Ein Spaßmacher im NDR unterwegs

Extra 3 ist eine Sendung vom ndr, Sie wissen schon, der ndr, der den zdf Meteorologen gern mal vom Schrecken der „Klimaerhitzung“ schwafeln lässt, eben jener, erzeugt und sendet auch- jeden Donnerstag-  die besagte Sendung Extra 3.

von Michael Limburg

Angesagt, besser moderiert, und vielleicht auch geleitet wird die Sendung von Christian Ehring. Ein Mann – darf man das heute noch sagen – oder besser ..eine als männlich gelesener Mensch- der schon viele Stationen in seinem Berufsleben durchlaufen hat, und dabei jede Menge Preise von seiner Journalisten – Blase einsammeln konnte.

Wikipedia listet allein 26 davon auf.

Und wie man an den Preisen sieht, ist sein Metier vor allem das komische. Heute wird man sagen er ist nicht mehr Komiker, sondern Comedian. Klingt gleich viel besser Dabei kann er noch viel mehr, denn „Christian Ehring (* 18. September 1972 in Rheinhausen) ist ein deutscher FernsehmoderatorKabarettistAutor und Musiker. Seit 2011 moderiert er das Satiremagazin Extra 3“. So jedenfalls steht es bei WIKIPEDIA.

Und alle diese Fähigkeiten kommen ihm bei Extra 3 zugute. Denkt man. Denn dort spießt Herr Ehring Woche für Woche „Alle Polit-Pannen und Provinz-Possen auf einen Blick. extra 3 · Der Irrsinn der Woche.“ auf, wie es der ndr so nett formuliert. Und hat sogar Publikum dabei.

Nun fand Ende November 24 die COP 29, wie sie offiziell heißt, in Baku statt. Und alle waren enttäuscht. Nun gab es zwar wohltönende Verlautbarungen, der Klimafonds sollte irgendwann und irgendwie von jetzt 100 Mrd $ (die wurden letztes Jahr wirklich erreicht und den Löwenanteil dort zahlte – wie sollte anders sein – Deutschland) auf 300 Mrd. $ aufgestockt werden, aber niemand wusste so recht, wie das gehen sollte. Und die ca. 40.000 Teilnehmer standen sich nun erst recht die Füße in den Bauch, weil sie nicht akzeptieren wollten, dass die Melkkuh „Klimakatastrophe“ spätestens seit Baku alle viere von sich streckte und verstarb. Und damit auch keine Milch mehr gab, egal ob in $, Rubel, € oder sonst was.

Nur die Medien begannen das nun auch zu schnallen, darunter auch der Spaßmacher Ehring. Er macht in Extra 3 einen Beitrag mit dem Titel: „Klimakonferenz Baku Erde retten vielleicht später“ und nach einem netten Einspieler – der  u.a. in die Stimme des Kermit die Frosch erinnerte, aber dort einen Monty-Python-Jünger vor ca. 2.000 Jahren zeigte, der im Wasser spielte- in dem Ehring sagte.

„Wir beginnen direkt mit einer guten Nachricht: Die Klimakatastrophe ist verschoben“

Und das Publikum tobte.

Hier können Sie Extra 3 im Original hören, und hier die Version auf EIKE um die es hier geht.

Dann ging der Spaßmacher auf die Konferenz in Baku kurz ein, streifte dann auch Präsident (elect) Trump und versuchte dann auf das „Klimawandel-Verharmloser-Institut EIKE“ , wie er es nannte, los zu gehen. Dazu schob er einen Ausschnitt ins Bilde, welches er aus einer Sendung von SPIEGEL TV vom 05.03.2020 holte und das den Autor zeigte.

Ich legte darin den Zuschauern dar, dass es für eine Klimakatastrophe keinen Anlass gäbe, doch wenn es trotzdem richtig wärmer würde, müsse man sich eben anpassen. Anpassung ist nebenbei gesagt, das Erfolgsrezept allen Lebens und ist es daher auch für die Krone der Schöpfung, den Menschen. Es ist, aber nur dann, wenn es soweit ist, das Gebot der Stunde. Und seit vielen Jahrtausenden geübt. Und dann führte ich, als Ergebnis der technischen Anpassung, welche nur den Menschen zur Verfügung steht, die Klimanlagen an, die es Milliarden Menschen in den Tropen erlauben würden, während der Mittagshitze zu arbeiten. Und erwähnte dann, dass der Erfinder Willis Haviland Carrier, der 1902 diese Klimaanlagen erfunden hätte, viel zu wenig gewürdigt worden wäre.

Doch für Ehring und mit ihm ein Teil seines Publikums war das der Brüller. Sie hatten zwar vielleicht zuvor das Wort „anpassen“ vernommen, aber dann nicht richtig hingehört und daher nicht aufgepasst, jedenfalls beim Wort „Klimaanlagen“ konnte sich Ehring kaum noch einkriegen, und ein Großteil seines Publikums auch nicht. Und er malte sich dann aus, wie man durchs Öffnen der Fenster die „Atmosphäre abkühlen könne“ also den Klimawandel bekämpfen würde. Das ist zwar frei erfunden, davon hatte ich nie gesprochen, aber für einen dümmlichen Gag kann die Logik mal zu kurz kommen.

So sieht es jedenfalls der Spaßmacher Ehring.

Mein Eindruck: Warum nicht, wer es mag: lieber blöd und heiter, als gescheit und heiter. Extra 3 zeigt es Ihnen wie das geht.




Prof. Dr. Klaus-Dieter Döhler ist tot

Am 7.12.24 erreichte mich die Nachricht, dass Prof. Dr. Klaus-Dieter Döhler verstorben sein. Er wurde am 29.12.1943 geboren und verstarb, wohl für alle sehr überraschend, am 28.11.24. Das war eine herbe, nein, eigentlich eine schlimme Nachricht, denn er schien mir gesund zu sein und voller Tatendrang, und kurz vorher hatten wir noch miteinander korrespondiert. Darin bedankte er sich noch am 19.11.24 bei mir für meine guten Wünsche anlässlich seiner Einweisung wegen Herzrhythmusstörung ins Krankenhaus. Eine Erkrankung, die heute fast jeder Herzkranke hat, und deren Behandlung – mit gutem Ausgang- eigentlich alltäglich ist. Dann hörte ich nichts mehr von ihm, bis eben auf die Nachricht, dass er am 28.11.24 verstorben sei. Irgendwer hatte dann auch mitgeteilt, dass eine Lungenentzündung ihn dahin gerafft hatte.

Das alles traf mich schwer, denn Prof. Dr. Klaus-Dieter Döhler war ein toller Mann. Im wahrsten Sinne des Wortes. Er war umfassend gebildet, als Wissenschaftler und nicht nur in seiner Disziplin der Biologie, Chemie und Psychologie herausragend, aber ebenso als Mann der Wirtschaft, als Gründer und Geschäftsführer der Curatis Pharma GmbH (seit 1999). Um nur einen Teil seiner umfassenden Tätigkeit zu umreißen.

Klaus Döhler „betrieb als Endokrinologe 12 Jahre medizinische Forschung und war tätig am Max-Planck-Institut für Biophysik und Chemie in Göttingen, arbeitete an der medizinische Hochschule Hannover und der University of California in Los Angeles“ und schaute auf 110 wissenschaftliche papers  und eine Monographie zurück. Auf der Expo 2000 leitete er ein Projekt mit dem Titel „Peptidische Wirkstoffe im menschlichen Körper“.

Wir hatten uns im Januar 2000 anlässlich einer Anhörung im Niedersächsischen Landtag kennen, und wie ich feststellen darf, auch schätzen gelernt. Und standen seit dieser Zeit im persönlichen Kontakt. Er nahm bei EIKE-Tagungen teil, und beinah wären wir uns bei der „Bürger für Technik“ Tagung am 1. November in Hannover wieder begegnet.

Besonderen Eindruck machte bei mir seine Erkenntnis zur Klimawissenschaft, die er wie folgt darstellte (hier und hier):

„Ich selbst bin seit 50 Jahren in der naturwissenschaftlichen und medizinischen Forschung tätig und für mich ist die kritische Überprüfung einer Hypothese ganz selbstverständlich. Stimmen erhobene Daten nicht mit der Hypothese überein, dann sind entweder die Daten nicht ordnungsgemäß erhobenen worden oder die Hypothese gilt als widerlegt.

Als ich vor 5 Jahren begann, mich für die Klimaforschung zu interessieren, bekam ich den Eindruck, dass die Regeln, die für andere naturwissenschaftliche Fachgebiete gelten, für die Klimawissenschaft außer Kraft gesetzt sind. Ich hatte den Eindruck und habe ihn immer noch, dass bei der Klimawissenschaft die Hypothese vorgegeben wurde und die Erhebung von Daten so zu erfolgen hat, dass die vorgegebene Hypothese, der Mensch sei am Klimawandel schuld, bestätigt wird. Wer sie nicht bestätigt, wird als „Klimaleugner“ diffamiert und wissenschaftlich – manchmal auch beruflich – kaltgestellt.

Ein weiterer Begriff macht mir zu schaffen: Die Klimasensitivität. Es wird dauernd von Klimasensitivität geredet aber wo wurde jemals eine Klimasensitivität tatsächlich gemessen oder sonst wie nachgewiesen? Diese Frage stelle ich seit über 5 Jahren. Ich habe als Antwort eine Menge an Lyrik und mathematischen Formeln erhalten, aber noch nie eine wissenschaftlich nachprüfbare Erklärung. Irgendwie vermute ich, „Klimasensitivität“ und „Treibhauseffekt“ bedeuten dasselbe, nämlich gar nichts. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) schätzt (!!!) in seinem Bericht AR5 von 2013 die Klimasensitivität (d.h. der Temperaturanstieg durch eine Verdoppelung der CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre) auf 1°C bis 6°C. Das ist ein Zeichen von Nichtwissen!!! Andere schätzen die Klimasensitivität auf 0,5°C oder 0,6°C und wiederum andere auf Null – wer bietet mehr? Fazit: großes Rätselraten – keiner weiß Bescheid, aber dennoch werden auf der Basis jenes Nichtwissens, hunderte von Milliarden Euro ausgegeben, nur um das zu verhindern von dem man gar nicht weiß, ob es überhaupt existiert. Für mich als Wissenschaftler klingt das alles wie Hokuspokus oder Kaffeesatz-Leserei. Das hat mit Wissenschaft nichts zu tun! „

Das Klaus Döhler eine intakte Familie hatte, setze ich voraus, denn der Nachruf scheint das zu bestätigen. Gern hätten wir mehr von ihm gehabt. Es hat leider nicht sollen sein.

Er wird uns allen sehr, sehr fehlen, und möge in Frieden ruhen. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Für das EIKE-Präsidium und viele seiner Freunde und Bewunderer

Michael Limburg

 




Die Klimaideologie ist tot

Harold Lewis: „……. Die globale Erwärmung ist der größte und erfolgreichste pseudowissenschaftliche Betrug, den ich in meinem langen Leben als Physiker gesehen habe.“ – Harold Lewis: Austrittschreiben an die American Physical Society[6]

Ein Meinungsbeitrag von Michael Limburg

Ich wurde für dieses Gespräch aufgefordert meinen Eindruck darzulegen, wie heute – also im Jahre 26 nach Gründung des IPCC – die Welt auf diese Klimareligion schaut, und ja, es ist eine Klimareligion, die „die Wissenschaft“ als Hohe Priester nutzt.

