Bundeskanzler Merz, die Energiewende und das Schweigen im Walde

Von Manfred Haferburg

Friedrich Merz sagte in seiner Aschermittwochsrede: „Diese Energiewende bringt uns um“. Das ist absolut richtig. Erstaunlicherweise fand dieser sensationelle Satz in den Medien kaum Widerhall. Der heilige Gral der Weltverbesserung soll medial auf keinen Fall beschädigt werden.

 „Diese Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um. Sie ist zu teuer geworden. Es ist der falsche Weg, man kann nicht nur alles mit Sonne und Wind machen.“ Das sagt der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland laut und deutlich in die Mikrofone bei seiner Rede zum Politischen Aschermittwoch in Trier. Ich weiß leider nicht, was in Regierungskreisen so zum Karneval konsumiert wird, es muss jedenfalls für den Bundeskanzler erhellend gewesen sein. Denn was er am Aschermittwoch über die Energiewende sagte, stimmt weitgehend.

Wer allerdings diesen Teil der Merz-Rede hören wollte, der musste sie im Netz suchen. Denn bei der öffentlich-rechtlichen Fernsehübertragung fehlten die letzten 15 Minuten, da selbige leider „aus technischen“ Gründen nach 40 Minuten nicht mehr funktionierte. Stattdessen ordnete der Politikwissenschaftler Emanuel Richter eine Rede für die Zuschauer ein, die er offensichtlich selbst auch nicht bis zum Ende sehen konnte. Das war schon putzig, denn der energiewendekritische Teil fehlte den Zuschauern, die sie sich erst online hätten anschauen müssen. Aus diesem Grund habe ich diesen Teil der Rede transkribiert. Merz sagte wörtlich:

„Wir werden weiter in der Energiepolitik hart arbeiten müssen. Katherina Reiche hat in diesen Tagen einen Vorschlag gemacht, beim weiteren Ausbau der Wind- und Sonnenenergie darauf zu achten, dass der Strom auch wirklich abgenommen wird. Fundamentale neue Erkenntnis: dass derjenige, der etwas produziert auch Abnehmer braucht. Ja meine Damen und Herren, das müsste doch eigentlich selbstverständlich sein, dass man diese Einspeisevergütung nur dann bezahlt, wenn tatsächlich der Strom, der produziert wird, auch einen Abnehmer findet. Das ist eine kleine Korrektur, in einem Energieversorgungssystem, das zu teuer geworden ist. Diese Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um. Sie ist zu teuer geworden. Es ist der falsche Weg, man kann nicht nur alles mit Licht und Sonne und Wind machen. Natürlich geht viel. Aber es geht nicht alles. Wir brauchen grundlastfähige Stromerzeugung, deswegen bauen wir jetzt wieder neue Kraftwerke in Deutschland. Und das, was wir mit Wind und Sonne machen, muss auch akzeptiert werden in der Bevölkerung. Bei mir zu Hause, bei Ihnen in der Eifel, es gibt erheblichen Widerstand gegen den Ausbau der Windenergie, erheblichen Widerstand gegen das, was da tatsächlich stattfindet. Ich bekenne mich dazu, dass das notwendig und richtig ist. Aber es muss so gemacht werden, dass es wirtschaftlich vernünftig ist und dass es von der Bevölkerung akzeptiert wird, als einen Beitrag zur sicheren Energieversorgung unseres Landes. Das ist doch die Voraussetzung, die man gemeinsam erfüllen muss“.

Das große Schweigen im Walde

Eigentlich ist das, was Merz da sagt, eine Sensation. Aber – kaum ein Sterbenswörtchen in Presse und Öffentlich-Rechtlichen. Lediglich das Nachrichtenportal Nius berichtete in seiner Morgensendung am 19. Februar 2026 darüber und kommentierte es. Bei Bild und BZ fand man immerhin noch einen kurzen Hinweis.

Die Bürger der Bundesrepublik Deutschland haben für die Energiewende bisher weit über 500 Milliarden Euro ausgeben müssen. Das sind mehr als 12.000 Euro pro Haushalt. Seit 26 Jahren werden die „Erneuerbaren“ in Deutschland massiv gefördert. Und nun, nach 26 Jahren staatlich verordneter Zerstörung eines früher gut funktionierenden Energiesektors, stellt der Kanzler, ein leidenschaftlicher Protagonist der Energiewende, höchstselbst und ungefragt fest, dass diese Energiewende das Land umbringt.

Das geht für die Energiewende-Einpeitscher der Leitmedien natürlich nicht. Das hat ja der Gottseibeiuns auf der anderen Seite des Großen Teiches schon mal gesagt. Das wird möglichst verschwiegen. Erstmals kommen mir Zweifel, ob das in stiller Übereinkunft der linken Medienschaffenden verschwiegen werden soll, oder ob da jemand Vorgaben gemacht hat. Alle großen Medien schwiegen sich gestern über diesen Teil des Merz-Auftritts in Trier komplett aus. Sie berichten zwar kurz über die Rede, aber ohne dieses konkrete Zitat.

Wen kritisiert Merz da eigentlich? Er ist selbst der Bundeskanzler und mit einer Richtlinienkompetenz ausgestattet, die dem Spuk jederzeit ein Ende machen könnte. Seine Partei ist seit 20 Jahren entweder an der Regierung beteiligt oder eifrigste Verfechterin des Energiewendeirrsinns. Wenn es nach der Politik und den Leit-Medien geht, soll das mit der Energiewende auch künftig alles genauso bleiben. Die Bürger sollen, ohne zu murren, weiterzahlen und die Windbarone und Sonnenkönige weiter ungehindert kassieren.

Was ist los in einem Land, das energiepolitischen Selbstmord begeht und in dessen Medien selbst eine verhaltene Kritik des Bundeskanzlers dem Volk verschwiegen wird – selbstverständlich mit eingeschlossenem Glaubensbekenntnis an den Klimawahn? Und was ist los mit einem Bundeskanzler, der einer nach eigener Erkenntnis suizidale Energiepolitik nicht umgehend Einhalt gebietet?

Der Beitrag erschien zuerst bei Achgut hier

Foto: Arnold Böcklin (1827–1901), Das Schweigen im Walde, Photogravüre. 




Das Schweizer Fernsehen will «Klimaskeptiker» widerlegen – und scheitert

Die Redaktion der Wettersendung «SRF Meteo» hat versucht, «Argumente der Klimaskeptiker» als falsch zu entlarven. Was sie hier als angeblichen «Stand der Wissenschaft» hinstellt, hält allerdings einem Faktencheck nicht stand.

Von Peter Panther

Was sind die Ursachen des Klimawandels? Welche Massnahmen braucht es allenfalls dagegen? Darüber wird seit Jahren heftig gestritten. Die Wetterfrösche des Schweizer Fernsehens sind in einem Artikel nun zum Schluss gekommen, dass die zentralen Aussagen der sogenannten «Klimaskeptiker» allesamt falsch seien. Wir haben die Argumente unter die Lupe genommen.

