Der Dämm-Wahn – 11 Punkte,  die Sie wissen sollten! 

Es zahlt: der Konsument, der Hausbesitzer, der Mieter. Aber lassen Sie sich das Geld nicht aus der Nase ziehen, lassen Sie sich nicht hineinreiten in Schein-Komfort, der erst Sorgen produziert – von Feuchte und Schimmel bis Entsorgungsproblemen für Ihre Kinder, die das gute Stück erben. Was Sie wissen sollten:  
1) Obwohl eine Außendämmung WärmeDämmVerbundSystem (WDVS) heißt, unterbricht der Übergang tragende Wand zu Dämmsystem (und zumeist das Dämmsystem selbst, etwa Styropor) die kapillare Dampfdiffusion traditioneller Mauerwerke (Ziegel, Holz) und erhöht damit die Gefahr von Feuchteschäden in der tragenden Wand bzw erfordert verstärktes Lüftungsverhalten. 
2) Eine wärmegedämmte Wand erreicht tagsüber bei Sonne bis 80°C und mehr (weil die Dämmplatte Wärme nicht weiterleitet, da sie ja isoliert); nachts sinkt die Temperatur der Wand außen häufig unter Lufttemperatur (wegen geringer Wärmekapazität und Abstrahlung gegen einen kalten Nachthimmel). 
Eine Ziegelwand ist demgegenüber tagsüber kühler (nimmt Sonnenenergie auf und leitet sie weiter), nachts deutlich wärmer (hohe Speicherkapazität, die die tagsüber aufgenommene Sonnenenergie langsam wieder abgibt). Das ist auch der Grund, warum eine Wärmebildkamera bei einer Ziegelwand abends eine höhere Temperatur anzeigt, als eine gedämmte Wand; der Grund ist nicht, wie meist vorgeschoben, schlechtere Wärmedämmeigenschaft. 
Etwa 6% der eingestrahlten Sonnenenergie gibt eine Massivwand (Ziegel, Holz, Blähbeton) in den Abendstunden in den Innenraum. Für Raum Graz ergibt das auf einer Südwand an einem Sonnentag auch im Dezember noch eine Ersparnis an Heizenergie über Tag-Nacht gemittelt von 24%. (Gemittelt über alle Wetterlagen und die gesamte Heizperiode allerdings nurmehr (oder immerhin noch) 7%. Zugegeben: solange eine Dämmung funktioniert, sind die Einsparungen größer; aber wie lange funktioniert sie? Und ist die Einsparung rentabel?) 
3) Tauwasseranfall (wegen der starken Abkühlung einer gedämmten Fassade besonders hoch, häufige Taupunktunterschreitung) und verringerte/unterbrochene/ fehlende kapillare Wasseraufnahmefähigkeit der Dämmaterialien führen zu Algenbildung bzw erfordern Pestizid-Beaufschlagung des Dämmaterials (mit umweltschädlichem Auswascheffekt). Feuchte, gar Wasser im Dämmstoff ermöglicht Frostschäden, vernichtet den Dämmeffekt und belastet die tragende Wand bzw das Innenraum-Klima. 
Bei einer Ziegelwand ist der Tauwasseranfall nicht nur seltener und geringer, sondern Ziegel nimmt Luftfeuchte/Tauwasser auf und gibt sie untertags wieder ab (innen wie außen, Ziegel/Massivholz „atmet“ mit seinem Kapillarsystem).  
Mineralische Dämmaterialien (Steinwolle, Glaswolle) „atmen“ nicht (kein Kapillarsystem); sie saugen sich bei Dichtigkeitsschäden allenfalls voll und fallen zusammen.  
Biologische Dämmaterialien (Holzfaser, Schafwolle) „atmen“ zwar (begrenzt: häufig unterbrochenes Kapillarsystem), können jedoch bei starker Feuchte-belastung verrotten.  
4) Hoher Dehnungskoeffizient von synthetischen Dämmaterialien (geschäumten Kunststoffen) gegenüber Putz führt bei den extremen Temperaturbeanspruchungen Tag/Nacht zu Rißbildungen. Auch Spechte machen sich gern an gedämmten Fassaden zu schaffen. Über Risse dringt Wasser (Tauwasser, Regen) in den Dämmstoff ein. Die periodische warm/kalt Belastung führt über streckenweise Dampfdiffusion und Kondensation auch zu Wasserfallen/-einschlüssen.  
Ziegelwand und Kalkputz haben die gleichen Dehnungskoeffizienten, reißen nicht und bergen keine Wasserfallen.  
5) Dämmaterialien sind Ungeziefer-anfällig, besonders die biologischen, die folglich Biozid Beaufschlagung erfordern (mit umweltbelastenden Emanations- und Entsorgungsfolgen). Auch in Hartschaumplatten wurden schon Wespennester gefunden. Forscher an der Stanford University in Kalifornien berichten gar von Mehlwürmern in Styropor – ein gefundenes Fressen für Spechte.  
6) Hohe Brennbarkeit von Fassadendämmung (Polystyrole sind verarbeitetes Erdöl und extrem brennbar, mineralische Dämmstoffe sind teilweise mit brennbaren Klebern verfestigt, biologische Dämmstoffe sind brennbar), Brand-Entschleuniger (Bromide) sind giftig und nur begrenzt wirksam, Brandriegel nachgewiesenermaßen unwirksam (Aufwinde).  
7) Fassadendämmung rentiert sich nicht. Amortisationszeiten liegen über 30 Jahren, mit den Subventionen der Steiermark bei 15-20 Jahren. Gesetzlich kann unrentable Sanierung nicht zugemutet werden (Gerichtsurteile setzen bei 10 Jahren Amortisationszeit die Grenze; aber auch das heißt, daß Sie die nächsten 10 Jahre keine finanziellen Vorteile von der Dämmung haben, realiter die nächsten 15-20 Jahre nicht! – und ob die Fassade solange dämmt?). Und für Amortisationszeiten um 10 Jahre wären Subventionen von über 50% nötig. (Sog. rentable Angebote rechnen mit fiktiven Öl-/Gas-/Brennstoff-Preissteigerungen und zinsfreien (Eigen-)Krediten.)  
8) Erdöl- bzw Erdgas-Knappheit ist mindestens in diesem Jahrhundert unrealistisch. Seit 1970 gibt es immer nur Reserven für wenige Jahrzehnte (weil sich weitergehende Prospektion für die Konzerne nicht lohnt). 1970 kannte man gesicherte Reserven für 50 Jahre. Trotz erheblich gestiegener Produktion haben wir auch heute nach fast 50 Jahren wiederum gesicherte Reserven für weitere 50 Jahre. Alle diese Staaten wollen verkaufen – das reguliert auch den Preis. (Das Erdölkartell ist brüchig.) Und es werden weitere Reserven gefunden werden. Und es kann nach neuesten Forschungsarbeiten nicht ausgeschlossen werden, daß Erdgas (und vielleicht auch Erdöl) abiotisch bei den hohen Drücken und Temperaturen in tieferen Schichten des Erdmantels neu entsteht und ‚nachfließt‘.  
9) Klimawandel durch CO2-Emissionen ist ein Scheinproblem. Klimawandel mag stattfinden, aber wir hatten es oft schon wärmer, wärmer als heute: in Europa etwa im Mittelalter, auch zur Römerzeit um Christi Geburt. CO2 ist aber nicht der Grund, und der Mensch ist nicht der Grund. Das Erdklima oszilliert in kleineren und größeren Ausschlägen seit jeher. Der Hauptklimaregulator sind Sonne/Sonneneruptionen, Wasser/Wasserdampf und Vegetation. Mit letzterer beeinflußt Kommerzialisierung und industrialisierte Landwirtschaft allenfalls Lokalklimata (über Humusabbau, Bodenerosion, Grundwasserschwund etc, zweifelsohne nicht gut). CO2 aber mußte als Folgeprodukt industrieller Entwicklung für einen Wohlstandsausgleich Nord-Süd herhalten (UNO, Paris-Vereinbarung sieht 100 Mrd $/a für Entwicklungsländer vor); Wohlstandsausgleich Nord/Süd forderte schon der Willy-Brandt-Report der Vereinten Nationen 1980 vor dem Hintergrund der 1. und 2. Ölpreiskrise (die ein Signal zum Wohlstandsgefälle / indirektem Kolonialismus waren, nicht zu Verfügbarkeitsende von Erdöl und Erdgas, und kein Klima- oder CO2-Signal).  
10) Sie als Hausbesitzer oder Ihre Kinder werden erhebliche Entsorgungsprobleme haben, wenn der Dämmstoff vollgesoffen oder altersbedingt zusammengesessen oder zerfressen/verrottet ist (und bis dann möglicherweise als Sondermüll gilt). 
Bleiben Sie beim Ziegel, verschandeln/verderben Sie Ihr Haus nicht! Wählen Sie gegebenenfalls Putzsysteme und Farben mit hoher Strahlungsabsorption. Und für Neubau gibt es moderne Ziegel, die ohne Zusatzdämmung alle Wärmedämmwünsche erfüllen und trotzdem diffusionsoffen und wärmespeichernd sind. Oder noch besser: bauen Sie ein Holzhaus aus Massivholz-Tram (nicht Sandwiches).  
11) Wer das Glück hat, noch alte schöne Kastenfenster zu haben, sollte dabei bleiben; einen kompletten Luftwechsel alle 1 bis 2 Stunden brauchen Sie ohnehin (und bei den im Mittel niedrigen Windgeschwindigkeiten im Raum Graz passiert bei leichten Undichtigkeiten nicht viel; bei dichten Fenstern müßten sie alle 1 bis 2 Stunden 5 Minuten stoßlüften; und Thermoglas reduziert den Lichteinfall). Und generell ist folgendes bedenkenswert:  
Ein Südfenster (traditionelles Kastenfenster) ergibt über die Heizperiode einen erheblichen Energiegewinn durch Sonneneinstrahlung.  
Ein Ost- oder Westfenster bilanziert ausgeglichen, dh der Energieverlust über die Heizperiode ist näherungsweise Null (Klimabedingungen Raum Graz). 
Beim Nordfenster erbringt die diffuse Himmelsstrahlung immer noch eine Einsparung von 30%.  
Und wenn Sie nachts Fensterläden schließen können, erreichen sie sogar Werte von Isolierfenstern.  
DI Prof. Dr. Peter-Jörg Jansen, Hitzendorf im Januar 2018,
Ordinarius für Energiewirtschaft der TU-Wien 1981-1999,
Aufbau und Beratung der ersten Energiespar-Beratungen in den 80-er Jahren 




