Paul R. Ehrlich, der absurdeste Weltuntergangsprophet – Klimawissen, kurz & bündig

No. 37: Seit über 50 Jahren werden den westlichen Bürgern immer neue ökologische und medizinische Untergangsgeschichten erzählt, die fast alle zunächst glauben, weil sie ja von „DER Wissenschaft“ kommen.
Der erste Katastrophen-Dampfplauderer des 20. Jahrhunderts war Insektenexperte Paul Ralph Ehrlich von der Stanford-Universität, der im Auftrag des Naturschutzvereins „Sierra-Club“ den Millionen-Bestseller „Die Bevölkerungsbombe“ schrieb und 1968 publizierte.
Ehrlich verbreitete über zehn Jahre eine hanebüchene Weltuntergangs-Vorhersage nach der anderen, bis die Medien ihn ausschlichen.
2023 allerdings durfte der 90jährige noch einmal ran und verkündete im TV-Sender CBS schon wieder die Apokalypse.

Zum Text:

Paul R. Ehrlich – 55 Jahre Erfolg mit frei erfundenen ökologischen Untergangserzählungen




Falscher Sündenbock Klimawandel – Klimaschau 165

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Thema der 165. Ausgabe: Falscher Sündenbock Klimawandel. Starkregen muss nicht unbedingt zur Katastrophe führen




Götz Ruprecht im Interview: Dual-Fluid-Reaktor in Ruanda

Götz Ruprecht ist einer der Köpfe hinter der deutsch-kanadischen Firma Dual-Fluid. Wir fragten ihn nach den technischen Vorteilen seiner Technologie – und den Aussichten für die Wirtschaft der zukünftigen Betreiberländer.

Herr Dr. Ruprecht, die Dual-Fluid-Technologie haben wir bei EIKE schon mehrfach vorgestellt. Ganz kurz: Was macht Ihr System besser als der herkömmliche Leichtwasser-Reaktor?

Auf ein Wort reduziert: Die Leistungsdichte. Diese ergibt sich aus der hohen Konzentration des Kernbrennstoffs kombiniert mit einer effektiven Wärmeabfuhr – möglich durch das patentierte Dual-Fluid-Prinzip. Dies erlaubt es, Strom zu einem Bruchteil der Kosten zu erzeugen. Überdies kann ein Dual-Fluid-Reaktor mit seinem „harten“ Neutronenspektrum nahezu alle Kerne spalten und nutzt den Kernbrennstoff erheblich effizienter als heutige Leichtwasserreaktoren. Das ursprünglich geförderte Natururan kann vollständig verstromt werden. Netter „Nebeneffekt“: Es verbleiben keine geologisch endzulagernden Abfälle.

Was Leichtwasserreaktoren gar nicht können: Da Dual-Fluid-Reaktoren mit erheblich höherer Temperatur (1.000 °C) arbeiten, können auch Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe kostengüstig hergestellt werden. So können sogar die Kosten heutiger fossiler Treibstoffe deutlich unterboten werden.

Grüne Politiker und Aktivisten behaupten heuer, Kernkraft sei wegen der immensen Errichtungskosten die teuerste Form der Energiebereitstellung. Was würde ein Dual-Fluid-Reaktor, zum Beispiel in der Leistungsgröße von Grohnde (Bielefeld/ 1,3GW), im Bau kosten? Und mit welchen Stromkosten pro Kilowattstunde ist zu rechnen?

Das ist schon für die heutige Kernkraftnutzung eine Falschbehauptung. Im Gegenteil, heutige Kernkraft ist bereits eine äußerst preiswerte Methode, Strom zu erzeugen.

Aber Dual Fluid kann es noch besser. Wir haben zur Wirtschaftlichkeit eine sehr genauer Berechnung der „Levelized Cost of Electricity“ nach Wirtschaftsingenieurs-Standards durchgeführt. Die Grenzkosten betragen für ein DF-300-Kraftwerk (300 Megawatt elektrische Leistung) 23 € pro Megawattstunde und unterbieten somit deutlich (Faktor 2-3) heutige Kohle- und Kernkraftwerke. Die Kapitalkosten inklusive Verzinsung betragen davon ein Drittel, 60 Jahre Betriebsdauer angenommen.

Für einen später zu entwickelnden großen Reaktor (DF-1500) sind noch einmal deutliche Kostensenkungen zu erwarten.