Im Folgenden wird jeweils angeführt, welche Aussagen der «Klimaskeptiker» die SRF-Autoren aufnehmen, wie sie diese widerlegt haben wollen (jeweils unter dem Stichwort «Stand der Wissenschaft») und was davon zu halten ist.

Hinweis: Im Artikel von «SRF-Meteo» werden die Aussagen der «Klimaskeptiker» jeweils als «Argument» bezeichnet. Wir haben diese Bezeichnung zu «Aussage» geändert, um sauber zwischen den zitierten Aussagen der «Klimaskeptiker» und den Argumenten der SRF-Meteo-Redaktion zu unterscheiden.

«Aussage 1: Die gemessene Erwärmung ist falsch. Etwa weil Thermometer früher auf dem Land und in der Zwischenzeit in einer (wärmeren) Stadt stehen.

Stand der Wissenschaft: Unterschiedlichste Messmethoden zeigen den Erwärmungstrend klar und weltweit. Dazu gehören Thermometer, Satelliten, Messungen aus Eisbohrkernen und Wetterballons.»

Kommentar: Es gibt nur wenige Menschen, welche in Frage stellen, dass es auf der Erde wärmer geworden ist. Von daher handelt es sich kaum um eine zentrale Aussage der «Klimaskeptiker». Allerdings gibt es immer wieder Zweifel, ob bei den Temperaturmessungen der Verstädterungseffekt angemessen berücksichtigt wird (also der Effekt, dass die Temperaturen nicht wegen des Klimawandels steigen, sondern nur scheinbar wegen zunehmend urbaner Umgebung von Messstationen). Darauf geht «SRF Meteo» aber gar nicht erst ein.

«Aussage 2: Es gibt keinen wissenschaftlichen Konsens. Selbst Experten zweifeln am Klimawandel.

Stand der Wissenschaft: 97 Prozent der Klimawissenschaftler halten den Klimawandel für real und sehen den Menschen als Ursache.»

Kommentar: Richtig ist, dass sich die meisten tonangebenden Klimawissenschaftler überzeugt zeigen, dass die Erderwärmung menschgemacht ist. Das Argument mit den 97 Prozent geht auf eine Auswertung des australischen Kognitionswissenschaftlers John Cook von 2013 zurück, der 12’000 wissenschaftliche Studien zum Klimawandel unter die Lupe genommen hatte. Dabei sortierte er jedoch 66 Prozent dieser Publikationen aus, weil daraus gar keine Aussage zum menschlichen Einfluss zu entnehmen war. Bei den verbleibenden Studien war bei 97 Prozent herauszulesen, dass die Autoren den Menschen zumindest als mitverantwortlich für die Erderwärmung sehen. Viele «Klimaskeptiker» stellen aber gar nicht in Frage, dass der Mensch ein Stück weit am Klimawandel beteiligt ist, sondern nur, dass er alleine daran schuld sein soll. Zudem hätte man aus der Erhebung von James Cook auch ableiten können, dass sich zwei Drittel der Klimaforscher bezüglich des menschlichen Einflusses gar nicht festgelegt haben.

«Aussage 3: Das Klima hat sich schon immer geändert. Es gab Perioden in der Erdgeschichte, da war es wärmer als heute.

Stand der Wissenschaft: Das Klima hat sich schon immer geändert. Allerdings ist die heutige Erwärmung in den letzten 2000 Jahren beispiellos. Die Erde kann auch bei weitaus höheren Temperaturen existieren, die menschliche Zivilisation jedoch nicht unbedingt.»

Kommentar: «SRF Meteo» stützt sich hier auf Aussagen des Weltklimarats IPCC ab, der die gegenwärtige Erwärmung als beispiellos für die letzten 2000 Jahre darstellt. Daran gibt es jedoch erhebliche Zweifel. Einerseits sind die statistischen Methoden, die zur entsprechenden «Hockeyschläger»-Kurve des IPCC führen, schon früher als wissenschaftlich unhaltbar entlarvt worden. Andererseits weiss man aus der Zeit des Römischen Temperaturoptimums (vor ca. 2000 Jahren) und des Mittelalterlichen Temperaturoptimums (vor ca. 1000 Jahren), dass sich damals die Gletscher weiter als heute zurückgezogen haben. Wie hoch die Temperaturen damals lagen, lässt sich angesichts fehlender Messungen nicht mit Sicherheit sagen. Jedenfalls wird die menschliche Zivilisation auch bei weitaus mehr Wärme nicht so einfach verschwinden.

«Aussage 4: Es ist die Sonne. Sonnenflecken oder die Sonnenaktivität führen zur Erwärmung.

Stand der Wissenschaft: Die Sonneneinstrahlung ist tatsächlich nicht konstant, Aber auch in Perioden, wo die Sonne schwächer als üblich war, wurde die Erde wärmer.»

Kommentar: Auch hier stützt die SRF-Meteo auf den Weltklimarat ab, der diese Ansicht vertritt. Es gibt allerdings ernstzunehmende Wissenschaftler wie Nir Shaviv von der Hebräischen Universität Jerusalem, welche den Einfluss der Sonne stärker gewichten. Solche Stimmen übergeht der IPCC konsequent.

«Aussage 5: Der Klimawandel hat positive Auswirkungen. Bessere Bedingungen für die Landwirtschaft oder weniger Kältetote.

Stand der Wissenschaft: Einige mögliche positive Auswirkungen des Klimawandels gibt es. Die Risiken überwiegen aber bei Weitem.»

Kommentar: Die Erderwärmung hat ohne Zweifel auch viele positive Folgen. «SRF Meteo» stützt sich bei der Behauptung, dass die Risiken bei Weitem überwiegen, aber erneut auf den Weltklimarat. Fakt ist, dass positive Auswirkungen des Klimawandels in den Medien so gut wie nie zur Sprache kommen. Das  führt zu einem verzerrten Bild der Öffentlichkeit über die Erderwärmung.

«Aussage 6: Das Wetter war schon immer extrem. Überschwemmungen und Dürren gab es schon immer.

Stand der Wissenschaft: Stimmt. Viele Wetterextreme sind aber wegen des Klimawandels häufiger und intensiver geworden, wie Hitzewellen, Dürren oder Starkregen.»

Kommentar: Hier stützt sich SRF Meteo für einmal nicht auf den IPCC ab. Denn in dessen jüngsten Sachstandsbericht lässt sich eine Tabelle finden, die zeigt, dass es weltweit weder bei Überschwemmungen noch bei Stürmen, Dürren und Starkregen einen Trend zu mehr und stärkeren Ereignissen gibt. Insofern liegt «SRF Meteo» hier falsch – ausser bei Hitzewellen. Dass diese angesichts tendenziell steigender Temperaturen häufiger werden, ist allerdings eine Binsenwahrheit.

