10. IKEK – Prof. em. Jan-Erik Solheim: Start des zweitägigen „Al Gore-Experiments“

Zu Beginn betrachtet Solheim die IPCC Hypothese von 2007, das 20 % des in die Atmosphäre emittierten CO2 dort auf ewig verbleibt, vergleicht Solheim dies mit den Messungen aus Nukleartest bei denen radioaktives CO2 erzeugt wurde. Dessen Halbwertszeit wurde mit maximal nur 5 1/2 Jahren bestimmt. Andere Messungen zeigten sogar noch deutlich geringere Werte von 4 Jahren. Bei Bestimmung der. Nachlaufzeiten ergeben sich sogar nur 11 Monate bis hinunter zu 8 Monate Halbwertszeit.
Eine weitere Beobachtung ist, dass sich die Emissionsrate des anthropogenen CO2 von rd. 1 % p.a auf auf etwa 4 % p.a ab dem Jahr 2002 gesteigert hat. Dieser rasante Anstieg um drei Prozentpunkte findet sich aber im Anstieg der Konzentration nicht wieder. Dort kann man nur eine Änderung der Anstiegsrate von 0,45 % auf 0,55 % finden. In Summe hat sich das anthropogene CO2 in der Atmosphäre in den letzten 13 Jahren nur um 5 ppm angereichert.

Video des Vortrages von Jan-Eric Solheim anlässlich der 10. IKEK am 12. und 13.11.16 in Berlin zum 1. Teil des „Al Gore-Experiments“ zu experimentellen Auswertung der Infrarotwirkung des CO2 auf die Temperatur unter realistischen Laborbedingungen. Das Experiment ist so aufgebaut, dass es leicht im Schulunterricht (Anmerkung der Redaktion: haha, als ob das jemals von den Schulbehörden genutzt würde) gezeigt werden könnte.
Bezogen auf die ursprüngliche Behauptung des IPCC, dass 815 Gt natürlichen Ursprungs seien und 14 Gt anthropogen seien, mit einer Gesamtunsicherheit von nur 10 Gt, ergibt diese Beobachtung, dass anthropogenes CO2 zu nur 1,3 % in der Atmosphäre vorhanden sei. Schon diese simple Berechnung macht sämtliche Behauptungen, so Solheims erste Schlussfolgerung, dass dieses CO2 der Haupttreiber der Erwärmung sei, obsolet.
Die nächste Betrachtung bezieht sich auf die potentielle Erwärmungswirkung des CO2 unter Nutzung der Ergebnisse des IPCC (Paris Accord 3 °) und der von Hermann Harde 0,4°. Solheim rechnet dann die aus dem Paris Accord resultierenden Vermeidungskosten mit 359 Mrd $ aus.
Damit ist also ein wichtiger Grund gegeben die Wirkung des CO2 in einem einfachen Versuch zu bestimmen. An diesem Versuch arbeitet die Gruppe Klimarealisten nun seit mehr als 2 Jahren. Im Grunde wiederholt die Gruppe den Versuch von R. Wood 1909 und später unter modernen Bedingungen während der Konferenz.
Das erste Ergebnis zeigt, dass ein Blatt Papier durch Infrarotstrahlung weniger erwärmt wird, wenn diese Strahlung zuvor durch eine statt mit Luft mit CO2 gefüllten durchsichtigen Behälter geführt wird. Jedoch zeigt sich auch, dass das CO2 im Behälter zwar die Wärme absorbiert, aber selber nicht wärmer wird. Warum ist das so?
Bevor Solheim die Lösung verkündet zeigt er einen alten Film von Al Gore mit einem Experiment zum Klimawandel, welches das genau gegenteilige Ergebnis sogar auf zwei großen Thermometern (vorher und nachher) zeigt, ergänzt um Darstellungen der Erde die sich wg. dieses „gemessenen“ Effekts erwärmt. Dieser Film wurde, lt. Solheim vor mehr als 6 Millionen Menschen gezeigt, die keinen Anlass hatten am Ergebnis zu zweifeln.
Aber, sie wurden betrogen.
Antony Watts zeigte, dass die Thermometer außerhalb des Behälters waren und überdies, dass es sich um nicht um zwei Thermometer, sondern immer um ein und dasselbe handelt. Dann wiederholte A. Watts das Experiment und fand, das der mit CO2 gefüllte Behälter nicht um mehrere Grad F wärmer war, als zuvor, sondern (nach 30 Minuten) um 2/10 °F kühler als der mit Luft gefüllte Behälter. Die Solheim Gruppe wiederholte das Experiment ebenfalls.
Die Erklärung dafür ist einfach. Da die Behälter (Flaschen) aus Glas waren, welches die Infrarotstrahlen absorbiert, und sich dadurch erwärmt und diese Erwärmung sich dem Inhalt mitteilt, wurde bei diesem Versuch nicht die Infrarotabsorption des CO2 gemessen sondern allein dessen schlechtere Wärmeleitfähigkeit.
Aber jedem wurde glauben gemacht, dass dies den Treibhauseffekt darstellt. Dabei war es reiner Betrug.
Im folgenden beschreibt Solheim die Besonderheiten des Versuchs insbesondere die verwendeten Materialien und weist auf die Möglichkeit hin, da die CO2 Atmosphäre mit 1,2 und 4 facher Konzentration eingestellt werden kann, auch die sog. Klimasensitivität ECS zu bestimmen.
Sie bestätigen die Wood´schen Ergebnisse nicht nur sehr zuverlässig sondern geben auch interessante Ergebnisse zur Klimasensitivität.
Seine Zusammenfassung lautet dann:
* Der Anteil des anthropogenen CO2 an der Gesamtmenge CO2 in der Atmosphäre beträgt weniger als 2 Prozent (bezogen auf die Gesamtmenge von 0,04 Vol %. Anm. der. Redaktion)
* Die atmosphärischen CO2-Schwankungen werden auf in erster Näherung durch die Temperatur der Ozeane bestimmt
* Das „Al Gore Experiment“ soll zeigen, dass eine Flasche mit CO2 in wenigen Minuten wärmer wird, als eine mit Luft. Doch das ist ein Schwindel
* Die Treibhaus-Hypothese kann mit Boxen mit Dach transparent für IR-Strahlung (Kunststoff-Folie) getestet werden,
* Wir haben 3 Generationen von kleinen „Gewächshäusern“ gebaut und getestet und führen Experimente mit unserer 3. Generation „Gewächshäuser“ durch
Der 2. Teil bringt dann die detaillierten Ergebnisse, Insbesondere verblüffende Werte für die Klimasensitivät ECS




Die große Transformation – wo sie heute schon gelebt wird! Oder..

