Die Folgen der Falsifizierung der Treibhaus-These

von Dieter Glatting

Mit der „Falsifizierung der Treibhaus-These“ [1] wurde die Rückstrahlung aus der 15 μm Linie (ν2-Bande (Biegeschwingung) des CO2-Moleküls in der Troposphäre auf die Erdoberfläche ausgeschlossen. Dass CO2-Molekühle aus der 15 μm Linie (ν2-Bande (Biegeschwingung) in der Troposphäre strahlen, hätte von den Postulanten in Zeiten ideologiefreier Wissenschaft zunächst experimentell gezeigt werden müssen, bevor daraus Effekte auf das Klima abgeleitet worden wären. Wir leben jedoch in postfaktischen Zeiten, in denen mit Hilfe von Politik, ÖRR, Medien, NGOs, Staatskirchen, Gewerkschaften, gleichgeschalteten Verbänden sowie staatsfinanzierter und somit finanziell abhängigen Forschern, jeder unwissenschaftliche Unfug, der Mehrheit der Bevölkerung ins Bewusstsein gehämmert werden kann.

Meines Erachtens kann die Rückstrahlung auch für die übrigen Linien von CO2, H2O, Methan, Halogenwasserstoffe, Lachgas, Fluorkohlenwasserstoffe und Ozon anhand der Häufigkeit der Stöße in der Troposphäre und den üblichen Lebensdauern der angeregten Zustände weitgehend ausgeschlossen werden. Die Fleißarbeit übersteigt das von mir zur Verfügung stehende Zeitbudget. Wer Zeit und Interesse daran hat, ist gerne aufgefordert, sich des Themas anzunehmen.

Die Themen Klima und IPCC haben mich auch bis in den Umweltausschuss des deutschen Bundestages [2] verfolgt. Das Vorhaben, ausführlich von der Sitzung zu berichten, musste ich aufgrund von Verschwiegenheitsklauseln in meinem Arbeitsvertrag aufgeben. Darüber hinaus wäre weder die detaillierte Darstellung der Gefälligkeitsfragen der Altparteien noch die Nichtantworten des IPCC auf Fragen der Opposition kein substanzieller Gewinn für die Leserschaft gewesen. Der Fokus des Gesprächs lag auf den IPCC-Szenarien und warum das Szenario RCP8.5 entfallen ist. Im Folgenden werde ich ausführen, was unter diesen Szenarien zu verstehen ist, warum der RCP8.5 entfallen ist und was von den anderen Szenarien übrigbleibt, wenn man die Rückstrahlung des CO2 gleich Null setzt. Diese Vereinfachung ist angesichts der dominierenden Rolle der 15 μm Linie (ν2-Bande (Biegeschwingung) beim CO2-Molekühl, sowie die Überlappung der übrigen Linien, mit dem in wesentlich höherer Konzentration vorliegenden H2O gerechtfertigt.

Die Szenarien des IPCC

Wie in „Falsifizierung der Treibhaus-These“ [1] bereits dargelegt, errechnen die strahlungsbasierten Atmosphärenmodelle auf Basis ungestörter Spektren (isolierte Moleküle) eine Erhöhung der Rückstrahlung auf die Erdoberfläche, die zu einer zusätzlichen Leistung auf der Oberfläche führen soll. Diese zusätzliche Leistung pro Fläche [W/m2] wird auch Antrieb oder in der Fachliteratur Forcing genannt. Das IPCC fasst nun „Representative Concentration Pathways“, RCPs zusammen. Die Zahl nach RPC stellt die zusätzliche Leistung pro Fläche [W/m2] dar, die man für diesem Pfad errechnet hat. Die vier vom IPCC bis zum Jahr 2100 betrachteten Pfade sind auch in „ Die Szenarien des Weltklimarats“ [3] aufgezeigt.

Szenario CO2 in ppm Forcing [W/m2]
RCP2.6 421 2,6
RCP4.5 538 4,5
RCP6.0 670 6,0
RCP8.5 900 8,5

Tabelle 1: Übersicht über die Szenarien des IPCC

Faktisch ist eine CO2-Konzentration von 421 ppm bereits erreicht. Nach Angaben des IPCC würde die globale Temperatur auch bei gleichbleibender CO2-Konzentration zunehmen. Da die Weltmeere einen Teil der bisherigen Erwärmung aufgenommen hätten und die Erwärmung zukünftig durchschlagen würde.

🡺 Beachten Sie hierzu auch die demnächst kommende El Niño Panik [4]

Bereits beim Szenario RCP2.6 können die Ziele des Pariser Klimaabkommens „deutlich unter zwei Grad“ nicht eingehalten werden. Daher stellt der Entfall des RCP8.5 für den IPCC keine Entwarnung dar.

Im oben verlinkten Artikel kann man aus Abb. 3.2 Schätzungen für die zukünftigen Temperaturen und in Abb. 3.4 Prognosen zu zukünftigen Meeresspiegelanstieg gegeben.

Nach Ansicht des Verfassers wird sich der seit 1970 gleichbleibende Anstieg der CO2-Konzentration mit 1,8 ppm/Jahr fortsetzen. Man würde dann bis zum Ende des Jahrhunderts ca. 570 ppm erreichen.

Entfall des RCP 8.5

Der RCP 8.5 hat immer das obere Band der Vorhersagen dargestellt. Die zugrunde gelegten CO2-Emissionen waren rund zweieinhalbmal so groß, wie sie aktuell sind. Man ging damals von einer drastischen Ausweitung der Kohleförderung sowie von Kohleverflüssigung aus. Darüber hinaus wurde der Ausbau des Fracking-Angebotes nicht berücksichtigt. Daher ist der RCP 8.5 inzwischen nicht mehr plausibel.

Gegenüber den Abgeordneten vertrat der IPCC darüber hinaus die These, dass der Ausbau der „Erneuerbaren“ zu merklichen CO2-Einsparungen geführt hätte (LoL, RoFL). Von den Alt-Parteien wurde dies aber als Bestätigung ihrer tollen Arbeit aufgefasst.

Treibhauseffekt ohne CO2-Rücksthlung Rückstrahlung.

Da die Formel für das angebliche Forcing des CO2 bekannt ist, kann man diesen Beitrag, aus den Szenarien herausrechnen.

[Gleichung 1]

Daraus folgt:

Szenario CO2 [ppm] Forcing nach IPCC [W/m2] Forcing durch ange- nommene CO2-Konzentration [W/m2] Forcing ohne CO2-Anteil [W/m2]
RCP2.6 421 2,6 1,99 0,61
RCP4.5 538 4,5 3,31 1,19
RCP6.0 670 6,0 4,48 1,52
RCP8.5 900 8,5 6,06 2,44

Tabelle 2: Szenarien des IPCC ohne CO2-Forcing

Hieraus ergeben sich verschiedene Schlussfolgerungen.

Zunächst einmal ist die Erwärmung seit dem Jahr 1860 auf Basis der Treibhaus-These nicht mehr plausibel. Es müssen doch andere Gründe für die Erwärmung vorliegen.

Außer dem verworfenen Szenario RCP8.5 ergibt sich kein Forcing, dass zu relevanten Erwärmungen im Sinne des Pariser Vertrages führen könnte.

Wenn man sich die Quellen im dritten IPCC Assessment Report [5], wie z.B. die Arbeiten von G. Myhre u. a [6] anschaut, erkennt man, dass die Basis dieser Berechnungen auf der WMGG (Well Mixed Greenhouse Gases)-Annahme aufgebaut ist. Demnach verstärkt sich die „Rückstrahlung durch die verschiedenen „strahlenden Treibhaus-Gase“ gegenseitig. Durch den Wegfall von CO2 verringert sich auch die Intensität der Rückstrahlung durch H2O, Methan, Halogenwasserstoffe, Lachgas, Fluorkohlenwasserstoffe und Ozon. Damit ist jegliche Basis für die propagierte Weltuntergangsstimmung entfallen.

Politisch muss dementsprechend im ersten Schritt das Pariser Klimaabkommen und die Mitgliedschaft Deutschlands im IPCC gekündigt werden. In der Folge ist das Klimaschutzgesetz abzuschaffen. Daraus folgt, dass der Kohleausstieg und das Verbrennerverbot aufgehoben werden. Darüber hinaus ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die nationale CO₂-Steuer und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und vieles mehr aufzuheben. Im europäischen Kontext müssen das „Fit for 55“-Paket, das EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS), Das zweite Emissionshandelssystems (ETS2), der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) sowie die Verschärfung der CO₂-Flottengrenzwerte und vieles mehr beendet werden.

Literaturverzeichnis

[1] D. Glatting, „Die Falsifizierung der Treibhaus-These,“ Europäisches Institut für Klima und Energie e.V., 8 Juni 2026.
[2] D. Glatting, „Im Deutschen Bundestag: IPCC und die Alt-Parteien fürchten die Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser,“ Europäisches Institut für Klima und Energie e.V., 17 Nai 2026.
[3] World Ocean Review, „Die Szenarien des Weltklimarats“.World Ocean Review.
[4] Europäisches Institut für Klima und Energie e.V., „Der Hyper-El-Niño, der keiner ist,“ Europäisches Institut für Klima und Energie e.V., 09 Juni 2026.
[5] W. G. I. IPCC Third Assessment Report, The Scientific Basis, Kapitel 6.3.1, Carbon Dioxide, Chapter 6: Radiative Forcing of Climate Change, S. 356–358.
[6] G. E. H. K. S. a. F. S. 1. Myhre, New estimates of radiative forcing due to well mixed greenhouse gases. Geophys. Res. Lett., 25, 2715-2718.

 




Satire: Ossi an Friedrich

Achgut Autor Manfred Haferburg hat als „gelernter Ossi“ einen reichen Erfahrungsschatz und schreibt an Friedrich Merz: „Du brauchst nur genau das zu machen, was Du am Tag vor der Wahl versprochen hast.“

Von Manfred Haferburg

Lieber Friederich,

ich schreibe Dir, weil ich fühle, dass Du trotz Deiner hohen Position als Kanzler der Bundesrepublik Deutschmark sehr darunter leidest, dass manche Leute Dich nicht lieben und verehren. Dazu möchte ich Dir gern einen guten Rat geben.

Ich bin der Ältere von uns beiden, deshalb nehme ich mir heraus, Dir das Du anzubieten. Du darfst mich gern Manni nennen, wenn ich Dich Friederich nennen darf.

Ich glaube, Dir von Nutzen sein zu können, weil ich ein paar Jahre Altersvorsprung habe und einen Regierungswechsel durch Volkswillen schon einmal erlebt habe. Du aber noch nicht. Es ist so eine Art Erfahrungsweitergabe.

Ich bin ein gelernter Ossi. Wenn ich so um mich schaue, erkenne ich vieles wieder und komme mir vor wie in der DDR im Jahre 1988. Es ist genau dasselbe wie kurz vor der sogenannten „Wende“, nur eben ganz anders.Wir hatten den Honni, der ernsthaft glaubte, von seinem Staatsvolk geliebt zu werden, weil sie ihm auf Befehl am 1. Mai zujubeln mussten. Jetzt haben sie Dich und das rhythmische CDU-Dauerklatschen.

Wir hatten die Stasi, schlimm genug. Jetzt gibt es die Online-Meldeportale, wo sich jeder Hobby-IM betätigen kann, um Freunde und Nachbarn anzuschwärzen. Ein völlig verkommener Verfassungsschutz und eifernde Staatsanwälte erledigen den Rest.

Wir hatten eine gleichgeschaltete Propagandapresse mit Karl-Eduard von Schnitzler. Jetzt gibt es die „Haltungs-Medien“ mit Gestalten wie Böhmermann und Kebekus.

Wir hatten die Berliner Mauer, an der Ausreisewillige wie Hasen abgeschossen wurden. Jetzt gibt es die Brandmauer, hinter die jeder verbannt wird, der nicht linke Beglückungsideen teilt.

Wir hatten den „demokratischen Block“, eine Einheitspartei ohne politische Alternative. Jetzt gibt es die „Parteien der demokratischen Mitte“, die sich alternativlos am linken Rand drängeln und jeden, der keine Lust auf den neuen Sozialismus hat, als Nazi denunzieren.

Wir hatten die Diktatur des Proletariats. Das galt als Demokratie und wurde sogar im Staatsnamen geführt. Es war trotzdem keine. Jetzt gibt es etwas, das sich „unsere Demokratie“ nennt. Wer nicht zu „uns“ gehört, bestimmt Ihr.

Ich könnte die Liste endlos verlängern.

Aber eines ist genau gleich geblieben: Die Leute haben die Nase gestrichen voll von der Politik.

Ich möchte Dir so gern glauben, dass Du immer nur das Beste willst, Friederich. Deine guten Vorsätze brechen ja regelmäßig aus Dir heraus, wenn Dich die Ergriffenheit über Deine eigene Rede hinfort trägt. Du sagst dann viel Wahres.

Bei einer Deiner zahlreichen emotionalen Reden hast Du gesagt: „Die Abschaltung der Kernkraftwerke war ein schwerer strategischen Fehler“. Richtig, drei Professoren haben ausgerechnet, dass der Atomausstieg die Deutschen 330 Milliarden Euro gekostet hat. Und ein Tsunami in der norddeutschen Tiefebene ist nicht zu erwarten. Wenn Du das aber als schweren strategischen Fehler bezeichnest, dann kannst Du doch nicht glaubwürdig nachschieben „Der Atomausstieg ist irreversibel“. So etwas geht einfach nicht.

In einer anderen Rede hast Du den Zuhörern zugerufen: „Die Energiewende in ihrer derzeitigen Form bringt uns um” und viel Beifall dafür bekommen. Aber hinterher zu sagen: „Wir werden die Klimaziele der Ampel grundsätzlich weiterverfolgen“, passt dann eben nicht mehr.

Du verstehst einfach nicht, warum die Bürger Dich, ihren Kanzler, nicht lieben. Du verbreitest doch so viel Optimismus: „Ich bin zuversichtlich, dass Deutschland schon in relativ kurzer Zeit wieder ganz anders aussehen kann. Dass Unternehmen wieder gern in Deutschland investieren, weil die Rahmenbedingungen besser geworden sind, dass Energie bezahlbar und verlässlich ist, dass mehr Menschen arbeiten können und wollen“. Zu solchen Sonntagsreden von Erich Honecker gab es einen Witz. Kommt ein Mann an den Fahrkartenschalter und sagt: „Bitte eine Fahrkarte nach Kürze“. „Kürze kenne ich nicht – wo ist denn das?“ fragt der Bahnangestellte. Sagt der Mann: „Unser Generalsekretär hat doch gesagt: „In Kürze ist es besser“.

Dein Plan war eigentlich anders. Du wolltest es der Rautenhexe zeigen. Sie hat Dich eiskalt abserviert. Dann hat sie das Land in die Grütze gefahren.

Jetzt bist Du der Kanzler. Du wolltest der Kanzler sein, der die Trümmer aufräumt. Du wolltest als Kanzler der Rettung Deutschlands in die Geschichtsbücher eingehen.

Wie es aussieht, wird daraus nichts. Zurzeit sieht es eher danach aus, dass die Rentnerin sich ins Fäustchen lacht. Einige Leute gehen schon ungeniert auf die Straße und brüllen: „Merz muss weg“. Was wird, wenn das immer mehr werden? Eine Wende 2.0?

