EIKE wird 10 Jahre alt! Ein Grund zum Feiern?

Heute, vor genau 10 Jahren wurde das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) gegründet. Gründungsort war das „Congreßhotel am Stadtpark“ in Hannover. Dort trafen sich 16 Herren und 1 Dame, welche die enorme Schädlichkeit der damaligen (und heutigen) Klima- und Energiepolitik und insbesondere den Missbrauch der Wissenschaft für die Untermauerung einer Ideologie vom menschgemachten Klimawandel nicht nur erkannt hatten, sondern dies auch nicht länger hinnehmen wollten. Ihr Ziel war, mittels Bereitstellung wissenschaftlich hieb- und stichfester Fakten, selber erarbeitet oder von seriösen Dritten übernommen, die Öffentlichkeit aufzuklären. Als Rechtsform dafür wurde der Verein gewählt, auch deswegen weil dies bei den Befürwortern und Nutznießern des Klimaalarmismus z.B. dem „Potsdam Institut für Klimafolgenforschung“ (PIK) ebenso gehandhabt wurde. Auch der gewählte Name sollte zugleich Programm und Arbeitsauftrag symbolisieren.
Allen war von Anfang an klar, dass dieser Kampf lange dauern und sehr schwierig sein würde und sie nur über äußerst geringe Mittel würden verfügen können. Doch sie handelten frei nach dem Motto: „Wer nicht kämpft hat schon verloren“. Und – als gesetzestreue Bürger – wollten sie dies mit legalen Mitteln tun, wohlwissend, dass ihre Gegner es damit nicht so genau nehmen würden.
Von diesen 17 Anwesenden – nicht alle entschlossen sich als Gründungsmitglieder mitzumachen – sind heute noch 10 bei EIKE aktiv. Viele weitere kamen hinzu, einige wenige verließen EIKE auch wieder. Tlw. wegen Zeitmangels, tlw. weil ihnen das verfolgte Konzept nicht gefiel, tlw. aus biologischen Gründen, weil der Tod sie abberief.
So wurde unser Gründungsmitglied Ernst-Georg Beck – der mit seinem Elan und unleugbaren Kompetenz zu den aktivsten gehörte – leider durch seinen viel zu frühen Tod an weiterer Mitarbeit an führender Stelle gehindert. Zum Glück betreibt seine Familie noch immer die wunderbare Wissensseite „Der Wasserplanet“, auf der E.G. Beck sein geballtes Wissen didaktisch aufbereitet hat, für jeden einsehbar und auch verstehbar.

EIKEs Mission – Erfolg oder Misserfolg?

Keiner der Aktiven konnte sich damals vorstellen, dass ein so offensichtlicher Missbrauch von Wissenschaft, wie es das Märchen von der drohenden Klimakatastrophe ist, mit dem alleinigen Ziel ersonnen, die Bürger nicht nur dieses Landes, sondern der ganzen Welt, zu drangsalieren, zu kujonieren und last but not least beständig abzukassieren, in dem man sie einem Weltsozialismus, diesmal unter UN-Diktat, unterwirft, nicht nur irgendwann in überschaubarer Zeit zu Widerstand, zu einem Aufbegehren der direkt Betroffenen führen würde, sondern im Gegenteil – wie eine heimtückische Krankheit – sich fast widerstandslos jeden Tag weiter ausbreiten und immer mehr Bereiche unseres Lebens ihrer Herrschaft unterwerfen würde.
Doch genau das ist passiert. Der „Klimaschutz“ als offizielle deutsche Regierungsdoktrin mit dem Klimaschutzplan 2050, dem dummen jede Naturwissenschaft spottenden 2 ° Ziel, seiner Energiewende und „Dekarbonisierung“ samt der schändlichen Gesetze, die zu ihrer Durchführung erlassen wurden, haben sich nicht nur auf breiter Front verfestigt, sondern werden von den Betroffenen – fast ohne Widerstand – erduldet, oft auch – insbesondere von den Medien befeuert – freudig begrüßt. Nun könnte man es mit dem weisen, alten jüdischen Sprichwort halten: „Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, dann mach´einen Plan!“ und sich abwartend zurücklehnen. Doch zum Lachen ist dieser Plan nun wirklich nicht, oder anders gesagt, bevor man über ihn lachen kann, ist die halbe deutsche Wirtschaft, und damit unser Wohlstand, unsere Art zu leben, den Bach runtergegangen.
Also, war nach dieser Sichtweise unser Kampf bisher vergebens? Eigentlich ja!  Doch das nur aus einem einzigen Grund: Wir haben 2007 die lange Anpassungsdauer gesellschaftlicher Prozesse gröblich unterschätzt. Insbesondere den Widerstand von solchen, bei denen es nicht nur um Gut oder Böse, sondern auch um enorme Pfründe, sehr viel Geld und damit Macht geht.

EIKE ist lernfähig und zäh.

Wir mussten also einsehen, dass dieser Gesellschaftsprozess durchaus einen Kipppunkt haben könnte, aber bis dieser erreicht sein würde, sehr, sehr viel Zeit vergehen kann. Daraus folgt: Es lohnt sich weiter zu machen, denn wenn der Weg auch lang und beschwerlich war und noch ist, Erfolge unterhalb dieses Kipppunktes haben sich durchaus eingestellt.
Einige davon will ich hiermit aufzählen:

EIKE international vernetzt

EIKE ist hochgradig international vernetzt. Insbesondere mit den Fachwissenschaftlern der angelsächsischen Welt, aber auch nach Polen, Italien, Frankreich, der iberischen Halbinsel und sogar Russland und China. Das zeigt allen Klimarealisten: Wir sind nicht allein! Wir sind keine Exoten und erst Recht keine Spinner, zu denen uns insbesondere manche vom Staat bezahlten und bestellte Forschungsergebnisse abliefernden „Forschungsinstitute“ und ihre Verstärker bei den Medien abstempeln wollen.
Mit der Wahl Donald Trumps zeichnen sich für die USA große Umwälzungen ab, die insbesondere aus der dortigen Umweltbehörde EPA, bisher ein „Überministerium für Klimaschutz“, dem alles andere unter zu ordnen wäre, eine, der Natur und dem Menschen verpflichtete Behörde machen werden. Die Auswirkungen auch auf die deutsche Klima- und Energiepolitik sind kaum absehbar, werden aber unser Anliegen unterstützen.

EIKE ist heute die wichtigste deutschsprachige Stimme der Klimarealisten

EIKE ist die mit Abstand wichtigste, weil die meist gelesene deutschsprachige Stimme der hiesigen Klimarealisten und Energiewende-Gegner. Und es werden täglich mehr. Das gelang durch einen hochaktiven, viel gelesenen Blog, auf dem in den 8 Jahren seiner Online-Existenz bis heute etwa 6.000 Artikel und fast 130.000 Kommentare erschienen.
Alle Bundestagsabgeordneten, viele Landtags- und Europaabgeordnete kennen EIKE und unseren wöchentlichen Newsletter. Sehr viel Journalisten lesen bei EIKE mit, auch wenn nur wenige von diesem Nachrichtenangebot offiziell Gebrauch machen. Dafür sorgen besonders stark weltanschaulich geprägte, sich aber neutral gebende Informationsseiten, wie Wikipedia, deren Berichterstattung über uns, unsere Finanzierung und unsere wissenschaftliche Arbeit direkt aus der Redaktion der legendären PRAWDA stammen könnte.

Bildausriss eines Kommentars der Redaktion der Landeszeitung für die Lüneburger Heide (rechts unten) auf einen EIKE Leserbrief.

EIKE steht daher im Alexa Web-Ranking weit, weit vor allen anderen Blogs, die sich allein mit der Klima- und Energieproblematik befassen. Monatlich wird unsere Seite viele hunderttausendmal aufgerufen. 

EIKE wirkt

EIKE´s Wirkung und Einfluss auf die Politik nimmt zu. Unsere Darstellungen der realen Situation und daraus abgeleiteten Forderungen finden sich weitgehend im Grundsatzprogramm wenigstens einer ernstzunehmenden, demokratisch legitimierten, politischen Partei wieder. Der AfD. Sie sitzt bereits in vielen Landesparlamenten und hat sehr gute Aussichten, wenn Sie sich nicht vorher aus anderen Gründen zerlegt, mit einer stattlichen Zahl von Abgeordneten in den nächsten Bundestag zu kommen. Und wie es sich heute schon beobachten lässt, treibt sie die anderen Parteien mit ihren vernünftigen Lösungsansätzen für brennende Probleme jetzt schon vor sich her. Das kann und wird auch bei diesen Themen so sein. Schließlich ist der Kaiser ja nackt, es fehlt nur noch das Kind das sich traut, das auch öffentlich auszusprechen. Die AfD wird dieses Kind sein, und anderen wird das Mut machen. Auch bei vielen Anhängern wie Mitgliedern anderer liberaler oder konservativer Parteien wächst das Interesse unsere Argumente zu übernehmen. Das macht Mut!

Grußworte anlässlich der 10.IKEK  von Dr. Philipp Lengsfeld (CDU) MdB & Promovierter Physiker;
Denn auch Politiker anderer Parteien „bedienen“ sich heute schon gerne auf den EIKE-Seiten – wenn auch meist gegen den Wunsch der eigenen Parteiführung. 

