Arabische Solarkraftwerke

In den vergangenen Wochen berichteten unsere Medien voller Freude über Großinvestitionen in Fotovoltaikanlagen in Ägypten und Saudi-Arabien. Beide Länder und auch einige ihrer Nachbarn wollen Solarenergie verstärkt nutzen. Der Kronprinz der wahabitischen Monarchie geht neue Wege, wozu er gute Gründe hat. Er möchte die Abhängigkeit vom Öl reduzieren und den Energiemix verbreitern. Das Land ist groß, die Sonne heiß und die Preise der Module sind historisch niedrig. Geld gibt es im Königreich (noch) genug. Wolken und Regen, vor allem Nebel und Schnee sind selten oder nie.
Die Zahl der Menschen ist eher klein (knapp 32 Millionen) und es gibt einen hohen Bedarf an Kühlleistung für die an guten Wohnstandard gewohnten Einheimischen. In der Mittagshitze, wenn am meisten gekühlt werden muss, speisen die Paneele viel Strom ein. Passt. Die Meerwasserentsalzung kann angebotsabhängig variabel gefahren werden, passt auch. Solarthermische Kraftwerke können die Wärme teilweise speichern und auch bei Dunkelheit Strom liefern. Geht auch.
Die Nutzung der Sonnenenergie spart Öl und Gas, das dann für den Export zur Verfügung steht und den Preis auf dem Weltmarkt niedrig hält – ein grünes Paradoxon, wie von Professor Sinn beschrieben. Eine insgesamt wirtschaftlich sinnvolle und logische Entwicklung, über die man nicht schreiben müsste, würde sich an diesem Beispiel nicht die deutsche Tendenzberichterstattung deutlich zeigen. Indem viele Medien über die geplanten Solarinvestitionen ausführlich berichten, entsteht zwangsläufig der Eindruck, arabische Länder würden ihr Energiesystem umbauen, gleichsam eine Wende nach deutschem Vorbild vollziehen, hin zu 100 Prozent Erneuerbar.
Die Meldungen zu den Solarinvestitionen sind weder gelogen noch falsch, aber sie sind, wie so oft, nur die halbe Wahrheit. Unser Pressekodex fordert Achtung vor der Wahrheit, der ganzen. Informationen sollen mit gebotener Sorgfalt gemeldet werden. Gehörte es früher zum guten journalistischen Handwerk, die Leser (heute: Medienkonsumenten) möglichst umfassend und ausgewogen mit Meldungen zu versorgen, nach denen sie sich eine Meinung bilden können, wird heute so berichtet, dass Meinungsbildung in eine gewünschte Richtung erfolgt.

Energiewendeerfolgsjournalismus

Unsere weitgehend links-grün zu verortende Journalistenschar bleibt meist bei der Wahrheit, bevorzugt aber oft eine Teilmenge Halbwahrheit. Indem zum Beispiel ausführlich (und begeistert) über die arabischen Solaraktivitäten berichtet wird, breitet man in den entsprechenden Meldungen den Mantel des Schweigens über ägyptische Investitionen in das weltgrößte Gaskraftwerk und den Einstieg Ägyptens, Saudi-Arabiens und etlicher anderer Länder in die Kernkraft. Diese Informationen gibt es auch, zum Beispiel hier, aber sie stehen nicht auf Seite 1.
Zu einer ausgewogenen Berichterstattung würde gehören, zu recherchieren und den Nachrichtenempfängern ein umfassendes Bild aus dem jeweiligen Land zu liefern. Dazu muss man nicht investigativ sein, man muss als Journalist nur seinen Job machen. Aber wenn der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis heute weniger für journalistische Qualität, eher für unbeugsame Haltung verliehen wird, zeugt das von einem geänderten Verständnis von Journalismus. Galt früher Regierungskritik in den Medien als große Möglichkeit der Profilierung und Belebung der öffentlichen Diskussion, ist heute die Verteidigung von Regierungsentscheidungen und die Einteilung der Welt in Gut und Böse angesagt.
Sozialen Medien wird zu Recht vorgeworfen, massenhaft Fakes zu verbreiten. Über Fakes in unseren Medien wird indes wenig gesprochen. Neben den angeführten Halbwahrheiten gibt es auch echte Fakes, zum Beispiel die Mär von den Windkraftanlagen, die x-tausend Haushalte versorgenkönnten. Jeder  energietechnisch noch so unbedarfte Journalist sollte inzwischen wissen, dass  Windkraftanlagen nur einspeisen können, was die Natur gerade liefert und eben nicht nach Bedarf regeln können. Kein konventionelles Kraftwerk kann damit ersetzt werden. Aber mit solchen Formulierungen kann man versuchen, der Bevölkerung weiszumachen, ein Umstieg von grund- und regellastfähiger Stromproduktion auf Zufallseinspeisung sei möglich. Mit derartigen Formulierungen lassen sich Leser und Meinungen beeinflussen. So soll die Energiewende zum Erfolg geschrieben werden.
Warum nun Kernkraft in so sonnenreichen Ländern? Mohamed-al-Mazrouei, Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate und derzeitiger OPEC-Chef, sieht das in einem Handelsblatt-Interviewfür sein Land so: Es sei ein bestimmter Anteil der Grundlast mit Atomkraft zu sichern, weil die Preise für (importiertes) Gas schwer zu prognostizieren seien und man weg von fossilen Energien wolle.
„Unsere Energiestrategie 2050 sieht 44 Prozent erneuerbare Energien vor, sechs Prozent Atomstrom, 38 Prozent Strom aus Gas und zwölf Prozent aus besonders sauberer Kohle. Mit diesem Energie-Mix verringern wir unseren CO2-Ausstoß um 80 Prozent. Das setzt aber auch ein Reduzieren des Energieverbrauchs pro Kopf um 40 Prozent voraus.“ Auch die mit Sonne verwöhnten Länder kommen ohne einen ausgewogenen Energiemix nicht hin und streben eine unrealistische „Dekarbonisierung“ bis 2050 auch nicht an.
Nun liefert Russland in großem Umfang Kernkraftwerke in den arabischen Raum (16 Reaktoren allein nach Saudi-Arabien) und verschafft sich wirtschaftlichen und politischen Einfluss. Auch in Afrika, wo es mit Ghana, Südafrika, Nigeria, Kenia, Marokko und Tunesien Planungen oder auch schon Verträge gibt. Wirtschaftlicher Aufschwung kann Fluchtursachen reduzieren und Flüchtlingsströme verringern.
 

Exportierter Krieg

Siemens lieferte Ägypten Gaskraftwerke, weiter trägt Deutschland wenig zum Ausbau der Energieversorgung in Ägypten und Saudi-Arabien bei. Kernenergetische Anlagen kommen ohnehin nicht in Frage (Teufelszeug). Nachdem CCS (CO2-Abscheidung und Speicherung) politisch verhindert wurde, können wir auch keine neue Kohletechnologie liefern, keine neuen Lösungen im Bereich der regenerativen Energieumwandlung. Deutschland wähnt sich in einer imaginären Vorreiterrolle, die in der Praxis nur aus Abschaltplänen und dem massenhaften, aber nicht zielführenden Ausbau altbekannter regenerativer Anlagen besteht. Voller Naivität hofft man, allein durch Vorbildwirkung würde die Welt auf diesem Weg folgen.
Die Russen bauen neben Saudi-Arabien auch in der Türkei Kernkraftwerke. Während sie damit wirtschaftliche Entwicklung fördern, liefert Deutschland beiden Ländern Waffen für Angriffskriege. Das ist schlecht fürs Klima – vor allem das politische.
Überhaupt scheint der Frieden aus Sicht unserer Regierung überbewertet. „Nie wieder Krieg“ war die heute veraltete Losung unserer Kriegs- und Nachkriegsgeneration. Ihre Botschaft versandet zusehends. Heute geht es darum, „den Frieden auch robust durchzusetzen“, wie Chefkommentator Krauel am 5. Mai in der „Welt“ schreibt. So lesen sich Vorkriegskommentare. Da sich Deutschland derzeit nicht im Kriegszustand befindet, bleibt offen, wo genau er durchzusetzen ist. Vermutlich am Hindukusch, in Mali und in der Ukraine.
Mit dem Maas bis an die Memel, mit der Uschi in den Krieg? Eine begrenzt einsatzfähige Bundeswehr bewahrt uns (noch) vor zu „ehrgeizigen“ Zielen in anderen Ecken der Welt. Territoriale Selbstverteidigung ist nur noch vordergründig der Zweck der Bundeswehr. Medial läuft die Vorbereitung, Krieg als politisches Instrument einzusetzen, wieder Menschenleben angeblich höheren Zielen zu opfern.
Es brennt in vielen Gegenden dieser Welt. Die Eskalation zum Krieg 3.0 würde alle Klimaängste in den Schatten der arabischen Module treten lassen. In einer zum Selbstzweck verkommenen Klimadiskussion kommt dieser Aspekt nicht vor. Ohne Frieden ist alles nichts.




Robuste Kraftwerke für robuste Netze

Sie sind mehr (Wind) oder weniger (Sonne) zufällig. Sie widersprechen dadurch allen Anforderungen an eine zivilisierte Gesellschaft. Will man sie aus (ideologischen Gründen) trotzdem zur Erzeugung elektrischer Energie heranziehen, ergeben sich drei Notwendigkeiten:

  1. Der Einspeisevorrang: Die Sonne scheint bei uns nur selten (nachts ist es dunkel, tagsüber oft schlechtes Wetter) und der Wind weht in der überwiegenden Zeit nur schwach. Man kann deshalb nicht auch noch auf den Bedarf Rücksicht nehmen (negative Börsenpreise), sondern muß produzieren wenn es der Wettergott gestattet. Ganz genau so, wie schon der Müller und die Seefahrer im Altertum ihr Leben fristen mußten.
  2. Man muß ein komplettes Backup System für die Zeiten der Dunkelflaute bereithalten. Wirtschaftlich ein absolut absurder Zustand. Es ist ein komplettes System aus Kraftwerken und Stromleitungen vorhanden — man darf es plötzlich nur nicht mehr benutzen! In der Stromwirtschaft sind aber die Kapitalkosten der mit Abstand dickste Brocken. Weit vor den Personalkosten und meist sogar den Brennstoffkosten. Wenn man ausgerechnet die Nutzungsdauer verringert, treibt man damit die spezifischen Energiekosten (€/kWh) in die Höhe. Umgekehrt kann man sagen, der maximal mögliche Wert elektrischer Energie aus „regenerativen Quellen“ kann immer nur den Brennstoffkosten entsprechen.
  3. „Regenerative Energien“ besitzen nur eine sehr geringe Energiedichte und benötigen deshalb riesige Flächen. Diese Flächen sind nicht an den Verbrauchsschwerpunkten (Städte, Industriegebiete) bereitzustellen. Heute muß man bereits auf das offene Meer ausweichen. Es sind deshalb riesige Netze zum Einsammeln der elektrischen Energie und anschließend noch die berüchtigten „Stromautobahnen“ für den Ferntransport nötig. Alles sehr kapitalintensiv, pflegebedürftig und verwundbar. Oft wird auch noch vergessen, daß diese Anlagen selbstverständlich nur die gleiche geringe Auslastung, wie die Windmühlen und Sonnenkollektoren besitzen können.

Das Speicherdrama

Wind und Sonne können nur die Schildbürger speichern. Elektrische Energie ist die verderblichste Ware überhaupt (Kirchhoffsche Gesetze). Wer also von Speichern faselt, meint in Wirklichkeit Speicher für chemische (Batterien, Power to Gas etc.) oder mechanische Energie (Schwungräder, Pump-Speicher usw.). Es ist also immer eine zweifache Umformung — elektrische Energie in das Speichermedium und anschließend wieder das Speichermedium zurück in elektrische Energie — mit den jeweiligen Verlusten erforderlich. Es geht bei diesen Umformungen mindestens 50% des ohnehin sehr teuren Sonnen- bzw. Windstromes unwiederbringlich verloren. Mit anderen Worten, der Strom der aus dem Speicher kommt, ist dadurch schon mal doppelt so teuer, wie der vor dem Speicher. Das wäre aber nicht einmal der Bruchteil der Kosten: Die „Chemieanlagen“ oder „Speicherseen“ müßten gigantisch groß sein. Sie müssen ja schließlich in der kurzen Zeit, in der sie wetterbedingt überhaupt nur produzieren können (<15%), die elektrische Energie für die gesamte Zeit (100%) herstellen können. Betriebswirtschaftlich eine Katastrophe. Niemand wird eine solch absurde Investition tätigen. Die Schlangenölverkäufer setzen auch hier wieder auf den Staat. Das bekannte „Windhundrennen“ setzt ein: Wer pumpt am schnellsten die „Staatsknete“ ab, bis das System unweigerlich in sich zusammenbricht. Selbstverständlich ist auch hier für einige wenige wieder ein Schlösschen drin.
Auch Wasserkraft ist wetterabhängig. Die Trockenphasen wechseln sich mit Hochwassern ab. Fast alle Staudämme sind deshalb zur Flussregulierung gebaut worden. Selbst das gigantische Drei-Schluchten-Projekt in China. Die Vorstellung, man könnte Wasserkraftwerke wie Gasturbinen nach Bedarf an und abstellen, ist absurd. Abgesehen von technischen Restriktionen sprechen Sicherheitsbelange (Schifffahrt, Wassersportler etc.) und der Umweltschutz dagegen. Ein Fluß ist keine technische Batterie, sondern ein sensibles Ökosystem. Genau aus diesen Gründen werden die Speicherkraftwerke in den Alpen — wie alle konventionellen Kraftwerke — durch die Windenergie aus Deutschland in die roten Zahlen getrieben. Man kann eben nicht immer den Stausee in den Stunden negativer Börsenpreise (Entsorgungsgebühren) schlagartig für die Dunkelflaute befüllen. Im Gegenteil, oft muß man gerade dann den eigenen Strom verkaufen. Und noch einmal für alle Milchmädchen: In den wenigen Stunden, in denen der Wind im Überfluß weht, müßte man die gesamte Energie für die überwiegenden Schwachwindzeiten einspeichern — ein betriebswirtschaftlicher Albtraum.

Die Frage des Brennstoffs

Wenn man ein Kraftwerk benutzen will, muß man Brennstoff am Ort zur Verfügung haben. Alles andere als eine triviale Frage. Alte West-Berliner kennen noch die Tanklager und die sich ständig selbst entzündenden Kohlenhalden gegen eine etwaige „Russenblockade“. Jedenfalls sind Tanklager und Halden noch relativ billig anzulegen.
Bei Erdgas stellt sich die Sache schon ganz anders dar. Ein Gaskraftwerk ist auf eine ziemlich dicke Rohrleitung angewiesen. Das gesamte System vom Bohrloch, über die Aufbereitung, bis zum Endkunden ist nicht viel weniger Komplex als die Stromversorgung. In unseren Breiten wird das meiste Erdgas zur Beheizung unserer Gebäude verwendet. Die Winterspitze ist maßgeblich für die Dimensionierung. Zum Ausgleich setzt man unterirdische Speicher ein. Diese sind aber (bezogen auf den Jahresverbrauch) relativ klein. Jeder eingelagerte Kubikmeter Gas ist totes Kapital. Man steuert deshalb den Absatz über den Preis. Im Sommer ist der Großhandelspreis gering — damit die Gaskraftwerke verstärkt produzieren — und im Winter — wenn es kalt ist und die Nachfrage nach Heizgas ansteigt — hoch. Die Gaskraftwerke ziehen sich dann wieder zurück und überlassen den Kohlekraftwerken die Produktion. Dieses Zusammenspiel hat bis zur Energiewende zu aller Zufriedenheit funktioniert. Man konnte im Sommer sehr gut Revisionen bei den Kohle- und Kernkraftwerken durchführen. Bis die Laiendarsteller kamen und etwas von notwendigen flexiblen Gaskraftwerken für die Energiewende geschwafelt haben. Heute kann man die Investitionsruinen an verschiedenen Standorten besichtigen. Man muß es eigentlich nicht besonders erwähnen, daß die grünen Fachpersonen der Stadtwerke (es haftet ja der Steuerzahler) besonders eifrig auf den Leim gekrochen sind. Um ihre Missetaten zu vertuschen, krähen sie heute besonders laut über die „Klimakatastrophe“ und das „klimafreundliche“ Erdgas.

Das Kraftwerk der großen Transformation

Je länger der Wahnsinn der „Energiewende“ anhält, um so mehr wird der Wettergott das Kommando übernehmen. Prinzipiell nimmt in einem technischen System mit der Häufigkeit der Störungen und der Größe einzelner Störungen die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls zu. Will man ein solchermaßen malträtiertes Stromnetz wieder robust machen, stellen sich in diesem Sinne („Grid Resilience“) zwei Anforderungen an die Kraftwerke:

  1. Die Kraftwerke müssen von der Konstruktion (z. B. Brennstoffe) her und bezüglich der Fahrweise (z. B. angedrosselt) robust gebaut und betrieben werden. Beides verursacht erhebliche Kosten, die ohne die „Energiewende“ gar nicht entstanden wären. Hinzugerechnet werden muß noch der Umsatzausfall durch den Einspeisevorrang. Werden diese Zusatzkosten nicht vergütet, müssen die Kraftwerke geschlossen werden. Mit jedem konventionellen Kraftwerk das vom Netz geht, wird das gesamte Stromnetz instabiler, was den Aufwand weiter in die Höhe treibt.
  2. Das Netz muß nach schweren Störungen (Brown oder Black Out) möglichst schnell wieder hochgefahren und in einen neuen stabilen Zustand versetzt werden. Dafür müssen die Kraftwerke technisch (z. B. Schwarzstartfähigkeit) und personell jederzeit in der Lage sein. Die Wiederinbetriebnahme muß nach den Anforderungen der Netzleitzentrale erfolgen. Etwaige Überprüfungen, Wartungen oder gar Reparaturen müssen selbstverständlich vorher erfolgt sein. Dies gilt insbesondere für Schäden, die durch den außergewöhnlichen Netzzustand entstanden sind.

Es ist daher nichts weiter als bösartige und schlechte Propaganda, wenn Scharlatane von dem „Kohlestrom, der die Netze verstopft“ erzählen. Je mehr konventionelle Kraftwerke stillgelegt werden (müssen), desto weniger notwendige Reserven gibt es. Schon jetzt verlassen wir uns auf Kraftwerke im benachbarten Ausland. Man kann nicht erwarten, daß das kostenlos erfolgt. Je mehr wir das System komplizieren und ausweiten, um so mehr koppeln unerwartete Ereignisse auf das Stromnetz zurück: Es gab schon Brände in Erdgasspeichern, die diese für Monate lahmlegten oder Engpässe durch Drosselung in den niederländischen Erdgasfeldern (Mikrobeben) oder Pipelinebrüche. Ganz zu schweigen von der politischen Abhängigkeit gegenüber ausländischen Lieferanten. Kohle und Kernenergie besitzen schon durch ihre einfache Lagerung einen entscheidenden Trumpf.

Das robuste Kernkraftwerk für ein „nervöses Netz“

Kernkraftwerke besitzen eine Reihe von Eigenschaften, die besonders wertvoll für „nervöse Stromnetze“ mit einem hohen Anteil von wetterabhängigen Energien sind. Dies mag „Atomkraftgegner“ erschüttern, aber nur Reaktoren können die extremen Lastschwankungen (z. B. 3. Potenz von der Windgeschwindigkeit) sicher verkraften. Nur sie können extremen Wettersituationen sicher widerstehen. Es waren immer die Kernkraftwerke, die als letzte vom Netz mußten (Tsunami und Erdbeben in Japan, Wirbelstürme in den USA, Eiseskälte in Rußland). Es ist allerdings unverständlich, warum man bei den geringen Urankosten die Kernkraftwerke überhaupt drosseln soll, wenn mal die Sonne scheint oder der Wind in der richtigen Stärke weht…
Für Kernkraftwerke, die in einem „nervösen Netz“ zur Stabilisierung betrieben werden, ergeben sich folgende Anforderungen:

ROBUSTE LASTFOLGE

Je schneller und erfolgreicher (noch) kleine Störungen ausgeregelt werden, um so besser für das Netz. Heutige Leichtwasserreaktoren haben große Leistungen. Der im Bau befindliche Turbosatz des Kraftwerks Hinkley Point in GB mit 2 x 1770 MWel hat eine gewaltige Schwungmasse, die zur Frequenzstabilisierung mehrerer Windparks dienen kann und soll. Hinzu kommen die gespeicherten Wärmemengen im Wasser-Dampf-Kreislauf. Automatisch greift bei einem Leichtwasserreaktor die Selbstregulierung über den Zusammenhang von Dichte des Kühlwassers und Moderation der Neutronen. Zusammengenommen ergibt das die steilsten Leistungstransienten aller Kraftwerkstypen. Die alte Greenpeace Propaganda von den „viel zu starren Atomkraftwerken“ beruhte bestenfalls auf der Verwechslung von Technik mit Betriebswirtschaft. Mit anderen Worten: Frankreich kann sich ruhig noch ein paar Windmühlen für das bessere Gewissen erlauben, Deutschland hingegen, geht mit der weiteren Abschaltung immer unruhigeren Zeiten entgegen. Fatal wird es in dem Moment, wenn unsere Nachbarn nicht mehr bereit sind, die Kosten für die Stabilisierung unseres nationalen Stromnetzes zu bezahlen.

ABWEHR ÄUSSERER EINFLÜSSE

Fukushima hat eindrucksvoll gezeigt, wie zerstörerisch Naturgewalten sein können. Eine weltweite Überprüfung aller Kernkraftwerke gegen jegliche Wasserschäden (Starkregen, Überflutungen etc.) war die Folge. Eine Nachrüstung in Richtung „U-Boot“ wurde durchgeführt. Seit dem, haben bereits mehrere Reaktoren einen Betrieb „inmitten von Wasser“ unter Beweis gestellt. Oft waren sie die einzigen noch betriebsbereiten Kraftwerke: Kohlenhalden hatten sich in Schlamm verwandelt, Gaspipelines waren durch die Wassermassen ausgefallen.
Gerade auch Netzstörungen (Sturmschäden, Blitzschlag etc.) wirken oft auf ein Kraftwerk von außen ein. Ein Kraftwerk ohne Netz kann noch so gut funktionieren, aber es kann seine elektrische Energie nicht mehr ausliefern. Oft lösen die Netzstörungen auch Schäden in der Kraftwerksanlage aus. Bei einem Kernkraftwerk sollte keine Schnellabschaltung durch solche Ereignisse ausgelöst werden.

SICHERER INSELBETRIEB

Egal was mit dem Netz passiert, das Kernkraftwerk sollte automatisch in den Inselbetrieb übergehen. Nur so kann bei einer schnellen Reparatur die Produktion unverzüglich wieder aufgenommen werden. Dies erfordert, daß wirklich alle elektrischen Verbraucher des Kraftwerks (verschiedene Spannungsebenen) dauerhaft über den eigenen Generator versorgt werden können.

UNENDLICHE NOTKÜHLUNG

Die Besonderheit eines Kernreaktors ist die anfallende Nachzerfallswärme auch nach vollständiger Abschaltung. Die mangelnde Wärmeabfuhr (Ausfall der Kühlmittelpumpen) war die Ursache für den Totalschaden in den Reaktoren von Fukushima. Neuere Reaktoren mit passiven Notkühlsystemen bieten hierfür einen unschätzbaren Vorteil. Alte Kraftwerke müssen mit ausreichender Eigenstromversorgung (mehrfache Notstromaggregate mit ausreichendem Tanklager) nachgerüstet werden. Die eigenen Schaltanlagen für den Notbetrieb müssen — im Gegensatz zu Fukushima — entsprechend geschützt werden.

SCHWARZSTARTFÄHIGKEIT

Ein Kernkraftwerk benötigt für die Inbetriebsetzung eine gewaltige Menge elektrischer Energie. Üblicherweise wird diese dem Netz entnommen. Ist ein Netz im Katastrophenfall schon überlastet, dürfte dies kaum möglich sein. Es müßte also eine Eigenstromversorgung (z. B. Gasturbine) vorhanden sein, wenn ein Schwarzstart für die Robustheit eines Teilnetzes gefordert ist.
Normalerweise ist das Anfahren eines Kernkraftwerkes ein streng reglementierter und langwieriger Vorgang. Unzählige Prüfungen müssen durchgeführt, bestimmte Haltepunkte eingehalten werden. Immer nach dem Grundsatz „Safety First“. Alles andere als ideal für die Wiederherstellung eines Netzes nach einem „Blackout“. Deshalb sollte die Schnellabschaltung unbedingt vermieden werden. Gegebenenfalls ein Schnellverfahren für Notfälle geschaffen werden. Jedenfalls kommt noch eine Menge Arbeit auf die Überwachungs- und Genehmigungsbehörden zu. Aber es ist uns ja nichts zu schwer und zu teuer um wenigstens teilweise wieder ins Mittelalter zurückzukehren.
Der Beitrag erschien zuerst bei NUKEKLAUS hier




Bedeutende Geister des Jahrhunderts – heute Dr. Anja Weisgerber – Teil 2

Zunächst mal wollen wir den Anlass der Rede von Frau Dr. Weisgerber zeigen. Nämlich die Rede des umweltpolitischen Sprechers der AfD Fraktion, Herrn Karsten Hilse, sowie den Antrag, den er damit ins Plenum einbrachte.

Videoausschnitt der Rede von K. Hilse in dem er den Antrag der AfD Fraktion die deutschen „Klimaschutzbemühungen“ wegen erwiesener Nutz- und Wirkungslosigkeit einzustellen, begründet. Mit Dank an HSM2k2 für die Bereitstellung

Alle Reden in Wort und Schrift, den Antrag im vollen Wortlaut sowie die Reden als Videoaufzeichnung können hierhier bzw. hier eingesehen werden.
Gemeinsam ist allen Debatten- Rednern, dass sie den AfD-Antrag weder – wenn überhaupt- gelesen, und wenn doch, nicht verstanden hatten, oder vorsätzlich dessen Inhalt gemäß ihrer Parteilinie und wahrheitswidrig umdeuteten! Das ist ein starkes Stück aber wohl normales Verhalten der Alt-Parteien im Deutschen Bundestag.

Was steht im AFD Antrag

Zum besseren Verständnis wollen wir hier den Inhalt des Antrages – der für Anträge von Fraktionen ungewöhnlich detailliert begründet wurde- kurz umreißen. Er zeigt auf,

  • ..dass die Bemühungen der Bundesregierung die deutschen CO2 Emissionen zu senken, seit 2008 – also seit 10 Jahren- keine merkbaren Ergebnisse erbrachten, also rundherum gescheitert sind.
  • …dass auch dann, wenn diese Bemühungen erfolgreich sein und bis zum bitteren Ende fortgesetzt würden, die dann verschwundenen deutschen Anteile an der Anreicherung des CO2 in der Atmosphäre und – vorausgesetzt dass die Treibhaus-Hypothese a la IPCC stimmt- diese nur eine Minderung des Anstiegs der ebenso hypothetischen globalen Mitteltemperatur um 0,000653 bewirken würde.
  • …dass auch die geplanten Absenkungen sowohl des Primär- als auch des Energieverbrauches uneinholbar weit unter den klar formulierten Zielen bis 2020 liegen, und damit auch die Ziele für 2030 ff. uneinholbar weit entfernt liegen. Versehen mit dem Hinweis darauf, dass die ebenfalls geplante Umstellung des Individualverkehrs auf E-Mobilität sie noch weiter ins Land Absurdistan verschöbe.
  • …dass auch die klar formulierten Zwischenziele des „Klimaschutzplanes 2050“ und seiner jeweiligen Unterplänen im Bereich des Anteiles der „Erneuerbaren“am Endenergieverbrauch bis 2020 weit verfehlt würden.
  • … dass dies alles auch der Bundesregierung bekannt ist, oder sein müsste , was sie trotz totaler Zielverfehlung, also völligen Versagens , nicht davon abhält z.B. allein im Ausland für diese in jeder Hinsicht unsinnigen Maßnahmen allein im jahr 2016 8,4 Mrd. € zu verschleudern.
  • ..dass, wenn man die inzwischen relativ sichere Größe des ECS-Wertes von 1 K oder kleiner, zugrunde läge, dann jedes Klimaproblem zum Nicht-Problem wird
  • ..dass, weil niemand ausschließen kann, auch die AfD nicht, dass es in Zukunft zu beschwerlichen, vielleicht gefährlichen Klimaänderungen aus natürlichen Ursachen kommen könne, es sinnvoll wäre 10 % der Mittel die heute für den „Klimaschutz“ aufgewendet würden, als Vorsorge in einen Zukunftsfonds einzuzahlen seien.

.. um dann die für alle Menschen, welche ihre fünf Sinne beieinander haben, einzig sinnvolle Schlussfolgerung zu ziehen, diesen verschwenderischen Unsinn einzustellen.
All dies wird bereits auf den Seiten 2 und 3 der Begründung vorgetragen. Und keiner der Debattenredner sah sich in der Lage diese Angaben anzuzweifeln.  Doch jeder verstand sie miss und fabulierte sich eigene Ergebnisse zusammen, die häufig überhaupt  nichts mit dem im Antrag erwähnten zu tun hatten.
Der Antrag enthielt auch kein einziges Wort, und auch keinerlei Hinweis darauf, dass die AfD den Klimawandel als solchen negiert.
In den Punkten 3 und 4, wurde hingegen korrekt darauf hingewiesen, dass es für die Wirkung des CO2 auf das Klima keinerlei Belege gibt, und ferner dass die ebenfalls hypothetische „Wohlfühltemperatur“ von 15 °C niemals in den letzten 150 Jahren überschritten wurde. Auch deswegen gäbe es also keinerlei Handlungsbedarf.
In der dann folgenden „Detaillierten Begründung“ wird das oben gesagte ausführlich mit klaren Quellenangaben wiederholt und zusätzlich die vermutete Wirkung des CO2 über den sog. Treibhauseffekt auf die globale Mitteltemperatur erläutert. Korrekt erwähnt wird, dass es sich dabei um die unbewiesene Hypothese handelt, wie sie von den Wissenschaftlern des IPCC – fälschlich zum Welt-Klimarat veredelt- vertreten wird. Quellenangaben dazu wären an dieser Stelle überflüssig, weil die inzwischen in jedem Schulbuch sinngemäß so stehen.
 

Nun zu Frau Dr. Weisgerber

Wer ist Frau Dr. Anja Weisgerber?

Bei Wikipedia finden wir:

Nach dem Abitur am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt im Jahr 1995 studierte Anja Weisgerber 1995 bis 2000 Rechtswissenschaft an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Universität Lausanne und schloss das Studium mit dem ersten Staatsexamen ab. 2003 legte sie das zweite Staatsexamen ab und promovierte zum Thema „Parlamentarische Untersuchungsausschüsse“.
2003 arbeitete Anja Weisgerber bei der Price Waterhouse Coopers Veltins Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in München und seit 2004 ist sie Rechtsanwältin.
Anja Weisgerber ist evangelisch und mit dem Physikprofessor Carsten Deibel verheiratet. 2011 kam ihre Tochter zur Welt;[1] 2013 wurde ihr Sohn geboren.[2] Anja Weisgerber ist ehemalige bayerische Meisterin im Tennis.

Und auf der offiziellen Webseitedes Deutschen Bundestages wird ergänzt:

Mitgliedschaften und Ämter im Bundestag

Bereich „Mitgliedschaften und Ämter im Bundestag“ ein-/ausklappen

Obfrau
Ordentliches Mitglied
Stellvertretendes Mitglied

 

Die Weisgerber Rede

Ihre Rede finden sehen Sie hier als Video und hier als Mitschrift. Daraus  sind einige Lowlights entnommen.

Video nicht mehr verfügbar

Videoausschnitt der Rede von Frau Dr. Anja Weisgerber CSU zum Antrag der AfD Fraktion die deutschen „Klimaschutzbemühungen“ wegen erwiesener Nutz- und Wirkungslosigkeit einzustellen. Mit Dank an FMD-TV Channel für die Bereitstellung.

Sie behauptet schon ganz am Anfang (Unterstreichung von mir)

Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die AfD-Fraktion fordert in ihrem Antrag die Abkehr von allen Gesetzen und Verordnungen in der Klimapolitik, die Aufgabe aller Klimaziele, die Beendigung aller nationalen und internationalen Verpflichtungen und die Entlassung aller Klimamanager und Mitarbeiter in ganz Deutschland, die sich mit diesem Thema befassen – „sozialverträglich“, schreiben Sie in Ihrem Antrag –, (Heiterkeit bei Abgeordneten der LINKEN) und das mit der Begründung, CO2 ist das „Gas des Lebens“.

Während die Auflistung der Forderungen korrekt ist, hat die AfD sie niemals mit der Feststellung begründet ..weil CO2 das Gas des Lebens sei“!
Das ist also glatt gelogen.
Dann behauptet die promovierte Juristin Weisgerber locker flockig aber wahrheitswidrig weiter..

Mei­ne  Da­men und  Her­ren,  so  gut wie  alle  Wis­sen­schaft­ler welt­weit sa­gen, dass Kli­ma­ga­se wie CO2 den Kli­ma­wan­del be­för­dern und die­ser auch men­schen­ge­macht ist. Sie sind die ein­zige  Par­tei  im  Bun­des­tag,  die  den Kli­ma­wan­del  kom­plett  ver­leugnet.

Offensichtlich ist der Dame nicht klar worüber sie redet, sonst würde sie solch leicht zu widerlegenden Unsinn nicht öffentlich behaupten. Sie sollte wissen, dass sich .. so gut wie alle„…Wis­sen­schaft­ler weltweit.. mit völlig anderen Themen beschäftigen, als mit dem Klimawandel. Und nur ein zwar unbekannter, aber sicher kleiner Bruchteil der „…Wis­sen­schaft­ler weltweit..“ forschen überhaupt zum Klimawandel.
Und von denen gibt es viele, welche die Hypothese vom menschgemachten Klimawandel unterstützen und vielleicht mindestens ebenso viele, auch wenn sie öffentlich kaum zu Wort kommen, die das nicht tun. Denn allein in den ersten Monaten 2017 kamen knapp 500 zu den tausendenvon  Publikationen, die anderer Meinung sind als Frau Dr. Weißgerber ihren Autoren unterstellt, hinzu. Inzwischen dürften es weit mehr sein. Und nirgends steht im AfD Antrag, dass sie „..den Kli­ma­wan­del  kom­plett ver­leugnete“. Im Gegenteil; sie akzeptiert ihn als naturgegeben und fordert deswegen die Einrichtung eine Fonds für spätere Generationen um sie in die Lage zu versetzen dessen ggf. negative Folgen zu bewältigen. Erneut lügt also Frau Weißgerber, oder – wahrscheinlicher- sie weiß nicht, wovon sie redet.
Dann lässt sich Frau Weisgerber – nach eigenem Bekunden hätte sie sich intensiv damit auseinandergesetzt- des längeren über die unbestrittene Düngewirkung des CO2 aus, bestätigt sie erst, dann widerspricht sie ihr, aber nur ein bisschen im nächsten Satz, und lässt sich dann lang und breit über den Treibhauseffekt und seine Wirkung aus. Ohne dabei zu merken, dass die AfD in ihrem Antrag ja rein formal so getan hat, als würde der, wie vom IPCC bzw. seinen Mannen postuliert, funktionieren, um dann die trotzdem extrem geringe Wirkung der (nicht erfolgten aber)  geplanten deutschen Dekarbonisierung numerisch abzuleiten.
Das ist ihr völlig entgangen!
Stattdessen zählt sie die sattsam bekannten potentiellen zukünftigen Klimafolgeschäden auf, von denen dummerweise -trotz 30 Jahren Klimaalarm- bisher keiner eingetreten ist.
Und die Klima-Zukunft kennen auch nur Klimamodelle. Modelle von denen keines auch nur die Klimavergangenheit nachbilden konnte.
Aber das weiß die promovierte Juristin und umweltpolitische Sprecherin ihrer Fraktion nicht, obwohl sie es wissen müsste.
Es macht ihr dann auch nichts aus Unwetterschäden, die jüngst in ihrem Heimatort auftraten, ungeniert dem „Klimawandel“ anzulasten.
Dabei Sie sagte wirklich und wahrhaftig:

Man muss auch gar nicht in die Ferne schauen: In meinem Heimatort hat es vor wenigen Wochen ein so starkes Unwetter gegeben, dass es allein in einem kleinen Ortsteil 200 Feuerwehreinsätze gegeben hat, weil die Keller vollgelaufen sind, teilweise auch die Erdgeschosse.

Na so was! Sogar in die Erdgeschosse! Das kann nur ein echter Klimawandel bewirken!
Anschließend schränkt sie das zuvor gesagte zwar noch ein wenig ein, weiß aber immer noch nicht wo die Glocken hängen, die sie hört, denn sie sagt weiter:

Man kann Wet­ter und Kli­ma nicht kom­plett gleich­set­zen, das stimmt. Aber die Ex­per­ten sa­gen, dass die Zahl  der Ext­rem­wet­te­re­reig­nis­se in  den  letz­ten Jah­ren  stark  zu­ge­nom­men hat.
(Jür­gen Braun [AfD]: Wel­che Ex­per­ten?)
Das ist ein­fach Fakt, mei­ne Da­men und Her­ren.

Selbst das IPCC [1], wie auch der deutsche Wetterdienst – zumindest in seinen Daten- sagen zwar das komplette Gegenteil, aber glauben heißt eben: nicht wissen. Und eines hat sie immer noch nicht begriffen, nämlich dass man Wetter und Klima überhaupt nicht gleichsetzen darf, auch nicht ein wenig. Obwohl das eine aus dem anderen folgt. Es sind und bleiben zwei paar Schuhe. Ebenso wie man Wasser und Dampf nicht gleichsetzen darf, obwohl Wasser zu Dampf werden kann. Macht man es trotzdem zeigt man nur, dass man nicht weiß wovon man redet.
Und so bekennt sich Frau Weisgerber dann lieber zur Glaubenslehre der Kirche von der globalen Erwärmung – trotz der auch von ihr unbestrittenen Nichterreichung aller Ziele und der vollkommene Nutzlosigkeit des deutschen Einparpotentials: 

Wir be­ken­nen uns wei­ter­hin zu un­se­ren Kli­ma­zie­len –  na­ti­o­nal,  eu­ro­pä­isch und  in­ter­na­ti­o­nal.  Wir  sa­gen,  dass wir die Kli­ma­schutz­lü­cke so weit wie mög­lich schlie­ßen  wol­len und  dass  wir das  Kli­ma­ziel  2030 in  je­dem  Fall er­rei­chen wol­len, mei­ne Da­men und Her­ren. Des­halb ist  es wich­tig, dass wir schon heu­te den rich­ti­gen Weg einschla­gen.

Wer glaubt denen noch?
Wer wählt die noch?
[1]Im letzten IPCC Bericht (AR5), im Kapitel 2.6 wurden die Extremwetterdaten seit 1950 ausgewertet. Man findet in diesen Daten nichts außergewöhnliches. Weder eine zunehmende Häufigkeit noch zunehmende Stärken von Hurrikanen, Hagel, Stürmen, Starkregen oder Dürren. Auch Überschwemmungen waren früher stärker, alle historischen Flusspegel Europas, die im Internet dokumentiert sind, zeigen dies.
Wird fortgesetzt!




Neues Chaos bei Luftmessstellen

Was wird hier eigentlich gemessen? Wie richtig ist das? Und wie kann dieser dubiose Messwerte-Wirrwarr tatsächlich als Fundament von Fahrverboten herhalten?
So weiß man in Stuttgart nicht, was die Feinstaubmessgeräte tatsächlich gemessen haben. An Deutschlands »tödlichster« Straßenecke wurden bis Ende März an 16 Tagen mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmeter Luft gemessen. Im gesamten Jahr darf an maximal 35 Tagen der Wert überschritten werden.
Jetzt stellt sich heraus, was jeder Asthmatiker in der schwäbischen Metropole um diese Zeit am eigenen Leib gespürt hat: Es waren die Pollen. Dieses Jahr war ein ungewöhnlich hohes Aufkommen an Blütenpollen, das schlug sich in den Messungen nieder. Normalerweise sind Pollen ein wenig größer und werden von der zweiten, feineren Stufe der Messsysteme nicht erfasst.Aber in diesem Jahr scheinen sich die Pollen nicht an die Vorschriften gehalten zu haben und flogen auch in geringen Größen durch die Gegend und verwirrten die Messgeräte. Die Natur hat es gewagt, mit ihrer unermeßlichen Feinstaubproduktion die menschengemachte weit in den Schatten zu stellen. Eine Gefahr für die Gesundheit stellt laut Aussagen von Wissenschaftlern beides nicht dar.
Nun spielen die Feinstaubwerte an dieser Messstation keine größere Rolle mehr. Sie sind niedrig, steigen nur in der Heizsaison an, wenn auf Halbhöhenlage die Holzkamine angeworfen werden, oder wenn die Bäume Frühling feiern.
Erhöht sind die Stickoxid-Werte direkt an dieser Station, über deren unkorrekte Lage wir hier schon häufig berichtet haben. Misst man ein paar Meter weiter, sinken die Werte drastisch ab. Wie seriös also die Messungen sind, ist mehr als zweifelhaft, wie das unsere Messstellen-Aktion ergeben hat. Genau die Station am Neckartor in Stuttgart steht konträr zu den EU-Vorschriften. Ihre Ergebnisse dürften also nicht als Rechtfertigung für Fahrverbote dienen.
Die aber hat gerade die grün-schwarze Landesregierung unter Ministerpräsident Kretschmann in dieser Woche grundsätzlich beschlossen. Auch die CDU Landtagsfraktion im Stuttgarter Landtag hat für Fahrverbote ab 1. Januar 2019 gestimmt. Die Details müssten allerdings noch geklärt werden, sagte Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz.So ganz wohl ist selbst den Grünen im Herzen des deutschen Automobilbaues offenbar nicht. Schwarz brachte ein »Bündnis für Luftreinhaltung« mit Ausbau des Personennahverkehrs, Elektromobilität, flüssigerer und intelligenterer Verkehrsführung sowie Hardware-Nachrüstung in das öffentliche Gerede.
Ob aber nach möglichen demonstrativen Fahrverboten die restgrünen Lehrer und Beamten in Stuttgarter Halbhöhenlage für einen Wahlerfolg Kretschmanns ausreichen werden, dürfte sehr die Frage sein. Die mehrheitlich in der Auto- und Zulieferindustrie Arbeitenden dürften das angesichts der Gefahren für die Arbeitsplätze anders sehen.
Regulär finden voraussichtlich im März 2021 die nächsten Landtagswahlen statt.
Es wäre das erste flächendeckende Fahrverbot zu einem angeblichen »Gesundheitsschutz« in der Republik. Mit dem Verbot reagiert das Land auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Die Richter folgten den Argumenten des Klägers Deutsche Umwelthilfe (DUH). Fahrverbote seien zulässig und geboten, wenn es kein anderes Mittel gebe, um die Stickstoffdioxidwerte schnell zu senken.
Kretschmann vollmundig: »Wir sind ein Rechtsstaat, wir halten uns an das Urteil.« Doch die Stickstoffdioxidbelastung am Neckartor lag Ende Mai bezogen auf das Jahresmittel bei 68,6 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, zulässig sind 40 Mikrogramm. Das Gericht hält Fahrverbote auch für Diesel mit der Abgasnorm Euro 5 für möglich, aber frühestens zum 1. September 2019. Ein Gutachten für die Landesregierung, das der StZ vorliegt, nennt für das Fahrverbot bis einschließlich Euro 4 einen Wert von 60 Mikrogramm, einschließlich Euro 5 von 48 Mikrogramm.Die Richter haben die Möglichkeit eröffnet, von weiteren Verboten abzusehen, wenn man sich dem Grenzwert stark annähert. Hier könnte sich weiterer Streit mit der DUH anbahnen.
Gute Voraussetzungen für Klagen gegen Fahrverbote. Unzuverlässige oder falsche Messungen können wohl kaum zur Rechtfertigung von Fahrverboten dienen. Einmal ganz abgesehen davon, dass die Grenzwerte vollkommen willkürlich gewählt wurden und nichts mit einer Gefährdung der Gesundheit zu tun haben.
Immerhin legt jetzt Daimler als erster Autohersteller Widerspruch gegen den Zwangsrückruf seines Transporters Vito ein. Das Kraftfahrtbundesamt hält seit einer deftigen Rüge des Bundesverkehrsministers bestimmte Funktionen in der Motorsteuerung für unzulässig. Daimler soll deshalb 4.900 Vitos zurückrufen, damit Software-Updates aufgespielt werden können. Diese Motoren übrigens kommen von Renault-Nissan. Gegen die restlichen 774.000 Autos hat das Kraftfahrtbundesamt es noch nicht geschafft, einen klaren offiziellen Bescheid mit Begründung vorzulegen. Auch diesem Bescheid will Daimler dann widersprechen.
Vermutlich sind alle Mitarbeiter des Kraftfahrtbundesamtes damit beschäftigt, vor der Zulassung jeden einzelnen neuen Wagen nach den neuen Richtlinien zu prüfen.
Immerhin sorgt die Diesel-Affäre für die ersten Einnahmen des Flughafens Berlin-Brandenburg. VW nutzt einen Teil der leeren Flächen als Abstellplatz für hunderttausende nagelneuer Autos, die ihrer Genehmigung harren. Derweil gammeln sie vor sich hin und werden von Vögeln eingekotet.Der ehemalige Interessensvertretung der Autofahrer, der ADAC, will jetzt am Dieseldesaster verdienen, indem er nachweist, dass eine im Prinzip unsinnige Nachrüstung von älteren Dieselfahrzeugen mindestens 50.000 Kilometer funktioniert. Was nicht besonders viel ist und kaum Aussagekraft hat, aber immerhin vom vom grünen Verkehrsminister Baden-Württembergs, also den Steuerzahlern im Südwesten, bezahlt wird.
Deutschland 2018: Ein heilloses Autodesaster, gut verdienende NGOs und Abmahnvereine wie die Deutsche Umwelthilfe, die ersten Erträge eines Flughafens, den niemand fertig stellen kann, aus Abstellgebühren für Autos, die zweifelhafte Grenzwerte nicht einhalten können.
Kann man das jetzt als neuen Wirtschaftskreislauf bezeichnen? Zumindest Grüne würden dem begeistert zustimmen.
Der Beitrag erschien zuerst bei TICHYS Einblick hier



Bedeutende Geister des Jahrhunderts – heute Dr. Nina Scheer – Teil 1

Zunächst mal wollen wir den Anlass der Rede von Frau Dr. Scheer zeigen. Nämlich die Rede des umweltpolitischen Sprechers der AfD Fraktion, Herrn Karsten Hilse, der den Antrag damit ins Plenum einbrachte.

Videoausschnitt der Rede von K. Hilse in dem er den Antrag der AfD Fraktion die deutschen „Klimaschutzbemühungen“ wegen erwiesener Nutz- und Wirkungslosigkeit einzustellen, begründet. Mit Dank an HSM2k2 für die Bereitstellung

Alle Reden in Wort und Schrift, den Antrag im vollen Wortlaut sowie die Reden als Videoaufzeichnung können hier, hier bzw. hier eingesehen werden.

Wer ist Frau Dr. Nina Scheer?

bei Wikipedia finden wir – und wollen es mal glauben, weil es sich um rein biografische Angaben handelt:

Leben und Beruf:
Nina Scheer wurde in Berlin-Schmargendorf geboren, studierte in Essen Musik, Hauptfach Violine und schloss das Studium 1996 mit der Künstlerischen Abschlussprüfung ab; ihr erstes Staatsexamen in Rechtswissenschaften legte sie 2001 ab. In ihrer politikwissenschaftlichen Dissertation befasste sie sich mit dem Spannungsfeld „Welthandelsfreiheit vor Umweltschutz?“ (Promotion 2008).
Nina Scheer ist ehrenamtlicher Vorstand der Hermann-Scheer-Stiftung, Jurymitglied zur Vergabe des Deutschen Solarpreises (Eurosolar), Mitglied des Studienbeirats im Master-Studiengang Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin sowie Mitglied der Grundwertekommission der SPD.[5] Sie gehört dem Committee of Chairpersons des Weltrats für Erneuerbare Energien, WCRE, an.

Die Rede

Und dann schauen wir uns ihre Rede am 28.6.18 im Deutschen Bundestag an, in der sie als Expertin der SfD und Mitglied ihrer Fraktion im Ausschuss für Wirtschaft und Energie ihren Debatten Beitrag lieferte.
– Video nicht mehr verfügbar –

Videoausschnitt der Rede von Frau Dr. Nina Scheer zum Antrag der AfD Fraktion die deutschen „Klimaschutzbemühungen“ wegen erwiesener Nutz- und Wirkungslosigkeit einzustellen. Mit Dank an FMD-TV Channel für die Bereitstellung.

O-Ton aus ihrer Rede (Hervorhebungen vom Autor)   :

Es führt zu nichts anderem als zu irgendwelchen Tabellen, die ihrerseits überhaupt keine Herkunftsangaben haben. Ich selbst könnte so eine Tabelle bei Ihnen reinstellen – Sie würden das wahrscheinlich gar nicht bemerken –, und auch Sie, Herr Hilse, könnten irgendeine Tabelle schreibenund bei dieser AG Energiebilanzen einstellen,und das wären dann die „Fakten“. Ist das das, von dem Sie meinen, dass sich Millionen und Milliarden von Menschen weltweit darauf verlassen sollten, um eine nüchterne Einschätzung der tatsächlichen Gegebenheiten beim Klimawandel vorzunehmen? Es ist absurd, was Sie für ein Wissenschaftsverständnis haben.“

Mein Kommentar:

Interessant, was Frau Scheer selber gelesen haben mag. Der Antrag, auf den sie ihre Rede bezieht, ist es gewiss nicht. Vielleicht nur ein Referent? Aber was ist, wenn doch? Dann reicht meine Phantasie nicht aus, mir vorzustellen, was sie dazu bewegte, öffentlich, im deutschen Bundestag, dermaßen leicht überprüfbare Falschaussagen zu verbreiten. Ist es Zorn? Sich ertappt fühlen? Überforderung? Arroganz? Verwirrtheit? Dummheit? Ich überlasse es den Lesern sich eine Meinung zu bilden.
 

Die Fakten

Zunächst einmal dürfte es ein Novum sein, zumindest ein selten geübtes Verfahren, dass in einem Antrag einer Fraktion des Deutschen Bundestages überhaupt Quellen angeben werden. In wissenschaftlichen  Veröffentlichungen ist das zwar die Regel, aber offenkundig in Anträgen der Fraktionen zu irgendwelchen Aktionen der Regierung recht selten. Das mag der Grund sein, warum Frau Dr. Nina Scheer, Tochter des berühmen Solarpapstes und promovierte Politikwissenschaftlerin sich damit nicht recht auskennt und in Verwirrung gerät, wenn sie mal solche vorfindet.
Denn

  1. Hat die AfD Fraktion die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanz (AGEB) samt link der direkt auf die Seite der AGEB führt, als Quelle für einige im Antrag genannte Zahlen, (insgesamt 5 mal) genannt. Sie hat nicht, die Betonung liegt auf „nicht“ irgendwelche Tabellen bei denen eingestellt. Ein kleiner aber wichtiger Unterschied. Vergleichbar dem Unterschied zwischen den Verben speisen und essen: Jesus speiste zwar die fünftausend, aber er aß sie nicht. Außerdem findet sich im gesamten Antrag keine einzige Tabelle.
  2. Gleichzeitig wird klar, dass dem Frau Dr. Scheer– glücklich die Partei die solche Kapazitäten in ihren Reihen weiß- die im Auftrag der SPD Fraktion im Ausschuss Wirtschaft und Energie sitzt, die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) nicht bekannt ist. Und deren wertvolle Zahlen auch nicht. Dabei ist die AGEB nach eigenen Angaben offizielles Mitglied der Expertenkommission, die das Monitoring der Energiewende betreibt und „arbeitet eng zusammen mit dem Länderarbeitskreis Energiebilanzen, der Energiebilanzdaten für die Bundesländer veröffentlicht“. Deren Zahlen sind sozusagen der Goldstandard für Energiezahlen dieses Landes.
  3. Frau Dr. Nina Scheer zweifelt zudem – begründungslos- nicht nur die genannten Zahlen an, die sich eindeutig auf Deutschland beziehen und das absolute Scheitern (die Hauptbegündung im Antrag) der hiesigen „Klimaschutzbemühungen“ für jeden, der lesen kann, zweifelsfrei belegen, aber keinerlei Aussagen über weltweite Energiebemühungen – mit oder ohne Klimaschutzabsichten- zulassen, sondern sorgt sich sogleich – bzw. tut so als ob- sich diese „Millionen und Milliarden von Menschen weltweit darauf verlassen sollten“.

Man kann nur tief durchatmen, wenn man solche Worte hört, besonders dann wenn  man das ebenfalls im Antrag genannte – und von keinem der Redner bestrittene- Endergebnis des ggf. erfolgreichen Bemühen Deutschlands kennt, die CO2 Emissionen bis 2050 auf nahe Null zu senken. Nämlich 0,000653 K weniger Erwärmung, irgendwann in unbekannter Zukunft.
In diesem Teil der Rede schleudert Frau Dr. Scheer ihre Verachtung heraus:

„Es ist absurd, was Sie für ein Wissenschaftsverständnis haben.“

Dem kann man sich nur anschließen, allerdings allein auf Frau Scheer gemünzt. Und noch erschreckender ist, welche geistigen Riesen im höchsten deutschen Parlament Lohn und Brot finden. Wer glaubt denen noch?

Doch hören wir Frau Dr. Scheer noch ein wenig mehr zu:

Sie haben durch Ihre Zwischenrufe während der Rede von Herrn Jung glauben machen wollen, dass Sie schon meinen, dass es einen Klimawandel gibt, nur eben nicht den menschengemachten. Aber Ihr Antrag sagt etwas anderes. Darin findet man solche Formulierungen wie – ich zitiere kurz –: „Beim Treibhauseffekt wird unterstellt, bewiesen wurde er bisher nirgends“. Oder: „Die vermutete Temperaturerhöhung“. Das sind Formulierungen aus Ihrem Antrag. 
(Karsten Hilse [AfD]: Ja, richtig!)
„Ein nur imaginäres Weltklima“ – eine Formulierung aus Ihrem Antrag. 
(Karsten Hilse [AfD]: Richtig!)
Dann: die „hypothetische Temperatur-Erhöhung“ – auch eine Formulierung aus Ihrem Antrag.
(Karsten Hilse [AfD]: Auch richtig!)
Man hat wirklich den Eindruck, Sie kennen Ihren eigenen Antrag nicht.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der FDP, der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN – Karsten Hilse [AfD]: Keine Sorge, ich kenne den Antrag schon! – Gegenruf von der CDU/CSU: Umso schlimmer!)
Den Weltklimarat, eine internationale Organisation, schreiben Sie in Anführungszeichen.
(Dr. Alexander Gauland [AfD]: Das ist auch richtig so! Da sind noch zu wenige Anführungszeichen drin!)

Auch hier redet diese promovierte Politikwissenschaftlerin Scheer wieder wie ein Blinder von der Farbe, dafür aber im vollen Brustton der Überzeugung.

  • Sie verwechselt den Treibhauseffekt unverdrossen mit dem „Klimawandel“.
  • Sie glaubt, dass die Bezeichnung „Weltklimarat“ die offizielle Bezeichnung des IPCC ist, und sieht jeden Zweifel daran als Sakrileg an.
  • Sie glaubt, dass es in der Realität eine mittlere Welttemperatur gibt.
  • Sie glaubt und schreit dieses Glaubenbekenntnis in die Welt hinaus, dass die von den Klima-Modellen prognostizierte Erhöhung einer „Welttemperatur“ irgendwann in ferner Zukunft heute schon real sind.
  • Und glaubt last but not least, dass es sich bei dem Antrag um eine „Leugnung“ des Klimawandels insgesamt geht.

Geht´s eigentlich unwissender?
Ja es geht! Jedenfalls bei Frau Scheer.
Sie sagt nämlich:

Ich möchte auch auf etwas anderes kurz eingehen. Sie haben sich in epischer Breite auch über die vielen Nullen ausgelassen, die Sie immer nennen. X-mal wurden diese Nullen genannt. 
(Karsten Hilse [AfD]: Die Zahl stimmt ja auch, und die Formel steht da!)
Dann schreiben Sie, mit dem Wert, den Sie da errechnet haben wollen, reduziere sich die weltweite Klimaproblematik zum „Null-Problem“. Ich höre jetzt mit diesen ganzen Zitaten auf; denn sie gehen von meiner Redezeit ab. Das, was da steht, ist ein einziger Schwachsinn.

Und verwechselt mal eben den im Antrag – nach überhöhten IPCC Zahlen- berechneten Einfluss Deutschlands auf das statistische Konstrukt globale Mitteltemperatur mit dem von der aktuellen Forschung stark reduzierten ECS Wertes auf aktuell 1 ° oder kleiner. Das bedeutet und wird im Antrag in leichter Sprache umfassend erläutert, dass die globale Mitteltemperatur sich bei Verdopplung der CO2 Konzentration um ganze 1 K erhöht. Das ist nach jedem Maßstab alles andere als gefährlich.
Und in diesem Fall – so steht es im Antrag ausdrücklich- reduziert sich das gesamte Klimaproblem auf ein Nicht-Problem.
Wer, wenn nicht er/sie nicht unaufrichtig, uninformiert, böswillig oder von zu geringer Begabung ist, wollte das leugnen? Frau Dr. Nina Scheer. Wohl der Partei bei der sie mitwirkt.
Dann folgt noch das übliche Lamento von den „95 % der Wissenschaftler“ das schon immer auf schlichte Gemüter gewirkt hat, und wie man sieht immer noch wirkt, und die Verwechslung von Primär- und Endenergie bzw. des jeweiligen Anteils der „Erneuerbaren“ daran.
Nun, lesen ist nicht jedermanns Sache und verstehen erst recht nicht. So gesehen, hat der Antrag der AfD wohl die meisten der Altparteien, die sich dazu äußerten oder denjenigen die das taten, Beifall zollen, kräftig überfordert. Was eigentlich zu erwarten war.
Wer wählt die denn noch?
Wird fortgesetzt.