Da will ich Dir jetzt mal einen guten Rat geben: Du musst die Merzwende selbst einleiten, Friederich, Du musst das Camp in Deiner Partei wechseln. Wenn Du das nicht machst, bist Du demnächst weg vom Fenster. Und Du wirst in die Geschichte als Versagerkanzler eingehen.

Denn die Merkelianer in der CDU bekommst Du nicht gedreht. Die kommen, genau wie ihre Rädelsführerin, aus der tiefsten linksgrünen Ecke und lechzen nach grüner Liebe und dem Sozialismus, diesmal aber besser. Die CDU ist längst keine Volks-Partei mehr, sie ist eine tief gespaltene Machtmaschine, mit jämmerlichen Figuren wie Klatsch-Amthor, Zensur-Günther oder Kopier-Voigt. Mit denen kannst Du keinen Blumentopf gewinnen. Viele Noch-CDU-Wähler stehen mit der Faust in der Tasche da. Wenn es denen zu viel wird, klettern sie über die Brandmauer und sind weg. Aber viele warten auf Dich. Sie haben Dir mal zutiefst vertraut!

Du musst genau zwei Probleme lösen. Das „wie“ überlasse ich Dir und Deinen hochbezahlten Beratern.

Erstens: Energie muss um die Hälfte billiger werden.

Zweitens: Der Massenzustrom in die Sozialsysteme muss gestoppt werden.

Dann lösen sich viele der anderen „Herausforderungen“ ganz von selbst. Du kannst beispielsweise der armen Frau Reiche den Rücken stärken, damit sie die verheerende Energiewende beenden kann. Du kannst den Dobrindt von der Kette lassen, damit er wenigstens die Türen des Landes zumachen kann. Und Du kannst den Linnemann zum Fraktionsvorsitzenden machen, um den unsäglichen Spahn loszuwerden.

Wenn Du, Friederich, das Land und Deine Partei retten willst, dann verbünde Dich mit den Vernünftigen, die es in der CDU noch gibt. Und, bei aller Liebe – Du musst die Brandmauer einreißen. Tear down this wall, Friederich! Lass die Grünen ruhig heulen und zähneklappern und die Medien Zeter und Mordio schreien. Den Spiegel liest eh kaum noch einer. Und der ARD glaubt schon lange keiner mehr.

Lehre die Linken das Fürchten. Links ist vorbei!

Vielleicht machst Du es diesmal so, dass Du nichts ankündigst und einfach still und leise loslegst. Zum Beispiel, völlig überraschend an einem sonnigen Morgen die Bullshit-Ministerin zu entlassen. Das wird für große Heiterkeit sorgen, und viele Herzen werden Dir zufliegen. Eine Liste der darüber hinaus zu entlassenden anderen Minister helfe ich Dir gern erstellen. Deutschland braucht beispielsweise mal wieder einen ernst zu nehmenden Außenminister.

Eigentlich ist die Merzwende ganz einfach – Du brauchst nur genau das zu machen, was Du am Tag vor der Wahl versprochen hast.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

 




Frau Ministerin Reiche: Rede am 11.6.26 in Deutschen Bundestag und die Kunst unvereinbares als vereinbar klingen zu lassen.

eMail vom 11.6.26 von Rolf Schuster Vernunftkraft (ehemals  Maschinenbaumeister und Radio.-und Fernsehtechniker mit reicher Erfahrung bei der Konstruktion und in Betriebnahme zur  Erfassung und Verarbeitung  von kalibrierfähigen physikalischen Messgrößen an Frau Ministerin Reiche

von Redaktion

Sehr geehrte Frau Ministerin Reiche,
sehr geehrte Mitglieder des Deutschen Bundestages,
liebe Mitlesende im BCC,
bezugnehmend auf Ihre Rede vom 11.06.2026 zu TOP 15 (siehe unten) möchte ich mir erlauben, hierzu einige Kommentare abzugeben:

Sie sollten das Wort „bezahlbar“ durch „preiswert“ oder „billig“ ersetzen.
Die hohen Energiepreise belasten nicht nur die Volkswirtschaft, sondern treffen uns insgesamt schwer.

Sie können Ihre Klimaziele auch weit übererfüllen. Auf das Weltklima werden diese Maßnahmen jedoch keinen spürbaren Einfluss haben.

Wenn Maßnahmen das Klima nicht messbar beeinflussen, zugleich aber die deutsche Volkswirtschaft sehenden Auges
gegen die Wand gefahren wird, ist eine Rückkehr zu einer Marktwirtschaft ohne staatliche Eingriffe dringend geboten.

Der Umstieg auf „Erneuerbare“ ist aus meiner Sicht keineswegs erfolgreich – sichtbar ist er allerdings.

Statt auf weitere Eingriffe in den Strommarkt zu verzichten, planen Sie einen Kapazitätsmarkt für grundlastfähige Kraftwerke.
Auch Batteriespeicher sollen dabei eingebunden werden.
Stattdessen sollten Sie den Einspeisevorrang und das EEG abschaffen; denn die „Erneuerbaren“ sollten
nach mehr als 26 Jahren inzwischen auf eigenen Füßen stehen können.