PNAS ein „Predator“-Verlag? Ex-PIK Chef Schellnhuber reicht sechzehn papers ein und sucht seine Gutachter selber aus.

Von „Die kalte Sonne“
Man muss schon fast Mitleid mit den Klimalarm-Multiplikatoren haben. Da schickt ihnen der Himmel diese schöne Hitzewelle und schon bauen sie darauf die abenteuerlichsten Dinge. Mit hochverzweifelten Phasen beklagt man sich “Es passiert nichts, nichts, nichts“. Es wird geheult und gedroht, die Hitzewelle würde ab nun zum Normalzustand, wenn man nicht ganz schnell alle Forderungen erfüllt. Ist verbale Hitzefolter eigentlich erlaubt? Das PIK fährt Überstunden und kramt aus der Klamottenkiste die verstaubten Kipppunkte heraus, die aber auch beim gefühlt 18. Versuch niemanden so richtig überzeugen. Wieder droht man, der Planet hätte möglicherweise bereits eine kritische Grenze überschritten.
Vieles deutet daraufhin, dass die PIK-Kommunikationsabteilung hier sauber vorgeplant hat. Die sechzehnköpfige Autorenschar wird vom neuen (Rockström, fast vorne) und alten PIK-Chef (Schellnhuber, ganz hinten) eingerahmt. So macht es auch Donald Trump, der bei Fernsehansprachen für die TV-Kameras das Volk um sich herum aufbaut. Sieht einfach beser aus. Erschienen ist das Paper in Schellhubers Lieblingszeitschrift, PNAS.
Genau, da war doch mal was: Mysteriöse Häufung von Schellnhubers Veröffentlichungen in Zeitschrift der National Academy of Science: Wussten Sie, dass Mitglieder ihre PNAS-Gutachter selber auswählen dürfen?. Unser Blogartikel zu diesem schier unglaublichen PNAS-Begutachtungsverfahren ist nun 4 Jahre alt (von 2014). Da wird sich doch sicherlich mittlerweile etwas getan haben, denn eine Auswahl der Gutachter durch die Autoren öffnet fragwürdigen Gutachterseilschaften Tür und Tor. Schauen wir also auf die aktuelle (August 2018) PNAS-Webseite und prüfen, ob das “Contributed Papers”-Verfahren immer noch zur Verfügung steht. Zur Erinnerung: Hans-Joachim Schellnhuber ist laut Onlinedatenbank immer noch PNAS-Mitglied und könnte daher ohne Probleme seine Lieblingsgutachter aus der befreundeten Alarmecke benennen.
Und in der Tat scheint es die Seilschaften-Option noch zu geben, wie das PNAS-Author-Center auch heute noch (Zugriff 9.8.2018) erklärt (Abb. 1):

Abb. 1: Erläuterungen der PNAS-Einreichungsoptionen. Quelle: PNAS-Webseite, Zugriff 9.8.2018.
Der Sprengstoff liegt genau hier:

Members select their own reviewers.

Kann man nun herausfinden, welchen Einreichungsweg das aktuelle PIK-Paper (Steffen et al. 2018) bei PNAS genommen hat? Ja kann man, denn auf dem pdf des Papers steht es am unteren Ende der Seite: In diesem Fall war es zum Glück eine ‘Direct Submission’. Das Journal hat die Reviewer für dieses Paper wohl selber ausgesucht. Trotzdem wollen wir es genau wissen. In wievielen Fällen hat Schellnhuber nun wirklich den PNAS-Joker ausgespielt und seine wissenschaftlichen Schiedsrichter selber benannt? Die Wahrheit ist erschreckend. Seit 2009 zählen wir gleich 16 Papers, die als Rechtsüberholer an den Konkurrenten vorbeigezogen sind. Eigentlich ein wissenschaftlicher Supergau. In manchen Jahren hat Schellnhuber das Kontingent von 4 “Contributed Papers” voll ausgeschöpft. Mehr geht nicht. Hier eine Übersicht der “Contributed Papers” von Schellnhuber seit 2009:
Fan et al. 2017: Network analysis reveals strongly localized impacts of El Niño
Autoren: Jingfang Fan, Jun Meng, Yosef Ashkenazy, Shlomo Havlin, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Dirk Helbing und Yochanan Kushnir
Kushnir ist beim PIK kein Unbekannter. Er trug zum IPCC AR5-Bericht zu Kapitel 12 bei. Seine ebenfalls zutragenden Kollegen: Die PIKler und ehemaligen PIKler Stefan Rahmstorf, Kirsten Zickfeld und Malte Meinshausen. pdf hier.
Ludescher et al. 2017: Statistical significance of seasonal warming/cooling trends
Autoren: Josef Ludescher, Armin Bunde, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Valerie Livina und Igor M. Sokolov
Sokolov arbeitet an der Berliner Humboldt Uni, einen Steinwurf von Potsdam entfernt. Ob man sich wohl kennt?
Schleussner et al. 2016: Armed-conflict risks enhanced by climate-related disasters in ethnically fractionalized countries
Autoren: Carl-Friedrich Schleussner, Jonathan F. Donges, Reik V. Donner, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Yoshito Hirata und Jürgen Scheffran
Jürgen Scheffran ist laut Wikipedia ein alter PIKler: “Von 2001 bis 2004 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), tätig in den Arbeitsbereichen Global Change and Social Systems sowie Integrated Systems Analysis.” Schellnhuber war Mitgründer des PIK 1992, muss also zwischendurch auch Scheffrans Chef gewesen sein.
Levermann et al. 2016: Abrupt monsoon transitions as seen in paleorecords can be explained by moisture-advection feedback
Autoren: Anders Levermann, Vladimir Petoukhov, Jacob Schewe, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Unbekannt
Hier gibt es keinen Hinweis darauf, dass es sich um eine “Direct Submission” handelt. Vermutlich ist es daher ein “Contributed Paper”.
Petoukhov et al. 2016: Role of quasiresonant planetary wave dynamics in recent boreal spring-to-autumn extreme events
Autoren: Vladimir Petoukhov, Stefan Petri, Stefan Rahmstorf, Dim Coumou, Kai Kornhuber, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Rasmus E. Benestad and David Karoly
Benestadt ist Hardcore-Aktivist und Mitautor des Aktivisten-Blogs Real Climate. Karoly ist IPCC-Autor und entschiedener Gegner des Hockeystick-Jägers und Aufklärers Steve McIntyre.
Yu et al. 2016: System crash as dynamics of complex networks
Autoren: Yi Yu, Gaoxi Xiao, Jie Zhou, Yubo Wang, Zhen Wang, Jürgen Kurths, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Ying-Cheng Lai and Matjaz Perc
Perc hat eine ganze Reihe von gemeinsamen Papers mit Zhen Wang, einem Co-Autor des von ihm begutachteten Schellnhuber-Papers. Es drängt sich der Verdacht auf, dass sich hier gut miteinander bekannte Kollegen mit einem Freundschaftsgutachten ausgeholfen haben.
Li et al. 2014: Chaos–order transition in foraging behavior of ants
Autoren: Lixiang Li, Haipeng Peng, Jürgen Kurths, Yixian Yang, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Unbekannt
Rogelj et al. 2014: Disentangling the effects of CO2 and short-lived climate forcer mitigation
Autoren: Joeri Rogelj, Michiel Schaeffer, Malte Meinshausen, Drew T. Shindell, William Hare, Zbigniew Klimont, Guus J. M. Velders, Markus Amann, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Unbekannt.
Etliche der Co-Autoren stammen aus dem Greenpeace-Umfeld. Trotzdem heißt es im Paper offiziell: “The authors declare no conflict of interest.” Wie geht das?

Coumou et al. 2014: Quasi-resonant circulation regimes and hemispheric synchronization of extreme weather in boreal summer
Autoren: Dim Coumou, Vladimir Petoukhov, Stefan Rahmstorf, Stefan Petri, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Unbekannt
Dangerman & Schellnhuber 2013Energy systems transformation
Autoren: A. T. C. Jérôme Dangerman und Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Unbekannt
Ludescher et al. 2013: Improved El Niño forecasting by cooperativity detection
Autoren: Josef Ludescher, Avi Gozolchiani, Mikhail I. Bogachev, Armin Bunde, Shlomo Havlin, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Unbekannt
Petoukhov et al. 2013: Quasiresonant amplification of planetary waves and recent Northern Hemisphere weather extremes
Autoren: Vladimir Petoukhov, Stefan Rahmstorf, Stefan Petri, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Unbekannt
Donges et al. 2011: Nonlinear detection of paleoclimate-variability transitions possibly related to human evolution
Autoren: Jonathan F. Donges, Reik V. Donner, Martin H. Trauth, Norbert Marwan, Hans-Joachim Schellnhuber, and Jürgen Kurths
Gutachter: Unbekannt
Schellnhuber 2011: Geoengineering: The good, the MAD, and the sensible
Autor: Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Unbekannt
Wu et al. 2010: Evidence for a bimodal distribution in human communication
Autoren: Ye Wu, Changsong Zhou, Jinghua Xiao, Jürgen Kurths, and Hans Joachim Schellnhuber
Gutachter: Unbekannt
Hofmann & Schellnhuber 2009: Oceanic acidification affects marine carbon pump and triggers extended marine oxygen holes
Autoren: Matthias Hofmann and Hans-Joachim Schellnhuber
Gutachter: Unbekannt
Wer wohl die unbekannten Gutachter waren? Selbst nach unserem Blogbericht über das Problem 2014 sah Schellnhuber offenbar keine Veranlassung dazu, seine fragwürdige PNAS-Einreichungsserie zu beenden. Vor kurzem gab es einen Aufschrei in der deutschen Presse über das Unwesen von ‘Predatory Journals’. Drängen sich die auffälligen PNAS-Serienveröffentlichungen eines des bekanntesten deutschen Klimawissenschaftlers nicht ebenfalls als Thema geradezu auf?
Der Beitrag erschien zuerst bei Die kalte Sonne hier
 




Woher kommt die Dürre und Wärme des Sommers 2018 ?

Die diesjährige Trockenheit und grosse Wärme darf man zu Recht als ein besonderes „Naturereignis“ klassifizieren.
Die diesjährigen Wetterverhaeltnisse werden wirklich durch „natürliche“ und nicht voraussehbare Vorgänge bewirkt. Nämlich:
Auf der Sonne sind, wie es öfter passiert, Plasmaringe ( die Zigaretten-Rauchringen in ihrer Physik als „Wirbelschlauchringe“ verwandt sind ) aufgebrochen. Siehe Abb.1

ABB.1.  GESCHOSSENE PLASMARINGE (A)  BRECHEN AUF (B) UND BEWIRKEN EINEN STARKEN PARTIKELSTROM (ROT ) MAGNETFELDLINIEN SIND DARGESTELLT lt. Wikipedia:
Das wirkt so als ob man einen Wasserschlauch aufschneidet. Aus dessen Enden spritzt dann das Wasser heraus. Nach dem Aufbrechen der solaren Plasmaringe wird dann Materie aus den tieferen Schichten der Sonne, d. h. hochenergetische, ionisierte Teilchen ( sonst Sonnenwind genannt ) mit hoher Geschwindigkeit in gewaltigen Mengen ausgestoßen.
Die Röntgenaufnahmen der Sonne dieses Jahres zeigen die Enden der aufgebrochenen Plasmaschläuche dunkel, sogenannte „Koronarlöcher“. s. Abb. 2


ABB. 2  RÖNTGNENBILDER DER SONNE IM FRÜHJAHR 2018 ZEIGEN DIE „KORONALEN LÖCHER“
Meistens brechen die Plasmaringe in den Polregionen der Sonne. Der Teilchenstrom geht dann senkrecht zur Ebene, in der die Planeten umlaufen, und trifft und beeinflusst die Planeten nicht. Wie aber in Abb. 2 zu sehen, brachen dieses Jahr Ringe vorzugsweise in der Äquatorialregion, so dass der Teilchenstrom die Planeten, und eben auch die Erde, sozusagen „volle Breitseite“ trifft. Derzeit liegt der Teilchenstrom, der die Erde trifft, bei 600% (!!) des gewöhnlichen. Das mit dem Teilchenstrom mitgeführte Magnetfeld von der Sonne hat das Erdmagnetfeld so gestört, dass es über dem Nordpol in Millionen von Quadratkilometern aufgerissen ( d. h. sehr schwach ) ist. Das Erdmagnetfeld leitet gewöhnlich den Teilchenstrom um die Erde herum. Da es jetzt fehlt, trifft der Teilchenstrom ungehindert die Erdatmosphäre. Die gewaltige Energie der Sonnenwindteilchen trifft die Arktis und erwärmt diese massiv. Weiterhin verdrängt der starke Sonnenwind die noch höher-energetische Höhenstrahlung aus dem Kosmos ( „Forbush-Effekt“ ), welche auf Grund ihrer hohen Energie die Kondensationskeime für die Wolkenbildung stellen. Folglich wird Wolkenbildung und Niederschlag signifikant reduziert. Weniger Wolken, viel Sonnenschein, der die Erde erwärmt, und Ausfall von Regen.
 

Dies ist der Mechanismus, der das ungewöhnliche Wetter dieses Jahr unser Wetter bestimmt.

Was können wir aus dieser Einsicht lernen? Nicht all zu viel. Eine Voraussage, wie lange Koronarlöcher existieren werden, die in Richtung Erde emittieren, ist auf Grund unserer beschränkten Kenntnisse der Sonnenphysik nicht möglich. Das Erdwetter kann also durchaus noch ins nächste Jahr fort dauern , aber auch abrupt aussetzen.
Immerhin lehrt uns dies Jahr, dass wir, und das heißt das gesamte organische Leben auf der Erde, Naturereignissen, die wir nicht beeinflussen können, relativ hilflos ausgeliefert sind.
Dies gibt uns eine etwas realistischere Sicht der Welt, als die politische Propaganda, welche uns, entgegen allen Forschungsergebnissen (!), einreden will, der Mensch beherrsche die Natur schon so intensiv, dass bereits ein „Antroprozän“ angebrochen sei, indem der Mensch die Erde so stark forme, dass sie zerstört zu werden drohe.
 
Zum Vergleich:
Die am weitesten zurückreichende Temperatur Messreihe ist die von Mittelengland, von 1659 bis Juni 2018 – mit den zwei höchsten Monatsmittel-Temperaturwerten von 18 und 18.2 Grad C. für den Juni. Im Juli wurden Werte von 18 bis über 19 Grad C. ca. 25 mal gemessen. Nach dieser Tabelle war der wärmste Juni 1846!
Das diesjährige Sommerwetter ist also, obwohl für unsere Erinnerung ungewöhnlich, im historischen Kontext nicht so selten. Auch in Zeiten, wo es eine industrielle Emission praktisch noch nicht gab. Die historischen Daten über Niederschläge vermitteln ein ähnliches




Windkraft-Boom in Frankreich: Solidarität mit chinesischen Milliardären?

Er hat angekündigt, bis zum Jahr 2020 mindestens 20.000 neue Windräder aufstellen zu lassen. Doch bei den betroffenen ländlichen Gemeinden löste er dadurch keine Begeisterungsstürme aus. Im Gegenteil: Nach anfänglicher Euphorie in manchen entlegenen Gegenden, in denen große Windräder als potenzielle Tourismus-Attraktion galten, lösen Pläne für neue Windparks heute fast überall Alarmstimmung aus. Denn die Landbewohner haben inzwischen erkannt, dass gerade das Tourismus-Geschäft darunter leidet. Obendrein zieht der Bau der bis zu 200 Meter hohen Windmonster zahlreiche Unannehmlichkeiten wie Wald- und Buschrodungen für die Anlage von Transportwegen, Erdarbeiten für die Verlegung der Anschlusskabel usw. nach sich.
Besondere Sorgen bereiten den Bewohnern der „France profonde“ die bis zu 1.500 Tonnen schweren Stahlbeton-Fundamente der Windräder, die nach dem Ende der auf 15 bis 20 Jahre veranschlagten Betriebszeit der Windkraftanlagen höchstwahrscheinlich im Boden bleiben werden. Die Betreiber müssen für den Rückbau ihrer Anlagen lediglich eine Sicherheitsleistung von 50.000 Euro hinterlegen, während die tatsächlichen Kosten auf mindestens 300.000 Euro geschätzt werden. Die Franzosen fühlen sich hier an die zahlreichen Beton-Bunker erinnert, die ihnen die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg hinterlassen hat. Das macht die Auseinandersetzung um die Errichtung von Windparks im Binnenland zu einer höchst emotionalen Angelegenheit. Hinzu kommt die praktische Unmöglichkeit, die Windradflügel aus glasfaserverstärktem Kunststoff zu recyceln.
Der Widerstand vor Ort hat dazu geführt, dass neue Windräder in Frankreich nur noch dort errichtet werden können, wo schon welche stehen – oder vor der Atlantik- oder Kanal-Küste, wo kommunaler Widerstand nicht möglich ist. So konzentriert sich der heute unter dem Firmennamen Engie auftretende ehemalige Staatskonzern GDF-Suez zusammen mit der französischen Staatsbank Caisse des Dépôts und dem portugiesischen Konzern EDP auf die Projektierung von Windparks in den Fischereizonen vor den Küsten der Bretagne und der Normandie. Weder auf die Interessen der Fischer und der Ferieninseln noch auf historische Gedenkstätten wird dabei Rücksicht genommen. Zum Beispiel sind dort, wo die Alliierten 1944 ihre verlustreiche Landeoperation durchführten (Juno Beach, Gold Beach und der Hafen von Arromanches nicht weniger als 75 riesige Windräder geplant.
Was aber das Fass zum Überlaufen bringt, ist die Nachricht, dass der chinesische Konzern China Three Gorges sich anschickt, das Wind-Geschäft von Engie ganz oder teilweise zu übernehmen. Viele Franzosen fürchten nun zu Unrecht, dass ihre Steuergelder letzten Endes in den Taschen chinesischer Milliardäre landen werden. Die von Nicolas Hulot beschworene planetare Solidarität bekäme dadurch ein besonders Geschmäckle. Kein Wunder, dass sich inzwischen in Frankreich eine außerordentlich breite überparteiliche Oppositionsbewegung gegen Windkraftprojekte gebildet hat, die von Anhängern des linksradikalen Jan-Luc Mélenchon bis zu konservativen Schlossherren reicht. Im Augenblick stecken die Franzosen allerdings noch in der Sommer-Lethargie, die durch die Hitzewelle noch gefördert wird. Aber schon im bevorstehenden Herbst könnten sich die Konflikte zuspitzen, zumal immer mehr Franzosen mitbekommen, dass die ihnen als so vorbildlich hingestellte deutsche „Energiewende“ sich längst als Sackgasse erwiesen hat.




Schellnhuber-Evergreen: Und ewig kippt das Klima

Wird Zeit, dass es anfängt zu regnen. Es ist mal wieder Schellnhuber-Konjunktur. Gerade wird die uralte Kamelle vom Klima, das ganz plötzlich kippen könnte, wieder ausgepackt. Ein internationales Team von Forschern „diskutiere“ diese Möglichkeiten in der Wissenschaftszeitschrift „Proceedings“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA („PNAS“) und blicke dabei insbesondere auf „Kippelemente“ im Klimasystem. Das Lied singt Schellnhuber schon seit vielen Jahren so, ohne dass eine substanzielle neue Erkenntnis hinzugekommen ist. Man hat für den Evergreen auch nichts Neues erforscht, da gibt’s offenbar nix, stattdessen hat man viele vorhandene Studien neu zusammengerührt, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Und das lautet: „Man wird doch noch diskutieren dürfen!“ DPA beschreibt den Inhalt der Studie so:
„Die Gefahr einer Heißzeit kann aus Sicht von Klimaforschern selbst beim Einhalten des Pariser-Klimaabkommens nicht ausgeschlossen werden. Dabei würde sich die Erde langfristig um etwa vier bis fünf Grad Celsius erwärmen und der Meeresspiegel um 10 bis 60 Meter ansteigen.“
Die Betonung liegt auf „kann nicht ausgeschlossen werden“. Ausgeschlossen werden kann prinzipiell gar nichts, besonders wenn es sich um die Zukunft handelt.
Klimaforscher Reto Knutti von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sagt zu dem veröffentlichten Beitrag, er biete „eine Synthese und Einordnung von vielen Einzelstudien“, bleibe aber recht unkonkret. Das ist eine kollegial freundliche Umschreibung für pseudowissenschaftliches Untergangsgeraune a la mode. Der Zeitpunkt und die Art der Kommunikation richten sich im übrigen eindeutig gegen Donald Trump, politisierter kann Wissenschaft gar nicht sein. Das wurde von SWR-Umweltredakteur Werner Eckert gestern in der Tagesschau sogar ganz offen gesagt, nicht ohne auf Trumps „ignorante“ Politik hinzuweisen. Trump bedroht in den USA die Pfründe der NGOs und der großen Klimaforschungs-Einrichtungen, die von dem Thema leben. Im übrigen erzielen die USA sehr viel größere Erfolge als Deutschland bei der Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen.
Grob lässt sich der jetzt wieder bemühte Katastrophen-Evergreen so beschreiben: Einige Wissenschaftler befürchten, das Klima könne durch eine sich selbst verstärkende Kettenreaktion einen „Tipping“-Point erreichen und gleichsam umkippen. Das Szenario lautet wie folgt: Mehr Kohlendioxid verursacht höhere Temperaturen, die produzieren mehr Wasserdampf und damit noch mehr Wärme, woraufhin wiederum mehr natürliches Kohlendioxid und andere Treibhausgase aus Meeren und Böden aufsteigen, was wiederum die Temperaturen erhöht. Das ganze löst eine fortwährende Kaskade positiver Rückkoppelungen aus, schmelzende Eisflächen reflektieren weniger Wärmestrahlung, was wiederum mehr Eis schmelzen lässt, und so weiter und so fort.
Dem steht entgegen, dass das Klima im Verlauf der Erdgeschichte immer wieder die Gelegenheit hatte „Davonzulaufen“ – es aber nicht getan hat. Abrupte Temperaturschwankungen um mehrere Grad gab es immer mal wieder. Auch gab es in der Erdgeschichte Phasen mit 10 bis 20 mal höheren Kohlendioxidkonzentrationen als heute – während gleichzeitig eine Eiszeit herrschte. Es kam auch wiederholt zu Temperatursprüngen um mehrere Grad innerhalb weniger Jahre, ohne dass ein solcher „Runaway-Effekt“ eingetreten wäre.
Wo wir gerade beim Klima sind. Zum am Montag veröffentlichten Beitrag „Der Fake mit den Klima-Flüchtlingen“ kamen zahlreiche Leserhinweise, von denen ich hier einige vorstellen möchte.
Was die sogenannten „Hitzetoten“ anbelangt, so hat Dr. Lothar Baumann vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg die Todesfälle im Zuammenhang mit der Hitzewelle 2003 untersucht (Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 4/2005). Anhand der Zahlen kommt der Autor zu dem Schluss:
„Der ungewöhnlich heiße Sommer und hier vor allem der Monat August führten dazu, dass deutlich mehr Menschen starben als während dieser Jahreszeit üblich. […] Sterbealter der Verstorbenen und Verlauf der Todesfallkurve deuten darauf hin, dass es sich sowohl um nachgeholte als auch um vorgezogene Sterbefälle handelte. Ausschlaggebend waren die Todesursachen infolge von Kreislauferkrankungen und von Atemwegserkrankungen. […] Eine herausragende Todesursache, die sich explizit auf die Hitze bezieht, wurde nicht festgestellt.“
Die im Beitrag geschilderten Kriegs- und Konfliktursachen bestätigt eine vor einigen Monaten veröffentlichte Studie (Assessing the relative contribution of economic, political and environmental factors on past conflict and the displacement of people in East Africa). Die Autoren, Mark Andrew Maslin und Erin Llwyd Owain, haben im Online-Magazin The Conversation über ihre Studie berichtet. In ihrer originalen Publikation gelangen sie zu dem Schluss:
„Unsere Studie ergab, dass Klimaschwankungen, die sich im Palmer Drought Severity Index (PDSI) und dem globalen Temperaturniveau wiederspiegeln, weder das Ausmaß des regionalen Konflikts noch die Gesamtzahl der Vertriebenen (TDP) signifikant beeinflussen. Haupttreiber der Konflikte waren vielmehr das Bevölkerungswachstum, das Wirtschaftswachstum und die relative Stabilität der politischen Regime. Die Zahl der Vertriebenen ist offensichtlich mit dem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum verknüpftAls „Flüchtlinge“ unter den Vertiriebenen zählen wir Personen, die gezwungen waren, Ländergrenzen zu überschreiten. Anders als bei der Gesamtzahl der Vertriebenen und der Konflikthäufigkeit ergab sich, dass die Schwankungen der Flüchtlingszahlen signifikant sowohl mit den klimatischen Schwankungen wie auch mit der politischen Stabilität, der Bevölkerung und dem Wirtschaftswachstum zusammenhängen. Unsere Studie zeigt, dass Klimaschwankungen in den letzten 50 Jahren nur eine geringe oder gar keine Rolle bei der Verursachung von Konflikten und Vertreibungen in Ostafrika gespielt haben. Stattdessen finden wir, dass schnelles Bevölkerungswachstum, geringes oder sinkendes Wirtschaftswachstum und politische Instabilität während des postkolonialen Übergangs die wichtigeren Faktoren waren.“
(Hinweis und Übersetzung von Achse-Leser Karl-Heinz Dehner, vielen Dank dafür).
Zum oben erwähnten Beitrag „Der Fake mit den Klima-Flüchtlingen“ passen auch diese Kommentare aus Die Welt und der BZ.
Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier