Die Klimakatastrophe ist abgesagt – der Raubzug geht weiter. Politik und Medien machen mit.

Am 20.5.26 hatte die AfD eine Aktuelle Stunde im Bundestag beantragt, die zeigen sollte, wie der Bundestag auf die Rücknahme des „Katastrophenszenarios RCP 8.5“ reagiert.

von Michael Limburg

Die mediale Berichterstattung nach der AfD-Aktuellen Stunde am 20. Mai 2026 war sehr verhalten und folgte weitgehend dem üblichen Polarisierungsmuster. Sie war damit sehr überschaubar. Die AfD hatte dies Stunde gewünscht, weil das IPCC/CMIP7-Rahmenwerk das extreme Emissionsszenario RCP 8.5 (bzw. SSP5-8.5) künftig nicht mehr als plausibles Worst-Case-Szenario verwendet. Wissenschaftler (u. a. Detlef van Vuuren et al. Wie auch Stefan Rahmstorf vom PIK) stuften es als unrealistisch ein – vor allem wegen des Erfolgs erneuerbarer Energien (was grottenfalsch ist, siehe Bild Emissionen und Kasten unten) und veränderter Emissionsverläufe. (Die Industrie geht pleite oder wandert ab)

Das Thema wurde daher nicht zu einem großen Leitartikel-Thema, sondern wurde eher wenig in Wissenschafts- und Politikrubriken behandelt. Es erreichte auch keine riesige Leitartikel-Welle oder tagelange Dominanz in den Nachrichten.

Doch der vermeintliche Erfolg der „Erneuerbaren“ ist – wie immer bei den Altparteien – total an der Wirklichkeit vorbei:

Denn nur etwa 2,8 % (Solar ca. 1,3 %, Wind ca. 1,5 %) der weltweiten Primärenergie im Jahr 2024 aus Wind und Solarengie zu Strom gewandelt. Laut dem Energy Institute Statistical Review of World Energy 2025 (neue Physical-Energy-Content-Methode, die den tatsächlichen Energieinhalt misst):

  • Wind: 1,5 % (9,04 EJ)

  • Solar: 1,3 % (7,72 EJ)

  • Zusammen: ca. 2,8 %

Was genau passiert ist?

Der Kern der Debatte: Die AfD (vor allem Karsten Hilse) nutzte die Stunde, um RCP 8.5 als „Horrorszenario“ und „größten Betrug der Menschheit“ zu bezeichnen, das jahrelang zur Panikmache und Rechtfertigung teurer Maßnahmen gedient habe. Sie forderten Konsequenzen für Politik, Gerichte (z. B. BVerfG-Urteil) und Medien. Die anderen Fraktionen (Union, SPD, Grüne und Linke) sahen darin vor allem einen Beleg für die Wirksamkeit von Klimaschutz: Weil Erneuerbare so erfolgreich seien, sei das Worst-Case-Szenario unrealistisch geworden – also kein Grund, die Politik zu ändern. (Siehe Beispiel Mark Helferich Klimasprecher der CDU bei EpocchTimes und Apollo und Kasten oben)

Hier das Beispiel von Apollo.

Andere Szenarien mit deutlicher Erwärmung (bis ca. 3–3,5 °C) würden jedoch bestehen bleiben. Beim fast leeren Bundestag – in der hitzigen Debatte (Siehe Bild oben) sagte Karsten Hilse (AfD), RCP 8.5 sei ein „Horrorszenario, das nie plausibel war“, das jahrelang zur Panikmache, zur Rechtfertigung teurer Maßnahmen und sogar im BVerfG-Urteil 2021 gedient habe. Er sprach vom „Ende des größten Betrugs der Menschheit“ und forderte Konsequenzen für Politik, Medien und Gerichte. Die Union solle sich von „Sozialisten und Kommunisten“ lösen.

Screenshot Nius

Wichtige Medienberichte

  • Süddeutsche Zeitung (SZ): Ausführlicher Bericht, der das wissenschaftliche Update erklärt (RCP 8.5 wird als nicht mehr plausibel eingestuft). Sie betont, dass das neue Szenario „trotzdem düster“ aussehe und stellt die AfD-Debatte in den Kontext von Trump und „Welle schlagen“. Typisch SZ: Wissenschaftlich fundiert, aber mit klarer Einordnung gegen rechte Instrumentalisierung.
  • Bundestag-eigene Dokumentation: Neutrale Zusammenfassung der Positionen, die zeigt, wie kontrovers es zuging.
  • taz / linke Medien: Betonen, dass die Streichung des Extremszenarios gerade ein Erfolg der Klimapolitik sei (siehe oben). Die AfD wird als „Hetzer“ gegen Klimaschutz dargestellt. Keine Entwarnung, sondern „Lichtblick durch Erneuerbare“.
  • AfD-nahe / rechte Medien (z. B. über AfD-Kanäle, Telegram etc.): Große Feier als „Ende des Betrugs“, Forderung nach Abschaffung von CO₂-Abgabe etc.
  • Öffentlich-rechtlich (phoenix, ARD Mediathek): Es gab Livestreams und Zusammenfassungen der Debatte, aber keine riesige Nachberichterstattung.
  • Nur die Alternativen Medien wie Achgut, Apollo, Tichys Einblick oder Nius gaben dem Thema breiten Raum.

Gesamteindruck

Die etablierten Medien haben das Thema nicht ignoriert, aber auch nicht groß aufgebauscht. Was bei diesem Thema ab zwingend gewesen wäre. Es wurde eher klein gehalten. Man nannte es einen taktischen AfD-Vorstoß und behandelte es als wissenschaftliche Feinjustierung, nicht als game changer für die deutsche Klimapolitik.

Viele Berichte betonen: „Kein Grund zur Entwarnung, andere Szenarien bleiben ernst. “Typisch für hochpolitisierte Themen in Deutschland: Linke/ Mainstream-Medien rahmen es als „AfD versucht, Klimaschutz zu diskreditieren“, während die AfD es als Beweis für jahrelange Übertreibung sieht. Große Aufregung blieb aus – zwei Tage später war das Thema schon wieder etwas abgeflaut.

 




Klimapleite und Energieende

Die Klimakatastrophen-Szenarien fallen gerade zusammen wie ein Soufflé, aus dem der Dampf entweicht. Doch in Deutschland halten die Gläubigen der Klimasekte an der darauf aufbauenden ruinösen Politik bis zum bitteren Ende fest. Wie sagte der alte Richard Wagner so schön: Deutsch sein heißt, Dinge um ihrer selbst willen zu tun.

Von Manfred Haferburg

Der Greta-Thunberg- und Letzte-Generations-Weltuntergang fällt aus. Die Erderwärmung wird nicht 3,5 Grad sein, sondern 1,5 Grad. Vielleicht nicht einmal das. Die prophezeiten 3,5 Grad „Erderhitzung“ mit Millionen Toten beruhen auf einem „unplausiblem Szenario“. Der Hohe Klimarat IPCC hat zugegeben: Unser Klimaalarmszenario ist grober Unfug.

Man schaue hier, was die EPOCH Times zu den Äußerungen der Abgeordneten im Deutschen Bundestag anlässlich der Aktuelle Stunde auf Veranlassung der AfD zur Rückname des Katastrophenszenarios RCP 8.5 zusammen getragen hat.

