Trump und das Klima: Wir sind dann mal weg

Mal wieder wird die ganz große Katastrophensirene aufgedreht. „Die Vereinigten Staaten schaden sich selbst, uns Europäern und allen anderen Völkern der Welt“, teilten mehrere SPD-geführte Bundesministerien in Berlin mit.

Dabei geht es bei der Auseinandersetzung nur vordergründig um das Klima. Dem ist das Pariser Abkommen nämlich vollkommen egal. Es hat sich immer gewandelt, es wandelt sich derzeit und es wird dies auch in Zukunft tun. Doch selbst wenn die Computer-Berechnungen über eine menschengemachte Klimaerwärmung zutreffen, würde es – wenn überhaupt – bis 2100 eine kaum messbare Temperaturdämpfung erreichen. Das Pariser Klimaabkommen ist nüchtern betrachtet eine gewaltige Vergeudung von Zeit und Geld.

Die Aufregung hat im wesentlichen zwei Ursachen: Erstens geht es um viel Geld. Das Abkommen hätte den Entwicklungs-Ländern enorme Ausgleichszahlungen beschert. Das klingt zunächst einmal gut, seit dem Scheitern der Entwicklungshilfe herkömmlicher Art wissen wir aber, dass die Milliarden und Abermilliarden nicht unbedingt in den richtigen Taschen landen. Die Begeisterung von Ländern wie China und Indien für das Pariser Klimaabkommen ist ebenfalls von der Hoffnung auf ökonomische Vorteile geleitet. Während die alten Industriestaaten am besten ganz auf fossile Energien verzichten sollen, dürfen die neuen munter weiter auf Kohle setzen. Im Ergebnis werden die Emissionen und mit ihnen die Arbeitsplätze aus den alten Industrieländern des Westens nach China oder Indien exportiert. So hat es auch Trump formuliert.

Bodenpersonal gegen Raumfahrer, Teil 2

Zweitens geht es wieder einmal um einen inzwischen erbitterten Machtkampf. Und zwar zwischen denen, die sich einer internationalen Funktionärskaste zugehörig fühlen, und jenen, die auf die Souveränität der Nationalstaaten pochen (Trump sprach ausdrücklich davon, die Souveränität über Entscheidungen zurückzugewinnen, die die Amerikaner betreffen). Ein Beitrag hier auf der „Achse des Guten“ beschreibt diese Auseinandersetzung treffend als „neuen Klassenkampf zwischen Bodenpersonal und Raumfahrern„. Ähnlich wie sich in der EU eine demokratisch nicht legitimierte Nomenklatura gebildet hat, jettet inzwischen eine Klima-Funktionärskaste von Gipfel zu Gipfel. Einfluss und Pfründe dieser Kaste werden durch den Ausstieg der USA gefährdet.

Wie immer bei solchen internationalen Institutionen und Verfahren beginnen sie ein Eigenleben. Längst fordert man die Bildung einer neuen UN-Umweltorganisation, die mehr Kompetenzen und auch ein höheres Budget haben soll. Eine neue Mega-Behörde, die viele neue Posten für amtlich bestallte Weltenretter bietet. Es ist eine neue Klasse von Funktionären der supranationalen Organisationen entstanden, die auf endlosen Kettenkonferenzen ihren Einfluss ausdehnt. Niemand hat sie gewählt und sie haben keine Basis, vor der sie sich ernsthaft verantworten müssten. Als Name für die neue Kaste kursiert bereits  der Begriff „Klimatokratie“. Hans Joachim Schellnhuber, Leiter des Potsdam-Institut für Klimafolgen-Forschung und einflussreicher Strippenzieher in Sachen Klimakatastrophe, träumte bereits von einem Elite Zirkel, „bei dem die 100 bis 200 weltbesten Wissenschaftler einige Jahre in einem Kolleg zusammenarbeiten“, und wenn diese die Lage als bedrohlich ansähen, „müssten sie schnellsstmöglich eine neue Weltgesellschaft erfinden“. Diese totalitären Macht-Annmaßungen werden jetzt auf Normalmaß gestutzt.

Eine Zivilisation mit 7,5 Milliarden Menschen beeinflusst das Klima auf vielfache Art. Es gibt selbstverständlich auch einen menschlichen Einfluss. Die natürlichen Einflüsse, die in der Vergangenheit oft abrupte Klimaumschwünge einleiteten, haben jedoch nicht einfach aufgehört zu existieren, nur weil die Dampfmaschine oder das Auto erfunden wurden. Und doch erliegen viele diesem Trugschluss: Das Klima wird in der Öffentlichkeit mittlerweile als ein System wahrgenommen, das durch die Ausschaltung anthropogener Einflüsse in einen sanften Ruhezustand versetzt werden könnte. Das ist natürlich barer Unsinn. Das Klima wird sich so oder so weiterhin verändern – aus welchen Gründen auch immer.

Von den führenden Medien, die den Klima-Katastrophenglauben über Jahrzehnte beförderten, ist keine besonders ausgewogene Berichterstattung in Sachen Pariser Abkommen zu erwarten. Dafür hat man die Welt einfach viel zu lange und zu oft untergehen gelassen. Allerdings nagt das auch an der Glaubwürdigkeit. Vor 25 Jahren, ich war damals Chefredakteur einer Umweltzeitschrift, wusste ich ebenfalls alles noch ganz genau. Und damit war ich in guter Gesellschaft. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ sah ein „ökologisches Hiroshima“ voraus.  Und dessen Ausmaß, da waren  sich die Kollegen von „Die Zeit“ sicher, „könnte allenfalls ein pathologischer Ignorant bezweifeln“. Diese Schlagzeilen meinten allerdings nicht den Klimawandel. Damals waren sich Wissenschaft und Zeitgeist mitsamt meiner Person so gut wie einig, dass große Teile des mitteleuropäischen Waldes unrettbar verloren seien. Der Wald weigerte sich allerdings standhaft, unserer Prognose zu folgen. Heute wissen wir, dass die Wälder zur Zeit der größten Hysterie sogar in der Fläche zunahmen. Der Wald dachte gar nicht daran, zu sterben.

Und wieder sind sich alle einig

Jetzt kippt also das Klima. Und wieder sind sich alle einig. So wird es zumindest behauptet. Stimmt aber nicht. Der treueste Begleiter des Wissenschaftlers ist der Konjunktiv und wer die wissenschaftliche Literatur aufmerksam studiert, wird auf ganze Schwärme davon treffen. Das ist auch normal und gut so. Nicht gut ist die wilde Entschlossenheit von Politikern, Funktionären, Aktivisten und vielen Medien, den Konjunktiv und das Fragezeichen in dieser Sache abzuschaffen. Die drohende Klimakatastrophe wird zu einem Überzeugungs- und Glaubensystem, das gesellschaftlichen Sinn stiften soll.

Eine von Glaubwürdigkeitskrisen geschüttelte Politik hat die Weltrettung zur neuen Utopie erkoren. Der Klimawandel kommt wie gerufen. Die Hypothese von der gefährlichen globalen Erwärmung durch Treibhausgase soll deshalb nicht einmal mehr Hypothese genannt werden dürfen.  Auch dahinter steckt keine finstere Verschwörung, sondern eher so etwas wie eine La-Ola-Welle. Fußballfans und Chaosforscher kennen das Phänomen. In einem System, in dem scheinbar alles durcheinander geht, bildet sich plötzlich eine Ordnung heraus. Wie von Geisterhand entstehen Strömungen, die sich selbst verstärken und schließlich alles dominieren.

Einmal Goethe darf an dieser Stelle sein: „Wenn eine Seite nun besonders hervortritt, sich der Menge bemächtigt und in dem Grade triumphiert, dass die entgegen gesetzte sich in die Enge zurückziehen und für den Augenblick im Stillen verbergen muss, so nennt man jenes Übergewicht den Zeitgeist, der dann auch eine Zeitlang sein Wesen treibt.“  Bedauerlicherweise entsteht dabei viel blinder Aktionismus, der mehr schadet als er nutzt. Immer häufiger gerät der so genannte Klimaschutz in direkten Konflikt mit dem Umweltschutz, etwa wenn Tropenwälder für Biosprit gerodet werden. Geschäftemacher und Ablasshändler profitieren mit obskuren Projekten von der allgemeinen Hysterie. Ich sage nur: Energiewende.

Erfolgskontrolle erst in 100 Jahren

Seit dem Ende des kalten Krieges im Jahre 1989 mangelte es der Politik des Westens zusehends an einer mitreißenden Idee, gleichsam einer neuen Utopie. Und diese glaubte man offenbar gefunden zu haben. Der negativen Utopie der Klimakatastrophe soll mit einer gemeinsamen Anstrengung, nämlich dem Projekt der Weltrettung begegnet werden. Der Soziologe Ulrich Beck bezeichnet die Klimapolitik treffend als eine „Sinnressource für die delegitimierte und von Vertrauensverlust gezeichnete Politik“.  Eine Politik, die nicht in der Lage ist, die Krankenkassenbeiträge zu stabilisieren, gibt nun vor, die Welttemperatur in 100 Jahren um zwei Grad regulieren zu können.

Und das schöne dabei: Man kann mit dem so genannten Klimaschutz alles rechtfertigen, jedes Verbot, jede Steuererhöhung.  Kurz: Man kann die Menschen auf einen Horizont niedriger Erwartungen einstimmen. Also auf etwas, was man ohnehin für geboten hält. Während die Menschen die Stabilisierung der Gesundheitskosten innerhalb einer Wahlperiode überprüfen können, ist eine Erfolgskontrolle beim Klimaschutz – wenn überhaupt – erst in 100 Jahren möglich. Eine beruhigende Aussicht für jeden Politiker, der wieder gewählt werden will.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Die Politik hat die „Klimakatastrophe“ nicht erfunden. Es gibt keine finstere Verschwörung. Die Besorgnis vor einer globalen Erwärmung durch Treibhausgase kam aus der Wissenschaft und hat sich dort über Jahrzehnte entwickelt. Die Politik hat das Thema dann allerdings ziemlich willkürlich unter vielen anderen Besorgnissen der Menschheit herausgegriffen und beutet es nun für ihre Zwecke aus. Und das tut sie schon länger.

Die britischen Wissenschaftler, die Margaret Thatcher vor fast 30 Jahren über ihre Erkenntnisse zum Klimawandel informierten, taten dies aus echter Überzeugung. Dass sie aber nachhaltig Gehör fanden, lag an etwas anderem (die eiserne Lady war ja nicht gerade durch eine grüne Agenda aufgefallen). Thatcher wollte das Land aus der Abhängigkeit von Kohle und Öl, und insbesondere auch aus dem Würgegriff der Bergarbeiter-Gewerkschaft befreien. Der dafür notwendige Ausbau der Kernenergie musste moralisch gerechtfertigt werden – und dafür bot sich die Klimaerwärmung an. Das erzählt ganz freimütig Thatchers ehemaliger Energieminister, Lord Nigel Lawson. Die britische Premierministerin investierte deshalb erhebliche Mittel in die britische Klimaforschung und wurde so zur Mutter der Klima-Großforschung. Die Sorge um das Weltklima ist gewissermaßen „Made in Britain.“

Wenn die Welt gerettet werden muss, duldet dies keinen Widerspruch

Der Begriff „Klimakatastrophe“ ist hingegen „Made in Germany“. Das Copyright gebührt dem Arbeitskreis Energie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, dem vor allem der langfristige Ausbau der Kernenergie am Herzen lag. 1986, im Jahr der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl, trat er mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit: „Um die drohende Klimakatastrophe zu vermeiden, muss bereits jetzt wirkungsvoll damit begonnen werden, die weitere Emission von sogenannten Spurengasen drastisch einzuschränken.“ Die deutschen Physiker prognostizierten einen Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 30 Meter. Der „Spiegel“ platzierte „Die Klimakatastrophe“ auf dem Titel und zeigte dazu einen Kölner Dom, dem das Wasser bis zum Halse stand.

Wie immer, wenn die Welt gerettet werden muss, duldet dies keinen Widerspruch und keinen Aufschub. Es geht meist gar nicht um einzelne wissenschaftliche Fragen, sondern um ein allumspannendes Weltbild, für das ein angeblicher „Konsens“ in Anspruch genommen wird. Der kurze Prozess für Zweifler ist derweil schon Standard. Für Menschen mit dissidenter Meinung bemüht man inzwischen den Ausdruck „Leugner“ – eine bewusste Anspielung auf Holocaust-Leugner. Ganz so als könne man die Leugnung eines Verbrechens, das in der Vergangenheit stattgefunden hat, mit Zweifeln an einer für die Zukunft befürchteten Katastrophe vergleichen.

Für den Sensations-Journalismus ist der Angriff auf die Person und die Präsentation von Schuldigen in jedem Fall höchst willkommen: So lässt sich  das Klimathema skandalisieren. „Alle Skandale weisen totalitäre Züge auf“, so der Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger, „Sie zielen auf die Gleichschaltung aller, weil die öffentliche Abweichung einiger den Machtanspruch der Skandalisierer und ihrer Anhänger in Frage stellen würde.“ Zu diesem Thema wird seit gestern ein neues Kapitel geschrieben.

Übernommen von ACHGUT hier




2/10 °C Absenkung bis zum Jahre 2100…glauben Sie mir ..2/10 Grad!

Wenn alle Nationen ihre Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen erfüllen würden, könnte die globale Mitteltemperatur um 2/10 °C bis zum Jahre 2100 abgesenkt werden. Glauben Sie mir… 2/10 °C,

Zitat aus der historischen Rede von US Präsident Donald Trump vom 1.6.17

Video nicht mehr verfügbar

Historische Rede von US Präsident Donald Trump im Rosengarten des Weißen Hauses gegen 15:30 Ortszeit mit der Begründung dass, und warum die USA aus der Paris Vereinbarung aussteigen.

Kommentar der Redaktion:

Gesunder Menschenverstand gepaart mit der eigentlich selbstverständlichen Verpflichtung eines Staatschefs seiner eigenen Bevölkerung gegenüber.

