CO2 soll mittels CCS-Technologie vergraben werden! Wieviel, wo, wie, womit? Eine Abschätzung der Grössenordnung

Das sind 29.446 to/Tag.

Das CO² wird abgeschieden und verflüssigt. Hier sind seine Eigenschaften beim kritischen Punkt :

Temperatur     31°C

Druck 73,7bar

Dichte             0,464t/m³

Das Volumen beträgt jetzt  63462 m³ /Tag.

(29.446 to/Tag / 0,464to/m³ = 63462 m³ /Tag)

Der Abtransport soll mit der Bahn erfolgen. Ich habe mal bei Wikipedia  geschaut und komme auf einen Kesselwagen  mit einer Länge von 20 m , ein Füllvolumen von 100 m3  und einer zulässigen Beladung mit 50 to.

Die Anzahl der benötigten Kesselwagen berechne ich zu 63462 m³/Tag  / 100 m³/Wagen = 634 Wagen/Tag.

Die maximale Zuglänge bei der DB ist 750 m bei maximal 4000 to Gewicht.

Die Anzahl der benötigten Wagen pro Zug errechne ich aus

750m/Zug  / 20m/Wagen =  38 Wagen /Zug

Wegen der geringen Dichte des Gases sind 29.446 to  auf 634 Wagen mit je 100m³ zu verteilen. Das ergibt eine Beladung von

29446 to / 634 Wagen = 46 to/Wagen

Das Gewicht des Zuges ist

38 Wagen * 46 to/Wagen CO² = 1738 to

Der Zug ist also nicht ausgelastet.. Das Gewicht der Fahrzeuge ist nicht dabei.

Die benötigte Anzahl von Zügen ist

634 Wagen/Tag  /  38 Wagen/Zug = 17 Züge/Tag

In diese Züge ist jetzt das Kohlendioxyd verladen und soll jetzt bei ca. 75 bar Behälterdruck über Land zum Verpressungsort gefahren werden. Für den Fall das der Zugverkehr mal unterbrochen ist müsste ein Pufferlager für ca. 3 Tage eingerichtet sein.

63462 m³/Tag * 3Tage = 190386 m³ Lagerkapazität

Es handelt sich um Drucktanks die gegen den Absturz eines Flugzeugs und Sabotage gesichert werden müssen. Die Gefährlichkeit  des Kohlendioxyds in hoher Konzentration ist gewaltig. Ein Unfall oder Anschlag auf dieses Lager kann tausende Todesopfer kosten, denn man kann ihnen nicht zu Hilfe kommen ohne selbst zu ersticken. Feuerwehrfahrzeuge können nicht fahren, Hubschrauber nicht fliegen. Dieses Pufferlager ist also zu bewachen wie Fort Knox. Ebenso die fahrenden Züge. Die Kosten werden dann auf den Stromverbraucher umgelegt. Dasselbe gilt für die Kosten der Verflüssigungsanlagen und der Verladeanlagen sowie die Personalkosten.

Die Züge stehen in meinen Gedanken noch auf dem Kraftwerksgelände.

Jetzt kommt die entscheidende Frage : Wohin mit den ganzen Zeug ? So ein Werk läuft ja 40 Jahre lang.

63462 m³/Tag  * 365 Tage * 40 Jahre = 926.545.200 m³

Dies ist die Menge die in 40 Betriebsjahren anfällt. Es ist ein Würfel mit einer Kantenlänge von  975 m. Alles flüssiges Kohlendioxyd das unter der Erde verschwinden soll. Aber das ist nur aus einem Kraftwerk. Weltweit gibt es hunderte dieser Kraftwerke. Die Masse an Kohlendioxyd die da verpresst werden soll ist ja gigantisch. Und das soll nun für alle Ewigkeit unterirdisch gelagert werden und man will garantieren das nichts davon wieder in die Atmosphäre gelangt. Wie können Menschen auf eine solche irre Idee kommen ? Man muss sich schon seine Gedanken über den Geisteszustand der Verfechter dieser Idee machen um sich der Hoffnungslosigkeit dieser Geisteskrankheit  bewusst zu werden. Die Bundesregierung gibt aber Geld für eine Versuchsanlage bei der das Versuchsergebnis vorher schon feststeht..