«Aussage 7: Klimamodelle sind schlecht. Die Modelle wurden so erstellt, dass sie für die Vergangenheit passen, und sie sagen nichts über die Zukunft aus.

Stand der Wissenschaft: Ein Klimamodell basiert auf den Gesetzen der Physik. Nur darum kann es die Vergangenheit gut wiedergeben. Die Gesetze der Physik bleiben auch in der Zukunft gültig.»

Kommentar: Physikalische Gesetze gelten zwar uneingeschränkt. Nur ist es manchmal schwierig zu erkennen, wie diese Gesetze denn genau lauten. Die Klimawissenschaft hat jedenfalls ihre liebe Mühe damit, diese zu erkennen, weil die chemisch-physikalischen Wechselwirkungen in der Atmosphäre äusserst komplex sind. Vor einigen Jahren mussten selbst führende IPCC-Forscher eingestehen, dass die verwendeten Klimamodelle versagen, weil sie nicht nur die Zukunft, sondern auch die Vergangenheit nicht richtig abbilden können. Insofern ist die Wirklichkeit sogar noch schlimmer: Die vom IPCC verwendeten Modelle passen oft nicht einmal für vergangene Zeiten.

«Aussage 8: Die Wetterprognose ist falsch, also ist es die Klimaprojektion auch. Eine Wetterprognose für die übernächste Woche geht nicht, warum sollte eine Klimaprojektion über hundert Jahre funktionieren?

Stand der Wissenschaft: Dies sind komplett unterschiedliche Fragestellungen. Für eine Wetterprognose muss man den exakten Zustand der Atmosphäre kennen. Eine Klimaprojektion muss nur die klimatischen Gegebenheiten realistisch simulieren können. Das Wetter-Chaos wird in einem Klimamodell durch langfristige Mittelwerte eliminiert.»

Kommentar: Natürlich sind Klima und Wetter nicht dasselbe. Dennoch wirkt es wie Hybris, wenn die tonangebenden Wissenschaftler suggerieren, man könne die Entwicklung des Klima auf viele Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte hinaus punktgenau vorhersehen. Die Vorstellung, die künftige Welt-Temperatur liesse sich wie mit einem Thermostaten auf das Zehntelsgrad genau einstellen, ist erst recht abwegig.

«Aussage 9: Klimaschutz ist schlecht für die Wirtschaft. Wir brauchen fossile Brennstoffe für weiteres Wirtschaftswachstum.

Stand der Wissenschaft: Die Kosten des Nichthandelns sind höchstwahrscheinlich grösser als die Kosten für eine Minderung des Klimawandels.» 

Kommentar: Wer nur über etwas gesunden Menschenverstand verfügt, kann unschwer erkennen, dass es auf keinen Fall gelingen wird, die fossilen Brennstoffen in nur wenigen Jahrzehnten zu ersetzen. Folglich müsste man den Menschen die Energie regelrecht wegnehmen, um die Klimaziele zu erreichen. Das würde zu Wirtschaftszusammenbrüchen und Missernten führen. Das Resultat wären Armut, Hunger und Tod. Die angeblichen Berechnungen sogenannter Klimaökonomen, wonach sich Klimaschutz unter dem Strich lohne, sind politisch motivierte Wunschkonzerte.

«Aussage 10: Erneuerbare Energien sind unzuverlässig. An bewölkten Tagen  gibt es kaum Solarenergie, an sonnigen Tagen zu viel.

Stand der Wissenschaft: Es kommt bei der erneuerbaren Energieerzeugung zu Fluktuationen. Allerdings nicht bei allen Arten, wie z.B. bei der Wasserkraft oder Geothermie. Für die Fluktuationen wird an Lösungen gearbeitet, wie Smart Grids oderSpeichertechnologien.»

Kommentar: Bei «SRF Meteo» weiss man genau, dass es bei der Umstellung des Energiesystems in erster Linie um Solar- und Windstrom geht und höchstens am Rand um Strom aus Geothermie und Wasserkraft. Und bei Wind und Sonne ist die Wetterabhängigkeit der Produktion unbestreitbar das zentrale Problem, das diese Energieformen faktisch unbrauchbar werden lässt. Mit der Formulierung, es werde hier «an Lösungen gearbeitet», gibt SRF Meteo zu, dass es diese Lösungen für die fluktuierende Energieproduktion bisher nicht gibt.

Beitrag von «SRF Meteo»:

https://www.srf.ch/meteo/meteo-stories/themenwoche-fakt-oder-fake-argumente-der-klimaskeptiker-und-was-die-forschung-dazu-sagt

 




Täglich sinkende Speicherstände High Noon beim Erdgas

– Ministerium und Behörden sehen keinen Grund zur Sorge

Wirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur beobachten, wie die Gasspeicherstände täglich sinken – ohne zu handeln. In diesen Tagen wird voraussichtlich die 20-Prozent-Grenze unterschritten werden. Gemäß Notfallplan kann dann die Versorgung eingeschränkt werden. Die Verbraucherseite wird gedrosselt werden müssen, indem Teile der Industrie heruntergefahren werden.| hristian Dittrich

von Frank Hennig

Die Füllstände der deutschen und europäischen Gasspeicher sinken immer weiter. Das ist angesichts des Wintermonats Februar nicht verwunderlich. Ein Grund zur Sorge besteht laut Ministerium und Behörden nicht. Die Aussage ist politisch motiviert, in der Realität ist eine Knappheit an Gas nicht mehr zu vermeiden. Was wäre es für ein Zeichen in die Welt, wenn Deutschland im Winter wegen Energiemangels Teile seiner Industrie herunterfahren müsste?

Niedrige Füllstände der Gasspeicher seien kein Indiz für eine Mangellage, sagt Klaus Müller, der grüne Chef der Bundesnetzagentur (BNA), der vom Kanzler inzwischen auch befördert wurde zum Aufseher über die Anwendungen der KI. Diese braucht man allerdings nicht, um eine prekäre Lage in der deutschen und europäischen Gasversorgung festzustellen.

Der Speicherstand werde aufmerksam beobachtet, sagt das Wirtschaftsministerium (BWE). Dabei handelt es sich, wie oft im politischen Raum, um eine Nullaussage. Beobachten kann man alles Mögliche, in diesem Fall setzt man es natürlich voraus. Entscheidend sind die Konsequenzen daraus. Ich beobachte auch sehr aufmerksam meinen Kontostand. Fällt dieser zu schnell und droht das Abgleiten in den teuren Dispo, gehe ich vom Beobachten zum Handeln über und gebe zum Beispiel weniger Geld aus.

