Wieviel Klimawandel macht der Mensch? Eine kritische Überprüfung der Thesen des Weltklimarats IPCC

Die Veranstaltung

Zu diesem geschlossenen Bürgergespräch lädt der Bun- destagsabgeordnete Dr. Heiko Wildberg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (swg) ein. Es werden kleine Erfrischungen gereicht.

Der Vortrag

Wieviel Klimawandel macht der Mensch? Eine kritische
Überprüfung der Thesen des Weltklimarats IPCC.
Klimamodelle scheitern dabei, die enorme vorindustrielle Klimadynamik abzubilden. In den Simulationen scheinen wichtige Klimaeinflussfaktoren zu fehlen.

Der Referent

Dr. habil. Sebastian Lüning, Jahrgang 1 970, promovierte in Geologie/Paläontolo- gie und befasst sich seit 20 Jahren mit der Rekonstruktion natürlicher Umweltverän- derungen der geologischen Vergangenheit. Für seine Studien- und Forschungs- leistungen erhielt er mehrere Auszeichnungen. Seit 2007 ist er als Afrika- und Süd- amerikaexperte bei internationalen Öl- und Gasunternehmen beschäftigt. Sebastian Lüning ist Autor mehrerer geowissenschaftlicher Dokumentarfilme, darunter Natur- wunder des Maghreb – Expedition durch die Erdgeschichte Marokkos und La Palma – Der schlummernde Feuerdrache. Seit mehr als 20 Jahren ist Lüning Mitglied der American Geophysical Union (AGU), die einige der wichtigsten Fachzeitschriften auf dem Gebiet der Klimawissenschaften herausgeben.

Anmeldung
Für den Einlass ist eine Anmeldung mit Namen und Geburtsdatum unbedingt erforderlich. Bitte senden Sie diese an:

heiko.wildberg@bundestag.de,

Betreff „Lüning“. Von Inhabern eines Hausausweises des Deutschen Bundestags wird kein Geburtsdatum benötigt, Personen ohne Hausausweis müssen am Einlass den Personalausweis vorzeigen.




DAS AUTO-AUS EU: Neue CO2-Grenzwerte und die Folgen für die Beschäftigten

»Ist sich die Politik wirklich über die Auswirkungen ihrer Entscheidungen im Klaren? Hat man dieses Vorgehen genügend überlegt und abgewogen?« Die Fragen von Herbert Diess zu den jüngsten industriepolitischen Beschlüssen der EUst eindeutig und klar formuliert. Eine Antwort darauf bleibt die EU jedoch schuldig. Diess ist   Vorstandsvorsitzender des VW-Konzerns; dessen Beschäftigte haben die Folgen der Entscheidungen in Brüssel auszubaden. Und nicht nur sie – auch die Zulieferindustrie ist schwer getroffen. Aber auch die Bürger und Konsumenten.

Klar ist nur, dass viele in Zukunft kein Auto mehr bezahlen können. Benzin- und Dieselmotoren sollen verschwinden, die Fahrzeuge werden aufgrund der neuen Beschlüsse der EU vom vergangenen Montag erheblich teurer. Diese Beschlüsse kommen allen Beteiligten teuer – natürlich nicht den Verursachern, deren Pensionen kaum Grenzwerte nach oben kennen.

Die neuen Grenzwerte – so willkürlich wie wirkungslos

Wie berichtet, sollen im Jahre 2030 die CO2 Werte im Abgas neuer Automobile noch um weitere 37,5 Prozent sinken. Das würde umgerechnet einen Verbrauch von 2,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer bedeuten. Bezogen ist die Reduzierung auf die ab 2021 geltenden CO2-Werte, die schon vermindert sein müssen.

Die EU sagt, dass mit diesen geringeren CO2-Ausstößen das Weltklima gerettet werden soll. Ein Zusammenhang zwischen dem CO2 Gehalt der Luft und einer Klimaveränderung ist nicht belegt. Kohlendioxid ist als sogenanntes Spurengas mit 400 Teilchen in einer Million Luftteilchen ( 400 ppm ) enthalten und ist der wichtigste »Baustoff« für die Pflanzen. Den benötigt sie, um mit Hilfe des Sonnenlichtes Blattmasse, Stämme und Äste zu produzieren. Der Wachstumsstoff soll jetzt bekämpft werden. Natürlich geht es nur um die Menge; und doch verblüfft der Glaubenseifer, der da an den Tag gelegt wird. Denn klar ist: Deutschlands Anteil an den Emissionen beträgt gerade 2,2 Prozent; und davon entfällt wiederum nur ein Bruchteil auf den Straßenverkehr.

Heiße Luft statt starker Argumente

Die Automobilindustrie ist entsetzt (»völlig unrealistisch«). Nirgendwo sonst auf der Welt gebe es ähnlich scharfe CO2-Ziele. Bundeskanzlerin Merkel sieht das Ergebnis positiv: »Das Ergebnis ist sehr ambitioniert, es ist gut für den Klimaschutz, und es wird dabei unsere Industrie vor einige Herausforderungen stellen.«

Bundesverkehrsminister Scheuer (»eine große Herausforderung«) rät der Autoindustrie eine »Veränderung von Strategien«, um die strengeren Ziele der EU meistern zu können. Das sind wohlfeile Worte. Die Politik jedenfalls leistet keinen Beitrag zur Verbrauchssenkung. Sie bläst nur heiße Luft ab. Denn klar ist: Auch Elektro-Autos brauchen Energie; inwieweit dieser Strom und das Fahrzeugkonzept wirklich sauberer ist kann leicht bestritten werden. Jedenfalls schrumpft die Menge des vermeintlich „eingesparten“ CO2-Ausstoß weiter, wenn alternative Antriebe eingesetzt werden. Logisch nachvollziehbar ist das nicht.

