China stoppt den Ausbau weiterer Windenergie, aus Furcht vor Blackouts

Bild rechts: Shanghai, eine aufstrebende Geschäftsmetropole in Asien – die Lichter der Großstadt lassen sich nicht mit Wind betreiben.

China schließt speziell den Ausbau in den windigsten Regionen des Landes, weil rund 26 Prozent der Windenergie im Jahr 2016 vergeudet wurde. Nicht genutzte und verschwendete Windkraft ist unglaublich problematisch, weil es das Stromnetz schädigt und potenziell massive Stromausfälle verursachen kann.

Die Regierung stoppt die Genehmigung von neuen Windkraftprojekten in den windigsten Regionen des Landes Anfang März, nach Aussage von Chinas Nationalem Energieministerium. In diesen Regionen sind bisher fast 71 Gigawatt Windkraftanlagen installiert, mehr als im Rest von China zusammen. Eine einzelne Gigawattstunde ist dem Verbrauch von 700.000 Haushalten äquivalent. Statistiken der Regierung zeigen, dass 33,9 Milliarden Kilowattstunden Windkraft oder etwa 15 Prozent aller chinesischen Windkraft, allein im Jahr 2015 verschwendet wurden.

„Wir schätzen, dass im Laufe der ersten sechs Monaten 4,2 Milliarden Kilowattstunden Wind- und Solarenergie verschwendet wurden, was Neuseelands Stromverbrauch im gesamten Jahr 2015 entspricht,“ sagte Peng Peng, Analyst bei der chinesischen Renewable Energy Industries Association, zu Reuters.

Windenergieanlagen sind extrem intermittierend und produzieren nicht viel Strom zu den Zeiten des Tages, wenn Strom am dringendsten benötigt wird. Dies stellt ein enormes Sicherheitsrisiko für Netzbetreiber dar und macht Stromnetze erheblich fragiler.

Peking wies Windbetreiber in den letzten fünf Jahren viermal an, den Ausbau zu stoppen, weil unzuverlässige Windkraft das Stromnetz des Landes schädigt und die Regierung enorme Mengen an Geld kostet. Der Bau der Infrastruktur, um Windenergie über weite Entfernungen zu übertragen, ist sehr teuer und beträgt ein Vielfaches des Preises für die Erzeugung der Elektrizität [auf konventionelle Weise]. Das ist ein großes Problem, weil die besten Gebiete für Windkraftanlagen in China weit weg sind von den Küstenprovinzen, wo die Mehrzahl der Bevölkerung lebt.

[Dort sind 36 neue Kernkraftwerke im Bau bzw. geplant, s.u.]

China gab mehr als $ 80 Milliarden Dollar für den Ausbau neuer grüner Energie im allein im Jahr 2014 aus, während die USA „nur“ 34 Milliarden Dollar ausgaben. Mehr als ein-Drittel aller Windenergieanlagen der Welt sind derzeit in China installiert. Auch mit dieser enormen Anzahl von Windstromanlagen produziert China noch weniger Strom aus Wind als Amerika, was darauf hindeutet, dass das Land so mit Windkraft übersättigt ist, dass diese das Stromnetz beschädigt, was potenziell zu Stromausfällen führt.

Trotz der Ausbaustopps, plant die chinesische Regierung immer noch 15 Prozent des Strombedarfs aus Ökostrom in 2020 zu erhalten.

Erschienen auf The Daily Caller am 21.07.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2016/07/21/china-shuts-down-construction-of-new-wind-turbines/

Dank an unseren Leser Alwin Bruno, der in seinem Kommentar #4 auf diesen Bericht hinwies.

Ergänzung:

China plant den Ausbau der Nuklearenergie

http://www.chinabusinessreview.com/a-boost-for-nuclear-power/

Weltweite Übersicht über aktuelle und zukünftige Kernkraftwerke

http://www.world-nuclear.org/information-library/current-and-future-generation/plans-for-new-reactors-worldwide.aspx




Ist billiger Strom rechtsradikal?

So langsam erkennen diese normalen Kunden, dass bestimmte  „Energiefachpersonen“ immer die gleichen Sprüche vom billigen EEG-Strom verkünden „Eine Professorin klärt den VDI auf, wie das EEG „wirklich“ funktioniert“, was im Merkeldeutschland zum unaufhaltsamen Aufstieg als EEG-Wunderheilerin führt „Claudia Kemfert wird Sachverständige“, die Wirklichkeit aber eben doch an ihn keine Vergütungen, sondern massiv Rechnungen stellt „Muttertag war EEG-Geschenktag auf Kosten der nicht privilegierten Stromkunden“ und mucken dagegen auf. 

Video der Reden im Bundestag am 8.7.16 zur Novellierung des EEG. Noch mehr Fachleute melden sich zu Wort und erklären wie alles viel, viel besser wird. Anmerkung der Redaktion: Wer sich diese Reden antut, egal von welcher Partei sie kommen, kann nur feststellen: Der Zusammenbruch der Energieversorgung im Lande ist fest programmiert. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Mit Dank an Spürnase Hans Meier.

Nun hat auch der große Konzernlenker Teyssen der tatkräftig hilft, teuren EEG-Strom zu erzeugen und als grandiose Neuerung, ihn dank intelligenter Netze noch teurer zu verteilen, dies bemerkt. Aber nicht etwa den teuren Strom, sondern die deshalb mögliche falsche Wahl der Wähler und stimmt damit – politikaffin wie er ist – in die herrschende politische Meinung ein, dass der Wähler für die Regierenden inzwischen zu dumm geworden ist. Was jedoch bald nicht mehr stört, da nur noch Unisono-Koalitionen geplant sind um künftig unabhängig vom Wahlausgang allen Parteien die Fleischtöpfe sicher zu stellen. Störend sind da nur noch Parteien, von denen die Gefahr droht, dieses Spiel zu stören. Folgerichtig appelliert er  an das Volk, solche Störungen der Politik bitte zu unterlassen. Seine Argumentation ist zwingend, denn wer sich in Deutschland erdreistet, Unsinn der einzig wahren Politik anzuprangern, kann nur aus der rechten Ecke stammen. 

FOCUS ONLINE: [1] Eon-Chef Johannes Teyssen hat davor gewarnt, dass Rechtspopulisten eine Kampagne gegen die Energiewende fahren könnten, wenn die Strompreise nicht sinken.

„Die AfD hat die Energiewende bereits für sich entdeckt“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). „Wenn das Thema von Populisten besetzt wird, sollten wir sprechfähig sein und belegen können, dass wir nicht Milliarden verschwendet haben.“ Den Menschen sei immer versprochen worden, dass die Energiewende langfristig auch mit günstigeren Strompreisen einhergehe. „Wenn wir das nicht halten können, gleichzeitig aber unsere Landschaft verspargeln, wird sich das rächen“, sagte Teyssen.

Herr Übervater Teyssen hätte natürlich (theoretisch) alle Möglichkeiten, das „… sollten wir sprechfähig sein“ zu erklären. Von einem Versorger-Vorstand hätte man schließlich erwartet, dass er es ist und nicht nur sollte. Und davon, dass Führungskräfte wie er „ … belegen können, dass wir nicht Milliarden verschwendet haben“ müsste eigentlich genügend Übung  vorliegen „E.on verzeichnet vor Aufspaltung Milliardenverlust„.

Was er aber damit meint:  “Den Menschen sei immer versprochen worden, dass die Energiewende langfristig auch mit günstigeren Strompreisen einhergehe.“ ist dem Autor ein Rätsel. Ist es für einen Versorger-CEO wirklich unzumutbar, mit einem Taschenrechner die Daten des von ihm getragenen EEG zu nehmen, die Zahlen zu addieren und dann Preise zu vergleichen? Der dann folgende Satz ist zwar richtig, aber aus seinem Mund so dumm, dass er nicht mehr kommentiert wird. 

Folgerung

Dümmer gehts nimmer. Es wäre ein Traum, dies in einer Wahl auch einmal zum Ausdruck bringen zu können.

Quellen

[1]

FOCUS ONLINE, 09.07.2016, 09:27: Eon-Chef warnt vor Anti-Energiewende-Kampagne der AfD

http://www.focus.de/regional/nordrhein-westfalen/energie-eon-chef-warnt-vor-anti-energiewende-kampagne-der-afd_id_5713087.html

[2]

EIKE 06.07.2016: EON verliert Schadensersatzprozess wg. erzwungener Abschaltung seiner KKW. Gericht: EON blieb zu lange untätig!

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/eon-verliert-schadensersatzprozess-wg-erzwungener-abschaltung-seiner-kkw-gericht-eon-blieb-zu-lange-untaetig/ 

[3]

EIKE 01.07.2016: Die EEG-Wunder-App, Der Energiemix bestimmt inzwischen das Wetter sagt der Energiekonzern RWE auf seiner Bildungsseite und liefert gleich eine App dazu.

