„Killer-Strom“: Die Fledermaus-Vernichter – Die Windkraftanlagen sind Todesmaschinen für die Vogelwelt

Die Tier- und Vogelschützer haben gewarnt. In Medienberichten kamen sie zwar zu Wort, aber nur gelegentlich und vergeblich. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) pflegt das Problem zu verharmlosen, Strom aus Wind ist ihm wichtiger als Naturschutz. Doch ein kurioses Ereignis im Raum Lübeck bringt zumindest das Fledermaussterben wieder in öffentliche Wahrnehmung.

Tempo 70 für den Fledermausschutz

Von Lübeck in Richtung Ratzeburg/Mölln ist eine Umgehungsstraße fertig geworden, die neue B 207. Sie entlastet die Ortschaften Groß Grönau, Groß Sarau und Pogeez vom Durchgangsverkehr, der sich hier nur mit 50 Stundenkilometern bewegen darf. Doch auf einem längeren Streckenabschnitt der neuen Bundesstraße fällt auf, dass man dort nicht 100 fahren darf, sondern nur 70. Wie das? Eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion in Kiel brachte es ans Licht: Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll die Fledermäuse schützen. So jedenfalls lautet die Antwort des Verkehrsministeriums. Im Amtsdeutsch: Die Tempobegrenzung diene ausschließlich „zur weitgehenden Vermeidung von Kollisionen mit Individuen der vorkommenden Fledermauspopulation“.

Wieso auf einer nagelneuen Umgehungsstraße langsamer fahren?

Die regionale Tageszeitung „Lübecker Nachrichten“ berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 12. Februar und zitierte den FDP-Landtagsabgeordneten Christopher Vogt: Der Neubau der B 207 zwischen Pogeez und Lübeck sei ja grundsätzlich ein sinnvolles Projekt, „aber es ist doch niemandem zu vermitteln, dass eine Bundesstraße für fast 46 Millionen Euro aus drei Orten herausverlegt wird und man dann auf der neugebauten Strecke deutlich langsamer fahren muss als auf jeder gewöhnlichen Kreisstraße“. Ferner ist in dem Blatt zu lesen: „Auch viel weiter nördlich auf der B207, bei Heiligenhafen, sollen im Zuge des vierspurigen Ausbaus hohe Schutzwände für Fledermäuse gebaut und das Tempo gedrosselt werden. In der Nähe eines Fledermausquartiers in Mönchneversdorf wird auf einer Landesstraße monatsweise das Tempo begrenzt.“ Vom Verkehrsminister Reinhard Meyer erfährt man, spezielle Fledermaus-Warnschilder habe man nicht aufstellen können, weil es solche Schilder laut Straßenverkehrsordnung gar nicht gebe. Außerdem sei der Fledermausschutz schon lange ein Thema bei Baumaßnahmen im Land. Eine Schutzzone für Fledermäuse habe Meyer für die A20 bei Bad Segeberg ebenfalls schon in die Debatte gebracht.

Fledermausschutz vor Autos, aber nicht vor Windkraftanlagen?

Sonderbar, sonderbar. Zwar nimmt man wohlgefällig zur Kenntnis, dass den Tieren durch unliebsame Zusammenstöße mit dem einen oder anderen Auto kein Leid geschehen soll. Aber wer schützt die Fledermäuse vor den rotierenden Blättern der vielen, vielen Windkraftanlagen? Schleswig-Holstein ist voll davon, rund 2.400 stehen dort. Im ganzen Bundesgebiet sind es über 24.000. Es ehrt die „Lübecker Nachrichten“, dass sie, der journalistischen Tugend folgend, auf der gleichen Seite ihrer Ausgabe darüber informierten, wie viele Fledermäuse durch die Windkraftanlagen zu Tode kommen („Windräder als Todesfalle“). Das Blatt schreibt:

Windkraftanlagen werden für Fledermäuse immer mehr zur Todesfalle

„Windräder werden immer mehr zur Todesfalle für Fledermäuse, sagen Berliner Forscher um den Biologen Christian Voigt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Allein in Deutschland würden pro Jahr mehr als 250.000 Tiere umkommen, weil die Anlagen ohne Rücksicht auf den Naturschutz betrieben werden, schreiben sie im Fachblatt ‚European Journal of Wildlife Research‘. Die Forscher haben verschiedene Studien gesichtet. Deren Schätzungen, wie viele Fledermäuse im Jahr umkommen, reichen von unter 100.000 bis über 400.000. Tatsächlich könnten es noch mehr Fledermäuse sein, weil sich die Studien bislang nur auf Suchaktionen unterhalb von Windrädern stützen. Dort würden Forscher aber nur Tiere finden, die sofort umkommen, weil sie Knochenbrüche erlitten haben oder erschlagen wurden. In anderen Fällen zerreißen innere Organe durch die großen Luftdruckänderungen. Experten sprechen vom Barotrauma.“

Sie drehen sich friedlich langsam und sind in Wahrheit sehr schnell

Zwar drehen sich die Rotorblätter aus der Ferne gesehen nur langsam und friedlich. Aber, so schreibt der Biologe Dr. Friedrich Buer: „Tatsächlich fegen die Spitzen der Rotorblätter schon bei mäßigem Wind mit 170 Stundenkilometern durch die Luft, und laut Informationstafel am Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch liegt die Spitzengeschwindigkeit bei 272,3 Stundenkilometer. Neuere Anlagen erreichen gar 300 bis 400 Stundenkilometer. Kommt ein Vogel oder eine Fledermaus auch nur in die Nähe des Rotorblatts, saugt sie der Unterdruck unweigerlich gegen das Rotorblatt und es ist um sie geschehen. Dieser Unterdruck baut sich immer dann auf, wenn der Wind langsamer wird und sich das Rotorblatt wegen seines hohen Trägheitsmoments nur verzögert verlangsamen kann. Da der Wind ständig wechselt, wechseln auch der Unterdruck und der resultierende Sog ständig. Verstärkt werden die Druckschwankungen und der Sog durch den Turmschatten‐Effekt, weil immer dann, wenn ein Rotorblatt hinter dem Turm vorbei saust, es durch den Windschatten muss, den der Turm erzeugt.“

Warum man die toten Tiere kaum findet

Das schrieb Buer im Oktober 2011, und die Frage „Aber warum findet man praktisch nie die Opfer?“ beantwortet er so: „Das liegt einmal daran, dass sie nur ausnahmsweise direkt unter das Windrad fallen, sondern von ihm aus einer Höhe von bis zu 180 Metern mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 270 Stundenkilometern und mehr weit weggeschleudert werden und zwar bei Kollisionen oberhalb der Rotornabe nach der einen Seite und unterhalb der Rotornabe nach der anderen Seite. Außerdem werden sie je nach Windrichtung in andere Richtungen geschleudert. So werden die Opfer durch die Rotoren auf einer riesigen Kreisfläche von mehreren Hektar verteilt und sind kaum zu finden. Bei noch höheren Windrädern wird die Suche praktisch aussichtslos, erst recht im Wald oder auf gar auf See.“

Wo bleibt der Aufschrei der Naturschutzverbände?

