Her mit der Kohle – Wie die FAZ eine Ideologie beklagt, an der sie selbst mitwirkt

Ja, Deutschland braucht die Kohle. Da hat die FAZ recht. Mit dieser Feststellung hatte sie jüngst ihren Leitartikel auf der ersten Seite des Blattes überschrieben (siehe hier). Der Kohle gehe es nun an den Kragen. Die Umwelt-Lobby schieße sich auf die Kohle ein: „Kraftwerke sollen abgeschaltet, die Eigentümer enteignet werden. Die Anti-Kohle-Lobby kennt das Geschäft aus dem Kampf gegen die Atomenergie. Ihr neuer Feind ist ein alter Bekannter: große Energiekonzerne wie RWE und Vattenfall mit ihren Braunkohlekraftwerken. So würzt Ideologie die Auseinandersetzung.“ Aber an dieser Ideologie – es ist die von der Klimaschutzpolitik – wirkt die FAZ selbst seit Jahren kräftig mit. Nun bejammert sie, was sie da mitangerichtet hat, ohne ihr Mitwirken allerdings einzuräumen. Schlimmer noch: Sie vermag es offensichtlich noch nicht einmal zu erkennen. Oder will es nicht. Inwiefern wirkt sie an der Ideologie mit?

Der fehlende Beweis

Im Leitartikel selbst ist das unübersehbar. Autor Andreas Mihm schreibt: „Kohle ist der … größte heimische Verursacher des Klimawandels.“ Sie habe „eine ziemlich miese Klimabilanz“, setze bei der Verbrennung wie alle fossilen Energieträger Kohlendioxid (CO2) frei, „das zur Erderwärmung beiträgt“. Klar, wenn das wirklich so wäre und die Erwärmung für die Menschen wirklich gefährlich würde, müsste die Kohle weg, auch das Erdöl und Erdgas – jedenfalls für die Stromerzeugung durch Verbrennen. Aber es ist nicht so. Einen Beweis dafür, dass menschlich verursachtes (anthropogenes) CO2 die Erde „aufheizt“, also gefährlich erwärmt, hat bisher niemand zu führen vermocht. Modelle sind keine Beweise. Bei ihnen kommt heraus, was man vorher an Voraussetzungen hineingesteckt hat. Auch kann man sie so wählen, dass ein gewünschtes Ergebnis herauskommt.

Zu viele Menschen sind fehlinformiert

Kritiker der Erwärmungsthese räumen zwar ein, dass anthropogenes CO2 eine gewisse wärmende Wirkung durchaus hat (oder haben kann), aber die sei minimal und völlig unbedeutend. Andere Kritiker halten selbst das für falsch. Doch die „Klimaschutzpolitik“ wird mit der Behauptung begründet, das anthropogene CO2 erwärme das Erdklima auf gefährliche Weise. Überaus viele Wissenschaftler belegen anhand von zu beobachtenden Tatsachen, dass dies nicht stimmen kann. Sie werden aber von Politik, Medien und Nutznießern der “Klimaschutzpolitik” unterdrückt, weil sie das Geschäft mit dem Klimaschutz verderben. Ebendarum haben zu viele Menschen von diesen Wissenschaftlern und ihren Belegen noch nichts vernommen, sind also fehlinformiert, pflegen die Gläubigkeit vom anthropogenen CO2 als für die Menschen hochgefährlich wie eine Ersatzreligion und fühlen sich als gute Menschen.

Wer nichts weiß, muss alles glauben

Ich selbst habe auf dieser Web-Seite viel dazu geschrieben und muss es hier nicht wiederholen. Wer es nachlesen will, findet es in der linken Spalte unter “Kategorien”. Er braucht nur die Stichworte CO2-Wahn, EEG, Energiepolitik, Energiewende, Klimaschutz, Ökostrom, Solarstrom, Sonnenstrom, Stromausfall und Windstrom anzuklicken. Da wird er zur anderen Sicht der Dinge fündig. Umfassend informativ ist die Web-Seite http://www.eike-klima-energie.eu/. Etliche einschlägige Bücher, den meisten leider unbekannt, sind ebenfalls hilfreich. Wem ich sie nennen soll, der möge es mir im Kommentarfeld mitteilen. Denn: “Wer nichts weiß, muss alles glauben“ (Marie-Louise Eschenbach). Wer wenig weiß, muss viel glauben.

