Correctiv: Postfaktischer Faktencheck

Das vom berühmt-berüchtigten Multimilliardär George Soros zuletzt mit 100.000 Euro gesponserte Recherche-Netzwerk Correctiv.org, das auch dem deutschen Wahrheitsminister Heiko Maas zuarbeitet, hat vor kurzem einen Satz auf der Homepage der AfD einem so genannten Faktencheck unterzogen. Durchgeführt wurde die Überprüfung von Studierenden des Instituts für Journalistik der TU Dortmund unter Professor Holger Wormer. Anstoß bei den Nachwuchs-Zensoren hatte folgende Feststellung der einzigen deutschen Oppositionspartei erregt:

„Wissenschaftliche Untersuchungen zur langfristigen Entwicklung des Klimas aufgrund menschlicher CO2-Emissionen sind sehr unsicherheitsbehaftet.“

Über den etwas missglückten Stil dieses Satzes möchte ich mich hier nicht auslassen, denn es ist ohnehin klar, was damit gemeint ist.

„Nein. Das Gegenteil ist richtig. Wissenschaftler sind sich mit überwältigender Mehrheit einig: Der Klimawandel ist menschengemacht.“

Diesen Schluss zieht die Correctiv-Autorin Anastasiya Polubotko, eine Studentin von Prof. Wormer, schon bevor sie ein einziges Argument vorgebracht hat. Als Belege für ihre Schlussfolgerung zitiert sie dann die hier schon mehrfach kritisierten einseitigen Literaturauswertungen von John Cook (Australien) und Naomi Oreskes (USA). Die zuletzt genannte Studie fußt ausschließlich auf den Überschriften und Abstracts von knapp 700 wissenschaftlichen Artikeln zur Klima-Thematik in den führenden Wissenschaftsmagazinen Science (USA) und nature (Großbritannien). Polubotko schließt daraus: „Die Studien waren sich zu 100 Prozent einig: Der Mensch ist für den Klimawandel verantwortlich.“ Es konnte aber nachgewiesen werden, dass etliche dieser Publikationen im Detail durchaus Zweifel anmelden und längst nicht zu 100 Prozent die These von der menschlichen Schuld am Klimawandel stützen. Vermutlich haben die wissenschaftlichen Autoren ihre Einschränkungen und Zweifel nicht im Titel ihrer Publikationen mitgeteilt, um überhaupt Chancen zu haben, in die weltweit führenden Wissenschaftsjournale aufgenommen zu werden. Naomi Oreskes hat mit ihrer Studie, genau besehen, nicht bewiesen, dass sich die führenden Klimaforscher zu 100 Prozent einig sind, sondern, dass es auf diesem Forschungsgebiet eine Tendenz zur politischen Gleichschaltung gibt.

Physisch fühlbar ist nur das ständig wechselnde und regional sehr unterschiedliche Wetter. Der Klimawandel ist, wie die Bezeichnung schon andeutet, keine mit den fünf Sinnen unmittelbar beobachtbare beziehungsweise mit Instrumenten messbare, sondern eine statistische Größe, die auf der Auswertung sehr vieler Temperatur- und Niederschlags-Messwerte über einen längeren Zeitraum (in der Praxis 30 Jahre) beruht beziehungsweise beruhen sollte. Da kommt es darauf an, welche statistischen Verfahren angewandt werden, um verschiedene Messwerte oder Indikatoren zu vergleichen und zu bewerten. Die Auswertung von Statistiken führt nicht geradewegs zur kausalen Erklärung von Zusammenhängen, sondern zu mehr oder weniger guten Korrelationen zwischen in Erwägung gezogenen Faktoren. Auch wenn dabei so sorgfältig wie möglich gearbeitet wird, bleibt immer ein großer Interpretationsspielraum. (Wenn die Geburtenrate mit der Zahl der Störche korreliert, heißt das noch nicht, dass die Störche die Babys bringen.) Es ist extrem unwahrscheinlich, dass die Wissenschaftler verschiedener Spezialdisziplinen dabei zur selben Schlussfolgerung gelangen. Wenn sich bei einem so komplexen Problem dennoch Tausende von Wissenschaftlern, die dem „Weltklimarat“ IPCC zuarbeiten, einig zeigen, kann das also nur ein Hinweis auf eine bereits erfolgte Gleichschaltung sein.

