Zweierlei Maß

Seit den späten sechziger bis siebziger Jahren arbeiten weltweit interessierte Kräfte daran, den Menschen Angst vorm Klimawandel einzujagen. Das klar verfolgte Ziel dieser Leute ist, den Menschen zum Feind seiner selbst zu machen, der aber nicht nur sich selber gefährdet, sondern den ganzen „unschuldigen“ Planeten  gleich mit. Für diese Möglichkeit, die großartige  Einfluss- und Steuerungsmöglichkeiten – wie z.B. auch die christliche Idee von der Erbsünde- verspricht und dazu noch hoch profitable Geschäftsfelder ermöglicht, wurde die Idee vom menschgemachten Klimawandel in die Welt gesetzt. Und begeistert von all denen aufgegriffen, die schon immer wussten, dass die Menschen letztendlich nur eine Krankheit auf diesem Planeten sind. Die anderen Menschen versteht sich. 

Wissenschaft wird zu Religionsersatz

Zu diesem Zweck bediente man sich der neuen Hohen Priester der Neuzeit., die in Gestalt von „Wissenschaftlern“ daher kommen. Das war geschickt und glaubwürdig, verdanken wir doch „der Wissenschaft“ und ihrem Ableger „der Technik“, bis dahin ungeahnten Wohlstand. Ihre Mitglieder hatten und haben daher eine hohe Reputation, galten und gelten als weitestgehend unbestechlich weil nur der wissenschaftlichen Wahrheit verpflichtet und deswegen als besonders ehrlich und glaubwürdig. Dass Mitglieder auch dieser Profession, ganz profanen Ideen, Sehnsüchten und  Begehrlichkeiten und sonstigen weniger hehren Neigungen unterworfen sind wie alle anderen Menschen auch, hat sich bis heute bei der Masse der Bevölkerung nicht herumgesprochen.  Wenn in einem Medium steht, was „Wissenschaftler“ sagen, warnen, oder schlicht herausgefunden haben, dann ist das für die meisten Mitbürger sakrosankt.

Erster Versuch- eine neue Eiszeit kommt, dann, die Erde wird zu warm

Diese Situation machten sich die Strippenzieher der neuen Erbsünde vom menschgemachten Klimawandel geschickt zu nutze. Nicht ohne zuerst ein paar Fehlversuche (wie das Verkünden einer neuen Eiszeit, hier eine sehenswerte Dokumentation dazu) gestartet zu haben, die aber schnell – und ohne große Glaubwürdigkeitsverluste – korrigiert werden konnten.
Den Anfang machte der Club of Rome [1] indem er kurzerhand die Menschheit selbst zu Feinden ihrer selbst erklärte.

„Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereint, kamen wir auf die Idee, dass sich dazu die Umweltverschmutzung, die Gefahr globaler Erwärmung, Wasserknappheit, Hunger und dergleichen gut eignen würden…. Alle diese Gefahren werden durch menschliches Eingreifen verursacht…Der wirkliche Feind wäre dann die Menschheit selbst….“[2]

Und diese Idee – insbesondere die von der Gefahr globaler Erwärmung- fiel auf sehr fruchtbaren Boden.
Doch zunächst fing die Geschichte anders an. Es sollte zunächst mal eine neue kleine Eiszeit drohen.  War man zuerst noch bemüht diese als unabwendbar und vor allem menschgenacht darzustellen, setzte sich kurze Zeit später die Erwärmungsfraktion durch  und warnte und drohte vor einer alles in Gefahr bringenden menschgemachten globalen Erwärmung.

Was passierte wann? Klima ist Nebensache

Zum besseren Verständnis deshalb hier ein kurzer Abriss (bei weitem nicht vollständig) der Ereignisse,  die in immer kürzerer Folge  – „wissenschaftlich“ begründet- in die mediale und politische Welt  gepresst wurden.

1972 erläuterte Club of Rome „Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereint, kamen wir auf die Idee, dass sich dazu die Umweltverschmutzung, die Gefahr globaler Erwärmung, Wasserknappheit, Hunger und dergleichen gut eignen würden…. Alle diese Gefahren werden durch menschliches Eingreifen verursacht…Der wirkliche Feind wäre dann die Menschheit selbst….“ (2)
1976 Beginn der globalen Erwärmung (nach HadCrut Daten)
1978 USA Präsident Jimmy Carter beauftragt den Physiker Tom Schilling via NAS Argumente für eine globale gefährliche Erwärmung dank des „Carbon Dioxide Problems“ zu finden. Der wendet sich an das IIASA [3]
1982 IIASA Laxenburg startet erste Klimakonferenz
1986 Spiegelartikel mit Kölner Dom unter Wasser
1988 IPCC Gründung
1990 IPCC FAR
1992 Rio Erdgipfel
1996 Ende der Erwärmung (Sat Messung)
1997 Im Dezember wird das Kyotoprotokoll verabschiedet

Dabei fällt auf, dass eine Tatsache völlig außen vor blieb. Nämlich die Definition des statistischen Kunstbegriffes „Klima“. Die Klimatologen  sprechen dann vom „Klima“, wenn es  sich um statistisch-mathematisch verdichtete, überdies lokale Wetterdaten, über sehr lange Zeiträume, handelt. Am Besten mindestens 50, besser 100 Jahre. Erst dann, so die Überzeugung, können evtl. langfristige Änderungen der lokalen Wettermuster festgestellt werden. Änderungen, die man dann lokalen Klimawandel nennen könnte. (Sie merken, die Betonung liegt auch noch auf dem Wörtchen „lokal“; ein Weltklima gibt es nicht). Doch da diese langen Zeiträume die Beobachtungsspanne einzelner Personen im allgemeinen weit übersteigen, einigte man sich bei der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) auf eine Zeitspanne von mindestens 30 Jahren. Eine Klimaperiode soll also mindestens 30 Jahre dauern.
Und nun schauen Sie sich mal die Zeittafel oben darauf hin an.

Mit der Rettung des „Weltklimas“ hatte die ganze Kampagne von Anfang an nichts zu tun

Nur ca. 4 Jahre nach der Idee des Club of Rome, nämlich um 1976, begann eine Trendwende zu wärmeren Temperaturen hin. Zumindest zeigten das die heutigen Temperatur-Zeitreihen, die aber erst viel später zusammengestellt wurden.
Und bereits 6 Jahre später – aber immer noch ohne jede Kenntnis der realen Verhältnisse- beauftragte der damalige US Präsident Jimmy Carter (Großer Umweltbewegter, in seiner Regierungszeit wurde das Werk „Global 2000“ geschrieben, dass die Erkenntnisse des Club of Rome in politische Handlungsanweisungen umzusetzen versuchte. Ein Werk das heute mit gutem Grund völlig vergessen  ist, aber die Grundlage für die milliardenschwere staatlich hoch subventionierte Ökoindustrie legte) das Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften NAS in den USA Tom Schilling eine Strategie gegen die bereits jetzt schon als gefährlich eingestufte Erwärmung, dank des „Carbon Dioxide Problems“ zu entwickeln.
Die geringe Erhöhung der globalen Mitteltemperatur war gerade mal zwei Jahre jung. Doch selbst das wusste man zu der Zeit noch nicht, denn die Auswertung globaler Temperaturdaten aus Wetterstationen begann erst gegen Ende der 70er Jahre [4]. Was man aber „wusste“, besser zu wissen glaubte,  war,
….dass zusätzliches CO2 in der Atmosphäre zur Erwärmung führen würde
…und diese gefährlich wäre für Mensch und Umwelt und der Mensch daran schuld sei.
Und nach dieser, bis heute durch keinerlei Beobachtung gestützter Hypothese,  wurde, insbesondere politisch, unter Einsatz schwer aktiver „Wissenschaftler“ weiter so verfahren.

Das neue Glaubensbekenntnis: Der Mensch ist schuld am Klima

Das neue Glaubensbekenntnis war geschaffen. Der Mensch (gemeint war aber allein der weiße, westliche Mensch) ist die große Gefahr, der durch seinen Wohlstand den Rest der Welt aufs höchste  gefährdet.
Einer der lautesten hierzulande war übrigens der Hamburger Meteorologie Professor Hartmut Grassl, zu dessen Ehren anlässlich seines 75. Geburtstages die üblichen Nutznießer und Verdächtigen am 18. März in Hamburg ein Symposium [5] abhalten. Natürlich voll gepackt mit Warnungen und Alarmmeldungen.
Zurück zu Tom Schilling. Der wandte sich sogleich an das als Ost-West- Krisenvermeidungsinstitut gegründete Internationale Institut für angewandte Systemanalyse IIASA im österreichischen Laxenburg. Die hatten sich schon sehr früh mit der Grundidee von der menschlichen Schuld angefreundet und begannen unter dem Mantel der Wissenschaftlichkeit, die nur behauptete Gefahr der human induzierten globalen Erwärmung zu „erforschen“[6].
Und sie organisierten nach gründlicher Vorbereitung und nur sechs Jahre nach Beginn der Minierwärmung, die aber immer noch keiner berechnet hatte, also auf reine Anweisung hin, im Jahre 1982 (± 1 Jahr, genauer ließ sich das so schnell nicht feststellen) den ersten internationalen Klimakongress. Der Vorläufer aller späteren internationalen jährlichen Kongresse von UNFCC, und WMO, die IPCC Kongresse.

