Frag lieber nicht den Lesch

In regelmäßigen Abständen erläutert Lesch in TV und Online-Videos die Zusammenhänge und ermahnt seine Gefolgschaft zu einer nachhaltigen Lebensweise, ansonsten würde die Klimakatastrophe über die Welt hereinbrechen und alles zerstören. Rette sich wer kann.
Es ist in Ordnung, dass sich Lesch für das vermeintlich Gute so sehr einsetzt. Er glaubt an seine Sache, ist davon überzeugt, dass das CO2 den Planeten zerstören wird. Was nicht in Ordnung ist, ist dass Lesch im Zuge seiner Kampagne die wissenschaftlichen Fakten verbiegt. Wir hatten bereits mehrere Beispiele an dieser Stelle aufgeführt, sind bis zum ZDF-Fernsehrat gegangen, um Fehler korrigieren zu lassen:

Angesichts dieser Vielzahl von inhaltlichen Probleme stellt sich die Frage, ob es sich überhaupt noch lohnt, auf Lesch-Beiträge einzugehen. Der Mann ist offenbar beratungsresistent, wird von seiner Redaktion sowie dem Fernsehrat geschützt. Er kann sich im Prinzip alles erlauben. Trotzdem wollen wir auch zukünftig seine Thesen nicht ungeprüft lassen, versprochen.
Zunächst einmal wollen wir ein bisschen hinter die Kulissen schauen. Weshalb setzt sich “Harry” Lesch eigentlich so sehr für den Klimaalarm ein? Einen ersten Hinweis liefert sein Engagement bei einer Internationalen Agrarkonferenz, die von den B90/DIE GRÜNEN ausgerichtet wurde:
Harald Lesch fordert endlich Konsequenzen aus dem Wissen um den Klimawandel zu ziehen

In der Youtube-Beschreibung der Grünen heißt es:
Prof. Dr. Harald Lesch erklärt, wie wir unseren Planeten und sein Klima durch die Art und Weise, wie wir Landwirtschaft betreiben verändern. Dabei stehen die Gier nach abstrakten Dingen wie Geld und Reichtum einer konkreten Natur gegenüber, die sich beschreiben lässt, mit der wir aber nicht verhandeln können.
Die Verbandelung von Lesch mit den Grünen zeigt an, dass wir es vermutlich nicht mit einem neutral urteilenden Wissenschaftler zu tun haben, sondern einem grünen Aktivisten. Neben den Querverbindungen in die Politik gibt es aber auch noch Verknüpfungen mit dem klimaalarmistisch agierenden Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Schauen Sie einmal in das Buch “Climate Change, Justice and Sustainability – Linking Climate and Development Policy”, herausgegeben unter anderem vom PIK-Ökonomen Ottmar Edenhofer, unter Beteiligung zwei weiterer PIK-Leute. Und in der Danksagung auf Seite viii finden wir doch tatsächlich einen alten Bekannten:
The editors are very grateful for external support from a scientific advisory board: Hartmut Graßl, Joachim von Braun, Saleemul Huq, Stephan Klasen, Harald Lesch, Dirk Messner and Wilhelm Vossenkuhl
Der Astrophysiker und Naturphilosoph Harald Lesch saß also im wissenschaftlichen Beirat dieses PIK-Buches. Zwei Seiten vorher spinnt sich das Netzwerk weiter fort:
The commissioning parties and project partners are MISEREOR – the German Catholic Bishops’ Organisation for Development Cooperation, and the Munich Re Foundation – a non-profit organization founded by the global risk carrier Munich RE.
Beim gemeinschaftlichen Klimaalarm sind sie alle dabei: Medien (Lesch), Politik (Grüne), Wissenschaft (PIK), Industrie (Munich Re) und Kirche (Misereor). Kein Wunder, dass wissenschaftliche Argumente schon lange nichts mehr zählen. Die gut vernetzte Seilschaft hat einen wirksamen Schutzwall errichtet, den selbst berechtigte Kritik nicht bezwingen kann.
Kehren wir lieber zurück zu den Inhalten. Im November 2016 tauchte auf Youtube das 13-minütige Video “Frag den Lesch – Neues aus der Klima-Küche” auf (auch in der ZDF-Mediathek verfügbar):
Frag den Lesch – Neues aus der Klima-Küche [HD]
Video nicht mehr verfügbar
Zunächst verkauft Lesch den Albedo-Effekt der Gletscher als große Neuigkeit: Dunkles Material auf dem Eis lässt es schneller schmelzen. Alte Kamelle. Hatten wir auch schon hier im Blog. Siehe “Ruß wärmt stärker als gedacht und ließ Alpengletscher im 19. Jahrhundert tauen“. Spannender wäre gewesen, wenn Lesch das rasche Gletscherschmelzen während vorindustrieller Warmphasen einmal thematisiert hätte:

