Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG) unterstützt FFF Klimastreik

Liebe Mitglieder der DMG-Sektion Berlin-Brandenburg,
am Freitag, den 20.09.19 sind von der Fridays for Future Bewegung (https://fridaysforfuture.de) weitere weltweite Großdemonstrationen geplant, unter anderem auch in Berlin. Die DMG unterstützt das Anliegen der Bewegung (https://www.dmg-ev.de/fridays-for-furture-globaler-klimastreik-aufruf/) und gibt dazu eine Presseerklärung raus (in Kürze auf https://www.dmg-ev.de/publikationen/pressemitteilungen/).
Mitglieder der DMG-BB sind eingeladen, gemeinsamen die Demonstration am kommenden Freitag zu besuchen. Eine Gruppe startet am 20.09 um 10:45 Uhr vom Institut für Meteorologie der Freien Universität. Wer direkt am Brandenburger Tor zu uns stossen möchte, trift uns um 11:30Uhr vor der russischen Botschaft am Brandenburger Tor. Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer!
Beste Grüße,
Henning Rust für den Vorstand der DMG-BB

image.png

DMG Mitglied und Meteorologe Dr. Walter Fett schrieb daraufhin an den Vorstand der DMG

 

Forderung:  Wetteränderung statt Klimaänderung!

 

„Es ist nicht leicht, keine Satire zu schreiben“

 (JUVENAL, kurze Zeit nach Christi Geburt)

 

Die Änderung des Klimas ist offenbar schwieriger als gedacht. Sollte man nicht erst einmal damit anfangen, lediglich das Wetter zu ändern, zumal es extra für die ungeduldigen deutschen Hetzenden schneller als mit dem Klima geht? Denn damit ändert man langfristig das Klima ganz automatisch! Ist doch das Klima schießlich weiter nichts als das Wetter über eine lange Zeit gesehen.

Durchführung auf bewährtes Weise: Stellen wir doch ein weiteres  aspergersyndromisiertes Kind auf die Bühne. Erfahrungsgemäß scheint solchem die Begeisterung von Publikum Ueber Politikern bis Pabst  („PUP„) doch  sicher.  Über das Wie eines erfolgreichen Ablaufs soll sich dabei die Natur selber Gedanken machen. Der Erfolg ginge später als Pup der Weltgeschichte in selbige ein, – wenn zumindest auch nur als heiße Abluft.

Wir haben in der Geschichte erlebt, dass unter Verwendung gerade auch  jugendlicher Begeisterung vermeinlich festgefügte Demokratien alles übergaben und hinnahmen, dabei zunächst offensichtlich stets von der Mehrheit des Volkes  getragen: von  Mussolini (falangal) und Hitler (legal!) bis Stalin (brutal).

Zumindest wer diese Geschichte(n) miterleben musste, weiß: Es beginnt damit, freiwillig am Opfer-Stock zu gehen; und endet damit, unfreiwillig auf dem Opfer-Altar geopfert zu werden.

 

Walter Fett, Berlin




„Alle Wissenschaftler haben einen Konsens, dass sie mit diesen Leuten nicht reden“

Sehr geehrter Herr Professor Lüdecke,

die „Gegenseite“ verweigert leider das Gespräch. Wir müssen die Sendung daher absagen. Ich bedanke mich herzlich bei Ihnen für ihre Bereitschaft, sich den Anfragen zu stellen und die Anreise für uns, die Sendung und die Information der Öffentlichkeit auf sich zu nehmen. Leider ist man auf der anderen Seite offensichtlich weder in der Lage noch bereit, einen echten Austausch zu führen. Zu weiteren Informationen über das Geschehen rund um die Sendung hier einige Gedanken, die ich so auf facebook niedergelegt habe: Eine Erfahrung und ein paar Gedanken zu „Wissenschaft“, gesellschaftlichem Diskurs, Beiträgen zur politischen Willensbildung, Demokratie, Transparenz, Toleranz und zur Aufgaben und Wirkung von Journalismus sowie der Behinderung der Informationsmöglicheiten für die Öffentlichkeit:

————–

„KONSENS“

„Konsens“ – das war der Tod des freien Denkens und somit der Diskussion: „Alle Wissenschaftler haben einen Konsens, dass sie mit diesen Leuten nicht reden:“, meinte die Dame des Instituts, bei dem ich angefragt hatte. Gerade hatte sie erfahren, wer der Gesprächspartner sein sollte, in einer von mir moderierten Sendung zum Thema „Alle Wetter, das Klima – lasst uns darüber reden!“. „Der Mann ist ja nicht mal Klimaforscher!“, meinte sie. Ihr fiel dabei nicht auf, dass der von mir bei ihr angefragte und als „Klimaexperte“ bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Herumgereichte ebenfalls „nur“ Professor für Astronomie ist. Dennoch tingelt er inzwischen als „Experte für alles“ aus der Naturwissenschaft und als Erklärbär durch die Medien. Der Gesprächsteilnehmer, der bereits zugesagt hatte, ist Physiker und ebenfalls Professor.

Der Astronom vertritt öffentlich die Meinung, dass derzeit zu beobachtende Wetterphänomene auf den Klimawandel zurückzuführen seien und – das ist der wichtigste Aspekt – dass dieser Klimawandel, der diese Wetterphänomene hervorrufen soll, maßgeblich vom Menschen beeinflusst seien.

Der Physiker stellt diese menschliche Beeinflussung in Frage bzw. relativiert sie. Ich nahm also an, dass das eine spannende und vor allem auch für das Publikum interessante und erhellende Sendung werden würde. Doch dann kam die Gesprächsverweigerung. „Mehr als 99 Prozent der Wissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel menschengemacht ist“, fuhr die Dame fort. Ich meinte daraufhin, dass ich das faszinierend fände, wenn ihr Mann dann im Studio den „Klimaleugner“ argumentativ auseinander nehmen würde. Das wäre doch DIE Chance, endlich mal so richtig gut wissenschaftlich zu argumentieren und nicht nur die oberflächlichen Parolen herunterzuleiern, die man aus den öffentlich-rechtlichen Talkshows bis zum Überdruss kenne.

Sie ließ sich nicht darauf ein und meinte abschließend: „Diese Menschen wollen ja nicht diskutieren. Die verweigern sich dem Gespräch. Die sind wie die AfD (Anm. d. Red: Partei „Alternative für Deutschland). Sie können überall fragen: Alle wollen mit denen nicht reden. Das ist bei uns Konsens. Alle seriösen Wissenschaftler, wissen, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Da können Sie auch bei unseren Freunden in Potsdam nachfragen. Und die alle wollen mit diesen Menschen nicht reden.“

Schade. Sehr schade, denn ich wollte als Journalist meiner Aufgabe nachkommen und die Öffentlichkeit möglichst umfassend und ausgewogen informieren. Jetzt kommt diese Sendung nicht zustande. Es ist bereits die zweite, die wir von „Medias in Res“ absagen müssen und die dritte, die damit nicht oder nicht so wie geplant, verlaufen kann. Langsam zeichnet sich ein Muster bei den Absagen ab: Die Informations- und Gesprächsverweigerung erfolgt erkennbar dort, wo die jeweils angefragte Gruppe, Institution, Interessenvertretung oder auch Behörde in irgend einer Weise von öffentlichem Geld abhängig ist: von „Zuwendungen“, „Drittmitteln“, „Subventionen“ und/oder „Projektfinanzierungen“ oder schlicht von „guter Zusammenarbeit“ mit der Politik. In solchen Einrichtungen achtet man inzwischen offenbar penibel darauf, den politisch gewünschten Meinungskorridor nicht zu verlassen. Nicht mal, wenn das nur bedeuten würde, sich mit Menschen und Meinungen auseinanderzusetzen, die zumindest noch den Mut haben, sich außerhalb dieser politischen angestrebten Einheitssuppe zu bewegen.

Diese Konsenswissenschaftler sind keine. Es sind selbstkastrierte Domestiken der herrschenden Meinung, Wasserträger des politisch geförderten „Bevölkerungs-Meinung“ und damit Beförderer einer Volksverdummung. Wer vor diesem Hintergrund journalistisch sauber, ausgewogen und umfassend informieren will, der muss schon reichlich hartleibig und hartnäckig sein. Oder aber das journalistische Handwerk ist ihm egal und er begnügt sich mit der oberflächlichen Befragung dieser Propagandawissenschaftler. Nur sollten diese Sender oder Zeitungen dann nicht behaupten, Sie betrieben „Journalismus“. Denn im handwerklich sauberen Journalismus gilt meiner Überzeugung nach noch immer „Audiatur et altera pars“ (Man höre auch die andere Seite).

—————————————

Noch einmal: Vielen Dank für Ihre grundsätzliche Bereitschaft! Eventuell kommen wir ja doch noch einmal auf Sie zurück.

Herr Wind betreibt das Portal MediasinRes.



Klimaschutz als Menschheitsaufgabe

Die CDU entdeckt ihre Grundlagen im Glauben wieder. Sie ruft Papst Franziskus und die Evangelische Kirche zu Hilfe. Doch jetzt geht es nicht um den Glauben an Gott und das Seelenheil der Schäfchen, sondern um die „Bekämpfung des Klimawandels als wichtigste Aufgabe als Verteidigung der Mutter Erde“. So zitiert die CDU Papst Franziskus und verweist auch auf die Evangelische Kirche Deutschlands, die zur „Umkehr zum Leben“ mahne.

Solchermaßen geistlich gerüstet geht sie das offenbar drängendste Problem an, wieviel für CO2 zu verlangen ist. Die CDU hat ihr Klima-Glaubensbekenntnis einstimmig, wie Parteichefin Annegret Kamp-Karrenbauer stolz mitteilte, verabschiedet und den „Klimaschutz als Menschheitsaufgabe“ definiert.

In ihrem Papier „Klimaeffizientes Deutschland – mit Innovationen in die Zukunft« legt die CDU mit Blick auf die Sitzung des „Klimakabinetts“ am kommenden Freitag ihre Position zum Klimaschutz vor. „Wir nehmen die wissenschaftlichen Erkenntnisse sehr ernst“, heißt es darin. „Der Klimawandel ist maßgeblich auf den Ausstoß von Treibhausgasen zurückzuführen.“

Unsinnige Rechenspielereien

Ein fester Glaube ist vonnöten, um eine Abhängigkeit der Temperatur der Welt – was auch immer das ist – vom CO2 Ausstoß zu erkennen. Beweise gibt es nicht. In den vergangenen 18 Jahren wurde sogar weder eine steigende noch fallende Temperatur errechnet; die Erde „weiß“ gewissermaßen noch nicht, ob sie wärmere oder kälter werden soll. Die NASA jedenfalls warnt schon einmal vor einer kommenden Eiszeit.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Der CO2 Ausstoß hinkt der Temperaturentwicklung um etwa 800 Jahre hinterher. Das ist auch folgerichtig, die Meere speichern den größten Anteil an CO2; erwärmen sie sich, dann gast CO2 aus den Ozeanen wie Kohlensäure aus einer Sprudelflasche.

Selbst wenn man den Rechenspielereien der Klimapanikjüngerinnen und Jünger folgen würde, käme man auf einen rechnerischen Anteil Deutschlands am weltweiten CO2 Ausstoß im vernachlässigbaren Promillebereich. Die Frage, lohnt dafür die Zertrümmerung einer Volkswirtschaft, stellt die CCU jedenfalls nicht öffentlich.

Sie kennt allerdings die Erlösung: „Nur durch ein entschlossenes Handeln der Weltgemeinschaft und die drastische Reduktion des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen haben wir die Möglichkeit, den Klimawandel zu bekämpfen.“

Wirtschaft muß den Spaß finanzieren

Sie zitiert den Klimakatechismus, daß die „menschengemachte globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu reduzieren und Anstrengungen zu unternehmen“ seien, „um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen“.

Wo irdische Belege fehlen, muß also Göttliches herhalten. Auch die CDU betont hehre Begriffe wie die „Weltgemeinschaft“, die sich nach langem Ringen in Paris auf ein Weltklimaabkommen geeinigt habe. Sie zitiert ebenso mit Begeisterung die ‘freiwillige Verpflichtung der Vertragsstaaten’ in Paris.

Immerhin schielt die CDU noch ein wenig auf das Fundament, das all diesen Blödsinn erst erlaubt, auf die Wirtschaft also, die den ganzen Spaß finanzieren muß. Deswegen schreibt die CDU in ihr Papier: „Die Wettbewerbsfähigkeit von Industrie und Mittelstand ist für Wohlstand und Arbeitsplätze in Deutschland entscheidend.“

Sie eröffnet damit den Weg zum kommenden politischen Kuhhandel: „Hohe Klimaschutzstandards dürfen nicht zu einem Wettbewerbsnachteil für energieintensive Unternehmen in Deutschland führen.“

Keine grüne Frage wird ausgelassen

Im Klartext: Wie viel Ablaß darf es denn sein? Sie will auf jeden Fall nicht so hart wie die klimaradikale Grüne Annalena Baerbock sein, sondern folgt CDU-Fraktionsvize Andreas Jung: „Wir wollen die Menschen nicht überfordern.“

Das Klimaschutzkonzept liest sich wie ein Sammelsurium eines grünen Parteiprogrammes: „Der internationale Waldschutz muß verstärkt werden und eine waldschonende, klimagerechte Landwirtschaft ein wichtiges Ziel der Entwicklungszusammenarbeit sein. Die Rodung von wertvollem Regenwald, der globale Bedeutung als CO2-Speicher wie auch für den Artenschutz hat, muß gestoppt werden.“ Die Ozeane sind im übrigen die bedeutendsten CO2-Speicher.

Ferner sollten bei internationalen Handelsabkommen „Nachhaltigkeit und Klimaschutzaspekte verstärkt eingefordert werden“. Schutz, Aufforstung und nachhaltige Forstwirtschaft müssten wesentlicher Bestandteil der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik sein, formulieren die Mitglieder der CDU-Glaubenskongregation und eröffnen damit neue Handlungsperspektiven für den Außenminister als drohender, gleichzeitig gebender Oberforstmeister für die Welt.

Die CDU läßt keine grüne Frage aus: Der Kampf gegen den illegalen Holzeinschlag müsse dringend verstärkt werden. Das soll mit einer Rückverfolgbarkeit von Holzprodukten möglich sein. Weg frei also für das Teakholzbett mit dem Stempel „ich komme aus …“

Die CDU macht Anleihen bei der AfD und bringt in ihrem Klimaschutzpapier synthetische Kraftstoffe ins Spiel: „Die derzeitige Systematik der CO2-Reduktion im Verkehrssektor ist widersprüchlich und muß harmonisiert werden: Neuwagen werden durch die EU-Emissionsnormen reguliert. Innovative und THG-arme (= treibhausgasarme, Anm. d. Red.) Antriebe, wie zum Beispiel mit synthetischen Kraftstoffen Betriebene, werden dabei nicht hinreichend positiv angerechnet – ganz im Gegenteil zu Elektro- und Hybridfahrzeugen, bei denen die Zusammensetzung des Stroms bei der Anrechnung keine Rolle spielt.“

Wo soll der Strom herkommen?

Das hatte die AfD schon vor Jahr und Tag vorgeschlagen. Wobei die eigentlichen Ursprünge in der Fischer-Tropsch-Synthese liegen, die in dreißiger Jahren entwickelt, jedoch immer wieder als zu ineffizient verworfen wurde.

Genauer erklären müßte die CDU der Zementindustrie, wie die ihre Öfen für die Zementherstellung CO2 frei gestalten könnte: „Klimaschutz ist durch Innovationen erreichbar und diese müssen unterstützt werden, insbesondere die CO2-freie Produktion energieintensiver Produkte wie Stahl, Zement und Chemikalien.“ Doch gerade diese Prozesse sind extrem energieintensiv, und schwerlich läßt sich ein Zementwerk mit ein paar Windrädern, die gelegentlich Strom liefern, betreiben.

Eine CO2 Steuer lehnt die CDU ab; stattdessen solle der Zertifikatehandel auf Gebäude und Verkehr ausgedehnt werden. Doch dabei fördert sie letztlich mit einem „Nationalen Emissionshandel Gebäude und Verkehr“ ein neues Bürokratiemonster.

„Die Attraktivität des Gütertransports auf der Schiene muß gesteigert werden.“ Wie kann man noch solche Sätze formulieren, wenn man selbst in der Verantwortung für den miserablen Zustand der Bahn ist? Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kam am Montag zu spät von Berlin nach Hannover zur Eröffnung der weltgrößten Messe für Fertigungstechnologie EMO, weil sein ICE stehen blieb.

In dem Papier findet sich das übliche Gerede vom Ausbau eines flächendeckenden und engmaschigen Netzes von Schnellladesäulen für Elektromobilität. „Wir brauchen eine flächendeckende Versorgung mit Tank bzw. Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe, mit einem gut ausgebauten Netz von Schnellladesäulen und Wasserstofftankstellen.“ Doch schon der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, hatte seine grünen Landsleute verzweifelt gefragt: „Wie soll das gehen mit der Ladeinfrastruktur?“ Tübingens OB Boris Palmer hat jüngst wieder betont: „Ich grabe wegen Ladesäulen nicht die Stadt um!“ Wo der Strom herkommen soll, steht nicht in dem Papier.

Die Superlative sind verbraucht

Die „energetische Gebäudesanierung“ soll weiterhin staatlich gefördert werden. Private Eigentümer von älteren Gebäuden sollen steuerlich entlastet werden, wenn sie in Klimaschutzmaßnahmen investieren oder sich an ein Wärmenetz anschließen. Der letzte Punkt entbehrt nicht einer gewissen Komik: Fernwärmenetze werden von Kohlekraftwerken mit Wärme beliefert. Wenn die aus Klimaschutzgründen abgeschaltet sein werden, gibt es auch keine Fernwärme mehr. Windräder liefern ab und zu einmal Strom, jedoch keine Wärme.

Ziemlich fern der Realität der Programmpunkt „Einsatz von Energiespeichern soll gefördert werden“. Hinreichende Speicherkapazitäten gibt es nicht, sie sind auch in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Das gesamte Papier: Ein grünes Phantasieprodukt, in dem auffallend häufig Begriffe wie Marktsignale, Lenkungswirkung und Zielerreichung fallen. Je windiger und kruder die Ideen, desto standhafter die Sprache: Allein der Begriff ‘verlässlich’ fällt acht Mal.

Kabarettreif wirkt die Forderung nach „neuen sauberen, innovativen, preiswerten und schnellen Mobilitätsformen“. Darunter stellt sich die CDU vor: „Akkubetriebene Flugtaxen können eine sinnvolle Ergänzung zum straßen- und schienengebundenen Verkehr werden. Deutschland ist in diesem Bereich mit mehreren Unternehmen weltweit technologisch führend. Flugtaxen sind schon heute in der Lage, zwei Personen über eine Strecke von rund 30 Kilometern zu transportieren.“ Allerdings nur auf dem Papier. Die Pläne sind groß, die Realität ernüchternd.

Am Freitag also trifft sich das „Klimakabarett“ in Berlin und will beschließen, wie Deutschland die Welt klimatisch rettet. Wie sinnvoll eine solche Übung ist – danach fragt niemand mehr – auch nicht die CDU in ihrem Papier. Ein Spurengas in der Atmosphäre zu besteuern – daran findet auch sie Gefallen.

Was könnte als nächste Steigerungsform kommen? Mutter Erde retten, Papst Franziskus anrufen – die Superlative sind verbraucht. Völlig offen erscheint, wer uns vor dem Klimaablaßwahnsinn rettet. Ein Reformator ist nicht in Sicht. Dem mittelalterlichen Ablaßhandel kann man wenigstens noch den Bau des prachtvollen Petersdomes als Kulturerbe zugutehalten. Die Milliarden des Klimaablasses pulverisieren und lassen höchstens Windradruinen übrig.

Der Beitrag erschien zuerst in der Jungen Freiheit hier




Viele Menschen zweifeln am menschengemachten Klimawandel

Im vielen Ländern bezweifelt eine Mehrheit der Bürger, dass der Mensch die Hauptursache der aktuellen Klimaveränderungen ist. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des britischen Meinungsforschungsinstituts YouGov, für die rund 30.000 Personen in 28 Ländern befragt wurden.

Die Aussage „Das Klima verändert sich, und der Mensch ist die Hauptursache“ bevorzugten

in Indien 71 Prozent
in Thailand, Spanien und Indonesien 69 Prozent
in Italien 66 Prozent
in Vietnam 64 Prozent
auf den Philippinen 62 Prozent
in Singapur 54 Prozent
in Taiwan 53 Prozent
in Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten 52 Prozent
in Großbritannien 51 Prozent
in Hong Kong 50 Prozent
in Finnland und Deutschland 49 Prozent
in Frankreich und Malaysia 48 Prozent
in Bahrain 46 Prozent
in China 45 Prozent
in Australien 44 Prozent
in Oman 43 Prozent
in Ägypten 42 Prozent
in Dänemark 40 Prozent
in den USA 38 Prozent
in Schweden 36 Prozent
und in Saudi-Arabien und Norwegen 35 Prozent der Befragten als die beste Zusammenfassung ihrer eigenen Sichtweise.

