Übertragungsnetzbetreiber rufen jetzt schon Winterreserve ab!

Pressemitteilung der 4 Übertragungsnetzbetreiber vom 7.12.16

  • Dezember 2016. Bayreuth, Berlin, Dortmund, Stuttgart. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben in Absprache mit der Bundesnetzagentur Reservekapazität für die Wintermonate gesichert. Die Netzreserve trägt dazu bei, die Stromversorgung in dieser Zeit, in der eine besonders starke Belastung des Höchstspannungsnetzes zu erwarten ist, sicherer zu machen. Für diesen Winter haben die Übertragungsnetzbetreiber insgesamt rund 8.300 Megawatt Reservekapazität gesichert. Seit dem 10. Oktober wurde die gesicherte Reservekapazität bereits an 26 Tagen genutzt. Basierend auf den Einspeiseprognosen lag die abgerufene Reservekapazität dabei in der Spitze bei bis zu ca. 6.000 Megawatt.

Obwohl die Versorgungssicherheit derzeit nicht akut gefährdet ist, (Hervorhebungen EIKE Redaktion) haben sich die Belastung der Stromnetze und damit die Risiken für die Versorgung im Vergleich zu vergangenen Jahren aufgrund der zunehmenden Mengen an schwankender Einspeisung durch die erneuerbaren Energien und des Wegfalls konventioneller Kraftwerksleistung deutlich erhöht: Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien vor allem im Norden Deutschlands und durch den Ausstieg aus der Kernkraft sowie die Stilllegung weiterer konventioneller Kraftwerke im Süden entsteht ein zunehmendes Nord-Süd-Gefälle zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch in Deutschland. Dies führt, solange das Netz nicht entsprechend ausgebaut ist, zu extrem starken Belastungen des Höchstspannungsnetzes, die besonders in den Wintermonaten bei starker Windeinspeisung in Verbindung mit hoher Last kritisch werden können. Deshalb beschaffen die deutschen Übertragungsnetzbetreiber in Absprache mit der Bundesnetzagentur Reservekapazitäten für die Wintermonate. Obwohl die Winterreserve für Not- und Extremsituationen gedacht ist, müssen die Netzbetreiber aufgrund der angespannten Netzsituation mittlerweile regelmäßig auf sie zugreifen.

In diesem Winter sehen sich die Übertragungsnetzbetreiber mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: In Frankreich werden mehrere Kraftwerke nur stark eingeschränkt zur Verfügung stehen. Aufgrund der dort weitverbreiteten elektrischen Heizungen kann es im Winter außerdem zu sehr hohen Spitzenlasten kommen. Die benachbarten deutschen Übertragungsnetzbetreiber stehen in ständigem Austausch mit dem französischen Übertragungsnetzbetreiber RTE. Sie prüfen und analysieren die möglicherweise zu erwartenden Folgen für das Übertragungsnetz in Deutschland und bereiten sich darauf vor, Frankreich gemeinsam mit den anderen europäischen Übertragungsnetzbetreibern im Bedarfsfall zu unterstützen.

Ansprechpartner:

Amprion GmbH

Andreas Preuß, T +49 231 5849 13785, M +49 172 2407116, andreas.preuss@amprion.net

TenneT TSO GmbH

Ulrike Hörchens, T +49 921 50740 4045, M +49 151 17131120, ulrike.hoerchens@tennet.eu

TransnetBW GmbH

Regina König, T +49 711 21858 3155, M +49 173 6507067, r.koenig@transnetbw.de

50Hertz Transmission GmbH

Volker Kamm, T +49 30 5150 3417, M +49 172 3232759, volker.kamm@50hertz.com




EPA – zum Zweiten: Trump könnte auch jemand total unerwarteten vorschlagen

Update der Redaktion von heute:

Der zukünftige Präsident ist bekanntlich ein Mann schneller Entschlüsse. Soeben kommt die Nachricht in der FAZ:

Scott Pruitt

Trump macht Klimaschutz-Gegner zum Chef der Umweltbehörde

Obamas Plan für saubere Kraftwerke hat er als „Krieg gegen Kohle bezeichnet.“ Nun soll Oklahomas Chefankläger eine Behörde übernehmen, die Trump ein Dorn im Auge ist.

Wir begrüßen diese Entscheidung und erhoffen uns Auswirkungen auch auf die Politik hierzulande. Der gehen die Verbündeten von der Fahne!

Artikel

Van der Vaart ist ein PhD Chemieingenieur, zurzeit Leiter des North Carolina Department of Environmental Quality. Falls er vom Kongress ernannt und zugelassen wird, wäre Van der Vaart der erste PhD-Wissenschaftler, der die EPA leitet. Auch hat er Jura studiert.

Vita Van der Vaart:

Dr. der Chemie, University of Cambridge (England),

Abschluß in Rechtswissenschaft, North Carolina Central University,

Master’s degree in Chemical Engineering from N.C. State University,

Bachelor’s degree in Chemie, University of North Carolina at Chapel Hill.

Zugelassener Professional Engineer und Anwalt in North Carolina.

Er publizierte mehrere technische und rechtliche Ausarbeitungen und hält zwei Patente.

Quelle: https://deq.nc.gov/about/leadership/secretary

Nach gut unterrichteten Quellen in der Nähe von Trumps-Übergangsteam sagte van der Vaart: „Er würde den über das Ziel hinausschießenden Vorschriften ein Ende machen und auch der sogenannten „Geheimwissenschaft„, auf die sich EPA stützt um immer strengere Regeln gegen Unternehmen durchzudrücken.

„Er kann diese Dinge selbst beurteilen“, so der Informant des Daily Caller und van der Vaart wäre kritisch gegenüber jeder wertlosen Wissenschaft, die aus der Umweltbehörde kommt.

Van der Vaart war ein deutlich zu vernehmender Kritiker der EPA als Top-Regulierer der Umweltbehörde von North Carolina, vor allem in Bezug auf den Clean Power Plan (CPP) und die „Gewässer der Vereinigten Staaten“ -Regulierung. Die Aufhebung dieser beiden Regulierungen ist für Trump oberste Priorität.

„Er versteht, dass der Zeitverbrauch und die Mühe von Papierkram, um Vorschriften zu entsprechen, die nichts erreichen, um unsere Umwelt zu verbessern, Ökonomiekiller sind“, erklärte Chris Millis, ein Anhänger van der Vaarts, gegenüber The DC.

Van der Vaart schloss sich einer Koalition von Staaten an, die gegen den CPP verstoßen, der gegen das Bundesgesetz verstößt und war Unterzeichner neben anderen auf einem Brief, der den designierten Präsidenten Trumpf bat, das EPA zu zügeln und Aktivisten davon abzuhalten, die Agenda der EPA durchzusetzen.

„Unser Land braucht eine Umweltbehörde, aber nicht die der letzten Jahre“, heißt es im Brief von fünf obersten Umwelt-Aufsichtsbehörden. „Wir brauchen Forschung, die auf unsere spezifischen, klaren ökologischen Herausforderungen ausgerichtet ist. Dies kann am besten durch Koordinierung von Initiativen auf Branchenebene erfolgen, die über Ländergrenzen hinweggehen, die durch messbaren Erfolg definiert werden können. Wir müssen der Idee ein Ende setzen, dass immer mehr Regulierung immer gut ist und stattdessen staatlichen und lokalen Experten erlauben, die Umwelt zu verbessern.“

Van der Vaart schickte auch einen Brief an die derzeitige EPA – Leiterin, Gina McCarthy, indem er sie darum bat, aufzuhören, „Mitternachts“ -Verordnungen rauszugeben, die am Ende Milliarden von Dollar kosten und von Trump gekippt werden könnten.