Dann wechselt Lesch das Thema und singt ein Loblied auf die Klimamodelle: Sie hätten die Temperaturen erfolgreich 30 Jahre im voraus prognostiziert. Fanfare, Glückwünsche, Staunen. Aber stimmt das eigentlich? In der unten stehenden Abbildung 1 werden die IPCC-Temperaturprognosen mit der realen Entwicklung verglichen. Überraschenderweise bewegten sich die Temperaturen am unteren Rand des Prognosebereichs. Die Modelle scheinen deutlich zu heiß zu laufen, die Natur hat sich deutlich langsamer erwärmt, als vom IPCC 1990 angenommen. Großartige geändert hat sich an den Modellen seither nichts, die CO2-Klimasensitivität liegt auch im neuesten IPCC-Bericht von 2013 immer noch im weiten Spektrum zwischen 1,5°-4,5°C Erwärmung pro CO2-Verdopplung. Offenbar liegt der wahre Wert der CO2-Klimasensitivität eher am unteren Rand dieses Bereichs. Es ist purer Hohn, wenn Lesch nun seinen Zusehern weismachen will, die Modelle hätten genau ins Schwarze getroffen. Schon fast ein Fall für die neue Fake News Stelle der Bundesregierung.
ippc-far.png
Abbildung 1: Globale Temperaturentwicklung (RSS, schwarze Kurve) im Vergleich zu Prognosen des 1. IPCC-Berichts von 1990 (FAR), die sich zwischen den eingezeichneten Extremfällen (grüne und rote Kurven) liegen.
Dann behauptet Lesch, die Wolken hätten sich genau an die Prognosen gehalten, sie wären aufgestiegen. Naja, in Wirklichkeit gibt es bei den Wolken wohl mehr ungelöste als gelöste Probleme. Man kanns ja mal versuchen, wird sich Lesch gedacht haben. Mehr dazu hier:

In wilder Fahrt geht es dann beim Meeresspiegel weiter. Lesch zitiert eine Studie, die angeblich zeigen soll, dass der Meeresspiegelanstieg in den letzten 100 Jahren alles Dagewesene der letzten 3 Jahrtausende übertroffen hat. Stimmt das? Nein. Siehe unseren Blogbeitrag: “Lange bevor der Mensch die Atmosphäre veränderte: Meeresspiegel stieg in den letzten 2000 Jahren zeitweise so schnell wie heute
Am Ende der Klimapredigt dann der Höhepunkt: Lesch erklärt mahnend, dass alle Klimawerte immer nur ansteigen “alle, alle, alle, alle”. Dabei verschweigt er, dass es in den letzten 10.000 Jahren mehrfach ähnliche “Anstiegsphasen” gegeben hat. Während des holozänen thermalen Maximums vor 8000-5000 Jahren war es global sogar wohl 1-2°C wärmer als heute. Lesch schweigt hierzu, was wissenschaftsethisch bedenklich ist. Denn das bewusste Auslassen von unbequemen Fakten ist unwissenschaftlich und lediglich Rechtsänwälten und Politikern erlaubt. Die große abschließende Frage ist, was Lesch in seiner orangen Tasse hatte, die er während der Videoclips durch das Studio trug und aus der er immer wieder mal einen großen Schluck nahm. Horchen Sie mal bei Minute 12:55 rein, da wird es richtig ulkig (-;
Übernommen vom Blog Die kalte Sonne 
 




10. IKEK -Die EU als klimapolitischer Gestalter

Oft werden dabei ordnungsrechtliche Grundsätze missachtet, um einem höheren Ziel, z.B. nämlich dem (vermeintlichen) Klimaschutz gerecht zu werden.
Dabei beleuchtet er aus eigenem Erleben, wie die ursprünglichen Grundsätze der Europäischen Union, nämlich den der beschränkten Einzelermächtigung und dem Grundsatz der Subsidiarität immer wieder und heutzutage von der Kommission fast automatisch und ohne dafür sanktioniert zu werden, unterlaufen werden.