Wie kann nun ein solches Lager aussehen. Man spricht dann von ausgebeuteten Gas- und Ölfeldern. Aber die grossen Gas- und Ölfelder sind doch nicht in Europa gelegen. Sind die denn jetzt leer ? Nein die sind nicht leer sondern mit Salzwasser gefüllt. Es gibt auch riesige poröse Gesteinsschichten in der Erde, sogenannte Aquifere, die aber auch mit Salzwasser gefüllt sind. Dieses Salzwasser muss man ins Meer oder an die Erdoberfläche verdrängen um Platz zu schaffen für das Kohlendioyxd. Aber da wo Wasser entweichen kann da folgt irgendwann das Gas. Der Lagerdruck wird mit 150 bis 200 bar angegeben. Die Lagerstätte  muss sich also in einer Tiefe befinden in der der Wasserdruck des Gebirges ausreicht um diesen Druck einzuhalten. Klüfte im Gebirge dürfen nicht auftreten, denn durch sie kann das Gas aufsteigen und ist dann nicht mehr zu stoppen. Alle Lebewesen die in einen Gasausbruch geraten verlieren ihr Leben.

Welche Menschen möchten nun ihren Wohnsitz oberhalb eines Kohledioydspeichers haben. Ich glaube ja keine. Wie ist es jetzt mit Überwachungsmaßnahmen am Speicher der sich über mehrere Tausend Quadratkilometer erstreckt ? Für alle Ewigkeit muss der Speicher überwacht werden. Wer zahlt die Kosten ? Mit einem solchen Speicher kann man ganz Mitteleuropa entvölkern.

Alle Risiken einer solchen Speicherung kann natürlich Frau Dr. Merkel per Bundesgesetzblatt verbieten und dann geht es los.

Im Ruhrgebiet kennt man das schon, die Ewigkeitskosten, die man aufwenden muss um die alten Bergbaugebiete, die bis zu 16 Meter abgesackt sind, trockenzuhalten. Weite Gebiete liegen unterhalb des Niveaus der Emscher. Das anfallende Regenwasser und Abwasser muss abgepumpt werden auf Ewigkeit.

Meine siebzehn Züge stehen jetzt immer noch am Kraftwerk denn ich kann nicht sagen wo sie entladen können.  In Brandenburg gibt es Leute die sich darum reissen, oder in Hessen bei Herfa-Neurode ist ja schon eine Giftmülldeponie mit Ewigkeitcharakter für 200.000 to pro Jahr. Da geht das bestimmt, gegen Geld. Wir werden ja in Deutschland bestimmt 40 dieser Kraftwerke brauchen und bei allen stehen siebzehn Züge. Wie man das alles entladen will, an welchen Stellen die Pumpanlagen für die Entladung errichtet werden sollen, kann ich mir nicht vorstellen. Man denke an Gorleben. Das muss ja alles innerhalb Deutschlands geschehen. Welcher Nachbarstaat macht denn einen solchen Blödsinn mit ?

Am Werkstor stehen schon tausende Demonstranten und siebzehn Hundertschaften der Polizei zur Sicherung des Transports mit siebzehn Zügen , der ja viel gefährlicher ist als ein Castortransport nach Gorleben. Diese Transporte gehen täglich !! Dazu kommen noch die Rohkohletransporte  von ca 6 Zügen/Tag.

Liebe Leser,

ich mag nicht weiter an diesen Blödsinn denken und trinke stattdessen ein Bier und danke allen die bis hier durchgehalten haben.

Anmerkung der Redaktion

Derzeit fallen in jährlich rd. 350 Mio t CO2 aus der Stromproduktion und nochmals rd. 100 Mio t aus der Stahl- und anderen Produktionen an. Zusammen sind das ca. 450 Mio t jährlich! In zehn Jahren 4,5 Mrd. t usw, usw. Die müssten irgendwo -auf ewig (!!) dicht eingeschlossen werden, um sicher zu sein, keinen Schaden anzurichten.
Natürlich würde austretendes CO2, weil ca. 1,6 x schwerer als Luft, sich – bei Windstille – wie Wasser in Senken sammeln. Dieses Verhalten ist grundsätzlich anders als das der leichteren Gase Wasserstoff, Erdgas etc. Die entweichen immer nach oben in die Atmosphäre. Aber fast alle (deutschen) Städte und Dörfer sind an Flüssen und anderen Wasserquellen gegründet worden. Also dort, wo auch austretendes CO2 hinfließen würden.

