Folgt die Geschichte immer dem gleichen Muster?

Trumps „Zeitenwende“, entscheidender Schritt in Richtung Imperium?

Edgar L. Gärtner

Vorbemerkung: Als Christ stehe ich dem Begriff „Zeitenwende“ selbstverständlich vorsichtig gegenüber, denn ich bin überzeugt, dass es in den letzten 5.000 Jahren auf Erden nur eine tiefgreifende Veränderung des Weltenlaufs gegeben hat: die Geburt, die Lehren und der Leidenstod des Nazareners Jesus Christus. Selbst viele Nichtchristen akzeptieren dieses „Event“ als Beginn ihrer Zeitrechnung. (Eine Ausnahme macht da die Märtyrerkirche der Kopten in Ägypten, deren Zeitrechnung mit der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian beginnt.)

Rückkehr zum gesunden Menschenverstand

Dennoch halte ich Donald Trumps und Elon Musks Ankündigung einer Wende vom moralisierenden Selbsthass des Westens zum gesunden Menschenverstand patriotischer Familienväter und seriöser Kaufleute für ansatzweise glaubwürdig, auch wenn absehbare Widerstände der Profiteure des politischen Stillstands keine lückenlose Umsetzung erwarten lassen. Das gilt wohl vor allem für die Friedensinitiativen Trumps Richtung Russland/Ukraine und Israel/Gaza. Die Verhandlungen zwischen Trump und Putin werden höchstwahrscheinlich viel langwieriger sein, als Trump sich selbst ausgerechnet hat, als er noch vor seinem Amtsantritt verkündigte, den Konflikt zwischen Selenskyj und Putin in einem Tag beilegen zu können.

Einfacher erscheint der von Trump beschlossene Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation WHO und aus dem Pariser Klima-Abkommen von 2015, was er in seiner ersten Amtszeit schon einmal getan hat. Die wirtschaftliche Umsetzung des US-Rückzug vom Pariser Klima-Abkommen durch den Stopp der Investitionen in so genannte erneuerbare und die breitere Erschließung „fossiler“ Energieträger nach dem Motto „Drill Baby Drill“ braucht aber Zeit und Geld. Wichtig ist dabei, dass in die Energiepolitik wieder die Arithmetik einzieht und Rechnen nicht für moralisch verwerflich gehalten wird. Das wird weit reichende Konsequenzen haben – auch in Europa. Der Hype um eine „Energiewende“ zugunsten angeblich „erneuerbarer“ Energiequellen findet ein jähes Ende.

Die EU braucht eine neue Energiepolitik

Auch die EU wird nicht umhinkönnen, Ihre Energiepolitik völlig neu auszuhandeln und zu formulieren – und könnte gerade aus diesem Grund auseinanderfallen. Nicht nur das Merit-Order-Tarifsystem für Elektrizitätslieferungen, sondern auch das Fracking-Verbot für die Erdgas- und Ölförderung stehen zur Disposition. Schon machen sich französische Neogaullisten Hoffnung auf die Führung, indem sie ihren hohen Kernenergie-Anteil an der Elektrizitätsversorgung als Trumpf ausspielen. Die Finanzierung des bereits beschlossenen Neubaus von sechs Kernreaktoren und der Planung weiterer Kernkraftwerke ist allerding, wie man hört, wegen der hohen Schuldenlast des französischen Staates und des Staatskonzerns EDF nach wie vor nicht in trockenen Tüchern.

Big Tech und Künstliche Intelligenz

Eng mit der Energiefrage verbunden ist das Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI). Denn US-Projektionen gehen davon aus, dass der enorme Energiebedarf großer Rechenzentren schon am Ende des Jahrzehnts bis zu knapp 10 Prozent der gesamten Elektrizitätsproduktion verschlingen werden. Ohne die Erschließung preiswerter und verlässlicher Energiequellen ist die breite Anwendung von KI undenkbar. Bei Trumps KI-freundlichem Kurs geht es vordergründig darum, bekannte Big-Tech-Milliardäre aus dem Silicon Valley wie Marc Zuckerberg von Meta, Jeff Bezos von Amazon, Tim Cook von Apple, Sundar Pichai von Google, Reed Hastings von Netflix und Satya Nadella von Microsoft, die ihm früher feindlich gesonnen waren, ins Boot zu holen. Darüber hinaus geht es aber auch um die Erlangung beziehungsweise den Ausbau der US-Führung bei der Entwicklung „Künstlicher Intelligenz“. Dabei denken viele an den Einsatz der KI für die rasche Entwicklung neuer Impfstoffe. Was aus diesen Träumen unter dem impfskeptischen neuen Gesundheitsminister Robert Kennedy jr. werden wird, steht dahin.

Nur einen Tag nach der feierlichen Amtsübernahme Donald Trumps am 20. Januar lancierten die Tech-Unternehmer Sam Altman, der Gründer der Firma OpenAI, die die bekannte Software ChatGPT entwickelt hat und deren Aktien mehrheitlich von Microsoft gehalten werden sowie Massayoshi Son, der Chef der japanischen Softbank, und Larry Ellison, der Chef der Software-Firma Oracle, unter den Augen Trumps gemeinsam die Initiative „Stargate“, zu deren Technologiepartner die Chip-Schmieden Arm und Nvidia gehören. Das Konsortium soll Investitionsmittel in Höhe von nicht weniger als 500 Milliarden US-Dollar auftreiben. Starten soll das Projekt zunächst mit 100 Milliarden. Ob das realistisch ist, steht dahin. Die Finanzierung liegt überwiegend in der Hand der japanischen Softbank. Daneben spielt die Investmentfirma MGX aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Rolle.