BRÜSSEL BEKÄMPFT MOBILITÄT

Die EU versucht, die heftige Kritik an ihrem umstrittenen Beschluß zu verteidigen. Elisabeth Köstinger, österreichische Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, wies die heftige Kritik an dem EU-Beschluss zurück. Als »ambitioniert, aber machbar« stufte sie die künftigen Abgasvorgaben ein. Sie, die ein abgebrochenes Studium der »Kommunikationswissenschaft« vorzuweisen hat, leitete die Verhandlungen, weil Österreich zur Zeit die Ratspräsidentschaft hat. Noch elf Jahre habe die Autoindustrie Zeit, meint sie. Von Technik hat sie keine Ahnung.Ismail Ertug sitzt für die SPD im Europaparlament und behauptet: »Emissionen von Autos müssen drastisch reduziert werden, um das Klima und die Gesundheit der Menschen zu schützen.« Gleichzeitig müssten scharfe Brüche im Sinne der Arbeitsplätze vermieden werden, so der ehemalige AOK-Firmenkundenberater, auch er ein unbestreitbarer Fachmann für Nichts.
Volkswagen könne nach Einschätzung von VW-Konzernchef Herbert Diess die von der EU verschärften Kohlendioxid-Grenzwerte für Autos einhalten. Er sagte der Bild: »Natürlich werden wir das Ziel, bis 2030 die CO2-Emissionen nochmals um 37,5 Prozent zu reduzieren, erreichen können. Mit unserer E-Plattform und der starken Präsenz in China schaffen wir das.« Was so optimistisch klingt hat ein paar Nebenwirkungen, die er nur so nebenbei offenlegt.

Technikfolgenabschätzung: Katastrophal

Denn dieses verschärfte Ziel verlange großen strukturellen Wandel. Für VW bedeutet der Beschluß der EU vom vergangenen Montag, dass mindestens 40 Prozent Elektroautos gebaut werden müssen. Die werden erheblich mehr kosten als normale Verbrennungsautos, weil der Preis für Batterien sehr hoch bleibt.

Für normale Verbrennungsmotoren müssen die Autohersteller außerdem hohe Strafzahlungen leisten, die bis zu 15 000 Euro für ein großes Auto erreichen können. Die müssen in die Kassen der EU bezahlt werden. Das wiederum erhöhe drastisch den Preis der Autos.

Diess: »Und es würde Arbeitsplätze kosten in einer Größenordnung, die wir in diesem Zeitraum nicht über Vorruhestandsregelungen abbauen könnten.« Dabei hat er noch nicht die vielen Zulieferfirmen angesprochen, die dicht machen müssen.

Auch Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen befürchtet einen Abbau von Arbeitsplätzen: »Ich sehe diese Entscheidung sehr kritisch. Brüssel und Berlin machen zum wiederholten Male den Fehler, Ziele festzulegen ohne einen Plan zu haben.« Es gebe keine Folgeabschätzung. »Die IG Metall befürchtet, dass in diesem Zusammenhang insgesamt etwa 200 000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten.«

Aber was sind schon einige Hunderttausend Arbeitsplätze, wenn es um das Weltklima geht? Dem Klima kann es ja egal sein. Ein paar Zehntel Prozent aus Old Germany verändern es nicht.

Der Beitrag erschien zuerst bei TICHYS Einblick hier




Neuer Auto-Hammer aus Brüssel – jetzt ist der Benziner dran!

Die EU will das Auto und die Autoindustrie endgültig zerstören, anders kann man das aktuelle Geschehen kaum einordnen. Die Vertretung der EU-Staaten, des Europaparlamentes und der Kommission jedenfalls haben am Montagabend beschlossen, daß die Grenzwerte für CO2 schon bis zum Jahre 2030 um 37,5 Prozent sinken müssen. Davor muss schon bis 2025 der Ausstoß 15 Prozent CO2 um 15 Prozent gesenkt werden. In der Summe ist das ein gewaltiger Schritt.

Die Pläne sind im Tollhaus EU also gegenüber den früheren Plänen deutlich verschärft worden. Bei den Beratungen Anfang Oktober war eine Senkung der CO2-Grenzwerte um 35 Prozent im Gespräch. Deutschland wollte 30 Prozent, das Europaparlament 40 Prozent weniger von jenen 95 Gramm CO2, die Neuwagen im Flottendurchschnitt ausstoßen dürfen.

Dieser Schlag der EU trifft vorwiegend den Benzinmotor. Denn der produziert zwar weniger NOx, dafür aber mehr CO2. Ein Grund übrigens, warum in Amerika die CO2 Grenzwerte relativ hoch sind. Dort fahren überwiegend großvolumige langsam drehende Benzinmotoren. Treppenwitz der Geschichte: Laut Internationaler Energieagentur sinkt in den USA der CO2 Ausstoß deutlich mehr als beim selbsternannten »Klimamusterknaben« Deutschland.

Als Vergleich: Derzeit liegt der rechnerische Durchschnitt für CO2 Ausstoß im Abgas der Autos in Europa bei 118 Gramm CO2 pro Kilometer.

Die Illusion der Machbarkeit

Diese neuen herabgesetzten Werte der EU sind mit Verbrennungsmotoren nicht mehr zu erreichen. Eine Verbrennung bedeutet immer Kohlendioxid als Produkt dieser chemischen Reaktion. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Verbrauch und Verbrennung.

