Klimasieger und Klimaverlierer der Bundestagswahl

Trotz dieser kriegerischen Sprache handelt sich beim Wahlkampf um einen unblutigen Kampf, der überwiegend mit Worten ausgefochten wird, wobei alle Künste der Rhetorik ausgeschöpft und alle Tricks der Demagogie angewandt werden können. Der Wahlkampf ist Meinungskrieg der Worte und Neigungskrieg zugleich. Es kommt darauf an, zu wessen Gunsten sich die Waagschale neigt. Wem es gelingt, sich in einem Wahlkreis die Mehrheit der Wähler oder die Mehrheit an Erststimmen zugeneigt machen kann und von ihnen das ersehnte „Kreuz“ erhält, der hat sein Territorium, seinen Wahlkreis, direkt erobert. Der kann besonders stolz sein, der ein fremdes Revier erobert und den Platzhirsch verjagt hat. Er darf sich als direkt gewählter Abgeordneter fühlen, somit als echter „Volksvertreter“, der nicht über einen Listenplatz ins Parlament aus Parteignade gerutscht ist. Die Listenplätze werden streng nummeriert und schon vor den Wahlen festgelegt. Diesen muss sich jeder Kandidat parteiintern erobern. Mit seiner Zweitstimme wählt der Bürger eine Partei, keine Person.

Wahlen sind Neigungskämpfe, ja Klimakriege

Wenn auch die „Klimapolitik“ weitestgehend im stillschweigenden Einvernehmen zwischen allen konkurrierenden Parteien ausgeklammert wurde, da bezüglich „Klimaschutz“ zwecks Abwendung der „Klimakatastrophe“ ein parteiübergreifender Konsens zu bestehen scheint, ist jeder Wahlkampf, auf welcher politischen Bühne er ausgefochten werden mag, ein Klimakrieg. Das Wort Klima kommt aus dem Griechischen und heißt wörtlich übersetzt Neigung! Und nur um das Gewinnen von Neigung oder Zustimmung geht es bei der Wahl.

In einer parlamentarischen Demokratie ist automatisch jeder Mandatsträger ein Klimakrieger. Will er gewinnen, muss er von Plakaten lächeln, sich von seiner besten Seite zeigen. Er muss auf die Menschen zugehen, kleine Geschenke machen, freundliche Worte finden, Versprechungen machen, alles mit dem einzigen Ziel, ihre Zuneigung zu gewinnen und deren „Kreuz“ zu erhaschen. Politiker sind geborene Klimajongleure, die die Kunst beherrschen müssen, das Vertrauen von Menschen –zumindest vorübergehend- zu gewinnen und den politischen Gegner auszustechen. Ein Wahlkampf ist ein Neigungskampf. Wer die meiste Zuneigung auf sich zieht, gewinnt. Wer kein ausgesprochener Klimaegoist ist und nicht die meisten Stimmen ergattert oder ergaunert, ist Klimaverlierer. Von den 299 direkt zu vergebenden Wahlkreisen hat die CDU/CSU 236 erobert mit weitem Abstand vor der SPD mit 58, der Linken mit 4 und den Grünen mit 1.

Betrachtet man das Endergebnis, so sind die beiden Unionsparteien CDU/CSU die eindeutigen Klimagewinner. Von den 630 Sitzen nehmen sie 311 ein, ein Plus von 72 Sitzen. Ganz klarer Klimaverlierer ist die FDP. Sie hat die 5-Prozent-Hürde nicht genommen und verliert alle 93 Mandate. Die SPD zieht mit 192 Abgeordneten in den Bundestag. Das sind 46 mehr, die aber alle nicht direkt ihren Wahlkreis gewonnen, sondern über einen Listenplatz eingezogen sind. Die Linke wie die Grünen haben in diesem Klimakampf leichtere, wenn auch schmerzliche Verluste hinnehmen müssen. Mit 64 Sitzen hat die „Linke“ einen Sitz mehr als die „Grünen“, ist also drittstärkste Partei. Interessant wird sein, ob nach der Regierungsbildung der Hund mit dem Schwanz oder der Schwanz mit dem Hund wedelt.

