EIKE 9. IKEK-Prof. Henrik Svensmark: Der Einfluss kosmischer Strahlung auf das Klima – Cosmic Rays and Climate

Prof Svensmark zeigt einmal mehr, wie durch die kosmische Strahlung unser Klima beeinflusst wird. Als Beispiel zeigt er wie die kosmische Strahlung zur  Bildung von C14 führt.

Video des Vortrags von Prof. Henryk Svensmark anlässlich der  9. IKEK im Dezember 2015 im Haus der Technik

Daraus kann die Sonnenaktivität der vergangenen 10.000 Jahre abgeleitet werden. Diese wiederum korreliert sehr eng mit den bekannten Solarzyklen, insbesondere dem 11 jährigen Zyklus und der Änderung der globalen Mitteltemperatur z.B. über die letzten 1000 Jahre. So ist die kleine Eiszeit zu erkennen, ebenso wie die mittelalterliche Warmperiode, als auch die heutige Rückerwärmung nach dem Ende der kleinen Einszeit. Damit ist erklärbar, dass und die wie die Sonne über die Modulation der kosmischen Strahlung die Temperatur beeinflusst. Im weiteren wendet sich Henryk Svensmark der Frage zu wie man diesen Einfluss quantifizieren könnte. Das gelingt über Bestimmung der Kühlung durch Wolken und erfordert die Kenntnis der Wolkenbedeckung in Abhängigkeit der von der Sonne modulierten kosmischen Strahlung. Die Frage also laute: Wie beeinflussen die kosmische Strahlung die Bildung von Wolken. Wo passiert das und wie stark ist ggf. dieser Prozess? Anhand von einigen Beispielen zeigt er dass auf diese Weise Aerosole gebildet werden, genauso wie von Vulkanen, Schilfmotoren etc. die ihrerseits Voraussetzung für Wolkenbildung sind. Diese Prozesse lassen sich im Labor nachbilden und genau vermessen. Die Laborversuche zeigen eindeutig, dass von der kosmischen. Strahlung erzeugte Ionen die Aerosolbildung verstärken. Dieses Verhalten lässt sich auch im Computer modellieren, und nach Überwindung einiger Schwierigkeiten, besonders bei speziellen Ereignissen wie Sonneneruptionen in der Realität bei Wolken aus flüssigem Wasser (weniges bei Eis) als kräftige Signale nachweisen. Das Ergebnis lautet. Es existiert ein kräftiger Einfluss der Sonne über die kosmische Strahlung auf die Wolkenbildung!




AfD mit historischen Entscheidungen – u.a. will sie den „Klimaschutz“ und die Energiewende beenden, Kernkraftwerke sollen weiterlaufen.

Es gibt sie noch die guten Nachrichten. Und es gibt sie auch deshalb, weil die schlechten Nachrichten fortbestehen, und die bestehen fort, weil die Politik die großen Probleme, die sie oft selber erst angerichtet hat, nicht löst. Gar nicht daran denkt sie zu lösen, auch wenn dies leicht möglich wäre. Deswegen wird die AfD als ernstzunehmende Kraft des Protests nicht nur noch lange bestehen bleiben, sondern auch zügig und jeden Tag mehr an Zustimmung  gewinnen.  Um das zu erkennen, braucht man kein Politikwissenschaftler zu sein, es genügt das Geschehen in diesem Lande aufmerksam zu beobachten.

Und das bringt uns zu den guten Nachrichten. Denn die AfD hat soeben auf ihrem Programm-Parteitag in Stuttgart ein Grundsatz-Programm mit klaren Aussagen zu vielen Aufreger-Themen beschlossen und sich dabei keinen Deut um die political correctness geschert. Was wiederum das gesamte politische Gewerbe, welches sich um die veröffentlichte Meinung kümmert, bzw. darum, dass diese im Rahmen der oben bereits genannten von ihnen bestimmten political correctness bleibt, in hellste Aufregung versetzte. Manche sogar in vorübergehende Resignation trieb. So wie den – im Zweifel linken-  Millionen Erben Jacob Augstein, der es auf SPON so formulierte: Zu spät.

Schluss mit der verheerenden Klima- und Energiepolitik

Ein Aufregerthema von vielen war und ist das Kapitel 12 des Grundsatzprogrammes. (Siehe Programm Auszug als pdf im Anhang) Darin stehen so schlimme Sachen wie

* KLI­MA­SCHUTZ­PO­LI­TIK:IRR­WEG  BE­EN­DEN,UM­WELT SCHÜT­ZEN

* DAS ER­NEU­ER­BA­RE‐ENER­GI­EN‐GE­SETZ    IST  NICHT  RE­FOR­MIER­BAR

* ZUM SCHUTZ VON MIE­TERN UND EI­GEN­TÜ­MERN:ENER­GIE­SPAR­VER­ORD­NUNG   UND ER­NEU­ER­BA­RE‐ENER­GI­EN‐WÄR­ME‐GE­SETZ AB­SCHAF­FEN

* BI­O­ENER­GIE:SUB­VEN­TI­O­NEN  BE­EN­DEN,VOR­RANGEIN‐SPEI­SUNG EIN­STEL­LEN

* FRA­CKING:RI­SI­KEN UND CHAN­CEN ER­FOR­SCHEN, NICHT OHNE BÜR­GER­BE­TEI­LI­GUNG

* KERN­ENER­GIE:AL­TER­NA­TI­VEN ERFORSCHEN.BIS DA­HIN 13LAUF­ZEIT­VER­LÄN­GE­RUNG

Und damit all das, was seriöse Natur-Wissenschaftler,  kluge Ingenieure und Leute, die mit klarem Kopf durchs Leben gehen, schon lange fordern, also solche, die nicht – direkt oder indirekt – im Sold des Öko-Industriellen Komplexes stehen, oder sich ungeachtet aller Propaganda ihren gesunden Menschenverstand bewahrt haben, und klugerweise davon ausgehen, dass die Politik zwar alle menschgemachten Regeln und Gesetze brechen kann und bei Bedarf auch brechen wird, aber nicht die Gesetze der Natur.

Das alles steht nun im Grundsatzprogramm einer  ernstzunehmenden politischen Kraft, die sich als Partei anschickt die gleichgeschaltete Parteienlandschaft in diesem Lande aufzumischen. Das ist die gute Nachricht.

Video vom Antrag zur Geschäftsordnung das Kapitel 12 direkt und ohne Diskussion zur Sofortabstimmung zu stellen. Die Person 2.v.links ist der Autor (mit Dank an R. Hoffman für den Hinweis auf diesen Ausschnitt vom Lifestream)

Die Hürden waren auch bei der AfD hoch

Doch bis es dazu kam war manche, zum Teil sehr hohe Hürde, zu nehmen. Und dies lag an der Fülle der Änderungsanträge (über 80 allein zum Kapitel 12 und > 1500 zu allen Kapiteln) und den Eigentümlichkeiten eines Mitgliederparteitages. In Vorbereitung desselben erhielten die Leiter der zuständigen Bundesfachausschüsse (BFA) -hier geht es um den BFA 10 zuständig für Energie, Klima und Infrastruktur, dem der Verfasser die Ehre hat anzugehören- die Aufgabe, die Fülle der Gegenanträge zu sortieren, einzelnen Themen zuzuordnen und dem Parteitag Empfehlungen zu geben, wie aus fachlicher Sicht damit umzugehen sei. Also entweder mit oder ohne Diskussion annehmen oder mit oder ohne Diskussion ablehnen.