Es fällt auf, dass sich die Naturschutzverbände weder für die Fledermäuse noch für die Vogelwelt ins Zeug legen, um sie vor dem Massensterben zu bewahren. Ihr Aufschrei und ständiges Mahnen bleiben aus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beispielsweise pflegt das Problem zu verharmlosen, Strom aus Wind („Ökostrom“) ist ihm offensichtlich wichtiger als Naturschutz. Arm in Arm mit dem Bundesverband Windenergie setzte er sich sogar dafür ein, die „Ausbaupotentiale der Windenergie an Land stärker zu nutzen“. So zum Beispiel in der Pressemitteilung vom 23. Juni 2011.

Der BUND will Vögel vor den Landwirten retten, aber nicht vor der Windindustrie

Wohl warnt der BUND vor einem „Vogelsterben“, wie man auf seiner Web-Seite nach einigem Suchen finden kann, aber nur vor einem Sterben der Vögel, dass durch den immer noch zu hohen Pestizideinsatz in der Landwirtschaft ausgelöst wird (so unter dem Datum 7. Januar 2013). Allein um die „Folgen der industriellen Landwirtschaft“ geht es ihm, nicht um die Folgen der industriellen Windkraftanlagen (so in der Publikation „Vögel retten“ vom 18. Mai 2012). Künftig müsse dem Arten- und Flächenschutz mehr Gewicht beigemessen werden. Welche Verlogenheit.

Bild 1: Immer wieder gern gezeigt. Vogel von Öl befallen

Bild 2: Selten gezeigt: Vogel (einer von jährlich hunderttausenden) von WKA zerhackt. Alle Bilder der Doku von BOB HOYE „CURIOSITIES“ entnommen (s. Anhang)

Verlogen unter den Teppich gekehrt

Diese Verlogenheit kommt auch in der Antwort des Verbandes an einen Leser seines „BUNDmagazin“ zum Ausdruck. BUND-Mitglied H. Hackl hatte sich beklagt: „Warum schreiben Sie nichts von den Abertausenden von Fledermäusen, die zum Beispiel durch Windräder umkommen?“ Die Antwort des Verbandes: „Sie haben natürlich recht: An sich sinnvolle Ziele (wie die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien) haben mitunter unerwünschte Nebenwirkungen, die wir mitnichten unter den Teppich kehren wollen. Wenn der BUND Partei nimmt (wie im aktuellen ‚BUNDmagazin‘), dann immer nur im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes.“ Tatsache ist, dass er sie doch unter den Teppich kehrt. Fledermäuse und Vögel vor dem Sterben durch Windkraftanlagen zu bewahren, gilt dem BUND offenbar nicht als Umwelt- und Artenschutz, das scheint für ihn eine andere Art von Schutz zu sein.

Was ein „BUNDmagazin“-Leser dem BUND vorwirft

Die beiden Leser des „BUNDmagazin“ Hans und Waltraud König hielten dem Verband dies vor (Leserbriefe der Ausgabe 3/2012): „Einige Einschätzungen im Beitrag ‚Gutteil der Energiewende’ können nicht unwidersprochen bleiben.
Erstens: Der Autor behauptet, dass an einem Windrad in 35 Jahren nur ein Rotmilan verunglücke. Sehr schön. Rechnet man das auf die zitierten 20.000 Windkraftanlagen hoch, ergibt sich eine Summe von 571 toten Milanen pro Jahr. Dies verschweigt der energiepolitische Sprecher.
Zweitens: Außerdem ignoriert er die von Experten geschätzten circa 220.000 Fledermausopfer pro Jahr an Windrädern.
Drittens: Dass die Gutachten von den Betreibern bezahlt werden und entsprechend ausfallen, ist ihm anscheinend auch nicht bekannt, sonst würde er die regelmäßigen Untersuchungen nicht so positiv darstellen.
Viertens: Dass Repowering den Fledermausschlag reduziert, ist nach wissenschaftlichen Untersuchungen ebenfalls falsch.
Fünftens: Windkraftanlagen in FFH-Gebieten toleriert der BUND, wenn sie den Schutzzweck nicht gefährden. Auch hier beurteilen dies die von den Betreibern beauftragten Gutachter.
Wir empfinden die Aussagen von Werner Neumann als bewusste Verharmlosung und gezielte Manipulation der BUND-Mitglieder. Der BUND macht sich damit – nicht zum ersten Mal – zum Handlanger einer Windenergielobby, die unter dem Deckmantel der Energiewende ungehemmt Natur zerstört. Dem BUND ist zu empfehlen, das ‚N‘ aus seinem Namen zu streichen.“

Windstrom ist in Wahrheit Vogelkiller-Strom

Das führt zu der Frage, die auf der Hand liegt: Aber warum laufen die Natur- und Umweltschutzverbände nicht Sturm gegen Windräder? Warum preisen sie sogar die Wälder als neue Standorte? Friedrich Buer hat darauf diese Antwort (2011): „Diese Verbände stecken in einer Zwickmühle. Jahrelang haben sie die Angst vor der angeblich drohenden Klimakatastrophe geschürt und als Rettungsschirm alternative Energiequellen wie Windräder gefordert. Jetzt zeigt sich: Vögel und Fledermäuse werden durch die Aktivitäten der Verbände nicht geschützt, sondern erschlagen. Windstrom ist in Wahrheit Vogelkiller-Strom. Und zu allem Überfluss wurde es in den letzten zehn Jahren kühler statt wärmer, und das bei weiter steigenden CO2-Emissionen.“

Die Naturschutz-Funktionäre in der Klemme

„Das ist die Zwickmühle, in der vor allem die Spitzenfunktionäre stecken und von der die vielen gutgläubigen Mitglieder der Natur- und Umweltschutzverbände kaum etwas erfahren. Die Funktionäre müssten ihren Irrtum zugeben, aber dann wäre ihre Glaubwürdigkeit dahin, zumal sie mit dem ausufernden Maisanbau für Biogas, der den Artenschwund in Deutschland beschleunigt und den Hunger in der Dritten Welt verschlimmert, noch eine weitere Fehlentwicklung zu verantworten haben. Auch hat sich herumgesprochen, dass wenige Finanzkräftige an den ‚Bürgerwindrädern‘ verdienen und sich als ökologisch vorbildlich feiern lassen und bei den anderen per Stromrechnung kassieren.“ Eine Frage, die Buer nicht aufgreift, ist die, ob das Schweigen der Naturschutzfunktionäre erkauft ist.

