umgebung geschuldet und nicht allein der steigenden CO2-Konzentration. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass der Effekt 0,34 Grad Celsius pro Jahrhundert beträgt. Damit ist das CO2 nicht freigesprochen, aber der Erwärmungsgrad an Land wäre ohne den Wärmeinseleffekt um nahezu 40 % geringer.
Zum Einfluß der solaren Strahlung

Der Einfluss der sich ändernden Solareinstrahlung  auf die Erderwärmung wird vom IPCC mit nahe Null angegeben. Ich hatte schon im  letzten  August-Newsletter  auf meine Veröffentlichung verwiesen, wonach gerade in den letzten 20 Jahren der Einfluss der solaren Strahlung durch Verdünnung der Wolken von größerer Bedeutung war als der sogenannte Treibhauseffekt.

Auch für die Zeit davor kommt die Studie der 37 Wissenschaftler zu einem größeren solaren Einfluss: danach ist bis zu 70 % der Erwärmung auf solare Einstrahlungsbedingungen zurückzuführen.

Warum sind die Ergebnisse im Vergleich zu denen des IPPC unterschiedlich?
Das IPCC stützt sich bei der Rekonstruktion der Solarzyklen auf die Daten des physikalisch-meteorologischen Observatorium in Davos (PMOD). Die o.g. Studie  stützt sich bei der Rekonstruktion der Solarzyklen auf die Daten des Californian Institute of Technology (ACRIM) .
Es gibt gute Gründe für jedes dieser beiden Satelittenmesssysteme. Die Unterschiede der Messergebnisse erscheinen sehr klein. Aber entscheidet man sich für die Messungen des Californian Institute of Technology  (ACRIM), so ist in der Rekonstruktion der Solarzyklen des ACRIM der Einfluss der Sonne größer als der Einfluss des CO2 auf die Erwärmung.
Eins zeigt die Publikation auf jeden Fall auf : die Unsicherheiten bei der Bestimmung der nicht durch CO2-verursachten Temperaturerhöhung sind sehr viel größer, als es in der öffentlichen Wahrnehmung scheint.
Während die Wissenschaftler „Ihren Job machen“, handelt die Politik so, als ob CO2 der Alleinverursacher von Klimaänderungen ist. Die Politik verfolgt unter dem Narrativ der „Klimarettung“ ihre ganz eigenen gesellschaftspolitischen Ziele, koste es die Gesellschaft, was es wolle.
Wichtige G20 Staaten lehnen CO2-Minderung ab
Die USA und einige europäische Staaten haben beim G20-Gipfel in Indien vom 9.-10.September 2023 versucht, andere Staaten wie China , Indien, Rußland, Saudi Arabien und Brasilien dazu zu bewegen, einer CO2-Reduktion von 60 % bis 2035 zuzustimmen. Der Versuch scheiterte, da keiner der BRICS-Staaten  dem Westen folgte.
Nimmt man die Emission der westlichen Staaten (USA, Europa, Japan, Süd-Korea, Kanada und Australien) zusammen, kommt man auf 27,1 % der globalen Emissionen.Die übrigen Länder, die 73 % der weltweiten CO2-Emissionen verursachen, denken aus wirtschaftlichen Gründen vorerst nicht an die Minderung ihres CO2-Ausstosses.
Vor allem der Gastgeber des G20-Gipfels, Indien, stellte sich quer und ließ  durch seinen Energieminister Singh erklären : „Wenn die Wirtschaft um 7 % wächst, wächst die Stromerzeugung durch Kohle ebenfalls“. Die unbequeme Wahrheit sei, daß Erneuerbare Energien keine realistische Alternative zu fossilen Energien sind. Weiter betonte er : Die Notwendigkeit eines backups für Wind und Solar durch Batterien erhöht die Kosten fast um das Fünffache.  Zudem stiegen seit 2022 erstmals die Kosten für Lithiumbatterien um 7 % auf Grund verteuerter Rohstoffe.
Diese Erkenntnis versuchen wir ja schon seit einiger Zeit unserer Bundesregierung zu vermitteln- bisher ohne Erfolg.Schon einige Wochen zuvor  musste der Klimabeauftrage der US-Regierung, John Kerry, bei seinem Besuch in China feststellen, dass China sich mittlerweile sogar von seinen eigenen Zielen  zur CO2-Reduktion verabschiedet hat. Noch 2015 hatte China erklärt, in 2030 sein CO2-Emissionsmaximum erreichen zu wollen. Präsident Xi erklärte nun, dass China keine Kohlekraftwerke durch Erneuerbare Energien ersetzen werde, solange dies nicht wirtschaftlich sei. Im übrigen werde China weitere Kohlekraftwerke hinzubauen.
In 2022 wurden 106 GW (Gigawatt = 1000 Megawatt) Kohlekraftwerke in China genehmigt. Ein Kohlekraftwerk hat durchschnittlich eine Leistung von 1 GW. Im ersten  Halbjahr 2023 wurden in China  weitere Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 52 GW genehmigt. Das sind 2 Kraftwerke pro Woche.
Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 136 GW befinden sich in China  im Bau. Allein dieser Zuwachs  entspricht der 4- fachen Kapazität aller deutschen Kohlekraftwerke (35 GW) , die ja spätestens 2038 auf Null gestellt sein sollen.
Was bedeutet Chinas Ausbau der Kohlekraftwerke ?
Mit den 136 GW neuen Kohlekraftwerken werden etwa 700 Millionen t CO2 zusätzlich emittiert. Das entspricht etwa dem 70 fachen der CO2- Einsparung, die die Bundesregierung  durch das  Wärmepumpengesetz erzielen will. Dieses Gesetz soll 2030 etwa 10,4 Millionen t CO2 einsparen. Die Kosten dafür sollen rund 130 Miliarden € betragen. Das entspricht staatlichen und privaten Ausgaben in Höhe von rd. 12.500 €/ pro eingesparter Tonne CO2.
Damit gehört dieses Gesetz wahrscheinlich mit zu den teuersten Maßnahmen zur CO2-Reduktion weltweit – ohne auch nur eine wirksame, globale CO2-Reduktion zu bewirken. Unsere Bundesregierung stellt offensichtlich keinerlei Kosten-Nutzen Betrachtungen für Ihre „Klimaschutzmaßnahmen“ an. Damit ist ihr die Verhältnismäßigkeit ihrer Politik völlig aus dem Blick geraten.
Ist es schlimm, wenn China und Indien auf Kohle setzen ?