EIKE arbeitet wissenschaftlich

EIKE arbeitet wissenschaftlich auf hohem Niveau. Davon zeugen die begutachteten Publikationen von EIKE Autoren, deren Ergebnisse zu einer realistischen Einschätzung des No-Problems Klima und des Riesenproblems Energiewende beitragen, und bisher 10 international hochkarätig besetzte Fachkongresse zur Klima- und Energiethematik.

Video des Vortrags von Prof. em. Dr. Horst-Joachim Lüdecke  zur Frage des Einflusses von solaren Zyklen auf unser Klima. anlässlich der 10. IKEK Berlin
Die davon erstellten bisher gut 180 Videos wurden ca. 450.000 mal aufgerufen oder herunter geladen.

Video mit Dipl. Meteorologe Klaus Eckart Puls anlässlich der 10. IKEK am 11. Und 12.11.16 in Berlin
EIKE wurde daher im vergangenen Jahr auf die Position 62 der 100 besten Wissenschaftsseiten der Welt gewählt. Und das, obwohl wir nur auf Deutsch veröffentlichen.

Medaille des Top 100 Award


Dazu kommt eine eigene wissenschaftliche Schriftenreihe mit bisher acht mehr oder weniger umfangreichen Bänden.
Seit 2012 ist EIKE auch offiziell eine steuerlich als gemeinnützig anerkannte Wissenschaftsorganisation.
EIKE-Vertreter halten viele öffentliche Vorträge, werden in letzter Zeit gern von Windkraftgegnern zu Vorträgen eingeladen oder bringen sich auf andere Weise in die öffentliche Diskussion ein. Beispiel: Plädoyer für das Molekül Kohlendioxid

EIKE wird von den öffentlichen Meinungsmachern entweder totgeschwiegen oder diffamiert

EIKE wird dennoch (fast) nie zu Talkshows eingeladen, nachdem EIKE-Mitstreiter dort selbst erklärte Klimaschützer öffentlich widerlegen konnten.
Hier die Kurzform der wichtigsten Passagen

Video: Hier die Kurzform mit den wesentlichen Argumenten aus „Kein Prima Klima“ am 9.12.2010 in der PHOENIX Runde
Gelegentlich wird unser Institut sogar von öffentlich-rechtlichen Fernsehmachern diffamiert.
Wie es jüngst Prof. Harald Lesch in der SZ für richtig hielt. Von dem, was er der Süddeutschen erzählte, war zwar kein Wort wahr, trotzdem verweigerte die SZ eine Richtigstellung. Begründung: Sie hätte nur zitiert.
Richtig ist aber auch, dass jeder Journalist, oder jeder Verantwortliche für eine öffentliche Diskussionsrunde, der versucht, EIKEs Sachverstand einzubeziehen, sich einer bösartigen Phalanx von Verleumdern ausgesetzt sieht, die EIKE-Leute zu Schmuddelkindern erklären, mit denen keiner spielen darf. Dank des Internets und Youtube ist das aber sehr leicht zu verschmerzen. Die Welt erfährt auch so, was wir zu sagen haben.
Hingegen hat sich die Greenpeace Propaganda wohl totgelaufen, nachdem seine Aktivisten z.B. von Lord C. Monckton so schmerzlich als ahnungslose Gutmenschen vorgeführt wurden.

Video (in deutscher Übersetzung) eines Straßeninterviews, welches Lord Christopher Monckton vom Science and Public Policy Institute, Großbritannien mit Kerstin Blodig – einer ehrlichen, sich dabei völlig ahnungslos zeigenden Greenpeace Aktivistin- anlässlich ihrer Demo gegen eine EIKE Klimakonferenz am 4.12.2009, führte. Das Video hatte  allein auf diesem Kanal bisher über 72.000 Aufrufe. Auf allen Kanälen zusammen in denen es auch im Original gezeigt wurde (z.B. hier) rd. 230.000.

Die EIKE Finanzmittels sind sehr bescheiden

Und das alles organisieren wir mit einem Budget eines mittleren Tennisclubs, durch Selbstausbeutung der aktiven Mitglieder, die sämtlich ehrenamtlich arbeiten, und durch die Spendenbereitschaft unser Leser, Unterstützer und Mitglieder.

Ihnen möchten wir an dieser Stelle dafür nochmals herzlichst Dankeschön sagen.

Und es sei allen ausdrücklich versichert:

Wir machen weiter!

 




Feinstaub, eine Posse

Schädigt Feinstaub auch das Gehirn? Schaffen es diese mikroskopisch kleinen Teilchen, durch die Lunge in das Blut, sogar die legendäre Blut-Hirn-Schranke, die letzte Bastion des Gehirns, zu überwinden und in das Gehirn einzudringen? Richten sie dort verheerende Schäden an? Wenn man die Diskussion darüber verfolgt, kommt man nicht umhin, diese Frage zu bejahen. So vernebelt klingen die Äußerungen.
Feinstaub gilt seit einiger Zeit als das größte anzunehmende Übel, der Super-Gau schlechthin – unmittelbar nach der Kernschmelze eines Kernkraftwerkes. Er lässt Alkohol, Zigaretten und sogar das ganz superböse CO2 weit hinter sich in der nach oben offenen Katatstropenskala. Feinstaub gefährdet die Gesundheit, ist einfach grauenhaft, muss weg. Feinstaub führen Grüne und selbsternannte Umweltschützer im Mund, wenn sie auf die Gesundheitsgefahren unserer Industriegesellschaft hinweisen – oder schlichtweg Geld für „mutige“ Projekte gegen den Feinstaub wollen.
Ökokriegsgewinnler wie die umstrittene Deutsche Umwelthilfe DUH überziehen derzeit Städte mit teuren Klagewellen, weil die die deutlich heruntergesetzten Grenzwerte nicht einhalten (können). Sie treiben ein teures Spiel über die Brüsseler Bande: Dort sorgt die Umweltguerilla-Lobby für niedrige Grenzwertvorgaben. Daraufhin kann Brüssel mit schöner Regelmäßigkeit Deutschland wegen grenzwertüberschreitender Feinstaubbelastung rügen. Das führt zum Beispiel dazu, dass der baden-württembergisch grüne Verkehrsminister in Brüssel mit einem Stuttgarter Feinstaubaktionsplan davon überzeugen muss, die Lage im Griff zu haben und dass im Südwesten in Sachen Umwelt etwas getan wird. Doch die Kommission verlangt jetzt »Butter bei die Fische«: »Wir wollen Ergebnisse sehen!« Zehn Jahre schon mahnt Brüssel und dringt auf Einhaltung der Grenzwerte.
Den Eiertanz kann man besonders schön in Stuttgart bewundern. Schon weit vor der Landeshauptstadt warnen Schilder über der Autobahn »Feinstaubalarm«, klingt ähnlich wie Bombenalarm. Die Bürger sollen das Auto stehenlassen, vor allem die Heizungen ausmachen. Frieren gegen Feinstaub. Über Internet lässt sich grafisch aufbereitet der Horror direkt verfolgen verbunden mit aktuellen Handlungsanweisungen: »Bitte lassen Sie Ihren Komfort-Kamin aus« und »Bitte lassen Sie Ihr Auto stehen.« Umweltverbände wie die Deutsche Umwelthilfe fordern Fahrverbote, allerdings nicht für ihren Chef, den Vielflieger und Vielfahrer Jürgen Resch. Der soll für den Schutz der Umwelt ungegrenzt fahren und fliegen dürfen.

Angst machen wirkt
Der vorzeitige Todesfall als Herrschaftsinstrument unserer Zeit