Auch bei Windkraft in Wäldern spielen die Funktionäre mit

Buer weiter: „Auch wehren sich immer mehr Bürger, denn niemand will ein Windrad vor seiner Haustür haben. Also müssen die Wälder als Standorte für diese Industrieanlagen her, weil da keiner wohnt und Wälder oft dem Staat gehören, über den die Windrad-Politiker nach Belieben verfügen können. Und wieder machen die Spitzenfunktionäre der Natur- und Umweltschutzverbände widerspruchslos mit und applaudieren sogar.“

Dringend empfohlen: Nachtruhe für Windkraftanlagen

Zurück nach Lübeck und zur Tempobegrenzung von 70 Stundenkilometern auf jenem Teil der neuen B 207. Wie wäre es mit dieser Lösung? Bekanntlich pflegen Fledermäuse tagsüber der Nachtruhe und sind nur in der Abenddämmerung und des Nachts aktiv, um nach Essbarem zu jagen. Folglich sollten die Temposchilder mit dem Zusatz versehen werden: „Nur in der Abenddämmerung und nachts“. Dann können die Autos tagsüber 100 fahren. Aber weit bedrohlicher als die Autos sind die Windkraftanlagen für die Fledermäuse. Daher die dringende Empfehlung: Vor allem für sie muss es von sofort an heißen: Absolute Nachtruhe! Abschalten!
Übernommen vom KPKrauses Blog 

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Fracking und die Öffentlich-rechtlichen: Erst diffamieren dann leise verdrücken

Hier der Link zur Einleitung. Angeblich reagierte der Programmbeirat auf einen FAZ-Artikel, der die reißerische Ankündigung des “Kampagnenjournalismus”-Films auf Arte noch im August 2014, deutlich kritisierte. Doch die Entscheidung der öffentlich-rechtlichen Sender kommt vier Jahre zu spät.
Denn bereits spätestens seit Mai 2011 ist bekannt, dass der “Gasland”-Filmemacher Josh Fox bewusst unwahre Aussagen/Darstellungen in sein Machwerk integriert hat. Das hat der investigative Journalist Phelim McAleer herausgefunden, indem er bei einer Veranstaltung Josh Fox unbequeme Fragen stellte. Im Verlauf der Befragung musste dann Fox eingestehen, dass ihm bekannt war, dass lange vor Fracarbeiten Methan im Grundwasser enthalten war und somit das Phänomen der entflammbaren Wasserhähne altbekannt ist (YouTube-Video “Gasland director hides full facts“).
Auf diesen Sachverhalt wurde in Forenbeiträgen bei Arte und 3sat teilweise noch vor der Ausstrahlung mehrfach hingewiesen, jedoch wurden diese Hinweise konsequent ignoriert. Dieses Ignorieren hatte fatale Folgen, denn das in “Gasland” Dargestellte und Behauptete wurde von zahlreichen Mitbürgern unkritisch als der Realität entsprechend angenommen.
Das hatte zur Folge, dass die ungefähr zum Jahreswechsel 2010/2011 angelaufene und im wesentlichen auf emotionaler Ebene geführte Debatte um die auch in Deutschland seit Jahrzehnten etablierte Technologie des Hydraulic “Fracking” Fracturing verschärft wurde. Ich bin sogar überzeugt davon, dass es ohne diesen Film, an dem quasi nichts Wahres dran ist (siehe “Fracking in den USA – ‘Gasland’ und die Fakten”  hier ScienceSkeptical), es dies Debatte nicht gegeben hätte. Schließlich beriefen sich bereits vor der Ausstrahlung des Films Medienberichte auf Szenen und Behauptungen aus “Gasland”.
Die Debatte, die von durch “Gasland” bzw. durch die genannten Medienberichte verunsicherte Mitbürger angestoßen wurde, erreichte zügig die Politik, angefangen von der kommunalen Ebene bishin zur bundespolitischen. Im Wesentlichen geht es in der Debatte um vermutete, jedoch bislang unerschlossene Erdgasvorkommen in Tongesteinen mit hohen organischen Anteilen (“Schiefergas”) sowie untergeordnet in Kohleflözen (“Coal Bed Methane” bzw. “CBM”).
Dabei ist zur Erschließung der Schiefergaslagerstätten der Einsatz des Hydraulic Fracturing unumgänglich. In CBM-Lagerstätten kann das Speichergestein durch gebirgsmechanische/tektonische Prozesse bereits ausreichend durchlässig sein, um das in den Kohleflözen enthaltene Erdgas ohne den Einsatz künstlicher hydraulischer Risserzeugung gewinnen zu können.
Aber auch das bereits seit fünf Jahrzehnten (!) in Deutschland ohne umweltrelevante Probleme in Sandsteinen unterschiedlicher geologischer Formationen (Buntsandstein, unterpermisches Rotliegendes sowie Karbon und ganz untergeordnet im Jura) sowie auf dem Gebiet der DDR auch im Staßfurtkarbonat des Zechstein durchgeführte Hydraulic Fracturing geriet in den Fokus der Kritik. Für das Jahr 2011 anberaumte Projekte in den Bohrungen “Bötersen Z11″ (Rotliegendes, Landkreis Rotenburg) sowie “Düste Z10″ (Karbon, Landkreis Diepholz) sind bis heute nicht umgesetzt worden.
Lediglich in der Erdölbohrung “E Barth 11″ in Vorpommern konnte im Jahr 2014 durch geschickte Argumentation des Unternehmens CEP Central European Petroleum GmbH (CEP) eine Mehrfach-Fracbehandlung in der horizontalen Bohrstrecke im Speichergestein (Staßfurtkarbonat) durchgeführt werden. CEP distanzierte sich deutlich vom “Fracking” in Schiefergaslagerstätten.
Dabei muss man bedenken, dass der vor 2010/2011 in Deutschland unbekannte Begriff des “Fracking” als Kurzform für “Hydraulic Fracturing” mittlerweile durch Bürgerinitiativen (BI), Umweltverbände und zahlreiche Medien zur Definition des Gesamtprozesses der Schiefergasförderung umgedeutet wurde. Oder auch nicht. Je nachdem, wie es den Gegnern des weltweit über 2,5 Millionen Mal durchgeführten Standardverfahrens gerade ins Konzept passt.
Da in Deutschland irgendwo immer Wahlkampf ist und die gut organisierten BI, Umweltverbände sowie Journalisten wie der “Solarpreisträger für persönliches Engagement” Jürgen Döschner vom zur Neutralität (!) verpflichteten öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ARD) es erfolgreich geschafft haben, den Eindruck zu vermitteln, dass der überwiegende Anteil der deutschen Bevölkerung gegen Hydraulic Fracturing eingestellt ist, sah sich die Politik gezwungen, dem vermeintlichen Wählerwillen entsprechend zu handeln.
Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Mehrheit der Deutschen eine ablehnende Haltung gegenüber Hydraulic Fracturing hat. Das ist meiner Ansicht nach eine Folge jahrelanger medialer Desinformation, die mit der unkritischen Berichterstattung über die angeblichen unausweichlichen Folgen der Schiefergasgewinnung begann und sich dabei mit Szenen aus “Gasland” bediente und schließlich in der mehrfachen Ausstrahlung dieses Filmes gipfelte. Wissenschaftler, die über Expertise auf dem Gebiet verfügen, wurden vorsichtshalber nicht in die Berichterstattung einbezogen.
Ohne nachvollziehbaren Grund ist die Politik deshalb bestrebt, die Möglichkeiten zur Durchführung des Hydraulic Fracturings erheblich einzuschränken. Der Satiriker und Kabarettist Dieter Nuhr hat dieses Bestreben folgendermaßen dargestellt:
“Das Umweltbundesamt will das Fracking verbieten, weil sich die Risiken dieser Technologie noch nicht sicher vorhersagen lassen. Also nicht, weil es ein Risiko gäbe, sondern weil es eins geben könnte. […]”
Dieses Zitat ist einem beim WDR ausgestrahlten Podcast entnommenworden. Nuhr erntete für seinen satirischen Beitrag üble Beschimpfungen aus den Kreisen der selbsternannten “Anti-Fracking-Bewegung”, was ich in dem Beitrag “Wegen Satire: Dieter Nuhr erntet üble Beschimpfungen von “Fracking”-Gegnern” beschrieben habe.
Während die Bundesregierung lediglich infolge der von “Gasland” ausgelösten Debatte wie oben geschrieben die Möglichkeiten zur Durchführung des Hydraulic Fracturings erheblich einschränken will, wollen einzelne Landesregierungen das Standartverfahren komplett verbieten. Eine nachvollziehbare, wissenschaftlich begründete Grundlage dafür existiert jedoch nicht.
Zwar hat bereits die vorangegangene Bundesregierung über das meiner Ansicht nach politisierte/ideoligisierte Umweltbundesamt (UBA) eine zweiteilige Risikostudie zum “Fracking” in Auftrag gegeben, aber das Ergebnis, insbesondere des zweiten Teils, entspricht nicht den Vorstellungen des Auftraggebers. Der Geophysiker Prof. Dr. Horst Rüter dazu in seinem bissig-pointierten Beitrag “Fracking – kann die Politik noch sachbezogen handeln?”:
“Es wurden Gutachten und Studien in Auftrag gegeben (NRW und UBA 1 und 2). Die Wissenschaftler wurden sorgfältig so ausgesucht, dass sie von Fracking möglichst keine Ahnung hatten, zumindest aber noch nie etwas zum Thema veröffentlicht hatten. Dennoch entstanden überraschenderweise brauchbare Gutachten, die zum größten Leidwesen der Politik deren populistische Positionen nicht begründeten”.
Der Chefgutachter des zweiten Teiles, Uwe Dannwolf, widersprach sogar öffentlich der Interpretation des Gutachtens seines Auftraggebers, dem UBA. Dieser Widerspruch wurde in einer kleinen Serie des NDR/ARD Magazins “Panorama” sowie dessen Ablegern thematisiert. Im Rahmen dieser Serie wurde dann auch endlich “Gasland” als das dargestellt, was der Film ist: Hochgradig unseriös.
Einer der Beiträge wurde treffenderweise “Fracking: Die Angst der Politik vorm Bürger” genannt. Ich habe diesen Beitrag bewusst verlinkt, da anhand der unter dem Beitrag zu findenden Kommentare hervorgeht, wie die “Fracking”-Gegner reagieren, wenn sich ein Magazin auf sachlicher Ebene einem heiß diskutierten Thema nähert. Ich denke, es ist überflüssig zu erwähnen, dass einige Kommentare an Niveaulosigkeit, ähnlich wie zum Nuhr-Beitrag, kaum zu unterbieten sind.

