Ist Kernkraft die teuerste Energiequelle – und Wind & Solar die billigste?

Lobbyisten der Erneuerbaren Energien wie Profs. Stefan Krauter oder Volker Quaschning wiederholen gern Jürgen Trittins PR-Geschichte von der „Kugel Eis im Monat“, die Wind- und Solarkraft angeblich mehr kostet als Öl, Gas und Kernkraft.

Dazu werden von vielen Profiteuren der Energiewende absurde Zahlenspielereien vorgelegt, die zum Beispiel wegen der „Millionen Jahre strahlenden“ Kernbrennstäbe nukleare Endlager berechnen – wohingegen die Kosten der Umweltschweinerei durch Produktion, Betrieb und Entsorgung des Windrad- und PV-Mülls gern vergessen werden.

Hier dazu etwas Erhellung durch Grafiken, die der schlaue Twitterer M.L. bereitstellte:

Subventionen nach wichtigsten Energieträgern in der EU-27

RES“ steht für Erneuerbare Energiequellen (englisch: Renewable Energy Sources)

https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/32d284d1-747f-11ee-99ba-01aa75ed71a1/

https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/32d284d1-747f-11ee-99ba-01aa75ed71a1/

Fördermittel für erneuerbare Energien in ausgewählten Ländern

https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/32d284d1-747f-11ee-99ba-01aa75ed71a1/




„Bürgerwindrad“ oder den „Bürgersolarpark“ – Nepper, Schlepper, Bauernfänger. von Andreas Schulte

„In der Sendung Vorsicht, Falle! mit dem Untertitel Nepper, Schlepper, Bauernfänger warnte der Moderator Eduard Zimmermann ab 1964 vor zahlreichen, im Alltag begangenen Betrügereien.

Mit welchen infamen Tricks obskure GmbH & Co KGs sanftmütig Gutgläubige mit falschen Versprechungen am Nasenring hinter das „Bürgerwindrad“ oder den „Bürgersolarpark“ führen – einzig mit dem Ziel, billig und risikolos an ihr Erspartes zukommen, das – ja das hätte Eduard Zimmermann bestimmt zu seinem Thema gemacht. Beworben werden nämlich viel zu oft „Bürgerbeteiligungen“, die gemäß gesellschafts- und wirtschaftsrechtlichen Definitionen gar keine Beteiligungen, sondern hochrisikoreiche Nachrangdarlehen sind: Also „das Übelste, was es am grauen Kapitalmarkt gibt“, so Fachanwalt Mattil 2024 im Bayerischen Rundfunk.

Es droht Totalverlust des gegebenen Kredits bei Insolvenz der GmbH & Co KG und trifft dann viel zu viele gutgläubige Kleinanleger, die nicht wussten, wem, warum und unter welchem Risiko für zum Teil erbärmliche Zinsen sie ihr Erspartes anvertraut haben – natürlich mit dem Ziel, das Klima zu retten.

Das Video erläutert die Hintergründe und, dass die prognostizierte Insolvenzwelle von Projektierern und Betreibern Fahrt aufgenommen hat. Kleinanleger bangen bereits aktuell um hohe, dreistellige Millionenbeträge. Neben den dargestellten Beispielen hat nach Fertigstellung des Videos nun auch Windkraft-Vorreiter SOWITEC aus Sonnenbühl im Kreis Reutlingen einen Insolvenzantrag gestellt.“

 




Woher kommt der Strom? Unruhige Stromerzeugungswoche

35. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die 35. Analysewoche des Jahres 2026 war eine unruhige Stromerzeugungswoche. Mal wurde die Strombedarfslinie „gekratzt“. Mal wurde sie mehr oder weniger stark unterschritten, zweimal wurde sie mehr oder weniger stak überschritte und am Wochenende sogar so stark, dass der Strompreis zeitweise unter die Null-Linie in den negativen Bereich fiel.  Abgesehen vom Donnerstag war das Preisniveau auch über   Mittag höher als es im Hochsommer erwartet wird. Die Preisdifferenzen zwischen der Mittagspitze und die Abend ohne PV-Stromerzeugung reichen für profitable Differenzgeschäfte allemal. An besagtem Donnerstag und am Wochenende ergeben sich die besten, die größten Verdienstmöglichkeiten. Welches Land die Möglichkeiten wie nutzte, belegt dieser Chart.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 35. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Die Hochrechnung im Vergleich zu den aktuellen Zahlen sieht in dieser Woche so aus. Der PV-Stromüberschuss zur Mittagszeit und darüber hinaus wächst gewaltig an. Dennoch muss weiterhin Strom fossil erzeugt und importiert werden, denn Batteriestromspeicher reichen, auch wenn viele Anlagen zugebaut werden, nicht mal ansatzweise aus, um die Gesamt-Residuallast auch nur eines Tages zu decken. Sie sind in erster Linie reine Geschäftemacherei.

Der Pferdefuß des Stromspeicher-Zubaus

Je mehr Stromspeicher in Deutschland zukünftig zur Verfügung stehen werden, desto geringer werden die Preisdifferenzen ausfallen. Oder: Je mehr sich Angebot und Nachfrage annähern, desto geringer wird der Verdienst. Sogar der Einkaufspreis über Tag wird steigen, weil genügend Nachfrage vorhanden sein wird. Kurz: Je mehr Speicher, desto weniger Preisdifferenzen, desto weniger Verdienst.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Wenig Windstrom, viel PV-Strom. Zusammen mit PV wird der Bedarf fast erreicht Die Strompreise.

