PIK Forscher Rahmstorf diskutiert über Klimafragen mit AfD MdB Hilse – Was ist richtig? Was ist falsch?

Vorbemerkung von Horst-Joachim Lüdecke

Diesen Beitrag schrieb die EIKE Redaktion. Ganze Textstücke und Quellen von Fachpublikationen habe ich beigesteuert. Unter gemeinsamer Vertretung von Meinungsvielfalt und offener Diskussion haben Redaktion und ich unterschiedliche fachliche Auffassungen in einigen wenigen Punkten. Da der Leser (ohne unsinnige *innen“, denn  selbstverständlich sind mit Leser vor allem auch unsere geschätzten Leserinnen gemeint) ein Recht darauf hat, zu wissen, wo die unterschiedlichen Auffassungen liegen, folgende Erläuterungen:

Die Antworten zu Frage 3 teile ich nicht. Ich bin im Gegensatz zu der auch vom Geologen Ian Plimer vertretenen Auffassung der Ansicht, dass der jüngste CO2-Anstieg anthropogen ist und Vulkanismus hier nur einen vernachlässigbaren Einfluss spielt (hier), (hier). Ansonsten teile ich die Sachinhalte des Beitrags. Im Grunde ist das Entscheidene bereits unter Antwort 1 gesagt: Es ist das absurde Verhältnis von verschwindendem Temperatureffekt zu irrsinnigen Kosten und Naturschädigungen (Windräder) infolge CO2-Vermeidung.

 

Zum Beitrag selber

Die Rahmstorf Quellen für Fragen und Antworten finden sich unter „Das Schüler-Klimaquiz der AfD: die Auflösung“ (hier) und „Herr Hilse von der AfD beantwortet die Fragen der KlimaLoungehier. Den Quiz und seine Verteilung finden Sie unter diesem kurzen Video hier

 

Sehr geehrter Herr Rahmstorf,

mit Interesse haben wir Ihre Diskussion mit Herrn Hilse verfolgt. Da wir eine solche Diskussion grundsätzlich begrüßen und in ihr auch EIKE genannt wird, erlauben wir uns zu Ihren Feststellungen “ Herr Hilse von der AfD beantwortet die Fragen der KlimaLounge“ (hier) eine Stellungnahme.

Zu Frage 1, Sie fragten

  1. „Wie genau wurde die im Fragebogen in Antwort 6c genannte Zahl 0,000653 ° Celsius berechnet?“

und zitieren dann die ausführliche Antwort von Herrn Hilse, aber nur auszugsweise, um dann sogleich eine Scheinwiderlegung zu versuchen.

Erfreulich u.E.n. ist dabei, dass Sie mit dieser Antwort – obwohl, wie wir gleich zeigen werde, thematisch völlig daneben liegend- mit schlappen, unmessbaren und unerkennbaren 0,05 Kelvin Erwärmung, einer nur hypothetischen globalen Mitteltemperatur bis 2100, auch noch bei ungebremsten CO2 Emissionen Deutschlands, seine Schlussfolgerung komplett bestätigen. Denn er schrieb: „dass der Beitrag Deutschlands, selbst wenn man der Hypothese vom menschengemachten Klimawandel über seine CO2-Emissionen glaubte, rein rechnerisch so gering ist, dass sich jedwede Aktionen bzw. milliardenschwere Investitionen, die die Versorgungssicherheit akut gefährden und hunderttausendfache Arbeitsplätze vernichten werden, verbieten.“

Wir hoffen und vermuten, dass Sie diese 0,05 Kelvin ebenfalls als völlig unwichtigen  Beitrag zur „Klimarettung“ ansehen, so wie wir und jeder vernünftige Mensch.

Sie behaupten dann – ohne den genutzten Rechenweg und dessen zugrunde liegenden Annahmen und Parameter wie z.B. den wichtigen ECS Wert, Ihren Lesern mitzuteilen – dass seine Berechnung falsch sei (hier die Originalquelle), ihm obendrein ein Denkfehler unterlaufen sei, um dann die zusätzliche Erwärmung den Lesern mitzuteilen, wenn Deutschland Jahr für Jahr bis 2100 seine 900 Mio t CO2 Äquivalent emittierte.

Die Berechnung der zusätzlichen Erwärmung unter welchen Annahmen auch immer, war jedoch nicht das Thema und des zitierten Antrages, das Thema war, und darauf baut die Berechnung auf, die Sie auch weder inhaltlich noch formal widerlegten, um wieviel weniger die hypothetische Erwärmung fortschritte, wenn Deutschland seine Einsparziele erreichte und diese von  900 Mio t CO2 Äquivalent auf Null senkte. Und Ihre Anmerkung, dass man sich dabei auf die Jahresmenge bezöge, ist zwar nicht ganz falsch, aber sie werden wohl zustimmen müssen, dass man diese Menge nur einmal einsparen könnte, sowohl logisch rechnerisch, als auch rein praktisch. Dieses Land wird nach dieser Einsparung ein reines Argrarland sein, wie es einst ein Herr Morgenthau gewünscht hatte, unfähig CO2, wie heute, zu emittieren.

Im Gegensatz zu Ihnen sind wir auch nicht der Ansicht, dass die restlichen 99 % der Menschen unserem deutschen Irrweg folgen. Die Zuwachsraten vor allem in China, Indien und anderen Teilen der Welt beweisen es jeden Tag. Ebenso wenig sind wir der Meinung, dass Ihre Berechnungen irgendeinen realen Bezug haben, wenn Sie dabei, wie in ihrem früheren Beitrag geschehen, nicht nur die natürlichen Treiber fast völlig ausklammern, sondern auch noch mit viel zu hohen forcings arbeiten. Es wird schon seinen Grund haben, warum Sie den Rechenweg, die dazu gemachten Annahmen und Parameter ihren Lesern vorenthielten.

Dürfen wir daher nochmals Ihren Kollegen Schönwiese zitieren, der ehrlich zugab, wie Ihre Modelle gestrickt sind. „Prof. Dr. Christian-Dietrich  Schönwiese (HR Stadtgespräche 2.2.2010)„wir machen keine Vorhersagen, sondern bedingte, Szenarien gestützte Projektionen… Und Projektion heißt ..wenn – dann Aussage! Wenn ich in das Modell hinein stecke, der Mensch macht das und das und die Natur macht quasi nichts, sie wird also weitgehend vergessen,bei diesem Blick in die Zukunft , dann wird die Temperatur so und so ansteigen

… das trifft praktisch auf die Gesamtheit der natürlichen Klimaprozesse zu(Lehrbuch Christian-Dietrich  Schönwiese Klimatologie 4. Auflage Seite 362)

 

Zu Frage 2 Was ist der wissenschaftliche Beleg für die in Antwort 5c genannten “vier Warmzeiten, in denen es teilweise mehrere Grad wärmer war als heute”? 