„Ich bin sicher, dass, wenn er als Chef der EPA gewählt werden würde, er ein starker Befürworter der Politik von Präsident Trump wäre, um amerikanische Unternehmen verantwortungsvoll zu entflechten und in der Lage wäre, Anreize für Wachstum zu schaffen“, sagte Millis.

Die Top-zwei Kandidaten, die [zum Zeitpunkt der Recherchen des Daily Caller] für den Chefposten der EPA geprüft werden, sind die ehemaligen Texas Regulierer Kathleen Hartnett White und Oklahoma Attorney General Scott Pruitt, basierend auf Medienberichten, die Trump interviewt hatten.

Es ist schwer zu sagen, ob van der Vaart zu Trumps engerer Kandidatenliste gehört, aber einige in seinem Team handeln immer noch seinen Namen. Unterrichtete Quellen sagten der The Hill Newspaper „Trump und sein Team neigen nicht zu ihm.“

Van der Vaart ist jedoch der Meinung, er wäre eine gute Wahl, um die EPA zu führen.

„Ich würde mich geehrt fühlen, in der Trump-Administration zu dienen“, sagte van der Vaart dem Daily Caller. „Ich glaube, dass meine wissenschaftliche und juristische Expertise, zusammen mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in Umwelt und staatlichen regulatorischen Arbeit, mich einzigartig qualifiziert für die Position des Leiters der Umweltbehörde.“

Trump wird voraussichtlich in der kommenden Woche seine Entscheidung darüber bekannt geben, wer die EPA führen wird.

Gefunden auf The Daily Caller vom 04.12.2016

http://dailycaller.com/2016/12/04/trump-could-appoint-someone-totally-unexpected-to-head-epa/

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The Hill Newspaper nennt insgesamt nun fünf Kandidaten für den wichtigen Posten des Umweltministers:

Bericht Timothy Cama vom 04.12.2016

Kathleen Hartnett White

Sie ist gegenwärtig Direktorin des Zentrums für Energie und Umwelt in Texas und eine ehemalige Vorsitzende der Kommission für Umweltqualität in Texas von 2001 bis 2007.

White schrieb, dass Kohlendioxid das am meisten emittierte Treibhausgase ist, „das Gas, das das Leben auf der Erde und das Pflanzenwachstum möglich macht“ und egal „ob aus der menschlichen Nutzung fossiler Brennstoffe oder als natürliches (und notwendiges) Gas in die Atmosphäre rund um die Erde abgegeben wird, Kohlendioxid hat keine Attribute eines Schadstoffes.“

Quelle Texas Public Policy Foundation

Bilduntertext: Kathleen Hartnett White, eine Klima-Wandel-Leugnerin, ist im Gespräch für den Posten der Leitung der Umweltbehörde EPA. [Aha, daher weht der Wind, der Übersetzer]

Scott Pruitt

Pruitt, der republikanische Generalstaatsanwalt von Oklahoma, gilt als weiterer Spitzenkandidat. Er ist ehemaliger Staatssenator und seit 2011 Oklahomas Top-Anwalt.

„Dies ist ein Bestreben, das ich für außergewöhnlich in den Kosten halte, außergewöhnlich im Geltungsbereich, und ich denke es ist außerordentlich, wie es sich in die Souveränität der Bundesstaaten drängt“, sagte Pruitt vor kurzem zum Clean Power Plan.

Quelle https://www.ok.gov/oag/

Stimmen gegen White und Pruitt

Scientific  American, Klima vom 30.11.2016

Können die Demokraten Trumps Nominee für die EPA verhindern?
Ein Kandidat, der nicht an Wissenschaft glaubt, wäre „eine sehr gefährliche Person“

„Ich denke, dass dies eine monumentale globale Krise ist, die wir mit der kommenden Trump-Administration haben, die offensichtlich den Klimawandel als Schwindel bezeichnet und sich mit Leuten umgibt, die den größeren Konsens über den Klimawandel verraten“, sagte Senator Cory Booker (Demokrats, New Jersey). „Ich denke, wir haben eine wirkliche Krise.“

Vorschläge der Demokraten, dass sie den Bestätigungsprozess nutzen könnten, um eine öffentliche Verhandlung über die künftige Führung der EPA zu erreichen, kamen einen Tag später, nachdem Trump mit Scott Pruitt (R) und Kathleen Hartnett White gesprochen hatte.

https://www.scientificamerican.com/article/can-democrats-block-trump-rsquo-s-epa-nominee/

Jeff Holmstead

Holmstead leitete die Abteilung Luftverschmutzung der EPA unter Präsident George W. Bush.

Bis vor kurzem arbeitet er bei der Rechts- und Lobbyfirma Bracewell, bei der er für zahlreiche Energieunternehmen Lobbyarbeit geleistet hat. Er teilte dem Kongress kürzlich mit, dass er diese Unternehmen nicht mehr vertritt.

Holmstead wäre die Wahl eines Insiders, jemand mit umfangreicher Erfahrung bei der EPA, ein Kontrast zu der Außenseiter-Mentalität, die Trump projiziert hat.

Quelle Bridget Mulcahy auf politico.com; Bild Jeff-Holmstead

Medienstimme Politico.com : In Kampf gegen Obamas Klima Plan

Darren Samuelsohn am 07.07.2015

Interviewer Darren Samuelsohn: Ist dies die größte Regulierung, die EPA jemals erlassen hat?

Jeff Holmstead: Es kommt darauf an, wie Sie es sehen. Es wird nicht die teuerste sein. Ich meine, im Vergleich zur Regulierung des Ozons. Es kann nicht so teuer sein wie die MATS [Quecksilber- und Lufttoxik] -Regulierung. Aber in Bezug auf den Ehrgeiz der Behörde, die Art und Weise wie Strom produziert und verwendet wird in den Vereinigten Staaten, ist es wirklich sehr außergewöhnlich.

http://www.politico.com/agenda/story/2015/07/inside-the-fight-against-obamas-climate-plan-000134

Donald Van der Vaart

Van der Vaart wurde gelegentlich als potentialler Chef der EPA genannt, Quellen sagen jedoch, dass Trump und sein Team nicht zu ihm neigen.

Bericht siehe oben, The Daily Caller

Myron Ebell

Ebell ist einer der angesagtesten Klimawandel-Skeptiker im Beltway und leitet Trumps Übergangsteam für die EPA. Das hat für viele dazu geführt, ihn als Hauptkandidat für die Umweltbehörde zu sehen.

Eike berichtete bereits hier

Zusammengestellt und übersetzt von Andreas Demmig




Gorleben II – Endlagerwende 2016 (Teil II von III) Stefan Wenzel Umweltminister – Mastermind der Wende

von Dr. Helmut Fuchs, Geologe

Letzter Abschnitt des Teil I:

Die vom niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel sehr verkürzte Zusammenstellung (Teil I :Ideologie) der Ergebnisse von Gorleben zeigt im folgenden Teil II: Realität überdeutlich, wie die Gläubigen der grünen-ökologistischen Bewegung mit ihren grünen Hilfstruppen von NGOs in der politischen Diskussion zu Gorleben jahrelang eine massive, sehr selektive, ja destruktive Berichterstattung gegenüber der Bevölkerung, den Medien und der Presse praktiziert haben und noch praktizieren – und möglicherweise die Mitglieder der Endlagerkommission manipulativ, d.h. verdeckt aber gezielt bei ihren Entscheidungen zu Gorleben beeinflusst haben könnten. Den  Abgeordneten Dr. Gero Hocker sowie Dr. Stefan Birkner (FDP) sei deshalb hier großer Dank ausgesprochen. Mit ihrer Kleinen Anfrage an das niedersächsische Umweltministerium ‚Darf Gorleben vor ab ausgeschlossen werden?‘ war diese gezwungen, mit der Beantwortung der Frage ihre langjährige politische Strategie Preis zu geben, wie sie ihr Ziel erreichen konnte, Gorleben von der Landkarte zu streichen.

