Die Sonne im August 2018 und atmosphärische Konflikte

Die Sonne war also im letzten Monat weniger als 1/3 so aktiv wie im Mittel. An 13 Tagen des Monats war überhaupt kein Fleck zu beobachten, an den übrigen Tagen sah man diesmal die Südhemisphäre zu 74% zu den wenigen kleinen Flecken beitragen.

Abb.1: Die Fleckenaktivität des aktuellen SC (für SolarCycle) 24 im Vergleich zu einem mittleren Zyklus (blau) und dem im letzten Zyklusdrittel sehr ähnlichen SC5 ( schwarz).

 

Vieles spricht dafür, dass der Zyklus seine letzten rechnerischen 14 Monate sehr ruhig beendet. Das ist einigermaßen beruhigend  wenn man weiß, dass die Sonne auch anders könnte und wohl auch schon konnte. Super-Explosionen auf der Sonne kamen schon vor: der berühmte „Carrington Event“ am 1.September 1859 ist ein Beispiel. Damals gab es einen Flare (eine Sonneruption),  der erdgerichtet war und um ein Vielfaches stärker als alles, was wir in dieser Beziehung im Satellitenzeitalter beobachten konnten. Vor wenigen Wochen erschienen Arbeiten, die Ereignisse im Jahre 774 und 993 ( wir wissen von Ihnen durch globale Nachweise in Proxies) unzweifelhaft der Sonne zuordneten, und die noch etwa 20 mal so stark waren wie der „Carrington Event“.

Auch im Jahre 2012 ereignete sich ein potentiell gefährlicher Flare, der jedoch nicht erdgerichtet war. Für die heutige Infrastruktur mit ihren langen Leitungen für Energieversorgung und Kommunikation wäre ein Treffer schon sehr gefährlich, vermutlich würde auch jede Satellitennavigation ausfallen. Eine Vorhersage ist noch relativ unsicher. Mehr als 1…2 Wochen vor einem möglichen Event hätten wir vielleicht nur die Gelegenheit, uns zu wappnen, wie diese aktuelle Arbeit zeigt.  Und wann ein großer energiereicher Sonnenfleck wohin genau explodiert- für solche Vorhersagen gibt es noch keine ausreichenden Modelle. Also ist bei allen Fortschritten im Wissen um die Eigenschaften unserer Sonne immer noch ein wenig Glück dabei, dass wir noch keine fundamentalen Schäden durch Sonnenstürme erleben mussten: Großflächige Blackouts, Netzwerkausfälle auf lange Zeiten, kaum noch funktionierende Navigation.

Zurück zur aktuell sehr ruhigen Sonne. Der Vergleich der Zyklen untereinander bestätigt das:

Abb.2: Die aufsummierten Abweichungen der einzelnen Zyklen vom mittleren Zyklus  (blau in Abb.1). Sehr gut sichtbar: die Clusterbildung. Seit dem Zyklus 5 tauchen immer mindestens 3 Zyklen in Reihe auf, die entweder unter- oder übernormal stark waren. Einzelne Ausreißer sind nicht zu verzeichnen.

 

Die Vorausschau auf den Zyklus 25 wird nun immer verlässlicher: die maximale Stärke der polaren solaren Felder ist mit hoher Sicherheit erreicht. Recht wahrscheinlich ist ein nächster Zyklus, der etwa so stark ist wie der SC14, der zwischen 1902 und 1913 beobachtet wurde. Also weiterhin eine (magnetfeldtechnisch) schwache Sonne bis in die 30er Jahre der 2000er.

 

Atmosphärische Konflikte

Gemeint ist hier nicht das bekannte und vergnügliche Gedicht von Erich Kästner, mit dem er die interne Variabilität des Überganges Winter/ Frühjahr in Deutschland vor genau 90 Jahren mit Humor und Tiefgang beschrieb, als noch keiner  verfrühte/verspätete Wärme dem Klimawandel zuschreiben wollte. Die einzigen, die blass wurden, waren die Oberkellner!

Vielmehr geht es uns um eine aktuelle Arbeit von McKitrick/Christy, in der die Autoren mit den bestmöglichen Beobachtungen seit 1958 aus Ballonaufstiegen die Erwärmung der tropischen oberen Atmosphäre auswerten. Die Temperaturen in einer Höhe von 10-13km ( 300mb-200mb), so sagen es die Modelle, erwärmen sich deutlich schneller bei jedem Temperaturanstieg als die am Boden, also auch den durch die Wirkung von Treibhausgasen. Es ist die Region in unserer Atmosphäre, die am heftigsten auf diesen Antrieb reagiert. Daher nennt man es auch den „tropischen Hotspot“.

 

Abb.3: Der „tropische Hotspot“ in einem Klimamodell. Über den Tropen (Latitude -25°…25°) in der Höhe von 200-300mb soll sich die Troposphäre mit ca. 0,5°C/ Dekade erwärmt haben zwischen 1958 und 2017. Quelle: Fig.1 aus McKitrick et al. (2018).