Ergänzung der Redaktion:

Etwa 2,8 % (Solar ca. 1,3 %, Wind ca. 1,5 %) der weltweiten Primärenergie im Jahr 2024 werden von Wind und Sonne gewandelt. Laut dem Energy Institute Statistical Review of World Energy 2025 (neue Physical-Energy-Content-Methode, die den tatsächlichen Energieinhalt misst):

  • Wind: 1,5 % (9,04 EJ)

  • Solar: 1,3 % (7,72 EJ)

  • Zusammen: ca. 2,8 %

„Sorry, Leute, die Klimaerhitzung mit Sintflut, Höllenfeuersturm und Postapokalypse war halt nur so ’ne Idee“. Eine fragwürdige Zukunfts-Simulation mit unplausiblen Eingangsparametern ergab ein Schreckens-Szenario, das aber physikalisch so gar nicht möglich ist. Nein, es war schlicht falsch. Jeder, der sich mal mit Simulationen beschäftigt hat, kennt den ersten Lehrsatz der Simulationslehre: „Shit in – shit out“. Leider diente dieses Szenario der Politik als Begründung für jede Menge ruinöser „Klima-Maßnahmen“. Gigantische Summen wurden von unten nach oben in die Taschen der Klimasekte umverteilt oder vergeudet. Das falsche IPCC-Szenario hat es sogar bis ins deutsche Grundgesetz geschafft.

Vor allem die Gehirne der Kinder wurden damit verkleistert. Mehrere Generationen wurden in Angst und Schrecken erzogen. Sie nennen sich heute „Letzte Generation“ und verweigern folgerichtig das normale Leben und die menschliche Reproduktion. Die schamlose Ausnutzung menschlicher Angst zur eigenen Bereicherung und Machtfülle resultiert in ungeheuerlichen Vorwürfen gegen die Protagonisten der Klimaangstpolitik. Es ist egal, ob sie es besser wussten oder nur auf das IPCC-Panikorchester reingefallen sind. Sie sind dafür verantwortlich.

Ein beispielloses Verarmungsprogramm

Insbesondere in Deutschland sind die Klimapolitiker verantwortlich für ein beispielloses Verarmungsprogramm, genannt Energiewende. Energiewende, das ist die Zerstörung einer ehemals gut funktionierenden Energiewirtschaft mit voller Absicht und ohne Rücksicht auf Verluste. Eine Klimasekte hat Deutschland in eine Wirtschaftskrise geführt. Schon der Name „Energiewende“ ist eine Lüge – Energie lässt sich nicht wenden. Das hineingebastelte Wort „Wende“ sollte positive Assoziationen wecken, indem es auf das Trittbrett der Friedlichen Revolution der DDR aufstieg.

Die Energiewende wurde im Jahre 1990 gezeugt. Der Zeugungsakt war das Stromeinspeisegesetz. Von nun an musste wider jede Vernunft Strom aus Sonne und Wind vorrangig zu überhöhten Preisen gekauft und verteilt werden. Es war der Beginn des Klimasozialismus. Die Klimasekte tönte: „Sonne und Wind schicken keine Rechnung“. Und niemand bemerkte den Betrug, weil es nur wenige Windmühlen und Solarpaneele gab. Und niemandem fiel auf, dass auch Kohle und Uran noch nie Rechnungen geschickt hatten.

Die Energiewende kam am 1. April des Jahres 2000 mit dem Erneuerbaren Energie Gesetz EEG auf diese Welt. Sie war eine furchtbare Missgeburt. Und wieder enthielt schon der Name des Gesetzes eine Lüge. Energie lässt sich nicht erneuern, genauso wenig, wie sie sich wenden lässt. Der Name des Vaters der neuen Energiewende war also Lüge. Ihre Mutter hieß Angst. Man hatte über Jahre Mietwissenschaftler gekauft, die den Leuten mit der Autorität des weißen Kittels einredeten, dass sie in der Klimahölle verbrennen würden, wenn sie der Klimasekte nicht ihr Portemonnaie öffneten. Auch an gekauften oder fachlich herausgeforderten Journalisten mangelte es nicht, die diese Apokalypse verbreiteten.

Russische Gasoligarchen finanzierten die nützlichen Idioten

Vor allem mangelte es der Klimasekte nicht an heimlichem Geld für die unheimliche Klimapropaganda. Russische Gasoligarchen finanzierten die nützlichen Idioten der deutschen Anti-Atom-Bewegung. Saudische Ölscheichs und amerikanische Gas-Fracker pumpten Geld in den deutschen Kohleausstieg und das deutsche Fracking-Verbot. Und China spendierte hintenrum ein paar Mittel für die Förderung von Solarpaneelen und Windrädern.

Es war so einfach – man musste den Deutschen nur etwas German-Angst machen, und die Tore zum deutschen Energie-Eldorado standen weit offen. Und weil der Energieabsturz nicht nachhaltig genug erschien – man kann ja nicht vorsichtig genug sein –, sprengten unsere engsten Freunde mal eben vorsorglich eine Hauptschlagader der deutschen Gasversorgung unter Wasser weg. Na wenn schon, war ja für einen guten Zweck. Die deutsche Regierung und ihre angeschlossenen Medien haben nachgerade Nackenschmerzen vom intensiven  Wegsehen.

Die hässliche Energiewende hatte auch in Deutschland viele linke Onkel und noch linkere Tanten, die große Erwartungen in sie setzten. Sie erhofften sich von ihr, dass mit ihrer Hilfe endlich mal der richtig gute Sozialismus aufgebaut werden könnte. Das muss man ja nicht gleich in die Welt hinausposaunen, sondern man kann es „Große Transformation“ nennen. Irgendwo steht sicher ein Transformator, der brummend endlich die Welt in eine bessere transformiert, was bisher trotz vieler Versuche immer gescheitert war.

Mangelnde Energiedichte, Wetterabhängigkeit und Unbezahlbarkeit

Vater, Mutter, Onkel und Tanten, ja sogar das Volk – alle waren so voller Hoffnung, dass sie nicht sahen, wie missgestaltet die Energiewende unter der Schminke der Mietwissenschaftler war. Sie hofften einfach, dass sich das Krumme schon auswachsen würde, wenn sie erst einmal erwachsen wäre.

Ihr waren drei unheilbare Geburtsfehler in die Wiege gelegt worden. Es waren mangelnde Energiedichte, Wetterabhängigkeit und Unbezahlbarkeit. Da halfen auch nicht die gigantischen Geldsummen, die ihre Eltern dem verängstigten Volk abpressten und für sie ausgaben. Sie war von Anfang an unheilbar krank. Ihre Onkel und Tanten behaupteten zwar, dass sie kerngesund und wunderschön sei. Doch wurde sie in Wirklichkeit immer kränker und hässlicher, je mehr sie aufwuchs.

Das Schlimmste an ihr war, dass ihre Gebrechen alles um sie herum ansteckte. Wie eine Seuche breiteten sich ihre Krankheiten übers ganze Land aus. Ganze Geschwader von Heilern versuchten sich daran, ihre Geburtsfehler zu kurieren. Es gelang ihnen aber höchstens, das Siechtum zu verlängern. Es wurde eine ganze Heiler-Industrie aufgebaut, die davon profitierte, dass eine durch und durch verkrüppelte Energiewende zu einer begehrenswerten Schönheitskönigin ausgerufen worden war. So siechte sie von Anfang an vor sich hin, am elenden Leben erhalten durch immer neue Geldtransfusionen. Als das Geld der Anderen dann alle war, nahm die Klimasekte ganze Gebirge von Schulden auf. Doch auch dieses Geld war schon alle, bevor es überhaupt überwiesen werden konnte.