Als sie in der Sowjetunion staatliche Gestalt angenommen hatte, übernahm ganz selbstverständlich das erste sozialistische Land diesen Anspruch, nun jedoch nicht mehr als Theorie sondern als gelebte Praxis, zuerst in der kommunistischen Internationale, später über andere Organisationsformen. Wie in jeder Diktatur hatte dies aber nichts mehr mit der Verwirklichung von Menschheitsträumen zu tun, sondern ausschließlich mit Machtansprüchen. Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus in seinem ersten Land sowie in allen anderen osteuropäischen Staaten, verlor sich auch dieser Anspruch in den Untiefen der Geschichte.
Allerdings blieb das staatliche Machtsystem in den asiatischen sozialistischen Staaten vorhanden. Indessen konzentrierte sich China darauf, mit Hilfe kapitalistischer Wirtschaftsmethoden zu einer Weltmacht zu werden; in Vietnam begann der eroberte Süden wirtschaftlich – mit gleichfalls kapitalistischen Methoden – den Norden zu erobern und Nordkorea verblieb  – in völligen Isolation – in der Hand einer Familie. Die sozialistische Bewegung wollte  immer noch so manches beanspruchen, aber eines nicht mehr, die Zukunft aller Völker zu sein. Aber da gibt es noch eine Ausnahme!
Eine im Weltmaßstab gesehen eher kleine Insel, wenngleich in der Karibik die größte, ist mit einem für viele Gegenden dieser Welt ausnehmend angenehmen Klima versehen, verfügt zudem über einen ungemein fruchtbaren Boden und wird von einem lebensfrohen Menschenschlag bewohnt. Auf diesem idyllischen Eiland wird seit sechs Jahrzehnten das sozialistische System praktiziert und zwar von Anfang an mit dem Anspruch, beispielhaft für den Rest der Welt zu sein. Auch nach dem Zusammenbruch des Sozialismus in Europa hielten die Führer Kubas, zuerst die Gebrüder Castro und in deren Gefolge ihre Satrapen in der Führungsriege, unbeirrt an ihrer Vorstellung fest, alle Länder der Erde sollten dem kubanischen Sozialismus folgen. Nun sind dies bisher nur hehre Hoffnungen geblieben, aber die kubanische Führung gibt nicht auf, unentwegt lädt sie Präsidenten, Diktatoren und selbsternannte Befreiungskrieger ebenso sozialistische Oppositionelle nach Kuba ein, das große Vorbild zu besichtigen und sich mit ihm zu beratschlagen. Das wirft eine interessante Frage auf: Was würde sich in den anderen – kapitalistischen – Ländern verändern, wenn sie dem kubanischen Vorbild folgen würden?

Von den Untiefen der Politik in das praktische Leben

Allerdings wäre es schwer, die Konsequenzen derartiger Veränderungen für alle anderen Länder zu beschreiben, ja selbst nur für einige wenige, hingegen steht mit Deutschland ein überschaubares Land zur Verfügung, in welchen sogar in einem Teil praktische sozialistische  Erfahrungen abrufbar wären, also die Aufmerksamkeit für einen derartigen Vergleich zu unterstellen ist.
Freilich sollte ein derartiger Vergleich nicht beim berüchtigten Urschleim beginnen, worin sich bekanntermaßen die deutsche Philosophie gegenüber dem Rest der Welt regelmäßig auszeichnet, also nicht bei den politischen Grundbedingungen. Nein, dies bitte nicht! Gehen wir doch von den Untiefen der hohen Politik in das praktische Leben hinein. Schauen wir uns einfache Bedingungen des Alltags an.
Beispielsweise möchte ich an der Kasse eines kubanischen Geschäftes mit einem 50 CUC Schein bezahlen, also in einer innerhalb Kubas konvertiblen Währung. Zweifellos ist das ein harmloser Vergleich, der nichts mit Menschrechten oder Meinungsfreiheit zu tun hat, dafür aber direkt in das kubanisch-sozialistischen Leben führt.
Also ich möchte mit einem 50 CUC Schein, etwa 50 Euro, bezahlen. Selbstverständlich ist dies möglich. Die Kassiererin öffnet unter der Kasse eine Schublade, entnimmt dieser einen Kugelschreiber sowie eine Kladde und beginnt die Nummer des Scheines, das Datum, doch dann stockt sie, blickt mich fragend ins Gesicht, und ich höre, weshalb ich ihr nicht automatisch meinen Ausweis vorgelegt habe. Mit einem entschuldigenden Gesichtsausdruck nestle ich meinen Pass aus der Seitentasche meines kubanischen Hemdes, reiche diesen ihr und sie setzt das Eintragen weiter fort. Bei meinem Nachnahmen stockt sie kurz, streicht die ersten zwei Buchstaben wieder aus und schreibt meinen Vornamen in die Kladde. Dann wendet sie die Kladde zu mir, und weist mit ihrem Kugelschreiber auf die Stelle, wo ich zu unterschreiben habe, mit meinem Vornamen. Zuletzt gibt sie mir auf meinem 50 CUC-Schein das Wechselgeld heraus und packt meine bezahlten Waren in eine handliche blütenweiße Plastiktüte.
Jeder Mensch, der in Kuba mit einem derartig werthaltigen Schein bezahlt, wird schriftlich erfasst. In den meisten Gegenden passiert dies auch dem normalen Kubaner schon mit einem 20 CUC-Billet.