 

Das ist doch super, sollte man meinen. Wir haben damit eine „Vorwarnung“, die Erwärmung ist dort noch heftiger als am Boden und wir können sehr gut ablesen, wie stark es sich aufheizt, noch bevor es am Boden so manifest wird. Ganz so einfach ist es nicht! Die Luft ist recht dünn auf Reiseflughöhe der modernen Jets und daher auch sehr empfindlich auf interne Schwankungen des Klimasystems. So haben da  ElNinos viel größere Ausschläge, ebenso wie Vulkanereignisse. Sie erkennen die starken Einflüsse von ENSO in Abb.4: sowohl 1997/98 als auch 2015/16/17 sieht man Ausbrüche nach oben. Bleibt ein solch starker Ausreißer aus, wird der Trend wieder auf das Niveau der letzten 40 Jahre zurückkehren. Diese Empfindlichkeit auf natürliche Schwankungen  macht die Trends unsicherer.

Mit Satellitenmessungen ist es auch schwierig: Um nur die fragliche troposphärische Schicht zu treffen ist eine Trennschärfe zu der darüber liegenden Stratosphäre -sie kühlt sich ab,  (vgl. Abb. 3 über 100mb) bei Erwärmung der Troposphäre, u.a. weil sie durch ihre Ausdehnung in größere Höhen gerät-  zu realisieren, die nicht durchgängig gegeben ist. Ballons steigen nicht überall auf und daher braucht es mit ihnen viel länger, um zu gesicherten Aussagen zu kommen. Nun haben sich also die Autoren von McKitrick et al. (2018) die recht langen Messreihen von verschiedenen Anbietern vorgenommen und die letzten 60 Jahre ausgewertet. Das Ergebnis: Die Erwärmung der oberen tropischen Troposphäre ist nicht im Entferntesten so stark, wie es alle Modelle, die für den 5. Sachstandbericht (AR5) des IPCC in 2013 entwickelt (CMIP5) wurden, antizipierten. Sehr gut erkennt man das in dieser Abbildung der Arbeit:

Abb.4: Die Entwicklung der Temperaturen im Bereich aus Abb.3 über die Zeit. Seit etwa 1995 laufen die Modellwerte den Beobachtungen zunehmend nach oben weg. Quelle: Fig. 3 aus McKitrick et al. (2018)

 

Die Autoren stellen denn auch mit großer statistischer Sicherheit fest, dass die Modelle inkonsistent zu den Beobachtungen sind. Um die Entwicklung der Diskrepanzen noch etwas genauer zu untersuchen, haben wir die Abb.4 digitalisiert und mit den gewonnen Daten Trendberechnungen angestellt:

Abb.5: Die linearen Trends ( in °C/ Jahr)  der Beobachtungen (blau) und des Modellmittels (rot).

 

Die kürzeste Trendlänge ab 1958 beträgt 30 Jahre, daher beginnt das Diagramm mit dem Jahr 1987. Der längste Trend geht von 1958 bis 2017. Mit jedem neuen Jahr ergibt sich ab Ende der 90er Jahre eine größere Abweichung der Modellberechnungen vom beobachteten realen Klimasystem. Während diese einen recht konstanten Anstieg von ca. 0,15°C/ Dekade seit 1958 aufweisen, erwärmt sich die Modellwelt immer schneller.

Über die Ursachen der Abweichungen lässt sich nur vermuten. Die Autoren der Arbeit jedenfalls spielen den Ball den Schöpfern der Modelle ins Feld. Ein möglicher Grund für die um ca. 100% zu hohe Erwärmung bis 2017, die ab etwa 2000 ihren Lauf nimmt, könnte eine zu hoch gerechnete Abkühlung durch Aerosole sein. Die nämlich flacht global ab Mitte der 90er in der realen Welt ab und geht sogar zurück seit Ende der 90er Jahre bis in die jüngste Vergangenheit. Auch eine fehlerhafte Berücksichtigung von tropischen Wolken in den Modellen ist zu vermuten, wie diese aktuelle Arbeit von  Allison Kolly et al. zeigt. Eine Arbeit von John Christy (der Co-Autor der hier ausgewerteten Studie von McKitrick) und Kollegen aus dem Frühjahr nutzte  Satelliten-und Ballondaten ab 1979 und kommt zu nahezu identischen Ergebnissen: Modelle zeigen zu viel Erwärmung in der tropischen Troposphäre. Die Autoren vermuten weitere Modellfehler beim modellierten Wasserkreislauf und in der Physik von Niederschlägen.

Wie auch immer: die Empfindlichkeit der Modelle gegenüber der weitgehend CO2-bedingten Erwärmung ist auch beim „Hotspot“, also in der Region mit dem modellierten stärksten Anstieg der Temperaturen weltweit, um bis zum Faktor 2 zu hoch. Und die Diskrepanz wird weiter wachsen, das legt Abb. 5 nahe. Alle Prognosen, die mit viel zu heiß laufenden Klimamodellen begründet werden, müssen immer mehr hinterfragt werden. Die empirische Wissenschaft zeigt die Grenzen der Modell-Apokalyptiker auf. Wir freuen uns auf jeden Fortschritt in der Wetter-u. Klimabeobachtung!

Der Beitrag erschien zuerst bei „Die kalte Sonne“ hier




Murry Salby Vortrag Helmut-Schmidt-Universität zum Thema „What is Really Behind the Increase of Atmospheric CO2? New Research“ abgesagt!