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Ministerium und BNA beobachten also und geben keinen Hinweis, dass sie handeln wollen. In der Gasversorgung gibt es allerdings keinen Dispo-Kredit. „Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein“, heißt es. Wie lang ist eigentlich ein Augenblick und sollte eine so wichtige Behörde auch über den Tag hinaus denken?

Entsprechend dem Notfallplan Gas haben wir schon mit Unterschreiten der 40-Prozent-Marke in den Speichern eine kritische Situation erreicht. Da der Verbrauch weiterhin den Bezug teilweise um das Doppelte überschreitet und durch Entnahme aus den Speichern abgesichert werden muss, werden wir in diesen Tagen die 20-Prozent-Grenze unterschreiten mit der Folge, dass dann die Ausspeicherleistung rapide sinken wird und die Verbraucherseite gedrosselt werden müsste. Gemäß Notfallplan können dann Einschränkungen in der Versorgung vorgenommen werden. Das ist aber nicht zwingend vorgeschrieben, auch nicht, in welcher Reihenfolge welche Verbraucher betroffen wären. Man verweist beruhigend auf den geschützten Bereich der Wärmeversorgung durch KWK-Gaskraftwerke von Wohnungen, Krankenhäusern, Schulen und ähnlichen Verbrauchern.

Also bleiben für die Verbrauchsreduzierung nicht lebensnotwendige Abnehmer wie Schwimmbäder und Kultureinrichtungen und natürlich käme ein Zurückfahren industrieller Verbraucher in den Fokus. Diese Einschränkungen würden nicht nur für ein paar Tage gelten, sondern so lange, bis die Bilanz von Gas-Aufkommen und -Verbrauch zumindest wieder ausgeglichen wäre. Das dürfte mehrere Wochen bis Monate dauern.

Unternehmen würden schwierig abzuwehrende Schadenersatzforderungen stellen, da die Regierung mit den Notfallmaßnahmen gegen das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verstößt. Auf höhere Gewalt kann man sich nicht berufen, da man vorher systemsichernde Kraftwerke für die Strom- und Wärmeversorgung bewusst abgeschaltet hat. Regierungstreue deutsche Gerichte könnten nur eingeschränkt helfen, da auch internationale Gerichte angerufen würden.

Was kommt?

Der letze Rest aus den Speichern fließt nur langsam ins Netz. Insbesondere Bayern könnte aufgrund der langen Leitung, also der großen Entfernung von Gas-Grenzübergangsstellen und LNG-Terminals, von Mangel betroffen sein. Aber wer, wie Herr Aiwanger, den Chemiestandort Wacker mit Windstrom versorgen will, der hat vielleicht noch ein Ass im Ärmel in Form von Biogas, Globuli-Energie oder hat wenigstens einen Fusionsreaktor bestellt. Keiner weiß es, aber es ist verdächtig ruhig in der bayerischen Politik und den dort regierungsbegleitenden Medien.

Die Importe von Röhrengas kommen gegenwärtig vor allem aus Norwegen, auch aus Belgien und Holland. Unsere eigenen Ressourcen mit modernen Fördermethoden zu nutzen, ist weiterhin ein Tabu. Die holländischen Speicher sind allerdings leerer als unsere. Wenn diese ausfallen, werden wir auch von den tiefliegenden Nachbarn kein Gas mehr bekommen. Im Januar erfolgten noch erhebliche Lieferungen von russischem LNG in die EU aus dem Yamal-Feld. Damit soll bekanntlich 2027 Schluss sein und unsere politischen Spitzenkräfte verkünden, nie, nie mehr russisches Gas importieren zu wollen. 2027 allerdings beginnen wir, Gaskraftwerke zu bauen. Die müssen zumindest einen Teil der Kohlekraftwerke ersetzen, die noch abgeschaltet werden sollen.

Was kommt nicht?

Wirtschaftsministerium, Bundesnetzagentur und Medien halten den Ball flach. Die Gelassenheit wird mit einer veränderten Rolle der Speicher begründet. Durch die Möglichkeit, variable Mengen an LNG zu importieren, seien weniger Speicher nötig als bei reiner Lieferung von Röhrengas wie in der Vergangenheit.

Der bisherige LNG-Anteil am Import lag bei maximal 13 Prozent. Eine TE-Anfrage an das Wirtschaftsministerium, wie schnell und wie hoch man diesen Anteil steigern kann, wurde nicht beantwortet. Mag sein, dass freie Slots, also Liegeplätze an den Regasifizierungsschiffen, vorhanden sind, aber wo sind die LNG-Tanker? Kein Schiff wird kommen, jedenfalls nicht auf Zuruf wie beim Versandhändler, der notfalls per Express liefert.

Vor Mukran auf der Insel Rügen lag sehr lange ein Tanker im Eis fest. Neue Schiffe kommen noch nicht durch, schwere Eisbrecher müssen erst organisiert werden. Die nackten Zahlen der BNA widersprechen der Aussage der Flexibilität des LNG-Imports. Wurden vom 1. bis 31. Januar noch durchschnittlich 370 Gigawattstunden (GWh) LNG pro Tag importiert, waren es vom 1. bis 15. Februar durchschnittlich 222 GWh und damit nur noch 7 Prozent des Gesamtimports an Erdgas.

Das ist Flexibilität nach unten, bedingt durch Faktoren wie den Winter in Europa und den USA und die neue Abhängigkeit von den Amerikanern. Offensichtlich handelt es sich bei der regierungsamtlich vertretenen These von signifikant steigerbaren LNG-Importen um ein Fake. Wer die Lage beobachtet, müsste es besser wissen.

Bürger der Welt, schaut auf dieses Land!

Der jetzige Trend läuft auf eine völlige Entleerung der Speicher hinaus, mit den oben beschriebenen Folgen. Die Regierung schweigt und handelt nicht, parteitaktische Motive sind naheliegend. Die Ausrufung einer Mangel- oder Notlage könnte die Wahlen in Baden-Württemberg am 8. März beeinflussen, sicher nicht zum Vorteil der im Bund regierenden Parteien. Man kann das so machen, es zeigt aber, dass die Parteien Macht und Machterhalt über das Wohl des Landes stellen. Außerdem könnte es nur für den Wahltag 8. März helfen. Bis zum 22. März, den Wahlen in Rheinland-Pfalz, lässt sich die Lage nicht mehr schönreden oder vertuschen, bis dahin haben die Realitäten die Tür eingetreten.

Die weiteren Folgen davon wären katastrophal und würden weit über kurzfristige Parteipolitik und den akuten Schaden hinausreichen. Was wäre es für ein Zeichen in die Welt, wenn Deutschland, eines der Länder, von dem die Industrialisierung ausging, das Land der Dichter, Denker und Ingenieure, der ehemalige Exportweltmeister, bewundert für seine starke Industrie, in einem Winter aufgrund Energiemangels Teile seiner Industrie herunterfahren muss?