Es gibt nicht „das“ Klima, sondern viele Klimazonen

Die Vorgänge um Klima und Wetter sind sehr komplex und kompliziert, die Einflüsse auf beides überaus vielfältig. Wetter, sagen Meteorologen und andere Naturwissenschaftler, sei ein chaotisches System. Ebendarum sind Wetterprognosen selbst für wenige Tage voraus so schwer und gehen so häufig schief. Ebendies ist auch der Grund, warum wir Menschen das Klima ohnehin nicht schützen können, obwohl es behauptet und bekanntlich versucht wird. Das Ganze ist eine Wissenschaft für sich. Ohnehin gibt es nicht „ein“ oder „das“ Erdklima, es gibt auf der Erde Klimazonen, und die sind bekanntlich sehr verschieden: von angenehm über ungemütlich und unwirtlich, über warm, sehr warm und zu heiß bis hin zu kalt, sehr kalt und zu kalt. In seinen Extremen ist es menschenfeindlich, grausam und tödlich. Wird es auf der Erde (durch welche Einflüsse auch immer) wärmer, hat das in den einen Klimazonen erfreuliche Folgen, in den anderen unerfreuliche bis unerträgliche. Ebenso, wenn es kälter wird. Die Unterschiede im Klima gibt es im Wesentlichen deswegen, weil die Wärmestrahlen der Sonne die Erde in einem unterschiedlichen Winkel treffen.

In der Demokratie gilt die Mehrheit, in der Wissenschaft genügt einer

Man liest und hört stets, die Meinung, dass es einen überwiegend anthropogen geprägten Anstieg der CO2-Werte in der Atmosphäre gebe, werde von der Mehrheit der Experten vertreten. Diese Ansicht kann zwar zutreffen, muss aber trotzdem nicht stimmen. Allerdings ist sie plausibel. Andererseits ist nachgewiesen, dass es in früheren Zeitaltern schon viel mehr CO2 in Atmosphäre gegeben hat als heute, also ohne menschlichen Einfluss. Doch wenn der CO2-Anstieg überwiegend anthropogen geprägt ist, ist das noch kein Beleg dafür, dass er die Erde „aufheizt“. Auch hierfür wird eine angebliche Mehrheit der Experten ins Feld geführt. Allerdings entscheidet in der Wissenschaft nicht die Meinung der Mehrheit darüber, was richtig oder falsch ist, sondern der Beweis. Es würde für die Wahrheit ein einziger Wissenschaftler genügen – falls er sie belegen kann.

Ein Schwanken zwischen Realismus und Surrealismus

Zurück zur FAZ. Mit dem besagten Leitartikel schwankt sie zwischen Realismus und Surrealismus. Zum Realistischen gehört die zutreffende Feststellung: „Man kann es wenden, wie man will: Die Energiewende ist teuer. Manche Kosten werden sich erst im Laufe von Jahren zeigen, etwa wenn die energieintensiven Industrien das Land verlassen, weil sie nicht mehr investieren. Diesen Kurs durch weitere Zwangsmaßnahmen zu beschleunigen wäre grob fahrlässig, erst recht, wenn der Umwelt damit kaum geholfen würde.“ Das Surrealistische, Traumtänzerische ist: Auch die FAZ will, um das Klima zu „schützen“, von der Kohle wegkommen, nur nicht gleich, sondern allmählich, als sei dann eine Vollversorgung mit „Ökostrom“ möglich. Das aber ist sie nicht. Solange sich der Ökostrom“ großtechnisch nicht speichern lässt, werden die herkömmlichen Kraftwerke mit voller Kapazität bis zum Spitzenbedarf an Strom nach wie vor gebraucht.