Auch in Amerika wachsen die Bäume nicht in den Himmel

Doch schon kurz nach der Verkündung der ehrgeizigen KI-Pläne Trumps und seiner Unterstützer sorgte eine Nachricht aus der Volksrepublik China für Ernüchterung an der New Yorker Wall Street und in Washington: Einer chinesischen Startup war es in nur zwei Monaten gelungen, für nur sechs Millionen Dollar das mindestens gleichwertige KI-System Deepseek zu entwickeln, nachdem die Konzeption des Systems ChatGPT in Kalifornien sechs Milliarden Dollar verschlungen hatte. Die chinesische Firma erhebt für die Nutzung ihres „Open Source“-Systems keine Lizenzgebühren. Obendrein bedarf deren Software keiner teuren Spezial-Chips. Kein Wunder, dass der Aktienkurs von Nvidia an einem Tag um 16 Prozent absackte. Denn die teure kalifornische KI-Technologie schien mit einem Schlag überholt. Einige sprachen von einem „Sputnik-Moment“. Das zeigt, dass man auch bei Donald Trump und seinen Freunden nicht jede Ankündigung auf die Goldwaage legen darf. Auch im „goldenen Zeitalter“, das Trump seinen Wählern verheißt, werden die Bäume wohl nicht in den Himmel wachsen. (Trumps Plan der Umwandlung des Gaza-Streifens in eine „Rivièra des Nahen Ostens“ und die damit verbundene großräumige Umsiedlung der Palästinenser erscheint selbst vielen US-Republikanern als „irre“. Aber es entspricht Trumps erfolgreicher Verhandlungstaktik, das Unmögliche zu fordern, um das Mögliche zu erlangen.)

Trumps Erklärung, dass es nur zwei biologische Geschlechter gibt, kostet demgegenüber unmittelbar nichts, muss aber als Kampfansage an die gesamte moralistisch-narzisstisch begründete, aber autoritär auftretende Woke-Ideologie verstanden werden und wird deshalb in Europa heftigen Widerstand woker Minderheiten hervorrufen. Der bekannte schottische Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson sieht einen tiefgehenden Stimmungsumschwung („vibe shift)“ im Sinne einer Rückkehr zur Realität. Um international wirksam zu werden, bedarf dieser Umschwung und seiner Propagierung durch einen Mächtigen allerdings der Gedanken- und Redefreiheit. Dafür macht sich Trumps Partner Elon Musk durch politische Interventionen mithilfe der von ihm teuer erworbenen Social-Media-Plattform „X“ und durch das geplante globale Upgrade von Smartphones durch permanente Verbindungen mit Musks “Starlink“-Satelliten stark.

Trumps Verbindung mit dem Multimilliardär Elon Musk, dem zentralen Architekten des Bürokratie-Abbaus mithilfe des „Department of Government Efficiency“ (kurz DOGE), dient vordergründig der Absicht, gegen ungerechte und ineffiziente Woke-Quotierungen nach Geschlecht, Hautfarbe, Opfergruppe wieder dem farbenblinden individualistischen Leistungsprinzip zur Geltung zu verhelfen. Aus einem größeren Abstand besehen, erscheinen Donald Trump, Elon Musk und ihre Anhänger aber eher als die unbewussten Vollstrecker eines historischen Prozesses, der sich hinter ihrem Rücken vollzieht. Geht es diesen nicht schlicht darum, dass sie die Woke-Leitkultur ungeeignet für die Begründung ihrer Herrschaft halten? Dabei steht es außer Frage, dass das revolutionäre Vorgehen der beiden zugunsten einer kleinen Elite von Tech-Milliardären durch die Verbilligung der Energie und die Schaffung neuer Arbeitsplätze zunächst auch positive Auswirkungen auf die Lebensbedingungen einfacher Menschen hätte und wahrscheinlich die Demokratie fördern würde.

Irenische Formeln

Ich bin seit Jahren davon überzeugt, dass unsere Gesellschaft in der Regel nicht durch Vernunft, bewusste Liebe oder unbewusste Angst vor Einsamkeit, sondern durch Missverständnisse zusammengehalten wird. Die Frage ist nur, ob es sich dabei um produktive oder destruktive Missverständnisse handelt. In den beiden Auflagen meiner Abhandlung über den „Öko-Nihilismus“ (2007 und 2012) habe ich das Schlagwort „soziale Marktwirtschaft“ als typisches Beispiel für ein produktives Missverständnis angeführt, da diese kaum definierbare „irenische Formel“ zumindest im Nachkriegs-Deutschland über Jahrzehnte den sozialen Frieden fördern konnte. Als Beispiel für das Gegenteil könnte man das zur gleichen Zeit verbreitete Schlagwort „soziale Gerechtigkeit“ nennen, weil es im Grunde den schwer erreichbaren sozialen Frieden als „ungerecht“ ablehnt.

Wer sich heute noch auf die soziale Marktwirtschaft beruft, gilt schon als „rechts“. Das ist ein deutlicher Ausdruck des Vormarsches der Woke-Kultur und des Schrumpfens der bislang Ton angebenden Konsens-Kultur. Damit ist noch nichts über dahinterstehende politökonomische, soziologische und psychologische Verschiebungen gesagt. Da das Schlagwort „soziale Marktwirtschaft“ und die dahinterstehende irenische Idee in Deutschland in der unmittelbaren Nachkriegszeit von gläubigen Christdemokraten in die Welt gesetzt wurde, ist es naheliegend, den seither abgelaufenen Prozess der massiven Entchristlichung Europas als eine der Hauptursachen der woken Polarisierung der Gesellschaft in Betracht zu ziehen.