Mittwoch, 26.8.2026

Die Regenerativen  übersteigen die Bedarfslinie.  Die Strompreise. 

Starke  regenerative Stromübererzeugung. Die Strompreise.

Die regenerative Bedarfsdeckung ist wieder „weg„. Die Strompreise.

Windstrom erholt sich. PV-Strom reichlich. Die Strompreise.

Windstrom lässt über Tag stark nach. Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die wesentliche Datengrundlage dieser Kolumne.

Beitragsbild: Doenertier82

CC BY-SA 3.0 via Wikipedia Commons




Schlußwort von EIKE-Präsident Holger Thuß – 17. Klima-und Energiekonferenz 2026 in Halle/S

Die 17. EIKE- Konferenz 2026 ging als ERSTE seit 2018 ohne Störungen der redaktionellen Klimaaktivisten oder der Antifa vonstatten. Gleichzeitig gelang es uns, neue und alte Spitzen-Referenten zu gewinnen, die trotz heißer Temperatuten im Hochsommer erstklassige Vorträge zu den Themen Energie und Klima hielten.
EIKE-Präsident Holger Thuß zieht ein Resumee.




Richtig erinnern: Der SPIEGEL warnte 1974 vor der Neuen Eiszeit

Alarmistische Wissenschaftler und Journalisten nutzen gern aktuelle extreme Entwicklungen, um zu behaupten, daß dies nun das „neue Normal“ sei und immer so weitergehe.

Starben in den 1980ern Nadelbäume nahe eines tschechischen Braunkohlekraftwerks an Säure-Verätzung, galt das im Kopf von Spiegel-, ARD/ZDF- und Stern-Journalisten auch für Laubbäume weit weg in Deutschland. War es in den 196ern und 70ern im Sommer überwiegend kühl, war das keine momentane Entwicklung, sondern natürlich der Vorbote einer Neuen Eiszeit; die Hitze von 1900-1939 war vergessen.

Und die erneute Aufwärmung seit 1980 war im Kopf derselben Journalisten desselben Magazins dann plötzlich der Vorbote einer katastrophalen Erhitzung – man erinnere sich an das berühmt-berüchtigte SPIEGEL-Cover von 1986, das den Kölner Dom in der Nordsee (oder im Mittelmeer?) zeigt. 1986 – das waren lediglich sieben Jahre nach dem Ende der Kühlphase der 1970er. Hätten die SPIEGler das Bild fünf Jahre früher gezeigt, hätten die Leser vermutet, daß die Redaktion von der Hamburger Brandstwiete völlig durchgedreht sei. „Schwurbler“ und „Leugner“?

In diesem Zusammenhang sei erneut an den fulminanten Klimakatastrophen-Eiszeit-Artikel von 1974 erinnert, in dem DER SPIEGEL völlig ohne Schuldzuweisung oder falsche Daten („fake news“), nur mit vorhandenen echten Informationen eine Eiszeit-Erzählung strickt. Der Autor ist nicht bekannt – wußte er oder sie, daß 20 Jahre Temperatur-Stagnation und Abkühlung noch lange KEINE Eiszeit bedeuten? Müßte er oder sie – im Artikel wird immerhin ausdrücklich erwähnt, daß es von der Kaiserzeit bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges immer wärmer wurde, ganz ohne CO2-Panik. Man sieht: Medien neigen zur Panikmache, weil das die Leserzahlen erhöht. Schlechte Politiker und noch schlechtere Wissenschaftler* sehen den Unfug und nutzen ihn für ihre Zwecke.

Aus dem Text von 1974:

Katastrophe auf Raten

Kommt eine neue Eiszeit?…
Spätestens seit 1960 wächst bei den Meteorologen und Klimaforschern die Überzeugung, daß etwas faul ist im umfassenden System des Weltwetters: Das irdische Klima, glauben sie, sei im Begriff umzuschlagen — Symptome dafür entdeckten die Experten nicht nur in Europa, sondern inzwischen in fast allen Weltregionen. Am Anfang standen Meßdaten über eine fortschreitende Abkühlung des Nordatlantiks. Dort sank während der letzten 20 Jahre die Meerestemperatur von zwölf Grad Celsius im Jahresdurchschnitt auf 11,5 Grad. Seither wanderten die Eisberge weiter südwärts und wurden, etwa im Winter 1972/73, schon auf der Höhe von Lissabon gesichtet, mehr als 400 Kilometer weiter südlich als in den Wintern zuvor. …
Schon jetzt, so Bryson, »zeigen sich die Folgen auf drastische Weise“: Die Getreideernten in Kanada und in den USA stagnieren; Mißernten häuften sich in der Sowjet-Union, Indien und Pakistan. In Peru, wo der kühle Humboldtstrom vor der Küste von wärmeren Wassern überlagert wurde, gingen die Anchovis-Fänge um 55 Prozent zurück……

* https://www.youtube.com/shorts/Es-BsJ9bvIQ