Klimapolitik ist Neigungspolitik ist Gesellschaftspolitik

Diesen einfachen Zusammenhang zu erfassen und in der politischen Arena zu artikulieren, wäre die große Chance für die neue Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) gewesen. Sie hätte das feste, von links bis rechts reichende klimapolitische Schweigekartell brechen und damit klar den mit 4,7 Prozent nur knapp verpassten Einzug in den Bundestag feiern können. Dass diese Chance von einer Partei, die sich aus dem gehobenen Bildungsbürgertum entwickelt hatte, nicht genutzt wurde, ist kaum zu verstehen. Es drängt sich als Erklärung die Annahme auf, dass der politische Dressurakt „Klimaschutz“ inzwischen einen gesellschaftspolitischen Kollektivzwang ausübt, der es politisch für gar nicht opportun erscheinen lässt dagegen anzugehen. Es ist offensichtlich die Angst vor den Medienvertretern, die sich als eiserne Sittenwächter des „Klimaschutzes“ aufspielen und jeden, der dieses Politikziel auch nur geringfügig infrage zu stellen sich wagt, massiv des politisch unkorrekten Verhaltens bezichtigen.

Mir fällt hier eine Frage ein, die Mark Twain (1835-1910) stellte: „Manchmal frage ich mich, ob die Welt von einigen klugen Köpfen regiert wird, die uns für dumm verkaufen wollen, oder von einigen Dummen, die ernsthaft reden.“ Die Antwort ist deswegen schwierig, weil eine Regierung sich in unbekannter Mischung aus Klugen und Dummen zusammensetzt. Wir haben diese Dualität auch beim Licht, das sowohl Korpuskel als auch Welle ist. Wenn man wie Mark Twain vom Entweder-Oder-Standpunkt ausgeht, dann hat die AfD als Alternative eine riesengroße Chance verpasst, die Klima-Waagschale zu ihren Gunsten kippen zu können. So hat sie sich als Alternative „alternativlos“ gezeigt und ist trotz Achtungserfolg knapp mit 4,7 Prozent der Zweitstimmen gescheitert. Ob sie die Mutlosigkeit heute bereut?

Klima ist nicht Klima und Klima bestimmt schon gar nicht das Wetter

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist Klima ein sehr häufig gebrauchtes Wort auf und tritt fast immer in Kombination mit anderen Begriffen auf, deren Eigenschaft es ist, nicht konstant sondern stets veränderlich und Schwankungen unterworfen zu sein. „Alles fließt“, wusste schon Heraklit und dazu bedarf es einer Neigung. Das Wort „Klima“ als „Neigung“ ist unbestimmt in der Urbedeutung. Erst mit der Angabe des Neigungswinkels kann man die Stärke des Flusses abschätzen. Das Ziel ergibt sich, wenn auch die Richtung bekannt ist. Das Wort „Klima“ ist so im Sprachgebrauch wie im individuellen wie kollektiven Unterbewusstsein verankert, dass wir uns praktisch keine Gedanken machen und emotional mit Angst reagieren, wenn die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ ausgesprochen wird.

In welchen Wortkombinationen kommt nicht alles das Wort „Klima“ vor. Das beginnt beim Ehe- und Familienklima, es findet sich weiter beim Arbeits- und Betriebsklima. Es steckt im Beschäftigungs- und Konjunkturklima, im Börsen-, Steuer- und Wirtschaftsklima, im sozialen und politischen Klima. Der Erfolg politischer Verhandlungen hängt vom Gesprächsklima, ja von einer freundschaftlichen Atmosphäre ab. Es gibt wohl nichts im Leben, das nicht irgendwie neigungsabhängig ist. Das betrifft den Menschen auch ganz direkt. Wenn der Gleichgewichts-Sinn versagt, der uns aufrecht, in senkrechtem Winkel stehen lässt, dann ist das für jeden Menschen eine „Klimakatastrophe“.

Eine Gleichgewichtsstörung hat wie alle anderen denkbaren „Klimakatastrophen“, sei es ein Börsenzusammenbruch, eine gewaltsame Revolution, ein Bürgerkrieg, eine Geldentwertung nichts aber auch absolut nichts mit dem Wetter zu tun. Schlimmer, das Wetter kann gar nicht vom Klima beeinflusst werden, weil das Klima vom Wetter abgeleitet ist. Das Wetter ist die Ursache dessen, was wir als Klima bezeichnen. Dies besagt allein die international gültige und verbindliche Definition von Klima. Nach Maßgabe der Weltorganisation für Meteorologie in Genf muss man 30 Jahre an einem Ort das Wetter beobachten, die meteorologischen Elemente erfassen und statistisch bearbeiten. Das Rechenkonstrukt nennt man das Klima dieses Ortes. Damit beschreibt man das „mittlere Wettergeschehen“, das allerdings vom wirklichen Wetter beliebig weit abweichen kann. Konkret ist eine 30jährige Mitteltemperatur von 9,5°C ein Wert ohne Wert. Er sagt nichts aus darüber, was alles an Wetter diesen Wert zustande gebracht hat. Solch ein Wert kann nachträglich eingeordnet und gewichtet werden, wenn man sehr lange Zeiträume betrachtet und gleitende 30-Jahresmittel-Werte betrachtet.

So geht man auch an der Börse vor, wo man versucht, das sehr volatile und durchaus von Stimmungen abhängige Verhalten des DAX durch die Konstruktion von gleitenden 90-Tage-Mitteln oder 200-Tage-Mitteln zu glätten, um Zukunftsprojektionen entwerfen zu können. Über die Unsicherheiten und den spekulativen Charakter von Börsenprognosen braucht kein Wort verloren zu werden. Auch hier gibt es einen Spruch von Mark Twain: „Voraussagen sollte man unbedingt vermeiden, besonders solche über die Zukunft.“ Twain warnte zudem: „Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine Einstellung zu revidieren.“ Die Mehrheit glaubt bind der politischen Zielvorgabe, das Klima schützen zu können und zu müssen, fragt aber nicht, wie man das Wetter schützen kann, von dem das Klima statistisch abgeleitet wird.

Keiner bemerkt die Schizophrenie des Vorhabens „Klimaschutz“, dass nach entsprechender medialer Konditionierung von 90 Prozent der Bevölkerung gutgeheißen wird, auch wenn die Strompreise in unbezahlbare Höhen steigen. Eine Partei, die sich von der Masse abheben will, kann aber nur erfolgreich sein, wenn sie kritisch dem Zeitgeist gegenüber steht und auch den Mut hat, gegen den Konsensstrom zu schwimmen. Das erfordert Ausdauer, Kraft und Vertrauen in die eigene Urteilsfähigkeit. Die Frage hätte lauten müssen: Wie steht es mit dem „Wetterklima“, dem sich ändernden Neigungsverhalten des Wetters. Dieses ist so unbekannt, dass es zwar immer wieder private Versuche gibt, grob die Witterung des kommenden Winters oder Sommers abzuschätzen, aber keine „amtlichen“ Prognosen. Es gibt bisher auch keine Antwort auf die Frage, und kein Weltklimarat beschäftigt sich damit, weshalb Jahr für Jahr bei gleichem Jahreszeitenrhythmus der Wetter- bzw. Witterungsverlauf so erheblich voneinander abweichen.

Das Wetter ist für den Menschen die große Unbekannte in der Natur, nicht das statistisch vom Wetter abgeleitete Klima, das ohnehin immer nur die Vergangenheit betrifft. „Klimaschutz“ ist wie leeres Stroh dreschen. Es kommt nichts dabei raus! Es ist das Wetter, das unser aller Leben bestimmt, das die biologische Artenvielfalt verursacht.

Kann der Mensch das Wetter nach seinen Vorstellungen „machen“?

Dieser Wunschtraum besteht schon lange. Seine Verwirklichung ist eine Frage nach der dem Menschen zur Verfügung stehenden Energie. Insbesondere in Zeiten der „Energiewende“, wo man die Kraft des Windes wie die Strahlung der Sonne nutzen muss, um die Bedürfnisse nach elektrischer Energie zu befriedigen, ist an eine großräumige Wetterbeeinflussung eher nicht zu denken.

Dieser Traum wurde in der Sowjetunion geträumt, wie dem von A. P. Beljakow 1954 in Berlin erschienenen Buch „Elektrizität rings um uns“ zu entnehmen ist. Da wird an die Worte Lenins erinnert: „Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“. Dazu heißt es: „Die unter der Leitung der Partei Lenins und Stalins vom großen sowjetischen Volke durch die Elektrifizierung geschaffene gewaltige Technik erlaubt es, die Natur umzugestalten, das Klima zu verändern, die Dürren abzuwenden, aus Wüsten blühende Gärten zu machen und ein schöneres Leben zu schaffen, als es in den Märchen dargestellt wird.“

Der Traum geht weiter: „Mit Hilfe der Elektrizität wird auch der alte Wunsch der Menschheit, das Wetter zu regieren, Wirklichkeit werden: Bei Trockenheit wird man durch starke elektrische Apparate –Konzentratoren– die Wolken verdichten und in Regenwolken umwandeln können. Oder man wird, was noch vorteilhafter ist, gigantische elektrische Regenmaschinen einsetzen. An trüben Tagen wird man den Wolkenvorhang beseitigen können, der die Sonne verdeckt; man wird Regenwolken ableiten und zerstreuen können; die Wissenschaft wird Wege finden, um an heißen Tagen die Schwüle zu vermindern und an kalten Tagen den starken Frost. Es werden einige Jahre vergehen, und durch diese mächtige Elektrotechnik und Elektrifizierung des ganzen Landes wird das Sowjetvolk unter der Leitung der Partei Lenins und Stalins eine nie dagewesene Arbeitsproduktivität erreichen. Damit wird für Millionen Menschen, für die Schöpfer der kommunistischen Gesellschaft, ein Überfluss an allen zu einem glücklichen Leben erforderlichen Gütern vorhanden sein.“

Leider sind die große Sowjetunion und mit ihm das Sowjetvolk untergegangen, bevor diese Wunschträume Wirklichkeit wurden. Zumindest war der Wille, „das Wetter zu regieren“, an der Wirklichkeit ausgerichtet. Der Wille, „das Klima zu schützen“, ist nicht einmal das.

Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne




Warum regnet es nach Finsternissen am stärksten? Vortrag von Prof. Walter Fett in Hamburg

Video aufgezeichnet anlässlich des 1. EIKE Hamburger Klima- und Energiegespäches am 14.6.13




Unbequeme Wahrheiten über den Klimakanzlerinnen Berater Schellnhuber! Teil 5: Ist das 2 ° Ziel völkerrechtlich anerkannt?

 Diese Behauptung von Schellnhuber im ZDF im Juli 2011 war nachweislich unwahr, was dieses Video belegen wird:

 Das nächste Kapitel 6 am 07.10.2013 beleuchtet den Begriff des angeblichen “Treibhauseffektes” genauer und dieses Kapitel 6 muss auch in Verbindung mit dem danach folgenden Kapitel 7 (Globale Mitteltemperatur) gesehen werden, da die Kapitel 6 und 7 thematisch sehr eng zusammengehören. Der 6-minütige Videotrailer über das gesamte 11-teilige Filmprojekt (incl. Playlist mit allen bisher veröffentlichten Kapiteln) ist seit dem 27.08.2013online.




IPCC SPM „Es gibt keine Ausrede mehr“

„Es gibt keine Ausrede mehr“: Mit diesen Worten wird der deutsche Umweltminister Peter Altmaier in der Welt vom 28.9.13 als Reaktion auf die tags zuvor in Stockholm vorgestellte Zusammenfassung (Summary for Policymakers SPM) des 5. Abschätzungsberichtes des IPCC zitiert. Der Minister hat recht, aber anders als er es sich vorgestellt, vor allem aber anders als er es uns weismachen will.

Denn die SPM enthält nichts Neues! Das Klima entwickelt sich grundlegend anders als von den teuren Modellen berechnet. Es wird wieder kühler, die Zahl der „Extremwetter“ nimmt derzeit nicht zu, der Meeresspiegel steigt verhalten und langsam wie eh und je. An dieser Erkenntnissen führt kein Weg vorbei. Versucht wird es trotzdem. Denn mit anderen Worten werden darin dieselben Behauptungen aufgestellt, die auch schon im 4. Abschätzungsbericht standen, wie die vom vermuteten Zusammenhang zwischen CO2 Konzentration und globaler Mitteltemperatur, wie die von der „Schuld“ des Menschen an dieser Situation, jedoch verschärfend statt mit nur 90 % iger Wahrscheinlichkeit, diesmal sogar mit 95 %iger Wahrscheinlichkeit.
Jedoch keine einzige dieser Behauptungen wurde jemals mit Beweisen untermauert. Insbesondere nicht mit solchen vom Klimaeinfluss des menschgemachten CO2. Im Kleingedruckten findet man hingegen durchaus Klartext. So ist die nun 95 %ige Wahrscheinlichkeit lediglich dem „Gefühl“ von „Experten“ entsprungen, genau so wie zuvor die 90 %iger Wahrscheinlichkeit des 4. Abschätzungsberichts. Von Berechnung ist keine Rede. Man fühlt sich an die Szene vom vier Minuten Ei, im köstlich menschlichen Sketch von Loriot erinnert, bei dem die Hausfrau dem mürrischen Mann erklärt, die vier Minuten, die es braucht um ein perfektes weiches EI zu kochen, hätte sie – als Frau- ebenso perfekt im Gefühl. Dass das gekochte Ei dann hart war, änderte bei dieser überzeugenden Beweisführung nicht das mindeste.
Denn einer der eklatantesten Gegenbeweise (es gibt noch unzählige mehr) gegen den direkten Klimazusammenhang zwischen CO2 Konzentration und Temperatur, die über 15 jährige  Stagnation derselben, trotz ungebremsten CO2 Anstieges, wird zwar nicht direkt verschwiegen, aber von abschwächenden Worthülsen umgeben und mit neuen unbekannten, natürlichen Einflüssen erklärt. Bspw. hätten die Ozeane eine viel größere Rolle gespielt als zuvor angenommen. Unerklärt bleibt, wie seriöse Wissenschaft die Ozeane unterschätzen kann, die mehr als 70 % der Erdoberfläche bedecken. Stattdessen versteigt man sich zu der Behauptung, wenn die Ozeane erstmal die Erwärmung aufgenommen hätte, würde sich auch die Luft noch stärker erwärmen. Beweise jedoch werden nicht geliefert.
Zusätzlich wird dann wieder das tote Pferd von der „Versauerung“ der Ozeane als große Gefahr aufgezäumt, ebenso wie der träge Anstieg des Meeresspiegels, der seit Ende der letzten Eiszeit in ganz natürlicher Art und Weise fortdauert.
Denn das Motto des IPCC scheint klar. Alarmismus, ja Panikmache muss sein, auch wenn die Daten selber weder das eine oder andere hergeben. Im Gegenteil, jeder neue Bericht gibt weniger Grund zum Alarmismus, als der vorige.
Doch damit schwindet auch der letzte Rest von Glaubwürdigkeit dieser Institution, die von politisierten Wissenschaftlern, willigen Aktivisten und ahnungslosen aber begeisterten Politikern unter dem Mantel der Wissenschaft zu einem politischen weltweiten Umverteilungsinstrument entwickelt wurde.
Jetzt ist alles klar, auch dem normalen Laien auf der Straße: Es gibt keine Ausrede mehr! Ungeachtet aller Katastrophengesänge: Die Klimakatastrophe ist abgesagt. Und damit fällt die Hauptbegründung für die Energiewende. Ins Bodenlose! Da wo sie hingehört. Ruhe dort in Unfrieden.
Michael Limburg EIKE

Hier finden Sie eine Gegenüberstellung des SPM Entwurfs und der fertigen Version




Risiko der Kerntechnik — Risiko durch die Energiewende?