Das UN-Ziel von Netto-Null CO2 in 2050 hat sich nach dem G20 Gipfel endgültig in Schall und Rauch aufgelöst. Denn die Kraftwerke, die jetzt weltweit gebaut werden, sind dann noch mit Sicherheit am Netz. Es wäre schon viel erreicht, wenn bis 2050 die Emissionen nahezu halbiert werden könnten. Die gute Nachricht ist, dass diese Verringerung ausreichen würde, ein Anwachsen der CO2-Konzentration zu stoppen.

Schon heute werden 29 % der Emission von den Pflanzen aufgenommen und 26 % durch die Ozeane, zusammen also 55 % aller CO2-Emissionen weltweit.

Prof Ganteför aus Konstanz hat sich dieser Position mittlerweile angeschlossen und beruft sich dabei – wie ich – auf die Langfassung des IPCC (Working Group 1, FAQ 5.3, S.32).
Wieso reicht eine Verringerung der CO2-Emissionen um 45 % ?

Pflanzen und Ozeane wissen nichts von der CO2-Emission aus den Schornsteinen. Sie saugen das CO2 aus der Luft auf in Abhängigkeit von der CO2-Konzentration in der sie umgebenden Luft. Halbiert man die Emission, nehmen Pflanzen und Ozeane immer noch die gleiche Menge an CO2 auf, die dann der Emission entspricht. Der Anstieg des CO2-Gehalts in der Atmosphäre wird gestoppt.

Die Wirkung der CO2-Halbierung fußt auf den Rechenmodellen des IPCC.
Berücksichtigt man ergänzend die Ergebnisse der oben genannten Studie der 37 Wissenschaftler, so ist die Wirkung des CO2 auf die Temperaturentwicklung noch deutlich geringer: dann wäre nicht einmal eine Halbierung des CO2 erforderlich.Doch schon, wenn wir nur die Halbierung der CO2-Emissionen anstreben, können wir auf den größten Schwachsinn der Energiewende verzichten :  Wärmepumpe bei alten Häusern, Verbot von Diesel und Benzinmotoren, Belastung der Industrie durch CO2 Kosten, die sie aus dem Land treibt. Die Deindustrialisierung könnte gestoppt werden und Millionen Bürger müssten keine zerstörerische Wertvernichtung ihrer Immobilie als Altersvorsorge erdulden.
Warum führt aber die Politik den selbstmörderischen  Kurs ohne Rücksicht bis zum bitteren Ende, so dass schon ausländische Zeitungen wie der britische Telegraph titeln : How Olaf Scholz turned Germany into the sick man of the world. Warum sperrt sich die Politik gegen den Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken mit CO2-Abscheidung, verzichtet ohne Not auf Kernenergie oder Schiefergasförderung ? Sie glaubt, diese “ Regierung ist die letzte, die noch aktiv Einfluss auf die Klimakrise nehmen kann“ (Baerbock). Diesen Glaubenskrieg gegen die eigenen Bürger, Unternehmen, Arbeitnehmer wird sie nicht durchhalten können.
Die Vernunft wird sich durchsetzen.



Der verrückte August: Klimakatastrophe abgesagt? – Klimaschau 162

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende.

Thema der 162. Ausgabe: Das Wetter im August 2023 und die Folgen für die Erneuerbaren Energien