Die Reputation als sicherer Wirtschaftsstandort wäre verloren. International agierende Unternehmen würden bei Investitionsvorhaben Deutschland von ihrer Landkarte streichen. Bestehende Unternehmen würden den Exodus planen. In der EU, der OECD, der Welthandelsorganisation, der Weltbank und bei anderen Organisationen wird man die Stirn in Falten legen beim Nachdenken über Deutschland und die künftigen Beziehungen. Auch das Triple-A steht in Frage.

Man will das Thema solange wie möglich verschweigen und durchschwitzen. Es bleibt nichts außer der Hoffnung auf den Wettergott und zügig steigende Temperaturen. Ein Ausdruck der Hilflosigkeit, aber wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, fehlen die Optionen. Da hilft kein grüner Voodoo-Zauber mit dem Tanz ums Windrad.

Einmal vollmachen, bitte

Die im Frühjahr leeren Speicher müssen bis Ende Oktober wieder halbwegs gefüllt sein. Das wird teuer und ohne Staatsgeld als Unterstützung oder in Form einer Staatsreserve nicht funktionieren.

Wie der nächste Winter wird, weiß noch niemand. 2024 endete das Maximum des aktuellen solaren Zyklus, weitere kalte Winter sind möglich. Die Abschaltungen von Kohlekraftwerken sollen weitergehen. Erdgas wird knapp bleiben, grüner Wasserstoff ist nicht in Sicht. Wenn weiter schmalgebildete Politiker Klimaszenarien als Wetterbericht interpretieren, wird das sichtbar zum Problem.

Unterdessen sinken die Speicherstände, Tag für Tag.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier




Windkraft im Wald: Kontamination & „Recycling

Das 4. Video der Serie Gegenwind hat die Umweltzerstörung beim Betrieb und dem Abbau von Windkraftanlagen zum Thema, mit der Eingangsfrage: Gehen denn auch Gefahren beim Betrieb von Windparks im Wald für unsere sehr artenreichen Waldböden und damit auch unsere Trinkwasserschutzgebiete aus … und JA, liebe Pseudo-Faktenchecker, da stehen nun mal auch mehr und mehr Windräder, an und in Trinkwasserschutzgebieten im Laubmischwald.

Über drei Beispiele wird in diesem Video aufgezeigt, wie Ihnen wesentliche Informationen, wesentliche Gefahren der Kontamination unserer Böden und Wasserschutzgebiete im Wald, aber auch beim Agrarland vorenthalten werden: A) Durch die Nutzung / den Austausch von 500 bis über 1.000 Litern hochgiftiger Mineralöle und Fette pro Windrad in den Gondeln; B) Durch die Erosion und Verteilung in der Umgebung von toxischen, gesundheitsgefährdenden Chemikalien, z.B. PFAS, Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, die aufgrund ihrer extremen Langlebigkeit auch als „Ewigkeitschemikalien“  genannt werden … und C) Durch den Rückbau der Anlagen – wenn dieser denn überhaupt geschieht – der eben nicht das beschworene Recycling ist, da die hochgiftigen Windradflügel in Deutschland verbrannt – oder legal bis illegal – ins Ausland verbracht werden.




Original Text der Rede des US Außenministers Rubio in Deutsch

Original Text der Rede des US Außenministers Rubio

„Wir versammeln uns heute hier als Mitglieder eines historischen Bündnisses, eines Bündnisses, das die Welt gerettet und verändert hat. Als diese Konferenz 1963 begann, war sie in einer Nation – eigentlich war sie auf einem Kontinent –, der geteilt war. Die Linie zwischen Kommunismus und Freiheit verlief durch das Herz Deutschlands. Die ersten Stacheldrahtzäune der Berliner Mauer waren erst zwei Jahre zuvor errichtet worden.

Und nur Monate vor jener ersten Konferenz, bevor unsere Vorgänger sich hier zum ersten Mal trafen, hier in München, hatte die Kubakrise die Welt an den Rand der nuklearen Vernichtung gebracht. Selbst als der Zweite Weltkrieg im Gedächtnis von Amerikanern und Europäern gleichermaßen noch frisch brannte, fanden wir uns wieder, wie wir in den Lauf einer neuen globalen Katastrophe blickten – einer mit dem Potenzial für eine neue Art von Zerstörung, apokalyptischer und endgültiger als alles zuvor in der Geschichte der Menschheit.

Zum Zeitpunkt dieses ersten Treffens war der sowjetische Kommunismus auf dem Vormarsch. Tausende Jahre westlicher Zivilisation hingen in der Waage. Zu dieser Zeit war der Sieg alles andere als sicher. Aber wir wurden von einem gemeinsamen Zweck angetrieben. Wir waren nicht nur vereint durch das, wogegen wir kämpften; wir waren vereint durch das, wofür wir kämpften. Und gemeinsam setzten sich Europa und Amerika durch und ein Kontinent wurde wiederaufgebaut. Unsere Menschen gediehen. Mit der Zeit wurden die Ost- und Westblöcke wieder vereint. Eine Zivilisation wurde wieder einmal geheilt.

Jene berüchtigte Mauer, die diese Nation in zwei gespalten hatte, fiel, und mit ihr ein böses Imperium, und Ost und West wurden wieder eins. Aber die Euphorie dieses Triumphs führte uns zu einer gefährlichen Täuschung: dass wir, Zitat, „das Ende der Geschichte“ betreten hätten; dass jede Nation nun eine liberale Demokratie sein würde; dass die durch Handel und allein durch Gewerbe gebildeten Bindungen nun das Nationsein ersetzen würden; dass die regelbasierte globale Ordnung – ein überbenutzter Begriff – nun das nationale Interesse ersetzen würde; und dass wir nun in einer Welt ohne Grenzen leben würden, in der jeder ein Bürger der Welt wurde.

Dies war eine törichte Idee, die sowohl die menschliche Natur ignorierte als auch die Lehren von über 5.000 Jahren aufgezeichneter Menschheitsgeschichte ignorierte. Und sie hat uns teuer zu stehen gekommen. In dieser Täuschung nahmen wir eine dogmatische Vision von freiem und ungehindertem Handel an, selbst als einige Nationen ihre Volkswirtschaften schützten und ihre Unternehmen subventionierten, um unsere systematisch zu unterbieten – unsere Werke zu schließen, wodurch große Teile unserer Gesellschaften deindustrialisiert wurden, Millionen von Arbeitsplätzen der Arbeiter- und Mittelschicht ins Ausland zu verlagern und die Kontrolle über unsere kritischen Lieferketten sowohl Gegnern als auch Rivalen zu überlassen.