Bei einem CO2 Ausstoß von rund 60 Gramm pro km dürfte ein Auto 2,6 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen (im sogenannten Flottenverbrauch). Jedermann ist klar: illusorisch.

Das wagt die EU aber nicht zu sagen, weil jedem sofort klar wäre, dieser Wert gehört ins Reich der Phantasie. Reiner Unsinn, wenn Verbraucherverbände, die angeblich den Schutz der Verbraucher auf der Fahne haben, die neue EU-Regelung begrüßen. Denn davon habe auch der Verbraucher etwas: Autos, die weniger verbrauchen.
Es haben sich die Hardliner durchgesetzt, die unter allen Umständen der Autoindustrie an den Kragen wollen.

Für die Automobilindustrie bedeutet das, mehr Elektroautos zu bauen – auch wenn die niemand kauft, weil sie teurer sind und schlechtere Leistungen als Verbrenner bieten. Bei den Elektroautos steht der Auspuff mit den achso schädlichen CO2 Emissionen nur am Stadtrand, dort wo die großen Kohlekraftwerke noch stehen. Dort stößt er übrigens laut Umweltbundesamt 489 Gramm CO2 pro Kilowattstunde erzeugten Stroms aus.

Das wiederum könnte Umweltterrortrupps wie dem ominösen Verein »Deutsche Umwelthilfe e.V.« auf die Spur bringen, auch dagegen zu klagen. Denn Elektroautos sind nicht umweltfreundlicher als Verbrenner. Aber sie eignen sich besser zur Selbsttäuschung.

Wie Hohn müssen die Worte des »EU-Klimakommissars« Miguel Arias Cañete in den Ohren der Beschäftigten in der Autoindustrie klingen: ehrgeizig und ausgewogen sei die Vereinbarung.

Der Verband der Automobilhersteller sagt: »Niemand weiß heute, wie die beschlossenen Grenzwerte in der vorgegebenen Zeit erreicht werden können.« Das hatten wir schon einmal, als vor knapp zehn Jahren die heute geltenden Grenzwerte beschlossen wurden. Grenzwerte eben ein mittlerweile erprobtes Kampfmittel gegen eine Industrie.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

Anmerkung der Redaktion:

Und um das Maß voll zu machen, arbeitet die SPD weiter daran, die wirtschaftliche Basis vor allem ihrer Klientel zu zerstören. Sie lässt ihren Obermediziner Karl Lauterbach im FOCUS das baldige Verbot von Benzinern fordern. Hier

Der FOCUS schreibt

Fahrverbote für Benziner? Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor dem Kauf von Benzinmotoren. Diese verursachten „mehr Klimawandel“ und würden künftig ebenfalls mit Fahrverboten belegt.

 





Wann wird den Klima-Alarmisten der Stecker gezogen?

Klimawandel hat es bekanntlich immer gegeben und wird es immer geben. Neu auf der Weltenbühne sind dagegen die Klima-Alarmisten, bei denen es sich aber eigentlich nur um die säkulare Version der Weltuntergangspropheten unterschiedlichster Couleur handelt, die immer schon versucht haben, ihren Mitmenschen das Leben ein bisschen schwerer zu machen.

Aber wie kann es sein, dass sich in der Debatte um den aktuellen Klimawandel die Ratio beziehungsweise der Klimarealismus nur so zögerlich durchsetzt, wenn überhaupt? Wieso kann eine doch etwas schwachbrüstig begründete Behauptung – der derzeitige Klimawandel respektive die globale Erwärmung sei ganz maßgeblich oder ausschließlich durch vom Menschen erzeugtes CO2 bedingt – zu politischen Entscheidungen führen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland, den Wohlstand und die Freiheit seiner Bürger ernsthaft aufs Spiel setzen? Und wie kann es sein, dass die Medien nicht etwa vor diesem sich deutlich abzeichnenden Abgrund warnen, sondern ganz, ganz überwiegend nach noch mehr „Klimaschutz“ rufen?

Gerade sind diese Zeilen geschrieben, als ich kurz meine Tätigkeit unterbreche, um die Tagesschau zu gucken. Beim anschließenden Zappen bleibe ich bei einer Wiederholung von Report München hängen: Großes Drama. Der Rhein führt zu wenig Wasser. Die Schifffahrt leidet. Schnitt: Irgendein Experte äußert, dass wir damit nun jedes Jahr zu rechnen haben, wenn nicht endlich energisch gegengesteuert, also der CO2-Ausstoß reduziert werde. Nächster Beitrag: Deutschland komme mit der Reduktion der CO2-Emissionen nicht voran. Mittlerweile hätten uns sogar England und Schweden überholt.

Als ein durchaus sympathisches schwedisches Architektenpaar in ihrem selbst entworfenen Niedrigenergiehaus berichtet, sich hinsichtlich des dortigen Wohnkomforts überhaupt nicht eingeschränkt zu fühlen, aber erkennbar durch einen sehr dicken Rollkragenpullover und eine üppige Vliesjacke der offenbar herrschenden Kühle zu trotzen versucht, ist die zulässige tägliche Propagandadosis eindeutig überschritten. Fazit: Ohne ihre medialen Verbündeten sähen die Klima-Alarmisten in Wissenschaft und Politik verdammt alt aus.

Das Reporterteam scheint bereits auf der Flucht

Liest man etwa die Titelgeschichte im Spiegel Nr. 49: „Klimawandel – Was der Anstieg des Meeresspiegels für die Menschheit und ihre Lebensräume bedeutet“, fällt zunächst der atemlose Duktus auf. Das achtköpfige Reporterteam scheint bereits auf der Flucht zu sein vor der herannahenden Apokalypse – der Anstieg des Meeresspiegels droht, was dem Leser bereits beim flüchtigen Durchblättern auf Grund der vielen hübschen Wasserbilder auffällt. Ob „wir einen Meeresanstieg von mehreren Metern“ bekommen werden, fragt der Spiegel bang den Experten aus dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK). „Den bekommen wir, wenn wir weitermachen wie bisher. Aber auch dann erst in einigen Hundert Jahren.“ 

Der Experte, Professor Levermann, wirkt ansonsten immer noch etwas mitgenommen durch die Lektüre von zwei Forschungsberichten im Mai 2014. Seitdem sei nämlich klar, dass sich die Westantarktis – laut Spiegel „der Ground Zero beim Meeresspiegelanstieg“ – „unwiderruflich“ destabilisiert habe, und der „Kipp-Punkt wahrscheinlich schon überschritten ist“. Was denn nun? Nur wahrscheinlich oder doch unwiderruflich? Egal. Auf jeden Fall muss man nicht habilitierter Physiker sein, um zu erkennen, dass hier solide, auf Messungen basierende Wissenschaft weitgehend ersetzt wird durch den tiefen Blick in die Kristallkugel.

Hochwasser scheint also das neue Leitsymptom des menschengemachten Klimawandels zu sein. Über die Temperaturentwicklung auf der Nord- und Südhemisphäre in den letzten zwanzig Jahren verliert man beim Spiegel jedenfalls kein Wort. Man darf wohl getrost bezweifeln, dass es sich dabei um ein stilles Eingeständnis der – um es pädagogisch einfühlsam zu formulieren – Abschwächung des globalen Temperaturanstiegs handelt. Wobei selbstverständlich niemand derzeit sicher weiß, wohin die Reise in den nächsten Jahrzehnten gehen wird, möglicherweise sogar nach unten. Aber selbst eine solche Entwicklung würde die Alarmisten vom PIK wohl nicht vom Glauben abfallen lassen.

Deutlich wird in dem Spiegel-Artikel auch das gemeinsame Geschäftsmodell von Medien und einschlägiger Wissenschaft: Gute Nachrichten sind tendenziell schlechte Nachrichten, denn je mehr Klimawandel, desto besser. Wenig Klimawandel entspricht bloß der uninteressanten Meldung Hund beißt Mann. Ein Anstieg des Meeresspiegels um einige Meter ist da natürlich eine ganz andere Nummer, vergleichbar fast mit: 2,4 Promille – Margot Käßmann beißt Rottweiler. Und ganz ähnlich ist es auch um die Interessenlage der stattlichen PIK-Besatzung auf dem zum Glück hochwassersicheren Telegraphenberg bestellt: Je katastrophaler die Prognosen zum Klimawandel, desto mehr Klimafolgen kann man mit noch mehr Geld und Personal beforschen und mit noch stärkerer politisch-medialer Resonanz beklagen. Der nächste logische Schritt wäre also der – wieder natürlich absolut zweifelsfreie – Nachweis, dass das finale Hochwasser doch rascher ins Haus steht als zunächst erwartet.

Hauptsache, es gibt großzügig bemessene Unterstützungsfonds

Angesichts dieses erneuten Hochwasser-Bedrohungsszenarios verwundert es doch ein wenig, dass der Spiegel die bereits 1986 von ihm so trefflich ins Bild gesetzte und bis heute leider nicht eingetroffene Prognose über die baldige Überschwemmung des Kölner Doms gänzlich unerwähnt lässt. Ganz abgesehen von solchem Pille-Palle wie den real existierenden Meeresspiegeln und Pegelständen, mit denen man sich offenbar angesichts der gerade heraufziehenden Großkatastrophe nicht ernsthaft beschäftigen muss. Lieber erzählt der Spiegel im Verbund mit anderen medialen Sturmgeschützen die x-te Untergangsversion irgendeiner weit entfernt ruhenden Insel. Dass weltweit kein substanzieller und vor allem kein sich beschleunigender Anstieg der Meeresspiegel dokumentiert ist, weder in Cuxhaven oder Norderney, noch in der Südsee oder im Golf von Bengalen, unterschlägt man. Eigentlich erstaunlich, denn die einschlägigen Daten sind leicht verfügbar. Aber offenbar müssen unsere Medienschaffenden nicht fürchten, von ihren Kollegen, der Wissenschaftsgemeinde, der Politik oder den Lesern wirksam an den Pranger gestellt oder wegen systematischer Verbreitung von fake-news schlicht rausgeschmissen zu werden.

Das muss wahrscheinlich aber der fürchten, der wahrheitsgemäß – wenn man ihn denn ließe – auf die tatsächlichen Probleme von angeblich durch den Klimawandel untergehenden Inseln verweisen würde: Schädigung der Korallenriffe durch Einsatz von Sprengstoff beim Fischen, übermäßiges Abtragen des Strandes zur Gewinnung von Baumaterial, Mangrovenabholzung, Überbevölkerung mit exzessiver Grundwasserentnahme, geänderte Strömungs- und Sedimentverhältnisse, Siedlungsdruck und nachlässiger Küstenschutz. Aber das würde alles so gar nicht zu den Bildern von den netten Fidschi-Insulanern passen, wie sie anlässlich der Bonner Klimakonferenz im letzten Jahr gesendet wurden. Dass die Insulaner vielleicht auch nur schlicht zu bequem sind, um nach ihren Umweltfreveln das Dorf in etwas günstigerer Lage neu aufzubauen, geschenkt. Hauptsache, es gibt großzügig bemessene Unterstützungsfonds. Um in deren Genuss zu kommen, nimmt der Südseeinsulaner dann sogar das im November doch etwas unwirtliche Bonner Klima – oder wie vergangene Woche sogar das in Kattowitz – in Kauf.

Wie kann es sein, dass die Medien, angeführt von den öffentlich-rechtlichen Anstalten, beim Thema Klimawandel eine Art Narrenfreiheit genießen? Den durchschlagenden Erfolg der schlichten Klima-Dichotomie – viel CO2 gleich Klimahölle, wenig CO2 gleich Ökoparadies – auf die fehlende naturwissenschaftliche Kompetenz der meisten Journalisten zurückführen zu wollen, ist sicherlich nicht ganz falsch, trifft aber mitnichten den Kern des Problems.

Der wesentliche Grund dürfte vielmehr ein in der Psychologie bei der Personenwahrnehmung seit langem bekannter systematischer Beobachtungs- und Beurteilungsfehler sein, der sogenannte Halo- oder Hof-Effekt: Um eine auffällige Eigenschaft bildet sich ein „Bedeutungshof“, wie beim Mond in dunstigen Nächten. Sie färbt das Urteil über andere Eigenschaften. Die auffällige Eigenschaft des Begriffs „menschengemachter Klimawandel“ ist seine Zugehörigkeit zur Political Correctness (PC), die ihn mit ihrem Bedeutungshof umgibt und so die Beurteilung positiv einfärbt. Der zuletzt als Professor für Meteorologie am MIT in den USA tätige Atmosphärenphysiker Richard S. Lindzen brachte es im Oktober 2018 folgendermaßen auf den (deutsch übersetzten) Begriff:

„Da haben wir’s. Eine unwahrscheinliche Annahme, gedeckt durch Falschaussagen und ständig wiederholt, ist zu politisch korrektem ‚Wissen‘ geworden und dient dazu, die industrielle Zivilisation umzustürzen.“

Der Geist scheint auf Autopilot zu laufen

Die Aufnahme eines Themas in den PC-Katechismus immunisiert es damit automatisch weitgehend gegen Kritik und schirmt es so gegen die Realität ab. Es wird von einer ursprünglich wissenschaftlichen Ebene auf die der Moral gehoben. Jetzt kämpfen die Protagonisten nicht mehr in erster Linie auf der Grundlage von empirisch begründeten Erkenntnissen um die Wahrheit, sondern die Guten müssen jetzt vorrangig die Bösen abwehren, also die gern als „Klimaleugner“ oder „Klimaskeptiker“ bezeichneten Klimarealisten oder Klimawandelrealisten. Die Reaktion auf Kritik, so man sie überhaupt zur Kenntnis nimmt, verläuft mehr und mehr ritualisiert. Hier ein aktuelles Beispiel.

Fehlende Plausibilität, innere Widersprüche, unpassende Messergebnisse, nicht eingetretene Prognosen und größenwahnsinnige Ziele – das Klima retten, die Temperatur der Erde begrenzen – werden im Kampf gegen das Böse gar nicht mehr als relevante Probleme wahrgenommen, der Geist scheint auf Autopilot zu laufen. Die im Falle des menschengemachten Klimawandels ganz außerordentliche Wirkmächtigkeit des Halo- bzw. PC-Effektes gründet sich dabei auf eine besondere moralische Überhöhung des Themas – als Frage von „Leben und Tod“, wie es UN-Generalsekretär António Guterres kürzlich ausdrückte. Mehr geht eigentlich nicht. Und schlussendlich profitieren die Hohepriester des „menschengemachten Klimawandels“ noch von einer ganz besonders charmanten Seite der PC-Ideologie: Abweichungen vom Pfad der (Klima)-Tugend werden nicht toleriert, sondern nach Möglichkeit sanktioniert. Dabei reicht der Strafkatalog von einer bloßen Verletzung der Wissenschafts-Etikette über Rufschädigung bis zum Verlust des Arbeitsplatzes.

Aufgrund der Moralisierung des Themas verwundert es auch nicht, dass die Wahl von Klimarealisten – etwa die Wahl Trumps zum US-Präsidenten oder der AfD in den Bundestag – nicht wirklich eine Debatte über das Thema initiiert hat. Vielmehr war das bloß Wasser auf die Mühlen der Alarmisten, denn Trump und AfD stehen ja für das politisch Böse schlechthin. Da heißt es für die Guten: Augen zu, fest unterhaken und keine Gefangenen machen. Und im argumentativen Notfall kann man immer noch verweisen auf die geschlossene Front von angeblich 97 Prozent der Klimaforscher, die die Ansichten der Klima-Alarmisten teilen würden. Abgesehen davon, dass Wissenschaft keine Demokratie-Veranstaltung ist – es genügt gegebenenfalls ein einziger Abweichler, so seine Ansichten sich als zutreffend erweisen – stellt sich auch hier die Wirklichkeit deutlich anders dar, wenngleich verschiedene Manifeste, Petitionen und Umfragen von den deutschen Medien konsequent ignoriert werden. Zudem sollte man Wissenschaftler, die ihre Forschungsanträge auch in einen Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel stellen, nicht vorschnell als Überzeugungstäter ansehen. Opportunismus gibt es überall. Und ganz besonders dort, wo die Fördertöpfe überquellen.

Den ökologischen Tugend-Terror zur Staatsräson erklären

Was mag ansonsten noch zum ganz außergewöhnlichen Siegeszug der Klima-Alarmisten während der vergangenen zwei bis drei Jahrzehnte beigetragen haben? Zum einen sicherlich die mit der „Klimarettung“ via massiver Finanztransfers in die Entwicklungs- und Schwellenländer verbundene Sühneleistung, welche wir als Teil der mit Hilfe von Kohlenstoff industrialisierten westlichen Welt zu leisten haben, basiert doch unser Wohlstand angeblich auf der Ausbeutung eben dieser armen Länder.

Dass dieses Motiv in Deutschland besonders hoch im Kurs steht, versteht sich angesichts unserer mittlerweile tief verankerten Empfänglichkeit für Schuld jeglicher Art von selbst. Zum anderen wäre da noch die sich dem links-grünen Milieu und ihren Eliten bietende günstige Gelegenheit, unter dem Damoklesschwert der drohenden Apokalypse endlich den ökologischen Tugend-Terror zur Staatsräson erklären zu können. Auf dem Nebengleis wird dabei gleichzeitig nach und nach der ungeliebte Nationalstaat zugunsten einer EU- und UN-geführten supranationalen Bürokraten-Herrschaft langsam geschleift.

Ohne die Säkularisierung wäre ein so dermaßen erfolgreiches Agieren der Klima-Alarmisten allerdings kaum vorstellbar. Weite Teile der westlichen Politik scheinen mittlerweile nicht mehr an den wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels interessiert zu sein, sondern sehen die inszenierte Klimakatastrophe und den heldenhaften Kampf dagegen schlicht als Chance zur Sinnstiftung. Endlich wird das Glaubensvakuum gefüllt. Insofern charakterisiert der Ausdruck Klimakirche das uns nun schon seit vielen Jahren dargebotene Spektakel durchaus zutreffend. Gott hat endgültig ausgedient. Nun ist der Mensch vollständig in seine Fußstapfen getreten und  versucht sich auch beim Klima an der Schöpfung.

Den Apokalyptikern spielen, sozusagen eine Etage tiefer, aber noch weitere Faktoren in die Hände: ihre nahezu unbegrenzte Möglichkeit, bloße Wetterphänomene zu Symptomen des Klimawandels umzudefinieren – immer natürlich in Verbindung mit einprägsamen Bildern von Überschwemmungen und Zerstörungen –, oder auch die ganz reale Wärme und Dürre wie in unserem letzten Sommer. Hätte die Kirche ähnliche Möglichkeiten – zweimal im Jahr äußert sich nicht Bedford-Strohm, sondern der Herrgott persönlich, live und in Farbe und nebenbei jeweils noch locker ein Wunder vollbringend –, hätte die Aufklärung bis heute einen ausgesprochen schweren Stand.

Schließlich gelingt es den einschlägigen Wissenschaftsprotagonisten – mit vorneweg die Truppe vom Telegrafenberg –, die Gläubigen mit immer neuen Klimamodellen oder -projektionen zu ängstigen. Mit Hilfe des Computers und aufwendiger mathematischer Prozeduren nahezu jedes Szenario modellieren zu können, wirkt sich leider oft fatal aus. Denn dadurch werden bei den Forschern Hybris und Größenphantasien geweckt. Man vermittelt zudem den Eindruck, als sei ein dermaßen komplexes System wie das Klima bereits in allen Facetten vollkommen entschlüsselt und „vergisst“ darüber, dass bei den Prognosen in letzter Instanz hinten das herauskommt, was man vorne und unterwegs hineingesteckt hat.

Dabei ist gerade das vorausschauende, planerische Denken in komplexen, vernetzten  Situationen keine Stärke des menschlichen Verstandes. Klassische (einfache) Beispiele dafür sind etwa die Prognosen des Automobilbestandes in der Bundesrepublik oder die anfänglichen Vorhersagen zur Ausbreitung der AIDS-Infektion. Auch wegen dieser menschlichen Schwäche ist die Geschichte der Klimaprognosen und der Vorhersagen zu anderen, vergleichsweise übersichtlichen Umweltbedrohungen ganz überwiegend eine Geschichte des Scheiterns – und das so gut wie immer in eine Richtung. Ein bisschen Demut täte folglich allen Beteiligten und besonders den Wissenschaftlern ausgesprochen gut.

Bereits hunderte Milliarden versenkt

Aber davon keine Spur, sondern nur vom bloßen Gegenteil. Der Klimakatastrophen- und Klimarettungszug rast von einer internationalen Konferenz zur anderen, wobei in Deutschland kein Verantwortungsträger erkennbar ist, der wenigstens nach der Bremse sucht. Und wenn sich die Fahrt doch etwas verlangsamt, dann unfreiwillig, etwa weil es Deutschland – trotz zweifellos reichlich vorhandenen guten Willens – nicht schafft, seine Emissionszusagen einzuhalten. Nicht mal das kriegen sie hin. Scheinen aber tatsächlich zu glauben, dass der über den Entwicklungs- und Schwellenländern niedergegangene und noch niedergehende Geldregen zielgerichtet und effektiv zum „Klimaschutz“ eingesetzt wird.

Wer von Politikern erwartet, dass sie einen Fehler zugeben, kann lange warten. Das gilt umso mehr, wenn es sich um eine jahrelange Kette von Irrtümern handelt und wenn deretwegen bereits hunderte Milliarden versenkt worden sind. Außerdem gibt es eine stetig wachsende, mittlerweile ausgesprochen stattliche Klimakatastrophen-Lobby, zu der neben den einschlägigen EU-, UN- und Forschungs-Einrichtungen mittlerweile ja auch große Teile des Energiesektors und inzwischen auch der Mobilitätsindustrie sowie Unternehmen zählen, denen primär an einem positiven „Klima-Image“ gelegen ist oder die, wie Versicherungen, die günstige Gelegenheit zur Prämienerhöhung nutzen. Nicht fehlen in dieser Auflistung dürfen natürlich auch einschlägige Ministerialabteilungen auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene sowie Bundesbehörden wie das Umweltbundesamt (UBA), samt dem typischen Speckgürtel von zuarbeitenden NGOs, Agenturen, Instituten, Initiativen und Individuen.

Von der kritischen Öffentlichkeit vielleicht noch gar nicht recht registriert sind Umfang und Zielrichtung, mit denen das Thema Klimakatastrophe sich mittlerweile auch in Medizin und Sozialwissenschaften ausgebreitet hat. Beispielsweise fand vor einem Jahr unter der Ägide des Deutschen Wetterdienstes (DWD) beziehungsweise seiner meteorologischen Fortbildungszeitschrift promet eine von fünf „Partnern“ gesponserte Konferenz im schönen Salzburg unter dem Titel Klimakommunikation statt. Liest man in dem noch hinter einer Bezahlschranke verborgenen Heft 101 die dort gehaltenen Vorträge, drängt sich der Eindruck auf, dass man hier offenbar an einer Wiederbelebung der operativen Psychologie arbeitet, die bis zum Untergang der DDR an der Juristischen Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit beheimatet war. Dabei ging es weniger um die Erarbeitung neuer psychologischer Erkenntnisse als vielmehr darum, Basiswissen gezielt zur Stabilisierung von Mitarbeitern einerseits und Zersetzung von politischen Gegnern andererseits zu nutzen.

Typische Themen der Salzburger Tagung waren etwa „Desinformation zum Klimawandel – und was man dagegen tun kann“ oder – als „sinnvolle Erziehungsmaßnahme“ bezeichnet – „Wie Wettermoderatoren das Klima ins Wohnzimmer bringen können“. Höhepunkt dürfte allerdings ein von der Geschäftsführerin des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK) inszeniertes Planspiel gewesen sein: Wie man es schafft, Verbote – in diesem Fall „die Kontingentierung von Flügen auf einen Flug pro Jahr“ – für die Betroffenen „attraktiv“ zu machen. Wie kräftig der oben genannte Speckgürtel bereits geworden sein muss, veranschaulicht auch ein etwas abseitiger Zwischenbericht“ aus dem UBA: „Gendergerechtigkeit als Beitrag zu einer erfolgreichen Klimapolitik“.

Später wird man sich wahrscheinlich fragen, wie es dazu kommen konnte, dass durch sogenannte Klimaschutzmaßnahmen ein Land ruiniert wurde, allein auf der Grundlage einer milden Erwärmung über etwa zwei Jahrzehnte am Ende des vergangenen Jahrhunderts, die nicht den Rahmen der beiden letzten warmen Phasen zur Römerzeit und im Mittelalter sprengte – ganz zu schweigen von den länger zurückliegenden Warmphasen –, die sich trotz weiter ansteigender CO2-Emissionen mittlerweile abgeschwächt und deren zentraler Antrieb, eine vermeintlich starke CO2-Klimasensitivität, sich als zunehmend unwahrscheinlich erwiesen hat. Tja, wird man vielleicht später sagen, wenn die Klima-Hysterie damals der einzige Polit-Irrsinn gewesen wäre, dann hätten sie vielleicht noch die Kurve kriegen können.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier




Die Weltkirchenkonferenz der „Church of Global Warming“in Kattowitz

Jeder der Heartland-Sprecher und auch Lüdecke hielten dort einen Vortrag in einer „life-stream“ Austrahlung via Internet. Lüdecke hatte somit auch die Gelegenheit, die ihm bislang persönlich nicht bekannten Mitglieder dieses Instituts kennenzulernen, die sich als sehr nett und ungemein humorvoll erwiesen. Natürlich wurde auch die Gelegenheit genutzt, für einige Stunden die UN-Klimakonferenz zu besuchen. Eine offizielle Zulassung seitens der UN als „Acknowledgement of participant’s nomination, competitive enterprise institute, observer-NGO“ musste vorher per Internet beschafft werden – war problemlos.  In diesem Kurzinterview nun berichtete er mir von seinen Beobachtungen.

Die Konferenz von Heartlandwar eine Veranstaltung in einem Hotelraum räumlich außerhalb der COP24 und wurde in 37 Staaten übertragen. Diese Ausstrahlung fand offenbar starke Resonanz. Mehrere Anfragen an Lüdecke mit der Bitte um seinen Vortragstext und die Vortragsfolien sind als Folge dieser Life-Sendung aus dem Ausland gekommen.

Bemerkenswert fand der EIKE-Pressesprecher die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen der polnischen Polizei. Bei der Ankunft in seinem Hotel in Krakau, in dem augenfällig auch viele afrikanische Delegierten der UN-Konferenz untergebracht waren, wurden die Ausweise der Hotelgäste akribisch von zwei Polizeioffizieren mit Hilfe eines speziellen Prüfgeräts authentifiziert. Befürchtete man einen Anschlag auf staatliche Vertreter der afrikanischen Länder? Da viele Konferenzteilnehmer in Krakau nächtigten, gab es Busdienste nach Kattowitz und zurück. An jeder größeren Kreuzung oder Straßeneinmündung ab Kattowitz in Richtung Krakau parkierten Polizeiautos mit Blaulicht. Am Eingang des UN-Tagungsgebäudes ging es zu wie im Flughafen: Taschen wurden geröntgt und die Besucher mit dem Metalldetektor überprüft. Die Heartland-Organisatoren und Lüdecke, alle als Nichtregierungsorganisation angemeldet, erhielten dort schließlich ihre um den Hals zu hängenden Identifizierungsplaketten für das Gebäude. Offenbar wollte der Weltklimarat sich nicht die Blöße geben, Klima-Realisten und damit Kritiker der Konferenz abzuweisen.

Im Inneren des riesigen Kuppel-Komplexes der COP24 gab es auch mehrere Hunderte sehr kleiner offener Separées, in denen Firmen und Organisationen für ihre Produkte, Projekte und Beratungsdienste warben. Lüdecke sprach mit einigen von ihnen über ihr Anliegen, unter anderem mit einer Organisation, die „Eco-villages“ weltweit betreibt oder propagiert sowie mit einer in Deutschland tätigen Firma, die Landwirtschaftsinvestoren in Afrika berät. In allen Fällen hat Lüdecke den Eindruck gewonnen, dass diese Vertreter von den technischen Grundlagen ihrer Anliegen und insbesondere von der realen Klimaentwicklung keinen blassen Schimmer hatten und sich dafür auch nicht interessierten. Es ging nur um die Aktion selber. Nach sachlichen Gründen der Aktion zu fragen war geradezu unvorstellbar. Alle Gesprächspartner zeigten sich hier hilflos und konfus, aber stets freundlich und bei vielen gegenseitigen Scherzen stets gutgelaunt. Kurz, bei allen Ausstellern handelte es sich um reine PR-Vertreter. Die Repräsentantin der in Deutschland tätigen Firma, eine junge Dame so um die 25, sprach nicht einmal deutsch, nur Englisch. Sie bekam ratlose Kinderaugen bei der Frage, ob sie etwas Näheres über die Verbreitung, Ursachen, Dauern und Stärken der Dürren wüsste, deren Darstellungen so plakativ an den Wänden ihres Stands hingen oder ob sie zu diesen Problempunkten vielleicht Informationsflyer hätte.

Ausblendendendes Nichtwissen über die Klimafakten galt für alle Konferenzteilnehmer, mit denen sich Lüdecke unterhielt. Ein senegalesischer Wasserwirtschafts-Manager beispielsweise schien wirklich Ahnung von der Wasserwirtschaft zu haben, meinte aber, die Regenfälle in seinem Land hätten des menschgemachten Klimawandels wegen stetig abgenommen. Auf die erstaunte Nachfrage, wie er darauf komme, konnte er aber keine Quelle für seine Behauptung nennen. Auf die weitere Anmerkung, dass auch für sein Land die Daten der monatlichen Regenfälle (ab 1901 bis 2015) im Internet veröffentlicht und leicht zugänglich seien, reagierte er mit höflichem Nichtverstehen. Wie kann man nach so etwas überhaupt fragen! Die Behauptung des netten Senegalesen sei natürlich falsch gewesen. Eine langfristige Tendenz von abnehmendem Regen in Senegal ist nicht auszumachen. Über Zeitspannen von ein paar Jahren schwankt natürlich die Jahresregenmenge wie ein Lämmerschwanz, das sei aber auch schon alles – so gemäß der später vorgenommenen Überprüfung der numerischen Regenreihe von Senegal durch Lüdecke.

Es ergab sich insgesamt der Eindruck, dass hier viele staatliche und privatwirtschaftliche Vertreter zur COP24 angereist waren, die an die Fördertöpfe der UN heranwollten, ohne wirklich vom Klimageschehen betroffen zu sein oder auch nur die geringste Ahnung von ihm und seinen realen Auswirkungen zu haben. Die zahlreichen unmittelbar sichtbaren Konferenzbesucher waren weit überwiegend unter 30 Jahren alt und davon wieder der größere Anteil Frauen. Ferner konnte man den Eindruck gewinnen, dass etwa die Hälfte aller Besucher nicht-weiße Vertreter aus nicht-westlichen Ländern waren. Auf die Klimakonferenz von Kattowitz kamen offensichtlich kaum naturwissenschaftliche, biologische oder ökonomische Experten, sondern vielmehr junge ahnungslose Leute und vor allem das globale Juste Milieu von technikfernen Intellektuellen sowie Oberschichtler und Politiker. Letztere wissen offenbar sehr gut Bescheid, wie man durch die „richtigen“ Kontakte und die religiösen Überzeugungen der Church of Global Warmingan an die Gelder der Industrienationen herankommt.

Fazit: Eine große religiöse Bewegung zur Rettung der Welt verfehlt nicht ihre Wirkung auf die zerebralen Zentren von Empathie und Aktionismus. Erst die Aufklärung hatte damit aufgeräumt, indem sie Rationalität, naturwissenschaftliche Erkenntnis und Bevorzugung von Fakten dagegen setzte. Beim Klimaschutz erleben wir wieder die Rückwendung zum Mittelalter. Die Facetten, wie Verfolgung von Nichtgläubigen und Profit der Abgebrühten, die den Schwindel für ihren eigenen Vorteil zu nutzen wissen, sind die alten geblieben.