Deja Vu auf dem World Economic Forum – Katastrophen Al (Gore) darf wieder Katastrophen predigen und die Erlösung gleich mitliefern.

Derzeit verbringen die Führer der Welt, oder die sich dafür halten, ihre Zeit beim World  Economic Forum, der pfiffigen PR Veranstaltung des  „Who is Who“ der Welt, organisiert vom genialen PR-Vermarkter und Wirtschaftsprofessor Klaus Schwab. Nicht nur der in Deutschland schmählich gescheiterte ehemalige FDP Chef und Wirtschaftsminister Rösler darf dort „liefern“, sondern auch der ebenso politisch gescheiterte ehemalige Vizepräsident der Vereinigten Staaten  Al Gore.


Video des Vortrags von Al Gore auf dem World Economic Forum 2015, mit Dank an Spürnase R. Hoffmann
Und der haut bei seinem Vortrag vor illustrem Publikum in bekannter Manier -und in Breitwand- immer wieder auf dieselbe Pauke. Dabei geht ihm nicht um die Wahrheit, es geht ihm allein ums Geschäft. Doch das verkauft er geschickt als Erlösung vom Übel. Jede Katastrophe weltweit, ist ihm gerade gut genug, um seine Mär von der vom anthropogenen CO2 induzierten Erwärmung zu unterstützen. Kein Wort vom nunmehr bereits 18 jährigen Stillstand der globalen Mitteltemperatur. Trotz steig steigender CO2 Konzentration. Kein Wort von der deutlichen Abnahme schwerer Stürme in den letzten Jahrzehnten.
Im Gegenteil alles wird furchtbar wärmer und immer schlimmer. Sämtliche Wetterextreme der letzten Jahre werden von ihm systematisch zu Klimaänderungen umdefiniert, garniert mit schrecklichen Bildern ertrinkender Menschen.
Die Luftverschmutzung in Beijing ist für ihn Folge des Klimawandels, alle Überschwemmungen sind Folgen des Klimawandels, Waldbrände sind Folgen des Klimawandels, kurz alle Katastrophen, alles Schlechte auf dieser Welt ist Folge des Klimawandels. Des menschgemachten versteht sich. Selbst die zigfach als grobe Fälschung (1) entlarvte Mannsche Hockeyschägerkurve zerrt er vom Müllhaufen der Geschichte um seine Behauptungen zu unterstützen.

Und er macht es gut. Denn das Publikum der Weltführer hängt offensichtlich gebannt an seinen Lippen.

Doch Gore wäre nicht Gore, gelernter Polit-Prediger der er ist, wenn er nicht nach all den gezeigten Katastrophen auch den Weg zur Erlösung aufzeigen würde:

Es ist die „grüne Wirtschaft“ angetrieben von „grüner Energie“ . Überall auf dieser Welt – so Gore in seinem Vortrag- siegen die „Erneuerbaren! – zumindest will er es uns so  glauben machen. Und zwar deswegen weil sie so gut sind und die Erlösung bringen.

Leider bestätigt sich auch hier wieder die zeitlose Wahrheit die der große Denker Ale­xis de To­qu­e­ville so formulierte:

„Das Pub­li­kum wird eher die ein­fa­che Lüge, als die kom­pli­zier­te Wahr­heit glau­ben“,

Und das gilt für die Führer dieser Welt ebenso wie für die Medienvertreter die uns all das täglich vermitteln.

Über sie sagte John Swinton damals  He­raus­ge­ber New York Ti­mes in sei­ner Ab­schieds­re­de 1880. Jhh. Details hier

„So et­was wie eine freie Pres­se gibt es nicht. Sie wis­sen es, und ich weiß es“, Und fuhr fort: „Nicht ei­ner un­ter Ih­nen wür­de sich trau­en, sei­ne ehr­li­che Mei­nung zu sa­gen. Die ei­gent­li­che Auf­ga­be des Jour­na­lis­ten bes­teht da­rin, die Wahr­heit zu zer­stö­ren, faust­di­cke Lü­gen zu er­zäh­len, die Din­ge zu ver­dre­hen und sich selbst, sein Land und sei­ne Ras­se für sein täg­li­ches Brot zu ver­kau­fen. Wir sind Werk­zeu­ge und Ma­ri­o­net­ten der Rei­chen, die hin­ter den Ku­lis­sen die Fä­den in der Hand hal­ten. Sie spie­len die Me­lo­die, nach der wir tan­zen. Un­se­re Ta­len­te, un­se­re Mög­lich­kei­ten und un­ser Le­ben be­fin­den sich in den Hän­den die­ser Leu­te. – Wir sind nichts wei­ter als in­tel­lek­tu­el­le Prosti­tu­ier­te.“

Hat sich bis heute irgendetwas daran geändert? Eher nicht, schauen Sie mal hier rein!

(1) Übernommen von Die kalte Sonne: Apropos “The Hockey Stick Illusion”.
Ein wichtiges Element der Hockeyschläger-Affäre waren Baumringe, die in kreativer Weise in fragwürdige Klimasignale umgesetzt wurden. Ein Forscherteam um Matthew Salzer von der University of Arizona hat nun eine weitere Bestätigung gefunden, dass die damals verwendeten Baumringdaten krass von der Temperaturentwicklung abwichen. Alles schön nachzulesen in WUWT,Climate Audit und JoNova basierend auf Salzer et al.. Hier die Kurzfassung der Arbeit aus den Enviromental Research Letters, die dort im November 2014 erschien:

Changing climate response in near-treeline bristlecone pine with elevation and aspect
In the White Mountains of California, eight bristlecone pine (Pinus longaeva) tree-ring width chronologies were developed from trees at upper treeline and just below upper treeline along North- and South-facing elevational transects from treeline to ~90 m below. There is evidence for a climate-response threshold between approximately 60–80 vertical m below treeline, above which trees have shown a positive growth-response to temperature and below which they do not. Chronologies from 80 m or more below treeline show a change in climate response and do not correlate strongly with temperature-sensitive chronologies developed from trees growing at upper treeline. Rather, they more closely resemble lower elevationprecipitation-sensitive chronologies. At the highest sites, trees on South-facing slopes grow faster than trees on North-facing slopes. High growth rates in the treeline South-facing trees have declined since the mid-1990s. This suggests the possibility that the climate-response of the highest South-facing trees may have changed and that temperature may no longer be the main limiting factor for growth on the South aspect. These results indicate that increasing warmth may lead to a divergence between tree growth and temperature at previously temperature-limited sites.

 




Die Zwecklosigkeit der Klimamodelle: „Sie sind einfach Unsinn“

Eine Untersuchung ergab den Grund sofort: das Modell parametriert parasitäre Kapazitäten zu einem einzigen einfachen Wert: die Realität der Halbleiter ist, dass die Kapazität mit der angelegten Spannung variiert – ein Effekt der heutzutage in jedem Radio als Kapazitätsdiode genutzt wird. Für kleine Signale ist dies ein akzeptabler Kompromiss. Über große Spannungsbereiche ist der Effekt massiv nicht linear. Das Modell war schlicht ungeeignet.
Die meiste Ingenieursarbeit ist es, die Dinge so zu gestalten, dass kleine unvorhersehbare Effekte in ihren Auswirkungen überdeckt werden durch große vorhersagbare Einflüsse. Jede stabile Schaltung hat so zu arbeiten. Ist dies nicht der Fall, ist es nicht stabil oder reproduzierbar.
Das führt zu einer direkten Technik Weisheit: Wird ein System nicht von wenigen großen Rückkopplungsfaktoren dominiert, ist es nicht stabil. Und wenn es Bereiche der Stabilität hat, resultiert ein Betreiben außerhalb dieser Bereiche in großer Instabilität und die Lebensdauer wird kurz sein.
Das Klima ist in Realität erstaunlich stabil. Seit Millionen von Jahren hat es einen Durchschnitt von etwa 282 Grad absolute gehalten, plus-minus etwa 5 Grad.
Die so genannte „Klimaforschung“ stützt sich auf eine netto positive Rückkopplung um alarmierende Ansichten zu entwerfen – und das positive Feedback hätte angeblich nichts mit CO2 zu tun: im Gegenteil, es ist eine Temperaturänderung – rein in den Verstärker und fertig.
Wenn eine solche Rückkopplung existiert, dann muss irgendein Temperaturtreiber, von einer geringfügigen Änderung in der Sonnenstrahlung bis zu einem Vulkanausbruch unweigerlich massive Temperaturschwankungen auslösen. Aber das ist schlicht nie passiert, oder wir würden nicht hier sein um solchen Unsinn auszuspucken.
Mit allen einfachen bekannten Faktoren der vom IPCC genutzten Basis reduziert sich die Gleichung auf:

∆T = λklog( ∆CO2)

wobei Lambda (λ) die Klimasensitivität ist. Die vorausgesetzte Tendenz jeder Erwärmung wird direkt dem CO2 (k.log (CO2)) Strahlungsantrieb zugerechnet und die daraus resultierende unmittelbare Temperaturänderung – von einem unerklärlichen und unbekannten Rückkopplungsfaktor verstärkt  – der angepasst wird, um einer Erwärmung im späten 20. Jahrhunderts zu entsprechen, wie sie einigermaßen sicher war.
Jeder argumentiert über den Wert von Lambda, niemand streitet über die tatsächliche Form der Gleichung selbst. Und das ist der Kunstgriff des IPCC … Argumente über Klimasensitivität sind reine Irreführung weg von der Wirklichkeit, weg von dem was vor sich geht.
Betrachten wir eine Alternative:

∆T = klog( ∆CO2) + f(∆x)

In Bezug auf die Erwärmung des späten 20. Jahrhundert, ist dies genauso gut und stützt sich lediglich auf die Einführung eine anderen Unbekannten, die die Unbekannte Lambda ersetzt, diesmal nicht als Multiplikator der von CO2 angetrieben Änderung, sondern als völlig unabhängige Variable.
Philosophisch betrachtet haben beide Formeln eine Unbekannte. Es gibt wenig, um zwischen ihnen zu wählen. Wissenschaftlich passen sowohl der Aufstieg und als auch die Pause[in der realen Temperaturentwicklung] bei der zweiten Modellgleichung viel besser.
Schlimmer noch, betrachten wir einige Möglichkeiten für was X stehen könnte:

∆T = klog( ∆CO2) + f(∆T).