Um es kurz zu machen, diese Klimareligion, man kann im weiteren Sinn auch von einer Ideologie sprechen, eine Klimaideologie, diese Klimaideologie, diese Klimareligion ist tot.

Noch nicht ganz mausetot, aber doch schon sehr dicht dran. Leider, und dieses leider muss ich einfügen, haben weder die EU, noch Deutschland das begriffen. Und die Vereinten Nationen, die sich davon einen deutlichen Machtzuwachs versprechen, leider auch nicht.

Woran mache ich das eine fest und auch das andere?

Nun, bevor ich darauf eingehe, möchte ich etwas zu meiner Person sagen.
Ich bin Ingenieur, mit den Themen Elektrotechnik im Ganzen und Nachrichtentechnik im Besonderen, und dazu versehen mit einem Zusatzstudium in Mess- und Regelungstechnik. Zur Ausbildung gehörte auch ein naturwissenschaftliches Studium von Physik und gewisse Teile der Chemie.

Ich fühlte mich also gut gerüstet, die Idee von der schlimmen Klimawirksamkeit des Kohlendioxids in der Atmosphäre zu verstehen, aber auch die damit verbundenen Prozesse richtig einzuordnen. Und das betreibe ich seit nunmehr 24 Jahren.

Vom Klima hatte ich anfangs keine Ahnung. Ich nahm es wie es kommt, nämlich als eine statistische Zusammenfassung von lokalen Wetterdaten über mindestens 30 Jahren, wie es ja auch die World Meteorological Organization definiert und war eigentlich ganz froh in einer Ecke zu wohnen, die sich durch mildes Kontinentalklima auszeichnet

Zu Anfang hatte ich keine Probleme damit anzunehmen, dass CO2 diese schlimme Wirkung hat, obwohl ich mich schon von Anfang an, an die Chemie erinnerte, die mir einbläute, dass CO2 in der Atmosphäre zu den Spurengasen gehörte, die insgesamt – also alle miteinander – weniger als 1 Vol % ausmachten.

Und CO2 – überdies unsichtbar, defacto ungiftig, bis ca. 8000 ppm oder 0,8 % als Grenzwert- war um das Jahr 1990 herum ca. mit 280 ppm oder nur 0,028% in der Luft enthalten. Oder anders ausgedrückt – von 10.000 Molekülen Luft sind nur 4 Moleküle CO2, und nur 1 davon – nämlich die Erhöhung von 3 auf 4, sei in den letzten 150 Jahren dazugekommen. So das IPCC. 1 von 10.000, dazu ungiftig, sich schlecht mit anderen Stoffen , also nicht wie Gift- zu verbinden und dazu unsichtbar.

Das war also die Ausgangslage und sehr schnell sah ich ein, dass das mit dem CO2 nicht stimmte. Und da ich genügend Zeit hatte, versuchte ich der Sache tiefer auf den Grund zu gehen, denn vielleicht hatte ich ja irgendetwas übersehen.

Nun, je tiefer ich bohrte, desto mehr wurde mir klar, da war nichts. Wirklich nichts! Ein Bild, das Text, Screenshot, Diagramm, Kreis enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Um das zu darzustellen habe ich hier ein Bild von Willi Soon, einem Astrophysiker und in Harvard lange beschäftigt, und ein „Klimarealist“ der ersten Stunde, das darstellte welche groben Energieprozesse, die Energiebilanz der Atmosphäre der Erde bestimmen. Um Ihnen das Zählen zu ersparen .. es sind 18 Prozesse. Und von diesen 18 Prozessen sind 17 mit dem Wasserdampf verbunden und nur einer, ein einziger – nämlich die Atmospheric compostion -hat auf eine entfernte Weise – irgendetwas mit dem CO2 zu tun. Einer von 18 und dazu auch noch sehr entfernt.

Und trotzdem begann langsam – beginnend mit dem (Wärme) Ingenieur Callendar in den 30 Jahren des vorigen Jahrhunderts, der sich auf den schon lange widerlegten Svante Arrhenius beruft, diese Idee in der insbesondere – westlichen Welt – Fuß zu fassen. Und sicher hat bei dieser Entwicklung der Club of Rome mitgewirkt, von dem die Aussage von Alexander King in den 70 er Jahren des vorigen Jahrhunderts überliefert ist:

“Auf der Suche nach einem neuen Feind um uns zu einen, kam uns die Idee, dass Luftverschmutzung, die Bedrohung der globalen Erwärmung, Wasserknappheit, Hungersnöte und Ähnliches das Richtige wäre.“
Die erste globale Revolution, Club of Rome

Und wenn ich schon beim Zitieren bin, darf ich noch Sir John Houghton zitieren, dem ersten Vorsitzenden des IPCC, der seinen Mitstreitern einbläute:

“Wenn wir keine Desaster ankündigen, wird uns auch keiner zuhören.”

Und so war es.

Doch wenn Sie gestatten zitiere ich jetzt zu Svante Arrhenius Herrn Bernd Fleischmann – ebenso Ingenieur und bekennender Klimarealist wie ich:

Zitat: „Arrhenius wandte dann seine falsche Theorie auf das „Treibhaus Erde“ an. Statt Fensterglas nahm er die „Treibhausgase“ Wasserdampf (H2O) und Kohlendioxid (CO2), welche die sichtbaren Sonnenstrahlen auf die Erde durchlassen, die von der Erde abgestrahlten Infrarotstrahlen aber teilweise absorbieren. Er bezog sich in seinen Arbeiten von 1896 und 1901 auf John Tyndall, der die Absorption der Wärmestrahlung der Erde durch das CO2 in der Atmosphäre gemessen hat. Manche bezweifeln das jedoch und sagen er hat mit seinem Messaufbau nur die Absorption durch Wasserdampf messen können. Dessen Ergebnisse, behauptete Arrhenius „stimmen sehr gut mit meinen Versuchen überein“, verschwieg dabei aber, dass er die Ergebnisse von Tyndall durch 3,6 dividiert hatte. So etwas nennt man Betrug! (http://www.kolumbus.fi/boris.winterhalter/PDF/ArrheniusCO2.pdf).