Was noch schwerwiegender ist: Frau Polubotko erwähnt überhaupt nicht, dass die in der öffentlich finanzierten Klimaforschung überstrapazierten Computermodelle in einem entscheidenden Punkt gar nicht auf durch Beobachtung oder Experiment gewonnenen Daten beruhen, sondern auf der dogmatischen Vorgabe, wonach die Erhöhung der Konzentration des Spurengases Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Erdatmosphäre (von 280 auf 400 von einer Million Luftmolekülen) durch von den Menschen verursachte Verbrennungsabgase in der Hauptsache für die Erderwärmung in den vergangenen 100 Jahren verantwortlich sein soll, und zwar über den dem CO2 zugeschriebenen „Treibhauseffekt“. Danach sollen die CO2-Moleküle durch die vom Erdboden in Form von Infrarotstrahlen (Wärme) reflektierte Sonnenenergie in einen angeregten Zustand versetzt werden und die so gespeicherte Energie nach einer Weile wieder zur Erde zurückstrahlen. Die Erde würde dadurch wärmer als allein durch die Sonnenstrahlen. Dieser gegen Ende des 19. Jahrhunderts vom schwedischen Chemiker Svante Arrhenius postulierte Treibhauseffekt konnte nie experimentell nachgewiesen werden. Im Gegenteil: Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte der amerikanische Strahlenphysiker Robert William Wood mithilfe eines einfachen Experiments nachweisen, dass es diesen Effekt nicht einmal in einem richtigen Gewächshaus gibt.

Die Klimaforscher stützen also ihre Computersimulationen auf eine rein theoretisch abgeleitete „Klimasensivität“ steigender CO2-Konzentrationen, ohne jemals experimentell geklärt zu haben, was CO2 in der Atmosphäre genau tut. So ist es nicht verwunderlich, dass schon die statistische Korrelation zwischen dem CO2-Anstieg und der Temperaturentwicklung der letzten hundert Jahre (0,44 im r2-Test) ziemlich schlecht ist. Offenbar haben sich Politik und Wirtschaft vor allem deshalb auf CO2 als Hauptursache des Klimawandels festgelegt, weil sie damit bei einfachen Menschen Angst und Zahlungsbereitschaft erzeugen können.

Anastasiya Polubotko weist in ihrem angeblichen Fakten-Check selbst darauf hin, dass viele Wirtschaftswissenschaftler wie der Niederländer Richard Tol eine skeptischere Haltung zur Klima-Thematik an den Tag legen als die Mehrheit der so genannten Klimawissenschaftler. Das zeige, dass Wirtschaftswissenschaftler wenig bis nichts vom Klima-Thema verstehen. In Wirklichkeit ist es aber wohl so, dass Ökonomen und insbesondere Ökonometriker mehr von den Tücken statistischer Hochrechnungen verstehen als Spezialisten der Computersimulation und sich deshalb vorsichtig äußern.

Kurz: Dieser am Dortmunder Institut für Journalistik erstellte „Fakten-Check“ ist in Wirklichkeit ein Instrument der Zensur, das in erster Linie dazu dient, berechtigte Zweifel an der offiziellen Erklärung des Klimawandels zu unterdrücken und damit den Fortschritt unvoreingenommener wissenschaftlicher Forschung zu hemmen.




Energiewende in England – Die Briten brauchen keine Kohle

Dazu zitiert SPON die auf ewig ahnungslose Professorin für Volkswirtschaft und „Energieexpertin“ des DIW Berlin Claudia Kemfert, sie darf bei Spiegel Online zu dieser Tartarenmeldung ihren Senf dazu geben:

„Das britische Beispiel zeigt: Die Kohle ist verzichtbar“, sagt Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin Energie, Verkehr und Umwelt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. „Aber die Briten erkaufen sich das mit mehr Erdgas und hohen Subventionen für Atomenergie.“ Ein Komplettumbau hin zu erneuerbaren Energien wäre auch „ökonomisch klüger“, behauptet Kemfert. Regenerative Techniken würden immer wettbewerbsfähiger – wie gerade der Fall EnBW zeige. Der Baden-Württemberger Stromriese will in der Nordsee einen Offshore-Windpark ganz ohne Subventionen bauen

Einer unser Leser hat diese Meldung zum Anlass genommen ein wenig zu rechnen. Dazu benötigt man keine großen Fähigkeiten, sondern nur einen gesunden Menschenverstand und die Kenntnis der Grundrechenarten und die Fähigkeit zu googeln. Bis auf googeln sind erstere offenbar selten geworden. Ohne diese Fähigkeiten kann man hierzulande sogar Professorin für Volkswirtschaftslehre werden, vom Beruf des Journalisten gar nicht erst zu reden.

Hier die Mail unseres Lesers an den Herausgeber eines links-politischen Blogs. Er bat uns seinen Namen nicht zu nennen:

Sehr geehrter Herr ZYX

hier mal eine schöne Meldung für Freunde der Energiewende. “Erstmals seit dem 19. Jahrhundert ist Großbritannien einen Tag lang ganz ohne Kohlestrom ausgekommen.”

Tolle Sache! Die verbrennen da weniger Kohle, dafür Gas und Holz. In den letzten Jahren haben die in ihrem modernstes Kohlekraftwerk Drax die Hälfte der Blöcke auf zerschnitzeltes und pelletiertes Holz umgestellt. Damit produziert Drax jetzt 8 % des britischen Stromes bzw. 20 % des gesamten Stromes aus erneuerbaren Energien. Ab 2017 benötigen die jährlich 7,5 Mio. t Biomasse. Das entspricht 1.200.000 ha Wald (12.000 km²). Die Briten beziehen das Holz überwiegend aus den USA, von wo es mit 50.000 t-Frachtern importiert wird. Rein rechnerisch sind das 150 Seetransporte pro Jahr. Ich nehme an, die erfolgen klimaneutral mit Windjammern.

Die Waldfläche der USA umfasst rund 300 Mio. Hektar. Das zur Hälfte mit Biomasse (Wie schön das klingt: Biomasse!) betriebene britische Kraftwerk könnte also die USA in 250 Jahren entwalden. Geht natürlich nicht, weil der Wald ja nachwachsen kann – kaum so schön, wie er jetzt ist, aber immerhin als Forst. Doch 10 solche Kraftwerke würden die Entwaldung der USA schon in 25 Jahren erledigen können. Und zwar nachhaltig! Wir sind auf einem guten Weg. Wer braucht schon Wald? In Spanien geht’s ja auch ohne und in der Sahara.

Beste Grüße

Ihr

XYZ

Mehr ist eigentlich nicht hinzuzufügen




9. Energie­politischer Dialog der CDU/CSU Bundestags­fraktion wird zum Monolog!

Insgesamt trugen 4 hochkarätige Impulsredner aus der Wirtschaft sowie die Abgeordneten Kauder, Nüßlein, Bareiß, und Bundeskanzlerin Merkel Ihre Ansichten und Ideen zum Thema  Energiewende – Die Energiewende wirtschaftlich gestalten vor.

Update: Frau Merkels Credo, das sie bei Ihrer Rede äußerte:

„Nicht jeder Generation ist es gegeben, solche technischen Umbrüche zu erleben und dabei zu sein, ist schön!“

Abgesehen von dieser, von der Wirklichkeit entrückten, fast schon komischen Einlage der Kanzlerin, waren die Fachvorträge durchweg diskussionswürdig, doch eine Diskussion, ein Dialog mit dem Publikum fand nicht statt. Daraufhin sandte ich dem Veranstalter diese Mail:

Sehr geehrter Herr Bareiß,

der gestrige 9. Energiepolitischer Dialog der CDU/CSU Bundestagsfraktion endete mit einer Enttäuschung. Es war schade um die Zeit.

Vermutlich dank der Terminenge der Bundeskanzlerin kam ein Dialog – wie zuvor sowohl im Titel als auch durch die Moderatorin Frau Plättner versprochen- nicht zustande. Nur zwei kurze Wortmeldungen auf die durchweg interessanten Vorträge der Impulsredner wurden von ihr zugelassen. So wurde es nur ein Monolog- und davon sehr geehrter Herr Bareiß – haben wir nun wirklich genügend.

Fasst man die Inhalte der Impulsreden zusammen, so drehten sich diese ausnahmslos (und wie auf fast allen früheren Energiepolitischer Dialogen auch) über Probleme (neudeutsch: Herausforderungen), die sie ohne die Energiewende nicht hätten. Trotzdem lobten sie diese einhellig und bekannten sich überdies zur Mutter aller Energiewenden (im Klimaschutzplan 2050 „Transformation“ genannt) zur Idee des Klimaschutzes.

Warum das so ist kann ich nur vermuten, denn die Fakten geben das nicht her. Weder, dass das Klima geschützt werden kann, und schon erst recht nicht von Deutschland (Herr Dr. Nüßlein wies zu Recht darauf hin) noch kann die Energieversorgung eines Industrielandes wie Deutschland durch volatile, naturgesetzlich zwangsläufig teure Energieträger sicher gestellt werden. Das wäre nur mit Speichern prinzipiell möglich – wenn auch wg. Überteuerung schon an dieser Stelle unökonomisch- und mit Speichern, die in den benötigten Größenordnungen nicht  mal im Ansatz denkbar sind- völlig unbezahlbar. Jeder ehrliche Ingenieur wird Ihnen das bestätigen.

Gestatten Sie mir noch ein paar Wort zum Klimawandel. Selbst wenn man an die IPCC Hypothese vom Einfluss des CO2 auf die Temperatur der Atmosphäre glaubt, und das taten ja alle impulsredner, und wenn wir in Deutschland den Klimaschutzplan 2050 zu 100 % erfüllen würden, dann würde dies nach den IPCC Rechenregeln irgendwann, sehr viel später, den (hypothetischen) Anstieg der globalen Mitteltemperatur um ganze 2/1000 °C  mindern. Das ist das klare Ergebnis unter Anwendung der IPCC Rechenregeln und Parameter.

In Worten zwei Tausendstel Grad C weniger Anstieg der globalen Mitteltemperatur

In der Realität und trotzdem gleichzeitigen Akzeptanz der Wirkung von CO2 als Klimagas, ist es noch aber sehr viel weniger. Denn diese 2/1000 Grad beruhen auf einer sog. Equlibirum Climate Sensitivity ECS (d.i. die vermutete Temperaturerhöhung bei Verdopplung der Treibhausgas (CO2) Konzentration – also z.B. von 400 ppm auf 800 ppm-) von 3 °C.

Von diesem hohen Wert hat das IPCC (allerdings nur in einer Fußnote in der SPM des 5. Berichtes) seit vier Jahren Abstand genommen. Aktuelle begutachtete Studien schätzen diesen ECS Wert auf nur noch 0,6 bis 1 °C.

Damit wäre dann

  1. Der deutsche Beitrag von 2/1000 ° nochmals um den Faktor 3 bis 5 kleiner 

und

  1. Die gesamten Klimaschutzaktivitäten weltweit völlig unnötig, weil 0,6 bis 1 ° Erhöhung (irgendwann in den kommenden hundert oder mehr Jahren) keinerlei Gefahr darstellt.

Man könnte diese Fakten auch mit HC Andersen so darstellen:

Der Kaiser hat doch gar keine Kleider an.

Das beginnen immer mehr Länder einzusehen. China und Indien haben sich ohnehin keiner Reduzierung ihrer CO2 Emissionen unterworfen. Die USA und Russland steigen aus und Großbritannien beginnt ebenfalls damit. Das sind aus meiner Sicht – acuh für Deutschland- ermutigende Nachrichten. Bleibt zu hoffen, dass auch in der CDU/CSU in dieser Frage eines Tages die Vernunft wieder Einzug hält.

 

Zum Rest der Veranstaltung:

Die von den Rednern zu Recht vorgetragenen Schwierigkeiten existieren also daher nur, weil wir auf Grund amtlich angefachter Panik (s.o.) ein existierendes, hervorragend funktionierendes Stromversorgungssystem, mit einem schlechten, zunehmende Instabilität und extrem hohe Kosten verursachenden zweiten Stromsystem koppeln.

Nimmt man dieses zweite weg (und deswegen braucht auch niemand auf der Welt, den daraus erhofften Technologieschub) dann wäre alles wieder in Ordnung.  Andere Länder folgen deswegen auch dem deutschen Sonderweg nicht.

Die deutschen Verbraucher würden um hunderte von Milliarden entlastet und wir könnten uns den wirklichen Problemen der Welt zuwenden, bevor irreparabler Schaden entstanden ist.

Ich füge noch eine kurze Präsentation bei, welche die wahnsinnigen Kosten des EEG, sowie die geforderten CO2 Emissionsbemühungen und deren „Erfolg“ belegt.

Zum Klimawandel empfehle ich Ihnen dieses kurze (nur 20 Minuten) Video anzuschauen https://youtu.be/aYtpOtM1UGM es fasst den aktuellen Stand der Forschung zusammen.

 

Eine Kopie dieser Mail geht an einige der Redner und an eine Reihe von Experten

mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/

 

Lesen Sie hier was ein weiterer Teilnehmer der Veranstaltung der Elektroingenieur Prof. Dr. Helmut Alt- der als einer von zweien kurz zu Wort kam- daraufhin der Bundeskanzlerin schrieb:

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

sehr geehrte Damen und Herren des 9. Energiepolitischen Dialogs der CDU/CSU im Reichstagsgebäude in Berlin am 24.4.2017,

anknüpfend an die von mir vorgetragene Empfehlung zur Energiewende, mehr Realismus bei den Zielsetzungen zu wagen, möchte ich Ihnen mit den hier beigefügten Anlagen auf der Erfahrungspraxis einer 34 jährigen beruflichen Tätigkeit mit konkreter Handlungsverantwortung im Bereich der seit über 100 Jahren im weltweiten Vergleich sichersten und relativ kostengünstigen Stromversorgung  für unser Land einiges weiterführende zur Begründung meines gestrigen Diskussionsbeitrages  zur Kenntnis geben:

Es ist in einer Wettbewerbsindustrie und insbesondere in der Energiewirtschaft – die das Blut unserer Wirtschaft bereitstellen muss – notwendig, bei der Festlegung der Kraftwerksmixstruktur und der Digitalisierungstiefe auch die Kosten nicht aus den Augen zu verlieren.

Ob wir bei 1 kW Leistungsbereitstellung pro Haushalt (mit der Brille aus dem Übertragungsnetz gesehen), obschon jeder Haushalt die Freiheit hat, bis zu 30 kW dem Netz zu entnehmen, durch digitalen Zugriff auf die Waschmaschinen in den 40 Millionen Haushalten diesen Wert, der sich durch die günstige Gleichzeitigkeit bei der großen Kundenzahl von selbst ergibt, noch verringeren können, scheint mir ausgeschlossen. Es könnte wohl eher viel teurer werden, aber wir haben schon die teuersten Strompreise in Europa.

(40 Millionen Haushalte mal 1 kW/Haushalt macht 40 GW, die weiteren 40 GW sind für die Industrie, macht zusammen rd. 80 GW Jahreshöchstleistung im deutschen Netz!)

In der Stromversorgung besteht wegen der großen Zahl unmittelbar Betroffener die Gefahr, dass man durch steuerungstechnische Eingriffe mitunter die günstige Wahrscheinlichkeitsverteilung bei der großen Zahl der Akteure auch kaputt machen kann, mit dem Ergebnis: „gut gemeint, aber schlecht gemacht“.

Was nicht da ist, geht auch nicht kaputt und muss auch nicht bezahlt werden! Die herstellende Industrie mag das als zweiseitig Betroffene punktuell auch anders sehen.

Ebenso ist jede Vision zur Heranziehung möglicher E-Mobiliät als sinnvoller Beitrag zur Lösung des Stromspeicherproblems, aus der man bei aktiver Netzkupplung der E-Autos an der Ladesäule bestenfalls auf 20 kWh entnehmen könnte, einfach absurd! Denn das ist bereits der maximale Speicherinhalt der meisten E-Auto-Batterien,  der Fahrer muss dann Abends zu Fuß nach Hause gehen. Zur Überbrückung eines wind- und sonnenarmen Tages werden rd. 1,6 TWh = 1.600 GWh = 1.600.000 MWh = 1.600 Millionen kWh benötigt. Entsprechend müssten 80 Millionen E-Autos an ebensovielen Ladesäulen stehen!  Selbst die 1 Million E-Autos sind trotz Subvention bis 2020 nicht erreichbar, dass 80 Millionen davon an Ladesäulen stehen doch wohl erst recht nicht, oder?

Über die Verfügbarkeit von bezahlbaren Stromspeichern Batterieforschungsinstitute zu befragen, birgt die menschlich verständliche Gefahr der zu hohen optimistischen Zukunftsprognose  der eigenen Forschungsobjekte zu Marktfähigkeit inhärent in sich. Beispiele sind die Brennstoffzellentechnologie, das  papierlose Büro, die 100% ige Eigenversorgung mit Strom d.h. Verzicht auf den Netzanschluss, das autonome Autofahren und v.a.m.

Es wäre schön, wenn Sie von der Fraktion aus diese mail unserer verehrten Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, die ja bei meiner Frage, dem glücklichen Zufall geschuldet, den Versammlungsraum betrat und in Ihrer Rede Ihr besonderes Interesse an diesen Fragen bekundete, zur Kenntnis geben könnten. Frau Dr. Merkel hat mir persönlich bereits am 4. Mai 2004, wo ich mit Ihr zusammen bei einer energietechnischen Tagung in der Adenauerstiftung in Berlin sein durfte, für die übergebenen „anschaulichen Unterlagen zur Energiepolitik“ (siehe Anlage ew) gedankt.

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen auch den Gastkommentar von Herrn Dr. Löpfe, CVP Nationalrat und Landammann von Appenzell in der NZZ vom 5.4.2017 gerne ans Herz legen, damit uns in Deutschland ebenfalls wieder Mut zu einer vernünftigen Energiepolitik in der großen Politik angedeihen möge.

 

Ihr Helmut Alt

 




Fahrverbot für Diesel?

So oft, dass sich der baden-württembergische Verkehrsminister Franz Untersteller (der Partei der Grünen angehörend) zu der Drohung veranlasst sah, dass er bei Fortbestehen dieser Situation die Stuttgarter Innenstadt demnächst für ältere Dieselfahrzeuge- ohne blaue Euro 6 Plakette – sperren werde. Nach derzeitigem Stand wären  von den 113.000 Dieselautos in Stuttgart nicht weniger als 93.000 von einem Fahrverbot betroffen! (Unterstellers Chef, der Ministerpräsident Winfried Kretschmann, denkt jedoch wegen der heftigen Reaktionen bereits über eine Rücknahme dieser Ankündigung nach.)

Neben dem Stickoxid stehen auch die Feinstaubemissionen der meist betagten Diesel-PKW am Pranger. Der Dieselruß und die Dieselpartikel sind schon lange ein Feindbild der Lungenärzte und der Beatmungsmediziner. Aber beim Staub gibt es noch viele andere Quellen, beispielsweise den Reifenabrieb aller Autotypen und insbesondere die Holzöfen der Bürger bis hin zu den „Komfort“- Kaminen. Von letzteren soll es in Stuttgart mehr als 20.000 Anlagen geben, welche die Romantikgefühle ihrer Besitzer beflügeln. Weil diese nicht so ohne weiteres zu sanktionieren sind, beschränken sich die Behörden beim Feinstaub vorläufig auf Fahrverbote für die Autobesitzer. Ist einfacher.

Das Stickstoffdioxid: ein altbekanntes Problem

Stickoxide gelangen aus Dieselfahrzeugen vor allem in Form von Stickstoffmonoxid (NO) in die Atmosphäre, wo sie mit Sauerstoff zum giftigen Stickstoffdioxid (NO2) reagieren. Dieses ätzende Reizgas kann Atemnot, Kopfweh und Herzbeschwerden auslösen. Bereits 1999 führte die Europäische Union (EU) dafür Grenzwerte ein, inklusive langer Übergangszeiten. 240 verkehrsnahe Messstellen wurden deshalb in Deutschland eingerichtet. Sie beweisen, dass die Dieselfahrzeuge mit 67 Prozent am gesamten NO2-Austoß beteiligt sind, die Benziner nur mit 4 Prozent. An den Hauptverkehrsstraßen, z. B. am Stuttgarter Neckartor, werden seit fast 20 Jahren die NO2-Grenzwerte drastisch überschritten. Geschehen ist dort seitdem nur wenig.

Inzwischen klagen die Bürger nicht nur verbal, sondern zunehmend vor den zuständigen Verwaltungsgerichten. Das Bayerische Verwaltungsgericht verlangte bis Ende des Jahres 2017 für München von den Behörden entsprechende Fahrverbote, falls andere Maßnahmen nicht wirken. Die Städte stehen vor einem Dilemma: auf der einen Seite gilt das Recht der Bürger auf saubere Luft, auf der anderen Seite gibt es die Ansprüche der modernen mobilen Gesellschaft mit Pendlern, Gewerbe und Besuchern. Die Hauptschuld an dieser Situation trägt jedoch die (hohe) Politik: sie hat die Brüsseler Richtlinien jahrelang praktisch negiert und nicht in entsprechende Gesetze umgewandelt. Gleichermaßen zu kritisieren sind die Autohersteller: sie haben ihre Dieselmotoren technisch nicht gesetzesgemäß ausgestattet. Inzwischen wird eine neue Norm, dargestellt durch die E 6-Plakette, propagiert, mit der jeder Dieselbetreiber sein Fahrzeug angeblich überall gesetzeskonform nutzen kann. Jedenfalls nach den Behauptungen des Verbands der Deutschen Automobilindustrie.

Das wird vom Automobilclub ADAC aber bereits bestritten. Seine Messungen (bei Straßenbetrieb!) beweisen, dass gut ein Drittel der Diesel-PKW, welche mit der bereits seit Jahren bestehenden E 5-Plakette ausgestattet sind, im realen Straßenverkehr besser sind als das schlechteste Drittel der zukünftigen E 6-Norm. Beispiel: der Volvo V 40 mit E 5-Plakette stieß bei ADAC-Messungen 12o Milligramm pro Kilometer aus, der Volvo S 60 mit E 6-Plakette dagegen satte 1167 mg/km! Letzterer dürfte also in Stuttgart das Neckartor durchfahren, der weitaus sauberere V 4o hingegen nicht. Die Experten des ADAC erwarten, dass erst mit der im Straßenverkehr überprüften E 6-Norm die Kunden hinreichend sicher sein können, dass sie ihr neues Fahrzeug überall benutzen dürfen. Diese Dieselkategorie wird jedoch in den meisten Fällen erst im Herbst bei den Händlern stehen.

Fazit: Bis dahin müssen die Dieselnutzer Fahrverbote oder City-Maut (wie in Köln) fürchten. Außerdem droht ihnen auf jedem Fall ein hoher Wertverlust ihres Fahrzeugs beim Wiederverkauf. Das Aussperren von knapp 13 Millionen Diesel-Autos in der City wirkt sich wie eine kalte Enteignung aus. Für die Automobilindustrie ist es gleichzeitig ein gigantisches Konjunkturprogramm.

Das Feinstaubproblem: dem Autofahrer zugeschoben

Eine andere Sau wird seit Jahren mit dem Feinstaubproblem (PM10) durchs Dorf getrieben. Feinste Staubteilchen mit einem Durchmesser bis zu 10 Mikrometer können bis in die Lungenbläschen vordringen. Dort lagern sie sich ab und rufen Entzündungen hervor, bzw. erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt. Noch in den 70er Jahren lagen in Deutschland ganze Regionen unter einer Smog-Wolke, wie heute noch Peking oder Schanghai in China. Hierzulande ist das Feinstaubproblem  inzwischen drastisch gesunken. Das liegt vor allem an den Partikelfiltern, die mit Einführung der E 4-Norm in die Dieselautos eingebaut sind.

Im Stuttgarter Talkessel jedoch, wo sich der Feinstaub bei Inversionswetterlagen sammelt, werden diese Grenzwerte weiterhin alljährlich überschritten. Die Stadtverwaltung setzt nun um, was die Landesregierung unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann Anfang 2017 beschlossen hat: sie verhängt Fahrverbote für alle Diesel-PKW, welche die neueste Abgasnorm E 6 nicht erfüllen. Zehntausende Autofahrer müssen, nach Abschätzungen des ADAC ,vor den Toren der Stadt bleiben. Sogar all jene, die sich noch 2015 einen Neuwagen mit der Norm E 5 zugelegt haben.

Inzwischen ist wohl bekannt, dass Feinstaub nicht nur in KFZ-Motoren, sondern auch in Industrieanlagen, wie Kraftwerken, und vor allem in den kaum zur Gänze überprüfbaren Holzöfen vieler Bürger entstehen. Aber auch durch den Abrieb an Reifen und Bremsen der Autos, wie oben bereits erwähnt. Deshalb hat ein anderer Grüner, der Stuttgarter OB Fritz Kuhn, eine neue Variante der „Schwäbischen Kehrwoche“ angekündigt: spezielle Kehrfahrzeuge durchfahren nun die Stuttgarter Innenstadt und kehren maschinell den dort abgelagerten Feinstaub (samt Dreck) auf. Offensichtlich mit Erfolg, denn der Stadtrat hat bereits eine Ausschreibung zur Beschaffung weiterer Kehrmaschinen veranlasst.

Das Ende des Diesels?

Die anhaltende Diskussion über die Zukunft des Dieselmotors sorgt bereits für sinkende Verkaufszahlen. Die Deutschen kaufen wieder mehr Autos mit Benzinmotoren. Im März sind die Neuzulassungen für Dieselneuwagen um fast 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gefallen. Der Dieselanteil liegt damit nur noch bei 40 Prozent, früher waren es fast 50 %. Die Experten erwarten, dass die Verkaufszahlen für Diesel weiter zurück gehen werden, u. a. wegen der strengen Abgasvorschriften , welche die Fahrzeuge verteuern werden.

Das Problem mit den Millionen alter Dieselmodelle der Abgasnormen E 4 und E 5 wird jedoch bleiben. Ihre Besitzer werden happige Wertverluste erleiden, denn die eventuelle Nachrüstung mit Motoren der Klasse E 6 wäre viel zu teuer. Ein Abgesang auf den Dieselantrieb kommt jedoch noch zu früh: denn noch trägt der Dieselmotor wegen seiner Sparsamkeit viel zur Einhaltung der Grenzwerte beim Kohlendioxid bei.

Einigen Trost findet die verunsicherte Dieselgemeinde einstweilen bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Beim saarländischen Wahlkampf in St. Wendel hat sie den Diesel wie folgt gelobt:
Wenn ihr ein Dieselauto kauft, dann kauft ihr ein Auto, das umweltfreundlich ist. Für den Klimaschutz ist das Dieselauto heute ein genauso gutes Auto, wie es gestern und vorgestern war“

Die Kanzlerin muss es wissen. Sie fährt Diesel – neben Benzinern.




Update zu: Trumps Team – die unterschätzte Macht; eine Lektion für Deutschland“

Auszug aus den Bemerkungen zum Kabinett von Obama:

Sehr auffallend ist, dass Obama zwei politisch wichtige Positionen nicht mit ausgewiesenen Fachleuten, sondern mit Aktivistinnen besetzt hat. In einem Fall (G. McCarthy) verfügte die Amtschefin ausschließlich über Verwaltungserfahrung und wurde als Umwelt-Extremistin angegriffen. Im zweiten Fall (M. Smith) verfügte die Technologieberaterin des Präsidenten ganz offensichtlich gleichfalls nicht über ein breites Wissen und über ausreichende Erfahrungen zu ihrem Aufgabenbereich.

Wie deren Beratung ausgesehen haben mag, kann man sich anhand der Biografie annähernd vorstellen.
An diesen Personalentscheidungen wird deutlich, dass Präsident Obama zu diesen Themen vorgefasste Meinungen hatte, für deren Umsetzung er willfährige Vollstrecker einstellte, die von vornherein seine Meinung teilten und keine Schwierigkeiten machten. Wozu das nötig war, zeigte sich bei der Prüfung der EPA-Aktivitäten und der von dieser Behörde angewendeten Methoden durch Journalisten; insbesondere durch Steven J. Milloy, der die Website „JunkScience.com“ (Müll-Wissenschaft) betreibt und die EPA zwei Dekaden lang beobachtete. Er brachte Ende 2016 ein neues Buch heraus: „Scare Pollution: Why and how to Fix the EPA“, siehe Lit.1. sowie ein Kommentar in Lit.2.

  1. e) Die in den deutschen Medien völlig ausgeblendeten, also redaktionell zensierten Ziele von Barack Obama waren der Grund für seine 8 Jahre andauernde spezielle Nutzung der EPA als Vollzugsinstrument für massive Eingriffe vor allem in die Wirtschaft, die er im Kongress trotz seiner Mehrheit der Demokraten nicht durchbringen konnte.
    Diese Ziele waren:
    Obamas „War on Coal“ (Krieg gegen die Kohle)
    2. Obamas Kampf gegen den angeblich vom Menschen verursachten Klimawandel.Die EPA ist eine extrem mächtige Bundesagentur – ohne den eigentlich zu ihrer Kontrolle nötigen Kabinettsrang. Sie war bereits 1991 auf unglaubliche 16.000 Mitarbeiter angewachsen; ihr Jahresbudget beträgt ebenso unglaubliche 8,3 Milliarden Dollar. Sie benutzt dieses Steuergeld, um „ihre Freunde und Alliierten zu finanzieren, die sich als politische Aktivisten und „politische „ Wissenschaftler erwiesen haben“ und die für die EPA-Pläne die verlangten wissenschaftlichen Begründungen liefern (Lit.1).
    Die EPA nutzt ihre Macht und die bisherige präsidiale Unterstützung, um im Sinne der beiden Obama-Ziele einen politischen Feldzug gegen große Teile der US-Industrie zu führen, der längst nicht mehr allein die Kohleindustrie zum Ziel hat. Die ist schließlich durch diese Umweltagentur schon erfolgreich zerstört worden: Tausende von Jobs gingen in der Kohleindustrie verloren; weitere Zehntausende bei den Zulieferern. Arbeitslosigkeit und Steuereinbußen in den vormals wohlhabenden Kommunen waren die Folge. Jetzt zielt die EPA auf Öl, Erdgas, Produktionen, Wälder, Papier, LKW’s und weitere.

EPA’s wichtigste Waffe ist heute die Angsterzeugung vor Ruß und Feinstaub (in den USA mit PM2,5) bezeichnet, die aufgrund äußerst dubioser „wissenschaftlicher“ Erkenntnisse 570.000 Amerikaner jährlich umbringen.

EPA-geförderte Wissenschaftler haben dazu unethische Menschenversuche (z.B. mit Dieselabgasen an Kindern) durchgeführt, um ihre Horrorprognosen zu stützen. Steve Milloy, der die EPA und ihre Methoden seit 20 Jahren kritisch beobachtet, resümiert: „Ich kenne keine Agentur, die der US-Wirtschaft mehr grundlosen Schaden zugefügt hat, als die EPA – alles auf Grund von Junk Science (Anm.: Bezeichnung für eine ethisch herunter gekommene, unseriöse Gefälligkeits-„Wissenschaft“), wenn nicht sogar durch offenen wissenschaftlichen Betrug“(1)

 

Literatur:
1. Steven J. Milloy: „Scare Pollution: Why and How to Fix the EPA“, 2016, Bench Press, ISBN 978-0-9982597-1-0
2. Julie Kelly : “Meltdown at the EPA”, 31.Jan. 2017;
http://www.nationalreview.com/article/444415/epa-meltdown-reform-junk-science-agency-causes-freakout