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-eeg-wunder-app/ 

[4]

EIKE 06.06.2016: Wie Politiker ihre Kuh schlachten und sich danach beklagen, dass diese keine Milch mehr gibt

Thema E.ON-Zerschlagung

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/wie-politiker-ihre-kuh-schlachten-und-sich-danach-beklagen-dass-diese-keine-milch-mehr-gibt/ 

[5]

EIKE 05.06.2016: Eine Professorin klärt den VDI auf, wie das EEG „wirklich“ funktioniert

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/eine-professorin-klaert-den-vdi-auf-wie-das-eeg-wirklich-funktioniert/

[6]

EIKE 04.06.2016 : Muttertag war EEG-Geschenktag auf Kosten der nicht privilegierten Stromkunden

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/muttertag-war-eeg-geschenktag-auf-kosten-der-nicht-privilegierten-stromkunden/




Professor Peter Wadhams wettet nicht auf seinem eigenen Vorhersagen zum Meeres-Eis

Sogar Gavin Schmidt hielt das für totalen Schwachsinn. Natürlich lag er [Wadham] damit falsch. Nun, seine vier Jahre Vorhersage von 2012 wird in diesem Jahr getestet und während das Meereis im Mai schneller schmolz als üblich (zum Teil wegen der von El Niño erhöhten globalen Temperaturen), ist es noch ein langer Weg komplett zu verschwinden und innerhalb von 2 Standardabweichungen  für diese Zeit des Jahres normal:

Quelle WUWT, Grafik: n_stddev_timeseries-21-july-2016

Don Keiller schreibt:


Professor Wadhams hat seine Form mit seinen Prognosen zur Ausdehnung des arktischen Meereises überschritten. Zuletzt im vergangenen Jahr sagte er voraus, dass das Meereis verschwinden würde

https://wattsupwiththat.com/2015/09/16/peter-wadhams-was-wrong-arctic-sea-ice-still-there-no-record-low-this-year/

Er greift wieder zu seinen alten Tricks, also forderte ich ihn heraus und setze £ 1000 gegen ihn, dass seine Prognose für dieses Jahr falsch ist;

Hier seine Antwort:

–Originale Nachricht–

Von: P. Wadhams

Sent Freitag, 22. Juli 2016 11.42 Uhr

An: Don & Selina

Subject: Re: Arctic eisfrei bis September

Sehr geehrter Herr Keiller, Vielen Dank, aber ich spiele nicht. Auch habe ich viele der mir von Zeitungen zugeschriebenen endgültigen Vorhersagen nicht getroffen, die, wie die Brexit Kampagnen zeigen, wenig Interesse an der Wahrheit haben aber viel an Sensationen. Der Trend [der Eisbedeckung] ist sicherlich auf dem Weg nach unten, und es wird nicht lange dauern, dass die Fläche unter 1 Million Quadratkilometer fällt, aber auf jeden Fall nicht in diesem Jahr.

Mit freundlichen Grüßen,

Peter Wadhams

Vorrausgegangen war

21. Juli 2016, Don & Selina schrieb:

> Sehr geehrter Herr Professor Wadhams,

> Ich las diesen Artikel mit Interesse und einem gewisses Maß an Skepsis.

> http://www.independent.co.uk/environment/climate-change/arctic-could-become-ice-free-for-first-time-in-more-than-100000-years-claims-leading-scientist-a7065781.html

> Sind Sie bereit, Geld auf „eine (Eis) Fläche von weniger als einer Million zu Quadratkilometer für September dieses Jahres“ zu setzen?

> Ich bin es.

> Ich fordere Sie auf eine öffentliche Wette von £ 1000 heraus, dass das [die Ausdehnung des] arktische Meereis bei mehr als 1 Millionen Quadratkilometer bis zum Ende September an allen beliebigen Stellen beträgt.

> Dieses sollte eine sichere Sache für Sie sein, denn Sie sind Professor für Ozeanische Physik und Leiter der Eismeer Physik an der Cambridge Universität.

> Und wer bin ich? Dr. Don Keiller, MA, PhD, Cantab.

> Ich habe diese E-Mail auch an „Tallbloke‘s Talkshop“ gepostet;

> https://tallbloke.wordpress.com/2016/07/20/hottest-june-not-according-to-the-satellites-roger/#comments

> Mit freundlichen Grüßen,

> Don Keiller


Ich persönlich denke, dass Professor Wadham Probleme hat, die Realität gegenüber der Fantasie zu unterscheiden. Immerhin meint er, dass die großen Ölmagnaten unterwegs sind, um ihn zu bekommen.