Sie haben gerade einen Vertrag mit der ruandischen Regierung zur Errichtung eines Versuchsreaktors abgeschlossen. Wieso gerade ein afrikanisches Land, das vor nicht allzu langer Zeit noch für seine Probleme bekannt war?

Jedes afrikanische Land hat eine komplizierte Geschichte, aber Ruanda hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr gut entwickelt. Interne Konflikte wurden systematisch befriedet, und die Regierung folgt einem strikten Anti-Korruptionskurs. Laut Weltbank gehören die Indizes für politische Stabilität, Rechtsstaatlichkeit und Qualität der Gesetzgebung zu den besten in Afrika. Ruanda liegt beim Weltbank-Index „Ease of doing business“ weltweit auf Platz 38 von 190 Ländern. Die ruandische Wirtschaft wuchs in den letzten beiden Jahrzehnten fast konstant über 6 % pro Jahr. Nach der jüngsten IWF-Prognose wird dieses Niveau auch in Zukunft gehalten (7,5 % im Jahr 2024).

Überdies bietet Afrika einen gigantischen Zukunftsmarkt weil der Energiehunger enorm wachsen wird. Es kann nur von Vorteil sein, dort frühzeitig Fuß zu fassen.

Ihr Versuchsreaktor in Ruanda wird nach Bauabschluß zwei Jahre laufen. Wann geht es los? Und wie lange wird es nach erfolgreich beendetem Projekt dauern, bis ein kommerzieller Reaktor errichtet und kritisch gefahren werden kann?

Vorbereitungen laufen selbstverständlich bereits, aber richtig los geht es, wenn die jetzt angelaufene Finanzierungsrunde abgeschlossen ist. Das „kritische Demonstrator-Experiment“ (CDE) wird das erste derartige Experiment seit ca. 60 Jahren sein und das Dual-Fluid-Prinzip weltweit erstmalig demonstrieren. Außerdem können wir vom CDE wertvolle Daten für die Entwicklung des DF-300 gewinnen. Die nun aufzubringende Investitionssumme beträgt 70 Mio. €.

Die Entwicklung des DF-300 wird natürlich weitere Jahre und weitere Investitionen in Anspruch nehmen. Wir rechnen mit dem Beginn einer Serienproduktion in den frühen 30er Jahren.




Woher kommt der Strom? Windstromerzeugung mit 11,3 Prozent Anteil an Gesamtstromproduktion

37. Analysewoche von Rüdiger Stobbe

Insgesamt war die Windstromerzeugung mit 11,3 Prozent Anteil an der eigenen Gesamtstromproduktion in der 37. KW schwach. Auch der PV-Strom lag mit knapp 20% ebenfalls nicht sonderlich hoch. Nicht an einem Tag wurden in der Spitze 40 GW PV-Strom erreicht. Dafür war die Importstrommenge mit 1,190 TWh netto, die praktisch ohne nennenswerte Unterbrechungen geliefert wurden, wieder mal bemerkenswert. Halt: An den drei Tagen, an denen der Stromimport für wenige Stunden unterbrochen wurde, wurden auch die jeweils niedrigsten Wochenpreise erzielt: Für den Strom, den Deutschland exportieren musste. Ein Muster, welches sich bei einem Blick auf die Jahreszahlen seit 1.1.2023 bis 17.9.20234 bestätigt.

  • Der mittlere Importpreis ist mit 109/MWh knapp 20€ teurer als der Exportstrom mit 89,84€/MWh (99,80€/MWh).
  • Betrachtet man nur die Werte ab 16.4.2023 (Kernkraftausstieg) bis zum 17.9.2023 verschärft sich die Preisdifferenz: Während der Importstrom 102,02€/MWh kostet werden für deutschen Exportstrom lediglich 62,39€/MWh (90,36/MWh) erzielt. Die Differenz hat sich mehr als verdoppelt.
  • Der Vollständigkeit halber noch die Zahlen vom 1.1.2023 bis zum 15.4.2023: Der Importstrompreis liegt bei 129,24€/MWh, der Exportpreis bei 103,29/MWh (113,73/MWh).

Egal, welcher Zeitraum betrachtet wird, der Importstrom ist immer erheblich teurer als der Strom, den Deutschland exportiert. Aber auch höher als der Preis für den Strom, den Deutschland für den Eigenbedarf selbst erzeugt. Das ist der Preis, der in den Klammern der jeweiligen drei Zeiträume vermerkt ist. Damit ist das Märchen widerlegt, dass Deutschland den Importstrom vor allem deshalb bezieht, weil er so günstig ist. Importstrom ist praktisch immer hochpreisiger als die Eigenproduktion von Strom. Es wird aus rein ökonomischen und rechnerischen CO2-Ersparnisgründen Strom in erheblichen Mengen eingeführt.