Die Klimakongresseritis nahm Fahrt auf

Immer noch war nichts beobachtet oder gar bewiesen worden, aber die Sache nahm politisch und medial weiter Fahrt auf. Nur 10 Jahre später, also immer noch weit entfernt vom Erreichen irgendeiner Klimareferenzperiode, erfand die damals noch ehrwürdige Deutsche Physikalische Gesellschaft  DPG den Begriff von der „Klimakatstrophe“ und der Spiegel –sich selbst bezeichnend, als das Sturmgeschütz der Demokratie- griff dies begierig auf und   lancierte im August 1986 seinen legendären Titel „Die Klimakatastrophe“ mit dem Kölner Dom unter Wasser.

Abb. 1 Spiegeltitel von 1986 – Kölner Dom unter Wasser
Ein Titel über den Augstein-Freund und Zeitzeuge Hartmut Bachmann berichtet[7]:

„Von wahrheitsgetreuer Berichterstattung bezüglich der Klimaänderung konnte ab 11. August 1986, dem Tage als Rudolf Augstein mittels seines ‚DER SPIEGEL‘ den Kölner Dom in der Nordsee ersäufte nicht mehr reden. Nach diesem Bericht damals schwante mir Böses. Anfang September 1986 rief ich ihn in Hamburg aus Kissimmee (Florida) aus meinem Büro an.
Folgenden Dialog habe ich fixiert:
>Was hast Du Dir denn dabei gedacht?
< >Wobei gedacht?<
>Na beim Ersäufen des Kölner Doms.<
>Aufwecken, munter machen.<
>Und Angst machen< antwortete ich.
>Ohne Angst der Massen gibt es keine Bewegung der Massen.<
Ich antwortete: >Deine Aktion wird Folgen haben.<
Augstein: >Hoffentlich. Wenn Du was für mich hast, ruf durch.<“ (DILLENBERG 2008)

Die „Klimakatastrophe“ wird organisatorisch zur Dauerveranstaltung umgebaut

Nur weitere zwei Jahre später wurde auf Betreiben div. Gruppen, aber insbesondere der Amerikaner und Briten von WMO und UNEP (United Nations Environment Programme) das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hierzulande „veredelnd“ Weltklimarat genannt, gegründet. Im selben Jahr überzeugte -am heißesten Tag des Jahres und bei abgeschalteten Klimaanlagen- der Senator der Demokraten Al Gore mit Hilfe seines ebenfalls den Demokraten angehörenden Senator Kollegen Tim Wirth  und mittels des Physikers und Klimaaktivisten Jim Hansen den US Senat, dass die gefährliche Erderwärmung unmittelbar bevorstehe. Tom Wirth gab danach seiner Überzeugung wie folgt Ausdruck:

„Wir haben das Treibhausthema zu nutzen. Auch wenn die Treibhaustheorie falsch sein sollte, tun wir das Richtige im Hinblick auf Wirtschafts- und Umweltpolitik.“[8]

Doch noch immer war keine klimarelevante Zeitspanne vergangen. Aber die Lawine begann sich wie gewünscht machtvoll in Bewegung zu setzen.

Der erste IPCC Bericht FAR gibt noch Entwarnung

Mit Vorlage des ersten Berichtes des IPCC (First Assessment Report FAR) im Jahre 1990 schien dann erst mal die Luft raus, denn unter der Leitung des ehrlichen Klimatologen und Begründers der Climate Research Unit an der Universität vom East Anglia (CRU) Hubert Lamb stellte der Bericht lakonisch fest, dass menschliches Einwirken auf das Klima beim besten Willen nicht feststellbar sei.
Doch da hatten die damals beteiligten Wissenschaftler die Rechnung ohne den Wirt – in diesem Fall der Politik- gemacht. Wer zahlt schafft an, hieß und heißt das Motto. Denn die Politik war sich schon lange bewusst, dass der Glaube an den menschgemachten Klimawandel als Teil einer weltweiten Umweltbewegung viel zu wertvoll war, um ihn einfach wieder zu den Akten zu legen. Deshalb suchte man sich weltbekannte ideologisch gefestigte Spezialisten, die die Sache in die Hand nehmen sollten.
Der kanadische Öl-Multimillionär Maurice Strong erwies sich als ideale Besetzung dafür. Er wurde damals vom UN Generalsekretär Kofi Anan beauftragt im Jahre 1992 die Umweltkonferenz von Rio zu organisieren. Das tat er und wurde zur Belohnung deren Generalsekretär. Derselbe Maurice Strong, der von sich sagte: „[I am] a socialist in ideology, a capitalist in methodology.“[9].

Die Rio Konferenz (Earth Summit) bringt 1992 den Durchbruch

Strong war zuvor über halbstaatliche Energiefirmen zum vielfachen Millionär geworden, stand lange Zeit dem UNO-Umweltprogramm (UNEP) vor, organisierte dann den ersten UNO-Earthday 1972. Er warnte als einer der Ersten vor der Klimaerwärmung und leitete die Umorganisation der UNO. Er musste wegen Betrügereien im Zusammenhang mit dem Food-for-Oil Progamm der UNO zur Vorbereitung der Eroberung des Irak zurücktreten. Und im Mai 1990 im Interview mit  Daniel Wood im West Magazine (Kanada) stellte er unverblümt seine Überzeugung fest:

“Der einzige Weg, um den Planeten vor der Zerstörung zu retten, ist der Kollaps der industriellen Zivilisation. Haben wir nicht die Verantwortung, dass es dazu auch kommt?“

Dieser Maurice Strong leitete nun die Organisation der Rio Konferenz 1992 entsprechend. Einer Konferenz, von der die damalige Chefin der Sozialistischen Internationale Gro Harlem Brundland später zu Protokoll gab: Sie definiere im Wesentlichen die Ziele der sozialistischen Internationale.“
Und diese Konferenz brachte jetzt das lange ersehnte und von starken Kräften herbeigeführte Momentum. Aber noch immer war keine klimarelevante Zeit verstrichen, obwohl Jim Hansen dem Senat 1988 erste Trendberechnungen der globalen Mitteltemperatur vorlegte[10]., die aber auch nach damaliger Einschätzung wissenschaftlich fragwürdig, ja unhaltbar waren.

Klimarelavante Zeiträume waren immer noch nicht verstrichen. Fakten wurden weiterhin ignoriert.

Die geringe Erwärmung seit 1976 währte ja nun mal gerade 16 Jahre. Und sie wurde auch nur von den terrestrischen Messstationen ermittelt. Die sehr viel genaueren Messungen der Satelliten, die seit 1979 die Erde umkreisen, zeigten diese Erwärmung nicht, ebenso wenig wie die Millionen von Radioballonsmessungen die seit Mitte der fünfziger Jahr täglich aufgelassen wurden.
Doch das bedeutete alles nichts – der Zug war in Fahrt gebracht worden, Fakten interessierten nun überhaupt nicht mehr. Angela Merkel bestand als frisch gekürte deutsche Umweltministerin ihre Feuertaufe in Rio und erkannte mit vielen Gleichgesinnten die einmalige Chance die Menschheit insgesamt und die Deutschen insbesondere, über die Angst vor der Klimakatastrophe zu kujonieren, dann zu drangsalieren und schließlich abzukassieren. Und das alles würden die so Drangsalierten auch noch freiwillig mit sich geschehen lassen! Jedenfalls weite Teilen der Bevölkerung. Wer will denn nicht, mit kleinem Einsatz -so wurde versprochen- und vom Sofa aus die Welt retten helfen? Fast alle wollten. Was will man als Politiker mehr?
Doch noch immer war keine klimarelevante Zeit verstrichen, als die Erwärmung sich bereits 1996 bis 1997 ihrem Ende zuneigte.

Abb. 2: Trendverlauf der globalen Mitteltemperatur nach HADCRUT. Quelle Wood for Trees.

Abb. 3: Trendverlauf der globalen Mitteltemperatur nach Satellit Auswertung RSS.


Und dann – im Dezember 1997-  verabschiedete man das Kyotoprotokoll.