Die „Energiewende“ ist ein Zombie geworden

In Wahrheit ist die Energiewende schon seit einiger Zeit mausetot, an ihren Geburtsfehlern elendiglich zugrunde gegangen. Aber das darf niemand wissen. Wehe, das sagt einer! Der ist dann nämlich ein Klimaleugner, Energiewende-Hasser und womöglich ein putinverstehender AfDler – pfui. Die Verblichene wird mit immer neuem Lügen und Wundermedizinen an einem scheinbaren Leben gehalten. Sie ist ein Zombie geworden, der nun selbst Angst und Schrecken verbreitet. Doch dies wird von der Klimasekte beinhart geleugnet. Damit die Heiler-Industrie weiterhin das große Geld abgreifen kann. Damit Vater und Mutter nicht auffliegen. Damit Onkel und Tanten weiter vom Erfolg der Großen Transformation und dem Endsieg des Sozialismus träumen können.

Und nicht zuletzt, damit die Leute ihr Geld auch weiterhin ohne größeres Murren der Verwesenden hinterher werfen. Bisher war es ja nur knapp eine Billion, die Hälfte davon Schulden auf dem Rücken unserer Kinder und Enkel. Die Energiewender faseln davon, dass sie mit diesen Schulden, die sie Sondervermögennennen, die Zukunft der künftigen Generationen retten wollen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Sie wollen nur ihre eigene Haut und Pfründe retten, indem sie die Zukunft dieser Kinder und Enkel an den Klimagötzen verhökern.

Wird die Energiewende ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende sein? Ich fürchte beides. Die Klimapolitiker werden nicht freiwillig aufhören und sich eines Besseren belehren lassen. Noch nicht einmal, wenn ihnen die Physik mit einem Blackout die Tür eintritt. Gerade will ein Regierungsclown wieder mal den Klimanotstand ausrufen. Wen interessiert es in Deutschland, dass die Hohepriester der Klimareligion ihre tiefste Hölle geschlossen haben. „Der Kernkraftausstieg war ein strategischer Fehler aber er ist irreversibel“. „Die Energiewende in ihrer jetzigen Form bringt uns um. Die Regierungskoalition hält an den Klimazielen fest“.  Deutschsein heißt durchhalten und kämpfen bis zuletzt. Egal für wen oder was. Diesmal sind es eben der „Wal Timmy“ und die „einskommafünf Grad“. Und notabene – bis 2040 ist Deutschland „klimaneutral“, was auch immer das sein soll. Haben die Deutschen erst das „Klima gerettet“, dann kriegen sie auch wieder ein paar Punkte beim European Song-Contest.

Leider fürchte ich, dass der deutsche Michel den Klimarettern auch nach dem Zusammenbruch noch abkauft, dass Putin, Trump und die AfD an der Misere schuld sind. Schon Napoleon Bonaparte hatte angeblich eine feste Meinung über die Deutschen

„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein… Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie… Die Deutschen verharren in ihrer Konsequenz, selbst wenn sie erkennen, dass sie einen Fehler machen“. 

Lieber Leser, bitte entscheiden Sie selbst, ob Napoleon damit ein bisschen recht hatte.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

 




Im Deutschen Bundestag: IPCC und die Alt-Parteien fürchten die Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser

Aus der Sicht eines Insiders

von Dieter Glatting

Die parlamentarische Ausschussarbeit ist nicht vergnügungssteuerpflichtig. Es handelt sich um eine formalisierte und mittlerweile ritualisierte Arbeit, bei der sich, in Zeiten unserer “liberalen Demokratie“ die Alt-Parteien und Opposition (AfD) nur über Dissens einig sind. Daher ist Berichterstattung über Vorgänge dieser Institutionen selten.

Um Außenstehenden zu verdeutlichen, wozu diese Ausschüsse existieren und was sie machen, kommt nun ein kurzer Abriss.

Gesetze und Anträge werden von der Regierung und den Fraktionen zur Debatte gestellt und in erster Lesung im Plenum behandelt. Dort erfolgt die Überweisung in die Ausschüsse. Im Federführenden Ausschuss findet zu dem jeweiligen Gesetz oder Antrag eine Debatte im Ausschuss statt. Im Anschluss an die Debatte wird über eine Beschlussempfehlung für das Plenum abgestimmt. Nach der zweiten und dritten Lesung im Plenum, wird über diese Beschlussempfehlung abgestimmt.

Für die Beobachter der aktuellen politischen Situation kann hier angemerkt werden, dass die Regierung nur noch Gesetze, die durch EU-Vorgaben zwingend erforderlich sind, zur Abarbeitung einbringt.

Fraktionen und Regierung können darüber hinaus zu aktuellen Fragen und Ereignissen um Selbstbefassungen bitten. Diesen Bitten wird in der Regel nachgekommen, selbst wenn sie von der AfD stammen.

Egal, ob es sich um Überweisungen oder Selbstbefassungen handelt, sind die Beiträge der Altparteien meist zwischen Verleugnung der angeblichen eigenen Werte und Ideologie fernab jeder Realität. Als Referent kann/darf man gehen oder wie bei den Debatten im Plenum, den Ton der Übertragung ausschalten. Bei den MdBs (Mitgliedern des Bundestages) ist das anders. Sie müssen anwesend sein. Doch aufgrund der Diäten hält sich mein Mitleid für die MdBs, auch der AfD in überschaubarem Grenzen. Die Diäten muss man in diesem Fall als Schmerzensgeld betrachten.

In der ersten Obleute-Runde *) des Umwelt-Ausschusses in dieser Legislatur (3. Juni 2025) haben die Fraktionen von AfD, Grünen und Linken dafür plädiert, dass aus Transparenzgründen der Ausschuss grundsätzlich öffentlich tagt. Die Koalition hat dies abgelehnt. Gleichwohl wurde eingeräumt, dass einzelne Tagesordnungspunkte nach Beschluss öffentlich debattiert werden können. Es wurden daher immer wieder Anträge auf Herstellung der Öffentlichkeit gestellt, die von AfD, Grünen und Linken unterstützt wurden. Die kleine GroKo hat dies aber immer abgebügelt.

Darüber hinaus wurde in der Obleute-Runde*) vereinbart, dass im Rahmen der Ausschuss-Sitzungen regelmäßig Vertretern nachgeordneter Behörden und sonstiger Institutionen zum Gespräch eingeladen werden. Daraufhin kam es zu folgenden Gesprächen:

  • BMUKN Minister Carsten Schneider am 25. Juni 2025
  • Nationalen Begleitgremium NBG am 10. September
  • Expertenrats für Klimafragen am 9. Oktober 2026
  • Klima-Allianz Deutschland am 5. November 2025 (Keine Ausschusssitzung)
  • Bundesamtes für Strahlenschutz am 25.02.2026
  • Bundesamtes für Naturschutz (BfN) am 12. März 2026
  • Bundesminister Carsten Schneider zum Klimaschutzprogramm 2026 am 26. März 2026
  • Bundesamtes für die Sicherheit der nationalen Entsorgung (BASE) am 15.04.2026
  • Umweltbundesamtes (UBA) am 22. April 2026
  • Deutschen Wetterdienst am 6. Mai 2026

Für den kommenden Mittwoch, den 20. Mai 2026 ist ein Gespräch mit;

  • Intergovernmental Panel on Climate Change, (IPCC) mit
  • Dr. Christiane Textor (Leiterin der Deutschen IPCC-Koordinierungsstelle)
  • und
  • Dr. Oliver Geden (Stiftung Wissenschaft und Politik,
  • deutscher Vertreter des Vorstands im IPCC)

angesetzt. Zum Zeitpunkt der Planung dieses Gesprächs, Mitte März, war es noch ruhig um den IPCC. Aufgrund der anhaltenden Diskussionen über die Ausmusterung des Katastrophen- Referenzpfades RCP8.5, der die Basis vieler zehntausender beängstigendster Folgenstudien, und die auch Basis für das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom April 2012 war, erschien die Beerdigung der Klima-Apokalypse als ein Thema, das auch für die interessierte Öffentlichkeit von Belang gewesen wäre. Zum anderen hätte der IPCC öffentlich Stellung zu diesem Vorgang nehmen können.

Die AfD-Fraktion hat daher den Antrag auf die Herstellung der Öffentlichkeit fristgerecht gestellt, um den IPCC und die Alt-Parteien bei diesem Thema richtig vorzuführen. So war es nicht verwunderlich, dass die kleine GroKo gegen die Öffentlichkeit gestimmt hat. Grüne und Linke hatten auch kein Interesse an der Öffentlichkeit bei diesem Tagesordnungspunkt, da deren ganzes Dogma und die Basis ihres Geschäftsmodells auf der Klima-Lüge aufgebaut ist. Da ist es ganz schnell vorbei mit der Transparenz.

Die Klimasprecher der AfD im Deutschen Bundestag Karsten Hilse und Prof. Dr. Ingo Hahn stehen dafür nun in den Startlöchern. Bild und Tonaufnahmen sind bei nicht öffentlichen Sitzungen leider verboten. Die Kollegen und ich werden aber mitschreiben, bis die Finger glühen, um einen Bericht von dieser Sitzung geben zu können.

*) Obleute der Fraktionen koordinieren im Vorfeld den Verfahrensablauf der Sitzung. Die Obleute-Runde ist die Sitzung der Obleute vor der Ausschusssitzung in der, die organisatorischen Dinge besprochen werden.

Referenzen:

https://nius.de/politik/klimaforschung-horrorszenario-unplausibel-ipcc

https://www.wattenrat.de/2026/05/12/ipcc-klimakatastrophe-war-gestern-sie-faellt-aus/

https://x.com/io_anche1604/status/2052080520821940437

https://legitim.ch/dies-sind-die-worte-der-ersten-16-von-insgesamt-46-wissenschaftlern-die-den-weltklimarat-ipcc-aufgrund-der-korrupten-klima-wissenschaft-verlassen-haben/

https://klimanachrichten.de/2026/05/13/fritz-vahrenholt-der-weltklimarat-sagt-die-klimakatastrophe-findet-nicht-statt/

 




Sprechen wir mal über wissenschaftliche Paradigmen und deren Wechsel

von Uli Weber

Zunächst einmal müssen wir den Begriff „Paradigma“ klären, und dabei hilft uns die GOOGLE-KI des Browsers, Zitat:

Ein Paradigma ist ein allgemein anerkanntes Muster, Denkweise oder Modell, das als Grundlage zur Orientierung und Problemlösung in Wissenschaft, Gesellschaft oder Technik dient. Es prägt Überzeugungen, Methoden und Sichtweisen. Synonyme sind Modell, Vorbild, Denkmuster oder Leitbild. Bei einem grundlegenden Wandel dieser Sichtweise spricht man von einem Paradigmenwechsel.“

Ein Paradigma ist also ein allgemein anerkanntes Modell für irgendein Phänomen, und von dem kann es nach dem Highlander-Prinzip jeweils nur ein einziges geben. Ein Modell beschreibt üblicherweise ein solches Phänomen auf der Grundlage von gesicherten Lehrsätzen und stellt damit ein mehr oder minder zutreffendes Abbild der Realität dar:

Phänomen => Gesicherte Lehrsätze => Modell => Übereinstimmung mit der Realität

Festhalten können wir hier also schon einmal, dass ein Modell nicht die Realität ersetzt, sondern sich an dieser Realität beweisen muss. Und in die Zukunft gerichtete Modelle müssen dann zumindest die Vergangenheit durch ein historisches Backtesting korrekt darstellen können. Denn es kommt ausschließlich auf die Widerspruchsfreiheit eines Modells gegenüber den zugrunde liegenden gesicherten Lehrsätzen und der Realität an. Jedenfalls kann kein Modell ein konkurrierendes Modell aus sich selbst heraus wider­legen. Vielmehr ist eine solche Widerlegung nur durch die beiden Modellen zugrunde liegenden gesicherten Lehrsätze möglich.

Im besten Fall entsteht aus einem solchen Modell also ein allgemein anerkanntes Paradigma für das beschriebene Phänomen. Wenn wir nun ein gültiges Paradigma mit konkurrierenden wissenschaft­lichen Ansätzen für dasselbe zugrunde liegende Phänomen vergleichen wollen, dann müssen wir uns auf die Ebene der Modelle und deren Einzelschritte begeben. Und wenn es über irgendein Phänomen noch gar kein herrschendes Paradigma gibt, dann wehrt sich der wissenschaftliche Mainstream üblicherweise trotzdem. Denn schließlich existiert auch dann irgendeine Mehrheits­meinung, mit deren Hilfe bessere Erkenntnisse eingehegt werden können, um eine Veränderung des sicher geglaubten Weltbildes zu vermeiden. Dazu drei Beispiele aus unserem Kulturkreis:

Johann Carl Fuhlrott (1803 – 1877) https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Carl_Fuhlrott, Zitat:

Fuhlrott hatte die besonderen Merkmale der ihm von einem Steinbruchbesitzer übergebenen Knochen (Überaugenwülste, ungewöhnlich dicke Grate und Leisten als Ansatzpunkte überaus kräftiger Muskeln) auf Anhieb einem Individuum „aus der vorhistorischen Zeit“ zugeschrieben, zwei Jahre vor Darwins bedeutender Schrift Über die Entstehung der Arten. Als er seine Deutung 1857 auf einer Versammlung von Naturforschern zur Diskussion stellte, wurde er von den Gelehrten jedoch nicht ernstgenommen; mehr noch, deren Reaktion empfand Fuhlrott als extrem entmutigend. Seinen ersten schriftlichen Bericht versah er mit dem resignierten Schluss, dass er ‚auf jeden Versuch einer Propaganda für meine Überzeugung gern verzichte‘.“

Ignaz Philipp Semmelweis (1818- 1865) https://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Semmelweis , Zitat:

Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er ‚Retter der Mütter‘ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse, von ihm 1861 publiziert, nicht anerkannt und von Kollegen als ‚spekulativer Unfug‘ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde.“

Alfred Lothar Wegener (1880 – 1930) https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Wegener, Zitat:

Wegeners Theorie von der Verschiebung der Kontinente blieb zu seinen Lebzeiten immer umstritten und geriet nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der Paläogeograph Edgar Dacqué oder der Belgrader Astronom Milutin Milanković, unterstützten Wegener von Anfang an. Andere Kollegen sprachen eher von ‚Gedankenspielerei‘, ‚Phantasiegebilden‘ oder gar von ‚Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen‘. Max Semper schrieb eine Kritik an der Theorie, die in folgende Verspottung der Person Wegeners mündet: ‚[…] so kann man nur um Innehaltung der nötigen Distanz ersuchen und die Bitte daran anschließen, doch künftig die Geologie nicht weiter zu beehren, sondern Fachgebiete aufzusuchen, die bisher noch vergaßen, über ihr Tor zu schreiben: ‚O heiliger Sankt Florian, verschon’ dies Haus, zünd’ andere an!‘ – Max Semper: (1917)

Alle drei genannten Wissenschaftler haben den Triumph ihrer Erkenntnis nicht mehr erlebt. Es ist nämlich völlig gleichgültig, ob lediglich Lücken in Grundlagenwissen oder Phantasie des tonangebenden Mainstreams vorherrschen, oder ob die herrschende Lehrmeinung gar aus religiösen Glaubenssätzen besteht. Es kann jedenfalls Jahrzehnte dauern, bis ein alternatives Modell schließlich doch noch zum wissenschaftlichen Paradigma wird – und manchmal sogar noch viel länger, bis auch der verursachende Querdenker eine persönliche Rehabilitierung durch das inquisitorische Religionsgericht erfährt:

Galileo Galilei (1564 – 1641/1642) https://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_Galilei

Galileo Galilei hatte einen bedeutenden Beitrag zur Kopernikanischen Wende vom Mittelalter zur Neuzeit – und damit zur Abendländischen Aufklärung – geleistet. Am 22. Juni 1633 fand sein Inquisitionsprozess statt, und am 2. November 1992 wurde Galilei von der Heiligen Römischen Kirche formal rehabilitiert – also: Liebet Eure Feinde!

Ein Endlosbeispiel für die Auseinandersetzung über Modelle ist der Dissens zwischen meinem hemisphärischen Konvektionsmodell und der selbst von Klimarealisten verteidigten IPCC- Sage vom sogenannten „natürlichen atmosphärischen THE“. Beide konkurrierenden physikalischen Modelle nehmen in Anspruch, die terrestrische Temperaturgenese abzubilden, also schaunmermal:

Phänomen: Die Sonne als Zentralgestirn des Sonnensystems beleuchtet die ihr zugekehrte Seite der um ihre eigene Achse rotierenden Erde und bestimmt deren Temperatur.

Gesicherte Lehrsätze: Für dieses Phänomen gibt es keinen einzeln umfassenden Lehrsatz. Vielmehr muss man den beschriebenen Prozess in physikalische Einzelschritte aufdröseln, die dann konkreten Lehrsätzen zugeordnet werden können.

Modell: Die lückenlose und widerspruchsfreie Abfolge der beweisbaren physikalischen Einzelschritte vom Phänomen zur Realität ergibt dann ein Modell.

Übereinstimmung mit der Realität: Das jeweilige Modell muss zwingend und nachvollziehbar die konkreten Einzelschritte vom Anfangszustand bis zum Endzustand in der Realität abbilden.

Schauen wir uns also beide konkurrierenden Modelle daraufhin noch einmal genauer an:

Das THE-Paradigma: Der auf der Erde einfallende solare HF-Strahlungsfluss (ΦS) wird mit dem abgestrahlten IR-Strahlungsfluss der Erde (ΦE) gleichgesetzt, also:

Φ(Sonne) = Φ(Erde)

Grundlage für das THE-Paradigma ist ein Flächenverhältnis von 1:4 zwischen den einfallenden Sonnenstrahlen auf einer Kreisfläche mit dem Erdradius und der Kugeloberfläche der Erde. Man benutzt nun dieses Flächenverhältnis tatsächlich, um mittels einer Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes aus einem Viertel der Solarkonstanten – abzüglich des Albedoanteils von 30% – eine „natürliche Temperatur“ von minus 18 Grad Celsius für unsere Erde zu berechnen.

WIDERSPRUCH: Die Gleichsetzung der Strahlungsflüsse eines aktiven Sterns und eines hemisphärisch beleuchteten passiven Planeten überspringt als physikalischer Apfel&Birnen-Vergleich die terrestri­sche Temperaturgenese [solare HF-Strahlung => Materie => terrestrische IR-Strahlung].

Dieses Ergebnis ist aber auch deshalb völlig falsch, weil das zur Berechnung missbrauchte physika­lische S-B-Gesetz, und somit auch seine Inversion, auf einer strengen Gleichzeitigkeit von Temperatur und Strahlung basieren. Eine global einheitliche solare Einstrahlungsleistung ist daher eine rein mathematische Chimäre und kann in der physikalischen Realität unserer immer hälftig bestrahlten Erde niemals beobachtet werden. Dabei können Sie anhand des S-B-Gesetzes selbst leicht feststellen, dass bei einer T^4-Funktion allein schon die Mittelwertbildung physikalischer Unfug ist:

Die „globale Durchschnittstemperatur“ von 288 Kelvin entspricht einer Abstrahlung von 390W/m².

Im absoluten Nullpunkt von 0 Kelvin beträgt die Abstrahlung 0 W/m².

Der Durchschnitt zwischen beiden Wertepaaren beträgt 144 Kelvin und 195 W/m².

WIDERSPRUCH: 144 K entspricht 25 W/m² Abstrahlung und 195 W/m² entsprechen 242 K Temperatur. Bei Gerlich und Tscheuschner (2009) heißt es dazu auf Seite 63, Zitat:

Such a calculation, though standard in global climatology, is plainly wrong. Namely, if one

wants to calculate the average temperature, one has to draw the fourth root first and then

determine the average, …“

Die aus dem THE-Paradigma hergeleitete „natürliche Temperatur“ unserer Erde von minus 18 °C ist 33 Kelvin niedriger als die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“, für die es allerdings kein physikalisch zwingendes Kochrezept gibt. Jedenfalls wird diese Differenz von 33 Kelvin einem „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ zugeschrieben, der auf der Gleichsetzung der Strahlungsflüsse von Sonne (ΦS ) und Erde (ΦE) beruht, und auf dessen experimentellen Nachweis der allwissende Vatikan der Klimareligion seit mehr als 3 Jahrzehnten verzichtet.

WIDERSPRUCH: Wenn die zum sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ führende S-B-Inversion tatsächlich physikalisch korrekt und dieser THE exakt berechenbar wäre, dann könnte man damit die sogenannte „gemessene globale Durch­schnittstemperatur“ verifizieren. Bis heute existiert aber lediglich die ominöse global einheitliche Temperaturdifferenz von 33 Kelvin.

Das Treibhaus-Paradigma klammert also ausgerechnet den Einzelschritt der natürlichen Temperaturgenese auf unserer Erde als zentralen Prozess der solaren Einstrahlung aus. Stattdessen verspringt sie sofort zur terrestrischen Abstrahlung, die es ohne die solar induzierte Temperaturgenese gar nicht geben würde. Die Lücke von 33 Kelvin zwischen Model und Realität wird dann durch ein experimentell unbewiesenes Phänomen geschlossen, das auf der mathematischen Verschlimmbesserung eines physikalischen Gesetzes beruht.

Das hemisphärische: Konvektionsmodell: Die hemisphärische Temperaturberechnung für die Tagseite unserer Erde beruht auf dem S-B-Temperatur­äquivalent aus einer ortsgetreuen S-B-Inversion der hemisphärisch eingestrahlten spezifischen Strahlungsleistung der Sonne für konzentrische Kreissegmente um den Subsolarpunkt im Äquinoktium.

https://eike-klima-energie.eu/wp-content/uploads/2025/02/word-image-122361-2.jpeg

Abbildung: Das hemisphärische: Konvektionsmodell

Links: Geometrie der solaren Einstrahlung im Äquinoktium

Mitte: Berechnungsschema für das S-B-Temperaturäquivalent in 1° Segmenten

Rechts: Das S-B-Temperaturäquivalent in Abhängigkeit vom Zenitwinkel der Sonne.