Risiko der Kerntechnik

Die Kerntechnik hat ein besonderes Risiko, es entsteht durch die Radioaktivität. Allerdings hat es die Kenntnis dieses Risikos mit sich gebracht, daß dieses Risiko seit Anbeginn in den 1950-er Jahren weltweit nur rund 100 Todesfälle verursacht hat, wobei der Unfall von Tschernobyl eingeschlossen ist [1]. Andere für das menschliche Leben notwendige Techniken, z.B. Brücken, Treppen und Leitern, Häuserbau, Talsperren, Straßenverkehr, Flugverkehr, Benutzung von Sprengstoffen haben unvergleichlich viel mehr Todesopfer gefordert.

Die Gefahr durch Radioaktivität wird begründet durch die vollkommen willkürliche Annahme der LNT-Hypothese, daß nämlich jede noch so kleine Dosis eine schädliche Wirkung habe, und zwar unabhängig von der Zeit, in der sie einwirkt (LNT heißt „linear no threshold“). Mit der Wirklichkeit hat diese Annahme nichts zu tun. Es ist im Gegenteil so, daß Strahlung im niedrigen Dosisbereich biopositive Wirkung hat: sie ist anregend für die Lebensvorgänge, sie nützt der Gesundheit. Das Wort Strahlen“schutz“ suggeriert allerdings, daß man sich vor Strahlen grundsätzlich schützen sollte. Es sind jedoch nur sehr hohe Dosen gefährlich, wenn sie in sehr kurzer Zeit einwirken, wie es bei den Explosionen von Hiroshima und Nagasaki der Fall war, oder auch bei den oben erwähnten Todesfällen durch Unfälle. Inzwischen erfordern gesetzliche Vorschriften einen Strahlen“schutz“ auch dann, wenn eine schädliche Wirkung wegen zu kleiner Dosis und Dosisleistung nicht mehr nachweisbar ist. Die Strahlen“schutz“vorschriften sind gut für den Arbeitsplatz der hauptamtlichen Strahlenschützer und für eine gewaltige Industrie, die davon lebt, das ist alles. Schon lange sind den Fachleuten die biopositiven Wirkungen im Bereich von Niedrigdosis und Niedrigdosisleistung bekannt, man hat sogar eine Extrawort dafür: Hormesis. Allerdings redet man nicht darüber. Die hauptamtlichen Strahlenschützer machen die Vorschläge für den Gesetzgeber, das Parlament beschließt, ohne den Durchblick zu haben. So läuft die Sache.

Die biopositiven Wirkungen sind oft schwache Effekte, nicht sicher feststellbar, insbesondere bei kleinen Kollektiven. Es hat sich jetzt ein Ereignis zugetragen, wo der Nachweis überraschend deutlich zutage tritt:

Das Kobalt-60-Ereignis von Taipei in Taiwan [2]

Beim Bau von Gebäuden wurde recycelter Stahl benutzt, der Kobalt-60 enthielt. Die Bauten wurden um 1983 erstellt. Die erhöhte gamma-Strahlung vom Co-60 wurde in 1992 bemerkt und dann durch ein Meßprogramm verfolgt. So gibt es jetzt ein Kollektiv von 10 000 Personen, das über 9 bis 22 Jahre harter gamma-Ganzkörperbestrahlung ausgesetzt war mit einer Dosis und Dosisleistung, wie es sie in der Natur nicht gibt und wie es als Experiment an Menschen weltweit verboten ist. Die Spitzendosis erreichte im ersten Jahr nahezu 1 Sievert, die Durchschnittsdosis über das ganze Kollektiv und über die gesamte Zeit erreichte 400 Millisievert. Ergebnisstand in 2004: Es hätte bis dahin unter den Erwachsenen

♦ 186 Krebstodesfälle geben müssen.

Nach dem im Strahlenschutz angewandten LNT-Modell hätte es durch Strahlung weitere

♦ 56 Krebstodesfälle geben müssen.

Bisher wurden tatsächlich aber nur

♦ 5 Krebstodesfälle beobachtet.

Damit wurde an einem Kollektiv von 10 000 Personen überraschend eindrucksvoll das bewiesen, was aus Versuchen mit Zellkulturen, an Tieren, und auch an Menschen seit einem halben Jahrhundert weltweit bekannt ist, aber von der Lehrmeinung im Strahlenschutz gern übergangen wird [3]:

1)     Die LNT-Hypothese ist nicht haltbar, ebenso die Folgerung wie das ALARA-Prinzip (so wenig Strahlung wie möglich).

2)     Gamma-Strahlung im Niedrigdosisbereich als Langzeitbestrahlung ist nützlich für Lebewesen, es trainiert das körpereigene Abwehrsystem und bekämpft sogar Krebs (Hormesis).

Die Verfasser Chen e.al. von [2] kommen zu folgendem Vorschlag: Die derzeit gebräuchlichen Strahlenschutzmaßnahmen sind ungeeignet und sollten dringend geändert werden. Angst vor Strahlung im Niedrigdosisbereich ist unberechtigt. Sie hat weitreichende Konsequenzen, denn sie blockiert den Bau von Kernkraftwerken. Strahlung im Niedrigdosisbereich ist im Gegenteil sogar nützlich für die Gesundheit von Lebewesen [3]. Mediziner und Strahlenbiologen sind gefragt zur Abwägung zwischen nützlichen und schädlichen Wirkungen von Strahlung.

Natürlich muß das Kollektiv in Taiwan noch lange weiter beobachtet werden. Die Lehren aus diesem Ereignis sollten aber in ähnlicher Weise in die Strahlenschutzmaßnahmen einfließen, wie es beim Kollektiv der Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki geschehen ist.

Deutschland sollte beachten:

Fukushima war ein unfreiwilliger Stresstest an Kernkraftwerken mit baulichen Mängeln, wo trotz dreier Kernschmelzen mit Freisetzung von Radioaktivität kein Mensch einen gesundheitlichen Schaden durch Strahlung erlitt (nachzulesen bei IAEA, UNSCEAR, WHO) – es gibt keinen besseren Beweis für die Güte der international angewandten Reaktorsicherheitsphilosophie. Ebenso war das Co-60-Ereignis von Taiwan ein unfreiwilliger Stresstest an Menschen mit gamma-Langzeitbestrahlung, das in eindrucksvoller Weise die Fehler in der weltweit praktizierten Strahlenschutzphilosophie anzeigt.

Folgen der Strahlenangst, Risiko durch die Energiewende

Während die Unfallopfer in der Kerntechnik durch Strahlung mit ca. 100 seit Anbeginn erfreulich gering sind und alle weiteren häufig genannten Opfer hypothetisch sind, sieht es bei den Folgen der Strahlenangst und der Energiewende ganz anders aus:

1.     Die Inbetriebnahme des Forschungsreaktors FRM-2 der Universität in München wurde durch Rot-Grün verzögert, er erhielt im April 2003 nach 2 ½ Jahren des Wartens Grünes Licht zum Anfahren (verantwortlicher Minister war Trittin): Es konnten daher 2 ½ Jahre keine medizinischen Neutronen-Bestrahlungen bei Krebspatienten gemacht werden: 50 bis 100 Personen wurde so eine heilende Behandlung vorenthalten, (fast) niemand in Deutschland hat sich daran gestoßen.

2.     Die Evakuierung von mehr als 300 000 Menschen in 1986 nach dem Tschernobyl-Unfall war zu weitgehend und aus Strahlenschutzgründen nicht gerechtfertigt. Es gab erhebliche Folgen bei den Evakuierten: psychologische Probleme durch Angst, Stress, Rauchen, Alkohol, Übergewicht. Oft ist ein Suizid die Folge solcher Probleme (IAEA 1991), die Opferzahlen dürften viele 1000 betragen. Ähnliche Meldungen gibt es schon heute aus Japan, Zahlen zu Opfern liegen zwischen 500 und 1500. Aus der IAEA-Kritik von 1991 zu den Evakuierungen in Tschernobyl haben die Strahlenschützer und Gesetzgeber in Japan nichts gelernt.

3.     Durch die Evakuierungen beim Tschernobyl-Unfall wurde mehr als 300 000 Menschen eine gesundheitsförderliche Dosis vorenthalten, es hätten etliche 1000 Menschen vor Krebs bewahrt werden können. In den nicht evakuierten kontaminierten Gebieten um Tschernobyl wurde dieser Nachweis erbracht (Prof. Jaworowski, 2010). Ähnliches kann für die Evakuierungen in Japan gesagt werden.

4.     Durch den Umstieg Deutschlands in der Landwirtschaft von Nahrungsmittelerzeugung auf Energiepflanzen werden dem globalen Lebensmittelmarkt Nahrung für 10 Millionen Menschen entzogen, das hat keine Folgen für die Ernährung in Deutschland, jedoch erhebliche Folgen in den armen Ländern (Prof. H-W. Sinn, 2011).

5.     In fernerer Zukunft: Zur Ernährung der Menschheit ist industrielle Landwirtschaft erforderlich, das geht nur mit Großmaschinen, die nur mit Benzin oder Diesel angetrieben werden können. So sind zur Ernährung der Menschen fossile Energien unabdingbar. Betrieb mit Strom ist (fast) nicht möglich. Daher sollten fossile Ressourcen für die Nahrungsmittelerzeugung gespart werden, das ist echte Nachhaltigkeit. Umstieg in der Gebäudeheizung von den Quellen Öl/Gas/Kohle auf Kernspaltungsenergie ist kluge Vorsorgepolitik, weil die Kernspaltungsenergie mindestens in 1000-fach größerer Reichweite vorhanden ist als fossile Energieträger. Klimaschutz ist unsinnig, es ist wichtig das Leben der Menschen zu schützen. In Frankreich wird es bereits viel mit Kernkraft geheizt, das ist lobenswert.

Die vollkommen willkürliche Annahme des LNT-Modells ist nicht nur falsch – wie sich in Taiwan zeigte – sie hat darüber hinaus viel Unheil angerichtet, sogar Menschenleben gekostet. Deutschland steigt aus seiner Stromversorgung aus, obwohl Kernenergie KEINE Risikotechnik ist. In über 14 000 Reaktorbetriebsjahren westlicher Reaktoren hat es bisher NULL Todesopfer oder Gesundheitsschädigungen durch Strahlung gegeben, das sollte genug Beweis sein für die Sicherheit. Ohne Strom wird es massive Probleme in der Zukunft geben, vielleicht schon bald. Es ist an der Zeit, daß der Bürger wahrheitsgemäß unterrichtet wird, und zwar nicht nur wie hier in Internetforen engagierter Bürger, sondern auch von Medien, Verbänden, Professoren, Politikern, die in unserem Lande gehört werden. Noch ist es vielleicht nicht zu spät.

[1] „Das Märchen von der Asse“, Dr. Hermann Hinsch, 2009, ISBN 978-3-8370-9977-5

[2] “Effects of Cobalt-60 Exposure on Health of Taiwan Residents Suggest New Approach Needed in Radiation Protection”, zu finden unter http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2477708/    oder in Journal of American Physicians and Surgeons Volume 9 Number 1 Spring 2004

[3] Veröffentlichungen von F. Wachsmann, L. Feinendegen, K. Becker, Calabrese, Mitchel, Henriksen u.v.a.m., zum Beispiel in http://www.mn.uio.no/fysikk/tjenester/kunnskap/straling/radiation-health-2012.pdf, Jaworowski http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20585443, Tagungsbericht in StrahlenschutzPRAXIS Heft 2/2012, Seite 67