Angenommen, f(∆T) ist in der Tat eine Funktion, deren aktueller Wert von nicht-linearen und zeitverzögerten Werten vergangener Temperatur abhängt. So repräsentiert es tatsächlich Temperaturrückkopplungen um neue Temperaturen zu kreieren!
Das ist ganz in der Nähe der IPCC-Modellgleichung, aber mit einem wichtigen Vorbehalt. Die allgemeine langfristige Rückkopplung muss negativ sein, sonst würden die Temperaturen über geologische Zeitskalen massiv instabil sein.
Aber wir wissen, dass kurzfristige Schwankungen von recht deutlichem Wert – Eis- und Warmzeiten – auch in Erscheinung treten.
Können langfristig negative Rückkopplung auf kürzere Sicht Instabilität schaffen? Oh ja! Wenn Sie genug Daten und etwas Zeitverzögerung haben, ist es ein Mist („it’s a piece of piss”).
Das Klima benötigt alle Elemente: Temperatur und Wasser, Wasserdampf (Treibhausgase: sollen die Temperaturen erhöhen), Wolken (Reduzieren die Tagestemperaturen, erhöhen die Nachttemperaturen) und Eis (massive Albedo Modifikatoren: verringern die Temperaturen) sind Funktionen der See- und Lufttemperatur. Und See-und Lufttemperatur sind eine Funktion der Albedo und Treibhaus-Modifikatoren, und der Wasserdampfkonzentration. Außerdem, die latente Wärme von Eis / Wasser stellt große Mengen an benötigter Energie dar, um einen Phasenübergang bei einer einzigen Temperatur zu bewirken.
Viele schöne Nichtlinearitäten gibt es. Plus große Verzögerungen der dekadischen oder multidekadischen Periodenlänge in Bezug auf die Meeresströmung und dem schmelzen- / gefrieren der Eisschilde und des Permafrosts.
Ganz zu schweigen von der Kontinentaldrift, die weitere Variablen des Wasserkreislaufs- in den Mix hinzufügt. Oder Vereisung, die ein Fallen des Meeresspiegels verursacht. Dadurch wird mehr Land frei gesetzt, um die Albedo zu senken, dort wo die Erde nicht gefroren ist. Und Vereisung, die Wasserdampf in der Luft abreichert, verringert die Wolkenalbedo in nicht vergletscherten Gebieten.
Es ist ein riesiges System, nichtlinearer und enorm verzögerter negativer Rückkopplung. Und das ist nur Wasser und Eis. Bevor wir uns auf vulkanische Aktivität, Meteor Einschläge, Kontinentaldrift. Sonnenvariabilität und Milankovitch Zyklen und.. und …und … stürzen.
Das Wunder der AGW ist, dass all dies einfach beiseite geworfen wurde. Als einziger Treiber wurde CO2 als eine Art Konstante oder ein Multiplikator genommen. Wenn alles, was Sie kennen, lineare Systeme sind, sieht alles aus wie ein lineares System von einem externen Treiber gestört. Wenn der einzige Treiber den Sie haben CO2 ist, sieht alles aus wie CO2.
Ingenieure, die die Theorie der Regelungstechnik studiert haben, sind nicht so arrogant. Und können in dem unregelmäßigen Sägezahn der Temperatur-aufzeichnungen der Eiszeit ein System erkennen, das bemerkenswert aussieht wie böse mehrere (negative) Rückkopplungen eines verzögerten Relaxationsoszillator [einfach ausgedrückt: Sägezahngenerator]. Oszillatoren müssen keine externen Signale bekommen um sich zu ändern, sie tun dies vollständig innerhalb der Rückkopplungen, die sie enthalten. Es genügt ein Elektron des thermischen Rauschens und sie beginnen.
Die Prüfung der Temperaturaufzeichnung zeigt, dass Vereisung langsam vor sich geht. Es dauert viele, viele Tausende von Jahren während das Eis zunimmt bevor die niedrigsten Temperaturen erreicht werden. Positiver werdende Temperaturen sind viel schneller – es sind nur 10.000 Jahre nach der letzten Eiszeit.
Der Schlusspunkt ist dies: Für einen Ingenieur ist die Klimawissenschaft des IPCC schlicht Unsinn. Es stehen viel viel bessere Modelle zur Verfügung, um den Klimawandel auf der Grundlage der Komplexität der Wechselwirkungen mit der Wassertemperatur zu erklären. Leider sind sie auch für die größten Computer viel zu komplex, um in Klima-Simulationen von großem Nutzen zu sein. Und sie haben keinen politischen Wert wie auch immer, da sie im Wesentlichen sagen „Klimaänderungen sind unabhängig von menschlichen Aktivitäten, über Hauptzyklen von 100.000 Jahren, und damit einfach unberechenbar aufgrund erheblich vielfältiger Faktoren über die wir keine Kontrolle haben“