Mit dem Grundsatz der beschränkten Einzelermächtigung ist gemeint, dass die Kommission nur im Auftrag der Einzelstaaten, repräsentiert durch den Europäischen Rat tätig werden darf. Der Grundsatz der Subsidiarität verlangt, dass alles was besser von den Einzelstaaten bearbeitet werden kann,, auch dort bearbeitet werden muss. Beispielhaft wird dazu die Geschichte des Emission Trading Systems (ETS) erzählt. Die Einpreisung der (vermeintlichen) Kosten der CO2 Emissionen durch die Festlegung eines Preises und eines Handelssytems für alle Aktionen innerhalb der EU. Dank des Initiativmonopols, dass sich die Kommission defacto angeeignet hat, versucht sie nun und immer mehr auf allen politisch für sie interessanten Felder beherrschend tätig zu werden. Beim ETS diskriminiert man die Energieversorger und Verbraucher durch künstlich erhobene Kosten -ohne jede weitere Begründung für den nur postulierten Zusammenhang zwischen CO2 Emissionen und einer Erwärmung des Klimas zu liefern oder auch nur zu versuchen. Dabei wird der Wettbewerb dem die Kommission verpflichtet ist auf diesem Feld reduziert.




10. IKEK – Die Klimaübereinkunft von Paris! Was bedeutet sie wirklich?

Das Pariser Abkommen wird 49 x im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung erwähnt. 41 x wird das Wort Transformation benutzt. Beide werden damit zur den tragenden Säulen dieser Verordnung von oben, die zudem 100 % Zustimmung (keine Gegenstimme, allerdings waren nicht alle Parlamentarier anwesend) im Bundestag und im Bundesrat erhielt.
Schaut man sich das Pariser Abkommen näher an, dann stellt man fest, dass die fast 30 Seiten in Bezug auf Temperatur und CO2 nur Unverbindliches und Undefiniertes enthalten.

Video meines Vortrages auf der 10. IKEK in Berlin: Hinweis: Mich machte der akribische Rainer Hoffmann darauf aufmerksam, dass ich die Stocker Folie bei ca.Min. 39:50 über das Kohlenstoffbudget fälschlich als CO2 Budget bezeichnet habe. Das ist nicht korrekt – Stocker zeigte Zahlen für ein Kohlenstoffbudget, (allerdings ohne das Auditorium darauf hinzuweisen, dass plötzlich statt des Kohlendoxids vom Kohlenstoff die Rede war) das ist der Anteil (Äquivalent) des Kohlenstoffs C der im CO2 bzw. in den anderen Treibhausgasen enthalten ist. Auf die entsprechende  Kohlendioxidmenge kommt man, wenn man den C-Wert mit 3,677 multipliziert (offizieller IPCC Unrechnungsfaktor). Alle sonstigen Angaben bleiben korrekt.(korr.18.1.17 14:02) Wer sich über die völlig aus der Luft der „vorindustriellen Zeit“ gegriffenen Berechnungen des  C (CO2) Budgets näher informieren will möge sich diese Video ab Minute 49:30  genauer anschauen: https://youtu.be/GJ7pPq6Gb9Q?t=49m30s . So präzise die vielfältigen CO2 Budgetrechnungen für die Füllung der „Deponie“ Atmosphäre mit dem „Abfall“ CO2 auch allesamt daherkommen, sind sie, mangels Kenntnis der Daten, irgendwo in versteckten Fußnoten zugegeben oder vermuteten Wahrscheinlcihkeitsangaben enthalten, nichts weiter als heiße Luft. Diese aber ohne jeden C- oder CO2 Anteil!
Das trifft besonders auf das 2 ° (1,5 °) Ziel zu, welches – weil eine Temperaturdifferenz- als Bezugswert nur auf eine vage Zeitangabe (vorindustriell) und dort von auf anonyme „Temperaturwerte“ (Plural) bezogen ist, die nicht überschritten werden darf. Wie hoch die globale zulässige Mitteltemperatur also werden darf, verliert sich damit in der Beliebigkeit.
Schellnhuber spricht in diesem Zusammenhang von „Körpertemperatur“ der Erde und vergleicht die mit der Temperatur des Menschen von 37 °. Und wendet dann diese Metapher auf die Erde an. Danach würde die Erde bei + 2 ° C mehr – auf eine unbestimmte Temperatur zu einer unbestimmten Zeit bezogen- „Fieber“ bekommen.
Bei einer realen Temperaturdifferenz weltweit in der Spitze 160 °-170 °C und im Mittel von 65 °C eigentlich ein irrsinnige und vor allem dumme Vorstellung. Trotzdem nahmen es ihm die Delegierten ab. Warum?
Sicher deswegen weil 99,9 % von ihnen nicht verstanden, was ihnen da untergejubelt wurde. Ähnlich verhält es sich mit dem inhärenten Glauben, der im Abkommen verbreitet wird, dass die CO2 Emissionen zur Temperaturerhöhung beitrügen und dass diese „schädlich“ seien.
Doch auch die aus diesem Glauben abzuleitenden quantitativen Maßnahmen zur Emissionsminderung fehlen im Pariser Abkommen völlig. Sie werden nicht einmal erwähnt.
Daher kann man mit Fug und Recht annehmen, dass die Emissionen auch weiterhin weltweit völlig ungebremst steigen werden. Ebenso wie es nach dem Kyotoabkommen der Fall war.
Deshalb muss man feststellen, dass sie auch gar nicht das Ziel des Pariser Abkommens sind. Ziel ist vielmehr, und das haben die Delegierten sehr wohl begriffen, mit der ständig erneuerten Bedrohung durch den Klimawandel, eine weltweite Umverteilung riesiger Beträge von den reichen Nationen zu den ärmeren Nationen zu vereinbaren. Bei der Umverteilung spielen die UN eine maßgebliche Rolle, erschließen sich unabhängige reiche Finanzquellen und sichert sich damit Macht, Posten und Pfründe.
Deswegen nimmt auch die Fixierung der Mechanismen, die festlegen, wie man die veranschlagten riesigen Geldsummen am sichersten über den Umweg div. UN gesteuerter Gremien umverteilt, den weitaus größten Teil des Textes ein.
Und allein dieses Ziel haben die Delegierten sehr wohl gewollt und mit großem Aufwand auch erreicht. Und weil das – wie deren Urheber- beispielhaft genannt der Club of Rome, der Wissenschaftliche Beirat Globale Umwelt, (WBGU); NGO´s wie Greenpeace, WWF, BUND, Sierra Club, Friend of Earth und die sie unterstützenden politischen Kräfte sehr wohl wissen, nicht ohne Zwang erreicht werden kann, wird die „große Transformation“ vorangetrieben. Eine verniedlichende Metapher zur Verschleierung des gemeinten Begriffes „Ökodiktatur“ mit dem Werkzeug Ökoplanwirtschaft.
Umweltministerin Hendricks hat dies sofort umgesetzt und die entsprechende gesetzliche Voraussetzung mit der Verordnung „Klimaschutzplan 2050“ geschaffen. Deswegen enthält deren Text den Begriff „Transformation“ 41 mal. Diesen Plan gilt es mit allen legalen Mitteln zu verhindern. Ggf. muss auch das grundgesetzlich garantierte Recht auf Widerstand in Anspruch genommen werden.