Teil II:  Realität

Im Jahr 1998 hat die neu gewählt rot-grüne Bundesregierung entschieden, wegen ihres Zweifels an einer sachgerechten Auswahl des Standortes Gorleben aber insbesondere auch wegen des Zweifels  an den bis dahin erarbeiteten fachlichen Ergebnissen der Untersuchungen des Standortes eine Unterbrechung aller weiteren fachlichen Untersuchungen zu verordnen. Begründung dafür war, die Bevölkerung vor möglichen zukünftig zu erwartenden Gefahren und insbesondere vor angeblichen langjährigen Schäden durch das Projekt zu verhindern. Im Jahr 2000 wurde deshalb ein Moratorium für die untertägige Erkundung des Salzstocks für einen Zeitraum von drei bis zehn Jahre beschlossen – das letztendlich 10 Jahre dauerte.

Da diese Zweifel nur von Vertretern der grünen Bewegung und ihren NGO-Hilfstruppen geäußert wurden, diese Meinung jedoch nicht von den meisten Fachleuten und Fachbehörden geteilt wurde und damals auch nicht von Mitgliedern anderer Parteien, entschlossen sich die für die Kosten der Entsorgung des „Atommülls“ verantwortlichen Stromversorgungsunternehmen zu hinterfragen, inwieweit diese Zweifel aus fachlicher Sicht gerechtfertigt sind. Als Folge wurde GNS mbH beauftragt, durch eine international besetzte Expertengruppe bewerten zu lassen, ob nach internationalen Standards ein derartiges Moratorium gerechtfertigt ist. Der in englisch geschriebene Ergebnisbericht – mit deutscher Einleitung und Zusammenfassung – wurde im Juli 2001 an das BfS sowie an die BGR übergeben, deren Mitarbeiter aus beiden Behörden die Gruppe fachlich ausführlich unterstützt haben. Gleichzeitig wurden die Ergebnisse des Berichts in Hannover der Presse vorgestellt.

Um die große Differenz der Bewertung der bisherigen Untersuchungsergebnisse zwischen der subjektiven Einschätzung deutscher Politiker und der objektiven Beurteilung durch deutsche und internationale Fachleute aufzuzeigen, werden zum Vergleich die Aussagen des Umweltministers von Niedersachsen mit den tatsächlichen Ergebnissen verglichen. Beispielhaft wird dies an den beiden folgenden öffentlich zugänglichen Berichten gezeigt: Bericht der ‚International Expert Group  Gorleben (IEG)‘ aus dem Jahr 2001und der ‚Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben (VSG)‘ von 2013. 

Die International Expert Group Gorleben (IEG) wurde mit dem Ziel zusammen gestellt, für die  deutschen Stromversorgungsunternehmen eine objektive wissenschaftliche Beurteilung der Untersuchungen des Salzstocks als potentieller Endlagerstandort zu erstellen. Dabei sollte die IEG zusätzlich zu einer fachlichen Bewertung der methodischen, wissenschaftlichen und technischen Ergebnisse auch ihre Einschätzung zu den wesentlichen politischen Zweifeln der damaligen Regierung abgeben. Insbesondere deshalb, weil vor dem Regierungswechsel Ende 1998 das BfS und das BMU (BMU 1998) keine Zweifel hinsichtlich der Eignungshöffigkeit des Salzstocks als Endlager geäußert hat: „… die hierbei gewonnenen Ergebnisse belegen nachvollziehbar, dass eine begründete Aussicht auf eine Eignung insbesondere für die Endlagerung hochradioaktiver, wärmeentwickelnder Abfälle und abgebrannter Brennelemente besteht …“.

Der IEG gehörten diese Fachleute an:

Per-Eric Ahlström: Senior Consultant, Swedish Nuclear Fuel and Waste Management Co (SKB), graduated as MSc in Engineering Physics in 1956. From 1956-1984 Mr. Ahlström was with Vattenfall working in nuclear engineering, reactor physics, reactor safety, nuclear fuel management, nuclear waste management. From 1984 -1992 he was research director of SKB, and from 1993 until his retirement in 1997 Vice President of SKB. Under his leadership at SKB, the Swedish waste management programme ran international R&D programmes in underground laboratories, sited and constructed a centralized fuel storage facility and a final repository for reactor wastes, and maintained one of the world’s most advanced deep geological repository development programmes. 

D. C. Alexandre, chemist and geologist, entered the French CEA (Atomic Energy Commission) in 1961, when he was put incharge of studies on uranium ore treatment and uranium processing. ln 1983 he became head of the Cadarache Research Centre, department of R&D on radioactive waste (treatment, conditioning and characterizationfor the French territory). ln 1987 he became Deputy Director of ANDRA (French Agency for Radioactive Waste Management) where he remained until in 1990 he returned to CEA as Research Director for the programme on direct disposal. Dr. Alexandre was representatve of France at the EC for many years. He retired in October 1996 

Dr. Colin Heath is an Assistant General Manager for TRW Environmental Safety Systems, the contractor which has performed extensive studies at the Yucca Mountain site for the US Department of Energy (DOE) where he has worked since 1993. He received a PhD in nuclear engineering in 1964 after graduating with a BS in chemical engineering in 1960″. From 1977 to 1981 Dr. Heath was Director of the US DOE’s initial siting investigations for radioactive waste repositories; he has been closely involved with all aspects of the US spent fuel storage and disposal for 25 years. 

Professor Dr.-lng. Klaus Kühn, graduated as a mining engineer from the Bergakademie Clausthal (Clausthal School of Mines) and received his doctorate from the Technische Universität Clausthal. In 1965 he joint the national research centre GSF (then named Gesellschaft für Strahlenforschung, today GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit). After founding the GSF – Institut für Tieflagerung (Institute for Underground Disposal), he was its director from 1973 until1995. Since then, he works as scientific advisor for GSF and as Professor at the Technische Universität

Clausthal. He was and is a member of many national and international committees. e.g. the German Reaktor-Sicherheitskommission (RSK – Reactor-Safety Commission) from 1983 until 1998, as an expert in radioactive waste management.

Dr. Charles McCombie received a PhD Degree in Physics in 1971. From 1970-74, he worked at the United Kingdom Atomic Energy Authority, England and from 1974-79 at the Swiss Institute for Reactor Research, now the Paul Scherrer Institute. Dr. McCombie is an independent advisor in international nuclear waste management. His principal role at present is as Head of Science, Technology and Engineering for Pangea Resources Australia. Prior to this he was Director of Science & Technology at Nagra (National Co-operative for the Disposal of Radioactive Wastes) in Switzerland for almost 20 years. He is retained as Executive Advisor to Nagra, has directly advised waste management projects in various other countries (e.g. Japan, Canada. Germany) and for the OECD/INEA. He is currently Vice Chairman of the Board of RadioactiveWaste Management of the National Academies of the USA and a member of the Nuclear Research Advisory Committee of the National Paul Scherrer Research Institute.

Dr. Wendell D. Weart is a Senior Fellow at Sandia National Laboratories in Albuquerque, New Mexico. He possesses a Doctorate in geophysics with undergraduate degrees in geology and mathematics. He was the scientific programme manager for the Waste Isolation Pilot Plant (WIPP) from its inception in 1975 until 1995 when he became senior scientist and Labaratory Fellow advising on Nuclear Waste Management issues. WIPP, a custom built deep geological repository for long-lived transuranic wastes, is the first facility of this type to have successfully gone through a formal permitting procedure leading to active operation.

