Historische Katastrophen – Original und Kopie Der „Große Sprung nach vorn“ und die Energiewende

Der zu Unrecht in Misskredit gebrachte „Normalbürger“ geht  dabei fälschlicherweise vom leider ebenfalls geteerten und gefederten „gesunden Menschenverstand“ aus. Dieses Denkinstrument nimmt bekanntlich fachlich fundierte Argumente dankend zur Kenntnis und macht sie nicht selten auch zur Basis kalkulierten Handelns.
Jede Vernunft aber ist außer Kraft gesetzt, sobald fanatisierte Ideologen ein Thema annektieren. Menschen also, die ein beträchtliches Machtbedürfnis ihr Eigen nennen, dafür von jedem Bezug zur Wirklichkeit abgeklemmt sind – wichtigste Voraussetzungen, um Katastrophen zu verursachen, die keinen Vergleich mehr scheuen müssen.
Wir wollen mit der neuen Serie „Historische Katastrophen – Original und Kopie“ versuchen, uns diesen Fragen stellen.
Das Original
Die erste Folge führt uns ins China der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Mao Tse-tung war zu dieser Zeit der „große Führer“, Vorsitzender der KP Chinas von 1943 bis 1976. Er war skrupellos und größenwahnsinnig und ist bis heute Mitglied der Top-3-Liste derjenigen Diktatoren, die die meisten Menschenleben auf dem Gewissen haben. Jung Chang, eine Chinesin, die eine umfassende Biografie über ihn geschrieben hat, beginnt ihr Buch mit dem Satz: „Mao Zedong, der jahrzehntelang absolute Macht ausübte über das Leben eines Viertels der Weltbevölkerung, war verantwortlich für über 70 Millionen Tote in Friedenszeiten – kein anderer politischer Führer des 20. Jahrhunderts reicht hier an ihn heran.“
Eines seiner wahnwitzigsten Experimente war der „Große Sprung nach vorn“, der eigentlich von 1958 bis 1963 angelegt war und China in diesen 5 Jahren auf das Niveau der großen Industrienationen heben sollte.
In jedem Dorf in China entstanden „Stahlwerke“, so klein sie auch sein mochten. Die Parteikader waren verantwortlich für die Durchsetzung, die Bauern wurden von der Feldarbeit geholt, alles verfügbare metallische Material, Kochtöpfe, Essbesteck, landwirtschaftliches Gerät, wurde eingeschmolzen, um dem Staat die verordneten Quoten Stahl liefern zu können. Stahl, der – zusätzliche Tragik – nur von minderwertigster Qualität sein konnte.
1961 wurde das Experiment abgebrochen, als die Zahl der Hungertoten schwindelerregende Ausmaße angenommen hatte. Mao soll den Toten noch hinterher gehöhnt haben „Die Toten sind nützlich, sie düngen die Felder“.
Der Anfang dieses Dramas war Dilettantismus, das Fehlen jeglicher Sachkenntnis in allen Disziplinen gepaart mit Fanatismus und unendlicher Skrupellosigkeit. Nicht vergessen darf man, dass für die erfolgreiche Durchsetzung auch eine große Zahl nicht minder dilettantischer wie fanatischer Anhänger notwendig war, die als willfährige Überzeugungstäter in Verwaltung, Medien und Schulen für Gehirnwäsche und den nötigen gesellschaftlichen Druck verantwortlich waren.
Ein neuer Mensch sollte geschaffen werden, frei von Eigennutz und Gewinnstreben. Ein Gedanke, der auch hierzulande viele Menschen in Wahnvorstellungen delirieren ließ. Je brutaler die Konsequenz, mit der dieser kommunistische Homunculus erzwungen werden sollte, desto begeisterter die Fähnchenschwenker. Diesen Mörderbanden Grußadressen aus Deutschland zu senden, sollte nicht daran hindern, später große politische Karriere zu machen oder in der Denkfabrik des Auswärtigen Amtes unter Joschka Fischer eine auskömmliche Position zu bekleiden.
Und als klar wurde, daß der erste „Große Umerziehungssprung“ scheiterte, wurden die Erziehungsinhalte geändert. Von nun an ging es darum, den geschlechtsneutralen Menschen ohne ökologischen Fußabdruck zu züchten.
Die Kopie
Von Friedrich Engels ist der Satz überliefert, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen sich wiederholen, das eine Mal als Tragödie und das andere Mal als Farce.
Mit diesem Stichwort sind wir bei der  deutschen Energiewende. Die Mechanismen funktionieren, ungeachtet des fehlenden diktatorischen Hintergrundes, exakt gleich. Es muss sich nur der geringstmögliche Kenntnisstand mit dem größtmöglichen Fanatismus paaren. Das war bei den Protagonisten der Energiewende von Beginn an gegeben. Schon eine der bekanntesten – weil dümmsten – Parolen der Bewegung – „Die Sonne stellt keine Rechnung“ – zeigt, auf welch naiv-religiösem Boden sich die Anhänger gemeinsam in Ekstase gebracht haben um dann in kollektiver Besinnungslosigkeit über alle Grundlagen der Physik und der Betriebswirtschaft der Realität zu entschweben.
Dem naiven Kinderglauben entsprechend sollte ja auch der Wind keine Rechnung stellen, trotzdem stehen inzwischen bei vielen Menschen in Deutschland die „Rechnungen“ bis zu 250 Meter hoch in Sichtweite. Was aber einige Schwerstindoktrinierte nicht hindert, neue „Rechnungsmasten“ sogar mit Lichterketten zu begrüßen. Kaum zu glauben, stimmt aber wirklich.
Mit der bekannten Skrupellosigkeit wurde der „Große-Energie-Sprung-nach-vorn“, dessen wahre technische und wirtschaftliche Ausmaße die Energiewendenjünger zu keiner Zeit überrissen hatten, mit dem Preis einer Kugel Eis im Monat veranschlagt.
In einem Land mit deutlich zu geringen Sonnenstunden und zu schwachen Winden war das Vorhaben von Beginn an so ambitioniert wie die maoistische Herstellung von Stahl auf dem Dorfanger. Deshalb haben wir heute auch ein wenig mehr als diese Eiskugeln bezahlt, inklusive der zugesicherten Vergütungen in der Zukunft inzwischen einen Betrag von gut 400 Milliarden. Ohne die Atomkraft unserer Nachbarn in Frankreich und Tschechien und ohne Kohlekraft wäre die ganze Augenwischerei so oder so längst in sich zusammengefallen. Die inzwischen schon bedenklich schlechte Versorgungssicherheit hätte uns längst mit der Erfahrung regelmäßiger Stromausfälle bekannt gemacht.
Für unsere Vorfahren war es eine Abkehr von Mühsal und harter Arbeit, Windmühlen stilllegen zu können und mit Kraftwerken bezahlbaren elektrischen Strom zur Verfügung zu haben. Heute dagegen sorgen zahllose religiöse Eiferer einer naiven Weltsicht, die sich wieder in vorindustrielle Zeiten hinein imaginieren, als willfährige Anhänger in Medien und Schulen für die notwendig-niedrige Wissensbasis. Die bereitet den Boden für eine nicht mehr absehbare Katastrophe – und in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen geben diese Mitschuldigen die Vorbeter einer neuen Zeit im Kerzenschein.
Und wie immer folgen dann auch kluge und denkende Menschen, auch Unternehmen und Unternehmer, der zeitgeistigen Macht: Weil es viele Subventionen zu erhaschen gibt und eine „Hammer-Knete“ zu machen ist. Alles initiiert von Menschen, die in der Jugend in kommunistischen Kostümvereinen sozialisiert oder in der DDR aufs Leben vorbereitet wurden, deren Weltsicht mehr als Staatskapitalismus und Planwirtschaft nicht zuläßt.
Abschließend sei noch angemerkt: Die größte Hoffnung hätte auf der Sozialdemokratie liegen können, einer Partei, deren Mitglieder einstmals  „mit uns zieht die neue Zeit“ sangen und die damit den technischen Fortschritt meinten, die den Menschen von den Qualen schlimmster körperlicher Arbeit befreien würde. Größte Hoffnung zum einen, weil sie als Partei der arbeitenden Menschen – einstmals – nicht zu planwirtschaftlichen Ökophantasien neigte. Einer dieser letzten Leuchttürme des gesunden Menschenverstandes sitzt übrigens als Vorsitzender der IG BCE vor, Michael Vassiliadis.
Wie weit er sich mit seiner praxisnahen Gewerkschaft durchsetzen kann, dürfte ein Gradmesser dafür werden, ob die SPD noch einmal die Kraft zu einer Rückbesinnung findet.
Größte Hoffnung zum zweiten, weil die SPD als Partei der arbeitenden Menschen – einstmals – nicht zugelassen hätte, dass die energieintensive Wirtschaft, die Lebensader unseres Wohlstandes, vor die Hunde geht.
Peter Schmidt
Präsident Deutscher Arbeitgeber Verband
Der Beitrag erschien zuerst hier auf der Website des DAV




Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen kostensteigernde Energiewende

TAZ meldet:

Artensterben durch Windkraft

Rotorblätter schreddern Fledermäuse

Tausende Fledermäuse sterben jedes Jahr durch Windkraftanlagen. Darunter sind auch Tiere, die nach Südeuropa ziehen.
BERLIN dpa | Windkraftanlagen gefährden nach Einschätzung von Forschern nicht nur heimische Fledermäuse. Auch Tiere aus Nordosteuropa werden von den Rotorblättern erschlagen, wenn sie im Herbst auf dem Weg in ihr Winterquartier durch Deutschland ziehen. Das berichten Experten des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Fachblatt Plos One. Sie hatten die Situation in den östlichen Bundesländern untersucht… weiterlesen bei TAZ




Ist die grüne Ideologie eine neue Religion?

Ökologisch bedeutet heute generell „nachhaltig [1]“ und „umweltschonend“  zu handeln, wobei der Sinngehalt dieser Begriffe jeweils zum angestrebten Zweck passend modifiziert wird. Wer „ökolo­gisch“ denkt, gehört zu den Guten!
Insbesondere den Volkswirtschaften der westlichen Industriegesellschaften wird vorgeworfen, in unverantwortlicher Weise die Ressourcen der Natur zu beanspruchen und damit das Leben unserer Nachkommen besonders auch in den Entwicklungsländern zu gefährden. Wahrhaft apokalyptische Zukunftsszenarien werden entworfen für den Fall, dass wir unsere Lebensweise nicht tiefgreifend ändern. Dies erinnert stark an in der menschlichen Geschichte immer wieder auftretende religiöse Fanatiker, die bei Androhung aller möglichen Höllenstrafen zur Umkehr aufriefen.
Diese Denkweise findet man in besonderem Maße bei den Anhängern der Partei der Grünen, die daraus weitgehende Forderungen an die Lebensweise aller Bürger ableiten. Katrin Göring-Eckardt am Wahlabend 2013: „Es geht um mehr als ein grünes Wahlergebnis. Es geht um die Bewahrung der Schöpfung“.
Im energiepolitischen Teil des aktuellen Koalitionsvertrags heißt es: „Die Energiewende ist ein rich­tiger und notwendiger Schritt auf dem Weg in eine Industriegesellschaft, die dem Gedanken der Nachhaltigkeit und der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet ist.“
Es fällt offenbar Niemand mehr auf, was für ein sinnleerer Schwulst das ist. Vor wem oder was soll denn die Schöpfung bewahrt werden? Wer bedroht sie? und was hat das mit der deutschen Energie­versorgung zu tun?
Hier drängt sich der Gedanke an ein neues, quasi-religiöses Sendungsbewusstsein auf, das inzwi­schen parteiübergreifend in allen Gesellschaftsschichten präsent ist.
Es lohnt sich, einmal darüber nachzudenken, ob wir es tatsächlich mit einer neuen Religion, dem Ökologismus,  zu tun haben, oder ob dies nur eine Metapher ist.

Was sind die wesentlichen Merkmale einer Religion und kann eine solche heut­zutage neu entstehen?

Als erste haben offenbar Dirk Maxeiner und Michael Miersch 2005 in den 10 Geboten der Öko-Re­ligion[2] diesen Zusammenhang in Form einer Parodie behandelt. Die obigen Beispiele zeigen aber, wie weit für Religionen typische Vorstellungen inzwischen in die Gesellschaft vorgedrungen sind.
Die Religionswissenschaft unterscheidet Naturreligionen und Buchreligionen.
Buchreligionen haben geschichtlich verortbare Stifter  wie Paulus und Mohammed oder zumindest legendäre Stifterpersonen wie Moses. Naturreligionen wachsen über lange Zeiträume, in denen den Naturkräften „Götter“ zugeordnet werden und diese dadurch personalisierbar und anrufbar werden. Dabei bildet sich eine Priesterschaft heraus, die dann zu einem Machtinstrument wird.
Im Fall des Ökologismus könnte man auf den ersten Blick an eine Buchreligion denken in der etwa Al Gore als Stifter und das Kyotoprotokoll als „Bibel“ aufgefasst werden.
Diese These hat z.B. der Soziologe Norbert Bolz am 19.01.2010 in der 3Sat-Sendung Kulturzeit vertreten.
Der Glaube an den Klimawandel bringt uns Aug‘ in Aug‘ mit einer absehbaren Katastro­phe, das heißt, wir können wieder religiös empfinden, ohne an einen Gott glauben zu müs­sen. Das ist offen­bar für eine atheistische Gesellschaft wie die unsere ein fast unwiderstehli­ches Glaubensangebot.“
und weiter:
„Erzbischöfe, Bischöfe und Äbte in Form von unzähligen korrupten Klima-Wissenschaftlern bauen beständig am Grundgerüst des Klimaglaubens und bügeln etwaige ungeplante Aus­rutscher von Mutter Erde in die falsche Richtung mit wundersamen Handlungen in Form von Datenfälschungen glatt.“
Inzwischen weist der Ökologismus aber eher Merkmale einer Naturreligion auf. Es wird eine quasi allgegenwärtige „Naturkraft“ eingeführt, die auf allen Ebenen des Lebens einwirkt und berücksich­tigt werden muss.
Die Ökoreligion hat ihre Anfänge in einer großen Erzählung, den Berichten des IPCC. Hier sind die Glaubensinhalte niedergelegt, die den Anspruch nicht hinterfragbarer Wahrheiten haben. Dies er­setzt die Schriften der Buchreligionen.
Es scheint, dass man in Deutschland für derartige Dinge besonders empfänglich ist. Im Kölner Stadtanzeiger war z.B. um die Weihnachtszeit zu lesen, dass der deutsche Gänsebraten ökologisch sauberer ist, als der polnische, weil die deutsche Gans CO2 neutral  auf der Weide gemästet wird, die polnische dagegen mit Industriefutter im Stall. Eine derartig groteskes Argument ist eigentlich nur noch durch eine alles durchdringende religiöse Sicht zu erklären.
Es drängen sich Vergleiche etwa mit der Religion der Mayas mit dem Regengott Chaak auf, von dem das gesamte Leben abhängig ist. Man könnte sich vergleichsweise einen Naturgott CeO’2 vor­stellen, der im Großen wie im Kleinen ständig zufrieden gehalten werden muss, indem man ihm ständig Opfer bringt. Bei den Mayas waren das bekanntlich direkte Menschenopfer. Der CeO’2 ver­langt, das wir ihm einen Teil unseres Wohlstands opfern, was für die ärmeren Schichten durchaus auch lebensbedrohliche Formen annehmen kann.
Der CeO’2 hat einen Rivalen, das ist der ATOM. Er verspricht seinen Anhängern billige und uner­schöpfliche Energie ohne besondere Opfer zu verlangen. Das würde die Privilegien der CeO’2 Priesterschaft deutlich schmälern, weshalb diese den ATOM mit einem Tabu belegt haben. Wer sich zum ATOM bekennt, verschuldet sich an der Gesellschaft, weil er den CeO’2 erzürnt. Er muss mit totaler gesellschaftlicher Ächtung rechnen.
Natürlich kann man heute der Bevölkerung nicht mehr den Glauben an einen personifiziebaren und anrufbaren Gott CeO’2 vermitteln. Es ist der Priesterschaft der Ökoreligion aber offenbar gelungen die überwältigende Mehrheit der deutschen Bevölkerung zu überzeugen, dass von dem harmlosen und lebensnotwendigen Spurengas CO2 eine geradezu apokalyptische Gefahr ausgeht, wenn der an­geblich durch menschliche Aktivitäten mögliche Anstieg seiner nur im Verhältnis 4:10000 in der Atmo­sphäre vorhandenen Konzentration nicht verhindert wird. Dafür scheint die Bevölkerung mittler­weile bereit, nennenswerte Vermögensverluste und Einschränkungen des Lebensstandards zu akzep­tieren.
Dieses Spiel mit der Angst ist ein altbewährtes Mittel vieler Religionen um die Bevölkerung einer Priesterkaste gefügig zu machen. Man denke an die erfolgreiche Erfindung des Fegefeuers im Mit­telalter. Insofern muss es als berechtigt angesehen werden beim Ökologismus von einer echten Reli­gion zu sprechen. Dabei ist die durch die Climate-gate Akten bekannt gewordene, geradezu verbrecherische kriminelle Energie zu beachten, mit der die beteiligten Profiteure des Öko-industri­ellen Komplex vorgegangen sind!
Das besonders traurige beim Ergebnis dieser Analyse ist, dass der Erfolg der Ökobewegung nur durch den eklatanten Mangel an naturwissenschaftlicher Bildung erklärbar ist – in einem Land, dass früher so bedeutende Beiträge zur modernen Naturwissenschaft geleistet hat, wenn man nur an die Relativitäts- und Quantentheorien denkt.
Die grundlegenden Glaubensinhalte werden etwa im Katholizismus auf Konzilen festgelegt. Im Ökologismus übernimmt diese Rolle der „Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“, WBGU. Dieses Gremium wurde am 08.04.1992 durch einen gemeinsamen Erlass der damaligen Ministerien für Forschung und Technologie unter Dr. Heinz Riesenhuber und dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter Dr. Klaus Töpfer errichtet. Der WBGU berät regelmäßig die Regierung in Form von „Gutachten“.
Eines der wichtigsten dieser Gutachten ist das Hauptgutachten 2011 unter dem Titel:
„Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“ in dem die dringende Notwendigkeit für eine „post fossile“ Wirtschaftsweise erläutert werden.
Alle Völker dieser Welt sollen sich danach zu einer nachhaltigen und klimaverträglichen Zukunft bekennen, wofür Staaten, Unternehmen und die gesamte Zivilgesellschaft gemeinsam die richtigen Weichen stellen müssen.
Welche Weichenstellungen richtig sind, legt der WBGU fest! Im Sinne der untersuchten Analogie zur Religionsgeschichte handelt es sich hierbei um Dogmen, also nicht hinterfragbare Glaubens­inhalte, die per definitionem unveränderbar sind und keiner näheren Beweisführung bedürfen, sie werden von den entsprechenden Gremien verordnet!
Oberstes Dogma ist dabei das berühmte 2° Ziel für den Maximalwert, um den die Globaltemperatur der Erde ansteigen darf!
Dafür wird die Anerkennung des Dekarbonisierungsdogmas  verlangt. Dieses legt fest, das von den geschätzen Kohlevorräten der Erde mit einem CO2 Äquivalent von 7000 Mrd. Tonnen bis 2050 noch maximal 750 Mrd. Tonnen verbraucht werden dürfen![3]
Es ist unfassbar, wie offenbar alle deutschen naturwissenschaftlichen und politischen Eliten zu diesem unsinnigen und lupenrein faschistischen Programm geschwiegen haben. Wir haben doch noch gar keine richtige Inquisition!
Nach welchen Verfahren hat der WBGU diese Daten ermittelt? Es gibt keine Funktion der Art
∆ T = f (  CO2 -Dichte ).
Es gibt dafür nur Modellrechnungen, wohl meistens in Form von Systemen partieller Differential­gleichungen, die nur numerische Lösungen ermöglichen. Wer sich mit den Tücken solcher Berech­nungen auskennt, wundert sich nicht, dass bei einer vom IPCC selbst vorgenommenen Evaluierung von 44 derartigen Systemen nicht ein einziges in der Lage war, den in der Vergangenheit beobachte­ten Temperaturverlauf richtig darzustellen.[4]
Und auf dieser Faktenlage basierend will uns der WBGU eine gesellschaftliche Transformation auf­zwingen mit extremen Einschnitten in unsere Wirtschaft und Lebensqualität! Was für eine Hybris, was für ein Verbrechen, wenn man an den eigentlichen Haupteffekt all dieser Projekte denkt, näm­lich die schamlose Bereicherung der von der Energiewende profitierenden Nutznießer des  öko-in­dustriellen Komplexes.
Der natürliche Gegenspieler des Ökologismus müssten eigentlich die etablierten Kirchen sein, wor­auf vor allem Edgar L. Gärtner[5] hinwies. Er stellte aber selber fest, dass die offizielle Kirche inzwi­schen auch die Ziele der Öko-Kirche übernommen hat. Siehe z.B. die in ihrer Naivität nahezu er­schreckenden Forderungen der „Klima-Allianz-Deutschland“ in der 110 einschlägige Organisatio­nen einschließlich vieler kirchlicher Verbände zusammengeschlossen sind.[6]

Fazit:

Eine neue Religion, der Ökologismus ist in Deutschland tiefgreifend und alle Gesellschaftsschich­ten erfassend etabliert. Die von den Priestern dieser Religion verkündete Heilslehre wird in der letz­ten Konsequenz das moderne Industrieland Deutschland ruinieren. Aktuell ist rational gegen diese Bewegung nichts auszurichten, da sowohl die Gläubigen wie auch der entsprechende Klerus gegen vorwiegend aus der Naturwissenschaft vorzubringende rationale Argumente vollständig immuni­siert sind. Es scheint keine Chance zu geben, die Verantwortlichen zu überzeugen, dass ein  CO2 in­duzierter Klimawandel nicht möglich ist und auch nicht statt findet.
Die Frage ist zur Zeit nur, ob eine Gegenbewegung entstehen wird, wenn die ersten schweren Kon­sequenzen unübersehbar werden. Bis dahin scheint Gruppierungen wie z.B. EIKE oder NAEB nichts übrig zu bleiben als weiter den Lauf der Dinge kritisch zu verfolgen.
Update 18.8.14 Aus einem Interview mit Richard Tol FAS vom 17.8.14
Alexander Wendt, in die „apokalyptischen Vorreiter“ auf ACHGUT:…. Der holländische Klimaforscher, Ökonom und ehemalige IPCC-Autor Richard Tol brachte genau diese Absurdität in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”* auf den Punkt:

“Für viele ist der Klimawandel zu einer Art Ersatzreligion geworden. Die Texte der Umweltbewegungen lesen sich wie religiöse Schriften, in denen Emissionsreduktionen ein Ausweis der Glaubensstärke sind…In Deutschland wird das vor allem durch die Prediger des Potsdam-Klimainstitutes betrieben…Die (deutsche) Energiewende ist ein gewaltiger Fehler. Die Unternehmen und Haushalte müssen hohe Energierechnungen begleichen, die Emissionen (von CO2) steigen trotzdem…Ich kenne internationale Wissenschaftler, die sagen, die Deutschen müssen verrückt geworden sein…Deutschland hat mit so hohen Fördersummen für Windenergie und Photovoltaik begonnen, dass es den gesamten Weltmarkt durcheinander gebracht hat. Ohne diese exzessive Förderung wären Sonnenpaneele eher auf portugiesischen oder spanischen Dächern gelandet und hätten mehr Sonnenertrag gebracht. Die Deutschen haben mit aller Macht eine Technik auf den Markt gebracht, die noch nicht reif ist…Deutschland hätte das ganze schöne Geld lieber für etwas Sinnvolles ausgeben sollen.”


[1]   Unter Nachhaltigkeit verstand man in der Forstwirtschaft, dass nicht mehr Holz eingeschlagen werden soll, als nach­wachsen kann. Dies vernünftige Prinzip wurde von der UN Weltkommission für Umwelt und Entwicklung unter Lei­tung der norwegischen Regierungschefin Gro Harlem Brundtland dahin erweitert, dass für letztlich alle technischen Entwicklungen der Nachweis verlangt wird, dass sie „umweltschonend“ sind.
[2]   Dirk Maxeiner, Michael Miersch: 10 Gebote der Ökoreligion www.cicero.de/kapital/….
[3]   WBGU Factsheet Nr. 2 / 2011. Transformation der Energiesysteme.
[4]   IPCC, Coupled Model Intercomparison Project (CMIP5)
[5]   Edgar L. Gärtner Öko-Nihilismus 2012.ISBN 978-3-940431-31-8
[6]   www.die-klima-allianz.de




Bündnis 90/Die Grünen: Vom Naturschutz zur Naturzerstörung

Hier der Link zum WELT-Artikel. Der Zynismus, mit dem Boris Palmer in der WELT weiteren Installationen von Windradanlagen das Wort redet, lässt jeden, dem der Naturschutz ein ehrliches Anliegen ist, die Nackenhaare sträuben. Insbesondere bei den Älteren unter uns kommen dabei Assoziationen an einen noch schlimmeren deutschen Zynismus auf, als es vor 75 Jahren nicht um die Ausradierung von Landschaften und Flugtieren sondern um die von Mitbürgern und Nachbarnationen ging.

Bild rechts: „Boris Palmer“ von Björn Láczay – Flickr. Lizenziert unter Creative Commons Attribution 2.0 über Wikimedia Commons –

B. Palmer schreibt in der WELT „Es gibt für jede Lösung das passende Problem. Das gilt selbstverständlich auch für erneuerbare Energien. Wasserkraftwerke werden als Fischhäcksler bekämpft. Pumpspeicherkraftwerke sind angeblich Betonmonster in unberührten Landschaften. Fotovoltaik ist wahlweise der finanzielle Ruin des kleinen Mannes, der deutschen Wirtschaft oder der Orts- und Stadtbilder. Biogasanlagen vermaisen die Landschaft, produzieren Verkehr oder stinken zum Himmel. Und wenn die Windkraft nicht gerade als Untergang der Vogelwelt gebrandmarkt wird, dann ist sie zu laut, zu hoch, zu blendend oder eben einfach zu hässlich„. Tatsächlich ist das, was B. Palmer hier ironisch-flapsig kleinredet, die brutale REALITÄT – ausgenommen der finanzielle Ruin des kleinen Mannes durch Photovoltaik, denn viele „kleine Hausbesitzer“ profitieren mit Altverträgen für ihre Solardächer auf Kosten der Allgemeinheit gar nicht schlecht. Palmers Ironie und seine Windrad-Ästhetik stehen in bemerkenswertem Widerspruch zu den lawinenartig ansteigenden Antiwindkraft-Bürgerinitiativen, die den Wertverlust ihrer Häuser oder ausbleibende Tourismuseinnahmen nicht so einfach hinnehmen.

Und weiter B. Palmer: „Ob Atomkraftwerke schön sind, sei dahingestellt. Die Folgen eines Reaktorunfalls wie in Tschernobyl oder Fukushima sind jedenfalls sehr, sehr hässlich. Kohlekraftwerke haben die unschöne Eigenschaft, das Weltklima so zu verändern, dass manches Naturschutzgebiet, aber auch mancher städtische Ballungsraum vor dem Anstieg des Meeresspiegels, Dürre und Flutkatastrophen oder einfach nur verheerenden Stürmen nicht zu retten sein wird. Der Braunkohletagebau in Deutschland produziert auch eher Mondlandschaften als ästhetischen Genuss. Gas erscheint da noch als schönste Option, leider sind die Reserven aber sehr beschränkt, und der Konflikt mit Russland nimmt wegen der deutschen Abhängigkeit von Erdgas auch scheußliche Züge an„.

Woher nimmt B. Palmer seine Gewissheit, Kohlekraftwerke würden das Weltklima verändern und Meeresspiegel ansteigen lassen? Nun kann man im Allgemeinen von standfesten grünen Ideologen nicht verlangen, sich fachlich zu informieren, denn die für Fakten zuständigen Denkregionen werden von Ideologie bekanntlich stillgelegt. Herr B. Palmer könnte aber vielleicht doch einmal zur Kenntnis nehmen, dass die klimawissenschaftliche Fachliteratur bis heute keine Veröffentlichung kennt, in der der Nachweis eines menschgemachten Klimawandels insbesondere durch Kohlekraftwerke aufzufinden ist. „Klimaschädigung“ durch anthropogenes CO2 ist bis zum heutigen Tage eine sachlich unbelegte FIKTION.

Nur Klimamodelle mit ihren bekannten inhärenten Defiziten, die kein neutraler Wissenschaftler als langristige Klima-Prognoseinstrumente ernst nimmt, sind für derartige Fiktionen brauchbar. Um nicht missverstanden zu werden: Klimamodelle sind für Details der Forschung sehr nützlich, siehe dazu auch unsere Serie „das Rätsel der Eiszeiten“. Und noch nebenbei: „Weltklima“ gibt es nicht, es gibt nur Klimazonen von polar bis tropisch, Herr B. Palmer hat dieses elementare Wissen aus Schulzeiten offenbar verdrängt. Der Schutz welcher dieser Klimazonen darf es nun sein? Und ehe folgendes auch noch verdrängt wird: Die vom Braunkohleabbau produzierten „Mondlandschaften“ in aktueller Gestalt wunderschöner Bade-Seen in mitteldeutschen Erholungsgebieten, die aus renaturierten Braunkohlehalden entstanden, sollte Herr Palmer vielleicht bei seinem nächsten Besuch dieser Gegend überprüfen. Wir schlagen auch noch einen Abstecher zum modernsten Braunkohlekraftwerk Europas vor – dem KW Lippendorf bei Leipzig. Dort werden technische Führungen veranstaltet, Herr B. Palmer hat sie nötig.

Und wieder weiter B. Palmer in der WELT: “ Wenn wir nicht Pippi Langstrumpf spielen wollen, bleibt uns die Entscheidung zwischen den Nachteilen der herkömmlichen Energiequellen und der erneuerbaren Energien nicht erspart.

Entscheidung? Es gab niemals einen sachlich begründbaren Entscheidungsanlass! Welche Nachteile hatte denn die deutsche Stromerzeugung vor der Energiewende? Wir sehen keine, niemand kann uns bis heute unter rationalen Kriterien Nachteile nennen, die eine Wende-Entscheidung erfordert hätten. Das Ganze war kühl inszenierte Polit-Hysterie einer Kanzlerin, deren Machterhaltsinstinkte hinlänglich bekannt sind.

Daher sei wiederholt: ES GIBT KEINE VORTEILE DER ENERGIEWENDE, verglichen mit dem fast paradiesischen Zustand unserer Stromversorgung davor! Vielleicht kann uns ja Herr Palmer nähere Auskünfte geben. Das gemäß B. Palmer „geschädigte Weltklima“ kann es jedenfalls nicht sein, denn bis heute ist weltweit kein ansteigendes Extremwettersignal aufzufinden. Dem IPCC, Climate Change 2001, the scientific basis, Chapter 02, 2.7, S. 155 (hier) wird B. Palmer wohl trauen und auch dem Extremwetterbericht des IPCC, der das Ergebnis vom Jahre 2001 in 2013 bestätigt (hier). Um Missverständnisse zu vermeiden: Das IPCC bestätigt nur den Stand der Fachliteratur, die bis heute keine Zunahmen von Extremwetterereignissen kennt. Es spricht allerdings auf der Basis fragwürdiger Klimamodelle von „wahrscheinlichen ZUKÜNFTIGEN“ Zunahmen, ohne diese Wahrscheinlichkeiten nach üblichem wissenschaftlichen Usus zahlenmäßig belegen zu können. Wer diese IPCC Kaffeesatzleserei ernst nimmt, ist selber schuld. Die Natur beschert uns schon ausreichend Klimakatastrophen. Der Mensch stellt sicher viel Unsinn an, vom Vermüllen und Leerfischen der Weltmeere bis zum unzureichenden Schutz der indonesischen Regenwälder. Für irgend einen gefährlichen Klimawandel kann er aber definitiv nicht verantwortlich gemacht werden.

Zur weiteren Information eine kleine Auswahl von sachgerechten EIKE-Artikeln über Windräder (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier,…) und über Kernkraftwerke  (hierhierhier, hier, hier, hier, hier, ….). Der fast unendlichen Anzahl von EIKE-Beiträgen zu diesen Themen wegen bitten wir alle Autoren um Entschuldigung, die aus Platzgründen nichtmitaufgeführt wurden.

Neben einer fiktiven anthropogenen Klimaschädigung ist das zweite fundamentale Missverständnis der Grünen die unabdingbare Schonung fossiler Ressourcen. Diesem Irrtum sind freilich auch schon intelligentere Leute verfallen, und dies wird auch zukünftig immer wieder vorkommen – Dummheit ist zeitlos und leider schmerzfrei. Es hat mit dem britischen Ökonomen Robert Malthus begonnen und reicht bis hin zum Club of Rome und den deutschen Grünen. Alle diese Propheten und Warner lagen mit ihren Prognosen vom Ressourcen-Ende stets um Lichtjahre daneben. Die IPCC-Jünger bevorzugen übrigens an Stelle von Prognose den schickeren, aber sachlich völlig identischen Ausdruck „Projektionen“, wenn die nämlich nicht zutreffen, könne wenigstens das Modell noch richtig sein, so ihre smart-listige Verteidigungsstrategie. Schlüsse aus den Irrtümern wurden von den gescheiterten Wahrsagern leider nie gezogen. Wir ziehen die Schlüsse daher nun selber:

ES GIBT KEINE ENDLICHEN RESSOURCEN, DIE WIR FÜR UNSERE NACHKOMMEN SCHONEN MÜSSEN. Wir gehen mit Ressourcen selbstverständlich sparsam um, weil es die Kosten erfordern – alles andere ist unsinnig. Es gibt nur das „Least Cost“ Prinzip und den NATURSCHUTZ, letzteren haben die Grünen inzwischen vergessen. Da das „Least Cost“ Prinzip Grüne und Gutmenschen vermutlich in kompletter Verwirrung zurücklässt, weil sie oft weder mit Technik, noch mit Naturwissenschaft und schon gar nicht mit Wirtschaft vertraut sind, erlauben wir uns ihnen mit der Geschichte der mittelalterlichen englischen Langbogen aus Eibenholz weiterzuhelfen. Mit dieser Waffe vernichteten die Engländer in der Schlacht von Argincourt am 25.Oktober 1415 ein komplettes französisches Ritterheer. In England wurde daraufhin das unbefugte Abholzen von Eibenholz mit dem Tode bestraft, so wichtig war den Engländern ihre Bogenwaffe. Aber bereits bevor die extrem langsam wachsenden Eibenholz-Sprösslinge zu brauchbaren Bäumen für neues Bogenholz wurden, waren Feuerwaffen an Stelle der Bogen getreten. Die für die Nachkommen zu „bewahrende Ressource Eibenholz“ war obsolet geworden.

Da B. Palmer gemäß seinem WELT-Kommentar Pipi Langstrupf gelesen und verstanden hat, daher jetzt noch einfacher auf Pipi-Langstrumpf-Niveau: Die Steinzeit ging nicht zu Ende, weil es keine Steine mehr gab sondern weil die Bronze erfunden wurde. Erdöl, Kohle und Gas werden nicht ausgehen, weil sie zu knapp werden oder gar ein fiktives Weltklima schädigen. Sie werden irgendwann einmal zu teuer und deswegen dann durch etwas Neues ersetzt werden müssen. Dieses „Neues“ werden vermutlich inhärent sichere Brutreaktoren mit verschwindendem Abfall sein (Pilotanlagen gibt es schon). Bis jetzt ist zumindest nichts Besseres bekannt, um eine einmal 10 Milliarden zählende Menschheit auf brauchbarem zivilisatorischem Niveau mit ausreichend elektrischer Energie zu versorgen. Uran im Meer gibt es für viele Millionen Jahre, der genaue rechnerische Nachweis dieser erstaunlich hohen Brennstoffreichweite findet sich im Buch des Autors (hier).

Wind und Sonne sind für die gestellte Aufgabe leider völlig ungeeignet! Sie sind wegen der Fluktion der Energielieferung und der extrem kleinen Leistungsdichte von Wind und Sonne wegen viel zu teuer – hier haben wir also wieder das „Least Cost“ Prinzip. Sie verbrauchen beim Anlagenbau pro gelieferter elektrischer Energie zu viele kostspielige Rohstoffe und nehmen Unmengen wertvollen Platzes in dichtbesiedelten Ländern weg (letzteres gilt vorwiegend für Windturbinen). Oder technisch ausgedrückt: Die Nennleistung von Windrädern [kW] ist ohne Aussagewert und allenfalls zur Propaganda von Herstellern und grüner Politik zu gebrauchen. Entscheidend ist die von diesen Anlagen gelieferte elektrische ENERGIE [kWh], die naturgemäß infolge unsteten Windaufkommens und des v^3-Gesetzes dieser Anlagen nur einen lächerlichen Bruchteil (bundesweit im Schnitt etwa 17%) ihrer Nennleistung multipliziert mit der Betriebszeit ausmacht. Dieser Nachteil ist naturgesetzlich und infolgedessen durch keine Ingenieurkunst zu beheben. Fossile Kraftwerke und Kernkraftwerke liefern dagegen stetig, von Reparaturunterbrechungen abgesehen sind es 100% ihrer Nennleistung. Man braucht sich aus diesen Gründen über explodierende Stromkosten infolge der stetig ansteigenden Installationen von „Erneuerbaren“ nicht zu wundern. Sie werden weiter explodieren bis die Energiewende-Karre irgendwann gegen die Wand gefahren ist.

Windräder schädigen neben ihrem desaströsen Kosten/Nutzenfaktor in erheblichem Umfang die Natur, weil sie Landschaften entstellen, Hekatomben von Fledermäusen und Vögeln vernichten und die in der Nähe lebenden Menschen gesundheitlich durch Infraschall und Schattenwurf schädigen (s. hierzu die weiter oben angegebenen Links zu Windrädern). Die von B. Palmer genannten Abstände sind viel zu gering und dürfen zutreffend als Witz bezeichnet werden. Seine Wohnung befindet sich ganz offensichtlich nicht in Nähe eines Windrades. Mit realistischen Abständen wäre im dichtbesiedelten Süden Deutschlands so gut wie jedes geplante Windrad unzulässig. Hier müssten die Gerichte helfend eingreifen, die Autoren sind bei den politikhörigen Juristen aber pessimistisch.

Außerdem sind insbesondere in Süddeutschland mit seiner extrem geringen Wind-Leistungsdichte Windkraftanlagen besonders extremer Unfug, falls „besonders extrem“ sprachlich erlaubt sei. Wenn Herr B. Palmer Windräder dennoch schön findet, dann möge er nach Mecklenburg-Vorpommern ziehen und sich dort an ihrer Landschaftverschönerung erfreuen. Man kann sich ausmalen, welchen „Hals“ die in einem weiteren WELT-Artikel mit den Titel „Ganze Landstriche durch Windkraft unbewohnbar“ (hier) angesprochenen Anrainer beim Lesen des zynischen WELT-Kommentars von B. Palmer wohl bekommen haben.

Schlussendlich zur Überschrift unseres Beitrags. Eine Partei, die Windräder propagiert, dabei die technisch-wirtschaftlichen Nachteile sowie die Naturschädigung dieser Anlagen aus ideologischen Gründen ausblendet und lieber über die Energiezukunft unserer Nachkommen und eine nur durch Windräder vermeidbare Klimakatastrophe faselt, ist nicht nur verantwortungslos. Eine solche Partei wird inzwischen von schärfer sehenden Mitbürgern als gefährliche religiöse Sekte eingestuft, die für einen fiktiven Klimaschutz jeden Naturschutz und eine ehemals zuverlässige, kostengünstige Stromversorgung über Bord wirft. Es gibt inzwischen sogar Zeitgenossen, die Vergleiche zwischen der grünen Öko-Ideologie und  faschistischen Methoden ziehen. Wir heißen solche Vergleiche nicht gut, wenn wir auch ihre Gründe nachvollziehen können. Unabhängig von solchen Betrachtungen steht freilich fest, dass sich das Bündnis90/Die Grünen von einer ehemaligen NATURSCHUTZPARTEI (lange ist’s her) leider zu einer Partei der NATURZERSTÖRUNG gewandelt hat.

Klimaschutz durch Energiewende ist nichts als eine FIKTION. Die derzeitige Naturzerstörung sowie die Schädigung unserer energieintensiven Wirtschaft ist dagegen brutale REALITÄT. Zur Durchsetzung dieser Fiktion hat sich allerdings nicht nur das Bündnis90/Die Grünen sondern in katastrophaler Dummheit auch die derzeitige Regierungskoalition entschlossen. Welche unheiligen Kräfte stecken wohl dahinter? Was oder wer wird dem deutschen Energiewende-Irrsinn endlich ein Ende setzen und uns vor diesem erneuten Albtraum deutscher Geschichte befreien?

  




Eine deutsche Zerstörungswut

„Alles muss raus. Auf den Atomausstieg folgt der Rückbau der Reaktoren. Deutschland hat das größte Abrissprogramm seiner Industriegeschichte eingeleitet. Spätestens Ende 2022 wird der letzte Reaktorblock der Republik vom Netz gehen.“ So begann jüngst ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (hier). Dabei ist noch nicht einmal klar, wohin mit dem ganzen Abbruchzeug. Aber die Zerstörung aller deutschen Kernkraftwerke ist nicht nur das größte Abrissprogramm der deutschen Industriegeschichte, sondern zusammen mit der übrigen „Energiewende“ auch Deutschlands größte wirtschaftliche Torheit – jedenfalls als eigenständige, denn die Euro-Rettung ist es nicht minder. Warum denn nicht bei der Kernkraft bleiben? Angst vor Strahlung? Verständlich bei d e r ständigen Fehlinformation und diesem einseitigen Schüren der Angst. Tschernobyl und Fukushima taugen als Beispiele nicht (hier).

Trauen Sie lieber den fachkundigen Pensionären

Glauben Sie den Politikern und Mainstream-Medien lieber nicht. Lassen Sie sich weder indoktrinieren noch manipulieren. Trauen Sie lieber denen, die fachkundig sind, vor allem dann, wenn ihre Äußerungen mit keinen eigenen kommerziellen Interessen (mehr) verbunden sind – meist im Pensionärsalter der Fall. Vorher trauen sich zu viele nicht, sich offen zu äußern; in der abartigen „politisch korrekten“ Welt von heute drohen Ausgrenzung, berufliche Nachteile oder gar Entlassung. Aber der Physiker und Strahlenschutzfachmann Dr. Lutz Niemann hat das nicht mehr zu befürchten. In einem Beitrag vom 23. Juli 2014 schreibt er:

Verstrahlungsgefahr nur bei extrem hoher Dosis in sehr kurzer Zeit

„Die sogenannte ‚Strahlengefahr’ bei der Kerntechnik ist eine angenommene Gefahr, die nur bei extrem hoher Dosis in sehr kurzer Zeit (d.h. bei extrem hoher Dosisleistung) real ist. So hat laut UNSCEAR1) die Kerntechnik seit Beginn von 1945 bis 2007 durch Strahlenunfälle weltweit insgesamt 147 Todesopfer gekostet, da sind Tschernobyl und Unfälle in der Medizin mit eingeschlossen (z.B. versehentliche Bestrahlungen mit tödlicher Dosis bei der Krebstherapie), auch der militärische Bereich in den Anfängen.2) Bei kleiner Dosis gibt es KEINE Gefahr. Dennoch macht man die Annahme, dass auch dort eine Gefahr existieren würde, indem man das Risiko linear bis zur Dosis NULL extrapoliert. Natürlich benutzt man dabei den Konjunktiv!!! Würde man diese Annahme nicht machen, dann gäbe es für Deutschland keinen Grund für den Ausstieg.“

Eine großartige Leistung der Sicherheitstechnik

Niemann weiter: „Es gibt bei westlichen Reaktoren inzwischen 15 000 Reaktorbetriebsjahre (im wesentlichen Leichtwasserreaktoren), ohne dass ein Mensch einen gesundheitlichen Schaden durch das vorhandene spezielle Risiko der Strahlung erlitten hätte. Das ist eine großartige Leistung der Sicherheitstechnik. Das Restrisiko, von dem Frau Dr. Merkel in ihrer Begründung zum Abschalten der Kernkraftwerke in 2011 sprach, ist also sehr, sehr klein. Die Fachleute von UNSCEAR haben zu dem Unfall in Fukushima in dem kürzlich veröffentlichten Bericht2) vom 2. April 2014 festgestellt, dass dort auch in Zukunft keine gesundheitlichen Schäden durch Strahlen für Menschen (Krebs) zu erwarten sind, also ist das Restrisiko dort tatsächlich gleich NULL.“

Wann endlich erkennt der Gesetzgeber seine Irrtümer?

Niemann abschließend: „In der Realität ist die ‚Strahlengefahr’ bei geringer Dosis eine negative Gefahr, d.h. die Strahlen sind für Lebewesen nützlich.3) Die weltweit seit einem halben Jahrhundert gültige Strahlenschutzphilosophie ist falsch, sie sollte geändert werden (siehe die Professoren Becker, Feinendegen, Chen et. al., Henriksen, Muckerheide, Calabrese und viele andere). Professor Jaworowski nannte den heutigen Umgang mit Strahlung durch Radioaktivität „kriminell“, weil es Schaden bringt, ein möglicher Nutzen aber behindert wird. Wann wird der Gesetzgeber endlich seine Irrtümer erkennen und Änderungen zu bewirken?“ Niemanns ganzer Beitrag hier. Ein Beitrag über über die geschürte Angst vor Kernkraft und das Verlangen nach totaler Sicherheit von mir aus dem Jahr 2011 hier.

Immer wieder Gorleben

Andere Experten für radioaktive Strahlung beurteilen die Lage nicht anders. Zu ihnen gehört der Physiker Dr. Hermann Hinsch. Zu einem Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 28. Mai 2014 über Gorleben als Endlager für radioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken (hier) schrieb er in seinem Leserbrief unter anderem dies:

Wie zur Zeit des Hexenwahns

“Für unseren niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel, aber auch alle anderen deutschen Politiker, ist das nur ein Teilproblem der unendlich schwierigen und teuren Endlagersuche. Sollte man sich aber nur um das „wie“ kümmern und nicht fragen, warum das alles nötig ist? Tatsächlich geht man vor wie zur Zeit des Hexenwahns. Die Fragen waren nur: Wie bekämpft man Hexen, wie führt man Hexenprozesse juristisch einwandfrei durch, wie zeigt man den Leuten, dass man ihre Ängste ernst nimmt? Keiner fragte, ob es tatsächlich Hexen gibt.“

Die Strahlendosis von Natur aus ist weit höher als die vom Gesetzgeber

Hinsch weiter: „Im Gebiet von Fukushima geht es um Strahlendosen bis 20 Millisievert und darüber hinaus. Unsere deutsche Endlagerplanung hat das Ziel auszuschließen, dass auch nur einer unserer fernsten Nachkommen jemals einer höheren zusätzlichen Strahlendosis als 0,1 Millisievert pro Jahr ausgesetzt wird. Das sind wenige Prozent dessen, was wir hier im Flachland von Natur aus haben. Anderswo ist die jährliche Dosis von Natur aus mehrere 100 Prozent höher, ohne gesundheitliche Folgen. Logisch ist also unser Endlagerkonzept nicht zu begründen, ihm liegt ein Glaube bzw. eine Ideologie zugrunde. Beruhigend ist da der historische Rückblick. Es gab noch schlimmere Ideologien, aber alle sind auch wieder aus der Mode gekommen. Ich bin im „tausendjährigen Reich“ geboren und hätte 997 Jahre alt werden müssen, um das Ende zu erleben. Das Verfallsdatum lag aber wesentlich näher. So hoffe ich, auch das Ende der Strahlenideologie noch zu erleben; unser Land würde Milliarden Euro sparen!“ Der ganze Text des Briefes hier. Veröffentlicht hat ihn die Zeitung nicht. Für Hinsch hat die Endlagersuche „offensichtlich den Zweck, an möglichst vielen Orten möglichst lange Angst und Schrecken zu verbreiten, ohne dass die Abfälle wirklich unter die Erde gebracht werden“.

Hohe Strahlenwerte im Erzgebirge, niedrige in Norddeutschland

Bei Wikipedia (hier) findet man zur natürlichen Strahlung dies: „In Deutschland bewirkt die terrestrische Strahlung eine Strahlenbelastung von etwa 0,4 mSv/a im Mittel, wobei die Werte regional sehr unterschiedlich ausfallen können. Die höchsten Werte findet man im Erzgebirge, im Bayerischen Wald und anderen Mittelgebirgen (bis zu 1,3 mSv/Jahr), die niedrigsten in Norddeutschland (ca. 0,25 mSv/Jahr). In anderen Regionen der Welt kann sie allerdings deutlich höher liegen mit Spitzenwerten von über 200 mSv pro Jahr (in Ramsar, Iran).“ Das Wort „Strahlenbelastung“ ist jedoch insofern nicht korrekt, weil es unterstellt, radioaktive Strahlung sei stets schädlich, was aber nicht zutrifft. Korrekt wäre das neutrale Wort Strahlendosis oder Strahlenexposition.

Die gesetzlichen Grenzwerte für die Strahlendosis

Sievert ist eine Messgröße für diejenige Strahlungsenergie, die von einem Gegenstand – zum Beispiel von einem menschlichem Körpergewebe – in sich aufgenommen (absorbiert) wird. Überschreitet sie einen für Menschen festgelegten Wert, gilt sie als schädlich. Das Maß 1 Sievert ist eine relativ hohe Dosis. In der Praxis werden daher meist Millisievert (1 mSv = 0,001 Sievert) benutzt. Typischerweise ist ein Bundesbürger jährlich einer Strahlenmenge von 4 mSv ausgesetzt. Für beruflich strahlenexponierte Personen hat der Gesetzgeber für die Strahlenbelastung Grenzwerte festgelegt. Für Personal, das in Strahlenbereichen arbeitet (Röntgenabteilung im Krankenhaus, Kernkraftwerk) sind jährlich 20 mSv erlaubt und im ganzen Berufsleben zusammen nicht mehr als 400 mSv (Quelle hier), festgelegt in Paragraph 55 Strahlenschutzverordnung bzw. Paragraph 31a Röntgenverordnung (Quelle hier). In den Vereinigten Staaten gelten jährlich 50 mSv als zulässig. Diese Werte beruhen auf der sogenannten LNT-Hypothese (LNT = Linear No Threshold), die aber als falsch gilt und die Kernkraftgegner für die Angstmache nutzen (Nähereshier).

Bis zu 100 mSv im Jahr keine gesundheitlichen Schädigungen

Bei Hermann Hinsch las ich auch dies: „In über hundert Jahren konnte kein Strahlenmediziner unter 100 Milisievert (mSv) gesundheitsschädliche Wirkungen nachweisen. Daher schrieb UNSCEAR (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation) über die Evakuierungen um Fukushima: Hätte man sie unterlassen, würde das zu keiner erkennbaren Erhöhung der Krebsrate bei den betroffenen 100 000 Personen führen, da die höchste zu erwartende Dosis 60 mSv beträgt. Bei der Endlagersuche ist die Vorgabe: Es muss ausgeschlossen werden, dass auch beim schlimmsten anzunehmenden Störfall irgendjemand irgendwo irgendwann durch Isotope aus den Abfällen einer höheren Jahresdosis als 0,1 Millisievert ausgesetzt wird. Das ist ein Tausendstel von 100 mSv!“ Eine Sicherheitsbestimmung, die geradezu absurd ist, weil unrealistisch überzogen.4)

Die politische Absicht, anstelle von Fakten die Menschen zu ängstigen

Der Strahlenschutzfachmann Hinsch war wissenschaftlicher Mitarbeiter der Helmholz-Gesellschaft und in dieser Eigenschaft auch im Bergwerk Asse beschäftigt. Als die Zuständigkeit für Asse von der Helmholz-Gesellschaft überging auf das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), sah Hinsch darin die Abkehr von der bisher wissenschaftlich abgesicherten Arbeit und die Hinwendung zur politischen Absicht, die Öffentlichkeit über die Endlagerung radioaktiver Abfälle zu verunsichern und zu ängstigen. Daher versucht er, mit dem Halb- und Unwissen über Kernkraft und der radioaktiven Strahlung in der Bevölkerung, vor allem aber bei Journalisten, Medien und Politikern, mit Hilfe seines Wissens und naturwissenschaftlicher Fakten aufzuräumen. Von ihm stammen die Bücher Radioaktivität – Aberglaube und Wissenschaft (2010), Das Märchen von der Asse (2011) sowie ergänzend Das Märchen von der Asse, Gorleben und anderen Endlagern: – eine unendliche Geschichte (2013). Eine Rezension des letztgenannten Buches finden Sie hier, einen Beitrag von ihm mit der Überschrift „Unsere radioaktive Welt“ hier und wie Kernkraftgegner ihn als Lobbyisten diffamieren hier.

Die deutsche Torheit, den Versuchsreaktor in Jülich aufzugeben

Angst ist ein schlechter Ratgeber, auch die Angst vor Stromerzeugung aus Kernkraft. Eine deutsche Torheit ist 1988 schon das Abschalten des Hochtemperatur-Kugelhaufen-Reaktor (HTR-AVR) in Jülich gewesen. Alles Wissenswerte dazu hier. Ausgerechnet diesen Versuchsreaktor mit seiner vorbildlichen sichersten Technik hat Deutschland aufgegeben und will es dabei belassen. Jetzt geht es um den Abriss des Reaktorgebäudes, Rückbau genannt. Das lässt dem Kernphysiker Dr. Urban Cleve, einem der Mit-Erbauer des Reaktors, verständlicherweise keine Ruhe. Daher hatte er am 8. Mai 2014 an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMBF) geschrieben, gerichtet an den Leiter der Abteilung „Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen, Strahlenschutz, nukleare Ver- und Entsorgung“, Dr. Wolfgang Cloosters. Da eine Antwort bisher ausgeblieben ist, schrieb er am 3. August abermals. Es hat diesen Wortlaut (die Zwischenüberschriften und Erläuterungen in Klammern sind von mir):

Der Rückbau ist der größte Schildbürgerstreich

„Sehr geehrter Herr Dr. Cloosters, auf meine nachfolgende Mail habe ich leider noch keine Antwort erhalten. Bitte beachten Sie die enormen sicherheitstechnischen und auch wirtschaftlichen Vorteile eines HTR (Hochtemperatur-Reaktor) beim Betrieb und später dann auch beim Rückbau. Ich habe gegenüber dem BMBF den Rückbau des AVR (gemeint ist der Versuchsreaktor in Jülich) als den größten Schildbürgerstreich des 20./21. Jahrhunderts bezeichnet. Der Bioschild und das tiefe Betonfundament sind die am besten geeigneten Bauelemente zu sicheren Lagerung der noch strahlenden Bauelemente des Reaktors, auf tausende von Jahren hinaus. Die ‚Entsorgung’ des AVR kostet 625.000 Euro je Quadratmeter ‚Grüner Wiese’. Da braucht man kein ‚Asse’ und kein ‚Gorleben’. Das ‚Restgebäude’ kann man nutzen, wie man möchte, beispielsweise als Aussichtsturm für Wanderer mit Bistro.“

Warum erkennt die Politik diese Erfolge nicht, die 8 Milliarden Steuergelder gekostet haben?

„Genau so kann die Lösung für einen THTR (=Thorium-Hochtemperatur-Reaktor) aussehen. Um den Spannbetonbehälter mit seinen 6-8 m dicken Wänden kann nach Verfüllung mit Porenbeton jegliches neue Gebäude errichtet werden. Die Brennelement-Castoren können Sie im Freien aufstellen, da kann auch durch noch so ein schweres Erdbeben nichts passieren, es strahlt nichts mehr nach außen, es geht auch nichts kaputt. Sonne, Mond und Sterne und die Erde selbst strahlen radioaktiv viel intensiver, als jeder HTR-Spannbetonbehälter oder HTR-Brennelement-Castor. Warum werden diese Erfolge einer mit 8 Milliarden Steuermitteln erarbeiteten Technik von der Politik nicht erkannt, aber auch, warum weigern sich EVU (= Energieversorgungsunternehmen) eine Technik ohne ‚Restrisiko’ in Zukunft zu bauen.“

Ein HTR in der Ukraine hätte „Tschernobyl“ verhindert

„Beim AVR, als ich den ersten ‚Test-Gau’ eines KKW (Kernkraftwerks) in Jülich verantwortlich 1967 leitete, noch vor Tschernobyl, hätte man nach Abschaltung des Reaktors ‚nach Hause gehen können’, selbst wenn alle Sicherheitseinrichtungen funktionsunfähig sind. Wenn man nach drei Tagen dann wieder zum KKW kommt, kann man es problemlos wieder in Betrieb nehmen. Vergleichen Sie diese Bilder mit Fukushima, da erkennen Sie den Unterschied (Zeitungsausschnitt). Hätte, wie von der Ukraine angefragt, dort ein HTR gestanden, wäre Tschernobyl verhindert worden.“

Eine Technik, die alle Kritik der Kernkraftgegner widerlegt

„Warum soll ein ‚Restrisiko’ weiter bestehen, wenn es auch ohne geht, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch wirtschaftlicher? Warum wird diese sichere Technik, die alle, ja alle Kritikpunkte der ‚Atomgegner’ widerlegt, nicht in Deutschland gebaut? Elektrische Energie ist das Blut der Wirtschaft, je preiswerter umso besser. Hohe Stromkosten sind wie Leukämie! Eine gesunde Wirtschaft ist das Fundament unseres sozialen Staates!! Aber nicht nur Strom kann wirtschaftlicher erzeugt werden, auch Hochtemperatur-Wärme für alle verfahrenstechnischen Prozesse, einschließlich der ‚Spriterzeugung’ und der Produktion von Trinkwasser in entsprechenden Gegenden. Dadurch werden wir auch unabhängiger von Energieimporten! (Vortrag im Anhang). All dies geht doch aus meinen oben angeführten Schreiben zweifelsfrei hervor. Noch niemand hat deren Richtigkeit je angezweifelt, eine fundierte kritische Gegen-Stellungnahme habe ich nicht erhalten, bei keinem einzigen Vortrag im In-und Ausland, im Gegenteil unter Fachleuten nur Zustimmung.“

Der Bau von „Stromautobahnen“ wäre der noch größere Schildbürgerstreich

„Nun wird ja auch in der Presse der HTR als “Green” betrachtet-(Anlage : Klimawissenschaftler:” Nur Atomenergie kann Erderwärmung stoppen”). Der THTR als Alternative zur Energiewende mit Sonne und Wind? Warum nicht, er macht ja auch aus ‚Abfall’-(Thorium) neuen Brennstoff, also eine ‚Erneuerbare Energie’. Immerhin hat er den Vorteil, dass er den Strom dort erzeugen kann, wo er gebraucht wird und steht 24 h/Tag zur Verfügung. Der Transport elektrischer Energie ist der teuerste-verlustreichste Energietransport, den man sich denken kann. Alle Verluste wärmen das ‚Klima’ auf! Ungeachtet der enormen Investitionskosten und des Bürgerwiderstandes, zu Recht, wie man erkennen muss. Der Bau der ‚Stromautobahnen’ wäre der nächste, noch größere Schildbürgerstreich.“

Naturgesetze lassen sich durch Mehrheitsentscheidungen nicht umgehen

„Man sollte doch auch bei der Gesetzgebung zum EEG die ‚Hauptsätze der Thermodynamik’ beachten. Diese sind Naturgesetze, die man durch politische/ideologische Gesetze nicht umgehen oder außer Kraft setzen kann, vor allem auch nicht durch ‚Mehrheitsentscheidungen’ in allen Parlamenten.“

Endlich würdigen, was in Deutschland mit dem HTR entwickelt worden ist

„Wann endlich wird auch das einmal als positiv erkannt, was in Deutschland entwickelt worden ist. Müssen andere Länder das denn erst schlechter nachbauen, bevor wir unsere eigene Entwicklung zum Vorteil der Deutschen Volkswirtschaft nutzen? Der HTR hat eine fünffache Absicherung gegen radioaktive Emissionen, völlig überzogen, aber sehr gut und extrem sicher. Selbst wenn dann noch eine Totalentladung in die Umgebung stattfinden würde, würde sich keine bleibende radioaktive Verunreinigung ergeben, eine Evakuierung wäre nicht erforderlich, dank der extrem sicheren Konstruktion der Brennelemente.“

Die Sicherheit des HTR-Personals ist größer als in jedem PKW

„Der erfolgreiche 21-jährige Betrieb des AVR hat doch gezeigt, dass die Sicherheit des Personals in diesem KKW größer ist, als in jedem PKW, Zug oder Flugzeug, siehe auch mein Schreiben an Frau MP Kraft vom 2.12.2011 und vom 6.7.2014. Hierauf wurde mir eine Antwort in Aussicht gestellt. Zu einer fundierten Besprechung mit allen Beteiligten und Interessierten über all dies bin ich gerne bereit, alle erforderlichen Ausarbeitungen zur Erläuterungen bringe ich dann mit. Es kann zu dieser Besprechung eingeladen werden, wer kommen mag, auf alle Fragen bin ich gespannt. Vielleicht ergreifen Sie, Herr Dr. Cloosters, die Initiative und laden ein, bevor die Deutsche Wirtschaft durch Verunglimpfung der KKW-Technik großen Schaden nimmt ….“

Fakten haben keine Chance

Soweit Cleves Brief an den BMBF-Abteilungsleiter Cloosters., der zuvor „Leiter der Atomaufsicht“ in Schleswig-Holstein gewesen ist. Der Umweltminister des Landes, Robert Habeck, der schleswig-holsteinische Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, sagte zu Cloosters’ Wechsel, dieser sei „ein Verlust für Schleswig-Holstein, aber ein Gewinn für den Atomausstieg in Deutschland“ (hier). Von diesem so markierten Mann kann Cleve das Gewünschte nicht erwarten, zumal es ohnehin nicht in dessen Macht steht. Aber seinen Brief öffentlich machen kann er, was hiermit geschieht. Ausrichten wird das allerdings ebenfalls nichts. Ähnlichen Briefen Cleves an regierende Politiker war das gleiche Los beschieden. Ebenso seinem Leserbrief, den 2008 die FAZ veröffentlicht hat (hier). Fakten, die mit politischer Illusion, Wählerfangabsicht und finanziellen Interessen der Mächtigen nicht übereinstimmen, haben keine Chance.

Das Problem unserer Zeit: fehlende Kenntnisse und Fähigkeiten

Hermann Hinsch am 1. Juni 2014 in einem Mail-Wechsel: „Das Problem unserer Zeit ist offensichtlich: Die Aufrechterhaltung unserer Zivilisation erfordert Kenntnisse und Fähigkeiten, die weit über das hinausgehen, was der durchschnittliche Mensch begreifen kann. Da sind die Menschen empfänglich für einfache Ideologien, bei denen sie als gleichwertig und nicht als dumme Nutznießer der Fähigkeiten Anderer dastehen. Was tun? Man muss den Leuten nur alles richtig erklären, Wissen verbreiten? Schon, aber damit erreicht man nur eine Minderheit. Die menschlichen Fähigkeiten sind erblich und so wenig gleich wie bei Hunden. Es hat keinen Zweck, Möpse, Dackel und Pekinesen für Hunderennen zu trainieren, sie werden niemals Preise gewinnen, es wäre nur Tierquälerei. Was möglich ist, soll man allerdings herausholen, und so helfe ich Migrantenkindern bei ihren Hausaufgaben.“

Dass Politiker Schaden anrichten, ist zur Gewohnheit geworden

In einem Leserbrief neulich las ich „Wir müssen uns daran gewöhnen, dass Politiker Schaden anrichten.“ Ja, zur Gewohnheit ist das geworden. Aber wollen wir uns daran gewöhnen? Doch wohl nicht. Dann allerdings müssen wir uns dagegen auflehnen. Jeder auf seine Weise; jeder, wie er es am besten vermag. Ich tue es, indem ich schreibend darüber aufzuklären versuche und mich in einschlägigen bürgerlichen Vereinigungen engagiere. Bei so etwas kann jeder mitmachen, auch ohne Fachwissen.

Atomkraft? Ja, bitte

Ein Beispiel ist auch die Petition, die sich für einen Kernkraft-Stromtarif einsetzt. Gerichtet ist sie an den Oberbürgermeister von Erlangen. Die Stadtwerke Erlangens sollen einen Tarif für Strom einführen, der zu hundert Prozent mit Kernkraft erzeugt ist. Der Initiator ist Frank Heinze als Vorsitzender von Nuklearia e.V. Dieser Verein ist nach eigenen Angaben ein gemeinnütziger und parteiunabhängiger Verein zur Förderung der Kernenergie und beschreibt seine Zielsetzung so: „Wir sehen in der Kernenergie eine wesentliche Säule der Energieversorgung. Fortschrittliche Reaktoren arbeiten sicher, sauber und nachhaltig. Atommüll5) lässt sich in Schnellen Reaktoren als Brennstoff nutzen. Anders als erneuerbare Energien steht Kernenergie jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung und verbraucht keine großen Landflächen.“ (Quelle hier). Ich selbst habe schon früher versucht, nur mit Kernkraftstrom beliefert zu werden. Geschildert habe ich das hier. Natürlich haben die Stadtwerke gemauert. Strom zu hundert Prozent aus Wasserkraft sind sie zu liefern imstande, aber Strom aus Kernkraft? Um Himmelswillen, nein.
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1) Der Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation, UNSCEAR) befasst sich mit den Auswirkungen der Kernkrafttechnik und Radioaktivität.
2) http://www.unscear.org/
3) J. Langeheine „Die Dosis macht das Gift – auch bei Strahlung“ (hier) sowie
Feinendegen „Hormesis“ (hier) und Berichte zu Radioaktivität und Strahlung unter hier.
4) Hermann Hinsch: „Selbst wenn man die sicherlich falsche LNT – Hypothese (keine untere Schwelle) zugrundelegt, läßt sich der Wert 0,1 mSv nicht rational begründen. Das Bundesamt für Strahlenschutz nimmt LNT als Dogma und schreibt, dass durch diese 0,1 mSv jährlich 5,5 Menschen von einer Million zusätzlich an Krebs sterben. Aber wer hat denn vor, ein Endlager unter einer Millionenstadt anzulegen? Bei 1000 Betroffenen wären es 0,0055 Krebsfälle. “Erneuerbare Energien” sind da gefährlicher. Also alles Ideologie. Ich habe schon mehrere Ideologien überlebt und hoffe, das Verfallsdatum auch dieser noch zu erreichen.“
Lutz Niemann: Bei einer Dosis unter 100 Millisievert wurde noch nie ein Schaden nachgewiesen, das ist die Realität. Die Realität ist aber auch folgendes: Allein in Deutschland gibt es pro Jahr rund 400 000 Patienten, die wegen Krebs bestrahlt werden. Das geschieht mit einer Organdosis von etwa 2 Sievert pro Tag (± 10% oder mehr) an allen Wochentagen über etwa 3 bis 6 Wochen. Dadurch ergibt sich eine kumulierte Dosis im Bereich von 40 bis über 60 Sievert. Wer die Schädlichkeit von Strahlung nachweisen will, hätte doch hier eine ideale Gelegenheit – ich habe aber dazu noch nie etwas vernommen. Im Gegenteil, es steht dazu im „Deutschen Ärztebatt“ geschrieben: „Gesundes Gewebe kann subletale Schäden in den Bestrahlungspausen weitgehend reparieren.“ (Jg.110, Heft 17, Seite 720 und 721). … Es ist mir ganz klar, bei „Strahlung – Gesundheit – Kernenergie“ geht es nicht um das Wohlergehen von Menschen, sondern im Verborgenen um ganz andere Dinge. Darüber sollten wir grübeln und uns austauschen.
Beide Zitate aus einer Diskussion zwischen Hinsch und Niemann per Mail-Wechsel am 11. und 12 Juni 2014.
5) Nicht alles, was als Atommüll bezeichnet wird, ist Müll, sondern Ressource. Nur die Spaltprodukte sind Atommüll. Die in den Medien häufig als Atommüll bezeichneten abgebrannten Brennelemente enthalten nur zu etwa 5 Prozent Spaltprodukte (also Müll), der Rest von 95 Prozent sind noch Ressourcen, die alle nach der Wiederaufarbeitung in thermischen oder auch in schnellen Reaktoren weiter zur Energiegewinnung genutzt werden können.
Der Beitrag von Dr. Klaus Peter Krause erschien zuerst auf seinem Blog hier