Nüchterne Zahlen zur Lüge der Elektromobilität

CO2-Emission

Durchschnittlicher Verbrauch pro 100 km: 24 kWh
Mit Lade- und Entladeverlusten von ~20%: 28,8 kWh
CO2-Emission im deutschen Kraftwerksmix inklusive PV + WKA: derzeit etwa 510 g CO2/kWh *)
Ergibt CO2-Emission pro gefahrenem km von 0,288*510 = 147 g.
Hinweise: CO2-Emissionen, bedingt durch die Herstellung von PV, WKA und Kraftwerken – verteilt über die Lebensdauer auf die Stromerzeugung – wurden nicht berücksichtigt. Die CO2-Emission liegt über dem heutigen EU-Wert für den Flottenverbrauch von 130 g/km und deutlich über dem EU-Wert von 95 g/km der ab 2020 gelten soll. Siehe https://www.vcd.org/themen/auto-umwelt/co2-grenzwert/ sowie http://www.bmub.bund.de/fileadmin/bmu-import/files/pdfs/allgemein/application/pdf/eu_verordnung_co2_emissionen_pkw.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Flottenverbrauch
Elektrofahrzeuge werden hier (z.B. im Gegensatz zu Singapur, wo der zusätzliche CO2-Ausstoß der Gaskraftwerke bei Zulassung statt zu einer Prämie zu einer hohen Strafzahlung führt) fälschlich als CO2-frei angenommen, also als ob die Stromversorgung ausschließlich über Solar-, Wind- und Kernenergie erfolgt – wobei sich der Kernenergieausstieg als ausgesprochen kontraproduktiv erweist.

Betriebskosten

Stromkosten pro 100 km: 0,30*28,8 = 8,64 €
Dazu kommen Batteriekosten die bei einem Preis für einen 60 kWh-Akku von z.B. 280*60 = 16.800 €, einer Lebensdauer von etwa 8 Jahren und einer Fahrleistung von 41 km/Tag oder 15000 km/Jahr auf 1200*100 km umzulegen sind und damit z.B. 14 € pro 100 km ergeben würden. Die Gesamtkosten wären dann 24,6 € pro 100 km, was beim derzeitigen Benzinpreis (Super) von ~1,34 € einem Verbrauch von 18,4 Litern entspräche. Da das E-Fahrzeug im Anschaffungspreis etwa 30% höher liegt als ein Benziner, ist es als ausgesprochen unwirtschaftlich anzusehen – selbst wenn es Steuervorteile gibt.