Die Verzögerung beim Kassieren garantiert Beschäftigung

Was hat diese Vorgehensweise nun für Konsequenzen. Zuerst einmal ist jedermann in Kuba vor Geldfälschern sicher. Er muss sich nur seinerseits notieren, wo er einen Fünfziger erhalten hat, dann gibt es keine Probleme. Auch die Mitarbeiter eines Geschäftes oder eines Restaurants oder einer Tankstelle befinden sich mit diesem Verfahren auf der absolut sicheren Seite. Dieses System garantiert jedoch nicht allein Sicherheit, nein es garantiert auch noch Beschäftigung, weil nämlich durch die Verzögerung beim Kassieren mehr Mitarbeiter in den Geschäften benötigt werden. Also: Dieses sozialistische System würde bei den deutschen Gewerkschaftsfunktionären auf helle Begeisterung stoßen, endlich einmal eine garantierte Erhöhung der Beschäftigung! So wie es deutsche Gewerkschaftsfunktionäre an sich haben, fragen sie nicht, warum auf Kuba eine latente Lust zum Geldfälschen besteht und wie Geld gefälscht werden kann, weshalb auch wir die Hintergründe mit einem diskreten Schweigetuch bedecken.
Einmal bezahlt, ist am Ausgang des Geschäfts die weiße Tüte – die hier nicht mit dem Zusatz „Plastik“ sondern weit vornehmer mit „Nylon“ versehen ist – einem Kontrolleur vorzuweisen. Der nimmt zuerst den Kassenbon in Empfang, dann öffnet er die Tüte so weit, dass ihr Inhalt für ihn überblickbar ist und beginnt sodann zu überprüfen, ob sich in der Tüte auch nur das  befindet, was auf dem Bon ausgewiesen ist. Damit bilden sich in einem kubanischen Geschäft normalerweise zwei Schlangen: eine vor den Kassen und eine vor den Kontrolleuren. Auch dies würde von den deutschen Gewerkschaftlern mit großem Wohlwollen gesehen werden, doch nicht nur von ihnen allein, nein, auch von den Besitzern der Geschäfte, weil – siehe die Beschäftigungsgarantie und kaum Diebstahl -, womit sich auch die Frage erübrigen würde, weshalb die kubanischen Kassiererinnen gesondert überprüft werden müssen.
Bleiben wir im kubanisch-sozialistischen Einkaufssystem, indem wir uns näher die Funktion der kubanischen Nylon-Einkaufstüten anschauen. Sie sind sämtlich nur mittelgroß, dünn und weiß, d. h. ohne jegliche Werbung. Das Fehlen jeglichen bunten Aufdrucks ist so ziemlich einzigartig in der Welt. Der Sozialismus distanziert sich damit von Konsumanheizung durch Werbung. Unisono werden die Politiker der Grünen und der Linken diese Einstellung vorbehaltlos begrüßen, aber auch in anderen politischen Lagern werden sich dafür zahlreiche Sympathisanten finden. Allerdings könnte diese Sympathie zwiespältig ausfallen, denn da bliebe ja immer noch das Problem der gefährlichen Entstehung von Müll, zumal Kuba von Meer umgeben ist.
Jedoch ist auch daran im Sozialismus gedacht. Die Regierung lässt nicht den Verkauf von regulären Müllbeuteln zu, denn dafür werden diese weißen Einkaufsbeutel benutzt, um zusammen mit dem in ihnen befindlichem Müll auf einer der normalen kubanischen Deponien entsorgt zu werden. Überall in den Straßen kann man an Bäumen oder Zäunen aufgehängt diese kleinen putzigen weißen Dinger sehen, entsorgungstechnisch bestens gefüllt, also kein Wegwerfen ins Meer sondern eine moderne Mehrfachverwendung, und durch die Ersparnis von Müllbeuteln auch ressourcenschonend.

So etwa wie Auswahl ist dem kubanischen Sozialismus fremd

Überhaupt ist die deutsche Konsumblindheit dem kubanischen Sozialismus völlig fremd. Dafür ließen sich zahlreiche Beispiele anführen, eines soll genügen. In jedem deutschen Backwarengeschäft oder auch in den Regalen der Supermärkte finden sich unübersichtliche viele Sorten von Brot und Brötchen. Durch immer neue Brotsorten mit Phantasienamen soll der Verkauf und damit ihr Konsum angekurbelt werden. Gleichzeitig jedoch ist das Geschrei über ein Ansteigen von Brot im Müll groß. Man weiß gar nicht mehr, was schneller steigt, die Anzahl der Brotsorten oder das Geschrei darüber.
Der kubanische Sozialismus nimmt sich daran kein Beispiel, konsequent wendet er sich von einer solchen Verschwendung eines wichtigen Nahrungsmittels ab. Erstens gibt es in Kuba nur Weißbrot und zweitens davon nur zwei Sorten, eine weichere, leicht gezuckerte und eine harte, leicht gesalzene. Die erste gelangt zumeist nur in Brötchenform in den Verkauf, die zweite als längliches, handliches Brot, um wegen seines Bröselcharakters in dickere Scheiben geschnitten zu werden. Jeder Kubaner ist damit zufrieden. Und seien wir in Deutschland doch einmal ehrlich! Wie oft standen wir schon verzweifelt vor dem Brotregal, weil wir nicht wussten, für welche Sorte wir uns denn nun entscheiden sollten. Dem Kubaner ist eine solche Verzweiflung völlig fremd. Beschränkung ist die Lösung für unsere Wegwerfgesellschaft, da fragen wir auch nicht nach unseren individuellen Bedürfnissen.
Weiterhin zum Konsum. In zahlreichen Ländern ist die Knappheit an unserem wichtigsten Lebensmittel inzwischen lebensbedrohend geworden. Sogar im regenreichen Deutschland sind die Aufrufe zum Wassersparen bis in die Hotelzimmer gedrungen. Obgleich Kuba eine grüne Insel ist, weist auch hier der Sozialismus in seinem Umgang mit dem Wasser in die Zukunft der Menschheit. Zwar sind fast alle Haushalte an ein Wasserversorgungsnetz angeschlossen, aber aus diesem fließt nicht nach Belieben Wasser, denn alle Erfahrung sagt uns, dass der ungebremste Zugang zum Wasser auch zu einem ungezügelten Konsum verleitet. Auf Kuba fließt das kostbare Nass nur jeden zweiten Tag und dies zumeist auch nur des Nächtens.
Um trotzdem auch tagsüber sich einen Zugang zum Wasser zu sichern, haben die allermeisten Haushalte kleine Tanks auf dem Dach installiert, mit einem Fassungsvermögen so zwischen 100 und 2500 Litern. Das schaut recht amüsant aus, als ob auf den Dächern kleine Beobachtungstürme thronen. Jeden zweiten Tag bewegt in jedem Haushalt nachts eine private Pumpe Wasser aus der Leitung in diese Tankanlagen. Worin besteht nun der schonende Umgang mit dem Wasser. Es ist die schiere Sorge der Menschen, einmal ohne Wasser auskommen zu müssen, das sie anhält, Wasser zu bevorraten und weniger davon zu verbrauchen als bei uns. Damit existiert auf Kuba eine superintelligente und hocheffiziente Steuerung des Wasserverbrauchs. Auch in Deutschland sollten wir das Verhältnis von Lebensqualität und Lebenssicherung neu überdenken.