UPDATE: Ein zusätzlicher und klärender Kommentar wurde von Leo Smith am 6. Januar 2015 um 6:32 Uhr veröffentlicht
Schaut mal, da wurde dieser eilig eingetippte Beitrag (ohne dass ich es wusste …) als Blog-Kommentar hochgeladen. Ich akzeptiere, die Formel ist nicht ganz das, was ich meinte, aber Sie haben die allgemeine Idee mitbekommen; OK?
Wenn ich gewusst hätte, es würde ein Post werden, hätte ich viel mehr Sorgfalt darauf verwendet. Ich hätte k nicht verwendet, wo es verwirren könnte, dargestellt, dass Delta log nicht das gleiche ist wie log delta ..
Aber die Hauptpunkte bleiben:
(i)             Die IPCC „Formel“ bildet die Daten schlechter ab als andere, ebenso einfache Formeln mit ebenso vielen Unbekannten.
(ii)            Die IPCC Formel ist eine lineare Differentialgleichung.
(iii)          Es gibt keinen Grund zu bezweifeln, dass große Teile des Strahlungs- / konvektiven Wärmekreislaufs / Gleichgewicht des Klimas nicht linear sind.
(iv)         Es gibt gute historische Gründe, anzunehmen, dass die Gesamtrückmeldungen des Klimasystems negativ sind, und nicht positiv, wie das IPCC davon ausgeht.
(v)           angesichts der Zahl der Rückkopplungspfade und der Verzögerungen die mit ihnen verbunden sind, gibt es mehr als genug Spielraum im Klima für selbst erzeugte, chaotische quasi-periodische Schwankungen auch ohne externe Impulse, die durch eine stetige Sonne erzeugt werden.
(vi)         Angesichts der wahrscheinlichen Form einer gesamten realen Klima Gleichung, gibt es keine Hoffnung, so etwas wie eine realistische Prognose mit der aktuellen Generation von Computersystemen und mathematischen Berechnungsmethoden zu erhalten.
(vii)        Chaos Stil Gleichungen gehören zu den härtesten und schwierigsten Problemen die wir haben. In der Tat kann es auch keine endgültige Antwort auf den Klimawandel geben, jenseits des Flügelschlagens eines Schmetterling in Brasilien und dem Kippen des Klimas in eine neue Eiszeit oder eine Warmzeit 😉
(viii)      Ein Punkt, den ich nicht machte: ein chaotisches System ist niemals „im Gleichgewicht“, und sogar ihr Mittelwert hat wenig Sinn, weil es nur eine mathematische Kuriosität ist- ein einzelner Punkt in einem Bereich, während das System keine Pause kennt – es stellt lediglich einen Punkt  zwischen den oberen und unteren Grenzen dar; Schlimmer noch, ein System mit mehreren Attraktoren, mag für längere Zeit noch nicht einmal in die Nähe des Systemorbits kommen.
Kurz gesagt, sind meine derzeitigen Überlegungen:
– Es gibt weder so etwas wie ein normales Klima, noch eine Balance, die der Mensch gestört hat oder stören könnte. Es wechselt ständig und kann überall von Eiszeit zu ernsthafter Wärme gehen über extrem lange Zeiträume. Es tut dies ganz von allein. Es braucht keine externen Treiber, um es von einem Attraktor zum anderen zu bewegen oder beliebige Attraktoren zu umkreisen. Dass es Klimaveränderungen gibt ist unbestreitbar. Dass irgendetwas, außerhalb des Klimas selbst, Änderungen verursacht, ist zutiefst zweifelhaft. Dass das CO2 hat einen großen Einfluss hat, ist bei den gegebenen Daten, so absurd, als wenn behauptet wird, CO2 hat überhaupt keine Wirkung.
Was wir hier erleben ist eine sehr klug eingefädelte Irreleitung, gebacken aus wirtschaftlichen und politischen Motiven: Es passte vielen Leuten in die Geschäftsbücher, CO2-Emissionen als beängstigenden Schadstoff zu darzustellen. Eine temporäre Korrelation der steigenden Temperaturen und CO2 wurde in einer linearen Weise verknüpft, sodass jeder drittklassiger Wissenschaftler es verstehen konnte, eine plausible Formel für eine beängstigende AGW zu präsentieren. Ich habe darauf hingewiesen, dass auch andere Interpretationen der realen Daten kein beängstigendes Szenario ergeben, und in der Tat, posten Sie die [Text-] Pause,… tatsächlich passen die Daten besser.
Ockhams Rasiermesser hat nichts zur Verteidigung von Beiden zu sagen.
Poppers Falsifizierbarkeit ist keine Hilfe, weil das eine Modell – das des IPCC – gefälscht worden ist. Das andere kann keine Vorhersagen treffen über „Änderungen passieren ganz von selbst, in einer Weise, die wir nicht vorhersagen können“. Damit kann das nicht verfälscht werden. Wenn Sie die Newtonschen Gesetze testen wollen, so wäre der letzte Versuch Sie verwenden würden, ein Ei auf einen Dorn zu werfen, um vorherzusagen, wo die Bits der Eierschale landen werden….
Das Ergebnis propagierten Klimawissenschaft ist es nicht wert, einen Cent darauf zu setzen. Wir sollten das Geld sinnvoller ausgeben um für moderate Klimaänderung in beiden Richtungen gewappnet zu sein. Vor einigen Jahren wollte mein Geschäftspartner – 10 Jahre jünger als ich – eine Versicherung abschließen, für den Fall das ich sterbe oder unter einen Bus komme. „Wie viel [Versicherungsleistung], für wie viel [Prämie]?“  – „Nun, da Sie auch ein Raucher sind und alt, so kostet das eine Menge“ Es war teuer genug die jährlichen Gewinne zu vernichten und unser Geschäft gleich zweimal. Seltsamerweise ist nun mein Partner tot durch Prostata-Krebs und ich habe Hodenkrebs überlebt. Und mit etwas Glück, auch eine blockierte Korona Arterie. Manchmal können Sie das Risiko selbst tragen, weil die Versicherung dagegen mehr kostet … wenn wir wirklich ernsthaft über den Klimawandel besorgt wären, würden wir mittlerweile bereits bei 100% Kernkraft sein. Es ist eine erprobte und sichere Technik und hat Dollar für Dollar den zehnfachen Einfluss an Kohlenstoffreduzierung bewiesen gegenüber erneuerbaren Energien. Aber natürlich war die Kohlenstoff-Reduktion nicht das eigentlich geplante Spiel. Die politische Kontrolle von Energie war es. Es ist so viel einfacher und billiger Regierungen zu bestechen als in einem freien Markt zu konkurrieren…
Wenn – und das ist etwas, nachweisbar sein sollte – die dominanten Bedingungen der Rückkopplung in den realen Klima Gleichungen nicht linear und mehrfach zeitverzögert sind DANN haben wir ein komplexes chaotisches System, das ständig in einem mehr oder weniger unvorhersehbaren Fluss sein wird.
Und wir pinkeln gegen den Wind, wenn wir es mit einfachen linearen Differentialgleichungen versuchen um parametrierten Unsinn zu modellieren.
Die ganze Fingerfertigkeit der AGW Bewegung war es, Wissenschaftler, die keine Ahnung von der nicht-linearen Systemtheorie haben, davon zu überzeugen, dass sie sie nicht brauchen, um Klimamodelle zu erstellen. Und dass alle Schwankungen „verursacht werden MÜSSEN“ und CO2die politisch beste und kommerziell bequemste Äußerlichkeit ist –– dabei schwingt wesentlich eine Anti-Wissenschaft und nichtkommerzielle Stimmung mit, die von den ideologischen Schlachten im Kalten Krieg übrig geblieben sind.
AGW ist politische Propaganda und keine Wissenschaft. AGW schmeichelt all den schlimmsten Menschen zu denken, sie wären wichtiger als sie es sind. Für einige zahlt sich die grüne Bewegung in klingender Münze aus, so wie für die Universitäten. Sie alle tanzen nach der Pfeife, die von der unheiligen Allianz aus kommerziellem Interesse, politischer Macht und politischem Marketing bezahlt wird. Sie kauften sie alle, jedoch das Klima konnten sie nicht kaufen. Mutter Natur ist keine Hure.
Ob AGW ein vorsätzlicher Betrug ist, ein ehrlicher Fehler oder nur schlampige und ignorante Wissenschaft ist strittig. Zu jeder gegebenen Version gibt es die eine oder andere oder jede beliebige Kombination.
Was es wirklich ist, ist eine emotionale Erzählung, darauf ausgerichtet, den Dummen zu schmeicheln und ihre Scheinheiligkeit zu begünstigen. Damit werden sie zu Verbündeten in einem Prozess gemacht, dem sie sich völlig widersetzen würden, wenn sie von den dahinter stehenden Absichten wüssten.
Die enormen Schäden an der Umwelt werden von Umweltschützern gerechtfertigt, weil der höhere Zweck sagt, Windmühlen und Sonnenkollektoren retten den Planeten. Auch wenn es möglich ist zu zeigen, dass diese so gut wie keine Auswirkungen auf die Emissionen überhaupt haben und es ist zutiefst zweifelhaft ist, ob diese Emissionen in irgendeiner Weise überhaupt signifikant sind.
Grün ist völlig Anti-Nuclear. Wobei – sogar nach ihren eigenen Behauptungen – ein paar hundert Tonnen langlebige Radionuklide in Glas verkleidet und eine Meile tief im Untergrund versenkt weniger schädlich ist als eine Milliarde Tonnen CO2?
Offenbar ist die Strahlung, die in Fukushima keine einzige Person weder verletzt noch getötet hat, weit, weit gefährlicher als das CO2. Weil Deutschland lieber stinkende Braunkohle verbrennt und seine Flüsse im Tagebau verschmutzt, als es zu erlauben, ein Kernkraftwerk innerhalb seiner Landesgrenzen zu betreiben.
Vor Jahren sang Roy Harper [britischer Singer-Songwriter]:
„Man kann ein Pferd zum Wasser führen, aber man kann ihm nicht beibringen zu trinken. Sie können einen Mann zu seinem Schlachter führen, aber Sie werden es nie schaffen ihn zum Denken zu bringen“
Ich hatte ein Gespräch mit einem Freund, der düsteren Gedanken nachhing. Wir stimmten überein, die Welt ist ein Chaos, weil die Leute nicht denken, sondern sie folgen Führern, Trends und emotionalen Erzählungen, obwohl sie Weisheit erhielten. Nicht ein einziges Mal traten sie einen Schritt zurück und fragen: was ist denn wirklich hier los? „.
Eine andere Bekanntschaft macht Ausbildung in Finanz-Management. Auf der Schulungstafel steht geschrieben: Jeder, der eine Erklärung mit den Worten:“ Ich glaube“ anfängt und dann zu einer fremden Meinung, Analyse oder Lehrmeinung übergeht, wird in diesem Kurs durchfallen und kurzerhand rausgeworfen.
Und schließlich Anthony (Watts), ich bin nicht sicher, dass ich diesen Beitrag posten wollte. Ich möchte nicht von jemand anderem die Weisheit bekommen. Ich möchte, dass die Kerle anfangen für sich selbst zu denken.
Wenn das bedeutet, Systemanalyse der Regelungstechnik und Chaos Mathematik zu studieren, dann mach es. Und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung
„Folgen Sie nicht dem Führer, beachten Sie ihre eigenen Erkenntnisse“ Ich sage dass die Leute nicht denken. Beweisen Sie, dass ich falsch liege. Glauben Sie nicht mir, machen Sie Ihre eigene Analyse. Hören Sie auf vertrauensvoll zu sein und beginnen Sie zu denken.
Ich werde Sie mit einem letzten erschreckenden Gedanken verlassen. Denken Sie über folgende Aussage:
„100% aller Nachrichten “ in den Medien und „90% der so genannten“ Wissenschaft und eine alarmierende Zahl von Blog Material erklärt nicht das, was tatsächlich ist. Noch ist das, was die Leute denken wie es tatsächlich wäre, korrekt. Aber aus persönlichen Gründen möchten die Leute, dass das was sie denken richtig ist.
Schließlich, wenn ich je zum Abschluss komme, für diejenigen, die fragen: „Wie kann es sein, dass so viele Menschen gefangen sein sollen, wie Sie behaupten, in einer großen Verschwörung oder so etwas in der Art?“
Ich bin beschäftigt mit dem Schreiben einer philosophischen, psychologischen und sozialen Erklärung. Es heißt „bequeme Lügen“ und es zeigt, dass bigotte Vorurteile wie Dummheit und Bestechlichkeit meistens nützlich sind für das Überleben von Arten.
Natürlich, die jetzigen dunklen Zeiten sind eine interessante Facette, aber sie ist das gefährlichste der Welt. Der Herde folgen ist sicherer als alleine zu gehen und sich zu verirren. Es sei denn, die Herde nähert sich der Klippe und die Führer sorgen sich mehr darum wer ihnen folgt als das über das wohin sie gehen … AGW ist eine der großen Gefahren für die Menschheit, nicht weil es wahr ist¸ sondern weil es allgemein geglaubt und nachweislich falsch ist.
Meine Analyse der bequemen Lügen zeigt, dass der tiefe soziale und wirtschaftliche Wandel in der Gesellschaft das gefährlichste ist, wenn die Konventionen einfach nicht gut sind.
Ich fühle in diesen Tagen mehr Angst als zu irgendeinem Zeitpunkt des kalten Krieges. Damals spürte man, dass niemand dumm genug wäre, um Weltkrieg drei starten. Heute habe ich nicht mehr diese Überzeugung. Zwei Generationen von Social Engineering, die auf das Ziel hinarbeiten, alle Risiken zu beseitigen bringt eine Gesellschaft hervor, die dumm genug und selbstgefällig ist und sich sicher fühlt, um die westliche Zivilisation zu zerstören, nur weil sie das als ganz selbstverständlich annehmen.
Für sie ist die Förderung der AGW eine Erfolgsgeschichte in Bezug auf die politische und kommerzielle Vermarktung. Die Tatsache, dass sie uns über eine Klippe in ein neues finsteres Zeitalter führt, ist etwas, das sie einfach nicht berücksichtigen.
Für ihre Gewinne haben sie das Risiko und abweichende Meinungen aus der Gesellschaft verbannt. Sie hinterlassen eine Gesellschaft, die nicht für sich selbst denken kann und es auch nicht nötig hat. Es gilt, folgen Sie blind den Regeln. Die Theorie des Steuerungssystems sagt, dass dieses anders als das Klima, eine zutiefst instabile Situation ist.
Wach auf, riechen Sie den Duft. .AGW ist einfach ein anderes Element im Trend zur politischen Kontrolle über alles und die Unterwerfung des Individuums in der Masse der Gesellschaft insgesamt. Keine Entscheidung ist von der Einzelperson zu treffen, alles wird durch die zentralisierten bürokratischen Strukturen entschieden, wie die des IPCC. Die Frage ist, ist das eine funktionale und effektive Möglichkeit, die Gesellschaft zu strukturieren?
Ich behaupte, dieses ist zutiefst gefährlich. Es führt zu einer massiven und langsamen zentralen Steuerung, schlimmer noch, es führt einen Einzelfehler ein. Hat die Zentralregierung eine Panne oder gerät ins Stocken, wissen die Menschen nicht mehr was zu tun ist. Niemand hat mehr die Fähigkeit oder die Praxis zu lokalisierten Entscheidungen.
Es geht darum, AGW und die ganze grün laufende Maschine nur als einen Aspekt einer bestimmten Phase der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung zu sehen und zu verstehen. Vor dem Zeitalter des Telegrafen und der sofortigen Kommunikation, mussten die Regierungen Entscheidungen delegieren – die Verzögerung war zu groß, um Entscheidungen zentralen Behörden zu überlassen. Heute denken wir, wir könnten die Zentrale entscheiden lassen, aber es gibt sowohl eine bürokratische Verzögerung, als auch bürokratische Inkompetenz.
Systemtheorie, auf politische Systeme angewendet, gibt eine wirklich beängstigende Vorhersage. Wir sind am Anfang des fast völligen Zusammenbruchs und wir haben keine lokalen Systeme um die zentralen Strukturen, die völlig dysfunktional sind, zu ersetzen. Früher oder später wird irgendein Anlass die Fähigkeit der zentralen Bürokratie damit umzugehen, überwältigen, und sie wird scheitern. Und nichts sonst wird gelingen, weil die Menschen nicht mehr für sich selbst denken können.
Die Menschen sind faul und überlassen anderen das Denken. Und sie bezahlen ihnen riesige Summen und akzeptieren die Ergebnisse bedingungslos.
Glückliches neues Jahr
Leo Smith – January 6, 2015
Übersetzt durch Andreas Demmig
Quelle: http://wattsupwiththat.com/2015/01/06/on-the-futility-of-climate-models-simplistic-nonsense/
Obiger Beitrag schlug bei Watts Up With That  hohe Wellen. Am 13. Jan. waren bereits  662 Kommentare gepostet.
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Energiewende: Der Katalog des Versagens!

