Alarm, Angst, weglauf – hier ist alles verstrahlt!

Radioaktivität ist verboten

Der Gesetzgeber hat zusätzliche Radioaktivität verboten, denn das hätte eine zusätzliche Bestrahlungsdosis zur Folge, und das soll gefährlich sein. Aber was ist zusätzliche Radioaktivität? Der ganze Erdball ist radioaktiv, aber nicht gleichmäßig, sondern an allen Stellen verschieden hoch. Es sollen drei Beispiele beschrieben werden, wo es Strahlenalarm gegeben hat, weil unser Herrgott etwas zu schlampig bei der Erschaffung der Erde vorgegangen ist.

 

1) Die (Hals)kettenreaktion [1]

Vor etwas mehr als einem Jahr gab es Strahlenalarm am Frankfurter Flughafen durch eine Luftfrachtsendung aus China, die an eine Adressatin in der Schweiz geliefert werden sollte. Die Sendung enthielt 25kg von einem Gesteinspulver mit erhöhter Radioaktivität. Einige Jahre zuvor hatte die Adressatin schon einmal eine ähnliche Menge vom radioaktiven Gesteinspulver bestellt, welches ohne Strahlenalarm über den Seeweg die Empfängerin erreicht hatte. Die Kundin in der Schweiz hat mit dem Gesteinspulver Halsketten hergestellt, die nicht nur hübsch aussehen, sondern denen auch noch eine förderliche Wirkung für die Gesundheit zugeschrieben wird. Die erste Sendung war aufgebraucht, jetzt war weiteres Material notwendig.

Der Strahlenalarm am Frankfurter Flughafen hatte erhebliche Folgen: Die Polizei erschien bei der Adressatin, sie wurde verhört, alles radioaktive Material wurde sichergestellt. Alle früheren Kunden wurden benachrichtigt, auch deren Halsketten sollten entsorgt werden. Das Ganze wurde als Straftat bezeichnet. Es ist eine lange Geschichte [1], die hier im Einzelnen nicht ein zweites Mal beschrieben werden kann.

Ich habe eine Halskette dieser Art in den Händen gehalten und konnte mit einem verlässlichen Strahlenmeßgerät direkt auf der Kettenoberfläche einen Strahlenpegel von 5 Mikrosievert pro Stunde messen. Bei einem Flug auf Reiseflughöhe auf unserer Breite setzen sich ALLE Insassen des Fliegers STÄNDIG mit ihrem GANZEN Körper einem Strahlenpegel von etwa 5 Mikrosievert pro Stunde aus (noch variabel mit der Aktivität der Sonne). Unser Herrgott hat Himmel und Erde geschaffen, so steht es geschrieben. Warum ist dann die Strahlung in der Höhe erlaubt, die gleiche auf der Erde aber verboten?

 

2) Die Mineraliensammlung in Schulen im Salzburger Land [2]

Durch Zufall wurden durch den Anti-Atomaktivisten Thomas Neff in der Mineraliensammlung einer Salzburger Schule radioaktive Gesteinsproben entdeckt. Das ergab ein Medienecho, initiiert durch die Salzburger Plattform gegen Atomgefahren und hatte zur Folge, daß überall nach „brisantem Material“ gesucht wurde, denn schließlich hatte der Geiger-Zähler bis zum Anschlag ausgeschlagen. Man wurde an etlichen Schulen fündig und startete ein Meßprogramm mit den 44 gefundenen Gesteinsproben. In 10cm Entfernung von den Proben wurde ein Strahlenpegel im Bereich von <0,1 bis zu >10 Mikrosievert pro Stunde gemessen, Maximalwert war 29 Mikrosievert pro Stunde.

Die Gesteinsproben lagerten schon jahrzehntellang unbenutzt in den Schränken. Die meisten stammten vermutlich aus St. Joachimsthal in Tschechien, das auf Gestein liegt mit höherer Radioaktivität. Das wird dort das radioaktive Edelgas Radon aus dem Gestein freigesetzt, so daß der Ort zu einem Heilbad wurde.

Es wurde veranlasst, daß die Gesteinsproben nur in bruchsicheren verschlossenen Gefäßen aufzubewahren sind, und daß diese Gefäße wiederum in abgeschlossenen Schränken aufzubewahren sind. So sei sichergestellt, daß niemand weder ein Staubkörnchen von den Steinen einatmen könne, noch davon abbeißen könne. Zugang ist nur unterwiesenen Personen während möglichst kurzer Zeit erlaubt.

Wieder bietet sich der Vergleich mit dem Strahlenpegel beim Fliegen an: In der üblichen Höhe von 10 bis 12km sind es etwa 5 Mikrosievert pro Stunde, in der größeren Flughöhe der Concorde wurden die Fluggäste während der gesamten Flugzeit einem Strahlenpegel von 10 bis 15 Mikrosievert pro Stunde ausgesetzt. Ist es die Richtung, aus der die Strahlung kommt, die den Unterschied in der Bewertung macht: einmal vom Himmel, das andere Mal von der Erde??? Aber warum ist dann seit uralten Zeiten der Herkunftsort der Steine, St. Joachimsthal, ein Heilbad??? Sind die Strahlen von unten wirklich „Teufelszeug“, wie es Kardinal Reinhard Marx aus München mit einer Bemerkung anzudeuten schien???

 

3) Strahlung inmitten unserer Städte [3]

Überall, wo viele Menschen sind, wird inzwischen nach Strahlung gesucht. So hat man in den Zentren der Städte gesucht – und natürlich wurde man fündig. Es werden folgende Strahlenpegel angegeben:

Der natürliche Untergrund mit                                       60 bis 80 nSv/h

Die tolerierbare Umgebungsstrahlung sind                    maximal 300 nSv/h

Erhöhte Strahlung in Leipzig, Dresden                          um 600 nSv/h

Strahlung in Oranienburg, Hannover, jetzt saniert          1 200 nSv/h bis 15 600 nSv/h

Zur Erläuterung:

1 nSv = 1 Nanosievert = 1/1000 Mikrosievert = 1/1000 µSv = 1/1 000 000 Millisievert = 1/1 000 000 mSv

Natürlich muß man eine ganze Stunde an der Stelle mit 15 600 nSv/h stehen bleiben, um die gleiche Dosis zu erreichen, die Fluggäste in der Concorde während einer Stunde erhalten. Die Concorde gibt es nicht mehr, aber im normalen Flugzeug über den großen Teich ergeben sich dieselben zusätzlichen Bestrahlungsdosen:

Beim Flug über den Atlantik FRA – JFK – FRA summiert sich die erhaltene Dosis auf

80 µSv bis 140 µSv

Und das sind Bestrahlungsdosen, die in der Kerntechnik sämtliche Alarmglocken läuten lassen würden, denn in der Kerntechnik werden riesige Geldbeträge ausgegeben, um die vom Gesetzgeber vorgegebene Grenze einer zusätzlichen Dosis von

10 µSv/a

nicht zu überschreiten. Bei der Kerntechnik gibt es in Medien Schlagzeilen „Alles ist verstrahlt“, Dosisvergleiche mit Bodenstrahlung oder Höhenstrahlung werden vermieden.

 

Was soll mit den niedrigen in der Kerntechnik geltenden Grenzen bezweckt werden?

Diese Frage liegt nahe, aber eine Antwort könnte nur der Gesetzgeber geben. Der Gesetzgeber steht aber zur Beantwortung von Fragen des Bürgers nicht zur Verfügung. Und es steht zu vermuten, daß er in der Materie nicht Bescheid weiß, die Fragen nicht beantworten kann. Die niedrigen Grenzen gelten nur für den Umgang mit Kernbrennstoffen, nicht für Bodenstrahlung, nicht für Höhenstrahlung und nicht in der Medizin. Natürlich sind die Grenzen in der Kerntechnik unlogisch, aber da sich niemand auskennt und da die wirklichen Fachleute in Medien und Politik nicht gehört werden, funktioniert die Volksverführung mit der Strahlenangst.

Die Strahlenangst wird geschürt um ein politisches Ziel zu erreichen. Die Medien machen da mit. Entweder sind sie schon selber von der Strahlenangst total ergriffen, so daß sie sich noch nicht einmal dazu aufraffen, sich in den Fachmedien zu informieren. Oder die Medien sind inzwischen so stark von der Obrigkeit abhängig geworden, daß sie sich keine freie Berichterstattung mehr zutrauen.

[1] https://nuklearia.de/2018/10/18/radioaktive-halskette/Sehr zu empfehlen, denn die 27-seitige Darstellung von Dr. Walter Rüegg mit vielen nützlichen Zitaten befasst sich mit dem Strahlenrisiko, was durch eindrucksvolle Vergleiche die behördlichen Vorschriften lächerlich erscheinen lässt.

[2] StrahlenschutzPRAXIS 2/2018 Seite 50 bis 53

[3] R. Gellermann: The world we really live in – communication on radiation, Kerntechnik 77 (2012) 3




Bildungs- und Fahrrad-Metropole Berlin! Grüne Pläne: Keine Autos mehr in Berlin

In Berlin überschlagen sich in jüngster Zeit geradezu die Ideen im Wettbewerb um die verrücktesten Vorschläge, wie der angeblichen Klimakatastrophe zu begegnen sei. Jüngst haben die Grünen beschlossen, dass ab 2030 innerhalb des S-Bahnrings kein Diesel oder Benziner mehr fahren dürfen. Nur noch Elektroautos sollen dann rollen. Auf den Straßen herrschte dann einigermaßen Friedhofsruhe. Zur Zeit gibt es rund 1,21 Millionen Autos in Berlin, aber nur 2.713 elektrisch betriebene Autos. Ob sich das Verhältnis in zehn Jahren deutlich verändert haben wird, dürfte in Frage stehen.

Der Auslöser für den jüngsten Geniestreich war offenbar eine Reise von Ramona Pop und Antje Kapek von den Grünen nach Prag. Die erste sitzt derzeit in Berlin auf dem Stuhl des Wirtschaftssenators, die zweite ist Fraktionschefin der Grünen.
Beide dachten, es wäre mal eine nette Idee für einen politischen Kurztrip. Dort verbreiteten sie dem Bericht der BZ Berlin zufolge mit dem Botschafter gute Laune auf jenem Balkon der deutschen Botschaft, auf dem einst Hans-Dietrich Genscher den ostdeutschen Flüchtlingen die Ausreise in die Bundesrepublik versprochen hatte.

In ihrem Übermut sollen sie nur noch über das Klima gesprochen und das Autoverbot beschlossen haben. Gunnar Schupelius schreibt dazu bei BZ Berlin weiter:

»Die zogen weiter ins Konferenzzentrum „Saphire“ und sprachen nur noch über das Klima. Dabei wurde das Autoverbot beschlossen. Gleichzeitig gründete sich die Initiative „Autofrei Berlin“, die am Sonnabend die Sonnenallee lahmlegen will. Deren Sprecher Oliver Schönbett sagte zum Autoverbot 2030: „Ich würde mir wünschen, dass es noch schneller geht. 2025 würde ich gut finden.“«

Pop ist als Wirtschaftssenatorin zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Stadtreinigung, der Berliner Verkehrsbetriebe und der Berliner Wasserbetriebe. Posten, auf denen man viel kaputt machen kann, wie man am desolaten Zustand unter anderem der Verkehrsbetriebe sehen kann. Es sind sogar nicht mehr genug Fahrer für Straßenbahnen verfügbar, die ersten Linien mussten bereits eingestellt werden. Dafür leisten sich die BVG mit Sigrid Nikutta die teuerste Vorstandsvorsitzende. Sie wird mit knapp einer halben Million Euro entlohnt.Ordentliche Radwege sind trotz vieler Ankündigungen immer noch Mangelware; eines der Hauptprobleme derjenigen, die Räder in der Stadt benutzen, nämlich Fahrradklau und Zerstörung, interessiert die grünen Phantasten eher wenig.
Von einer normalen Stadtverwaltung ist rot-rot-grün weit entfernt. Behörden funktionieren immer weniger; von Glück kann der reden, der einen Termin für einen neuen Ausweis in annehmbarer Zeit bekommt. Ein Vabanquespiel ist die Anmeldung eines Kraftfahrzeuges.

Dafür soll Berlin – bekanntlich eine sonnenreiche Stadt – zur Solarcity ausgebaut werden; ein »Masterplan Solarcity« wurde teuer entwickelt. Währenddessen gehen Berliner Stadtpolitiker mit peinlichem Beispiel voran und steigen in ihre großen Karossen wie die des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller, ein 600er-Dienst-Mercedes.

Ramona Pop in einem ausführlichen Interview des Tagesspiegel: »Wir sind gerade dabei, auch die Dienstwagenflotten umzustellen – und glauben Sie mir: Ich suche seit über einem Jahr nach einem emissionsfreien Auto. Die Diesel werden uns zu Dumpingpreisen angeboten, und aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebotes müssen wir diese dann auch nehmen, das ist doch irre. Der Regierende Bürgermeister ist eine andere Kategorie, der Innensenator auch. Die Autos sind gepanzert; das ist der Standard, den der Regierende Bürgermeister auch braucht.«

Sechs Millionen Euro will der Senat für Subventionen für Elektroautos ausgeben. »Das sind geschätzt 1.500 Autos«, rechnet der Tagesspiegel vor und fragt: »Klingt nach teurer Symbolpolitik …«

Pop phantasiert aus ihrer grünen Plüschecke: »Wir wollen in Berlin kleine und mittlere Unternehmen bei dieser Umstellung unterstützen. Ein Elektroauto kostet heute immer noch das 1,7 bis 1,9-fache eines Benziners oder Diesels. Natürlich wäre die Welt eine andere, wenn die Preise für Autos sich an deren CO2-Ausstoß orientierten. Aber in dieser Welt leben wir nun mal nicht, weil die Bundesregierung die falsche Politik macht.«Berlin will richtig loslegen. In einem Mobilitätsgesetz, das der Senat will, soll Berlin zur Fahrradstadt transformiert werden. Wirtschaftsverkehr gibt es dann nicht mehr. Pops merkwürdige Phrasen: »Das Mobilitätsgesetz beinhaltet zum ersten Mal überhaupt in Berlin eine Aussage für ein Wirtschaftsverkehrskonzept. Es schreibt zwingend vor, dass ein solches erstellt werden muss. Es gibt dazu bereits Dialogformate und Workshops mit Verbänden und Unternehmen. Ich bin überzeugt, dass langfristig die Unternehmen von dem Gesetz profitieren können: je mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen, desto freier werden die Straßen für den Wirtschaftsverkehr.«

Pop beklagt: »Es ist ein Drama, wenn wir für die BVG auf dem deutschen und europäischen Markt keine tauglichen Elektrobusse bestellen können, obwohl das Geld dafür da ist.«

Vielleicht gibt es noch ein paar Fachleute in Berlin, die ihr erklären könnten, dass es die nicht gibt, weil es da nämlich ein paar Naturgesetze gibt, die wiederum verhindern, dass Busse mit Batterieantrieb dieselben Reichweiten erzielen wie dieselangetriebene. Und nein, da steckt nicht der böse Kapitalismus dahinter, der erst überwunden werden müsste.

Pop behauptet unverdrossen: »Wir nehmen aber derzeit unglaublich an Dynamik und an Fahrt auf mit einem Wirtschaftswachstum über dem Bundesdurchschnitt.«
Nochmal zur Erinnerung: Sie gilt als Wirtschaftssenatorin. Sie sagt das in einer Stadt, in der neben Siemens, Knorr Bremse oder auch Ledvance große Wirtschaftsunternehmen wie Air Berlin während ihrer Amtszeit für Negativschlagzeilen gesorgt haben.

Skeptisch fragt der Tagesspiegel: »Ist der Wirtschaftsstandort Berlin vielleicht doch nicht so attraktiv?«
Pop: »Ich glaube, dass Berlin früher oder später im Länderfinanzausgleich zum Einzahlerland aufsteigen wird.«
Nein, nicht in den nächsten zwei oder drei Jahren, etwas länger brauchen sie schon noch im Traumland Berlin.
»Für die alte Industriewelt kann es mitunter auch schmerzhaft sein, sich in eine neue zu transformieren. Aber für diese neue Welt der digitalen Industrie sind wir gut aufgestellt. Wir sehen, dass sich Cluster hier in Berlin entwickeln, die es anderswo nicht gibt. Wir haben das Potential an Talenten und Fachkräften der Digitalwirtschaft, sodass die Unternehmen gezwungen sind, nach Berlin zu kommen, weil die Leute eben nicht nach – jetzt muss ich aufpassen, dass ich nichts Falsches sage – sonst wohin ziehen wol-len. Wer aus dem Silicon Valley kommt, geht eben nicht nach Münster.«Münster ist vielleicht nicht gerade das beste Beispiel, das Pop anführen konnte. Will doch Anja Karliczek Münster zur Hauptstadt der deutschen Batterieforschung machen. Karliczek ist, was bestimmt viele nicht wissen, Hotelfachfrau und Bundesforschungsministerin und hat Münster eine Batteriezellenforschungsfabrik zugeschanzt. Die Stadt liegt in ihrem Wahlkreis.

Die Berliner Senatsverkehrsverwaltung jedenfalls will schon mal in diesem Herbst mit Tauentzien und Ku’damm eine Hauptverkehrsader für den Autoverkehr sperren. Zu Testzwecken, wie Staatssekretär Ingmar Streese (Grüne) sagte. Entstehen sollen Cafes auf den Mittelstreifen und Liegewiesen. In Zeiten des Online-Handels werden Kaufhäuser und Läden sowieso überflüssig. Steht nicht auf dem Satireportal Postillion, sondern in der Berliner Morgenpost.

Nicht geklappt hat die Autosperre der Friedrichstraße in der Mitte Berlins. Die sollte schon mehrfach länger oder kürzer gesperrt werden. Zuletzt sollten Anfang September für einige Tage keine Autos fahren dürfen. Jetzt auch nicht mehr, dann eben Anfang Oktober. »Auf der Straße soll Platz sein zum Bummeln und Verweilen und für besondere Angebote der anliegenden Geschäfte“, so der Bezirksbürgermeister. Was eben Grüne sich so vorstellen, wenn Arbeit und Wirtschaft überflüssig geworden sind.Berlin ohne Autos – wenn das die professionellen Autoabfackler erfahren. Die haben seit Anfang des Jahres mindestens 280 Autos abgebrannt, im gesamten Vorjahr waren es 446 Autos. Die würden keine Autos mehr in den Straßen vorfinden. Was dann? Schwere Lasten-Fahrräder?

Der Deutschland-Korrespondent des Wallstreet Journal Bojan Pancevski berichtet auf Twitter entgeistert »nicht aus einer Konfliktzone«, sondern aus Berlin und zeigt Bilder angezündeter Autos: »Das ist Berliner Folklore, die schon seit Jahren besteht und bei der niemand etwas dagegen zu unternehmen scheint. Der örtliche Bürgermeister macht sogar Witze über den Vorfall.«

So this is no conflict zone but my nice #Berlin hood, where someone torched and vandalised a few cars at 3 am. This is Berlin folklore, has been going on for years and no one seems to be able to do anything about it. The local mayor was even cracking jokes about the incident. pic.twitter.com/CTb0kkrAU3

Das interessiert bei den Grünen niemanden. Halten wir uns abschließend noch einmal den vielleicht größten Witz vor Augen, den Wirtschaftssenatorin Ramona Pop auf Lager hat: »Berlin wird zum Einzahlerland aufsteigen«.

Das dröhnende Lachen hört man sogar aus Bayern, das bisher am meisten in den Länderfinanzausgleich einzahlt.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

Rätselauflösung: Bildung-Betropole Berlin?

Soeben erreicht uns die Nachricht dass Berlin die Freie und Hansestadt Bremen als Schlusslicht im Bildungsvergleich abgelöst hat. Details dazu hier




Ist die institutionalisierte Wissenschaft tot?

“Intellectual freedom is so important. It allows academics to express their opinions without fear of reprisals. It allows a Charles Darwin to break free of the constraints of creationism. It allows an Albert Einstein to break free of the constraints of Newtonian physics. It allows the human race to question conventional wisdom in the never-ending search for knowledge and truth.”

Judge Salvatore Vasta, Brisbane, Australia

“Intellektuelle Freiheit (Wissenschaftsfreiheit) ist sehr wichtig. Sie ermöglicht es, dass Akademiker ihre Meinung sagen, ohne Angst vor Repressalien haben zu müssen. Sie hat es Charles Darwin erlaubt, die Fesseln des Kreationismus zu sprengen. Sie hat es Albert Einstein erlaubt, die Zwänge von Newtons Physik hinter sich zu lassen. Sie erlaubt es der Menschheit konventionelle Wahrheiten zu hinterfragen in ihrer nicht endenden Suche nach Wahrheit.“

Der australische Richter Salvatore Vasta hat dies im Verfahren Peter Ridd gegen James Cook University gesagt, das Peter Ridd gewonnen hat.

Peter Ridd war lange Jahre der Leiter der Physik-Abteilung an der Jams Cook University in Middlesbrough, Queensland, Australia. Er wurde unter einer Reihe von Vorwänden entlassen, weil er es gewagt hat, der Mythe, nach der das Great Barrier Reef infolge des von Menschen verursachten Klimawandels stirbt oder längst gestorben sei, zu widersprechen und die Fakten gegen die Ideologie zu setzen. Dazu kommen wir unten.

Wenn Richter Institutionen der Wissenschaft an die Bedeutung von intellektueller Freiheit, von der Freiheit erinnern müssen, vom Mainstream abweichende Ideen nicht nur zu haben, sondern auch zu formulieren, zu prüfen und gegebenenfalls gegen den Mainstream zu stellen, dann ist es nicht mehr fünf vor Zwölf, dann ist es fünf nach Zwölf und die Frage: „Ist die institutionalisierte Wissenschaft den ideologischen Tod gestorben?“, sie ist mehr als berechtigt.

Die Indikatoren, die dafür sprechen, dass das, was an Institutionen der Wissenschaft, was an Hochschulen betrieben wird, nicht Wissenschaft, sondern Ideologie ist, sind zahlreich. Wir wollen nur einige davon nennen, die wir für Deutschland gesammelt haben:

Hochschulen haben sich zu sozialistischen Gefängnissen entwickelt. Wer den herrschenden Glauben nicht teilt, der wird vom in ASten organisierten Studentenmob attackiert und neuerdings vor Amtsrichter gezerrt, wie dies Ulrich Kutschera widerfahren ist.

Politdarsteller bedienen sich willfähriger Mitglieder der institutionalisierten Wissenschaft, um ihren Ideologien einen vermeintlich wissenschaftlichen Segen zu verschaffen, so dass Junk, wie die Mitte-Studien genutzt werden kann, um den politischen Gegner zu bekämpfen. Institutionalisierte Wissenschaft ist zum Legitimationsbeschaffer für ideologische Zwecke verkommen.

Angeblich wissenschaftliche Zeitschriften haben ein peer review System aufgebaut, das vornehmlich als Gatekeeper und Kontrollinstanz wirkt, um die Publikation vom Mainstream abweichender Beiträge zu verhindern. Die Klimawandelmafia, zu der wir noch kommen, ist dafür bekannt.

Das Peer Review System wird gegen jede Realität als Qualitätsmerkmal von Beiträgen aufgebaut, ungeachtet der Tatsache, dass es in unzähligen Fällen gelungen ist, willkürlich von Textprogrammen zusammengeschnipselte Texte als „wissenschaftliche Texte“ auszugeben und den angeblichen „Peer Reviewed Zeitschriften“ unterzuschieben.

Die Hochschulen sind voller angeblicher Fächer, deren Vertreter keinerlei Idee davon haben, welches Erkenntnisinteresse sie verfolgen oder welche Fragestellung sie überhaupt bearbeiten. Es handelt sich dabei um Schwätzperten-Fächer, die installiert wurden, um ernsthafte Wissenschaft in einem Meer von Blödsinn zu ertränken. Der prominenteste Vertreter der Schwätzperten-Fächer sind die Gender Studies, deren Angehörige nicht einmal Beiträge, die offenkundiger Blödsinn sind, erkennen.

In den Naturwissenschaften ist es der Klimawandelmafia in Zusammenarbeit mit Regierungsstellen in vielen Ländern gelungen, eine Dynamik des Opportunismus in Gang zu setzen, die es Forschern, die unter normalen Umständen nie ein Funding erhalten hätten, erlaubt, ein solches zu erhalten, einfach durch den Zusatz „Klimawandel“. Wer sich daran beteiligt, den Hoax vom menschengemachten Klimawandel zu verbreiten, dem ist eine staatliche Finanzierung seiner angeblichen Forschungsarbeiten ebenso sicher wie Geschenke in materieller (Zusatzgehalt durch Mitgliedschaft in Gremien, die den Klimawandel einschätzen sollen) und immaterieller Art (Nachfrage von Mainstreammedien und dergleichen) sicher. Der Gravy Train rollt, die Klimawandelindustrie ist ein Geschäft im Bereich von dreistelligen Milliardenbeträgen.

Wenn sich Organisationen, wie die institutionalisierte Wissenschaft zu ideologischen Gefängnissen entwickelt haben, deren Insassen Legitimationsdienste für Politdarsteller erbringen, und ansonsten die politischen Moden mit ihrer vermeintlichen Forschung bedienen, wenn also immer mehr institutionalisierte Wissenschaftler ein Interesse daran haben, den Zustand der Polit-Prostitution aufrecht zu erhalten, dann sind Abweichler, Querdenker, dann sind Wissenschaftler, also Individuen, die an einer Fragestellung arbeiten und eine Lösung für reale Probleme suchen, nicht nur störend, sie werden zur Gefahr, denn mit ihnen kommt die Drohung, die Pseudo-Wissenschaft der Andienenden bloßzustellen und damit die Gefährdung des eigenen (zumeist eingebildeten) Status und vor allem Einkommens.

Deshalb gibt es an Hochschulen Kontrollmechanismen, die in der Tradition des Abklopfens von Inhalten auf Wort- und Bedeutungstreue mit den Aussagen des Marxismus-Leninismus in DDR und Sowjetunion stehen. Blockwarte und selbsternannte Sauberfrauen (Es sind heute in der Mehrzahl Frauen mit einem „Gender“-Hintergrund) versuchen, die Einheitsfront der Gläubigen aufrechtzuerhalten und Zweifler gleich im Keim zu ersticken. Die folgende Geschichte von Peter Ridd, die er selbst zu einem Zeitpunkt erzählt hat, zu dem er den Rechtsstreit, den wir zum Einstieg in diesen Post thematisiert haben, noch nicht gewonnen hatte, ist ein Beispiel für das, was Dr. habil. Heike Diefenbach „Schließungsprozesse“ nennt, die letztlich in der Übernahme von Hochschulen durch Ideologen ihren Niederschlag finden und dazu führen, dass Wissenschaft langsam verendet.

Denken Sie bitte nicht, die Geschichte sei eine australische Geschichte, eine Geschichte, die sich in Deutschland nicht ereignen kann. Ein Beispiel: Vor einigen Jahren erhielten wir eine eMail von einem Wissenschaftler, dessen Kritik am Genderismus und dessen Arbeiten, in denen einige Mythen des Genderismus zerstört wurden, wir auf ScienceFiles besprochen hatten, positiv besprochen hatten, mit der Bitte, seinen Namen doch aus den „Tags“ zu nehmen, weil die Beiträge von ScienceFiles das Erste seien, was man im Internet finde, wenn man nach ihm suche. Darauf sei er von einer Genderista an einer Hochschule in Frankfurt, die den Namen eines großen Dichters und Philosophen trägt, angesprochen worden, verpackt in die unverhohlen ausgesprochene Drohung, dass derartige Beiträge seiner Karriere nicht förderlich seien.

Offenkundig ist es an bestimmten akademischen Anstalten nicht mehr möglich, seine Karriere zu verfolgen und ordentliche Forschung zu produzieren, die den ideologischen Vorgaben widerspricht. Wer es dennoch tut, öffentlichkeitswirksam tut, wer, weil das öffentlich-rechtliche Schweigekartell sein Meinungsmonopol verloren hat, die Öffentlichkeit erreicht und damit demonstriert, dass es noch Wissenschaftler in Deutschland gibt, dem drohen in Teilen der institutionalisierten Wissenschaft Konsequenzen, denn dort werden nur noch Ideologen geduldet. Wir haben den Tag übrigens nicht entfernt und dem Wissenschaftler empfohlen seine Karriere als Wissenschaftler zu verfolgen und nicht den Drohungen, dem Zwang, dem Gendergegeifer der Totengräber von Wissenschaft nachzugeben. Offenkundig hat er sich an den Rat gehalten und eine Stelle auf einer der ideologiefreien Inseln, die es hie und da auch in der institutionalisierten Wissenschaft, außerhalb von Frankfurt allerdings, noch gibt, gefunden.

Das war vor einigen Jahren. In der Zwischenzeit ist es an deutschen Hochschulen sicherlich nicht freiheitlicher geworden.

Nun zu Peter Ridd. Er erzählt seine Geschichte in Englisch. Das Video ist mit deutschen Untertiteln, die automatisch generiert werden, versehen worden.

Bei wem die Untertitel nicht erscheinen, der kann sie durch einen Klick auf Settings (das Rädchen), dann Subtitles/CC anklicken und „english (automated Subtitles) einstellen. Im nächsten Schritt nochmals Settings, „automated Subtitles“ -> Autotranslate anklicken und „German“ einstellen.

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceFiles hier




Warnte Hans Rosling vergebens?

Verlegt in vielen Sprachen, auch in Deutsch bei Ullstein 2018 , erhielt sein Buch enthusiastische Zustimmung. Lieferte es doch ein durchweg optimistisches, und trotzdem ungeschönt realistisches Weltbild aus statistisch gesicherten Belegen. Es ist ein wertvolles, weil aufklärendes Buch gegen eine medial verzerrte alarmistische Weltsicht. Es liest sich gut. Es bildet. Es erheitert. Wer es kürzer braucht, schaue in die informative Rezension von Kip Hansen unter:

https://www.eike-klima-energie.eu/2018/11/17/factfulness-eine-buchrezension/

Mahnte Rosling vergebens vor Panikmache? Ja, wenn man die globale Pandemie erkennt, die gerade auch von  schwedischen Eliten angezettelt, die Welt  infiziert. Sie trägt den Namen eines psychisch erkrankten skandinavischen Kindes „Greta Thunberg“.

Hans Rosling, der Professor für Internationale Gesundheit am schwedischen Karolinska-Institut, Arzt und erfahrener Bekämpfer von Infektionskrankheiten, ist leider zu früh verstorben, um gegen das Panikorchester seines Landsmädchens eingreifen zu können. Tun wir es, indem wir seine Mahnungen auffrischen. Er schreibt in „Urgency instinct“ salopp „ Panikmache“

  • tritt ein Problem auf, ist es das Erste eben nicht zu rufen „Der Wolf kommt“, sondern die Sachlage zu prüfen. Es geht nur im akuten Notfall um „Jetzt oder Nie“
  • Bestehe auf validen und detaillierten Daten. Wenn irgendetwas wichtig und dringlich ist, muss dazu auch eine Datengrundlage bestehen. Sei vorsichtig, wenn Daten relevant, aber ungenau sind, oder umgedreht. Es braucht beides!
  • Hüte Dich vor Horror-Darstellungen! Jede Vorhersage ist unsicher. Fordere Szenarien, wenn es „alternativlos“ heißt! Kommentar: Rosling forderte von Al Gore die Darstellung aller Klimaszenarien, was dieser mit seinem Motto: „ Wir müssen Furcht erzeugen“ verweigerte
  • Hüte Dich vor drastischen Aktionen! Frage nach deren Nebenwirkungen! Frage nach Erfahrungen damit!
  • Strebe ein stufenweises Herangehen mit parallelem Monitoring an!

Um Rosling nicht komplett zu vereinnahmen: er glaubt an den  menschengemachten Klimawandel in Form der AGW-Hypothese. Aber er ist als erfahrener Arzt klug genug, um zu erkennen, ob die Diagnose tragfähig ist.

„Unser Problem ist, dass wir nicht wissen, was wir nicht wissen, und selbst unsere Vermutungen basieren auf ungewissen und vorhersehbaren Verzerrungen.“

„Was ich für besonders bedenklich halte, ist der Versuch mit der Erfindung des Klimaflüchtlings Aufmerksamkeit zu erzeugen….Die Klimaaktivisten sind inzwischen leider überzeugt, dass der Zweck die Mittel heiligt, aber wer zu oft ruft“ der Wolf kommt“ setzt seine Glaubwürdigkeit und seinen Ruf als seriöser Klimaforscher aufs Spiel.

Die Rolle des Klimawandels zu überzeichnen und ihn mit Kriegen  und Konflikten , mit Armut und Migration in Zusammenhang zu bringen bedeutet auch, andere wichtige Ursachen dieser globalen Problematik zu ignorieren und unsere Fähigkeiten, diesen zu  begegnen, zu schwächen.

Wir dürfen nicht in eine Situation geraden, in der wir einander nicht mehr zuhören. ….

Wer sich seriös mit dem Klimawandel  befassen will, muss immer zwei Dinge im Kopf behalten. Man darf nie zum Opfer der eigenen frustrierten und alarmierenden Botschaften werden . Man darf einerseits die Augen  vor den Worst-Case-Szenarien nicht verschließen, muss aber andererseits auch um die Unsicherheiten der Datenlage wissen. Und wer anderen Dampf machen will, muss trotzdem eine kühlen Kopf behalten, um kluge Entscheidungentreffen zu können und seine Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel zu setzen…

Der Klimawandel ist dafür zu wichtig. Er verlangt systematische Analyse, gut durchdachte Entscheidungen , abgestufte Aktionen und sorgfältige Bewertungen.

Mit einem Wort: Vernunft.

 




Akute Erklärungsnot: Die Grundrechenarten sind die schlimmsten Feinde des IPCC

Im “Summary for Policymakers” findet sich keine Inhaltsangabe für eine überschlägigen Suche und auch keine vernünftige Zusammenfassung der Ergebnisse. Es drängt sich erneut der Eindruck auf, dass  das IPCC gar kein Interesse daran hat, der Öffentlichkeit allgemeinverständliche Ergebnisse zu präsentieren. Ein Blick auf die deutsche Zusammenfassung hilft leider auch nicht weiter, um direkt an die Kernaussagen zu gelangen. Verlassen wir uns hier also einmal auf die öffentlich-rechtlichen Medien, deren Auftrag eine seriöse Informationen der Zwangsbeitragszahler ist, Zitat von tagesschau.de, Stand: 08.08.2019 um 10:49 Uhr mit Hervorhebungen:

Dürren, Hitzewellen, Wasser- und Nahrungsmangel: In seinem neuen Sonderbericht zum Klimawandel zeichnet der Weltklimarat ein düsteres Zukunftsbild und fordert eine dringende Kehrtwende bei der Landnutzung.

Der Weltklimarat (IPCC) hat seinen neuen Sonderbericht zur Erderwärmung veröffentlicht und darin die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels beschrieben. Aus dem Bericht geht hervor, dass der weltweite Temperaturanstieg über den Landmassen bereits 1,53 Grad erreicht hat. Unter Berücksichtigung der sich langsamer erwärmenden Meeresflächen sei die globale Temperatur insgesamt um knapp 0,9 Grad gestiegen. Verglichen wurden die Zeiträume 1850 bis 1900 und 2006 bis 2015.”

Zunächst fällt einmal auf, dass es bei den öffentlichen Verlautbarungen zur Globaltemperatur NST bisher KEINE Aufteilung Land/Meer Unterscheidung gegeben hatte, Vergleichsdaten dazu also kaum öffentlich sind. Vermutlich hat man jetzt diese Landtemperatur aus der NST ausgegliedert, um analog zum ominösen 97%-Konsens (=Rekursion der 100% Anfangsmenge auf eine Teilmenge) einen medienwirksamen „Aufhänger“ zur Befeuerung der globalen Klimahysterie generieren zu können. Weiterhin wäre hier auch noch die grob unwissenschaftliche Darstellung der betreffenden Temperaturwerte zu nennen, denn bei direkten wissenschaftlichen Zahlenvergleichen MUSS immer die GLEICHE Anzahl von Nachkommastellen angegeben werden:

  • Temperaturanstieg über den Landmassen bereits 1,53 Grad-
  • -globale Temperatur insgesamt um knapp 0,9 Grad gestiegen-

Das ist also schon mal ganz schlecht. Aber wir können uns ja wegen der Chancengleichheit auf eine Nachkommastelle einigen und mal ein bisschen Kopfrechnen, vielleicht wird es dann ja besser. Wir wissen, dass die Erde zu 70% mit Wasser bedeckt ist. Und dann rechnen wir mal auf Grundlage der nachfolgenden Beziehungen los:

Landfläche       0,3 Fläche @1,5 Grad @ 0,3F    (1)

Gesamtfläche   1,0 Fläche @0,9 Grad @ 1F       (2)

Meeresfläche  0,7 Fläche @X Grad @ 0,7F       (3)

Diese Beziehungen (1) bis (3) können wir dann folgendermaßen als Gleichung ausdrücken:

1,0 * F * 0,9° = 0,3 * F * 1,5° + 0,7 * F * X°

Wir teilen nun beide Seiten  durch „F“ und erhalten:

1 * 0,9° = 0,3 * 1,5° + 0,7 * X°

Diese Gleichung lösen wir nach „X°“ auf und erhalten:

X° = (0,9° – 0,3 * 1,5°) / 0,7 = 0,64° Temperaturanstieg über den Ozeanen

Probe: 1,5° * 0,3 + 0,64° *0,7 = 0,9°

Ergebnis: Der Temperaturanstieg über den Ozeanen betrug also 0,6 Grad C.

Daraus ergibt sich nun aber wiederum ein Problem für die Klimasensitivität von CO2: Der CO2-Gehalt der Atmosphäre war von vorindustriellen 280 ppm auf aktuell etwa 415 ppm angestiegen. Für eine grobe Abschätzung rechnen wir mal mit einem Anstieg von 50%. Weiterhin GLAUBEN wir für die nachfolgende Berechnung mal an einen alleinigen CO2-Klimaantrieb und vernachlässigen den logarithmischen Zusammenhang zwischen CO2-Gehalt und Temperatur. In einer einfachen linearen Abschätzung würde ein CO2-Anstieg von 50% dann die Hälfte der CO2-Klimasensitivität [°C/2xCO2] betragen, also:

Temperaturanstieg über den Landmassen = 1,5 Grad C=> Klimasensitivität CO2= 3 [°C/2xCO2]

Temperaturanstieg über den Ozeanen = 0,6 Grad C       => Klimasensitivität CO2= 1,2 [°C/2xCO2]

Globaler Temperaturanstieg = 0,9 Grad C                     => Klimasensitivität CO2= 1,8 [°C/2xCO2]

Aus den aktuellen Zahlen des IPCC ergibt sich folglich eine sehr unterschiedliche CO2-Klimasensitivität für Landmassen und Ozeane. Daraus leitet sich schon mal die Frage ab:

Wie kann das CO2seine unterschiedliche Klimawirkung steuern, die offenbar invers zu einer behaupteten Wasserdampf-Verstärkung verläuft?

Also hilft es den IPCC-Alarmisten auch nicht weiter, dass sie jetzt die Landmassen ausgegliedert hatten, weil die Erdoberfläche nun mal zu 70% aus Wasser besteht. Eine Verdoppelung des CO2-Anteils in der Atmosphäre würde demnach folgenden Temperaturanstieg ergeben:

3,0°C * 0,3 + 1,2°C *0,7 = 1,7°C  (die Zahlen für KS-CO2in die Proberechnung oben eingesetzt)

Anmerkung: Dieses Ergebnis stimmt mit der aus dem globalen Temperaturanstieg abgeleiteten CO2-Klimasensitivität von 1,8 [°C/2xCO2] überein. Der Unterschied von 0,1°C mag die Trolle nähren…

Das Ergebnis heißt also: Wir können so weitermachen wie bisher und halten das 1,5°-Ziel ein!

Anmerkung: Aufgrund deslogarithmischen Zusammenhangs zwischen CO2-Gehalt und Temperatur ist die Klimawirkung der zweiten 50% CO2geringer als die der ersten.

Diese Berechnung hat auch Auswirkungen auf ein globales CO2-Budget:

Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von etwa 100 Jahren für atmosphärisches CO2beträgt das jährlich erneuerbare CO2-Budget 30 Gigatonnen (=3.000 Gt/100 Jahre)  für einen stabilen Temperaturanstieg um 1,5 Grad – WENN wir denn ÜBERHAUPT an eine Klimawirksamkeit von CO2GLAUBEN wollen (was dem Autor sehr fern liegt).

Selbst wenn die ganze Welt also an einen alleinigen CO2-Klimaantrieb glauben würde, müsste sich eine globale Erwärmung von 1,5°C bei einem jährlichen CO2-Ausstoß von 30 Gigatonnen von selbst stabilisieren. Die beabsichtigte globale Dekarbonisierung muss also ganz andere Zielehaben…