Zusammenfassendes Ergebnis der Studie: „Repository Projekt Gorleben – Evaluation of the Present Situation der IEG“, 2001. (Auszüge aus der Gesamtbewertung)

Das Untersuchungsprogramm, das bisher in Gorleben durchgefü hrt wurde, ist umfassender als bei irgendeiner anderen Erkundung eines potentiellen Endlagerstandortes weltweit, ausgenommen die beiden Projekte WIPP und Yucca Mountain in den USA. Eine umfangreiche Datenbasis für Gorleben wurde zusammengestellt. In ihrer Gesamtbeurteilung hat die IEG keine wissenschaftlichen oder technischen Argumente gefunden, die den Salzstock von Gorleben als potentiellen Standort für ein Endlager disqualifizieren. Das bedeutet nicht, dass alle für ein Genehmigungsverfahren erforderlichen Daten schon erarbeitet wurden. Weitere Untersuchungen sind notwendig, wie in dem Programm zur Charakterisierung des Standorts, das durch die Verhängung eines Moratoriums abgebrochen wurde, festgelegt. Die IEG ist der Ansicht, dass sich durch den Abschluss der ursprünglich geplanten Erkundungsarbeiten eine vollständige Grundlage für die Bewertung der Eignung von Gorleben als HAW Endlager ergeben würde….

… Die lEG stellt außerdem fest, dass eine Langzeitsicherheitsanalyse(TSPA) für das geplante Endlager in Gorleben bisher nicht systematisch und nach dem neusten Stand der Erkenntnisse erarbeitet worden ist. Die IEG erachtet es daher für außerordentlich wichtig, mit dieser Art von TSPA für Gorleben zu beginnen. Nach ihrer Fertigstellung muss eine Überprüfung in Form einer unabhängigen „Peer Review“ durchgeführt werden….

Schlussfolgerungen der IEG zu der derzeitigen deutschen Entsorgungsstrategie: Die neuen Grundsatzentscheidungen der Bundesregierung basieren nicht allein auf wissenschaftlichen und technischen Argumenten. Wie in allen Ländern müssen gesellschaftliche und politische Aspekte ebenfalls berücksichtigt werden. Dennoch ist es wichtig, so genau wie möglich zwischen den Gründen zu unterscheiden, an Hand derer Entscheidungen legitim getroffen werden können. Wissenschaftler, die sich mit der Endlagerung beschäftigen, so wie in anderen Bereichen mit weitreichenden Auswirkungen auf die Gesellschaft auch, haben eine Verantwortung, sich objektiven

Argumenten zu widersetzen, die in Entscheidungsprozessen zu früh mit politischen Gesichtspunkten vermischt werden…“.

Zum Schluss sei angemerkt, dass nach meinem Wissen der IEG Bericht von 2001 in keinem veröffentlichen Bericht des BMU, des BfS oder den bestens vernetzten NGOs erwähnt wird – außer in dem folgenden VSG-Bericht der GRS. In dem Projektstrukturplan ist aus gutem Grund, wie im IEG Bericht empfohlen, als letztes Arbeitspaket eine International Peer-Review-Bewertung zur Überprüfung der wissenschaftlichen Ergebnisse fest eingeplant.

Vorläufige Sicherheitsanalys Gorleben (VSG) erstellt von der GRS

In einer gemeinsamen Erklärung von Bundesminister Röttgen und dem Präsidenten des BfS König wurde im November 2010 die Erstellung einer vorläufigen Sicherheitsanalyse für den Standort Gorleben (VSG) angekündigt: „Das Moratorium würde zum 1. Oktober 2010 wieder aufgehoben. Mit der Wiederaufnahme der Erkundungsarbeiten solle endlich Klarheit geschaffen werden … eine ergebnisoffene Erkundung muss die Eignung oder Nichteignung des Salzstocks Gorleben umfassend begründen. Sollte sich der Salzstock als ungeeignet erweisen, müssen wir neue Wege finden …“ Bei der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) wurde deshalb diese vorläufige Sicherheitsanalyse für Gorleben (SVG) in Auftrag gegeben, die alle bisherigen Untersuchungsergebnisse analysieren und zusammenfassen soll. Der Ergebnisbericht der GRS liegt inzwischen vor (GRS-290; 2012). In meinen beiden Beiträgen („Gorleben und das Standortauswahlgesetz – Ad calendas graecas“ und „Gorleben – Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben ist geeignet“) habe ich die technischen und politischen Hintergründe zur Entstehung der Studie genannt, die keine Erkenntnisse enthält, die gegen die Eignungshöffigkeit sprechen. Sie wurde von neutralen Wissenschaftlern auf der Basis umfassender Einzelberichte (25 von insgesamt 5628 Seiten) von folgenden Forschungseinrichtungen erstellt, hat 424 Seiten und kostete den Steuerzahler fast neun Millionen Euro. Damit jeder interessierte Leser diese objektive Aussage überprüfen kann, habe ich im Folgenden die jeweiligen Ergebnisse (Fazite) der einzelnen Kapitel der GRS-Studie transparent gemacht.

Beauftragte Organisationen:

– Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), – DBE TECHNOLOGY GmbH, – das Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik der TU Clausthal, – Institut für Gebirgsmechanik GmbH (IfG), – Institut für Sicherheitstechnologie (ISTec), – Karlsruher Institut für Technologie/Institut für Nukleare Entsorgung (KIT/INE), – international nuclear safety engineering GmbH (nse; Zusammenschluss mehrerer Institute der RWTH Aachen), – Institut für Atmosphäre und Umwelt (IAU) der Universität Frankfurt – T-Systems Solutions for Research GmbH.

Ergebnisse der Bewertung                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         KAPITEL 5 Umsetzung des Sicherheits- und Nachweiskonzept im Vorhaben VSG S.77 bis S. 256

Fazit S.103, M:Zusammenfassend ist festzustellen, dass keine grundsätzlichen Zweifel an der technischen Umsetzbarkeit der im Vorhaben entwickelten Auffahrungs- und Einlagerungskonzepte bestehen …“

Fazit S.110, M1:… dass die Maßnahme M1 bei der Auslegung der Grubengebäude auf konzeptioneller Basis umgesetzt wurde. Die Anzahl, Längen und Querschnitte der Einlagerungsstrecken bzw. Einlagerungsbohrlöchern ergeben sich aus der Anzahl der und den Abmessungen der Behälter … In zukünftigen Optimierungen können sicherheitstechnische Zielsetzungen von Bedeutung sein …“

Fazit S.118, M10:… dass die geforderte Maßnahme M10 konzeptionell insgesamt umgesetzt und auch in der Realität betriebstechnisch mit heutiger Bergbautechnik umsetzbar ist .“

Fazit S.126 M12, M15:… dass die Forderung, die sich aus den Maßnahmen M12 und M15 ableiten, im Vorhaben VSG auf konzeptioneller Basis für den Fall der Strecken-und Bohrlochlagerung umgesetzt wurden …“

Fazit S.131  M13 M14: … dass das Hauptsalz im Kernbereich des Salzstocks und damit auch in der Umgebung des Einlagerungsbereiches auf Grund der geologischen Entwicklungsgeschichte durch eine halokinetisch bedingte intensive Deformation und daraus resultierende Homogenisierung gekennzeichnet ist. Gleichzeitig weist es einen hohen Rekristallisationsgrad und die Abwesenheit von hydraulischen Klüften, Störungen oder makroskopischen Lösungsvorkommen auf …

Die Erfüllung der mit der Maßnahme M2 verbundenen Anforderungen an die Eigenschaften der geologischen Barriere kann daher unter der grundlegenden Annahme im Vorhaben VSG, dass die im Erkundungsbereich 1 erzielten Erkundungsergebnisse auf nicht erkundete Hauptsalzpartien übertragen werden können, grundsätzlich als gegeben angesehen werden …“

Fazit S.137, M13, M14: Die im Vorhaben VSG durchgeführte Endlagerplanung sieht den Einlagerungsbereich der Streckenlagerung auf der 870-m-Sohle vor. Auch das Prinzip der Bohrlochlagerung (Variante C) sieht das Niveau der Überfahrungsstrecken, von denen aus die Bohrlöcher beladen werden, auf einer Teufe von 870m vor. Durch die Endlagerplanung ist gewährleistet, dass große Mächtigkeiten der Salzbarriere zu den Seiten sowie nach oben zum Salzspiegel vorhanden sind …“

Fazit S.138 M14:Für die nächste eine Million Jahre ist davon auszugehen, dass aufgrund der geringen verbliebenen Mengen mobilisierbaren Hauptsalzes im Bereich der Zechstein-Basis und unter dem Einfluss des rezenten Hauptspannungsfeldes keine erneute massive Salzeinwanderung in die Struktur mit entscheidenden Änderungen der geologischen Standortverhältnisse stattfinden …“

Fazit S.170, M6, M7, M8, M16: … dass die Maßnahme M7 zwar durch das im Vorhaben VSG entwickelten Verschlusskonzept auf konzeptioneller Basis formal umgesetzt wurde und erfolgversprechend erscheint. Trotz umfangreicher Untersuchungen in der Vergangenheit fehlt jedoch noch ein fundiertes Prozessverständnis bezüglich der erreichbaren Endporosität und zur Geschwindigkeit der Salzgruskompaktion bei geringer Feuchtigkeitszugabe unter realen Endlagerbedingungen. Es gelten diesbezüglich die gleichen Vorbehalte, die im Zusammenhang mit der Umsetzbarkeit der Maßnahmen M6, M8, und M16 dargestellt wurden …“

Fazit S. 229 Einschluss der Nuklide: Aufgrund der großräumigen Integrität der an das Endlagerbergwerk angrenzenden Bereiche der geologischen Barriere, der Integrität der Verschlussbauwerke über ihre Funktionsdauer sowie der Einschlusseigenschaften des kompaktierten Versatzes kann für den Standort ein einschlusswirksamer Gebirgsbereich in Lage und Grenze ausgewiesen werden ..

KAPITEL 6 Zusammenfassung der Ergebnisse S. 257 bis S.312                       Projektstrukturplan VSG 

Kapitel 6.1 Grundlegende Annahmen S. 257 „… Ein Großteil der im  Vorhaben VSG erzielten Ergebnisse und die nachfolgenden Ausführungen stehen unter dem Vorbehalt, dass die Ergebnisse zukünftiger Erkundungs- bzw. Forschungsarbeiten bestätigen, dass die nachfolgend aufgelisteten grundlegenden Annahmen zutreffen…“

Kapitel 6.2 Umsetzung der Sicherheitsanforderungen des BMU im Vorhaben VSG

Kapitel 6.2.1 Anforderungen an die Endlagerauslegung

Fazit S.267:… Zusammenfassend ist folgendes festzustellen: Die Sicherheitsanforderungen des BMU an die Endlagerauslegung können generell auf der für eine vorläufige Sicherheitsanalyse typischen konzeptuellen Ebene als erfüllt bzw. in Zukunft als erfüllbar angesehen werden. …“

Kapitel 6.2.2 Anforderungen an die Nachweisführung

Fazit: S.288:Aus den im vorangegangenen dargelegten Gründen wird davon ausgegangen, dass die Anforderungen an die langzeitsicherheitsgerichteten Nachweise, soweit diese den dauerhaften Einschluss der aus den Abfällen stammenden Radionuklide betreffen, auf konzeptioneller Basis umgesetzt wurden … Die zusammenfassenden Aussagen am Ende des Kapitels 6.2.1 zum FuE-Bedarf bei den im Vorhaben VSG projektierten Verschlussprojekten und zum langfristigen Kompaktionsverhalten von Salzgrusversatz gelten hier gleichermaßen, ebenso wie die Einschränkungen zur Durchführung von Optimierungsmaßnahmen im Vorhaben VSG …“

Kapitel 6.2.3 Anforderungen an Qualität, Dauerhaftigkeit und Robustheit des Einschlussvermögens des einschlusswirksamen Gebirgsbereiches

Fazit: S. 301: Zusammenfassend wird festgestellt, dass einer zukünftigen potenziellen Beeinträchtigung des Einschlussvermögens des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs durch natürliche Ereignisse und Prozesse planerisch Rechnung getragen wird. Gegen kurzfristige Ereignisse wie Erdbeben … wurden die Verschlussbauwerke ausgelegt. Den Auswirkungen durch Subrosion, Erosion, Diapirismus sowie Klimaveränderungen wurde durch … eine ausreichende Teufenlage der Einlagerungsbereiche begegnet …“

Fazit: S. 312: … Bezogen auf die Endlagerung von wärmenentwickelnden radioaktiven Abfälle können unter den in Kapitel 6.1 angeführten Vorbehalte sowohl die projektierten Endlagersystemen als auch die hiermit verbundenen Sicherheitsaussagen als robust angesehen werden. Für das Freisetzungsverhalten gasförmiger Radionuklide gilt dies vorbehaltlich der Modell- Prozess- und Datenungewissheiten nur, wenn Behälter unterstellt werden, die über etwa 500 Jahre gasdicht sind. … Die im Vorhaben VSG entwickelten Endlagerkonzepte werden einschließlich der Rückholungskonzepte als realisierbar angesehen…“

Zusammenfassung der im Anhang der Synthese genannten geowissenschaftlichen Standortbeschreibungen. Bericht zum Arbeitspakete 13 (S. 379 – 424).

In diesen Anhang wird die Geologie im Zusammenhang mit der zukünftigen geologischen Entwicklungsgeschichte des Endlagers genau beschrieben. Ein Inhaltsverzeichnis zu diesem Anhang ist allerdings nicht zu finden. Deshalb ist für den interessierten Leser diese Themengliederung angeführt:

A.1: Schichtenfolge und Lagerungsverhältnisse im Deck- und Nebengebirge: A1.1: Prä-salinarer Untergrund; A1.2: Zechstein; A1.3: Trias bis Oberkreide; A1.4: Tertiär A1.5: Quartär;

A.2: Hydrogeologie: A2.1 Hydrologischer Bau des Deckgebirges; A2.2: Das Süß-/ Salzwassersystem; A2.3: Grundwasserbewegung im Süßwasserkörper; A2.4: Grundwasserbewegung im Salzwasserkörper:

 A.3: Geologie des Salzstocks Gorleben: A3.1: Entwicklungsgeschichte der Salzstruktur Gorleben-Rambo; A3.2: Hutgestein des Salzstocks Gorleben; A3.3: Salzspiegel; A3.4: Subrosion; A3.5: Stratigraphie und Lithologie; A3.6: Klüfte und Störungen im Salinargestein; A3.7: Lösungsvorkommen im Salinargestein; A3.8: Kohlenwasserstoff- und Gasvorkommen im Salinargestein; A3.9:

 A.4: Geologische Langzeitprognose: 4.1: Ableitung der zukünftigen Rahmenentwicklung; 4.2: Wahrscheinliche zukünftige geologische Entwicklung am Standort Gorleben; 4.3: Überregionale Entwicklungen; 4.4 Kaltzeitliche Entwicklungen;

4.5: Wenig wahrscheinliche oder auszuschließende Entwicklungen des geologischen Systems am Standort Gorleben. Literaturverzeichnis.