Wir lagerten zunehmend unsere Souveränität an internationale Institutionen aus, während viele Nationen in massive Wohlfahrtsstaaten investierten, auf Kosten der Aufrechterhaltung der Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen. Dies, selbst als andere Länder in den schnellsten militärischen Aufbau in der gesamten Menschheitsgeschichte investiert haben und nicht gezögert haben, harte Macht einzusetzen, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Um einen Klimakult zu beschwichtigen, haben wir uns selbst Energiepolitiken auferlegt, die unsere Menschen verarmen lassen, selbst als unsere Wettbewerber Öl und Kohle und Erdgas und alles andere ausbeuten – nicht nur, um ihre Volkswirtschaften anzutreiben, sondern um es als Hebel gegen unsere eigenen zu benutzen.

Und im Streben nach einer Welt ohne Grenzen öffneten wir unsere Türen für eine beispiellose Welle von Massenmigration, die den Zusammenhalt unserer Gesellschaften, die Kontinuität unserer Kultur und die Zukunft unserer Menschen bedroht. Wir haben diese Fehler gemeinsam gemacht, und nun sind wir es unseren Menschen gemeinsam schuldig, diesen Tatsachen ins Auge zu sehen und voranzugehen, um wieder aufzubauen.

Unter Präsident Trump werden die Vereinigten Staaten von Amerika erneut die Aufgabe der Erneuerung und Wiederherstellung übernehmen, angetrieben von einer Vision einer Zukunft, so stolz, so souverän und so vital wie die Vergangenheit unserer Zivilisation. Und während wir bereit sind, falls nötig, dies allein zu tun, ist es unsere Präferenz und es ist unsere Hoffnung, dies gemeinsam mit Ihnen zu tun, unseren Freunden hier in Europa.

Für die Vereinigten Staaten und Europa gehören wir zusammen. Amerika wurde vor 250 Jahren gegründet, aber die Wurzeln begannen hier auf diesem Kontinent lange zuvor. Der Mann, der die Nation meiner Geburt besiedelte und aufbaute, kam an unsere Küsten und trug die Erinnerungen und die Traditionen und den christlichen Glauben ihrer Vorfahren als ein heiliges Erbe, ein unzerbrechliches Band zwischen der alten Welt und der neuen.

Wir sind Teil einer Zivilisation: der westlichen Zivilisation. Wir sind aneinander gebunden durch die tiefsten Bindungen, die Nationen teilen könnten, geschmiedet durch Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte, christlichen Glaubens, Kultur, Erbes, Sprache, Abstammung und der Opfer, die unsere Vorväter gemeinsam für die gemeinsame Zivilisation brachten, deren Erben wir geworden sind.

Und deshalb ist dies der Grund, warum wir Amerikaner manchmal vielleicht ein wenig direkt und dringlich in unserem Rat wirken. Deshalb verlangt Präsident Trump Ernsthaftigkeit und Gegenseitigkeit von unseren Freunden hier in Europa. Der Grund, meine Freunde, ist, weil wir uns zutiefst kümmern. Wir kümmern uns zutiefst um Ihre Zukunft und unsere. Und wenn wir manchmal nicht einig sind, entspringen unsere Meinungsverschiedenheiten unserem tiefen Gefühl der Sorge um ein Europa, mit dem wir verbunden sind – nicht nur wirtschaftlich, nicht nur militärisch. Wir sind geistig verbunden und wir sind kulturell verbunden. Wir wollen, dass Europa stark ist. Wir glauben, dass Europa überleben muss, weil die zwei großen Kriege des letzten Jahrhunderts uns als die ständige Erinnerung der Geschichte dienen, dass letztlich unser Schicksal mit dem Ihren verflochten ist und immer sein wird, weil wir wissen, dass das Schicksal Europas für unser eigenes niemals irrelevant sein wird.

Nationale Sicherheit, worum es bei dieser Konferenz größtenteils geht, ist nicht bloß eine Reihe technischer Fragen – wie viel wir für Verteidigung ausgeben oder wo, wie wir sie einsetzen, das sind wichtige Fragen. Das sind sie. Aber sie sind nicht die grundlegende. Die grundlegende Frage, die wir zu Beginn beantworten müssen, ist, was genau verteidigen wir, denn Armeen kämpfen nicht für Abstraktionen. Armeen kämpfen für ein Volk; Armeen kämpfen für eine Nation. Armeen kämpfen für eine Lebensweise. Und das ist es, was wir verteidigen: eine großartige Zivilisation, die allen Grund hat, stolz auf ihre Geschichte zu sein, zuversichtlich hinsichtlich ihrer Zukunft zu sein und darauf abzuzielen, immer der Herr ihres eigenen wirtschaftlichen und politischen Schicksals zu sein.

Hier in Europa wurden die Ideen geboren, die die Samen der Freiheit pflanzten, die die Welt veränderten. Hier in Europa, wo die Welt – die der Welt die Herrschaft des Rechts, die Universitäten und die wissenschaftliche Revolution gab. Es war dieser Kontinent, der das Genie von Mozart und Beethoven hervorbrachte, von Dante und Shakespeare, von Michelangelo und Da Vinci, von den Beatles und den Rolling Stones. Und dies ist der Ort, wo die Gewölbedecken der Sixtinischen Kapelle und die hoch aufragenden Spitzen der großen Kathedrale in Köln, sie bezeugen nicht nur die Größe unserer Vergangenheit oder einen Glauben an Gott, der diese Wunder inspirierte. Sie kündigen die Wunder an, die uns in unserer Zukunft erwarten. Aber nur wenn wir unapologetisch in unserem Erbe sind und stolz auf dieses gemeinsame Erbe, können wir gemeinsam die Arbeit beginnen, unsere wirtschaftliche und unsere politische Zukunft zu entwerfen und zu gestalten.

Deindustrialisierung war nicht unvermeidlich. Sie war eine bewusste politische Entscheidung, ein jahrzehntelanges wirtschaftliches Vorhaben, das unsere Nationen ihres Reichtums, ihrer produktiven Fähigkeit und ihrer Unabhängigkeit beraubte. Und der Verlust unserer Lieferketten-Souveränität war keine Funktion eines prosperierenden und gesunden Systems globalen Handels. Es war töricht. Es war eine törichte, aber freiwillige Umgestaltung unserer Wirtschaft, die uns für unsere Bedürfnisse von anderen abhängig machte und gefährlich verwundbar für Krisen.