 Video (in Englisch) zur Befragung der Macher von Gasland durch Phelim McAleer nach den Gründen warum sie die wichtigsten Fakten bezüglich des Methanaustritts aus Wasserhähnen wegließen
NDR/ARD reagierten mit “Die Wucht der Vorwürfe hat uns überrascht”entsprechend irritiert auf die unsachlichen Kommentare der “Fracking”-Gegner. Was ich an dieser Stelle der “Panorama”-Redaktion hoch anrechne ist das Eingeständnis, dass auch sie sich von “Gasland” beeindrucken ließen und die Szene mit den brennenden Wasserhähnen als wahr verkauften. Aber sie hatten den Anstand, diesen Fehler einzugestehen während von Arte und Co. keine Reaktion zu vernehmen war.
Auf die Serie der “Panorama”-Redaktion folgte eine Replik der Kollegen vom “Monitor”-Magazin, an der auch der bereits erwähnte Jürgen Döschner beteiligt war. Dazu habe ich mich ausführlich im ScienceSkeptical-Beitrag“Öffentlich-rechtliche Diffamierung von Wissenschaftlern”ausgelassen. Einen lesenswerten Artikel dazu gibt es auch bei “Die Achse des Guten” mit dem Titel “Fräck ju, Panorama!” von Wolfgang Röhl.
Allerdings erschienen die “Panorama”-Beiträge erst nach der letzten “Gasland”-Ausstrahlung bei Arte. Und diese Ausstrahlung wurde vom grünen Umweltminister von Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel, via Twitter beworben (Filmtipp Remmel). Es ist peinlich, dass von einem Landesminister ein Film beworben wird, der vor nachgewiesenen Unwahrheiten nur so strotzt.
Fataler ist jedoch, dass aufgrund der dank “Gasland” seit inzwischen 4 Jahren anhaltenden Debatte um ein bewährtes Verfahren auf inzwischen sämtlichen politischen Ebenen, die inländische Erdöl-Erdgasindustrie keine Planungssicherheit für Investitionsentscheidungen mehr hat. Dieser Umstand hat zur Folge, dass seit fast vier Jahren keine Fracmaßnahme in Erdgaslagerstätten mehr durchgeführt wurde und Anträge nicht bearbeitet werden, obwohl sich die Gesetzeslage nicht geändert hat. Das wiederum hat zur Folge, dass der seit etwas mehr als 10 Jahren zu verzeichnende Förderabfall beschleunigt hat.
Der ungerechtfertigte Genehmigungsstillstand sowie die wissenschaftlich nicht nachvollziehbaren, da unbegründeten geplanten Erschwerungen der Genehmigungspraxis für hydraulische Stimulationsmaßnahmen haben zudem noch weitere Folgen: Anberaumte Projekte wurden auf Eis gelegt oder sogar komplett in den Orkus geworfen, so dass inzwischen Bohrkontraktoren wie die im niedersächsischen Celle beheimatete ITAG Kurzarbeit einführen mussten oder bei Mitbewerbern wie der KCA Deutag Kurzarbeit ansteht. Hinzu kommt, dass sich der Eigenversorgungsanteil von einst 20 Prozent auf jetzt lediglich nur noch 10 Prozent weiter verringern wird.
Und das alles ohne Not, nur weil es ein längst als unwahr entlarvter Film geschafft hat, große Bevölkerungsteile, von denen sich wiederum einige in Bürgerinitiativen engagieren, zu verunsichern. Diese verunsicherten Bürger haben es wiederum geschafft, teilweise mit befangenen Journalisten, die Politik vor sich herzutreiben, die sogar soweit geht, Ergebnisse von ihr selbst in Auftrag gegebener Studien nicht zu akzeptieren. In anderen Bereichen hätte dies einen politischen Skandal zur Folge, bei dem die Verantwortlichen wie die UBA-Präsidentin Krautzberger (SPD) sowie deren Weisungsbefugte und Parteigenossin, die Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks, ihren Hut hätten nehmen müssen. Wenn es um fossile (Energie-) Rohstoffe geht, gelten jedoch anscheinend andere Regeln.
Steven Arndt betreibt die Webseite “Erdöl und Erdgas in Deutschland
Übernommen von ScienceSceptical




SPON- Visionen zum Strommarkt der Zukunft – Wenig Science, viel Fiction

Das von beiden Einrichtungen erarbeitete Konzept ist nach Einschätzung des Autors ebenso revolutionär wie radikal und werde in der Energiewelt zu einem Machtkampf führen. Als Heilsweg wird dabei die Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch vorgeschlagen: Werde gerade mehr Strom produziert als gebraucht wird, so solle sein Preis deutlich sinken. Große Abnehmer sollen so dazu gebracht werden, mehr zu verbrauchen. Fabriken könnten zum Beispiel die Produktion erhöhen, große Kühlhäuser stärker kühlen. In Zeiten, in denen mehr Strom gebraucht wird als gerade verfügbar ist, sollen die Preise dagegen deutlich steigen. Verbraucher sollen so dazu gebracht werden, sich zu bescheiden.
 
EE-Fortschritt: In Zukunft soll unser Leben wieder den Zufällen von Wind und Wetter unterworfen werden
Das Bild rechts wurde von der SPON Website übernommen

Drei Hebel für die Steuerung des Strompreises

Durch Vernetzung und Kommunikation, so das Fazit, sollen sowohl Erzeugung – bevorzugt durch EE-Quellen – als auch Verbraucher sich kurzfristig auf wechselnde Strompreise einstellen. Als zentrale Hebel sieht man die EEG-Umlage, die Netzentgelte und den Kraft-Wärme-Kopplungsbonus, den Kraftwerke dann erhalten, wenn sie die Abwärme ihrer Stromproduktion ins Wärmenetz einspeisen. Der Vorschlag dieser „Wissenschaftler“ sieht nun vor, alle drei Umlagen zu Zeiten eines Stromüberangebots zu senken, um dadurch den Strom deutlich billiger zu machen, im umgekehrten Fall dagegen zu steigern, d.h. den Strom deutlich teurer zu machen. Schon heute, so ihr Argument, gebe es in Deutschland eine Reihe „wetterfühliger Fabriken“. Künftig solle diese Technik zum Standard werden.
 
Abb. 1: Schöne neue Energiewelt: Schneller schweißen Jungs, gleich wird der Strom teurer

Fernab jeden Realitätsbezugs

Für jeden, der die Realitäten des Stromverbrauchs sowohl im Haushalt als auch im industriellen Bereich auch nur näherungsweise kennt, stellt sich die Frage, aus welcher Abteilung man denn heute solche „Wissenschaftler“ rekrutiert. Schon im Haushalt werden Strom, Heizung, Warmwasser und Licht dann gebraucht, wenn die Bewohner zuhause sind und es zum Tagesablauf passt. Den Bürgern vorschreiben zu wollen, sie sollten morgens ungewaschen zur Arbeit gehen, weil der Wind gerade nicht weht, zeugt geradezu von Infantilität. Auch werden Straßenbahn und Eisenbahn ihre Fahrpläne wohl kaum nach solchen Kriterien kurzfristig über den Haufen werfen. In der heutigen Zeit gibt es kaum eine Fabrik, die ihre Produktion einem wechselnden Stromaufkommen anpassen könnte, selbst Aluminiumhütten und Stahlwerke können höchstens kurzfristig mal die Produktion herunterfahren. Bei Ausfällen im Bereich mehrerer Stunden ist Schluss mit lustig, dann besteht die Gefahr, dass ihnen die Öfen einfrieren. Eine Steigerung ist dagegen faktisch unmöglich, da solche Produktionseinrichtungen ansonsten stets mit der maximal möglichen Auslastung gefahren werden, mehr Strom kann gar nicht in mehr Produktion umgesetzt werden. Moderne, computergesteuerte Fertigungsanlagen können ihre Produktion, die von ausgetüftelten Parametern, langfristigen Planungen, Transport- und Logistikketten sowie Markterfordernissen diktiert wird, sowieso nicht mal „so eben“ den Launen von Wind und Sonne anpassen. Der Vorschlag dieser angeblichen Wissenschaftler ist so unsinnig, dass jedem, der moderne Fabriken und ihre Abläufe kennt, schlicht die Worte fehlen, um den hinter solchen Vorschlägen steckenden Grad an Ignoranz noch mit halbwegs höflichen Worten zu beschreiben. Ebenso könnte man vorschlagen, die zeitlich bis ins kleinste Detail durchoptimierten Abläufe in einem modernen Containerhafen wieder an das Timing von Teeklippern anzupassen, die auf See mal wieder in eine Flaute geraten sind. Oder einer werdenden Mutter raten, die Wehen doch bis nächste Woche aufzuschieben….
Fred F. Mueller
[SPIE] http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/energiewende-so-koennte-der-strommarkt-der-zukunft-aussehen-a-1017164.html
(1) Stefan Schultz Vita
Jahrgang 1980, studierte Medienkultur, Politik und Britische Literatur in Hamburg und Lissabon (M.A.). Praktika und freie Mitarbeit bei „Hamburger Abendblatt Online“, „Prinz“, „Hamburg LIVE“ und der portugiesischen Tageszeitung „24 Horas“. Entwicklungsredakteur und Crossmedia-Beauftragter für die Print- und TV-Ausgabe von „Deutschland International“. Seit 2007 Volontär bei SPIEGEL ONLINE. Seit 2008 Redakteur im Ressort Wirtschaft, Spezialgebiete: Energie, IT-Wirtschaft und China. Kurzkorrespondenz in San Francisco (2009) und New York (2010). Ernst-Schneider-Preis für Online-Journalisten (2011). Dreimonatiges Journalisten-Stipendium in China (2012).