Die folgenden Zahlen sind dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur vom 16.06.2026 zu entnehmen:

Energieträger Anzahl Inst. Leistung MW Speicher          MWh Speicher-Stunden
Solar 6.076.576 123.636
Onshore 29.173 69.682
Offshore 1.748 10.600
Summe Wind
+
Solar
6.107.497 203.919
Batteriespeicher 2.668.705 35.706 79.118 2,22

Im Zeitraum vom Sa.13.Jun.2026 bis Mo.16.Jun.2026 hatte Deutschland eine HELLBRIESE.
Zur Mittagszeit lieferten Wind + Solar mehr Energie als verbraucht wurde.
Die Residuallast wurde ebenso wie der Börsenpreis, negativ. Der Strom musste, gegen eine Müllgebühr in das benachbarte Ausland entsorgt werden.
Die Exportströme erlösten 33€/MWh. Die Importströme kosteten 83€/MWh

Wind und Solarenergie kosteten nach meiner Abschätzung die Volkswirtschaft in diesen drei Tagen ca. 230 Mio €

Mit freundlichen Grüßen
Rolf Schuster
35759 Driedorf

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83. Sitzung vom 11.06.2026, TOP 15, ZP 8: Rede von Katherina Reiche

Vizepräsidentin Andrea Lindholz:
Die erste Rednerin in dieser Debatte ist für die Bundesregierung Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie der Abg. Svenja Schulze [SPD])

Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie:
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Land ohne sichere und bezahlbare Energieversorgung ist wie ein Schiff im Sturm ohne Steuer.
Diese Bundesregierung trägt die Verantwortung dafür, dass die Energiewende gelingt.
Die Bundesregierung trägt die Verantwortung dafür, dass die Energieversorgung nachhaltig ist.
Wir tragen aber auch die Verantwortung dafür, dass Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum in Deutschland erhalten bleiben.

(Beifall bei der CDU/CSU)
Es ist richtig, dass die hohen Energiepreise in Deutschland Haushalte belasten, Industrie belasten.
Und wir sehen, wie Unternehmen aufgrund von hohen Energiepreisen Deutschland verlassen.

Wir haben uns zum Klimaschutz verpflichtet – international, europäisch, national –, und wir halten uns daran.
Aber die Frage, ob wir Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke wirklich erfolgreich zusammenbringen, ist noch nicht final entschieden.

(Adam Balten [AfD]: Doch: Nein!)
Wir bauen die erneuerbaren Energien weiter aus. Der Anschlussvorrang für erneuerbare Energien bleibt.
Und die erneuerbaren Energien liefern. Im ersten Quartal dieses Jahres haben sie 75 Terawattstunden Strom erzeugt;
das sind 13 Prozent mehr als im ersten Quartal des Vorjahres.

Die Gesamtleistung der erneuerbaren Energien ist auch gestiegen:
um 23 Gigawatt im letzten Jahr, und zwar in allen Segmenten:
PV, Wind an Land, Wind an See, Biomasse.
Auch in diesem Jahr geht der Ausbau planmäßig voran:
4 Gigawatt mehr Solarenergie,
6,3 Gigawatt mehr Windenergie an Land.
Das sind starke Zahlen; aber die Erfolgsgeschichte hat eben auch eine Kehrseite.
2025 konnte an mehreren Tagen kein Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.

(Steffen Kotré [AfD]: Überraschenderweise!)

An 40 Tagen haben die Erneuerbaren unter 20 Prozent des benötigten Strombedarfs gedeckt,
an 79 Tagen unter 30 Prozent und
an 139 Tagen unter 40 Prozent.
Wir hatten häufig konsekutive Ereignisse.
Das heißt, sie geschahen über mehrere Tage am Stück hintereinander. Und für solche Tage brauchen wir gesicherte Leistung;
(Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Martin Kröber [SPD])

Leistung, die auch länger als zehn Stunden verlässlich Strom liefern kann. Wir haben Dunkelflauten bislang gut überbrückt,
weil der Kraftwerkspark ausgereicht hat und weil wir Strom importieren.
Auch Speicher sind unverzichtbar für unser zukünftiges Stromsystem.
Speicher sind aber nicht in der Lage, mehrere Tage Stromunterversorgung zu decken.

(Adam Balten [AfD]: Nicht mal 30 Minuten!)
– Ein bisschen mehr ist es, Herr Kollege. – Nach vier bis sechs Stunden sind die Batterien leer,
müssten geladen werden, dann ziehen sie Strom, aber sie liefern keinen mehr.

Der Umstieg auf die erneuerbaren Energien ist erfolgreich und sichtbar. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung ist ebenso gesichert und sichtbar,
und er ist gesetzlich verankert. Wenn jetzt aber keine steuerbare Leistung zugebaut wird, dann laufen wir Anfang der 2030er-Jahre in eine
dramatische Unterversorgung mit Strom. Und das schadet unserem Standort.

(Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Dr. Malte Kaufmann [AfD])

Ich habe im September des letzten Jahres einen Monitoring-Bericht vorgelegt, und der Befund ist eindeutig:
Ohne Investitionen in steuerbare Kraftwerkskapazitäten und in entsprechende Kraftwerke beherrschen wir diese Dunkelflauten nicht.
Das StromVKG, das wir heute vorlegen, ist Teil einer Gesamtstrategie; einer Gesamtstrategie, um das deutsche Stromsystem verlässlich,
nachhaltig, aber am Ende auch bezahlbar zu machen.
Die Bundesnetzagentur hat uns im letzten Jahr einen Bericht geliefert, den Versorgungssicherheitsbericht.

(Filiz Polat [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Hört eigentlich irgendwer außer uns zu?)

Zusammen mit dem ENTSO-E kommt die Agentur in ihrer Analyse zu dem sehr, sehr klaren Ergebnis:
Anfang der 2030er-Jahre haben wir eine Versorgungslücke von 35,5 Gigawatt Kraftwerksleistung: 35,5 Gigawatt Kraftwerksleistung!
Deshalb sind wir angehalten, ja gezwun-gen, heute zu agieren, damit diese Kraftwerke Anfang der 30er-Jahre zur Verfügung stehen.

(Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Martin Kröber [SPD)

Darüber haben wir mit der EU-Kommission verhandelt und legen Ihnen hiermit einen Gesetzentwurf vor, der vorsieht,
in zwei Tranchen, in zwei Wellen in diesem Jahr den Bau von Kraftwerken auszuschreiben: 10 Giga-watt Kraftwerksleistung
nach einem Langzeitkriterium, 2 Gigawatt Kraftwerksleistung als Erzeugungsbeitrag.
Alle Kraftwerke werden wasserstoffumstellungsfähig sein. Und wir sehen zusätzlich vor, dass Kraftwerke,
die früher als 2045 umstellen wollen, davon einen Benefit haben.
Wir haben aber vor allem etwas ganz Grundlegendes geschaffen.
Die Energiebranche fordert seit 2011 einen Kapazitätsmarkt, weil seit 2011 bekannt ist, dass mit einem zunehmenden
Ausbau erneuerbarer Energien – noch einmal: er ist politisch gewollt; wir setzen ihn fort, er wird unterstützt
– Dunkelflauten durch Kraftwerke ausgeglichen werden müssen.
Dafür braucht es einen Kapazitätsmarkt, weil das Zurverfügungstellen gesicherter Leistung eine Intensivierung und eine Absicherung erfordert.

Seit 2011 ist nichts passiert. Wir haben es geschafft, mit der EU-Kommission einen Rahmen zu verhandeln.
Wir haben es geschafft, die Kommission davon zu überzeugen, dass wir einen ausgeprägten Kapazitätsmarkt brauchen werden.
Und wir haben es geschafft, dass dieser jetzt tatsächlich kommt und seinen Beitrag leistet, sodass nicht nur Gaskraftwerke,
sondern am Ende ab 2027 und 2029 auch Batteriespeicher,
bestehende Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen und andere Speicher in einem Kapazitätsmarkt Leistungen anbieten können,
um gemeinschaftlich durch einen großen technologieoffenen Kapazitätsmarkt für Versorgungssicherheit in unserem Land zu sorgen.
Das ist wichtig, das ist notwendig, um unseren Standort wettbewerbsfähig zu halten.
Vielen Dank.

 




Wir leben auf einer Kugel, also sprechen wir doch mal über den Raumwinkel

 

Uli Weber

Das Titelbild dieses Artikels ist das berühmte Apollo-Foto „Earthrise“, das William Anders am 24. Dezember 1968 als Mitglied der Apollo-8-Besatzung während einer Umkreisung des Mondes aus ca. 384.400 km Erdentfernung aufgenommen hatte. Als Kamera ist auf Wikimedia eine modifizierte Hasselblad 500 EL (Mittelformat) mit einem 250 mm Teleobjektiv angegeben. Laut GOOGLE-KI beträgt dessen XY-Öffnungswinkel etwa 12°-13° und entspricht in der Bildwirkung etwa einem 135-mm-Objektiv im Kleinbildformat. Dem titelgebenden Raumwinkel nähern wir uns jetzt zunächst einmal über Wikipedia, denn das versteht jeder und der Autor kann nichts falsch machen:

Steradiant (Wikipedia):Der Steradiant (Einheitenzeichen: sr) ist eine Maßeinheit für den Raumwinkel. Im Internationalen Einheitensystem (SI) ist er als abgeleitete Maßeinheit enthalten.

Auf einer Kugel mit 1 m Radius umschließt ein Steradiant eine Fläche von 1 m² auf der Kugeloberfläche. Der Raumwinkel der gesamten Kugeloberfläche beträgt 4π sr.

Definition: Gegeben sei eine Kugel mit dem Radius r. Dann ist ein Steradiant (sr) der Raumwinkel, den von der Mitte der Kugel aus gesehen eine Kugelkalotte mit der Fläche r^2 auf der Kugeloberfläche einnimmt. Dieser Raumwinkel lässt sich berechnen als die Fläche At der Kugelkalotte dividiert durch das Quadrat des Radius r: Ω = At/r^2

Die Division bewirkt, dass der Raumwinkel nicht vom Radius der betrachteten Kugel abhängt.