Montag, 11.9.2023 bis Sonntag, 17.9.2023Anteil Wind- und PV-Strom 31,2 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 45,6 Prozent, davon Windstrom 11,3 Prozent, PV-Strom 19,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,4 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 37. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 37. KW 2023: Factsheet KW 37/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresüberblick 2023 bis zum 17. September 2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 11. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 29,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,8 Prozent, davon Windstrom 6,6 Prozent, PV-Strom 23,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,1 Prozent.

Kaum Windstrom, Solarstrom ist OK, der Strompreis ist um 19:00 Uhr der Knaller: 524,30/MWh!

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 12. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 25,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 39,1 Prozent, davon Windstrom 7,3 Prozent, PV-Strom 18,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,8 Prozent.

Zum Abend steigt die Windstromerzeugung an. Um 19:00 Uhr liegt der Strompreis nur noch bei 284,0 €/MWh.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 13. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 30,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 44,4 Prozent, davon Windstrom 21,0 Prozent, PV-Strom 9,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,6 Prozent.

Mittwoch: Die Windstromerzeugung ist zufriedenstellend. Die PV-Stromerzeugung schwächelt. Der Strompreis.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 13. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 13.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 14. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 23,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 37,6 Prozent, davon Windstrom 5,1 Prozent, PV-Strom 18,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,9 Prozent.

Die Windstromerzeugung ist wieder im Keller. Die PV-Stromerzeugung schwächelt weiterhin. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 14. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 14.9.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 15. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 34,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 48,5 Prozent, davon Windstrom 12,8 Prozent, PV-Strom 22,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,6 Prozent.

Die Windstromerzeugung schwankt, die PV-Stromproduktion erholt sich. Das wenige an deutschem Exportstrom wird niedrigpreisig abgegeben und etwas später wieder hochpreisig zurückgekauft. Rechnerisch. Nicht physikalisch. Es ist selbstverständlich nicht der selbe Strom.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 15. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 15.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 16. September 2023 Anteil Wind- und PV-Strom 37,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,5 Prozent, davon Windstrom 11,9 Prozent, PV-Strom 25,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,8 Prozent.

Ein ähnliches Bild wie am Freitag. Der Strompreis sackt über die Mittagsspitze auf 32,40 MWh.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 16. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 16.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 17. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 38,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,6 Prozent, davon Windstrom 14,8 Prozent, PV-Strom 24,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,8 Prozent.

Wind- und PV-Strom sind über Tag schwach. Der Bedarf gering. Über Mittag wird der Strom praktisch verschenkt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 17. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 17.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040

Ergänzung zur CO2-Einsparung durch das Heizgesetz (GEG-Novellierung 2023)

Ich nehme bei meiner Berechnung an, dass zum Ende des Jahres 2030, also in sieben Jahren beginnend mit dem 1.1.2024, insgesamt sechs Millionen Wärmepumpen in Deutschland installiert sind, die jeweils 7,4 t CO2 pro Jahr sparen. Das ist die Differenz des CO2-Ausstoßes einer alten Gasheizung (11,2 t CO2 pro Jahr) und einer nicht mit Ökostrom betriebenen Wärmepumpe (3,8 t CO2 pro Jahr). Die Quelle der Werte und deren Grundlagen finden Sie hier.

Legt man die sechs Mio. Wärmepumpen zugrunde, sind es insgesamt 44,4 Mio t CO2 pro Jahr, die weniger anfallen als mit Gasheizungen.

Nun sind bereits geschätzte eine Mio. Wärmepumpen installiert. Berechnet man nur die zusätzliche CO2-Ersparnis, werden bei den verbleibenden, bis zum Jahr 2030 zu installierenden fünf Mio. Wärmepumpen 37 Mio t CO2 pro Jahr gespart. Bei einem weltweiten und tendenziell steigenden CO2-Ausstoß in Höhe von aktuell 36,6 Mrd. t  CO2 pro Jahr hat das mit riesigem Aufwand in Deutschland eingesparte CO2 nur sehr geringe Auswirkungen. Lediglich um 0,101 Prozent tragen die fünf Millionen Wärmepumpen (Gesamtkosten geschätzte 250 Mrd. €) zu Senkung des weltweiten CO2-Ausstoßes bei.