Erschienen auf WUWT am 22.07.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://wattsupwiththat.com/2016/07/22/professor-peter-wadhams-will-not-bet-on-his-own-sea-ice-predictions/

* * * *

Bei der Bearbeitung dieses Beitrages stieß ich auch auf eine Wiederholung alter Fehler der Warmisten:

Global Warming Expedition durch Arktisches See Eis blockiert

Tyler Durden, Jul 20, 2016

Zum Teil übernommen von Craig Boudreau via The Daily Caller,

Eine Gruppe von Abenteurern, Segler, Piloten und Klimaforscher, starteten vor kurzem eine Reise rund um den Nordpol, in dem Bemühen, den Mangel an Eis zu zeigen, wurden durch Eis an der Weiterfahrt blockiert.

Die Polar Ocean Challenge unternimmt eine zweimonatige  Reise, die sie von Bristol, Alaska, nach Norwegen, dann nach Russland durch den Nord-Ost-Passage zurück nach Alaska durch den Nord-West-Passage, nach Grönland und dann schließlich zurück nach Bristol führt. Ihr Ziel, wie auf ihrer Website dargelegt, war es zu zeigen, „dass die arktische Eisdecke jetzt in den Sommermonaten wieder soweit schrumpft, dass das Meer, dass dauerhaft blockiert war, nun passiert werden kann.“

Tyler Durden erinnerte an frühere, ebenfalls gescheiterte Versuche:

Real Climate Science bietet auch eine grafische Darstellung, der aktuellen Temperaturen in der Arktis – die nach Alarmistischen Behauptungen heißer als je zuvor sein soll – sie sind tatsächlich niedriger als normal.

Das Polar Ocean Challenge Team ist nicht die erste globale Erwärmungs Expedition die mit eisigen Schwierigkeiten konfrontiert wird. Im Jahr 2013 wurde ein Forschungsschiff  namens Akademik Shokalskiy im Eis der Antarktis gefangen. Das Problem so schwerwiegend , dass alle 52 Besatzungsmitglieder  gerettet werden mussten.

Im Jahr 2015 wurde ein kanadischer Eisbrecher, die CCGS Amundsen, gezwungen, ihr Ziel zu ändern und einer Reihe von Versorgungsschiffen zu helfen, die durch das Eis gefangen geworden waren.

Zusammengestellt und übersetzt von Andreas Demmig




Der Osten Europas setzt auf Kernkraft Kernenergie-Technologie: Russland hängt den Westen ab

In ihrem unter dem Titel „Atomenergie in Osteuropa Nicht ohne mein Kernkraftwerk“ erschienenen Artikel beweist die Historikerin umfassende technische Kenntnisse beim Vergleich des Standes der Kernkrafttechnologie in Russland und im Westen. Mit der im Mai erfolgten Inbetriebnahme des VVER-1200/392M im russischen Kernkraftwerks Nowoworonesch II sei erstmals in Europa ein Druckwasserreaktor der sogenannten Generation III+ in Betrieb genommen worden, dessen Sicherheitscharakteristika die der Anlagen im westlichen Teil des Kontinents übertreffen – auch die der deutschen. Merkmal dieser Reaktorgeneration der russischen Familie „AES-2006“ seien neben ihrer höheren Wirtschaftlichkeit vor allem die Sicherheitssysteme, die den neuesten EU-Anforderungen für Neuanlagen entsprechen müssen. Diese sind so ausgelegt, dass sie auch im „Fukushima-Fall“ – dem Totalausfall jeglicher interner wie externe Stromversorgung – eine sichere Abfuhr der Nachzerfallswärme aus einem Kernreaktor gewährleisten sollen. Hierbei kommen passive Systeme zum Einsatz, die ohne elektrisch betriebene Komponenten arbeiten. Dazu wird der im Dampferzeuger entstehende Dampf nicht im üblichen Wasser-Dampf-Kreislauf kondensiert und mittels Kondensat- und Speisewasserpumpen wieder in den Dampferzeuger zurückbefördert, sondern über ein außenluftgekühltes System kondensiert, und das Kondensat wird per Naturumlauf, ohne „aktive“ Pumpen, wieder dem Dampferzeuger zugeführt. Damit entspricht die Sicherheitsstufe des russischen Systems dem des französisch-deutschen EPR-Reaktors und ist den aktuell in Deutschland laufenden Vorkonvoi- und Konvoi-Anlagen von Siemens-KWU weit voraus. Allerdings ist der europäische EPR noch längst nicht in Betrieb, weil die EPR-Projekte in Frankreich, Finnland und China unter großen Anlaufschwierigkeiten durch Kostenexplosionen, Skandale, Rechtsstreitigkeiten und Bauverzögerungen leiden, während der russische Reaktor bereits läuft [ROSA]. Dr. Wendland hebt insbesondere die Effizienz in der Umsetzung hervor: Die russischen Reaktorbauer wickelten ihre nuklearen Großprojekte wesentlich kostengünstiger und zügiger ab als die Europäer, aber auch als Amerikaner und Japaner. In Russland, China, Indien und demnächst auch Finnland errichteten sie ihre Anlagen mit stoischer Routine und hoher Professionalität, scheinbar ohne durch die „klassischen“ russischen Probleme – Korruption, darniederliegende Infrastruktur, Bildungsmisere, fehlende Rechtssicherheit – beeinträchtigt zu werden.

Ihr Geheimnis sei nicht nur die Erfahrung, sondern auch die besondere Organisationsform ihrer Staats-Kerntechnik, die Lösungen aus einer Hand anbiete und keine komplexen Subunternehmensgeflechte an den Baustellen kenne. Gerade Auftraggeber aus Schwellenländern, die auf das Preis-Leistungs-Verhältnis schauen, bevorzugten daher russische Anlagen.

Historischer Wechsel der Technologieführerschaft

Deutschland, so Dr. Wendland, habe mit der Aufgabe seine frühere Spitzenposition im kerntechnischen Anlagenbau einen großen Fehler insbesondere mit Blick auf Osteuropa begangen. Dort staune man über die deutsche Selbstdemontage, habe man deutsche Kernkraftwerke dort doch lange als Goldstandard für kerntechnische Sicherheit angesehen. Vor drei Jahrzehnten, als die damals noch sowjetische zivile Kerntechnik in Tschernobyl in Trümmern lag, hätte niemand die Vorhersage gewagt, dass sich Osteuropäer einmal an die Spitze der Entwicklung setzen würden. Doch während Tschernobyl und Fukushima in Deutschland einen Stimmungsumschwung gegen Kernkraft bewirkten, habe man in Russland, der Ukraine und den Länder Ostmitteleuropas die Atomangst überwunden und die Krise als Chance genutzt. Weder in der Ukraine noch in Russland, weder in Tschechien, Polen, der Slowakei oder Ungarn gebe es starke Anti-Atom-Bewegungen. Dabei habe man in den nichtrussischen Ländern Osteuropas aufgrund der sich verschärfenden politischen Differenzen teilweise Lösungen gefunden, die sowohl auf russischer als auch auf westlicher Technologie beruhten.

Bild rechts oben:

Grafische Darstellung des modernen russischen Kernkraftwerks der Generation 3+ in Nowoworonesch (http://www.rosenergoatom.ru/media/files/magazine/REA0_0108.pdf (Seite 32/33)) Original uploader was TZV at de.wikipedia)

Die Bundesregierung „fordert in harschem Ton Gefolgschaft“

Wenig Gegenliebe findet die deutsche Energiepolitik nach Erkenntnissen von Dr. Wendland auch wegen ihrer Intoleranz und dem damit gepaarten Machtanspruch. Trotz unterschiedlicher Motive und politischer Präferenzen – Polen und die Ukraine setzten auf westliche Partner, Tschechen und Ungarn auf russische – seien sich die östlichen Nachbarn in ihrem Unmut über den deutschen Energiewende-Alleingang einig. In Windspitzenzeiten destabilisiere nicht gebrauchter deutscher Strom die Netze in Polen und Tschechien. Die Ostmitteleuropäer unterstützten EU-Initiativen zu innovativer Kernforschung, während Berlin dieselben als „rückwärtsgewandt“ abkanzele und in Brüssel sogar Druck mache, um sie zu stoppen. Deutschland fordere in harschem Ton Gefolgschaft, zuletzt mit einem Einmischungsversuch in Belange der belgischen Atomaufsicht. Die östlichen Nachbarn reagierten darauf zunehmend verärgert und stellten die Frage, warum  Berlin europäische Solidarität für seine stockende Energiewende einfordere, wenn es sich bei der entsprechenden Beschlussfassung nicht mit seinen Nachbarn beraten habe? Auch missfalle den Osteuropäern der „moralische Imperialismus“ in den deutschen Aussagen. So handele man ohne Konsultation Polens eine für die Sicherheit Europas sensible russisch-deutsche Gastrasse aus, weil dies dem Frieden und der Entwicklungspartnerschaft diene. Man tadele die Polen, Tschechen und Ungarn für ihre Kernenergiepläne und behaupte, diese Kritik erfolge im Interesse des Überlebens der Menschheit. So ertönt in ganz Europa das Berliner Gerassel, und ungern hört man dies.

Hoffnung für Deutschland

Das Bemerkenswerte an diesem Beitrag von Dr. Wendland ist, dass er Hoffnung macht. Noch scheint es in Deutschland unabhängige und ernstzunehmende Wissenschaftler zu geben, die sowohl Sachkunde als auch den Mut mitbringen, dem grünen Mainstream nicht nach dem Mund zu reden. Wenn der „Dekarbonisierungs“-Alptraum irgendwann hoffentlich vorbei ist, sollte man sich an solche Namen erinnern und dafür sorgen, dass das ganze speichelleckende Völkchen, das eine tonangebende Predigertochter als „Berater“ der deutschen Regierung in Sachen Energie- und Klimapolitik in den verschiedensten Gremien wie Ethikkommission, Sachverständigenrat für Umweltfragen etc. pp. installiert hat, in die Wüste geschickt und durch wirklich kompetente Leute ersetzt wird. Womit man gleichzeitig auch noch einen Beitrag dazu leisten könnte, das Verhältnis zu unserem größten Nachbarn im Osten zu entkrampfen.

Russland hat jedenfalls durch die erfolgreiche Inbetriebnahme in Nowoworonesch seine Bedeutung als weltweit ernstzunehmende Techniknation bestätigt, auf die bereits Mitte Mai in einem Artikel bei EIKE hingewiesen wurde [MUEL]. Immerhin sind weltweit über 570 Kernkraftwerke entweder im Bau, in der Planungsphase oder zumindest in der Diskussion, und mit diesem Erfolg hat es seine Chancen, an diesem Riesenmarkt zu partizipieren, deutlich verbessert.

Fred F. Mueller

Quellen

[FAZ] http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/atomenergie-in-osteuropa-nicht-ohne-mein-kernkraftwerk-14311657.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

[MUEL] http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/fakten-die-man-nicht-ignorieren-sollte-russland-ein-kommender-globaler-energieriese/

[ROSA] http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/europa_cee/4981378/AtomExport_Rosatom-sieht-sich-technologisch-an-der-Weltspitze




EIKE 9. IKEK Isaac Orr: Fracking und seine Auswirkungen auf die Umwelt – Fracking and its Effects on Environment

Isaac Orr zeigt in seinem Vortrag im Detail, wie Fracking funktioniert: Verschiedene Arten der Bohrung, Sand, Wasser, Chemikalien, Einfluss auf die Umwelt. Er zeigt auch, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssen: Privatinitiative muss sich dazu lohnen, weswegen zur Zeit die USA hier die Nase vorn haben, und einer der größten Gas- und Ölförderer sind. In Europa wird Fracking heute von Staats wegen behindert – so sind wir auf ausländische Förderer angewiesen. Dabei haben wir in Deutschland nicht nur wertvolle Gasvorkommen, sondern können sie durch Fracking auch sicher heben. Die Grüne Lobby übertreibt die Gefahren und berichtet selektiv und falsch über Fracking – so geistert noch immer das gefälschte Bild vom brennenden Wasserhahn durch die Medien.

 Video des Vortrags von Isaac Orr vom Heartland Insitute zu den Realiäten des Frackings. Aufgenommen auf der 9.IKEK am 11.12.16 in Essen. Das Video ist in Englisch

Im Gegenteil ist es sogar so, dass durch die Verbrennung von durch Fracking gewonnenem Gas weniger Treibhausgase als bei z.B. Kohle freisetzt. So fallen durch die Fracking-Revolution nicht nur Öl- und Gaspreise, was jedem Verbraucher zugute kommt, sondern auch die Emissionen sinken, was der Umwelt zugute kommt. Fracking ist eine Technologie, die es verdient, gefördert statt verteufelt zu werden.

Isaac Orr widerlegt die Mythen von Peak Oil und der Umweltgefährlichkeit dieser Technologie, und zeigt die Chancen von Fracking auf, ohne dabei aber einseitig zu berichten. In Deutschland brauchen wir mehr solche Stimmen, die ausgewogen, unaufgeregt und sachlich über dieses Thema berichten. Alarmisten haben wir genug.

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