Der volle Raumwinkel (einer Kugel) beträgt 4π sr, der volle Winkel (Vollwinkel) einer ebenen Kreisscheibe (Vollkreis) 2π rad.“

1. Auffälligkeit: In der Kommentarfunktion zu meinem letzten EIKE-Artikel „Das THE-Paradigma scheitert bereits an der Ortstemperatur“ ergab sich ein interessanter Disput zwischen den Herren Heß, Schulz und weiteren Kommentatoren über die folgende Aussage, Zitat Heß:

Nein CERES Satelliten messen bei ca. 700 km und referenzieren die Flüsse auf 20 km als ‚TOA‘.“

1. Feststellung: Bei KT erfolgt die terrestrische IR-Abstrahlung auf einem ungenannten TOA. Die im Zitat genannte TOA-Interpretation von 20 km steht der hier im EIKE-Blog analog zur barometrischen Höhenformel für die Standardatmosphäre häufig verbreiteten sogenannten terrestrische „Abstrahlungshöhe“ von ca. 5 km entgegen. Das ist also eben mal so nebenbei eine Vervierfachung für die terrestrische Abstrahlungshöhe der IR-aktiven Gase.

2. Auffälligkeit: Aber weiter im Text, Herr Schulz hatte dann zurecht moniert, dass ein Satellit bei 700 km Höhe eine Messung durchführt, die dann auf 20 km Höhe referenziert wird, und nach der entsprechenden Fehlerbe­trachtung gefragt. Hier brach dieser interessante Dialog dann plötzlich ab – und es kam dort zu einem spontanen Themenwechsel durch einen Herrn Heinemann, was man auch als „Changing of the Subject“ bezeichnen könnte…

Schaunmeralsomalgezieltweiter: Die von Satelliten gemessenen Absorptionstrichter der IR-aktiven Gase wie CO₂, H₂O, O₃ und CH₄ im IR-Spektrum der Erde gelten als Beleg für den sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhaus­effekt“, dessen kleiner Bruder uns als anthropogene globale Erwärmung (AGW) demnächst alle umbringen wird, wenn – ja wenn wir unseren CO2-Ablaß nicht rechtzeitig bezahlen. Ein engagierter EIKE-Kommentator und überzeugter THE-Verteidiger beweist diesen THE gerne mit der nachfolgenden Abbildung:

Abbildung 1 aus: Krüger „Grundlagen des Treibhauseffektes für EIKIANER“ (2016)

Das ist ein sehr schöner Beweis für den sogenannten THE 😉 leider konnte der Autor vom besagten Kommentator bisher nicht erfahren, wann, wo und von welchem Satelliten diese Messung in 70 km Höhe durchgeführt worden ist, wann der Satellit abgestürzt ist und wer diese Grafik erstellt hat. Denn eigenartigerweise zeigt diese Grafik exakt die 240 W/m^2 der „natürlichen Temperatur“ unserer Erde von -18°C im Vergleich mit den 390 W/m^2 Abstrahlung aus der sogenannten gemessenen globalen Durchschnittst­emperatur von 15°C.

2. Feststellung: Eine direkte Messung dieser beiden aus Durchschnittswerten abgeleiteten terrestrischen Spektren in Abbildung 1 ist physikalisch unmöglich.

3. Auffälligkeit: Vielleicht erinnern Sie Sich noch an die Farbgrafik mit den Temperaturdifferenzen zur globalen Durchschnittstemperatur von 15 °C aus meinem letzten Artikel:

Abbildung 2: Karte der durchschnittlichen Jahrestemperatur 2002 als Differenz zur Globaltemperatur von 15 °C (schwarz) – Bearbeitung Uli Weber – Lizenz: CC BY-SA 3.0

Original: Annual Average Temperature Map by Robert A. Rohde for Global Warming Art

(Wikimedia Commons) – Licence: CC BY-SA 3.0

Die 15°C-Linie (schwarz) musste durch Verbreiterung des Farbspektrums für den Wert von 15°C überhaupt erst einmal sichtbar gemacht werden. Und, dieser Linie folgend 😉 hat die Bodencrew des betreffenden Satelliten dann das vorstehend abgebildete terrestrische IR-Durchschnittsspektrum gemessen 😉 und der Satellit selbst aus vorgeblich „70 Kilometern Höhe“ die minus18Grad-Trichter der „klimaaktiven Gase“ beigesteuert 😉 Während also der Satellit abgestürzt ist – erst langsam und dann immer schneller – war eine globale Just-in-Time-Mittelung und Flächennormierung aller gemessenen Temperaturen unserer Erde erforderlich mit einer zeitgleichen Ortsbestimmung für den Schnittpunkt von Satelliten-Absturzbahn und der in obiger Abbildung schwarz dargestellten 15°C-Linie (sarc off).

3. Feststellung: Die „gemessenen“ IR-Spektren für 240 W/m² und 390 W/m² in Abbildung 1 sind Hokuspokus.

4. Auffälligkeit: Überlegen wir uns deshalb einmal, wie eine solche Spektrometermessung tatsächlich zu Stande kommt. Das ABB-Handbuch (2005) für das bodengestützte AERI-Instrument (Atmospherically Emitted Radiance Interferometer) gibt an, die Kalibrierung würde mit zwei internen Schwarzkörpern erfolgen. Weiter heißt es in „7.1.3 Specifications“, übersetztes Zitat:

Das Instrument hat eine Auflösung von einer Wellenzahl (1/cm). Der Wellenlängenbereich liegt zwischen 520 und 3300 Wellenzahlen bzw. zwischen 400 und 3300 Wellenzahlen im ER-Polardetektor. Die Datenerfassung erfolgt ausschließlich in atmosphärischen Fenstern. Die maximale Messreichweite ist die Obergrenze der Atmosphäre an einem wolkenlosen Tag. Im Standardmodus werden alle 8 Minuten, im Schnellabtastmodus jede Minute Messungen durchgeführt. Das Instrument blickt mit einem Sichtfeld von 1,3 Grad senkrecht nach oben in die Atmosphäre.“

4. Feststellung: Gemessen wird ausschließlich im atmosphärischen Fenster (Wellenzahl 700 bis 1250), aber Messdaten werden mit einer Auflösung von einer Wellenzahl zwischen den Wellenzahlen 520 (400) und 3300 ausgeworfen – das nennt man dann wohl eine spontane plancksche Spektral­verbreiterung. Wir brauchen uns aber gar nicht darüber zu streiten, denn es kommt noch viel dicker:

5. Auffälligkeit: Es ist unbestritten, dass die Abstrahlung infrarotaktiver Gase in unserer Atmosphäre zufällig und in alle Richtungen erfolgt. Unter der Annahme, dass die Apertur des Sichtfeldes die räumliche Auflösung eines Strahlungsinterferometers bestimmt, sollten Satelliteninstrumente ähnlich wie das AERI-Instrument* konstruiert sein, das über ein Sichtkegel von 1,3 Grad Öffnung verfügt. So verfügt der Airborne Scanning High-resolution Interferometer Sounder* (S-HIS) über einen Öffnungswinkel von 100 mrad und das Diviner Lunar Radiometer* über ein geometrisches IFOV des Detektors von 3.4 mrad seitlich und 6.7 mrad in Flugrichtung. Gehen wir bei den satellitengestützten Spektrometern also einfach mal von 1° bis 3° Sichtfeld aus.

5. Feststellung: Das Sichtfeld der satellitengestützten IR-Spektrometer entspricht dem Bildwinkel eines 1000mm-Teleobjektivs im KB-Vollformat von etwa 2,5 Grad. Die spontane Emission von IR-Photonen durch IR-aktive Gase erfolgt dagegen über einen Raumwinkel von 4Pi(sr) (=Vollkugel). Aus dem Weltraum gesehen umfasst die terrestrische Abstrahlung vereinfacht – und die ganz schlauen müssen jetzt auch wirklich ganz stark sein – eine (hemisphärische) Halbkugel von 2Pi(sr). Während also die IR-Abstrahlung im atmosphärischen Fenster radial von der Erde weg erfolgt und damit im Meßfeld des Spektrometers vom Satelliten liegt, wird von der kugelförmigen Abstrahlung der IR-aktiven Gase lediglich ein niederer Prozentsatz erfasst, vergleichbar mit dem Ausschnitt eines tausender Teleobjektivs. Im Vergleich entspricht der Ausschnitt des originalen 6×6 Titelfotos aus 384.400 km Erdentfernung der Bildwirkung eines 135-mm-Objektivs im KB-Format.

Abschlussfrage: Stellen die satellitengestützt gemessenen IR-Trichter im terrestrischen IR-Abstrahlungsfeld tatsächlich repräsentative physikalische Meßwerte dar, oder sind das lediglich Artefakte des Instrumentendesigns?

*) Die Referenzen der vorstehend genannten Gerätespezifikationen finden Sie in meiner aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichung.

 




Sind Pachtverträge mit Windkraftflächenbesitzern und– pächtern sittenwidrig? Und deshalb von vorneherein nichtig?

Der Podcast CumTempore von Prof. Schulte behauptet das.

Der größte Teil der insbesondere in den letzten Jahren und aktuell abgeschlossenen Pacht- bzw. Mietverträge von Agrarland bzw. Wald zum Bau von Windkraftanlagen oder Photovoltaikfeldern dürfte aufgrund extrem überteuerter Pachten/Mieten sittenwidrig und damit nichtig sein.

Es ist gemäß BGB und relevanter Gerichtsurteile von einem sittenwidrigen Pacht- oder Mietvertrag regelmäßig dann auszugehen, wenn der Pacht-/Mietzins gut 100 % über dem objektiven Marktwert der Gebrauchsüberlassung liegt. Zum Teil werden aber mehrere Hundert-% bis über 10.000 % überhöhte Pachten / Mieten gezahlt. Nichtig heißt, dass ein Vertrag von Anfang an ungültig ist. Es entfaltet keinerlei rechtliche Wirkung, weshalb bereits ausgetauschte Leistungen, sprich Pachten oder Mieten zumindest weit überwiegend zurückgegeben werden müssten.

Das sind ganz schlechte Nachrichten insbesondere für private und kommunale Verpächter, die sich bereits über Zuflüsse in Millionenhöhe in den kommenden Jahren freuen und ggf. bereits bald mit enormen Rückforderungen ihrer „Partner“, zumeist GmbH & Co KGs, konfrontiert werden.

Das Video deckt die Hintergründe auf und zeigt auch, welche weitere vielfältige Risiken auf die zum Teil viel zu gutgläubigen, privaten & kommunalen Verpächter übertragen werden. Es gibt auch Bürgerinitiativen Tipps, wie sie mit diesen Informationen umgehen können.