Das flächennormierte Temperaturmittel aus dieser 1-Grad-Approximation beträgt 14,03°C und wird durch eine Verdoppelung der G&T-Integrallösung mit 288 Kelvin (15 °C) bestätigt. Dieses berechnete S-B-Temperaturäquivalent wird jedoch nirgendwo auf der Erde erreicht. Vielmehr finden mit der morgendlichen Erwärmung der Oberfläche sofort auch Verdunstung und Konvektion statt, durch die wesentliche Mengen der örtlich eingestrahlten Energie in die globalen Zirkulationen übergehen und global verfrachtet werden. Und die Nachttemperatur auf unserem Wasserplaneten wird durch die in den Meeren gespeicherte Energie gestützt, deren oberflächennahe Durchschnittstemperatur dauer­haft bei etwa 20 °Celsius liegt. Entgegen dem obigen Rechenschema, das auf 0 Kelvin für die Ausgangstemperatur aufsetzt, unterscheiden sich die Ortstemperaturen im Tagesverlauf üblicherweise nur um einige 10er-Grad.

Im hemisphärischen Konvektionsmodell wird die gesamte tagseitige Sonneneinstrahlung eben nicht zur Aufrechterhaltung der Tagestemperatur benötigt. Vielmehr kann die solare Einstrahlung deshalb auch noch die terrestrische Abstrahlung auf der Nachtseite kompensieren, die vom Wärmeinhalt der Ozeane getragen wird. Damit ist die Konstanz der sogenannten „globalen Durchschnittstemperatur“, die in der Klimakirche ja das Maß aller Dinge ist, im hemisphärischen Konvektionsmodell dauerhaft gewährleistet.

Modellvergleich zwischen dem hemisphärischen Konvektionsmodell und der THE Erzählung:

Postskriptum: Der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ ist sozusagen der Heilige Geist der Klimakirche. Denn die globaldämmerungsbeflissene Klimakirche scheitert nicht nur an der Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes und meinem hemisphärischen Konvektionsmodell. Es liegt vielmehr eine tiefe Ironie in der Tatsache, dass die CO2-Panik verbreitende Klimakirche mit ihrem globalen Faktor4-Tag=Nacht-Dämmerungsmodell weit hinter die vorschulischen Alltagskenntnisse ihrer antiken Vorgängerorganisation zurückfällt. Denn schon die frühen Autoren der Bibel stützten sich bei ihrer Erzählung ganz konkret auf den Unterschied zwischen Tag und Nacht, Zitat aus dem Buch Genesis 1,3 bis 1,5:

1,3: Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.

1,4: Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis.

1,5: Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.

 




Kernfusion zwischen Narrativ und physikalischer Realität

Eine kritische Analyse der kontrollierten Fusionsenergie und des chinesischen Hybridreaktorkonzepts

Dirk Freyling*

* Die vorliegende Analyse entstand im Kontext einer interdisziplinären Diskussion über die physikalische Begründbarkeit von Energiewende-Narrativen.

Abstract

Seit Jahrzehnten wird die kontrollierte Kernfusion als saubere, quasi unerschöpfliche Energiequelle propagiert. Internationale Großprojekte wie ITER binden zweistellige Milliardenbeträge und nähren die Erwartung eines baldigen Durchbruchs. Diese Arbeit untersucht die physikalischen Grundlagen des Tokamak-Konzepts und legt dar, dass es sich bei den immer wieder diagnostizierten Hürden nicht um lösbare Ingenieurprobleme, sondern um unauflösliche Prinzipwidersprüche handelt. Im Anschluss an die fundamentale Kritik des Fusionsphysikers Daniel Jassby werden drei zentrale physikalische Showstopper herausgearbeitet: die Zerstörung der Magnetfeldhomogenität durch Neutronen-induzierte thermische Störungen, die irreversible Materialschädigung durch hochenergetische Fusionsneutronen sowie der prinzipielle Widerspruch zwischen kontinuierlicher Energieauskopplung und Plasmaeinschluss. Alle drei Phänomene zusammen machen einen dauerhaft betreibbaren, stromliefernden Fusionsreaktor physikalisch unmöglich. Vor diesem Hintergrund erscheint die chinesische Entscheidung, auf einen hybriden Fusions-Spaltungs-Reaktor zu setzen, als rationaler Paradigmenwechsel: Gepulste, lokal unkontrollierte Fusionsprozesse dienen dort lediglich als Neutronentreiber für eine unterkritische Spaltungszone. Der Westen hingegen hält an der Illusion der „reinen“ Fusion fest, was als Symptom eines tieferliegenden Problems gedeutet wird – eines wissenschaftspolitischen Narrativs, das physikalische Rationalität durch Wunschdenken ersetzt.

1. Einleitung

Seit den 1960er Jahren wiederholt sich ein Mantra: „Kommerziell nutzbare Kernfusion ist dreißig Jahre entfernt.“ Mit jeder technischen Generation wurden vermeintliche Fortschritte erzielt, und mit jeder neuen Anlage traten fundamentale Probleme hervor, die zuvor nicht antizipiert worden waren. Das gegenwärtige Flaggschiff, der internationale Tokamak ITER, wird mit über 20 Milliarden Euro öffentlicher Mittel finanziert. Die offizielle Rhetorik spricht von Verzögerungen und technischen Herausforderungen, nicht von prinzipiellen Unmöglichkeiten. Genau diesen Sprung – von temporären Schwierigkeiten zu unüberwindbaren physikalischen Widersprüchen – vollzieht die Kritik des US-amerikanischen Plasmaphysikers Daniel Jassby, der 25 Jahre am Princeton Plasma Physics Laboratory forschte und zu den profiliertesten internen Kritikern des Tokamak-Konzepts zählt [1].

Die vorliegende Arbeit nimmt Jassbys Argumentation zum Ausgangspunkt und verdichtet sie zu drei physikalischen Showstoppern, die jeden Versuch eines kontinuierlich arbeitenden, magnetisch eingeschlossenen Fusionsreaktors ad absurdum führen. Im zweiten Teil wird die chinesische Hybridreaktor-Strategie als rationaler Gegenentwurf skizziert. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, warum der Westen – trotz klarer physikalischer Evidenz – an der Fusionsutopie festhält und welche Rolle wissenschaftspolitische Narrative dabei spielen.

2. Physikalische Prinzipwidersprüche des Tokamak-Konzepts

Die folgenden drei Problemkreise sind nicht durch bessere Materialien, höhere Magnetfelder oder optimierte Plasmageometrien lösbar; sie sind der Topologie eines Neutronen produzierenden Fusionsreaktors immanent.

Tabelle 1: Physikalische Showstopper des Tokamak-Fusionsreaktors nach Jassby

Problem Physikalische Konsequenz (nach Jassby u. a.) Rationaler Schluss
Magnetfeld-Anisotropie Die unvermeidliche lokale Erhitzung der ersten Wand und des Kühlmantels durch Neutronenbeschuss verursacht thermische Gradienten und Materialverformungen. Diese Störungen brechen die für den Plasmaeinschluss zwingend erforderliche Homogenität des Magnetfeldes auf. Ein kontinuierlich steuerbarer Prozess wird unmöglich. Es kommt zur lokalen Zerstörung des Einschlusses und zum abrupten Abbruch der Entladung – im schlimmsten Fall zur unkontrollierten Fusion mit Zerstörung der Apparatur.
Materialzerstörung Die 14,1-MeV-Neutronen der Deuterium-Tritium-Reaktion versetzen Atome im Kristallgitter der Strukturmaterialien und erzeugen Leerstellen und Versetzungskaskaden. Die spröde werdenden Komponenten, insbesondere die extrem teuren supraleitenden Magnetspulen, verlieren irreversibel ihre mechanischen und elektrischen Eigenschaften. Der Reaktor ist kein „wartbares Kraftwerk“, sondern ein Einweg-Forschungsgerät. Ein wirtschaftlicher Dauerbetrieb, bei dem Komponenten turnusmäßig getauscht werden können, scheitert an den physikalisch bedingten Zerstörungsraten und den immensen Kosten.
Energieabfuhr vs. Plasmaeinschluss Zur Stromerzeugung muss thermische Energie kontinuierlich aus dem Reaktorcore abgeführt werden. Jeder Wärmeaustausch zwischen dem heißen Plasma und der gekühlten Reaktorwand stört jedoch die fragile magnetische Konfiguration, die das Plasma isoliert. Der Reaktor kann nicht gleichzeitig Energie in nutzbare Wärme umwandeln und das dafür nötige Magnetfeld aufrechterhalten. Die eine Kernfunktion (Energieproduktion) zerstört die andere (Plasmaeinschluss).

Diese drei Kategorien beschreiben kein temporäres Optimierungsproblem, sondern eine prinzipielle Unverträglichkeit zwischen dem gewünschten Betriebszustand eines Kraftwerks und den inhärenten Eigenschaften des magnetischen Plasmaeinschlusses. Jassby selbst kommt zu dem Schluss, dass ITER vor allem „ein Schaufenster für die Nachteile der Fusionsenergie“ sei und dass die Hoffnung auf eine „saubere, unerschöpfliche Energiequelle“ auf einer grundlegenden Fehleinschätzung der Neutronenphysik beruhe [1].

3. Der chinesische Hybridreaktor: Ein rationaler Paradigmenwechsel

Während im Westen die politische und wissenschaftliche Elite an der Vision der „reinen“ Fusion festhält, zeichnet sich in China ein grundlegend anderer, physikalisch konsistenter Entwicklungspfad ab. Chinesische Wissenschaftler haben die von Jassby benannten Widersprüche nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern in eine neue Reaktorphilosophie übersetzt [2]. Der hybride Fusions-Spaltungs-Reaktor, dessen Prototyp bis etwa 2035 in Betrieb gehen soll, setzt auf folgende Prinzipien:

  1. Gepulste, lokale Mikrofusion als Neutronentreiber. Anders als der Tokamak versucht der Hybridreaktor nicht, ein dauerhaft aktives Fusionsplasma einzuschließen. Stattdessen wird durch Trägheitseinschluss oder kurzzeitige Magneteinschlüsse eine kleine Menge Deuterium-Tritium gezündet – eine kurzzeitig unkontrollierte Fusion, deren Energiepuls einen Schauer hochenergetischer Neutronen freisetzt.
  2. Unterkritische Spaltungszone als Hauptenergiequelle. Diese Neutronen treffen auf eine umgebende Spaltzone aus Uran (auch abgereichertem Uran oder Atommüll), die in einem unterkritischen Zustand gehalten wird. Die durch die Fusionsneutronen getriggerte Kernspaltung setzt die eigentliche Nutzenergie frei, und zwar um das 10- bis 20-Fache der eingesetzten Fusionspulsenergie.
  3. Keine kontinuierliche Neutronenbelastung eines sensitiven Einschlusssystems. Da der Fusionsteil nur impulsweise arbeitet, entfallen die für den Tokamak tödliche Dauerbestrahlung und die thermischen Dauerstörungen. Die Spaltungszone ist technologisch beherrschbar, und die Fusionskomponente kann als austauschbarer „Zündkopf“ konstruiert werden.

Dieses Konzept umgeht elegant alle drei Showstopper aus Tabelle 1: Es gibt keinen fragilen magnetischen Dauereinschluss, der durch Dauerneutronen zerstört würde; der Fusionsanteil ist ein Opferbauteil ohne Anspruch auf Dauerbetrieb; und die Energieauskopplung geschieht in der konventionellen, gut verstandenen Spaltzone. Hinzu kommt die Möglichkeit, langlebigen Atommüll zu transmutieren. Physikalisch ist der Hybridreaktor daher kein gradueller Fortschritt, sondern eine radikale Abkehr vom Fusionskraftwerks-Mythos und eine Rückkehr zur physikalisch realistischen Nutzung von Fusionsprozessen als intensiver Neutronenquelle.

4. Fusionsnarrativ als Wissenschaftspathologie

Die Frage, warum sich der Westen so schwer tut, die geschilderten physikalischen Realitäten anzuerkennen, führt von der Physik zur Soziologie der Wissenschaft und zur politischen Ökonomie von Großforschungsprojekten. Der ITER-Verbund ist zu einem selbstreferenziellen System geworden, in dem jahrzehntelang Karrieren, politische Allianzen und industrielle Zuliefernetzwerke auf der Prämisse der Machbarkeit aufgebaut wurden. Ein öffentliches Eingeständnis der physikalischen Unmöglichkeit hätte nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch einen massiven Legitimationsverlust der beteiligten wissenschaftlichen Institutionen zur Folge.

Parallel dazu dient das Narrativ der „sauberen Kernfusion“ als argumentativer Platzhalter in der Energiewendedebatte: Es erlaubt, die systemischen Lücken wetterabhängiger Erzeuger mit der Aussicht auf eine künftige, unbegrenzt verfügbare Grundlastquelle zu überdecken, ohne dass diese jemals realisiert werden muss. Genau diese Funktion teilt das Fusionsnarrativ mit vielen anderen Versprechungen der Energiewende, wie die Diskussion um Speichertechnologien und Rohstoffverfügbarkeiten zeigt. Dass insbesondere das weit verbreitete Sprachmodell: ChatGPT derlei Narrative bereitwillig reproduziert (ChatGPT ist eines der am weitesten verbreiteten Sprachmodelle in der westlichen Welt und weltweit überhaupt), ist – wie an anderer Stelle herausgearbeitet – kein Zufall, sondern Produkt eines auf Stabilität und Optimismus trainierten Sprachmodells, das fundamentale Widersprüche nicht auflösen kann und deshalb in das Muster ausweicht: „Die Herausforderungen sind groß, aber sie werden zu lösen sein.“

China hingegen, das weniger von historisch gewachsenen ideologischen Festlegungen und wissenschaftlichen Pfadabhängigkeiten belastet ist, kann sich einen nüchternen Blick auf die physikalische Realität leisten. Die Entscheidung für den Hybridreaktor ist nicht das Eingeständnis einer Niederlage, sondern die rationale Anwendung des wissenschaftlichen Darwinismus: Was physikalisch nicht funktionieren kann, wird nicht verfolgt.

5. Das Täuschungsparadoxon: Warum betreibt China dennoch alternativ reine Fusionsforschung?

Wenn – wie hier argumentiert – chinesische Wissenschaftler die von Jassby beschriebenen physikalischen Prinzipwidersprüche erkannt und in die Entwicklung des Hybridreaktors übersetzt haben, stellt sich unweigerlich die Frage: Warum forscht China dann parallel weiterhin an reinen Tokamak-Fusionsanlagen wie dem EAST und dem geplanten CFETR?

Die Antwort auf diesen scheinbaren Widerspruch lässt sich in zwei – einander ergänzenden – Deutungsrahmen geben: einer bewussten Täuschungsstrategie und einer strategischen Diversifikation.

5.1 Die Täuschungsthese: Historische Vorbilder

Die von US-Präsident Ronald Reagan 1983 angekündigte Strategic Defense Initiative (SDI, „Krieg der Sterne“). Aus heutiger Sicht gilt als gesichert, dass viele der darin versprochenen Technologien – etwa weltraumgestützte Laser zur Raketenabwehr – physikalisch und ingenieurstechnisch nie realisierbar waren. Dennoch trieben die USA das Programm öffentlichkeitswirksam voran. Der strategische Effekt: Die Sowjetunion investierte enorme Ressourcen in eigene, vermeintliche Gegenmaßnahmen und überforderte damit ihre ohnehin angespannte Ökonomie. Beispiel: „Missile Gap“ (1950er/60er) In den USA entstand die Angst, die Sowjetunion habe viel mehr Interkontinentalraketen. Tatsächlich war das stark übertrieben – führte aber zu massiven US-Aufrüstungsprogrammen. Die China-These folgt demselben Muster:

  • Ressourcenbindung des Westens: Solange sich die EU, die USA und private Investoren an der Chimäre der „reinen“ Fusionsenergie abarbeiten und Milliarden in Projekte wie ITER oder Helion stecken, hat China einen strategischen Wettbewerbsvorteil. Der Westen wird durch ein wissenschaftlich aussichtsloses Projekt finanziell und intellektuell beschäftigt.
  • Zeitgewinn für die eigene reale Entwicklung: Während der Westen im Narrativ gefangen bleibt, entwickelt China unbeirrt den tatsächlich funktionierenden Hybridreaktor. Jede neue Meldung über einen chinesischen „Fusionsrekord“ (längste Plasmadauer, höchste Temperatur) füttert das westliche Wunschdenken und rechtfertigt weitere westliche Investitionen in denselben Irrweg – während der chinesische Hybridreaktor kurz vor der Prototypreife steht.
  • Legitimation und Prestige: Die Teilnahme am internationalen Fusionswettlauf sichert China einen Platz in der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft und verschafft Zugang zu Forschungsergebnissen anderer. Es wäre irrational, diesen Zugang durch einen offenen Ausstieg aus der Tokamak-Forschung aufzugeben.

Die Vermutung, China täusche eine mögliche Anwendung vor, um andere in die Irre zu führen, findet in diesem realpolitischen Kalkül eine vollkommen rationale Grundlage. China hätte damit – ähnlich wie einst die USA mit SDI – die physikalische Erkenntnis (Fusionskraftwerk ist unmöglich) in einen strategischen Hebel übersetzt.

5.2 Alternative Deutung: Institutionelle Parallelität und strategische Diversifikation

Neben der bewussten Täuschung existiert eine weniger spektakuläre, aber ebenso rationale Erklärung, die ohne die Unterstellung eines einheitlichen Masterplans auskommt:

  • Keine monolithische Wissenschaftsgemeinschaft: Chinas Fusionsforschung ist nicht zentral durch eine einzige Denkschule gesteuert. Verschiedene Institute verfolgen parallel unterschiedliche Ansätze – das Institute of Plasma Physics (ASIPP) mit Tokamaks (EAST) und andere Gruppen mit dem Hybridkonzept. Dass manche Wissenschaftler die reine Fusion für aussichtslos halten, bedeutet nicht, dass sich diese Einschätzung sofort in allen Forschungslinien durchsetzt.
  • Risikostreuung: China könnte schlicht auf mehrere Pferde setzen. Der Hybridreaktor ist physikalisch vielversprechender, aber technologisch ebenfalls anspruchsvoll. Sollte er scheitern, stünde China ohne jede Fusionsperspektive da. Die parallele Forschung an Tokamaks hält eine Rückfalloption offen.
  • Prestige und Signalwirkung: Der Wettbewerb um die längste Fusionsdauer ist ein Symbol nationaler Technologieführerschaft. Diese Symbolik ist für die innenpolitische Legitimation und das internationale Standing so wertvoll, dass die reine Fusionsforschung auch dann fortgeführt wird, wenn die Kraftwerksperspektive zweifelhaft ist.

Beide Deutungen schließen einander nicht aus. Vielmehr dürfte eine Mischung vorliegen: Die institutionelle Diversifikation wird bewusst aufrechterhalten, und die nach außen getragene Fokussierung auf reine Fusionsrekorde wird billigend als Nebeneffekt genutzt, um die wahren Absichten zu verschleiern. In jedem Fall bleibt die grundlegende Erkenntnis bestehen, dass die reine Fusionsforschung als Kraftwerkskonzept physikalisch obsolet ist und dass China dies offenbar besser verstanden hat als der Westen – und diesen Wissensvorsprung nun strategisch nutzt.

6. Fazit

Die kontrollierte „reine“ Kernfusion auf Basis des Tokamak-Prinzips scheitert nicht an mangelnder Finanzierung oder unzureichender Ingenieurskunst, sondern an unauflösbaren physikalischen Prinzipwidersprüchen. Die Argumente Daniel Jassbys – zusammenfassbar als Zerstörung der Magnetfeldhomogenität, irreversible Materialschädigung durch Fusionsneutronen und der Widerspruch zwischen Energieabfuhr und Plasmaeinschluss – belegen, dass ein kontinuierlich arbeitendes Fusionskraftwerk eine physikalische Chimäre ist. Die chinesische Hinwendung zum Hybridreaktor ist die logische Konsequenz dieser Erkenntnis und stellt einen strategischen Vorteil dar, der innerhalb der nächsten Dekade zu einem massiven wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Rückstand des Westens führen könnte.

Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Reaktordesign, sondern in der Fähigkeit des wissenschaftspolitischen Systems, liebgewonnene Narrative aufzugeben und physikalische Rationalität an die erste Stelle zu setzen. Solange dies nicht geschieht, werden weitere Milliarden in ein Projekt fließen, dessen einziges sicheres Produkt der Beweis seiner eigenen Undurchführbarkeit ist – und eine chinesische Vormachtstellung im Bereich der nuklearen Energieerzeugung.

Literaturverzeichnis

  1. Daniel Jassby. ITER is a showcase … for the drawbacks of fusion energy. Bulletin of the Atomic Scientists, 14. Februar 2018. Link (abgerufen am 25. April 2026).
  2. China National Nuclear Corporation (CNNC). China aims to have Xinghuo, world’s first fusion-fission power plant, running by 2030. NucNet, 28. März 2025. Link (abgerufen am 25. April 2026).
  3. Daniel Jassby. Fusion reactors: Not what they’re cracked up to be. Bulletin of the Atomic Scientists, 19. April 2017. Link (abgerufen am 25. April 2026).
  4. Institute of Plasma Physics, Chinese Academy of Sciences (ASIPP). Chinese „Artificial Sun“ Achieves New Record in a Significant Milestone Toward Fusion Power Generation. Pressemitteilung, Hefei, 21. Januar 2025. Link (abgerufen am 25. April 2026).

Methodologische Anmerkung

Die vorliegenden Betrachtungen haben zwar primär nichts mit dem anstehenden Paradigmenwechsel, gemäß dem Prinzip der Parsimonie, im Bereich der Theoretischen Denkmodellphysik zu tun, sind jedoch argumentativ-kombinatorisch aus einer methodischen Mustererkennung und Logik basierenden Minimalanalyse entstanden, so wie diese, im Rahmen der Masse-Raum-Kopplung (Elementarkörpertheorie von Dirk Freyling), übergeordnet, allgemein instrumenteller Standard ist. Siehe: https://www.dualismus.net/elementarybodytheory/website/.