Es werden Autos importiert aber keine Ersatzteile – das wirkt!

Zuletzt eine kleine Abschweifung zum Konsumverhalten. Auf Kuba tragen alle Schulkinder eine Uniform, wobei die Bezeichnung „Uniform“ völlig falsch ist und erst durch die Vorsilbe „Schul“ uns eine zutreffende Vorstellung vermittelt. Nun sind Schuluniformen in der weiten Welt wahrlich nichts Ungewöhnliches, wenngleich in Deutschland völlig verpönt. Kuba jedoch ist das einzige Land, indem die der Schuluniform zugrundeliegende Idee konsequent angewendet wird. Es geht um die frühzeitige Erziehung einer positiven – und um die Verhinderung einer negativen Lebenseinstellung. Die positive umfasst die Erfahrung von Gemeinsamkeit, die negative den Kampf gegeneinander. Mit fünf Jahren ziehen die Kinder in der Grundschule das erste Mal eine rot-weiße Uniform an, mit 18 ziehen sie ihre hellblau- dunkelblaue Bekleidung aus. Niemand wetteifert um die neuesten Modeklamotten und keiner rühmt sich mit einem Markennamen. Der Gedanke, dass Sozialismus Gleichheit bedeutet, wird in der kubanischen Schule durchgehend sichtbar gelebt.
Aber verlassen wir den Konsum, und wenden uns einem weitaus weniger brisanten, ja sogar recht harmlosen Gebiet zu. In Deutschland wird lauthals und allseits beklagt, dass der öffentliche Nahverkehr verkümmert. Es dominiert das private Auto mit einem einzigen Insassen. Dem setzt das sozialistische Kuba alltäglich eine wirksame Alternative entgegen. Zuerst begrenzt es auf recht originelle Weise den Individualverkehr mittels privatem Auto. Weder zahlt der Staat eine Kilometerpausschale noch sind irgendwelche PKW-Kosten von der Steuer absetzbar. Sodann importiert nur der Staat Autos, die er nach vier bis fünf Jahren zumeist zu dem Achtfachem des Einkaufspreises an private Nutzer weitergibt, ohne dafür Ersatzteile zu importieren. Das wirkt!
Da der Staat aber verhindern will, dass diese Autos ausschließlich von ihren Besitzern benutzt werden, begrenzt er zusätzlich den Einsatz von Bussen im Nahverkehr, was zur Folge hat, dass zu den Hauptverkehrszeiten frühmorgens und am späten Nachmittag, sowie tagsüber und bis weit in die Nacht hinein (ab Mitternacht bis sechs Uhr morgens verringert sich dann die Frequenz) sich an den Kreuzungen und Aufnahmestellen der Busse Menschentrauben bilden, die von zahlreichen privaten Autobesitzern angefahren werden, um dann gegen ein kleines Entgelt den Bus zu ersetzen. Man mag es aus der Ferne kaum glauben: Das funktioniert! Geduldig warten Frauen und Männer, auch Frauen mit Kindern, die privaten PKWs halten überall, denn eigentlich stehen an allen zentralen Straßen Menschen, stets befinden sich in ihnen mehrere Personen, die wenigen Busse sind proppenvoll, und nicht wie bei uns oft mit nur ein paar Hanseln besetzt, es wird weniger Benzin verbraucht und die Straßen sind nur äußerst selten verstopft. Wer wohl könnte gegen eine derartig zukunftsweisende Methode Einwände vorbringen?
Einem Deutschen, der Kuba bereist und zudem über einige Kenntnisse der spanischen Sprache verfügt, werden zwei Eigenschaften auffallen, die politischen Charakter aufweisen und deshalb hier nicht unterdrückt werden sollen.