Obwohl in der zuvor durchgeführten Online-Umfrage mit rd 5000 Teilnehmern sich schon ein klares positives Stimmungsbild abgezeichnete, mit Zustimmungswerten zwischen 75 % bis 90 % zu den obigen Themen, war diese große Zustimmung beim allein entscheidenden Mitgliederparteitag durchaus nicht sicher. Denn die Gegner gaben nicht auf, sondern versuchten mit einer Fülle von Änderungsanträgen, oft in identischem Wortlaut, oft auch von denselben Personen, aber versteckt unter verschiedenen Hüten – die  Rede war (Siehe Youtube Video) von 14 Kreisverbänden, 3 Landesverbänden und 1 Bundesfachausschuss, die dagegen seien-  den Eindruck zu erwecken, dass hier hochstrittige Aussagen getroffen würden, die eine Mehrheit der Teilnehmer nicht teilen würden.

Der Parteitag beschließt was und so oft er will

Auch deshalb hätte alle Vorbereitung auch umsonst sein können, denn der Parteitag konnte mehrheitlich beschließen, was er wollte, ohne sich an Fristen oder zuvor bereits beschlossene Aussagen zu halten. Alles konnte beschlossen, geändert, zurück geändert, und wieder anders beschlossen werden. Und das war nur von der  Stimmungslage und jeweiligen Überzeugung der anwesenden Teilnehmer abhängig. Und die wiederum war abhängig davon, wer noch zum Zeitpunkt des Aufrufes des Kapitels anwesend war und konnte damit durchaus von geschickten, wenn auch nur kurzen Redebeiträgen, beeinflusst werden.

Darauf setzten die Gegner der Leitanträge ihre ganze Hoffnung und bauten ihre Strategie darauf auf.

Der späte Vogel fängt den Wurm—Überrumpelungsmanöver verpufft

Es war schnell klar, dass das Energiethema erst ziemlich am Schluss aufgerufen würde, dann, wenn schon viele Teilnehmer abgereist waren oder langen evtl. hitzigen Diskussionen nicht mehr folgen wollten. Also sollte ein Antrag zur Geschäftsordnung (GO Antrag), die immer absolut vorrangig zu behandeln sind, in einer Art Überrumpelungsmanöver fordern dass, das gesamte Kapitel 1 enbloque und ohne Diskussion zur Abstimmung gestellt werden müsse.

In der Annahme, dass im bereits sehr ausgedünnte Publikum, das zudem nach 2 Parteitagstagen müde war, die Gegner die Mehrheit stellen würden.

Doch dieser Schuss ging gründlich ins eigene Knie.

Denn der Parteitag beschloss erstens diesem GO-Antrag zu folgen  aber stimmte in der zweiten entscheidenden Abstimmung mit ca. 3/4 Mehrheit für die Annahme des kompletten Kapitels 12. Auch spätere Versuche der Gegner dies wieder rückgängig zu machen, scheiterten.

Damit hat zum ersten Mal seit Aufkommen der politisch künstlich geschürten Klimahysterie mit der ihr nachgeschalteten -nur ideologisch begründeten-  Energiewende, eine relevante schnell wachsende bereits heute große politische Kraft die offensive Bekämpfung derselben auf ihre Fahnen geschrieben.

Das kann in Bezug auf die verheerende Wirkung der offiziellen Klima- und Energiepolitik nur als Beschluss von historischer Bedeutung verstanden werden.  Sollte die AfD mit dieser Politik auch weiter Erfolg haben – und daran kann angesichts der schlimmen Entwicklung eigentlich kein Zweifel bestehen- dann werden die anderen Parteien, nach eher hilflosen Bekämpfungsversuchen, denn die Faktenlage ist eindeutig- diesem Beispiel folgen.

Eher früher als später.

Ob die Verantwortlichen dann mal für ihre verheerende Politik Klima- und Energiepolitik  zur Verantwortung  gezogen werden, ist eher unwahrscheinlich, so lehrt es uns die Geschichte. Doch historisch bedeutsam bleibt diese Entscheidung des gestrigen Tages allemal. Das dürfte damit der Anfang vom Ende dieser unseligen Politik in Deutschland gewesen sein.

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Mein Tschernobyl

Vor kurzem war ich im Kernkraftwerk Grohnde im Weserbergland auf der Warte dabei, während der Block zur Revision abgefahren wurde. Der Abfahrplan eines Leistungskernkraftwerks zieht sich über mehrere Tage hin, aber die erste Spät- und Nachtschicht ist immer die spannendste – Stunden voller Konzentration und intensiver Arbeit, in denen sich in der Regel über zwanzig Leute gleichzeitig im Raum aufhalten und an unterschiedlichen Stellen parallel arbeiten, beim Abfahren der Systeme und bei Tests und Wiederkehrenden Prüfungen (WKP), die nur unter diesen Transienten und in diesem Anlagenzustand durchgeführt werden können.

Kernkraftwerk Tschernobyl, Blöcke 3 und 4 (links), von Süden aus gesehen. Fotografiert 10 Tage vor dem Unfall von Elektromonteur Ivan Zholud.


Mitten in dieser Situation, irgendwann nach ein Uhr nachts – der Generator war planmäßig kurz nach Mitternacht vom Netz getrennt, die Turbine abgeschaltet, der Reaktor abgefahren und bei geringer Leistung von Hand schnellabgeschaltet worden – dachte ich plötzlich an Tschernobyl: »Es ist April, es sind die ersten warmen Tage des Jahres, es ist eine Nacht von Freitag auf Samstag, wir fahren einen Kernreaktor zur Revision ab, und führen Testprogramme durch. Es ist fast dieselbe Stunde, als es geschah.«

Um ungefähr zwei Uhr verließ ich die Warte und ging vor das Reaktorgebäude, unter die Armaturenkammer, weil ich die Tests der Frischdampf-Sicherheitsventile von außen beobachten wollte. Es war stockfinster, windstill und kalt, und ich erschrak fast, als der Dampf mit 80 bar Druck und lautem Fauchen in den Nachthimmel abgeblasen wurde. Die Momente sind selten, in denen man mit den eigenen Sinnen, nicht nur vermittelt durch Messgeräte und Anzeigen, erfassen kann, welche Energien in einem Kernreaktor umgesetzt werden. Dies war so ein Moment. Ich dachte daran, dass auch damals in Tschernobyl viele Leute nach ihrer eigenen Schicht wegen des Abfahrens und der Tests im Kraftwerk geblieben waren, auch wenn sie selbst keine Arbeitsaufgaben hatten. Sie wollten bei den seltenen Prozeduren dabei sein und die geschäftige Spannung auf der Warte miterleben, und sie wollten dabei etwas lernen.