Massenmigration ist nicht, war nicht, ist nicht irgendeine Randangelegenheit von geringer Konsequenz. Sie war und ist weiterhin eine Krise, die Gesellschaften im gesamten Westen verwandelt und destabilisiert. Gemeinsam können wir unsere Volkswirtschaften reindustrialisieren und unsere Fähigkeit wiederaufbauen, unsere Menschen zu verteidigen. Aber die Arbeit dieses neuen Bündnisses sollte nicht nur auf militärische Zusammenarbeit und die Rückgewinnung der Industrien der Vergangenheit fokussiert sein. Sie sollte auch darauf fokussiert sein, gemeinsam unsere gegenseitigen Interessen und neue Grenzbereiche voranzubringen, unsere Erfindungskraft, unsere Kreativität und den dynamischen Geist zu entfesseln, um ein neues westliches Jahrhundert zu bauen. Kommerzielle Raumfahrt und bahnbrechende künstliche Intelligenz; industrielle Automatisierung und flexible Fertigung; eine westliche Lieferkette für kritische Mineralien zu schaffen, die nicht erpressbar ist durch andere Mächte; und ein einheitliches Bemühen, um Marktanteile in den Volkswirtschaften des globalen Südens zu konkurrieren. Gemeinsam können wir nicht nur die Kontrolle über unsere eigenen Industrien und Lieferketten zurückgewinnen – wir können in den Bereichen gedeihen, die das 21. Jahrhundert definieren werden.

Aber wir müssen auch Kontrolle über unsere nationalen Grenzen gewinnen. Zu kontrollieren, wer und wie viele Menschen in unsere Länder eintreten, dies ist kein Ausdruck von Fremdenfeindlichkeit. Es ist kein Hass. Es ist ein grundlegender Akt nationaler Souveränität. Und das Versäumnis, dies zu tun, ist nicht nur eine Preisgabe einer unserer grundlegendsten Pflichten, die wir unseren Menschen schulden. Es ist eine dringende Bedrohung für das Gefüge unserer Gesellschaften und das Überleben unserer Zivilisation selbst.

Und schließlich können wir die sogenannte globale Ordnung nicht länger über die vitalen Interessen unserer Menschen und unserer Nationen stellen. Wir müssen das System internationaler Zusammenarbeit, das wir verfasst haben, nicht aufgeben, und wir müssen die globalen Institutionen der alten Ordnung, die wir gemeinsam aufgebaut haben, nicht demontieren. Aber diese müssen reformiert werden. Diese müssen wiederaufgebaut werden.

Zum Beispiel haben die Vereinten Nationen immer noch enormes Potenzial, ein Werkzeug für Gutes in der Welt zu sein. Aber wir können nicht ignorieren, dass sie heute, bei den drängendsten Angelegenheiten vor uns, keine Antworten hat und praktisch keine Rolle gespielt hat. Sie konnte den Krieg in Gaza nicht lösen. Stattdessen war es amerikanische Führung, die Gefangene aus den Händen von Barbaren befreite und einen fragilen Waffenstillstand zustande brachte. Sie hat den Krieg in der Ukraine nicht gelöst. Es brauchte amerikanische Führung und Partnerschaft mit vielen der Länder hier heute, nur um die beiden Seiten an den Tisch zu bringen auf der Suche nach einem weiterhin schwer fassbaren Frieden.

Sie war machtlos, das Nuklearprogramm radikaler schiitischer Kleriker in Teheran einzuschränken. Das erforderte 14 Bomben, die mit Präzision aus amerikanischen B-2-Bombern abgeworfen wurden. Und sie war nicht in der Lage, die Bedrohung für unsere Sicherheit durch einen narco-terroristischen Diktator in Venezuela anzugehen. Stattdessen brauchte es amerikanische Spezialkräfte, um diesen Flüchtigen der Gerechtigkeit zuzuführen.

In einer perfekten Welt würden all diese Probleme und mehr von Diplomaten und scharf formulierten Resolutionen gelöst werden. Aber wir leben nicht in einer perfekten Welt, und wir können nicht weiterhin zulassen, dass diejenigen, die unsere Bürger dreist und offen bedrohen und unsere globale Stabilität gefährden, sich hinter Abstraktionen des Völkerrechts verstecken, das sie selbst routinemäßig verletzen.

Dies ist der Weg, den Präsident Trump und die Vereinigten Staaten eingeschlagen haben. Es ist der Weg, den wir Sie hier in Europa bitten, mit uns zu gehen. Es ist ein Weg, den wir zuvor gemeinsam gegangen sind und hoffen, ihn gemeinsam wieder zu gehen. Fünf Jahrhunderte lang, vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, hatte der Westen expandiert – seine Missionare, seine Pilger, seine Soldaten, seine Entdecker, die von seinen Küsten ausströmten, um Ozeane zu überqueren, neue Kontinente zu besiedeln, riesige Reiche zu bauen, die sich über den Globus erstreckten.

Aber 1945 schrumpfte er, zum ersten Mal seit dem Zeitalter von Kolumbus. Europa lag in Trümmern. Die Hälfte lebte hinter einem Eisernen Vorhang und der Rest sah aus, als würde er bald folgen. Die großen westlichen Imperien waren in einen endständigen Niedergang eingetreten, beschleunigt durch gottlose kommunistische Revolutionen und durch antikoloniale Aufstände, die die Welt verändern und in den kommenden Jahren das rote Hammer-und-Sichel-Symbol über weite Teile der Karte legen würden.

Vor diesem Hintergrund kamen damals, wie heute, viele zu der Überzeugung, dass das Zeitalter der Dominanz des Westens zu Ende gekommen sei und dass unsere Zukunft dazu bestimmt sei, ein schwaches und kraftloses Echo unserer Vergangenheit zu sein. Aber gemeinsam erkannten unsere Vorgänger, dass Niedergang eine Entscheidung war, und es war eine Entscheidung, die sie ablehnten zu treffen. Das ist es, was wir einmal zuvor gemeinsam getan haben, und das ist es, was Präsident Trump und die Vereinigten Staaten jetzt wieder tun wollen, gemeinsam mit Ihnen.

Und deshalb wollen wir nicht, dass unsere Verbündeten schwach sind, weil das uns schwächer macht. Wir wollen Verbündete, die sich selbst verteidigen können, sodass kein Gegner je versucht sein wird, unsere kollektive Stärke zu testen. Deshalb wollen wir nicht, dass unsere Verbündeten von Schuld und Scham gefesselt werden. Wir wollen Verbündete, die stolz auf ihre Kultur und auf ihr Erbe sind, die verstehen, dass wir Erben derselben großartigen und edlen Zivilisation sind, und die gemeinsam mit uns bereit und fähig sind, sie zu verteidigen.