Der erste internationale Vertrag, der die Emissionen der als „Treibhausgase“ und „Klimakiller“ bezeichneten Spurengase CO2, Methan etc. um geringe 5 % verringern sollte. Obwohl inzwischen rd. 195 Nationen dem Kyoto Protokoll beitraten, kann man getrost von seinem furiosen Scheitern sprechen, denn niemand dachte wirklich daran, und wusste auch nicht wie- ohne den Kollaps der eigenen Wirtschaft zu riskieren- man die Emissionen senken sollte. Sie stiegen jedenfalls seitdem kräftig an. Nur die globale  Mitteltemperatur weigerte sich plötzlich weiter mit zu tun. Sie stagnierte. Und das bis heute.
Es wird später mal als Treppenwitz der Geschichte eingehen, dass die Erwärmung – jedenfalls dann wenn man den Satellitenmessungen glaubt- im Jahr des Beschlusses des Kyotoprotokolls im Jahre 1997, zu Ende ging. Seit dieser Zeit ist der Trend der globalen Mitteltemperatur flach, der Anstieg Null. Und das seit mehr als 18 Jahren!
Doch – wie das mit Religionen so ist- der Glaube an die menschgemachten Klimawandel hatte sich schon lange von den Tatsachen gelöst. Immer unverblümter werden daher auch die öffentlichen Verlautbarungen der Klimaoffiziellen ebenso wie die ihrer Stichwortgeber, dass es allein um den Umbau der Gesellschaft, weg vom Kapitalismus hin zum Sozialismus, geht. Kürzlich  formulierte das die Generalsekretärin der UNFCC in Vorbereitung des Pariser IPCC Gipfels Christina Figueres so.

Abb. 4: Die Generalsekretärin die Costa Ricanische Millionärstochter Christiana Figueres bei ihrer denkwürdigen Pressekonferenz anlässlich des DAVOSER Wirtschaftsgipfels. Weitere Details zu ihren und der UN Pläne hier
Zu lukrativ -in jeder Hinsicht- sind die Möglichkeiten, die diese moderne Religion ihren Befürwortern und Nutznießern bietet. Dagegen sind die Erträge in Bezug auf Herrschaft und Geld z.B. der katholischen Kirche klein. Und allein deswegen wird das Hohelied von der menschgemachten globalen Erwärmung noch lange gesungen werden. Dass hier – wie so oft in der Politik-  mit zweierlei Maß gemessen wird, weil Pseudo-Wissenschaft weiter als Religionsersatz herhalten kann, stört im Grunde niemanden.

Nachtrag: IPCC Boss Pachauri zurückgetreten

Soeben erreicht mich die Nachricht, dass der inzwischen 75jährige langjährige IPCC Chef Dr. Ing. Rachendra Pachauri wegen gegen ihn erhobener Vorwürfe wegen sexueller Belästigung einer Untergebenen von seinem Posten als IPCC Chef zurückgetreten ist. In seinem Rücktrittsschreiben formuliert er sein Glaubensbekenntnis
Aus Pachauris Rücktritts Brief über Religion :

“ Für mich ist der Schutz des Planeten Erde , das Überleben aller Arten und Nachhaltigkeit unserer Ökosysteme mehr als eine Mission. Es ist meine Religion und mein Dharma (*). „

* Was den Klima-Religiösen nicht daran hinderte auf dem viele Hektar großen öffentlichen Gelände, das seinem TERI Institut vom indischen Staat zur Verfügung gestellt worden war, einen privaten 9 Loch Golfplatz anzulegen, mit einem täglichen Wasserverbrauch von über 1 Mio l. weitere Details hier
Die IPCC Kritikerin und Journalistin Donna Laframboise antwortet auf dieses Bekenntnis:

Ja , das IPCC -, von dem uns gesagt  wird, wir sollen es ernst zu nehmen, weil es ein wissenschaftliches Gremium besetzt mit Wissenschaftlern als Gutachter ist- wurde in der Tat von einem Umweltschützer auf einer Mission geleitet. Von jemanden, für den der Schutz des Planeten eine religiöse Berufung ist. “ (11)

Mehr dazu in diesem Artikel
w.z.b.w.


[1] Lister der Mitglieder http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Mitglieder_des_Club_of_Rome
[2] zitiert aus King & Schneider, 1991
[3]  http://www.iiasa.ac.at/web/home/about/achievments/scientificachievementsandpolicyimpact/From-Ice-Age-to-Heat-Wave.en.html
[4] Aus Wikipedia http://en.wikipedia.org/wiki/Instrumental_temperature_record There are three main datasets showing analyses of global temperatures, all developed since the late 1970s: the HadCRUT analysis is compiled in a collaboration between the University of East Anglia’s Climatic Research Unit and the Hadley Centre for Climate Prediction and Research,[6][7], independent analyses largely based on the same raw data are produced using different levels of interpolation by the Goddard Institute for Space Studies and by the National Climatic Data Center.[7] These datasets are updated on a monthly basis and are generally in close agreement.
[5] Details dazu hier: http://klima-wandel.vdw-ev.de/
[6] Eine Zusammenfassung der Aktivitäten der IIASA zum Klimawandel findet sich hier: http://www.iiasa.ac.at/web/home/about/achievments/scientificachievementsandpolicyimpact/From-Ice-Age-to-Heat-Wave.en.html
[7] Details hier Die Entstehung des Weltklimarates IPCC; www.iavg.org/iavg035.pdf / Stand: 03.01.2009
[8] (Timothy Wirth zitiert in Michael Fumento „Science under Siege“ – Belagerte Wissenschaft)
[9] Maurice Strong as quoted in Macleans Magazine
[10] Details dazu hier: http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/jim-hansens-99-sicherheit-zur-globalen-erwaermung-ist-nicht-haltbar/
(11) hier der Originaltext
Pachauri’s resignation letter on religion: ‚For me the protection of Planet Earth, the survival of all species and sustainability of our ecosystems is more than a mission. It is my religion and my dharma.‘ 
UN IPCC critic Journalist Donna Laframboise responds: ‚Yes, the IPCC – which we’re told to take seriously because it is a scientific body producing scientific reports – has, in fact, been led by an environmentalist on a mission. By someone for whom protecting the planet is a religious calling.‘




„Killer-Strom“: Die Fledermaus-Vernichter – Die Windkraftanlagen sind Todesmaschinen für die Vogelwelt

Die Tier- und Vogelschützer haben gewarnt. In Medienberichten kamen sie zwar zu Wort, aber nur gelegentlich und vergeblich. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) pflegt das Problem zu verharmlosen, Strom aus Wind ist ihm wichtiger als Naturschutz. Doch ein kurioses Ereignis im Raum Lübeck bringt zumindest das Fledermaussterben wieder in öffentliche Wahrnehmung.

Tempo 70 für den Fledermausschutz

Von Lübeck in Richtung Ratzeburg/Mölln ist eine Umgehungsstraße fertig geworden, die neue B 207. Sie entlastet die Ortschaften Groß Grönau, Groß Sarau und Pogeez vom Durchgangsverkehr, der sich hier nur mit 50 Stundenkilometern bewegen darf. Doch auf einem längeren Streckenabschnitt der neuen Bundesstraße fällt auf, dass man dort nicht 100 fahren darf, sondern nur 70. Wie das? Eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion in Kiel brachte es ans Licht: Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll die Fledermäuse schützen. So jedenfalls lautet die Antwort des Verkehrsministeriums. Im Amtsdeutsch: Die Tempobegrenzung diene ausschließlich „zur weitgehenden Vermeidung von Kollisionen mit Individuen der vorkommenden Fledermauspopulation“.

Wieso auf einer nagelneuen Umgehungsstraße langsamer fahren?

Die regionale Tageszeitung „Lübecker Nachrichten“ berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 12. Februar und zitierte den FDP-Landtagsabgeordneten Christopher Vogt: Der Neubau der B 207 zwischen Pogeez und Lübeck sei ja grundsätzlich ein sinnvolles Projekt, „aber es ist doch niemandem zu vermitteln, dass eine Bundesstraße für fast 46 Millionen Euro aus drei Orten herausverlegt wird und man dann auf der neugebauten Strecke deutlich langsamer fahren muss als auf jeder gewöhnlichen Kreisstraße“. Ferner ist in dem Blatt zu lesen: „Auch viel weiter nördlich auf der B207, bei Heiligenhafen, sollen im Zuge des vierspurigen Ausbaus hohe Schutzwände für Fledermäuse gebaut und das Tempo gedrosselt werden. In der Nähe eines Fledermausquartiers in Mönchneversdorf wird auf einer Landesstraße monatsweise das Tempo begrenzt.“ Vom Verkehrsminister Reinhard Meyer erfährt man, spezielle Fledermaus-Warnschilder habe man nicht aufstellen können, weil es solche Schilder laut Straßenverkehrsordnung gar nicht gebe. Außerdem sei der Fledermausschutz schon lange ein Thema bei Baumaßnahmen im Land. Eine Schutzzone für Fledermäuse habe Meyer für die A20 bei Bad Segeberg ebenfalls schon in die Debatte gebracht.

Fledermausschutz vor Autos, aber nicht vor Windkraftanlagen?