Abgesehen davon hat Arrhenius mit seinem Messaufbau die Absorption durch CO2 gar nicht messen können.

Er hat stattdessen die Absorption durch Wasserdampf gemessen“ Zitat Ende.

Und trotzdem begann diese Idee das CO2 – insbesondere das von allen Verbrennungsprozessen freigesetzte CO2, also das menschgemachte CO2- für alles Übel auf der Welt verantwortlich zu machen. Es entstand eine richtige Hype, eine Religion, eine Ideologie. Und zwar deshalb, weil auch die Linke, nachdem sie merkte, dass der Kommunismus nicht mehr so richtig zog, 100 Millonen Menschen waren damit umgekommen, merkt das Schwarzbuch des Kommunismus an, sich eine neue Opfergruppe ausdenken wollte. Nämlich all die, welche unter dem reichen „Westen“ zu „leiden“ hatten. Nicht umsonst war die erste Konferenz auf der diese Klimaideologie verkündet worden, die Rio-Konferenz von 1992. Bei die­ser Kon­fer­enz wurde das Konzept der nach­hal­ti­gen En­twick­lung (sus­tain­able de­vel­op­ment) beschlos­sen, aus die­ser ging dann die Agenda 21 her­vor. Wenig danach bekannte Frau Brundt­land, zuvor Ministerpräsidentin von Norwegen und stramme Sozialistin, nun Schirmherrin dieser Konferenz, fre­imütig im In­ter­view eines ka­na­dischem Re­porter Zi­tat: „Das Pro­gramm der Soz­i­al­is­tischen In­ter­na­tion­ale ist die Ba­sis der Riok­on­fer­enz“

Wer sich intensiver mit dem CO2 in der Atmosphäre, vor allem was früher – also bis 1830 – gemessen wurde, und was dann daraus gemacht wurde, kann das in diesem Video von Markus Fiedler tun. Obwohl ziemlich lang, es lohnt sich.

Und im Jahre 1995 fand in Berlin die erste der IPCC Konferenzen statt. Und von wem finanziert und ausgerichtet?

Nun Sie wissen es: Es war Frau Merkel. Schon damals mehr mit der Rettung der Welt beschäftigt als mit dem Voranbringen ihrer Heimat: Deutschland.

Und dann nahm es richtig Fahrt auf. Der industrialisierte Westen musste – getrieben von den grün linken aller Art und dankbar aufgenommen von den Entwicklungsländer- Buße tun. In noch nie dagewesener Art und Weise.

Billionen von $ oder Euro wechselten den Besitzer. Während in den ersten Jahren die Menschen im Westen diesem Treiben noch wohlwollend zustimmten, schließlich war Umweltschutz angesagt, „niemand der klar im Kopfe ist, würde in den Teich pinkeln aus dem er sein Trinkwasser holt“ um ein bekanntes Bonmot des ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten zu wiederholen, und die Klimaideologen verbanden auf raffinierte Weise, den „Klimaschutz“ mit dem Umweltschutz, ging es nach Paris mit seiner „Übereinkunft“ erst so richtig los. Allein Deutschland wird der „Klimaschutz“ für die Klimaneutralität so beziffert MacKinsey[1] allein auf 6 Billionen € kosten, andere wie Prof. Thess [2], kommen allein und nur für die sog. Energiewende auf 10 Billionen €.

10 Billionen sind so viel, dass, weil das Jahr 31.140.000 Sekunden hat, und wenn man pro Sekunde 1.000 Euro sparte, oder verdiente, dann – dann müsste man dies 321 Jahre lang tun. Oder wenn man es pro Minute versucht, dann sind es 60 x mehr, das wären es 19.261Jahre.

Dann hat man 10 Billionen €!

Und in den anderen Ländern des Westens ist es nicht anders. Die Menschen merken, mit diesen grün-linken Ideologe geht es ihnen ans „eingemachte“. Erst werden sie ihr Geld los, dann ihren Job, dann Ihre Rente und zum Schluss sind sie verarmt.

Doch leider ist es nicht die Wissenschaft, die den Sieg davonträgt, sondern die Erkenntnis, das Klimaschutz im wahrsten Sinne des Wortes arm macht. Oder um es mit Berthold Brecht zu formulieren: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral.“

Und es ist schlimm, sehr schlimm, dass es erst so weit kommen musste,

Schauen wir uns die Klimakonferenz in Dubai an. Dorthin kamen fast 100.000 Besucher, und alle hatten nur ein Ziel – etwas von diesem Riesenkuchen der dort vielleicht verteilt wurde- möglichst viel abzukriegen. Doch sie wurden enttäuscht, der Ölstaat Dubai zelebrierte zwar einige Messen für „Eneuerbare Energien“ und versprach den Anwesenden ..

Langfristig wollen alle Vertragsstaaten auf Kohle, Öl und Gas verzichten. Auch wenn die Umsetzung dieses Ziels noch aussteht, ist es ein Fortschritt – und eine der wichtigsten Entscheidungen der Klimakonferenz..aber langjä̈hrige Fragen zur Finanzierung bleiben offen, einschließlich einer fehlenden Definition von Klimafinanzierung und der Anpassung von globalen Finanzströmen an das Pariser Klimaziel (Artikel 2.1c)“

wie German Watch traurig einen Misserfolg in einen Erfolg umzuwandeln suchte, und dann, noch missmutiger in Baku – ein Jahr später und da kamen nur noch 40.000 Besucher– wie es der  ZDF-Umweltreporter Andreas Stamm darstellt:

Der Kampf gegen den Klimawandel hat in Baku nicht gewonnen. Alles schaut nun auf die nächste COP in Brasilien im kommenden Jahr. Der Prozess geht weiter, genauso wie die Klimakrise. Kommt Zeit, kommt Rat, heißt es. Es fehlt eben immer mehr die Zeit.“

Und das auch deswegen, weil der Aserbaidschans Staatschef Öl und Gas als »Geschenk Gottes« bezeichnet, und der SPIEGEL wusste zu berichten:

„Ilham Alijew wirft Medien und Klimaschützern Verleumdung vor: »Uns anzuklagen, dass wir Öl haben, ist so, als wenn man uns anklagt, dass Baku mehr als 250 Sonnentage im Jahr hat.«

Ja so ist es. Und nur der hartgesottene Kommunist UN-Generalsekretär António Guterres meinte „Zusagen müssen schnell zu Bargeld werden“.

https://x.com/thomaseisenhuth/status/1865380908980658635

Nun, da kann er lange warten, denn den Sozialisten geht so langsam das Geld anderer Leute aus, wie Maggie Thatcher es so treffend formuliert hatte. „

Denn das das Scheitern der COP29 sollte nicht überraschend sein? erklärte James Hansen.

„Das Pariser Abkommen ist wirklich ein Betrug, ein Fake. Es ist einfach Blödsinn, wenn sie sagen: „Wir haben ein 2°C-Erwärmungsziel und versuchen dann, alle fünf Jahre etwas besser zu werden.“ Das sind nur wertlose Worte. Es gibt keine Taten, nur Versprechungen. Solange fossile Brennstoffe die billigsten Brennstoffe zu sein scheinen, werden sie weiter verbrannt werden.“

Und nicht nur beim BRIC´s Gipfel in Kasan, aber dort auch, wurde formuliert:

„..dass ihre heimischen Energiebedürfnisse und ihr wirtschaftliches Wohlergehen Vorrang vor internationalen Klimavereinbarungen wie dem Pariser Abkommen und „Netto-Null-Initiativen“ haben werden.“

Alle diese weltweiten Konferenzen zeigen daher den Niedergang dieser Religion. Ob die USA sich aus der Pariser Übereinkunft zurückziehen, und wieder der eigenen Energieversorgung insbesondere mittels fossiler Energie den Vorrang geben, …drill baby drill, und sich neue 200 Kernkraftwerke[3] bis 2050 bauen wollen, oder ob Argentinien seine Delegierten aus Baku zurückziehen. Der Niedergang ist unaufhaltsam.

Ergrünend der Erde mit Zunahme der doppelten Landfläche der USA seit 1982 Nature Climate Change volume 6, pages 791–795, 2016; https://www.nature.com/articles/nclimate3004

Nur leider in einer Region nicht

Nur leider in einer Region nicht, der EU mit ihrem Vorzeigeland Deutschland. „Deutsch sein, heißt eine Sache, um ihrer selbst willen zu tun“ wusste schon Richard Wagner.
Denn obwohl die aktuelle Regierung hierzulande deswegen und letztendlich auseinanderflog, weil das Bundesverfassungsgericht die Zweckentfremdung des Klimafonds in Höhe von 60 Mrd € – alles geliehenes Geld, versteht sich- untersagte, und deswegen ohne Aufgeben der Schuldenbremse für den Haushalt 25 nicht zu stemmen ist, ist letztendlich die Klimareligion, die Klimaideologie dafür verantwortlich. Sie macht Energie schweineteuer und mit ihren Krakenarmen unfasst sie die gesamte Volkswirtschaft und legt sie lahm.

Und wenn selbst der klimaüberzeugte Hans-Werner Sinn feststellte

„.. Das Kernproblem ist der Extremismus in der Klimapolitik. Denken Sie nur mal an das Energie-Effizienz-Gesetz vom letzten Jahr, das diesen komischen euphemistischen Namen trägt. In Wahrheit ist es ein Deindustrialisierungs-Gesetz, denn von 2008 bis 2045 muss der (primäre) Energieverbrauch insgesamt in Deutschland um 45 Prozent schrumpfen – selbst dann, wenn er bis dahin vollkommen grün geworden sein sollte.“

Auch wenn er schon lange vor „dieser“ Klimapolitik gewarnt hat, doch „internationale“ Klimapolitik findet er nachgerade sehr toll, so spricht das Bände.

Aber vielleicht gewinnt die Wissenschaft jetzt?

  • weil die Kosten für die, die sie tragen müssen, zu groß werden
  • weil insbesondere der Westen und darin die EU und Deutschland immer noch weiter diesen Unsinn vorantreiben..
    • allerdings mit nachlassender Intensität, wie USA, Argentinien und einige andere Staaten zeigen
  • die EU mit ihrem GreenDeal incl Verbrennerverbot und v.a.m. werden zuletzt umkippen,
    • und auch erst dann, wenn Deutschland nicht mehr zahlt
      • …nicht mehr zahlen kann

Wer von diesen Leuten Klimaschutz sagt, will betrügen“

 

  1. 1 https://vdiv.de/news-details/McKinsey-Studie-6-Billionen-Euro-kostet-Deutschlands-Klimaneutralitaet
  2. Bspw. Auf dem Kongress am 15.6.24 in Halle.
  3. https://www.welt.de/wirtschaft/plus254516860/USA-200-neue-AKW-Amerika-ruft-ein-neues-Kernenergie-Zeitalter-aus.html

Dieser Beitrag war ein Vortrag der am 7.1.224 vom Schiller-Insitut aufgezeichnet, in vielen Sprachen übersetzt und dann ausgestrahlt wurde. Einige Bilder wurden für diesen Beitrag hinzugesetzt.