In diesem Zusammenhang muss nochmals deutlich darauf hingewiesen werden, dass zum einen die im Projektstrukturplan als Abschluss der Analyse festgelegte Bewertung der Ergebnisse, wie von der IEG 2001 empfohlen, auch hier durch ein fest eingeplantes Internationale Peer Review Verfahren abzuschließen ist. Am 23. Juli 2013 wurde jedoch das ‚Stand AG‘ vom Bundestag verabschiedet, in dem es nach § 29 (3) heißt, dass „… spätestens mit Inkrafttreten dieses Gesetzes ohne eine Eignungsprognose für den Standort Gorleben eingestellt wird …“ In einem am 27. Juli 2013 parteiübergreifenden Konsens-Gespräch wurde nur vier Tage später die Vergabe dann auch verboten. Denn eine Vergabe dieser neutralen Analyse jetzt oder auch später, beispielsweise nach einem Regierungswechsel, würde der Öffentlichkeit deutlich zeigen, dass es bei der Entscheidung gegen Gorleben um ein rein ideologisch geprägtes Machtspiel der grünen Bewegung handelt. Und zweitens ist in Kapitel 5, Schlussvorschriften festgeschrieben, dass auch die Ergebnisse der bisherigen Standuntersuchung von Gorleben bei der nach der Endlagerwende erneut beginnenden Suche nach neuen Standorten Gorleben später nur ganz begrenzt bei einem Standortvergleich berücksichtigt werden dürfen. Diese gesetzmäßigen Verbote sind ein klarer Hinweis für die Furcht der grüne Bewegung vor der Wahrheit. Denn über die Qualität und Aussagen einer solchen Bewertung darf heute und möglichst lange nichts ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Ist das der Grund für das Fehlen der Nennung der ‚VSG Studie‘ in ANLAGE 2 der Antwort des Umweltministers? In einer Demokratie hat der Bürger ein Recht darauf, die Ergebnisse einer wesentlichen Studie bei einem derart wichtigen Thema zu erfahren, für die er teuer bezahlt hat.

Die bisherigen direkten und indirekten Kosten für Gorleben dürften in der Größenordnung von 2,5 Milliarden Euro liegen. Sie wurden von den Stromkunden und den übrigen Steuerzahlern bezahlt. Sie sind zum großen Teil nach der jetzt im ‚politischen Konsens‘ stattgefundenen Endlagerwende verloren. Die mit dem neuen Standortauswahlgesetz beginnende neue Suche bis zur Genehmigung eines möglichst sicheren Endlagers dürfte Jahrzehnte dauern und Kosten von mehr als 25 Milliarden EURO verursachen. Sie müssen ab jetzt zum großen Teil von den Steuerzahlern der nächsten Generationen nochmals aufgebracht werden, mit dem großen Risiko, dass in Folge der rasant wachsenden Technologien in Zukunft – „Atommüll“ wird zum Energierohstoff – ein Endlager in tiefen geologischen Formationen möglicherweise nicht mehr gebraucht wird. Siehe meinen Bericht: „Substanzlose Endlagersuche“.

Der Neuanfang nach der Endlagerwende 


Wilhelm Hauffs Märchen, K Thiedemanns Verlag, Stuttgart 1945

Die politische Einschätzung des Umweltministers Wenzel zu Gorleben, die er Kraft seines Amtes öffentlichen verbreitet hat: „Die Landesregierung bleibt bei der Auffassung, dass der Standort Gorleben geologisch ungeeignet und politisch verbrannt ist“ entspricht fast ausschließlich den Vorstellungen seiner Parteigenossen bzw. den bis Brüssel bestens vernetzten Anti-Nuk Lobbyisten. Mit der Realität hat diese Einschätzung jedoch wenig zu tun. Somit ist die Aussage von ihm weniger den qualitativ hochwertigen Arbeiten in Gorleben geschuldet, sondern eher den Brandstiftern der grünen Bewegung.                                                  

                                

 

Lit.: – Zusammenfassung: ‚International Expert Group  Gorleben (IEG) Novo Argumente“

– Gesamtbericht: ‚International Expert Group  Gorleben (IEG)‘

– Zusätzliche Hintergrundinformationen sind bei Google im Internet zu finden unter ‚Helmut Fuchs, Geologe‘

Teil III:  Analyse

…Hinter dieser seit dem Jahr 2000 zunehmend gezielten Politik der Desinformation durch die Verantwortlichen für die Endlagerung = Untertage Deponierung hochradioaktiver „Abfälle“, also insbesondere durch die Parteien, das BMU sowie das BfS, ihre politischen Mitstreiter und die zahlreichen NGOs steckt eine langjährig angelegte Strategie, obwohl sie fleißig in der Öffentlichkeit den Eindruck erwecken, die Transparenz und Einbindung der Öffentlichkeit sei ein hohes Gut….




EPA-Zum Ersten_Klima-Daten-Leugner versuchen den designierten EPA Leiter systematisch zu verunglimpfen und zu verleumden

Ihrer Standardtaktik folgend, haben Verfechter der großen Vetternwirtschaft in der bisherigen Regierung jemand ausgewählt, um ihn als das personifizierte Gesicht von gegenteiligen  Regierungs- und Freiheitsidealen zu dämonisieren.

Myron Ebell ist dieses Gesicht und er hält die Verleumdung der Linken für seine Gedanken über die Klimapolitik aus. Auch wenn er diese Last mit Anstand und Humor trägt, gibt es keine Entschuldigung für die persönlichen Angriffe, die die Aufmerksamkeit von den hohen Einsätzen im Hintergrund dieser Debatte ablenken sollen.

Einfügung durch den Übersetzer

Beim Recherchieren stieß ich auch das auf das deutschsprachige Wikipedia, erstaunlich aktuell. Die Inhalte sprechen für sich:

Myron Ebell ist ein US-amerikanischer Lobbyist. Er arbeitete für verschiedene libertäre bzw. konservative Think Tanks wie z.B. das Competitive Enterprise Institute und wird zu den zentralen Köpfen der organisierten Klimawandelleugnerszene gezählt. Er besitzt keine naturwissenschaftliche Ausbildung; stattdessen bezeichnet er seine abweichende Meinung bezüglich der globalen Erwärmung als die „Perspektive eines informierten Laien“. Im November 2016 wurde bekannt, dass er die US-Umweltbehörde E.P.A. für den designierten US-Präsidenten Donald Trump nach dessen Plänen umbauen soll.

….

Ebell ist zudem Leiter der Cooler Heads Coalition, einem Zusammenschluss von konservativen Think Tanks, die sich selbst dem Ziel verschrieben hat, „die Mythen der globalen Erwärmung offenzulegen, indem sie die fehlerhaften ökonomischen, wissenschaftlichen und risikoanalytischen Annahmen offenlegt“.[3] Die Cooler Heads Coalition ist eine Frontgruppe der organisierten Klimaleugnerindustrie, die 1997 entstand und unter anderem aus dem Competitive Enterprise Institute, dem Committee for a Constructive Tomorrow (CFACT), dem Heartland Institute und dem George C. Marshall Institute besteht, die alle Zuwendungen von Seiten der Industrie sowie konservativer Vereinigungen erhalten.

Das Ausmaß der gefühlten Bedrohung für die Freunde des Klimaalarmismus wird hier erkennbar.

Bildquelle: Myron Ebell Wanted Poster _ On Sunday December 6th 2015 _Wan… _ Flickr_files –
Anlässlich COP21, gefunden auf https://secure.avaaz.org/en/climate_criminals/

Ergänzung vom 05.12.2016
„EPA-Zum Ersten“:  Zwischen der Übersetzung und Freigabe dieses Beitrages, ist in USA noch ein weiterer, möglicherer Kandidat für das Amt des EPA Leiters ins Gespräch gekommen. Daher die Ergänzung in der Überschrift.