Niedersachens Grüner Umwelt-Minister Wenzel möchte Hannover zur Klimaschutz-Hauptstadt machen

1. Brief an den Minister Wenzel

Sehr geehrter Herr Minister Wenzel,
Aus der Presse entnehme ich, dass Sie einen internationalen Klimagipfel in Hannover planen. Ich protestiere energisch gegen dieses Vorhaben, weil ich nicht will, dass meine Steuergelder für diesen Unfug verwendet werden. Sie können keinen wissenschaftlichen Beweis vorlegen, dass anthropogenes CO2 eine Gefahr für das Klima darstellt. Nicht eine der von den Panikverbreitern benannte Klimaänderung oder Wetterextreme kann für sich in Anspruch nehmen, dass sie nicht schon vor 1850 auf ganz natürliche Weise ohne CO2 Einwirkung vorgekommen ist. Es gibt noch nicht einmal eine schlüssige Korrelation von CO2 Anstieg in der Atmosphäre und einem Temperaturanstieg. Eine Hypothese ist solange wissenschaftlich als falsch anzusehen, wie sie nicht durch gemessenen Beweis bestätigt ist. Deswegen sind Konferenzen mit dem Ziel Klimaschutz monokausal durch CO2 Minimierung zu organisieren völlig überflüssig. Noch überflüssiger sind alle Maßnahmen, wie  z. B. die Energiewende, die diese Hypothese als Begründung anführen. Ich bin nicht bereit diesen Unfug widerspruchlos hinzunehmen.
Mit ärgerlichen Gruß
Georg v. Petersdorff

Antwort aus dem Ministerbüro

From: Kollenrott, Marie
Sent: Monday, January 26, 2015 11:17 AM
To: mailto:georg31@web.de
Subject: Klimawandel und Klimakonferenz
Sehr geehrter Herr von Petersdorff,
Herzlichen Dank für ihre Mail. Ich gebe Ihnen Recht, es gibt keinen hundertprozentigen wissenschaftlichen Beweis, dass anthropogenes CO2 den Klimawandel verursacht. Jedoch kann es in der seriösen Wissenschaft niemals hundertprozentige Gewissheit geben.
Die im IPCC versammelten, weltweit führenden Klimaforscher haben zahlreiche Daten und Studien zum Klimawandel gebündelt. Der IPCC schreibt in seinem 2013 erschienenen fünften Sachstandsbericht, es sei extrem wahrscheinlich, dass die beobachtete Erwärmung vom Menschen verursacht wird.
Auch wenn es nie hundertprozentige Sicherheit gibt. Die Folgen des Klimawandels sind für den Menschen und die Umwelt katastrophal. Das Risiko nicht zu handeln, ist zu groß – dies hielten wir für unverantwortlich. 
Neben dem Klimawandel gibt es auch andere gute Gründe für eine ökologische Modernisierung der Energieversorgung. Die Energiepolitik steht vor einer epochalen Herausforderung. Die Probleme des wachsenden Energiehungers, der zunehmenden Rohstoffknappheit und der steigenden Energiepreise müssen gelöst werden.
Die fossilen Ressourcen sind begrenzt. Langfristig werden die Strompreise aufgrund der Rohstoffknappheit steigen und zukünftig die nötigen Investitionen für eine Energiewende übersteigen. Ganz zu schweigen von den Kosten, die uns noch für die Atommüllentsorgung bevorstehen.
Somit ist auch wirtschaftlich gesehen der Umstieg auf erneuerbare Energien günstiger. Die Energiewende bringt langfristig transparente und stabilere Energiepreise mit sich, da die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen und Rohstoff-Importen sinkt.
Ihnen ist sicherlich bekannt, dass sich die Grünen seit Jahren für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Klimaschutz engagieren. Aus all den oben genannten Gründen, werden wir dies auch weiterhin tun.
i.A.
Marie Kollenrott
Persoenliche Mitarbeiterin
Marie.Kollenrott@lt.Niedersachsen.de
Abgeordnetenbuero
Stefan Wenzel MdL 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag Hinrich-Wilhelm-Kopf Platz 1
Telefon: +49 (0) 511 – 3030 – 3301
Stefan.Wenzel@lt.niedersachsen.de
www.Stefan-Wenzel.de

Vorstellungsvideo der Persönlichen Mitarbeiterin des Ministers: Marie Kollentrott auf dem Wahlparteitag der Niedersächsischen Grünen am 2. Juli 2012 in Wolfsburg;, mit Dank an Spürnase H.R.Vogt:

Erneute Replik des Wählers Georg v. Petersdorff

Sehr geehrte Frau Kollenrott
Auf meine etwas zornige Einlassung antworten sie bemerkenswert freundlich. Dafür danke ich Ihnen. Ich gehe aber davon aus, dass Sie nicht der Meinung sind mich argumentativ überzeugt zu haben. Darum etwas deutlicher und ausführlicher meine Antwort.
Sie schreiben, es kann in der seriösen Wissenschaft nie eine hundert prozentische Sicherheit geben. Richtig, solange eine Hypothese durch Messungen nicht bestätigt ist, ist sie als falsch anzusehen. Und das trifft nun einmal für die Horrorszenarien für den Klimawandel zu. Alle, in den nun schon fast seit 30 Jahren auf Computermodellen basierenden, Prognosen waren falsch. Deshalb ist eine wesentliche Klimaerwärmung durch anthropogenes CO2 mehr als unwahrscheinlich.
Sie schreiben weiter, „Die im IPCC versammelten weltweit führenden Klimaforscher…..“ Sie erlauben, dass ich da ein Fragezeichen setze. Wenn Studenten und Doktoranden dafür Berichte schreiben dürfen und wirkliche renommierte Wissenschaftler ihre Mitarbeit aufkündigen, weil sie die Ergebnisse nicht mehr mit tragen können, habe ich ein Problem mit dieser Aussage. Außerdem ignoriert diese Aussage tausende von Wissenschaftlern, die andere Ursachen für den Klimawandel benennen, als das Spurengas CO2. Und wenn Sie auf die Anfänge von IPCC zurückblenden und sehen, dass der Auftrag der UNEP an das neu gegründete IPCC lautete, Argumente zu suchen die den durch anthropogenes CO2 verursachten Klimawandel bestätigen. Der Auftrag lautete nicht, danach zu suchen ob es sich so verhält, dann muss man sich nicht wundern, wenn alle Hinweise, die dieser Hypothese widersprechen aus den Sachstandberichten ausgeblendet werden. Wenn Sie weiter berücksichtigen, dass der Sachstandbericht für die Öffentlichkeit, auf den Sie sich berufen, das Produkt eines politischen Feilschens ist, bei dem gerade die Deutschen unrühmlich versucht haben der CO2 Hypothese widersprechende Fakten nicht in dem Bericht mit aufzunehmen, dann trägt das ebenfalls nicht zur Glaubwürdigkeit der CO2 Hypothese bei. Der Skandal ist, dass das Ganze politisch eingefädelt und/oder naiv geglaubt wird und das genügend Wissenschaftlicher bereit sind sich dafür kaufen zu lassen.
Sie schreiben weiter: „Auch wenn es nie hundertprozentige Sicherheit gibt, die Folgen des Klimawandels sind für die Menschen und Umwelt katastrophal. (Sagt das PIK) Das Risiko nicht zu handeln ist zu groß.“  Auch das sehe ich völlig anders. Die Wahrscheinlichkeit, dass anthropogenes CO2 ein Klimarisiko darstellt ist außerordentlich gering. Seit dem Ende der kleinen Eiszeit ist die Globale Temperatur, bei allem Vorbehalt für diese Formulierung, mit Schwankungen um weniger als 1° C angestiegen in den letzten 17 Jahren überhaupt nicht mehr. Dieser Wert ist erstens  sehr moderat und bewegt sich in der bekannten Schwankungsbreite der natürlichen Klimaänderung. Die Rechnermodelle der Klimawarner haben das so nicht vorausgesehen, ja mehr noch, es sind nicht wenige Fakten versuchter und durchgeführter Datenmanipulationen bekannt geworden, mit dem Ziel möglichst  hohe Temperaturanstiege zu beweisen. Es da verantwortlich zu nennen 1 Billion für eine  untaugliche Energiewende in den Sand zu setzen, kann ich nicht nachvollziehen. Was könnte damit für Anpassung an mögliche Klimaänderungen alles getan werden, oder besser Wie viel Hunger und Elend in der Welt damit gelindert werden. Hier nur noch der Hinweis, die Warmzeiten waren die guten Zeiten für die Menschen, nicht die Kaltzeiten. Kommt noch hinzu, dass die Energiewende das Ziel der CO2 Einsparung überhaupt nicht erreicht, wenn die Investitionen in Stahl, Beton, Silizium u. a. m. mit bilanziert und zusätzlich der CO2 Ausstoß der nicht ausgelasteten konventionellen Kraftwerke berücksichtigt wird. Dem Klima ist es egal, der Glaubwürdigkeit der politisch Handelnden kaum.
Weiter heißt es bei Ihnen, „Neben dem Klimawandel gibt es auch andere gute Gründe für eine ökologische Modernisierung der Energieversorgung.“ Sie begründen das mit zunehmenden Energiebedarf und der Endlichkeit fossiler Ressourcen. Der zunehmende Energiebedarf ist sicher ein Faktum und die Voraussetzung für mehr Wohlstand weltweit, dabei reden wir nicht nur von elektrischer Energie. Was die Endlichkeit der fossilen Rohstoffe betrifft, erleben wir z. Zt. gerade das Finden immer neuer Lagerstätten und die zunehmende Erkenntnis, dass der Ursprung von Gas vermutlich auch Öl nicht fossil ist sonder geologischen Prozessen zuzuordnen ist und von da her von der „Endlichkeit“  noch weit entfernt ist. In jedem Fall ist der Vorrat an brennbaren Rohstoffen  so groß, dass noch genügend Zeit ist dem Markt und damit der menschlichen Innovation es zu überlassen andere oder bessere Energiequellen zu erschließen. Ob man das für seltene Erden, die für Solaranlagen und Windkrafträder benötigt werden auch sagen kann ist fraglich.  Die Steinzeit ging auch nicht zu Ende weil es keine Steine mehr gab, sondern weil den Menschen was Besseres eingefallen ist.
Die durch die Politik verordnete Energiewende hin zur elektrischen Energiegewinnung aus Wind, Sonne und Biomasse, ökologisch und modern zu bezeichnen, ist für eine  Industrienation ein Witz. Es widerspricht den in Deutschland bis jetzt doch erfolgreichen Umwelt- Naturschutz- und Ökologiebestrebungen mit Windmühlen die Landschaft zu verschandeln, Vögel und Fledermäuse zu schreddern, mit Infraschall die Menschen zu belästigen, riesige Stahlbetonmengen in die Erde zu buddeln, Zuwege zu bauen, Wälder abzuholzen und das sogar in Naturschutzgebieten, Umweltschäden bei der Herstellung von Solarzellen in China in Kauf zu nehmen, Starkstromtrassen quer durch die Republik zu bauen, Solaranlagen auf fruchtbaren Ackerböden zu errichten, Monokulturen für Biogas zu fördern, den Austausch von Urwald in Ölpalmen zuzulassen, von nicht gelösten Speichertechniken ganz zu schweigen. Und eine Technik als modern zu bezeichnen, die nur dann elektrischen Strom liefert, wenn Wetter und Tageszeit es zulassen, die zur Aufrechterhaltung der Versorgung eine konventionelle Versorgung zusätzlich im Standby Modus erforderlich macht, nur weil man glaubt mit politischen Gesetzen physikalische Gesetze aushebeln zu können kann man nur als lächerlich bezeichnen. Minister Gabriel hat zu Recht behauptet,  „Andere halten uns für bekloppt“
Sehr geehrte Frau Kollenrott, gerade mit dem letzten Absatz appelliere ich an das grüne Gewissen.
Weder der Klimaschutz noch eine Ressourcenknappheit, liefert ein Alibi für diese verkorkste Energiewende. Ihre Hoffnung, dass in absehbarer Zeit Strom aus den s. g. Erneuerbaren günstiger sein wird als aus konventionellen Kraftwerken teile ich nicht. Das einsammeln von Energie mit geringer Dichte aus der Fläche ist bleibt sicher teurer als die Umwandlung konzentrierter Energieträger an zentralen Plätzen. Zur Kernenergie nur so viel: Eine Lagerung sollte aus heutiger Sicht rückholbar sein, denn Wissenschaft und Forschung sind auf dem besten Weg die Wiederverwertung des heutigen Abfalls rentabel zu machen. Ebenso halte ich eine Generelle Verweigerung gegenüber der kerntechnischen Energieerzeugung für falsch, sondern denke, dass Wissenschaft und Forschung auch hier zu inhärent sicherer Technik verhilft. Leider wird das vermutlich nicht in Deutschland geschehen.
Sie haben im Auftrag von Minister Wenzel geschrieben, daher bitte ich darum auch die Antwort vorzulegen.
Mit freundlichen Grüßen
Georg v. Petersdorff

Jetzt mit Antwort von Frau Kollenrott

From: Kollenrott, Marie

Sent: Monday, February 02, 2015 11:01 AM

To: ‚Georg von Petersdorff-Campen‘

Subject: AW: Klimawandel und Klimakonferenz

Sehr geehrter Herr von Petersdorf,

danke für ihre E-Mail.

Es ist richtig, wir werden uns argumentativ nicht einig werden.

Ich möchte Sie der Form halber darauf hinweisen, dass ich nicht im Namen des Ministers geantwortet habe, sondern in meinem Namen aus dem Landtagsbüro. So steht es auch unter meiner an Sie gerichteten Mail in der Signatur. Da sie diese veröffentlicht haben, möchte ich Sie bitten diesen Punkt richtig zu stellen. Wenn Sie eine Antwort des Ministers wünschen, wenden Sie sich bitte an die folgende Adresse:

Stefan.Wenzel@mu.niedersachsen.de

Mit besten Grüßen,

Marie Kollenrott

Persoenliche Mitarbeiterin

Marie.Kollenrott@lt.Niedersachsen.de




Deja Vu auf dem World Economic Forum – Katastrophen Al (Gore) darf wieder Katastrophen predigen und die Erlösung gleich mitliefern.

Derzeit verbringen die Führer der Welt, oder die sich dafür halten, ihre Zeit beim World  Economic Forum, der pfiffigen PR Veranstaltung des  „Who is Who“ der Welt, organisiert vom genialen PR-Vermarkter und Wirtschaftsprofessor Klaus Schwab. Nicht nur der in Deutschland schmählich gescheiterte ehemalige FDP Chef und Wirtschaftsminister Rösler darf dort „liefern“, sondern auch der ebenso politisch gescheiterte ehemalige Vizepräsident der Vereinigten Staaten  Al Gore.


Video des Vortrags von Al Gore auf dem World Economic Forum 2015, mit Dank an Spürnase R. Hoffmann
Und der haut bei seinem Vortrag vor illustrem Publikum in bekannter Manier -und in Breitwand- immer wieder auf dieselbe Pauke. Dabei geht ihm nicht um die Wahrheit, es geht ihm allein ums Geschäft. Doch das verkauft er geschickt als Erlösung vom Übel. Jede Katastrophe weltweit, ist ihm gerade gut genug, um seine Mär von der vom anthropogenen CO2 induzierten Erwärmung zu unterstützen. Kein Wort vom nunmehr bereits 18 jährigen Stillstand der globalen Mitteltemperatur. Trotz steig steigender CO2 Konzentration. Kein Wort von der deutlichen Abnahme schwerer Stürme in den letzten Jahrzehnten.
Im Gegenteil alles wird furchtbar wärmer und immer schlimmer. Sämtliche Wetterextreme der letzten Jahre werden von ihm systematisch zu Klimaänderungen umdefiniert, garniert mit schrecklichen Bildern ertrinkender Menschen.
Die Luftverschmutzung in Beijing ist für ihn Folge des Klimawandels, alle Überschwemmungen sind Folgen des Klimawandels, Waldbrände sind Folgen des Klimawandels, kurz alle Katastrophen, alles Schlechte auf dieser Welt ist Folge des Klimawandels. Des menschgemachten versteht sich. Selbst die zigfach als grobe Fälschung (1) entlarvte Mannsche Hockeyschägerkurve zerrt er vom Müllhaufen der Geschichte um seine Behauptungen zu unterstützen.

Und er macht es gut. Denn das Publikum der Weltführer hängt offensichtlich gebannt an seinen Lippen.

Doch Gore wäre nicht Gore, gelernter Polit-Prediger der er ist, wenn er nicht nach all den gezeigten Katastrophen auch den Weg zur Erlösung aufzeigen würde:

Es ist die „grüne Wirtschaft“ angetrieben von „grüner Energie“ . Überall auf dieser Welt – so Gore in seinem Vortrag- siegen die „Erneuerbaren! – zumindest will er es uns so  glauben machen. Und zwar deswegen weil sie so gut sind und die Erlösung bringen.

Leider bestätigt sich auch hier wieder die zeitlose Wahrheit die der große Denker Ale­xis de To­qu­e­ville so formulierte:

„Das Pub­li­kum wird eher die ein­fa­che Lüge, als die kom­pli­zier­te Wahr­heit glau­ben“,

Und das gilt für die Führer dieser Welt ebenso wie für die Medienvertreter die uns all das täglich vermitteln.

Über sie sagte John Swinton damals  He­raus­ge­ber New York Ti­mes in sei­ner Ab­schieds­re­de 1880. Jhh. Details hier

„So et­was wie eine freie Pres­se gibt es nicht. Sie wis­sen es, und ich weiß es“, Und fuhr fort: „Nicht ei­ner un­ter Ih­nen wür­de sich trau­en, sei­ne ehr­li­che Mei­nung zu sa­gen. Die ei­gent­li­che Auf­ga­be des Jour­na­lis­ten bes­teht da­rin, die Wahr­heit zu zer­stö­ren, faust­di­cke Lü­gen zu er­zäh­len, die Din­ge zu ver­dre­hen und sich selbst, sein Land und sei­ne Ras­se für sein täg­li­ches Brot zu ver­kau­fen. Wir sind Werk­zeu­ge und Ma­ri­o­net­ten der Rei­chen, die hin­ter den Ku­lis­sen die Fä­den in der Hand hal­ten. Sie spie­len die Me­lo­die, nach der wir tan­zen. Un­se­re Ta­len­te, un­se­re Mög­lich­kei­ten und un­ser Le­ben be­fin­den sich in den Hän­den die­ser Leu­te. – Wir sind nichts wei­ter als in­tel­lek­tu­el­le Prosti­tu­ier­te.“

Hat sich bis heute irgendetwas daran geändert? Eher nicht, schauen Sie mal hier rein!

(1) Übernommen von Die kalte Sonne: Apropos “The Hockey Stick Illusion”.
Ein wichtiges Element der Hockeyschläger-Affäre waren Baumringe, die in kreativer Weise in fragwürdige Klimasignale umgesetzt wurden. Ein Forscherteam um Matthew Salzer von der University of Arizona hat nun eine weitere Bestätigung gefunden, dass die damals verwendeten Baumringdaten krass von der Temperaturentwicklung abwichen. Alles schön nachzulesen in WUWT,Climate Audit und JoNova basierend auf Salzer et al.. Hier die Kurzfassung der Arbeit aus den Enviromental Research Letters, die dort im November 2014 erschien:

Changing climate response in near-treeline bristlecone pine with elevation and aspect
In the White Mountains of California, eight bristlecone pine (Pinus longaeva) tree-ring width chronologies were developed from trees at upper treeline and just below upper treeline along North- and South-facing elevational transects from treeline to ~90 m below. There is evidence for a climate-response threshold between approximately 60–80 vertical m below treeline, above which trees have shown a positive growth-response to temperature and below which they do not. Chronologies from 80 m or more below treeline show a change in climate response and do not correlate strongly with temperature-sensitive chronologies developed from trees growing at upper treeline. Rather, they more closely resemble lower elevationprecipitation-sensitive chronologies. At the highest sites, trees on South-facing slopes grow faster than trees on North-facing slopes. High growth rates in the treeline South-facing trees have declined since the mid-1990s. This suggests the possibility that the climate-response of the highest South-facing trees may have changed and that temperature may no longer be the main limiting factor for growth on the South aspect. These results indicate that increasing warmth may lead to a divergence between tree growth and temperature at previously temperature-limited sites.