Wie wurde diese Gesinnung zerstört? Oder wurden sie einfach vom Teufel selbst eingespannt?

Von Jonathan Cohler

Zeke Hausfather.

@hausfath

Stefan Rahmstorf.

@rahmstorf

James Hansen.

@DrJamesEHansen

Michael Mann.

@MichaelEMann

Gavin Schmidt. (versteckt sich… @ClimateOfGavin)

Fünf Männer mit einer Ausbildung, die sie eigentlich zu Wissenschaftlern hätte machen sollen. Stattdessen verbrachten sie 20 bis 40 Jahre damit, eine parallele Realität aus Modellausgaben, angepassten Aufzeichnungen und rhetorischer Panik zu errichten.

Betrachten Sie, was sie tatsächlich taten:

Sie nahmen ein Spurengas, das für alles Leben essenziell ist, und brandmarkten es als Schadstoff.

Sie nahmen Computersimulationen, die die Vergangenheit nicht reproduzieren können, und verkauften sie als Vorhersagen für die Zukunft.

Sie nahmen einen flächengewichteten arithmetischen Mittelwert von Oberflächenthermometerablesungen – eine Zahl ohne thermodynamische Bedeutung – und nannten es die Temperatur der Erde.

Sie nahmen die Mittelalterliche Warmzeit, dokumentiert in Hunderten unabhängiger Proxys auf jedem Kontinent, und löschten sie mit einer einzigen fehlerhaften Rekonstruktion aus.

Sie nahmen eine Satellitenära, die einen grüner werdenden Planeten, schrumpfende Wüsten und eine blühende Biosphäre zeigt, und sagten der Öffentlichkeit das Gegenteil.

Sie nahmen eine Waldbrandbilanz, die einen Rückgang des verbrannten Gebiets in den USA um 80 Prozent seit den 1930er Jahren und global um 25 Prozent seit 1998 zeigt, und sagten der Öffentlichkeit, die Brände seien schlimmer denn je.

Sie nahmen eine Bilanz zu wetterbedingten Todesfällen, die pro Kopf in einem Jahrhundert um mehr als 99 Prozent gesunken ist, und sagten der Öffentlichkeit, das Wetter töte uns.

Sie nahmen eine Ertragsbilanz für Feldfrüchte, die in 60 Jahren verdreifacht wurde – größtenteils dank CO2-Düngung – und sagten der Öffentlichkeit, die Landwirtschaft stehe unter Bedrohung.

Sie nahmen jede Messung, die eine vorteilhafte Reaktion der Biosphäre auf mehr CO2 zeigt, und begruben sie unter Modellprojektionen, die das Gegenteil behaupten.

Sie nahmen die Thermodynamik, einen abgeschlossenen und gesicherten Zweig der Physik, und taten so, als ob allein der Strahlungstransfer die Oberflächentemperatur steuert, während sie Konvektion, Verdunstung und den gesamten hydrologischen Kreislauf ignorierten.

Sie nahmen die Peer-Review und machten daraus ein Torwächterritual, um jeden auszuschließen, der ihre Rechenarten überprüfte.

Sie nahmen das Vorsorgeprinzip und kehrten es um, um den Abbau der Energiesysteme zu rechtfertigen, die 7 Milliarden Menschen aus der malthusianischen Misere gehoben haben.

Und hier ist das Verräterische. Die Lüge, die sie errichtet haben, ist nicht zufällig. Sie kehrt jede Wahrheit um, die sie berührt. Das Molekül, das alles Leben nährt, nennen sie Verschmutzung. Die Energie, die den Hungersnot ein Ende setzte, nennen sie eine Bedrohung für die Zivilisation. Die Biosphäre, die gedeiht, nennen sie kollabierend. Die Kinder, die gesünder, länger lebend, besser genährt und freier sind als jede Generation zuvor, lehren sie, in Verzweiflung zu versinken. Die industrielle Zivilisation, die die Sklaverei beendete, die menschliche Lebensspanne verdoppelte und 7 Milliarden Menschen aus dem Elend des Existenzminimums zog, nennen sie den Feind.

Das ist kein Fehler. Fehler streuen. Dies zeigt in eine Richtung.

Jede Behauptung kehrt eine Wahrheit um. Jede Politik greift die Armen an.

Jede Vorschrift erhöht das Leid.

Jede Doktrin lehrt die Jungen, die Welt zu hassen, die ihnen alles gegeben hat.

Nennen Sie es, wie Sie wollen. Karriereversklavung. Fördergeltsucht. Ideologische Besessenheit. Die Verlockung, die Welt zu retten. Oder etwas Älteres und Dunkleres, das sich immer darauf spezialisiert hat, Männer davon zu überzeugen, Gutes als Böse und Böses als Gut zu bezeichnen und die Kornkammer niederzubrennen, während sie sich für ihre Tugend gratulieren. Wählen Sie Ihre Erklärung.

Die Messungen scheren sich nicht darum. Die Atmosphäre tut, was die Physik vorhersagt. Die Biosphäre gedeiht. Die Menschheit blüht auf, dank der billigen, dichten Energie, die sie abschaffen wollen. Und dennoch predigen sie die Apokalypse. Die Geschichte wird ungnädig sein. Was immer nach der Geschichte kommt, noch mehr.

Original von Jonathan Cohler https://x.com/SHomburg/status/2084174170380718550?s=20

 




Ammoniak als Strom und Energiespeicher- Wunschdenken oder realistische Perspektive?

Von Dr. Holger Stienen

Im Kontext der sogenannten Energiewende wird immer wieder von Seiten der Klimalobby, linken NGOs und Grüner Unternehmen Ammoniak als Heilsbringer zur Speicherung Grüner Energie, besonders des Grünen volatilen Wasserstoffs bevorzugt als aus vermeintlich erneuerbaren Energien erzeugt, ins Spiel gebracht. Dieses Szenario wird schöngerechnet und schöngeredet und immer erneut ins Spiel gebracht und in den politischen Diskurs gepeitscht (1). Elektrolytisch soll dann das Ammonium gecrackt werden und der Wasserstoff energetisch zum Einsatz kommen.

. Ein Bild, das Schrift, weiß, Design enthält. KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

Ammoniak NH3 bildet sich vor allem in der Natur durch Zersetzungsprozesse. Es ist auch ein Schlüsselmolekül bei der Entstehung von Leben und findet sich auch an Objekten im Weltraum (7). Bei seiner Zersetzung wird Stickstoff frei, der düngende Wirkung hat. Künstlich als Dünger wird es im Haber- Bosch- Verfahren seit 1916 erzeugt aus Luftstickstoff und Wasserstoff bei über 500°C, 250 bar Druck und mit Hilfe von Eisen- Alkalihydroxid- Katalysatoren und der Gastrennung in Kühlungskompressoren und Wärmerückgewinnung, 170 Mio. Tonnen pro Jahr weltweit unter Verbrauch von 3% des weltweiten Energiebedarfs. Der Wasserstoff kam traditionell aus gespaltenem Erdgas und wird heute auch energetisch erzeugt, auch etwa mittels Solar- oder Windstrom, aber genauso gut möglich durch andere Energiequellen (2). Im Ruhrgebiet gibt seit der Industrialisierung ein Wasserstoffnetzwerk zwischen solchen Betrieben, die Wasserstoff im Überschuss erzeugen und jenen, die ihn nutzen können. Ein sinnvolles und profitables System ohne Subventionen (3). Dieser Wasserstoff wird unter anderem aus der Elektrolyse von Wasser hergestellt und zum Beispiel bei der Synthese von Ölen und Fetten verwendet. Es wir flüssig bei unter -253 °C gelagert oder transportiert. Es ist kein Klimagas.

Ein Bild, das Text, Screenshot, Design enthält. KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

Wasserstoff ist nur schwierig unter Hochdruck, Niedertemperatur, oder in chemischer Bindung speicherbar und erleidet beim Transport auch über Pipelines enorme Verluste. Behälter und Leitungen bestehen aus doppelwandige Molybdän- Edelstahl 304L gegen eine Versprödung und unkontrollierter Diffusion. Die Verflüssigung erfordert hohen Energieeinsatz und die Explosionsgefahr ist hoch (Knallgasexplosion). Daher wird die Großindustrielle Zwischenspeicherung mittels flüssigem Ammoniaks bei Niederdruck angedacht und propagiert. Weltweit werden bis heute nur knapp 20% des hergestellten Ammoniaks energetisch im weitesten Sinne genutzt (5).

Sind die Probleme handelbar und NH3- Speicherung energetisch sinnvoll?

Um ein Kilogramm Wasserstoff per Haber- Bosch- Verfahren in Ammoniak zu fixieren, bedarf es ca. 26,5 Kilowattstunden (kWh), zum cracken von Ammoniak per Elektrolyse bedarf es ca. 30 kWh. Das bedeutet einen primären energetischen Prozessverlust von 13,4 % nach eigener Berechnung, um den Wasserstoff zur Energieerzeugung zurückzugewinnen. Hinzu kommen Stoffverluste bei Transport und Lagerung sowie energetische zusätzliche Aufwendungen. Diese bestehen in der Lagerung in flüssiger Form in doppelwandigen Tanks bei bis zu 10 bar Druck oder drucklos bei ca.-33° C. Es gibt Berechnungen, dass der gesamte energetische Prozessverlust bei etwa 30% liegt (4). Bei Batterien, z.B. sogar von Solaranlagen, liegen diese Verluste, besonders bedingt durch Ein- und Ausspeisung, bei maximal nur 20% (6).

Die Explosionsgefahr beim Wassersttoffhandling ist nicht gebannt. In Norwegen wurden Wasserstofftankstellen nach einem Unfall geschlossen (8). Grüner Wasserstoff ist bisher auch kaum verfügbar und Norwegen als Schlüssellieferant hat sich aus europäischen Projekten zurückgezogen (9). Auch neue Verfahren etwa mit Doppelatom- Katalysatoren mit zwei Spitzengeschwindigkeitsregionen oder multimetallische Kats versprechen auch bei Brennstoffzellen noch keine höhere Effizienz und Sicherheit (10).

Im weiteren wird mit der Speicherung von Wasserstoff mittels Methanol oder in Flüssigorganischen Trägern (LOHCs) experimentiert. Methanol setzt aber auch den Kohlenstoff wieder frei, erfordert Hafniumoxidkatalysatoren und ist nur sehr teuer herzustellen (11). LOHCs sind ungesättigte organische Verbindungen wie N-Ethylcarbazol, Benzyltoluol oder Naphtalin. Sie sind zwar reversibel hydrierbar, brauchen aber auch Drücke bis 50 bar und Temperaturen bis 200°C. Einen Einsatz erhofft man sich in der Schifffahrt (12).

Weitere Nutzungsmöglichkeiten von Ammoniak: Sinnvoll oder utopisch ?

Ammoniak ist flüssig ein Lösungsmittel, mit Alkali- und Erdalkalisalzen bekommt es einen Säurecharakter, Amide hingegen sind basisch. Ammoniak wird zur Herstellung von Ammoniumsalzen verwendet, zur Erzeugung von Blausäure, Aminen und Acrylnitrit. Es dient der Produktion von Synthesegasen aus Kohle, Rückstandsölen der Erdöldestillation, Benzin und Raffineriegasen und spielt bei der Dampfreformation bei Entschwefelung in Großanlagen eine Rolle (13). Ammoniak kommt zudem als Kältemittel (R717) in der Großindustrie wie Chemieanlagen und Gewerbe wie Brauereien, Schlachthöfen und Eishallen zum Einsatz 14). Seine Kälteleistung ist sehr hoch, es hat eine hohe Enthalpiedifferenz und benötigt in Prozessen kleine Rohrdurchmesser. Anlagen bestehen aus Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil. Beim Verflüssigen entsteht Wärme und bei der Expansion ist es umgekehrt. 2000 kG NH3 erbringen etwa 1000 kW Kälteleistung (15).

Ammoniak kann auch direkt als Treibstoff genutzt werden. Es besitzt ein doppelt so hohe Energiedichte wie Wasserstoff. Durch seine langsame Verbrennung verbrennt es aber nicht vollständig und es bedarf im Abgasstrom eines Schlupfkatalysators zur „Nachverbrennung“. Oder man mischt es mit Benzin im Verhältnis 70:30, dann erfolgt eine vollständige Verbrennung. Es gibt Automotoren, die so arbeiten. Aber auf Sicht wird es kein Tankstellennetz für Ammoniak geben. Die Kosten sind auch noch zu hoch. In der Schifffahrt hingegen könnte sich Ammoniak als Treibstoff etablieren (16). Alle diese Einsatzgebiete sind sinnvoll und wurden über Jahrzehnte verbessert und werden weiter optimiert.

Als Wasserstoffzwischenspeicher hingegen ist Ammoniak also nicht sinnvoll einsetzbar (s.o.). Zum Wasserstoff sei abschließend angemerkt, dass es neben dem teuren und subventionieren grünen auch andere Herkünfte gibt, wie jenen als Nebenproduckt chemischer Großprozesse (s.v.), sog. pinker oder gelber Wasserstoff wird durch Elektrolyse in Kraftwerken erzeugt, orangener auf dieselbe Weise in Müllverbrennungsanlagen, blauer Wasserstoff entsteht durch Dampfreformierung. Diese sind günstig und fallen nach einmaliger Installation der Anlage immer nebenher an (17). Spannend ist auch geogener „weißer“ Wasserstoff, der quasi umsonst anfällt und bei Preisen von unter 1 Cent pro kWh liegt. Die Quellen sind mikrobielle Abbauprozesse, radioaktiver Zerfall von Gestein oder die sog. Serpentisierung durch die Oxidation von eisenreichem Gestein im Erdmantel (18), dieser Prozess ist beständig und die Quellen unerschöpflich. Wasserstoff quillt aus Erdspalten an die Oberfläche und muss nur aufgefangen werden. Immer mehr Quellen werden entdeckt, auch in Mitteleuropa. Mali deckt seinen ganzen Wasserstoffbedarf aus solchen Quellen, in Bayern wird es ab 2030 in grösserer Menge gefördert und in ganz Europa wird an vielen Projekten gearbeitet (19).

Literatur

  1. https://www.wasserstoff-leitprojekte.de/
  2. https://www.chemie-azubis.de/chemie-lernen-online/ammoniak/
  3. Wasserstoff. Bockris, J., Justi, E.1990. Augustus Verlag. 395 S.
  4. https://www.energiezukunft.eu
  5. https://www.draeger.com/ammoniak-fluessiger-energietraeger-mit-besonderen-gefahren
  6. https://www.sonnen.de
  7. https://wissenschaft.de/artikel/astronomen-entdecken-ammoniakmolekuele-mit-drei-deuteriumatomen
  8. Ctif.org/de/news/www.wasserstoffbetankungsanlage-explodiert-in-norwegen
  9. https://www.bund.net/klimaschutz-durch-gruenen-wasserstoff?
  10. https://www.bing.com/search?q=basic%20thinking%20doppelatom%20katalysatoren&FORM=ARPSEC&PC=3BTC&PTAG=1370
  11. https://www.basicthinking.de/blog/2026/03/12/wasserstoff-methanol/
  12. https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssige_organische_Wasserstofftr%C3%A4ger
  13. Taschenbuch der Chemie. 20. Aufl., Schröter, W., Lautenschläger, K., Bibrack, H. 2005. Harry Deutsch Verlag. 839 S.
  14. https://www.engie-refrigeration.de/de
  15. https://www.deutsche-thermo.de/wiki/ammoniak-kaelteanlagen-fuer-die-industrie/
  16. https://www.youtube.com/watch?v=3z4qVQUFe7Y
  17. https://www.enbw.com/unternehmen/themen/wasserstoff/wasserstoff-farben.html
  18. https://www.bgr.bund.de/geogener-wasserstoff
  19. https:,//www.dw.com/weisser-wasserstoff

 




Adiabatische Erreichbarkeit und Treibhauseffekt

Dr. Konrad Voge

Vorgänge in der Atmosphäre sind thermodynamische Vorgänge. In der Öffentlichkeit wird behauptet, dass menschliche Aktivität eine wesentliche Temperaturerhöhung in der Atmosphäre global gesehen bewirkt. Ursache sollen ein „Treibhauseffekt“, verursacht durch „Treibhausgase“ und „Rückstrahlung“ sein. Im Folgenden wird untersucht, ob diese Erscheinungen mit den Grundsätzen der Thermodynamik vereinbar sind. Es werden hier keine Berechnungen vorgenommen, sondern die thermodynamischen Prozesse dargestellt. Somit entfällt die Diskussion globaler Größen wie z.B. die nichtexistierende globale Temperatur, auf der die gesamte Treibhauslehre aufgebaut ist.

Fundament der Thermodynamik

Die Physiker Elliot Lieb und Jakob Yngvason veröffentlichten 1999 die Theorie der adiabatischen Erreichbarkeit. Demnach bilden Gleichgewichtszustand und adiabatische Erreichbarkeit die Basis der Thermodynamik, auf denen die Entropie fußt. Aus der Entropie werden wiederum die Begriffe Temperatur, Wärme, Irreversibilität und Reversibilität abgeleitet. Gleichgewichtszustand und adiabatische Erreichbarkeit sind demnach nicht reduzierbare Grundbegriffe der Thermodynamik.

Grundlagen

Adiabatische Erreichbarkeit (Definition)

Die adiabatische Erreichbarkeit ist eine Ordnungsrelation ) zwischen den Gleichgewichtszuständen X, Y, Z eines thermodynamischen Systems (mathematische Formulierung) [1]. Es existiert noch eine physikalische Definition, die z.B. bei Wikipedia nachgelesen werden kann.

Temperaturgradient

Der Atmosphärische Temperaturgradient beschreibt die vertikale Temperaturänderung in der Erdatmosphäre. In der Troposphäre nimmt die Temperatur im Mittel um ca. 0,65 °C pro 100 m ab. Die Größe ist abhängig vom Feuchtegehalt der Luft. Es genügt aber hier zu wissen, dass ein Temperaturgradient existiert, abgesehen von inversen Wetterlagen.

Hauptsätze der Thermodynamik

Von den vier Hauptsätzen (0 bis 3) sind hier nur 1. und 2. Hauptsatz von Interesse. Diese dürften den Lesern bekannt sein.

Natürliche Konvektion

Diese entsteht durch Temperaturunterschiede im Fluid. Da sich Fluide bei Erwärmung ausdehnen und sich dadurch ihre Dichte verringert, steigen sie nach oben (Auftrieb), während kühlere, dichtere Teile nachfließen.

Innere Energie

Die innere Energie ist die gesamte für thermodynamische Umwandlungsprozesse zur Verfügung stehende Energie eines physikalischen Systems, das sich in Ruhe und im thermodynamischen Gleichgewicht befindet.