Antwort Hilse:  Siehe Grafik nach Dansgard Öscher/ Schönwiese zur Quizfrage 5. Die Daten sind auch aus dem NOAA-Paleoclimatology-Archiv erhältlich. Studien, die die mittelalterliche Warmzeit belegen können u.a. hier “Lüning, S., medieval” abgerufen werden

Schönwiese Dansgaard Oescher Kurve mit Ergänzungen von Stefan Rahmstorf

Ihrer dazu gemachte Aussage, dass die Temperaturen heute weit(!) höher als jemals im gesamten Holozän seien, widersprechen so gut wie alle Fachpublikationen. Und offenbar ist es ein Reflex bei Ihnen, alles was Ihnen nicht passt, als „lokal“ zu entwerten. Das machen Sie bei der Einordnung der mittelalterlichen Warmzeit so, die, wie das MWP Projekt zeigt (siehe weiter unten), global auftrat, das machen Sie bei den alpinen Temperaturen so, wie sie z.B. G. Patzelt an den alpinen Gletschern untersucht hat, und die zeigen, dass sogar mehr als 66 % der letzten 10.000 Jahre wärmer als heute waren, nur wenn es um Ihre Eisbohrkerne geht, die ebenso sehr lokal gewonnen werden, dann sind die plötzlich global gültig.

Fest steht jedoch, die von Ihren Kollegen Daansgard und Schönwiese erstellte, aber von Ihnen kritisierte Grafik, im Wesentlichen völlig in Ordnung ist, was ihre Einzeichnungen auch bestätigen

Ihre Meinung bezieht sich daher offenbar auf eine Aktivistenstudie von Marcott et al. 2013, die aber fast ausschließlich marine Lokalitäten berücksichtigte. An Land war es damals an vielen Stellen der Erde 2-3 Grad wärmer als heute.

Hier erst einmal einige Belege zum mittelalterlichen Wärmeoptimum, einem globalweiten Phänomen, welches etwa heutigen Temperaturen entsprach, die Arbeiten [1], [2]. Zur Arktis stellvertretend [3], [4]und [5]. In Fig. 6 von [5] ist zu sehen, dass die Grönlandtemperaturen von 8000 Jahren um etwa 2,5 °C höher lagen als heute. In [4] steht die Aussage   „Our results show that early Holocene air temperatures exceed present values by a few degrees Celsius“ bereits im abstract.

Und zum Schluss noch: Die Temperaturerhöhung während der Industrialisierung lag weit im natürlichen Bereich. Zudem begann sie Ende der sog. kleinen Eiszeit, und niemand wird sich heute wünschen, es wäre danach nicht wieder wärmer geworden. Auch die Temperaturänderungen (über 50 Jahre mit linearer Interpolation) waren bereits im Zeitraum der Thermometermessungen vor der Industrialisierung wesentlich höher als heute. Die mittelenglische Thermometerreihe CET, frei im Internet abgreifbar, zeigt den stärksten Temperaturanstieg über 50 Jahre von 1687 bis 1737 mit 1,87 °C. Der höchste Wert in jüngster Zeit erfolgte dagegen von 1966 bis 2016 mit 1,03 °C, also um fast 1 °C weniger. Sie können das gleiche Spielchen auch mit 30 Jahren machen, es kommt ähnliches dabei heraus.

 

Zu Frage 3

Frage 3: Stimmen Sie zu, dass der gemessene CO2-Anstieg in der Atmosphäre seit der Industrialisierung von uns Menschen verursacht worden ist? Falls nicht – wo kommt das CO2 sonst her, und wo ist das von uns Menschen in die Luft geblasene CO2 dann geblieben (immerhin ja die doppelte Menge dessen, was den gesamten Anstieg erklären würde)?

erklären Sie Herrn Hilses Antwort schlicht für falsch, können diese Behauptung aber nicht beweisen. Stattdessen zitieren Sie den US Geological Survey, der auf der angegebenen Website nur behauptet die submarinen Vulkane einbezogen zu haben. Wie er das gemacht hat, ohne die hunderttausend oder mehr Vulkane zunächst zu kartieren und dann zu vermessen, teilen Sie und der USGS aber nicht mit. Daher ist deren Aussage, ebenso wie Ihre, wertlos, weil wissenschaftlich nicht haltbar.

Ihre dann folgende Frage, warum der CO2 Gehalt der Atmosphäre ausgerechnet seit Beginn der Industrialisierung zugenommen habe sollte, hätte einen gewissen Charme, wenn Sie zuvor geklärten hätten:

  1. Wann beginnt für Sie „die Industrialisierung“?

Um 1850? Wie bei Ihrem Kollegen Levermann bei seinem verunglückten Aufritt im Deutschen Bundestag? Also just und rein zufällig am Ende der kleinen Eiszeit, oder dort, wo alle anderen sie verorten, nämlich im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts?  Für uns ist das die richtige Antwort.

Verlauf atmosphärisches CO2 mit gespleißerter Grafik unter Angabe der jeweiligen Quellen

Und

2. Verweisen sie zwar in sonstigen Beiträgen immer auf lokale Belege, die wenig bis nichts über die globale Situation aussagen, z.B. wenn es um den Nachweis der MWP (Medievial Warming Period) geht, oder weiter unten, wenn Sie die Grafik nach Dansgaard, Schönwiese als lokales Ereignis abtun, finden aber nichts dabei, wenn sie andere Eisbohrkernproxies, deren Daten sich zudem durch riesige Unsicherheiten auszeichnen, zu globalen Daten erklären. So sehr sich die Autoren (.z.B. hier) bemühen, diese großen Unsicherheiten wenigstens zu quantifizieren, so wenig sind benutzten Methoden zuverlässig genug, um die behaupteten Ergebnisse zu rechtfertigen. Abgesehen von der Tatsache, dass in Ihrer Grafik die Unsicherheiten überhaupt nicht angegeben sind.

3. Im Übrigen handelt es sich offensichtlich um eine unzulässige „gespleißte“ Grafik, bei der Instrumentenmessungen mit Eisbohrproxymessungen verschnitten wurde. Eine Methode, die schon unrühmlich als „Mikes Nature Trick“ seit den Climate Gate Emails in Verbindung mit dem Hockeystick Betrug angewendet wurde. Den bemühen Sie ja immer noch als „wissenschaftlichen Beleg“ in ihrer Abb. 1.6. Da drängt sich die Frage auf: Lernen Sie eigentlich nie dazu? Die o.a. Grafik (Quelle hier) zeigt zumindest die verschiedenen Quellen für die Spleißung an, was bei Ihrer Grafik völlig fehlt.

4. Zudem verweisen wir auf andere Proxyquellen, wie z.B. auf die Untersuchungen von F. Wagner (Quaternary Science Reviews 23 (2004) 1947–1954.) oder Kouwenberg 2004 zu den CO2 Indikatoren aus Blattstomata, sowie auf die direkten C02 Messungen die seit Beginn des Jhh, vor allem in Europa durchgeführt wurden. Sie alle weisen eine erheblich höhere CO2 Konzentration aus, und auch eine wesentlich größere Variabilität aus, als es die stark geglätteten Eisbohrkerne anzeigen [6]. Eine Studie von Van Hoof et al. (2005) zeigt, dass die CO2-Daten aus Eisbohrkernen im Wesentlichen eine geringe Frequenz des CO2-Gehaltes in der Vergangenheit,  im Bereich von einem bis zu mehreren Jahrhunderten repräsentieren. Am Südpol und auch in Grönland wachsen eben kaum Bäume.

5. Last but not least lassen Sie die enorme Trägheit der Meere völlig außen vor, deren Speicherfähigkeit für CO2 mit der Temperatur fällt oder steigt. Wärmeres Waser bedeutet weniger CO2 Speicherung möglich, also Ausgasung mit langer Verzögerung, kälteres Wasser also mehr CO2 Aufnahme, also eine Senke.  Allein die MWP würde erklären, dass die verzögerte Ausgasung – wie sie die anderen Eisbohrkernmessungen sehr wohl zeigen- zu einem Anstieg der CO2 Konzentration etwa seit 200 Jahren führt. Aber da Sie und Ihre IPCC Kollegen alles, was nicht dem Menschen zugordnet werden kann, rigoros ausblenden, was exemplarisch im Zitat von Herrn Schönwiese zum Ausdruck kommt, und ja auch glasklar im Mandat des IPCC verankert ist, werden diese Fakten ausgeblendet. Niemand streitet zudem, die Tatsache ab, dass die anthropogenen Emissionen ebenfalls dazu beitragen, jedoch ist Ihr Absolutheitsanspruch schon aus den genannten Gründen wissenschaftlich nicht haltbar.

6. Dass Sie es nicht lassen können einen ehrenwerten Kollegen wie Ian Plimer wg. seiner früheren Beschäftigung, der Ihnen offensichtlich verhassten Bergbaufirmen vorzuwerfen, um damit seine wissenschaftliche Kompetenz zu diskreditieren versuchen, und dazu ausgerechnet den DeSmog Blog zitieren, sagt mehr über Ihre eigene Kompetenz aus, als über die von Ian Plimer. Jedenfalls kann man in der freien Wirtschaft immer noch davon ausgehen, dass bei denen echte Kompetenz zählt, während man dies von Instituten wie dem Ihren, dass sich einem Kreuzzug verschrieben hat, wie man jüngst im Greta Wahn wieder erleben konnte, und damit gleichzeitig den Laden mit überwiegend Steuergeldern am Laufen hält, nicht unbedingt behaupten kann.

Zu Frage 4 Sie stimmen sicher zu, dass man einem System Energie zuführen muss, um es aufzuheizen (1. Hauptsatz der Thermodynamik). Wo kommt Ihrer Meinung nach die Energie her, die das System Erde in den letzten 150 Jahren aufgeheizt hat – wenn nicht aus der oben im ersten Bild gezeigten Veränderung der Strahlungsbilanz unseres Planeten?

Auch hier gehen Sie auf Herrn Hilses Antwort nur dergestalt ein, dass Sie seine messtechnischen Bedenken gegen die behauptete Präzision des Verlaufes errechneten globalen Mitteltemperatur als nicht existent abzutun versuchen. Und das ausgerechnet indem sie eine weitere Temperaturdatensammlung, nämlich die vom Berkeley Earth Surface Temperature Project, als Beleg anführen, wie falsch er doch läge. Angereichert um den am Thema völlig vorbeigehenden Hinweis, dass diese sogar von „echten  Klimaleugnern“ – was immer sie denen anhängen wollen, das Klima oder den immerwährenden Klimawandel leugnen diese Leute garantiert nicht- finanziert worden wären.

Lassen Sie uns dazu sagen, dass das verdienstvolle BEST-Projekt Team, geleitet von Richard Muller  nichts weiter getan hat, als das, was die anderen Institute wie GISS oder die CRU auch getan haben, nämlich unter Verwendung derselben historischen Rohdaten wie Berkeley Muller auch, eine Zeitreihe der gemittelten globalen Atmosphärentemperatur zu berechnen. Wer dieselben Daten verwendet muss – so sollte es jedenfalls in der Wissenschaft sein- zum selben Ergebnis kommen.

Muller und sein Team haben das große Verdienst, dass sie – wenn auch z.T. mit zweifelhaften statistischen Methoden, die auch kräftig kritisiert wurden- die Datenbasis erweiterten, weil sie tlw. Zeitreihen von Stationen hinzunahm, die auf Grund von Unterbrechungen oder zu kurzen Zeitabschnitten von den erstgenannten nicht verwendet werden konnten. Doch sie erhöhten damit weder die Abdeckung, denn die neuen unvollständigen Datenstationen lagen ziemlich genau dort, wo die anderen auch lagen, noch konnten Sie sich um die Korrektur der unvermeidlich vielen systematischen Fehler kümmern. Ein Umstand der Muller sehr wohl bewusst war.

Denn er sagte im Wall Street Journal : „…Using data from all these poor stations, the U.N.’s Intergovernmental Panel on Climate Change estimates an average global 0.64°C temperature rise in the past 50 years, „most“ of which the IPCC says is due to humans. Yet the margin of error for the stations is at least three times larger than the estimated warming„. (Hervorhebung von uns).

Auch wenn die Studie selbst nur zwei Arten von Fehlern („statistische “ und „ungenügende Abdeckung“) und dazu noch nur modellhaft -nicht nach realen Messfehlern, sondern nach ihren Modell- Vorstellungen – behandelt und der verwendete statistische Ansatz unter ziemlicher Kritik von fachkundigen Statistikern wie z.B. W. Brigg (Universität Ithaca USA) und D. Keenan (London) stand, bestätigt diese Aussage die vorherige Auffassung vollkommen. Beide genannten Kritiker kommen überdies zur Überzeugung und belegen das in ihren Beiträgen, dass die BEST Studie, die sich rühmt, ein geringeres Unsicherheitsband zu ermitteln, die unvermeidbaren Fehler immer noch viel zu gering ansetzt.

Soviel zu Ihren „Widerlegungen“

Abschließend noch eine Empfehlung: Ihre im Beitrag geäußerte Sorge um Herrn Hilses Glaubwürdigkeit, sollten Sie unterlassen. Dass es mit Ihren eigenen Glaubwürdigkeit, in weiten Kreisen seriöser (Klima-)Wissenschaftler nicht zum Besten steht (hier), (hier), (hier), (hier), (hier), (hier), (hier), (hier), (hier), (hier), (hier), (hier), (hier), dürfte Ihnen nicht entgangen sein. Wir erinnern nur an Ihr Hobby „Versiegen des Golfstroms“, welches nach den Veröffentlichungen von Carl Wunsch (MIT) als weitgehend geklärt gelten darf.

Übrigens haben Sie Herrn Hilses Frage am Schluss des ersten Teiles noch nicht beantwortet. Sie lautete:

Warum legen Sie die Bezugstemperatur nicht auf den Durchschnitt der letzten 1000 Jahre, oder 2000 Jahre? Dann könnte man wirklich ehrliche Klimaaussagen machen.

Und um Schluss hätten wir auch noch eine Frage an Sie:

Wenn Sie so gegen die Kohleverbrennung sind und all Ihre Energie darauf verwenden, eine gefährliche globale Erwärmung zu belegen, warum empfehlen Sie dann nicht die CO2-freie Kernenergie? Das empfiehlt ja bereits eine schwedische Göre Greta, die in Kürze sicher vom Papst Franziskus seliggesprochen wird.

Gern warten wir auf Ihre geschätzte Antwort

 

[1] Lüning, S. et al.(2018), The Medieval Climate Anomaly in South America. Quaternary International, doi: 10.1016/j.quaint.2018.10.041.

[2] Lüning, S.et al.,Warming and cooling: The Medieval Climate Anomaly in Africa and Arabia. Paleoceanography 32 (11): 1219-1235, doi: 10.1002/2017PA003237.

[3] I. Borzenkova et al., Climate change during Holocene (Pats 12,000 Years), Second Assessment of Climate change for the Baltic Sea Basin, pp 25-49 (2015), https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-319-16006-1_2

[4] B. Lecavalier et al., High Arctic Holocene temperature record from the Agassiz ice cap and Greenland ice sheet evolution, PNAS, 114 (2017), https://www.pnas.org/content/114/23/5952

[5] B. Lecavalier et al., Revised estimates of Greenland ice sheet thinning histories based on ice-core records, Quaternary Science rev. 63 (2013). https://www.researchgate.net/profile/David_Fisher23/publication/258470528_The_Influence_of_Land_Uplift_on_the_Isotopic_Temperature_Record_from_the_Agassiz_ice_cap_Implications_for_the_Holocene_Thinning_of_the_Greenland_ice_Sheet/links/553668e60cf268fd0018398c.pdf

[6] Wer sich tiefer einlesen möchte sei dazu auf diesen Link verwiesen.




Wie viele Engel passen auf eine Nadelspitze?

Diese berühmte Frage[1]nach der Zahl der Engel, die auf eine Nadelspitze passen, soll im Mittelalter die Gemüter der Gelehrten schwer erhitzt haben. Andere halten diese überaus spitzfindige Frage für nicht belegt und vermuten eine „böswillige Erfindung des Humanismus“.

Sei es wie es sei.

Die Engel der Gegenwart sind jedenfalls die Nullen hinter dem Komma, den Deutschlands Beitrag zum Klimaschutz bei völliger Dekarbonisierung  liefern könnte. Und um ihre Zahl wird ähnlich erhitzt gestritten wie es der Überlieferung nach die Scholastiker des Mittelalters getan haben.

 

Was ist geschehen?

Im Juni 2018 brachte die AfD im Deutschen Bundestag den umfangreich begründeten Antrag ein, der Bundestag möge beschließen, dass die Bunderegierung alle „Klimaschutz“-bemühungen einstellen möge, wegen erwiesener Nutz- und Wirkungslosigkeit. Unter Punkt 6 wurde darin auch – unter bestimmten Annahmen, und unter genauer Angabe des Rechenweges- hergeleitet, dass nach Deutschlands völligem Verzicht auf seine technischen CO2 Emissionen, dies, unter den schlechtmöglichsten  Annahmen des IPCC und seiner Zuarbeiter, nur zu einer Verminderung der Erwärmung von 0,000.653 ° C irgendwann – nämlich bei Erreichung des Gleichgewichtes, also irgendwann in ferner unbestimmter Zukunft, führen würde. Und wenn man statt des vom IPCC verwendeten längst wissenschaftlich widerlegten Wertes für die Klimasensitivität von 3,2 die lange etablierten Werte von max dies  0,3 bis 1 ° C zugrunde, verminderte sich die Erwärmungsminderung auf ein ∆ T von 0,000.065°C bis 0,000.20 °C.

Um dann mit der Schlussfolgerung zu schließen:

Damit reduziert sich jegliches Klimawandelproblem weltweit, also auch in Deutschland, bei Anwendung der aktuellen Größe des ECS-Wertes – auch bei seinem höchsten Wert von ca. 1 °C – nicht zum Nicht-Problem.

Danach geschah etwas Merkwürdiges, nämlich Nichts! Es gab keine parlamentarische und auch keine öffentliche Diskussion, kein Aufschrei, einfach nichts. Niemand nahm öffentlich Anstoß, bezweifelte oder bejahte diese Zahlen. Niemand forderte sie zu überprüfen, wie es allein schon die Fürsorge- Sorgfaltspflicht jedes Abgeordneten, wegen des ungeheuerlichen Missverhältnisses zwischen  Aufwand und Ertrag, gebieten würde. Nichts! Man ging weiter zu den UN Klimakonferenzen, zog die Fesseln des „Klimaschutzes“ enger und enger. Machte einfach weiter wie bisher.

Und so oft z.B. der Abgeordnete Karsten Hilse in seinen Reden diese Zahl mit der Verminderung der Erwärmung von 0,000.653 ° C auch nannte, niemand der reputierlichen Abgeordneten nahm davon Notiz. Man überging diese Zahl – ob sie richtig oder falsch ist, sei erstmal dahingestellt – einfach mit Schweigen. Und das dauerte an, bis … ja bis die heilige Greta kam. Genauer, bis der Abgeordnete Hilse einen einfachen Quiz entwarf, mit dem er die Frontkinder der Friday for Future Demo am 15.3.19 in Bautzen konfrontierte. Diese vergnügliche Aktion hielt man in einem kurzen Video hier fest.

Offenbar war so ungeheuerlich, dass jemand die Stirn hatte, den Kindern auch mal ganz einfache Fragen zum Klimathema zu stellen, dass sich nun Stefan Rahmstorf, Klimafolgenforscher aus Potsdam, dazu Gretaversteher – und  Friday for Future Unterstützer-  gemüßigt sah, die Fragen aus seiner Sicht zu beantworten. Er nutzte dazu seinen Blog Scilog und nahm in bisher zwei Blogbeiträgen „Das Schüler-Klimaquiz der AfD: die Auflösung“ (hier) und „Herr Hilse von der AfD beantwortet die Fragen der KlimaLoungehier. Das Stefan Rahmstorf sich beim zweiten Mal „KlimaLounge“ nennt, geschenkt. Zumindest der erste Beitrag wurde nach eigenen Angaben über 100.000 x aufgerufen.

Denn nun kam Leben in die Bude.

Es wurde öffentlich gefragt und es wurde öffentlich geantwortet.  Wenn auch über Bande. Denn Hilse blieb die Antworten nicht schuldig, auch nicht auf die Frage nach der Herkunft der im Quiz genannten Minderung der globalen Mitteltemperatur dank Deutschlands Beitrag um satte 0,000.653 °C.

Den nahm sich Herr Rahmstorf besonders auf Korn, übersah zwar in der Hitze des Gefechts einige kleinere Details, und lief aber voll in die Falle. Denn er berechnete die,  zusätzliche Erwärmung nach der nicht gefragt war, (allerdings ohne Angabe des Rechenweges und der gewählten Parameter bspw. der Höhe des ECS Wertes),  die Deutschland, bei ungeminderter Emission des jetzige jährlichen Volumens, bis 2100 bewirke.

Die betrüge, so Rahmstorf, sage und schreibe 0,05 °C.

Unterstellt man als von ihm gewählten ECS Wert die berühmten 3,2 °C des IPCC, würde aber den kleineren, wesentlich wahrscheinlicheren Wert von 1 °C wählen, dann würde die durch Deutschland verursachte  zusätzliche Erwärmung sogar auf noch schlappere 0,0152 °C sinken.

Rahmstorf kommt auf 0,05 ° bis 0,0152 °; Hilse hingegen auf 0,000.653 °C bis 0,000.20 °C.

Rechnerisch ist das sicher ein Riesenunterschied, aber nur wenn man auf der Nadelspitze tanzen will und dort nach Platz sucht.

Aber Null Unterschied in der Realität, wie der geneigte Leser zugeben wird.

Es ist und bleibt praktisch ein Nichts!

Und allein das zu zeigen, darauf wird es der AfD und Hilse angekommen sein. Nicht mehr und nicht weniger! 

Denn die Frage muss erlaubt sein, sollte die Politik sich nicht an der Realität orientieren und ist die Wissenschaft nicht gefordert allein für eine realistische Politik, die entsprechenden realistischen Grundlagen zu liefern?

Der Fürst der Mathematiker Carl Friedrich Gauss mahnte genau dies an, wenn er urteilte:

„Übertrieben genaue Rechnung ist das Kennzeichen schlechter Mathematiker“

Wenn ich also, als unverbesserlicher Optimist, der ich bin,  unterstelle, dass irgendwann mal wieder die Vernunft auch bei unseren Regierenden einzieht, kann der Schluss nur lauten:

Weder 0,05 ° C, noch 0,0152 °C mehr, noch 0,000653 ° weniger, können jemals eine große Transformation dieses Landes rechtfertigen, auf keinen Fall, um damit das „Klima“ zu schützen.Wer das in Abrede stellt, hat ganz andere Ziele. Ziele, die mit dem Klima und seinem „Schutz“ nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.

Bleibt nachzutragen, dass sich insbesondere unser Leser Peter Dietze über die genannten 0,000.653 ° C in vielen Mails und Kommentaren echauffiert. Er berechnet stattdessen (satte) 0,053 ° bei einer ECS von 3,2 ° und 0,01 ° (manchmal auch 0,007 °) bei Verwendung des von ihm bestimmten geringeren ECS Wertes von 0,6 °.  Unter den von ihm gemachten Prämissen mag er sogar recht habe.

Der den Lesern sicher schon bekannte Physiker Horst Lüdecke berechnete für seine Anhörung im NRW Landtag bei unterstellten 4,5 °C  (IPCC im Sachstandsbericht AR5 (2015)) unter etwas anderen Prämissen  0,009 °C , also ebenfalls so gut wie nichts.

Es kommt also alles auf´s selbe hinaus. Dieses Nichts kostet aber Deutschland letztendlich seine Existenz

 

[1]Diese Frage ist lt. einigen Quellen nicht belegt. Mittelalterlich (belegt) ist dagegen die Aussage, dass tausend Seelen im Himmel auf eine Nadelspitze passen. Sie erscheint in dem mystischen Traktat Schwester Katrei

 




PLANWIRTSCHAFT: Ausverkauf der Autoindustrie

VW Chef Herbert Diess haut mächtig auf den Putz: Er droht nach Informationen der Welt am Sonntag aus dem Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) auszusteigen. Denn ihm, Diess, passe die Strategie der sogenannten »Technologieoffenheit« des VDA überhaupt nicht. Entwicklung und Förderung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen und Gasantrieben müssten eingestellt werden, meinte Diess, denn das überfordere die Branche. Alle Kräfte müssten sich auf die Durchsetzung des Batterie-Autos konzentrieren.
UM IDEOLOGIE GEHT’S, NICHT UM UMWELT

Das deckt sich erstaunlicherweise mit den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Der will Milliarden für eine neue Batteriefabrik verpulvern mit der Begründung: Es müsse doch eine Richtungsentscheidung getroffen werden. Im Gegensatz zum Lenker der Märkte und Technologien im Wirtschaftsministerium haben bisher alle Unternehmen einer neuen Batteriefabrik eine Absage erteilt, nachdem sie ein solches gigantisches Projekt gründlich durchgerechnet haben. Der letzte Versuch, mithilfe sozialistischer Planwirtschaft über technische Zukunft zu entscheiden, endeten beim Trabbi und im Desaster.Markt und Verbraucher regeln Erfolg oder Nichterfolg einer Technologie. Bisher deuten die rund 0,2 % Elektroautos nicht darauf hin, dass die Kunden massenhaft von einem Gefährt überzeugt sind, das schlechtere Leistungen bietet, dazu aber teurer als bisherige Verbrenner ist.

Eine solche Batteriefabrik rechnet sich in Europa in keiner Weise. Das weiß vermutlich auch Diess und fordert – na, was wohl – Kohle vom Staat. Er nennt das einen »echten Masterplan Elektromobilität«, den Industrie und Politik entwerfen sollten. Die Politik solle einen »Strukturfonds« einrichten, der den Technologiewandel abfedere. So muss man nicht lange darüber spekulieren, was die Politik dem VW-Chef für seinen ungewöhnlichen Vorstoß versprochen hat.

Viel Geld vom Staat also auf der einen Seite, auf der anderen Seite sparen, Kosten senken, Angestellte entlassen – das Rezept von VW-Chef Diess. Auf breiter Front schlagen jetzt die Folgen der Krise bei Diesel und Benziner in der Autoindustrie durch. Bei Volkswagen spricht man von bis zu 7.000 Stellen, die wegfallen sollen. Die entsprechenden Arbeitsplätze sollen nicht wieder besetzt werden, wenn die Mitarbeiter gehen. Die Kosten sollen ab dem Jahre 2023 um 5,9 Prozent Milliarden Euro im Jahr gesenkt werden, wie der Vorstand von Volkswagen erklärte. VW muss einmal die hohen Kosten für die Verminderung des CO2 Ausstoßes bezahlen und jene 19 Milliarden Euro stemmen, die für den Umstieg auf die Elektromobilität und autonomes Fahren draufgehen.

Auch die VW-Tochter Audi tritt kräftig auf die Bremse und will über Effizienzmaßnahmen bis 2022 15 Milliarden € einsparen. Allein die Dieselaffäre hat Audi im vergangenen Jahr mehr als 1 Milliarde € gekostet. Die Ertragsziele für das vergangene Jahr wurden verfehlt, weil auch Audi erhebliche Probleme bei der Umstellung auf den neuen Abgaszyklus WLTP hat und deutlich weniger Autos verkaufen konnte. Mit dem Betriebsrat soll das Management jetzt Gespräche über Personalabbau aufnehmen. Die Rede ist von bis zu 15 % der 90.000 Angestellten, die verschwinden sollen. Das Tempo der Änderungen müsse erhöht werden, feuert der neue Vorstandschef seine Belegschaft an. Im Klartext: Die verbleibenden Mitarbeiter müssen mehr ranklotzen.Auch bei Ford werden Arbeitsplätze gekippt. 5.000 sollen es laut Auskunft einer Unternehmenssprecherin in Deutschland sein. Damit soll jeder fünfte der 24.000 Mitarbeiter in Köln, Saarlouis und Aachen seinen Arbeitsplatz verlieren. Sie sollen entweder eine Abfindung bekommen oder in die Frührente geschickt werden.

Stellenstreichungen auch in Nürnberg: Dort sitzt der Autozulieferer Leoni und produziert Kabelbäume für die Autoindustrie. Dort sollen 2.000 von insgesamt 92.000 Arbeitsplätzen gestrichen werden. Der neue Konzernchef Aldo Kamper hat einen Einstellungsstopp verhängt, sich von seiner Umsatzprognose von 5,2 Milliarden Euro verabschiedet und angedroht, dass Geschäftsbereiche, die nicht die verlangten Zahlen bringen, in den Orkus verschwinden. Gut, er hat das etwas höflicher gesagt, er wolle alle Optionen prüfen.

Hier in der Autoindustrie verbirgt sich so viel sozialer Sprengstoff wie in kaum einem anderen Bereich. Vielleicht kann ja jemand mal im Raumschiff Berlin Bescheid sagen – falls das jemanden dort interessiert.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier




Wie unabhängig ist die “unabhängige Denkfabrik” adelphi wirklich?

Der ehemalige Grünen-Abgerodnete Oswald Metzger forderte am 28. Februar 2019 auf Tichys Einblick mehr Sachdiskussion und weniger Emotionen in der Klimadebatte:

Appell: Mehr Nüchternheit in der Klimawandel-Debatte!
Missionarisches Eiferertum beherrscht die Debatte nicht nur im Grünen Spektrum, sondern auch bei denen, die die den Klimawandel bestreiten oder seinen Folgen anders begegnen wollen.

Grundsätzlich eine ausgezeichnete Idee. Dazu müssen aber nun auch endlich ernsthafte Foren geschaffen werden, wo Vertreter aller Klima-Denkrichtungen an einem Runden Tisch sitzen und Fachargumente ergebnisoffen diskutieren. Anstatt diese Idee zu unterstützen, teilt der linksgüne Metzger ersteinmal nach rechts aus. Kann so ein Dialog entstehen? Kurz darauf dann der nächste Aufreger. Metzger fabuliert über die verstaubte 97-Prozentstudie, eine Hülle ohne echten Inhalt. Siehe Uli Webers Beitrag “Das siebenundneunzig Prozent-Problem: Welcher Konsens?“. Metzger weiter:

Gerade hat die adelphi-Denkfabrik in Berlin die 21 stärksten, von ihr  rechtspopulistisch genannten  Parteien Europas und ihre Positionen sowie ihr Abstimmungsverhalten bei den Themen Klima- und Energiepolitik analysiert. Sieben dieser Parteien gehören zu einer Gruppe, die von den Autoren Alexander Carius und Stella Schaller zur Gruppe der Leugner oder Skeptiker des Klimawandels gerechnet werden.

Metzger benutzt das L-Wort und disqualifiziert sich damit vollends. Den Titel seiner Kolumne tritt er mit Füßen: Gerade Metzger scheint die Nüchternheit bei diesem Thema zu fehlen. Um eines klarzustellen: Der Begriff “Leugner” hat in einer wissenschaftlichen Diskussion nichts zu suchen. Auch wenn man andere Ansichten vertritt, sollte man die Formen wahren und mit Argumenten anstatt mit Beleidigungen überzeugen. Null Punkte für Metzger. Gleichzeitig zitiert der Grüne eine Studie der Berliner “adelphi-Denkfabrik“. Bevor wir die Studienergebnisse anschauen, sollten wir uns einen Überblick verschaffen, um wen es sich bei adelphi eigentlich handelt. Ist die Gruppe mit irgendwelchen Parteien oder Aktivistengruppen verbandelt, woher bekommt sie das Geld für das riesige Team? Adelphi beschreibt sich selbst wie folgt:

adelphi ist eine unabhängige Denkfabrik und führende Beratungseinrichtung für Klima, Umwelt und Entwicklung. Unser Auftrag ist die Stärkung von Global Governance durch Forschung, Beratung und Dialog. Unsere mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterleisten hochqualifizierte, interdisziplinäre Forschungsarbeit und bieten strategische Politikanalysen und -beratung sowie Beratungen für Unternehmen.

Alle lieben Wikipedia. Wir nicht. Trotzdem schauen wir dort, was es über die adelphi Denkfabrik zu berichten gibt. Ergebnis: Es gibt noch gar keinen Artikel über diese offenbar einflussreiche Gruppe. Es existiert lediglich ein Artikel-Rumpf ohne Inhalt. Lassen die meist im linksgrünen Spektrum angesiedelten Wikipedia-Schreiber die Hintergünde von adelphi bewusst im dunklen? Was ist hier los? Adelphi research wurde 2001 gegründet, wie man aus der Webseite der Organisation entnimmt:

adelphi research wurde 2001 in Berlin als gemeinnützige und unabhängige Institution für angewandte Umweltforschung und Politikanalyse gegründet.

Ein Consulting-Arm folgte 2002. Die Liste der Auftraggeber und Partner ist ellenlang. Darunter finden wir auch Greenpeace, WWF, Germanwatch, 350.0rg und PIK. Zur vierköpfigen aktuellen Geschäftsführunggehören die drei Gründer Alexander Carius,  Mikael Henzler und Walter Kahlenborn. Dazu kommt noch der CFO Ansgar Dietrich. Eine Aktivistenvergangenheit des Führungsgremiums ist zunächst nicht erkennbar. Aber weshalb bewirbt dann Greenpeace die adelphi-Studie zum Klimawandel in einer eigenen Pressemitteilung? Der Titel der adelphi-Studie lautet:

Convenient Truths – Mapping climate agendas of right-wing populist parties in Europe

Das pdf können Sie hier herunterladen. Aus dem Impressum entnehmen wir, dass die Studie von “adelphi consult GmbH” (nicht etwa adelphi reserach) erstellt wurde, was auf eine bezahlte Auftragsarbeit hindeutet. Aber wer war der Auftraggeber, wer hat die Studie bezahlt? Eine Anfrage bei adelphi ergibt, dass die Studie aus Eigenmitteln erstellt wurde und es keinen Auftraggeber gäbe. Die Presseabteilung von adelphi teilt uns auf Anfrage mit:

adelphis Arbeit ist projektfinanziert, es gibt keine projektunabhängige Förderung durch externe Körperschaften. Die Studie „Convenient Truths – Mapping climate agendas of right-wing populist parties in Europe” wurde aus Eigenmitteln finanziert. Alle Auftraggeber und Partner von adelphi finden Sie auf unserer Website. Keiner von diesen steht im Zusammenhang mit der genannten Studie. Bitte beachten Sie bei Ihrem genannten Vergleich, dass Vereine und Stiftungen andere Berichtspflichten haben als eine GmbH.

Wie passt das zusammen? Zunächst wird erklärt, es gäbe nur projektfinanzierte Arbeit, dann wiederum soll die Klimastudie aus (projektunabhängigen?) Eigenmiteln bestritten  worden sein. Es gibt Anzeichen für eine indirekte Verbandelung von adelphi mit dem Milliardär George Soros, der als Klimaaktivist bekannt ist. Hier ein Text von brandeins.de:

Der Sozialpsychologe Harald Welzer, Mitbegründer und Direktor der Futurzwei-Stiftung, ist dabei an seiner Seite. Im vergangenen Jahr hat er mit Andre Wilkens, einst Koordinator der Aktivitäten des Karl-Popper-Anhängers George Soros in Europa, und dem Geschäftsführer der Denk­fabrik Adelphi in Berlin, Alexander Carius, die Ini­tiative „Die Offene Gesellschaft“ gegründet (die-offene-gesellschaft.de).

Könnte Soros-Kapital bei adelphi eine Rolle gespielt haben? Bei den adelphi-Partnern taucht Soros jedenfalls nicht auf. Einen Jahresbericht der gemeinnützigen adelphi research gibt es nicht. Eine fragwürdige Studie mit vielen ungeklärten Fragen…

Der Beitrag erschien zuerst bei die kalte Sonne

Update vom 19.3.19 15:30

Mail von EIKE VP Michael Limburg vom 13.12.18 an Studienautorin Schaller

Sehr geehrte Frau Schaller,

ich kenne Ihre Studie – weil unveröffentlicht- natürlich noch nicht, sondern nur das, was die  GesinnungsjournalistInnern (anders kann ich sie nicht nennen) von sz und monitor daraus zitieren.
Sie lassen dabei, gestützt auf Ihr Institut adelphi, bzw. Ihre Studie, nichts unversucht, um (bereits das diffamierend) „Klimaleugner“ in die rechtsextreme und damit unberührbare Ecke zu rücken. Und wenn Ihr Vorsitzender im Interview sagt „dass die Gefahr bestehe, dass dies salonfähig wird..“ und damit die simple Erkenntnis meint, dass die Hypothese vom menschgemachten Klimawandel, wissenschaftlich nicht nachweisbar ist, und dies nun öffentlich wird, dann ist das eine unzulässige Bewertung oder eben Schnitzer, den sich ein seriöses Institut bzw.. sein leitender Vertreter nicht erlauben sollte.  Denn es ist ein Faktum, welches die ehrlichen unter den IPCC Wissenschaftler auch öffentlich zugeben. Gerne nenne ich Ihnen dazu einige Quellen.
Als Beleg eigener Recherche zeigen diese Leute dann ausgerechnet (in der Monitorsendung über die PORTO Konferenz) den Bruder von Jeremy Corbyn,, den renommierten Langzeit Meteorologen Piers Corbyn, der politisch mindestens so weit links steht wie sein Bruder, der z.Zt.- Labour Vorsitzender in UK ist.
Und auch schön zu wissen, so finde ich, dass Heartland und EIKE während der COP 24 eine Zusammenarbeit mit Solidarnosz vereinbart haben. Auch nicht unbedingt die rechteste aller Gewerkschaften.
Auch und nicht nur wissenschaftlich mehr als bedenklich, wie in der sz zitiert, ist aber die Behauptung Ihres Vorsitzenden, dass die von Ihnen untersuchten Parteien, gezielt abwertend „rechtspopulistisch“ genannt, „..die Demokratie in Frage stellten“! Welch schräges – um nicht zu sagen demokratiefernes und autoritätsgläubiges Politikverständnis hat dieser Mann, wenn er die mittels demokratischer Wahlen von ca. 6 Millionen Menschen in den deutschen Bundestag gewählten und fest – siehe Grundsatzprogramm, dass Sie ja untersucht haben- auf dem Boden des Grundgesetzes stehenden AfD Abgeordneten bescheinigt, sie würden die Demokratie in Frage stellen. Von den Wählern und ihren Abgeordneten in allen 16 Landtagen nicht geredet. Wirklich schräg! Wer sich unsere Demokratie wirklich zur Beute gemacht hat, zeigte heute einmal mehr die von den Altparteien geschlossen verhinderte Wahl der AfD Kandidatin zur Bundestagsvizepräsidentin. Das ist auf jeden Fall „ein in Frage stellen“ der Demokratie. Doch dazu schweigt Ihr Vorsitzender, obwohl es bereits das 5. Mal ist.
Meine Schlussfolgerung: Aus ihren Erhebungen kann man eigentlich nur ableiten, dass wirklich liberal – konservative Parteien – zumindest öffentlich – sich eher zur realen evidenzbasierten Wissenschaft bekennen, als zur glaubensbedingten – weil nur auf Computermodellergebnissen basierten-  Pseudowissenschaft, wie sie derzeit in der Klimawissenschaft tonangebend ist.
Die eher linken Parteien und da schließe ich die CDU/CSU mit ein, sind einfach noch nicht so weit, weil sie dann ihr Führungspersonal desavouieren müssten, die immer noch treu das Lied vom menschgemachten Klimawandel singen, um damit die „große Transformation“ (Wortschöpfung des WBGU und ca. 40 x im Klimaschutzplan 2050 erwähnt) durchzusetzen und damit ua, den Abbau individueller Freiheiten, aber ganz direkt, die größte Umverteilung von Vermögen seit dem WK II zu bewerkstelligen. Und zwar – mittels der Energiewende- von unten nach oben, betreiben. Man darf gespannt sein, wann die SPD merkt, dass sie die falschen Ziele unterstützt, vielleicht erst dann, wenn ihr der letzte „kleine Mann“ von der Fahne gegangen ist und sie an der 5 % Hürde schrammt. Bei der CDU wird es wohl noch länger dauern. Dafür wird wohl „AKK“ stehen.
Ich darf Ihnen außerdem versichern, dass unsere Unterstützer und Leser aus dem gesamten Parteienspektrums stammen, von stramm links-grün bis ganz rechts. Vielleicht hilft Ihnen das weiter
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/
Diese Mail geht als Bcc auch an einige Experten



Friday for Future – Schüler antworten – Ein Erlebnisbericht vom 15.03.19

Liebes EIKE-Team,

an sich bin ich immer nur ein stiller Mitleser und habe mir meine Meinung zum Klimawandel gebildet, in dem ich Argumente verschiedener Meinungen lese und diese mit dem gesunden Menschenverstand abgleiche.

Nun muss ich mich jedoch einmal zu Wort melden.

Es geht um die weltweite „FFF“-Aktion der schulstreikenden Kinder am Freitag, dem  15.03.2019.

So blieb auch unsere Kreisstadt nicht von einer solchen „Demo“ verschont.
Lautstark lärmende Kiddies zweier Gymnasien zogen, begleitet von mehreren Polizeifahrzeugen, bei eiskalten 3°C und Regenwetter durch die Innenstadt.
Nach Aussage des Veranstalters sollen es etwa 600 Teilnehmer gewesen sein, die da plakateschwingend und trillerpfeifend ihrem (angeblichen) Unmut gegen die weltweite Klimapolitik ein Gesicht verliehen.

Die vorderen Reihen mögen ja tatsächlich ihre edlen Überzeugungen gehabt haben.
Ab Reihe Fünf jedoch hatte ich den Eindruck, dass die Kinder einfach nur froh waren, auch trotz des schlechten Wetters, ein paar Stunden schulfrei zu haben. Relativ lustlos und (wie augenscheinlich immer) auf ihre Handydisplays starrend folgten sie blind den vorneweg Gehenden.

Nun möchte ich anmerken, dass ich seit mehr als 10 Jahren einer sehr schönen und befriedigenden Arbeit nachgehe, die fast ausschließlich draußen statt findet. Als so eine Art „Ranger“. Somit bin ich sensibilisiert für die Umwelt, den darin stattfindenden Naturprozessen und setze mich u.a. auch für den Naturschutzgedanken sehr stark ein.
Ich persönlich habe mir die Meinung gebildet, dass der „menschengemachte Klimawandel“ ein modernes Schlagwort zur Erzeugung von Angst und zu einer Art „Ersatzreligion“ in unserer Welt geworden ist.

Doch zurück zur Kinderdemo.
Da wurden die aus der Presse bereits bekannten Sprüche auf den selbst gemalten Pappkartonschildern präsentiert:
„Es gibt keinen Plan(et) B“
„Zungenkuss statt Kapitalismus“ (Was, bitteschön, hat das mit dem Klimawandel zu tun?)
„Klimawandel stoppen – Bier muss kalt bleiben“ (Hä?)
„Make Love, not CO2“
(kein Scherz!) „Opa, was ist ein Schneemann?“
etc. pp…

Videoausschnitt von Hallo Niedersachsen des ndr vom 15.3.19 Schülerdemo „Friday for Future“; mit Dank an Klimamanifest von Heiligenroth

Grinsend und kopfschüttelnd stand ich am Eingang meines Büros.
Dazu muss ich anmerken, dass ich eine grüne Arbeitshose und eine orange Waldarbeiterjacke trug und ich somit als „einfacher Arbeiter“ erkennbar war.
Meine mimischen Äußerungen schienen einigen der Kiddies nicht wirklich zu gefallen und mir wurde des öfteren der „Stinkefinger“ gezeigt.
Jedoch war niemand bereit, sich auf ein Gespräch mit mir einzulassen.
Bis, ja bis zwei ca. 16-jährige es tatsächlich wagten, mich anzusprechen und zu fragen, was denn so lustig wäre.

Daraufhin entwickelte sich (aus dem Gedächtnis heraus), das folgende Gespräch:

Ich: „Wisst ihr eigentlich für oder gegen was ihr da demonstriert?“
Schüler 1: „Natürlich, gegen den Klimawandel. CO2 bringt uns alle um!“
Ich: „Wie viel CO2 ist denn momentan in der Luft?“
Schüler 1: „Weiß ich nicht, ist ja aber auch egal. Auf jeden Fall viel zu viel.“
Ich: „Es sind momentan 400 ppm. Weißt du, was die Abkürzung ppm bedeutet?“
Schüler 2: „Nö, wieso? Muss ich das wissen?“
Ich: „Du sagst doch, dass CO2 uns alle umbringt. Dann wäre es doch gut, wenn du wüsstest, dass „ppm“ Parts per Million, also Teilchen pro Million bedeutet. Also 400 Teilchen CO2 auf eine Million anderer Luftteilchen.“
Schüler 2: „Was weißt du denn schon?“
Ich: „Anscheinend mehr als du. Ist euch bekannt, dass das mit dem CO2 als sogenannter „Klimakiller“ überhaupt noch nicht wirklich bewiesen ist und dass es auch andere Meinungen zu dieser Aussage gibt?“
Schüler 2 zu Schüler 1: „Komm, lass uns gehen!“
Schüler 1: „Die Wissenschaftler sind sich doch einig.“
Ich: „Aber Wissenschaft ist keine Demokratie und die Mehrheit muss nicht immer unbedingt Recht haben. Wenn dem nämlich so wäre, würdest du in der Schule immer noch lernen, dass sich die Sonne um die Erde dreht und die Erde eine Scheibe ist.“
Schüler 2 zu Schüler 1: „Lass uns jetzt gehen!“
Schüler 1: „Das ist doch Quatsch. Auf jeden Fall muss im Klimaschutz was passieren.“
Ich: „Klimaschutz ist ein komisches Wort. Es ist nicht möglich, dass Klima zu schützen. Weißt du überhaupt, was Klima ist?“
Schüler 2: „Das spürt man doch, dass das Klima aus dem Gleichgewicht ist.“
Ich: „Aber das beantwortet meine Frage nicht. Klima ist das Wetter über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren.“
Schüler 1: „Dann denk mal an den letzten Sommer.“
Ich: „Das ist kein Klima, das ist Wetter.“
Schüler 1: „Aber die Sommer werden immer heißer.“
Ich: „Was nicht bedeutet, dass das über 30 Jahre lang so weitergehen wird. Seit wann gibt es denn den Klimawandel?“
Schüler 1: „Seit mindestens 100 Jahren.“
Ich: „Fast richtig – seit ca. 3,5 Milliarden Jahren.“
Schüler 1: „Wie jetzt?“
Ich: „Das Klima wandelt sich immer. So lange es eine Atmosphäre auf der Erde gibt.“
Schüler 2: „Klugscheißer!“ (zu Schüler 1) „Komm wir gehen!“
Schüler 1: „Bist du ein Klimaleugner?“
Ich: „Nein, ein Klimarealist, der sich wahrscheinlich intensiver mit dem befasst, für oder gegen was ihr hier demonstriert.“
Schüler 1: „Aber wir müssen unter den 2 Prozent bleiben.“
Ich: „Welche 2 Prozent?“
Schüler 1: „Na, unter 2% Erderwärmung!“
Ich: „Du meinst sicher unter 2 Grad Erderwärmung.“
Schüler 1: „Ach ja, natürlich, 2 Grad Erderwärmung.“
Ich: „Wie viel kälter würde es denn auf der Erde werden, wenn wir in Deutschland komplett auf CO2 verzichten?“
Schüler 2: „Keine Ahnung.“ (zu Schüler 1) „Lass uns jetzt gehen. Komm schon!“
Ich: „Es würde mal grade 0,02 Grad kälter werden.“
Schüler 1: „Du spinnst doch! Das kann doch gar nicht sein.“
Ich: „Wenn du ein wenig mehr Zeit hättest, würde ich es dir vorrechnen. Aber dein Kumpel will ja unbedingt weg.“
Schüler 1: „Aber im Fernsehen sagen die doch immer, dass wir was tun müssen. Und die Greta…“
Ich: „Ja, die Greta. Die hat natürlich voll den Plan! Bevor ihr uns mit euren unnsinnigen Forderungen ins Mittelalter zurück schießt, würde ich euch raten, mal etwas genauer hinzusehen und nicht alles zu glauben, was euch diese „Gretas“ sagen…“
Schüler 2 zu Schüler 1: „Der spinnt doch. Komm wir gehen!“
Ich: „Wohin geht’s denn im Sommer in den Urlaub?“
Schüler 2 (erfreut, aus der Situation irgendwie raus zu kommen): „Nach Ägypten.“
Ich: „Oh, da musst du aber früh los fahren. Reichen da sechs Wochen Ferien?“
Schüler 2 (verwirrt): „Ääääh. Wieso?“
Ich: „Na, das dauert doch, bis du mit dem Fahrrad in Ägypten ankommst.“
Schüler 2: „Ich fahr doch nicht mit dem Fahrrad nach Ägypten!“ (zeigt mir den Vogel)
Ich: „Tja, Fliegen darfst du natürlich nicht, wenn du hier bei der Demo mitgegangen bist…“
Schüler 1 kommt langsam ins Grübeln.
Ich: „Gestatte mir noch eine letzte Frage. Woher kommst du?“
Schüler 2: „Aus Ü.“ (eine Ortschaft ca. 8 km von der Kreisstadt entfernt).
Ich: „Aha. Und wann fährt heute dein Bus?“
Schüler 2: „Ich fahre doch nicht mit dem Bus! Meine Mutter bringt mich zur Schule und holt mich mittags auch wieder ab.“
Ich: „Was habt ihr denn für ein Auto?“
Schüler 2: „Einen …“ (nennt eine bekannte süddeutsche Automarke).
Ich: „Ist das so ein dicker SUV?“
Schüler 2: „Ja, klar!“
Ich: „Dann überleg mal ganz kurz, was du eventuell falsch machst… Schöne Demo noch!“

Damit drehte ich mich um und ging ich wieder zurück ins Büro. Vielleicht konnte ich diesen beiden ja ein paar Denkanstöße verpassen.

Videoausschnitt von „Hallo Niedersachsen“ des ndr vom 15.3.19 Schülerdemo „Friday for Future“ auf der Insel Juist; mit Dank an Klimamanifest von Heiligenroth

 

Falls gewünscht, erteile ich Ihnen hiermit die Erlaubnis, diesen Bericht zu veröffentlichen.