Sonderbar, sonderbar. Zwar nimmt man wohlgefällig zur Kenntnis, dass den Tieren durch unliebsame Zusammenstöße mit dem einen oder anderen Auto kein Leid geschehen soll. Aber wer schützt die Fledermäuse vor den rotierenden Blättern der vielen, vielen Windkraftanlagen? Schleswig-Holstein ist voll davon, rund 2.400 stehen dort. Im ganzen Bundesgebiet sind es über 24.000. Es ehrt die „Lübecker Nachrichten“, dass sie, der journalistischen Tugend folgend, auf der gleichen Seite ihrer Ausgabe darüber informierten, wie viele Fledermäuse durch die Windkraftanlagen zu Tode kommen („Windräder als Todesfalle“). Das Blatt schreibt:

Windkraftanlagen werden für Fledermäuse immer mehr zur Todesfalle

„Windräder werden immer mehr zur Todesfalle für Fledermäuse, sagen Berliner Forscher um den Biologen Christian Voigt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Allein in Deutschland würden pro Jahr mehr als 250.000 Tiere umkommen, weil die Anlagen ohne Rücksicht auf den Naturschutz betrieben werden, schreiben sie im Fachblatt ‚European Journal of Wildlife Research‘. Die Forscher haben verschiedene Studien gesichtet. Deren Schätzungen, wie viele Fledermäuse im Jahr umkommen, reichen von unter 100.000 bis über 400.000. Tatsächlich könnten es noch mehr Fledermäuse sein, weil sich die Studien bislang nur auf Suchaktionen unterhalb von Windrädern stützen. Dort würden Forscher aber nur Tiere finden, die sofort umkommen, weil sie Knochenbrüche erlitten haben oder erschlagen wurden. In anderen Fällen zerreißen innere Organe durch die großen Luftdruckänderungen. Experten sprechen vom Barotrauma.“

Sie drehen sich friedlich langsam und sind in Wahrheit sehr schnell

Zwar drehen sich die Rotorblätter aus der Ferne gesehen nur langsam und friedlich. Aber, so schreibt der Biologe Dr. Friedrich Buer: „Tatsächlich fegen die Spitzen der Rotorblätter schon bei mäßigem Wind mit 170 Stundenkilometern durch die Luft, und laut Informationstafel am Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch liegt die Spitzengeschwindigkeit bei 272,3 Stundenkilometer. Neuere Anlagen erreichen gar 300 bis 400 Stundenkilometer. Kommt ein Vogel oder eine Fledermaus auch nur in die Nähe des Rotorblatts, saugt sie der Unterdruck unweigerlich gegen das Rotorblatt und es ist um sie geschehen. Dieser Unterdruck baut sich immer dann auf, wenn der Wind langsamer wird und sich das Rotorblatt wegen seines hohen Trägheitsmoments nur verzögert verlangsamen kann. Da der Wind ständig wechselt, wechseln auch der Unterdruck und der resultierende Sog ständig. Verstärkt werden die Druckschwankungen und der Sog durch den Turmschatten‐Effekt, weil immer dann, wenn ein Rotorblatt hinter dem Turm vorbei saust, es durch den Windschatten muss, den der Turm erzeugt.“

Warum man die toten Tiere kaum findet

Das schrieb Buer im Oktober 2011, und die Frage „Aber warum findet man praktisch nie die Opfer?“ beantwortet er so: „Das liegt einmal daran, dass sie nur ausnahmsweise direkt unter das Windrad fallen, sondern von ihm aus einer Höhe von bis zu 180 Metern mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 270 Stundenkilometern und mehr weit weggeschleudert werden und zwar bei Kollisionen oberhalb der Rotornabe nach der einen Seite und unterhalb der Rotornabe nach der anderen Seite. Außerdem werden sie je nach Windrichtung in andere Richtungen geschleudert. So werden die Opfer durch die Rotoren auf einer riesigen Kreisfläche von mehreren Hektar verteilt und sind kaum zu finden. Bei noch höheren Windrädern wird die Suche praktisch aussichtslos, erst recht im Wald oder auf gar auf See.“

Wo bleibt der Aufschrei der Naturschutzverbände?

Es fällt auf, dass sich die Naturschutzverbände weder für die Fledermäuse noch für die Vogelwelt ins Zeug legen, um sie vor dem Massensterben zu bewahren. Ihr Aufschrei und ständiges Mahnen bleiben aus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beispielsweise pflegt das Problem zu verharmlosen, Strom aus Wind („Ökostrom“) ist ihm offensichtlich wichtiger als Naturschutz. Arm in Arm mit dem Bundesverband Windenergie setzte er sich sogar dafür ein, die „Ausbaupotentiale der Windenergie an Land stärker zu nutzen“. So zum Beispiel in der Pressemitteilung vom 23. Juni 2011.

Der BUND will Vögel vor den Landwirten retten, aber nicht vor der Windindustrie

Wohl warnt der BUND vor einem „Vogelsterben“, wie man auf seiner Web-Seite nach einigem Suchen finden kann, aber nur vor einem Sterben der Vögel, dass durch den immer noch zu hohen Pestizideinsatz in der Landwirtschaft ausgelöst wird (so unter dem Datum 7. Januar 2013). Allein um die „Folgen der industriellen Landwirtschaft“ geht es ihm, nicht um die Folgen der industriellen Windkraftanlagen (so in der Publikation „Vögel retten“ vom 18. Mai 2012). Künftig müsse dem Arten- und Flächenschutz mehr Gewicht beigemessen werden. Welche Verlogenheit.

Bild 1: Immer wieder gern gezeigt. Vogel von Öl befallen

Bild 2: Selten gezeigt: Vogel (einer von jährlich hunderttausenden) von WKA zerhackt. Alle Bilder der Doku von BOB HOYE „CURIOSITIES“ entnommen (s. Anhang)

Verlogen unter den Teppich gekehrt

Diese Verlogenheit kommt auch in der Antwort des Verbandes an einen Leser seines „BUNDmagazin“ zum Ausdruck. BUND-Mitglied H. Hackl hatte sich beklagt: „Warum schreiben Sie nichts von den Abertausenden von Fledermäusen, die zum Beispiel durch Windräder umkommen?“ Die Antwort des Verbandes: „Sie haben natürlich recht: An sich sinnvolle Ziele (wie die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien) haben mitunter unerwünschte Nebenwirkungen, die wir mitnichten unter den Teppich kehren wollen. Wenn der BUND Partei nimmt (wie im aktuellen ‚BUNDmagazin‘), dann immer nur im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes.“ Tatsache ist, dass er sie doch unter den Teppich kehrt. Fledermäuse und Vögel vor dem Sterben durch Windkraftanlagen zu bewahren, gilt dem BUND offenbar nicht als Umwelt- und Artenschutz, das scheint für ihn eine andere Art von Schutz zu sein.

Was ein „BUNDmagazin“-Leser dem BUND vorwirft

Die beiden Leser des „BUNDmagazin“ Hans und Waltraud König hielten dem Verband dies vor (Leserbriefe der Ausgabe 3/2012): „Einige Einschätzungen im Beitrag ‚Gutteil der Energiewende’ können nicht unwidersprochen bleiben.
Erstens: Der Autor behauptet, dass an einem Windrad in 35 Jahren nur ein Rotmilan verunglücke. Sehr schön. Rechnet man das auf die zitierten 20.000 Windkraftanlagen hoch, ergibt sich eine Summe von 571 toten Milanen pro Jahr. Dies verschweigt der energiepolitische Sprecher.
Zweitens: Außerdem ignoriert er die von Experten geschätzten circa 220.000 Fledermausopfer pro Jahr an Windrädern.
Drittens: Dass die Gutachten von den Betreibern bezahlt werden und entsprechend ausfallen, ist ihm anscheinend auch nicht bekannt, sonst würde er die regelmäßigen Untersuchungen nicht so positiv darstellen.
Viertens: Dass Repowering den Fledermausschlag reduziert, ist nach wissenschaftlichen Untersuchungen ebenfalls falsch.
Fünftens: Windkraftanlagen in FFH-Gebieten toleriert der BUND, wenn sie den Schutzzweck nicht gefährden. Auch hier beurteilen dies die von den Betreibern beauftragten Gutachter.
Wir empfinden die Aussagen von Werner Neumann als bewusste Verharmlosung und gezielte Manipulation der BUND-Mitglieder. Der BUND macht sich damit – nicht zum ersten Mal – zum Handlanger einer Windenergielobby, die unter dem Deckmantel der Energiewende ungehemmt Natur zerstört. Dem BUND ist zu empfehlen, das ‚N‘ aus seinem Namen zu streichen.“

Windstrom ist in Wahrheit Vogelkiller-Strom

Das führt zu der Frage, die auf der Hand liegt: Aber warum laufen die Natur- und Umweltschutzverbände nicht Sturm gegen Windräder? Warum preisen sie sogar die Wälder als neue Standorte? Friedrich Buer hat darauf diese Antwort (2011): „Diese Verbände stecken in einer Zwickmühle. Jahrelang haben sie die Angst vor der angeblich drohenden Klimakatastrophe geschürt und als Rettungsschirm alternative Energiequellen wie Windräder gefordert. Jetzt zeigt sich: Vögel und Fledermäuse werden durch die Aktivitäten der Verbände nicht geschützt, sondern erschlagen. Windstrom ist in Wahrheit Vogelkiller-Strom. Und zu allem Überfluss wurde es in den letzten zehn Jahren kühler statt wärmer, und das bei weiter steigenden CO2-Emissionen.“

Die Naturschutz-Funktionäre in der Klemme

„Das ist die Zwickmühle, in der vor allem die Spitzenfunktionäre stecken und von der die vielen gutgläubigen Mitglieder der Natur- und Umweltschutzverbände kaum etwas erfahren. Die Funktionäre müssten ihren Irrtum zugeben, aber dann wäre ihre Glaubwürdigkeit dahin, zumal sie mit dem ausufernden Maisanbau für Biogas, der den Artenschwund in Deutschland beschleunigt und den Hunger in der Dritten Welt verschlimmert, noch eine weitere Fehlentwicklung zu verantworten haben. Auch hat sich herumgesprochen, dass wenige Finanzkräftige an den ‚Bürgerwindrädern‘ verdienen und sich als ökologisch vorbildlich feiern lassen und bei den anderen per Stromrechnung kassieren.“ Eine Frage, die Buer nicht aufgreift, ist die, ob das Schweigen der Naturschutzfunktionäre erkauft ist.

Auch bei Windkraft in Wäldern spielen die Funktionäre mit

Buer weiter: „Auch wehren sich immer mehr Bürger, denn niemand will ein Windrad vor seiner Haustür haben. Also müssen die Wälder als Standorte für diese Industrieanlagen her, weil da keiner wohnt und Wälder oft dem Staat gehören, über den die Windrad-Politiker nach Belieben verfügen können. Und wieder machen die Spitzenfunktionäre der Natur- und Umweltschutzverbände widerspruchslos mit und applaudieren sogar.“

Dringend empfohlen: Nachtruhe für Windkraftanlagen

Zurück nach Lübeck und zur Tempobegrenzung von 70 Stundenkilometern auf jenem Teil der neuen B 207. Wie wäre es mit dieser Lösung? Bekanntlich pflegen Fledermäuse tagsüber der Nachtruhe und sind nur in der Abenddämmerung und des Nachts aktiv, um nach Essbarem zu jagen. Folglich sollten die Temposchilder mit dem Zusatz versehen werden: „Nur in der Abenddämmerung und nachts“. Dann können die Autos tagsüber 100 fahren. Aber weit bedrohlicher als die Autos sind die Windkraftanlagen für die Fledermäuse. Daher die dringende Empfehlung: Vor allem für sie muss es von sofort an heißen: Absolute Nachtruhe! Abschalten!
Übernommen vom KPKrauses Blog 

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Fracking und die Öffentlich-rechtlichen: Erst diffamieren dann leise verdrücken

Hier der Link zur Einleitung. Angeblich reagierte der Programmbeirat auf einen FAZ-Artikel, der die reißerische Ankündigung des “Kampagnenjournalismus”-Films auf Arte noch im August 2014, deutlich kritisierte. Doch die Entscheidung der öffentlich-rechtlichen Sender kommt vier Jahre zu spät.
Denn bereits spätestens seit Mai 2011 ist bekannt, dass der “Gasland”-Filmemacher Josh Fox bewusst unwahre Aussagen/Darstellungen in sein Machwerk integriert hat. Das hat der investigative Journalist Phelim McAleer herausgefunden, indem er bei einer Veranstaltung Josh Fox unbequeme Fragen stellte. Im Verlauf der Befragung musste dann Fox eingestehen, dass ihm bekannt war, dass lange vor Fracarbeiten Methan im Grundwasser enthalten war und somit das Phänomen der entflammbaren Wasserhähne altbekannt ist (YouTube-Video “Gasland director hides full facts“).
Auf diesen Sachverhalt wurde in Forenbeiträgen bei Arte und 3sat teilweise noch vor der Ausstrahlung mehrfach hingewiesen, jedoch wurden diese Hinweise konsequent ignoriert. Dieses Ignorieren hatte fatale Folgen, denn das in “Gasland” Dargestellte und Behauptete wurde von zahlreichen Mitbürgern unkritisch als der Realität entsprechend angenommen.
Das hatte zur Folge, dass die ungefähr zum Jahreswechsel 2010/2011 angelaufene und im wesentlichen auf emotionaler Ebene geführte Debatte um die auch in Deutschland seit Jahrzehnten etablierte Technologie des Hydraulic “Fracking” Fracturing verschärft wurde. Ich bin sogar überzeugt davon, dass es ohne diesen Film, an dem quasi nichts Wahres dran ist (siehe “Fracking in den USA – ‘Gasland’ und die Fakten”  hier ScienceSkeptical), es dies Debatte nicht gegeben hätte. Schließlich beriefen sich bereits vor der Ausstrahlung des Films Medienberichte auf Szenen und Behauptungen aus “Gasland”.
Die Debatte, die von durch “Gasland” bzw. durch die genannten Medienberichte verunsicherte Mitbürger angestoßen wurde, erreichte zügig die Politik, angefangen von der kommunalen Ebene bishin zur bundespolitischen. Im Wesentlichen geht es in der Debatte um vermutete, jedoch bislang unerschlossene Erdgasvorkommen in Tongesteinen mit hohen organischen Anteilen (“Schiefergas”) sowie untergeordnet in Kohleflözen (“Coal Bed Methane” bzw. “CBM”).
Dabei ist zur Erschließung der Schiefergaslagerstätten der Einsatz des Hydraulic Fracturing unumgänglich. In CBM-Lagerstätten kann das Speichergestein durch gebirgsmechanische/tektonische Prozesse bereits ausreichend durchlässig sein, um das in den Kohleflözen enthaltene Erdgas ohne den Einsatz künstlicher hydraulischer Risserzeugung gewinnen zu können.
Aber auch das bereits seit fünf Jahrzehnten (!) in Deutschland ohne umweltrelevante Probleme in Sandsteinen unterschiedlicher geologischer Formationen (Buntsandstein, unterpermisches Rotliegendes sowie Karbon und ganz untergeordnet im Jura) sowie auf dem Gebiet der DDR auch im Staßfurtkarbonat des Zechstein durchgeführte Hydraulic Fracturing geriet in den Fokus der Kritik. Für das Jahr 2011 anberaumte Projekte in den Bohrungen “Bötersen Z11″ (Rotliegendes, Landkreis Rotenburg) sowie “Düste Z10″ (Karbon, Landkreis Diepholz) sind bis heute nicht umgesetzt worden.
Lediglich in der Erdölbohrung “E Barth 11″ in Vorpommern konnte im Jahr 2014 durch geschickte Argumentation des Unternehmens CEP Central European Petroleum GmbH (CEP) eine Mehrfach-Fracbehandlung in der horizontalen Bohrstrecke im Speichergestein (Staßfurtkarbonat) durchgeführt werden. CEP distanzierte sich deutlich vom “Fracking” in Schiefergaslagerstätten.
Dabei muss man bedenken, dass der vor 2010/2011 in Deutschland unbekannte Begriff des “Fracking” als Kurzform für “Hydraulic Fracturing” mittlerweile durch Bürgerinitiativen (BI), Umweltverbände und zahlreiche Medien zur Definition des Gesamtprozesses der Schiefergasförderung umgedeutet wurde. Oder auch nicht. Je nachdem, wie es den Gegnern des weltweit über 2,5 Millionen Mal durchgeführten Standardverfahrens gerade ins Konzept passt.
Da in Deutschland irgendwo immer Wahlkampf ist und die gut organisierten BI, Umweltverbände sowie Journalisten wie der “Solarpreisträger für persönliches Engagement” Jürgen Döschner vom zur Neutralität (!) verpflichteten öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ARD) es erfolgreich geschafft haben, den Eindruck zu vermitteln, dass der überwiegende Anteil der deutschen Bevölkerung gegen Hydraulic Fracturing eingestellt ist, sah sich die Politik gezwungen, dem vermeintlichen Wählerwillen entsprechend zu handeln.
Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Mehrheit der Deutschen eine ablehnende Haltung gegenüber Hydraulic Fracturing hat. Das ist meiner Ansicht nach eine Folge jahrelanger medialer Desinformation, die mit der unkritischen Berichterstattung über die angeblichen unausweichlichen Folgen der Schiefergasgewinnung begann und sich dabei mit Szenen aus “Gasland” bediente und schließlich in der mehrfachen Ausstrahlung dieses Filmes gipfelte. Wissenschaftler, die über Expertise auf dem Gebiet verfügen, wurden vorsichtshalber nicht in die Berichterstattung einbezogen.
Ohne nachvollziehbaren Grund ist die Politik deshalb bestrebt, die Möglichkeiten zur Durchführung des Hydraulic Fracturings erheblich einzuschränken. Der Satiriker und Kabarettist Dieter Nuhr hat dieses Bestreben folgendermaßen dargestellt:
“Das Umweltbundesamt will das Fracking verbieten, weil sich die Risiken dieser Technologie noch nicht sicher vorhersagen lassen. Also nicht, weil es ein Risiko gäbe, sondern weil es eins geben könnte. […]”
Dieses Zitat ist einem beim WDR ausgestrahlten Podcast entnommenworden. Nuhr erntete für seinen satirischen Beitrag üble Beschimpfungen aus den Kreisen der selbsternannten “Anti-Fracking-Bewegung”, was ich in dem Beitrag “Wegen Satire: Dieter Nuhr erntet üble Beschimpfungen von “Fracking”-Gegnern” beschrieben habe.
Während die Bundesregierung lediglich infolge der von “Gasland” ausgelösten Debatte wie oben geschrieben die Möglichkeiten zur Durchführung des Hydraulic Fracturings erheblich einschränken will, wollen einzelne Landesregierungen das Standartverfahren komplett verbieten. Eine nachvollziehbare, wissenschaftlich begründete Grundlage dafür existiert jedoch nicht.
Zwar hat bereits die vorangegangene Bundesregierung über das meiner Ansicht nach politisierte/ideoligisierte Umweltbundesamt (UBA) eine zweiteilige Risikostudie zum “Fracking” in Auftrag gegeben, aber das Ergebnis, insbesondere des zweiten Teils, entspricht nicht den Vorstellungen des Auftraggebers. Der Geophysiker Prof. Dr. Horst Rüter dazu in seinem bissig-pointierten Beitrag “Fracking – kann die Politik noch sachbezogen handeln?”:
“Es wurden Gutachten und Studien in Auftrag gegeben (NRW und UBA 1 und 2). Die Wissenschaftler wurden sorgfältig so ausgesucht, dass sie von Fracking möglichst keine Ahnung hatten, zumindest aber noch nie etwas zum Thema veröffentlicht hatten. Dennoch entstanden überraschenderweise brauchbare Gutachten, die zum größten Leidwesen der Politik deren populistische Positionen nicht begründeten”.
Der Chefgutachter des zweiten Teiles, Uwe Dannwolf, widersprach sogar öffentlich der Interpretation des Gutachtens seines Auftraggebers, dem UBA. Dieser Widerspruch wurde in einer kleinen Serie des NDR/ARD Magazins “Panorama” sowie dessen Ablegern thematisiert. Im Rahmen dieser Serie wurde dann auch endlich “Gasland” als das dargestellt, was der Film ist: Hochgradig unseriös.
Einer der Beiträge wurde treffenderweise “Fracking: Die Angst der Politik vorm Bürger” genannt. Ich habe diesen Beitrag bewusst verlinkt, da anhand der unter dem Beitrag zu findenden Kommentare hervorgeht, wie die “Fracking”-Gegner reagieren, wenn sich ein Magazin auf sachlicher Ebene einem heiß diskutierten Thema nähert. Ich denke, es ist überflüssig zu erwähnen, dass einige Kommentare an Niveaulosigkeit, ähnlich wie zum Nuhr-Beitrag, kaum zu unterbieten sind.

 Video (in Englisch) zur Befragung der Macher von Gasland durch Phelim McAleer nach den Gründen warum sie die wichtigsten Fakten bezüglich des Methanaustritts aus Wasserhähnen wegließen
NDR/ARD reagierten mit “Die Wucht der Vorwürfe hat uns überrascht”entsprechend irritiert auf die unsachlichen Kommentare der “Fracking”-Gegner. Was ich an dieser Stelle der “Panorama”-Redaktion hoch anrechne ist das Eingeständnis, dass auch sie sich von “Gasland” beeindrucken ließen und die Szene mit den brennenden Wasserhähnen als wahr verkauften. Aber sie hatten den Anstand, diesen Fehler einzugestehen während von Arte und Co. keine Reaktion zu vernehmen war.
Auf die Serie der “Panorama”-Redaktion folgte eine Replik der Kollegen vom “Monitor”-Magazin, an der auch der bereits erwähnte Jürgen Döschner beteiligt war. Dazu habe ich mich ausführlich im ScienceSkeptical-Beitrag“Öffentlich-rechtliche Diffamierung von Wissenschaftlern”ausgelassen. Einen lesenswerten Artikel dazu gibt es auch bei “Die Achse des Guten” mit dem Titel “Fräck ju, Panorama!” von Wolfgang Röhl.
Allerdings erschienen die “Panorama”-Beiträge erst nach der letzten “Gasland”-Ausstrahlung bei Arte. Und diese Ausstrahlung wurde vom grünen Umweltminister von Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel, via Twitter beworben (Filmtipp Remmel). Es ist peinlich, dass von einem Landesminister ein Film beworben wird, der vor nachgewiesenen Unwahrheiten nur so strotzt.
Fataler ist jedoch, dass aufgrund der dank “Gasland” seit inzwischen 4 Jahren anhaltenden Debatte um ein bewährtes Verfahren auf inzwischen sämtlichen politischen Ebenen, die inländische Erdöl-Erdgasindustrie keine Planungssicherheit für Investitionsentscheidungen mehr hat. Dieser Umstand hat zur Folge, dass seit fast vier Jahren keine Fracmaßnahme in Erdgaslagerstätten mehr durchgeführt wurde und Anträge nicht bearbeitet werden, obwohl sich die Gesetzeslage nicht geändert hat. Das wiederum hat zur Folge, dass der seit etwas mehr als 10 Jahren zu verzeichnende Förderabfall beschleunigt hat.
Der ungerechtfertigte Genehmigungsstillstand sowie die wissenschaftlich nicht nachvollziehbaren, da unbegründeten geplanten Erschwerungen der Genehmigungspraxis für hydraulische Stimulationsmaßnahmen haben zudem noch weitere Folgen: Anberaumte Projekte wurden auf Eis gelegt oder sogar komplett in den Orkus geworfen, so dass inzwischen Bohrkontraktoren wie die im niedersächsischen Celle beheimatete ITAG Kurzarbeit einführen mussten oder bei Mitbewerbern wie der KCA Deutag Kurzarbeit ansteht. Hinzu kommt, dass sich der Eigenversorgungsanteil von einst 20 Prozent auf jetzt lediglich nur noch 10 Prozent weiter verringern wird.
Und das alles ohne Not, nur weil es ein längst als unwahr entlarvter Film geschafft hat, große Bevölkerungsteile, von denen sich wiederum einige in Bürgerinitiativen engagieren, zu verunsichern. Diese verunsicherten Bürger haben es wiederum geschafft, teilweise mit befangenen Journalisten, die Politik vor sich herzutreiben, die sogar soweit geht, Ergebnisse von ihr selbst in Auftrag gegebener Studien nicht zu akzeptieren. In anderen Bereichen hätte dies einen politischen Skandal zur Folge, bei dem die Verantwortlichen wie die UBA-Präsidentin Krautzberger (SPD) sowie deren Weisungsbefugte und Parteigenossin, die Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks, ihren Hut hätten nehmen müssen. Wenn es um fossile (Energie-) Rohstoffe geht, gelten jedoch anscheinend andere Regeln.
Steven Arndt betreibt die Webseite “Erdöl und Erdgas in Deutschland
Übernommen von ScienceSceptical




SPON- Visionen zum Strommarkt der Zukunft – Wenig Science, viel Fiction

Das von beiden Einrichtungen erarbeitete Konzept ist nach Einschätzung des Autors ebenso revolutionär wie radikal und werde in der Energiewelt zu einem Machtkampf führen. Als Heilsweg wird dabei die Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch vorgeschlagen: Werde gerade mehr Strom produziert als gebraucht wird, so solle sein Preis deutlich sinken. Große Abnehmer sollen so dazu gebracht werden, mehr zu verbrauchen. Fabriken könnten zum Beispiel die Produktion erhöhen, große Kühlhäuser stärker kühlen. In Zeiten, in denen mehr Strom gebraucht wird als gerade verfügbar ist, sollen die Preise dagegen deutlich steigen. Verbraucher sollen so dazu gebracht werden, sich zu bescheiden.
 
EE-Fortschritt: In Zukunft soll unser Leben wieder den Zufällen von Wind und Wetter unterworfen werden
Das Bild rechts wurde von der SPON Website übernommen

Drei Hebel für die Steuerung des Strompreises

Durch Vernetzung und Kommunikation, so das Fazit, sollen sowohl Erzeugung – bevorzugt durch EE-Quellen – als auch Verbraucher sich kurzfristig auf wechselnde Strompreise einstellen. Als zentrale Hebel sieht man die EEG-Umlage, die Netzentgelte und den Kraft-Wärme-Kopplungsbonus, den Kraftwerke dann erhalten, wenn sie die Abwärme ihrer Stromproduktion ins Wärmenetz einspeisen. Der Vorschlag dieser „Wissenschaftler“ sieht nun vor, alle drei Umlagen zu Zeiten eines Stromüberangebots zu senken, um dadurch den Strom deutlich billiger zu machen, im umgekehrten Fall dagegen zu steigern, d.h. den Strom deutlich teurer zu machen. Schon heute, so ihr Argument, gebe es in Deutschland eine Reihe „wetterfühliger Fabriken“. Künftig solle diese Technik zum Standard werden.
 