Damit ist freilich noch nichts über mögliche Ursachen der Entchristlichung gesagt. Als Ursachen für das breite Vordringen der Säkularisierung kommen Faktoren wie der vom „Wirtschaftswunder“ bewirkte hohe Beschäftigungsgrad und private Wohlstand sowie die damit zusammenhängende Schwächung des familiären Zusammenhalts über mehrere Generationen, die damit verbundene Unterbrechung der Tradierung von Glaubenssystemen und Werten, der ebenfalls damit zusammenhängende Rückgang der Geburtenrate, der gleichzeitige Abbau nationaler und konfessioneller Grenzen sowie die Rechtfertigung all dieser Prozesse durch linksliberale Ideologien in Frage.

Kann man die Geschichte der letzten Jahrtausende ohne die Bibel verstehen? Ich glaube nicht. Zumal auch Donald Trump und seine Freunde ihre Politik mit Hinweisen auf die Bibel begründen. Allerdings möchte ich hier niemanden zu meinem Glauben bekehren. Aber auch Ungläubigen kann die aufmerksame Lektüre des Alten und des Neuen Testaments meines Erachtens großen Nutzen bringen. Denn es gibt dort tiefe Einsichten in Menschliches, allzu Menschliches, das heißt in anthropologische Konstanten: Immer wenn es den Menschen zu gut geht, werden sie übermütig und begehen sexuelle Ausschweifungen und andere Dummheiten, die sie mehr oder weniger direkt ins Verderben führen.

So wurde die im Alten Testament geschilderte Geschichte des „auserwählten“ jüdischen Volkes zu einer Geschichte der Katastrophen. Nur wenige Propheten konnten sich dem Auf und Ab entziehen. Der durch Christi Menschwerdung möglich gewordene „Neue Bund“ zwischen dem Schöpfer und den Geschaffenen bedeutet auf globaler Ebene keine Abkehr vom zyklischen Wechsel zwischen Blüte und Niedergang von Kulturen. Denn die Nachfolge des Mittlers Jesus kann nur individuell erfolgen. Darauf weist auch der Althistoriker Markus Spieker in seiner dickleibigen Weltgeschichte des Christentums hin.

Der belgische Althistoriker David Engels bekennt sich zwar auch zum Christentum, beruft sich aber (gerade deshalb?) in der Forschung auf die „Kulturmorphologie“ des Vitalisten Oswald Spengler, Autor des Bestsellers „Der Untergang des Abendlandes“. Auf der Basis dieses geistigen Erbes kommt er zum Schluss, dass die gegenwärtigen Auseinandersetzungen zwischen wenigen Mächtigen den Beginn des abendländischen „Cäsarismus“ ankündigen. Ob daraus ein Auftakt zum „Endkampf“ wird, aus dem ein neuer „Augustus“ als Sieger hervorgeht, vermag freilich niemand vorauszusagen. Man kann aber David Engels zustimmen, wenn er erklärt, dass Trumps Devise „America First“ als Synonym für das Streben nach einer neuen imperialen Großraumordnung verstanden werden muss.

 




Rückzug von Jeff Bezos’ Stiftung: Klimainitiative verliert 10 Milliarden US-Dollar

Die Science Based Targets Initiative (SBTi), eine führende Initiative zur Unterstützung von Unternehmen bei der Erreichung von Klimazielen, verliert eine zentrale Finanzierungsquelle: Der von Amazon-Gründer Jeff Bezos ins Leben gerufene Earth Fund stellt seine Förderung in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar ein.
von Reinhard Werner7. Februar 2025

Auf Spenden von 10 Milliarden US-Dollar muss künftig die sogenannte Science Based Targets Initiative (SBTi) verzichten. Wie die „Financial Times“ berichtet, will die Stiftung Earth Fund von Amazon-Gründer Jeff Bezos seine Förderung für die Klimainitiative einstellen. Schwerpunkt der Tätigkeit des SBTi ist die Unterstützung von Unternehmen bei der Erreichung von Klimazielen.

Die Website des SBTi weist neben dem Earth Fund noch die IKEA Foundation als „Kernförderer“ aus. Zu den projektbezogenen Förderern gehören die Laudes Foundation, Bloomberg Philanthropies und die Stiftung Climate Arc. Als einen früheren Kernförderer führt die Initiative auch Amazon auf.

Bezos könnte seiner Stiftung eine Neuausrichtung verordnen

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Die CO₂-Steuer wird sich vervielfachen und die Inflation drastisch steigern lassen.

Die Union stimmt mit den Grünen und SPD dafür und beschleunigt damit dramatisch den Untergang Deutschlands.

von Redaktion

Die Migrationsdebatte war am 31.1.25 nicht die einzige die den deutschen Bundestag beschäftigte. Es waren auch Gesetze, die die CO2 Steuer vervielfachen und die Inflation in Deutschland drastisch ansteigen lassen wird, weil alles, wirklich alles dadurch teurer wird. Und die Union ebenso wie die Grünen und SPD haben diesem schändlichen Entwurf in der 2. und 3. Lesung zugestimmt.

Und .Apollo News schreibt dazu:

Es könnte zu einer erheblichen Steigerung des CO₂-Preises führen – von derzeit 55 Euro auf über 200 Euro pro Tonne, berichtet Cicero. Bevor das Gesetz jedoch in Kraft tritt, muss es noch vom Bundesrat genehmigt werden.