Der angekündigte Vortrag von Prof. Murry Salby an der Helmut-Schmidt-Universität zu dem Thema „What is Really Behind the Increase of Atmospheric CO2? New Research“ muss leider ausfallen.

Prof. Salby ist bekannt für seine klare Position zum anthropogen verursachten Klimawandel, von dem er sich eindeutig distanziert. Die Universitätsleitung hatte deshalb vorgesehen, neben Prof. Salby einen weiteren Vortragenden zu Wort kommen zu lassen, der insbesondere die Sichtweise und Interpretation des IPCC vertritt, um dies zu einer interessanten, ausgewogenen Veranstaltung werden zu lassen. Bis zu dem angesetzten Vortragstermin konnte allerdings kein zweiter geeigneter Vortragender gefunden werden.

Von der üblichen Gepflogenheit, dass eine Veranstaltung auch dann stattfindet, wenn nur eine Seite der Einladung folgt, wurde hier leider abgewichen. Bei einem Vortrag nur von Prof. Salby sieht offensichtlich die Universität ihre Außenwirkung gefährdet.

Anmerkung der Redaktion 

Was uns wundert ist, dass die Universitätsleitung nicht sieht, dass  sie damit einer unverschämten Erpressung  nachgibt, denn wir haben noch nie gehört, dass irgendein alarmistischer Wissenschaftler wie Schellnhuber oder Rahmstorf bis hin zum Alleswisser Harald Lesch, jemals dazu angehalten wurden, bei ihren Vorträgen auch die andere Meinung zu Wort kommen zu lassen. Das ist erschütternd und sagt viel über den Zustand der Meinungsfreiheit und Freiheit der Wissenschaft in diesem Lande.
Da die alarmistischen Wissenschaftler die direkte offene Diskussion mit Klimarealisten scheuen, wie der Teufel das Weihwasser, weil sie sicher wissen, dass sie jede Debatte verlieren, wird keiner ihrer Vertreter zu einer solchen offenen Diskussion bereit sein. Insofern ist diese Forderung nach einem Parallelvortrag der die Sichtweise und Interpretation des IPCC vertritt, niichts weiter als eine verschleierte aber wirksame dauerhafte Absage
Es ist damit gleichzeitig defacto und ohne Beschönigung: Eine Bankrotterklärung für die Freiheit der Wissenschaft.



Rechnungshof: Vernichtendes Urteil über die „Energiewende“

Krachend gescheitert. Das Urteil des Bundesrechnungshofes überrascht nicht. Außer gigantischen Kosten hat die Energiewende nichts produziert. Das ist nicht sonderlich neu, nur hat das jetzt auch der Bundesrechnungshof in seinem Sonderbericht »Koordination und Steuerung zur Umsetzung der Energiewende durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie« erhebliche Defizite festgestellt und eine sonderbare Empfehlung ausgesprochen.

»In den letzten fünf Jahren wurden für die Energiewende mindestens 160 Milliarden € aufgewendet.« Die Prüfer haben sich die Strukturen im zuständigen Bundeswirtschaftsministerium angesehen und verpassen dem Minister und seinem teuren Apparat eine deftige Klatsche:

»Allein im BMWi sind 34 Referate in vier Abteilungen damit befasst, die Energiewende umzusetzen. Dazu sind fünf weitere Bundesministerien und alle Länder an der Umsetzung der Energiewende beteiligt. Dennoch hat das BMWi nicht festgelegt, was die Koordination der Energiewende umfasst. Eine gesamtverantwortliche Organisationsform gibt es bis heute nicht.«

Sie listen Details einer horrenden Bürokratie auf: »Es gibt derzeit 26 Gesetze und 33 Verordnungen, die mit teils hohem Detaillierungsgrad Erzeugung, Speicherung, Übertragung, Verteilung und Verbrauch von Energie regeln. Die mit Blick auf die Umsetzung der Energiewende notwendigen Änderungen dieser Normen sind zeitaufwendig. Dies erschwert eine flexible Anpassung von Steuerungsmaßnahmen an die dynamische Entwicklung, die die Energiewende mit sich bringt.«

Welche Energiewenden-Aktion was bewirkt und wieviel sie kostet, weiß niemand im Berlin der Neuzeit. Sie können nichts außer die Infrastruktur eines Landes im Blindflug außer Gang zu setzen und Landschaften mit Windradmüll zerstören. Die Prüfer des Rechnungshofes bringen das Kunststück fertig und fragen nicht zum Beispiel bei Physikern danach, ob solch eine Verrücktheit wie die Energiewende physikalisch-technisch möglich ist, sondern kritisieren nur mangelnde Steuerung. Sie fordern, Wahnsinn mit noch größerem Wahnsinn zu erschlagen: Eine was – natürlich Steuer – könnte helfen, jetzt eben eine auf CO2.Großartig: nicht nur Autos und Heizungen und Atmen, sondern auch jeden Baum, jeden Strauch auf seinen Output an CO2 zu besteu-ern. Denn auch die benötigen nicht nur CO2 als Baumaterial für Stämme, Äste und Blätter, sondern sie geben CO2 ab. Denn es muß ja gerecht zugehen.

Claudia Kemfert, die ständig laut Durchhalteparolen hinausposaunende »Energieökonomin«, hat schon früh (2012) einen CO2 Preis von 60 Euro pro Tonne »ausgerechnet«. Wirtschaftsminister Altmaier lehnt eine solche CO2 Steuer ab. Bisher.

Das Wirtschaftsministerium wiederum weist die Kritik des Bundesrechnungshofes zurück und meint, die EEG-Umlage könnte nicht den Kosten der Energiewende zugerechnet werden. Also das, was für den Stromverbraucher die exorbitanten Kosten ausmacht, seien keine Kosten der Energiewende. Auf so etwas kommt man nur noch in Berlin.

In Bonn beim Bundesrechnungshof wiederum befürchtet man Staatsversagen, sollte es so weitergehen mit der Energiewende: »Steigen die Kosten der Energiewende weiter und werden ihre Ziele weiterhin verfehlt, besteht das Risiko des Vertrauensverlustes in die Fähigkeit von Regierungshandeln.«

Als ob es das überhaupt noch gibt. Nur noch die letzten Hardcore Grünen glauben an die Notwendigkeit einer Energiewende, träumen immer noch davon, dass es notwendig ist, CO2 zu reduzieren und diesem Ziel alles unter zu ordnen. 160 Milliarden € mir nichts dir nichts verpulvert. Auf der anderen Seite ist Strom zum Luxusgut avanciert und zur Mangelware verkommen. Zu teuer, zu schlechte Qualität beeinträchtigt empfindliche Steueranlagen in der Industrie, Unternehmen verlagern energieintensive Produktion ins Ausland.Dennoch, das ist das Erstaunliche, glauben viele Bürger an die Notwendigkeit und Machbarkeit einer Energiewende – befeuert von öffentlich-rechtlichen Propagandasendern, die diese Ideologie in die Köpfe blasen und jubeln, wenn die EU Klimaziele erhöhen und Treibhausgase senken will.

Es ist eine Mafia, an der zu viele mit verdienen, vor allem auch viele Politiker, die sich wie in Kassel über Windkraft die Taschen voll machen mit ihren politischen Entscheidungen, Wälder für Winterräder abzuholzen.

Nachtrag der EIKE Redaktion:

Zwei wesentliche Probleme geht der umfangreiche Rechnungshofbericht überhaupt nicht an.

  1. Er stellt nicht die Frage, um wie viel Grad denn die globale Mitteltemperatur sinken würde, wenn Deutschland seine CO2 Senkungsziele erreicht hätte. Täte e das, was mit 100 % Sicherheit zu seinen primären Aufgaben gehört, dann käme der ganze Irrsinn der „Energiewende“ noch viel plastischer zutage. Nur die AfD hat sich bisher dieser Frage dahingehend angenommen, dass sie die -nur hypothetische- Minderung des Anstiegs der globalen Mitteltemperatur für 100 % Minderung des deutschen Anteiles anhand vorliegender IPCC Werte und nach der gängigen Formel für diese Minderung berechnet hat. Es sind nur 0,000.653 °C; irgendwann in ferner unbestimmter Zukunft. Den AfD Antrag finden Sie hier in dem der Rechenweg angegeben ist

  2. Völlig unerwähnt bleibt auch die Tatsache, dass es mit der einfachen Aufsummierung der bis jetzt entstandenen Kosten seit dem Jahre 2013 bei weitem nicht getan ist. Denn das EEG gibt es bereits seit dem Jahre 2000 und es verpflichtet die Versorger mit Vorrang den per EEG erzeugten Strom auf 20 Jahre zum anfangs festgelegten Preis in jeder lieferbarbaren Menge abzunehmen. „Planungssicherheit“ nennen das zynisch die Protagonisten der Energiewende“ Zwangswechselschulden nennt man das als Normalsterblicher. Bis 2013 hat allein das EEG den FakeEnergiebetreibern 100 Mrd € in die Taschen gespült. Die kommen auf die genannten 160 Mrd € noch drauf. Insgesamt sind das bis Ende 2017 also bereits 260 Mrd €. Für buchstäblich nichts! Schlimmer jedoch sind die heute bereits entstandenen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen, die das EEG erzeugt. Es sind für die nächsten 20 jahre allein durch das EEG ca. 765 Mrd. €. D.h wenn ab sofort keine einzige FakeEnergieanlage hinzugebaut würde, das Ausscheiden der bald 20 jährigen Fördermengen bereits berücksichtigt. Kostet uns die jetzt bereits gezahlte und noch kommende Förderung rd. 1 Billion €. Im Jahre 2022 erhöhte sich die Summe auf dann knapp 1,4 Billionen.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier




Antrag der Grünen: Klimaschutz ins Grundgesetz!

Der „Klimaschutz“ muss ins Grundgesetz fordern die Grünen

Video der Rede von Dr. Anton Hofreiter Grüne zum Antrag seiner Partei den „Klimaschutz“ als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern

Nein, die Debatte zum Antrag der Grünen den Klimaschutz ins Grundgesetz aufzunehmen, war keine Sternstunde des Parlamentes. Nicht nur weil der grüne Fraktionschef Dr. Anton Hofreiter, vor lauter freudiger Erregung über die künftige Klimakatastrophe das dumme Pariser Zwei Grad Ziel – mal eben in typisch Freud´schem Versprecher zum 2 % Ziel umformulierte, indem er sagte..

Noch – noch! – haben wir alle Chancen, deutlich unter 2 Prozent zu bleiben. Deshalb schlagen wir Ihnen vor, den Klimaschutz im Grundgesetz zu verankern.

….sondern vielleicht auch deshalb, weil das Parlament seit vielen Jahren Merkel-Regierung und GroKo sowieso das elegante, manchmal deftige, aber vor allem treffsichere Diskutieren das frühere Parlamentsdebatten so auszeichnete, verlernt hat.

Es fehlte dazu nicht nur die Absicht kontroverse Diskussionen überhaupt zu führen, es fehlte vor allem anderen der notwendige Sachverstand, Zumindest soweit der die aktuelle und zukünftige Klimaentwicklung betrifft. Keiner der Debattanten, die sich in die Redeschlacht warfen– mit Ausnahme der AfD – wusste auch nur im Ansatz, wovon sie/er redete.

Es fehlt bei allen – bis auf die AfD Vertreter- der notwendige Sachverstand

Stattdessen wurden die fürchterlichsten künftigen Katastrophen, bis zur teilweisen Unbewohnbarkeit der Erde an die Wand gemalt (Hofreiter), die vermutlich nur die Verankerung des Klimaschutzes im Grundgesetz verhindern helfen würde.

„Wo bleibt das Rettungsprogramm für unser Klima?“

fragte fast hilflos Hofreiter Toni, immerhin promovierter Biologe, die wenigen anwesenden Parlamentarier und Regierungsmitglieder und bezog sich dabei auf den erfreulich warmen Sommer hierzulande,

Hätte sich Herr Hofreiter (wie später auch andere RednerInnen wie z.B. Frau Dr. Scheer SPD oder die ständig besorgte Frau Dr. Weißgerber CSU) nicht einen lokal warmen Sommer, wie den eben vergangenen angeschaut, sondern wenigstens die gesamte Nordhalbkugel in den Blick genommen, wie es beim globalen „Klimawandel“ nun mal zwingend erforderlich ist, hätte er zwar eine Pointe verloren, aber dafür feststellen müssen, dass auch dieser schöne Sommer kein einziges Argument für irgendeinen illusionären Klimaschutz liefert, denn
•Die Mitteltemperatur der Nordhalbkugel liegt exakt ± 0 auf dem Mittelwert der letzten 18 Jahre
•Die Landtemperatur sogar leicht darunter
Quelle: Dr. Ryan Maue Klimatologe Cato Institute hier

Frau Dr. Scheer von der SPD hingegen sah dazu noch  eine erschreckende Zunahme von Extremwettern und behauptete:

„Unstrittig ist, dass der von den Menschen verursachte Temperaturanstieg, der Klimawandel, eine existenzielle Bedrohung für die gesamte Menschheit darstellt. Die Folgewirkungen des Ausstoßes von Treibhausgasen führen zur Häufung von immer mehr Wetterextremen und Umweltkatastrophen.“

Das war zwar komplett gelogen, und wenn schon nicht absichtlich von ihr die Unwahrheit gesagt wurde, dann hätte sie sich zuvor sehr einfach z.B. mittels googeln schlau machen können, aber das focht Frau Scheer nicht weiter an.

Video nicht mehr verfügbar

Video der Rede von Dr. Nina Scheel zur Begründung Ihrer Partei den „Klimaschutz“ als Staatsziel nicht im Grundgesetz zu verankern

Und zwangsläufig blieb sie auch den Beweis für diese kühne und allen Statistiken widersprechenden Behauptung schuldig, fühlte sich dann noch bemüßigt, dem AfD Kollegen Karsten Hilse – der es ais einziger der Redner wirklich besser wusste- entgegen zu schleudern..

– Herr Hilse, dass Sie bei so etwas grinsen, finde ich schon abartig.

Das Protokoll (hier) verzeichnet dazu Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN und die Erwiderung des so Angegriffenen Karsten Hilse [AfD]:

Ja, wenn Sie immer Wetter und Klima verwechseln, kann ich schon grinsen! – Gegenruf der Abg. Britta Haßelmann [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ja, wenn die Erde eine Scheibe ist! – Gegenruf des Abg. Karsten Hilse [AfD]: Klima ist eine statistische Zahl!)

Darauf wurde Frau Scheer noch wütender und behauptete forsch

– Ich verwechsle hier überhaupt nichts. – Der Meeresspiegelanstieg betrifft Millionen von Menschen, und Ernteausfälle führen zu Problemen für Millionen von Menschen – ganz zu schweigen von der enormen Gesundheitsbelastung, die auch mit dem Ausstoß von CO2 verbunden ist. (Hervorhebung von mir)

Nun ja! Wer nichts weiß, muss alles glauben, wusste schon die Dichterin Marie Louise Ebner Eschenbach. Denn selbst das IPCC räumt ein, dass es keine Beweise für eine Zunahme von Extremwetter gibt.

Es gibt weder eine Zunahme von Extremwettern, noch steigt der Meeresspiegel schneller als zuvor, noch, noch… das alles gibt es nur in den Computer-Kristallkugeln der Klimamodellierer

Und noch mehr Informationen zur Häufigkeit von Hurrikanes und Tornados – umganggssprachlich Extremwetter nach Scheer- finden Sie bsw. hier und hier

Und auch Informationen über den Meeresspiegel und seinen normalen, seit hunderten von Jahren völlig unerschröcklichen Verlauf finden Sie z.B. hier. Dort lesen wir u.a.:

Im Holozän war der Meeresspiegel um 2 Meter höher – heutige Änderungen gehen im Rauschen unter

Es scheint daher, dass das Frisieren von Zahlen und das Aufstellen von Behauptungen, zur Norm für Klimawissenschaftler und in Folge deren parlamentarische Jünger geworden sind, obwohl die von jedermann – also auch von vielbeschäftigten, aber in der Sache völlig unbedarften, dafür umso dreisteren Politikern durch ein paar einfache Checks widerlegt werden können.

Einigkeit unter den Parlamentariern hieß in der DDR treffend Volksfront. Nun auch im Bundestag

Dafür wurde aber von allen Rednern, mit Ausnahme der AfD versteht sich, umso euphorischer zunächst die Einigkeit – aller „demokratischen“ Parteien im Bundestag beschworen, um dann umso zielsicherer den einzig richtigen Weg – nämlich den ihrer Parteien- zu Exekution des deutschen Wohlstandes per  Hängen oder durch Köpfen zu beschreiben.

War die FDP eher für eine sanftes Hängen, dass durch maktwirtschaftliche Maßnahmen so ökonomisch wie möglich vollzogen werden sollte, so waren die Grünen und tlw. auch SPD und Linke für´s Köpfen, aber nicht sofort, sondern in einigen Jahren. Denn das schaffe „Planungssicherheit“ so Grüne und Linke.

Die CDU war da geschickter. Sie hatte zwar auch nichts gegen die Exekution des deutschen Wohlstandes, aber sah die Aufgabe dazu bereits jetzt im Grundgesetz verankert und formulierte daher treffsicher und juristisch feingesponnen- rein juristisch, warum das so sei.

Der maximal hypothetische Einfluss Deutschlands auf die fiktive Weltmitteltemperatur liegt bei 0,000.653 °C. Und interessiert keinen!

Als dann noch der AfD Abgeordnete Dr. Rainer Kraft in einer Kurzintervention darauf hinwies, dass schon die bisherigen riesigen Anstrengungen überhaupt nichts gebracht hätten, jedenfalls nichts für Klima oder gar den Klimaschutz:

Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Frau Scheer, Sie haben angesprochen, dass es nötig ist, Anstrengungen zu unternehmen, um den Folgen des Klimawandels ent- gegenzuwirken – da sind wir nicht im Dissens –, aber auch, um dem Klimawandel an sich entgegenzuwirken.
Der Klimawandel an sich ist zusammengesetzt aus zwei Komponenten, nämlich aus dem anthropogenen Anteil, über dessen Größe wir im Dissens sind, und natürlich aus
dem großen Batzen natürlicher Klimaschwankungen, die seit Hunderten von Millionen Jahren bestehen; darüber sind wir im Übrigen auch nicht im Dissens. (D)

Die Frage ist: Glauben Sie, dass die Menschheit eine Technologie, eine Terraforming-Technologie besitzt, um den natürlichen Klimawandel, den es seit Hunderten von Millionen Jahren gibt, in irgendeiner Art und Weise zu beeinflussen?

stotterte Frau Scheer dann rum, und bezichtigte den Fragesteller lauter Unwahrheiten auszusprechen, doch die einfache Frage, dazu noch in leichter Sprache gestellt, beantwortete sie nicht.

Video nicht mehr verfügbar
Das tat dann Karsten Hilse von der AfD in seiner Rede, bei der er nochmals darauf hinwies, dass – selbst wenn die Hypothese vom Einfluss des menschgemachten CO2 auf die hypothetische Welttemperatur stimmte, Deutschlands Anteil bei völliger Dekarbonisierung, wie von den anderen Parteien gefordert, nur 0,000653 °C irgendwann in ferner unbekannte Zukunft bringen würde.

Diesem Wert, von Null Erfolg praktisch nicht zu unterscheiden, wurde zwar von niemandem im Plenum widersprochen(1), aber es  interessierte auch keinen – und das ganz unabhängig von ihrer Position ob der „Klimaschutz“ nun ins Grundgesetz gehöre, oder dort schon fest verankert sei.

Denn beim Klimaschutz geht es ja darum der Welt zu zeigen, wie man die Welt rettet. Es ist ja nicht ihr Geld nicht ihr Wohlstand, der dort geopfert werden soll, sondern nur das der Bewohner dieses Landes.

Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen

Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,

Wie man schneller sägen könnte, und fuhren

Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,

Schüttelten die Köpfe beim Sägen und Sägten weiter.

– Bertolt Brecht, Exil, III

Mit Dank an Leser Stefan Steger für dieses passende Zitat.

(1) Bevor jetzt wieder die Diskussion losgeht wie denn dieser extrem geringe Wert berechnet wurde und ob er denn auf die letzte Kommastelle stimme (Dietze & Cie) sei auf den Antrag der AfD verwiesen (hier) in dem der Rechenweg angegeben ist

 




Eine Reise nach Tschernobyl in 2018

Für die Rückholung werden unzutreffende Ansichten über die Ausbreitung und Wirkung radioaktiver Stoffe vorgebracht. Dazu kommen für die heutige und künftige Sicherheit der Menschen in den umliegenden Orten gänzlich bedeutungslose juristische Spitzfindigkeiten: Bei der Einlagerung der radioaktiven Abfälle in das Bergwerk wären irgendwelche Vorschriften nicht eingehalten worden.

Aber es gibt die Strahlenschutzkommission, unser oberstes Beratungsgremium auf dem Strahlengebiet. Das ist keineswegs eine Atomlobby. Die 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden jeweils für 2 Jahre vom BMUB (Bundesministerium für Wissenschaft usw.) berufen. Diese haben einstimmig empfohlen und ausführlich begründet: Die radioaktiven Abfälle sollten unten bleiben.

Strikt gegen Kernenergie ist das Ökoinstitut Freiburg. Aber auch dort gibt es Fachleute, und Herr Michael Sailer hat bei einer Anhörung in Berlin überzeugend dargelegt: Wie die Lage nun einmal ist, sollten die Abfälle nicht wieder ans Tageslicht geholt werden.

Nicht ein Bundestagsabgeordneter hat ihn verstanden. Der Bundestag beschloss nach dieser Anhörung einstimmig: Die radioaktiven Abfälle müssen wieder raus. Wohin? Egal, jedenfalls erst einmal an die Erdoberfläche. Für jeden, der nicht politische Korrektheit, sondern die Wirklichkeit seinen Entscheidungen zugrunde legt, ist keiner dieser Abgeordneten mehr wählbar. Aber das war 2013. Heute gibt es glücklicherweise die AfD.

Auch sonst ist zu beobachten, dass die Zahl der Menschen zunimmt, welche sich für die Wirklichkeit interessieren. Immer mehr wollen sehen, wie es in Tschernobyl tatsächlich aussieht, allerdings weniger die Deutschen.

Ist es die Strahlenhölle, in der einem die Kaninchen mit zwei Köpfen entgegen hoppeln und man sich vor schweinegroßen Ratten fürchten muss?

Im Jahr 1992 brauchte man noch berufliche Beziehungen, um die Sperrzone besuchen zu dürfen. Ich hatte sie und war mit einer meiner Töchter dort. Schon damals setzte man sich keiner höheren Strahlendosis aus als im Flugzeug. Gärten sahen so aus wie man das nach 6 Jahren Vernachlässigung erwartet.

Im Jahr 2013 kam ich wieder, als normaler Tourist in einer Gruppe von 4 Leuten. Außer unserer kleinen Gruppe war noch eine etwas größere auf dem Reaktorgelände unterwegs. Wir sahen Wildpferde. Ein Kuckuck rief, das heißt, es lebten dort viele Kleinvögel. Die Bäume waren schon höher als die Bauernhäuser.

Bei den folgenden Besuchen 2014 und 2016 sahen wir stets steigende Touristenzahlen. 2017 sollen es 30.000 gewesen sein. Das wird dies Jahr (2018) sicher übertroffen. Als unsere 16-köpfige Gruppe in einem Kleinbus am Kontrollpunkt Dityatki ankam, standen da schon 11 weitere Kleinbusse und 3 große Busse. Schätzungsweise 350 Leute besuchten gleichzeitig das Sperrgebiet.

In unserer Gruppe waren Engländer, Holländer, Schweizer, ein Isländer. Mit mir reiste ein Radiologe. Nur drei Teilnehmer kamen aus fachlichem Interesse, außer uns eine englische Studentin der Psychologie. Was immer die Strahlung angerichtet hat, durch die Angst, welche dort erzeugt werden konnte, wurden mehr Leute krank. Für Psychologen ist das Unglück daher noch interessanter als für Physiker und Mediziner.

Wir waren schon viele Kilometer im Sperrgebiet herumgefahren, ohne eine erhöhte Strahlenintensität zu messen. Jedoch, nach Passieren eines weiteren Kontrollpunktes, waren es dann doch durchgehend 0,2 bis 0,5 Mikrosievert pro Stunde (µSv/h). Wenig gegenüber der kosmischen Strahlung im Flugzeug, wo wir bis zu 3,7 µSv/h gemessen haben, aber das Mehrfache der Umgebungsstrahlung im Flachland von 0,1 µSv/h.

Allerdings gibt es „hotspots“, die uns die Führerin zeigte, an denen auch die im Flugzeug ankommende kosmische Strahlung weit übertroffen wird. Wir haben an einigen Stellen bis 30 µSv/h gemessen. Das ist Weltraumniveau, so viel müssen Astronauten aushalten.

Der absolute Höhepunkt war ein kleiner Haufen Abfall in einem ehemaligen Krankenhaus mit 1.000 µSv/h, d.h. dem Zehntausendfachen der normalen Umgebungsstrahlung.

Ich habe abgeschätzt, welcher Dosis sich die Führerin aussetzt, die an jedem Arbeitstag den Touristen solche Attraktionen vorführt, natürlich immer nur kurz. Sie bekommt weniger Strahlung pro Jahr ab als eine Stewardess im Flugzeug.

In einem höher belasteten Bereich sind wir eine längere Strecke zu Fuß gelaufen. Da gesellte sich ein Hund zu uns, ein friedliches Tier, das sich streicheln ließ. Er und unsere Führerin kannten sich. Der Hund lebte an einem Kontrollpunkt und wurde „Alpha“ gerufen. Es gäbe dort zwei weitere Hunde, die man „Beta“ und „Gamma“ genannt hätte.

Gesundheitliche Probleme hatte Alpha nicht. Wie man aus – viel zu vielen – Tierversuchen weiß und aus Untersuchungen an Wildtieren im Sperrgebiet, reicht auch das Hundertfache der natürlichen Umgebungsstrahlung nicht, um biologische Wirkungen zu erzeugen. Aber sehen wir die Sache einmal vom Standpunkt der Strahlenhysteriker, d.h. vom heute noch allgemeinen Standpunkt. Kinder, die weit ab vom Sperrgebiet leben, werden nach Deutschland eingeladen, um sich hier von der Strahlung zu erholen. Abenteuerliche Behauptungen werden aufgestellt, so wären im Jahr 2013 in Gomel nur 20 % der Kinder gesund zur Welt gekommen. Aber Kinder, die man mehrmals für ein paar Wochen nach Deutschland einlädt, können gesund werden.

Wie sieht die Strahlensituation wirklich aus? Im Jahr 2009 wurde in einer der am stärksten belasteten Städte Weißrusslands, Bragin, als Höchstwert 0,6 µSv/h gemessen. Typische Höchstwerte anderswo lagen um 0,3 µSv/h. Das ist nun fast 10 Jahre her. Viel schlimmer ist es von Natur aus in anderen Ländern, und dort bleibt es auch so:

Kerala (Indien)           Mittel 0,4 µSv/h,    Maximum 4 µSv/h,

Guarapari (Brasilien) Mittel 0,6  µSv/h,   Maximum 4 µSv/h,

Ramsar (Iran)              Mittel 1,2 µSv/h,    Maximum 30 µSv/h.

 

Wann sind die armen Kinder aus diesen Gegenden dran?

Tierfreunde sollten zunächst an die erwähnten Hunde denken. Die leben immer im Sperrgebiet, laufen barfuß herum und lecken sich gelegentlich die Pfoten. Da wäre doch eine Erholung in Deutschland wichtig. Gegen ein nicht zu kleines Geldgeschenk sind die Besitzer sicherlich bereit, die Hunde für ein paar Wochen in Strahlenurlaub zu schicken.

Für die Feuerwehrleute und andere, welche bei den ersten Aktionen nach dem Unglück ums Leben kamen, wurden Denkmäler errichtet. Auf diesen steht: Sie haben ihr Leben geopfert, um unsere Welt zu retten.

Haben sie das? Natürlich nicht. Sie haben erreicht, dass nur ein kleiner Teil der radioaktiven Stoffe im Reaktor in die Umgebung freigesetzt wurde. Bei dem wichtigsten, Caesium 137, sind etwa 13 % freigesetzt worden. Hätte man nichts getan, wäre es das Mehrfache gewesen.

Nun gibt es die berechneten Strahlentoten. In einem offiziellen Bericht der weißrussischen Regierung wird das Unglück von Tschernobyl als das Schlimmste in der Geschichte der Technik bezeichnet, aber auch geschrieben: Die gesamte Sterblichkeit der Bevölkerung ist nicht angestiegen.

Da hört man von den Strahlenhysterikern anderes. Sie berechnen Tote mit Hilfe des Begriffes der Kollektivdosis. Lutz Niemann erklärt diesen Begriff passen anhand von Schnaps. Trinkt jemand 2 l Hochprozentiges in kurzer Zeit, ist er tot. 2 l sind also die tödliche Dosis. Teilen sich 100 Leute den Schnaps, jeder bekommt ein Schnäpschen von 20 ml, dann sind das zusammen wieder 2 l, eben die Kollektivdosis. Da nun 2 l tödlich sind, stirbt einer der 100 Schnapstrinker.

Nach dieser Rechnung mit Kollektivdosen haben die durch Strahlung gestorbenen Einsatzkräfte einer Unmenge von Menschen das Leben gerettet, wenn auch nicht die Welt. Legt man aber die gesicherte Erkenntnis zugrunde, dass es unter 100 mSv keine erkennbaren und unter 300 mSv keine für das Weiterleben gefährlichen Wirkungen gibt, und außerdem die Wirkung abnimmt, wenn diese Dosen über längere Zeiten verteilt sind, dann sieht die Sache anders aus.

Wer einen solchen Einsatz mitgemacht hat, verdient unsere höchste Achtung, wer ihn befohlen hat, nicht unbedingt.