Entropie

Es ist zwischen dem idealisierten meteorologischen Modell und der realen Thermodynamik zu unterscheiden. Dieses Modell geht von reversiblen Vorgängen aus, bei denen keine Entropie erzeugt wird,

In der realen Atmosphäre, in der Konvektion vorliegt, ist der Vorgang immer irreversibel.Turbulenz, Mischung mit der Umgebung, Reibung, Diffusion und bei feuchter Konvektion Kondensation, Verdunstung und Niederschlagsbildung erzeugen Entropie

Gleichgewichtszustände

Zustand X

Betrachtet werden zwei Gleichgewichtszustände. Ein Zustand X und ein Zustand Y. Der Zustand X soll eine Masse Luft am Boden bzw. in Bodennähe sein. Der Zustand ist gekennzeichnet durch folgende Variablen:

Volumen V0,

innere Energie U0,

Potenzielle Energie P0 = 0,

Kinetische Energie E0 = 0,

Entropie S0,

Temperatur T0 und

Druck p0.

Diese Masse beginnt sich aufgrund zugeführter Sonnenenergie (Erhöhung der inneren Energie) aufwärtszubewegen. Grund ist die Verminderung der Dichte durch die Erwärmung.

Zustand Y

Dieser Zustand stellt den Gleichgewichtszustand in einer gewissen Höhe der Atmosphäre dar. Er ist dann erreicht, wenn die innere Energie der aufsteigenden Luftmasse soweit in potenzielle Energie umgewandelt ist, dass ein weiteres Aufsteigen nicht mehr möglich ist. Diese Höhe kann sich irgendwo in der Atmosphäre oder am Rand der Troposphäre befinden. Für diesen Zustand gilt dann

Volumen V1 > V0,

innere Energie U1 < U0,

Potenzielle Energie P1 > P0,

Kinetische Energie E1 = E0 = 0,

Entropie S1 > S0,

Temperatur T1 < T0 ,

Druck p1 < p0.

Es gilt demnach , was bedeutet, dass der Zustand Y vom Zustand X aus erreichbar ist. Das Wissen um die Erreichbarkeit resultiert aus der experimentellen Untersuchung der Atmosphäre. Die physikalischen Größen, die hier von Bedeutung sind, wurden mehrfach gemessen.

Der thermodynamische Prozess

Die aufsteigende Luftmasse durchläuft einen thermodynamischen Prozess (Zustandsänderung), wobei sich die Größen (Prozessgrößen) so lange ändern, bis der neue Gleichgewichtszustand erreicht ist. Im Einzelnen bedeutet es, dass die innere Energie abnimmt, potenzielle Energie und Entropie zunehmen. Die Zunahme der Entropie ist bedingt durch die Irreversibilität des Vorgangs. Dieser ist deshalb irreversibel, weil während des Aufsteigens der Luft Arbeit verrichtet wird, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, wie bereits oben beschrieben.

Diskussion

Es wurde gezeigt, dass mittels Betrachtungen zur adiabatischen Erreichbarkeit der Wärmetransport gemäß des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik immer dem Temperaturgradienten folgt. Abgesehen von inversen Wetterlagen erfolgt immer ein Wärmetransport Richtung Ende der Troposphäre, also in ca.10 km Höhe. Erst dort ist die innere Energie in Potenzielle Energie durch Abstrahlung der letzten verbliebenen Wärme umgewandelt. Es erhebt sich die nun Frage, wie ein Treibhauseffekt zustande kommen soll, da ein stetiger Temperaturgradient vorliegt.

Das Gleiche gilt für die sogenannte Rückstrahlung durch CO2 (Trenberth-Diagramm); die nach dem Zweiten Hauptsatze und der Gültigkeit des Temperaturgradienten natürlich nicht möglich ist. Sollte es diese geben, müsste die innere Energie der aufsteigenden Luftmasse irgendwo in der Atmosphäre durch irgendwelche Vorgänge erhöht werden.

Was ist nun die Wirkung der „Treibhausgase“? Gase werden durch infrarote Strahlung zum Schwingen angeregt und geben diese Energie natürlich an ihre Umgebung ab. Dadurch erhöht sich die Temperatur der Luft und beeinflusst den Temperaturgradient. Das hat wiederum Einfluss auf die Aufstiegsgeschwindigkeit der sich nach oben bewegenden Luftmasse. Es ist ein Dämpfungseffekt, der mit „Treibhaus“ und „Rückstrahlung“ nichts zu tun hat.

Literatur

[1] André Thess: „Das Entropie Prinzip“

2014 Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH

Rosenheimer Straße 143 81671 München

 




Wie der Glaube an eine flache Erde!

Richard Lindzen lehrte Atmosphärenphysik an den besten Universitäten der Welt, war jahrelang Mitautor der massgebenden Uno-Berichte zum Klimawandel. Heute warnt er: Die Politisierung habe die Forschung um 50 bis 100 Jahre zurückgeworfen. Das meiste sei reine Panikmache, um ein Billionengeschäft am Leben zu erhalten.

von Roman Zeller

Richard Lindzen, 86, war bis zu seiner Emeritierung 2013 Professor für Atmosphärenphysik am Massachusetts Institute of Technology (MIT), lehrte davor in Harvard und gehört zu den meistzitierten Klimaforschern der Welt – und zu den umstrittensten. Lindzen war selbst über Jahre als Autor an IPCC-Berichten beteiligt, bevor er zu einem der profiliertesten Kritiker des Uno-Klimagremiums wurde. Sein Vorwurf: Die Klimaforschung sei zu einem politischen Geschäftsmodell verkommen, bei dem Billionen von Dollar verteilt würden – und bei dem jeder, der widerspreche, seine Karriere aufs Spiel setze.

Weltwoche: Herr Lindzen, die Schweiz erlebt eine Hitzewelle. Die Regierung rät älteren Menschen, zu Hause zu bleiben, die Medien schlagen Alarm. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie solche Nachrichten hören?

Richard Lindzen: Ich finde das ein wenig lächerlich, aber das ist ein globales Muster. «If it bleeds, it leads», Medien suchen den Alarm, überall. Dabei sind die Menschen heute gesünder und vertragen Hitze wie Kälte besser als früher. Als ich als Kind in der Bronx aufwuchs, hatten wir jeden Sommer mehrere Hurrikane. Würde das heute passieren, geriete man in Panik. Nichts davon ist aussergewöhnlich.

Weltwoche: Trotzdem verschwinden die ganz grossen Klimaalarm-Schlagzeilen immer mehr von den Frontseiten – warum?

Lindzen: Man findet zwar immer noch etwas für die Titelseite, aber es wird seltener wirklich ernst genommen. Das eigentliche Problem: Hier werden Billionen von Dollar verteilt, und Politiker lieben das. Der Grund ist simpel. Wer Billionen verteilt, sorgt dafür, dass jemand davon profitiert. Für ein, zwei Prozent der Politiker ist das kein Problem, sondern die Grundlage ihrer Wahlkampffinanzierung. Es ist im Grunde ein eigenes Ökosystem geworden.

Weltwoche: Ist die vielbeschworene Klimakrise ein reines Konstrukt? Oder schlummert sie gerade im Stillen?

Lindzen: Der Satiriker Henry L. Mencken hat es vor dem Zweiten Weltkrieg auf den Punkt gebracht: Eine der verlässlichsten Konstanten der Politik ist, die Öffentlichkeit dauerhaft in Alarmbereitschaft zu halten, indem man ihr mit einer endlosen Reihe von Schreckgespenstern droht – die meisten davon sind rein imaginär.

Weltwoche: Sie wirken erstaunlich entspannt. Warum sind Sie überzeugt, dass die Gefahr des menschengemachten Klimawandels masslos übertrieben wird?

Lindzen: Interessante Frage. Hier haben wir eine Hypothese, die physikalisch keinen rechten Sinn ergibt – und man fragt sich, was einem passiert, wenn man nicht mitmacht. Wer sich diesem Thema verweigert, riskiert im Zweifel die eigene Karriere, selbst in einer ganz anderen Disziplin. Ich beschäftige mich seit vielen Jahren damit und bin für die Einschätzung bekanntgeworden, dass die Wissenschaft, wie sie dargestellt wird, schlicht falsch ist. Sie geht auf frühe Arbeiten von Karl Schwarzschild im frühen 20. Jahrhundert zurück, der erklären wollte, warum sich das Klima verschiedener Weltregionen unterscheidet. Der Treibhauseffekt spielt dabei zwar eine gewisse Rolle, ist für die tatsächlichen grossen Klimaveränderungen der Erde – etwa Eiszeiten – aber weitgehend irrelevant. Diese haben nichts mit den Tropen zu tun, dem einzigen Bereich, den der Treibhauseffekt direkt betrifft. Sie hängen vielmehr mit der Temperaturdifferenz zwischen Tropen und Polen zusammen, welche die Zirkulationsmechanismen der Atmosphäre steuert.

Weltwoche: Das Argument «97 Prozent aller Wissenschaftler sind sich einig» ist trotzdem allgegenwärtig.

Lindzen: Das ist bequem, weil die breite Öffentlichkeit von Wissenschaft und Mathematik wenig versteht. Man sagt ihr: Alle Wissenschaftler sind sich einig – das verleiht Gewicht, hat aber mit Verständnis nichts zu tun. Dabei ist die Klimaforschung ein sehr kleines Feld. In den achtziger Jahren gab es in den USA vielleicht ein halbes Dutzend Institute, die überhaupt in diesem Bereich forschten, allen voran das Geophysical Fluid Dynamics Laboratory in Princeton. Niemand dort teilte die heutigen Alarmnarrative. Wenn ich Leute frage, die von «Tausenden weltweit führenden Klimaforschern» sprechen, ob sie im Studium viele Kommilitonen kannten, die Klimawissenschaft studierten, erinnert sich niemand an auch nur einen einzigen. Das ist keine etablierte Disziplin mit Tausenden Experten, das ist ein Konstrukt.

Weltwoche: Wo sehen Sie Parallelen zwischen unsinnigen Theorien und der Klimahysterie?

Lindzen: Ich habe diese vor Jahren mit der Eugenik-Bewegung verglichen. In den zwanziger Jahren erklärten renommierte amerikanische Wissenschaftler, Einwanderer aus Süd- und Osteuropa seien weniger intelligent als Nordeuropäer und dürften daher nicht mehr einreisen. Alle etablierten Fachgesellschaften stützten diesen Unsinn – und legitimierten damit 1924 den Immigration Restriction Act, der später vielen vor den Nazis fliehenden Juden die Einreise in die USA verwehrte. Wenn eine falsche wissenschaftliche Erzählung von der gesamten akademischen Klasse abgesegnet wird, kann sie verheerende, tödliche Folgen haben. Genau dieses Muster sehe ich beim Klimathema wieder.

Weltwoche: Was ist für Sie der grosse Elefant im Raum, über den in der Klimaforschung niemand spricht?

Lindzen: Man zeigt eine Grafik, die eine Erwärmung von einem halben Grad ausweist, und erklärt das zur Apokalypse. Vergleichen Sie das aber mit dem Temperaturunterschied zwischen 9 und 10 Uhr in Ihrem eigenen Garten – der ist oft grösser. Geraten Sie deswegen jeden Morgen in Hysterie? Die Weltorganisation für Meteorologie definiert Klimawandel offiziell als Veränderung über einen Zeitraum von mindestens dreissig Jahren. Wetterereignisse von einem Tag auf den anderen haben damit gar nichts zu tun – trotzdem werden beide ständig vermischt, um Dringlichkeit zu erzeugen.

Weltwoche: Wie würden Sie Klimawandel definieren?

Lindzen: Ganz einfach: als Veränderung über mindestens dreissig Jahre. Aber innerhalb dieses Rahmens passiert enorm viel – von Meereszirkulationen wie El Niño über Zeiträume von vier, fünf Jahren bis zu Eiszeitzyklen über Jahrtausende, verursacht etwa durch Änderungen der Erdumlaufbahn. All das hat mit CO2 nichts zu tun. Selbst bei den grossen Rekonstruktionen der Erdgeschichte zeigt sich ein aufschlussreiches Muster: Bei der letzten Eiszeit vor 18.000 Jahren war die Erde insgesamt kälter, die Tropen aber wärmer als angenommen. Bei der Warmzeit des Eozäns vor 50 Millionen Jahren war es umgekehrt: Erde insgesamt wärmer, Tropen kühler. Beide Befunde passten den Alarmisten nicht ins Bild – und wurden entsprechend nachträglich «korrigiert». Das ist schlechte Wissenschaft, aber leider nicht das erste Mal.

Weltwoche: Was sind die Folgen von schlechter Wissenschaft für die Gesellschaft?

Lindzen: Ich weiss nicht genau, wie es im übrigen Europa aussieht, aber was Deutschland betrifft, ist es klar: Deutschland betreibt meines Erachtens eine Form von Selbstzerstörung. Man zerstört die eigene Industrie, schaltet Kohle- und Atomkraftwerke ab und importiert gleichzeitig in grosser Zahl Menschen – ich weiss ehrlich nicht, was dort vor sich geht, aber es ist offensichtlich schädlich. Historisch erinnert mich das an die «Deutsche Physik» der Nationalsozialisten, die moderne Physik als «jüdische Wissenschaft» verunglimpften – auch damals steckte hinter vorgeblich wissenschaftlichen Urteilen reine Ideologie. Als Angela Merkel Hans Joachim Schellnhuber zu ihrem Berater machte und ihm mit dem Potsdam-Institut ein eigenes Klimainstitut einrichtete, hat sich diese Dynamik in Deutschland institutionalisiert.

Weltwoche: Sie waren Mitautor des Weltklimarats IPCC, bevor Sie zu dessen prominentestem Kritiker wurden. Wie war das damals?

Lindzen: In den ersten zehn, fünfzehn Jahren war ich als Spezialist für physikalische Prozesse dabei, die Teilnahme wurde von den Regierungen finanziert und gerne gesehen. Es gab durchaus ernsthafte Debatten unter den beteiligten Wissenschaftlern – mein damaliger Sektionsleiter Kevin Trenberth fand zum Beispiel, ich ginge mit meiner Kritik zu weit. Aber der wissenschaftliche Teil des Berichts war, bei aller Uneinigkeit, noch einigermassen nachvollziehbar. Das eigentliche Problem ist die separate «Zusammenfassung für Politiker»: Sie wird von einem Gremium erstellt, dem auch Regierungsvertreter angehören, und liegt meist schon Monate vor der Veröffentlichung fest – bevor die Wissenschaftler, die den zugrundeliegenden Bericht verfasst haben, überhaupt Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten. Das ist kein normales Verfahren. Politikern wird dann geraten, nicht den tausend Seiten starken Bericht zu lesen, sondern nur diese Zusammenfassung – die den Bericht keineswegs korrekt wiedergibt. Am Ende dieser Kette stehen Pressemitteilungen, die alles auf plakative Formeln zuspitzen.

Weltwoche: Sie unterscheiden in einem Ihrer Beiträge drei Gruppen: Wissenschaftler, die das eine behaupten, solche, die das Gegenteil sagen – und eine dritte Gruppe aus Journalisten, Medien und Politikern. Ist Letztere die gefährlichste?

Lindzen: Im Kern ja, auch wenn ich nicht genau weiss, woher dieser Reflex kommt. In den USA, glaube ich, nimmt die breite Bevölkerung das Thema ohnehin nicht sonderlich ernst. In Frankreich oder Kanada sind zwar Bauern zu Protesten in die Hauptstädte marschiert, gleichzeitig engagiert sich die politische Führung dort besonders stark dafür. Ob das die öffentliche Meinung widerspiegelt oder sie lenken soll, lässt sich oft nicht auseinanderhalten.

Weltwoche: Wer profitiert Ihrer Ansicht nach am meisten von der CO2-Erzählung?

Lindzen: Sehr viele. Wenn Billionen Dollar im Umlauf sind, greift praktisch jeder zu – Politiker, Journalisten, NGOs, Unternehmen, die sich auf dieses Geschäft spezialisiert haben. Jeder findet seine Methode, wie er davon profitiert.

Weltwoche: Reto Knutti von der ETH Zürich, ebenfalls IPCC-Autor, warnt in den Medien regelmässig vor Hitzewellen, der ungebremsten Klimaerwärmung. Wo irren Kollegen wie er?

Lindzen: Er kann sagen, was er will – es gibt Orte, an denen der Ozean kälter wird, und Orte, an denen er wärmer wird. Man kann sich die passenden Beispiele aussuchen, das ist keine seriöse Wissenschaft. Solche Leute reiten auf der gegenwärtigen Popularität des Themas. Wenn man jemanden immer wieder auftreten lässt, wird er bekannt – und daraus entsteht wiederum Förderung. Ich erinnere mich an den damaligen MIT-Präsidenten Rafael Reif, der sich Sorgen machte, man könnte das Institut meinetwegen angreifen, weil es über eine Million Dollar pro Jahr an klimabezogenen Fördergeldern erhielt.

Weltwoche: Sind die Klimamodelle, auf denen die Politik beruht, solide Wissenschaft?

Lindzen: Nein. Die Politik richtet sich nicht wirklich nach validierten Modellen, sondern die Modelle werden an die gewünschten politischen Ergebnisse angepasst. Ein befreundeter Forscher am Geophysical Fluid Dynamics Laboratory in Princeton wurde einmal gefragt, ob sein Modell auch eine geringere Erwärmung liefern könne – seine Antwort war sinngemäss: Wir liefern, was man will. Es gibt keinerlei belastbare Nachweise, dass diese Modelle tatsächlich funktionieren; selbst die numerische Wettervorhersage über drei Tage liegt oft daneben. Die Vorstellung, ein Modell könne die Welt in hundert Jahren korrekt abbilden, beruht auf Glauben, nicht auf wissenschaftlicher Erkenntnis.

Weltwoche: Nehmen Extremwetterereignisse wie Hurrikane tatsächlich zu?

Lindzen: Dafür gibt es keine Belege. Der Physiker Steven Koonin beschreibt das in seinem Buch «Unsettled» sehr genau: Er hat Anhörungen mit Vertretern beider Seiten organisiert, und dabei war schnell klar, dass an diesen Behauptungen wenig dran ist.

Weltwoche: Kann sich ein junger Wissenschaftler heute noch gegen diese Erzählung stellen und trotzdem Karriere machen?

Lindzen: Nein, das ist unmöglich. Schon 1988, ganz am Anfang, rief mich jemand von der National Science Foundation an und sagte mir unverblümt, ich würde Fördermittel verlieren, wenn ich meine Position nicht änderte. Das war sehr wirksam, um Leute unter Druck zu setzen. Die American Meteorological Society entliess zweimal Herausgeber, weil sie Artikel von mir veröffentlicht hatten, und der Nachfolger rief sogar öffentlich zu Gegenartikeln auf. Am MIT selbst bestand der damalige Präsident Rafael Reif darauf, dass Kollegen einen Brief unterschreiben, in dem sie sich von mir distanzierten. Ich hatte Glück: Als Theoretiker brauchte ich kein Labor, kein Forschungsschiff, nur Mittel für Doktoranden – das liess sich auch mit wenig Förderung stemmen. Ich bin 2013 emeritiert und habe bis heute mein Büro. Aber kein junger Forscher könnte sich das heute leisten.

Weltwoche: Was muss geschehen, damit die Wissenschaft zu Ergebnisoffenheit zurückfindet?

Lindzen: Ich kenne die Antwort nicht. Vermutlich werden vernünftige junge Leute dieses Feld einfach meiden – wir haben das Fachgebiet vergiftet, und das bleibt wohl noch eine Weile so. Ich habe öfter gesagt: Diese Politisierung hat die Klimaforschung um fünfzig bis hundert Jahre zurückgeworfen. Das ist bitter, denn es bleibt ein kleines Feld, kleiner, als die Öffentlichkeit denkt – die eigentliche Fluiddynamik, auf der die Modelle beruhen, ist so unsicher wie einst die Turbulenzprobleme des Physikers Werner Heisenberg. Schon die Wettervorhersage für die nächsten drei Tage ist oft falsch.

Weltwoche: Präsident Trump ist erneut aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen. Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht?

Lindzen: Sie kennen die Antwort schon, sonst würden Sie nicht fragen – eine gute Nachricht. Das Pariser Abkommen ist ungefähr so klug wie der Glaube an eine flache Erde.

Weltwoche: Was kostet diese falsche Klimaerzählung die Gesellschaft?

Lindzen: Eine genaue Zahl kann ich nicht nennen, aber sie ist ein wesentlicher Treiber der Inflation. Sie verteuert Energie für Millionen Menschen weltweit – und ist damit indirekt für den Tod von vermutlich Millionen Menschen mitverantwortlich, weil sich viele bezahlbare Energie nicht mehr leisten können. Das allein ist schon schrecklich. Insgesamt geht es dabei nicht um Millionen oder Milliarden, sondern um Billionen von Dollar: Allein Bidens letztes Budget, «Build Back Better», sah rund 9 Billionen Dollar für klimabezogene Massnahmen vor.

Weltwoche: Was müsste passieren, damit der Wind dreht – weg vom «97 Prozent der Wissenschaftler sagen . . . »?

Lindzen: Ich fürchte, es dauert länger, als ich früher dachte. Am Ende ist es simpel: Ohne Geld verschwindet die Bewegung. Solange Billionen verteilt werden, findet jeder einen Grund, mitzumachen. Zugleich zeigt die Realität ihre eigene Logik: Gerade jetzt gibt es diesen kleinen Krieg zwischen den USA und dem Iran, bei dem es unter anderem um den Öltransport durch die Strasse von Hormus geht. Das zeigt: Wir leben weiterhin in einer fossilen Wirtschaft, ganz ohne grosse Debatte, sobald es wirklich zählt. Über Klima kann jeder reden, wie er will – im entscheidenden Moment will jeder Öl.

Weltwoche: Zum Schluss: Warum wird die Zukunft besser sein als die Gegenwart?

Lindzen: Ich glaube, dass sich am Ende die Wahrheit durchsetzt – und dass Menschen wütend werden, wenn sie merken, dass man sie getäuscht hat. Es gibt Propagandatechniken, die gezielt auf Hysterie statt auf Vernunft setzen, das ist eine reale Gefahr. Aber die moderne Gesellschaft hat von der industriellen Revolution enorm profitiert: Wir leben länger, gesünder und wohlhabender als je zuvor. Es gibt heute eine Bewegung, die diesen Fortschritt rückgängig machen möchte – ich glaube, die Menschen werden am Ende erkennen, was sie an diesem Wohlstand haben, und sich davon nicht abbringen lassen.

Das Video-Interview mit Richard Lindzen finden Sie auf weltwoche.ch

Der Beitrag erschien zuerst bei Weltwoche hier, mit ausdrücklicher Genehmigung

 




Wolken und nicht der Treibhauseffekt steuern das Klima

von Dr. Heinz Hug

Spektren belegen, dass bei wolkenlosen Himmel die direkte am Erdboden ankommende Solareinstrahlung im Bereich von 800 nm bis etwa 2000 nm die Wasseroberfläche des Globus wesentlich stärker erwärmt als jeglicher Treibhausgaseffekt. Wasser, das die höchste spezifische Wärmekapazität aller gängigen Stoffe besitzt, ist dafür verantwortlich, dass je nach gespeicherter Energie eine warme (wolkenarme) oder eine kalte (wolkenreiche) Klimaperiode herrscht.

Die politisierte Klimaforschung postuliert einen weit überstrapazierten anthropogenen Treibhauseffekt. Dabei handelt es sich vielmehr um eine messbare, objektnahe bzw. erdbodennahe Wärmestrahlung infrarotaktiver, atmosphärischer Spurengase (vgl. Heinz Hug: Treibhauseffekt oder nur „bodennahe Gasstrahlung“?):

 

Treibhauseffekt oder nur „bodennahe Gasstrahlung“?

Die Treibhausgas-Hypothese wurde in der Vergangenheit vielfach hinterfragt – auch in wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die ein Peer-Review-Verfahren durchliefen (vgl. Richard Lindzen, Gerhard Gerlich, Gerhard Kramm, Ralph Dlugi. Nicole Mölders, Roy Spencer, Nir Shaviv u. a.). Natürlich hat sich die Klimaforschungsindustrie sofort darauf gestürzt. Eine wirkliche Widerlegung der Skeptikerargumente ist nicht gelungen. Denn man kann zwar lokal die aus dem Halbraum eintreffende atmosphärische Gegenstrahlung messen, die Größe des Treibhauseffekts kann jedoch nur berechnet werden (Prof. Raschke Klimaforschungszentrum Geesthacht). Deshalb steht – politisch gewollt – jeder wissenschaftlichen Spekulation Tür und Tor offen. Die Politik sorgt mit einen Multimilliarden-Segen dafür, dass die Forschung in die richtige Richtung läuft.

Da sowohl klimakritische Veröffentlichungen als auch deren Widerlegung durch die Klimaforschungsindustrie nur so von mathematischer Kabbala strotzen, sind sie für Laien nicht nachvollziehbar. Ich will deshalb versuchen, die Grundlage aller Klimamodellierung zu torpedieren, ohne allzu tief in die physikalisch-mathematischen Trick-Kiste zu greifen. Denn das Klimakirchenvolk ist tiefgläubig, ohne auch nur ansatzweise nachziehen zu können, auf welch wackligen Computerfüßchen die Klimaforschung steht. Tatsächlich braucht man um skeptisch zu sein, nur ein bisschen gesunden Menschenverstand und den Willen diesen zu gebrauchen.

Hier die Fakten:

Bild 1: Absorption der direkt auf die Erdoberfläche auftreffende Sonneneinstrahlung durch Ozean-und Meerwasser

Bild 1 belegt, dass die auftreffende Solareinstrahlung 70 % der Erdoberfläche (Wasseroberfläche!) direkt erwärmt. Ohne jeglichen „Treibhauseffekt“! Im oberen Spektrum ist der Bereich schraffiert gekennzeichnet, der von der regierungsamtlichen Klimaforschung schamhaft übergangen wird. Das untere Spektrum zeigt das Absorptionsspektrum des Wassers. Im sichtbaren Bereich liegt der Absorptionskoeffizient des Sonnenlichts etwa zwischen 0,0001 und 0,001. Das entspricht der alltäglichen Erfahrung: klares, ungefärbtes Wasser lässt die Sonneneinstrahlung ungehindert passieren. (Die Farbe des Meerwassers wird durch die stärkere Absorption des roten Lichts (ca. 0,01) gegenüber dem blauen (0,0001) verursacht, s. a. Bild 1. Daneben spielt noch der sogenannte Raleigh-Effekt eine Rolle.)

Jetzt kommt der springende Punkt: Zwischen 800 nm und 2 000 nm erreicht bei wolkenlosen Himmel (!) ein erheblicher Teil der terrestrischen Sonnenstrahlung die Erdoberfläche (schwarzer Bereich im oberen Spektrum). Und genau in diesem Bereich absorbiert Wasser ganz erheblich nämlich bis 1 000 000-mal stärker als im sichtbaren Bereich (Absorptionskoeffizient 0,01 in 1/cm bis 100 in 1/cm, s. Bild 1). Die Folge: Wasser erwärmt sich unter wolkenlosen Himmel schneller und stärker als bei Bewölkung – eigentlich eine Binsenweisheit.

Jetzt höre ich schon eifriges Klappern. Was ist mit dem Kirchhoffschen Strahlungsgesetz? Demnach emittiert jede Wärmestrahlung absorbierende Materie diese auch im gleichen Maße. Richtig, bei Atomen geschieht dies sogar bei gleicher Wellenlänge. Wie aber aus dem Bild 2 hervorgeht, wird nur ein Teil der absorbierten Strahlung bei gleicher Wellenlänge wieder emittiert. Der Rest der absorbierten Wärmenergie wird auf alle Energiebereiche verteilt. In der Physik spricht man von Energiedispersion.

Demnach übertragen durch Strahlung angeregte Moleküle (Absorption!) ihre Energie infolge strahlungsloser Deaktivierung auf ihre Umgebung. In diesem Fall geben sie also ihre Energie nicht wieder bei gleicher Wellenlänge („Farbe“) ab, bei der sie absorbiert haben. Oder haben Sie schon einmal ein Glas Coca-Cola in der Sonne stehend erlebt, das in der Farbe von Coca-Cola leuchtet? Nein die Flüssigkeit erwärmt sich genau so wie das Meerwasser unter Sonneneinstrahlung. Dazu bedarf es keinerlei Treibhausgaseffekt!

Bild 2: Rückstrahlung der Wasseroberfläche im Verhältnis zur absorbierten Strahlung

Wie aber geht es weiter? Wenn also die direkte Sonneneinstrahlung die Ozeane und Meere (Atlantik, Pazifik, Mittelmeer usw.) bei wolkenlosen Himmel wesentlich stärker erwärmen als jeder durch einen fiktiven Wasserdampfverstärkungsmechanismus aufgeblasener Treibhausgaseffekt, so muss dennoch die gemäß Bild 1 und Bild 2 absorbierte Wärmestrahlung die Erde wieder verlassen können. Hierfür sind die stets offenen atmosphärischen Fenster verantwortlich (s. „Schulter“ in Bild 3).

Bild 3: Emissionsspektrum von Erde und Atmosphäre

Die Größe L in Bild 3 ist die sogenannte spektrale Strahlungsdichte (die genaue Definition steht hier nicht zur Debatte). Man kann sie grob als die von der Erde emittierte Strahlungsenergie/Zeiteinheit ansehen. Deshalb kann beispielsweise die Energie einer bei 2000 nm absorbierten Strahlung, nach ihrer Dispersion bei 11 000 nm ins Weltall abstrahlen.

Der rot eingekreiste Bereich um 12 500 nm kennzeichnet den anthropogenen Treibhauseffekt. Hier kann es bei weiterer CO2-Zufuhr zu einer „Minderemission“ kommen, womit eine globalen Erwärmung verbunden wäre. Diese ist allerdings so gering (0.6 °C bei 100 % mehr CO2), dass die politisierte Klimaforschung einen auf der Clausius-Clapeyronschen-Gleichung basierenden, fiktiven und nicht falsifizierbaren Wasserdampfverstärkungsmechanismus aus dem Hut gezaubert hat.

Weiter geht’s: Üblicherweise transportiert ein vom Meer kommender Seewind kühlere Luft auf die Landmasse. Wie verhält es sich aber, wenn die Wasseroberfläche unter direkter Sonnenstrahlenwirkung erwärmt wurde? Dann strömt kein kälterer Wind mehr vom Meer aufs Land, vielmehr gelangt eine vorgewärmte Luftmasse landeinwärts, die sich über dem unter wolkenlosen Himmel weiter aufheizt (s. Bild 4) – die Hitzewelle 2026.

Dass die Meeresoberflächentemperatur die entscheidende Größe ist, ist

eigentlich ebenfalls eine Binsenweisheit. Nur wird ihr in letzter Zeit erfolgter Anstieg von der politisierten Klimaforschungsindustrie auf den Treibhauseffekt zurückgeführt: Dies einerseits, weil man unbedingt seit Rio 92 den Lebensstil der Industrieländer dafür verantwortlich machen will und andererseits, weil die in Computern eingespeisten Klimamodelle nicht mit der variablen Wolkenbedeckung zurechtkommen.

Bild 4: Temperaturen im Mittelmeer und der Landumgebung

Berücksichtigt man die Variabilität der Wolkenbedeckung braucht man sich über die in den letzten Jahren gestiegenen Temperaturen braucht nicht zu wundern (Bild 5):

Bild 5: Variabilität der Wolkendichte und Sonnenscheindauer

Nach Daten des Deutschen Wetterdienstes (DMD) hat die globale Strahlung (Solareinstrahlung!) im Zeitraum von 1983 bis 2024 um +3,46 kWh/m2 zugenommen.

Dem Physiknobelpreisträger John F. Clauser (Nobelpreis 2022), dem man gewiss nicht vorwerfen kann, er verstünde nichts von Physik, leugnet nicht den Klimawandel sondern vertritt die Ansicht, die Fluktuation der Wolkenbedeckung und nicht der Treibhausgaseffekt ist für die neuzeitliche Klimaänderung verantwortlich.