Abb. 1: Schöne neue Energiewelt: Schneller schweißen Jungs, gleich wird der Strom teurer

Fernab jeden Realitätsbezugs

Für jeden, der die Realitäten des Stromverbrauchs sowohl im Haushalt als auch im industriellen Bereich auch nur näherungsweise kennt, stellt sich die Frage, aus welcher Abteilung man denn heute solche „Wissenschaftler“ rekrutiert. Schon im Haushalt werden Strom, Heizung, Warmwasser und Licht dann gebraucht, wenn die Bewohner zuhause sind und es zum Tagesablauf passt. Den Bürgern vorschreiben zu wollen, sie sollten morgens ungewaschen zur Arbeit gehen, weil der Wind gerade nicht weht, zeugt geradezu von Infantilität. Auch werden Straßenbahn und Eisenbahn ihre Fahrpläne wohl kaum nach solchen Kriterien kurzfristig über den Haufen werfen. In der heutigen Zeit gibt es kaum eine Fabrik, die ihre Produktion einem wechselnden Stromaufkommen anpassen könnte, selbst Aluminiumhütten und Stahlwerke können höchstens kurzfristig mal die Produktion herunterfahren. Bei Ausfällen im Bereich mehrerer Stunden ist Schluss mit lustig, dann besteht die Gefahr, dass ihnen die Öfen einfrieren. Eine Steigerung ist dagegen faktisch unmöglich, da solche Produktionseinrichtungen ansonsten stets mit der maximal möglichen Auslastung gefahren werden, mehr Strom kann gar nicht in mehr Produktion umgesetzt werden. Moderne, computergesteuerte Fertigungsanlagen können ihre Produktion, die von ausgetüftelten Parametern, langfristigen Planungen, Transport- und Logistikketten sowie Markterfordernissen diktiert wird, sowieso nicht mal „so eben“ den Launen von Wind und Sonne anpassen. Der Vorschlag dieser angeblichen Wissenschaftler ist so unsinnig, dass jedem, der moderne Fabriken und ihre Abläufe kennt, schlicht die Worte fehlen, um den hinter solchen Vorschlägen steckenden Grad an Ignoranz noch mit halbwegs höflichen Worten zu beschreiben. Ebenso könnte man vorschlagen, die zeitlich bis ins kleinste Detail durchoptimierten Abläufe in einem modernen Containerhafen wieder an das Timing von Teeklippern anzupassen, die auf See mal wieder in eine Flaute geraten sind. Oder einer werdenden Mutter raten, die Wehen doch bis nächste Woche aufzuschieben….
Fred F. Mueller
[SPIE] http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/energiewende-so-koennte-der-strommarkt-der-zukunft-aussehen-a-1017164.html
(1) Stefan Schultz Vita
Jahrgang 1980, studierte Medienkultur, Politik und Britische Literatur in Hamburg und Lissabon (M.A.). Praktika und freie Mitarbeit bei „Hamburger Abendblatt Online“, „Prinz“, „Hamburg LIVE“ und der portugiesischen Tageszeitung „24 Horas“. Entwicklungsredakteur und Crossmedia-Beauftragter für die Print- und TV-Ausgabe von „Deutschland International“. Seit 2007 Volontär bei SPIEGEL ONLINE. Seit 2008 Redakteur im Ressort Wirtschaft, Spezialgebiete: Energie, IT-Wirtschaft und China. Kurzkorrespondenz in San Francisco (2009) und New York (2010). Ernst-Schneider-Preis für Online-Journalisten (2011). Dreimonatiges Journalisten-Stipendium in China (2012).




Niedersachens Grüner Umwelt-Minister Wenzel möchte Hannover zur Klimaschutz-Hauptstadt machen

1. Brief an den Minister Wenzel

Sehr geehrter Herr Minister Wenzel,
Aus der Presse entnehme ich, dass Sie einen internationalen Klimagipfel in Hannover planen. Ich protestiere energisch gegen dieses Vorhaben, weil ich nicht will, dass meine Steuergelder für diesen Unfug verwendet werden. Sie können keinen wissenschaftlichen Beweis vorlegen, dass anthropogenes CO2 eine Gefahr für das Klima darstellt. Nicht eine der von den Panikverbreitern benannte Klimaänderung oder Wetterextreme kann für sich in Anspruch nehmen, dass sie nicht schon vor 1850 auf ganz natürliche Weise ohne CO2 Einwirkung vorgekommen ist. Es gibt noch nicht einmal eine schlüssige Korrelation von CO2 Anstieg in der Atmosphäre und einem Temperaturanstieg. Eine Hypothese ist solange wissenschaftlich als falsch anzusehen, wie sie nicht durch gemessenen Beweis bestätigt ist. Deswegen sind Konferenzen mit dem Ziel Klimaschutz monokausal durch CO2 Minimierung zu organisieren völlig überflüssig. Noch überflüssiger sind alle Maßnahmen, wie  z. B. die Energiewende, die diese Hypothese als Begründung anführen. Ich bin nicht bereit diesen Unfug widerspruchlos hinzunehmen.
Mit ärgerlichen Gruß
Georg v. Petersdorff

Antwort aus dem Ministerbüro

From: Kollenrott, Marie
Sent: Monday, January 26, 2015 11:17 AM
To: mailto:georg31@web.de
Subject: Klimawandel und Klimakonferenz
Sehr geehrter Herr von Petersdorff,
Herzlichen Dank für ihre Mail. Ich gebe Ihnen Recht, es gibt keinen hundertprozentigen wissenschaftlichen Beweis, dass anthropogenes CO2 den Klimawandel verursacht. Jedoch kann es in der seriösen Wissenschaft niemals hundertprozentige Gewissheit geben.
Die im IPCC versammelten, weltweit führenden Klimaforscher haben zahlreiche Daten und Studien zum Klimawandel gebündelt. Der IPCC schreibt in seinem 2013 erschienenen fünften Sachstandsbericht, es sei extrem wahrscheinlich, dass die beobachtete Erwärmung vom Menschen verursacht wird.
Auch wenn es nie hundertprozentige Sicherheit gibt. Die Folgen des Klimawandels sind für den Menschen und die Umwelt katastrophal. Das Risiko nicht zu handeln, ist zu groß – dies hielten wir für unverantwortlich. 
Neben dem Klimawandel gibt es auch andere gute Gründe für eine ökologische Modernisierung der Energieversorgung. Die Energiepolitik steht vor einer epochalen Herausforderung. Die Probleme des wachsenden Energiehungers, der zunehmenden Rohstoffknappheit und der steigenden Energiepreise müssen gelöst werden.
Die fossilen Ressourcen sind begrenzt. Langfristig werden die Strompreise aufgrund der Rohstoffknappheit steigen und zukünftig die nötigen Investitionen für eine Energiewende übersteigen. Ganz zu schweigen von den Kosten, die uns noch für die Atommüllentsorgung bevorstehen.
Somit ist auch wirtschaftlich gesehen der Umstieg auf erneuerbare Energien günstiger. Die Energiewende bringt langfristig transparente und stabilere Energiepreise mit sich, da die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen und Rohstoff-Importen sinkt.
Ihnen ist sicherlich bekannt, dass sich die Grünen seit Jahren für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Klimaschutz engagieren. Aus all den oben genannten Gründen, werden wir dies auch weiterhin tun.
i.A.
Marie Kollenrott
Persoenliche Mitarbeiterin
Marie.Kollenrott@lt.Niedersachsen.de
Abgeordnetenbuero
Stefan Wenzel MdL 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag Hinrich-Wilhelm-Kopf Platz 1
Telefon: +49 (0) 511 – 3030 – 3301
Stefan.Wenzel@lt.niedersachsen.de
www.Stefan-Wenzel.de

Vorstellungsvideo der Persönlichen Mitarbeiterin des Ministers: Marie Kollentrott auf dem Wahlparteitag der Niedersächsischen Grünen am 2. Juli 2012 in Wolfsburg;, mit Dank an Spürnase H.R.Vogt:

Erneute Replik des Wählers Georg v. Petersdorff

Sehr geehrte Frau Kollenrott
Auf meine etwas zornige Einlassung antworten sie bemerkenswert freundlich. Dafür danke ich Ihnen. Ich gehe aber davon aus, dass Sie nicht der Meinung sind mich argumentativ überzeugt zu haben. Darum etwas deutlicher und ausführlicher meine Antwort.
Sie schreiben, es kann in der seriösen Wissenschaft nie eine hundert prozentische Sicherheit geben. Richtig, solange eine Hypothese durch Messungen nicht bestätigt ist, ist sie als falsch anzusehen. Und das trifft nun einmal für die Horrorszenarien für den Klimawandel zu. Alle, in den nun schon fast seit 30 Jahren auf Computermodellen basierenden, Prognosen waren falsch. Deshalb ist eine wesentliche Klimaerwärmung durch anthropogenes CO2 mehr als unwahrscheinlich.
Sie schreiben weiter, „Die im IPCC versammelten weltweit führenden Klimaforscher…..“ Sie erlauben, dass ich da ein Fragezeichen setze. Wenn Studenten und Doktoranden dafür Berichte schreiben dürfen und wirkliche renommierte Wissenschaftler ihre Mitarbeit aufkündigen, weil sie die Ergebnisse nicht mehr mit tragen können, habe ich ein Problem mit dieser Aussage. Außerdem ignoriert diese Aussage tausende von Wissenschaftlern, die andere Ursachen für den Klimawandel benennen, als das Spurengas CO2. Und wenn Sie auf die Anfänge von IPCC zurückblenden und sehen, dass der Auftrag der UNEP an das neu gegründete IPCC lautete, Argumente zu suchen die den durch anthropogenes CO2 verursachten Klimawandel bestätigen. Der Auftrag lautete nicht, danach zu suchen ob es sich so verhält, dann muss man sich nicht wundern, wenn alle Hinweise, die dieser Hypothese widersprechen aus den Sachstandberichten ausgeblendet werden. Wenn Sie weiter berücksichtigen, dass der Sachstandbericht für die Öffentlichkeit, auf den Sie sich berufen, das Produkt eines politischen Feilschens ist, bei dem gerade die Deutschen unrühmlich versucht haben der CO2 Hypothese widersprechende Fakten nicht in dem Bericht mit aufzunehmen, dann trägt das ebenfalls nicht zur Glaubwürdigkeit der CO2 Hypothese bei. Der Skandal ist, dass das Ganze politisch eingefädelt und/oder naiv geglaubt wird und das genügend Wissenschaftlicher bereit sind sich dafür kaufen zu lassen.
Sie schreiben weiter: „Auch wenn es nie hundertprozentige Sicherheit gibt, die Folgen des Klimawandels sind für die Menschen und Umwelt katastrophal. (Sagt das PIK) Das Risiko nicht zu handeln ist zu groß.“  Auch das sehe ich völlig anders. Die Wahrscheinlichkeit, dass anthropogenes CO2 ein Klimarisiko darstellt ist außerordentlich gering. Seit dem Ende der kleinen Eiszeit ist die Globale Temperatur, bei allem Vorbehalt für diese Formulierung, mit Schwankungen um weniger als 1° C angestiegen in den letzten 17 Jahren überhaupt nicht mehr. Dieser Wert ist erstens  sehr moderat und bewegt sich in der bekannten Schwankungsbreite der natürlichen Klimaänderung. Die Rechnermodelle der Klimawarner haben das so nicht vorausgesehen, ja mehr noch, es sind nicht wenige Fakten versuchter und durchgeführter Datenmanipulationen bekannt geworden, mit dem Ziel möglichst  hohe Temperaturanstiege zu beweisen. Es da verantwortlich zu nennen 1 Billion für eine  untaugliche Energiewende in den Sand zu setzen, kann ich nicht nachvollziehen. Was könnte damit für Anpassung an mögliche Klimaänderungen alles getan werden, oder besser Wie viel Hunger und Elend in der Welt damit gelindert werden. Hier nur noch der Hinweis, die Warmzeiten waren die guten Zeiten für die Menschen, nicht die Kaltzeiten. Kommt noch hinzu, dass die Energiewende das Ziel der CO2 Einsparung überhaupt nicht erreicht, wenn die Investitionen in Stahl, Beton, Silizium u. a. m. mit bilanziert und zusätzlich der CO2 Ausstoß der nicht ausgelasteten konventionellen Kraftwerke berücksichtigt wird. Dem Klima ist es egal, der Glaubwürdigkeit der politisch Handelnden kaum.
Weiter heißt es bei Ihnen, „Neben dem Klimawandel gibt es auch andere gute Gründe für eine ökologische Modernisierung der Energieversorgung.“ Sie begründen das mit zunehmenden Energiebedarf und der Endlichkeit fossiler Ressourcen. Der zunehmende Energiebedarf ist sicher ein Faktum und die Voraussetzung für mehr Wohlstand weltweit, dabei reden wir nicht nur von elektrischer Energie. Was die Endlichkeit der fossilen Rohstoffe betrifft, erleben wir z. Zt. gerade das Finden immer neuer Lagerstätten und die zunehmende Erkenntnis, dass der Ursprung von Gas vermutlich auch Öl nicht fossil ist sonder geologischen Prozessen zuzuordnen ist und von da her von der „Endlichkeit“  noch weit entfernt ist. In jedem Fall ist der Vorrat an brennbaren Rohstoffen  so groß, dass noch genügend Zeit ist dem Markt und damit der menschlichen Innovation es zu überlassen andere oder bessere Energiequellen zu erschließen. Ob man das für seltene Erden, die für Solaranlagen und Windkrafträder benötigt werden auch sagen kann ist fraglich.  Die Steinzeit ging auch nicht zu Ende weil es keine Steine mehr gab, sondern weil den Menschen was Besseres eingefallen ist.
Die durch die Politik verordnete Energiewende hin zur elektrischen Energiegewinnung aus Wind, Sonne und Biomasse, ökologisch und modern zu bezeichnen, ist für eine  Industrienation ein Witz. Es widerspricht den in Deutschland bis jetzt doch erfolgreichen Umwelt- Naturschutz- und Ökologiebestrebungen mit Windmühlen die Landschaft zu verschandeln, Vögel und Fledermäuse zu schreddern, mit Infraschall die Menschen zu belästigen, riesige Stahlbetonmengen in die Erde zu buddeln, Zuwege zu bauen, Wälder abzuholzen und das sogar in Naturschutzgebieten, Umweltschäden bei der Herstellung von Solarzellen in China in Kauf zu nehmen, Starkstromtrassen quer durch die Republik zu bauen, Solaranlagen auf fruchtbaren Ackerböden zu errichten, Monokulturen für Biogas zu fördern, den Austausch von Urwald in Ölpalmen zuzulassen, von nicht gelösten Speichertechniken ganz zu schweigen. Und eine Technik als modern zu bezeichnen, die nur dann elektrischen Strom liefert, wenn Wetter und Tageszeit es zulassen, die zur Aufrechterhaltung der Versorgung eine konventionelle Versorgung zusätzlich im Standby Modus erforderlich macht, nur weil man glaubt mit politischen Gesetzen physikalische Gesetze aushebeln zu können kann man nur als lächerlich bezeichnen. Minister Gabriel hat zu Recht behauptet,  „Andere halten uns für bekloppt“
Sehr geehrte Frau Kollenrott, gerade mit dem letzten Absatz appelliere ich an das grüne Gewissen.
Weder der Klimaschutz noch eine Ressourcenknappheit, liefert ein Alibi für diese verkorkste Energiewende. Ihre Hoffnung, dass in absehbarer Zeit Strom aus den s. g. Erneuerbaren günstiger sein wird als aus konventionellen Kraftwerken teile ich nicht. Das einsammeln von Energie mit geringer Dichte aus der Fläche ist bleibt sicher teurer als die Umwandlung konzentrierter Energieträger an zentralen Plätzen. Zur Kernenergie nur so viel: Eine Lagerung sollte aus heutiger Sicht rückholbar sein, denn Wissenschaft und Forschung sind auf dem besten Weg die Wiederverwertung des heutigen Abfalls rentabel zu machen. Ebenso halte ich eine Generelle Verweigerung gegenüber der kerntechnischen Energieerzeugung für falsch, sondern denke, dass Wissenschaft und Forschung auch hier zu inhärent sicherer Technik verhilft. Leider wird das vermutlich nicht in Deutschland geschehen.
Sie haben im Auftrag von Minister Wenzel geschrieben, daher bitte ich darum auch die Antwort vorzulegen.
Mit freundlichen Grüßen
Georg v. Petersdorff

Jetzt mit Antwort von Frau Kollenrott

From: Kollenrott, Marie

Sent: Monday, February 02, 2015 11:01 AM

To: ‚Georg von Petersdorff-Campen‘

Subject: AW: Klimawandel und Klimakonferenz

Sehr geehrter Herr von Petersdorf,

danke für ihre E-Mail.

Es ist richtig, wir werden uns argumentativ nicht einig werden.

Ich möchte Sie der Form halber darauf hinweisen, dass ich nicht im Namen des Ministers geantwortet habe, sondern in meinem Namen aus dem Landtagsbüro. So steht es auch unter meiner an Sie gerichteten Mail in der Signatur. Da sie diese veröffentlicht haben, möchte ich Sie bitten diesen Punkt richtig zu stellen. Wenn Sie eine Antwort des Ministers wünschen, wenden Sie sich bitte an die folgende Adresse:

Stefan.Wenzel@mu.niedersachsen.de

Mit besten Grüßen,

Marie Kollenrott

Persoenliche Mitarbeiterin

Marie.Kollenrott@lt.Niedersachsen.de