Die FAZ stellt ihren Lesern CO2 als „Luftverschmutzung“ dar

Als die FAZ in ihrer Ausgabe vom 13. November berichtete, der amerikanische Präsident Barack Obama und der chinesische Präsident XI Jinping hätten vereinbart, den Ausstoß von Kohlendioxid zumindest langfristig vermindern zu wollen, fand sich in dem Bericht auch diese irreführende Information: „China nimmt die CO2-Reduktion in Angriff, weil es nicht anders kann. Die Luftverschmutzung zwingt die Regierung zur Umkehr.“ Damit stellt die FAZ ihren Lesern das CO2 als Luftverschmutzung dar. Die Redaktion weiß also nicht, dass Kohlendioxid ein lebensnotwendiges Gas ist, nämlich für die Pflanzenwelt auf der Erde. Und die macht daraus Sauerstoff, der bekanntlich ebenfalls notwendig ist, nämlich für uns Menschen zum Atmen. Mit Luftverschmutzung hat CO2 als nichts, aber auch gar nichts zu tun. So verbohrt inzwischen ist die FAZ in ihrem Klimaschutzwahn. CO2 ist eine unabdingbare Lebensgrundlage für die Pflanzen und damit für das gesamte Leben auf der Erde. Diese Tatsache sollte Schulwissen sein, ist heute aber wohl durch die Verunglimpfung von CO2 als „Schadstoff“ oder „Klimakiller“ weitgehend verdrängt worden.

Warum Gärtnereien Gewächshäuser mit CO2 begasen

Die FAZ weiß wohl auch nichts davon, dass Gärtnereien schon lange Gewächshäuser mit CO2begasen. Holländische Züchter haben dadurch Ertragssteigerungen bis 40 Prozent erzielt. Pflanzen entfalten ihr optimales Wachstum bei rund 1000 ppm (heute in der Atmosphäre 400 bis 500 ppm). Es hat in der Erdgeschichte sogar wiederholt Konzentrationen von 4000 bis 6500 ppm gegeben, ohne dass dies irgendwelchen Schaden angerichtet hätte – außer dass es ein intensives Pflanzenwachstum gab, dem wir zum Beispiel die heutigen Kohlevorkommen verdanken. Ein weiterer positiver Effekt ist die Tatsache, dass ein höheres CO2-Niveau den Pflanzen die Verkleinerung ihrer Atemöffnungen (Stomata) erlaubt, was die Wasserverdunstung vermindert. Die Verkleinerung bedeutet, dass sich Vegetation auch in bisherigen Trockengebieten ausbreiten konnte. Dies ist sowohl in Israel wie in der Sahara beobachtet worden.

Für China ist nicht CO2 das Problem, sondern die Feinstaubbelastung der Luft

Das Problem für China ist nicht das  CO2, sondern die Luftverschmutzung. Daher heißt es denn auch im besagten FAZ-Bericht:   „Peking war in den vergangenen Wochen in dichten Nebel gehüllt, in diesen Tagen begann in Schanghai die Smog-Saison: Die Feinstaubbelastung stieg auf das Zehnfache des von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Grenzwerts, ab dem der Körper Schaden nimmt.“ Immerhin das ist korrekt.

Die FAZ informiert einseitig

Wie wär’s, wenn die FAZ endlich mal von ihrem Mitmachen beim Klimaschutz abließe und die Gegenstimmen zu Wort kommen ließe und würdigen würde? Das würde dann auch andere ermuntern, dem Spuk der Klimaschutz-Lobby zu entgegenzutreten. Bisher weigert sich die FAZ, die Kritiker und deren Gegenargumente zur Klimaschutzpolitik zur Kenntnis zu nehmen und ihre Leser auch darüber zu informieren. Bisher unterstützt sie in Berichterstattung und Kommentierung so gut wie nur jene, die ruinöse Stromerzeugungspolitik befürworten, sie schwimmt voll im Mainstream des CO2-Wahns mit. Sie informiert einseitig, also nicht ausgewogen. Für ein Qualitätsblatt, das sie beansprucht zu sein und was sie in großen Teilen auch erfüllt, ist das doch sehr erbärmlich. Auch das könnte ein Grund dafür sein, dass ihr die Leser weglaufen.

Unheil ist schon jetzt zuviel angerichtet

Die Gefahr, dass jeder Mensch tödlich erkranken und daran sterben kann, bewegt vernünftigerweise niemanden dazu, sich vorsorglich umzubringen. Der Zweifel, diese Krankheit könne uns persönlich wirklich ereilen, ist zu groß und bewahrt uns vor dieser Torheit. Denn das Problem mit dem Tod ist, dass er permanent ist. Wer tot ist, bleibt es. Wir sollten dem Zweifel auch in der Klimaschutzpolitik die Chance geben. So, wie wir uns aus Angst vor der tödlichen Krankheit nicht vorsorglich umbringen, sollten wir aus (geschürter) Angst vor der (nur behaupteten) Erderwärmung durch anthropogenes CO2 auch nicht die einst preiswerte und sichere Versorgung mit Strom aufgeben. Solange die Zweifel daran, dass anthropogenes CO2 das Erdklima gefährlich erwärmt, derart groß und anhand von Tatsachen so plausibel begründet sind, sollte Deutschland die ruinösen Folgen dieser Klimaschutzpolitik äußerst ernstnehmen und von dieser Politik endlich die Finger lassen. Später haben wir keine Möglichkeit mehr, diese Folgen ungeschehen zu machen. Unheil hat diese Politik bereits jetzt zuviel angerichtet.
Übernommen von Dr. K.P. Krauses Blog hier 




Termine, Termine, Termine und ein „Klimaschutz“- Video des BMU der Ministerin Hendricks

Vorgestellt wird dieser Vortrag von der DAI so:

Was bedeutet es, wenn ein Klimaskeptiker und emeritierter Professor für Physik und Informatik der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes im DAI auftritt, der dem privaten Verein EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.) nahe steht?
Das DAI wollte die Thesen von Prof. Lüdecke im Streitgespräch anbieten, aber wir konnten weder im In- noch im Ausland einen Kontrahenten finden. Steht dadurch ein Klimaskeptiker in der Ecke der Unverbesserlichen? Würde ihn jeder öffentliche Auftritt hoffähig machen? Sind Argumentationen nutzlos, weil seine Rhetorik sprunghaft ist, wie das Klima, welches er einzuschätzen gedenkt? Bietet er nicht denjenigen ein Feigenblatt, die eine angemessene Politik verschleppen möchten?
Wir sehen hier ein rhetorisches Drama am Werk. Professor Lüdecke übernimmt die Rolle, die anthropogene Verursachung an der Klimaerwärmung zu bestreiten. Er fühlt sich als David gegen den Goliath der 97 Prozent aller Fachwissenschaftler, die sich in dieser Frage einig sind. Diese Rolle kann heroisch sein oder traurig, wie Don Quichotte.

3.    Ein weiterer denkwürdiger Termin ist die erwartete Freigabe des „Klimaschutzplanes“ der beiden Fachfrauen und Ministerinnen  Hendricks ** und Wanka am 3.12.14. Zur Einstimmung veröffentlicht das Bundesumweltministerium der Ministerin Hendrick Videoclips auf Youtube das besonders junge Menschen für den „Klimaschutz“ begeistern soll.

Das Video des BMU der Ministerin Hendricks zur Volkserziehung zum Klimaschutz

SPON konstatiert zufrieden: „Die Resonanz ist außerordentlich, wir sind sehr zufrieden“, sagt Michael Schroeren, der Sprecher von Umweltministerin Hendricks. Den Sex-Spot haben aufYouTube schon mehr als hunderttausend Menschen gesehen – Tendenz stark steigend. Da soll noch mal jemand sagen, Klimaschutz interessiere in Deutschland niemanden mehr!