Der Rest entschied sich jeweils für die Antwortmöglichkeiten „Das Klima verändert sich, und der Mensch ist teilweise verantwortlich, neben anderen Faktoren“, „Das Klima verändert sich, aber die menschliche Aktivität hat darauf gar keinen Einfluss“, „Das Klima verändert sich nicht“ oder beantwortete die Frage nicht. In 14 der 28 Länder bildeten also die „Klimaskeptiker“ und diejenigen Befragten, die keine Meinung zu dem Thema hatten, die Mehrheit.

Übernommen von ACHGUT hier




Windräder: Stillstand ist der typische Betriebszustand – Winddaten gefälscht

Stillstand ist die typische Situation eines Windrades in Baden-Württemberg. Das, was jeder beim Vorbeifahren an Windkraftanlagen im Süden Deutschlands häufig sieht, ist kein subjektiver Eindruck, sondern erweist sich als Normalfall.

Denn: Windräder stehen im Durchschnitt drei Monate still oder trudeln nur gemütlich vor sich hin und liefern fast keinen Strom. Das ist das ernüchternde Ergebnis, das aus dem neuen Windatlas von Baden-Württemberg resultiert. Der Grund: Es gibt nicht so viel Wind, wie die Landesregierung von Baden-Württemberg dem Land weismachen will. Die Winddaten und damit die Ertragsprognosen sind in der Regel viel zu hoch angesetzt.

Im Mai dieses Jahres stellte die Landesregierung Baden-Württemberg einen neuen Windatlas vor mit dem Resultat: Im Himmel ist Jahrmarkt und »wir« müssen nur viele, viele Windräder aufstellen und erzeugen so umweltfreundlichen Strom.
Doch da war viel von den zweifelhaften Rechentricks des Hockeystick-Erfinders Michael Mann dabei.

Mitglieder des Vereines Mensch Natur e.V. in Göppingen haben sich diese neue Version des Windatlass 2019 kritisch angesehen und die Werte mit realen Windmessergebnissen verglichen. Der Verein selbst setzt sich für die Bewahrung von Vielfalt, Schönheit und der Eigenart von Landschaften und Naturräumen ein und will, dass die Lebensräume als natürliche Lebensgrundlagen von Menschen, Tier und Pflanzen erhalten bleiben. Sie sind Mitglied in der Bundesinitiative VERNUNFTKRAFT.

Bereits in den 1990er Jahren wurden erste Daten veröffentlicht, im Jahr 2011 dann ein erster Windatlas von Baden-Württemberg. Damals hat der TÜV SÜD die Daten erarbeitet. Der Bundesverband Windenergie sah darin einen ersten Schritt zu einem verstärkten Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg.

Die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten wurden in einem Raster von 50×50 Meter in 100 und 140 Metern Höhe ermittelt. Grundsätzlich handelte es sich um hochgerechnete Windgeschwindigkeiten auf der Basis eines Höhenprofils der Landschaft, korreliert mit Daten von wenigen Wetterstationen. Betrachtete man die Messdaten an einem Standort und nahm die Daten des Deutschen Wetterdienstes, sowie konkrete Windmessungen vor Ort hinzu, klafften die Werte jedoch weit auseinander. Eine weitere Version stammt aus dem Jahre 2014, jetzt die neue Version 2019.

Allen Berechnungsergebnissen ist eines gemeinsam: Sie stellen das Windangebot immer als zu hoch da, haben die Kritiker der Studie herausgefunden. Zu denen gehören Physikprofessor Michael Torwart, die Diplom-Ingenieure Detlef Ahlborn für Statistik und Jörg Saur für Energietechnik: »Wesentliche Einflussgrößen wie Turbulenzen, Temperatur, Hochdruck- oder Tiefdruckwetterlagen, aber auch Luftfeuchtigkeit werden in den Gleichungen nicht berücksichtigt.«

Also: Auch der neue Windatlas ist geschönt. »Dabei konnten wir durch Rückrechnungen anhand frei verfügbarer Daten nachweisen, dass beim neuen Windatlas qualitativ und quantitativ unsauber gearbeitet wurde und die Berechnungen auf methodischen Fehlern aufbauen, die nicht nur für die Wirtschaftlichkeit künftiger Windanlagen weitreichende Konsequenzen haben.«
In ihrer »kritischen Betrachtung« Windatlas 2019 in Baden-Württemberg versus Realität konnten sie weiterhin zeigen, »dass der willkürlich und politisch festgelegte Wert der Kappgeschwindigkeit von 15 Meter pro Sekunde physikalisch-technisch nicht begründet werden kann und zu einer Überschätzung der Standortgüten von bis zu 20 Prozent führt.«

Die Kappgeschwindigkeit bezeichnet die Windstärke, ab der die umgesetzte Energie nicht weiter ansteigt, auch wenn die Windstärke noch weiter anwächst. Der Generator hat dann seine Maximalleistung erreicht. Er kann also auch noch heftigeren Wind nicht in weitere elektrische Energie umsetzen.

„Weitere Unstimmigkeiten im neuen Windatlas treten zu Tage, wenn man die vom Umweltministerium Baden-Württemberg neu geforderte Flächenleistung von 215 Watt pro Quadratmeter betrachtet. Durch Validierung anhand von real existierenden Ertragsdaten des »Vorzeige-Windparks« Lauterstein auf der Ostalb zeigen wir, dass diese in der Realität nicht erreicht wird. Weiterhin weisen wir systematisch nach, dass die meisten Windkraftanlagen in Baden-Württemberg weit unterhalb ihres prognostizierten Referenzertrags von 60 Prozent bleiben und somit hätten gar nicht genehmigt werden dürfen.«

Die Autoren vermissen vor allem die Originaldaten der Berechnungen: »Die verwendete Datengrundlage wurde zudem nicht öffentlich gemacht und kann damit keiner unabhängigen Prüfung unterzogen werden. Die Landesregierung als Auftraggeber ist somit ihrer Pflicht und Verantwortung gegenüber den Landkreisen, den Kommunen und der Bürgerschaft nicht nachgekommen, Transparenz und Objektivität der Studie zu gewährleisten.«

Wieder lässt Michael »Hockeystick« Mann grüßen. Nur mit massiver Manipulation von Daten gelingt es offenbar, die Ertragsmöglichkeiten von Windrädern in Schwachwindregionen als effektiv darzustellen. Die Autoren der kritischen Studie über den Windatlas vermuten, »dass der Bundesverband Windenergie gemeinsam mit der Firma AL-PRO als Mitglieder im Fachbeirat ihre Interessen an einem Ausbau der Windkraft wahrgenommen haben.«

Die praktischen Folgen erleben mittlerweile immer mehr Beteiligte an sogenannten »Bürgerwindparks«: Zu hohe Annahmen über die Winderträge münden häufig in einem wirtschaftlichen Desaster. Windräder liefern oft nicht genügend Strom, damit die Kosten gedeckt werden. Rechtsstreitigkeiten sind die Folge, wenn »Bürger« ihre Ersparnisse in den Bau von nutzlosen Windrädern gesteckt haben. Die Projektierer und Erbauer sind meistens fein heraus; sie verdienen am Bau der Windräder. Was dann geschieht, kann ihnen gleichgültig sein.

Die Frage muss jetzt gestellt werden, was mit einem Staat zu tun ist, der nicht Artikel 20a des Grundgesetzes befolgt: »Der Staat schützt«, so steht darin, »auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.«

Zerstörte Landschaften, Hunderttausende von gekillten Vögeln und Fledermäusen und zu wenig produzierter Strom geschweige denn eine Versorgungssicherheit – das Ergebnis der grünen Politik von Ministerpräsident Kretschmann, Umweltminister Untersteller und Co in Baden-Württemberg. Das alles sind Fakten, die nicht  zu wiederlegen sind. Da muss mit anderen Mitteln gekämpft werden. Die Heute-Show etwa erklärte, dass Windkraftgegner irgendwie AfD seien. Merke: Wer etwas kritisiert, kann nur rechts sein. Solche heißt Luft allerdings macht Wind in der Glotze, aber nicht für die Windräder.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier