Das ABC von Energiewende und Grünsprech! Hier: Die Glättung

Täglich werden wir mit Begriffen konfrontiert, die im Ergebnis einer als alternativlos gepriesenen Energiewende verwendet werden oder durch sie erst entstanden sind. Wir greifen auch Bezeichnungen auf, die in der allgemeinen Vergrünung in den Alltagsgebrauch überzugehen drohen – in nichtalphabetischer Reihenfolge.

G wie

Glättung, die

Die „Glättung“ ist ein von der Erneuerbaren-Branche gern benutztes Zauberwort. Es soll den Eindruck erwecken, dass durch weiteren, möglichst umfangreichen Zubau von Windkraftanlagen die unvermeidbar volatile Stromeinspeisung vergleichmäßigt werden kann. Über die Jahre gelang es der Lobby, politischen Entscheidungsträgern einzuflüstern, dass man nur den Ausbau weiter treiben müsste, um eine Verstetigung der Lieferungen zu erreichen. Fürs Volk gibt es die Sprüche: „Irgendwo ist immer Wind“ oder dass sich Wind und Sonne ergänzen würden.

Der Bundesrat ging der Lobby offenbar ungeprüft auf den Leim und formuliert:

„Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass der nationale Ausbau der Windenergie an Land auch weiterhin angemessen in ganz Deutschland regional verteilt fortschreiten kann. Eine solche angemessene Verteilung dient der Netzstabilität wie auch der Versorgungssicherheit insgesamt und bietet allen Ländern die Chance, von der Energiewende zu profitieren und ihren unverzichtbaren Beitrag dazu zu leisten, dass das volle Potenzial der Erneuerbaren Energien erschlossen und die damit einhergehenden Nutzen und Lasten der Energiewende angemessen verteilt werden können.“

Gewinne zu steigern und Lasten zu verteilen ist das eigentliche Ziel der Sage von der Verstetigung. Der Gesetzgeber entsprach der Forderung des Bunderates und beschloss im EEG 2017 im Paragrafen 36h und der zugehörigen Anlage das „Referenzertragsmodell“ (siehe auch „Dunkelflaute“, S. 134). Neue, vom Windaufkommen her uninteressante Flächen sollen für Investitionen in Windkraftanlagen reif gemacht werden, um der Branche den Absatz zu sichern. Im Norden sind die Flächen knapp, der Strom kann immer schlechter abtransportiert werden und das Volk wird mürrisch im Schatten der Rotoren. So geht man mit erhöhter Vergütung weiter in den Süden und lässt dort Geld drucken. Folge dieser Politik: Immer weniger Stromertrag pro installierter Leistung und damit volkswirtschaftlicher Schaden, indem weniger effektiv erzeugter Strom von der Kundengemeinschaft bezahlt  werden muss.

Das Mäntelchen der dadurch erreichten angeblichen Glättung des Windstroms über die ganze Republik ist zu dünn, um nicht die Realitäten durchblicken zu lassen.

Frische Brise

Die Offshore-Windenergie ist im Kommen. Als Vattenfall und andere 2011 den ersten Offshore-Windpark Alpha-Ventus (60 Megawatt) in die Nordsee pflanzten, ging das Unternehmen von einer „grundlastnahen“ Stromerzeugung aus. Gut, damals gab es noch keine Betriebserfahrungen und gesicherte Messreihen.

Sechs Jahre später ist man klüger, aber kaum jemand spricht darüber. Auch der Seewind glättet nicht, wie wir hier sehen:

Er weht sogar ziemlich exakt in der gleichen Weise wie der Wind an Land. Der Unterschied besteht darin, dass der Seewind kräftiger weht und daher die Volllaststunden der Anlagen auf See höher sind (ca. 3.800 Stunden pro Jahr) gegenüber Anlagen an Land (ca. 2.200 Stunden pro Jahr in Schleswig-Holstein, 1.000 in Bayern). Stunden und Tage mit Schwachwind und Flaute gibt es aber auch hier. Trotz einer Fast-Verdopplung der installierten Windleistung seit 2010 auf 50.019 Megawatt im Jahr 2016 liegen die Leistungsminima unverändert im sehr niedrigen Bereich:

2010: 117 MW
2011:   86 MW
2012: 115 MW
2013: 118 MW
2014:   24 MW
2015: 105 MW
2016: 141 MW

Wenn die Maxima auf Grund des Zubaus steigen, die Minima aber nicht, ist dies das Gegenteil einer Glättung. Eine Steigerung der volatilen Einspeisung verringert nicht die Schwankungsbreite. Dies ist auch durch die mathematische Statistik nachweisbar, wie Interessenten hier nachlesen können.

Im folgenden Bild ist gut zu erkennen, dass eine stark steigende installierte Leistung von Windkraftanlagen nicht die entsprechenden Anstiege der Maximal-, weniger noch der Durchschnittsleistung nach sich zieht. Und eben keinen Anstieg der Minimallast.

Wissenschaft und Politik

Die Thinktanks der Erneuerbaren wie Agora oder das IWES (Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik) ignorieren nach Möglichkeit die gemessenen Realitäten, denn sie haben ein politisches Ziel ihrer Auftraggeber umzusetzen. Worin dieses besteht, beschrieb Frank Drieschner in der ZEIT: „Rund um die Erneuerbaren-Energien-Branche ist ein regelrechter politisch-ökonomischer Komplex herangewachsen  . . .  Alle Akteure in diesem Komplex verbindet ein Interesse: Probleme der Energiewende müssen lösbar erscheinen, damit die Wind- und die Sonnenbranche weiter subventioniert werden.“

Dennoch kommt IWES sie nicht umhin, einzugestehen,  „ . . . dass es generell eine große Korrelation der Windstromeinspeisung in ganz Deutschland gibt. Tendenziell lässt sich sagen, dass es Wochen gibt, in denen in allen Teilen Deutschlands viel Wind weht, wie auch Wochen, in denen die Einspeisung in allen Teilen Deutschlands gering ist.“

Aber nicht nur das. Das folgende Bild zeigt die Windstromproduktion in 14 europäischen Ländern, auch hier gehen die Schwankungen weitgehend synchron.

Verläufe, die zu einer Sockelbildung – und damit zu einer Grundlastabsicherung – führen würden, sind beim besten Willen nicht zu erkennen.

Auch die angeführte Glättung der gesamten Windeinspeisung durch den vermehrten Einsatz von Schwachwindanlagen tritt nicht ein. Statistisch laufen fast alle Windkraftanlagen zeitanteilig am häufigsten im Schwachlastbereich, hier als Beispiel der Monat Mai 2017:

[Quelle: Rolf Schuster]

Knapp 88 Prozent der Betriebsstunden verbrachten Windkraftanlagen in Deutschland in diesem Monat im Leistungsbereich unterhalb 30 Prozent. Dabei unterscheiden sich die Kennlinien von Schwach- und Starkwindanlagen kaum.

Die sicher zur Verfügung stehende elektrische Leistung aus Windkraftanlagen ist unwesentlich größer als null. Dass eine Glättung selbst über Jahreszeiträume nicht eintritt, zeigt die Windstromproduktion des Jahres 2016, die trotz eines Zubaus an installierter Leistung von 4.970 Megawatt deutlich unter der von 2015 lag (77,4 zu 79,2 Terawattstunden). Der Wettergott ist kein Grüner.

Öko-Grundlast nicht in Sicht

Fazit: Da die Minima auch bei weiterem Ausbau von Wind- und Sonnenkraft nur kurz über null bleiben, die Maxima jedoch steigen, wird die durch Konventionelle als Backup vorzuhaltende Leistung mit weiterem Zubau an Windkraftanlagen größer, nicht kleiner. Die Regelkapazität könnte reduziert werden durch afrikanische Windparks (DESERTEC lässt grüßen,  siehe „Dunkelflaute“, S.53) und ein europäisch dicht ausgebautes Supergrid bis hinter den Ural, dessen Kosten astronomische Höhen erreichen würde. Die Bürgerinitiativen der Trassengegner wären noch vor dem ersten Spatenstich gegründet, von regionalpolitischen Widerständen ganz zu schweigen.

Da die Wind- wie die Sonnenenergie zu einem stark fluktuierenden Einspeiseprofil führen, dessen Prognosen immer mit Unsicherheiten behaftet bleiben werden, sind sie nicht in der Lage, Versorgungsaufgaben zu erfüllen. Sollten sie durch ausreichend große Speicherkapazitäten dazu in die Lage versetzt werden, würden die Speicherkosten natürlich bilanziell diesen Erzeugungstechnologien zuzuschlagen sein.

Nennenswert große Stromspeicher existieren kaum und auch in den nächsten Jahren können absehbar keine eingesetzt werden. Damit stellen die konventionellen Erzeuger die nötige und immer stärker schwankende Residuallast bereit, die ergänzend für das Gleichgewicht von Erzeugung und Verbrauch nötig ist. Nur sie können den Wind- und Sonnenstrom noch glätten.

Der Beitrag erschien zuerst auf Tichys Einblick hier




Was Sie schon immer über die Energiewende wissen wollten! Teil 2

Die Fortsetzung des aufklärenden Gespräches über die Energiewende. (Teil 2)

Teil 2 des Videos über die Energiewende, deren maßlose Kosten und verheerenden Folgen

Unsere Videos bieten Ihnen die Informationen, die in ARD und ZDF niemals gebracht wurden und wohl auch nicht gebracht werden dürfen ( nicht ohne Grund hört man inzwischen schon solche Bezeichnungen wie ARD = Amtlicher-Regierungsdemagogie-Dienst oder ZDF = Zensiertes-Deutsches-Fernsehen ). Wollen Sie daher weiter in grüner Dauerberieselung verharren oder sich besser doch einmal unabhängig informieren? Noch haben Sie in unserem Lande eine Wahl, nach dem September nicht mehr.
Heute sieht man nur noch junge Leute in der Straßenbahn, die während der ganzen Fahrt, ohne die Welt um sich herum wahrzunehmen, auf ihr Smartphone starren, tippen, ziehen, spielen und chatten. Erst beim aussteigen merken sie dann erstaunt, dass es draußen zu regnen anfing. Wir hoffen, dass es trotz dieser Mode-Erscheinung immer noch ausreichend viele Zeitgenossen gibt, die sich ernsthaft zu informieren wünschen und dafür auch bereit sind, ein wenig Konzentration und Zeit mitzubringen. Sollte dies nicht mehr gelten, können wir auch nicht mehr weiterhelfen. Smartphone-Süchtige dürfen sie dann aber nicht wundern, wenn sie plötzlich in einer Ökodiktatur anstatt in einem normalem Landregen aufwachen. Es gibt aber auch eine „gute Nachricht“: Smartphones sind wertvolle Hilfsmittel wenn man sie sinnvoll nutzt – so kann man zum Beispiel EIKE mit ihnen lesen und sich auch die hier vorgestellten Videos ansehen.




Was Sie schon immer über die Energiewende wissen wollten | Teil 1

Die Energiewende basiert auf Wunderglauben und falsch verstandener Physik. Diese Video räumt mit allerlei Fehl- und Vorurteilen auf und stellt die realen Maßstäbe wieder her.

Video Teil I zur Schwächen und Kosten der Energiewende
Bei den Energiewende-Youtubes mit dem Titel „Was Sie schon immer über die Energiewende wissen wollten“ war es dagegen möglich mit 2 Folgen auszukommen. Aus den bisherigen Rückmeldungen von Zuschauern wissen wir, dass unsere Videos als ausgesprochen unterhaltsam beurteilt werden. Wir wissen aber auch, dass sie eine gewisse Portion Mitdenken erfordern. Anders sind komplexere Sachverhalte nicht zu verstehen. Die Bereitschaft zuzuhören und mitzudenken ist unabdingbar.
Sie sollten, falls Sie ein wenig Zeit mitbringen, die inhaltlichen Aussagen der Videos selber überprüfen. Dies regt das eigene Recherchieren im Internet an und führt mit der Zeit dazu, dass man zu unterscheiden lernt was ordentliche Information und was fragwürdig ist. Unsere Absicht ist zu informieren und Ihnen das eigene Urteilen zu überlassen. Betreutes Denken, Meinungs- an Stelle von Faktenvermittelung, Verdrehung oder gar Verschweigen von maßgebender Information („Lückenpresse“), wie dies alles heute konsequent vom deutschen Fernsehen und Radio geübt wird, ist nicht unsere Sache.

 




Dekar­bonisierung – ein wahrhaft menschen­feindliches Konzept

 

Unter dem Beifall von WWF und European Climate Foundation verkündete Kanzlerin Merkel schon beim G7 Gipfel 2015 auf Schloß Elmau: „ Wir wissen, dass wir im Laufe des Jahrhunderts eine Dekarbonisierung brauchen“ und ihr Berater Schellnhuber vom WBGU ( Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltveränderungen) ließ am 15.3. dieses Jahres bei einem Interview in der Deutschen Welle wissen, was das im Klartext bedeutet. Er sagte dort:

„…… Es ist ziemlich umwerfend – zum Beispiel bis 2030 müssen wir den Verbrennungsmotor auslaufen lassen. Und wir müssen den Einsatz von Kohle zur Stromerzeugung komplett ausschalten. Bis 2040 müssen wir wahrscheinlich Beton und Stahl für den Bau durch Holz, Ton und Stein ersetzen….Und tun wir das nicht…. Es wäre das Ende der Welt, wie wir es wissen, und ich habe alle Beweise….“

In der Tat umwerfend, wie nun das Rad der Geschichte zurückgedreht werden soll wenn es nach Merkels Berater ginge.

Da WBGU und EU in den letzten Jahrzehnten in Sachen Klima Hand in Hand agierten, müssen wir davon ausgehen, dass der gestaltende Staat auch für Europa Lehmhütten und Kerzenschein anzuvisieren scheint, verbunden mit einer daraus resultierenden Bevölkerungsreduktion.

Wer denkt sich das aus? In vielen Teilen der Welt wünscht man nichts sehnlicher als den Fortschritt, für den auch Europäer in den vergangenen Jahrhunderten kämpften. Inzwischen brüsten sich Politiker damit, genau diesen Fortschritt so schnell wie möglich abschaffen zu wollen. In dem WBGU-Bericht von 2011 heißt es ausgerechnet in der Zusammenfassung für politische und andere Entscheidungsträger :

„Das Wirtschaftsmodell der vergangenen 250 Jahre mit seinen Regelwerken, Forschungslandschaften, Ausbildungssystemen, gesellschaftlichen Leitbildern sowie Außen-, Sicherheits-, Entwicklungs-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Innovationspolitiken war nahezu alternativlos auf die Nutzung fossiler Energieträger zugeschnitten. Dieses komplexe System muss nun grundlegend umgebaut und auf die Dekarbonisierung der Energiesysteme sowie radikale Energieeffizienzsteigerungen ausgerichtet werden.“

Dank Angela Merkels Logik ist man in Berlin der Meinung, diese Perspektive sei beispielhaft für den Rest der Welt und jeder Zweifel daran sei ganz einfach unwissenschaftlich. Aber wie man jüngst beim G20 Gipfel in Hamburg beobachten konnte, hält der Rest der Welt mehrheitlich gar nichts davon und setzt stattdessen weiterhin auf Kernenergie, Kohle, Stahl und Beton.

Malthus und die Ratten

Zum Glück, kann man sagen. Denn Jeremy Grantham, einer der finanzstarken Öko-Propagandisten gewährt uns einen Einblick in die menschenverachtende Denkart, die sich hinter dem monströsen Begriff „Dekarbonisierung der Weltwirtschaft“ verbirgt. Auf seiner Webseite wirbt er ganz ungeniert schon seit geraumer Zeit mit dem Auszug aus einem seiner Vierterjahresbriefe, der Ausgabe vom April 2011. Lesen Sie selbst, was er dort zum Thema „ Malthus und Kohlenwasserstoffe“ zu sagen hat:

„Malthus’ Schriften von 1798 beschrieben unsere Vergangenheit ganz richtig – die Entwicklung unserer Gattung über Millionen von Jahren.

In den vergangenen ungefähr 150.000 Jahren [schrieb Malthus, Anm. AA] lebte unsere Gattung innerhalb der durch die verfügbaren Nahrungsmittel gesetzten Grenzen. Wenn immer es genug Regen gab, waren Nahrungsmittel ausreichend vorhanden und entsprechend zahlreich auch die Geburten. In trockenen Jahren dagegen war das Bevölkerungswachstum rückläufig. Es scheint sogar der Fall gewesen zu sein, daß unsere Gattung auf diese Weise mindestens einmal, wenn nicht sogar mehrere Male an die Grenze der Überlebensfähigkeit kam. Dieser unausweichliche Zusammenhang zwischen Bevölkerungszahl und Nahrungsmittelversorgung wurde von Malthus beschrieben. Malthus stellte auch fest, daß wir – ob man das nun als gut oder schlecht bewertet, sei dahingestellt – wie die meisten Säugetiere ziemlich fruchtbar sind.

Wenn es in Indien durch die Bambusblüte alle 30 Jahre zu einer gigantischen Verfügbarkeit an Nahrungsmittelprotein kommt, schießt die Rattenpopulation, die offensichtlich in dieser Hinsicht noch fruchtbarer als die Gattung Mensch ist, zu einem Mehrfachen ihrer gewöhnlichen Dimension in die Höhe. Dann, wenn dieses Angebot aufgebraucht ist, schrumpft die Zahl ganz plötzlich wieder, aber nicht, ohne sich einen zähen Überlebenskampf zu liefern, was eine Plünderung alles Eßbaren in den umliegenden Dörfern zur Folge hat.

Die Wirkung der Kohlenwasserstoffe auf uns hat einen ganz ähnlichen Effekt.

Für ein schmales Zeitfenster von 250 Jahren, das heißt, vom Jahr 1800 bis 2050, hat der Gebrauch der Kohlenwasserstoffe (ironischerweise fing das gerade rechtzeitig an, um die Vorhersagen von Malthus als lächerlich pessimistisch erscheinen zu lassen) die Barrieren zu schnellem Bevölkerungswachstum, Reichtum und wissenschaftlichem Fortschritt teilweise beseitigt. Die Weltbevölkerung wird in diesem schmalen Zeitfenster von einer Milliarde auf mindestens acht, wenn nicht sogar elf Milliarden gewachsen sein, und das durchschnittliche Einkommen pro Kopf hat sich in den entwickelten Ländern vielleicht schon verhundertfacht (von 400 Dollar auf 40.000 Dollar im Jahr). Ungefähr.

Wie ich schon vor drei Jahren schrieb, hat sich dieser Wachstumsprozeß mit der Zeit beschleunigt. England, führend auf diesem Weg, verdoppelte seinen Reichtum beispiellos in hundert Jahren. Deutschland, wo es etwas später einsetzte, schaffte es in 80 Jahren, bis es Japan im 20. Jahrhundert sogar in 20 Jahren schaffte, gefolgt von Korea in 15. Aber Japan hatte damals nur 80 Millionen und Südkorea nur 20 Millionen Menschen. Kürzlich fing auch China an (sagen wir, ungefähr vor 21 Jahren, nach dem Ende der japanischen Aufschwungs), mit 1,3 Milliarden Menschen heute, seinen Reichtum alle zehn Jahre (oder sogar weniger) zu verdoppeln. Indien folgte dem bald und jetzt haben 2,5 Milliarden Menschen (2,5 mal so viel wie der ganze Planet zu Malthus’ Zeiten hatte) allein in diesen beiden Ländern das Wachstum ihres Bruttosozialprodukts im letzten Jahr auf 8% gebracht. Das, zusammen mit einem grundsätzlich beschleunigten Wachstum in kleineren Entwicklungsländern, hat die Welt verändert. Nirgends ist der Effekt davon tiefgreifender als in der Nachfrage von Rohstoffen.

Falls ich in meiner Einschätzung richtig liege, wird, wenn die Verfügbarkeit unserer endlichen Ressourcen sinkt, diese kohlenwasserstoffabhängige Weltbevölkerung sich weit oberhalb ihres Erhaltungsniveaus wiederfinden, das heißt, weit oberhalb dessen, was die Erde verkraften kann. Wie wir mit diesem unhaltbaren Nachfrageschwall und nicht nur ,peak oil’, sondern ,peak alles’ umgehen, ist die größte Herausforderung für unsere Gattung. Aber, ob wir sie nun annehmen oder nicht, entlang dieses Weges lassen sich aus dem Thema ,endliche Rohstoffe’ und ,Rohstoffeffizienz’ großartige Gewinne machen und es wäre nur vernünftig, daran teilzuhaben.“1

Dekarbonisierung bedeutet also nichts anderes, als der Weltgemeinschaft ab sofort den Nutzen des Gebrauchs von Kohlenwasserstoffen entziehen zu wollen (unter dem Vorwand einer angeblichen Klimakatastrophe) – wohlwissend, dass damit die Anzahl der Menschen auf das Erhaltungsniveau von vor 1798 zurückgeworfen würde. Dekarbonisierung bedeutet nichts anderes als den unbeschreiblich irren Versuch, den Erfindungsgeist des Menschen, der die nützliche Anwendung der Kohlenwasserstoffe erst ermöglichte, aufzuhalten, einzufrieren oder ungeschehen zu machen und den Menschen auf die fixen Gesetze von Tierpopulationen herabzustufen. Für einige wenige, wie Grantham das eigens für sich ganz trefflich formuliert, ließen sich aus dem daraus entstehenden Überlebenskampf großartige Gewinne erzielen. Bestialisch – oder wie will man das sonst nennen?

Wer ist Jeremy Robert Goltho Grantham?

Der Brite Grantham (CBE, Ritter des Britischen Empire) war 1977 Mitgründer der Investmentmanagement-Firma GMO (Grantham, Mayo & van Otterloo). 1997 erfolgte die Gründung der Grantham Foundation. Jeremy Grantham gehört zu den Leuten, die ihr Leben der Ökoideologie gewidmet haben, die ganz offen sagen, daß sie ihr Geld in die Verbreitung dieser Ideologie stecken – daß er zugleich Aktivist, Propagandist und Finanzier ist.

Durch seine Stiftung entstanden das Grantham Research Institute an der London School of Economics and Political Science (LSE) und das Grantham Research Institute for Climate Change and Environment, dessen Chef der Klimapapst Prof. Lord Nicholas Stern ist und dessen Beraterstab auch den Chef des WBGU beherbergt, CBE Hans Joachim Schellnhuber. Darüber hinaus werden andere Propagandainstitute unterhalten, auch der WWF bekommt etwas ab.

Vom WBGU zur Ökodiktatur

Das Sondergutachten des WBGU für den G20-Gipfel forderte die „vollständige Dekarbonisierung der Weltwirtschaft bis spätestens 2070“. Da dem nicht nur wesentliche Bereiche wie Energieversorgung und Verkehr, sondern alles, selbst die Nahrungsmittelproduktion unterworfen werden sollen, ist von vornherein klar, daß eher früher als später diktatorische Maßnahmen ins Spiel kommen werden, was mit dem sogenannten Klimafahrplan schon längst eingeleitet ist. Verständlich, dass die Autoren dieses Sondergutachtens ihre Worte so wählen, dass zumindest Leichtgläubige sich unter dem „gestaltenden Staat“ oder unter den „Instrumenten transformatorischer Governance“ noch etwas Harmloses vorstellen können. Kennt man jedoch die eigentliche Absicht dieser „Dekarbonisierung der Weltwirtschaft“ und sieht, dass die Autoren dem Traktat die täuschende Überschrift „Transformation zu Entwicklung und Gerechtigkeit“ geben, dann kann man zu keinem anderen Urteil kommen, als dass hier Leute am Werk sind, welche das traurigste demagogische Beispiel deutscher Geschichte noch übertreffen möchten.

Dass die Bundesregierung sich ein Aushängschild wie den WBGU leistet, ist allein schon ein Skandal, kennzeichnet aber auch, wie sich diese Regierung ins Abseits manövriert und nicht mehr wahrnehmen kann, dass die Nationen dieser Welt mit dem modernen Konzept der Neuen Seidenstraße längst auf Entwicklung setzen. Trotz hartnäckigster Versuche wird man die Theorie eines Pfarrer Malthus nicht aus der Mottenkiste zerren können.

Anmerkung:

1. Quelle: Jeremy Grantham, GMO Quaterly Letter April 2011, Übersetzung und Hervorhebung Andrea Andromidas.




Moralischer Bankrott: ARD „Energieexperte“ Jürgen Döschner lügt hemmungslos die „Vergasung von 10.000 Unschuldigen“ herbei!

Bei der ARD rechtfertigt anscheinend der Kampf gegen das Auto jedes Mittel: Im Streit über Abgaswerte im Grenzbereich wird von „Vergasung“ gesprochen. Eine erschreckende Verflechtung von Sender und Solar-Lobby wird deutlich.

Wissen die noch, was sie sagen? Haben die eigentlich noch alle Tassen im Schrank?
Es geht um die Aussage eines in einer öffentlich-rechtlichen Anstalt, in diesem Fall um Jürgen Döschner. Der firmiert als »ARD-Energieexperte« und ließ über Twitter am Sonntagabend Folgendes ab:

»Wo drastische Taten fehlen, müssen wenigstens drastische Worte her: Deutsche #Automafia vergast jedes Jahr 10.000 Unschuldige.«

Das ist nicht nur »misslungen«, wie das halb verständnisvoll manche schreiben, sondern eine unglaubliche Sprachtat. Möglicherweise nach einem Anruf der WDR-Rechtsabteilung (oder war’s ein deutliches Gespräch mit WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn?) stolpert Döschner zurück und twittert»Für d Verwendung d Wortes »vergasen« entschuldige ich mich ausdrücklich. War nicht m Absicht, d Abgasskandal in Beziehung z Holocaust z setzen.«

Nein, war nicht meine Absicht. Klar, »war nicht meine Absicht, sprach der Maschinist an der Guillotine, als er das Fallbeil auslöste«.

Jemand, der davon lebt, seine Worte zu setzen, weiß nicht, was er damit sagt? Auch nach dem konkreten Hinweis des verständnislosen Energieexperten vom Handelsblatt, dass dieser Vergleich mehr als problematisch ist, möchte Jürgen Döschner nicht von seinem Vergleich abrücken und setzt noch eines oben drauf:

Eindeutig: Beruf verfehlt. Aber für solche Leute gibt es ein gesichertes warmes Plätzchen am öffentlich-rechtlichen Ofen. Hauptsache, die ideologische Richtung stimmt. Und es geht immer weiter:

So richtig begriffen hat er nicht, was er da angerichtet hat. Er versucht, auf den folgenden Shitstorm hin mit einem Zitat aus dem Duden zu verharmlosen: »Mein Tweet z #Dieselskandal war provokant, aber kein Vergleich m Holocaust. »Vergasen« steht lt Duden f »Töten durch Giftgas« – hier:Abgas.«

Besonders abscheulich wirkt der Tweet, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die SS Gaswagen konstruierte und einsetzte, um Menschen zu vernichten. Bei Lastwagen vom Typ Opel Blitz zum Beispiel oder Saurer wurden die Ladekästen luftdicht abgeschlossen und der Auspuff in das Innere verlegt. Die Opfer mussten in den Wagen, der Motor blies die Abgase in das Innere. Die Opfer starben am Kohlenmonoxid. Auch Möbelwagen wurden für diese mörderischen Zwecke umgebaut. Der Spruch zeigt weiterhin, wie verkommen mittlerweile die Gedankengänge der Befürworter der Energiewende nicht nur in öffentlich-rechtlichen Systemen sind. Ihnen scheint jedes Mittel recht, um „Klimaschutz“ hochzuhalten – denn das dient der eigenen Hoheitsrolle und Machtposition.

Döschner fordert ein »Machtwort Merkels zum Klimaschutz«, auf dass die Klima-Diskussion beendet werde. Es erinnert an die Aufrufe aus Potsdam, die Demokratie abzuschaffen, weil sonst das Klima nicht mehr zu retten sei.

Döschner freut sich, dass RWE und E.on die »Kohle ausgeht«: »Kern des Problems von RWE und E.on ist – wie beim Alkoholiker – die fatale Mischung aus Abhängigkeit und Realitätsverlust. Über Jahrzehnte haben sich die beiden größten deutschen Energiekonzerne bei der Stromerzeugung auf Kohle, Gas und Atom konzentriert. Spätestens ab dem Jahr 2001 hätten sie aber wissen müssen, dass sich die Welt der Stromerzeugung gewaltig verändern wird. Der erste Atomausstieg, das Erneuerbare-Energien-Gesetz, die Kyoto-Beschlüsse zum Klimaschutz.«

Großspurig fordert er auf die Kritik des Bundesrechnungshofes an der Energiewende: »Eine Obergrenze der Bezahlbarkeit kann es für das Großprojekt Energiewende nicht geben.«

»Klimaschutz und Energiewende seien unverzichtbar.«

Lohn kommt: So wird Jürgen Döschner für seine »sachlichen Beiträge« zur Energiewende mit seinem »unabgängigen Standpunkt« von EuroSolar ausgezeichnet – Eurosolar ist die Lobby-Organisation der Solarindustrie. Er moderiert auf dem Greenpeace Energiekongress und verkündet im Gegenzug unverhohlen Greenpeace-Positionen.

»Energiekonzerne bilden ausschließlich „Lügengebilde“ zur „Volksverdummung“ mit dem Ziel die „Kohle-Lobby“, die eng mit weiten Teilen der Politik und den „stromfressenden Konzernen“ „verfilzt“ ist am Leben zu erhalten, um das Klima zu schädigen.« Schreibt das Blog gunsandburgers.com und listet fein säuberlich eine Reihe der Fehlleistungen Döschners auf.

Er schreckt dabei auch nicht vor Floskeln mit bedenklichen totalitaristischen Tönen zurück, findet folgende Formulierungen in einem Kommentar über eine Besetzung im Braunkohle-Revier:

»Hut ab! Die Klima-Aktivisten im rheinischen Braunkohle-Revier verdienen Hochachtung und Respekt! Mit ihren Aktionen an diesem Wochenende sind sie mutig vorweg gegangen. (…) Sie haben aufmerksam gemacht auf die größte Umweltbedrohung unserer Zeit: die Gefährdung des Weltklimas durch CO2 und die bedeutende Rolle, die die Braunkohle-Verstromung dabei spielt.«

Diese Aktionen »des zivilen Ungehorsams« seien gerechtfertigt:

»Bei seinem rücksichtlosen Vorgehen stützt sich der Konzern nicht nur auf Paragrafen, sondern auch auf seine wirtschaftliche und politische Macht. Regierende in Bund, Land und Kommunen verteidigen die Kohleverstromung, viele Städte und Gemeinden sind direkt an RWE beteiligt. Die Bilder von Polizisten, die in RWE-Geländewagen gemeinsam mit dem betriebseigenen Sicherheitsdienst Jagd auf Demonstranten machen, sprechen für sich.

Die Proteste im rheinischen Braunkohlerevier mögen nicht immer legal gewesen sein, aber sie sind angesichts der Ignoranz von Geld und Macht und angesichts der Bedrohung, die es abzuwehren gilt, völlig legitim.

Noch glaubt RWE, diesen Wandel mit Schlagstöcken und Pfefferspray aufhalten zu können.«

Die »größte Gefahr« für das Weltklima rechtfertigt offenbar jedes Mittel.

So jemand zeichnet für Berichte im zwangsfinanzierten Rundfunk aus dem Bereich »Energie« als Experte verantwortlich. Tendenziöser geht es nicht mehr und bestätigt einmal mehr die Untersuchungen, dass in den rechtlichen Redaktionsstuben grüne Ideologen sitzen und genau diese Gedanken aufs Land streuen. „Wertende und analysierende Einzelbeiträge haben dem Gebot journalistischer Fairness zu entsprechen. Ziel der Berichterstattung ist es, umfassend zu informieren“, so lauten die Programmgrundsätze des WDR. Wenn ein grüner Ideologielobbyist sendet, scheint das nicht zu gelten. Döschner hat Vorgesetzte, einen Chefredakteur, Kontrollgremien. Sie lassen ihn gewähren. Sind die Programmacher so vollkommen von der gemeinsamen Weltsicht überzeugt, dass kein Alarmton im Hinterkopf mehr losgeht, wenn eine Formulierung in die Welt gejagt wird wie bei diesem unsäglichen Tweet, der den millionenfachen Mord trivialisiert? Alles scheint gerechtfertigt, wenn die Solarlobby jubelt.

Das ist das eigentlich Erschreckende.

Der Beitrag erschien zuerst auf Tichy Einblick  hier