Es handelt sich nicht um ein zufälliges, fast tragisches Versagen, sondern um ein systematisches Versagen der früheren und auch der jetzigen Regierung, wobei man die dafür maßgeblichen Gründe in einer grünen Ideologie, in einer Ausschaltung der Marktwirtschaft und einer Hinwendung zur Planwirtschaft und natürlich zu einem beträchtlichen Teil auch  in der Unfähigkeit der verantwortlichen Politiker und ihrer ministerialen Zuarbeiter suchen und finden kann. Die folgende Zusammenstellung listet die meisten gravierenden Fehler auf. Vermutlich fallen den Lesern noch weitere ein.

Video eines kippenden Windrades. Menetekel für die Energiewende?
1. Bereits bei der Konzeption der Energiewende geschah die größte Planungskatastrophe: Das „Vergessen“ der unverzichtbaren Stromspeicher für den Ausgleich der wetterabhängigen und daher stark schwankenden Leistung der als künftig wichtigste Stromerzeuger auserkorenen Wind- und Solaranlagen – und das fast zwei Jahre andauernde Ignorieren dieser Tatsache. Dann wurde es schließlich klar, dass es in den nächsten 30 Jahren niemals eine auch nur annähernd ausreichende und dazu noch bezahlbare Speichertechnik für Elektrizität in Deutschland geben kann. Für die einzig geeigneten Pumpspeicherkraftwerke, die in riesiger Anzahl benötigt werden, fehlt es in diesem Lande an einer ebensolchen Anzahl von hohen Gipfeln und Bergseen. Damit war die Energiewende von Vornherein zum Scheitern verurteilt und jeder dafür ausgegebene Euro vergeudet.
2. Der zweite für die Energiewendepläne tödliche Fehler bestand in der Ignoranz gegenüber den mit allen Maßnahmen verbundenen Kosten und deren Auswirkung. Diese Kosten waren von Anfang an für die politisch bevorzugten Technologien Photovoltaik, Biomasse-Stromerzeugung und Windkraft – insbesondere die Offshoreanlagen außerordentlich viel höher als die der konventionellen Stromerzeugung. Und sie sanken in Folge der massiven Subventionierung nur teilweise bei der Photovoltaik und der Windkraft an Land; nur unwesentlich bei der Biomasse-Stromerzeugung und bei der Offshore-Windkraft stiegen sie beträchtlich – mit der Aussicht auf weitere Steigerung. Hinzu kommen die Kosten für den riesigen Ausbau zunächst des Höchstspannungsnetzes und danach der noch viel größeren unteren Netzebenen.
Was die ministerialen Planer offenbar nicht begriffen hatten, waren die Konsequenzen des EEG für die konventionelle Kraftwerkswirtschaft, deren Betreiber nun in den wirtschaftlichen Ruin getrieben werden. In der Logik der Planwirtschaftler im Bundeswirtschaftsministerium wird das mit einer neuen Subventionierung der  Kohle- und Gaskraftwerke sowie der Pumpspeicher-Kraftwerke gelöst. Mit neuen riesigen Kosten.
Deutschland erhält dadurch ein doppeltes und auch doppelt unrentables  Stromerzeugungssystem – die hochsubventionierten „Erneuerbaren“ und die dann notleidenden und gleichfalls subventionierten „Konventionellen“.
Um den Exodus der Industrie etwas zu verlangsamen, wird man die energieintensiven Unternehmen ebenfalls finanziell unterstützen müssen und ebenso viele der von den extremen Energiekosten überforderten Bürger. Weil gleichzeitig wegen der Industrieabwanderung die Steuereinnahmen sinken und die Arbeitslosigkeit steigt, verschlechtert sich die Lage weiter. Wie viele Billionen am Ende für diesen wirtschaftlichen Selbstversuch eines Industrielandes verloren sein werden, ist nicht abschätzbar. Sicher ist nur, dass dies der zweite Sargnagel für die Energiewende ist.
3. Die in einer Panikaktion und ohne ausreichende Prüfung und parlamentarische Debatten – somit undemokratisch und manipulativ – gesetzlich beschlossene Stilllegung der Kernkraftwerke bleibt in Bezug auf die Vorgehensweise ein dunkler Fleck auf der zuvor reinen Weste der deutschen Demokratie.
Die für die Kernkraft positive und fachlich fundiert begründete Stellungnahme der Reaktorsicherheits-Kommission  wurde vom Tisch gewischt und eine überwiegend von Kirchenvertretern besetzte Ethik-Kommission, der kein Experte der Energiewirtschaft angehörte, wurde zum Hohen Gericht über die Kernkraft ernannt. Sie lieferte dann auftragsgemäß ein sogar mit detaillierten Empfehlungen versehenes negatives Urteil ab. Dass sich das Parlament das gefallen ließ, gehört nicht zu seinen Ruhmestaten.
Die sofortige Abschaltung mehrerer Kernkraftwerke reduzierte die Grundlast-Stromerzeugung massiv – und die für die folgenden Jahre gesetzlich beschlossene Stilllegung aller übrigen KKW führt zu einer völligen Abhängigkeit vom Energieträger Kohle für die unverzichtbare Grundlast.  Für Süddeutschland gilt nicht einmal das – siehe Ziff.3. Ein Industriezweig, der laufend modernisiert und mit höchster Zuverlässigkeit die Stromversorgung stützte, wird ohne stichhaltigen Grund verschrottet – die Wertevernichtung beträgt viele Milliarden Euro. Damit wurden aber auch alle großspurigen Ankündigungen, die CO2-Emissionen für das zentrale Ziel der ganzen Energiewende – den sog. Klimaschutz – weiterhin beträchtlich zu senken, zur Makulatur. So wurde bereits im ersten Halbjahr 2011 die Begründung für die Energiewende aufgegeben; benutzt wird jedoch dieses leere Argument weiterhin.
Einen zutreffenden Eindruck von der Qualität des  Regierungshandelns erhält man auch, wenn man sich vor Augen führt, dass der Ausstiegsbeschluss nur wenige Monate nach der gesetzlichen Verlängerung der Kernkraftwerks-Laufzeiten erfolgte – zwei Beschlüsse der gleichen Regierung.
4.  Die Energiewendepolitik wurde inzwischen für Süddeutschland zu einer echten Gefahr. Im Monitoringbericht 2014 (1) wird festgestellt:
„Es besteht südlich der kritischen Netzregionen (Anm.:das bezieht sich auf den Leitungs-Engpass auf der Höhe von Frankfurt/Main) ein Defizit an gesicherter Kraftwerksleistung.  Im Süden Deutschlands ist in besonders kritischen Netzsituationen nicht in ausreichendem Umfang Kraftwerksleistung für die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zur Durchführung von Redispatchmaßnahmen (Anm.: ausgleichende Gegenmaßnahmen) vorhanden.
Vor diesem Hintergrund müssen die ÜNB bereits seit dem Winter 2011/2012 zusätzliche Reservekraftwerke aus dem südlichen Ausland vertraglich beschaffen.“
Und weiter wird zugegeben: „Große praktische Bedeutung kommt den ausländischen Kraftwerksbetreibern zu, insbesondere aus Italien, Frankreich und Östereich, ohne deren Anlagen der Reservebedarf nicht gedeckt werden könnte.“
Diese Situation wird sich verschlimmern, wenn spätestens Ende 2015 das Kernkraftwerk  Grafenrheinfeld vom Netz geht, gefolgt von der Außerbetriebnahme des KKW Grundremmingen B spätestens am 31.12.2017.
Die von einer Versorgung aus Nord- und Mitteldeutschland abgetrennten und ihrer wichtigsten Grundlastkraftwerke beraubten süddeutschen Bundesländer werden somit ausweglos von einer immer stärkeren Stromversorgung aus dem Ausland abhängig. Dies werden die ersten größeren Energiewende-Opfer sein.
5. Die weitaus größte Energiemenge wird in Mittel- und Nordeuropa für die Heizung benötigt. Ein Programm, das die Aufgabe einer Reduzierung dieses Energieverbrauchs in Verbindung mit einer Kostenentlastung angeht, wie es zum Beispiel Dänemark mit der solarthermischen Fernheizung vorführt, hätte Sinn gemacht. Die Regierung hat jedoch fast alle ihre Förderinstrumente, allen voran das EEG, aus unverständlichen Gründen auf die Stromerzeugung fokussiert – und dabei auch noch die am Wenigsten geeigneten Techniken ausgewählt:
– Die Erzeugung von Solarstrom, also die ineffizienteste, Tageslicht- und Wetter-abhängige und zugleich teuerste Methode.
– Die Erzeugung von Windstrom, also die physikalisch bedingt extrem schwankende Erzeugungsmethode, die zusätzlich die Sicherheit des Stromnetzes gefährdet.
– Die Erzeugung von Strom aus Biomasse, verbunden mit einem riesenhaften Flächenverbrauch sowie einer massiven Umweltgefährdung.
Diese Fehlentscheidung wird  bis heute trotz aller damit bereits angerichteten Schäden durchgehalten.
6. Das EEG als das zentrale Instrument der sog. Energiewende bietet Einspeisevergütungen für die Stromerzeugung und ist damit eine reine Absatzsubvention. Sie bietet keinen Anreiz zur Entwicklung neuartiger Technologien, denn die dazu nötigen Aufwendungen mit ihrem Risiko sind unnötig, weil an bestehender Technik leichter und risikoloser verdient wird. Es wird nur ein Markt vergrößert, was dann am Ende dazu führt, dass Wettbewerber mit günstigeren Produktionskosten den Markt übernehmen – vor allem China. Die Regierung hätte das Schwergewicht aller Förderungsmaßnahmen auf die Forschung und Entwicklung innovativer Energietechnologien setzen müssen, wenn sie Deutschland als Vorbild für Spitzenleistungen in der Welt präsentieren wollte. Stattdessen hat sie sich durch die Verschleuderung von Milliarden für die massenhafte Einführung von nutzlosen, aber teuren „Erneuerbaren“ bei gleichzeitiger Ruinierung der Kraftwerkswirtschaft international zum Gespött gemacht. Durch diese Fehlentscheidung hat die Regierung die einzige theoretisch bestehende Chance zum Erreichen und Vergrößern einer technologischen Führungsposition bei erneuerbaren Energietechnologien verspielt.
7. Eine Politik, die ernsthaft an der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auf dem Gebiet der Energietechnologien interessiert gewesen wäre, hätte das Schwergewicht aller Förderungsmaßnahmen auf die Forschung und Entwicklung (F&E) gelegt – ohne ideologische Vorgaben.   Die nicht vorhersehbaren, aber mit Sicherheit reichhaltigen Resultate einer starken F&E-Förderung hätten die Arbeitsplätze mit Zukunftschancen hervorgebracht, die man mit der jetzigen Energiewendepolitik trotz ihres gigantischen finanziellen Aufwands für die Überflutung des Marktes mit bekannter Technik niemals erreichen konnte.
8. Außerhalb der EEG-Subventionierungen hat die Regierung die Beeinflussung des Energieverbrauchs für Hausheizungen mittels Gesetzen und Verordnungen unternommen. Und abermals hat man gezielt mit der Energieeinsparverordnung EnEV die am Wenigsten geeignete und besonders teure Sanierungsmaßnahme bevorzugt: Die Wärmedämmung der Hausfassaden. Für Fachleute der Bauphysik kommt diese Maßnahme in ihrer Wirksamkeit erst an vierter oder fünfter Stelle hinter der Dachisolierung, der Isolierung der Kellerdecke, der Modernisierung der Heizungsanlage und dem Einbau neuer Fenster. Für diese zudem kaum wirksame Sanierungsmaßnahme, deren Energieeinsparwirkung niemals die hohen Kosten einspielen kann, werden von fehlgeleiteten und falsch beratenen Hauseigentümern Milliarden ausgegeben.  Es handelt sich dabei in Wahrheit um ein Konjunkturprogramm für Dämmstoffhersteller, das weder der Energieeinsparung noch dem Klimaschutz nutzt. Insofern ist das eine für die Energiewendepolitik sehr typische Maßnahme.
9. Die Regierung plant mit ihrer Energiewende, die Stromversorgung des Landes bis 2025 zu 40 % und bis 2035 zu 60 % mit den sog. Erneuerbaren sicherzustellen. Die dabei „vergessenen“, nicht existierenden Speicherkraftwerke stellen gewiss das größte Versagen der Planer dar. Hinzu kommt aber noch eine weitere gravierende Fehleinschätzung: Nach dem Kernkraft-Ausstieg sollte die notwendig verbleibende „konventionelle“ Kraftwerkskapazität vornehmlich durch emissionsärmere Gaskraftwerke realisiert werden.  Gaskraftwerke sind jedoch teure Stromerzeuger und für die Grundlastversorgung ungeeignet. Sie müssen ihre Leistung in den sog. Spitzenlastzeiten – vor allem in den Mittagsstunden – anbieten, um rentabel zu sein. Dieses Marktmodell wurde durch das EEG zerstört, denn das Preisdumping durch  Überflutung des Netzes mit hochsubventioniertem Solarstrom treibt Gaskraftwerke in die Verlustzone. Zahlreiche Stilllegungen – auch modernster Anlagen – sind bereits erfolgt, weitere sind beantragt. An Neubau-Investitionen ist nicht mehr zu denken. Auch die Wirtschaftlichkeit von Steinkohlekraftwerken und sogar die der wenigen Pumpspeicherkraftwerke ist aus dem gleichen Grund bedroht. Damit haben die Energiewende-Planer mit ihrem wichtigsten Instrument EEG nichts anderes geleistet, als einen bisher funktionierenden Teil der deutschen Stromwirtschaft in den Ruin zu treiben und damit die zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität und für ihre Energiewende unverzichtbare konventionelle Kraftwerkskapazität mittelfristig zu zerstören. Es handelt sich somit um die Fortsetzung des Zerstörungswerks an der Stromversorgung, das mit dem Kernkraftausstieg begonnen wurde.
