GLAUBE VERSUS WIRKLICHKEIT — Maybrit Illner im Klima-TV

So viel Bimbes für so wenig Ergebnis beim »Klimaschutz«. Deutschland pustet immer mehr CO2 raus und rutscht im Klima-Schutz-Index ab, gibt aber mit am meisten Geld für Klimaschutz aus. Warum nur? Was verpufft? Wo bleibt das Geld? Wer sackt es ein? Das hätte spannend werden können. Diese Frage wurde aber nicht gestellt.

Ebenso nicht die wichtigste Frage: Wozu der Kram überhaupt? Es gibt keinerlei Beleg dafür, dass CO2 das Weltklima schädigt, gar dafür, dass das arme Menschlein das Klima zerstören oder durch CO2-Einsparung eine Erwärmung verhindern kann. Und ob es denn überhaupt Erwärmung wirklich gibt. Im Augenblick wissen die Temperaturen noch nicht, wohin sie sich entwickeln. Eher ist wahrscheinlich, dass eine neue Eiszeit droht.In der TV-Gespensterjagd Drama pur: »Stürme, Dürren und Sintfluten lassen die Welt spüren: Wir sind mitten im Klimawandel. Doch die UN-Klimakonferenz in Kattowitz zeigt: Politik und Wirtschaft haben immer noch mehr Angst vor den Kosten des Klimaschutzes als vor den absehbaren Folgen für Planet und Mensch.«

Video nicht mehr verfügbar

Videozusammenschnitt der Sendung Maybrit Illner vom 13.12.18. Mit Dank an FMD’s TV-Channel

Maybrit Illner fragte: »Vorbild oder Versager? Hat Deutschland den Ernst der Lage schon verstanden? Wenn ja, tun wir das richtige? Können wir dem heißen Planeten einfach weiter die kalte Schulter zeigen?«

Es nahmen teil:

  • Peter Altmaier, CDU, gerade Bundeswirtschaftsminister, davor Kanzleramtsminister und Bundesumweltminister
  • Annalena Baerbock von Bündnis 90/Die Grünen. Zusammen mit Robert Habeck seit Januar 2018 Parteivorsitzende
  • Christian Lindner, seit 2013 »die« FDP und ihr Parteivorsitzender
  • Matthias Dürbaum, Betriebsratsvorsitzender Tagebau Hambach und Vorsitzender des Betriebsrats der RWE Power AG (Standort Tagebau Hambach), Mitglied der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie, SPD-Mitglied
  • Stefan Rahmstorf, Klimaforscher, gehört zu den Leitautoren des 2007 veröffentlichten Vierten Sachstandsberichtes des Weltklimarates (IPCC) und gilt als einer der weltweit bedeutendsten Ozeanographen. Er ist seit 1996 am Potsdam-Institut für Klima-folgenforschung (PIK).
  • Philipp Schröder, Experte für erneuerbare Energien und ehemaliger Vertriebschef Deutschland von Tesla.
Klimaschutz? Nennt es bitte nicht Wissenschaft!

Philipp Schröder wird als junger Unternehmer vorgestellt, der allen alternative Energien ans Herz legen will. Ein gutes Vorbild, muss man feststellen. Seine frühere Firma Tesla verbrennt bisher nur Geld in rauen Mengen. Das wenige, was reinkommt, stammt aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten, also von Autoherstellern, die normale Verbrennerautos produzieren. Die finanzieren mit ihren Ablassabgaben Tesla mit. Kein Wunder, dass Schröder in erneuerbaren Energien riesige wirtschaftliche Möglichkeiten sieht. Die sind allerdings nur dann sinnvoll, solange hohe Subventionen fließen. Die wiederum fließen nur, wenn kräftig auf das Katastrophenhorn gedrückt wird. Besser kann man die Verrücktheiten der vielen Wenden nicht illustrieren.Schröder fällt mit dem Satz auf: »Solarenergie ist die günstigste Stromquelle weltweit.« Das ist sie nicht. Die Leistung der Sonne ist zu gering. Pro Quadratmeter lassen sich hier in Deutschland auf das Jahr gemittelt etwa 10 Watt pro Quadratmeter errechnen. Mehr geht nicht. Das ist auch gut so, weil wir uns sonst nicht beispielsweise auf einer Wiese aufhalten könnten, ohne Verbrennungsschäden auf der Haut davonzutragen.

Das bedeutet: Es sind riesige Flächen und Anlagen notwendig, um diese Energie zu nutzen. Die wiederum kosten Geld. Es ist das Märchen von der Sonne, die angeblich keine Rechnung stellt. Nachts und in den langen herbstlichen Nebelperioden ist die Ausbeute denkbar gering. Sonne und Wind liefern nicht. Dennoch soll der Strom vorhanden sein und von irgendwoher kommen. Speicher in den notwendigen Größenordnungen gibt es nicht und sind auch nicht in Sicht. Ein Widerspruch. Solange der nicht geklärt ist, kann man nicht über Energiewende seriös reden.

Altmaier wies auf Trump als dämonischen Gegenpol hin: »Die Vereinigten Staaten sind vorn, wenn es um die Reduzierung der CO2 Werte geht. Ursache: Das verpönte Fracking, mehr Gas wird verwendet, und die Kernenergie wird verstärkt genutzt.« Daher die gute CO2-Bilanz Amerikas, so lobte Altmaier. Deutschland sei zwar der Musterknabe, aber, so Altmaier realistisch fortfahrend: »Wir erreichen unsere Klimaschutzziele nicht.« Seine Erkenntnis: Das hängt mit Planwirtschaft zusammen.

Da wirft Lindner ein: »Es ist nirgendwo auf der Welt so teuer, eine Tonne CO2 einzusparen wie bei uns.« Die Chance nutzt er nicht zu fragen, ob im »Klimaschutz« generell alles im Lot ist. Seine Erkenntnis: »Wir haben die höchsten CO2-Vermeidungskosten weltweit. Das hängt mit der falschen Politik zusammen, die eher planwirtschaftlich ist, die auf Subventionen setzt.«

Ohne Subventionen allerdings würde ein Projekt wie die Energiewende niemals funktionieren. Da hätte er nachhaken sollen. Stattdessen führt er auf ein weiteres Abstellgleis: »Wir setzen darauf, neue Windräder zu bauen, und erkennen nicht, dass der finanziell günstigste Hebel für die CO2-Einsparung gegenwärtig der Wärmemarkt, also die Sanierung von alten Heizungen wäre.« Niemand in der Runde kontert ihm mit einem Mövenpick 2.0, einer großartigen Unterstützungsaktion für Kesselbauer und Heizungsmonteure.Mit Altmaier spielt Lindner einig Weltpolitik: »China, Indien – das sind die großen CO2-Emittenten, wo hunderte von Kohlekraftwerken gebaut werden. Da kommt eine Verantwortung auf uns zu.« Nur: Dort interessieren westliche Befindlichkeiten niemanden. Dort wollen die Bürger das zur Verfügung haben, wonach sich Menschen in allen Zeiten und in allen Regionen gesehnt haben: Günstige, bezahlbare Energie jederzeit zur Verfügung, nicht nur dann, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Dagegen hatten früher die Windmüller genug zu kämpfen und sind nicht ohne Grund auf den elektrischen Antrieb umgestiegen, sobald der zur Verfügung stand.

Hierzulande propagieren jetzt Grüne die Wende zurück. Weg mit dem technischen System der Energieversorgung, das kluge Wissenschaftler und Ingenieure mit viel Versuch und Irrtum in hundert Jahren entwickelt haben, das billig und zuverlässig Energie lieferte. Freiwillig, ohne Not, wird es auf dem Altar einer Ideologie geopfert.
Einer der Verantwortlichen sitzt am Tisch.

Stefan Rahmstorf vom Klimafolgenforschungsinstitut in Potsdam. Der ruft aus seiner warmen Studierstube in Potsdam: »Je schneller aus der Kohle raus, desto besser.« Der Ablassprediger droht mit der Hölle, nicht so drastisch zwar wie in früheren Jahrhunderten: »Schmoren werdet ihr in der Gluthölle!« Aber dennoch drängend: »Wir haben keine Zeit mehr!« Warum Trump »Klimaleugner« ist, erklärt Rahmstorf vorbildlich primitiv: »Trump schaut immer Fox-News.« Also Fake-News.

Seine Antwort auf die Frage aus der Runde, warum denn in Deutschland die Energiewende nicht funktioniert: »Weil die Kohlekraftwerke noch nicht abgeschaltet sind.« Deutschland exportiere doch so viel Strom. Warum fragt Illner hier den Professor nicht, dass dieser Strom nur zu bestimmten Zeiten exportiert wird, häufig dann, wenn ihn hier niemand brauchen kannl und »wir« kräftig Millionen draufpacken müssen, damit ihn überhaupt jemand abnimmt? Diesen Wahnwitz bezahlt der deutsche Stromkunde mit seinen Wucherpreisen für Strom. Noch stillschweigend und duldsam.Dann Auftritt der Klimadramaqueen Annalena Baerbock. Sie träumt vom Umbau, »vom Leitplanken setzen«, mal eben ein mit viel Versuch und Irrtum über hundert Jahre gewachsenes Energieversorgungssystem wegwischen und ein neues hinstellen. Jedem gestandenen Fachmann müssen angesichts solch großen Unsinns die Augen tränen. Baut doch mal eben das Stromversorgungsnetz um! Deutschland brauche, so wurde in der Sendung gesagt, 6.000 Kilometer Kabel für die unterirdische Leitung von Nordseestrom. Die weltweiten Fertigungskapazitäten für diese teueren Spezialkabel liegen bei 2.000 km: pro Jahr. Und was ist mit den Bau-Genehmigungen und dem Bau? 20 Jahre? Oder 30? Baerbock hat keinen Plan – wie die Grünen insgesamt, aber einen festen Glauben.

Ihr gegenüber sitzt Matthias Dürbaum. Er ist Betriebsratsvorsitzender des Tagebaus Hambach und vertritt die vielen, die die Kohle abbauen und in die Kraftwerke fördern. Das Mitglied der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie, fragt ganz klar: Wo bleiben wir, die hier die Kohle auch im übertragenen Sinne erwirtschaften? Er wird gegenüber Annalena in einer kurzen Brandrede sehr deutlich: »Das Vertrauen in den Revieren in die politisch Verantwortlichen ist verspielt! Da spielt auch Ihre Partei eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben 2016 unter rot-grün in der Landesregierung noch entschieden, wir machen eine Leitentscheidung. Damals ist gesagt worden, die Tagebaue Hambach und Inden bleiben unberührt. Zwei Jahre später weiß man von nichts mehr. Jetzt kommen Sie zu mir und sagen: Wir machen einen Plan, der mehrere Jahre hält. Da muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen, wir müssen uns erst einmal wieder auf einer Vertrauensbasis treffen, bevor ich Ihnen glauben kann.«Den Klimawandel will er nicht kleinreden, das traut er sich denn doch nicht. »Die Frage ist nur, wie wir uns in Deutschland in der Energiewendefrage aufstellen. Wir müssen schauen, dass die Energiewende nicht zu Lasten der Beschäftigten geht.« Vielleicht könnte er sich mit Betriebsräten in der Autoindustrie unterhalten, wie düster die ihre Zukunft angesichts der vielen drohenden Wenden sieht. Das ist genau der Witz. Eine »Energiewende« geht per se zu Lasten der Beschäftigten in der Kohleindustrie. Kraftwerke werden angeblich nicht mehr gebraucht, also auch keine Kohle, keine Beschäftigten.

Eine Antwort hat Baerbock nicht: »Wir müssen gemeinsam eine Lösung … schwall, schwall schwall, wirft das Wort »Prozesswärme« ein, will, daß die »Politik steuert«, nicht etwa ein Markt, sondern sie, die Grünen. Die wissen nämlich, was notwendig ist, und wie es geht. Sie kommt gerade vom Weltklimagipfel aus Kattowitz: »Wenn man die Auswirkungen der Klimakrise nicht selbst spürt, bisher war es ja so, dass die weltweite, an anderen Orten zu spüren war mit furchtbaren Wirbelstürmen, kennen wir ja alle die Bilder gerade aus Bangladesch und aus anderen Regionen, wir erleben das an allen Orten Deutschlands, Jahrhunderthochwasser, die alle zehn Jahre kommen …«

Da schaut sogar Lindner etwas mitleidig drein. Jeder mittelalterliche Ablassprediger würde neidisch werden, sähe er, was heute alles durchgeht. Gleichgültig sind Argumentationslinien, Belege für Behauptungen überflüssig, technische Kenntnisse unnötig. Baerbock: »Wenn im Sommer die Bauern nicht mehr ernten können. Im Sommer Felder geglüht, Menschen konnten nachts nicht mehr schlafen.« Zentrale Flüsse führten Niedrigwasser, BASF müsse seine Produktion runterfahren, weil die Schiffe das Werk nicht mehr erreichen können. Sie sah darin deutlich die Zeichen an der Wand: »Wir brauchen politische Regelungen.«»Die Schäden werden immer teurer, wenn wir das nicht tun«, redet sie Rahmstorf nach. Sie gibt sich davon überzeugt: »Das ist die Aufgabe unserer Zeit, unserer Generation ist es, diese Klimakrise in den Griff zu bekommen.« Sie selbst bekommen nichts in den Griff, träumen von politischen Regelungen, damit »wir diese Transformation im Energiebereich, Verkehrsbereich jetzt endlich angehen können und das Geld in die richtige Richtung lenken können.« Dazu passend wird in dieses Plaudergewirr wieder auf das Pariser Abkommen verwiesen. Dort verabredeten Abgesandte mal eben, weltweit bis 2030 die CO2-Emissionen zu halbieren und sie spätestens bis 2050 auf null zu stellen.

»Das Pariser Klimaabkommen bedeutet, in allen Bereichen CO2 neutral zu werden und zwar an jedem Winkel der Erde«, phantasiert Baerbock von einer totalitären Weltperspektive. »Klimaziele setzen und einhalten« – die Hohlfloskel unserer Zeit. Die Frage ist, wer hat den Mut und zerlegt öffentlich den Unsinn des Pariser Klima-Abkommens.

Der Beitrag erschien zuerst bei TICHYS Einblick hier




Ex-Klimaberater von Frau Merkel Prof. Schellnhuber (PIK) kann Bezugstemperatur der Pariser Klimaübereinkunft nicht beziffern.

Anlässlich einer Diskussionsrunde wurde vom umweltpolitischen Sprecher der AfD Fraktion im Deutschen Bundestag Karsten Hilse die naheliegende Frage gestellt, wie hoch denn die genaue Bezugstemperatur in „vorindustrieller“ Zeit gewesen sei, von der man auf ein bis zwei Stellen hinter dem Komma den noch zulässigen Anstieg berechnen könne.

Doch auch diese Runde, immerhin mit einer von ihrem PIK Freund Levermann promovierten Philosophin und drei bekannten Klimawissenschaftlern, nämlich Frau Friederike Otto, Herrn Mark Lawrence, Herrn Schellnhuber und  Herrn Pörtner besetzt, die am Rande der Klimakonferenz in Kattowitz stattfand, erbrachte keine Klärung.

Hilse schreibt dazu in einer Presserklärung:

Meine ganz konkret gestellte Frage wollte keiner der Anwesenden beantworten. Auch auf meine Nachfrage, dass die geforderten, noch zulässigen Steigerungen, bis auf zwei Stellen nach dem Komma ja wohl bekannt seien, diese aber von einem bekannten Temperaturwert aus gerechnet worden sein müssen, wollte mir niemand eine konkrete Antwort geben. Herr Lawrence war der Einzige, der die Frage ernst nahm und nach der Diskussion wenigstens den Versuch unternahm, sie zu beantworten. Einen Wert konnte er jedoch auch nicht nennen.

Und dies, obwohl die noch erlaubte Änderung ohne Kenntnis der Bezugstemperatur, sowohl logisch, als auch physikalisch, sogar auf 1 oder 2 Stellen hinter dem Komma völlig sinnlos ist.

Herr Schellnhuber ließ sogar seinen Kollegen Anders Levermann beim PIK, der in einem öffentlichen Fachgespräch am 28.11.18 im Bundestag als Temperaturausgangswert 15 Grad Celsius nannte, dumm aussehen, als er sagte: „Herr Levermann ist Physiker. Die können zwar Formeln rechnen, sich aber keine Zahlen merken“.

Danke Herr Schellnhuber für die Aufklärung, was manche Physiker können oder nicht können. Doch die Nennung des Temperaturausgangswertes wäre mir lieber gewesen, schließlich soll deswegen Deutschland nach dem Vorbild des berüchtigten Morgenthau-Planes „transformiert“ werden. Siehe Klimaschutzplan 2050!

Da das Internet nichts vergisst, sollte Herr Hilse wissen: Prof. Schellnhuber, als Physiker, kann das auch nicht. Denn er bezifferte die Temperatur der letzten 10 Jahre vor 2009 mit 15,3 °C. Die WMO 7 Jahre später, das Jahr 2016- hottest year ever- mit 14,8 °C.

Was stimmt denn nun?

Und wenn die eine Zahl nicht stimmen sollte, warum soll dann die andere stimmen?

Video mit Aussagen der „Experten“ zur absoluten globalen Mitteltemperatur, die alle ganz verschieden sind, aber die Welt glauben machen, sie wüssten wovon sie reden. Damit soll dann die ganze Welt „transformiert“ werden, mit Deutschland als „Vorreiter“ Mit Dank an R. Hoffmann dessen schlimmes Schicksal als Solarkritiker und ersten und einzigem Klimaflüchtling weltweit, am kommenden Sonntag um Schweizer Fernsehen SRF1, 16.12.2018, 21Uhr40. „DIE GEHEIMAKTE HOFFMANN“ zu sehen sein wird und weitere Infos

MoMa Wetterfrosch Benjamin Stöwe verkündet im ZDF MoMA die höchste Ø Temperatur (2016) seit Ende des 19. Jhh. mit 14,8 °C




Stefan Rahmstorf eiskalt beim Manipulieren von Temperaturgrafen erwischt

Rahmstorf-Manipulation

Vor drei Tagen hat der Klimafolgenforscher Stefan Rahmstorf in seinem Blog KlimaLounge einen Artikel zur Anhörung des jüdischen Klimawissenschaftlers Nir Shaviv im deutschen Bundestag zur Klimakonferenz in Katowice veröffentlicht. Dort beschreibt er Shaviv als einen von der fossilen Lobby und AfD hofierten „Klimaskeptiker“, der hanebüchende Theorien veröffentlicht. Die Linken warfen Shaviv während der Anhörung gar vor, dass er offensichtlich dafür bezahlt würde klimaleugnerische Grafen zu veröffentlichen. Stefan Rahmstorf geht sogar noch weiter, er behauptet, „es geht hier um gezielte Irreführung des Laienpublikums“. Wer wen in die Irre führt, dem möchte ich hier nachgehen.

Der Konflikt zwischen den jüdischen Klimawissenschaftler Nir Shaviv und Stefan Rahmstorf geht auf das Jahr 2003 zurück.

2003 schrieb Stefan Rahmstorf folgende Mail an seine Kollegen:

“I feel another recent paper may require a similar scientific response, the one by Shaviv & Veizer (attached). …This paper got big media coverage here in Germany and I guess it is set to become a climate skeptics classic: …”

“Ich glaube, dass eine andere Veröffentlichung eine ähnliche wissenschaftliche Antwort erfordert, die von Shaviv & Veizer. Diese Veröffentlichung macht in Deutschland die große Runde und könnte ein Klassiker für Klimaskeptiker werden…”

Seither ist Shaviv bei Stefan Rahmstorf in Ungnade gefallen.

Aber kommen wir auf die wissenschaftlichen Fakten zurück.

Im Kommentarbereich zum Artikel von Herrn Rahmstorf kritisierten einige Kommentatoren, die daraufhin gleich von Mitkommentatoren im rechten Spektrum verordnet werden, dass die Temperaturkurve der NASA in Abbildung 5 im Jahr 2016 abgeschnitten sei. Genau dort, wo der letzte El-Nino die Globaltemperatur in die Höhe getrieben hat. Die Kritik weist Herr Rahmstorf vehement zurück.