Keine Fakedebatte – hier ist die Wahrheit immer identisch

In Kuba erscheinen wenigstens drei Tageszeitungen, eine der Staatspartei, eine des staatlichen Jugendverbandes und eine der staatlichen Gewerkschaft. Da die politischen Aussagen in ihnen von Staats wegen identisch sind und jede Neuigkeit immer zuerst in der Parteizeitung publiziert wird, erscheint eigentlich nur eine einzige. Zweifellos wirkt das auf einen politisch interessierten Deutschen ärmlich, zumal auch auf den fünf kubanischen Fernsehkanälen die Nachrichten identisch sind.
Die damit verbundenen Vorteile werden jedoch allzu leichtfertig übersehen. Zuerst entfällt die lästige Pflicht, sich verschieden informieren zu müssen, um herauszufinden, welcher Wahrheit man glauben kann. Hier ist die Wahrheit immer identisch. Wer hat nicht schon wenigstens einmal einen lästigen Streit in der Familie über eine politische Nachricht erlebt! Davon werden in Kuba die Familien selten betroffen; wenigstens ein Familienmitglied ist bereits in Miami, auch darüber gibt es keinen Streit, denn die Geldzuwendungen aus Miami  gehören zum Familienbudget, zudem machen sie inzwischen den Hauptteil des Staatbudgets aus. Sodann ist ebenfalls die Auseinandersetzung zwischen Journalisten unbekannt. Die aus Deutschland wohlbekannten lästigen Streitereien stören hier nicht die sozialistische Harmonie. Es herrscht Einvernehmlichkeit zwischen Regierung und Volk.
In einer deutschen Kleinstadt mit etwa 50. 000 Einwohnern wird es zumeist nur eine einzige Polizeistation geben, die von vielleicht 5 Polizisten besetzt ist, denen ein oder zwei Autos zur Verfügung stehen. An den Wochenenden werden zahlreiche sogar unbesetzt sein, da nach den Erfahrungen der deutschen Politiker sich auch die Kriminellen am Wochenende ausruhen. Ganz anders in Kuba. Traditionell nimmt die sozialistische Regierung die Sicherheit ihrer Bürger sehr ernst. Vergleichbar dazu: drei Polizeistationen, mit 30 bis 40 Polizisten und  fünf  bis sieben Autos, dies rund um die Uhr. Hinzu kommt noch etwas in Deutschland Unbekanntes: ein Gebäude des Innenministeriums, eigentlich des Sicherheitsdienstes, deren Personenzahl und technische Ausstattung entsprechend seiner Funktion geheim ist. Die deutsche Polizeigewerkschaft würde einem solchen Zustand Jubelarien widmen. Endlich mehr Polizisten, aber nicht einfach doppelt so viele, sondern eine Vervielfachung! Auch die Autoproduzenten würden eine derartige Veränderung in Deutschland mit Wohlwollen begrüßen, immerhin ist dies eine beträchtliche Förderung unseres wichtigsten Wirtschaftszweiges. Was spielt es da schon für eine Rolle, dass die Fenster der Wohnungen bis in den vierten Stock hinauf vergittert sind, übrigens recht phantasievoll, zumal die kubanische Regierung keine Kriminalstatistiken veröffentlicht und wohl auch keine erhebt.
Nach diesem kleinen Rundblick über zukunftsweisende Lösungen des sozialistischen Kuba muss aus Redlichkeit, doch ein warnender Hinweis gegeben werden, wobei indessen auch dieser wegen seines ressourcensparenden Inhalts Zustimmung bei gar so manchen deutschen Politikern finden wird. Der kubanische Sozialismus sollte nicht auf Länder ähnlich denen Venezuelas angewendet werden, weil dann kaum noch Erdöl gefördert werden würde.
 
Klaus Leciejewski hat an verschiedenen deutschen Hochschulen Wirtschaft gelehrt, ist Autor mehrerer Sachbücher und Publizist. Er ist mit einer Kubanerin verheiratet und lebt einen großen Teil des Jahres auf Kuba.
 
Zuerst erschienen auf ACHGUT
 




Tief Egon in der 2. KW 2017 und Hoch Britta in der 3. KW 2017

Die Kalenderwochen KW 2 und KW 3 des Jahres 2017 ermöglichen einen anschaulichen Vergleich der regenerativen Energieerzeugung im Winter bei Hoch- und Tiefdruckwetterlagen über Deutschland.
Die Quelle Agorameter ist jedem zugänglich:
https://www.agora-energiewende.de/de/themen/-agothem-/Produkt/produkt/76/Agorameter/
Laut BMWI, Bundesnetzagentur und obiger Grafik des Agorameters ergibt sich folgender Sachstand für in das deutsche Netz einspeisenden Ernergieerzeuger:

Anlagen Installierte Leistung Leistung bei Tiefdrucklage Leistung bei Hochdrucklage
In Betrieb ca.                          194,4 GW    
·  davon Windkraft ca.                             45,0 GW bis            32 GW (bis 71 %) bis               7 GW (bis 16 %)
·  davon Photovoltaik ca.                             39,0 GW bis               2 GW (bis  5 %) bis            10 GW (bis 26 %)

Die geringe Leistung Auslastung der Windkraftanlagen bei Sturm von nur 71 % lässt sich aufgrund der gesetzlichen Vorrangeinspeisung nur durch Sicherheitsabschaltungen (Überlast und Überdrehzahl) erklären.
Um die Versorgung zu sichern, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, werden konventionelle Kraftwerksanlagen eingesetzt. Deren Einsatz lässt sich auf Grund der Vorrangeinspeisung für die fluktuierenden Anlagen planen, Regelenergie muss über die Börse erworben bzw. verkauft werden, was den aus Angebot und Nachfrage resultierenden Strompreis zur Folge hat.

Strompreis, -erzeugung und -Verbrauch 9. bis 21-1-2017, Daten Agora; Grafik E. Heck

Fazit:

Das Missverhältnis zwischen installierter Leistung und geringer verfügbare Leistung der Windenergieanlagen existiert nicht nur bei Flauten, sondern auch bei Stürmen.
Für den Fall, das in absehbarer Zeit alle konventionellen Anlagen abgeschaltet werden sollten, wären Energiespeicher unumgänglich, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
 
Frage:
Für welche Energiemenge müssten die Speicherausgelegt sein?
Abschätzend aus den Kurvenverläufen sollten laut Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt (TH Aachen) Energiespeicher als Ersatz für konventionellen Kraftwerke für 5 Flaute-Tagen ausgelegt werden.
Aus obiger dargestellten Verbrauchsleistung ergibt sich ein dem arithmetischen Mittelwert von ca. 70 GW, auf 5 Tage hochgrechnet von 8 TWh.
8 TWh entsprechen beispielsweise

  • 1000 x PSW Goldisthal mit einer Leistung 1000 MW sowie einer Speicherkapazität max. 8,5 GWh bei einem Nutzvolumen von 12 Mio. m³ Wasser auf einer Fläche von 0,55 km² für 8 h Vollastbetrieb
  • 100 Mio. Lithium-Akkus mit einer Kapazität von 80 kWh – Tesla‘s absoluter Spitzenreiter, die Elektrolimousine Tesla S fährt mit der Batterie 90 D – einer Stromladung von 90 Kilowattstunden bis zu 560 Kilometer weit



Der Durchbruch für die Energiewende ist da: Die Mondlichtkugel

Das Produkt heißt „Beta.ray“, aber auf Grund der ihm zugeschriebenen Fähigkeiten möchte ich es poetischer als „Mondlichtkugel“ bezeichnen, denn: „Das System produziert grünen Strom und zwar Tag und Nacht“ und „Die Kollektoren (funktionieren) auch bei diffusem Licht und sogar bei Mondschein. Nachts wird aus Solarenergie dann Lunarenergie. Durch Lichtenergie gewonnener Strom könnte damit auch nachts und somit wesentlich konstanter produziert werden“ schwärmt der

Mondlichtkugel; Bild rawlemon


SPIEGEL . Die Lademöglichkeit im automobilen Bereich sei von enormer Bedeutung.
Andere Quellen wie erneuerbareenergien.de informieren über den „optischen Tracker“ mit mühsam verhaltener Begeisterung. Die angegrünte WIWO stellt heraus, dass das Gerät „schick aussieht“ und man sein Handy damit auch am See laden kann. Auch die „Welt“ bewundert das Aussehen des Geräts, es sei ein echter „Hingucker“.
Dabei ist das Prinzip der Kugellinse nicht neu. Es gab bereits im 19. Jahrhundert die so genannte „Schusterkugel“. Vor Erfindung des elektrischen Lichts nutzten Handwerker wie eben die Schuster eine Glaskugel zur Konzentration des diffusen Umgebungslichts, um ihren Arbeitsplatz mangels elektrischem Licht besser auszuleuchten.

Mondlichtkugel auf dem Dach, Bild rawlemon


Der Erfinder der Mondlichtkugel, ein in Barcelona lebender deutscher Architekt, gab an, von der Idee beim Frühstück erleuchtet worden zu sein. Seine Tochter legte ihm eine Murmel in den Eierbecher und das Sonnenlicht konzentrierte sich auf einen Punkt. Das sind sie, die Heureka-Momente, von denen jeder Energiewendebewegte in seinen ökologisch reinen Nächten nachhaltig träumt.
In einem schicken Videoclip erfährt man mehr über den „Sunshine recorder“ als „a smile to the sun“. Auch der Einbau in Gebäudefassaden sei möglich.
Neben einem Modell in Wahrsagerkugelgröße gibt es zwei Bauformen mit einem beziehungsweise 1,80 Meter Durchmesser. Die größere Variante sei schon für schlappe 4.200 Euro zu haben.

Wir halten kurz inne und denken mal nach.

Selbst bei Berücksichtigung des „Einsammelns“ diffusen Lichts wird die Kugel kaum mehr Licht fangen, als auf ihrer beschienenen Seite anfällt. Das sind bei den angebotenen Modellen etwa 0,8 beziehungsweise 1,4 Quadratmeter. Im Juni gibt es pro Tag etwa 5 Kilowattstunden Sonneneinstrahlung in Deutschland. Ob das Licht dann gebündelt wird oder nicht ist für die Menge der eingestrahlten Energie ohne Bedeutung. Dass die Solarzelle am unteren Teil der Kugel nachgeführt werden muss, ist eher als Nachteil zu sehen. Zudem erhitzt das konzentrierte Licht die Solarzelle mehr als bei einer Flächenkonstruktion, so dass der Wirkungsgrad sinkt.
Selbst bei Vollmond und klarem Himmel beträgt die Lichteinstrahlung nachts unter einem Promille der Sonnenstrahlung zur Mittagszeit. Wie viele Tage im Jahr scheint der Mond am wolkenfreien Himmel, an wie vielen Tage ist Neumond, hat er eine kleine Sichel oder geht nur tagsüber auf? Zudem reflektiert der Mond entsprechend seiner Oberflächentemperatur nur Strahlung im langwelligen Bereich, mit denen PV-Module kaum etwas anfangen können.
Die Kugel ist mit destilliertem Wasser gefüllt, allein diese Füllung bringt zwei beziehungsweise 3,8 Tonnen auf die Waage zuzüglich des Glasgewichts, dass auf Grund der nötigen Wandstärke erheblich sein dürfte. Die in Frage kommenden Aufstellungsorte werden dadurch stark eingeschränkt, vor allem, was Dächer und Fassaden betrifft.
Kühlt die Kugel nachts aus, dürfte sie je nach Wetterlage morgens des öfteren beschlagen sein, also das Licht dämpfen. Im Winter kommt die Frostgefahr hinzu, die Kugel müsste beheizt oder entleert werden und Schnee gibt es auch manchmal.
Elektrischer Eigenbedarf fällt für die Nachführung der Solarzelle an.
Mitdenkende Leser des Artikels bei Spiegel online äußern sich teils drastisch über „Pseudoinnovation“ und „Technikesoterik“, bestätigen aber das ansprechende Design, verbunden mit dem Vorschlag, auch einen Goldfisch einsetzen zu können.
Es gibt die Frage, ob der Erfinder auch bald neben Asbeck im Schloss wohnt. Oder es sei der Versuch, Prokon-Anlegern neue Anlagemöglichkeiten zu verschaffen.
Auch treu-naives Grundvertrauen kommt zum Vorschein, wie
„Wunder gibt es immer wieder“, „Der Mann als Architekt hat einen Ruf zu verlieren“.
Oder einfach Bewunderung für den Mut des Erfinders.
Auf „globalmagazin.com“ beschwert sich allerdings ein Forist, dass er sich das Prinzip schon 2008 hat patentieren lassen. Es erscheint auch ein Eintrag ungezügelter Begeisterung:
„So gibt es mit dieser Erfindung endlich die Möglichkeit, den stark schmutzigen Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken durch sauberen Solar- und Lunarstrom zu ersetzen. Und sage mir einer, aus Deutschland kommen keine Innovationen mehr. Hier zeigt sich, dass unser Bildungssystem doch gar nicht so schlecht sein kann wie manche Ignoranten behaupten.“
Speziell der letzte Satz lässt vermuten, dass hier ein vom Bildungssystem eher Vernachlässigter spricht.
Man sollte aufmerken, wenn bei neuartigem technischem Gerät primär auch vom schönen Design gesprochen wird. Das erinnert dann sehr an den schon legendären
Atomstromfilter (789 Euro), der noch einige Folgeerfindungen wie den ASTROSEP (Atomstromseparator) oder den Spektralrichter hervorbrachte. Na gut, auf ebay wurden auch schon W-LAN-Kabel verkauft. Kolbenrückholfedern oder solare Böschungswinkel sind bei entsprechend ökologisch getrimmter Ansprache vermutlich auch an den grün orientierten und durch unser Bildungssystem geprägten Verbraucher verkäuflich.
Natürlich braucht die Mondlichtkugel Startkapital. Jede Bank würde den Erfinder und seinen Kreditwunsch freundlich wieder zur Tür komplimentieren. Schwer vorstellbar aber, dass er das überhaupt versucht hat. Heutzutage läuft sowas eher postfaktisch über das Crowdfunding.
Nachdem 2014 die Meldungen zur Mondlichtkugel nach und nach gegen Null tendierten, mehren sich auf der entsprechenden Crowdfunding-Homepage die Kommentare der Ökozielgruppe mit der energischen Forderung im Sinne Maggie Thatchers: “I want my money back!“
Bisher gingen über 233.000 Dollar für Bestellungen der „Beta.ray“ ein. Wir legen schon mal eine Tüte Mitleid für die Investoren bereit. Der Erfinder hat Ausgaben gehabt und leben will er auch. Wir können davon ausgehen, dass trotz tollen Designs aus rein physikalischen, also ewiggestrigen Gründen die Mondlichtkugel nicht kommen wird. Die Produkthomepage befindet sich derzeit im Umbau.
Warten wir auf die Verschwörungstheorien, warum sie sich nicht durchsetzt. Mein Tipp: Die Atomkonzerne sind schuld.
Wenn Atom- und Kohlehass mit Unwissenheit und festem grünen Glauben fusionieren, können wir auf weitere solche als Erfindung getarnte Fake-News hoffen.
Der Blick in die Zukunft der „Erneuerbaren“ ist wie ein Blick in die Glaskugel – man kann nie wissen, was kommt, aber sehr oft ist es eine optische Täuschung.
Fotos: rawlemon




