Erneuerbar sind nur Illusionen ………Die „Zukunftstechnologie“ Windkraft steht vor unlösbaren Problemen Teil 1              

Dass so etwas tatsächlich ernsthaft zur Politik der Regierung einer Industrienation werden konnte, hatte mehrere Gründe: Das Aufkommen einer Partei, die Umweltprobleme zu ihrem Hauptthema machte und geschickt mit der Angst als Überzeugungsmittel agierte – auch heute noch. Berichte über Umweltkatastrophen (Beispiel „Seveso“); Bücher wie „Der stille Frühling“; das Ozonloch; das angebliche Waldsterben – dessen Widerlegung als „Fake“ dennoch nichts an dessen Wirkung auf die Bürger ändert. Die bis heute unbewiesene und wissenschaftlich umstrittene Hypothese vom menschengemachten Klimawandel; die Angst vor „Strahlen“ jeder Art…Diese Liste ist unvollständig…
Dieses für natur- und ingenieurwissenschaftlich nicht ausgebildete Personen – leider auch Politiker – undurchschaubare Dickicht von wahren und falschen Informationen führte immerhin dazu, dass erkannte Umweltschädigungen an ihrer Quelle bekämpft, minimiert und auch eliminiert wurden: Oft war die Industrie die Verursacherin, oft die Landwirtschaft, oft der gedankenlose oder ahnungslose Verbraucher selbst.

Auch die Energiewirtschaft musste sich daran beteiligen und insbesondere die Gesetze zur Luftreinhaltung aus der Regierungszeit von Willy Brandt erwiesen sich als außerordentlich wirksam.
Der Regierung Helmut Kohls war es vorbehalten, einen Schritt weiter zu gehen, indem sie die Entwicklung bestimmter, scheinbar besonders umweltfreundlicher Energietechniken zu fördern begann. Das war die Geburtsstunde des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) – dessen Geburtsfehler bezeichnenderweise bereits in dessen Namen liegt: Es gibt keine erneuerbare Energie. Die Sonne strahlt elektromagnetische Energie (Licht, UV, IR) ab, die durch Kernfusion (Wasserstoff zu Helium) erzeugt wird. Die dabei „verbrannte“ Masse ergibt sich aus Albert Einsteins berühmter Gleichung E=m c2.
Dabei wird nichts „erneuert“. Korrekt wäre „regenerative Energie“, die ohne unser Zutun kostenlos nachgeliefert wird, aber an ihrer Quelle selbstverständlich ständig neuen „Brennstoff“ verbraucht. Solarzellen sind folglich Energieumwandler;  Wasserkraftwerke, Dieselmotoren, Windmühlen, Kaminöfen, Brennstoffzellen und Heizstrahler sind es ebenfalls.
Die Bezeichnung eines großen wirtschaftspolitischen Regierungsprogramms mit einem physikalischen Unsinnsbegriff beschreibt bereits das fachliche Niveau der Schöpfer der vielen Gesetzesparagraphen, die die Energiewende mit ihrem Fernziel eines überwiegenden Einsatzes „erneuerbarer Energien“ konzipierten.

 

Mittlerweile ist bereits eine der beiden Zukunftstechnik-Branchen, die hunderttausende von Jobs schaffen und ihre Produkte als Exportschlager weltweit verkaufen würden, bis auf kleine Reste aus Deutschland verschwunden: Die Produktion der Photovoltaik-Zellen. Über den mit den EEG-Umlagen massiv subventionierten Aufbau dieser Fertigungsbetriebe und deren Untergang durch die chinesische Billig-Konkurrenz ist bereits umfassend berichtet worden.
Dann war nur noch eine Zukunftstechnik übrig: Windräder. Weil es sich dabei um eine sehr alte Technik der Windenergie-Nutzung handelt, lag zum Zeitpunkt der Verkündigung der Energiewende neben den längst geklärten  physikalisch-aerodynamischen Wirkungsmechanismen auch ein riesiger historischer Erfahrungsschatz über die Vor- und Nachteile dieser Technik vor. Es gab keine Unklarheiten über die im vorliegenden Artikel genannten Einflussfaktoren und über die Ergebnisse bei der Anwendung.
Eine Ausnahme bildeten die verschiedenen Auswirkungen neuer, riesiger Windräder: Die Lärm- und Infraschall-Abstrahlung und deren gesundheitliche Auswirkung auf Menschen. Ferner die Folgen des Baus dieser Anlagen, insbesondere der Fundamente. Deren aufwendiger Rückbau am Ende der Betriebsdauer. Der tatsächliche Flächenbedarf für Standort und Zufahrtswege. Die Gefährdungslage bei Bränden; z.B. in Wäldern. Die Gefährdung geschützter Tierarten.
Bei den historischen Windmühlen, die relativ klein waren, gab es derartige Probleme kaum oder gar nicht. Somit fehlten entsprechende Erfahrungen und Regelungen für die Vermeidung derartiger Auswirkungen.
Aber in Bezug auf die wetterbedingte Unzuverlässigkeit, auf die Aussichtslosigkeit, Windkraft zu bekommen, wenn man sie brauchte, lieferten bereits die historischen Erfahrungen den Beweis für die Unbrauchbarkeit der Windkraft für eine Versorgung mit elektrischer Energie.

Die heute von den zahlreichen „Gegenwind“-Bürgerinitiativen kritisierte Verantwortungslosigkeit der zuständigen Politiker und Ämter, die in den vergangenen Jahren  den erfolgten massiven Ausbau der Windenergieerzeugung mit immer monströseren Windturbinen ohne Rücksicht auf die schädlichen Folgen gestattet und vorangetrieben haben, kann man auf  eine sträfliche Unterlassung des Gesetzgebers zurückführen:
Was wir heute bei der erst vor wenigen Jahren begonnenen wissenschaftlichen Untersuchung der größten Probleme der Windstromerzeugung lernen müssen – über die gesundheitlichen Auswirkungen auf Menschen, die bereits seit Jahren dem Gesamtspektrum der Schallemissionen ausgesetzt sind –  ist das Ergebnis der überhasteten und buchstäblich massenhaften Errichtung von Windrädern in bewohnten Gebieten. Eine verantwortungsvolle Vorgehensweise wäre eine jahrelange experimentelle Erprobung der neuen Großanlagen in unbewohnten Regionen gewesen.
Aber tatsächlich werden immer größere Windräder errichtet. Die Anwohner sind die unfreiwilligen Versuchspersonen, die einfach Pech haben, wenn sie nicht weit genug entfernt wohnen. In den USA würde man sie guineapigs nennen.

„Es liegt allein an den ausgebliebenen Sonderausschreibungen !“
Bis zum Jahre 2017, das einen Neubau-Rekord brachte und mit der ab Herbst 2017 abermals regierenden Großen Koalition eine Fortsetzung der guten Geschäfte versprach, ging es der Windstrom-Branche nicht schlecht. 2018 verdüsterten sich jedoch die Aussichten. Negative Einflussfaktoren kamen aus unterschiedlichen Richtungen und die bisherige angestrengte Euphorie in den Medien ging in Warnungen über. Schuldige werden bereits gesucht und weil es die Windenergie-Lobby selbst nicht sein kann, müssen es Politiker sein, vorzugsweise diejenigen, die gerade Ärger machen. Das ist das übliche politische Spiel, wenn ein Potemkinsches Dorf zusammenfällt und das Baumaterial Pappe für jeden sichtbar geworden ist.

Soweit ist es inzwischen mit unserem Vorreiter-Land gekommen: Die durch Energie-Planwirtschaft mit dem Geld der Stromkunden aus dem Nichts emporgewachsene Windenergie-Branche, die nach der Vision der Bundesregierungen jetzt im 21. Jahrhundert nach Christus mit ihrer schon einmal durch James Watts Dampfmaschinen ausgerotteten Windmühlen-Technik die Industrienation Deutschland exklusiv mit Strom versorgen, und dabei auch noch das angeblich bedrohte Klima des Planeten retten sollte, sieht sich in ihrer Existenz bedroht. Und zwar durch ein Zögern der Bundesregierung bei dem Beschluss, geplante   Sonderausschreibungen für Wind- und Solarstromanlagen wirksam werden zu lassen. Die Regierung hatte aber in letzter Zeit andere Sorgen.
In ihrem Koalitionsvertrag war vorgesehen, dass Sonderausschreibungen von jeweils 4000 MW für Wind- und Solarstromanlagen in den Jahren 2018 und 2019 ermöglicht werden sollten, um absehbare Auftragseinbrüche auszugleichen. Das hatte die Windbranche schon rechtzeitig erreicht. Die nun im Herbst 2018 beklagten Probleme hatte die Regierung durch einen Fehler in ihrem Ausschreibungssystem selbst geschaffen – es war die gut gemeinte Privilegierung kleiner Bürgerenergiegesellschaften, die sich jedoch mit Bauaufträgen sehr zurückhielten. Den Auftragsbüchern der Windradhersteller hätte es noch gut getan, wenn dieser Beschluss für die Sonderausschreibungen noch vor der Sommerpause 2018 erfolgt wäre. Aber das Kabinett hatte bekanntlich auch noch andere politische Aufgaben zu bewältigen – und so geriet die Energiepolitik vorübergehend ins Hintertreffen. Außerdem blockierte ein Streit zwischen der Union und der SPD im Parlament über Forderungen zweier Bundesländer  – mit CDU- und SPD-Ministerpräsidenten – nach Änderungen der Windenergie-Förderung (Abschaffung ihrer  Privilegierung im Baurecht; größere Mindestabstände zu Wohngebäuden; erst Netzausbau realisieren) die anstehende Entscheidung (2) (3).

„Nun ist es zu spät“, schrieb der Journalist Daniel Wetzel am 4. Oktober (4). „Wenn die Bundesregierung die Sonderausschreibungen erst Ende Oktober beschließt, wird wohl kein einziges Extra-Windrad noch im Jahre 2019 fertig.“ Schon 2018 habe es in den Auftragsbüchern große Lücken gegeben, nachdem im Jahr zuvor die Windindustrie ein geradezu enormes „Übersoll“ mit 5333 MW (1792 Windturbinen) an Stelle der im „Ausbaupfad“ der Regierung vorgesehenen 2800 MW geleistet hatte.

Die Verzögerung der Subventionserweiterung stellt nun für die davon abhängige Branche eine bedrohliche Situation dar; Vorwürfe wurden erhoben und Schuldige benannt. Politiker, Medien und Gewerkschaften sparten nicht mit Kritik und in den Kommunen, in denen Windenergie-Betriebe ihren Sitz haben, wuchsen die Sorgen. Wie sich zeigte, waren sie berechtigt.

Werksschließungen und Entlassungen. Deutschlands zweite Zukunftstechnik-Branche sieht Gefahren.
Bereits Anfang August d.J. brachte Handelsblatt Online einen Artikel von Kathrin Witsch (1) über die schwere Krise, die der deutschen Windbranche – die mehr als 143.000 Mitarbeiter zählt – bevorsteht und die bereits zu beträchtlichen Entlassungen geführt hat.
Der Auricher Hersteller Enerconhatte bereits Jobverluste angekündigt, die sich dann Anfang August auf bundesweit 835 Arbeitsplätze summierten. Zur Erläuterung der Situation und der nun folgenden Konsequenzen wurde mitgeteilt, dass das Unternehmen wegen fehlender Aufträge aus dem Inland nicht nur die erwähnten Stellen im eigenen Hause streichen müsse, sondern dass auch bestehende Verträge mit Zulieferern zu reduzieren sind. Man werde sich jetzt auf internationale Märkte ausrichten.
Wie es diese Zulieferfirmen getroffen hat, wird in dem Artikel eingehend geschildert. Der Bundesverband für Windenergie BWE gehe für das Jahr 2017 von einer „fünfstelligen Zahl“ wegfallender Arbeitsplätze aus. Sogar komplette Betriebsschließungen werden in dem Handelsblatt-Bericht genannt (1):
So fallen bei der WEC Turmbauin Emden 190 Jobs weg, bei der WEC Turmbau GmbH in Magdeburg 130 Arbeitsplätze – und der WEC-Betrieb in Westerstede werde geschlossen; das koste weitere 150 Stellen. .

Das Unternehmen Senvionhatte bereits im März 2018 angekündigt, dass seine Betriebsstätten in Husum (S.-H.) und Trampe (Brandenburg) geschlossen werden müssten. Auch die Senvion-Tochter Powerbladesin Bremerhaven wurde geschlossen, wie der Weser-Kurier am 11.7.2018 meldete (12).
In diesem Artikel wird berichtet, dass ein Rettungsplan für die Mitarbeiter vom Vorstand des Mutterkonzerns abgelehnt wurde.
Die Fertigung von Rotorblättern bei Powerblades solle von Bremerhaven nach Portugal (Nähe Porto) verlegt werden. Betroffen sind 386 Beschäftigte, von denen einige in den Servicebereich übernommen werden sollen, der in der Nähe Hamburgs konzentriert werden solle. Oder in die Turbinenfertigung, die in Bremerhaven verbleibt.

Über die Vorgänge bei dem ebenfalls Rotorblätter produzierenden Hersteller Carbon Rotecin Lemwerder bei Bremen berichtete die Nordwest-Zeitung (NWZ Online) am 21.12.17 (13) und am 4.7.2018 (14). In dem Artikel vom 21.12.(13) wird die Carbon Rotec als „einer der führenden Hersteller von Rotorblättern für Windkraftanlagen“ bezeichnet. Deren Geschäftsführung hatte Mitte Oktober 2017 einen Insolvenzantrag gestellt, nachdem der einzige Großkunde, das Windenergieunternehmen Nordex, seine Lieferverträge nicht verlängert habe. Der Geschäftsbetrieb muss daher zum 1.1.2018 eingestellt werden. Es habe weder andere größere Kunden oder Aufträge gegeben. Auch keinen möglichen Erwerber.
In einem zweiten Artikel in der NWZ vom 4. Juli 2018 (14) wurde das weitere Geschehen nach der Betriebsschließung geschildert: Die Gustav-Zech-Stiftungmit Sitz in Bremen habe ein ca. 8 ha großes Gelände der Carbon Rotecin Lemwerder von Christopher Seagon erworben. Die Stiftung sehe den Kauf als Kapitalanlage und beabsichtige, das Gelände zu entwickeln – z.B. durch die Ansiedlung eines Betonfertigteil-Werks. Für Bestandsgebäude werde man andere Interessenten suchen.
Die Stiftung gehe im Moment davon aus, dass durch die Ansiedlung von verschiedenen Unternehmen rd. 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. (Soweit die NWZ.)

Die hier beschriebenen Beispiele harter und schmerzhafter Reaktionen dieser beiden Unternehmen auf die kritischen Entwicklungen im Jahre 2017 und die sich daraus ergebenden Folgen für die Situation der Windenergiebranche ab dem Jahre 2020 geben eher den Schwarzsehern recht:
Ein Rotorenhersteller, der das Land verlässt, und ein weiterer, der Betrieb und Gelände aufgegeben hat, werden 2020 in Deutschland nicht mehr produzieren und keinen Beitrag für einen späteren, erneuten Aufschwung der deutschen Windenergie-Branche leisten.
Sollte die Regierung die fast unglaublichen Fehler wiederholen, die ihre Vorgänger bei der Solarstromförderung begingen ? Mit dieser Technik sollte eine eindrucksvolle neue Branche in Deutschland die Welt versorgen; von einem Solar-Valley war euphorisch die Rede. Dann begann ein Trauerspiel: Erst wurde das in dieser Technik vollkommen „unterbelichtete“ China mit Krediten der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW für die Beschaffung moderner deutscher Produktionseinrichtungen gefördert, ebenso mit dem dafür nötigen know-how, dann begannen Chinas Unternehmen, Solarzellen zu fertigen – und am Ende waren sie die größten Hersteller im Weltmaßstab, die die deutschen Produzenten mit Niedrigpreisen in den Bankrott trieben. Und die seither die Dächer der netten Deutschen mit ihren Solar-Panels ausrüsten. Montieren dürfen das deutsche Handwerker. Die Gewinne gehen nach China.

Ganz ähnlich könnte es der Windenergiebranche ergehen. China gedenkt offenbar, auch bei den Windrädern ebenso zu verfahren, wie bei den Solarstromanlagen: Nur wenige im eigenen Land installieren, Importe unterbinden – aber dafür mit Nachdruck in den Export gehen.
Die Sätze von Daniel Wetzel (4) , „Die Hersteller-Industrie muss mit dem Einbruch der Nachfrage im kommenden Jahr also leben“. ..“Denn nach dem Einbruch 2019 dürfte es ab 2020 wieder steil bergauf gehen: Dann dürften immer mehr Anlagen aus den Sonderauschreibungen wirklich gebaut werden“, könnten sich als teils falsch und teils ungewollt doppeldeutig erweisen:
Ein Teil der Hersteller-Industrie lebt schon jetzt nicht mehr – siehe oben. Und wer wird nach diesen Erfahrungen neue Produktionsstätten finanzieren?  Steil bergauf wird es wohl mit der Vermehrung der Windräder in Deutschland dank der unfreiwilligen Millionenzahlungen der Stromkunden tatsächlich gehen – mit dänischen Vestas‘ und Chinas-Windturbinen. Und für die deutschen Firmen bliebe der Zusammenbau der importierten Komponenten; die Montage am Standort und die spätere Wartung. Wie bei der Zukunftsbranche Solarstrom.

Power-to-Hope
Die in letzter Zeit geradezu verzweifelten Versuche, die erheblichen, nicht in Deutschland verwendbaren und auch nicht speicherbaren Windstrom-Überschüsse in Starkwindperioden „irgendwie“ doch noch zu verwenden – wenn auch leider nicht mehr als elektrische Energie (die im Moment ihrer Einspeisung in das Stromnetz auch genutzt bzw. verbraucht werden muss; nicht novellierbares Kirchhoffsches Gesetz) – führten zu einem Bündel von Umwandlungsvorschlägen, die bedeutend klingende englische Namen bekamen: Power-to-Gas und Power-to-Heat.

Dabei sollte bei Power-to-Gas mittels der Elektrolyse Wasserstoff aus Wasser erzeugt werden, wobei man diese Verfahrenskette noch um einen weiteren Umwandlungsschritt verlängern könnte, indem aus dem Wasserstoff zusammen mit Kohlenstoff  Methan erzeugt wird. Beide Gase könnten in das Erdgasnetz eingeleitet werden (Wasserstoff jedoch nur begrenzt), womit eine Speicherung möglich ist. Bei diesen mehrstufigen Verfahren muss man in jeder Umwandlungsstufe erhebliche Verluste (Abwärme) hinnehmen, die sich multiplizieren und den Gesamtprozess zu einem Energievernichtungs- und Verschwendungsverfahren werden lassen.
Der dadurch erlittene Verlust von ca. zwei Dritteln der mit den Windrädern teuer erzeugten Edel-Energieform Strom mit dem nicht gerade eindrucksvollen Energieträger Methan/synthetisches Erdgas als kostspieliges Endprodukt des enormen Aufwands lässt ein derartiges Verfahren als besonders absurden Schildbürgerstreich erscheinen. Aber mindestens eine derartige Anlage ist im Bau.

Das Power-to-Heat-Verfahren ist vom Prinzip her nichts anderes als es die Warmwasser-Boiler oder Tauchsieder sind: Die hochwertigste und besonders teuer produzierte Energieform elektrische Energie wird zur geringwertigsten Energieform Niedertemperaturwärme umgewandelt; für Energiewirtschaftler und Physiker ein Horrorbeispiel für Verschwendung.

Diese Verfahren dürften vor allem wegen ihrer extremen Kosten keine Chancen haben, in der Energiewirtschaft eine Rolle zu spielen. Die Endverbraucher würden im Grunde das meiste Geld nicht für einen Energieträger oder eine Energiemenge bezahlen, sondern für Vergeudung und Verluste bei den Anbietern. Diese Rolle möchte vermutlich kein Unternehmen spielen.
Aber so unglaublich es auch für Energiewirtschaftler und -Techniker erscheinen mag, dass derartige Power-to-Irgendetwas-Verfahren durch neue Gesetze,  Verordnungen, Umlagen oder Steuern in den Energiemarkt hineingezwungen werden könnten; es kann geschehen. Denn es handelt sich dabei um scheinbare Problemlösungen, die den ratlosen Politikern und ihren Ministerialbeamten offeriert werden.  Es winkt immerhin Zeitgewinn durch den Start neuer Zukunftsprojekte und das kostet natürlich etwas.

Das Problem dabei sind ja nicht diese Kritiker, die solche Artikel wie diesen hier schreiben; sondern die Verbraucher. Diese könnten noch höhere Energierechnungen, die auch wieder nicht von der Sonne veranlasst sind, derart unakzeptabel finden, dass sie politisch reagieren. Das wiederum könnte die Windenergiebranche, die schon genug Probleme hat, davon abhalten, sich auch noch diesen Power-to-Trouble aufzuladen.
Die hier verwendeten zahlreichen „dürften“, „könnte“ und „würde“ sind natürlich nur energiepolitische Kaffeesatzleserei. Es ist schlicht unmöglich, die weiteren Entwicklungen in  der erratischen deutschen  Energiepolitik mit dem Mittel der Logik abzuschätzen. Auch die Reaktionen – bzw. das Ausbleiben deutlicher Reaktionen – der Wirtschaftsverbände sind kaum noch mit der Interessenlage ihrer Mitgliedsunternehmen in Übereinstimmung zu bringen.
Die mehrfach bestätigte und beklagte Zurückhaltung der Investoren bei Kraftwerksneubauten – man lese die Berichte der Bundesnetzagentur – scheint die einzige nachvollziehbare Reaktion der Wirtschaft auf das Ende der  Sicherheit für einen langfristigen wirtschaftlichen Betrieb solcher Anlagen zu sein.
Die Antwort einer Planwirtschaft lautet Staatskraftwerke, finanziert mit Steuermitteln, deren Energieträger wäre Erdgas aus Russland. Sie werden bereits als Lösung diskutiert. Unter dem besser klingenden Namen „Kapazitätsmarkt“. Als Investoren und Betreiber seien die Übertragungsnetzbetreiber geeignet; das könnte dann fast wie eine marktwirtschaftliche Lösung aussehen.
Die deutsche Energiepolitik würde dadurch einen großen Schritt in die Richtung der Verstaatlichung des gesamten Energiesektors tun.


Die Windenergiebranche hat erheblich mehr Probleme…

Die Branche hat jedoch weitere und sehr viel größere Probleme, als verzögerte zusätzliche Ausschreibungen für Neubauten. Einerseits Probleme der verwendeten Technik, die überhaupt nicht zu beheben sind, zum anderen Probleme, die verdrängt oder krass unterschätzt werden.
Eine Zusammenstellung:
Die Witterung mit ihren typischen kurzfristigen Windstärke-Schwankungen, die für Windräder auf Grund physikalischer Gesetze zu noch weitaus stärkeren Schwankungen ihrer Stromerzeugung führen. Diese Eigenschaft bedeutet für die Netzbetreiber nur schwer ausgleichbare Stromeinspeisungs-Schwankungen, die mit steigender Zahl der angeschlossenen Windturbinen immer größer und gefährlicher werden. Dass sich die Stromproduktion vieler Windräder gegenseitig ausgleicht, ist ein Unsinn; das Gegenteil ist der Fall.   Die Großräumigkeit mitteleuropäischer Wetterlagen führt dazu, dass faktisch alle Windkraftanlagen in Europa ihre Stromspitzen und -Löcher fast gleichzeitig aufweisen. Denn auch der häufig gehörte Satz „Irgendwo ist immer Wind“ gehört daher gleichfalls zum Wunschdenken und zur Ökostrom-Märchenstunde.

Weiterhin führt die Witterungsabhängigkeit der Windstromerzeugung zu deutlich unterschiedlichen „guten“ und „schlechten Windjahren“, wie man an den Volllaststunden-Grafiken in den BDEW-Jahresberichten ablesen kann. Ein „schlechtes Windjahr“ kann daher zu drastischen Erlöseinbußen führen, was schon sehr viele Betreiber zu spüren bekamen.

Diese grundsätzlichen Nachteile sind auch mit modernen Windturbinen unvermeidbar und sie waren der Grund für die völlige Verdrängung dieser nicht bedarfsgerecht produzierenden Energiegewinnungstechnik durch die Dampfmaschinen, die jederzeit ihre Leistung freisetzen konnten. Auch diese wurden später durch Dampfturbinen ersetzt. Diesel- und Gasmotoren ergänzten diese Kraftmaschinenfamilie. Trotz ihrer katastrophalen Nachteile als Energieerzeuger, die zudem auch große Umweltschäden zur Folge haben – siehe das letzte Kapitel zum Thema „weitere Probleme“ – , haben in technischen Dingen inkompetente Politiker zusammen mit einer gehorsamen Beamtenschaft diese antike Technik zur wichtigsten Waffe gegen den angeblich vom Menschen verschuldeten Klimawandel ernannt – und immense Finanzmittel dafür eingesetzt. Nicht aus dem Haushalt des Finanzressorts, sondern durch die EEG-Umlage, die die Stromverbraucher bezahlen müssen. Dass damit mehrere Bundesregierungen, deren Koalitionsparteien die Worte „sozial“ und „christlich“ im Parteinamen führten, seit 18 Jahren eine milliardenschwere Umverteilung „von unten nach oben“ betreiben, ist zwar ein skandalöser Tatbestand, aber selbstverständlich keine zu der Technik der Windturbinen gehörende Besonderheit. Das gilt auch für Belastungen der Bewohner von Gebäuden in der Nähe von Windparks durch Lärm und Infraschall (Näheres s.u.), denn zu geringe Abstände sind gleichfalls nicht dieser Technik anzulasten.

– Beeinflussbar ist der Preis des Windstroms, allerdings nur in Grenzen. Denn wenn nur ein konventionelles Großkraftwerk (Kohle- oder Kernkraftwerk) mit 1.200 Megawatt Dauerleistung durch Windkraftanlagen ersetzt werden soll, steht man vor einem unlösbaren Dilemma: Selbst wenn man für diesen Zweck 2.800 riesige Windturbinen zu je 2 Megawatt Maximalleistung in die Landschaft und schlimmer noch auf neuen Kahlschlagsflächen in Waldgebiete setzt, sorgt das Wetter dafür, dass entweder in windarmen Wochen alle 2.800 Windräder still stehen, oder dass sie bei starkem Wind das Stromnetz gefährlich überlasten; bis eine weitere Zunahme der Windstärke die Windräder zur Sicherheitsabschaltung zwingt. Dieser Leistungsabsturz kann u.U. zu einem landesweiten Netzzusammenbruch führen.

(Die obige Rechnung, wie viele Windräder für die jährliche Erzeugung der gleichen elektrischen Energie erforderlich sind, die ein konventionelles Kraftwerk liefert, wird weiter unten zusammen mit dem Flächenverbrauch beider Techniken nochmals präsentiert. Zu beachten ist, dass es wegen des Mangels an Reservekraftwerken, an Pumpspeicherkraftwerken und ohne Stromimporte (s.u.) keine Möglichkeit mehr gibt, bei einem großen Anteil der Windräder an der Stromerzeugung, wie es die Regierung plant, im Falle von längeren Flautenperioden die Kunden überhaupt zu beliefern.)-
Wenn man alle diese Nachteile ignoriert und nur auf die Herstellungskosten der Windräder und auf die bislang erzielten Renditen blickt, dann sind Preissenkungen durchaus möglich. Daher hat die Regierung beschlossen, die Genehmigung zur Errichtung von Windkraftanlagen von einem Wettbewerb der Interessenten bei Ausschreibungen abhängig zu machen. Die bisherige feste Vergütung, die für 20 Jahre garantiert wurde, wurde durch den Zuschlag für den günstigsten Anbieter ersetzt.
Das ist immerhin der erste Versuch, den immer weiter gehenden Anstieg der Stromkosten zu bremsen – bei denen Deutschland in der EU jetzt einen unrühmlichen Spitzenplatz erobert hat. Damit wurde das Musterland der Windenergie Dänemark auf Platz 2 verdrängt. Dort wurde übrigens der Neubau von Windrädern an Land gestoppt – man wartet auf die Ergebnisse der großen Untersuchung der gesundheitlichen Auswirkungen (Näheres s.u.).

Das Konzept Ausschreibung hatte hier die beabsichtigte Wirkung: Den deutlichen Preisverfall für den Windstrom. Das bedeutete aber auch einen Dämpfer für Renditeaussichten und hatte daher auch eine Zurückhaltung bei den Investoren zur Folge….

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Verirrter Vorreiter

Die Arroganz der Ahnungslosen

Kaum ein anderer Teil der Wirtschaft wird in Deutschland politisch so reguliert wie die Energiewirtschaft. Technologiescharfe politische Entscheidungen wie der Ausstieg aus der Kernenergie und die auf das Zehntelcent genaue Festlegung von Fördersätzen sind planwirtschaftlich angelegt und verhindern Wettbewerb. Politiker maßen sich an, Energietechnologien in Unkenntnis kommender Entwicklungen für die nächsten Jahrzehnte festschreiben zu können. Eine Globaltemperatur am Ende des Jahrhunderts gilt als Beschluss, während die Inbetriebnahme eines Flughafens nur mit Vorsicht terminiert wird.

Ziele sind das Eine, ihre Erreichung das Andere. Fast alle bisher angestrebten Meilensteine des Energiewendevorhabens per 2020 werden mehr oder weniger deutlich verfehlt. Der Primärenergieverbrauch sollte um 20 Prozent zurückgehen. Dies ist außer Reichweite gelangt, denn die Konjunktur ist gut und die Bevölkerung wächst. Auch die Senkung des Bruttostromverbrauchs um 10 Prozent funktioniert nicht. Zwar ist das Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch weitgehend entkoppelt, die vorgesehene Steigerung der Energieproduktivität von 2,1 Prozent wird aber nicht gelingen, denn über den begonnenen Weg der „Sektorkopplung“ sollen künftig alle Energiesektoren strombasiert betrieben werden. Dies würde voraussetzen, dass Elektrizität in großen Mengen billig, sicher und umweltfreundlich verfügbar ist. Man kann alles vorhersagen – dieses bestimmt nicht. Die Sektorkopplung treibt den Bedarf der am höchsten veredelten und damit teuersten Energieform, der Elektrizität, um etwa das Dreifache in die Höhe.

Der Endenergieverbrauch im Verkehrssektor wie auch der Wärmebedarf des Gebäudebestands werden auch nicht um 10 beziehungsweise 20 Prozent sinken.

Die Emissions-Reduktionsziele (fälschlich „Klimaziele“ genannt) werden ebenfalls nicht erreicht. Zähneknirschend und vom Wolfsgeheul der Grünen und der Front der NGOs begleitet, entschloss man sich spät in den schwarz-roten Koalitionsverhandlungen, das Absehbare offiziell zu machen. Wenn man Ziele nicht erreicht, hat jemand versagt. Vielleicht waren die Ziele aber nicht realistisch oder die Bedingungen haben sich geändert?

Die 40-Prozent-Reduzierung wurde 2007 beschlossen, also lange vor dem Tsunami in Fukushima. Mit dem Atomausstiegsbeschluss 2011 war klar, dass ein Teil des wegfallenden Atomstroms durch fossilen Strom wird ersetzt werden müssen. Wer das damals laut sagte, wurde vom grünen Sozialenergiefachmann Trittin darauf hingewiesen, dass das nur „Propaganda der Atomlobby“ sei. Nun ist die Atomlobby im Grunde nicht mehr existent und der grüne „Abschalten“-Chor ruft in Richtung der Kohle weiter. Noch sind neun Gigawatt Kernkraftwerksleistung am Netz – zuverlässig und regelbar. Die Ziele für 2030 sollte man realistisch versuchen zu kalkulieren und auf „Fachleute“, die Kostensteigerungen in Maßeinheiten wie Eiskugeln vorhersagen, besser nicht hören.

Die Energiebranche hat ihre Hausaufgaben gemacht und Emissionen gesenkt, hier wirkt auch der europäische Emissionshandel, während Verkehrs- und Gebäudesektor kaum reduzierten. Das Gegenteil tritt bei der Mobilität ein. Die Verteufelung der Dieseltechnologie treibt Vielfahrer zum Benziner, keinesfalls zum Stromer, und erhöht die CO2-Emissionen. Politische Zwangsmaßnahmen gegen Autofahrer lassen sich bei uns schwerer umsetzen als in China. Die Chinesen, nicht wir, realisierten übrigens die bisher weltweit erfolgreichste „Klimaschutzmaßnahme“: Die Ein-Kind-Politik.

Dilettantischer Ausstieg

Niemand bezweifelt indes, dass der Kernenergieausstieg termingemäß kommen wird. Begleitend werden noch einige Milliarden an Steuergeld verbrannt auf Grund der rechtswidrigen Brennelementesteuer und zu entschädigender Reststrommengen. Dies wirft ein bezeichnendes Licht auf die Qualität unserer Regierungen im Gesetzgebungsverfahren. Gerichte müssen korrigieren, was hunderte Juristen in Bundestag und Regierung nicht rechtssicher auf die Reihe bekamen. Eingefangen haben sie sich indes alle Kosten für die Endlagerung, die der Steuerzahler nun schultern muss. Einige hundert Millionen oder sogar einige Milliarden werden wohl noch an Vattenfall als dem einzigen ausländischen Kernkraftbetreiber in Deutschland gehen. Das internationale Schiedsgericht ICISD, ursprünglich eingerichtet zum Investorenschutz in Drittweltländern, könnte die Stilllegungsverfügung der Vattenfall-Reaktoren in Krümmel und Brunsbüttel als Enteignung werten. Deutschland auf einer Anklagebank, auf der auch Länder wie Ecuador und die Philippinen in anderen Verfahren sitzen. Das ist keine Werbung für Investitionen in ein vorgeblich rechtssicheres Hochindustrieland Deutschland.

Der geplante Anteil regenerativ erzeugten Stroms am Strommix ist das einzige Ziel, das übererfüllt wird. Bereits heute haben wir den Wert für 2020 erreicht. Daran zeigt sich das erfolgreiche Wirken der Ökolobby, die den exzessiven Ausbau volatiler Anlagen gegenüber abgewogenen Entscheidungen zum Netzausbau durchgesetzt hat. Ein fehlender Masterplan und die unterlassene, zwingend nötige Kopplung an den Netzausbau und den Einstieg in Speichertechnologien haben die Entwicklung aus dem Ruder laufen lassen. Das wichtigere Ziel hingegen, den Anteil am Primärenergieverbrauch zu 18 Prozent aus den Regenerativen zu gewinnen, wird um mindestens drei Prozent verfehlt werden.

Halbjährlich untersucht McKinsey den Fortgang der deutschen Energiewende und bildet sie durch einen Index ab. Die Platzierungen im weltweiten Vergleich sind ernüchternd. Im Gesamtranking landet Deutschland auf Platz 16 unter 114 betrachteten Ländern. Die Kennziffer „Systemperformance“, die die Einhaltung des energiepolitischen Zieldreiecks aus Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltschutz abbildet, führt uns auf Rang 44, hinter Länder wie Paraguay und Indonesien. Nennt man einen aus dem Mittelfeld tatsächlich „Vorreiter“?

Noch nie ist eine Energiestrategie irgendeiner Bundesregierung zielgerecht umgesetzt worden. Ob die jetzige erfolgreich sein wird, ist bei Betrachtung des handelnden Personals eher zweifelhaft.

Oberster Wirtschaftsbeamter ist mit Peter Altmaier ein Jurist, der schon optisch das Primat der Politik über den Markt verkörpert. Er diente der Kanzlerin als Allzweckwaffe, unter anderem als parlamentarischer Staatssekretär, Kanzleramtsminister, Flüchtlingskoordinator und Talkshow-Gast. „Er kann reden, ohne etwas zu sagen“, so der FOCUS. Jetzt soll er als Wirtschafts- und Energieminister die Kastanien aus dem verdammt heißen Feuer verbrennender Energiewende-Illusionen holen. Mildernd ist anzumerken, dass er kein gut bestelltes Feld übernahm. Vorgänger Gabriel ließ seinem grünen Staatssekretär Baake weitgehend freie Hand, so dass dieser die Bedingungen der Ökostromproduzenten ohne Rücksicht auf übergreifende Zusammenhänge profitoptimal gestalten konnte. Angesichts des neuen Koalitionsvertrages sah der seine Möglichkeiten eingeschränkt und stieg im März aus. Bisher gibt es keinen Nachfolger. Kaum zu vermuten, dass Altmaier nicht um die Bedeutung dieses Postens weiß, eher dürften die durchaus vorhandenen Kandidaten diesen heißen Stuhl meiden. Viel Feind und wenig Ehr` bei Gefahr des vollständigen Reputationsverlusts.

Altmaier setzt nun den Verlust einiger tausend Arbeitsplätze in Bergbau, Energie und Industrie über Zwangsstilllegungen von Kraftwerken und steigende Strompreise um. Wir sehen, Politik kann sehr wohl Arbeitsplätze vernichten, aber nur sehr begrenzt neue, marktfähige schaffen. Öffentlich äußert er, „Arbeitsplätze zu den Menschen“ bringen zu wollen. Wir sind gespannt.

Auf dem Gebiet der „Zukunftsenergien“ wird dies eher schwierig. Fest ist der Glaube daran, aber falsch die gebetsmühlenartige Wiederholung, bei den „Erneuerbaren“ würden stetig neue Arbeitsplätze entstehen. Der Faktencheck enthüllt, dass das Maximum der dort Beschäftigten im Jahr 2012 mit etwa 400.000 teils prekären Stellen sein Maximum erreicht hatte und es seit Platzen der Solarblase stetig abwärts geht. Derzeit sind es etwa 330.000, wobei die Abgrenzung schwierig ist. Werden in der konventionellen Energiewirtschaft nur die direkt Beschäftigten gezählt und Zulieferer und Service unter indirekte Beschäftigung fallen, zählt bei den Regenerativen auch der Dachdecker und Elektriker dazu, der hin und wieder Hand an ein Solarpanel legt. Nun zeichnet sich weiterer Jobabbau in der Windbranche ab. Die Erkenntnis, dass subventionierte Stellen immer temporär sind, ist in der Wirtschaft und besonders in der deutschen Steinkohle schon lange bekannt, bei den „Erneuerbaren“ noch nicht.

Ohne Moos nix los

113 Milliarden Euro flossen zwischen 1960 und 2016, also innerhalb von 56 Jahren, in die deutsche Steinkohle als Subvention. In nur 16 Jahren (2000 – 2016) gingen 149 Milliarden Euro an die Betreiber der „Erneuerbaren“, die indirekten Kosten nicht mitgerechnet. Perspektive: Unabsehbar. Der Bundesrechnungshof kritisierte schon im Vorjahr, dass Finanzfragen vom BMWi nicht beantwortet werden können. Abgesehen von Organisationsmängeln im Ministerium ist es allerdings in der Tat schwierig, alle direkten und indirekten Kosten zu erfassen. Welcher Netzausbau ist zusätzlich nötig zu dem, der ohnehin erforderlich gewesen wäre? Was kosten künftig die heute noch völlig imaginären Stromspeicher?

Immerhin erkennt Altmaier, dass der weitere Ausbau der Regenerativen ohne adäquaten Netzausbau kontraproduktiv ist. „Wir sind beim Netzausbau katastrophal in Verzug.“ Über 1,4 Milliarden Euro wurden 2017 verschwendet, um das Ungleichgewicht im Netz durch den vorauseilenden Ausbau volatiler Einspeiser gegenüber nachhängendem Netzausbau auszugleichen.

Um auch öffentlich deutlich zu machen, wie wichtig ihm dieses Problem ist, begab er sich im August auf eine „Netzreise“, auf der er den „Aktionsplan Stromnetz“ vorstellte. Wirklich Neues steht darin nicht und inwieweit sich die Genehmigungsverfahren in unserem Hochbürokratieland vereinfachen lassen, ist offen. Wenn betroffene Bürger erst erkannt haben werden, dass Erdkabel wieder unbewachsene Todesstreifen quer durch Deutschland mit sich bringen, wird der Unmut erneut wachsen. Ohnehin ist die Landbevölkerung in Zwietracht. Im Norden verdienen Landbesitzer an den Pachteinnahmen für Windkraftanlagen mehr, als sie je mit Feldbestellung hätten erreichen können. Weiter südlich müssen die Bauern Slalom fahren um die Masten der Hochspannungstrassen oder Mindererträge durch Erdkabel für diese spitzenvergüteten Strom hinnehmen.

Dann wird wieder von den Benachteiligten die Wunderwaffe „Dezentralisierung“ ins Spiel gebracht.

Typisch für die deutsche Energiepolitik ist es, die teuersten und marktfernsten Technologien am meisten zu fördern. Jahrelang war die Fotovoltaik das Lieblingskind (heute gibt man die Überförderung zu) und man nahm üppige CO2-Vermeidungskosten von 400 und mehr Euro pro Tonne hin. Heute ist es die Offshore-Windenergie, mit der Altmaier auf weitere Zentralisierung setzt. Er bezeichnet Offshore-Windkraftanlagen als „Kathedralen der Energiewende“ und vergisst dabei, dass dies die maximal zentralisierte Stromerzeugung darstellt. Nirgendwo sonst ist der Weg zum Stromverbraucher weiter als von See her. Gebündelter Windstrom kommt in dicken Kabeln hinter den Dünen hoch und muss über das ganze Land verteilt werden. Dazu kommt: Auch dieser Windstrom schwankt stark.

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Diese Erkenntnis ist selbst Herrn Homann fremd, dem Chef der Bundesnetzagentur. Er formulierte anlässlich des nötigen Netzausbaus: „Der Strom aus den Windparks kommt nicht zuverlässig nach Süddeutschland.“ Die Begriffe „Windstrom“ und „zuverlässig“ in einem Satz zu verarbeiten, zeigt systemisches Unverständnis. Natürlich müssen die Leitungen Strom zuverlässig Strom transportieren, die wichtigste Frage ist doch aber: Wer sorgt dafür, dass der Strom zuverlässig in die Leitungen kommt? Wie ein Pawlowscher Reflex kommt auf entsprechende Fragen von den Wendebewegten die Antwort: Speicher.

Es gehört schon ein gediegenes Maß Arroganz dazu, stets die Notwendigkeit von Speichern zu betonen und gleichzeitig nichts zu unternehmen, die regulatorischen Bedingungen für Stromspeicher günstig zu gestalten. Noch immer zahlen Pumpspeicherwerke Netzgebühren, obwohl sie stabilisierend wirken. Die Politik fördert leicht gebremst die massenhafte volatile Einspeisung weiter und produziert damit steigende Systemkosten. Die Subventionierung von Massenproduktion verhindert zudem Innovation, wie schon die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission „Forschung und Innovation“ 2014 feststellte.

Es gibt nur ein Ereignis, dass die deutschen Emissionssenkungsziele nach heutiger Methode erreichbar machen könnte, nämlich eine fulminante, länger anhaltende Wirtschaftskrise. Eine „Versöhnung von Ökonomie und Ökologie“ ist auf dem eingeschlagenen deutschnationalen Weg nicht erreichbar.

Eine schon religiös zu nennende „Klimaschutzaufgabe“ macht den bisher hoch bewerteten Umweltschutz platt. Die Grünen, keine Friedenspartei mehr und noch nie eine soziale Partei gewesen, haben nun auch mit dem Klimaschutz ihren Gründungsmythos Umweltschutz verraten. Windkraftanlagen in Wäldern sind maximierter Umweltfrevel. Keine Tonne CO2 wird infolge des „Wasserbetteffekts“ über den europäischen Emissionshandel damit eingespart, im Gegenteil. Wald als CO2-Senke wird vernichtet. Während überall in Deutschland für die Windkraft losgeholzt wird, kämpfen scheinheilige Ökos gegen die lange geplante und genehmigte Rodung des Hambacher Forstes mit Gewalt und Gewaltsolidarität. Die Grünen sind die gewissenlose Speerspitze der hinter ihnen stehenden Lobby.

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Viele Länder dieser Welt versuchen, ihren Energiemix zu verbreitern. Das schafft mehr Versorgungssicherheit und mindert die ökologischen Auswirkungen. Nur Deutschland will Menschen und Wirtschaft in ein mittelalterlich zu nennendes System, das von den Launen der Natur dominiert wird, zurück befördern. Der Optimismus ist so groß und der Wohlstand so üppig, dass Versorger wie die Technischen Werke Ludwigshafen jetzt veganen Strom anbieten. Der enthält nicht nur keinen Atom- und Kohlestrom, sondern auch keine Windkraft, keinen Wasser- oder Biomassestrom. Wer das „Vegawatt“-Angebot annimmt, erhält Strom fast ausschließlich aus Fotovoltaik mit der Einschränkung, dass die Module nicht auf den Dächern von Mastanlagen installiert sein dürfen. Auch auf dem Freiland dürfen sie wegen dem Flächenverbrauch und der Einschränkung des Lebensraums für Tiere nicht stehen. Als Versorger will man halt auch Kunden mit teils sektiererischer Veganerkultur an sich binden. Ob dieser Tarif Ausdruck eines besonders hohen Niveaus der Energieversorgung ist oder spätbürgerlicher Dekadenz, ist Ansichtssache.

Wir Deutschen sind die Besserwessis dieser Welt. Wir isolieren uns durch moralische Überhöhung gegenüber jenen, die zunächst ihre Grundbedürfnisse erfüllen wollen – 24 Stunden Strom am Tag und genug Wärme zum Kochen und Wohnen. Wir wollen Weltmeister der CO2-Vermeidung sein und Entwicklungsländern verbieten, billige Kohle zu nutzen. Wir wollen durch Haltung und Vorbild die Welt überzeugen von einem energiepolitischen Weg, der schon im eigenen Land nicht erfolgreich ist.

Indessen haben wir uns von dem verabschiedet, was den einst guten Ruf deutscher Technik und Ingenieurskunst begründete – dem Technologieexport. Fotovoltaik- und Windkraftanlagen kommen heute gleichwertig, aber billiger aus China, Kernkraft ebenso, die können wir nicht mehr. Für die Ertüchtigung alter Kohlekraftwerke in der dritten Welt gibt es keine KfW-Kredite und Hermes-Bürgschaften mehr. Sollen sie doch räuchern, das belastet unsere national betrachtete „Klimabilanz“ nicht. Bergbautechnik, gern von uns gekauft für Schächte und Tagebaue, werden wir künftig nicht mehr liefern können mangels eigener Verwendung. Auch die Technologie zur Abscheidung und Speicherung von CO2(CCS), die wir kurzzeitig vorantrieben, ist politisch abgewürgt. Nun erklärt das IPCC, dass die Klimaziele 2050 ohne diese Technologie, die negative Emissionen ermöglicht, nicht werden erreichen können.

Wenn wir also global außer einer selbst zugesprochenen Vorreiterrolle nichts zur Emissionsminderung beitragen können oder wollen, bleibt als einziges Trostpflaster, die eigenen Emissionen zu senken. Gelänge es, unseren zweiprozentigen globalen Anteil komplett wegzusparen (der übrigens im Bereich der chinesischen Meßungenauigkeit liegt), kann eine Reaktion der Atmosphäre in Form eines nicht mehr stattfindenden Klimawandels nur von Naivgläubigen erwartet werden. In spätestens zwei Jahren hätte der globale Emissionsanstieg unsere Senkung ausgeglichen. Wir würden trotz grünökologisch korrekter Dekarbonisierung weiter vom Klimawandel „bedroht“.

In der DDR gingen mit schöner Regelmäßigkeit erfüllte Planzahlen durch die Einheitsmedien: Tonnen an Roheisen, Walzstahl, beförderten Gütern oder gefangenem Fisch. Der Wohlstand war dennoch bescheiden und man nannte diese Form der Politik auch Ergebnis der „Tonnenideologie“. Fragt man heute nach dem Ziel der Energiewendebemühungen, werden Millionen Tonnen CO2-Einsparung genannt. CO2-Fußabdrücke werden errechnet für den Flug in den Urlaub oder die Autofahrt zum Bäcker, wo man doch das Fahrrad hätte nehmen können. Die CO2-Minderung ist zum Selbstzweck hochstilisiert und verkommen. Keiner der sich im Vollbesitz der Wahrheit wähnenden Klimawissenschaftler rechnet die Millionen Tonnen vermiedener Emissionen in vermiedene Temperaturerhöhung um.

Inzwischen wirken die Gesetze und Planungen zur Stilllegung konventioneller Kraftwerke:

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Dies ist der verbindliche Rückgang der gesicherten Kapazitäten bis 2023. Spätestens dann wird es eng, die Spitzenlast im Land aus eigenen Kraftwerken abzudecken. Im Gegensatz zu dieser genauen Terminierung gibt es keinerlei konkreten Ansatz, wann und wo welcher Strom-Großspeicher mit welcher Technologie, von wem gebaut, betrieben und bezahlt in Betrieb geht.

Auch in unseren Nachbarländern gehen die gesicherten Kapazitäten zurück. Zusätzlich steigen ab 2021 etwa 3.500 Windkraftanlagen aus der EEG-Förderung aus und es kann damit gerechnet werden, dass ein Teil von ihnen mangels Rentabilität stillgelegt werden wird. Hinzu kommt eine besondere Netzsituation südlich der Main-Linie durch den Kernenergieausstieg und fehlende Leitungen.

Die Regierung ist ein Zauberlehrling, der die Eigendynamik des selbstverursachten Strom-Voodoo staunend beobachtet. Wer „Aussteigen“ ruft, muss auch sagen, wo er einsteigt. Stattdessen wird weiter der sinnlose Versuch unternommen, Kohle- und Kernkraft durch Manchmal-ist-Windstrom zu ersetzen. Regierungspolitik will mit EEG, Energiewirtschaftsgesetz und anderen das Induktionsgesetz, das Ohmsche Gesetz und das Kirchhoffsche Gesetz überlisten. Dass auf lange Sicht die Naturgesetze die menschengemachten Gesetze schlagen, diese Erkenntnis muss offenbar noch reifen.

Niemand überblickt mehr dieses Projekt „Energiewende“, das nicht mehr als eine angefangene Stromwende ist, in Gänze. Jede Lobbygruppe bearbeitet ihren Sektor ohne Rücksicht auf die fundamentalen Zusammenhänge. Politik reagiert, indem sie am Monstergesetz EEG mal hier und da eine Schraube dreht und es immer weiter verschlimmbessert. Professor Kobe von der TU Dresden brachte es so auf den Punkt:

„Die Energiewende hat nur einen einzigen Feind: Die Unwissenheit über die physikalischen Gesetze, die ihr zugrunde liegen.“

 

Arroganz, gepaart mit Ahnungslosigkeit, führen uns immer weiter in eine Sackgasse hinein. Über die so genannte „Sicherheitsbereitschaft“ geht zum Oktober ein Braunkohleblock in der Lausitz außer Betrieb. Dies bedeutet den Verlust von etwa 1.500 tariflich bezahlten direkten und indirekten Arbeitsplätzen. Die damit einhergehende Emissionsreduzierung ist global vernachlässigbar und nur durch grüne Homöopathen psychosomatisch festzustellen. Die vom Arbeitsplatzverlust Betroffenen werden sozial flankiert, aber sie wissen, dass ihr Job für Symbolpolitik und Zeichensetzung geopfert wird. Dafür, dass die deutsche Delegation beim Klimagipfel in Katowice ein paar Zahlen ins Schaufenster stellen kann. Arroganz am Rand zur Menschenverachtung und Ahnungslosigkeit über grundsätzliche naturgesetzliche Zusammenhänge zeigen eine Regierung, die ihre Aufgaben nicht erfüllt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




SPD auf neuem Tiefpunkt! Vielleicht auch, weil sich Generalsekretär Klingbeil bei Fragen, die ihm nicht gefallen, tot stellt?

Meine Erinnerungsmail vom 29.1.18 um 22:12 Uhr

Sehr geehrter Herr Klingbeil,

leider sind Sie mir immer noch eine Antwort auf meine Mail vom 25.10.17 schuldig, obwohl Sie mir diese persönlich im direkten Gespräch zugesagt hatten. Nun habe ich bestimmt Verständnis für Ihre Belastung durch die Geschehnisse nach der Wahl. Doch inzwischen sollten Sie sich genügend frei geschaufelt haben, um jetzt auch bisher Unerledigtes zu erledigen. Zumal Ihr Parteifreund der Ministerpräsident Brandenburgs Herr Woidke in einem Interview vom 1. Januar des Jahres mir vollumfänglich recht gegeben hat, dass das EEG die größte Umverteilung von unten nach oben seit dem Ende des 2. Weltkrieges bewirke. Leider hat er bisher nicht die entsprechenden Konsequenzen aus dieser richtigen Erkenntnis gezogen. Ihre Mitglieder und Wähler würden es hingegen bestimmt begrüßen, wenn Sie in den Koalitionsverhandlungen auf das sofortige Ende des EEG als Grundbedingung einer Regierungsbeteiligung dringen würden. Letztendlich werden Sie aber an Ihren Taten gemessen und nicht an Ihren Worten.
Ich danke für schnelle Erledigung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/

Die ursprüngliche Mail:

Am 25.10.2017 um 12:32 schrieb Michael Limburg IMAP <m.limburg@eike-klima-energie.eu>:

Sehr geehrter Herr Klingbeil,

ich nehme Bezug auf unser kurzes Gespräch gestern Abend anlässlich des Empfangs der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft im Hause von Thelen-Consult.
Dabei fragte ich Sie nach Ihrem „Klartext-Gespräch“ nach dem m.E.n. offenen Widerspruch zwischen dem Anspruch der SPD die Partei der Sozialen Gerechtigkeit sein zu wollen, besonders nochmals hervorgehoben, auch von Ihrem Kanzlerkandidaten und Parteivorsitzenden Martin Schulz, und der federführenden (als Kanzlerpartei im Jahre 2000) Beteiligung Ihrer Partei am Zustandekommen und Durchführen, des sog. Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) und seiner allein durch dieses Gesetz bis heute stattfindenden und andauernden massivsten Umverteilung von Vermögen von unten nach oben, die diese Republik je gesehen hat.
Begründung: Seit Einführung im Jahre 2000 bis Ende 2016 – und das sind alles offizielle Zahlen, die ich gern belege- haben die Verbraucher, per EEG Umlage gezwungen, an die Betreiber von EEG Anlagen über 200 Mrd € bezahlt. Der Gegenwert ist negativ, weil diesen Strom niemand braucht (1) (2) und dazu noch zigtausende von mehrwertschöpfenden Jobs in der Kraftwerks- der Kohle- und der Grundstoffindustrie bereits verloren gingen, oder noch verloren gehen werden. Die bis dahin ständig gefüllte „Schatztruhe“ vieler Kommunen, nämlich die Beteiligung an den Versorgern, ist durch das EEG geplündert worden, und die kleinen Leute bezahlen den Villenbesitzern, die Arzthelferin ihrem Arzt, die Krankenschwester ihrem Chefarzt, die Solaranlage auf dem Dach oder die lukrative Beteiligung an einem Windpark.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, sehen die nach EEG geschlossenen Verträge vor, dass diese eine Laufzeit von 20 Jahren haben (ja, ich weiß, das ist jetzt tlw. etwas vermindert worden, ändert aber an den gegenwärtigen Zahlen nichts), und damit müssen die Verbraucher per Ende 2016 (jetzt ist es bereits wieder deutlich mehr) mehr als 500 Mrd € abdrücken.
Ingesamt haben wir dann also für rd. 30.000 Windkraftanlagen, knapp 2 Mio Solaranlagen und noch einige Biomasseanlagen, die bereits installiert sind, dann insgesamt > 700 Mrd € aufgewendet. Für Anlagen, die in der Masse Zappelstrom (Strom ist nicht gleich Strom) erzeugen, den niemand freiwillig kaufen würde. Eine der Folgen ist, dass mehr als 6,6 Mio Haushalte bereits jetzt Schwierigkeiten haben ihre Stromrechnung regelmäßig zu bezahlen und mehr als 300.000 der Strom aus diesem Grunde abgestellt wird. Hauptgrund: Der teure Strom, dank EEG, und (jetzt zunehmend durch den Flatterstrom verteuerte) Netzentgelt. Details dazu hier. Das böse Wort von der Energiearmut macht die Runde und sie erfasst ständig weitere Kreise.
Soviel zunächst, bevor die Mail zu lang wird, über eine schnelle und informative Antwort würde ich mich freuen.
Diese Mail geht auch per Bcc an eine Reihe von Experten
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/

(1) Dass dieser Strom überflüssig ist veranschaulicht folgendes Gedankenexperiment: Wenn morgen alle EEG Erzeuger abgeschaltet würden, merkte es niemand. Die Stromversorgung bliebe (noch) intakt. Nur dass der Strom stabiler flösse und deutlich billiger sein würde. Wenn morgen aber alle fossilen wie Kernkraftwerke abgeschaltet würden, erlebte die Republik einen Blackout, der direkt in eine Zivilisationskatastophe führen würde. Jeder Experte wird Ihnen das bestätigen.

(2) Bevor Sie jetzt den Klimaschutz und die Verpflichtung aus dem Pariser Abkommen anführen, der deutsche Anteil an den weltweiten CO2 Emissionen liegt mit rd 900 Mio t bei gut 2 %. Auf die gesamte CO2 Konzentration von derzeit 0,0406 Vo % in der Atmosphäre bezogen, bedeutet das, dass bei völliger „Dekarbonisierung“ (Von der Regierung Merkel und SPD Beteiligung beschlossen, vom Parlament ohne Disskussion durchgewunken) der Anstieg um maximal 0,015 % vermindert würde. Ob dieser deutsche Anteil nun um 0%, 10%, 20% oder 40% oder gar 100 % abgesenkt werden würde, ist für das Weltklima völlig und in jeder denkbaren Variante, so oder so, völlig irrelevant, für Deutschland als Industrie- und Wirtschaftsstandort aber tödlich.Details dazu hier
Eine Antwort steht bis heute aus!
Ist das „sprachlos in Berlin“? Oder ahnungslos auf der ganzen Linie, ohne es zugeben zu wollen?



Der Mythos Stickstoffdioxid als Rechtfertigung für den Anti-Diesel-Terror der Grünen

Und zwar machten die Farbwerke Hoechst damals durch eine weithin sichtbar gelbe Fahne auf sich aufmerksam. Diese wurde im Volksmund quasi zum Wahrzeichen des Chemiekonzerns. Die Fahne bestand nicht aus festem Stoff, sondern aus den bräunlich-gelben Abgasen der riesigen Salpetersäure-Anlage des Chemiewerks. Das war eine Mischung verschiedener Stickoxide, die als Nitrosegas bezeichnet wird. Dessen Hauptkomponente ist Stickstoffdioxid (NO2). Dieses gilt nach dem maßgeblichen Klinischen Wörterbuch „Pschyrembel“ als typisches Reizgas. In höherer Dosierung führt es akut zu Hustenreiz, Schwindel und Kopfschmerzen. Das Einatmen sehr hoher NO2-Konzentrationen führt nach einem symptomfreien Intervall von etwa acht Stunden zum starken Anschwellen der Kehlkopfschleimhaut (Glottisödem) mit Todesfolge. Die chronische Exposition kann darüber hinaus zu Schlaflosigkeit, Schleimhautgeschwüren, Bindehautentzündung, Bronchitis, Abmagerung und Anämie führen.

Das alles war 1970 schon lange bekannt. Deshalb begannen sich die Anwohner des Chemiewerks über die „gelbe Fahne“ zu sorgen. In diesem Jahr wurde übrigens unter der Regentschaft des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon das Schlagwort „Environment Protection“ in die Welt gesetzt. Um der damit verbundenen Sensibilisierung und Beunruhigung der Bevölkerung zu begegnen, lud Hoechst an einem schönen Sonntag zu einer Film- und Vortragsveranstaltung über die „gelbe Fahne“. Ich ließ mir die Gelegenheit nicht entgehen und schrieb darüber in dem von der kommunistischen Betriebsgruppe herausgegebenen Blättchen „Der Farbwerker“. Der vortragende Toxikologe konnte zumindest mich von der Harmlosigkeit der „gelben Fahne“ überzeugen. Denn es war mir klar, dass der hohe Schornstein ausreichte, um die Stickoxide auf eine ungefährliche Konzentration zu verdünnen. Inzwischen ist der Hoechst-Konzern mitsamt der „gelben Fahne“ längst verschwunden. Die Hauptquelle für die Stickoxide in der Frankfurter Luft war schon zu Beginn der 1970er Jahre nicht Hoechst, sondern mit großem Abstand der Kraftverkehr. Es war damals unmöglich, sich eine halbe Stunde an einer vielbefahrenen Straßenkreuzung aufzuhalten, ohne dass einem Hustenreiz überkam und die Augen zu brennen begannen. Dafür waren allerdings nicht allein die Stickoxide verantwortlich. Sehr bedenklich waren auch Schwefeldioxid sowie die Rückstände des damals mit dem Antiklopfmittel Bleitetraäthyl versetzten Benzins.

Eigenartigerweise waren es dann weniger die damit verbundenen Gesundheitsgefahren für die Menschen, sondern von den Grünen als Vorboten eines allgemeinen „Waldsterbens“ missdeutete Waldschäden, mit denen in den 1980er Jahren Milliarden-Investitionen in die Entschwefelung und Entstickung von Kraftwerks- und Kfz-Abgasen durch Filter und Katalysatoren begründet wurden. Mit Diesel betriebene Fahrzeuge, die wegen höherer Verbrennungstemperaturen als Hauptquelle innerstädtischer NO2-Emissionen gelten, wurden durch diese Maßnahmen aber zunächst nicht erfasst. Schwefeldioxid aus Kohlekraftwerken galt als Hauptquelle des „Sauren Regens“ und dieser wiederum als Hauptursache des „Waldsterbens“. Stickoxide hingegen sollten die Wälder durch Überdüngung mit Stickstoff in Form von Nitrat schädigen, d.h. durch zu viel des Guten. Außerdem galten und gelten Stickoxide noch heute als Vorläufer-Substanzen für die photochemische Bildung des gesundheitsschädlichen Ozons unter dem Einfluss des Sonnenlichts. Hinzu kommen Wechselwirkungen mit Feinstaub. Das als Los-Angeles-Smog bekannte Schadstoff-Gebräu war sicher auch für die Menschen alles andere als gesund. Aber die Bäume waren den Deutschen offenbar zunächst wichtiger.

Ich habe in den 1980er Jahren selbst ein durchaus erfolgreiches Buch und zahlreiche Artikel (auf Deutsch und französisch) über das „Waldsterben“ verbrochen. Um die Mitte der 80er Jahre machten mir dann Schweizer und französische Wissenschaftler, die wirklich etwas von Wald verstanden, aber klar, dass ich einem Fehlalarm aufgesessen war. Selbstverständlich trug ich dem in späteren Beiträgen Rechnung. Aber kaum jemand wollte das drucken, zumal das für Fragen der Waldforschung nicht kompetente, aber dennoch für zuständig erklärte Bundeslandwirtschaftsministerium bis weit ins 21. Jahrhundert Jahr für Jahr alarmistische „Waldschadensberichte“ veröffentlichte. In Wirklichkeit wuchs der deutsche Wald nachweislich besser als je zuvor. So lernte ich meine Lektion über das Aufkommen und die Verbreitung „wissenschaftlicher“ Mythen. Das half mir später, den Hype um eine drohende Klimakatastrophe von vornherein zu durchschauen.

Seit dem politischen Aufstieg der Grünen haben Stickstoffverbindungen aller Art (außer Proteine) bei uns eine schlechte Presse. Das gilt nicht nur für Stickoxide aus den Auspuffrohren von Automobilen, sondern auch für den Pflanzennährstoff Nitrat. Die alarmistische Kommunikation grüner Lobbygruppen beschränkt sich nicht selten auf den bloßen Nachweis „böser“ beziehungsweise politisch-unkorrekter Substanzen ohne Berücksichtigung der Dosis. Vergessen wird dabei, dass die Wirkung aller Stoffe ohne Ausnahme (einschließlich der radioaktiven) der Paracelsus-Regel unterliegt: Kleine Dosen sind harmlos und oft sogar nützlich. Erst Dosen oberhalb eines Schwellenwerts erweisen sich als schädlich. Die Bestimmung dieser Schwellenwerte mithilfe von Tierversuchen oder Tests an Zellkulturen ist Aufgabe der wissenschaftlichen Toxikologie.

Noch im Jahre 2011 warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor dem Genuss zu großer Mengen von Wintergemüse wie Rote Beete, Radicchio, Rucola, Sellerie oder Spinat. Begründet wurde diese Warnung mit dem hohen Nitratgehalt der Nahrungspflanzen in der dunklen Jahreszeit. Normalerweise dient das von den Pflanzen aus dem Boden aufgenommene Nitrat als Stickstoffquelle für den Aufbau von Proteinen. Im Dunkeln läuft die Proteinsynthese jedoch nur langsam ab, so dass sich Nitrat in den Pflanzen anreichern kann. Es empfiehlt sich nicht, Babys mit nitratreichem Gemüse und nitratreichem Trinkwasser zu füttern. Denn bei ihnen kann überschüssiges Nitrat zur „Blausucht“ führen. Nitrat kann sich nämlich wie Kohlenstoffmonoxid mit dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin zu Methämoglobin verbinden, das keinen Sauerstoff mehr transportieren kann. Auch bei Erwachsenen wird ein Teil des mit der Nahrung aufgenommenen Nitrats schon beim Kontakt mit Speichel im Mund in giftiges Nitrit umgewandelt. Aus Nitrit können dann im Magen potenziell krebserregende Nitrosamine entstehen. Soweit die Theorie.

Tatsächlich wurde bei Menschen, die nachweislich viel Nitrat zu sich nehmen, nie ein erhöhtes Krebsrisiko nachgewiesen. Stattdessen konnten Gary Miller und Daniel Kim-Shapiro an der Wake Forest University von North Carolina in einer schon im Jahre 2011 veröffentlichten Studie zeigen, dass der Genuss von nitratreichem Gemüse wie Rote Beete, Fenchel oder Sellerie insbesondere bei älteren Personen die Durchblutung des Gehirns und die Verdauung fördert. Warum das so ist, können die Mediziner heute genau erklären: Nitrit kann im Blutkreislauf wie auch eingeatmetes NO2zu Stickstoffmonoxid (NO) umgewandelt werden. Das eigentlich giftige Gas spielt im Organismus in winzigen Mengen eine wichtige Rolle als Botenstoff für die Erweiterung der Blutgefäße. Es bewirkt über die Synthese von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) die rasche Senkung des Blutdrucks infolge der Erschlaffung glatter Muskelzellen. (Auch darauf weist der „Pschyrembel“ hin.) Stickstoffmonoxid wird mit großem Erfolg für die Bekämpfung von Lungenhochdruck eingsetzt. Wie Stickstoffmonoxid wirkt auch das Medikament Sildenafil, bekannt unter dem Markennamen Viagra®, indem es den Abbau von cGMP hemmt und somit die Weitung der Blutgefäße des Penis aufrechterhält. Nicht von ungefähr gilt Rote-Beete-Saft inzwischen bei Kennern als „Viagra des kleinen Mannes.“ Ich selbst nehme immer vor dem Gang ins Fitness-Studio Rote-Beete-Saft zu mir und stelle dann eine messbare Verstärkung meiner Muskelkraft fest. (Aber Achtung: Ein Zuviel davon kann zu Durchfall führen!)

Nitrat und Stickoxide erweisen sich somit als Paradebeispiele für die Paracelsus-Regel. Für den achtstündigen Aufenthalt in geschlossenen Räumen hat die unabhängige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffeder Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Grenzwert von 950 Mikrogramm NO2je Kubikmeter Luft vorgeschlagen, der durch die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 900) gesetzlich vorgeschrieben ist. In der Schweiz liegt dieser Grenzwert bei 6.000 Mikrogramm. Der Unterschied erklärt sich durch unterschiedliche Sicherheitsabstände zwischen der experimentell ermittelten Schädlichkeits-Schwelle und dem gesetzlichen Grenzwert. Der bekannte Lungenspezialist und ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Lungenheilkunde Professor Dieter Köhler wies kürzlich darauf hin, dass akute Atem-Beschwerden erst bei einer NO2-Konzentration von 800.000 bis 900.000 Mikrogramm je Kubikmeter beginnen, und zwar nicht bei Gesunden, sondern bei unbehandelten Asthmatikern. Die Reizung der Augenschleimhäute beginnt freilich bereits bei 20.000 µg/m3. Schon beim Anzünden von Kerzen oder beim Betreiben von Gasherden werden aber in geschlossenen Räumen leicht NO2-Konzentrationen von über 200.000 µg/m3erreicht.

Das wirft die Frage auf, warum die EU (auf Druck der deutschen Regierung!) 40 Mikrogramm NO2je Kubikmeter im Jahresmittel als Grenzwert für NO2eingeführt hat. Dieser muss seit 2010 eingehalten werden. Angeblich wurde dieser Wert von epidemiologischen Untersuchungen abgeleitet, wonach in Deutschland mit jährlich 6.000 Todesopfern durch NO2gerechnet werden müsse. Doch diese Zahl ist rein fiktiv, denn epidemiologische Untersuchungen liefern im Unterschied zu toxikologischen Experimenten allenfalls Anhaltspunkte für vermutete Zusammenhänge. In diesem Fall hat man aus der etwas höheren Sterblichkeit von Stadt- gegenüber Landbewohnern geschlossen, dass NO2dafür verantwortlich ist. Andere Faktoren blieben unbeachtet.

Offenbar steckt hinter der Einführung des extrem niedrigen NO2-Grenzwerts eine Strategie. Bei der Suche nach deren Urheber stößt man auf den Grünen Rainer Baake, der über lange Zeit als beamteter Staatssekretär im Umweltministerium oder als Geschäftsführer des Abmahnvereins Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) die Rolle einer „Grauen Eminenz“ der deutschen Umweltpolitik spielte. Baake durchlief in Chicago Saul Alinskys Schule des „Community Organizing” (CO), wo man die systematische kommunistisch bzw. ökologistische Unterwanderung und machtpolitische Umfunktionierung bürgerlicher Institutionen lernt. Die vom Bunddsumweltministerium mit Millionenbeträgen geförderte DUH entwickelte sich als klageberechtigte Vereinigung zur privaten Umweltpolizei, die Städte, in denen der NO2-Grenzwert überschritten wird, mit Klagen überziehen, um Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge durchzusetzen.

Ich verstehe, wie gesagt, nicht viel von Dieselmotoren. Aber aufgrund meiner Chemie-Kenntnisse leuchtet es mir ein, dass man deren Treibstoffbedarf und Stickoxid-Ausstoß nicht gleichzeitig minimieren kann. Jahrelang haben die Ingenieure der Automobil-Industrie Diesel-Motoren auf eine Minimierung des CO2-Ausstoßes (der für mich nur ein Maß für den Treibstoffverbrauch darstellt) getrimmt. So wurden Diesel-Motoren durch Verbesserungen der Kraftstoff-Einspritz-Technik und eine sukzessive Erhöhung der Verbrennungs-Temperatur zum bei weitem öko-effizientesten Antrieb für Kraftfahrzeuge. Sie sind nach einer im Auftrag des Automobil-Clubs ADAC erstellten unvoreingenommenen Öko-Bilanz gerade auch dem von Politik und Massenmedien über den grünen Klee gelobten Elektro-Antrieb haushoch überlegen. Höhere Verbrennungs-Temperaturen ziehen aber einen höheren NO2-Ausstoß nach sich, da der normalerweise reaktionsträge Luftstickstoff nur bei hohen Temperaturen mit Sauerstoff reagiert. Vor die Herausforderung gestellt, auf einmal den strengen NO2-Grenzwerten genügen zu müssen, hatten die Kfz-Ingenieure zunächst keine andere Wahl, als die Motorsteuerungs-Software so zu modifizieren, dass ihre Motoren den amtlichen Prüfzyklus ohne Beanstandung durchlaufen konnten. Man darf ihnen dabei keine Betrugs-Absicht unterstellen, wie das in unseren machthörigen Medien leider geschah. Denn zum Betrug gehört in einem Rechtsstaat, dass dadurch jemand nachweislich geschädigt wird. Das aber ist ausgeschlossen, da die Deutschen in ihren Wohnungen gerade in der nun bald beginnenden Adventszeit ein Mehrtausendfaches an Stickoxiden akzeptieren, als ihnen Alinsky-Jünger auf den Straßen erlauben wollen. Ich kann (als Nicht-Jurist) jedem, der in den kommenden Monaten mit Diesel-Fahrverboten in Konflikt kommt, nur raten, auf dem Nachweis einer Schädigung zu bestehen.

 

 




EIKE wehrt sich!

Seit November 2017 bringt die ARD in lockeren Abständen sog. Reportagen, in denen EIKE schlecht weg kommt. Inzwischen sind es vier solcher Sendungen, mit immer demselben Ergebnis. Bei den fraglichen Sendungen handelt es sich um eine Sendung des Hessischen Rundfunks namens Klimareport vom November 2017; eine Sendung des rbb aus seiner Reihe Kontraste vom Januar 2018, mit dem Namen „Aus der Nische in den Bundestag“, eine Sendung des ndr unter dem Namen „Die Lügenmacher“vom 23.07.18 und eine Sendung des wdr aus seiner Reihe Monitor mit dem Titel „Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil“vom 16.8.2018

EIKE wird darin diffamiert was Griffel, Kamera und Mikro samt Schnitttechnik nur hergeben. Man tut dies, indem man EIKE oder seine handelnden Personen mittels obskurer Behauptungen an den medialen Pranger stellt, ihnen Unredlichkeit oder Täuschungsabsichten unterstellt, sie als „Klimaleugner“ in die Nähe von Holocaustleugnern rückt, oder ihre – dank raffinierter Schnitttechnik- getätigte Aussagen in ihrer Bedeutung verdreht oder sogar ins Gegenteil verkehrt. Auch glatte, nur schwer zu widerlegende Falschbehauptungen sind beliebte Mittel der Macher.

Der Sinn und Zweck dieser Berichte und Reportagen ist klar. Durch ständige Wiederholung dieser falschen Tatsachenbehauptungen, Halbwahrheiten und Verdrehungen soll der Ruf von EIKE als seriösem Institut mit ernsthaftem wissenschaftlichem Anspruch ruiniert werden. Es soll erreicht werden, dass sich niemand, der sich öffentlich mit diesen Themen auseinandersetzt, auch nur auf die Idee kommt, sich den von EIKE vertretenen Argumenten zu stellen.

Schon die öffentliche Beschäftigung damit soll unterbleiben, denn sie würde denjenigen der das wagte in seiner Reputation gefährden. Und deshalb unterbleibt diese Beschäftigung auch.

Gezielt wird damit Zersetzung betrieben, in einer Art und Weise, wie es seinerzeit die STASI ihren Mitarbeitern eingebläut hat.

In der Richtlinie 1/76 des Ministeriums für Staatssicherheit, die Zersetzung betreffend heißt es unter anderem

Bewährte Formen der Zersetzung sind:

– systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufes, des Ansehens und des Prestiges auf der Grundlage miteinander verbundener wahrer, überprüfbarer und diskreditierender sowie unwahrer, glaubhafter, nicht widerlegbarer und damit ebenfalls diskreditierender Angaben;

Wir vermuten, dass diese Richtlinie den Autoren der Sendungen über EIKE in Kontraste, Monitor, oder den „Reportagen“ des swr und des ndr, gar nicht oder vielleicht nicht in ihrer Deutlichkeit und Herkunft bekannt war oder ist, man kann aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass sie – vermutlich nur unbewusst- nach dieser Regel vorgehen.

Deswegen hat EIKE Klage eingereicht.

Gegen den wdr und den ndr aus vielen Gründen aber auch gegen den Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie Prof. Dr. Jochem Marotzke u.a. in der Süddeutsche Zeitung SZ Magazin, wegen seiner Behauptung über eine Arbeit unseres Kollegen Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke „Die Arbeit genügt nicht den allerniedrigsten wissenschaftlichen Standards“. Diese Behauptung ist unwahr und rechtswidrig. Sie ist geeignet, Herrn Lüdecke in seiner persönlichen Ehre zu verletzen.

Auch gegen die Süddeutsche Zeitung SZ Magazin läuft derzeit eine Klage mit dem Verlangen auf Berichtigung und Widerruf bzw. Richtigstellung wegen eines von der SZ Magazin verbreitetem Artikels „Das Scheingeschäft“, Unterüberschrift „Angriff auf die Wissenschaft“.

Ein Sonderfall ist Wikipedia

Die Quelle vieler Aussagen ist Wikipedia. Dort wird besonders viel Falsches und Schräges über EIKE verbreitet. So auch jüngst in einer umfangreichen Prosa mit pseudowissenschaftlichem Anstrich.über „Klimawandelleugner“  Darin wird die unrühmliche Tradition der Diffamierung und Verleumdung auf breiter Front und oft selbst referenzierend fortgesetzt. Frei nach der alten Göbbels´schen Erkenntnis: Eine Lüge 100 x wiederholt wird zur Wahrheit.

Wikipedia ist aber für viele Journalisten noch immer die erste Wahl, etwas über ein Objekt ihres Interesses zu erfahren. Auch wenn sie inzwischen wissen müssten, dass bei ideologisch aufgeladenen Themen wie es „der Klimawandel“ und die Energiewende nun mal sind, Wikipedia oft völlig faktenfrei, dafür aber ideologisch stramm links-grün und häufig falsch und verdrehend immer aber diffamierend informiert. Aber das kommt manchen vermutlich gerade recht.

Gegen Wikipedia juristisch vorzugehen ist rechtlich schwierig und vermutlich auch sehr kostspielig. Auch deswegen brauchen wir Ihre großzügige Spende.

Der Grund liegt vor allem darin, dass Wikipedia bis heute – trotz eindeutiger Verpflichtung nach dem Netzwerk-Durchsetzungsgesetz – keine ladungsfähige Anschrift in Deutschland ausweist. Zur Klageerhebung muss also vor ein Gericht in Florida gezogen werden. Wir prüfen derzeit alle Möglichkeiten ob und seit wann sich das ggf. geändert hat und werden darüber berichten.

Abschließend sei festgestellt, dass man vor Gericht zwar ein Urteil bekommt, aber nicht unbedingt Gerechtigkeit. Wir erwarten deshalb nicht von vornherein in allen Klagepunkten Recht zu bekommen. Was wir aber auf jeden Fall erreichen werden, dass all die, die glauben EIKE in der Öffentlichkeit diffamieren zu können, dieses nun in der Gewissheit tun können, dass wir uns wehren werden. Zumindest bedeutet das für diese merkwürdigen Vertreter ihrer Zunft zusätzliche Arbeit und ggf. auch Kosten und negative Urteile. Wir werden sehen.