Im Artikel verweist Herr Rahmstorf auf einen Link wie man sich ein Wiget entsprechend der Abbildung 5 selbst erstellen kann.

HIER DER LINK.

Dort ist das Jahr 2017 mit enthalten und der Graf nicht ab 2016 abgeschnitten. Zwischen 2016 und 2017 ist die Globaltemperatur um 0,1°C gefallen. Und 2018 um weitere 0,1°C. Im Jahr 2016 lagen wir bei 1°C Temperaturanomalie gemäß NASA (ein neuer Rekord!), heute im Jahr 2018 nur noch bei 0,8°C. Das wollte Herr Rahmstorf durch geschicktes Abschneiden ab 2016 offensichtlich verheimlichen. Vermutlich in der Hoffnung, sein Laienpublikum wird es nicht bemerken?

Herr Rahmstorf zeigte zunächst folgende Abbildung 5 im Artikel, die im Jahr 2016 abgeschnitten wurde.

Als der „Schwindel“ aufflog veränderte er schnell Abbildung 5, ohne weitere Kommentierung und nahm das Jahr 2017 mit auf. Jetzt sieht die Abbildung so aus:

Es fehlt weiterhin das Jahr 2018, welches aktuell, kurz vor Jahresende nur noch bei 0,8°C liegt, also nochmal um 0,1°C niedriger als 2017.

Mit der Grafik versucht er zudem den Eindruck zu erwecken, dass zwischen CO2-Anstieg und Temperaturanstieg eine enge Beziehung bestehen würde. Schaut man sich den Korrelationskoeffizieten an, also ob eine lineare Beziehung zwischen CO2- und Temperatur-Anstieg besteht, so erkennt man gleich, dass zwischen 1880-1970/80 CO2 und Temperatur nur eine mäßige Korrelation besteht. Sie betragt rund 0,6. Null bedeutet keine Korrelation, 1 eine perfekte Korrelation. Erst zwischen 1980-heute wächst die Korrelation auf rund 0,9 an. Somit kann man sagen, dass eigentlich erst seit 1980 eine gute Korrelation besteht.

Dabei zu berücksichtigen ist, dass beim Temperaturanstieg auch noch andere Klimafaktoren mit einspielen und nicht nur das CO2 alleine. Hinzu kommt, dass in der näheren Vergangenheit (rund letzten 1. Mio. Jahre) wie durch Eiskerne in der Antarktis und Arktis gut belegt ist, immer erst die Temperatur angestiegen ist und dann das CO2. Es kann also gut sein, dass auch heute der Temperaturanstieg dem CO2-Anstieg vorausgeht und der CO2-Anstieg teils temperaturbedingt ist, z.B. da weniger CO2 in warmen Meeren gebunden werden kann. (Die Hälfte des CO2 verbleibt in der Luft, die andere Hälfte geht in den Ozean). All das erwähnt Herr Rahmstorf in seinem Artikel natürlich nicht, in dem Glauben es würde keiner merken. Oder anders gesagt, es geht hier um gezielte Irreführung des Laienpublikums“. Allerdings nicht durch Herrn Shaviv.

Entsprechend fallen auch die Kommentare aus. Den Anhängern von Herrn Rahmstorf ist es offenbar egal, ob Herr Rahmstorf sich gerade der Methoden bedient, die er anderen vorwirft. Es geht um gezielte Diskreditierung von Meinungsgegnern und nicht um eine Debatte auf der Sachebene mit den Meinungsgegnern. Die Klimaschützer halten sich wissenschaftlich und politisch legitimiert ihre Politik den Meinungsgegner aufzuzwingen, notfalls auch unter Anwendung von Diskreditierung und Gewalt. Da wird auch schon mal ein jüdischer Wissenschaftler in der „Rechten Ecke“ verordnet und Meinungsgegner im Kommentarbereich bei der AfD. Das große gemeinsame Ziel legitimiert die Mittel.

Im Folgenden möchte ich kurz noch auf weitere „Irreführungen“ im Artikel von Herrn Rahmstorf eingehen.

Herr Rahmstorf schreibt:

Vor 30 Jahren, 1988, erklärte berühmterweise der amerikanische Klimaforscher James Hansen im US-Senat, die lange vorhergesagte Erwärmung sei jetzt da und in den Daten erkennbar.

Und lag mit seinen Szenarien von 1988 völlig falsch, wie wir heute wissen. Siehe folgende Abbildung:

Hansen1988vs2017c

Weiter verteidigt Stefan Rahmstorf die Hockeyschlägerkurve von seinen Freund Michael Mann aus dem Jahre 1998/99. Neuere Rekonstruktionen würden immer noch das selbe Ergebnis zeigen. Dazu anzumerken ist, der Hockeystick von Mann 1998/99 wurde 1980 abgeschnitten, da die Proxydaten am Ende der Zeitreihe keinen Anstieg zeigten. Sein Kollege Briffa hat gar 1960 abgeschnitten. Angehängt wurden daran Wetterdaten/ Temperaturen von Wetterstationen, die viel größere Ausschläge zeigen als die Proxydaten, die gemittelt werden. Hier die Briffa-Version einmal mit Proxydaten bis in die Gegenwart und in der Überblendung ab 1960 abgeschnitten und durch Daten von Wetterstationen ersetzt.

briffa

Bei den von Herrn Rahmstorf angesprochenen, neueren „Rekonstruktionen“ wurde das ebenso gemacht. Darauf angesprochen meint Herr Rahmstorf, „das sind altbekannte “talking points” der “Klimaskeptiker”, und nahezu alles ist falsch oder irreführend …“. Gewiss doch Herr Rahmstorf.

Der Beitrag erschien zuerst bei Science Sceptical hier




Die Klimakonferenz in Kattowitz – Klimaspektakel zum Geldumverteilen! Wobei die Geber nicht gefragt werden, ob sie das wollen.

Dieser Begriff bezeichnet die jährlich stattfindenden Großkonferenzen zum politischen Handling der Theorie des menschlich verursachten Klimawandels. Analoge Bezeichnungen sind „(Welt-)Klimagipfel“ oder „Vertragsstaatenkonferenz“. Es gibt kein vergleichbares Format einer internationalen politischen oder wirtschaftlichen Veranstaltung, das auf der Grundlage von Computersimulationen Einflussnahme anstrebt und gigantische Summen an Geld wird umverteilen können. „Klimapolitik verteilt das Weltvermögen neu“, sagte Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung schon vor Jahren.

Aus der Ursprungsveranstaltung, dem Umweltgipfel in Rio 1992, folgte ab 1995 als wiederkehrende Großveranstaltung zunächst in Berlin die mit „COP 1“ bezeichnete Klimakonferenz („Conference of the Parties“, Konferenz der Teilnehmerstaaten). Sauber durchnummeriert findet nun in Kattowitz Teil 24 statt.

Parallel etablierte sich seit 2005 ein mit „CMP“ bezeichnetes Tagungsformat („Meeting oft he Parties to the 1997 Kyoto Protocol“), das die Unterzeichnerstaaten des Kyoto-Protokolls begründeten und das nun gemeinsam mit COP erfolgt.

Könnte man die Wichtigkeit und Beliebtheit von Konferenzen an Teilnehmerzahlen festmachen, wären COP und CMP konkurrenzlos in Führung. Bei den Teilnehmern handelt es sich nur zum Teil um aus einem demokratischen Prozess hervorgegangene Delegierte, sondern eher um Gesandte herrschender Potentaten, handverlesene Wissenschaftler und Vertreter von NGO`s, von denen vermutlich alle kommen dürfen, die der Lehre des AGW („anthropogenic climate change“ – menschengemachten Klimawandels) folgen und sich laut genug öffentlich äußern.

Alle machen mit

Versammelten sich in Rio 1992 etwa 15.000 Menschen, zog kurzfristig eine gewisse Bescheidenheit in Form nur vierstelliger Zahlen Beteiligter ein (Berlin 1999 bis Nairobi 2006). Schon in Kopenhagen 2009 versammelten sich 16.500 Leute, was das Scheitern dieser Konferenz begünstigt haben dürfte. Die Versammlungsleitung wird mit einem solch babylonischen Gewimmel zum Kunststück.

In Bonn 2017 kamen 25.000 Menschen zusammen. Deutschland sprang als Veranstalter für Fidschi ein, das nicht die Möglichkeiten zur Ausrichtung einer solchen Megaveranstaltung zu bieten hatte. Die Kosten dafür blieben, logisch, auch in Deutschland. Fidschi hatte die exklusive Möglichkeit, Schuldzuweisungen an die Industriestaaten auszusprechen und Geld zu fordern. Dass die Höhenlage der pazifischen Inseln eher von der Plattentektonik unter ihnen abhängig ist, als von lokal verschieden sich entwickelnden Meeresspiegelhöhen, ist unter Klimapolitikern auf der Suche nach schuldigen Menschen kein Thema.

Die Kosten für das Veranstalterland sind enorm. 2017 in Bonn waren 117 Millionen Euro fällig. Brasilien als vorgesehener Ausrichter 2019 hat inzwischen dankend abgelehnt.

In Kattowitz drängeln sich über 20.000 Teilnehmer, darunter 406 aus Guinea und 273 aus dem Kongo. Ob die Vollpension und das Tagegeld der UN eventuelle missbräuchliche Anwesenheit fördern, wurde noch nicht untersucht. Der ökologische Fußabdruck ihrer Anreise und ihres immerhin zwölftägigen Aufenthalts ist offenbar noch nicht berechnet worden, steht aber im Gegensatz zu allen Appellen für Verhaltensänderungen an die Bevölkerungen. Sind Megakonferenzen mit Vor-Ort-Präsenz im digitalen Zeitalter noch zeitgemäß? Nutznießer der Großkonferenzen sind die Teilnehmer, die zum Teil oder gänzlich von Klimapolitik leben und deren Existenzgrundlage entfiele, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse die Theorie vom AGW entschärfen würden.

Der Empfang mit einer Bergmannskapelle und die Eröffnungsrede von Präsident Duda dürfte bei einigen besonders progressiven Teilnehmern für Verunsicherung gesorgt haben. Ein Präsident verteidigt die Energiestrategie seines Landes mit dem Hinweis auf Wirtschaft und Wohlstand, anstelle in Selbstbezichtigung und Schuldzuweisungen zu verfallen. „Kohle ist unser größter Schatz“ und er wolle es nicht zulassen, dass „irgendjemand den polnischen Bergbau ermordet“, so Duda weiter in seiner Rede. Verschreckt fielen zahlreiche Delegierte und wohl auch Journalisten auf den Boden der Realitäten eines Ausrichterlandes. Im Gegensatz dazu wird die deutsche Umweltministerin visionär sein, wenn sie, wie vorgesehen, über ein deutsches Klimaschutzgesetz spricht, dass es noch gar nicht gibt. Vielleicht formuliert sie mit dem Blick auf Gelbe Westen nochmal um.

Der Erfolg der Konferenzarbeiten ist schwierig zu bewerten. Nach einer Stagnation der weltweiten CO2-Emissionen 2014-2016, die wohl einer chinesischen Wachstumsdelle geschuldet war, bringen 2017 und 2018 Anstiege von 1,6 und vermutlich 2,7 Prozent mit sich. Wie hoch der Anstieg ohne Klimakonferenzen gewesen wäre, ist natürlich nicht zu ermitteln. Ob eine Konferenz wie in Kopenhagen 2009 scheitert oder wie in Paris 2015 als Erfolg gefeiert wird, ist bei Betrachtung des Trends unwesentlich. Entscheidend sind die Wirtschaftsdaten der großen Staaten und, von Klimapolitikern ignoriert, das Wachstum der Weltbevölkerung.

Herr Ober, die Rechnung bitte!

Da die Anstrengungen Deutschlands nicht zu den erwarteten CO2-Einsparungen führten, mithin der selbstverliehene Titel des „Vorreiters“ nicht mehr zu halten ist, nimmt unser Land nun die Rolle des Vorreiters bei der „Klimafinanzierung“ ein. Ohne erkennbaren äußeren Druck werfen Umweltministerin Schulze und Entwicklungsminister Müller zum Start der Kattowitzer Konferenz schon mal 1,5 Milliarden Euro deutsches Steuergeld in den Ring. Selbstverfehlte Emissionsziele führen zu schlechtem Gewissen, das man mit erhöhtem Einsatz am globalen Ablasshandel beruhigt. Der „Green Climate Fund“ verfügt zurzeit über rund 7,3 Milliarden Dollar und fördert bereits 93 Projekte, für weitere fehlt ab Mitte 2019 das Geld. Bei der „Wiederauffüllung“ des Fonds ist Deutschland diesmal wirklich Vorreiter, weil Erster bei einer konkreten Zusage. Die Weltbank will bis 2025 mit 200 Milliarden Dollar (!) helfen, aber wohl kein Geld verschenken, sondern verleihen.

Die Vermutung, das Geld käme nur für Projekte in den bedürftigsten Ländern zum Einsatz, trifft allerdings nicht zu. In der vergangenen Sitzung des Verwaltungsrates des Klimafonds ging es auch um einen Antrag aus Bahrein, dem Emirat, das auf der Liste der reichsten Länder auf Platz 15 rangiert und ein Pro-Kopf-Einkommen von 43.000 Dollar aufweist. Verlangt wurde Förderung für ein Projekt zur Sicherung der Wasserversorgung. Letzten Endes wurden nur 20 Prozent der Antragssumme bewilligt, schlappe zwei Millionen Dollar, mitfinanziert aus Deutschland (36.000 Dollar pro Kopf). So zieht ein reiches Emirat Geld aus dem Klimafonds und denkt nicht daran, aus seinem Geschäftsmodell Ölförderung auszusteigen. China bekommt Geld, obwohl es als Hochtechnologieland, Raumfahrtnation und ausgestattet mit den höchsten Devisenreserven der Welt, erst ab 2030 seine Emissionen senken will. Auch Venezuela fordert Geld. Das ehemals vermögende Land, das seine Erdölindustrie in staatsplanerischer Manier vor die Wand fuhr, ruft nun unter dem Vorwand des Klimaschutzes nach Geld zum Überleben. Die Bundesregierung, die mit zwei Personen im Verwaltungsrat vertreten ist, will künftig „besser aufpassen“.

Klimapolitik ist harte Interessenpolitik, nur in Deutschland eine hochmoralische Kategorie. Nach Beschluss der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 sollen ab 2020  über den Green Climate Fund jährlich 100 Milliarden Dollar umverteilt werden, mit steigender Tendenz. Da sich Trump als Egoist aus dem Kreis der Geberländer verabschiedete, müssen andere mehr zahlen. Immerhin kamen vom Yankee drei Milliarden Dollar, bei einem Gesamtvolumen von 9,3 Milliarden in 2014. Künftig müssen das die anderen Geberländer ausgleichen, wobei für Deutschland ursprünglich etwa 10 Prozent, also 10 Milliarden Dollar vorgesehen waren. Das wird künftig nicht mehr reichen. Nach dem Rückzug der USA und dem Brexit, nach dem der Beitrag des Königreichs ungewiss sein dürfte, zahlen nur noch Japan, Kanada und Australien sowie eine kleine Anzahl Länder mit geringen Beträgen ein. Die Türkei, sonst bedacht darauf, am Tisch der Industrieländer zu sitzen, forderte schon in Paris ihren Platz unter den Nehmerländern ein.