Niemand könnte auf ewig garantieren, dass das nicht passiert. Auf hoher See sähe das vielleicht anders aus, allerdings würden dann die Kosten noch weiter anschwellen.

(1) Daten Stammen aus einer Arbeit von Ulf Bossel vom Leipniz-Institut. http://www.leibniz-institut.de/archiv/bossel_27_10_09.pdf Seite 4 Quantifizierung der Anfallenden Massen

Über den Autor:

Nach einer Ausbildung bei Siemens in Bremen im Fachgebiet Elektrotechnik und folgender Weiterbildung war er 35 Jahre lang bei den Stadtwerken Bremen im Kraftwerksbereich tätig. Hatte dort mit der Prozessleittechnik von Kohle-, Gas- und Wasser- und Schnellstarterkraftwerken sowie Blockheizwerken zu tun. Auch die Fernwärmeauskopplung im Kraftwerk und Fernwärmeerzeugung und Verteilung im Stadtgebiet gehörte zu seinem Bereich. Er ist seit 8 Jahren im Ruhestand.




„Bild der Wissenschaft“ – Mehr „Bild“ als Wissenschaft!

Liebe Leser,

die Wissenschaft erarbeitet unsere Lebensgrundlagen und erklärt uns die Welt. Letzteres tut die von mir abonnierte Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ nicht ganz zu meiner Zufriedenheit. Die „Energiewende“ wird als notwendig dargestellt, obwohl die Redaktion bei der Klimaerwärmung langsam kalte Füße bekommt. Auch stört mich der wachsende Einfluss der Schwätzwissenschaftler, daher der angehängte Leserbrief.

Ihr Redaktionsteam und die Inhalte Ihrer Zeitschrift

Eine ausgezeichnete Idee, uns einmal das Redaktionsteam im Bild vorzustellen! Sollten wir Leser die Berufe bzw. Funktionen raten, wäre der Anfang leicht: Der einzige mit Schlips ist der Chef. Auch den Germanisten findet man sofort, es ist der fünfte von links. Ein Geisteswissenschaftler vom Scheitel bis zur Sohle! Für die Übrigen wird das Berufe raten schwer. Bei Geophysik wäre allerdings die Dame rechts in meine engere Wahl gekommen. Die anderen, wenig zahlreichen Mitarbeiter aus den MINT-Fächern (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) könnte ich nicht zuordnen.

 

Sicherlich hat das Redaktionsteam mehr organisatorische Aufgaben, und die Beiträge stammen von freien Autoren. Trotzdem spiegelt die Zusammensetzung des Teams eine Tendenz wider, die mir nicht so gefällt. Ich habe früher einfach alles in Ihrer Zeitschrift gelesen, heute lasse ich vieles aus.

 

Im Editorial liest man: „Forschung ist in Deutschland noch immer nicht dort angekommen, wo sie in unserem an Bodenschätzen armen Land hingehört.“ Und welchen Beitrag können da Psychologen, Germanisten, Philosophen und sonstige Gesellschaftswissenschaftler leisten? Nicht nur, dass wir von deren Erkenntnissen nicht leben können, sie sind auch nicht objektiv, das heißt, die „Erkenntnisse“ können aus der Mode kommen und werden in China oder USA anders dargestellt. Verwendung statistischer Begriffe täuscht nur eine Objektivität vor.

Zweifellos darf man über Themen nachdenken, welche den exakten Wissenschaften nicht zugänglich sind. Nur sehe ich da einen Qualitätsverlust. Früher gab es Juristen und Philosophen, welche gleichzeitig berühmte Mathematiker waren, z.B. Fermat, Descartes, Leibniz. Kommen heute solche Doppelqualifikationen noch vor, oder ist das eine für die mehr und das andere für die weniger Intelligenten? Wie viele Studenten brechen ein Studium der MINT-Fächer ab, um dann Politologie, Jura oder dergleichen zu studieren, und wie viele Studenten brechen ein sozialwissenschaftliches Studium ab, um lieber Naturwissenschaftler oder Ingenieur zu werden?

Dabei sind die Sozialwissenschaftler heute obenauf, geben den Ton an und bestimmen die Politik. Sie sehen die Welt so wie unsere Katze: Sie betrachtet sich als die Herrin des Hauses, hält uns für ihr Personal und ist sicherlich überzeugt, dass es nichts auf der Welt gibt, was sie nicht versteht. In keiner Weise macht sie sich klar, dass sie ihr gutes Leben ausschließlich uns verdankt.

Also, ich bitte um mehr Naturwissenschaft, mag auch Archäologie, aber weniger Soziales.

Hannover, den 22.01.2014

Dr. Hermann Hinsch

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Gabriels große EEG Reform – winzige Korrekturen an Symptomen

Doch tut sie das  alles nicht, weil sie konzeptions- und planlos in Gang gesetzt wurde, wie es viele Politiker beklagen, nachdem sichtbar wird, dass das Kind bereits in den Brunnen fällt, sondern weil sie gegen geltende Naturgesetze beschlossen und betrieben wird.

Es gab in den mehr als 60 Jahren nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wohl kein Gesetzeswerk deutscher Regierungen, und da ist die untergegangene DDR mit eingeschlossen, dass soviel planwirtschaftliche Elemente, mit genauen Vorgaben für die nächsten 40 Jahre enthielt, wie das „Energiekonzept“, das wenig später in „Energiewende“ umgetauft wurde.

Innerhalb weniger Wochen wurde diese Planwirtschaft unter dem Namen „Energiekonzept“ durch den Bundestag gepeitscht. Alle jetzigen Regierungsparteien incl. des jetzigen Wirtschafts- und Energieministers Gabriel, die FDP, ebenso wie die Grünen, waren bis auf wenige Abweichler bedingungslos dafür.

Deswegen ist es heuchlerisch, wenn Sigmar Gabriel jetzt einen „Neustart“ verlangt und die „Energiewende“ lediglich ein bisschen reformieren will. Ein falscher Weg wird auch durch „Reformen“ nicht richtiger, egal wie tief oder oberflächlich sie  angelegt sind. Allein eine völlige Umkehr kann da helfen.

Und Gabriels Reformen sind außerordentlich oberflächlich angelegt., denn sie kurieren ausschließlich an einigen wenigen Symptomen. Das einzige, was er damit erreicht ist, die verschiedenen EEG Gewinnergruppen dauerhaft gegen alles, was aus zukünftig noch seinem Hause kommt, gegen sich aufzubringen. Und da sie über fast unbegrenzte finanzielle, wie politische Mittel verfügen, werden sie alles daran setzen um dagegen vorzugehen. Eine umfangreiche mediale Unterstützung ist ihnen dabei gewiss.

Aber weil die „Energiewende“ Energien bevorzugt, die wegen ihrer sehr geringen Energiedichte, wie von der nicht beherrschbaren natürlichen Volatilität, sowie der geringen nur statistischen Verfügbarkeit her, sich nur für die Not-Versorgung einer Gartenlaube oder eines kleinen Bootes auf See eignen, aber nicht für die Versorgung eines Industrielandes, ist jedes Kurieren an Symptomen zum Scheitern verurteilt.

Die dringend erforderlichen Speicher für riesige Strommengen, die daran etwas ändern könnten, sind aus denselben naturgesetzlichen Gründen auf unabsehbare Zeit ausgeschlossen. Gäbe es sie, dann würden sie die Preise weiter steil nach oben treiben. Daher ist die Energiewende ein deutscher Irr- und Sonderweg und gehört ohne Wenn und Aber abgeschafft.

Gegen die Naturgesetze kann eben keine Politik gemacht werden. Sie führt auch nicht ins Nichts, wie der Ökonom Prof. Hans- Werner Sinn kürzlich einen vielbeachteten Vortrag in München betitelte, sondern direkt ins Elend. Weil sie Energie hierzulande so teuer macht, dass die Haushalte sie nicht mehr bezahlen können, während gleichzeitig die ihr Einkommen garantierenden Arbeitsplätze, zuerst in der energieintensiven Industrie, dann in vielen anderen, auf Nimmerwiedersehen ins Ausland verschwinden.

Auch Minister Gabriels zaghafte „Reform“-Versuche werden an der größten Vermögensumverteilung von unten nach oben seit Ende des zweiten Weltkrieges nichts ändern. Mit allen negativen Folgen für dieses Land.




Energiewende wirkt: Gabriels Meseberg III Eckpunkte – Peanuts reloaded

Gabriel’s (Hornbergersches) Energiewende 2.0-Schießen – Meseberg

(zum Verständnis beachte man den Punkt „Große Koalition“ des NL1401, im Anhang)

Nach den unverbindlichen Statements der Koalitionsvereinbarung (Ausnahme 55%, Steigerung Ausbauziel 2030) ist trotz vieler Äußerungen in sehr vielen Medien außer dem Namen 2.0 nur Nebel, Bürgerverdummung (a) und Lobbyismus-Getöse der Energiewender (b) in der Luft. In Merseburg hat man mitnichten den Nebel gelichtet!

Die CDU hält sich logischerweise völlig zurück ausgenommen das markige aber nichtssagende Statement der Kanzlerin in Meseburg, hat sie doch diese heiße Kartoffel der SPD überlassen. Auch Seehofer macht inzwischen nur noch den Spagat zwischen „Konfrontation mit Gabriel vermeiden“ und Befriedung der Nimby’s (10h).

Das Statement unseres letzten NL, dass jetzt alles nur noch schneller geht, bleibt richtig:

a) i) Das Das Durchschnitts-EEG-Erlössatz-Absenkungsziel von 17 auf 12 Cent/kWh bis 2017 ist reine Augenwischerei, da ausnahmslos alle Einspeisesätze für Neuanlagen derzeit deutlich unter 13 Cent liegen, derzeit die jährliche %-Absenkung bei ca. 1,5 Cent liegt (weil die teuren Anlagen der frühen EEG-Jahre rausfallen) und Offshore Mengenmäßig nicht signifikant ist.

ii) Über die Altmaierschen Schnitte ausschließlich im Voltaik-Bereich hinausgehend sind keine weiteren Kürzungen der Einspeisesätze vorgesehen.

iii) Die Sinnhaltigkeit der Energiewende ist ausser Diskussion und durch die intensive Ausgestaltungsdiskussion ergibt sich implizite eine Forcierung der virtuellen Realität der Energiewende.

iv) Die Senkung der Windstromerlöse in hochprofitablen Regionen wird nicht quantifiziert und ist damit ebenfalls reiner Nebel.

v) Die angebliche Deckelung des jährlichen Windkraft-Ausbaus auf 2.500 MW jährlich liegt um 31% höher als der Installations-Durchschnitt der letzten 6 Jahre und ist damit fast schon als arglistige Täuschnung zu bezeichnen.

b) Die Interventionen der Lobbyisten sind ausschließlich unter Kaschierung, alternativ unter Profilierung zu buchen. Würden sie schweigen, würde man das implizit als Bestätigung der Richtigkeit der behaupteten (aber nicht angegriffenen) Überteuerung der EEG-Sätze ansehen. Man spielt sich also defacto zur Nutzenerhöhung einfach nur den Ball zu.

Etwas komplexer und undeutlicher ist die Lage bei Offshore. Hier hat sich primär die CDU exponiert und die ist nicht zuständig. Ausserdem ist reduzierte Publicity in diesem Hiobsbotschaften-trächtigen Segment allen Beteiligten Recht.

Zwar „eiert“ Minister Gabriel bei den Themen De-Industrialisierung und EEG-Privilegierung herum, aber solange Realität und Sinnhaftigkeit der Energiewende wie ein Pflock stehen, werden Medien und Bürger den Akteuren in jeder Richtung folgen nach dem Motto „für die Zukunft Deutschlands und für die Weltklimarettung müssen wir halt Opfer bringen“

*) Es liegt mit fern, die engagiert gegen die Energiewende wirkenden Antiwindkraftler zu diskreditieren, indem ich nur noch von Nimbys rede, aber leider haben fast alle neu gegründeten BI ihren Frieden mit der Energiewende gemacht.

Heinrich Duepmann

Vorsitzender NAEB e.V.

Spenden-Konto:
NAEB e.V., Forstweg 15, 14163 Berlin
Sparkasse Berlin, Kto. 6603157851, BLZ 10050000

(1) Auszug NL1401: Energiewende in der großen Koalition.
Wohin geht die Energiewende-Reise in der neuen großen Koalition?

In beiden großen Koalitionen liegt die Zuständigkeit für die Energiewende bei Gabriel (in der ersten als Umweltminister und nun als Wirtschaftsminister mit Zuständigkeit für Energie).
Schauen wir uns also das Wirken von Minister Gabriel an:
von den vier Aegiden Trittin, Gabriel, Dr. Röttgen, Altmaier waren die von Gabriel und Dr. Röttgen die mit den höchsten EEG-Kostensteigerungen und mit völlig ungezügeltem Ausbau der Energiewende-Typen.
Was ist derzeit an Fakten verfügbar?
– Einzige quantitative Absprache: Ausbauziel 2030 um 5% erhöht (55%), alle Kosten-Dämpfungsversprechen sind damit unglaubwürdig

– Zuständigkeit bei Minister Gabriel – wie in der ersten großen Koalition. Er ist überzeugter Energiewender und erklärter und bekennender Kernkraftgegner.

– In der ersten großen Koalition hat die Bundeskanzlerin ihm weitgehend freie Hand gelassen und er wiederum hat die Ministerien-Besetzung unverändert von Trittin übernommen (diese Personalstruktur ist heute noch praktisch unverändert vorhanden).

– Mit Rainer Baake’s (Grünen-Mitglied und Vater des 1. KK-Ausstiegskonzeptes) Ernennung zum Staatssekretär für Energie forciert Gabriel den Energiewende-Kurs. Seine gelegentlichen Äußerungen in den Medien zur Kosten-Anstiegs-Dämpfung sind als reine Lippenbekenntnisse zu werten – dazu zähle ich auch seine Aussage am 7.1.13 in Brüssel betreffend die zu befürchtende Deutsche Deindustrialisierung.

– Die Altmaierschen EEG-Novellierungsansätze sind wohl in der Schublade verschwunden.

– Mit Herrn Machnig will Gabriel im Sommer 2014 einen weiteren Energiewende-Treiber als Staatssekretär an Bord nehmen.

– Die Bundeskanzlerin enthält sich jeglicher Äußerungen zur Energiewende.

Dass im Lager der Energiewende-Gegner von Licht und Schatten gesprochen wird, ist mir völlig unverständlich. Ich sehe nur schwarz, schwärzer als der dunkelste Schatten.
Die Überführung des Energie-Referates aus dem BMU in das BMWI ist das trojanische Pferd, mit dem nun endgültig die Energiewender die Regierung okkupieren. In Ägypten (und demnächst hoffentlich auch in der Türkei) interveniert das Militär, wenn die Diktatur droht, wir hoffen da in Deutschland wohl vergeblich.

 




Nach Prokon ist vor Prokon -wenn man an das IWES in Kassel glaubt.

IDW Pressemitteilung vom 21.01.2014

Fraunhofer-Studie: Geschäftsmodell Energiewende

Uwe Krengel Pressestelle
Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

Derzeit dominiert in der Diskussion um die Energiewende die Kostenfrage. Diese Sichtweise greift nach Überzeugung der Experten vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel jedoch zu kurz. In ihrer heute veröffentlichten Studie „Geschäftsmodell Energiewende“ zeigen die Wissenschaftler, dass Investitionen in die Energiewende durchaus rentabel sind und wie sie bis 2050 finanziert werden könnten.

„Unsere umfangreichen Berechnungen belegen, dass die Energiewende auch unter sehr konservativen Annahmen, insbesondere für institutionelle Anleger ein hochattraktives Geschäft ist“, erklärt IWES-Institutsleiter Prof. Clemens Hoffmann. Selbst ehrgeizige Ziele wie die Vollversorgung mit erneuerbaren Energien sind nach seiner Überzeugung wirtschaftlich darstellbar. „Das Kostenargument ist also für klimapolitische Entscheidungen nicht mehr zielführend.“
Fossile Energien kosten Deutschland 83 Milliarden Euro im Jahr
Grundidee ist es, den kapitalkostenintensiven Investitionen in die notwendigen neuen Technologien die Einsparungen gegenüber zu stellen, die durch den Rückbau der betriebskostenintensiven Technologien im Bereich der fossilen Brennstoffe erzielt werden. Denn damit sind sinkende Ausgaben für Primärenergie und deren Importe verbunden. Die Experten gehen davon aus, dass die Investitionen in die Infrastruktur der erneuerbaren Energien so gesteuert werden können, dass die Kosten für die fossile Primärenergie von derzeit 83 Milliarden Euro pro Jahr über einen Zeitraum von 40 Jahren praktisch auf Null abgesenkt werden können. Nach ihren Berechnungen wird auf diesem Weg in 15-20 Jahren der Punkt erreicht, an dem die Ausbaukosten für die erneuerbaren Energien und die Beschaffungskosten für die fossile Energie zusammen genommen die heutigen Primärenergiekosten unterschreiten.
Break-Even für erneuerbare Energien in 15-20 Jahren
„Nach Erreichung dieses Break-Even werden die Energiekosten kontinuierlich absinken und in rund 30 Jahren, wenn der Ausbau erneuerbarer Energien weitgehend beendet ist, sind Investitionen hauptsächlich für den Erhalt der neu aufgebauten Infrastruktur (Repowering) notwendig. Diese fallen damit pro Jahr deutlich geringer aus als während der Transformationsphase“, prognostiziert der Leiter der Studie, Norman Gerhardt. Rund 300-380 Milliarden Euro müssten nach seinen Angaben bis zum Break-Even vorfinanziert und in den folgenden Jahrzehnten getilgt werden. Selbst bei einem gleichbleibenden Preisniveau für fossile Energieträger rechnen die IWES-Experten bis 2050 mit einer inflationsbereinigten Verzinsung der Darlehen von 2,3 Prozent. Dieser Betrag könne sogar vier bis sieben Prozent betragen, wenn die Preise für Öl und Erdgas steigen. Dabei sind die Kosten für Treibhausgasmissionen noch nicht berücksichtigt.
Energiewende bietet attraktive Kapitalanlagen
„Eine Anlage, deren Rendite von der Leistungsfähigkeit der deutschen Industriegesellschaft abgesichert wird, gehört für potenzielle Kapitalgeber zu den attraktivsten Anlagen überhaupt“, sagt IWES-Chef Hoffmann. Attraktivität bedeutet Langzeitstabilität, Risikominimalität und hohe Renditeerwartung. Die Langzeitstabilität begründet sich darin, dass alle neuen Infrastrukturen Hochtechnologien sind. Die damit verbundene wirtschaftliche Kraft hängt ab von Standortfaktoren der industriellen Organisation, Rechtssicherheit und Qualität des Bildungswesens. Die Anlage ist unabhängig von schwer beeinflussbaren Veränderungen im Markt der fossilen Energieträger und damit risikoarm. Die Renditeerwartung knüpft sich zudem an ein globales Marktwachstum, in dem Deutschland derzeit eine Führungsposition behaupten kann. Ausgangspunkt der Studie ist ein Vollversorgungsszenario für Strom, Wärme und Verkehr für das Jahr 2050.

Weiterlesen: http://idw-online.de/de/news570066

Fachansprechpartner:
Prof. Dr. Clemens Hoffmann
Institutsleiter Fraunhofer IWES Kassel
Telefon +49 561 7294-494
clemens.hoffmann@iwes.fraunhofer.de

Dipl.-Ing. Norman Gerhardt
Gruppenleiter Energiewirtschaft und Systemanalyse
Telefon: +49 (0)561 7294-274
E-Mail: norman.gerhardt@iwes.fraunhofer.de