Wobei ich realistischerweise davon ausgehe, dass das Ziel des Zubaus von fünf Mio. Wärmepumpen mittels Heizungstausch bis zum Jahr 2030 – wie praktisch alle Zielsetzungen (zum Beispiel 400.000 Wohnungen pro Jahr, 10 Mio. E-Autos bis zum Jahr 2023 plus eine Mio. Ladesäulen) der Bundesregierung im Bereich grün-roter Ampel-Träumereien liegen.

Es sei angemerkt, dass die GEG-Novellierung (´Heizhammer`) seit dem Frühjahr vorliegt. Bis jetzt ist eine so einfache, wohlwollende Berechnung der CO2-Ersparnis durch Wärmepumpen, wie ich sie oben vorgerechnet habe, in der politischen Debatte*, in den Medien bisher praktisch kein Thema. Darin liegt der eigentliche Skandal. Egal, wie man es dreht und wendet. Einen wie auch immer gearteten Nutzen „für das Klima, das Weltklima“ haben Wärmepumpen, egal wie viele es in Deutschland auch werden, in diesen Größenordnungen nicht. Die sogenannte Wärmewende schadet hingegen der Bevölkerung in einem erheblichen Umfang. Materiell und gesamtgesellschaftlich. Für praktisch Nichts. Das nach der Sommerpause beschlossene Heizungsgesetz, die GEG-Novelle, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder „gekippt“ werden. Warten wir es ab. Die komplette Debatte vom 8.9.2023 plus Haufe-Erläuterung

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Rede von Karsten Hilse (AfD), der im Bundestag in der Debatte vom 22.9.2023 zur  Novellierung des Klimaschutzgesetzes kurz und bündig erläutert, was es mit Wetter, Klima und Klimawandel auf sich hat. Sehr erhellend.

*Ende August 2023 – keine zwei Wochen vor dem Beschluß – gab der Bundestag diese  Info heraus:

Der Bundesregierung liegen gegenwärtig noch keine abschließenden Abschätzungen vor, mit welchen CO2-Einsparungen durch die Umsetzung der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (20/6875) zu rechnen ist. Quelle.

Das ist ein typischer „Ampel-Witz“, der belegt:  Keine Ahnung, aber davon viel. Aber monatelang die Leute verrückt machen.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




Henne und Ei: Kohlendioxid-Anstieg ist nicht Ursache der natürlichen Erwärmung

Die Profiteure der Klimapolitik und ihre Alarm-Forscher aus den steuerfinanzierten Instituten behaupten seit Jahrzehnten, die Atmosphäre des Planeten heize sich auf, weil die böse Industrie so viel Kohlendioxid in die Luft pustet. Ein aufsehenerregender Artikel von Demetris Koutsoyiannis und Kollegen aus Athen zeigt nun: Erst wird es warm, dann kommt das Kohlendioxid aus dem Meer.

Klimaforschung im Getränkemarkt

Wann sprudelt Mineralwasser mehr? Wenn es heiß ist, oder wenn es kalt ist? Mit Bier geht das Experiment auch – und im Land der Biertrinker weiß man, warmes Bier wird schnell schal, weil die Kohlensäure sich schneller verflüchtigt. Diesen einfachen Zusammenhang kannten die CO2-Forscher früher offenbar nicht, als sie die Erderwärmungstheorie erfanden. Wird die Erde durch natürliche Prozesse wie die solaren oder Milankowitsch-Zyklen etwas wärmer, gast die im Meer gelöste Kohlensäure in Massen aus.

Wer nun einwenden mag, daß das Mittelmeer im letzten Urlaub aber gar nicht gesprudelt hat, sei versichert, dass trotzdem eine Menge Sauerstoff und Kohlendioxid im Ozean gespeichert sind. Sonst könnten Algen nicht wachsen und Fische nicht atmen.

Neue Tricks

Die peinliche Missachtung des Wasser-Kohlensäure-Zusammenhanges in der Erdgeschichte führte zu dem schlagenden Argument von Klimaskeptikern, wie es denn dann ohne den Menschen in den letzten x Millionen Jahren immer wieder zu Heißzeiten gekommen sei, die sogar die Pole abschmolzen. Hatten die Saurier den Partygrill erfunden?

Sicher nicht – und so wurschtelt man sich heute argumentativ durch, indem man erklärt, die Sonne oder Milankowitsch hätten natürlicherweise ein bißchen geheizt, und das mörderische Grill-Molekül CO2 aus den Meeren hätte denn den Rest erledigt und die Erde in eine Sauna verwandelt.

Diese Verrenkung war notwendig, weil genau Analysen ergaben, dass die Wärme in der Erdgeschichte in der Regel einige hundert Jahre vor dem CO2-Anstieg kam, sofern es überhaupt einen ähnlichen Verlauf der beiden Kurven gab.

Widerspruch von der Statistik

Die griechischen Forscher um Koutsoyiannis untersuchen in ihrem Artikel eigentlich „nur“ statistisch-mathematische Zusammenhänge zur Kausalität. Auf deutsch: Es geht um das Henne-Ei-Problem, was war zuerst da? Nach einer theoretischen Einleitung im Teil eins geht es im Teil zwei und drei ums Eingemachte, also ums „Klima“:

Die Ergebnisse […] deuten eindeutig auf ein (unidirektionales) potenziell kausales System mit T als Ursache und [CO₂] als Wirkung hin. Daher kann die weit verbreitete Auffassung, daß eine Erhöhung von [CO₂] zu einem Anstieg von T führt, ausgeschlossen werden, da sie die notwendige Bedingung für diese Kausalitätsrichtung verletzt.”

Und:

Alle aus den Analysen resultierenden Beweise deuten auf einen unidirektionalen, potenziell kausalen Zusammenhang mit T [Temperatur] als Ursache und [CO₂] als Wirkung hin.”

Kurz: Die Masse des Kohlendioxids in der Luft befindet sich dort, weil die Meere nach der langen „Kleinen Eiszeit“ sich nach 1850 (zum Glück) aufheizen – der menschgemachte Anteil am Luft-CO2 ist entgegen den politischen Verlautbarungen sehr klein.

Etwas versteckt im Anhang gehen die Autoren in die vollen: Dort schreiben sie, daß durch natürliche Atmung der Lebewesen (Tiere immer, Pflanzen nachts) jährlich Kohlenstoff-Emissionen von 31,6 Gigatonnen auf der Erde entstehen. Die veranschlagte Industrie-Emission liegt mit 9,6 Gigatonnen deutlich darunter. Die komplette Reduktion auf „Netto 0“ würde daher nur wenig, oder gar nichts bringen. Die Industriestaaten wären aber ruiniert, und Wohlstandsverlust kostet Leben. Deutschland, das noch nie so viele Menschen beherbergte wie heute, und immer voller wird, könnte seine Bevölkerung nicht mehr mit Energie und Nahrung versorgen.

Alarmisten: Kohlendioxid als Heizer der Welt

Die Klimaalarmisten hingegen behaupten, daß CO2 in der Luft die Strahlung der Sonne teilweise einfange („Treibhauseffekt“) und so die Wärme-Energie auf der Erde halte. Das ist auch nicht falsch, wie man in Experimenten mit verschiedenen Gasen nachweisen kann, die drei und mehr Atome haben (Sauerstoff O2 zum Beispiel heizt nicht). Pikanterweise ist CO2 aber eines der am schwächsten wirksamen Treibhausgase, Methan oder Schwefelhexafluorid SF6 sind wesentlich stärker. Und wo kommt SF6 her? Ausgerechnet aus den Windrädern und ihren Schaltkästen, die damit elektrisch isoliert werden. Eigentlich müsste das Gas verboten werden, wenn die Politiker, Aktivisten und Klimaprofs ihre eigene Theorie ernst nehmen würden.

Sättigung verschwiegen

Was politisch abhängige Wissenschaftler und Massenmedien heutzutage gerne verschweigen, ist die berühmte andere Hälfte der Wahrheit. Das CO2 „sammelt“ nur einige Wellenlängen, die die Sonne aussendet. Da die Sonne diese Wellenlängen aber nicht unbegrenzt aussendet, sind wir jetzt schon fast an der Grenze dessen, was das CO2 überhaupt einsammeln kann. Heißt: Verdopplung des CO2 in der Atmosphäre würde kaum noch mehr Erwärmung bewirken. Eine „Klimasensitivität“ im Bereich von 420 Teilchen pro Million (ppm) kann man gar nicht mehr definieren, oder sie wäre praktisch bedeutungslos.

Denn eines darf man nicht vergessen: Treibhausgase haben auf das Wetter/Klima heuer keinen Einfluß mehr – Wolken und Sonne bestimmen, was in der Atmosphäre passiert.

Zuerst erschienen bei AUF1