Der Unfall als Grenzerfahrung

Damit enden die technischen Parallelen zwischen der Druckwasserreaktor-Anlage Grohnde und dem grafitmoderierten Druckröhren-Siedewasserreaktor RBMK 1000 im Block 4 des KKW Tschernobyl – einer der Tests, die in Tschernobyl in der Abfahrnacht durchgeführt wurden, endete in einem Reaktivitätsstörfall mit prompt-kritischer Leistungsexkursion und der Totalzerstörung der Anlage. Und in den folgenden Momenten war die elementare Erfahrung der Beteiligten, dass sie zunächst ihren Messgeräten und selbst den eigenen Sinnen nicht trauen wollten. Was die Messgeräte anzeigten, erschien zu schrecklich, um wahr sein zu können – die Strahlungswerte jenseits der Skala, die Steuerstäbe auf der Hälfte des Reaktorkerns steckengeblieben, viele Anzeigen erloschen und auf Null gefahren.

Hinzu traten die Sinneserfahrungen, die das Ausmaß des Unglücks schließlich ins Bewusstsein vordringen ließen – die durch Verbrühungen und Strahlung tödlich Verletzten, die während der Arbeiten zur Eingrenzung des Unglücks buchstäblich umfielen vor Schmerzen und Erschöpfung; die Trümmer in den Betriebsräumen, das Grafit unter den Schuhsohlen draußen vor dem Block, das sinnlos aus abgerissenen Leitungen auf die Ruine fließende Wasser, der himbeerrote Schein am Abend des Unfalltages, als Brände im zerstörten Reaktorgebäude wüteten. Die Sinne erfassten bald das Ausmaß des Unglücks, wie die Augenzeugen berichten – der Geist brauchte lange, um den Schock zu verarbeiten, und zu begreifen, was da eigentlich schiefgelaufen war. Der Schock von Tschernobyl war für die sowjetische, später russische und ukrainische Atomindustrie der Beginn eines schmerz- und verlustreichen Transformations- und Umdenkprozesses, der sich über Jahrzehnte hinzog.

»Mein« Tschernobyl

Trotzdem sind Tschernobyl und Grohnde für mich mit einem unsichtbaren Faden verbunden. Nicht nur, dass Grohndes vorzeitiges Ende, besiegelt durch den deutschen Atomausstieg, zwar direkt auf die Ereignisse von Fukushima, indirekt aber auch auf jene von Tschernobyl zurückgeht, weil sich bereits damals die deutsche Atomangst und -kritik formierte und die Diskurse eroberte. Sondern auch, weil für mich selbst aus Tschernobyl auf verschlungenen Wegen, und im Nachhinein einer strengen Logik folgend, auch Grohnde folgte.

Gäbe mir eine wunderbare Macht einen Wunsch frei, dann würde ich mir das Heile und das Ganze für Tschernobyl zurückerbitten, so wie es auf dem Foto zu sehen ist – dem letzten Foto, das die Anlage Tschernobyl 3 und 4 in unbeschädigtem Zustand zeigt, zehn Tage vor dem Unfall. Ich würde es mir wünschen, und damit die Entscheidung fällen, dass auch mein eigenes Leben anders verlaufen wäre. Stephen King hat dieses Thema der potenziellen Lebensweg-Parallelen in seinem Meisterwerk »Der Anschlag« verarbeitet. Mein Leben, wenn ich es mir als Teilchen auf seiner Flugbahn vorstelle, hat durch den Zusammenstoß mit dem energiereichen Teilchen von Tschernobyl einen Impuls und eine wesentliche Richtungsänderung erfahren.

1986 war ich auf einem genuin westeuropäischen Lebensweg unterwegs, mit Studienplänen in Frankreich und Forschungsinteressen in der Geschichte der Sozialdemokratie – und einem nach wie vor regen Interesse an Technik und Naturwissenschaften, das mich auch eine Zeitlang hatte zögern lassen, ob ich überhaupt Historikerin werden wollte. Mitten auf diesen Lebensweg fiel wie ein eiserner Meteorit aus heiterem Himmel das Ereignis von Tschernobyl, das mir schlaglichtartig klar machte, dass es östlich von uns Menschen, politische Verhältnisse, technische Systeme gibt, von denen wir nichts wussten oder nichts wissen konnten, da alles hinter dem Eisernen Vorhang verborgen war.

Aber das war nicht sofort so. Meine erste Konfrontation mit Tschernobyl war sonderbar. Ich erinnere mich an meinen ersten Gedanken beim Anblick des ersten Fotos des zerstörten Kraftwerksblocks – wie ich später erfuhr, eins der Schadensaufnahmefotos des Kraftwerksfotografen, aufgenommen aus gut 800 Meter Entfernung. Mein erster Gedanke kam mir irgendwie fehl am Platze vor, weil alle um mich sehr betroffen waren und, es muss der 30. April oder 1. Mai gewesen sein, die Strahlenängste im eigenen Land schon Fahrt aufnahmen.

Gleichwohl konnte ich ihn nicht verhindern, den ersten, überhaupt nicht angemessenen Gedanken. Ich dachte: »Sonderbar, so sieht also dort ein Kernkraftwerk aus. Kann so ein Kernkraftwerk aussehen?« Ich dachte an die weißen Kuppeln der westdeutschen Anlagen, die ich auf Bildern oder beim seltenen Vorbeifahren gesehen hatte. Ich wusste mehr von der Kernenergie als meine Altersgenossen, weil ich schon als Kind gerne Bücher über Technik gelesen hatte. Mein erster Reaktor war der plutoniumproduzierende Uran-Grafit-Reaktor von Professor Bienlein/Tournesol im Tim-und-Struppi-Band »Reiseziel Mond«, der friedlichen Raketenbrenstoff herstellte und in mir im Alter von acht Jahren das Fundament einer Grundsympathie für solche Anlagen gelegt hatte. Diese stand in einem gewissen Spannungsverhältnis zu meinem halbwüchsigen linken Engagement, zu dem irgendwie unhinterfragt gehörte, auch gegen Atomkraft zu sein.

Auf den ersten Bildern von Tschernobyl sah ich ein Industriegebäude, das mich an jene erinnerte, wie ich sie vorher mal auf den Fotos der von mir verehrten Fotografen Bernd und Hilla Becher gesehen hatte, kantig und streng symmetrisch, mit einem Abluftkamin, den ein konstruktivistisches Stahlskelett umgab, eine echte Landmarke. Aber dem Doppelreaktorblock war infolge der Zerstörungen seine Symmetrie abhanden gekommen. Das war mein erster Gedanke, das etwas einst Markantes und in seiner industriellen Kantigkeit und Schnoddrigkeit Schönes nun zerstört sei, und ich schämte mich ein wenig, dass ich daran und nicht an die Strahlungsbelastung dachte.

Mein Weg nach Osteuropa

  

Bild und rechts oben: Anna Veronika Wendland als Studentin zu Gast im Kernkraftwerk Tschernobyl, 02.10.1991.

Mein zweiter Gedanke, an den ich mich erinnere, war: Wenn die Folgen sogar bei uns im Rheinland zu messen sind – was muss dann erst vor Ort los sein? Und damit war geschehen, was mein Leben in eine andere Bahn lenkte. Inmitten der deutschen Diskussionen um Salat, Milch, Grenzwerte und Kinderspielplätze ließ mich der Gedanke nicht mehr los: Was ist dort los? Ich begann den deutschen Sendedienst von Radio Moskau zu hören. Ich bestellte mir die Moskovskie novosti auf Deutsch. Ich fing an, Russisch zu lernen. Ich sammelte wie verrückt alles, was ich bekommen konnnte über Tschernobyl. Nach einem Jahr endete das in einem Studienfachwechsel hin zur Geschichte Osteuropas. Und nach drei Jahren in einem Studienplatzwechsel. Ich ging 1989 für ein Jahr in die Sowjetunion, verpasste den Mauerfall und verbrauchte in meinem Kiewer Studentenwohnheim Atomstrom aus Tschernobyl – dessen drei verbliebene Blöcke längst wieder in Betrieb waren.

Fünf Jahre nach dem Unfall war ich zum ersten Mal im KKW Tschernobyl und in der verlassenen Stadt Prypjat, mitgenommen von Bekannten, die dort arbeiteten. Zehn Jahre nach dem Unfall heiratete ich meinem ukrainischen Freund, den ich im Kiewer Wohnheim kennengelernt hatte, und der mir erzählt hatte, wie es im Mai 1986 in Kiew gewesen war, als die Stadt sich spontan selbst evakuierte, ohne auf die Direktiven der Partei zu hören, als sich auf den Bahnhöfen tumultartige Szenen abspielten und sich die Verbliebenen mit feuchten Lappen vor den Wohnungen und Rotwein im Magen die Radionuklide vom Leib zu halten versuchten. Der Vater meines Mannes war häufig in Prypjat gewesen, denn das KKW war »Patenbetrieb« des Kiewer Schriftstellerverbandes, wo mein Schwiegervater arbeitete. Und so kannte man Leute, die Leute kannten, die besser wussten, was im Kraftwerk los war.

Trotzdem hat es danach ein Vierteljahrhundert gebraucht, bis ich mich als Historikerin, als Forscherin an das Thema heranwagte, das mich so lange begleitet und nie losgelassen hatte. Ich wachte eifersüchtig über »mein« Tschernobyl. Die meisten deutschen Publikationen darüber reizten und ärgerten mich, weil ich sie für oberflächlich, landesunkundig, sensationshungrig und voreingenommen hielt. Es bereitete mir fast körperlichen Schmerz, sie zu lesen. Ich wollte es irgendwann bessser machen, wusste aber nicht, wie. Ich hatte die Möglichkeit, Russisch und Ukrainisch zu lesen, und verschlang, was ich kriegen konnte, von den beeindruckenden semidokumentarischen Texten der späteren Nobelpreisträgerin Svetlana Aleksijewitsch und den Tschernobyler Heften des Atomingenieurs Georgij Medvedev, der die Ereignisse im Kraftwerk rekonstruiert hatte, bis hin zu den kleinen Broschüren unbekannter Liquidatoren. Aber auch in diesen Büchern fand ich nicht, was ich auch immer suchte, nämlich die Antwort auf meine Frage, wie es eigentlich vor dem Unfall gewesen sei in Tschernobyl und in Prypjat.

Kernenergetische Lebenswelten: Ein Forschungsprojekt entsteht

Als ich persönlich mit Menschen in Kontakt kam, die dort gelebt hatten, an diesem Ground Zero der deutschen Risikogesellschafts- und anthropologischer Schock-Konstrukte, war ich zunächst irritiert und verwundert, denn mir schien, dass diese Leute nicht aussahen und sich benahmen, wie ich das von Tschernobyl-Opfern erwartet hätte. Sie hegten keinen Groll gegen die Kernenergie – wohl aber gegen jene, die die Kerntechnik in der Sowjetunion so auf den Hund gebracht hatten, dass Tschernobyl hatte passieren können. Sie sprachen mit Wärme und Liebe von ihrer Stadt Prypjat und ihrer Arbeit im Atomkraftwerk: Dinge, die in Deutschland nur Abscheu auslösen konnten. Eine sozialistische Plattenbaustadt, wie hässlich. Ein Atomkraftwerk, wie gefährlich und zudem noch hässlich. Jeden Tag der Blick vom Plattenbau-Balkon auf das Atomkraftwerk. Unmöglich.

Dem Lebensgefühl, welches das Leben in Prypjat nicht für das falsche Leben im Falschen hielt, wollte ich auf den Grund gehen. Die Antwort auf die Frage fand ich nicht in der fast unermesslichen Tschernobyl-Literatur, schon gar nicht in der deutschen. Und das wurde zum Ausgangspunkt meines späteren Projektes über die Lebenswelt der Atomstädte, das sich aber inzwischen ausgeweitet hat zu einem Projekt über die Arbeitswelt der Kernkraftwerke in Ost und West und die Entstehung und Transformation, aber auch die Krisen nuklearer Sicherheitskulturen, und ihre konkrete Ausgestaltung in der Mikrobeziehung zwischen Menschen und Maschinen.

Ich lernte rasch, dass ich, um diese Welt aus Menschen und kerntechnischen Maschinen und soziopolitischen Verflechtungen zu verstehen, mich mit ihr konfrontieren musste – und konfrontieren heißt mitleben und mitarbeiten. Diese Erkenntnis führte mich schließlich als Langzeit-Beobachterin ins ukrainische Kernkraftwerk Rivne und in die Atomstadt Kuznecovsk, mit dem Atomkraftwerk vor dem Plattenbau-Küchenfenster und sechs Kühlturmfahnen im Himmel; ins litauische Ignalina, wo ich den »Tschernobyl-Reaktor« RBMK erst richtig technologisch und im Maßstab 1:1 kennenlernte; und in die deutschen KKW Grafenrheinfeld und Grohnde, die mir nach der gigantischen Anlage in der Ukraine wie mittelständische Betriebe vorkamen, die in ländlichen Regionen ganz ohne Atomstadt auskamen und wo ich im Fachwerkbauernhaus übernachtete.

Lernprozesse

Historisch arbeiten im Kontrollbereich: Als Forscherin in den Kernkraftwerken Rivne (Ukraine) und Grohnde (Deutschland), 2015 – 2016

Meine Forschung führte aber vor allem in Bekanntschaften, auch Freundschaften mit Menschen, ohne deren Fürsprache, Rat und genaugenommen sogar Ausbildung ich nichts hätte bewerkstelligen können. Was für mich vorher die Osteuropa-Kapazitäten Andreas Kappeler, Manfred Alexander oder Gerhard Simon gewesen waren, also Hochschullehrer im besten Wortsinne, wurden jetzt die Ingenieure, Schichtleiter, Reaktorfahrer, Chemiker, Elektriker, Armaturenschlosser und Anlagenwärter, die meinen Weg kreuzten – oder, genaugenommen, deren Weg ich kreuzte. Mit denen ich zur Schicht ging und zur Revision, unter Atemschutz schwitzte und unter riesigen Anlagenlüftern fror; mit denen ich durch die Ausrüstung kletterte, die ich bei Aufschreibungen begleitete und die mir tausende von Fragen beantworten, mich in ihre Betriebshandbücher und Schichtbücher schauen ließen; die mir beibrachten, wie ich einen Leitstand »lesen« muss und wie den kerntechnischen Jargon mit seinen Tausenden von Buchstaben-Zahlen-Chiffren; wie man am Ton einer Pumpe erkennt, ob sie sauber läuft; die mich in Tricks, Kniffen und informellem Wissen unterrichteten – und die mir zeigten, wie ich mich in dem labyrinthischen Innenleben eines Kernkraftwerks orientiere und wie ich mich in radiologisch »heißen« Umgebungen bewegen und benehmen muss. Ich fing mit Mitte 40 noch mal neu an zu lernen, als Quasi-Werkspraktikant zwischen Rivne und Grohnde. Diesen Leuten aus der Atomindustrie in der Ukraine, Litauen und Deutschland verdanke ich, neben der jahrelangen Lektüre der Fachliteratur, meine heutige Expertise – die keine kerntechnische ist, sondern eine historische, welche kerntechnisch informiert ist, und auf deren Grundlage ich in bestimmten Grenzen Aussagen über die Kernenergie und die für sie typischen Mensch-Technik-Beziehungen machen kann.

So gesehen ist Tschernobyl ein archimedischer Punkt in meinem eigenen Leben – als Wissenschaftlerin, als Familienmensch, als Zoon politikon, das sich in Debatten einmischt, ob über die Ukraine oder über die Kernenergie. Meine Wissenswege enden, wenn ich sie zurücklaufe, in der Zone von Tschernobyl und schließlich vor dem historisch, menschlich und technisch unermesslichen Massiv von Block vier.

Und daher ist der 26. April für mich genauso wichtig ist wie mein Geburtstag und die Geburtstage meiner Liebsten. Mein Forschungsbeitrag zum Nachleben dieses Tages ist einer unter vielen, und er ist wenig im Vergleich zu dem Anteil, den andere an diesem Geschehen haben – vor allem diejenigen, die dort ihr Leben riskierten, um Schlimmeres zu verhindern, und die sich unermesslichen Qualen aussetzten.

Tschernobyl: Entscheider in der Zwangsjacke der Verhältnisse

Zu ihnen gehören viele der Kernkraftwerksbeschäftigten, die noch auf dem Sterbebett von Ermittlern drangsaliert und in den Jahren nach dem Unfall durch den Dreck gezogen wurden, weil die Propaganda, die das System zu schützen hatte, das Personal als Alleinschuldige hinstellte und andere ungeschoren ließ: die hochmögenden Akademiemitglieder, die den Reaktor konstruiert hatten, und die Parteibonzen, die Produktionserfolge über alles stellten und daher ungeheuren Druck auf die Leitungsebenen der KKW ausübten. Diese waren zum Erfolg verdammt – und gaben den Druck an ihre Mitarbeiter weiter. Fehlerdiskussion, eine Grundhaltung des Nachfragens und eine Kultur der Wissensweitergabe über Betriebsereignisse – lebensnotwendige Dinge in der Kerntechnik – waren in dieser Atmosphäre nur unter großen Schwierigkeiten möglich – und unter Einsatz allen Mutes, der jemandem eben gegeben war. Womöglich war er manchen weniger gegeben, weil man wusste, dass der Werks-KGB jedem das Leben zur Hölle machte, der sich einen Fehler zuschulden kommen ließ.

Am Ende der Befehlskette saßen Menschen wie der Schichtleiter Sascha Akimov und sein junger Reaktorfahrer Ljonja Toptunov, die am Leitstand ihre Entscheidungen fällen mussten – in der Weltminute waren sie allein damit, und mit dem Vorgesetzten, der sie antrieb. Es waren nach Aussagen ihrer Kollegen gewissenhafte, hervorragend ausgebildete Ingenieure. Sie liefen den Umständen ins Messer, so wie sie damals waren, in einer schicksalhaften Verknüpfung von menschlichen Fehleinschätzungen über den Charakter der vertrauten Anlage, von der spezifischen Reaktorphysik und dem Abbrand des Kerns mit den Auslegungsspezifika des Abschaltsystems. Von sozialen mit politischen Einflusslinien, von einer ökonomisch motivierten Lastverteiler-Entscheidung, die zur Verschiebung des Tests und somit zur Verwicklung ganz anderer Menschen als ursprünglich geplant führte, mit einem Leistungseinbruch, der den Reaktor erst in jenen instabilen Zustand bei geringer Leistung brachte, welcher die notwendige Rahmenbedingung für den weiteren Unfallablauf darstellte. Es war nicht Ljonja, der mit Auslösen der Schnellabschaltung die Anlage in die Katastrophe trieb, sondern dieses hochkomplexe und in einem diskreten historischen Moment labile System aus Menschen, Maschinen und soziopolitischem Regime, das in der Nacht des 26. April kollabierte.

Deshalb wiederhole ich mich womöglich jedes Jahr. »In memoriam 26.04.1986« schrieb ich vor einem Jahr auf Facebook in ukrainischer Sprache, »… und weil wir an Erinnerungstagen uns an unsere Nächsten erinnern, wie sie im Leben waren, zeige ich euch ein Foto vom Kernkraftwerk Tschernobyl, wie es aussah, als es lebendig und ganz war, am 17. April 1986«, fotografiert von Ivan Zholud, der zu der Zeit dort als Elektromonteur arbeitete und extra auf einen Mast kletterte, um »sein« Kraftwerk abzulichten, ein stolzes weißes Dampfschiff am Horizont einer technischen Landschaft. Block 4 ist das Gebäude links vom Abluftschornstein. Die Symmetrie ist für immer zerstört, aber die Erinnerung und die Ehrung der Opfer kann sie wenigstens geistig und sozial wieder herstellen. Daher erinnere ich zum 30. Jahrestag, wie in jedem Jahr, an jene, die dort davor und danach gearbeitet haben – die, welche unter uns sind, und jene, die nicht mehr da sind.

Dieser Beitrag ist zuerst erschienen bei Nuklearia hier 

Dr. Anna Veronika Wendland ist Nuklearia-Mitglied und forscht zur Geschichte und Gegenwart nuklearer Sicherheitskulturen in Ost- und Westeuropa. Für ihre Habilitationsschrift hat sie in mehreren Kernkraftwerken in der Ukraine, Litauen und Deutschland, zuletzt in den KKW Grafenrheinfeld und Grohnde, Forschungsaufenthalte durchgeführt. Dr. Wendland arbeitet in der Direktion des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg. Sie leitet Arbeitsgruppen im Bereich Technik-, Umwelt- und Sicherheitsgeschichte, u.a. im Sonderforschungsbereich SFB-TRR 138 »Dynamiken der Sicherheit«.




U.A.w.g- arte Sendung: Die große Stromlüge -verlogener kann eine Sendung nicht sein

Peter Würdig, Oberreihe 5, 21782 Bülkau-Aue

Infoo@pww.dewww.pww.de

Datum: 9.4.2016

Sendung: Die Stromlüge

im Kanal Arte der ARD

Stellungnahme.

Bei dieser Sendung muss man sich fragen, ist es tatsächlich die Stromlüge oder ist nicht vielmehr die Sendung selbst die Lüge, zumindest fällt auf, dass die Sendung eine verworrene Anhäufung von fragwürdigen Teil-Aspekten des Themas ist und dass den Autoren eine fachliche Beratung insbesondere im Bereich der Ingenieurwissenschaften wohl gefehlt hat, anders kann man sich die vielen Fehler nicht recht erklären.

Video der arte Doku: Die große Stromlüge; In der Mediathek gibt arte fälschlich den 19.4.16 als Termin der Erstausstrahlung an (hier)

Es werden im folgenden Beispiele von fragwürdigen Teilen der Sendung besprochen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. 

Punkt eins.

Im Anfang der Sendung wird gezeigt, dass durch die hohen Preise für elektrische Energie Menschen in der Folge zu leiden haben, da sie dadurch ihre Wohnung nicht ausreichend beheizen können. Der Fehler ist, dass elektrische Energie eigentlich nicht für Zwecke der Beheizung von Wohnungen verwendet werden sollte, denn dabei würde Edel-Energie in minderwertige Energie umgewandelt. Stattdessen wäre es besser, die Wohnung mit fossilen Brennstoffen, am besten mit Holz zu beheizen, und wenn die Dame nun zu alt und zu gebrechlich ist um selbst Holz zu sammeln oder zu beschaffen, dann müssten das ihre Kinder tun oder eine soziale Einrichtung. Hohe Strompreise haben auf die Kosten von Brennholz nur eine untergeordnete Wirkung.

Nun wird in der Sendung auch davon gesprochen, dass die Preise für Gas zu hoch sind, aber diese wiederum sind nicht eine unmittelbare Folge der Preise für elektrischen Strom, und das ist ein Beispiel, wie in der Sendung verschiedene Dinge ziemlich unreflektiert zusammengeworfen werden. Fragwürdig auch, warum man gerade England als Beispiel für Kälte-Tote heranzieht, der Winter bringt in Ländern wie Estland oder Norwegen ganz andere Anforderungen als der verhältnismäßig milde Winter auf der britischen Insel. 

Punkt zwei

„Strom sollte billiger werden und verstärkt aus erneuerbaren Energien gewonnen werden.“ Das ist ein Widerspruch in sich. Die sog. „erneuerbaren Energien“ konnten von Anfang an nur durch massive Subventionsversprechen in Gang gebracht werden, diese Subventionen muss am Ende der Verbraucher bezahlen, die Teuerung war das politische Ziel, einzig der Umfang der Teuerung wurde bewusst nicht klar dargestellt. Bekannt ist die Aussage von Trittin, diese Teuerung wäre nur vergleichbar mit dem Preis einer Eiswaffel pro Monat für eine Familie, und für so einen bescheidenen Aufpreis sollte man sich eine Energieerzeugung, die aus ideologischen Gründen im Sinne einer Heilsbotschaft als besonders edel dargestellt wurde, wohl leisten können. Bei dem Aufpreis in Höhe einer Eiswaffel ist es geblieben, aber eben nicht pro Monat sondern pro Tag oder pro Stunde oder in noch kürzeren Zeitabschnitten.

Lüge also hier: billiger werden war gar nicht beabsichtigt, teurer sollte es werden, fragt sich nur, wie viel  teurer.

Allen Anhängern von „grünen“ Energien war immer bewusst, dass sie das, was da als Botschaft verkündet wurde, ziemlich teuer sein würde, und deshalb kam immer wieder die Hoffnung und die Prognose, dass die konventionellen Energien sich verknappen und teurer werden würden sodass sich dann ihr Lieblingskind auch ökonomische rechnen würde. Diese Prognose ist allerdings nicht aufgegangen, die konventionellen Energien haben ihren Preis einigermaßen halten können oder wurden nur maßvoll teurer, und da die „grünen“ Energien auch jetzt  nicht mithalten können versucht man, die konventionellen Energien künstlich zu verteuern, indem man ihnen sog. „externe“ Kosten zurechnet (was weitgehend ein Phantasieprodukt ist) oder indem man sie mit zusätzlichen Abgaben belastet um den Preis irgendwie in die Höhe zu treiben. 

Punkt drei.

„Liberalisierung des Strommarktes“. Über Liberalisierung  auf europäischer Ebene kann man nachdenken, aber die Voraussetzung ist schon mal die Liberalisierung im nationalen Rahmen, und schon daran fehlt es, insbesondere der politische Wille dazu. In Deutschland wurde Liberalisierung und Marktwirtschaft praktisch abgeschafft, vor allem durch das EEG und den Atomausstieg. Statt Marktwirtschaft gab es den Einstieg in eine Planwirtschaft mit weitgehend staatlichen Vorgaben, Unternehmen, die in der Lage waren, Strom sehr preiswert anzubieten wurden durch staatliche Gewalt gezwungen ihre Anlagen stillzulegen, und sog. Erneuerbare Energien wurden durch ein sehr kostspieliges Subventionssystem in die Produktion gebracht, dadurch wiederum wurden sehr moderne Anlagen wie Gaskraftwerke unrentabel und zum Aufgeben gezwungen, ebenso kommunale Anbieter, insgesamt ein desaströses System, das mit „Liberalisierung“ nichts hat, es ist das Gegenteil davon.

In Frankreich wiederum ist die Situation ganz anders, es gibt ein staatliches Monopol, die EDF, und damit hat man alle Vorteile, die ein marktwirtschaftliches System hätte gar nicht erst angefangen.

Liberalisierung auf europäischer Ebene ist auch nur eine Sprechblase, denn alle, die das schwafeln übersehen geflissentlich, dass es technische Gegebenheiten sind, die das vereiteln, denn elektrische Energie kann man über sehr große Entfernungen eben nur mit erheblichen Verlusten transportieren, daher scheitert das von Anfang an. Typisch ist jedoch, dass alle die, die von Technik nichts verstehen, weiter in diesem Sinne schwadronnieren, wie das real aussehen soll und wo die Kosten liegen, das hat da noch keiner ausgerechnet.

Punkt vier

„Positives Gefühl mit der Energiewende“, das ist zunächst richtig, denn einerseits gibt es eine massive Propaganda in den staatlich gelenkten Medien, die den Menschen Illusionen vorgaukelt, und zweitens ist es eben nur „das Gefühl“, man fühlt zwar, aber man denkt nicht nach, und gerechnet wird schon gar nicht, das heißt, der Verstand ist weitgehend ausgeschaltet. 

Punkt fünf

„97 % der Jugendlichen wollen nur eneuerbare Energien“. Hier wird die Unwissenheit von jungen Menschen rücksichtslos ausgenutzt. Wenn diese jungen Menschen ihr Haus an erneuerbare Energien anschließen würden sie sehr bald merken, was es heißt, mit der Stromversorgung vom Wetter abhängig zu sein und manchmal Stunden und Tage im Dunkeln und in Kälte zu sitzen, da würde sich die Einstellung zu dieser Energieart sehr schnell ändern. Es stellt sich nur die Frage, warum man diese Frage nicht diesem Schwätzer, dem Herrn Fell, einmal gestellt hat und welche Ausreden er dann von sich gibt. 

Punkt sechs

„Man hat nicht gegen gesteuert durch Klimaschutzinstrumente“. Wie sollen denn diese „Instrumente“ aussehen ? Man will (oder soll) durch Abgaben die Kohle teurer machen, aber das nützt nichts, das würde nur den Preis weiter in die Höhe treiben, denn nachts ist es dunkel, Photovoltaik liefert also nichts, und Wind ist auch nur manchmal da, also müssen Kohle und/oder Kernenergie weiter liefern und auch ständig in Bereitschaft gehalten werden, was auch schon enorm kostet. Aus diesem Dilemma gibt es keinen Ausweg, und da hilft auch alle Schwätzerei der Kempfert nicht. Das war übrigens von Anfang an allen Beteiligten bekannt, aber man hat sich selbst was in die Tasche gelogen (und tut das erst mal weiter so).