Wahrscheinliche Genauigkeit

Ziel aller Bemühungen ist eine Begrenzung der globalen Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Gegriffen wird dabei willkürlich der Zeitpunkt vor 150 Jahren. Wie die globale Temperatur damals gemessen wurde, ist fragwürdig. Für die Feststellung von Temperaturdifferenzen könnte man nur die gleichen Messstellen heranziehen. Auf eine Hörerfrage, welche Temperatur die Grundlage des 1,5-Grad-Ziels sei, antwortete der Deutschlandfunk nach einem Beitrag zu diesem Thema einem Hörer wie folgt:

„Eine exakte Angabe für die absolute globale Mitteltemperatur gibt es nicht. Klimaforscher arbeiten hier mit einer Temperaturspanne als bester Schätzung, deren Validierung/Eingrenzung auch immer noch Gegenstand der Forschung ist. Das ist auch nachvollziehbar, da es damals noch kein so dichtes Messnetz und keine so umfassenden Temperaturaufzeichnungen gab.“ (Anmerkung der Redaktion Man sehe die ebenso merkwürdigen Aussagen von PIK Professor Anders Levermann und Kommentare dazu hier)

Auf der Grundlage so ermittelter Temperaturdifferenzen sollen nun einschneidende weltpolitische Maßnahmen folgen, bis hin zur Schellnhuberschen „Großen Transformation“. Politische Wissenschaftler „errechnen“ auf Basis wahrscheinlichkeitsbehafteter Schätzungen CO2-Budgets, die die Menschheit vermeintlich noch emittieren darf. Zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels seien noch 420 Gigatonnen „erlaubt“, zur Erreichung des 2-Grad-Ziels noch 1.070 Gigatonnen. Das reicht für neun beziehungsweise 24 Jahre, es gibt dazu auch abweichende Angaben.

Da absehbar der Reduktionspfad durch globales Abschalten, Zu-Fuß-Gehen und Salatessen nicht erreichbar scheint, kommen verstärkt nach dem Prinzip Hoffnung negative Emissionen ins Spiel, die man erreicht, wenn man der Atmosphäre CO2wieder entzieht. Zwar ist vollkommen unklar, welche Technologie in welcher Größenordnung zu welchen Kosten zur Verfügung stehen wird, aber hier folgt man offenbar dem deutschen System, erst mal Ziele nach dem Prinzip Hoffnung zu formulieren.

Unterdessen schrieb das IPCC in einem Sonderbericht, das 1,5-Grad-Ziel sei noch erreichbar, wenn die Weltwirtschaft „schnell und weitgehend“ klimafreundlich umgebaut würde. Das interpretierten deutsche Qualitätsmedien als weiteren Aufruf zu schnelleren Abschaltungen böser Kohlekraftwerke. In üblicher selektiver Berichterstattung erwähnten sie einen wichtigen Aspekt des Sonderberichts nicht. Das IPCC geht für diesen Prognosepfad von einem erheblichen Ausbau der globalen Kernkraftkapazitäten aus.

Seit Jahren trommeln Medien, es sei für die Erderwärmung „fünf vor zwölf“. BILD erklärte seinerzeit das Jahr 2013 als „Kippjahr“, nach dem wir nicht mehr zu retten seien. Im Sonderbericht des IPCC sind plötzlich weitere 300 Gigatonnen CO2-Budget gefunden worden, somit ist es wieder „fünf vor zwölf“.

 

Meine Prognose:

Es bleibt immer „fünf vor zwölf“. Im anderen Fall wäre nicht mehr CO2-Vermeidung, sondern Anpassung an Klimawandelfolgen erstes Thema. Das würde den Geldzufluss für die politischen Klimawissenschaften mindern und der Subventionswirtschaft der Ökoindustrien den Treibstoff entziehen.

Die Konferenzen werden fortgesetzt. Die Bergmannskapellen werden weiterspielen.




Grüne Konditionierung im Unterricht: Handreichungen für der Physikunterricht zum Thema Kernkraft

Sehr geehrter Herr Limburg,

Ein junger Lehrer gab mir diesen Link, auf den er bei der Vorbereitung seines Unterrichts gestoßen ist, weiter.

Die Schüler sollen zwar mit dem Thema Kernkraft konfrontiert werden, jedoch nicht vorbehaltlos, sondern unter entsprechendem, politisch korrektem Vorzeichen:

‘Zu Beginn des Unterrichts empfiehlt es sich, eine emotionale Betroffenheit zu provozieren, indem Bilder atomarer Katastrophenszenarien gezeigt werden, die den Schülern erste Einblicke in das folgende Thema geben.’

https://www.planet-schule.de/wissenspool/total-phaenomenal/inhalt/unterricht/kernkraft.html

Sowohl die Handreichungen, wie auch die empfohlenen Links dienen nicht der objektiven Information, sondern lediglich der ideologischen Begründung des deutschen Atomausstiegs.

Es geht nicht um den mündigen Schüler, sondern um Indoktrination mit grüner Ideologie und das Schüren der Angst vor der Kernkraft.

Da ich in der DDR aufwuchs, sind mir derartige Methoden zu gut bekannt, leider.

Mit freundlichen Grüßen,