10.  Bei den Offshore-Windparks hat die Regierung bereits ihre bisherigen Ausbauziele in einer erstaunlichen Einsicht in deren Unerreichbarkeit drastisch zurückgestutzt. Jetzt drohen jedoch hohe Kosten ohne damit verbundenen Nutzen, weil sich Kabelverbindungen als nicht benötigt erweisen könnten. Weiterhin ist die Leistung der bereits errichteten Offshore-Windparks seit Oktober 2013 dramatisch eingebrochen; man sucht die Fehlerursachen. Im Übrigen zeigten die Windräder auf See auch keine deutlich größeren Volllast-Stunden als ihre Gegenstücke an Land, wie es zur Rechtfertigung dieser kostspieligen Anlagen behauptet worden ist. Anscheinend ist die Tatsache, dass sowohl in Schleswig-Holstein als auch in der Deutschen Bucht das gleiche Wetter herrscht, dafür verantwortlich. Angesichts der großen Probleme, die mit der überstürzten Errichtung einer unzulänglich erprobten, schwierigen Technik zusammenhängen, kann man von  Forderungen nach weiteren und höheren Subventionen seitens der Errichter und Betreiber sicher ausgehen.    Nach den bisherigen Erfahrungen werden sie erfüllt werden. Der angeblich entscheidende Stützpfeiler der ganzen Energiewende zeigt somit erhebliche Schwächen. Von einer seriösen Planung kann keine Rede sein.
11. Die Planung für den Ausbau des Höchstspannungsnetzes ist in mehrfacher Hinsicht unbrauchbar: Es ist nicht nur zu teuer, sondern auch sinnlos.
Sinnlos ist es, weil der damit von Nord- nach Süddeutschland zu transportierende Windstrom extrem schwankt und wiederholt für Tage und auch Wochen ausfällt. Dieser Strom ist für die damit „versorgten“ süddeutschen Länder, für deren Industrie und für die Bürger völlig unbrauchbar. Die aus der Trassenführung klar erkennbare Anbindung der neuen Nord-Süd-Trassen an die 3 Braunkohlereviere mit ihren Kraftwerken kann zwar tatsächlich dafür sorgen, dass über diese Leitungen wirklich brauchbarer Grundlaststrom transportiert wird; die Behauptung, das diene dem sog. Klimaschutz ist jedoch eine Unwahrheit und eine Täuschung der vom Leitungsbau Betroffenen.  Die Bürgerinitiativen gegen den Trassenbauhaben diese Lüge durchschaut. 
Die geplanten Leitungen sind im Übrigen zu teuer, weil sie für die maximal vorkommende Windstromleistung dimensioniert wurden, die wetterbedingt nur sehr selten auftritt. Ein Abschneiden dieser ohnehin unbrauchbaren Leistungsspitzen durch Abschalten von Windrädern und die konsequente Auslegung der Leitungen für eine deutlich kleinere Maximalleistung wäre die einzig sinnvolle Maßnahme. Die Rücknahme dieses teuren Planungsfehlers ist bisher nicht erfolgt.
Im Übrigen wäre ohne die Abschaltung insbesondere der süddeutschen Kernkraftwerke der gesamte Ausbau des Höchstspannungsnetzes vollkommen überflüssig.
12. Die Energiewende-Planer haben Zielwerte für die jährliche Erhöhung der Energieeffizienz festgelegt, die erheblich über den Zahlen liegen, die von der Industrie, die an dieser Aufgabe seit vielen Jahrzehnten ohne Vorgaben einer Regierung erfolgreich arbeitet, erreicht wurden. Die für diese willkürlich angenommene, gravierende Beschleunigung des Verbesserungsprozesses angeführten Begründungen sind sämtlich nicht stichhaltig. Sie beweisen nur die Unkenntnis über die bisherige Entwicklung des spezifischen Energieverbrauchs in der Wirtschaft – insbesondere auch über die Gründe für den systematischen Rückgang der erzielbaren Verbesserungen, wenn man sich physikalischen Grenzen annähert. Die Zielvorgaben sind irrelevant und niemand wird sie beachten.
13. Die Eigenstromerzeugung ist seit jeher für viele Unternehmen eine Selbstverständlichkeit, besonders für jene, die brennbare Gase als Abfallprodukte ihrer Produktion erhalten. Ferner verfügen viele Unternehmen über leistungsfähige Notstromversorgungen. Mit der Energiewende stiegen die Strompreise, was viele Betriebe dazu bewog, ihre Eigenstromversorgung zu verstärken oder sie neu einzurichten, um weiteren Preiserhöhungen zu entgehen. Die regelmäßigen politischen Bekenntnisse zum angeblichen Nutzen einer unbedingt erstrebenswerten dezentralisierten Stromversorgung mögen den Unternehmen dabei die Gewissheit vermittelt haben, dass diese Eigeninitiativen positiv gesehen und anerkannt werden. Ein Irrtum: Jetzt ging die Regierung auf Gegenkurs. Eigenstromerzeugung ist plötzlich unsolidarisch, weil sich die Betreiber damit der EEG-Umlage entziehen – mit dem Resultat, dass die Übrigen umso mehr bezahlen müssen. Für Neuanlagen sollen daher künftig ebenfalls Beiträge für die EEG-Umlage bezahlt werden. Der Wegfall jeglicher Verlässlichkeit ist ein typisches Merkmal der Energiepolitik, was zu einer Zurückhaltung jeglicher Investitionen führt.
14. Auch die Rücksichtslosigkeit gegenüber den Nachbarländern, mit der die deutsche Regierung ihre Energiepolitik seit 2011 vorantrieb, ist unentschuldbar. Inzwischen hat die Energiewende erhebliche Störungen und  massive wirtschaftliche Schäden in der Schweiz und auch Netzstörungen in Tschechien, Polen und den Niederlanden angerichtet. So sind in der Schweiz die Wasserkraftwerke durch den subventionierten deutschen EEG-Dumpingstrom in Existenznöte geraten. Die deutsche Energiewende trifft also ausgerechnet die umweltfreundlichsten Stromerzeuger im Nachbarland. Gegenmaßnahmen seitens dieser Länder sind absehbar und unvermeidlich. Deutschland wird künftig die wetterbedingten extremen Leistungsspitzen der Windkraftanlagen im eigenen Stromnetz bewältigen müssen – ohne die Möglichkeit, diesen Abfallstrom in benachbarte Netze zu drücken. Damit erhöht sich die Gefahr unbeherrschbarer Netzstörungen. Die Bundesnetzagentur hat bereits warnend auf diese Situation hingewiesen.
15. Erst zu Beginn des Jahres 2014 scheint die Regierung begriffen zu haben, dass ihre Energiepolitik, die inzwischen zu den zweithöchsten Strompreisen in Europa geführt hat,  die energieintensive Industrie systematisch aus dem Lande hinaustreibt. Die bereits seit mehreren Jahren klar dokumentierte Zurückhaltung bei Investitionen, die deutlich von den Abschreibungen übertroffen werden, scheint niemand aufgefallen zu sein. Die Absetzbewegung ist bereits im Gange. Jetzt wird versucht, die Industrie wenigstens zum Teil vor weiteren Strompreissteigerungen durch die EEG-Umlage zu schützen. Damit verschlechtert sich die Situation der Industrie weiter, nur langsamer. Die Deindustrialisierung geht also weiter.
16. Vor allem die durch das EEG extrem geförderten Maßnahmen Biomasseanbau für die Stromerzeugung sowie die Windkraftanlagen, die im Vergleich mit konventionellen Kraftwerken zur Erzeugung einer Kilowattstunde Strom das 370-fache (Windkraft) bis zum 12.400-fachen (Biomasse) an Fläche benötigen, sind durch ihren ins Riesenhafte getriebenen Ausbau zu ebenso riesigen Umweltproblemen geworden, was ebenfalls von vornherein klar war. Während der hochsubventionierte Biomasseanbau  durch seine Monokulturen die Artenvielfalt beeinträchtigt und das Grundwasser durch Nitrate verunreinigt hat, führen die Windparks neben ihrer Landschaftsverschandelung, dem Töten von Vögeln und Fledermäusen und der Gesundheitsschädigung von Menschen neuerdings auch noch zur Abholzung großer Waldflächen. Letzteres ist die Folge einer Windkraft-Offensive der Regierung, die die Bundesländer zu einer stärkeren Nutzung der Wälder für die Errichtung von Windkraftanlagen aufgerufen hat. Dies ist eine Politik, die im Namen des sogenannten Klimaschutzes die Umwelt unseres Landes in einem noch nie dagewesenen Ausmaß zerstört. Der verzweifelte Kampf von bald 1000 Bürgerinitiativen gegen diese Politik hat bisher bei den Verursachern in Berlin keine Wirkung gezeigt.  Es handelt sich nicht mehr um Versagen, sondern um die bewusste Hinnahme einer Zerstörung der Umwelt aus „höheren“ politischen Gründen.
17. Die Energiewende-Politik hat zu einer Umverteilung von unten nach oben in einem bisher nicht gekannten Ausmaß geführt. Auch diese Auswirkung war von Anfang an bekannt – und daher auch bewusst in Kauf genommen oder sogar gewollt. Die stärkste dieser Umverteilungen wird durch die Subventionierung der Photovoltaik bewirkt, deren Anlagen zum größten Teil auf den Dächern von Einfamilienhäusern und landwirtschaftlichen Gebäuden installiert sind. Bezahlt werden die Profite der Hausbesitzer durch die EEG-Umlagen in den Stromrechnungen der Mietshausbewohner.
Aber auch mit Windparks wird viel Geld verdient, das in die Taschen der Planer, der Errichter, der Dienstleistungsfirmen und – wenn sie nicht getäuscht und hereingelegt worden sind – auch der kommunalen Betreiber der Windräder fließt. Auch dieses Geld wird von den Stromkunden einkassiert. Bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen das Gleiche.
Bemerkenswert bei dieser Umverteilung ist das Schweigen der Sozialpolitiker aller Parteien, die sich ansonsten bei jeder Ungerechtigkeit und sozialen Benachteiligung sehr engagiert zu Wort melden. Möglicherweise liegt eine Erklärung dafür in der verschiedentlich geäußerten Vermutung, dass viele Abgeordnete Anteile an PV- und Windkraftunternehmen und –Fonds besitzen.
18. Die Regierung wählte niemals den einzig akzeptablen Weg, neue, als falsch erkannte Gesetze und Maßnahmen wieder durch bewährte alte Regeln zu ersetzen. Sie wählte stets den Weg des Erlasses neuer Reparatur-Regeln, die ebenso regelmäßig „nicht vorhersehbare“ Nebenwirkungen und Kollateralschäden verursachten.
Die Gesetzes- und Verordnungsflut im Bereich der Energiewirtschaft hatte jedoch noch eine weitere, grundsätzliche Nebenwirkung: Sie zerstörte die Verlässlichkeit für jede Investition in Energieanlagen, insbesondere für Kraftwerksneubauten. Langfristige Investitionen, die sich innerhalb von  20 – 30 Jahren rentieren müssen, benötigen ebenso langfristige Geschäftsgrundlagen. Wenn aber tatsächlich die Bedingungen fast im Jahresrhythmus geändert werden, erstirbt jede Investitionsbereitschaft. Genau das ist jetzt die Situation.
Gemäß dem bisherigen Weg der Regierung in die Planwirtschaft ist die folgende Lösung zu erwarten: Ersatz der nicht erfolgten, aber notwendigen Investitionen durch den Bau von Staatskraftwerken – und damit ein weiterer Schritt in die Verstaatlichung des Energiesektors.
Es darf darüber spekuliert werden, wann die Übermacht negativer Entwicklungen zu einer grundlegenden Revision der Energiepolitik führen wird. Nach den bisherigen Erfahrungen steht zumindest fest, dass dies nicht durch Einsicht geschieht. Es bedarf eines starken Drucks aus der Wirtschaft, von Bürgerinitiativen, von der Parteibasis, von Mieterverbänden, vom Naturschutz – aber vor allem von den Medien, die von der Politik gefürchtet werden. Bis das geschieht wird es erst einmal noch viel teurer.
Quelle:
(1) Monitoringbericht 2014, Bundeskartellamt und Bundesnetzagentur, 14.11.2014;
http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Allgemeines/Bundesnetzagentur/Publikationen/Berichte/2013/Monitoringbericht_2014_BF.pdf