Der tagte zwar am selben Tag, und offensichtlich hat der diesem Gesetz auch zugestimmt; Sie  haben das noch am selben Tag verabschiedet

Aus der Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministers:

Ein Bild, das Schrift, Text, Typografie enthält. KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

31.01.2025 – PRESSEMITTEILUNG – Europäische Industriepolitik

Einleitung

Der Bundestag hat heute noch ein wichtiges Gesetzesvorhaben verabschiedet und in 2. und 3. Lesung das TEHG-Europarechtsanpassungsgesetz 2024 beschlossen. Das Gesetz muss anschließend noch den Bundesrat passieren. Mit der Verabschiedung kann nunmehr die bereits im Jahr 2023 in Kraft getretene Reform des europäischen Emissionshandels in deutsches Recht umgesetzt und die Grundlagen für dessen Vollzug geschaffen werden. Damit wird für emissionshandelspflichtige Unternehmen in Deutschland nunmehr zeitnah Rechts- und Planungssicherheit für das notwendige CO2-Management gewährleistet. Zugleich wird die fortgesetzte unterbrechungsfreie Funktionsfähigkeit des EU-Emissionshandels in Deutschland sichergestellt, was nicht zuletzt für die Akzeptanz dieses zentralen europäischen Klimaschutzinstruments von enormer Bedeutung ist.

Wie CICERO mit Recht schreibt, bedeutet das u.a.

„Der Liter Super würde in der Sekunde von Silvester auf Neujahr 2027 von rund 1,85 auf ungefähr 2,30 Euro steigen.

Aus CDU und FDP hörte man ja bereits länger, dass der Markt die CO2-Problematik lösen möge. Das ist alles ein Euphemismus für drastische Verteuerungen.“

Und aus dem Protokoll des Bundestages vom 31.1.25 erfährt man

„Ich komme zur Dritte Beratung und Schlussabstimmung. Ich bitte diejenigen, die dem Gesetzentwurf zustimmen wollen, sich zu erheben. –

Das sind die SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die CDU/CSU-Fraktion. Wer stimmt dagegen? – Das ist die AfD-Fraktion, die FDP-Fraktion und die beiden Gruppen BSW und Die Linke. Enthaltungen? – Sehe ich nicht. Der Gesetzentwurf ist damit angenommen.“

 

Die Parteien, die dagegen gestimmt hat, war die Alternative für Deutschland, die FDP und die Linke und BSW. Wobei die FDP Fraktion noch bei der 1. Lesung dafür gestimmt hatte.

Fritz Vahrenholt schreibt dazu:

Das Bundesverfassungsgericht hat die CO2-Reduktionsziele in Deutschland an das Pariser Klimaabkommen gekettet, das nach dem Ausstieg der USA keinerlei Wirkung mehr hat. Die Gelegenheit, diesen Beschluss zu revidieren. Und selbstmörderische Gesetze wie das EEG abzuschaffen.

..Als Preis für das Stillhalten der Grünen erzwangen diese vom Bundeskanzler, dass das umstrittene Energieeffizienzgesetz von Rot-Grün-Gelb durch den Bundestag gewunken werden sollte. Dieses Gesetz, das ohne Übertreibung als das deutsche Deindustrialisierungsgesetz bezeichnet werden kann, wurde dann tatsächlich am 19.4.2023 durch das Bundeskabinett verabschiedet, Ende September 2023 vom Bundestag beschlossen und trat am 1.1.2024 in Kraft.

Es verfügt, dass der Energieverbrauch in Deutschland bis 2045 um 45 Prozent auf 1.400 Terawattstunden nahezu halbiert werden soll. Schon bis 2030 sollen 26,5 Prozent weniger Endenergie, also nur noch 1.876 Terawattstunden, in Deutschland verbraucht  werden. Der Endenergieverbrauch in Deutschland ist in den letzten 20 Jahren bei etwa 2.500 Terawattstunden nahezu konstant geblieben, obwohl das Bruttoinlandsprodukt von 2003 auf 2023 um 87 Prozent angewachsen ist. Erst in den letzten drei Jahren ging der Endenergieverbrauch in Deutschland durch die von der Ampelregierung ausgelöste Deindustrialisierung durch Verknappen von Strom- und Gasangeboten auf 2.267,5 Terawattstunden in 2023 zurück.

Es ist völlig ausgeschlossen, dass der Endenergieverbrauch halbiert wird und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) weiter wachsen kann. Das BIP wird schrumpfen. Der Bundeskanzler, die SPD und die FDP sind von den Grünen durch das Energieeffizienzgesetz auf einen Schrumpfkurs für unser Land geführt worden.

Dieses Gesetz ist ein wahres Monstergesetz planwirtschaftlicher Prägung und wird Deutschland, wie wir es kennen, zerstören. Daher ist es überraschend, dass über dieses grüne Deindustrialisierungsgesetz und seine zwingend notwendige Aufhebung in der nächsten Legislaturperiode nicht diskutiert wird. Auf 90 Seiten wird minutiös festgelegt, wie viel Prozent in jedem Bundesland Jahr für Jahr an Energie einzusparen ist und welche Einsparziele die Industrie und Haushalte zu erfüllen haben.

Jetzt muss sich jeder fragen, warum es richtig ist die Union zu wählen?

 




E-Autos mit dramatischer Laufzeitverkürzung

Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts zeigen, dass E-Autos im Schnitt nach nicht einmal dreieinhalb Jahren wieder aus dem Fahrzeugbestand verabschiedet werden. Das durchschnittliche Alter aller zugelassenen PKW in Deutschland beträgt hingegen etwa 10 Jahre.

von Michael W. Albers

Batterie-elektrische Autos sind eine Sackgasse. (Ausbleibende) Käufer sind schlauer als die Politik. Amtliche Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) lassen explosive Schlüsse zu – und nicht nur, weil die Neuzulassungen 2024, die wir jetzt kennen, einen Absturz zeigen.

Kurz noch einmal der grundlegende Kontext: wie zuletzt auf dieser Plattform erörtert, ist die Weltrettung durch „Klimaneutralität“ ein gefährlicher Irrweg, auf dem sich Europa sinnlos ruiniert. Deutschland hat unter gewaltigen Mühen von 2010 bis 2023 seinen jährlichen CO2-Ausstoß um etwa 230 Megatonnen verringert, aber China und Indien haben im Trend nur das letzte halbe Jahr gebraucht, um das komplett zu kompensieren (aktuell 15 Gigatonnen Jahresproduktion CO2 bei 3 Prozent jährlicher Steigerung). China und Indien sind etwa 25-mal schneller beim Beschleunigen als wir beim Bremsen. Präsident Trump hat Amerika vom sinkenden Schiff gerettet; die EU muss jetzt zwangsläufig ihre gesamte „Klimapolitik“ ebenso revidieren.

Der Baustein „Elektro-Autos erzwingen“ steht weit oben auf der Liste des groben Unfugs, der sofort abgestellt werden muss – schon weil bei ehrlicher, ingenieurmäßiger Berechnung Batterie-Autos unter dem Strich gar kein CO2 einsparen, sondern (auch durch Batterieproduktion in China und Rohstoffgewinnung) die Emission weltweit erhöhen. Der neue US-Präsident hat Bidens Vorschriften zur Verdrängung von Verbrennern vom Markt sofort in den Papierkorb der Weltgeschichte befördert. Auch daran sollten sich Deutschland und Europa ein Beispiel nehmen.

Die Vorgeschichte: Von 2016 bis Ende 2023 förderte der Bund mit seinem „Umweltbonus“ die Anschaffung von Elektro-Autos (auch Plug-in-Hybride, die kurze Strecken auf Batterie fahren können, aber weit überwiegend als Verbrenner genutzt werden). Die Förderung je PKW betrug bis zu 6.750 Euro, davon fiktiv ein Drittel vom Hersteller (der natürlich vorher den Listenpreis entsprechend heraufgesetzt hat). Bei einem Auto mit Listenpreis von 36.000 Euro, das der Händler mit Rabatt für 30.000 Euro aus der Hand gegeben hat, betrug der Zuschuss des Bundes mit 4.500 Euro schon 15 Prozent des tatsächlichen Kaufpreises. (Mehr Hintergrund vom ADAC, der früher tatsächlich Autofahrer-Interessen vertreten hat.)

Umweltbonus weg, Nachfrage bricht ein

Über 10 Milliarden Euro sind für den Umweltbonus verbrannt worden – etwa so viel wie die Subventionen für den Betrieb des gesamten SPNV (regionalen Eisenbahnverkehrs) pro Jahr kosten. Mit Zuckerbrot wollte man die Stromer in den Markt drücken, es wurde aber nur ein mickriges Strohfeuer: Der Anteil der (exklusiv) Batterie getriebenen PKW an allen Neuzulassungen startete 2016 bei 0,3 Prozent, 2019 erreichte er 1,8 Prozent. Dann sprang er auf 6,7 (2020) und 13,6 Prozent (2021). In den beiden Folgejahren war der Gipfel mit etwa 18 Prozent erreicht (berechnet mit KBA-Zahlen, Dezember 2024, Tabelle FZ 28.2).

Kaum war der Umweltbonus weg, brach das Kunden-Interesse ein und der Batterie-Stromer-Anteil fiel 2024 zurück auf 13,5 Prozent, wie wir jetzt als Jahresbilanz wissen. Während Plug-in-Hybride sich zuletzt auf Minimal-Niveau stabilisiert haben (knapp 200.000 Neuzulassungen von insgesamt über 2,8 Millionen), fielen Batterie-PKW von (Kalenderjahr 2023) 524.000 auf (2024) 381.000 zurück – ein Einbruch um 27 Prozent, nachdem der Markt nicht mehr durch massive Anschaffungs-Subventionen verzerrt wird. Es bleibt natürlich die Manipulation durch die Dauerpropaganda auf allen Kanälen, einschließlich der selbstmörderischen Strategie der „Premium“-Hersteller, sich bei Entwicklung und

Nicht nur fällt es der Batterie-Auto-Propaganda schwer, Verbrenner-Fahrer ohne Bestechung zum „Umsteigen“ zu bewegen. Wer in den letzten Jahren „fortschrittlich“ sein wollte und einen Stromer angeschafft hat, bereut dies zunehmend und will zum Verbrenner zurück, wie Umfragen international belegen und schon Mitte letzten Jahres durch die Medien ging (Beispiel vom progressiven US-Sender CNBC hier). Der Einbruch bei den Anschaffungen findet statt, bevor von einem ernsthaften Markt-Hochlauf überhaupt die Rede sein kann: der Anteil der angeblich klimafreundlichen Stromer (amtlich „BEV“ für battery-electric vehicle) am Bestand aller PKW in Deutschland lag zum Jahreswechsel 2023/24 noch unter drei Prozent.

Nicht mal eines von 30 Autos auf der Straße fährt mit dem deutschen Strom-Mix, wobei immer noch nur ganz ausnahmsweise nicht ausschließlich fossiler Strom „getankt“ wird – das heißt: nicht erzeugt werden müsste, wenn das Auto nicht an der Steckdose hinge. Preisfrage nun: Können die BEVs trotz Ende der Direktsubventionierung nach und nach Land gewinnen – etwa wenn es bei einem Marktanteil an den Neuzulassungen von knapp 14 Prozent bliebe, was bei einem rückläufigen Trend und angesichts verbreiteter Endverbraucher-Enttäuschung schon Wunschdenken sein könnte?

Sind Batterie-Autos Wegwerf-Artikel?

Der Bestand wird natürlich von älteren und alten Fahrzeugen dominiert und lässt sich nur sehr allmählich über viele Jahre hinweg umwälzen: Ein PKW ist schließlich ein sehr langlebiger Gebrauchsgegenstand – auch wenn das Auto den Besitzer wechselt, zu diversen Gebrauchtwagenkäufern. Doch halt, diese Aussage scheint bei den Batterie-Autos nicht wirklich zuzutreffen – wie ein Blick hinter die amtlichen Zahlen beweist (berechnet anhand der KBA-Statistik Kfz nach Umwelt-Merkmalen, Tabelle FZ 13.2.1): 524.000 der reinen E-Autos sind im Laufe 2023 neu zugelassen worden. Der entsprechende Bestand der Kategorie hat sich zwischen den benachbarten Jahreswechseln aber nur um 396.000 erhöht  – wo bleiben die 129.000 Differenz? Es ist zwar damit zu rechnen, dass beim Aufbau eines neuen Segments von PKW im Markt eine Art „Schatten-Bestand“ aufwächst, aus vorübergehend abgemeldeten Autos, die beim Gebrauchtwagenhändler auf einen Käufer hoffen. Aber was soll nach fast zehn Jahren Marktaufbau da noch groß kommen?

Jedenfalls können diese E-Autos im Wartestand nicht so zahlreich sein, dass es diese Differenzen (die sich über die Vorjahre noch erheblich summieren, dazu gleich mehr) erklären würde. Und je größer ein solcher Schattenbestand, desto eindeutiger würde er beweisen, dass (selbst junge) Gebrauchte auf Batterie-Basis praktisch unverkäuflich sind. Letzteres ist exakt die Marktrealität; selbst tapfer regierungstreue Medien kamen schon vor einem Jahr nicht umhin, das mit einer Träne im Auge einzuräumen (Tagesschau). Ähnlich vor einem halben Jahr Focus und Stern; hier ein Branchendienst. Ein Markt-Segment kann aber nicht funktionieren nur mit Neuwagenkäufern, es wird definitiv eine „Fortsetzung nach hinten“ gebraucht. Sonst wären die Stromer im deutschen Markt beinahe so etwas wie Wegwerfautos – wie „öko“ wäre das denn?

Im Ergebnis hat eines von vier 2023 neu zugelassenen BEVs nicht der verstärkten Flotten-Durchdringung gedient, sondern war schon eine Ersatz-Anschaffung innerhalb des lächerlich kleinen vorhandenen Anteils am Bestand. Nimmt man für die Neuzulassungen im Jahr 2024 ähnliches an, lag der Gesamtbestand Anfang 2025 bei maximal 1,7 Millionen von etwa 49,4 Millionen PKW insgesamt – es könnten aber auch nur 1,6 Millionen sein, wenn der Trend zum „Wegwerfen“ (teils womöglich auch Entsorgung ins Ausland) von Fahrzeugen aus erster Hand anhält. (Diese „Hochrechnung“ ist leider nötig, weil das Kraftfahrt-Bundesamt bis Mai eines Jahres braucht, um die Tabellen für den Bestand am 1. Januar zu veröffentlichen.)

Lächerlich kurze Lebenszyklen

Die Folgen all dessen für die Bestandsentwicklung sind dramatisch, gar traumatisch für grüne Träumer (oder Täuscher), wie folgende Analyse zeigt: Wenn neue E-Autos nicht zusätzlich zu, sondern anstelle von „alten“ Batterie-PKW zur aktiven Flotte gekommen sind – wieviele Jahre aktiven Dienstes hatten die bestandsmäßig ersetzten Fahrzeuge hinter sich? Idealtypisch ist anzunehmen, dass jeweils die ältesten Exemplare „dran“ waren. Ebenso ist logisch klar, dass maximal sämtliche zu einem früheren Zeitpunkt überhaupt zugelassenen Fahrzeuge entsorgt werden können, aber nicht mehr.

(Was real im Markt passiert, ist natürlich vielschichtiger: Beispielsweise defekte Batterien, die zu ersetzen sich nicht lohnt, könnten manche Vielfahrer-Flottenautos schon nach 18 Monaten ins Nirvana schicken; manche Exoten könnten andererseits leicht fünf und mehr Jahre lang durchhalten, weil sie als umweltbewegte Drittwagen nur zweimal pro Woche kurz zum Shopping genutzt werden und die Laufleistung pro Jahr nur 2000 Kilometer beträgt. Solche Details lasse man außer Acht, um sich einem realistischen Durchschnittswert anzunähern.)

Durch diese Linse betrachtet, zeigen die Zahlen folgendes:

  • Die Ersatz-Neuzulassungen der Jahre bis einschließlich 2023 liegen etwa in der Größenordnung der gesamten Neuzulassungen jeweils drei Jahre zuvor – und erreichen fast den Gesamtbestand jeweils drei bis vier Jahre vorher! Diese Betrachtung pro Jahrgang deutet auf eine typische Lebensdauer von rund 40 Monaten hin. Das lässt sich absichern durch eine übergreifende Bilanzierung:
  • Alle Ersatz-Neuzulassungen der acht Kalenderjahre von 2016 bis Ende 2023 erreichen in der Summe fast genau 300.000. Das ist fast so viel wie der Bestand Anfang 2016 (etwa 25.000) plus alle Neuzulassungen der Jahre 2016 bis Ende 2020. Die beiden Vergleichswerte werden praktisch identisch, wenn man innerhalb der Neuzulassungen im Jahr 2020 (fast 200.000!) die letzten paar Monate herausnimmt; von Ende 2023 geht es dann zurück bis irgendwann im dritten Quartal 2020.
  • Damit bestätigt sich eindeutig: Batterie basierte PKW können sich im Schnitt nicht einmal dreieinhalb Jahre im Bestand halten – weil viele davon schon früh wieder abgestoßen werden und nur ein Bruchteil als Gebrauchtwagen noch eine echte Chance hat. Ist das ein Hammer? Ein Vorschlag-Hammer, genau genommen?

Damit wird automatisch auch der ohnehin mickrige Marktanteil von unter 14 Prozent bei den Neuzulassungen vollends witzlos: selbst wenn Batterie-Autos ein Viertel der Verweildauer der Verbrenner im Bestand schaffen würden, kann der Bestands-Anteil niemals auch nur annähernd 14 Prozent erreichen, sondern mit Glück vier Prozent! Aber selbst das dürfte utopisch bleiben, denn schon das durchschnittliche Alter aller Bestands-PKW liegt bei rund 10 Jahren (laut KBA), womit 20 Jahre Nutzungsdauer (!) für Verbrenner offensichtlich typisch und alltäglich sind.

Schneeballsystem und Geldverschwendung

Der auf niedrigstem Niveau exponentielle Anteils-Aufbau für ein paar Jahre bis 2022 war nur möglich, weil das Interesse in einer kleinen Marktnische künstlich (mit Umweltbonus) hochgetrieben wurde und noch nicht viel Alt-Bestand (von wenigen Jahren vorher) ersetzt werden musste. Die E-Auto-Fanatiker haben sich in eine böse Falle manövriert, weil ihre Schützlinge einfach nicht lang genug durchhalten, um nachhaltig (!) den Bestand aufzumischen. Wie gesagt, ein Strohfeuer, und es steht schon wieder vor dem Verglimmen.

Es handelt sich strukturell um ein klassisches Schneeballsystem, das in sich zusammenbricht, sobald das exponentielle Anfangs-Wachstum schwächelt. Den Bestand von Anfang 2019 zu ersetzen, mickrige 83.000 Fahrzeuge, war nicht schwierig, wenn im Laufe des Jahres 2022 fast eine halbe Million Neuzulassungen erreicht wurden. Aber was ist mit den 1,4 Millionen von Anfang 2024, die bei gleichbleibendem Lebensdauer-Zyklus-Muster im Laufe 2027 zumindest zu großen Anteilen ersetzt werden müssten, wenn andererseits die Neuzulassungen aktuell auf unter 400.000 eingebrochen sind, was dann nur noch zu einem Ersatz von knapp 30 Prozent reichen würde? Also nicht nur droht der Markt-Hochlauf zu stoppen, bevor es überhaupt richtig losgegangen ist. Es sieht vielmehr, bei rationaler Fortschreibung der amtlichen Statistik, ganz danach aus, dass nicht einmal das lächerlich wenige erreichte überhaupt nur zu halten sein wird.

Und das, nachdem 10 Milliarden Euro versenkt worden sind. Haben sie wenigstens dazu beigetragen, CO2-Emissionen zu mindern? Nicht wirklich. Aber nehmen wir sehr zugunsten der grünen Propaganda an, das durchschnittliche Batterie-Auto habe schon nach einigen Zigtausend Kilometern die Vorbelastung aus der Batterie-Produktion in China kompensiert und fahre dann noch 50.000 Kilometer mit einer CO2-Einsparung je Kilometer von 50 Gramm; das ergibt je Fahrzeug fiktiv zweieinhalb Tonnen weniger CO2 verglichen mit einem sparsamen Diesel (als technische Alternative für den Flottenbetreiber). In einer Welt ökonomischer Vernunft wären diese 2,5 Tonnen CO2 vielleicht 100 Euro wert. An guten Tagen auch 200 Euro. Wir sind nicht kleinlich.

Wenn aber typischerweise pro PKW 4.000 Euro Staatsknete „investiert“ worden sind, dann hat jede Tonne fiktiver CO2-Vermeidung im grünen Märchenland den Steuerzahler 1.200 Euro gekostet, noch ohne die Zinsen auf die anteiligen Staatsschulden, die man ansonsten hätte vermeiden können. Also nicht mal unter mehr als wohlwollend angenommenen Berechnungs-Voraussetzungen hätte hier klimapolitische Vernunft gewaltet, sondern es ist reichlich Geld vergeudet worden, das man weit besser in den Bau neuer Kernkraftwerke gesteckt hätte, die tatsächlich CO2 vermeiden, wenn man das denn wirklich möchte. In den 10 Milliarden noch gar nicht enthalten: weitere Unsummen für die flächendeckende Installation von Ladesäulen und den notwendigen Netzausbau. Noch schmerzhafter sind die unsinnig versenkten Milliarden an Entwicklungskosten der Hersteller und ihr wirtschaftlicher Niedergang, der den des Standortes Deutschland insgesamt beschleunigt.

Komplettes rotgrünes Marktversagen

Es ist ein Debakel in jeder Hinsicht, politisch eine monströse Massenkarambolage, nur ohne Masse von E-Mobilen. Aber „der ADAC bedauert das Auslaufen des Umweltbonus entgegen vorheriger Planungen und behielt Recht mit seiner Befürchtung, dass das Aus zu Rückschritten für den Hochlauf der Elektromobilität führt“. Oder vielleicht ist der „Fortschritt“, dem der ADAC hier nachtrauert, gar keiner. Währenddessen bröckelt die Straßen-Infrastruktur so vor sich hin und Autobahnen müssen (ganz oder für LKW) unterbrochen werden, weil Brücken nicht mehr standfest sind. Mit zehn Milliarden Euro, rechtzeitig eingesetzt, hätte man einiges davon vermeiden können. Aber das scheint nicht die Priorität zu sein, nicht bei der Bundesregierung und nicht beim ADAC.

Steuerzahler, Hersteller und übereifrig „klimabewusste“ Flottenbetreiber sind in ein Abenteuer getrieben worden, das eine großmaßstäbliche Vernichtung volkswirtschaftlichen Wohlstands darstellt. Für eine „neue“ Sorte Auto, die sich schon vor weit über hundert Jahren nicht durchsetzen konnte, aus guten Gründen, und deren Marktanteil von heute etwa drei Prozent im Bestand selbst unter besten Bedingungen kaum je („freiwillig“, was die Käufer angeht) auf fünf Prozent steigen, sehr wahrscheinlich sogar schon bald wieder zurückfallen wird. Was übrigens auch bedeutet, dass von den vielleicht etwa zehn Prozent der Bevölkerung, die politisch engstens an die „Grünen“ gebunden sind, nicht einmal jeder Dritte (!) „Butter bei die Fische tut“ und zur Klimarettung selbst ein rein elektrisches Auto fährt, während der große Rest im privaten Umfeld einsieht, dass der neumodische Kram nichts taugt, und beim Verbrenner bleibt.

Wie die Tagesschau vor einem Jahr traurig erinnerte: „Bis 2030 sollten auf deutschen Straßen 15 Millionen E-Autos rollen, kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz im Dezember 2021 an.“ Etwas mehr als ein Zehntel davon sind 2025 erreicht, und das könnte schon der Gipfel gewesen sein. Kein Grund zur Trauer, denn Elektro-Autos sind auch eine Umwelt-Sauerei, wegen der Batterien und der dafür notwendigen Rohstoffe, und können keine bezahlbare, zuverlässige Mobilität für die Bevölkerung gewährleisten. Allerdings wollen die grünen Technokraten unter Davos- oder UN-Flagge ja ohnehin, dass wir uns in „15-Minuten Städten“ höchstens einen Kilometer von zuhause entfernen und mit Lastenfahrrädern behelfen.

 

Michael W. Albers hat langjährige Erfahrung in der Politikberatung und in politischer Kommunikation.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT

 




Caren Miosga verwendet falsche (zu niedrige) Zahlen bei Windstrom

Stromverbraucherschutz NAEV e.V. Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel

Pressesprecher

 

an Caren Miosga

ARD

post@carenmiosga.de 04.02.2025

Ihre Sendung am 2. 2. 2025

Mit: Alice Weidel buerger@afdbundestag.de

Hildegard Müller info@vda-qmc.de

Robin Alexander kontakt@welt.de

 

Sehr geehrte Frau Miosga,

in der oben genannten Sendung haben Sie zwei falsche Angaben gemacht, die korrigiert werden sollten.

Sie haben gesagt, Windstrom würde 4,3 bis 9,2 Cent /Kilowattstunde kosten. Dies sind die Einspeisevergütungen, die der Erzeuger direkt an der Windkraftanlage erhält. Es fehlen die Kosten für die Weiterleitung des Stroms (neue Leitungen müssen gebaut werden), für die Leitungsverluste (10 % für Strom quer durch Deutschland), für den notwendigen Regelstrom (Anstieg von 100 Millionen auf 4 Milliarden Euro / Jahr), die Entsorgungskosten bei Stromüberschuss (mehr als 500 Stunden mit negativen Strompreisen im letzten Jahr), die Entschädigungen für Abschalten von Industriebetrieben bei Strommangel, die Speicherverluste (Pumpwasserwerke und Batterien: 20 %, Wiederverstromung von Wasserstoff: 80 %). Die Aufzählung ist nicht vollständig.

Die tatsächlichen Kosten des Ökostroms lassen sich leicht errechnen. 1/3 Ökostrom hat den Strompreis verdoppelt. Das Ergebnis der einfachen Dreisatzaufgabe ist: Ökostrom ist 4-mal teurer als Strom aus den abgelösten Kraftwerken. Dies sollte den Verbrauchern nicht verschwiegen werden.

Ihr zweiter Fehler ist, zu glauben, unzuverlässiger und nicht regelbarer Wind- und Solarstrom sei dem regelbaren Kraftwerksstrom gleichwertig und könne ein Industrieland sicher versorgen. Diese Mär wird von Politikern behauptet. Fakt ist: Für ein stabiles Stromnetz sind aber regelbare Kraftwerke mit den großen rotierenden Massen erforderlich. Der Ökostrom destabilisiert das Netz. Er darf nur begrenzt eingespeist werden und erfordert große Regelleistungen von den Kraftwerken. Der Ökostrom ist nicht Grundlage, sondern Hemmnis einer gesicherten und preiswerten Stromversorgung. Um das klar herauszustellen, bezeichnen wir diesen Ökostrom als Fakepower, denn die Politik täuscht die Bürger mit Hilfe der Medien.

Das ARD lebt von den Zwangsgebühren der Bürger. Als Gegenleistung sollte es ideologiefreie sachliche Berichte geben. Das ist bei Ihrem Auftreten nicht der Fall.

Wird sich das in Zukunft ändern? Ich hoffe es.

Beste Grüße

Hans-Günter Appel