Auch Zertifikate als „Klimaschutzinstrumente“ helfen hier nicht, der Sinn der Zertifikate ist es ja, den Produzenten auf eine Alternative der Energieerzeugung zu schieben, aber diese Alternative ist technisch nicht realisierbar, denn zuverlässige elektrische Energie gibt es eben nur durch Kohle oder Atom. Auch der Gedanke, durch verbesserte Effizienz noch etwas zu erreichen geht fehl, denn dieses Potential ist in aller Regel inzwischen weitgehend ausgenutzt, da ist das Ende der technischen Möglichkeiten nahezu überall erreicht.

Punkt sieben

Die angeblichen Gefahren der Kohle-Energie werden übertrieben, denn die Filter-Elemente stehen auf dem neuesten Stand der Technik. Von diesen Leuten (BUND und andere) werden gerade der Bau neuerer Kraftwerke mit verbesserter Technik so weit wie möglich verhindert, aber einen sinnvollen Ausweg können diese Leute auch nicht vorweisen.

Punkt acht.

„Viertausend Todesfälle pro Jahr“. Ist natürlich eine rein hypothetische Zahl, andere Untersuchungen kommen zu anderen Ergebnissen oder zu keinen Todesfällen. Selbst wenn das in etwa stimmen sollte,wäre das ziemlich bescheiden, das Rauchen kostet 100.000 Todesfälle pro Jahr, also sehr viel mehr, und die Leute hören auch mit dem Rauchen nicht auf. Also, wollen wir nun Strom haben oder nicht ? Auch hier gibt es wieder keine brauchbare Antwort. 

Punkt neun

Braunkohlentagebau und die Umsiedlung von Dörfern. Braunkohle wird seit Jahrhunderten im Tagebau gewonnen, das ist nun nicht neu und für die Betroffenen, die eine Umsiedlung verkraften müssen, nicht so angenehm. Man versteht nicht, warum die Jammerei eines Einzelnen in der Sendung einen so breiten Raum einnimmt, der hat sich wohl einen sehr preiswerten Baugrund ausgesucht obwohl er die Folgen kannte. Hier piekst die Sendung in unverantwortlicher Weise auf das Gefühl von Menschen an, obwohl jedem klar ist, dass es anders nicht geht. Diese Teile der Sendung sind insgesamt eigentlich überflüssig und dumm, eine ziemlich blöde Rührduselei. „Das Geld, der Kapitalismus“ ? So ein Unfug. Es soll Strom produziert werden, und die, die so klagen, wollen auch eine Steckdose im Haus haben. Die Heuchelei kennt keine Grenzen. 

Punkt zehn

Wenn man selbst nicht produziert, dann muss man importieren. Das ist richtig. Schön, dass in der Sendung nach dieser endlos langen Duselei auch mal wieder etwas Vernünftiges gesagt wird. 

Punkt elf

Das Hin- und Her mit dem Abschalten der Kernenergie ist ein Nonsens, insgesamt unvernünftig. Das einzig Richtige wäre hier, den Markt regieren zu lassen, das heißt, Kernkraftwerke werden dann abgeschaltet, wenn günstigere Alternativen zur Verfügung stehen, wann das ist, weiß heute niemand. So mischt sich der Staat in die Energiewirtschaft ein, für seine Fehler beschimpft er auch noch die anderen, und für uns alle wird das dann ziemlich teuer, natürlich. 

Punkt zwölf

„Achtzig Euro die Tonne“. Sehr hypothetische Rechnereien, weitgehend Phantasiewerte um die eigene Ideologie zu unterstützen. Die CO2-Propaganda ist eine höchst fragwürdige Geschichte. Tatsächlich steigt der CO2-Anteil in der Luft, aber es wird verschwiegen, dass CO2 die Voraussetzung für das Pflanzenwachstum ist und dass eine höhere Konzentration dieses Spurengases überwiegend positive Wirkungen hat. Das ist die größte Lüge in dieser Szenerie (und auch in der Sendung).

Punkt dreizehn

Dass die Sendung das Beispiel Spanien gebracht hat, ist sehr lehrreich. Es ist richtig, dass eine große Produktion von Solarstrom das ganze Stromsystem ruinieren würde, das wusste man auch vorher, dass man das zunächst anders dargestellt hat ist ein politisches Problem, allerdings hätte jeder der Anleger wissen müssen, dass er sich auf ein politisches Spielchen eingelassen hatte, die Sucht auf schnellen Reibach hat die Leute blind gemacht, da ist Mitgefühl nicht angebracht. Es ist allerdings nicht der Unterschied von 50 Euro oder 90 Euro, der Punkt liegt ganz woanders. Jeder dieser Sonnenenergie-Anleger hat immer noch die Möglichkeit, sein Produkt im Markt anzubieten, und nun endlich kommt die Wahrheit heraus (die immer klar war), dieses Produkt ist praktisch wertlos. Niemand kauft freiwillig spanischen Solarstrom, auch die Autoren der Sendung würden das nicht tun. Strom ist erst dann marktfähig, wenn er rund ums Jahr im Rhythmus 24/7 zur Verfügung steht, das heißt, diese Solar-Anleger  hatten „vergessen“, ihre Anlagen mit Speichereinheiten auszustatten. Das ist das wahre Problem der „erneuerbaren Energien“, und wenn man die notwendigen Speichereinheiten dazu stellt, dann wird die Sache so teuer, dass das niemals wettbewerbsfähig wird. Also müssten diese Solaranlagen eigentlich verschrottet werden, das ist die Wahrheit, wird leider in der Sendung nicht ausgesprochen. Wenn das für Solaranlagen im sonnenreichen Spanien schon so ist, wie trübe sehen die Marktchancen für Solaranlagen im sonnenärmeren Deutschland aus ? Das ist die Realität, und die wird erst mal mit einem riesigen Aufkommen von Subventionen verschleiert, und an dieser Verschleierung beteiligt sich auch diese Sendung. 

Später wird in der Sendung gesagt, dass die erneuerbaren spanischen Energien nun anfangen wettbewerbsfähig zu werden. Wenn dem so ist, warum tun sie es denn nicht ? Offensichtlich sind diese eben nicht wettbewerbsfähig, deshalb kauft niemand den solaren Strom. Man sieht, was herauskommt, wenn Wirtschaftsfachleute fabulieren, die von technischen Gegebenheiten nichts verstehen. 

Punkt vierzehn

Der Drehtüreffekt wird in der Sendung zu Recht angesprochen. Allerdings, die Einkommen, die hier gezahlt werden sind geradezu spartanisch im Vergleich zu dem, was von den deutschen Bankern abkassiert wird oder von Fußball-Funktionären, und die Energiefirmen liefern wenigstens ein volkswirtschaftlich wertvolles Produkt, was man von den anderen nicht sagen kann. 

Punkt fünfzehn

Man redet vom „Klimaschutz“, aber nirgends wird klar gemacht, dass die erneuerbaren Energien für den Klimaschutz unbrauchbar sind (weil eben die Speichereinheiten fehlen, die unbezahlbar sind). Das zeigt das Beispiel Deutschlands, denn man hat sehr hohe Subventionen für die erneuerbaren Energien ausgegeben, jedoch nichts Brauchbares erreicht, denn der Ausstoß von CO2 ist nicht wirklich vermindert worden, eher leicht gestiegen. Man will das nicht zugeben, weil man dann eingestehen müsste, dass die ganze Energiewendepolitik von Anfang an ein einziger Schwindel war. 

Punkt sechzehn

 

Die Investitionen der EdF. Eine Firma kann investieren oder auch nicht, und es kann passieren, dass die Investitionen verloren gehen. Dabei kann sich eine Firma total ruinieren, und dann muss sie Konkurs anmelden, und das bezahlen nicht die Stromkunden, sondern die Aktionäre. Der einzige Fehler ist hier, die EdF ist ein staatliches Unternehmen, ist für das System unverzichtbar und deswegen kann man die nicht in den Konkurs gehen lassen. Mit „Stromlüge“ hat das also nichts zu tun sondern mit der Tatsache, dass es in Frankreich eben keinen Markt gibt, hier hätte man rechtzeitig aufteilen und privatisieren müssen. Man sieht an diesem Beispiel, wie fragwürdig es ist, wenn man statt eines Marktes mit vielen Anbietern ein staatliches Monopol hat, diesem ist der Konsument am Ende hilflos ausgeliefert, von daher nicht zu verstehen warum in der Sendung für einen Übergang zu einem staatlichen Versorgungssystem geworben wird. 

Punkt siebzehn

„Spanien findet keinen Markt für seinen (erneuerbaren) Strom“. Warum verbrauchen sie den denn nicht im eigenen Land, da gibt es für diese Energien auch keinen Markt, wie wir vorher am Beispiel der spanischen Photovoltaik-Produzenten gesehen haben.

„Dieser kann nicht nach Frankreich transportiert werden, weil die nötige Infrastuktur fehlt“. Aber die Frage ist, warum soll denn Frankreich zu enormen Kosten erneuerbaren Strom einkaufen, den man in Spanien auch nicht haben will ? Und diese „nötige Infrastruktur“ würde ja ganz erhebliche Kosten bringen, die dann auch der Verbraucher zu tragen hätte, also ist das, was hier vorgeschlagen wird nur ein Modell für eine weitere erhebliche Kostensteigerung.

Man will die Kapazität um das 10-fache erhöhen (welche Kapazität gemeint ist wird nicht gesagt) und man will das Verbundziel um 15% erhöhen, alles dies auch nur Sprechblasen ohne jede Realität. 

Punkt achtzehn

„Ein Sechstel des europäischen Marktes soll vernetzt werden“. Wie soll denn das geschehen, internationale Stromleitungen hoher Kapazität, in denen große Mengen elektrischer Energie hin- und hergeschoben werden ? Das würde natürlich weitere erhebliche Kosten mit sich bringen, aber es würde keinen Nutzen bringen, denn nachts ist es dunkel, und zwar in ganz Europa, da kann man dann nicht solaren Strom durch die Netze schieben wollen. Also auch nur hohle Sprüche ohne jede sinnvolle Realisierung.

Punkt neunzehn

Die Ile de Sein. Die wollen auf erneuerbare Energien umsteigen, warum machen die denn das nicht, wenn das so toll ist ? Das Netz gehört der EdF, aber wer hindert denn die daran, ihr eigenes Netz aufzubauen und den Umstieg zu machen ? Offensichtlich haben die mal nachgerechnet und festgestellt, das wird dann unbezahlbar, aber auch dazu äußert sich die Sendung nicht. 

Punkt zwanzig

„Liberalisierung mit gleichzeitiger Regulierung stellt den Wettbewerb her“. Das ist ja ein Widerspruch in sich. Wer und was wird denn da „reguliert“, und wie soll diese Liberalisierung konkret aussehen ? Das wird nicht erklärt.  Also auch nur eine Sprechblase. 

Punkt einundzwanzig

Am Schluss heißt es, „eine saubere, unabhängige und erneuerbare Energie“.

Im Norden weht der Wind (der weht da aber beileibe nicht immer) und im Süden scheint die Sonne (die scheint nachts auch im Süden nicht). Mit schönen Bildern und einschmeichelnder Musik werden Illusionen aufgebaut, offensichtlich weit von jeder Realisierung. Das ist dann wirklich die „Stromlüge“, verlogener geht es nicht.

Punkt zweiundzwanzig

Zum Schluss zeigt man stimmungsvolle Bilder mit Windmühlen. Angesichts dessen, was man eigentlich über diese Technik hätte wissen müssen schon eine ziemliche Heuchelei. 

Es gibt noch viele weitere technisch offensichtlich unsinnige Aussagen in dieser Sendung, ich muss hier jedoch Schluss machen.

Peter Würdig

 




EIKE 9. IKEK-Dr. Willie Soon: Die Meereis-Entwicklung in der Arktis und ihre Auswirkungen

Um dann bei der Eisentwicklung der Arktis zu landen. In absoluten Einheiten, ist die Eisbedeckung dort zwar auch negativ in absoluten Zahlen aber unerheblich. Relativ z.B. bezogen auf die Zeitachse, kann man das aber stark aufblasen, wie Soon an einem anderen Beispiel darstellt. So zeigt er die von Modellen prognostizierte Erwärmung der Arktis lt einer Studie von immerhin 8-12 K, aber bis zum Jahr 2100. Alles ist rot gezeichnet. Zweck: Angst machen!

Video des Vortrags von Dr. Willi Soon über die neuesten Erkenntnisse zur Einsentwicklung in der Antarktis

Die Daten zeigen indes, dass äußere Einflüsse, wie die Präzession der Bahn der Erde bei der Umrundung der Sonne, sich seit 750 Jahren sehr verändert haben, mit dem Resultat, dass sich der Winterbeginn kräftig ins neue Jahr verschoben hat. Zur gleichen Zeit hat sich die antarktische Eisentwicklung jedoch verstärkt, weil es dort – wie bei einem Pendel- kälter geworden ist. Die IPCC Forscher haben diesen orbital Effekt jedoch nicht berücksichtig. Im weiteren Verlauf ging er auf die arktische Temperaturen ein. Wegen der geringen Stationsdichte ist deren Temperaturgeschichte jedoch sehr unsicher, und, wie Soon mit seinen Co-Autoren herausfand definitiv ins warme hinein durch externe Einflüsse verfälscht. Im Vergleich mit anderen Stationen auf der Welt zeigt sich aber eine bemerkenswerte Übereinstimmung im Verlauf der Temperaturschwankungen. Ist das CO2 die Ursache? Es sieht wohl eher so aus, also ob die Schwankung der solaren Einstrahlung gute Erklärung dafür liefert. Vergleicht man diese Entwicklung mit der Eisbedeckung, dann ergibt sich ebenfalls eine enge Korrelation. Insgesamt liefert Dr. Soon eine bemerkenswerte Zahl von wohl bekannten Einflüssen auf die arktische Eisbedeckung die zeigen, dass die natürlichen Einflüsse darauf sehr viel stärker sind als bisher angenommen und auch viel stärker, als jeder, bisher nur postulierte aber nirgends nachweisbare anthropogene Einfluss. Insbesondere zeigt sich, dass die bisherigen extrem Minima der Eisbedeckung im Jahr 2007 und 2012 auch in der Vergangenheit häufiger eine Entsprechung hatte.