Wer im Treibhaus sitzt…

Zunächst einmal bedanke ich mich bei allen Kommentatoren hier auf EIKE für die lebhafte Diskussion über den Artikel mit meiner Kritik am natürlichen Treibhauseffekt unserer Atmosphäre, insbesondere bei denen, die mich tatsächlich verstanden haben, und natürlich bei den sportlich-bissigen Herren „auf dem Balkon“ für die gute Unterhaltung – einem „Selbstgebrauten“ wäre ich nicht abgeneigt…
In der nachstehenden Zusammenfassung gehe ich auf sachliche Fragestellungen und kritische Anmerkungen zu meinem Text ein und komme dann zu einigen weiterführenden Bemerkungen. Der begrenzte Raum erlaubt es allerdings nicht, hier elementare geometrische Grundkenntnisse oder ein tieferes Verständnis physikalischer Gesetze zu vermitteln.
Ausdrücklich hervorzuheben ist zunächst, dass es sich bei meinem Artikel um eine Auseinandersetzung mit dem herkömmlichen Ansatz für die Berechnung der Schwarzkörpertemperatur unserer Erde nach dem Stefan-Boltzmann Gesetz handelt, aus der sich dann meine Kritik am Treibhauseffekt herleitet – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die einzige sachdienliche Kritik an meinen Ausführungen, die ich überhaupt erhalten hatte, bestand bisher in einem Verweis auf die Veröffentlichung „Falsifizierung der atmosphärischen CO2 –Treibhauseffekte im Rahmen der Physik“ von Gerhard Gerlich und Ralf D. Tscheuschner, hier zur deutschen Übersetzung. Dort wird aber lediglich darauf hingewiesen dass die Stefan-Boltzmann Konstante s von der Geometrie des betrachteten Problems abhängig sei und dass das T4-Gesetz bei einer Integration über ein gefiltertes Spektrum nicht mehr gelte. Und daher scheitern schon einmal alle Kritiker, die meine Arbeit in diesen oder einen anderen Kontext zu stellen suchen genau daran, dass sich eine solche Argumentation natürlich ebenso gegen die herkömmliche, und meines Erachtens nach falsche, Herleitung des Treibhauseffektes aus der S-B Schwarzkörperberechnung für unsere Erde richten muss.
Die in meinem zugrundeliegenden wissenschaftlichen Artikel nachgewiesene fehlerhafte Anwendung des S-B Gesetzes auf die gesamte Erdoberfläche führt fälschlicherweise zur Konstruktion eines sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffektes“. Dieser Treibhauseffekt stellt praktisch ein fiktives Sekundärphänomen im Umfang von 155 W/m² dar, mit dem die ursprüngliche Fehlberechnung der theoretischen globalen Durchschnittstemperatur von -19° Celsius künstlich an die Realität der Temperaturmessungen mit +14° Celsius angepasst wurde. Zwischenzeitlich wurde diese Herleitung durch eine „Gegenstrahlung“ mit denselben Eckwerten verdrängt und scheint selbst in Vergessenheit geraten zu sein.
Auf Tichys Einblick war ein paar Tage nach meinem Artikel die Gegendarstellung eines Herrn Dr. Heller erschienen, in der dieser den Treibhauseffekt auf herkömmliche Weise mit einer atmosphärischen Gegenstrahlung zu erklären suchte und sich dann nicht etwa, seinem Titel gemäß, wissenschaftlich mit der konträren Herleitung für die Schwarzkörperberechnung der Erde auseinandergesetzt hatte, sondern sich stattdessen lediglich spekulativ über die wissenschaftliche Kompetenz des Autors ausließ.

Der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Auseinandersetzung über den Treibhauseffekt ist also folgender:

Konventionelle Herleitung der Schwarzkörpertemperatur mit dem S-B Gesetz aus der globalen Energiebilanz der Erde für die Kugeloberfläche :
(Solarkonstante/4) => netto 235 W/m² => -19° Celsius + Treibhauseffekt
Alternative Herleitung Weber mit dem S-B Gesetz und einer Halbkugelbetrachtung für die Erde:
(Solarkonstante/2) => netto 390 W/m² => +14,8°Celsius
Ich möchte hier ausdrücklich darauf hinweisen, dass meine Ausführungen zur Fehlberechnung des atmosphärischen Treibhauseffektes aus dem Stefan-Boltzmann Gesetz selbstverständlich jederzeit wissenschaftlich widerlegt werden können:
Wenn also wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen wird, dass die Gleichsetzung der Energiebilanz unserer Erde (Fläche einer Kugel) mit der strengen thermischen Gleichgewichtsforderung des Stefan-Boltzmann Gesetzes für die bestrahlte Fläche (Halbkugel) physikalisch korrekt ist, dann bin ich tatsächlich widerlegt.
Mein englischsprachiger Originalartikel aus den Mitteilungen der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft Nr. 2016/3 mit dem Titel „A Short Note about the Natural Greenhouse Effect“ und einer ausführlichen rechnerischen Herleitung war bereits im TE-Artikel verlinkt und ist hier ab Seite 19 zu finden. Und eine vereinfachende Kurzfassung in deutscher Sprache wurde inzwischen hier eingestellt.
Zum generellen Verständnis meines Artikels: Der konventionelle Ansatz für den atmosphärischen Treibhauseffekt resultiert aus der durchschnittlichen Energiebilanz für die gesamte Erde. Dieser zusammenfassend berechnete gemeinsame Mittelwert für die Tag- und Nachtseite der Erde wird dann mit dem Stefan-Boltzmann Gesetz in eine Schwarzkörpertemperatur „umgerechnet“. Ein entsprechendes Beispiel für diese Art der konventionellen Berechnung des Treibhauseffekts finden Sie hier.
Das S-B Gesetz ist nun aber keine Gleichung, sondern beschreibt mit der dort lediglich in Form einer Gleichung angegebenen Relation zwischen Strahlung und Temperatur vielmehr ausschließlich die Situation in einem thermischen Gleichgewichtszustand. Und genau dieses zwingend vorgegebene thermische Gleichgewicht wird bei der konventionellen Herleitung des Treibhauseffektes durch die Einbeziehung der Nachtseite unserer Erde verletzt. Die „Denkfalle“ im konventionellen Ansatz für den Treibhauseffekt besteht also darin, dass die Energiebilanz der Erde als ein rechnerischer Durchschnittswert, der über die gesamte Tag- und Nachtseite der Erde gemittelt wird, auf eine physikalische Beziehung angewendet wird, die lediglich in einem thermischen Gleichgewichtszustand auf der Tagseite existiert.
Zum Kohlenstoffdioxid (CO2) als „natürlicher Klimaantrieb“: CO2 ist kein Produzent thermischer Energie aus sich selbst heraus, wie es die Darstellungen des IPCC nahelegen, indem CO2 dort fälschlicher Weise eine direkte thermische Wirkung in [W/m²] zugemessen wird. Vielmehr handelt es sich bei CO2, wie beispielsweise auch bei Wasserdampf und Methan, um ein Infrarot-aktives Gas. Solche IR-aktiven Moleküle nehmen infrarote Strahlung passiv auf, erhöhen damit zeitweilig ihr eigenes Energieniveau und geben diese Energie dann aktiv wieder an die Umgebung ab. In Summe wird also die infrarote Abstrahlung der Erdoberfläche ins Weltall durch diese IR-aktiven Gase letztlich lediglich verzögert. Dadurch mag sich vielleicht der Temperaturgradient in der Atmosphäre verändern, aber zusätzliche Energie im Umfang von 155 [W/m²], wie der konventionelle Ansatz für den Treibhauseffekt mit einer „Gegenstrahlung“ postuliert, kann dort definitiv nicht erzeugt werden. Aber selbst unter den alarmistischen Annahmen des IPCC bleibt die Klimasensitivität von CO2 deutlich unter 1,0° C pro Verdoppelung seines atmosphärischen Anteils.
Weiterführende Informationen zu CO2: Hier eine deutsche Kurzfassung, der zugrunde liegende Originalartikel ist unter dem Titel “About the Natural Climate Driver” in den Mitteilungen Nr. 2016/2 der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft erschienen, hier ab Seite 9.
Der natürliche Klimaantrieb: Zumindest rein rechnerisch lässt sich nachweisen, dass die Schwankungen der Sonneneinstrahlung durch die Zyklen der Erdumlaufbahn um die Sonne (Milanković-Zyklen) als alleiniger Klimamotor für unsere Erde ausreichen. Dabei würde dann die klimawirksame Sonneneinstrahlung durch eine schwankende Eisbedeckung in mittleren geographischen Breiten über die Albedo der Erde „moduliert“.
Weiterführende Informationen zum Albedo-Forcing: Hier eine deutsche Kurzfassung, der zugrunde liegende Originalartikel ist unter dem Titel “ An Albedo Approach to Paleoclimate Cycles” in den Mitteilungen Nr. 2015/3 der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft erschienen, hier ab Seite 18.
Zum aktuellen Stand der Wissenschaft in der Klimaforschung: In den Geowissenschaften der 1970-er Jahre waren die orbitalen Milanković-Zyklen, nämlich
Präzession =Taumelbewegung der „Erdachse“ um die Senkrechte (zur Erdbahnebene), 
Obliquität = Änderung der Schiefstellung der „Erdachse“ und
Exzentrizität = Veränderung der Ellipsenform unserer Erdbahn um die Sonne
 
als Ursache für die paläoklimatischen Veränderungen während der Eiszeitalter geltende Lehrmeinung. Diese Erkenntnis ist in der Klimawissenschaft während der vergangenen Jahrzehnte offenbar „verlorengegangen“, ohne jemals widerlegt worden zu sein.
In der Einleitung zu ihrem bahnbrechenden Werk “Die Klimate der geologischen Vorzeit” (Bornträger 1924) als Grundlage dieser geowissenschaftlichen Lehrmeinung schreiben Köppen und Wegener auf Seite 4 (mit meinen Hervorhebungen):
„…Von den zahlreichen sonstigen Hypothesen, die zur Erklärung von Klimaänderungen aufgestellt worden sind, wird daher in diesem Buche nicht die Rede sein. Insbesondere erblicken wir in dem System der fossilen Klimazeugen keinen empirischen Anhalt für die Annahme, daß die von der Sonne ausgehende Strahlung sich im Laufe der Erdgeschichte geändert habe. Desgleichen fehlt es an Tatsachen, welche durch Änderung der Durchstrahlbarkeit der Atmosphäre (Arrhenius) oder des Weltalls (Nölke) zu erklären wären; …“
Ein Nachdruck dieses Buches von Köppen und Wegener ist bei Schweizerbart erhältlich.
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Klimawissenschaft in der Ursachenforschung für die Klimagenese unserer Erde offenbar wieder von Köppen und Wegener weg auf den Kenntnisstand von Arrhenius zurückbewegt. Man muss wohl überspitzt feststellen, dass in der modernen Klimaforschung inzwischen der wohlalimentierte populistische Schwanz mit dem wissenschaftlichen Hund wedelt.
Herzliche Grüße – Uli Weber