Wie verseucht und gefährdet sind die Ozeane?

Vor dem Hintergrund, dass Hinweise auf die kritische Entwicklung des Zustandes der Ozeane nicht neu sind, sondern bereits seit Jahrzehnten (W. Marx, 1969) oder (R.B. Clark, 1992) vorliegen, ist die Erinnerung an dieses ungelöste und inzwischen verschärfte Problem dringend notwendig. Vom Autor, der am Helmholtz-Zentrum  für Ozeanforschung In Kiel tätig ist und an der Universität Kiel lehrt, erwartet der Leser eine umfassende sach- und faktenbezogene Wissensvermittlung.
Der Leser wird jedoch schon im Vorwort auf der ersten Textseite mit CO2  als Umweltgift aus der Sicht des Ozeanforschers konfrontiert. Mit einer derart einseitigen Qualifizierung des CO2  als  lebensnotwendige C-Quelle für die globale Vegetation unserer Erde, warten üblicherweise greengepeacte Umweltschützer auf. Zwei Seiten später ist undifferenziert von Radioaktivität, Öl, Gift, Plastik, Kunstdünger, Abwässer… die Rede, die nach dem Motto: „Immer rein ins Meer“ die Ozeane verseuchen.
Und nach der dritten Seite greift der faktenorientierte Leser verzweifelt ins Bücherregal, nimmt die ältere Literatur zur Hand und sucht obendrein im Internet nach Fakten, die der Autor aus welchen Gründen auch immer, nicht liefert.
Was die Unterstellung von immer mehr Kunstdünger aus der Landwirtschaft „rein ins Meer“ betrifft, hätte Herr Latif nach einem Blick in die Statistiken feststellen können, dass der Aufwand an Kunstdünger in der Landwirtschaft der BRD seit 1980 deutlich verringert wurde und zwar: minus 78% Phosphat, minus 75% Kalium und minus 21% Stickstoff. (www.bv-agrar.de). Dass die Einträge von Nährstoffen in Nord- und Ostsee deutlich verringert wurden – (Markgraf et.al. 2011) – hätte der Ozeanwissenschaftler leicht in dem auch im Internet zugänglichen Gutachten nachlesen können. Die Phosphateinträge in beide Randmeere  wurden um ca. 75% und die Stickstoffeinträge um ca. 50% reduziert. Das ist vor allem dem Bau von Kläranlagen zu verdanken, mit deren Hilfe insbesondere das Algenwachstum fördernde Phosphat zurückgehalten, ausgefällt wird, wie Chemiker zu sagen pflegen.
Phosphat spielte und spielt auch die größte Rolle bei der Eutrophierung des Bodensees und aller übrigen limnischen Gewässer. Durch den Bau von Kläranlagen und dem Verbot von Phosphat in Waschmitteln ist dieses Problem übrigens in den vergangenen 50 Jahren behoben worden. Jedenfalls ist der ursprüngliche oligotrophe Zustand des Bodensees heute wieder hergestellt und dieser Zustand bleibt erhalten trotz der weit überwiegend konventionell landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen im Einzugsgebiet des Sees (www.hydra-institute.com/igkb/inhalt/html; Kiefer, F.; Zintz, K. et.al).
Soviel zum „Reinkippen von Kunstdünger“, der schließlich über Bäche und Flüsse (z.B. Bodensee – Rhein) in die Ozeane eingetragen wird.
Das faktisch basierte Gutachten von Markgraf et.al. besagt auch, dass in Nord- und Ostsee sinkende Radioaktivitätswerte zu verzeichnen sind. Von Becker, M. ist In der Spiegel-Internetausgabe vom 30.12. 2014 der Beitrag: „Forscher halten Fukushima –Strahlung im Meer für harmlos“, lesenswert. Was veranlasst den Wissenschaftler Latif dazu, seinen Lesern ein ausschließlich einseitiges, düsteres Katastrophen- ja Untergangsszenario bezüglich des Zustandes der Ozeane darzustellen? Dem Leser drängt sich die Frage auf, ob denn die Arbeiten der zahlreichen Wissenschaftler, die rund um den Globus an und in den Ozeanen forschen komplett erfolglos ist? Erfolglos, obwohl Herr Latif zahlreiche Arbeiten seiner KollegInnen zitiert und lobt? Der nach  Fakten suchende Laie wird hier alleine gelassen und es stellen sich zahlreiche Fragen – zum Beispiel:
–       die Gasspeicherkapazität von Meerwasser in Abhängigkeit von der Temperatur.
–       nähere Quantifizierungen über Mengen an Oel aus Bohrstellen, oder anderen Quellen und deren möglicher Abbau durch Einsatz von Bakterien.
–       Können Bakterienstämme selektiert oder gezüchtet werden, mit denen man den Abbau von Oel in den Ozeanen  effektiver betreiben kann?
–       Sind Mengen-Relationen von natürlichen Oelaustritten in die Ozeane im Vergleich zur Mensch gemachten Oel-Verschmutzung bekannt?
–       Was ist mit „natürlichem“ Methanhydrat?
–       Was ist mit Abwässern aus Schiffen
–       Wie wirken Abgase der mit Schweroel betriebenen Schiffsmotoren auf die Ozeane?
–       Welche pH-Wert erhöhenden Effekte sind durch den ständigen Eintrag von alkalisch wirkenden Substanzen in die Ozeane zu erwarten?
–       Wie kann die CO2 –Bindung in den Ozeanen gezielt beeinflusst – erhöht werden?
–       Wie ist globale Fischerei an die Entwicklung der Fischpopulationen zu organisieren?
–        Und, und, und  …
Natürlich geht es im Zusammenhang mit der CO2-Bindung in den Ozeanen nicht darum: „…jede Menge Eisenverbindungen ins Meer zu kippen, um Algenblüten zu verursachen, die dann das CO2 aus der Luft aufnehmen“ – wie der Autor pauschal unterstellt.
Sondern es geht zunächst darum, im Labormaßstab solche Wirkungen mit Meerwasser, effektiven Algenarten und definierten Eisenzugaben experimentell zu prüfen. Da könnte der Ozeanforscher bei den Limnologen z.B. vom Bodensee, Zürichsee … einiges lernen.
Chemisch, physikalisches Grundlagenwissen und darauf basierende Experimente sind gefragt und nicht etwa undifferenzierte greengepeacte Phrasen, angereichert  mit   Vergiftungs- und Katastrophenhysterie. Der Leser kann sich nur enttäuscht abwenden und nach Literatur mit mehr und vor allem objektiveren Inhalten suchen.
Vom Klima- und Ozeanwissenschaftler hätte man schließlich auch gerne eine Antwort darauf, wie CO2-Konzentrationen von ca.1400 bis 1500 ppm in der Erdatmoshpäre vor ca. 250 Mio Jahre zustande gekommen sind (Berger et: al.), obwohl seinerzeit weder der Homo sapiens noch seine Vorstufen auf unserem Globus existierten.
Schließlich: Was veranlasst den Wissenschaftler Latif dazu auf Seite 205 seines Buches für sich und den Klimastrategen vom IPCC zu reklamieren, im Besitz der einzigen und alleinigen Wahrheit zu sein? Da ist die Publikation von Weede: „Wahrheit und Gewissheit; Klimaschutz und Politik“ als Lektüre zu empfehlen. Jedenfalls weist Weede jeden Unfehlbarkeitsanspruch in jeder Wissenschaft grundsätzlich zurück. Das Filmdokument von der Vorlesung Prof. Weedes anlässlich der Hayek Tage 2012 in Bayreuth ist auch außerordentlich  hörens- und sehenswert.
Das Buch von Mojib Latif ist in sofern positiv zu bewerten, als es den interessierten Leser veranlasst, auf die Suche zu gehen und zwar auf die Suche nach mehr und eindeutig belegten Zahlen und Fakten in Sachen Ozeane.
Das Buch:
Mojib Latif: „Das Ende der Ozeane Warum wir ohne Meere nich überleben werden“
Herder Verlag, Freiburg 2014; ISBN 798-3-451-31237-3
Literatur:
Becker, M. (2014): „Forscher halten Fukushima-Strahlung im Meer für harmlos“; Spiegel-Internetausgabe 30.12. 2014
Berger, U.; H. Streif (Hrsg. – 2004): „Klimafakten Der Rückblick –  Ein Schlüssel für die Zukunft“
Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung;  ISBN 3-510-95913-2
Clark, R.B. (1992): „Kranke Meere? Verschmutzung und ihre Folgen“; Spektrum Akademischer Verlag;
ISBN 3-86025-049-3
Kiefer, F. (1972): „Naturkunde des Bodensees“; Jan Thorbecke Verlag; ISBN: 3-7995-5001-1
Marggraf, R.; Projektleitung (2011): „Gutachten zur Erstellung der ökonomischen Anfangsbewertung im Rahmen der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MRSRL)“ http://www.uni-goettingen.de/de/19014.html
Marx, W. (1969): „Bis das Meer zum Himmel stinkt“; Albert Müller Verlag
Weede, E. (2012): „Wahrheit und Gewissheit; Klimaschutz und Politik“
ORDO Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft (Lucius & Lucius, Stuttgart Bd. 63; S. 385-401
Weede, E. (2012): Vorlesung Hajek Tage 2012 in Bayreuth http://www.youtube.com/watch?v=t_GAtZCyNe8
www.bv-agrar.de/sites/default/files/pdf/info/statistik/iva_wichtige_zahlen_2011-2012.pdf
Zintz, K. et. al. (2009). „Der Bodensee Ein Naturraum im Wandel“; Jan Thorbecke Verlag;ISBN: 978-3-7995-0838-4
Über den Autor:

Erich Grantzau ist Mitglied im Deutschen Fachjournlisten Verband

Seine Arbeitsschwerpunkte sind:

Agrarthemen sowie Pedologie, Natur- u. Umweltschutz,

Z.Zt. arbeitet er u.a. an der Darstellung von chemischen, physikalischen und biologischen Bodeneigenschaften in Zusammenhang mit dem Vorkommen von heimischen Orchideen.




Kommentar zur Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall des Bundesumweltamtes

Vorgeschichte und maßgebende Versäumnisse der MSWI Studie

Die Gutachter haben es sich mit der Sichtung von über 1200  Veröffentlichungen nicht leicht gemacht. Davon wurden 166 kurz im Text zitiert, aber nur die drei des US-amerikanischen Neurobiologen Alec Salt /2/ ausführlich besprochen. Es handelt sich um den experimentellen Nachweis, dass die äußeren Haarzellen im Innenohr Druckwellen im IS-Bereich in elektrische Signale wandeln können. Damit bewies Salt die  Wahrnehmbarkeit des IS unterhalb der Hörschwelle. Man muss den Autoren der MSWI danken, dass sie dieser Arbeit so viel Raum einräumten, obwohl sie wissen mussten, dass  damit das Standardargument, IS sei unschädlich, da unhörbar, falsifiziert worden war.

Nur einer einzigen weiteren Beobachtung gaben die Gutachter vergleichbares Gewicht. Sie betonten immer wieder, dass als besonders belästigend  Tonhaltigkeit im IS-Bereich und Pegelschwankungen im tieffrequenten Hörbereich empfunden würden. Dabei lägen die Modulationsfrequenzen dieser Schwankungen (nicht die Frequenzen der Seitenbänder!) im Bereich um 1Hz, also ebenfalls im IS-Bereich. Nicht unwichtig sind auch die Hinweise, dass Personen, die in ländlichen Gegenden wohnen, die älter sind oder die langzeitlich von IS belastet wurden, von diesen Beschwerden besonders betroffen seien.

Eine systematische Dokumentation der Häufigkeit der im Zusammenhang mit IS berichteten Beschwerden wird man in der MSWI nicht finden. Erwähnt  werden Schlafstörungen als Leitsymptom, Kopfschmerzen, Angstgefühle, Schwindel- und Unbehaglichkeitsempfindungen, Auswirkungen auf Konzentration und Reaktionszeit, auf  Nervensystem und Gleichgewichtsorgane und insbesondere Depressionen, als nichtmentale Beeinträchtigungen auch Herz- und Kreislaufprobleme.  Die viel beachtete Arbeit der amerikanischen Kinderärztin N. Pearpont /3/ wird ignoriert. Diese zeigte in zehn Fallstudien, dass  ursprünglich gesunde Personen, die im Umkreis von Windrädern wohnten, nach deren Inbetriebnahme so stark  unter psychischen Störungen gelitten hätten, dass sie zusammen mit ihren Familien den Wohnsitz wechseln mussten. Danach wären die betreffenden Krankheitsbilder verschwunden. Es mag sein, dass die Beweiskraft der von Pearpont angewandten Methode nicht allzu hoch ist, aber eine ähnliche schlagen auch die Autoren der MSWI für weiterführende Studien vor.

Alle psychischen Dysfunktionen, die in der MSWI als auch in Pearponts Arbeit  aufgelistet wurden, sind seit jeher bei  Föhn beobachtet worden (s. Tab. 1). Aber erst vor 10 Jahren konnte die Münchner Meteorologin E. Wanka /4/ praktisch unwiderlegbar nachweisen, dass schmalbandiger IS das Vehikel ist, mit dem Föhn auf den menschlichen Organismus einwirkt. Diese Übereinstimmung mit den in der

Autor

MWSI /1/

Pearpont /3/

Faust /6/

Wanka /5/

Jahr

2014

2009

1976

2003

IS-Quelle

Beliebig

Windrad

(Wetter)

Föhn/Wetter

Frequenz (Hz)

0.1 – 10

0.1 – 10

0.001 – 0.1

0.001 – 0.1

Symptome

Schlafstörungen,

Tinnitus

Schlafstörungen,

Tinnitus

Schlafstörungen

Kopfschmerzen,

Unbehaglichkeit

Kopfschmerzen,

Übelkeit

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen,

Migräne, Phantom-

Schmerzen

Konzentrations-

Schwächen

Konzentrations-,

Gedächtnis- und

Lernschwächen

Konzentrations- und

Gedächtnis-

Schwächen

Angst, Depression

Angst, Panik,

Depression

Nervosität, Angst,

depressive

Stimmung, Suizid

Psychiatrische Störung,

Suizidversuch, Suizid

Reizbarkeit, Zorn

Aggression

Herz- und Kreis-

Laufprobleme

Herzrasen

Herz- und Kreislauf-

Probleme

Herz- und Kreislauf-

Probleme

Tab. 1: Vergleichende Auflistung der Symptome, die in der MSWI /1/ und in den Veröffentlichungen von Pearpont /3/, Faust /5/ und Wanka /6/ mit Infraschall in Verbindung gebracht werden.

MSWI zitierten Ergebnissen ist sehr bemerkenswert. Weiterhin ist Wankas Arbeit zu entnehmen, dass sehr breitbandiger IS, also Rauschen, keine solche Wirkung hat. Man kann daraus folgern – soweit ging Wanka allerdings nicht – dass das Signal-Rausch-Verhältnis der eigentliche, bisher verborgene Parameter ist, zu dem die beobachteten Beschwerden korreliert sind. Mit dieser Hypothese kann auch die in der MSWI erwähnte besondere Sensibilität der ländlichen Bevölkerung erklärt werden: dort ist der Pegel des von (verkehrs-)technischen Einrichtungen emittierten IS-Rauschens niedrig, daher wird  bei vorgegebener Signalamplitude das Signal-Rausch-Verhältnis entsprechend größer. Bekannt ist auch, dass nach Oberbayern Zugezogene erst nach etwa 10 Jahren föhnempfindlich werden – ebenfalls eine Analogie zu der in der MSWI erwähnten  Sensibilisierung mit der Dauer der IS-Belastung.

Das experimentum crucis von Wanka

Insgesamt gleichen die Wirkungen und Wirkmechanismen des föhngenerierten IS denen des windradgenerierten so sehr, dass es nicht einsichtig ist, warum in der MSWI die statistisch gut abgesicherten Ergebnisse der Föhnstdien nicht berücksichtigt wurden. Formal erklärt dies die  Beschränkung der MSWI auf den Frequenzbereich 0,1 – 20 Hz. Wetterbedingte IS-Resonanzen werden aber eher im Bereich 0,001 – 0,1 Hz beobachtet. In diesen beiden Teilbereichen des IS werden die von den Haarzellen in elektrische Wellen transformierten Druckwellen dem Zentralhirn durch das Nervensystem zugeleitet .  Die Frequenzanalyse  im Hörbereich ist komplizierter und  stellt so ein charakteristisches  Merkmal bereit, das den IS-Bereich vom Hörbereich bei menschlichen Organismen  abgrenzt. Trotzdem wird in der MSWI immer wieder versucht, Vorstellungen, die sich im Hörbereich bewährt haben, auf das Problem der Gesundheitsgefährdung durch IS zu übertragen. So geht man dort  davon aus, dass höhere Frequenzanteile zu den bekannten Belästigungen führen und  dass der Beitrag des IS auf eine Herabsetzung  der Hörschwelle bei einigen Personen beschränkt ist. Damit jedoch bleibt unverständlich, warum breitbandiger IS  (Rauschen) unschädlich, schmalbandiger aber schädlich ist.

Wesentlich plausibler scheint eine Hypothese zu sein, deren Bruchstücke vor allem im Internet zu finden sind und die die Bedeutung des IS für die Evolution unterstreicht. Sie lässt sich mit folgender Wirkungskette skizzieren: Erzeugung von IS durch die Schrittfolge eines Feindes – Wahrnehmung durch die äußeren Haarzellen oder das Gleichgewichtsorgan –  Interpretation durch das Zentralnervensystem als Bedrohung –  Schlaflosigkeit (besser erhöhte Wachsamkeit und Aufmerksamkeit) – Fight orflight bzw. Aggression oder Depression. Im Laufe der Evolution hat erst diese Art der Wahrnehmung den Fluchttieren das Überleben ermöglicht. Allgemein gilt, dass einfach strukturierte Signale, die sich mit großem aber konstantem  Zeitabstand wiederholen, vom Zentralnervensystem als Bedrohung interpretiert werden. So haben vom IS um den Schlaf Gebrachte den Eindruck, Einbrecher seien im Hause /3/. Im weiteren Sinne fällt unter dieser Kategorie die Unüberhörbarkeit der akustischen Warnsignale von Polizei-, Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeugen, die Unübersehbarkeit der optischen Blinksignale bei Baustellen, Bahnübergängen und Leuchttürmen sowie die Unerträglichkeit eines tropfenden Wasserhahnes.   

Der MSWI sind quantitative Zusammenhänge zwischen IS-Pegel und Häufigkeit bestimmter Beschwerden nicht zu entnehmen. Trotzdem haben die Gutachter für die Dimensionierung von Experimenten, die diese Kenntnisse liefern sollen, präzise Vorstellungen. Die vorgeschlagene Zahl von Probanden ist jedoch viel zu klein, um Beschwerden außer Schlaflosigkeit und vielleicht noch Tinnitus nachzuweisen. Ein Blick in Wankas Diplomarbeit /5/ hätte geholfen. Auch ihr gelang es  nicht, durch Befragungen von  30 Probanden Korrelationen zwischen föhngeneriertem IS und Kopfschmerzen signifikant nachzuweisen. Erst mit ca. 1,5 Millionen Probanden, den Einwohnern von München und Umgebung, gelang ihr in einem natürlichen Experiment der Beweis, dass mit Föhn verknüpfter IS in München maximal eine Verdreifachung der durch Suizid, Suizidversuch oder psychische Störungen bedingten täglichen Rettungsdiensteinsätze bewirkt. Danach wären solche Folgen schwerster Depressionen bei ca. 0,1% des Bevölkerungsanteils, der windradgeneriertem IS ausgesetzt würde, zu erwarten. Da zumindest Suizid nicht als zumutbare Belästigung eingestuft werden kann, sollte dieser  Zahlenwert den Umfang der in der MSWI geplanten Stichproben bestimmen.

Obwohl alles darauf hinweist, dass das Phänomen der Gesundheitsgefährdung durch IS mit herkömmliche Theorien nicht erklärbar ist, wird im letzten Abschnitt der MSWI empfohlen, die Vorstellungen, die der TA Lärm und der DIN 45680 zugrunde liegen, mit minimalen Änderungen in die Neufassung dieser DIN-Vorschrift zu übernehmen. Etwas salopp ausgedrückt besagen diese Vorstellungen, solange IS nicht die Ohren betäubt und das Trommelfell zerreißt, sei er gesundheitlich unbedenklich. Darauf weist insbesondere die vorgesehene Streichung der Berücksichtigung einer Tonhaltigkeit hin sowie die Versuche, die Belästigungspotentiale von tieffrequentem Hörschall und von IS  gemeinsam durch eine Ein-Zahl-Bewertung zu charakterisieren.

Abschließende Bewertung der MSWI Studie

Die MSWI hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Mit der Betonung der Wahrnehmbarkeit des IS weit unterhalb der Hörschwelle und der besonderen Wirksamkeit schmalbandiger IS-Signale stellt sie den Stand der Wissenschaft angemessen dar, soweit es sich um Wirkungsmechanismen handelt. Ebenfalls zeigt sie, dass die Ausbreitung des IS nicht prognostizierbar sei. Dagegen werden wesentliche  Veröffentlichungen über die gesundheitsschädigenden Wirkungen des IS ignoriert. Als machbar  wird  eine Befragung vorgeschlagen, die mit Sicherheit schwere Gesundheitsstörungen nicht erfassen wird. Abschließend wird dem Gesetzgeber ohne hinreichende Begründung bescheinigt, dass  geringfügige Anpassungen der geltenden Schallschutzverordnungen genügen würden, IS-Immissionen angemessen zu bewerten. Die sich zwingend ergebenden Konsequenzen werden verschwiegen: der bisherigen Genehmigungspraxis für WEA-Standorte sind nachträglich  die Grundlagen entzogen worden und  Planungen für geeignete Standorte sind nicht mehr möglich.               

Es  wäre naiv, dem Bundesumweltamt zu unterstellen, es wäre sich der Brisanz, aber auch der Mängel der MSWI nicht bewusst gewesen. Man erkennt dies am Fazit, das offensichtlich nicht die sachliche Handschrift der Gutachter trägt. Es lautet:

 Eine nachhaltige Konfliktbewältigung erfordert eine ganzheitliche Beurteilung, die Festlegung von Grenzwerten sowie standardisierte und genormte Prognoseverfahren. Pauschale Ansätze, die eine Prognosesituation mit dem Ziel einer Konfliktbewältigung einseitig überschätzen wie beispielsweise die Festlegung von Mindestabständen, erscheinen ohne fundierte wissenschaftliche Kenntnisse über die Wirkmechanismen als nicht sachgerecht.

Dieses Fazit wird der Bedeutung der MSWI in keiner Weise gerecht.  Die Behauptung, es gäbe keine fundierten Kenntnisse über dieWirkmechanismen ist grob irreführend und steht im Widerspruch zum Inhalt der MSWI. Die Festlegung von Mindestabständen steht sowieso nicht mehr auf der  Agenda, da, wie auch in der MSWI festgestellt wurde, die Ausbreitung von Infraschall nicht prognostizierbar ist. Die Verwendung des Begriffes  nachhaltige Konfliktbewältigung soll wohl suggerieren, dass die Bewertung der Ergebnisse der Studie im gesellschaftlichen Konsens erfolgen müsse, was hieße, das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit könne Gegenstand eines Interessenaus-gleiches sein. Sachgerecht  wäre der Nachweis der gesundheitlichen Unschädlichkeit von windradgeneriertem IS, den der Verursacher zu erbringen hätte. 

Die Umweltämter des Bundes und der Länder haben jahrelang die Öffentlichkeit und die aufsichtsführenden Ministerien mit der These, windradgenerierter Infraschall sei gesundheitlich unbedenklich, da unhörbar, in die Irre geführt. Von dieser These hat es sich das BUA jetzt  klammheimlich verabschiedet. Trotzdem sieht es keinen Anlass, den forcierten Ausbau der Energiegewinnung aus Windkraft in Frage zu stellen. Dabei wird nach meiner Ansicht eine stetig zunehmende Gesundheitsgefährdung vieler Bürger in Kauf genommen. Die vorgeschlagenen Feldstudien besitzen allenfalls eine Alibifunktion. Sie werden bestätigen, dass windradgenerierter Infraschall Schlafstörungen bewirkt, wobei man wahrscheinlich versuchen wird, diese als zumutbare Belästigungen einzustufen – in Guantanamo zählte Schlafentzug als hochwirksame Foltermethode. Die Auslegung jedoch wurde so bemessen, dass die wesentlich schwerwiegenderen Folgereaktionen  vermutlich unterhalb der Nachweisschwelle verbleiben werden.

Literatur:

/1/ Krahe, D., Schreckenberg, D., Ebner, F., Eulitz, C., Möhler, U.,  Machbarkeitsstudie zu Wirkungen des Infraschalls , (2014), www.umweltbundesamt.de (PDF) 
/2/ Salt, A.N. andHullar, T.E., Responses oftheeartolowfrequencysounds, infrasoundand windturbines, Hearing Research, (268) 12- 21 (2010) 
/3/ Pearpont, N., Wind turbinesyndrome, K-selected Books (2009)
/4/ Wanka, R. and P. Höppe, Human biometeorologicalrelevanceoflowfrequencyair
pressureoscillations,
Meteorologische Zeitschrift, 14, 279 -284 (2005)
/5/ Wanka, R., Messung und Analyse niederfrequenter Luftdruckschwankungen in München, Diplomarbeit LMU München (2003)
/6/ Faust, V. Biometeorologie, Hippokrates Verlag, Stuttgart (1976)

*Anschrift: Dr. Joachim Schlüter, Hohlenweg 8, 79410 Badenweiler, e-mail: schlueter-j@gmx.de