Planwirtschaft statt Versorgungssicherheit – Die Verteilung des Mangels oder: Vom Wirtschaftswunder zur ökonomischen Degeneration

Billiger Norden, teurer Süden, Wälzung der Netzkosten, staatliche Stützungen und angebotsorientierte Versorgung – viele Ideen sollen helfen, den absehbaren Strommangel „gerecht“ zu verteilen. In diesen Fragen sind wir die globalen, aber einsamen Vorreiter.

von Frank Hennig

In jeder Staatsplanwirtschaft kommt es früher oder später zum Mangel, egal, ob diese aus realsozialistischer oder grünökologischer Ideologie heraus eingeführt wurde. In beiden Fällen wird die Marktwirtschaft mit ihrem selbstregelnden Effekt aus Angebot und Nachfrage erstickt. In funktionierenden Märkten würden nicht massenhaft Autos gebaut, die nur wenig gekauft werden und auf der Halde landen. Es gäbe keinen Mangel an Energie, weil steigende Preise Investitionen auslösen würden. Der Energiemix würde nicht aus klimaideologischen Gründen eingeengt, der Neubau von sauberen konventionellen Kraftwerken würde nicht verboten sein. Und der Kunde wäre überall König.

Unter dem Vorwand der globalen Klimarettung von deutschem Boden aus greift heute der Staat kleinteilig in wirtschaftliche Prozesse ein und kennt dabei nur zwei Instrumente: Verbote und Subventionen. Da politisch gewünschte Technologien emissionsarm, aber nicht marktfähig sind, erfolgen Investitionen nur noch mit staatlichem Förder- oder umgeleitetem Verbrauchergeld. Ursprünglich unterstützte das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nur die Naturenergien, heute muss das Backupsystem aus Netz- und Kapazitätsreservekraftwerken und künftigen Gaskraftwerken mit Staatsgeld gestützt werden. Absehbar brauchen Teile des Netzausbaus und der Industriestrompreis eine Geldspritze. Das System aus Erzeugung, Transport und Verbrauch wird also in allen Bereichen durch Staatsgeld aufrechterhalten werden müssen, weil es sich am Markt nicht trägt und im internationalen Vergleich nicht mehr wettbewerbsfähig ist.

Die interessengeleitete Verstetigung von Subventionen für dauerhaft unrentable Technologien setzt die staatsplanwirtschaftliche Ineffektivität in Gang. Am Beispiel der Windkraft: Mit Inkrafttreten des Stromeinspeisungsgesetzes 1991 begann die Förderung der Windkraft, damals unmerklich und unbedeutend aufgrund nur weniger Anlagen. Mit dem EEG im Jahr 2000 setzte der umfangreiche Ausbau ein, ohne dass das EEG, eigentlich als Instrument zur Markteinführung gedacht, sinnvoll novelliert worden wäre. Bedenkt man die 20-jährige Abnahme- und Strompreisgarantie heute in Betrieb gehender Anlagen, ergibt sich ein Förderzeitraum für die Windkraft von mehr als 50 Jahren. Ist eine Technologie nach so langer Zeit nicht marktfähig, so ist sie ein totes Pferd und man sollte absteigen.

Aber vielleicht erreicht man die Marktfähigkeit doch mit einer größeren Anzahl der Windkraftanlagen? Das Gegenteil ist der Fall, es setzt eine Selbstkannibalisierung ein. Bei gutem Wind wird so viel Strom ins Netz gedrückt, dass der Großhandelspreis verfällt, teils bis zu negativen Preisen. Das ist eine Form der Geldverbrennung und volkswirtschaftlich grober Unfug. Bei wenig Wind und guten Marktpreisen hingegen können die Anlagen nur wenig liefern. Am Ende verdienen sie am Markt nicht das Geld, um die steigenden Betriebskosten zu erwirtschaften. Sie bleiben ein Fall für die staatliche Geldinfusion.

Die EEG-Umlage war im Staatshaushalt für 2024 mit etwa zehn Milliarden Euro berücksichtigt, gebraucht wird nun mehr als das Doppelte. Die aufgeregte Diskussion um die Verwendung der „eingesparten“ zehn Milliarden Euro für die Intel-Förderung ist völlig obsolet, das Geld ist schon im EEG-Umlagekonto versenkt. 2025 steht ein Bedarf etwa in gleicher Höhe an, denn die EEG-Umlage ist gewissermaßen konsumtiv verwendetes Geld, es hält die Windkraft und die anderen Ökoenergien am Leben. Würde man für diese Summe einige Kernkraftwerke reaktivieren oder saubere Kohlekraftwerke neu bauen, hätten wir kurz- bis mittelfristig wertschöpfende und sich selbst tragende Anlagen.

Die verstetigte Förderung am Markt unrentabler Technologien macht unser Energiesystem dauerhaft unwirtschaftlich und lässt die Strompreise weiter steigen.

Mit der Gewalt von Gesetzen

In Deutschland schreibt die Windlobby über die Grünen als ihr politischer Arm de facto die entsprechenden Gesetze selbst. Folgende Gesetze wurden über die Jahre so reformiert, besser gesagt, deformiert, dass weder Natur- noch Menschenschutz gegenüber dem exzessiven Ausbau der Windkraft mehr gegeben ist:

  • Investitionsbeschleunigungsgesetz (Verkürzung des Rechtsweges)
  • Umweltrechtsbehelfsgesetz (Verschärfung)
  • Bundesnaturschutzgesetz (Einschränkungen des Naturschutzes)
  • Baugesetzbuch („uneingeschränkte Privilegierung der Windkraft“)

Die Aufzählung ist nicht vollständig.

„Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu machen“, wusste schon Montesqiueu. Mit einer steigenden Zahl an Gesetzen beginnt jedoch eine Interventionsspirale, denn jedes neue Gesetz, jede weitere Verordnung treibt die Bürokratie und eröffnet Umgehungstatbestände, denen wiederum kleinteilig begegnet werden muss. Am Ende bekommt die Planwirtschaft einen so hohen Preis, dass sie ineffektiv wird und Mangel erzeugt.

Um den zutage tretenden Mangel beherrschen zu wollen, sind immer mehr Gesetze nötig. Sieht man die Novelle des Atomgesetzes (Atomausstieg) und das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) als ursächlich für die eingetretene Entwicklung an, so waren das Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz (EKBG) mitsamt der vereinbarten Sicherheitsbereitschaft für Braunkohlekraftwerke – inzwischen ausgelaufen – die Folge, und auch das noch zu verabschiedende Kraftwerkssicherheitsgesetz (KWSG) auf der Grundlage der verschleppten Kraftwerksstrategie ist Ergebnis dessen.

Milderung sollte auch das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) bringen, ein Wolf im falschen Pelz. Es beinhaltet weniger Fragen der Effizienz, sondern deckelt den Energiebedarf. 22 Prozent Einsparung bis 2030 sollen erreicht werden, was aber durch Effizienzsteigerung nicht erreicht werden kann. Dieses Gesetz verhindert nicht nur Wachstum, es beschleunigt die Deindustrialisierung.

Dennoch traut sich niemand, an den Ursachen EEG, Atom- und Kohleausstiegsgesetz zu rütteln. Obwohl im Abschlussbericht der Kohlekommission noch von bedarfsgerechter Stromproduktion die Rede ist und der Versorgungssicherheit hohe Bedeutung zugemessen wird, äußern sich die ehemaligen Mitglieder nicht zu Gesetzesverstößen des Wirtschaftsministers gegen den Paragrafen 54 des KVBG, der wiederholte Zwischenberichte zum Verlauf des Kohleausstiegs festschreibt. Der erste Bericht war für Sommer 2022 vorgeschrieben, es gibt ihn bis heute nicht.

Eine „Große Transformation“ wird politisch wie medial als alternativlos begrüßt, offenbar in Unkenntnis darüber, was sie eigentlich bedeutet. Da überrascht eine deutliche Aussage von RWE-Chef Markus Krebber, der die deutsche Stromversorgung im Fall einer Dunkelflaute an den Grenzen sieht und für den Tiefwinter eine bedenkliche Prognose abgibt. Wer sich für den Verlauf der nationalen Energiewende interessiert, war nicht überrascht, diese Fakten sind nicht neu. Überrascht kann man sein, dass die anderen – Eon, Uniper, LEAG, die Übertragungsnetzbetreiber, Stadtwerke, Politiker, Gewerkschaften – dröhnend schweigen und eine Gefahr nicht erkennen wollen.

Vorstände von Aktiengesellschaften werden von Aufsichtsräten berufen, verlängert oder entlassen. Die Aufsichtsräte sind auch politisch besetzt mit aktiven oder ehemaligen Politikern und Gewerkschaftsfunktionären, die meist ein Parteibuch haben. Die Laufzeiten im oberen Management sind meist übersichtlich im Rahmen weniger Jahre. Diese Zeiten ohne Kündigungsschutz müssen die Vorstände nutzen, um so viel wie möglich Geld zu verdienen, und sie versuchen natürlich, die Verträge verlängert zu bekommen. Politisch unbequeme Aussagen werden deshalb vermieden, Regierungskritik sowieso.

Die Schweigespirale sorgt dafür, dass nur wenige Klartext sprechen. Auch Herr Krebber war bisher nicht deutlich zu vernehmen, RWE verdient das Geld zunehmend im Ausland.

Management des Mangels

Die grüne Elite entwickelt unterdessen Ideen, wie der Mangel gestaltet werden kann. Einige der Ideen würden die ehemaligen Mitglieder der staatlichen Plankommission der DDR anerkennend nicken lassen. Eine „angebotsorientierte Versorgung“ allerdings wäre damals nicht in Frage gekommen, es hätte dem internationalen Ruf der Republik als Industrieland geschadet. Dieser war dem Politbüro wichtig.

Die Bundesnetzagentur erwägt die erneute Einteilung Deutschlands in Zonen. Fünf Preiszonen sollen Standortentscheidungen für Neuinvestitionen beeinflussen. Über abgestufte Baukostenzuschüsse für Netzanschlüsse sollen Investitionen in den Norden gelenkt werden, wo (zeitweise) viel Windstrom anfällt. Das erspart den Transport in den Süden und einen Teil des Netzausbaus, hofft man. Verlierer würden die südlichen Bundesländer sein mit hohen Anschlusskosten. Der Effekt ist fraglich, wer würde tatsächlich noch Großinvestitionen in Deutschland tätigen, wenn zwar die Anschlusskosten lokal niedrig, die Stromkosten aber hoch und weiter steigend sind? Wenn kein oder wenig Wind weht, hat der Norden dieselben Probleme wie der Süden.

Üblicherweise geht im Westen die Sonne unter, künftig gehen die Lichter womöglich eher im Süden aus. Das Bundeskartellamt stellt in seinem Marktmachtbericht Stromerzeugung 2023/2024 fest:

„Perspektivisch dürfte die wettbewerbliche Bedeutung der verbleibenden dargebotsunabhängigen (d.h. konventionellen – d.A.) Kraftwerkskapazitäten der großen deutschen Stromerzeuger für die Deckung der Nachfrage wieder zunehmen. Hintergrund ist der geplante, … auch teilweise schon umgesetzte Rückbau dargebotsunabhängiger Kraftwerkskapazitäten. … gegen Ende des Berichtszeitraums und danach wurden insgesamt rund 11,4 GW dargebotsunabhängiger Kraftwerkskapazitäten (wieder-)abgeschaltet … Bis 2026 sollen im Saldo weitere rund 4,4 GW Kraftwerksleistung abgeschaltet werden. Dem stehen Neubauten und in diesem Zeitraum zu realisierende Neubauprojekte in Höhe von lediglich rund 1,6 GW gegenüber.“

Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller (Grüne), sieht im FAZ-Interview eher im Überangebot von Solarstrom im Süden eine Gefahr aufziehen. Die Frage, ob Blackouts drohen, umgeht er: „Ich mache mir Sorgen um technischen und finanziellen Stress. Mehr als diese Formulierung werden Sie von mir als Präsident der Bundesnetzagentur nicht hören.“

Den Start von Ausschreibungen für Gaskraftwerke Anfang 2025 hält er für unmöglich, eher für 2026. Das ist schlecht für den Süden, aber die CSU unterstützte die Stromwende von Anfang an. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion stimmte 2011 der Änderung des Atomgesetzes zum Atomausstieg mit 224 Ja-Stimmen bei 5 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen zu. Dieses Stimmverhalten erreicht zwar nicht die späteren 100-Prozent-Martin-Schulz, aber dem Niveau der Kandidaten der Nationalen Front der DDR hätte es entsprochen. Auch der stark nachhängende Netzausbau und der Kohleausstieg setzte bei der CSU in den Jahren danach kein Nachdenken in Gang, eher eine Neiddebatte über das Strukturwandelgeld für die Kohleländer.

Der damalige bayerische Umweltminister Söder drohte 2011 sogar mit Rücktritt, wenn der Atomausstieg nicht bis 2022 kommt. Er sah dann jahrelang tatenlos zu, wie in seinem Land und deutschlandweit gesicherte Kapazitäten abgebaut wurden. Oder das Denken war einfach sehr schlicht und er verstand die zahlreich aufgebauten PV-Anlagen als Ersatz. Dass Windkraftanlagen in Bayern auf Grund der niedrigen Windgeschwindigkeiten sowohl ökonomisch wie ökologisch und auch hinsichtlich der Versorgungssicherheit (das tun sie nirgendwo in Deutschland) keinen Sinn machen, hat er offenbar immer noch nicht realisiert.

Erst als die Abschaltung vom Kernkraftwerk Isar 2 in Sichtweite war, besuchte er gemeinsam mit CDU-Chef Merz das Kraftwerk und bekam Zusammenhänge erklärt. Nun brüllt der bayerische Löwe die Grünen an, Wählerstimmen werden gebraucht. Danach werden die Grünen selbst gebraucht.

Raus aus der Misere

Wie könnte man den Kurs ändern? Mit etwas Kosmetik in künftigen Koalitionsverhandlungen ist es nicht getan. Konkrete Vorschläge enthält ein Offener Brief des Aktionskreises Energie und Naturschutz und des Deutschen Arbeitgeberverbandes an die Parteispitzen von CDU und CSU. Die mögliche Reaktivierung einiger Kernkraftwerke wurde nun in einer Studie untersucht, neun Anlagen könnten mit einem einmaligen Aufwand von 20 Milliarden Euro zurück in den Leistungsbetrieb geholt werden, dies entspricht etwa der steuerfinanzierten EEG-Umlage eines einzigen Jahres.

Der Mangel würde gemildert, die Emissionen gesenkt, die Abhängigkeit vom Ausland verringert, die Strompreise gedämpft. Demgegenüber steht eine reaktionäre 80er-Jahre-Ideologie, die sich völlig überlebt hat, aber von den etablierten Parteien noch mitgetragen wird. Das ist Mangel an Wissen, Realitätssinn und Charakter. In diesem Sinne äußerte schon Albert Einstein: „Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“ Überschreitet Mangel ein bestimmtes Maß, wird er gefährlich. Es ist Zeit, zu handeln




Den eingebildeten Risiken auf der Spur

Wussten Sie, dass ein bestimmtes Mass an Radioaktivität wohl nicht nur unschädlich, sondern möglicherweise gut für die Gesundheit ist? Das legt zumindest eine Studie zu US-Bewohnern nahe. Demnach haben Menschen, die an Orten mit hoher natürlicher Untergrundstrahlung wohnen, ein längeres Leben. Im Tierversuch ist zudem belegt: Massvoll bestrahlte Mäuse bekommen seltener Krebs.

Das sind nur einige der erstaunlichen Fakten, mit denen Walter Rüegg in seinem neuen Sachbuch aufwartet. Der promovierte Kernphysiker ist aufgrund seiner Fachkenntnisse und vieler eigenen Messungen zum Schluss gekommen, dass die Risiken radioaktiver Strahlung masslos überschätzt werden. Er zeigt anhand anschaulicher Vergleiche, dass die Gefahren von Luftverschmutzung, chemischen Substanzen oder Zigaretten um ein Vielfaches grösser sind.

Walter Rüegg ist unbequem. Er belegt, dass bei der Solarenergie mindestens so viel toxischer Abfall anfällt wie bei der Atomenergie, wenn man die erzeugten Strommengen vergleicht. Er macht klar, dass die absurd tiefen Grenzwerte in Sachen Radioaktivität oft haarsträubende Folgen haben. So aufrüttelnd solche Erkenntnisse auch sind: Rüegg gelingt es, seine Leserschaft mit viel Schalk und Sprachwitz abzuholen. Sein Buch vermittelt nicht nur Wissen, sondern bietet auch einiges an Unterhaltung.

Walter Rüegg: «Zeitalter der Ängste – Aber fürchten wir uns vor dem Richtigen?», Edition Königstuhl, 2024

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