Weitere Aspekte sowie ein Doku-Video

Erhebliche Unannehmlichkeiten sind bisher durch die geringe Reichweite (besonders im Winter mit Heizung und alter Batterie) sowie lange Ladezeiten bedingt, wodurch kaum eine Nutzung für größere Strecken möglich war – die Batteriekapazität müsste dazu mindestens um den Faktor vier höher sein als bisher üblich. Allerdings steigt die Energiedichte bei Neuentwicklungen bereits um etwa 50%, und der Trend geht zu deutlich größerer Kapazität. Abgesehen davon dass die geringen Lithium-Vorräte bei Weitem nicht für eine allgemeine Elektromobilität ausreichen, sollte man bedenken dass Autobahn-Raststätten wohl kaum mit einigen hundert Schnellladesäulen mit z.B. 30-50 kW ausgestattet werden. Auch auf ein Brandrisiko sowie verringerte Batterie-Lebensdauer bei Schnellladung ist hinzuweisen. Nachteilig (auch im Hinblick auf den Reifenverschleiß) ist das deutlich erhöhte Fahrzeuggewicht. Allerdings kann im Stadtverkehr durch Vermeidung von Leerlauf sowie mit Nutzbremsung der Verbrauch z.B. um 10-15% reduziert werden.
Doku-Video: Die Elektroauto-Lüge
Prof. Alt hat zu diesem Thema einige Hilfsblätter produziert die wir hier als pdf anhängen
Hilfsb 263 Borgolte Stromerzeugung Leistungsganglinien Januar 2016 05.03.2016 Agora Kleiner Leistungsmittelwert 15.01.2017 und Agora Kleiner Leistungsmittelwert 15.01.2017
*) Basiert auf Angaben des Bundesumweltamts für den Strommix einschließlich Solar-, Wind- und Kernenergie.
Zur Kontrolle: Mit unseren gesamten CO2-Emissionen 2015 von 800 Mio t, beim Anteil der Stromerzeugung von ~39% sowie der Erzeugung von ~620 Mrd kWh würden sich etwa 500 g/kWh ergeben. Nach BDEW-Angaben waren es 2014 für den gesamten Energieträgermix 504 g/kWh




Die vegetarische Weltrettung

Den Kabarettisten und Komikern der Nation diente der grüne Ernährungsvorschriftenwahn als willkommene Vorlage, und nach der Wahlpleite bemühten sich die meisten Grünen diesen Bevormundungsversuch in eine aus versehen ins Wahlprogramm gerutschte, nicht ganz ernsthaft gemeinte Überlegung abzutun.
Aber Achtung: Einen Veggie-Day werden sie nicht wieder ins Programm nehmen, doch das Ziel, zumindest die Deutschen in ein Volk von Vegetariern, wenn nicht sogar Veganern, zu erziehen, haben sie nicht aufgegeben. Im Gegenteil: Nach dem Ausstieg aus der Nuklearindustrie stehen für die Grünen und die ihren zuarbeitenden Nichtregierungsorganisation jetzt zwei Kampagnen ganz oben auf der Agenda: Die Entcarbonisierung und die Veganarisierung. Denn der Veggie-Day war keine Entgleisung, sondern eine konsequente Ausscheidung aus den innersten grünen Verdauungsstrukturen. Er war der logische Output des ständigen Input, der da eine neue Welt mit Kohlendioxid-freien Ausscheidungen von neuen Menschen schaffen will.

Das Bundesumweltamt: Eine Behörde knallt durch

Ein Versuch, den Fleischkonsum zu verleiden, nach dem Motto: „Und bist Du nicht willig, so braucht es Gewalt“, startete gleich zu Beginn des Jahres das Bundesumweltamt. Die Chefin dieser Behörde mit 1.500 Aktivisten, Maria Krautzberger, schlug vor, den Mehrwertsteuersatz für Fleisch und Milchprodukte von 7 auf 19 Prozent zu erhöhen. Damit könne die Nachfrage nach tierischen Produkten gesenkt werden. Der Staat könne so mit 5,2 Milliarden Mehreinnahmen rechnen. Maria Krautzberger hat ihr ganzes Berufsleben auf Posten zugebracht, die die SPD zu vergeben hat. Alle weit über dem Durchschnittseinkommen eines Facharbeiters.
Die Reaktionen der beiden zuständigen Minister waren eindeutig ablehnend. Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt (CSU), sagte: Künstliche Preiserhöhungen würden „weder Tierwelt, Umwelt noch den Verbrauchern helfen“. Und: „Ich will den Bürgern nicht durch Strafsteuern vorschreiben, was auf den Tisch kommt“. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) wiegelte ab: „Das sind Vorschläge des Umweltbundesamtes, nicht des Bundesumweltministeriums“. Allerdings schränkte sie ihre ablehnende Haltung ein: Grundsätzlich sei es „eine wichtige Aufgabe, das deutsche Finanzsystem auf seine Klimaverträglichkeit zu überprüfen.“
Das erinnert mich an ein Gespräch mit dem angesehenen britischen Journalisten und Naturwissenschaftler Nigel Calder 1998 in London.
Er prophezeite: Alle Parteien von Rechts bis Links werden in der westlichen Welt den Treibhausgashype mitmachen. Das ist das erste Mal, dass sie die Steuern erhöhen können, um die Welt zu retten und um dafür auch noch gelobt zu werden. Er behielt Recht. Seither sehe ich in der Kohlendioxid-Debatte vor allem eine Steuerquelle, die mit der Rettung der Welt legitimiert wird.
Auch der Bauernverband warnte vor einer steuerlichen Verteuerung der Grundnahrungsmittel. Dies hätte einen Einbruch der Nachfrage zufolge, der viele bäuerliche Betriebe in Existenznot bringe. Gerade jetzt, wo die Preise und damit die Deckungssumme für die Kosten wieder etwas angezogen haben. Schließlich ist die deutsche Landwirtschaft auf knapp 10 Milliarden Euro Subventionen aufgebaut, die jetzt schon der Verbraucher mit seinen Steuern aufbringen muss.

Die Missachtung der mittleren und unteren Einkommensschichten

Typisch für den Vorschlag und die Reaktionen: Die Betroffenen, die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, kommen in der ganzen Diskussion nicht vor. Für die sehr gut bezahlte Frau Krautzberger gibt es offensichtlich die Millionen Menschen in unserem Lande nicht, die genau auf den Cent achten müssen, damit sie bis zum Monatsende noch genug haben, um sich und ihre Familien ernähren zu können. Da hat Frau Krautzberger recht: Wird das Fleisch teurer, wird es für viele unerschwinglich. Dann gibt es nur noch Nudel, Kartoffel und Brot, die dickmachenden Kohlehydrate. Die Vorstellung, der Fleischkonsum sei zu hoch, weil es so billig sei, kann nur jemand äußern, der nicht rechnen muss.
Vor allem geht es den „Klimarettern“ um unsere Kühe, die soviel Methan furzen. Aber der Anteil am Verzehr von Rindfleisch macht nur 8,3 Prozent am gesamten Fleischverbrauch aus. Das sind sicher nicht die unteren Einkommensschichten, die sich das teure Rindfleisch leisten. Und die gutverdienenden Steakesser werden auch durch eine höhere Mehrwertsteuer ihre Esskultur nicht ändern.
Noch übler ist der Vorschlag, auch Milch und Milchprodukte entsprechend zu verteuern. In der Biographie von Frau Krautzenberger steht nicht, wie viele Kinder sie mit Muttermilch solange aufgezogen hat, bis sie nahtlos auf den selbstgekochten Gemüsebrei umstellen konnte. Denn Kuhmilch ist ab sofort ein giftiges Lebensmittel, weil die Kühe giftiges Methangas furzen, was wiederum den klimabedingten Weltuntergang beschleunigt. Von vielen anderen grünen Klimaaktivisten wissen wir, dass sie den Konflikt Muttermilch und Kuhmilch nicht entscheiden mussten, weil sie nichts mit Säuglingen zu tun hatten: So wie Frau Roth, Frau Künast und Herr Hofreiter.