Ende der Einfügung

Was auf dem Spiel steht

Für Big Green stehen Milliarden über Milliarden von Dollar auf dem Spiel, genommen von Steuerzahlern und Verbrauchern und gegeben an die grünen Amigos. Allein die Windenergie summiert sich mit Zuschüssen, Steuergutschriften, Darlehensbürgschaften und andere Subventionen auf mindestens $ 176 Milliarden.

Was nicht im Widerspruch zu den hochgespielten Themen der Linken steht – ist das Klima der Erde.

So kostspielig unsere gegenwärtige Energie- und Klimapolitik für die Wirtschaft ist (sie würden den USA einen Nettoverlust von 400.000 Arbeitsplätzen und bis zu 2,5 Billionen US-Dollar kosten), werden sie voraussichtlich vernachlässigbare Auswirkungen auf die globalen Temperaturen haben – auch nach den fragwürdigen Klimamodellen des IPCC.

Beurteilt nach ihrer tatsächlichen Wirkung, wird klar, dass eigentliche Ziel der internationalen Klimapolitik ist Macht- und Geld, niemand, auch nicht seine lautesten Unterstützer glauben, dass die Klimapolitik viel Einfluss auf das Klima haben wird.

Christiana Figueres – bis vor kurzem die Leitende Sekretärin der U.N.-Rahmenkonvention über den Klimawandel – stellte freimütig fest, dass das Ziel dieser Politik darin besteht, die Weltwirtschaft neu zu ordnen:

„Dies ist das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass wir es uns absichtlich zur Aufgabe gemacht haben, innerhalb einer festgelegten Zeitspanne das seit der industriellen Revolution für mindestens 150 Jahren vorherrschende Leitbild zur wirtschaftlichen Entwicklung zu ändern“.

Eike berichtete über diesen Komplex: hier, hier und hier.

Das große Problem für die Rahmenkonvention, dem IPCC, den Gaunern der erneuerbaren Energien und den Klima-Rentnern aller Art ist, dass Ebell nun Spielführer wird. Daher die Dolche der persönlichen Angriffe und der Rufmord.

Viele in den Medien sind mehr als glücklich darüber und begünstigen die Gruppen, die diese Angriffe begehen. Das Medienforschungszentrum bietet hier eine schöne Sammlung dieser Angriffe und der damit verbundenen Sensationspresse:

Liberale kämpfen gegen die Idee, dass Wahlen Konsequenzen haben. Manchmal schließen diese Konsequenzen die Aufhebung von Regelungen und Richtlinien der vorherigen Regierung mit ein. newsbusters.org

Es ist nicht ganz klar, was die „name-callers“ [Denunzianten, Verleumder] meinen, wenn sie Ebell einen „Klimaleugner“ nennen, aber in einer bizarren semantischen Verdrehung scheint das zu bedeuten, dass er kein hysterischer Klimadaten-Verweigerer ist.

Wie die meisten der Skeptiker, kennt Ebell die Grundlagen der CO2-Wissenschaft: Hinzufügen von Kohlendioxid in die Atmosphäre kann die Globaltemperaturen etwas erhöhen. [Ich weiß, Eike Leser wissen mehr; der Übersetzer] Aber er stellt auch die viel wichtigere Frage: Wie viel ist dieses „etwas“?

Ebell und diejenigen, die den Messwerten folgen, wissen, dass die bisherige Erwärmung der Erde viel geringer ist, als es die IPCC-Modelle vorhergesagt haben und dass die tatsächlichen Daten nicht auf eine Klimakatastrophe hindeuten.

Hinzu kommt, dass die vorgetäuschten Behauptungen der sich immer verschlechternden extremen Klimaereignisse, sich in den Daten nicht finden lassen. Es gibt keine Aufwärtstrends für Dürren, Überschwemmungen, Tornados oder Hurrikans.

Weil die Kenntnis dieser Tatsachen eine große Bedrohung für den klima-industriellen Komplex darstellt, gerät jeder, der es wagt, die Wahrheit auszusprechen, in die Gefahr einer persönlichen Zerstörung.

Quelle green cartoons

Im Jahr 1987 wurde „Borking“ zum Begriff „für immer erledigt“, nachdem der US-Senat Robert Borks Nominierung zum Obersten Gerichtshof torpedierte. Wir sollten nicht zulassen, dass grüne Aktivisten „Ebelling“ zum Synonym für „Borking“ machen.

Gefunden auf Daily Signal vom 01.12.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailysignal.com/2016/12/01/climate-data-deniers-are-trying-to-bork-trumps-epa-transition-leader/




Klimaprozess: Der Strohmann und der Türke

Der Grund: Der Konzern habe mit seinen Kohlekraftwerken die Erderwärmung mitverschuldet, die ihn, und das will er beweisen, in seiner Heimatstadt Huaraz bedroht. Ein schmelzender Gletscher könne den Palcaccocha-See zum Überlaufen bringen, was die 60.000 Einwohner seiner Heimatstadt gefährde. Unterstützt wird Lliuja von der deutschen Organisation „Germanwatch“, die sich um die weltweiten Gefahren durch den angeblich menschengemachten Klimawandel kümmert. Auch sie bekam ein Sück des Publicity-Kuchens ab.

In den Artikeln und Rundfunkbeiträgen hieß es, der peruanische Bauer habe vor der Konzernzentrale in Essen in einem weißen Hemd und mit blauen Rucksack eher schüchtern viele Interviews gegeben. Die „Süddeutsche Zeitung“ und andere Medien berichteten auch, wie Lliuja auf die 17.000 Euro gekommen ist: RWE habe 0,47 Prozent Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß. Die Baumaßnahmen zur Abwendung der Katastrophe kosteten 3,5 Milliarden Euro, also betrage der RWE-Anteil 17.000 Euro.

Der Mann muss ein Genie sein

Wow, dachte ich, Saul Luciano Lliuja – den Namen musst Du Dir merken. Dieser Bauer ist ein Genie. Allein wie er die 0,47 Prozent errechnet hat, setzt ja ein ungeheures Wissen über die Energieversorgung der Welt und der damit zusammenhängenden physikalischen und chemischen Prozesse voraus. Da in keiner Zeitung und in keinem TV-Beitrag berichtet wurde, wie er zu diesen Zahlen und auf die Idee kam, das Unternehmen RWE zu verklagen, habe ich mir eine Theorie zurechtgelegt, wie es wohl gewesen sein muss.

Lliuja, der drei- bis viermal im Jahr auch als Bergführer unterwegs ist, hat in seiner Freizeit die Weltpresse gelesen, die über den „menschengemachten“ Klimawandel berichtet: Die „New York Times“, den Pariser „Le Monde“, den Londoner „Guardian“ und so weiter. Vielleicht hat er auch ausändische Fernsehsender verfolgt und sich im Internet umgeschaut. Besonders aber fiel ihm auf, dass die deutschen Zeitungen sehr ausführlich und klar beschreiben, warum die industrielle Welt für das Elend des Klimawandels verantwortlich ist. Also suchte er Kontakt zu Deutschen, denen er von der drohenden Katastrophe durch den Palcacchocha-See erzählen konnte. Bei seinen umfassenden Nachforschungen hatte er auch herausgefunden, dass es in Deutschland einen unverantwortlichen Industriemoloch gibt, der hemmungslos das Klima aufheizt.

Zufällig kamen deutsche Extremwanderer in seine Gegend und die empfahlen ihm, sich an „Germanwatch“ zu wenden, eine Organisation, die in Deutschland einen guten Namen habe und nicht müde werde, vor der nahenden Katastrophe des menschengemachten Klimawandels zu warnen. Der Kontakt klappte und „Germanwatch“ ermutigte ihn, seine Klage zu formulieren, sie würden ihm auch dabei helfen, in Deutschland das zuständige Gericht zu finden und sein Anliegen publik machen. Der Bauer aus dem kargen Hochland kratzte daraufhin alle seine Ersparnisse zusammen und machte sich auf den Weg nach Essen und Berlin. Den Rest kennen Sie aus den Medien.

Vor allem eine Propaganda-Schau

Sie glauben diese Geschichte nicht? Ich auch nicht. Aber so ähnlich will uns die geballte deutsche Medienwelt den Auftritt des Bergbauern in Essen und Berlin andrehen, oder warum sonst haben sie alle nicht nachgefragt? Lliuja kann keine ausländische Zeitung lesen. Peruanische Blätter in den Hochanden berichten viel, aber der Klimawandel und das RWE kommen sicher nicht gemeinsam in einem Artikel vor. Lliuja ist also kein Genie, sondern ein Strohmann der linksgrünen deutschen Weltrettungsorganisationen. Sein Auftritt in Essen und die Klage gegen RWE sind vor allem eine Propaganda-Show. Deshalb fehlen die Fragen der deutschen Medien, auch von denen, die sich gern mit ihrem investigativen Journalismus rühmen.

Dabei gäbe es genug Stoff zum Nachforschen: Wer bezahlt die Reise, die Anwaltskosten, den ganzen PR-Aufwand? Wie und wo hat „Germanwatch“ den Bauern Saul Luciano Lliuja tatsächlich aufgetrieben? Was bekommt er für seine Rolle als Ankläger gegen die Kohleindustrie und vor allem – wer finanziert „Germanwatch“, so dass dieser Verein es sich leisten kann, aus einem Problem im Hochland von Peru einen Propagandafeldzug für Kampagnen gegen die Kohle in Deutschland zu machen?

Wie zweifelhaft alle Behauptungen von „Germanwatch“ über die Ursachen des Klimawandels sind, hat Ulli Kulke kürzlich hier auf der „Achse“ beschrieben. Bleibt höchstens die Frage, warum RWE so kleinlaut auf diesen PR-Gag von „Germanwatch“ reagiert. Aus Feigheit? Opportunismus? Längst haben sich viele Industrievorstände dem linksgrünen Zeitgeist angepaßt.

Erfahrungen mit einem „selbstveredelten“ Verein

Eigentlich war die Hauptfigur in Essen Klaus Milke, der Vorstandsvorsitzende von „Germanwatch“. Das Motto dieser Organisation: „Wir engagieren uns für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen.“ Das lässt sich „Germanwatch“ einiges kosten. Milke rechnet bei dieser Klage gegen das RWE bis in die letzte Instanz mit einer Dauer von 4 Jahren. Und wieder die Frage: Woher kommen die Gelder, um einen solchen Prozess durchzufinanzieren?

Vor einigen Jahren hatte ich mit diesem „selbstveredelten“ Verein schon einmal für einen Fernsehbeitrag journalistisch zu tun. Es ging darum, dass einige Bundesländer, zum Beispiel Rheinland-Pfalz, „Germanwatch“ erlaubten, in den Schulen ihre Propaganda vom menschengemachten Klimawandel zu verbreiten, mit teilweise hanebüchenen Beispielen und getürkten Argumenten, die heute selbst das IPCC, die oberste UN-Organisation der Klimareligion, nicht mehr aufrechterhalten würde.

Bei weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass diese aufwendig gestalteten Vorträge durch Spenden an „Germanwatch“ möglich sind, weil sie zu einem erheblichen Teil von der Münchner Rückversicherung bezahlt wurden, was dieser weltgrößte Rückversicherer in einem Interview auch nicht bestritten hat.

Es wäre allerdings sehr naiv zu glauben, dass die Münchner Rückversicherung aus reinem Altruismus „Germanwatch“ mitfinanziert. So ist in den Positionspapieren der Münchner Rück zu lesen: Eine wichtige Rolle (bei den Schäden durch den Klimawandel) könnten Fonds- und Versicherungen Lösungen bieten, bei denen die Verursacher die Prämien zahlen. Aber genau so ein Urteil, das in diese Richtung geht, erhofft „Germanwatch“ von den Essener Richtern, wenn jetzt ein peruanischer Bauer, finanziert von „Germanwatch“, das wiederum mitfinanziert von der Münchner Rück, seine Show in Essen und Berlin abzieht. Das Ziel: „REW zahlt für eine Flutwelle in Peru, egal, ob aus juristischen oder aus moralischen Gründen. Allein dass das Essener Gericht sich ernsthaft mit der Klage beschäftigt, ist ein Riesenerfolg für das Duo „Germanwatch“ / Münchner Rück. Würde dies aber auf Druck der Weltrettungs-NGO´s und klimatrunkener Regierungen, wie die der Kanzlerin Merkel, und Parteien wie die der Grünen, einklagbares Recht, dann wäre das für die Münchner Rück und alle anderen Versicherungen ein Milliardengeschäft. Diese moralisch motivierten Zahlungen gehören zur Abteilung „Ablasshandel“ – und der ist Bestandteil jeder erfolgreichen Religion.

Die personifizierte Alarmglocke im Bundestag

Bärbel Höhn, die personifizierte Alarmglocke im Bundestag, hat auch gleich die Position ihrer Partei deutlich gemacht. In den Wirtschaftsnachrichten, einem Blatt aus dem Bonnier Verlag, erklärte sie:

„Es kann nicht sein, dass Menschen, die nicht zum Klimawandel beitragen, ihre Lebensgrundlage verlieren. Letztendlich brauchen wir eine politische Lösung, damit Konzerne sich ihrer Verantwortung stellen“

– heißt: Juristisch ist die Zeit noch nicht reif für diese Fremdhaftung. Aber der Propaganda-Druck der Gutmenschen, die vorgeben, die Welt zu retten, muss so groß werden, damit Parlamente entsprechende Gesetze erlassen, oder was noch naheliegender ist: Die öffentlich angeprangerten Konzerne und Industriezweige freiwillig spenden, um aus den Schlagzeilen herauszukommen.

Sie zahlen Spenden, die dann vor allem den Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in den Industrieländern zugutekommen, damit deren Geschäftsmodell aufgeht. Das steht und fällt mit der Angst vor dem angeblich drohenden Weltuntergang durch den Hitzetod. Diese NGOs sind Vorfeldorganisationen der Grünen Partei, und um die buhlen sowohl SPD als auch CDU als Koalitionspartner – das sollte hier erwähnt werden, damit Sie sich bei den nächsten Wahlen danach richten können.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Die Münchner Rück hat alles Recht der Welt, sich nach neuen Geschäftsfeldern umzusehen. Und wenn sich mit einem ablassähnlichen Versicherungsgeschäft Milliarden verdienen lassen, um dann auch noch als Wohltäter wahrgenommen zu werden, dann ist dies erst einmal clever.

Wenn sich eine NGO, in diesem Fall „Germanwatch“, als Partner andient und dafür gut alimentiert wird, ist aus Sicht der Verbände ebenfalls vorteilhaft. Moralisch aber ist das für einen Verein, der mit der Moralkeule unterwegs ist, ganz bestimmt nicht. Dass keine einzige Zeitung und kein einziger Sender die Hintergründe des professionell inszenierten „David gegen Goliath“-Märchens aufgedeckt hat, als sie über den armen Bauern aus den Hochanden vor dem RWE-Konzern berichteten, ist der eigentliche Skandal.

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