Im Maschinenraum von „unseredemokratie“

In den letzten beiden Dekaden bundesdeutscher Politik wurde eine Veränderung überwiegend unter dem Titel sog. „Wenden“ proklamiert und propagiert. Hiernach soll es eine Energiewende, die Mobilitätswende, Verkehrswende, Agrarwende, Industriewende, Ernährungswende oder auch die Wärmewende geben.

von Frank Bothmann

Alle diese propagandistischen Ansätze werden unter einem Narrativ (einer Geschichtenerzählung) der sog. „sozial-ökologischen Transformation“ als besonders gut und heilbríngend in Politik und Gesellschaft vermittelt. Bei einer näheren Betrachtung jeder einzelnen „Wende-Politik“ wird deutlich, dass es im Kern eine Gemeinsamkeit gibt: die Schwächung des Individuums und gesellschaftlicher Strukturen. Um dies umzusetzen bedarf es eines besonderen Politikstils

Betrachten wir also die verschiedenen Wende-Politiken vor dem Hintergrund mal etwas genauer.

Schwächung als Wende-Prinzip

Im Rahmen der sog. „Energiewende“ werden sog. erneuerbare Energiegewinnungsformen wie die Photovoltaik (PV) oder Windenergieanlagen (WEA) als vollständige Ersatzformen für Kernkraft-, Gas- und Kohlekraftwerke propagiert und realisiert. Letztere Energieformen zeichnen sich durch hohe Leistungsfähigkeit und sehr lange Laufzeiten (Kernkraft), durch hohe Effizienz (Kraftwärme-Kopplung mit Gaskraftwerken) oder hohe Heizwerte und gute Transportmöglichkeit (Steinkohle) aus. Man kann diesen Energieformen also Kraft, Stärke und Dauerhaftigkeit zuschreiben.

Die Sonne ist die Energiequelle für das Leben auf der Erdoberfläche. Leider kommt nur sehr wenig von diesem riesigen Reaktor auf der Erde an. Zudem dreht sich die Erde in einem Winkel von 23,5 Grad um die Sonne, wodurch es leider zu einem Sommer- und Winterhalbjahr im Wechsel auf der Süd- und der Nordhalbkugel mit deutlich reduziertem Sonnenlichteinfall kommt.

Die sog. Energiewende verfolgt also das Ziel auf die ineffektivste Form der Stromgewinnung (PV-Anlagen) und wetterabhängige WEA zu setzen. Es wird also alles auf die schwächste Form des Energiedargebotes gesetzt. Das hat in Zusammenhang mit dem hohen Maß an Regulierungstiefe beim deutschen Strommarkt erhebliche unproduktive Kosten zur Folge, die die Volkswirtschaft nachhaltig schwächen.

Die sog. Verkehrswende oder Mobilitätswende hat zum Ziel das Auto als leistungsfähigen Verkehrsträger zu reduzieren. Die hohe Leistungsfähigkeit des Autos ist in der sehr hohen Energiedichte von Benzin und Diesel begründet, der rd. 12 kWh/kg beträgt. Deswegen kann ein relativ schweres Auto mit einem Verbrennungsmotor damit bewegt werden oder eben auch große Lasten über lange Distanzen transportiert werden. Durch diese Kraft ist die Industrieelle und technologische Entwicklung in den letzten rd. 100 Jahren maßgeblich vorangetrieben worden.

Ein batteriebetriebenes Auto leidet grundsätzlich unter der sehr niedrigen Energiedichte des Speichers. Auch mit modernster Lithium-Technik besitzen Batterien nur ein Hundertstel der Energiedichte von fossilen Kraftstoffen. Im 180 Kilo schweren Stromspeicher eines Opel Ampera steckt beispielsweise nur in etwa die Energie von knapp fünf Litern Benzin. Wenn nun die Stromgewinnung zum Laden des Speichers über PV-Anlagen vorgenommen wird, dann werden die ineffektiven Technologien verbunden und die Leistungsfähigkeit weiter deutlich reduziert.

In vielen Städten wird das Radfahren als Teil der sog. Verkehrswende propagiert und mit Investitionen versehen, die Straßeninfrastruktur jedoch vernachlässigt. Das Fahrrad als Verkehrsträger ist hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Reichweite das schwächste Verkehrsmittel. Dies kann nur sehr eingeschränkt mit Elektrorädern kompensiert werden.

Bei gleichzeitig reduzierter Investition in den sehr teuren öffentlichen Nahverkehr und die Straßeninfrastruktur erfolgt also durch die Fokussierung auf eine Radmobilität eine deutliche Schwächung der individuellen Mobilität und der Leistungsfähigkeit des motorisierten Verkehrs.

Das Narrativ der „Ernährungswende“ oder „Agrarwende“ enthält die Kernaussage, dass eine fleisch-basierte Ernährung zu verringern oder zu vermeiden ist.

In der Kulturgeschichte des Menschen ist die fleisch-basierte Ernährung eine große Erfolgsgeschichte. Fleisch ist ein erstklassiger Energie-, Mineralstoff- und Proteinlieferant für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus. Mit der Aufzucht und Haltung von pflanzenfressenden Tieren ist es dem Menschen gelungen Naturräume zu besiedeln und dort zu überleben, die sonst für ihn nicht genügend Nahrung bieten würden. So ist es ab einer bestimmten Höhenlage in unseren Breiten nicht mehr möglich einen Getreide- oder Gemüseanbau zu betreiben, da die Vegetationsperiode zu kurz ist. Mit den dennoch bestehenden Wiesen und Weiden ist eine Viehzucht möglich. Es entstand mehr Lebensraum für Menschen und durch eine Arbeitsteilung können pflanzliche und tierische Nahrungsmittel zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen. Da Landwirtschaft nur nachhaltig dauerhaft möglich ist, liegen diesen Wirtschaftsformen stets langfristig eingeübte und optimierte Stoffkreisläufe zu Grunde. Das Ergebnis sind vielfältige Kulturlandschaften.

Eine umfangreiche Reduzierung der fleisch-basierten Ernährung führt zu körperlichen und geistigen Minderleistungen auf der einen Seite. Auf der Produktionsseite wird es schwerwiegende landschaftsökologische Degradierungen zur Folge haben. Es findet also auch hier eine systematische Schwächung des Individuums und der Gesellschaft statt.

Immer das gleiche Schema: verleumden, verknappen, verordnen

Die sog. „Wende-Politiken“ zum Verkehr, Energie und auch Landwirtschaft verfolgen jeweils das gleiche Grundschema: gute und erfolgreiche Elemente werden medial angegriffen und verteufelt sowie durch Verordnungen eine Verminderung und Verteuerung des jeweiligen Angebotes umgesetzt. Gleichzeitig wird das jeweils Ineffektivste gefördert (Rad, Solarenergie, vegane Nahrung). Strukturell sind „Wendepolitiken“ also gleich Zerstörungspolitik und gehen mit einer medial unterstützten Verdummung einher.

Da mit den Wende-Politiken erfolgreiche Techniken oder Praktiken zerstört werden sollen, die sich in der Kulturgeschichte oder unter marktwirtschaftlichen Bedingungen sehr bewährt haben, ist für die Umsetzung der Politik jeweils ein Verordnungs- und Zwangsrahmen notwendig. Aktuelle Beispiele hierfür sind das sog. „Heizungsgesetz“ und das „Wärmeplanungsgesetz“. Alle Wende-Politiken entspringen deswegen nicht einem demokratischen Diskurs. Sie wurden und werden in sog. „Denkfabriken“ strukturell vorbereitet. Von da aus gehen die Konzepte direkt in eine politische und verordnungstechnische Umsetzung und werden begleitet durch mediale Narrative. Aus diesem Grunde ist das sog- „Nudging“ oder die Verhaltenssteuerung wesentlicher Bestandteil der Wende-Politiken.

Das Agora-Netzwerk – undemokratische Politikumsetzung

Hervorragende Beispiele für dieses undemokratische Handeln sind alle Politikansätze, die in den Agora-Denkfabriken entwickelt werden. Alle Agora-Gesellschaften (zu Energie, Agrar, Verkehr, Industrie) werden unter einer Muttergesellschaft geführt und dienen direkt der Politikbeeinflussung. Eigentümer ist die Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH, die im Lobbyregister des Bundestages geführt wird. Dort stehen auch jahresweise die finanziellen Zuwendungen aufgelistet. Hierüber wird eine direkte und indirekte großvolumige Förderung durch US-amerikanische Stiftungen (Foundations) sichtbar. Diese agieren und verstärken sich untereinander. Hinter den Stiftungen/Foundations stehen US-amerikanische mega-reiche Personen oder Unternehmen ebenso wie die deutsche Mercator-Stiftung oder die Ikea-Stiftung.

Durch personelle Verknüpfungen in den sog. Räten sind die „Agoras“ und die jeweiligen Stiftungen mit aktiven oder ehemaligen Vertretern politischer Ämter, Parteien, nachgeordneten Bundes-Behörden und Instituten sowie Unternehmen vernetzt. Es ist das Ziel des Agora-Geschäftsbetriebes eine direkte Politikbeeinflussung umzusetzen.

Patrick Graichen, ehemaliger Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und ehemaliger Leiter der Agora Energiewende ist ein herausgehobenes Beispiel wie wie diese Politikbeeinflussung stattfindet

Eine Schlüsselfigur ist jedoch Rainer Baake (Grünen-Mitglied). Es war in verschiedenen Positionen in Ministerien, dem Umweltbundesamt und der Deutschen Umwelthilfe tätig. Er ist Gründer der Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH, die wiederum die verschiedenen „Agora-Denkfabrigen“ managt. Seit 2020 ist er Geschäftsführer der Stiftung Klimaneutralität, die zu 100% von der US-amerikanischen Climate Imperative Foundation  finanziert wird. Er ist also an die direkte Geldquelle gewechselt

Vernetzung schafft Gleichschaltung und unterbindet demokratische Prozesse

Über die hegemoniale Vernetzung in Politik, Administration, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur lässt sich eine Gleichschaltung zu bestimmten Themen in unterschiedlichen Handlungsfeldern bestens organisieren. Organisiert ist dies in den jeweiligen Räten der Agoras, die auf nationaler und europäischer Ebene organisiert sind. Die vierteljährlichen Sitzungen finden nicht öffentlich statt.

Durch Studien, die von den Stiftungen selbstständig oder im Auftrag von der Politik, Ministerien oder deren nachgeordneten Behörden erstellt werden, findet eine umfangreiche und thematisch sehr stark fokussierte „Politik-Beratung“ statt. Wenn man sich fragt woher bestimmte neue Begrifflichkeiten wie „industrielle Energieflexibilität“, „Kraftwerksicherheitsgesetz“ oder „Wasserstoff-Wertschöpfungsketten“ kommen – bei den Agoras und der Stiftung Klimaneutralität werden sie für die Gesetz- und Kabinettsvorlagen erfunden.

Alle Meinungsbildungsprozesse finden außerhalb demokratisch legitimierter Kreise statt. Wegen der erheblichen Kapital- und Personalkraft mit der Medieninhalte im großen Umfang generiert werden, sind die Prozesse was den Einfluss auf Politik angeht, sehr erfolgreich. Durch die Vernetzung in Behörden und Kulturbereiche wird die jeweilige Agora-Agenda auch auf sub-gesetzlicher Ebene mit der Generierung oder Änderung von Verordnungen oder Erlassen außerhalb demokratischer Willensbildungsprozessen in die Welt gesetzt und wirkmächtig. – Liebe Leser, seien Sie mit diesem Einblick herzlich willkommen im Maschinenraum von „unseredemokratie“!

Gut im Geschäft – Herr Müller von der Bundesnetzagentur

Beispielhafthaft sei hier noch auf die Tätigkeit des Leiters der Bundesnetzagentur, Klaus Müller (Mitglied der Grünen), im sog. Deutschland-Rat der Agora Energiewende hingewiesen.

Die Bundesnetzagentur ist eine formal unabhängige Behörde im Geschäftsbereich des Bundeswirtschaftsministers. Sie unterliegt seit einem EUGH-Urteil keinerlei politischen oder demokratischen Kontrolle mehr und muss „politisch unabhängig“ ihre Entscheidungen als Regulierungsbehörde treffen können. Warum nun gerade im Rahmen dieser „politischen Unabhängigkeit“ eine Mitwirkung im Beirat der Agora Energiewende möglich und sinnvoll sein soll, ist nicht nachvollziehbar.

Vielmehr ist es im Sinne des o.g. zwangsläufig notwendig, denn eine Wende-Politik kann auf Grund der mangelhaften Konkurrenzfähigkeit nur über einen Verordnungsrahmen umgesetzt werden. Hierzu dient die Verquickung von politischer „Denkfabrik“ und der Verordnungsbehörde. Es dient dazu zwischen politischer Zieldefinition und ordnungsbehördlicher Umsetzung keinen demokratischer Diskurs stattfinden zu lassen. Beispielhaft sei hier der Ordnungsrahmen der Bundesnetzagentur genannt, mit dem die Abschreibungen auf die kommunalen Gasnetze erhöht werden können. Dies ist eine ordnungsbehördliche Intervention zur Umsetzung eines politischen Ziel, dass nirgends demokratisch abgestimmt wurde.

Und zuletzt – die digitale Transformation

Als jüngstes Element der Politik-Agoras gibt es nun die Agora Digitale Transformation. Irgendetwas scheint aber an dem bisherigen Geschäftsmodellen nicht mehr so gut funktioniert zu haben. Die „neue“ Agora firmiert nun nicht mehr unter dem Dach der SEFEP gGmbH sondern wird direkt und ausschließlich von der Mercator Stiftung finanziert. Formal sitzt diese gemeinnützige (!) GmbH in Berlin, es gibt jedoch auch Einträge mit einem Sitz in Essen wo auch die Mercator Stiftung firmiert.

Was aber gut funktioniert ist der direkte Kontakt in die Politik – die Liste der MdB im Beirat umfasst u.a. jeweils wieder Vertreter der Blockparteien, zwei Staatssekretäre in Bundesministerien und auch – kein Wunder – wieder Herrn Klaus Müller (Grüne) als Leiter der Bundesnetzagentur. Der Garant für undemokratische Umsetzung von politischen Zielen, sitzt also wieder mit am Tisch.

Wenn wir uns die Ziele der Agora Digital anschauen dann macht das natürlich viel Sinn (Auszug):

– Digitaler Transformation eine starke Stimme am Kabinettstisch geben

– Mit starker Digitalagentur Transformation umsetzen

– Erfassung aller Bürgerdaten nach Digital-Only-Prinzip (heißt im Original „Once-Only-Prinzip mit Registermodernisierung ermöglichen“)

– Mit Budget die Digitale Transformation ressortübergreifend steuern

– Gesetzgebungsprozess verbessern (meint mit digitalen Prozessen aber ohne Bürgerbeteiligung).

Mit dieser Agenda kommt unverhohlen eine Gestaltungsanspruch zum Ausdruck. Dieser wird wieder konsequent im a-demokratischen Raum ohne jeglichen öffentlichen Diskurs und Bürgermitwirkung umgesetzt.

Der zuständige Bundesminister für Digitalisierung ist Herr Wissing. Beim Platzen der „Ampel-Regierung“ hat Herr Wissing ja in bemerkenswerter Schnelligkeit seine Parteimitgliedschaft in der (ehemals) freiheitlich-demokratischen Partei gekündigt um an der Digital-Transformation weiter mitwirken zu können. Mit Blick auf die inhaltlichen Schwerpunkte der Agora Digital ist in der Tat jeder politische Gedanke an freiheitliche Prinzipien mehr als hinderlich.

Ausblick in das Wahljahr

Die Zeichen stehen auf Veränderungen. Das sagen zumindest die Astrologen weil Pluto nun sehr lange im Sternzeichen Wassermann steht. Das soll zuletzt zur Zeit der Französischen Revolution gewesen sein. Im diesem Jahr ist auch das 500-jährige Jubiläum der Deutschen Bauernkriege was in Bad Frankenhausen gewürdigt wird. Auch damals war dies der Beginn einer neuen Aufklärungsepoche.

Hoffen wir also das Beste. Das kann gelingen wenn die Wende-Politiken nach einer entsprechenden Wahlentscheidung der Bundesbürger eingestellt werden. Deutschland hat dann die Chance zu einer demokratischen Politik und gesellschaftlichen Diskurs zurückzukehren.




Die Klimatrolle sind Schergen der Cancel-Kultur

Uli Weber

Wir Klimaketzer stehen auch in diesem neuen Jahr 2025 als David mitten im Kampf mit dem Goliat der CO2-Klimakirche. Goliat hat alles, politische Glaubens- und Gesetzgebungsmacht, das Geld malthusianischer Menschenfreunde, die sich freiwillig übergebenden Medien und die von Sugar-Daddy finanziell ausgehaltene Wissenschaft – und wir Ketzer haben nichts, nur uns selbst (?) und das Internet. Vielleicht erinnern Sie Sich noch dunkel, in den 1970-Jahren gingen die lokalen Tageszeiten reihenweise unter und erschienen bestenfalls als Wiedergänger im Lokalteil der regionalen Presse. In den 1980-ger Jahren fand dann unmerklich eine Konzentration dieser regionalen Medien statt, von der man lange Zeit nur aus dem Impressum erfuhr. Und in den 1990-ger Jahren, als ganz plötzlich der religiöse CO2-Klimaalarm anfing, hatten wir es bereits mit eng vernetzten Medienkonzentraten zu tun. Damals machten immerhin noch nicht alle Medienorgane den aufkommenden Klimaalarm mit; der Autor glaubte damals sogar noch an den Spiegel, das Verfassungsgericht und die FDP. Einige Zeitungsverlage und Fernsehsender hielten ihre Neutralität sogar bis in die Mitte des ersten 2000-der Jahrzehntes durch. Aber dann wäre durch das Meinungsmonopol einer globalen Club-of-Rome-Elite eigentlich schon Schluss mit unabhängigen Informationswegen für kritische Bürger gewesen.

Jaja, ich weiß, was Sie sagen wollen: Das ist eindeutig eine Verschwörungstheorie!

Nun, Sie haben insofern Recht, als ich die handelnden Personen und Hintergründe gar nicht kenne, sondern nur die Konzentration unserer medialen Informationsbasis in den letzten fünfzig Jahren einigermaßen rekapitulieren kann. Dass aber Zukunftsplanungen und deren langwierige brotlose Umsetzung über mehr als ein Jahrhundert stringent umgesetzt werden können, dafür gibt es historische Beispiele. Nehmen Sie den Bergbau im Harz. Der Bergbau hat ein inverses Problem zur Seefahrt, die Seeleute haben Angst vor zu wenig Wasser, die Bergleute vor zu viel desselben. Um nun im Mittelalter mit dem Harzbergbau in größere Tiefen vordringen zu können, musste man irgendwie das Grubenwasser loswerden. Es war für die Verantwortlichen ab einem gewissen Zeitpunkt also abzusehen, dass die aktuell eingesetzte Technik zwar noch einige Zeit helfen konnte, aber irgendwann die Teufe dafür zu groß werden würde. Und jetzt kommt eine Entscheidung, die diese mittelalterlichen Bergleute weit über unsere blockparteiliche Politikerkaste erhebt: Sie sagten nicht einfach „weiter so“ und hofften auf „neue Technologien“, sondern fingen einfach an, Entwässerungsstollen für den zukünftigen Abbau von tiefer liegenden Lagerstätten aufzufahren. So wurde beispielsweise der „tiefe Julius-Fortunatus-Stolln“ im Jahre 1585 nach über 100-jahriger Bauzeit fertiggestellt. Also, wenn es um ein gutes und gesichertes Auskommen geht, dann ist der Mensch durchaus zur Verfolgung von sehr langfristigen Projekten und großen Anstrengungen in der Lage.

Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends wäre nach der oben dargestellten Entwicklung also eigentlich Schluss mit einem unabhängigen Informationsnetz gewesen, wie wir es noch aus der Bonner Republik in Erinnerung haben. Aber von den 1990-er Jahren an entwickelte sich das digitale Internet völlig unvorhersehbar und unerwartet explosiv in seinen Möglichkeiten. Mit den reichlich verteilten Maulkörben der Mediengeflechte entschlossen sich immer wieder überzeugte Journalisten zur Selbstausbeutung und dem Aufbau eines unabhängigen Informationsmediums. Und so wurde es bis heute nichts mit dem Meinungsmonopol einer globalen Club-of-Rome-Elite, aber man arbeitet natürlich weiter daran. Unabhängige Medien und unabhängige Fachleute sind ein Riesenproblem für verlogene Ideologen, denn sie stellen praktisch eine ständige Infektionsgefahr für die öffentliche Meinung dar. Da brauchte es intellektuelle Quarantänemaßnahmen, einerseits zum Schutz der „Bevölkerung“ vor dieser frevelhaften Meinung, andererseits aber auch zum Schutz von inkompetenten Quotenmensch:innen und Kompromißlösung:innen, die als Staubsaugervertreter des religiösen Klimawahns die Öffentlichkeit belästigen. Denn eine ungeschnittene mediale Live-Konfrontation mit fachkompetenten Klimaketzern würden auf Zuruf denkende Klimaschergen, verängstigte KKK&O (=Kinderklimakreuzzügler:innen plus Omas) und tiefreligiöse Science-is-Settled-Wissenschaftsjudasse niemals heil überstehen.

Sogenannte „Brandmauern“ sind doch gar keine Erfindung unserer Gegenwart!

Schon seit Jahrtausenden haben sich „Brandmauern“, die Kennzeichnung von „Fake-News“ sowie die persönliche Kontaktschuld als probates Mittel gegen unerwünschte Erkenntnisse erwiesen. Sicherlich sind diese Brandmauern früher noch sehr viel mehr Brand gewesen als heute die Mauersteine unserer Cancel-Kultur, die Worthälften dieses Begriffes dürften sich aber von jeher zu 100% ergänzt haben. Und könnten Sie Alexander den Großen, Nero oder Karl den Großen fragen – sie alle würden Ihnen gerne bestätigen, dass jegliche von ihrer maßgeblichen Meinung abweichende Aussage ganz eindeutig den sogenannten „Fake-News“ zugerechnet werden müsse. Die Cancel-Kultur und die Kennzeichnung von unerwünschten Fakten als „Fake-News“ stellen zusammen mit der voreilenden Kontaktschuld also schon einmal die erforderliche Immunisierung des denkalimentierten Teils der Öffentlichkeit sicher, denn bei diesen dringen die wohlgezielten Mainstream-Informationen ohne intellektuellen Bildungsfilter auf direktem Wege ins Hirn ein. Was passiert nun aber, wenn echte Zweifler, nicht Ketzer, freiwillig zu den Informationen gehen, und zwar ausgerechnet zu den falschen? – Dann könnte die Zahl der Klimaketzer unkontrolliert weiterwachsen und schließlich zu einer öffentlichen Erkenntniskatastrophe zulasten der einträglichen CO2-Besteuerung führen. Naja, dagegen ist seit Heiko-mit-der-Honnibrille zum Schutze „unserer Demokratie“ vor „Hass-Postings“ immerhin schon einiges geschehen. Nein, eben nicht zur Einschränkung der Meinungsfreiheit, denn das dürfen Sie ja immer noch denken – aber es reicht halt noch immer nicht aus. Und deshalb entsendet man seine Schutztruppen direkt an die Quelle solcher „Fake-News-Postings unterhalb der Strafbarkeitsschwelle“. Dabei geht es gar nicht darum, die Inhalte solcher Fake-News wissenschaftlich zu widerlegen, sondern vielmehr im Kommentarteil zu den jeweiligen Artikeln plausible Sackgassenargumente abzusondern, um den erkenntnissuchenden Lesern ein tieferes Verständnis der Inhalte zu erschweren oder gar zu verunmöglichen.

Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Herr:innen Kosch, Frölich, Gouder, Kraus, Heinemann oder Petersen, Sahla, Burger, Marvin und Deutering für die nachfolgenden Erkenntnisse über das Troll-Schema, die ich aus deren EIKE-Kommentaren abgeleitet habe:

  • Trolle tauchen in der Kommentarfunktion auf und nicht in der Autorenschaft.
  • Trolle bespielen die Palette der Sophismen und Scheinargumente.
  • Trolle wollen zerstören, sie vertreten meist gar kein eigenes Gesamtmodell, nicht mal unbedingt den Katechismus der Klimareligion.
  • Trolle greifen auch niemals das Gesamtbild an, sondern beschränken sich auf Details, um abzulenken oder ein Gesamtverständnis zu verhindern.
  • Trolle berufen sich zum Beweis ihrer Klimaverleumdungen üblicherweise auf längst widerlegte Aussagen von irgendwelchen Klimagurus oder plausiblen Falschbehauptungen.
  • Trolle sind absolut erkenntnisresistent, sie käuen selbst im Angesicht nachprüfbarer Fakten / Zusammenhänge / Widerlegungen weiterhin paternosterartig mit ihrem Unfug wider.
  • Trolle leugnen selbst nachprüfbare Fakten von EEG-nahen Bundesbehörden vehement, wenn sie dem gerade von ihnen vertretenen Argumentationsschema widersprechen.
  • Trolle vermeiden es wie der Teufel das Weihwasser, sich über Sachargumente in ein gemeinsames Ergebnis hineindrängen zu lassen.
  • Trolle setzen weinerliche Emotionen genauso als Stilmittel ein wie Frechheit oder Unverfrorenheit, wenn sie beim Trollen erwischt werden.
  • Trolle haben keinen dauerhaften Standpunkt, sie können jederzeit ihre Position wechseln und mit dem Gegenteil des andernorts gesagten weiterargumentieren.
  • Trollen ist überhaupt nichts peinlich, sie sind absolut schmerzfrei gegenüber ihren eigenen aufgedeckten Unwahrheiten und machen einfach klimaprofessionell weiter.
  • Und bei einem dieser Trolle habe ich den Eindruck, er sei ein hinterhältiger CORREKTIV-ling.

Mein Dank geht aber auch an die nachfolgend ungenannt gebliebenen Personen, die ebenfalls zu den dargestellten Erkenntnissen beigetragen haben, ohne dass ich sie deswegen gleich als Volltrolle bezeichnen würde: Einer von ihnen leidet am Heller‘schen Leugnersyndrom, ein anderer ist durch altersbedinge Klimaerweichung gehandikapt, einem weiteren ist die bisher beste Insiderbeschreibung des Dieter-Bohlen-Problems gelungen und der letzte hat immerhin ganz gesittete Klimanieren.

Am Ende spielen diese Feinheiten für das Publikum auf den Rängen allerdings keinerlei Rolle, denn es geht ja allein um deren tieferes Verständnis. Und vor welchem Hintergrund dieses Verständnis nun gestört wird, ist im Ergebnis völlig egal.

So, und da ist dann noch ein ganz besonderer Problemfall weit oberhalb des gemeinen Klimatrolls, der die oben aufgezeigte Troll-Klaviatur wie kein Zweiter beherrscht, und bei dem ich mich ausdrücklich nicht bedanke. Obwohl dieser Saboteur an der Sache der Klimaketzer von vielen Kommentatoren als Wissenschaftsguru verehrt wird, hatte dieser niemals versucht, seine Kenntnisse den Wissenssuchenden konstruktiv mit eigenen populärwissenschaftlichen Artikeln zu vermitteln. Vielmehr setzt er seine physikalischen Kenntnisse und sein historisches Wissen in den Naturwissenschaften grundsätzlich nur ein, um die Öffentlichkeit zu blenden, fremde Artikel und deren Autoren zu diskreditieren sowie EIKE dauerhaft mit abgrundtiefem Hass zu überziehen. Wie diese Person überhaupt in den Ruf kommen konnte, auf Seiten der Klimaketzer zu stehen, ist mir völlig schleierhaft, insbesondere vor dem Hintergrund seiner nachfolgend abgebildeten E-Mail vom 22. März 2020:

Abbildung: E-Mail von Dr. Gerhard Kramm, gesendet: Sonntag, 22. März 2020 19:16 an einen seiner üblichen Haßmail-Verteiler

Betreff: EIKE und die Gemeinnuetzigkeit, Anlagen: eike_gemeinnuetzigkeit.pdf

Anmerkung: Bei hysterischem Krammgezeter beachten Sie bitte dessen „Confidentiality Warning“

Die Artenvielfalt bei Internet-Trollen reicht also von Hobby-Trollen, die sich vom Frust ihrer Mitmenschen ernähren, über Profi-Trolle, die gezielt unerwünschte Erkenntnisse angreifen, bis hin zu Hass-Trollen, die unliebsame Personen und Institutionen existenziell verfolgen. Kowatsch und Döhler (t) hatten die Klimaketzer vor geraumer Zeit aufgefordert, sich auf ihren ganz persönlichen Wegen (sprich: mit ihren eigenen Erkenntnissen) zum gemeinsamen Ziel (nach Rom) aufzumachen und sich nicht durch Plänkeleien untereinander davon abbringen zu lassen; und nicht nur Klimatrolle hatten sich über diese Aufforderung eher amüsiert.

Aber wenn Du Dich, o Klimaketzer, im Jahre des Herrn 2025 trotzdem auf Deinen einsamen Weg nach Rom begeben willst, dann solltest Du vielleicht noch einmal rechtzeitig über das bekannte afrikanische Sprichwort, „Wenn Du Deinen Feind nicht finden kannst, dann suche im Schatten Deiner Hütte“, nachdenken – und auf Deinem Weg nach Rom Deinen Feind dann im Schatten Deines Zeltes, Deiner Herberge oder Deines Hotels suchen…

 




FAZ als Schnellmerker: Atomstrom ist unschlagbar günstig

Der Anti-Atom-Wind dreht sich gerade. Das merkt man an der Reaktion der Opportunisten. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat Lunte gerochen, hinter der ja bekanntlich ein kluger Kopf steckt.

Von Manfred Haferbug

Die FAZ brachte am 09.01.2025 einen Beitrag unter dem Titel heraus: „Import aus Frankreich: Dieser Atomstrom ist unschlagbar günstig“. Eine Dame in einem hohen deutschen Staatsamt würde dies glatt eine 360 Grad Wende nennen.

Mehr als ein Jahrzehnt haben die sogenannten „Qualitätsmedien“ die Atomenergie verteufelt und bekämpft. Die FAZ hatte 2021 sogar einen „Europaweiten Ausstieg aus Kohle, Atomkraft und Mineralöl“ herbeihalluziniert. Und unter den „TOP 10 im FAZ Ökonomenranking 2021“  wurde eine Frau Prof. Claudia Kemfert gleich hinter Professor Sinn auf Platz sechs gelistet. Wie kann so etwas passieren?

Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im DIW Berlin, wurde bislang von den durchgegrünten Hauptstrommedien als die bekannteste Energieexpertin Deutschlands gehandelt. Wenn das stimmt, dann steht es schlecht um die Expertise in Deutschland. Sie gab anlässlich des 10. Jahrestages des Fukushima-Tsunamis dem Sender Phoenix ein Interview, das vor blankem Unsinn strotzte:

Die Fukushima-Atomkatastrophe war eine der schlimmsten menschengemachten Katastrophen der Welt und zugleich, auch wenn es sich ewig zieht, der Anfang vom Ende der Atomenergie. Der Atomausstieg ist gut und richtig. Atomenergie hat keine Zukunft. Atomenergie ist enorm teuer, ohne Dauersubventionen nicht wettbewerbsfähig. Es ist risikoreich und gefährlich. Nur wenige Staaten weltweit bauen neue Atomkraftwerke. Es sind vornehmlich Länder, die den AKW-Bau ohne demokratische Partizipation beschließen. Meist geht es dabei gar nicht um die Energieversorgung der Bevölkerung, sondern um die Sicherung von Macht und geopolitischer Stärke. Zehn Jahre nach Fukushima ist evident, Investitionen in erneuerbare Energien sind billiger. Sie schaffen Wertschöpfung, Innovationen und Arbeitsplätze….

Atomkraftwerke nur in nichtdemokratischen Ländern?

In diesem Stil geht es weiter, und Frau Professorin Kemfert outet sich als schlecht geschminkte Wind- und Solarlobbyistin, die vor den absurdesten Tatsachenverdrehungen nicht zurückschreckt.

Fukushima war weder eine Atomkatastrophe noch war es menschgemacht. Es war das stärkste, in Japan je gemessene Erdbeben mit einer Stärke von 9,6 auf der Richterskala und einem darauf folgenden verheerenden Tsunami. Bei dieser Flut  wurde auch das KKW Fukushima überflutet und beschädigt. Doch es kam kein einziger Mensch durch Radioaktivität zu Schaden. Die 19.000 Todesopfer kamen bei der Tsunamiflut ums Leben.

Dass Atomstrom nicht „ohne Dauersubventionen marktfähig ist“, hat Frau Kemfert frei erfunden, was jetzt sogar die FAZ zugibt. Das gilt wohl eher für die hochgelobten Erneuerbaren. Dass Atomkraftwerke in eher „nichtdemokratischen Ländern“ gebaut werden, könnte nur dann stimmen, wenn man Länder wie Frankreich, die Niederlande, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, das vereinigte Königreich und die USA zu den Nichtdemokratien rechnet.

Und die Evidenz von den „billigen Erneuerbaren“ sehen wir täglich am Supererfolg der niedrigen Strompreise der deutschen  Energiewende. Der FOCUS sagt dazu: „In Europa zahlt niemand mehr für Strom als wir – was nun passieren soll“. Leider lässt der Artikel offen, was nun passieren soll, außer man subventioniert den Strom, den man systematisch verteuert.

Atomausstieg doch nicht so eine prall gute Idee

Wenn die Antiatompropaganda recht gehabt hätte, so wäre in Deutschland ja jetzt alles Energiewende-paletti. Kein Atomstrom verstopft mehr die Netze. Die Energiewender behaupten unverdrossen, dass jetzt ganz bald der Strom billiger wird. Die Netzagentur behauptet, dass die Netze sicher sind. Habeck sieht sich auf den Zielerreichungspfaden der Energiewende. Die durchgegrünten Großmedien werden des Zujubelns der Erfolge der Energiewende nicht müde.

Aber seit der Abschaltung der letzten Kernkraftwerke importiert Deutschland im Durchschnitt ziemlich genau die Erzeugung der zuletzt abgeschalteten Anlagen aus Frankreich, wo so also drei französische Kernkraftwerke das tun, was die hiesigen nun nicht mehr leisten durften. Und die Strompreise steigen unaufhörlich. Es hat sich herumgesprochen, dass der Atomausstieg doch nicht so eine prall gute Idee war und der Wind hat sich gedreht.

Inzwischen sind 70 Prozent der Deutschen der Meinung, dass die Kernkraftwerke lieber weiter laufen sollten. Doch dank eines kleinen Täuschungsmanövers von Wirtschaftsminister Habeck und Umweltministerin Schulz, dass die KKW entgegen der Meinung der eigenen ministeriellen Fachebenen für unsicher erklärte, sind sie nun mal hinüber und werden so schnell als möglich unbrauchbar gemacht.

Habeck hat sich und uns gekonnt in die Socke geschossen

Die FAZ stellt nun fest:

Frankreich war 2024 mit netto 13 TWh größter Stromlieferant. Grund sind niedrigere Kosten… Dieser Umstand wäre politisch nicht so brisant, wäre französischer Strom nicht zu rund 70 Prozent atomaren Ursprungs. Deutschland ist streng genommen also gar nicht aus der Kernenergie ausgestiegen, sondern nutzt sie indirekt weiter. Damit gesteht es unfreiwillig ein, dass bestehende Reaktoren eine wetterunabhängig verfügbare, CO2-arme und vor allem preiswerte Erzeugungsquelle sind – preiswerter als Kohle- und Gaskraftwerke, bei denen neben Brennstoffen auch die immer teureren Zertifikate im europäischen CO2-Handel in die Kalkulation einfließen… Frankreichs Energieregulierungsbehörde CRE beziffert diese für die mittlere Frist auf durchschnittlich rund sechs Cent je Kilowattstunde. In dieser Rechnung sind sämtliche Kosten für Modernisierung, Entsorgung nuklearer Stoffe und Abfälle und Nachbetrieb enthalten. Das gilt auch für die Baukosten des gerade mit großer Verspätung fertiggestellten Reaktors Flamanville 3“.

 

Die reinen Betriebskosten ohne die Neubauten liegen bei den französischen Reaktoren bei etwa drei Eurocent pro Kilowattstunde. Hätte man die letzten sechs deutschen Reaktoren weiterlaufen lassen, deren Investitionskosten ja genauso abbezahlt waren, wie die der französischen Reaktoren, lägen die Stromkosten in Deutschland 12 Prozent niedriger, trotz aller notwendigen Nachrüstungen der KKW und trotz des notwendigen Kaufs von Brennelementen.

Und die deutschen CO2-Emmissionen bei der Stromerzeugung wären nicht auf einem der schlechtesten Plätze in Europa gelandet, gleich nach Polen und Griechenland. Deutschland verursacht  sieben Mal mehr Kohlendioxyd pro Kilowattstunde, als die Franzosen. Die Deutschen brauchten auch keine Angst vor den Dunkelflauten im Winter und den Hellbrisen im Sommer zu haben, in denen Brownouts, oder im schlimmsten Fall ein Blackout droht. Man könnte mit Fug und Recht sagen, Herr Dr. Habeck hat sich und uns gekonnt in die Socke geschossen.

„Kalkarisierung“ des Untersuchungsausschusses

Mit dem Atomausstieg wurden viele, viele Milliarden vernichtet. Doch der zuständige Untersuchungsausschuss des von Habeck getäuschten Bundestages tagt und tagt und tagt… Und Schwupps, da ist sie wieder, die Frau Professorin Kemfert. Diesmal im Untersuchungsausschuss zum Kernenergieausstieg. Dort konstatiert sie „Die Kapazitäten in Deutschland seien ausreichend gewesen. Instabilitäten im Stromnetz habe es nicht gegeben. Kemfert zog in ihrer Stellungnahme das Fazit: Die Abschaltung der Kernkraftwerke war gerechtfertigt, die Versorgungssicherheit war jederzeit gewährleistet, weder Strompreise noch Emissionen sind gestiegen. Ein Weiterbetrieb über das Frühjahr 2023 hinaus sei nicht notwendig gewesen. Wen wundert so eine Stellungnahme der Wind- und Sonnenlobbyistin.

Der Untersuchungsausschuss müsste eigentlich in der Legislaturperiode beendet werden, man sollte im Extremfall sogar ein Ergebnis erwarten. Dem steht allerdings einiges entgegen. Die Legislaturperiode endet nach dem Ampel-Aus, das ja nunmehr viel früher kommt, als ursprünglich erwartet. Die Union hat 500 Zeugen benannt, die gehört werden müssten. Wie soll das gehen, bis zum 23. Februar? Es sieht ein bisschen nach einer „Kalkarisierung“ des Untersuchungsausschusses aus.“ Kalkarisierung“ nennt man seit der Nichtgenehmigung des Betriebes des fertiggestellten Kernkraftwerkes Kalkar durch die damalige SPD-Regierung die Obstruktion eines Verfahrens mit dem Anschein der Legalität.

Daher wird wohl der Wirtschaftsminister  trotz offensichtlicher Sabotage des deutschen Energiesystems nicht vor dem Kadi landen. Es werden sich wohl keine Staatsanwälte und Richter dafür finden.

 

Zum Thema kürzlich von Manfred Haferburg und Klaus Humpich erschienen:

Atomenergie – jetzt aber richtig

Das Nachwort stammt von dem Wissenschaftsphilosophen Michael Esfeld. Sie können es hier in unserem Shop bestellen, Auslieferung erfolgt ab kommenden Montag.

Zum Inhalt des Buches: Es ist keine Frage ob, sondern lediglich wann „die dümmste Energiepolitik der Welt“ (wallstreet-Journal) – in Deutschland euphemistisch „Energiewende“ genannt – beerdigt wird. Und was dann? Überall auf der Welt werden längst wieder die Weichen für die Kernenergie gestellt, CO2-frei wie bisher, aber intelligenter, resilienter, mobiler und preiswerter als je zuvor. Die Atomenergie kann auch hierzulande der Nukleus für einen neuen Wohlstand sein, auch diese Einsicht wird sich unter der Last des Faktischen durchsetzen. Die beiden Energieexperten Manfred Haferburg und Klaus Humpich analysieren den deutschen Irrweg und zeigen Wege aus der Sackgasse. Dieses Buch ist ein Almanach der Vernunft  für alle, die in Deutschland erfolgreich wirtschaftlich tätig sind und damit fortfahren wollen.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

 




Verheerende Brände in Kalifornien – Regierungsversagen und Missmanagement

Gründe für die verheerenden Brände katastrophalen Ausmaßes in Kalifornien sind mangelnde Vorsorge und komplettes Missmanagement der Verantwortlichen, denen es nicht gelingt, das Feuer einzudämmen: Feuerwehrleute fehlen, Wasserhydranten sind leer. Immer heftiger in die Kritik geraten der Gouverneur Kaliforniens und die Bürgermeisterin von L.A.  

von Holger Douglas

Die besten Szenenbildner, Kameraleute, Stuntregisseure und CGI-Spezialisten hätten es nicht besser hinbekommen können: bedrohliche Bilder von Feuersbrünsten, hochrot lodernde Flammen, Aschewolken über der Stadt. Doch diese Bilder sind echt. Los Angeles steht seit Tagen in Flammen, lässt es sich gut texten. 10.000 Häuser sind verbrannt, Kirchen, Schulen, Bibliotheken verbrannt. Apocalypse now.

Die Waldbrände, die im ausgetrockneten Kalifornien regelmäßig vorkommen, sind in diesem Jahr besonders stark, und vor allem bedrohlich nah an Hollywood und die Residenzen seiner Stars herangerückt. Wobei der Begriff Waldbrand übertrieben ist – ausgeprägte Wälder gibt es eher nicht, Büsche, Sträucher und Unterholz prägen das Landschaftsbild.

Vor allem das leicht brennbare Unterholz haben frühere Bewohner vorsorglich entfernt. Sie wussten: Das brennt wie Zunder. Und wenn dann noch die gefürchteten Santa-Ana-Winde dazu kommen, ist Hopfen und Malz verloren. Die Santa-Ana-Winde sind in der Region berüchtigt. Vor allem im Winter fegen diese trockenen, warmen Winde aus der Wüste in Richtung Pazifik. Wie ein ausgewachsener Föhnsturm in den Alpen. Zwischen einem Hochdruckgebiet im Landesinneren und einem Tiefdruckgebiet weiter südlich auf dem Meer wird die Luft Richtung Küste gesogen.

Kalifornien: Tausende auf der Flucht vor heftigen Waldbränden

Doch die heute herrschenden Democrats in Kalifornien wissen davon nichts mehr: Windig war es häufig, Vorsorge gilt als Fremdwort, die richtige woke Gesinnung scheint ihnen wichtiger als Löschwasser. Und so muss die Region bitter ausbaden, was grün-linke Irrwege im Laufe der letzten Jahre angerichtet haben.

Hinzu kommt Brandstiftung: Ein Obdachloser, der mutmaßlich für den Ausbruch eines Feuers am Donnerstag verantwortlich ist, wurde von Anwohnern dingfest gemacht, und später verhaftet. Zu möglichen Motiven ist noch nichts bekannt.

Jetzt macht eben die Realität den Hollywoodbildern heftige Konkurrenz: Schneisen der Verwüstung sind zu sehen, Satellitenbilder zeigen Orte, in denen sämtliche Häuser in Schutt und Asche gelegt wurden. Haus an Haus, dicht nebeneinander stehend – nur noch rauchende Ruinen. Die Feuer haben sich unter anderem durch den Stadtteil Pacific Palisades gefressen und alles niedergebrannt, was brennbar war. Dies ist einer der nobleren Stadtteile im Westen von Los Angeles, in denen Hollywoodstars in Hülle und Fülle wohnen. Viele Villen der Stars sind abgebrannt, Hollywoodikone Tom Hanks ist gerade noch einmal davon gekommen. Seine luxuriöse Villa steht wundersamerweise unbeschädigt inmitten rauchender Trümmer. Ebenso die von Steven Spielberg, wie Bild weiß.

Immerhin geben die amerikanischen Behörden bei den Waldbränden in Kalifornien leichte Entwarnung. Die Winde haben nachgelassen, die die Feuer begünstigten, zudem sei es gelungen, die Brandherde teilweise einzudämmen. Ab heute soll das erste von acht C-130-Flugzeugen als Löschflugzeug einsatzbereit sein, die das U.S. Northern Command auf die Kanalinseln in Südkalifornien verlegt hat.

Insgesamt haben die Brände rund um Los Angeles bereits eine Fläche von rund 116 Quadratkilometern verwüstet – das entspricht in etwa der Größe der Stadt San Francisco. Amerikanische Medien bezeichnen die Brandkatastrophe schon jetzt als historisch für die Stadt Los Angeles. Vor allem wehten die Santa-Ana-Winde in Kalifornien in diesem Jahr besonders stark und erleichterten die rasche Ausbreitung der Brände und fachten diese immer wieder an.

Immer heftiger in die Kritik gerät die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass. Während Los Angeles brennt und Zehntausende von Menschen auf der Flucht sind, war die ehemalige Arzthelferin mit Migrationshintergrund nach Ghana gereist. Gerade zurückgekehrt nach Los Angeles, wollte ein Reporter von Sky News noch auf dem Flughafen von ihr etwas zu der Katastrophe hören – doch sie sagte keinen Ton.

Sie hatte das Budget der Feuerwehr um 23 Millionen US-Dollar gekürzt, viele Feuerwehrleute mussten entlassen werden. Jetzt werden sogar Gefängnisinsassen, die im Knast eine Ausbildung zum Feuerwehrmann absolviert haben, zum Löschen geschickt. Häufig aber stehen sie mit ihren Kollegen vor Hydranten, aus denen kein Wasser kommt. Missmanagement allerorten.

Der konservative Aktivist und Autor Charlie Kirk will die Wende, ist Mitbegründer und Vorsitzender der Organisation „Turning Point USA“ sowie Mitglied des in republikanischen Kreisen gut vernetzten Council for National Policy. Kirk postet einen Videoausschnitt, wie eine Bewohnerin von Palisades, Rachel Darvish, in Panik zu Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom eilt und von ihm wissen will, warum die Hydranten kein Wasser haben. Der Gouverneur, der gerade in ein Auto einsteigen will, behauptet, er wolle Präsident Biden anrufen – habe aber gerade keinen Handyempfang.

Donald Trump, der designierte Präsident, nutzte die Gelegenheit, um Newsom anzugreifen: „Bis zu diesem Moment haben Gavin Newscum [Wortspiel mit dem Wort „scum“, was so viel bedeutet wie „Schmutz“] und seine Leute exakt NULL Prozent der Brände eingedämmt“, schrieb Trump. „Das ist kein Regierungshandeln.“ Bereits vor drei Monaten sprach Trump im Podcast von Joe Rogan über das komplett ausgeuferte Missmanagement in Kalifornien.

Brände gab es immer wieder, doch hätten sie mit einer vernünftigen Daseinsvorsorge längst nicht so katastrophal ausfallen müssen. Aber rationale Politik und grün-woke Gesinnung passen so gut zusammen wie Feuer und Wasser.#

 

 


Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 

Anmerkung der Redaktion

Video in X von Michael Schellenberger über das verantwortungslose Missmanagement von Gouverneur Newsom und die Bürgermeisterin von Los Angeles unterstützt von sehr vielen Hollywoodstars, und div, Wellenretter wie Sierra Club

 




Breaking News: Trump sagt Windindustrie den Kampf an.

Diese Windindustrie, sagt Trump, braucht keiner, sie verschmutzen unser Umwelt, so wie man Müll in die Umwelt schmeißt , sie kostet Unsummen, bezahlt durch erpresste Subventionen, sie zerstört die Umwelt bsw. von Walen, vernichtet Werte, behindert das Klima….und, und und.

Mit dieser Rede sagt Trump der Windindustrie den Kampf an. Sie existiert nur, weil sie gewaltige Subventionen bekommt.  Keiner braucht sie, nur die Windindustrie und Ihre Vasallen brauchen sie. Doch sie schadet allen. Der Umwelt, dem Klima, dem Strompreisen, den Eigentümern von Häusern, allen und jedem und in jeder Art und Form. Allein der Zubau der letzten Jahre – und wegen der 20 jährigen Laufzeit der Verträge – kostet wie Anwalt Thomas Mock .kürzlich erläuterte den deutschen Steuerzahler 100 Milliarden €.

Nachtrag vom 8.1.24 15:00 Uhr Es geht schon los:

Der Aktionär schreibt:

Solar‑ und Windaktien: Trump schickt Nordex, SMA & Co auf Talfahrt

Mit Aufsehen erregenden Aussagen hat der designierte US-Präsident Donald Trump am Dienstag einen Vorgeschmack auf seine zweite Amtszeit gegeben. Neben der Vereinigung der USA mit Kanada oder der Annexion Grönlands traf er auch für den Aktienmarkt relevante Aussagen. Während Rüstungsaktien deshalb stiegen, stürzten Solar- und Windaktien in den Keller.

Mit einer scharfen Ansage gegen Windkraft hat der designierte US-Präsident Donald Trump am Dienstag erneut für Wirbel gesorgt. Bei einer Pressekonferenz in seinem Mar-a-Lago-Resort kündigte Trump an, in seiner zweiten Amtszeit, keine neuen Windräder zu bauen: „Wir werden eine Politik verfolgen, bei der keine Windräder mehr gebaut werden.“

Hier die ganze Story.

 

 

Hören Sie dazu auch den Podcast von Holger Douglas mit dem Interview von Thomas Mock. Hier, hier und hier.

Und hier sehen Sie einen Teil der Verantwortlichen dafür, neben Habeck, Scholz, Merz, Merkel klar, aber auch Jürgen Trittin. Rainer Baake,

und vielen, vielen anderem.

Verantwortliche für das Wirtschaftsdesaster hierzulande

 

Es steht zu hoffen, dass Trump auch anderen „Erneuerbaren“ dem Kampf ansagt, und es steht ferner zu hoffen, dass Trump noch lange leben möchte, besonders bei diesen Gegnern.