Sehen Sie hier was Tagesthemen und Heute Journal (hier) aus dieser Rede ihren Zuschauern anbieten und kommentieren,

Video der Tagesthemen vom 1.6.17 mit der Meldung der Trump Rede zum Austritt aus der Pariser Vereinbarung,

Update vom 2.6.17 8:51 Uhr

Trump bezog sich in seiner Rede darauf den einzigen Zweck des Pariser Abkommens, nämlich die Umverteilung zu Lasten der reicheren Länder unter der Regie der UN, zu beenden. Genau das ist das Ziel  der führenden Köpfe der Ideologie vom Klimaschutz. Hier am Beispiel von Prof. Dr. Edenhofer IPCC Vizechef

 

 

 




Die euphorischen Klimawandelmaßnahmen der Bundeskanzlerin und die Hoffnungslosigkeit der Umsetzung in Form der „Deutschen Energiewende“

Unsere Klimakanzlerin wird nicht müde, die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zur Rettung des Weltklimas zu wiederholen, zuletzt auf dem Petersberger Klimadialog in Berlin, der Vorbereitungskonferenz für den Weltklimagipfel, der dieses Jahr in Bonn stattfindet; Gastgeber sind formal die Fidschi-Inseln. Bezahlen tun wir es.
Schon längst hat die Bundesregierung das deutsche Vorgehen zur Klimarettung (weltweites 2°-Ziel) im Rahmen des „Klimaschutzplanes 2050“ klar definiert: „Dekarbonisierung“ (kompletter Abbau des CO2-Ausstoßes) bis 2050 für alle Bereiche: Strom, Verkehr, Industrie, Heizung, Landwirtschaft, etc.
Am Rande sei bemerkt, dass die Klimageschichte der Erde schon CO2-Gehalte über 10% in der Atmosphäre verkraftet hat, ohne zu verglühen. Den jetzigen Gehalt an CO2 von 0,04% durch die vorgesehenen Maßnahmen zu begrenzen, ist auch bei allem Wohlwollen nicht nachvollziehbar. Erwartungsgemäß scheitern die in den letzten Jahren unter Einbeziehung des Einflusses von CO2 aufgestellten Klimamodelle zur Vorhersage der Temperaturen jämmerlich an der Wirklichkeit. Aber wen interessieren in Deutschland zum Thema Klimawandel und Energiewende Fakten?
Für die Stromerzeugung in Deutschland bedeutet der „Klimaschutzplan 2050“ für die sog. Rettung des Weltklimas: Ausschließliche Stromerzeugung über die alternative Energien bis 2050, die Grünen fordern es schon bis 2030 und Beendigung jeglicher Verbrennung von Kohlenstoffträgern wie Kohle, Öl, Erdgas, etc. Die Atomkraftwerke werden bereits 2022 geschlossen sein.
Der „Klimaschutzplan 2050“ der Bundesregierung ist nun genau so wenig durchdacht wie die vermeintliche Wirkung des CO2 auf das Klima – von der planwirtschaftlichen Fehlkonstruktion des EEG abgesehen: die Sonne scheint nämlich nicht immer und – ei der daus  vor allem nachts nicht und auch der Wind will nicht immer.
Dies konnte man im Januar 2017 (16.-26.01.) in Deutschland vernehmen. In diesem Zeitraum – genannt „Dunkelflaute“ – lag die Stromerzeugung über die alternativen Energien erschreckend niedrig. (1,2)
Täglicher Leistungsbedarf im
Winter                                      80 GW in den Tagesspitzen
 
Beitrag alternative Energien
-Wasser                               1,8 GW
-Biomasse                            5,2 GW
-Sonne 0-10 GW; Mittel rd. 2    GW        (installierte Leistung von 41 GW)
-Wind   0-8 GW;  Mittel rd. 4   GW         (installierte Leistung von 50 GW)
-Summe alternative Energien:
Mittel 13   GW
-Summe alternative Energien
bei Wind + Sonne mit 0 GW:   7   GW
 
Bezogen auf die installierten Leistungen eine jämmerliche Nutzung in der„Dunkelflaute“: Sonne im Mittel 0,05%, Wind im Mittel 0,08%. An diesem hoffnungslos niedrigen Beitrag wird sich auch bei einer Aufstockung der erneuerbaren Energien auf 100% wenig ändern.
Es stellt sich bei solchen Nutzungsgraden nicht zuletzt die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Erfordernis von teuren Stromleitungen nach Süden. „Dunkelflauten“ bedeuten bei einem erforderlichen Strombedarf in Deutschland im Winter in der Spitze von 80 GW, dass in dem genannten Zeitraum im Mittel  80-13= 67 GW oder auf nachts bei Windstille bezogen 80-7= 73 GW über konventionelle Kraftwerke beigestellt werden mußten, wobei Reservekraftwerke bis Italien angeworfen wurden (Frankreich war durch anstehende Reparaturen ihrer Kernkraftwerke in einem eigenen Stromengpaß). Adäquate Speichertechnologien in der erforderlichen Größenordnung sind weder jetzt noch in Zukunft zu erwarten, außerdem sind sie nicht bezahlbar (von den z.Z. diskutierten Verfahren hat „Power-to-Gas“ einen Wirkungsgrad von nur etwa 26%, Batterien scheiden aus einsichtigen Gründen bei den in Frage stehenden Strommengen ohnehin aus).
Wir folgen wie die Lemminge einem für ein Industrieland Deutschland beschämenden „Klimaschutzplan 2050“ und hoffen auf einen Heilsbringer in Form eines technisch einwandfreien und bezahlbaren Wunderwerkes – eine Stromspeichererleuchtung – die aber nach den Aussagen der Spezialisten nicht verfügbar sein kann.
Nun haben die Australier geglaubt, sie könnten die oben genannten „Naturgesetze“ (ohne Sonne und Wind kein Strom) überlisten. (3)
Während Deutschland im ersten Quartal 2017 mit einer mittleren Stromerzeugung von 32 % über alternative Energien aufwarten konnte, glaubten die Australier bei gleichzeitiger Stilllegung einer Reihe von Kohlekraftwerken 50 % des Stromes über alternative Energien einstellen zu können. Australien wie ähnliche örtliche Versuche (Pellworm, El Hierro/ Kanarische Inseln, etc.) konnten jedoch die „Naturgesetze“ nicht überlisten und scheiterten kläglich an horrenden Kosten, fehlenden Stromspeichern und ständigen Stromausfällen – ein Albdraum für ein technisiertes Land wie Deutschland.
Tragisch für Australien, dass 50 Kinder, die auf eine Transplantation warteten, nicht überlebten, da der Notstromgenerator nicht schnell genug hochgefahren werden konnte. Die Regierung in Australien reagierte mit einem Notfallplan: ohne Rücksicht auf Kosten müssen teure Gaskraftwerke her (Rückgriff auf Kohlenstoffträger).

Anzahl der Reservekraftwerke bis 2050 bzw. die unvermeidbare Zukunft der zwei Ereugungssysteme  – alternativ und konventionell – unter der Vorraussetzung der Beibehaltung des Klimaschutzplanes 2050

Für den kommenden Winter hat die deutsche Bundesnetzagentur die Netzbetreiber aufgerufen, zusätzliche Kraftwerkskapazitäten in Höhe von 1,6 GW zu sichern (entsprechend 2 große Kohlekraftwerke), womit die Reserveleistung auf 10,4 GW steigt (ein Drittel davon kommt aus dem Ausland!).

Bei einer Wettersituation wie im Januar 2017 müßten dann bereits nach 2022 (Stilllegung der Kernkraftanlagen) 80-13-40 (derzeitige Kapazität der Kohle-und Gaskraftwerke für 2022 angesetzt) = 27 GW über Reservekraftwerke bereitgestellt werden. In 2050 läge dann die erforderliche Zahl der Reservekraftwerke im Sinne der dann vollzogenen „Dekarbonisierung“ bei beträchtlichen 80-13=67 GW (oder gar 80-7=73 GW nachts bei Windstille), wo auch immer diese Zahl herkommen soll bzw. man befindet sich dann unter Beibehaltung des „Klimaschutzplanes 2050“ im Status von zwei Erzeugungssystemen – erneuerbar und konventionell – ein hoffnungsloses Unterfangen mit ungeheueren Kosten.
 

Mit welchen Kraftstoffen sollen die Reservekraftwerke in 2050 betrieben werden?

Diese Reservekraftwerke müßten dann auf Kernkraft oder Kohlenstoffträgern basieren. Bleibt es bei dem Ausstieg aus der Kernkraft (obwohl bei der neuen Generation von Kernkraftanlagen eine Kernschmelze ausscheidet und obwohl der sog. „Atommüll“ mit seinen verbliebenen 97% an Energie in Rußland bereits in Kernkraftanlagen wiederverarbeitet wird anstelle einer 30-jährigen Suche nach einem Endlager) müßte in Ermangelung der Stromspeichererleuchtung die „Dekarbonisierung“ beendet werden, es sei denn, man entschließt sich wieder zur Rückkehr zum Agrarstaat.
Glaubt man ohne jeden Ansatz einer Lösungsmöglichkeit an einen Heilsbringer in Form eines bezahlbaren und technisch machbaren Stromspeichers, so müsste eine Speicherkapazität bis 2050 aufgebaut werden, die eine „Dunkelflaute“ von mindestens 10 Tagen überbrückt.
Der tägliche Leistungsbedarf in Deutschland schwankt im Winter z.Z. zwischen etwa 40 GW (z.B. Weihnachten) und etwa 80 GW. Das entspricht einem täglichen Strombedarf zwischen 960 und 1920 GWh oder bei einem angesetzten jährlichen Stromverbrauch von rd. 600 000 GWh (täglicher durchschnittlicher Leistungsbedarf: 68,5 GW) und der Länge einer Windflaute von 10 Tagen einer zu speichernden Strommenge von 16 440 GWh.
Zur Orientierung:
Das größte deutsche Pumpspeicherwerk Goldisthal hat eine Leistung von 1,05 GW, die 8 Stunden lang geliefert werden kann bzw. 8,4 GWh. Somit wären zur Überbrückung dieser „Dunkelflaute“ von 10 Tagen 1957 Stromspeicher dieser Größe erforderlich – bei der Topographie Deutschlands und dem Bürgerwillen ein hoffnungsloses Unterfangen. (vgl. auch 4)
Nur noch peinlich ist es, dass der vorgesehene Klimaschutz (CO2-Abbau) von den vielen Milliarden Euro für den Ökostromausbau nur wenig profitiert. Die Bundesregierung musste dieser Tage nach Brüssel berichten, dass sie das Ziel der Senkung der CO2-Emmisionen bis 2020 verfehlen wird.
Das Umweltministerium (Frau Hendricks) verlangte deshalb einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur für die Stromerzeugung, definitionsgemäß auch für den Verkehr, Industrie, Heizen, etc., was durch den auch nicht in Ansätzen erkennbaren Sachverstand nur noch sprachlos macht – aber bereits in 2016 war das Wort des Jahres: „postfaktisch“.
Was ist aus dem „Land der Dichter und Denker“ (Madame de Stael) geworden? Das Ausland lacht nur noch.
 
Quellen
 

  1. Schuster, R.: Graphiken Januar 2017
  2. www.vernunftkraft.de: „Energiewende trifft frostige Wirklichkeit“, Januar 2017
  3. Krause, K.P.: „Australien ist mit der Energiewende schon weiter – Stromausfälle über Stromausfälle“; EIKE, 02.05.2017
  4. Beppler, E.: „Energiewende 2014 – ein Debakel“ – wann sind wie viele Stromspeicher zum Gelingen der Energiewende erforderlich; 2015; ISBN 978-3-7386-9418-5

 
 
 
 




Fake-News: Deutsche Medien – Es grünt so grün, wenn Moose in der Antarktischen Halbinsel mal erblühen

Zu Beginn des Mai 2017 ging diese Meldung um die Welt. Es wurde ausführlich berichtet in den Medien (auf deutsch z.B. hier , hier , hier, hier , hier , hier , hierhier , hier ). Die ganze Reihe von sog. Qualitätsmedien reiht sich in diesen sachlichen Unsinn ein. Interessanterweise toppte dasjenige Medium (mit satten 3 °C Erwärmung die letzten 60 Jahre) diesen sachlichen Quatsch, das seinem Anspruch nach am ehesten als zuständig anzusehen wäre – das Spektrum der Wissenschaft. Die Aussage war meist folgende: der Klimawandel  mit den sehr hohen Erwärmungsraten in der Antarktis ergrünt sie durch das gesteigerte Wachstum von Moosen. Aus dem weißen Eis werden grüne Flächen!
Das klingt ja wirklich dramatisch und Grund genug der Sache auf den Grund zu gehen. Immerhin belegt einen NASA Studie von 2015, dass das Antarktis-Eis zu- und nicht abnimmt (hier). Auch die Satellitendaten des folgenden Bildes 1 zeigen für die Antarktis nichts, was solche Meldungen rechtfertigen könnte (hier). Von ungewöhnlich hohen Erwärmungsraten in der Antarktis also keine Spur. Um nicht missverstanden zu werden: Die Arktis erwärmt sich tatsächlich, zwischen Arktis und Antarktis besteht eine „Klimaschaukel“ (Chylek et al., Geophys. Res. Lett. 37, 8, 2010).

Bild 1: Satelliten-Temperaturdaten der Antarktis von 1979 bis heute. Der hier erfasste, relativ große Bereich ist nicht mit den später erwähnten drei lokalen Stationen gleichzusetzen!
 
Wo kommen diese eigenartigen Meldungen also her? Antwort: Alle diese Meldungen beziehen sich auf diese Arbeit. Ein Team um Matthew Amesbury von der Universität von Exeter hat sich die Moose nahe der antarktischen Halbinsel angeschaut. Sie wachsen an wenigen Orten dort, wo genau, zeigt diese Abbildung:

Bild 2: Die Karte des Untersuchungsfeldes mit den Fundorten von Moosen (schwarze/graue Punkte) und den meteorologischen Stationen (weiße Punkte) mit den zugehörigen Temperaturverläufen ergänzt durch die jeweiligen Trends bis 2000. Quelle: Bild aus Amesbury et. al (2017).
 
Die Aussage „Die Antarktis ergrünt“ ist also sehr abenteuerlich. Es handelt sich vielmehr um das Wachstum von Moosen auf vorgelagerten kleinen Inseln. Das war dort schon immer üblich, denn die Wissenschaftler haben einen Stellvertreter (einen Proxy) für die biologisch wirksamen Komponenten Temperatur,  Feuchtigkeit, Sonnenscheindauer, Wildverbiss… seit 1850 ausgewertet. Kernaussage: Seit etwa 1950 wächst das Moos schneller auf den Inseln. Ein naheliegender Grund: die Erwärmung dort. Das zeigen die Trends der Beobachtungen.
Nun wurde die Arbeit im Jahre 2017 veröffentlicht, im Dezember 2016 eingereicht. Es mag verwundern, warum nur die Trends bis 2000 gezeigt sind. Wir begeben uns also auf Spurensuche. Die Temperaturdaten der Stationen können wir leicht finden, eine Website von GISS ermöglicht Zugriff auf die monatlichen Zahlen. Das Nachrechnen ergibt: Die aufgeführten Trends bis 2000 für die Stationen sind identisch mit denen, die unsere Quelle liefert. Wir ermitteln nun die linearen Trends jeweils vom konstanten Startjahr bis zu jedem Jahr ab 2000:
Bild 3: Die Trends der jährlichen Mitteltemperaturen der in Abb. 3 betrachteten Stationen.
 
Die Trends haben um 2000 den höchsten Wert, im Mittel einen Anstieg von 0,66 K/Dekade. In 2016 hat sich dieser auf 0,35 K/ Dekade reduziert. Nur noch 53% Erwärmung? Dabei hält vor allem die Station „Faraday“ den Trend noch hoch. Die Validität dieser Reihe wird inzwischen angezweifelt, wir berichteten unlängst darüber. Wir versuchen es anders. In der Arbeit ist die Vegetationsperiode erwähnt, die geht dort von November bis April. Nur diese Monate können Einflüsse ausüben auf das Wachstum von Moosen.

Abb. 4: Die Temperatur-Mittelwerte der 3 Stationen in der Vegetationsperiode zwischen 1978 ( dem Beginn der kürzesten Reihe “Rothera“) und 2016 sowie eine 20-jährige Glättung mit einem Loess-Filter.
 
Tatsächlich erreichte die Temperatur in diesen Monaten auf der antarktischen Halbinsel (!) – nicht in der gesamten Südpolarzone, s. Bild 1 – um 2000 ein Maximum, mit etwa der gleichen Geschwindigkeit fällt die Kurve seitdem wieder.  Wäre eine solche Darstellung in der Arbeit nicht aussagekräftiger als die Bildchen mit den Jahresmitteltemperatur-Trends  nur bis 2000 gerechnet? Oder wollte man diese Aussagekräftigkeit gerade vermeiden?
Zu ähnlichen Schlüssen kommt übrigens eine aktuelle Studie in „Nature“: sowohl die Erwärmung von 1950 bis 1998 als auch die Abkühlung danach ist schlicht und ergreifend natürliche Variabilität und nicht durch den „Klimawandel“ erzeugt. „Therefore all these studies suggest that the rapid warming on the AP (gemeint ist die antarktische Halbinsel, d. A.) since the 1950s and subsequent cooling since the late-1990s are both within the bounds of the large natural decadal scale climate variability of the region.
Was feststeht: die Untersuchungen des historischen Mooswachstums ergeben, dass sich seit etwa 1950 das Wachstum der Moose verstärkt hat gegenüber den Vorjahren. Das ist auch der wissenschaftliche Kern. Es werden Ursachen diskutiert, die Temperaturentwicklung ist wohl mitbestimmend. Aber auch die Feuchte und lokale Bedingungen gehen ein. Falls die Temperatur alles bestimmen sollte, muss das Wachstum wieder zurückgehen, wie wir nachweisen konnten. Es ist wie bei allen Proxys: es ist auch sehr viel „Rauschen“ dabei, das dann aufgebauscht wird zu einem Trend der eigenen Wahl. Sehen wir uns ein solches Beispiel aus der Studie an:

Abb. 5: Der Gehalt am Kohlenstoffisotop 13C bei den Moosen von der Insel Green Island über die Zeit zwischen 1850 und 2010. Quelle: Bild aus Amesbury et. al (2017).
 
In Abb. 5 finden wir divergierende Feststellungen beim Gehalt an 13C ab etwa 1950, der die allgemeinen Wachstumsbedingungen anzeigen könnte. Die Pointe: beide Fundorte liegen nur wenige hundert Meter auseinander, das Klima kann also nicht schuld sein. Der Fall wird natürlich in der Arbeit erwähnt und dazu ausgeführt, dass Feuchte und lokale Bedingungen eine große Rolle spielen können. Wenn man Aussagen aus Proxys herleiten will, sollte man auch immer die Grenzen der Validität beachten. Und wenn man das tut, kann man nicht ernsthaft texten: „Die Antarktis ergrünt durch den Klimawandel“. Das wäre so als wenn man eine Zunahme von Bränden auf der Kanalinsel Guernsey beobachtet und medial die Headline entsteht: „Europa verbrennt!“.
Auch die Schlüsse auf die Zukunft sind nicht zu begründen. Zukunft können Klimatologen nämlich nur aus Modellen ableiten. Und da sieht es mit der Reproduktion der jüngeren Gegenwart (1978…2016) ganz düster aus: die Halbinsel folgt nur punktuell mit einer Korrelation von 0,5 den Modellaussagen, diese Korrelation wird durch die eine einzige Temperaturreihe der Station Faraday erzeugt. Eine Korrelation von 0,5 sagt: nur 25% der Streuung der Beobachtungen ist durch die Modelle erklärt. Das ist schon ärmlich, jedoch DAS Highlight auf dem südlichen Kontinent. Das Bild (nahezu weiß) dazu ersparen wir Ihnen: die gesamte restliche Antarktis, auch große Teile der Halbinsel,  wird durch die Modelle temperaturtechnisch  nicht valide abgebildet, die Korrelation liegt unter 0,3 – also Rauschen!
Wir haben uns in diesem Blogbeitrag für Sie eine viel zitierte Arbeit angesehen und ihre Kernaussagen sind mit sehr viel Vorsicht zu genießen. Das was bestimmte Medien daraus gemacht haben, verdient nur einen Begriff: Fake News!
Mit einer fragwürdigen Studie, die pikamterweise die letzten 17 Jahre unterschlägt, machen deutsche Medien Fake-News. Die sollen dem angeblich guten Zweck dienen, die Idee der drohenden Klimakatastrophe zu verbreiten. Oder besser, um ein bisschen Angst zu schüren, damit die Leser die verkorkste deutsche Energiewende vielleicht doch besser runterschlucken können.

Nachtrag der EIKE-Redaktion: Eine Bitte an unsere Leser

Beschweren Sie sich bei den Verursachern der in den EIKE-News veröffentlichten Fakes! Weitere Informationen zum Beschwerdeverfahren in EIKE-Beschwerde-Anleitung-Fake_News_19_5_17. Vergessen Sie nicht, bei einer Beschwerde zum Klima-Thema auch den Link unseres Klima-Videos zur Information des Adressaten hinzuzufügen https://youtu.be/aYtpOtM1UGM.

Die Anzahl der Beschwerden macht’s. Wer sich nicht äußert und nicht protestiert, darf sich nicht wundern, wenn er weiterhin desinformiert und letztlich überrollt wird.
Wir freuen uns über Rückmeldungen zu Antworten auf Beschwerden (unter Kontakt auf der EIKE-Hauptseite) und werden diese, falls interessant genug, in den EIKE-News thematisieren und publizieren.
Und natürlich freuen wir uns weiterhin, wenn Leser neue Fakes in Sachen Klima/Energie entdecken und uns davon in Kenntnis setzen – am Besten über „Kontakte“ auf der EIKE-Hauptseite. Wir werden gerne den Entdecker des jeweiligen Fakes nennen, falls er es wünscht. Sie brauchen diesen Wunsch lediglich der Fake-Meldung hinzufügen.




Feinstaub-Diesel-Hype! Keine Verschwörung – es ist Selbstorganisation zur Erreichung identischer Ziele

Alle Medien schrieben vor kurzem über die Pläne Stuttgarts den Betrieb von Diesel-Kfz zu verbieten. Geplant ist dieses Verbot generell für Ballungsgebiete zu erlassen. Einige Journalisten machten sich Gedanken, wohin dieser geplante Bann führen würde. So auch die Zeitung Die Welt. In einem Meinungs-Kommentar dort las man unter der bangen Frage: „Warum wird die Autoindustrie an die Wand gefahren?“ (hier) eine besorgten und kritischen Kommentar. Aber eben nur bezüglich des Dieselverbotes. In anderen Blättern wurde manchmal ähnlich kommentiert.
Gelegentlich nehme ich solche Artikel zum Anlass dem Autor einen Leserbrief zu schreiben. So auch hier. Daraus entspann sich der folgende Mailwechsel, den ich für so interessant halte, dass ich ihn unseren Lesern zur Kenntnis geben möchte. Interessant deshalb, weil aus den Antworten sowohl Einsichtsfähigkeit, als auch Unkenntnis erkennbar ist, welche zwangsläufig zu falschen Schlussfolgerungen führt. Die Anmerkungen und Fußnoten wurden von mir für diesen Beitrag ergänzt.

Meine erste Email (Fehler korrigiert) an Herrn XY lautet so

Lieber Herr XY,
Ihre Erkenntnisse zur Dieselsituation sind tlw. richtig, aber Ihre Fragestellung am Schluss geht m.E.n. am Kern des Problems vorbei.

Anmerkung: Diese Schlussfolgerung lautet so:
Mit der Energiewende haben wir die deutschen Stromkonzerne gegen die Wand gefahren. Mit dem Dieselbashing und Fahrverboten könnten wir die Autoindustrie hinterherschicken. Warum glauben wir, uns das leisten zu können?

Um dieses zu erkennen, genügt es nicht sich auf das jeweilige  aktuelle Problem zu fokussieren, sondern man muss den zeitlichen Bogen weiter spannen. Mindestens 50 Jahre – nämlich, als der immer noch extrem einflussreiche Club of Rome seine unheilvolle Tätigkeit aufnahm. Der stellte schon 1970 in den Mittelpunkt seiner Strategie die folgende Überlegung:

Alexander King- Club of Rome 1970 (2):„Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereint, kamen wir auf die Idee, dass sich dazu die Umweltverschmutzung, die Gefahr globaler Erwärmung, Wasserknappheit, Hunger und dergleichen gut eignen würden…. Alle diese Gefahren werden durch menschliches Eingreifen verursacht…Der wirkliche Feind wäre dann die Menschheit selbst..

Und daraus entwicklelten die vielen NGO´s, z.T. zunächst von den Regierungen gegründet (z.B. von Staatsekretär Hartkopf[1] (hartkopf-Rede 1986 Bad Kissingen Hartkopf II) unter Genscher) später massiv finanziell und mit Sachmitteln kräftig unterstützt, und die sie tragende Politik, die Strategie, die Vorschriften und Grenzwerte in fast allen Bereichen unserer Gesellschaft immer weiter anzuziehen. Das gelang auch sehr gut, weil man besonders die Angst vor all den möglichen (aber nicht  wahrscheinlichen) Folgen schürte. Dank der Entfernung der meisten von Landwirtschaft und Produktion fiel die professionell betriebene Panikmache auf fruchtbaren Boden. Die Saat ging auf.
War es zunächst die „Atomindustrie“, dann die Gentechnik, dann die Chemie im Allgemeinen (ein Totengräber ist das sog. REACH Protokoll), seit einigen Jahren sind es die Energieerzeuger und die Grundstoffindustrie, und nun ist eben die Automobilindustrie mit ihren Zulieferern- das Herzstück der deutschen Wirtschaft- dran.
Wer dahinter eine Verschwörung vermutet springt zu kurz. Es ist eine Selbstorganisation von Interessierten mit unterschiedlichsten, häufig sehr humaner und ehrenwerter Motive , von denen nur deren Führungskräfte wissen, (wenn auch dort bei weitem nicht  alle), wohin die Reise gehen soll. Nämlich zurück in die vermeintliche Wohlfühllaube von Mutter Natur, allerdings mit sehr viel weniger Menschen als heute.
Das Schöne an dieser Strategie ist, dass man bei der Verfolgung dieser Mission sich des Beifalls vieler – insbesondere der Medien- sicher sein kann, dazu noch, wenn man es nicht allzu dumm anstellt, sehr reich werden kann, und außerdem – während der Transitphase – viel Macht gewinnt.
Wenn wir uns dem nicht entschlossen entgegenstellen und statt des Herzens endlich den Verstand einschalten, geht das – solange noch Substanz da ist – immer so weiter.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/
P.S. Könnten Sie nicht mal Ihre Kollegen als Investigativjournalisten bitten, uns Lesern den Nachweis auch nur eines einzigen Feinstaub- oder Dieselopfers zu bringen?

Die Antwort kam 4 Tage später.

Lieber Herr Limburg,
vielen Dank für Ihre Mail.
Das ist gut aufgeschrieben, könnte man so glatt als Leitartikel bringen.
Wird aber kein Medium tun, der Aufschrei wäre riesig.
Ich kenne natürlich Ihren Standpunkt, ich verfolge ja Ihre Veröffentlichungen im Netz.
Einerseits klingt das, was Sie über die Entstehung der NGO’s schreiben vollkommen schlüssig.
Andererseits will es doch das Gros der Menschen in den westlichen Industrieländern so. Die ständige Angst, den Planeten und sich zu vergiften. Immer schön weiter schüren …
Ich denke, da steckt neben berechtigter Sorge eins dahinter: Wir müssten komplett umdenken, wenn wir eine weitere Zersiedelung und dem fortgesetzten Raubbau auf der Erde ein Ende bereiten wollten: Wir müssten aufhören, an ein wirtschaftliches System zu glauben, dass auf ständiges Wachstum fokussiert ist. Wachstum bedeutet, dass wir von allem immer mehr brauchen. Immer mehr Gewinne, immer mehr Waren, immer mehr geförderte Bodenschätze, immer mehr Kunden – und damit immer mehr Menschen. Das ist das Problem.
Zweiter Punkt: alle diese Menschen, die immer mehr werden, wollen immer besser leben. Was eine berechtigte Forderung ist. Die Inder oder Kongolesen wollen genau so viel konsumieren, wie wir. Zu recht. Aber wir müssten uns alle zügeln, uns alle einschränken, damit der Raubbau aufhört. Es reicht nicht, in Berlin-Mitte im Hipster-Café zu sitzen, zwei IPhones und ein Tablet dabei zu haben, die alle Strom brauchen, Kaffee mit geschäumter Milch zu trinken, dann den Lieferdienst fürs Abendbrot anzurufen und zugleich die Verschmutzung der Erde zu beklagen.
Ich bin alles andere als öko, aber in einem bin ich mir sicher: Wir Menschen tun dieser Erde nicht mehr gut, wir räubern sie aus, wir holzen die Wälder nieder, wir versiegeln die Böden, wir errichten immer größere, irre Städte. Das führt zu den Umweltproblemen, die wir haben. Die werden Sie nicht bestreiten, Herr Limburg. Wer ein Mal in LA oder Peking war, der hat den Wahnsinn selbst erlebt. Und das ist von Menschen gemacht, daran kann es keinen Zweifel geben.
Ob das am Ende zum Klimawandel führt? Ich weiß es nicht. Klimaschwankungen hat es immer gegeben. Vermutlich sind wir wieder soweit. Aber wir sollten es durch unser Handeln nicht noch befeuern.
Was meinen Sie??
Mit besten Grüßen, XY
 
So mutig wie ehrlich diese Antwort ist, zeigt sie doch zugleich auf, welche Defizite – nicht nur bei vielen Journalisten, dort aber besonders auffällig- in den Köpfen unserer Journalisten, wie auch anderer Leute die zur Elite zählen, existieren, die dazu führen, dass sie

  1. diese Welt in ihren Zusammenhängen nicht richtig verstehen

und

  1. schon deswegen die falsche Politik betreiben

bzw.

  1. Leuten,, die alles andere als das Wohl der ihnen gläubig anhängenden Mitbürger im Sinne haben, so willig folgen.

 
Um diese Defizite, wenn möglich, ein wenig zu verringern, und weil er mich um Meinung gefragt hatte, entschloss ich mich diesem Journalisten noch eine ausführlicher begründete Email zu schicken.
 
Lieber Herr XY,
zunächst Danke für die Blumen – mit dem Leitartikel- und Ihre ehrliche Einschätzung was Medien stattdessen damit tun würden. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass z.B. manche Medien, nicht nur den Links-Grünen, aktuell oder ehemalig, viel Platz einräumt, sondern auch Leuten wie H.M. Broder oder gar Birgit Kelle.
Die Zeit wird kommen, wo man genau fragen wird, warum habt Ihr das nicht gebracht? Was seid ihr für Journalisten, für Medienmacher? Deshalb sollte man die Hoffnung nicht aufgeben.
Zur Sache selber.
Ich entnehme Ihren Zeilen, dass wir in der Sache nicht weit auseinander sind. Sie stellen zu Recht fest, dass immer mehr Menschen auf dieser Welt genau so leben wollen wie wir und verbinden das zwangsläufig mit Ressourcenraubbau, Waldabholzung etc. etc.  der letztlich das schlimmere Übel darstellt.
Verzeihen Sie bitte, wenn ich  das so offen schreibe, aber da sind Sie – wie der olle Malthus – im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Holzweg.
Warum?
Nun deswegen, weil es nicht der (Roh-)Stoff ist, der darüber entscheidet ob eine Ressource eine Ressource ist, sondern allein der menschliche Geist.
Und daher lebt die Ressourcennutzung von den Sprüngen und Erkenntnissen, die dieser Geist findet bzw. erfindet .
Malthus, oder in moderner Form die Idiotien des Club of Rome und seiner Jünger, ist linear statisches Trenddenken (obwohl dem exponentielles Wachstum zugrunde liegt), und daher so falsch.
Was glauben Sie, haben die ollen Babylonier gedacht, die bereits wussten, dass sie auf reichlich Naphtha saßen?
Fühlten die sich reich?
Oder war es ihnen mehr oder weniger egal, weil sie schlicht andere Sorgen hatten und dieses klebrige Zeug nur für ihre Lampen zu nutzen wussten. Die Wirtschaftswissenschaftler Julian Simon (der, der Lomborg auf die richtige Spur brachte) oder Indur Goklany haben sich darüber, was Ressourcen sind und was sie dazu macht, viele kluge Gedanken gemacht. Sehr empfehlenswerte und auch mutmachende Lektüre
Übrigens hat man gerade vor wenigen Tagen (erneut) qua Satelliten festgestellt, dass die Welt-Waldbestände dramatisch größer sind als bisher angenommen und weiter wachsen.
Aber nicht nur das, gerade und allein der Wohlstand, nicht der Verzicht, ist die einzige Garantie dafür, dass es der Umwelt auch bei 7 bis 10 (oder mehr) Milliarden Menschen nicht nur besser, sondern richtig gut geht.
Diesen unstreitigen Zusammenhang hat wohl als erster Kusnetz festgestellt. Seine Untersuchungen an vielen Volkswirtschaften dieser Erde führten zur bekannten Kusnetzkurve. Die zeigt, dass die Menschen zunächst um zu überleben, an ihrer Umwelt Raubbau betreiben. Die Umweltzerstörung nimmt zu ebenfalls das Prokopf Einkommen. Sobald sie beginnen Überschüsse zu erwirtschaften, flacht der Anstieg der Umweltzerstörung ab, um bei ca. 6500 $US p.a seinen Scheitelpunkt zu erreichen.

Anmerkung Abb. 1 Kusnetzkurve Quelle: http://www.economicshelp.org/blog/14337/environment/environmental-kuznets-curve/
Dann – wenn das Prokopf Einkommen weiter wächst-  nimmt die Umweltzerstörung wieder ab. Bis zur intakten Umwelt, die sich die wohlhabenden Länder dann leisten können.
Der Westen hat diesen Zustand seit einigen Jahrzehnten erreicht (Willi Brand: Blauer Himmel über der Ruhr, Ende der 60 Jahre, UK Clear act Act 1954 oder so), die Schwellenländer sind auf dem besten Weg dahin, lediglich die ganz armen Länder – insbesondere Afrika- hinken z.T. mächtig hinterher.
Die Kusnetz Kurve ist natürlich eine vereinfachte Darstellung, weil es für komplexe Prozesse eben vieler Ursachen und deren z.T gegenseitige Abhängigkeit bedarf. Aber richtig ist sie deswegen trotzdem, egal was Wikipedia behauptet.
Und damit sind wir beim Klimaschutz und der Verweigerung, die dieser darstellt, an billige Energie zu kommen.
In Afrika südlich der Sahara liegt der Stromverbrauch pro Kopf und Jahr bei nur 500 kWh. Das ist soviel, wie die hippen Grünen im Prenzlauer Berg allein für ihre Kühlschränke verbrauchen. Daher ist der Zugang  zu jederzeit verfügbarer billiger Energie- der Schlüssel, wenn auch bei weitem nicht der einzige- zu Wohlstand zu gelangen.
Der Historiker Ian Morris hat diese Tatsache zum Anlass genommen einen Index zu entwickeln der den Zugriff zu (billiger) Energie bewertet um daraus die Entwicklung der Nationen der letzten 15.000 Jahre zu erklären. Sein Buch (ca. 1000 Seiten) „Wer regiert die Welt“  ist äußerst lesenswert und zudem sehr lesbar. Neben dieser Grundvoraussetzung sind natürlich andere Kulturtechniken erforderlich, die sich z.B. in Bildung (bes. der Frauen), sie ist der beste Geburtensenker, der Überwindung von Nepotismus und Korruption als große Menschenfeinde, manifestieren. Aber ohne dass sie Zugang zu billiger Energie haben, der sie von der Fron des täglichen Überlebenskampfes befreit, nützt das alles nichts.
Und deswegen bin ich sehr zuversichtlich, dass in Peking, Shanghai, Mumbai, Kalkutta, Lagos oder L.A. die Menschen genau so clever sind wie wir, solange sie Zugang zum nötigen Kapital und Know How haben. Und beides haben sie, weil beides – anders als pro 50 Jahren bei uns – heute reichlich existiert.
Noch ein Wort zu L.A. Als ich in den 80 er Jahren dort war, sagte man mir, hier können sie die Luft nicht nur riechen sondern auch sehen. Das ist vorbei. Die können ihre Luft genauso sauber halten wie wir.
Übrigens nur 10 bis 20 % des Feinstaubs lassen sich dem KfZ zuordnen (nicht zwangsläufig den KfZ die die Messstelle gerade befahren) der Rest kommt sonst wo her. Und welche Wirkungen der Feinstaub wirklich hat., darüber gibt es nur statistische Phantasiezahlen. Daher meine Bitte doch mal Kollegen zu begeistern das mal genauer zu untersuchen.
Und last but not least: Klimawandel gibt es seit eine Atmosphäre auf dieser Erde existiert, oft mit schnelleren und größeren Sprüngen als wir es die letzten Jahrzehnte erleben. Ein anthropogenes Signal darin lässt sich aber aller milliardenschwerer Forschung zum Trotz nicht finden. Nirgends! Auch nicht in den vielen tausend Seiten der bisher 5 verschiedenen IPCC Berichte. (Von mikroklimatischen Einfassen wie z.B. Stadt-  Land mal abgesehen)
Warum das so ist, wird eine wissenschaftliche Arbeit begründen, an der ich als Co-Autor mitzuarbeiten die Ehre habe. Sie wird in ein bis zwei Wochen vermutlich in London den Medien vorgestellt werden. Deren vorauszusehende Reaktion: (vermutlich) Schweigen.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/
 
Eine Antwort steht bis heute aus.
 

[1] Die Rolle des Dr. Hartkopf

Angeregt durch Frau Mead und ihre Idee, später befeuert durch Märchen des Buches „Die Grenzen des Wachstums“ von Dennis Meadows[1] & Jay Forester und bestärkt durch die Honoratioren des Club of Rome, betrieb er effektiv und fast immer am Parlament vorbei, die Gründung und Unterstützung von Hunderten von Bürgerinitiativen und Umweltgruppen, lenkte Forschungsgelder in Institute und ihm genehme Wissenschafts-betriebe. Nach getaner Arbeit zog er 1986 stolz Bilanz wie Dr. Hug in seinem Buch „Die Angsttrompeter“ so treffend berichtet[1] (Alle Fett gesetzten Texte im folgenden Zitat sind Originalzitate, der Rest – nur kursiv- ist der Text des Autors Dr. Heinz Hug):
Originalton Hartkopf: „Hohe Beamte in wichtigen Ressorts, die das Buch über die „Grenzen des Wachstums“ nicht nur gelesen, sondern auch verstanden hatten, organisierten daraufhin im Vorfeld des Treffens den Teilnehmerkreis so um, dass eine beachtliche Umweltstreitmacht den Wirtschaftsbossen gegenübergestellt wurde.“ Der argumentative Sieg der Verwaltung über die Wirtschaft und die ihr nahe stehenden Politiker war gegen Abend des denkwürdigen Tages eindeutig. Die Wirtschaft hat nie mehr versucht, ein zweites Gymnicher Gespräch zu verlangen.“ und weiter[1]
In Bad Kissingen offenbarte Hartkopf dem Auditorium weitere erstaunliche Details. „Die Umweltverwaltung – die ja zum weit überwiegenden Teil aus Beamten besteht – (setzt) mit langem Atem einen Großteil ihrer Vorstellungen durch, weil sie genau weiß, wann die Zeit gekommen ist, neue Grenzwerte in die politische Entscheidung einzubringen. Eine reine Staatsorganisation könnte auch nicht übermäßige Erfolge vorweisen, weil als Gegner fortschrittlichen Umweltschutzes große finanzkräftige Wirtschaftsorganisationen mit Verbündeten innerhalb und außerhalb der Verwaltungseinheiten vorhanden sind. Zur Organisation des Umweltschutzes und damit zur Unterstützung der Umwelt bedarf es daher einer Lobby, die außerhalb von Verwaltung und Parlament Forderungen für Umweltschutz erhebt und damit in Politik und Medien gehört wird“

Nun folgt das Interessanteste. Hartkopf erklärt, wie Bürger mithilfe hoher Beamter der Ökodressur unterworfen und Bürgerinitiativen mit Steuergeldern (!) produziert wurden. Im Originalton: „Nachdem zu Beginn der eigentlichen bundesdeutschen Umweltpolitik eine solche potente Gegenseite nicht vorhanden war, musste sie geschaffen werden… Es waren vorwiegend Beamte, die den Grundstein für die Arbeitsgemeinschaft für Umweltfragen legten und sie mit Leben und sachlichen Mitteln ausstatteten… Doch die Arbeitsgemeinschaft für Umweltfragen ist kein umweltpolitischer Kampfverband. Weil ein solcher fehlte, musste er eben gebildet werden. Es waren wiederum Beamte, die den Plan vorwärts trieben, örtliche Bürgerinitiativen zu einem Dachverband zusammenzuschließen, und die die Gründungsversammlung und noch einiges finanzierten.“ (Fast ein Staatsstreich!) Was die Beamten mit Steuergeldern aus der Taufe hoben, waren Ökosingsangvereine, wie der „Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz« (BBU), der die bürgerkriegsähnlichen Schlachten um Brokdorf und Gorleben leitete und finanzierte. Nicht zu vergessen: Auch bei der Startbahn West, wo ein Polizist von einem der „kritischen jungen Leutchen“ erschossen wurde, mischte der BBU mit. Hartkop f nennt 1986 in Bad Kissingen auch eine bemerkenswerte Zahl: „Eine Mitgliedschaft von rund vier Millionen Bürgern kann jederzeit mobilisiert werden und bildet daher ein beachtliches Potenzial, an dem die Politik nicht vorbeigehen kann.“ Das muss man sich noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Da schaffen sich Politiker und politische Beamte mit Steuergeldern (!) eine Öko-Sturmabteilung, um auf deren Druck hin der Bevölkerung gutmenschliche Öko-Correctness und später höhere Steuern zu verordnen!