Die Überheblichkeit der Klimaretter

Der Verein für Unabhängige Gesundheitsberatung e.V. (UGB) meint es sicher gut mit seinen Beratungen, darunter gleich zum Anfang 2017 das Seminar über vegane Vollwertkost. Mag sein, dass sich die Ernährungskundler dieser Organisation auf besonders gesundes Essen spezialisiert haben. Aber so ganz trauen sie ihrer Überzeugungskraft doch nicht, denn einer ihrer Grundsätze heißt: Nachhaltige Ernährung – klimafreundliche Küche. Das ist ganz im Sinne des grünen Dreisatzes der Essenskultur, der da lautet: Klimaschutz – Tierschutz – Gesundheitsschutz. Und deshalb empfiehlt der UGB: „Frische Lebensmittel vom Wochenmarkt, die schnell verbraucht werden“. Und: „Der Preis sollte nicht vom Kauf abschrecken“.
Welch gnadenlose Überheblichkeit, welch arrogantes Milieu! Ob sich von dieser grünen Bevormundung jemand noch vorstellen kann, wie zum Beispiel eine fünfköpfige Familie sich bei den Preisen vom Wochenmarkt mit frischen Lebensmitteln versorgen will? Alles natürlich Bio! Die Tomaten zu 9,90 Euro pro 100 Gramm. Blumenkohl, Weißkraut, Steckrüben, Linsen und Bohnen – alles mindestens 30 Prozent teurer als im Supermarkt. Veganer sind dann noch auf Paranüsse, Avocados und Passionsfrüchte angewiesen, um ihren Mineralienhaushalt zu bedienen – alles Produkte, die, soweit ich sie kenne, nicht in Niedersachsen wachsen und schon gar nicht auf den Feldern um die Ecke.
Das sind dann Einkaufstipps für die Umweltbundesamt Chefin Maria Krautzberger und grüne Angeordnete, die natürlich nach ihrem Feierabend um 17 Uhr noch auf den Wochenmarkt oder in den Bioladen eilen, um sich mit frischen deutschen Produkten einzudecken, die sie dann natürlich zu Hause gleich artgerecht verarbeiten. Geld genug haben sie ja. Aber haben sie wirklich die Zeit? Sind diese Beschreibungen einer nachhaltigen, klimafreundlichen Küche nicht ideologisch geprägte Vorstellungen eines Wolkenkuckucksheim?

Die neue Angstkampagne: Fleisch ist tödlich

Die Attacken der vegetarischen Gesundheitsapostel auf den Fleischkonsum gehört genauso in die Umerziehungsstrategie wie die Tierschutzkampagnen und Hitzetod-Szenarien. Es gibt weltweit genügend Wissenschaftler, die jedes Ergebnis ihrer Studien präsentieren, solange die Kasse stimmt. Erinnern Sie sich noch: Da war es dem Multi Unilever gelungen, der Menschheit weiszumachen, dass Margarine gesünder sei als eines der ältesten und natürlichsten Lebensmittel der Welt, die Butter. Eine der umfangreichsten Untersuchung über die Auswirkungen vom Fleischkonsum auf die Krankheitshäufigkeit hat das National Cancer Institute in Rockville (Maryland) gemacht. Die Daten von 500.000 Personen wurden über Jahre gesammelt und gewichtet. Das Ergebnis: Männer, die jeden Tag 250 Gramm rotes Fleisch essen, haben zwischen ihrem 50 und 71 Lebensjahr ein 22 Prozent höheres Risiko, an Krebs und ein 27 Prozent höheres Risiko, an Herz-Kreislaufstörungen zu erkranken. Seither suche ich nach einem Mann, der jeden Tag 250 Gramm rotes Fleisch vertilgt und nicht zusätzlich an psychischen Störungen leidet.
Fünf Tage nach der absurden Mehrwertsteuernummer des Bundesumweltamtes legte dann Greenpeace seinen Umerziehungsvorschlag vor. Bis 2050 müssten sich drei Viertel der Bevölkerung relativ fleischarm ernähren. Rund ein Viertel müsste sich demnach sogar in Vegetarier und noch besser in Veganer verwandeln. So sieht Greenpeace im Fleischverzicht die Lösung der Umweltprobleme. Entworfen hat dieses Szenario im Auftrag von Greenpeace das Frankfurter Forschungsinstitut für biologischen Landbau. Die Studie soll auch als Grundlage für das Programm der Grünen im Bundestagswahlkampf mit Zahlen für die Agrar- und Ernährungswende dienen. Da ist er wieder, der Veggie-Day, nur dieses Mal raffinierter, aber umso massiver in seinem Umerziehungsanspruch.