Und deshalb wollen wir nicht, dass Verbündete den kaputten Status quo rationalisieren, statt sich dem zu stellen, was notwendig ist, um ihn zu reparieren, denn wir in Amerika haben kein Interesse daran, höfliche und ordentliche Verwalter des gemanagten Niedergangs des Westens zu sein. Wir suchen nicht zu trennen, sondern eine alte Freundschaft zu beleben und die größte Zivilisation der Menschheitsgeschichte zu erneuern. Was wir wollen, ist ein wiederbelebtes Bündnis, das erkennt, dass das, was unsere Gesellschaften krank gemacht hat, nicht nur eine Reihe schlechter Politiken ist, sondern ein Unwohlsein der Hoffnungslosigkeit und Selbstzufriedenheit. Ein Bündnis – das Bündnis, das wir wollen, ist eines, das nicht durch Angst in Untätigkeit gelähmt ist – Angst vor Klimawandel, Angst vor Krieg, Angst vor Technologie. Stattdessen wollen wir ein Bündnis, das kühn in die Zukunft rast. Und die einzige Angst, die wir haben, ist die Angst vor der Scham, unseren Kindern Nationen zu hinterlassen, die nicht stolzer, stärker und wohlhabender sind.

Ein Bündnis, bereit, unsere Menschen zu verteidigen, unsere Interessen zu schützen und die Handlungsfreiheit zu bewahren, die es uns erlaubt, unser eigenes Schicksal zu gestalten – nicht eines, das existiert, um einen globalen Wohlfahrtsstaat zu betreiben und für die angeblichen Sünden vergangener Generationen zu sühnen. Ein Bündnis, das nicht zulässt, dass seine Macht ausgelagert, eingeschränkt oder Systemen untergeordnet wird, die außerhalb seiner Kontrolle liegen; eines, das nicht von anderen für die kritischen Notwendigkeiten seines nationalen Lebens abhängt; und eines, das nicht die höfliche Vortäuschung aufrechterhält, dass unsere Lebensweise nur eine unter vielen ist und das um Erlaubnis bittet, bevor es handelt. Und vor allem ein Bündnis, das auf der Anerkennung beruht, dass wir, der Westen, gemeinsam geerbt haben – was wir gemeinsam geerbt haben, ist etwas, das einzigartig und unverwechselbar und unersetzlich ist, weil dies schließlich das eigentliche Fundament des transatlantischen Bandes ist.

Indem wir gemeinsam auf diese Weise handeln, werden wir nicht nur helfen, eine vernünftige Außenpolitik zurückzugewinnen. Es wird uns ein klareres Gefühl für uns selbst wiederherstellen. Es wird uns einen Platz in der Welt wiederherstellen, und indem es das tut, wird es die Kräfte zivilisatorischer Auslöschung, die heute sowohl Amerika als auch Europa gleichermaßen bedrohen, tadeln und abschrecken.

Also in einer Zeit von Schlagzeilen, die das Ende der transatlantischen Ära verkünden, soll es allen bekannt und klar sein, dass dies weder unser Ziel noch unser Wunsch ist – – weil für uns Amerikaner mag unser Zuhause in der westlichen Hemisphäre sein, aber wir werden immer ein Kind Europas sein.

Unsere Geschichte begann mit einem italienischen Entdecker, dessen Abenteuer in das große Unbekannte, um eine neue Welt zu entdecken, das Christentum nach Amerika brachte – und zu der Legende wurde, die die Vorstellungskraft einer unserer Pioniernationen definierte.

Unsere ersten Kolonien wurden von englischen Siedlern gebaut, denen wir nicht nur die Sprache verdanken, die wir sprechen, sondern die Gesamtheit unseres politischen und rechtlichen Systems. Unsere Grenzgebiete wurden von Schotten-Iren geprägt – jenem stolzen, kräftigen Clan aus den Hügeln von Ulster, der uns Davy Crockett und Mark Twain und Teddy Roosevelt und Neil Armstrong gab.

Unser großes Kernland im Mittleren Westen wurde von deutschen Bauern und Handwerkern aufgebaut, die leere Ebenen in eine globale landwirtschaftliche Macht verwandelten – und übrigens die Qualität des amerikanischen Bieres dramatisch verbesserten.

Unsere Ausdehnung ins Innere folgte den Fußspuren französischer Pelzhändler und Entdecker, deren Namen übrigens bis heute Straßenschilder und Ortsnamen im gesamten Mississippi-Tal schmücken. Unsere Pferde, unsere Ranches, unsere Rodeos – die ganze Romantik des Cowboy-Archetyps, der gleichbedeutend mit dem amerikanischen Westen wurde – diese wurden in Spanien geboren. Und unsere größte und ikonischste Stadt hieß Neu-Amsterdam, bevor sie New York hieß.

Und wissen Sie, dass in dem Jahr, in dem mein Land gegründet wurde, Lorenzo und Catalina Geroldi in Casale Monferrato im Königreich Piemont-Sardinien lebten. Und Jose und Manuela Reina lebten in Sevilla, Spanien. Ich weiß nicht, was, wenn überhaupt, sie über die 13 Kolonien wussten, die ihre Unabhängigkeit vom britischen Imperium erlangt hatten, aber hier ist, dessen ich mir sicher bin: Sie hätten sich niemals vorstellen können, dass 250 Jahre später einer ihrer direkten Nachkommen heute wieder hier auf diesem Kontinent sein würde als der oberste Diplomat jener jungen Nation. Und doch bin ich hier, erinnert durch meine eigene Geschichte daran, dass sowohl unsere Geschichten als auch unsere Schicksale immer verbunden sein werden.

Gemeinsam bauten wir nach zwei verheerenden Weltkriegen einen zertrümmerten Kontinent wieder auf. Als wir uns durch den Eisernen Vorhang wieder einmal geteilt fanden, hakte sich der freie Westen bei den mutigen Dissidenten unter, die im Osten gegen Tyrannei kämpften, um den sowjetischen Kommunismus zu besiegen. Wir haben gegeneinander gekämpft, uns dann versöhnt, dann gekämpft, dann wieder versöhnt. Und wir haben Seite an Seite geblutet und sind Seite an Seite gestorben auf Schlachtfeldern von Kapyong bis Kandahar.

Und ich bin heute hier, um klarzumachen, dass Amerika den Kurs für ein neues Jahrhundert des Wohlstands festlegt, und dass wir es erneut gemeinsam mit Ihnen tun wollen, unseren geschätzten Verbündeten und unseren ältesten Freunden.

Wir wollen es gemeinsam mit Ihnen tun, mit einem Europa, das stolz auf sein Erbe und auf seine Geschichte ist; mit einem Europa, das den Geist der Erschaffung von Freiheit hat, der Schiffe in unerforschte Meere schickte und unsere Zivilisation gebar; mit einem Europa, das die Mittel hat, sich selbst zu verteidigen, und den Willen, zu überleben. Wir sollten stolz sein auf das, was wir gemeinsam im letzten Jahrhundert erreicht haben, aber jetzt müssen wir die Chancen eines neuen annehmen und ergreifen – weil gestern vorbei ist, die Zukunft unvermeidlich ist, und unser gemeinsames Schicksal auf uns wartet. Danke.“