Nun ist in Stuttgart das Messgerät für Luftschadstoffe am Neckartor direkt an einer mehrspurigen Einfallstraße positioniert, also an der dreckigsten Stelle im gefürchteten Stuttgarter Kessel. Nach Berechnungen der Landesanstalt für Umweltmessungen Baden-Württemberg kommen an genau dieser berüchtigten Kreuzung 51 Prozent des Feinstaubes aus dem Straßenverkehr. Von diesen 51 Prozent allerdings nur 7 Prozent aus dem Auspuff der Autos, 44 Prozent davon entstehen beim Bremsen und wesentlich durch Abrieb von Reifen. Ein paar Meter weiter sieht die Situation vermutlich gleich ganz anders aus. Deshalb hatte einst die CDU-Fraktion beantragt, eine zweite Meßstelle zu installieren: »Auch – immer vorausgesetzt, im Ergebnis stellen sich die Werte besser dar – würde das Image der Stadt, die mit dem Neckartor als extrem dreckigem Ort in Sachen Feinstaub europaweit in den Schlagzeilen steht, bei einer sich möglicherweise ergebenden positiveren Gesamtdarstellung etwas weniger leiden.«Die EU muss sich auch nicht mit den zu erwartenden Protesten der Bürger herumschlagen. Davor scheuen die Grünen im Stuttgarter Rathaus als auch in der baden-württembergischen Landesregierung denn doch zurück. Im Prinzip hieße das, das Wirtschaftsleben einzustellen. Dann gibts auch keine Steuereinnahmen mehr.
Was tun, fragen sich verzweifelt die Grünen. Sie können auch ihre letzte Wählerklientel in guter Stuttgarter Halbhöhenlage kaum in der kalten Jahreszeit frieren lassen. Sie haben jetzt erst einmal »Betriebsbeschränkungen für kleine Feuerungsanlagen« verordnet. Danach sollen sogenannte Komfortkamine bei Feinstaubalarm – na was wohl – verboten werden. Also Holzöfen, die eine »bereits vorhandene Heizung ergänzen und nicht den Grundbedarf an Wärme decken«.
Die vor der Wut der Stuttgarter Bürger zitternden Stuttgarter Grünen sind zudem auf die Idee einer blauen Plakette gekommen. Nur Autos mit einer solchen Plakette sollen in die Innenstadt fahren dürfen. Damit sollen – so der Plan – im Jahr die Stickoxidwerte um 91 %, der Feinstaub um 10 % reduziert werden. Wieder eine neue Plakette, nachdem sich schon die alte grüne als wirkungslos erwiesen hat. 16 % der Feinstaubbelastung sollen kleine und mittlere Feuerungsanlagen produzieren, 30 % Ferntransporte und 3 % Industrie, Gewerbe, Baustellen und Sonstiges. Wohlgemerkt immer bezogen auf die bundesweit bekannte Messstelle am Neckartor in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Die bisherigen Fahrverbote haben jedenfalls keinerlei Wirkung gezeigt. Kunststück, denn der Verkehr ist keineswegs die Hauptquelle des ominösen Feinstaubes im Stuttgarter Talkessel.
Die Deutsche Umwelthilfe hat das Ausnehmen des Staates (und von Wirtschafts-Treibenden) als probates Geschäftsmodell erkannt und klagt sich spendenheischend durch die Gerichtsinstanzen, verweist auf die EU-Richtlinien, die die Grünen wesentlich herbeigeführt haben und will PR-trächtig die Städte zwingen, Autoverkehr stillzulegen. Derzeit klagt sie unter anderem vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart. Das Land muss darlegen, wie es in der Stadt dauerhaft für saubere Luft sorgen will. Verkehrsminister Hermann wird wahrscheinlich das Gericht um Aufschub bitten.

Diese Umwelthelfer wollen sich gern mit dem Triumph schmücken, den Verkehr in einer Stadt lahmgelegt zu haben. Natürlich nur aus Umweltgründen. Das bringt PR und Geld. Ins Feld geführt werden bedrohlich klingende Untersuchungen, nach denen allein in Deutschland jährlich 34.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub sterben. Das wäre deutlich mehr als die 3.000 bis 4.000 Verkehrstoten, ein wenig mehr als jene 20.000 bis 30.000, die aufgrund mangelnder Hygiene in unseren Krankenhäusern sterben würden. Europaweit sollen es 430.000 Menschen sein, weltweit einige Millionen: kurzum der Schrecken der modernen Industriegesellschaft. Ob das alles stimmt, weiß niemand. Es sind wieder einmal alles nur Modellrechnungen, die keinerlei Aussagekraft haben, wie das vor kurzem hier Peter Heller herausragend dargelegt hat.Niemand kann sagen, wie lange ein Mensch und mit welcher Konzentration ein Mensch Feinstaub ausgesetzt sein muss, damit er daran Schaden leidet. Niemand weiß das, schon gleich gar nicht lässt sich feststellen, ob jemand an einer zu hohen Feinstaubbelastung verstorben ist. Nun reicht es nicht, Autoverkehr und Heizung zu verbieten, sondern es müssen gleich auch Pflanzen und Bäume abgeholzt werden. Denn feine Staubpartikel produziert auch die Natur in ungeheurem Ausmaße. Pollen und Blütenstäube zum Beispiel wehen im Frühjahr bald wieder übers Land. Waldbrände muss man verbieten, dabei entstehen Feinstäube, und ebenso sollte man Vulkane einstellen. Was da an Staub aus dem Vulkanschlot herauspustet, übersteigt grünes Vorstellungsvermögen.
Keine Frage: Gute Luft ist ein hohes Gut, das niemand leichtfertig aufgeben darf. Aber es gilt, keine Alarmistenmaschinen einzuschalten, um noch mehr Geld aus irgendwelchen Fördertöpfen zu holen. Aber es gilt, die Kirche im Dorf zu lassen. Immerhin ist eingetreten, was Willy Brandt seinerzeit forderte: Der Himmel über dem Ruhrgebiet soll wieder blau werden. Das geschah einmal durch höhere Schornsteine, die den Dreck weiter in der Landschaft verteilten. Doch gleichzeitig brachten vor allemn neu entwickelte Filtertechnologien beachtliche Fortschritte. Anfang der 1960er Jahre wurden im Ruhrgebiet 1,5 Millionen Tonnen Staub und Russ sowie vier Millionen Tonnen Schwefeldioxid aus Kraftwerken, Stahlwerken und anderen Anlagen in die Luft geblasen. 1962 wurde in Nordrhein-Westfalen als erstem Bundesland ein Immissionsschutzgesetz verabschiedet. 1964 lag die Konzentration von Schwefeldioxid im Ruhrgebiet bei über 200 µg/Kubikmeter, 2009 sind es weniger als 10 µg.
Kraftwerke bekamen elektrostatische Rauchfilter, Katalysatoren, aufwendige Abgasreinigungsanlagen, so dass heute die Luft sauber geworden ist. Die Autos wurden mit aufwendigen Katalysatoren ausgerüstet – zuerst gegen den heftigen Widerstand der Autohersteller, Dieselmotoren wurden mit Rußfiltern ausgerüstet. Heute fällt es einem auf, wenn man hinter einem alten Auto ohner Abgastechnik her fährt.

Stickoxide braucht die Umwelt!
Die gute Seite der Stickoxide

Aber Feinstaub ist so recht ein Thema, über das man wunderbar dramatische Berichte in die Welt setzen kann. Feinstaub ist so schön geheimnisvoll, man sieht ihn kaum, er hat geheimnisvolle Eigenschaften, und kann „natürlich“ auch die Erbsubstanz schädigen. Vom Auspuff ins Gehirn – wie Feinstaub die Gesundheit schädigt – schöner kann man es nicht ausdrücken. Feinstaub ist Auslöser von Krankheiten, klar Übergewicht gleich mit, Alzheimer sowieso, die bis vor kurzem noch als ideologisch gut befundenen Heizungen mit Holz, weil so schön CO2-frei, sind plötzlich eine wesentliche Ursache des Übels, werden als Dreckschleuder Holzofen gebrandmarkt.Auch die Industrie lernt schnell. Verkaufte sie noch bei der atomaren Superkatastrophe von Tschernobyl, die bekanntermaßen den Erdball sprengte, so viele Geigerzähler wie noch nie an Leute, die eher wenig damit anfangen konnten, so hat sie jetzt Sonderschichten für die Fertigung von Partikelmessgeräte wie das HP-5800 elf (F für Feinstaub) Messgerät angeworfen, erhältlich über Amazon. Leider verfügt das Gerät noch nicht über den neuesten Schrei und kann noch nicht den Zusammenhang messen, den die Wissenschaft gerade herausgefunden hat, dass ultrafeine Partikel auch die Herzfunktion beeinflussen.
Ein Verbot tibetanischer Räucherstäbchen haben die Grünen bisher offenkundig nicht geplant. Die lassen in den Wohnungen die Feinstaubwerte dramatisch ansteigen. Das könnte denn doch zu viele Wähler der Grünen verschrecken. Da kann es eher gegen die Kirchen gehen. Weihrauchkessel lassen die Feinstaubwerte in den Kirchengemäuern über alle EU-Grenzwerte steigen.
Früher jedenfalls waren die Stadtverwaltungen praktisch veranlagt: Sie ließen mit Wassersprengwagen die Straßen abspritzen. Das wirkte Wunder. Staub, Feinstaub, Abrieb von Bremsen und Reifen sowie Rußniederschläge aus Heizungen wurden in die Kanalisation gespült. Dafür fehlt heute das Geld. Und dann ließe sich das Thema »Feinstaub« politisch nicht so schön ausschlachten.
Und niemand darf jetzt auf die neue Elektromobilität kommen. Elektroautos produzieren ziemliche Mengen eines anderen Stoffes, der vor Jahr und Tag für große Panik sorgte: Ozon. Wehe, wenn das rauskommt.
zuerst erschienen bei Tichys Einblick hier




Klimaapo­kalyptiker Lesch: Wie ernst kann man ihn noch nehmen?

 Die Süddeutsche Zeitung liebt Lesch und bot ihm am 24. November 2016 kostenlose Werbefläche in Form eines Artikels für sein neues Klimalarmbuch:

Der zornige Wissenschaftler
Seit Wochen ist die Lesung ausverkauft. 250 Leute wollen Professor Harald Lesch hören, den Physiker, der so anschaulich wie lebendig auch schwierige Zusammenhänge zu erklären vermag. Am Mittwochabend geht es um den Zustand der Erde, den Lesch zusammen mit Klaus Kamphausen in dem Buch “Die Menschheit schafft sich ab” beschrieben hat. Es ist am 6. September erschienen und steht aktuell auf Platz 10 der Bestseller-Liste des Spiegel. […] Vor allem geht es um den Klimawandel, dessen Auswirkungen schon jetzt spürbar seien: Zum Beispiel in den vielen Stürmen und Hochwasser-Katastrophen wie dieses Jahr in Niederbayern, aber auch im Auftauen der Permafrost-Böden.