Doch wer weiß schon, was „die Jugend“ an diesem und anderen „lustigen“ Spots so begeistert? Vielleicht ist es die für viele von ihnen vermutlich schockierende Erkenntnis, dass auch älterer Jahrgänge – Klimaschutz hin oder her- gelegentlich Freude am Sex, und das auch noch außerhalb des Schlafzimmers haben. Bestimmt wird es aber bald eine EU Richtlinie geben, die
1. …für das höhere Ziel des Klimaschutzes, dafür auch noch den zulässigen Ort und Energieinsatz bspw. durch Beleuchtung mittels Sparlampen genauestens vorschreibt.
2. …uns vorschreibt, dass auch auch bei künftigen Videos zur Förderung des Klimaschutzes, die sexuelle Orientierung der Akteure ausgewogen gezeigt werden muss und nach geltenden Gendervorschriften zu erstellen und zu bewerben sind. Entsprechende Etatmittel werden vermutlich gerade bereitgestellt. Dem ungeprüften Hörensagen nach, hat die Ministerin darauf bestanden.
* Dr.Ing. Günter Keil ist Hauptautor des „Energiepoltischen Manifestes“ als pdf im Anhang zu finden.
** Zu finden bei Wikipedia:

Barbara Anne Hendricks aus Kleve: Die Margarineindustrie am unteren Niederrhein im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn, Bonn 1981, Tag der mündlichen Prüfung: 30. April 1980, Referent: Hans Pohl, Korreferent: Gerhard Adelmann

Related Files




EIKE 8. IKEK Präzises Klima-Timing über die letzten 2500 Jahre – Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

Die Arbeit zs. mit Koautoren wird aktuell zur Veröffentlichung eingereicht. Die Arbeit zeigt deutlich die enge Korrelation der Temperaturänderungen der untersuchten Zeitreihen mit dem De Vries/Suess – Sonnenzyklus. Treibhauswirkungen z.B. des CO2 sind darin nicht zu erkennen.

 Video von der 8. IKEK am 16.10.14 in Frankfurt Main. Vortrag von prof. Dr. Host Joachim Lüdecke zu Ergebnissen aus seiner Arbeit. Den Vortrag von Prof. Weiß zum selben Thema – jedoch bezogen auf die letzten 250 Jahre- finden Sie hier.
Auch kann deutlich festgestellt werden, dass die Temperaturänderungen der letzten 150 Jahre sich in nichts von denen der letzten 2000 Jahre unterscheiden. Daraus muss geschlossen werden: Ein menschgemachter Klimawandel lässt sich in den Daten nicht auffinden.




EIKE 8.IKEK_ Grund zur Panik? Klimazyklen der letzten 250 Jahre Prof. Dr. Carl-Otto Weiss

Ein solches Signal – so es denn gibt – ist offenbar viel zu schwach, um es aus dem natürlichen Klimarauschen herausdestillieren zu können. Die physikalische Analyse gibt ein solches auch nicht her, denn die entsprechenden CO2 Absorptionsbanden sind seit vielen Dekaden fast völllig gesättigt. Dagegen stellte sich heraus, dass zumindest die nordhemisphärische Temperaturentwicklung der letzten 250 Jahre von nur wenigen solaren wie ozeanischen Zyklen höchst genau beschrieben werden kann. Für eine Wirkung des CO2 ist darin kein Platz (hier).

Video von der 8. IKEK Vortrag von Prof. Dr. Carl-Otto Weiß zu den Klimazyklen der letzten 250 Jahre. Das zitierte paper finden Sie hier




„Weinzierls Nachfolger im BUND sind eiskalte Technokraten“ Interview mit Enoch zu Guttenberg, Mitbegründer des BUND

Peter Schmidt: Sie waren Mitbegründer des BUND. Sie sind 2012 ausgetreten wegen der billigenden Haltung des BUND zur Umweltzerstörung durch Windkraft. Meine Heimat Rheinhessen ist inzwischen fast unbewohnbar gemacht durch Wind“parks“, man fühlt sich in einer Mondlandschaft gestrandet. Hatten Sie den Eindruck, dass Teile der Mitgliedschaft Ihre Ablehnung nachvollziehen konnte?
Enoch zu Guttenberg: Seit meinem Austritt – Mai 2012 – aus dem BUND, dem ich vor allem in den ersten politisch schweren Jahren nach dessen Gründung als Vorstandsmitglied und als Sprecher seines wissenschaftlichen Beirats dienen durfte, bekomme ich ununterbro-chen zustimmende Briefe von verzweifelten und frustrierten BUND-Mitgliedern. Es lassen sich aus diesen Korrespondenzen im Wesentlichen drei Gruppen herausfiltern:
Etwa 60% der genannten Personen, oft Kreisvorsitzende oder andere Verantwortungsträger auf mittlerer Ebene des Verbandes, sind zutiefst erschüttert und enttäuscht von der derzeitigen zerstörerischen und destruktiven Politik ihrer Führung. Dennoch versuchen diese aber innerhalb des Verbandes und innerhalb Ihrer direkten Verantwortungsbereiche so viel wie möglich vor Ort zu verhindern und nach der alten Natur- und Umweltphilosophie zu handeln, wie diese von Männern wie Hubert Weinzierl oder Bernhard Grzimek und von Konrad Lorenz vertreten und vorgelebt wurde. Diese BUND-Mitglieder hoffen dezidiert auf eine baldige personelle Veränderung in der Vorstandschaft des Verbandes, und damit auf ein Zurück im BUND zu einem dringend notwendigen klassischen Natur- und Umweltschutz.
Eine zweite Gruppe versucht, sich deutschlandweit neu zu formieren und ist zurzeit noch in den verschiedensten Bürgerinitiativen engagiert, vor allem dort, wo durch Wind- und Photovoltaik“parks“ Landschafts- und Naturschutzgebiete sowie Naturparks für immer zerstört werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann neben dem äußerst verdienstvoll agierenden Dachverband der Windkraft-Gegner „VERNUNFTKRAFT“ auf Bundesebene ein neuer Natur- und Umweltschutzverband gegründet wird, der das Zeug dazu hat, die verantwortungslosen und korrumpierten Technokraten des BUND zu entlarven und deren verlogenes Handwerk zu legen.
Die dritte Gruppe schließlich hat den BUND bereits verlassen und fürs Erste den Glauben an einen redlichen Natur-, Umwelt- und Tierschutz in Deutschland verloren. Diese Menschen müssen dringend aufgefangen und für ein neues Engagement um unser aller Heimat willen gewonnen werden.
Peter Schmidt: In der Öffentlichkeit wird den Gegnern der Windkraft gerne verunglimpfend unterstellt, Opfer einer „Lobby“ zu sein. Diese „Haltet den Dieb“-Methode funktioniert erstklassig, obwohl die Umweltbewegung selbst einer der mächtigsten Lobbyisten weltweit ist und Billionen an Subventionen und Spenden eintreibt. Können Sie diese Lobby-Arbeit am Beispiel des BUND anschaulich beschreiben?
Enoch zu Guttenberg: Erst einmal ist es richtig, dass WIR, die Gegner der Windkraft-Großindustrialisierung unserer Kulturlandschaften, uns gleich mehreren Lobbys verpflichtet fühlen und uns denen sogar gerne als „Opfer“ erlegen, beziehungsweise verpflichtet fühlen.
Unsere erste Lobby sind unsere Kinder und Enkel! Sie haben ein Recht darauf, Ihre jeweilige Heimat noch an einem identifikationsstiftenden Landschaftsbild und nicht an der Menge der Windparks in ehemaligen Wäldern und verwüsteten Kulturlandschaften zu erkennen. Unsere Sorge in diesem Zusammenhang gilt auch der Landbevölkerung, die einfach diesen Riesenmonstern ausgesetzt wird, ohne dass sich einer der Verantwortungsträger um deren Gesundheit und den damit verbundenen Stressfaktoren schert. Ganz abgesehen davon, dass auch die Stadtbevölkerung um unzählige Naherholungsgebiete zur unanständigen Bereicherung einiger Weniger kalt enteignet wird.
Unsere zweite Lobby sind die von ihren offiziell bestellten Schützern zum Tod verurteilten höchstgefährdeten Arten, sind die von ihren offiziell bestellten Schützern verkauften deutschen Kulturlandschaften, ist die von ihren offiziell bestellten Schützern verratene Natur.
Unsere dritte Lobby sind die unzähligen gutwilligen Menschen, die immer noch glauben, der Natur, der Umwelt, der Zukunft und vor allem ihrem Geldbeutel etwas Gutes zu tun, wenn sie in Wind-, beziehungsweise Bürgerräder investieren. Die Diskussion um die katastrophalen und irreversiblen Schäden, die eine Großindustrialisierung durch Windräder in unseren Wäldern und ländlichen Räumen anrichtet, ist langsam in der Öffentlichkeit angelangt.
Dass aber gut 70 % aller deutschen Windräder unwirtschaftlich sind und die meisten investierenden Bürger kaltblütig betrogen und über die Tische gezogen werden, ist jetzt erstmalig den Medien zu entnehmen gewesen. Im Übrigen konnten diese Zahlen von den Windrad-Bauern und -Betreibern bis jetzt nicht dementiert werden, da dies das Zahlenmaterial des eigenen Dachverbandes ist und ungewollt an die Öffentlichkeit gelangte.
Schließlich, wie von Ihnen angedeutet, wird den Windrad-Gegnern pauschal vorgeworfen, von der Atomlobby angeheuert worden zu sein. Das ist die infamste Unterstellung, die uns ehemaligen Mitstreitern des BUND UMWELT UND NATURSCHUTZ DEUTSCHLAND noch dazu von den einmal mit uns verbundenen Verantwortungsträgern des BUND zugemutet wird.
Auf die Frage nach der Lobbyarbeit der großen Umweltverbände kann ich nur feststellen: Jeder Cent, jeder Euro, jede Million, die von den Verbänden für die genannten Lobbys, also für den Natur- und Artenschutz, für den Landschaftserhalt und damit für das Wohl der Menschen eingetrieben wird, ist dringend notwendiges und richtig eingesetztes Geld. Alles Geld aber, das von den Verbänden angenommen wird, um stillzuhalten im Angesicht der größten Naturverheerungen der Nachkriegszeit und alles Geld, was von den Verbänden so-gar selbst in großem Stil in die Hand genommen wird, um am großen Windrad-Kuchen teil-zuhaben, sind schmutzigste Judassilberlinge.
Peter Schmidt: Die Tierschutzlobby entwickelt sich immer weiter in Richtung einer fanati-schen Religionsgemeinschaft, der jeder Bezug zur Wirklichkeit abhanden gekommen ist. Inzwischen wird die Frage des Bürgerrechts für Tiere diskutiert, andererseits schaut man skrupellos zu, wie hundertausende Tiere von Windmühlen geschreddert werden. Haben Sie ein Erklärungsmuster für dieses Verhalten?
Enoch zu Guttenberg: Tierschutz ist, wie Natur- und Umweltschutz auch, einer der wichtigsten Einrichtungen und Gegengewichte zu den unbestreitbaren Gefahren, die mit einer Industrie- und Wachstumsgesellschaft einhergehen. So wie vor kurzem Wachstumswahn und spätkapitalistische Marktwirtschaft ohne funktionierende Kontrollmechanismen die zivilisierte Welt um das Haar zum Kollabieren brachten, so schadet fanatisierter Tierschutz in der Regel gerade den Tieren und ideologisierter Natur-und Umweltschutz gerade der Natur. Ein furchtbarer Circulus vitiosus, dessen Wurzeln immer noch fest in unserer jüngeren Ver-gangenheit verankert sind.
Peter Schmidt: Offensichtlich ist, dass der religiöse Tierschützer große Unterschiede macht. Katze, Hund, Pferd, Kuh und das süße Bambi rufen feuchte Augen hervor, Fledermäuse und Käfer haben zwar ein Lebensrecht, wenn es um die Verhinderung von Baumaßnahmen geht, aber kein Lebensrecht mehr, wenn der Windpark kommt. Ganz abgesehen von den Milliarden und Abermilliarden Tieren, Ratten, Nager, Insekten, die im Zuge des Getreideanbaus ihr Leben lassen. Wie fanatisiert muss man sein, um all dies nicht mehr zur Kenntnis zu nehmen?
Enoch zu Guttenberg: Diese Frage sollten erfahrene Psychologen den Führern der genannten Verbände stellen.
Peter Schmidt: Gab es ein Schlüsselerlebnis, bei dem Ihnen bewusst wurde, dass der von Ihnen mitgegründete Naturschutzverband sich von einer integren Schutzgemeinschaft in eine ideologisierte Sekte verwandelt hat? Ist es als schleichender Prozess zu sehen, oder gab es ein prägendes Ereignis, das diese Wende bewirkte?
Enoch zu Guttenberg: Ich würde nicht so weit gehen, den BUND oder dessen bayrischen Bruder, den BN, oder einen anderen großen Umweltverband als eine Sekte zu bezeichnen. Dafür sind in all diesen Schutzgemeinschaften noch viel zu viel hochanständige und hochmotivierte Mitglieder, die auf den diversesten Gebieten Fabelhaftes leisten und die unser aller hohen Respekt verdienen.
Hinzu kommt, dass viele Naturschützer sich einfach noch nicht eingestehen wollen oder vielleicht tatsächlich noch nicht erkennen können, dass die von uns allen fast hergebetete Energiewende sich in eine furchtbare Natur und Leben fressende Hydra verwandelt hat. Die eigentliche Katastrophe für den BN, wie den BUND waren das Ausscheiden des Nestors und Doyens des deutschen und europäischen Naturschutzes – Hubert Weinzierl – und der damit verbundene Führungswechsel in beiden genannten Verbänden.
Weinzierl war und ist ein ebenso sensibler, künstlerischer, wie leidenschaftlicher Naturschützer und Umweltpolitiker, der immer die Zeichen der Zeit früh genug erkannte und auch jetzt wieder vor der zerstörerischen Gewalt der gerufenen und nicht mehr zu bändigenden Geister dieser Energiewende warnt. Goethes Hexenmeister lässt grüssen! Weinzierls Nachfolger sind eiskalte Technokraten, gleichzeitig aber verblendete und machtbesessene Ideologen. Diese sind verantwortlich für den schleichenden Wandlungsprozess des BUND von einem der renommiertesten Umweltschutzverbände der Welt zu einem unser Land endgültig industrialisierenden Weltverbesserungsverein.
Peter Schmidt: Was wäre das Leben ohne Hoffnung, wie Hölderlin meinte. Gibt es aus Ihrer Sicht optimistische Ausblicke?
Enoch zu Guttenberg: Legte man der Frage nach optimistischen Ausblicken nur die ge-schichtlichen Erfahrungen gerade der letzten 100 Jahre zugrunde, müsste man mit einem klaren Nein antworten. Gäbe es aber im tiefsten unserer Seelen nicht wenigstens den heißen Wunsch von Hoffnung auf Hoffnung, hätten zum Beispiel Hubert Weinzierl und Bernhard Grzimek nicht mit – und in – unserem Bund gekämpft. Ich persönlich halte es mit der hinrei-ßenden Martin Luther-Überlieferung:
Ein Schüler Martin Luthers begegnet dem Reformator, wäh-rend dieser ein Apfelbäumchen pflanzt. Der Schüler fragt den Meister, was dieser wohl tue, wenn er wüsste, dass morgen die Welt untergehe. Martin Luther antwortet gelassen: „Ap-felbäumchen weiter pflanzen….“
Zuerst erschienen im Blog des Deutschen Arbeitgeber-Verbandes hier