Zurück ins Feudalzeitalter

Angenommen, unser Staat ist so verrückt und schlägt diese Richtung ein – unter Kanzlerin Merkel kann ich mir das sogar vorstellen –, dann sind wir fast wieder im Mittelalter angekommen. Damals war es nur dem Adel erlaubt, Waffen zu tragen und zu jagen, was gleichbedeutend mit dem Zugang zum hochwertigen Nahrungsmittel Fleisch bedeutete. Nutztiere waren viel zu wertvoll, um geschlachtet zu werden, damit es Fleisch zum Essen gab. Die Bauern waren auf Hirse und andere oft närstoffarme Getreide angewiesen, was zur Folge hatte, dass der Adel in der Regel deutlich größer gewachsen war, als die Masse ihrer Untertanen. Im Volksmund haben sich die Balladen der Wilderer gehalten, die als Helden gefeiert wurden, weil sie dem Adel das alleinige Recht auf Fleisch streitig machten.
Übrigens wirkt diese Diskriminierung des „gemeinen Volkes“ heute noch nach. Schon das zweite Amendment, der Zusatzerklärung zur amerikanischen Verfassung von 1791 postuliert, dass jeder Bürger der USA das Recht hat, eine Waffe zu tragen – also zu jagen und sich mit Fleisch zu versorgen. So wurde aus europäischer Unterdrückungstradition ein Freiheitsgebot in den USA, dessen Hintergrund bei der heutigen Waffengewalt kaum jemand wahrnimmt.
Wird diese Mischung aus Klimaschutz, Tierschutz und Gesundheitshype tatsächlich umgesetzt, so wird vor allem das hochwertige Rindfleisch den oberen Einkommensschichten vorbehalten. Niemand, der genug verdient, muss auf sein Steak verzichten und wer ein gesichertes  Beamten- und Pensionseinkommen erhält, muss auch nicht befürchten, dass er sich sein Schweineschnitzel nicht mehr leisten kann. Auch die Migranten aus islamischen Ländern werden Schafsfleisch weiterhin verzehren. Abgehängt aber werden die unteren Bevölkerungsschichten.
Lieber Herr Gabriel – da ich kein Genosse bin, muss ich beim „Sie“ als Anrede bleiben –, Sie suchen nach Wählern? Sie wollen einen Wahlkampf, in dem soziale Gerechtigkeit eine Rolle spielt? Es sind die grünen Sozialdemokraten, die den „kleinen Mann“ bevormunden, die das Klientel der Grünen und der Merkelanhänger bedienen, die Ihnen davonlaufen.
Gerne rechne ich Ihnen einmal vor, wie viel einem Rentner mit 1.000 Euro im Monat für die Energiewende und, wenn die Vorschläge des Bundesumweltamtes umgesetzt würden, für die Rettung der Welt bezahlen muss und wer die Nutznießer dieser grünen Umverteilungspolitik von unten nach oben sind.
All diese Umerziehungsversuche wären schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt, wenn sie nicht mit dem alles in den Schatten stellenden Argument gerechtfertigt würden, dass es um nicht weniger geht als die Rettung der Welt vor dem Hitzetod. Wer wollte schon dafür die Verantwortung übernehmen. Der Kampf gegen die Treibhausgase wurde schließlich in internationalen Verträgen unter kräftiger Mithilfe Deutschlands festgeschrieben. Daraus hat unsere Regierung einen Plan entwickelt, wie das nationale Ziel der Treibhausverringerung erreicht werden soll – natürlich weit über die im sogenannten Pariser Abkommen festgelegten Vorgaben. Diese erlauben jeden Eingriff in unser tägliches Leben, zwingen uns praktisch in eine Planwirtschaft Orwellschen Ausmaßes. Wobei, ganz nebenbei bemerkt, sich am Weltklima nichts ändern würde, selbst wenn Deutschland samt seiner Treibhausgasmengen vom Erdball verschwinden würde.

Der Bundestag: Die große Ahnungslosigkeit

Video nicht mehr verfügbar
Ted Cruz, US-Senator aus Texas und missionarischer Christ, gehört sicher nicht zu meinen Politiker-Favoriten. Aber er hat in einer Anhörung im US-Senat den Präsidenten des Sierra-Clubs, Agram Mair, der mit knapp drei Millionen Mitglieder ältesten und größten Umweltschutzorganisation der Welt, gefragt, wie er erklären kann, dass die Satellitendaten keinerlei Anzeichen einer signifikanten Erderwärmung zeigen. Agram Mair beantwortete die ausführliche Befragung immer nur mit einem Satz: 97 Prozent aller Wissenschaftler auf der Welt sind sich einig, dass der Mensch an der Erderwärmung schuld ist. Es war eine peinliche Veranstaltung, die hier auf der Achse des Guten veröffentlicht wurde. Ted Cruz zeigte sich gut informiert, legte schonungslos die Phrasen von Agram Mair offen, und es wurde deutlich: Die Computersimulationen, auf denen die ganze Klimapolitik der Bundesregierung und des Konferenzzirkus des IPCC- des UN-Weltklimarates beruhen, sind mehr als fragwürdig.
Aber wir haben nicht einen Bundestagsabgeordneten, dem ich zutraue, eine solche Befragung mit solch profunden Sachkenntnissen wie sie Ted Cruz vorweisen konnte, zum Beispiel mit Greenpeace oder dem Bundesumweltamt machen zu können oder zu wollen. In unserem Parlament ist nicht eine Partei vertreten, die die Klimapolitik hinterfragt. Sie alle lassen sich in die unsoziale Planwirtschaft der Grünen, und der Kanzlerin Merkel treiben. Das Ergebnis ist dann, dass solch hanebüchene Vorschläge einer Bundesbehörde, wie die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ohne personelle Konsequenzen für die Betroffenen hingenommen werden.
Der Beitrag erschien zuerst auf ACHGUT