Ein schönes Beispiel wie Lesch die Wissenschaft instrumentalisiert und fehldeutet. Fakt ist: Es gibt in Deutschland keinen Trend zu heftigeren Regenfällen. Und Fakt ist auch: Sturmaktivität der nördlichen mittleren Breiten hat signifikant abgenommen. Lesch erzählt seinen Zuhörern unglaublichen Schmarrn. Das schert die jedoch nicht, denn sie lieben ihren Klimapropheten, der so schön zornig sein kann – auch wenn er sich die Argumente so biegt wie er sie gerade braucht.
Unser aller TV-Erklärer hat sich auch in der Lanz-Talkshow vom 29. September 2016 wortreich zum Thema Klimawandel geäußert. Hier redet er endlich einmal “Klartext”, wie uns der Titel des Mitschnitts suggeriert, und äußert sich darüber hinaus zur Begrifflichkeit des “Anthropozäns” (bitte auf Youtube direkt anschauen):
Video nicht mehr verfügbar
Ein paar Zitate, die uns besondere Freude gemacht haben.

“Wir leben momentan in der Zeit, wo wir zum ersten Mal feststellen: Wir haben die Erde massiv verändert und wundern uns jetzt darüber, dass diese Natur, die wir eigentlich noch gerne so natürlich gerne hätten, dass die nicht so geblieben ist, wie sie mal war […] Und das führt halt dazu, dass wir zum Beispiel einen Klimawandel haben, der schlicht und einfach [!!] dadurch ausgelöst wird, dass wir systematisch die Atmosphäre aufladen mit Atomen bzw. Molekülen, die die Wärmestrahlung der Erde absorbieren und dann wieder zurückgeben; nur teils ans Universum, der Rest bleibt hier …”

Oder:

“In den Alpen liegen wir deutlich über der 2-Grad-Grenze, von der ja immer die Rede ist. Am Nordpol liegen wir momentan – am NORDPOL, also oben – 5 Grad über dem langjährigen Mittel. SO warrrm war es in der Arrrrktis noch nie!!  [Anm.: Lesch neigt ja dazu, immer dann das „r“ zu rollen, wenn er seinen Aussagen besonderes Gewicht verleihen will, seien sie auch noch so unerheblich] Wenn man momentan zum Nordpol wollte, müsste man hinschwimmen, weil es nämlich jede Menge Eis dort oben nicht mehr gibt.”

Und noch mal so richtig bescheuert:

“Und deswegen mein Vorschlag; gerade für Deutschland: Was wir brauchen, sind Klima-Feiertage. Wenn nämlich Deutschland Urlaub macht, und zwar wirklich zu Hause bleibt, dann emittieren wir alle wesentlich weniger CO2. Wir bräuchten fünf bis sechs Klimafeiertage im Jahr: einen für die Atmosphäre, einen für die Flüsse, einen für die Meere, einen für’n Wald, einen für die anderen und einen für mich oder sowas, ja?”

Lesch ist unheimlich produktiv. Schon wieder hat er einen neuen Klimaclip gemacht, der seit 7. Dezember 2016 in der ZDF-Mediathek zu bestaunen ist. Klicken Sie auf den Link, denn die Leschtruppe hat das Kalte-Sonne-Blog auf die Schwarze Liste gesetzt, zumindest bei den offiziellen Lesch-Youtube-Videos, die wir jetzt nicht mehr in unsere Besprechungen einbinden können. Offenbar ist den TV-Leschologen die inhaltliche Auseinandersetzung mit unserer Kritik unangenehm. Kommentare unter den Leschvideos werden sowieso umgehend gelöscht. Zensur auf hohem Niveau.
Wenn sie sich doch einige Minuten des Terra X-Clips antun wollen, bitte schön. Die Art von Lesch ist unerträglich, unsachlich, kurz vor dem Abdrehen. Er regt sich prächtig über das Erreichen der 400 ppm-CO2-Grenze auf. Kein Wort zur wichtigen Diskussion der CO2-Klimasensitivität. Danach geht er zum Rosinenpicken über. Irgendein Modell prognostiziert mehr Hochwasser in Mitteleuropa, wenn sich das Mittelmeer erwärmt. Dieses Paper schafft es in die Sendung. Andere, positivere Papers bleiben wie gewohnt unerwähnt:

Lesch koppelt die Extremregenfälle allein an die Temperatur des Mittelmeers. Dabei hatten vorindustrielle Langzeitrekonstruktionen doch einen ganz anderen Antrieb identifiziert, der von Lesch mit keiner Silbe erwähnt wird, nämlich Sonnenaktivitätsschwankungen:

Lesch führt seine Zuschauer in die Irre. Er ist gefangen im Drang, seine klimaalarmistische Ideologie unter das Volk zu mischen und hat jedes wissenschaftliche Augenmaß verloren. Eigentlich müssten die Verantwortlichen ihn sofort aus dem Programm nehmen. Kann sich das ZDF nicht einen seriöseren Klimamann suchen? Wie wäre es mit Hans von Storch zum Beispiel? Der ist nicht so aufgeregt, kann auch gut erzählen und bleibt nah an den Fakten.
Dann kommt Lesch zu den Super-Taifunen, die im Nordwest-Pazifik seit den späten 1970er Jahren zugenommen haben sollen. Aber warum beschränkt sich Lesch auf die letzten paar Jahrzehnte? Des Rätsels Lösung: Wenn man noch weiter zurückschaut, wird schnell klar, dass hier die natürliche Variabilität am Werke ist. Die von Lesch verwendeten Trends liegen im Lichte des Langzeitgeschehens voll und ganz im Bereich der natürlichen Schwankungsbreite

Nächster Lesch-Punkt: Das “ewige” Grönlandeis, das der Mensch jetzt zum Tauen bringt. Ist natürlich noch niemals zuvor passiert, dieses Schmelzen, oder?

Weiter mit der Lesch Videoclipographie. Am 9. Dezember 2016 war Lesch in der WDR-Talkshow “Kölner Treff” zu Gast und hat auch dort wieder seine klimaalarmistischen Sprüche abgelassen (mittlerweile kann man sie beinahe auswendig mitsprechen).
Video nicht mehr verfügbar
Eine Kommentierung des Videos gibt es auf FMDsTVChannel.
 
Nächster Clip. Billigste Buchpromotion zur Adventszeit:

 
Hier bei der Kalten Sonne hat es sich jetzt erstmal ausgelescht. Alles schon gehabt, der beratungsresistente Astro-Professor macht einfach sein Ding weiter, mit freundlicher Unterstützung des ZDF und den ungefragten Gebührenzahlern. Wer immer noch nicht genug hat, dem seien die beiden folgenden Beiträge von Helmut Kuntz auf EIKE zu Lesch empfohlen:
Harald Lesch, die Claudia Roth des Klima­wandels: Glaubt einfach, was ich erzähle – Nach­prüfen schadet nur!
Harald Lesch trägt vor den GRÜNEN zum Klima­wandel vor: Der Klima­wandel ist kein Thema, das man ernsthaft bezweifeln kann
Unkommentiert lassen wir auch dieses bizarre Lesch-Latif-Interview, ein absolutes Traumpaar:

 
Im Januar 2017 waren dann die Lesch-Sintflut-Tage im TV:

  • ZDF, Leschs Kosmos; Wettlauf gegen die Flut; Di, 17.01.2017; 23:00 Uhr
  • Phoenix, Rückkehr der Sintflut (1/2); Wenn das Ewige Eis schmilzt; Mi, 18.01.2017; 20:15 Uhr
    Wdh. heute, Do, 19.01.2017; 18:30 Uhr
  • Phoenix, Rückkehr der Sintflut (2/2); Wie unsere Kinder leben werden; Mi, 18.01.2017; 21:00 Uhr
    Wdh. Do, 19.01.2017; 19:15 Uhr

Für heute haben wir fertig.
Übernommen von Die kalte Sonne




Nachdem sich der Rauch verzogen hat: Stefan-Boltzmann auf den Punkt gebracht

Wenn wir einmal draußen bei hellem Sonnenlicht mit einem Vergrößerungsglas auf eine Zeitung fokussieren, erkennen wir sofort den Unterschied zwischen einer durchschnittlichen Energiebilanz für die gesamte Zeitung und dem Strahlungsgleichgewicht auf der mit der Lupe fokussierten Fläche:
Bei einer Betrachtung mit der durchschnittlichen Energiebilanz dürfte mit der Zeitung nämlich gar nichts passieren, tatsächlich aber fängt die Zeitung im Strahlungsgleichgewicht des Brennpunktes sofort an zu qualmen. Die Temperatur im Brennpunkt lässt sich mit einer Energiebilanz für die ganze Zeitung also nicht erklären.
Hintergrund für diese Betrachtung: Der hemisphärische Stefan-Boltzmann Ansatz zur Berechnung der Schwarzkörpertemperatur unserer Erde aus der Sonneneinstrahlung auf der Tagseite, der zu einer Widerlegung des „atmosphärischen Treibhauseffektes“ führt, wurde in den Kommentarfunktionen zu folgenden Artikeln diskutiert:
Tichys Einblick zu den Artikeln vom 19. Januar 2017, 24. Januar 2017 und 29. Januar 2017,
EIKE, Europäisches Institut für Klima & Energie zu den Artikeln vom 23. Januar 2017 und 1. Februar 2017
und auf dem ScienceScepticalBlog mit dem Diskussionsaufruf vom 5. Februar 2017.
In den Kommentaren stellt sich die Argumentation für einen atmosphärischen Treibhauseffekt als ein sich selbst beweisender Zirkelbezug auf die konventionelle Herleitung der Stefan-Boltzmann Schwarzkörpertemperatur unserer Erde über die globale Energiebilanz mit -18 Grad Celsius dar. Dieser „atmosphärische Treibhauseffekt“ mag einstmals als Hypothese aus einem Erklärungsnotstand für die Temperaturdifferenz von 33 Grad Celsius zur gemessenen Durchschnittstemperatur an der Erdoberfläche von +14,8 Grad Celsius (NST=Near Surface Temperatur) geboren worden sein und sich dann später als „atmosphärische Gegenstrahlung“ verselbständigt haben. Der absolute Argumentations-GAU ist aber die gerne zitierte Herleitung einer „atmosphärischen Gegenstrahlung“ mittels Schwarzschild-Gleichung und Strahlungstransfergleichungen, in der die sogenannte „Gleichgewichts-Temperatur“ von 255° Kelvin (=-18° Celsius) für das System Erde-Atmosphäre dann ausgerechnet wieder aus der konventionellen S-B Berechnung für die Schwarzkörpertemperatur der Erde über die global gemittelten Energiebilanz hergeleitet wird (hier unter 4.11.1)…
Erstaunlicherweise bedienen sich auch ausgewiesene Klimarealisten des hinlänglich bekannten „Leugnerwiderlegungsschemas“ für unliebsame Gegenargumente zur eigenen These, denn eine „Widerlegung“ meiner Hemisphären-Betrachtung läuft genau nach dem nachstehend beschriebenen Schema (1) bis (3) ab, und zwar einzeln oder in beliebiger Kombination:

  • Wiederholung der eigenen These.
  • Grundsätzliche Ablehnung der neuen These mit vordergründigen Sophismen.
  • Persönliche Diffamierung des Autors.

Bemerkenswert ist aber, dass die Eckdaten (-18°C „Normaltemperatur“ der Erde und 33° Temperatureffekt) der „atmosphärischen Gegenstrahlung“ für einen „atmosphärischen Treibhauseffekt“ immer auf das Ergebnis der konventionellen S-B Berechnung für die Schwarzkörpertemperatur der Erde (-18°C) und deren Differenz (33°) zur gemessenen globalen Durchschnittstemperatur (+14°C) zurückgeführt werden können. Alle diesbezüglichen Argumente müssen also als Rekursion auf diesen konventionellen S-B Ansatz für die Schwarzkörpertemperatur unserer Erde aus der globalen Energiebilanz verstanden werden. Bei einem durchschnittlichen Wärmefluss von etwa 0,07 W/m² aus dem Erdinneren läge die tatsächliche „natürliche“ Temperatur unserer Erde ohne Sonneneinstrahlung übrigens bei ungefähr -240 Grad Celsius…
Wir haben es hier also mit zwei ganz unterschiedlichen Herleitungen für die Schwarzkörpertemperatur unserer Erde über das Stefan-Boltzmann Gesetz zu tun, und zwar einerseits über eine durchschnittliche Energiebilanz für die gesamte Erde und andererseits über ein Strahlungsgleichgewicht auf der tatsächlich bestrahlten Fläche, also der Tagseite der Erde – oder anders ausgedrückt:
Die konventionelle Herleitung der Schwarzkörpertemperatur berechnet sich mit dem S-B Gesetz aus der globalen Energiebilanz der Erde für die gesamte Kugeloberfläche:
(Solarkonstante/4) => netto 235 W/m² => -18° Celsius + Treibhauseffekt
Die alternative Herleitung (Weber) berechnet sich mit dem Strahlungsgleichgewicht des S-B Gesetzes für eine Halbkugelbetrachtung in einem Zweischichtfall für Atmosphäre und Erdoberfläche:
(Solarkonstante/2) => netto 390 W/m² => +14,8°Celsius
Stefan-Boltzmann auf den Punkt gebracht: Um meinen zugrunde liegenden Gedankengang für die alternative Herleitung der S-B Schwarzkörpertemperatur über die Sonneneinstrahlung auf der Tagseite unserer Erde noch einmal zu verdeutlichen, hatte ich in der Kommentarfunktion von EIKE zum Beitrag vom 1. Februar 2017 bereits die exakte Umkehrung des Stefan-Boltzmann Experimentes formuliert, Zitat mit Hervorhebungen, die beiden Abbildungen nebst Erklärungen wurden zum besseren Verständnis zusätzlich eingefügt:
„…Das Stefan-Boltzmann Experiment verbindet Temperatur und Strahlung eines künstlich erhitzten Schwarzen Körpers:
 

  • Ein Schwarzer Körper strahlt mit seiner erhitzten Fläche A eine Energiemenge P ab, die der 4. Potenz seiner Temperatur T folgt:


  • Wir können uns in den exakten S-B Versuchsaufbau für die die Strahlung eines idealen Schwarzen Körpers einmal den grauen Körper Erde mit seiner Albedo a „hineindenken“. Die Gesamtsituation in diesem Gedankenexperiment wäre dann zwar nicht mehr „ideal“, würde aber verdeutlichen, dass im künstlich erhitzten Ofen ein Strahlungsgleichgewicht für alle Flächen gelten würde, also auch für die „Nachtseite“ der Erde.
    Hinweis: Diese Abstraktion für das S-B Experiment führt unmittelbar zu der entscheidenden Frage, mit welcher Leistung in [W/m²] eine künstlich erhitzte Erde bei einer bestimmten Temperatur eigentlich abstrahlen würde. Beide Lösungsvarianten, nämlich -19°C bei 235 W/m² als auch +14,8°C bei 390 W/m², wären nach dem S-B Gesetz möglich.
  • Die logische Umkehrung für einen passiv bestrahlten Schwarzen Körper lautete dann:

  • Ein bestrahlter Schwarzer Körper nähme auf seiner bestrahlten Fläche A die Temperatur T an, die der 4. Wurzel aus der eingestrahlten Energiemenge P folgt
    …“:Es wird aus dieser Abbildung sofort deutlich, dass man den Körper Erde eigentlich von beiden Seiten bestrahlen müsste, um der Umkehrung des S-B Experimentes bei einer globalen Betrachtung voll zu entsprechen. Denn man kann die Einstrahlung der Sonne auf der Tagseite der Erde nicht einfach halbieren, um dann die andere Hälfte dieser Strahlung ihrer Nachtseite zuzurechnen. Diese Darstellung führt also zwangsläufig zur hemisphärischen Betrachtung für die Gleichgewichtstemperatur der Erde.

Das einleitend ausgeführte Beispiel mit dem Brennglas und der Zeitung hatten wir alle in unserer Jugend ja sicherlich schon einmal ausprobiert. Wenn wir annehmen, das Brennglas habe eine Fläche von 30 cm² und der Brennpunkt sei 10 mm² groß, dann hätten wir im Brennpunkt eine Konzentration der einfallenden Strahlung um den Faktor
3.000 mm² / 10 mm² = 300 (in Worten: Dreihundert).
Dieser Faktor 300 gilt aber ausschließlich für den Brennpunkt, wo die Zeitung bei entsprechenden Bedingungen dann ja auch sofort anfängt zu qualmen. Dabei verändert sich aber im Prinzip die durchschnittliche Energiebilanz der gesamten Zeitung nicht, vom Schatten des Handgriffs und des Rahmens der Lupe sowie der haltenden Hand einmal abgesehen. Sehr wohl verändert sich aber die Energiedichte und damit auch die Temperatur der Zeitung im Strahlungsgleichgewicht des Brennpunktes, wie dieses Experiment eindeutig nachweist. Und wenn wir dieses Experiment bei Nacht und gleicher durchschnittlicher globaler Energiebilanz wiederholen, dann qualmt da gar nichts, weil ja schließlich die Sonneneinstrahlung fehlt.
Halten wir hier also noch einmal fest:
Globale Energiebilanz ≠ lokales thermisches Gleichgewicht
Ich hatte ja bereits ausdrücklich darauf hingewiesen, dass meine originären Ausführungen (hier ab Seite 19) zur Fehlberechnung des atmosphärischen Treibhauseffektes aus dem Stefan-Boltzmann-Gesetz selbstverständlich jederzeit wissenschaftlich widerlegt werden können, Zitat:
„…Wenn also wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen würde, dass die Gleichsetzung der Energiebilanz unserer Erde (Fläche einer Kugel) mit der strengen thermischen Gleichgewichtsforderung des Stefan-Boltzmann Gesetzes für die bestrahlte Fläche (Halbkugel) physikalisch korrekt ist, dann bin ich tatsächlich widerlegt…“
Ich zweifle also die durchschnittliche globale Energiebilanz der Erde in keiner Weise an, aber daraus lässt sich m. E. die Schwarzkörpertemperatur der Erde nicht errechnen. Denn ein aktiver Temperatureinfluss der Sonneneinstrahlung kann sich nur auf der Tagseite der Erde entwickeln, während auf der Nachtseite lediglich Abstrahlung erfolgt. Der grundsätzliche physikalische Unterschied zwischen der durchschnittlichen Energiebilanz unserer Erde und der direkten temperaturwirksamen Sonneneinstrahlung auf ihrer Tagseite wird also bei der konventionellen Herleitung der S-B Schwarzkörpertemperatur nicht korrekt abgebildet. Denn wenn man die S-B Schwarzkörpertemperatur aus der globalen Energiebilanz berechnen will, muss man die tatsächliche solare Energiedichte auf der Tagseite halbieren – und rechnet dann aus diesem physikalisch gar nicht existenten Durchschnittswert für die Sonneneinstrahlung mittels eines als Gleichung missbrauchten S-B Gesetzes die Temperatur für ein nicht existierendes Strahlungsgleichgewicht aus der 4. Wurzel dieser global gemittelten Sonneneinstrahlung.
Richtig ist lediglich, dass man über eine solche globale Mittelung die durchschnittliche Gesamtabstrahlung der Erde im Energiegleichgewicht berechnen kann:
(EINSTRAHLUNG = 470 W/m² über 2πR2) =   (ABSTRAHLUNG = 235 W/m² über 4πR2)
Es gibt auf unserer Erde nämlich gar keine durchschnittliche globale Sonneneinstrahlung von 235 W/m², die im Strahlungsgleichgewicht zu einer berechneten Schwarzkörpertemperatur von -19° Celsius führen könnte. Es existiert lediglich die tatsächliche Sonneneinstrahlung auf der Tagseite der Erde mit durchschnittlich 470 W/m², deren atmosphärische Nettowirkung 390 W/m² einer S-B Temperatur von +14,8° Celsius entspricht. Analog zu dem oben ausgeführten Beispiel mit der Lupe und der Zeitung ist hier also klar ersichtlich, dass sich die S-B Gleichgewichtstemperatur der Erde nur auf ihrer direkt von der Sonne bestrahlten Tagseite ausbilden kann.
Anmerkung: Die Differenz zwischen dem hier angegebenen Strahlungswert von 470 W/m² und dem oben angegebenen temperaturwirksamen Nettowert von 390 W/m² für die Atmosphäre besteht in den 80 W/m² IR-Abstrahlung von der Erdoberfläche im sogenannten „atmosphärischen Fenster“ auf der Tagseite, die in der Atmosphäre ohne thermische Wirkung bleiben.
Und wenn Sie es noch genauer wissen wollen:
Mit den Ausführungen von Kiehl & Trenberth (1997) verteilt sich die primäre Sonneneinstrahlung für die Tagseite von netto 470 W/m² auf die Atmosphäre mit (134 W/m²) und die Erdoberfläche mit (336 W/m²); es handelt sich hier also um einen Zweischichtfall. Die 336 W/m² werden dann als IR-Strahlung von der Erdoberfläche zurückgestrahlt, sodass in der Atmosphäre insgesamt (134+336–80=390) W/m² temperaturwirksam werden können. Es ergibt sich in diesem Zweischichtfall also ein Temperaturüberschuss von ca. 10 Grad zugunsten der Atmosphäre, was man auch als „Atmosphäreneffekt“, aber niemals als eigenständigen „Treibhauseffekt“ bezeichnen könnte. Und bevor sich jetzt auf der Kommentarplattform die „Widerleger“ überschlagen, sei hier ausdrücklich auf die unterschiedliche Entropie dieser Strahlungsbeträge hingewiesen; bei den 134 W/m² handelt es sich nämlich um primäre Sonnenstrahlung. Für eine ausführliche Herleitung sei nochmals auf meine originäre Veröffentlichung verwiesen (hier ab Seite 19).
Es ist also keine wirklich gute Idee, die tatsächliche Sonneneinstrahlung auf der Tagseite der Erde über die gesamte Erdoberfläche inklusive der Nachtseite zu mitteln, um dann aus diesem globalen Mittelwert mit dem Stefan-Boltzmann Gesetz als „Rechenvorgabe“ die Gleichgewichtstemperatur der Erde für die einfallende Sonneneinstrahlung zu berechnen.
 




DDR 2.0 – oder wie ich lernte die Energiewende als Erfolgsgeschichte zu sehen!

„Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf“ (hier ein hübsches Video davon, dass sich aber leider nicht einbetten lässt ) hat der späte Honecker noch 1989 frohlockend seinen Bürgern verkündet, als das Ende der DDR schon fest besiegelt war. Was haben wir uns über diesen Naivling gefreut. War er auch Staatschef eines, wie man heute sagen würde, „failed state“, hatte dies aber weder begriffen noch akzeptiert, so hatte er seine Zuversicht, dass der Sozialismus eines Tages siegen würde, doch nie verloren.
Und wir Deppen haben geglaubt, der Mann wüsste nicht wovon er redet. Heute erkennen wir, reichlich spät, eventuell zu spät , dass wir es waren, die nicht wussten, wovon er redet. Honecker meinte nicht unbedingt die DDR, wenn er vom unaufhaltsamen Siegeszug des Sozialismus redete, er meinte den Sozialismus in seiner Reinform, freiwillig praktiziert von einem Staat, dem sich die DDR Bürger kurz nach seiner Rede mit Inbrunst anschlossen. Der Bundesrepublik Deutschland.
Denn wie anders ist zu erklären, dass seinerzeit Kohl´s Mädchen – die ehemalige FDJ Sekretärin für Agitprop und Propaganda [1], dann Umweltministerin, welche der Rio Nachhaltigkeitserklärung zustimmte und heutige Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel – schon 1992 das Stromeinspeisegesetz einführte, mit dem die „Energiewende“ als sozialistisches Element der Planwirtschaft begann. Anschließend wurde sie von der SPD und den Grünen im Jahre 2000 mit dem „Erneuerbare Energiengesetz“ (EEG) drastisch beschleunigt und erweitert, und dann wieder unter Merkels Regie mächtig ausgeweitet, und auf alle Bereiche der Energiewirtschaft ausgedehnt. Und, unter dem Deckmantel des Klimaschutzes, über viele weitere Gesetze und Verordnungen immer weiter ausgeweitet, um schlussendlich die „Dekarbonisierung“ zu erzwingen. Die damit durch die Hintertür eingeführte sozialistische Planwirtschaft erstreckt sich heute auf so gut wie alle Bereiche des täglichen Lebens. Und kaum jemand merkt etwas und nur sehr, sehr wenige tun etwas.
„Wenn der Faschismus wieder kommt, wird er nicht sagen: ich bin der Faschismus, er wird sagen ich bin der Antifaschismus“. In Abwandlung dieses zutreffenden Zitates des italienischen Schriftstellers Ignazio Silone, kann man heute feststellen: „Wenn der Sozialismus wieder kommt, wird er nicht sagen: ich bin der Sozialismus, er wird sagen ich bin der Klimaschutz“.
Womit wir wieder bei Erich Honecker und seiner aus heutiger Sicht bemerkenswerten Weitsicht wären und der großen Transformation, die der Sozialismus, jedoch nur vordergründig, durchlaufen hat.
Halten wir also fest. Der heutige Klimaschützer – besser die heutigen KlimaschützerInnen- sind die SozialistInnen von gestern.

Beispiel gefällig?

Die vierfarbige zwanzigseitige Beilage großer Tageszeitungen, mit dem Titel „Die Energiewende unsere Erfolgsgeschichte“ flatterte unlängst in Millionen Haushalte. Eine Veröffentlichung der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, wie man ganz oben rechts am Rand erkennen kann. Verantwortlich zeichnet Frau Brigitte Zypries, zu der Zeit gerade mal wenige Tage als Ministerin im Amt.

Nun weiß jeder, der mit auch nur einem Funken Sachverstand gesegnet ist, dass die Energiewende gescheitert ist. Gescheitert deswegen, weil man auch als begnadeter Politiker, egal welcher Couleur, selbst als Sozialist, nicht gegen die Naturgesetze gewinnen kann. Sie können weder gebogen noch gebrochen werden. Sie können aber unter sehr hohen Kosten umgangen werde.
Ihr Vorgänger im Amt, das politische Multitalent Siegmar Gabriel[2] hatte dies vor einiger Zeit in einem kurzen Anfall von Wahrheitsliebe auch zugegeben_

  • „Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht.“

  • „Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätzt haben.“

  • „Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.“

 
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer vielleicht die Aufforderung:

„Nun handelt endlich und schafft dieses Monstrum wieder ab.“ !

Das wäre Realpolitik. Die ist aber bei Politikern generell und den Sozialisten insbesondere, äußerst unbeliebt. Ihr Motto heißt daher: Wenn die bisherigen Politik nichts gebracht hat, dann muss es eben mehr davon sein. Und wenn die Realität nicht mitspielt, umso schlechter für die Realität. Und dafür legt die millionenfach verteilte Broschüre „Die Energiewende unsere Erfolgsgeschichte“ beredt Zeugnis ab. Die Wirklichkeit wird geleugnet, dass die Schwarte kracht.

Frei nach dem alten DDR Spruch:„Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen“

Diese schöne Losung aus der DDR 1.0 ist mir immer noch in Erinnerung.
Von ähnlicher Aussagekraft und Wahrheitsgehalt sind die folgenden Sprüche (Kapitelüberschriften) in der DDR 2.0 Broschüre der Bundeswirschaftsministerin:

Nachhaltig und sicher,

Bezahlbar und planbar

Verlässlich und intelligent

Wettbewerbsfähig

Weltweit wegweisend

Als Krönung lesen wir auch darin:

„Die Broschüre bilanziert die bisherigen Erfolge der Energiewende und gibt einen Ausblick auf die bevorstehenden Schritte.“

Also unterziehen wir einige der genannten Losungen einer kurzen Überprüfung

Nachhaltig und sicher

Mit „nachhaltig“ – dem Modewort seit der Rio-Nachhaltigkeitskonferenz 1992- ist gemeint, dass die „Erneuerbaren“ keine (fossilen) Brennstoffe verbrauchen und als gewünschtem Haupteffekt zum Klimaschutz beitragen (sollen). Das trifft zwar in Bezug auf den Verbrauch von Brennstoffen für die Stromerzeugung zu, jedoch werden für Bau, Betrieb, Unterhalt und Rückbau erhebliche Mengen an hoch veredelten Ressourcen benötigt, die, Dank der sehr geringen Energiedichte der Energielieferanten, wie auch der geringen Lebensdauer dieser Anlagen, fallen diese erheblich größer aus, als für die konventionelle Energieerzeugung. Statt Kohle, Öl, Gas und Kernbrennstoff verbrauchen die „Erneuerbaren“an hochveredelten Rohstoffen jeglicher Art daher ein Mehrfaches pro MW installierter Leistung .
Auch die Hoffnung auf Klimaschutz erfüllt sich nicht,

  1. weil das Klima sich nicht um den CO2 Ausstoß schert

und

  1. weil trotz eines Anteils der „Erneuerbaren“ von rd. 32 % an der Bruttostromerzeugung, die CO2 Emissionen für den Stromsektor nahezu unverändert blieben, während sie insgesamt sogar wieder steigen. Doch für den Fall, dass sie doch sinken würden, die Nachbarstaaten dank des Emissionshandels diese Mengen gern zusätzlich in die Luft blasen würden.

Fazit: Diese Behauptung ist eine Nullnummer für Dummies.

Abbildung 1 Trotz eines Anteils 2016 von rd. 32 % der „Erneuerbaren“ an der Bruttostromerzeugung liegt der Anteil von Wind & Sonne bei läppischen 3,1 % des Primärenergieverbrauches. Bei geplantem 100 % „EE“-Anteil müssten die Wind – und Solaranlagen um den Faktor 28 gesteigert werden. Wasserkraft, Biomasse und Geothermie sind ausgereizt. Wollte man das mit Windrädern allein stemmen und legt man die derzeitige installierte Zahl zugrunde, dann kämen wir überschlägig auf gut 700.000 dieser „Kathedralen der Grünen (Bärbel Höhn). Dann kämen auf jeden bundesdeutschen Quadratkilometer 2 Windkraftanlagen.

„sicher“

Was mit „sicher“ gemeint ist, kann dem Kapitel nicht entnommen werden. Eventuell meint die Überschrift:

Das Ende als Wirtschaftsstandort ist sicher !

Denn es wird darin ein Loblied auf die Pariser Klimabeschlüsse und deren erfolgreiche Umsetzung mittels Dekarbonisierung durch die Berliner Regierung gesungen. Und an deren Ende, wenn wir das zulassen, steht mit Sicherheit das Ende des Industriestandortes Deutschland.

Bezahlbar und planbar

Bezahlbar

Unter „bezahlbar“ versteht Frau Zypries, dass die Verbraucher durch das EEG gezwungen werden, die EE kWh mit z.Zt 6.88 ct/kWh + 19 % Mwst = 8,19 ct/kWh über die EEEG Umlage zu finanzieren. Das ist der rd 3 fache Preis eine kWh ab Braunkohle E-Werk und der rd 4 fache Preis dessen, was der EE Strom derzeit an der Börse wert ist. Hinzu kommen noch rd. 1 ct/kWh für den Netzausbau und die rapide ansteigenden Kosten der Stabilisierungsmaßnahmen, die unter dem Begriff Netzentgelt versteckt werden.

„Infolge der Energiewende müssen die Netze massiv aus- und umgebaut werden – allein im Verteilnetz müssen bis zu 50 Milliarden Euro bis 2032 investiert werden. Hinzu kommt: Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Strompreis sind drastisch gestiegen“,

erklärt Stefan Kapferer[3], ein Grüner und Vorsitzender des Energieverbands BDEW.
Summa summarum haben daher die Verbraucher über die Netzbetreiber allein im letzten Jahr rd. 27,5 Mrd € an EEG Umlage, EE Stromwert an die Besitzer von EE Anlagen bezahlt. Insgesamt seit Beginn des EEG sind 201 Mrd € aufgelaufen (Abb. 2a). Und noch schlimmer, auf Grund der 20 jährigen im EEG festgeschriebenen Abnahmegarantie, werden sie für die nächsten 20 Jahre nochmals rd 553 Mrd € (siehe Abb. 2b) aufbringen müssen. Aber nur dann, wenn ab sofort jeglicher Zubau gestoppt würde, sonst wird es jedes Jahr exponentiell mehr.

Abbildung 2a EEG Auszahlungen an „EE“-Besitzer durch die Netzbetreiber blau jährliche Auszahlung. Rot kumuliert, das was wir bisher schon gezahlt haben. Quelle. BMWi Erneuerbare Energien  und eigene Berechnungen für die Jahre nach 2016. Das Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomik (was es nicht alles gibt!) berechnet die Gesamtkosten bis 2025 mit 520 Mrd €.

Auszahlungen p.a, Auszahlungen kumuliert, Zahlungsverpflichtungen


Abbildung 2b: EEG jährliche Auszahlungen, kumulierte Auszahlungen und zukünftige Auszahlungsverpflichtungen der Netzbetreiber an „EE“-Besitzer durch die Netzbetreiber in den Jahren 2000, 2016 und 2022. In Summe hätten wir dann 2022 rd. 0,45 Billionen € an die „EE“ Besitzer gezahlt und noch immer eine knappe Billion zu zahlen. Diese gewaltige Zwangshypothek auf die Zukunft, die jeder von uns zu schultern gezwungen wird, „vergessen“ die meisten Studien in ihre Berechnungen einzubeziehen. Quelle. BMWi Erneuerbare Energien
Einen Ausbaustopp will die Regierung aber nicht. Sie will das Gegenteil. Ist es doch feste Absicht der Regierung und u.a. im Klimaschutzplan 2050 fest geschrieben, den Ausbau sogar noch drastisch zu steigern. Bleibt es dabei, dann müssen wir Verbraucher im Jahr 2022 bereits knapp 50 Mrd € für den EE Strom zahlen, hätten bereits für den Stotterstrom 450 Mrd aufgebracht  und haben zusätzlich eine Hypothek Laufzeit 20 Jahre von 940 Mrd € aufgebrummt bekommen.
Das also versteht eine linke Ministerin unter „bezahlbar“.
Der Begriff ist so schön schwammig irreführend, dass man verstehen kann, warum er der Lieblingsbegriff vieler Politiker ist.

Doch merke: Auch ein Ferrari ist bezahlbar, wenn man das nötige Kleingeld dafür hat.

Um aber die Volksverdummung auf die Spitze zu treiben, brüstet sich die Ministerin im Text damit, dass die Einspeisevergütung für „große Photovoltaikanlagen“ im Laufe der Jahre abgesenkt wurde. Ein Aha Erlebnis für alle diejenigen, die des einfachen Dreisatzes nicht kundig sind.
FakeNews der gröberen Art.

Planbar

Unter planbar versteht Frau Zypris nicht etwa die Planbarkeit der Stromeinspeisung. bei der in jeder Sekunde Angebot und Nachfrage ausgeglichen sein müssen, zumindest in dieser Hinsicht macht sie uns nichts vor, sondern allein die Planbarkeit der Einnahmen, wie sie in Abbildung 2 so klar dargestellt sind. Da werden sämtliche EEG Gewinnler vor Freude juchzen, gibt es doch kein besseres Instrument das Geld auch der ärmsten Verbraucher in die Taschen der EEG Gewinnler umzuverteilen. Und die Mehrheit im Lande findet das auch noch gut! Frau Zypris, der Regierung Merkel und allen Parteien die derzeit im Bundestag sitzen sei Dank.
 

Verlässlich und intelligent

Verlässlich

Schon am Anfang gesteht die Ministerin ein, dass Wind und Sonne den Strom nicht verlässlich erzeugen können. Und weil das auch nicht zu ändern ist, münzt sie die bisherige, noch immer hohe Zuverlässigkeit des Stromsystems, die unsere Energiewirtschaft in guten Jahren und in typisch deutschem Überengineering (so gut wie möglich, statt so gut wie nötig) aufgebaut hatte als ihren Verdienst um. Dabei verschweigt sie die bereits jetzt in schwindelnde Höhen angestiegenen Stabilisierungskosten, welche die Maßnahmen der Netzbetreiber bereits heute erzwingen.

„Im Jahr 2011, vor dem Atomausstieg und dem Boom der erneuerbaren Energien, mussten die Netzbetreiber einmal pro Tag eingreifen. Bis 2016 stiegen die Eingriffe auf 17-mal am Tag an; 6000 Interventionen pro Jahr, mit Kosten von rund 500 Millionen“ [4]


Abbildung 3 Redispatchkosten p.a..Quelle Vortrag Prof. Dr. F. Vahrenholt House of Commons  am 17. Januar 2017
Dass diese Redispatchmaßnahmen nicht ewig einen großen Blackout vermeiden können, ist jedem, der sich ein wenig damit beschäftigt, völlig klar. Es geht nicht mehr um das Ob, sondern allein um das Wann! Und wenn er kommt, dann sind seine Folgen gravierend. Auf 600 Mio € pro Stunde werden die Kosten eines bundesweiten Blackouts von Fachleuten geschätzt. Von den zahllosen Tragödien durch Verkehrsunfälle wg. blinder Ampeln oder Signale, oder der Nichtversorgung allein von 60.000 Dialyse Patienten mal ganz abgesehen. Wer sich ein Bild davon machen möchte, dem sei die Lektüre des Thrillers von Marc Elsberg „Blackout“ anempfohlen. Nichts für schwache Nerven, weil streng an den Ergebnissen einer zeitgleich erstellten Studie im Auftrag des Deutschen Bundestages orientiert. Die Story ist erfunden, die sich entwickelnden Zustände auf Grund der Faktenlage jedoch nicht
 

Intelligent

Stattdessen verlagert die Ministerin das Problem der unvermeidlich zunehmenden Instabilität auf den Verbraucher und schwärmt ihm von „intelligenten“ Stromzählern vor. Die bleiben zwar nach gängiger Intelligenzdefinition dumm wie Brot, auch wenn ein eingebauter Chip es gestattet, den vom Zähler überwachten Stromkreis vom Netz zu trennen oder zuzuschalten.
Über „steuerbare Verbrauchseinrichtungen“ wie es euphemistisch im Text weiter heißt.
D.h im Klartext, dass jede „steuerbare Verbrauchseinrichtung“ und die nötigen Gesetze dafür werden bald folgen, also auch ein ganzer Haushalt, eine Fabrik, eine Geflügelzucht oder ein Altenheim eine „steuerbare Verbrauchseinrichtung“ ist, die je nach anfallender Strommenge zu- oder abgeschaltet werden können.
Unter anderen bereiten die Stadtwerke Bielefeld ihre Kunden gerade auf diese Situation vor. Wie man sehr schön beim wdr nachlesen kann.
 

Wettbewerbsfähig; Weltweit wegweisend

Wettbewerbsfähig

Man muss schon völlig blind, dazu noch dumm oder gar böswillig sein – oder alles zusammen- um den noch immer nicht ganz abgeschlossenen rapiden Niedergang der hochsubventionierten Solarindustrie nicht nur nicht zu sehen, sondern auch noch für die hochsubventionierten „EE“- Industrien den Begriff „wettbewerbsfähig“ zu verwenden.
Jede Subvention lässt sich allerdings von einer noch größeren übertrumpfen. Deswegen gilt, solange die Subventionen weiter auf so hohem Niveau bleiben und sie nicht durch ein anderes Land z.B. China, wie bei der Solarindustrie exemplarisch gezeigt, übertrumpft werden, können diese Industrien hierzulande bestehen.
Aber nicht vergessen: Allein durch die EEG Umlage werden diese Arbeitsplätze mit rd. 100.000 € pro Jahr subventioniert. Jedenfalls dann, wenn man die in der offiziellen Statistikreichlich reichlich enthaltenen Schattenarbeitsplätze hinzuzählt. Nach unseren Erhebungen sind es deutlich weniger Jobs, nämlich max. 80.000! Und dann erhöht sich deren EEG Umlagen-Subvention auf rd. 250.000 €/Job und Jahr.
 

Weltweit wegweisend

Den Schlusspunkt bildet die Behauptung: Die Energiewende sei weltweit wegweisend.
Sie könnte ebenso gut aus dem Zentralorgan der SED dem Neuen Deutschland unseliger DDR Zeiten stammen, verdreht sie doch die Fakten solange, bis sie passen. Festgemacht wird diese Behauptung an einer Statistik der Internationalen Energie Agentur (hier hinter Zahlschranke) in der behauptet wird, dass die Investitionen in Erneuerbare mehr als doppelt so hoch waren wie in fossile Energieträger. Nämlich 288 Mrd $US zu 111 Mrd $ US.
Nun, traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.
Zunächst fällt auf, dass die Investitionen in Kernenergie bei dieser Darstellung außen vor geblieben sind. Mit Kosten von rd. 3500 $US/MW (in China) und 60 KKW in Planung oder Bau mit einer Leistung von ca. 60-70 GW dürfte deren Anteil etwa bei 10 bis 20 % der Gesamtkosten von rd. 227 Mrd $US also ca. 22,7 bis 45,2 Mrd $US liegen. Dies sind den konventionellen Kraftwerksinvestitionen hinzuzuzählen. Damit wären wir bei ca. 140 Mrd. $US
Doch auch bei den Investitionen in Wasserkraft wurde getrickst, denn es wurden nur Kleinanlagen bis max. 50 MW berücksichtigt. Nimmt man diese Kleinanlagen heraus (denn Wasserkraft ist in Deutschland gesättigt, eine Steigerung nicht mehr möglich) bleiben für EE Investitionen rd. 210 Mrd $US übrig.
Insgesamt wurden aber weltweit über 33 GW [5]aus neuen Wasserkraftwerken in 33 Ländern installiert, gegenüber rd. 110 GW in Wind + Solar. Die erscheinen in dieser Statistik aber nicht.
Doch die sind nicht 1:1 mit den kontinuierlich bedarfsgesteuerten konventionellen oder Wasserkraft-Anlagen vergleichbar.
Rechnet man nämlich deren geringen Nutzungsgrad ein, bei Wind ca. 20 %, bei Solar bestenfalls 10-15 %, dann bleiben von den in 2015 hinzugekommenen 110 GW gerade mal 20 GWeff. übrig. (Bei 63 GW Wind und 50 GW PV) [6]. Für stolze 210 Mrd $US.
Der Hauptgrund dafür, dass sich die Investitionen in „Erneuerbare“ trotzdem rechnen ist, dass von 160 Ländern, die diese Stromerzeugung mit Höchstsummen fördern allein 108[7] diesem Strom Vorrang einräumen. Die Renditen der Investoren also staatlich garantiert sind.

Fazit:

Es wird sich lohnen diesen Bericht, in bester planwirtschaftlicher Übererfüllungseuphorie geschrieben, die kommenden Jahre aufzuheben. Es ist ein Zeitzeugnis der Verdummung, der Verblendung und der Hybris, wie man es sonst nur gelegentlich in der Hinterlassenschaft von größenwahnsinnigen Ideologen findet.
Dass er aber gleichzeitig den Gemütszustand einer ganzen Regierung, und ganzer Parlamente, auf regionaler wie Bundesebene zeigt, ist die eigentliche Schreckensbotschaft. Hoffentlich dient er dereinst mal – in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss- als Beleg für kriminelles Regierungshandeln.
Wenn also die Energiewende überhaupt eine Weg weist, dann den in den ökonomischen wie politischen Abgrund.
Und das Ausland sieht es genauso. Nicht ein einziges Land auf der Welt folgt in seiner Konsequenz Deutschland auf seinem Irrweg.
Hatte doch Genossin Zypries ehemaliger Chef, der damalige Wirtschaftsminister Gabriel kurz und bündig aber korrekt festgestellt_

„Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.“

 
[1] http://www.n-tv.de/politik/Nichts-verheimlicht-nicht-alles-erzaehlt-article10631536.html
[2] Siegmar Gabriel in Kassel am 17. 4. 2014 vor Vertretern aus Nordhessen (SMA- Managern, SPD- Spitzen uva…
[3] http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/strom-ratgeber/netzentgelte-und-oekoumlage-strompreise-steigen-zum-jahreswechsel_id_6037816.html
[4] Zitat aus dem Vortrag Deutschlands Energiewende
ein sich anbahnendes Desaster von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt Dieser Vortrag wurde am 17. Januar 2017 im House of Commons, London, gehalten.
[5] chrome-extension://oemmndcbldboiebfnladdacbdfmadadm/https://www.hydropower.org/sites/default/files/publications-docs/2016%20Hydropower%20Status%20Report_1.pdf
[6] Quelle RENEWABLE ENERGY INDICATORS 2015 Seite 19, http://www.ren21.net/wp-content/uploads/2016/06/GSR_2016_Full_Report.pdf
[7] Quelle: Quelle http://www.ren21.net/wp-content/uploads/2015/06/GSR2015_KeyFindings_lowres.pdf S. 7 und 9