Correctiv.org schlägt wieder zu – ein Bericht mit verdeckter Kamera. „Denn anders ginge es nicht“

Aber viel schöner, weil noch dürftiger, ist doch, was bei Frontal 21 aus dieser dünnen Suppe gemacht wurde. Etwa so ab Minute 25. Und gewollt lückenhaft – also Lückenpresse. Denn im „aus dem Gedächtnis“ nachgesprochenen Interview mit James Taylor fehlt dessen Aussage zu Spendern und deren Einfluss völlig:

Originalmail von James Taylor vom 4.2.20 zum Inhalt des Correctiv Beitrages: 

Also, the article – as weak as it is – distorts and misrepresents much of my interaction with Mathias. Among other things, the article leaves out how I repeatedly emphasized that we do not take positions based on what our donors request, but rather are happy to accept donations from donors who agree with our positions and would like to enhance our ability to advocate those positions.

Der Artikel – so schwach er auch ist – verzerrt und stellt einen Großteil meiner Interaktion mit Mathias falsch dar. Unter anderem geht aus dem Artikel nicht hervor, dass ich wiederholt betont habe, dass wir keine Positionen auf der Grundlage der Anfrage unserer Spender beziehen, sondern gerne Spenden von Spendern entgegennehmen, die unseren Positionen zustimmen und unsere Fähigkeit, diese Positionen zu vertreten, verbessern möchten .

Alles ein dritter oder vierter Aufguss, mit passender Unterlassung an der richtigen Stelle. Dünner und falscher geht nimmer, und jeder der seinen Verstand noch einigermaßen zusammen hat, wird sagen müssen: Recht haben sie, die EIKE- und Heartland- Leute.

Und so macht der Correctiv Bericht (hier)auf:

Die Recherche von CORRECTIV und Frontal21 zeigt, wie das US-amerikanische Heartland InstituteLeugner des Klimawandels in Deutschland unterstützt, um Maßnahmen zum Klimaschutz zu untergraben. Undercover lernen wir den Chefstrategen des Instituts kennen: James Taylor. Er wird uns erzählen, wie das Netzwerk der Klimawandelleugner funktioniert, wie Spenden verschleiert werden und wie sie eine deutsche, AfD-nahe Youtuberin nutzen wollen, um »die Jugend« zu erreichen. Am Ende macht er uns ein konkretes Angebot.

Undercover – 

anders geht es nicht

..und so lief ein Teil der aufregenden „Undercover“ Aktion ab.

Mittels eines Mailwechsels mit correctiv.org, (vielleicht besser manipulativ.org oder auch propaganda.org zu benennen). Es funktionierte also ganz normal per Email.

Zunächst erhielt ich diese Mail vom „Chefredakteur“

Lieber Herr Limburg,

wir hatten Ihnen diese Email am Donnerstag geschickt an folgende Adressen: info@eike-klima-energie.eumoluedecke@t-online.de (siehe unten)

Da es um eine kurzfristige Berichterstattung geht, würde ich mich freuen, wenn Sie versuchen würden, heute, 04.02.20 bis 16 Uhr zu antworten soweit Sie es können. Wir können wegen der Fragen auch gern kurzfristig telefonieren. Uns interessieren vor allem die Fragen 2., 5. und 7.

Besten Gruß,

Justus von Daniels

Chefredakteur CORRECTIV

correctiv.org

——

Editor-in-Chief CORRECTIV

correctiv.org

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CORRECTIV

 

Meine Antwort – ebenfalls natürlich schwer Undercover- schickte ich ihm auch per normaler Email um 14:35 Uhr 

Sehr geehrter Herr v. Daniels,

gern beantworte ich Ihre Fragen, soweit ich darüber informiert bin.

  1. Im November 2019 hat EIKE die 13. Internationale Klima- und Energiekonferenz in München organisiert. Trifft es zu, dass Privatpersonen, die an der Konferenz teilnehmen wollten, 220 Euro als Spende an den Verein zahlen sollten?

Nein, das trifft nicht zu. Wie Sie der Einladung (hier) hätten entnehmen können, sind für verschiedene Arten von Teilnehmern, (Firmen, Privatpersonen, Studenten) und Teilbereichen unterschiedliche Tagungsgebühren aufgerufen und bei Teilnahme zu entrichten. Darüber steht es jedem Teilnehmer, wie auch jedem anderen frei an EIKE zu spenden. Deswegen ist auch beim Menuepunkt „Tagungsbeitrag“ das Spendenkonto angegeben.

  1. Wie hoch ist das jährliche Budget von EIKE? Trifft es zu, dass EIKE pro Jahr etwa 200.000 Euro zur Verfügung stehen?

Vor allem je nach Spendaufkommen schwankt unser Budget von Jahr zu Jahr beträchtlich. Es lag bisher immer deutlich unter der von Ihnen genannten Summe. Da wir alle ehrenamtlich arbeiten, und unsere Büro und Arbeitsmittel – bis auf das Büro in Jena- selber privat bezahlen, beeinträchtigt diese Situation  unsere Arbeit nicht sonderlich. Im Vergleich zu anderen Instituten, die am Klimathema arbeiten (- übrigens sind sowohl das PIK als auch das IASS in Potsdam eingetragene Vereine-) ist, wie Sie zugeben und hoffentlich auch berichten werden, unser Budget ausgesprochen gering. Wir gleichen das durch umfangreiche ehrenamtliche also unbezahlte Tätigkeit aus.

Möglicherweise hat die Empörung über den konzertierten Angriff auf die Wissenschafts- und Meinungsfreiheit, die -initiiert vom Berliner Tagesspiegel- zu einer Verlegung unserer letztjährigen Klimakonferenz führte, und auch die Anforderung von Polizeischutz erforderlich machte, unser Spendenaufkommen im letzten Jahr erhöht. Details sind mir aber nicht bekannt.

  1. Welche Personen bzw. Institutionen sind die Förderer von EIKE?

Es sind so gut fast nur Klein- und Kleinstspender. Deren Namen sind dem Finanzamt bekannt, sofern die Spender steuerliche Absetzungen in Anspruch nehmen.

  1. In welcher Beziehung steht EIKE zum Heartland Institute in den USA?

Wir pflegen auf Grund ähnlicher Interessenlage gute Beziehungen.

Holger Thuß wird auf der Webseite des Heartland Institute als deren Mitarbeiter genannt.

Das entspricht nicht den Tatsachen. Herr Thuss ist von Heartland als Policy Expert benannt. Dies ist eine nur symbolische und daher unbezahlte Tätigkeit.

Bezahlt Heartland Geld für diese Aufgabe an Herrn Thuß oder EIKE?

Nein, da Herr Thuss kein Mitarbeiter von Heartland ist, gäbe es auch dafür keinen Anlass.

  1. Beteiligt sich Heartland finanziell an den Konferenzen oder anderen Aktivitäten von EIKE, insbesondere an der Konferenz im November 2019 in München?

Ist mir nicht bekannt. 

  1. Hat EIKE Verbindungen zu Naomi Seibt? Wenn ja, in welcher Beziehung steht sie zu EIKE?

Frau Naomi Seibt wurde zu unserer Konferenz im November 2019 in München eingeladen und nahm daran teil.

  1. Trifft es zu, dass der Vizepräsident von EIKE, Michael Limburg, Mitarbeiter im Büro des AfD-Bundestagsabgeordenten Karsten Hilse ist?

Ja, mit einer Viertel Stelle.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-1703424716
http://www.eike-klima-energie.eu/

 

Dann war ich neugierig, was in diesem ach so mutigen Artikel stehen würde.

Hier ein paar Kostproben:

Die Sache mit dem Hausverbot

Es ist nur ein kleines Schmankerl der mutigen Undercover Agenten von Correctiv. Im Bericht schreiben sie, dass eine Kollegin – es handelt sich um die „Journalistin“ Frau Annika Joeres „Hausverbot“ für unsere Konferenz in München bekommen hatte. Das trifft zu, ist aber typische Lückenpresse, denn sie schreiben nicht warum. Der Grund lag darin, dass sie sich beim Versuch einer früheren Akkreditierung als Journalistin ausgab, die für die seriöse NZZ schreibt. Stattdessen war sie für Correctiv.org unterwegs. Sie hatte also glatt gelogen. Schon damals schwer Undercover unterwegs. Ist vermutlich ihr Beruf.

 

Und hier noch ein Brüller:

Anfangs ihrer Story flüstern die furchtlosen Journohelden, dass sie nur Undercover in den innersten Kreis gekommen seien, der veranstaltete dann die Heartland Konferenz. Die Tapferen sind – ganz furchtlos- bei dieser Geheimkonferenz dabei. Ihr Bericht offenbart die ganze Verschwörung:

Zitat:

„Die Konferenz ist deutlich kleiner als in München. Kürzer, ohne Journalisten, das Heartland Institute filmt selbst mit zwei großen Kameras, streamt online.“ Zitatende

Man kommt also tapfer, mittels Betruges in eine öffentliche Konferenz, feiert sich dann, wie mutig und geschickt man ist, filmt mit verdeckter Kamera, und vergisst dabei, dass die gesamte Konferenz per streaming öffentlich online gestellt wurde.

Und zum Schluss steht da noch diese Behauptung am Ende dieses mutigen Beitrages

Mutiger Journalismus
für mehr Transparenz

Mit 10 Euro im Monat sichern Sie 
unabhängige Recherchen wie diese.

Den ganzen, schwer aufgemotzen Schwachsinn können Sie hier nachlesen

Und hier die Verantwortlichen für diese Meisterstück

RechercheKatarina Huth, Jean Peters Text: Katarina Huth, Jean Peters, Jonas Seufert VideoKatarina Huth, Jean Peters, Philipp Schulte, Bastian Schlange Redaktion: Olaya ArgüesoJustus von Daniels DesignBenjamin Schubert, Belén Ríos Falcón

Ach und gerade (um 21:43 Uhr) kam vom Transparenz beflissenen „Chefredakteur“ Justus noch diese Mail:

Lieber Herr Limburg,

Sie können gern unseren Schriftwechsel publizieren. Aber nehmen Sie bitte die Telefonnummern aus dem öffentlich gestellten Beitrag. Es ist nicht zulässig, solche persönlichen Daten zu veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Justus von Daniels

Meine Antwort:

Am 04.02.20 um 21:45 schrieb Michael Limburg IMAP:

…es ist auch nicht zulässig mit versteckter Kamera zu arbeiten, vor allem dann nicht, wenn alles auch öffentlich zugänglich gewesen wäre.

mit freundlichen Grüßen

Ihr Michael Limburg

Am 04.02.2020 um 21:49 schrieb Justus <justus.von.daniels@correctiv.org>:

dann wieder seine Antwort

…dafür gab es Gründe, die vor allem bei Heartland liegen. Auch wenn Sie mit dem Bericht nicht einverstanden sind,würde ich Sie dennoch bitten, die persönlichen Daten, gemeint sind die Telefonnummern, aus dem Beitrag zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen,

Justus von Daniels

darauf meine Antwort

Am 04.02.20 um 22:13 schrieb Michael Limburg IMAP:

 Was heißt nicht einverstanden?  Ich finde ihn großartig. Besser konnten Sie sich und Ihre Leute nicht lächerlich machen. Das hätte ich mir nicht ausdenken können. Gratuliere. 

Die Erwachsenen lachen über solche Undercoverer. Offene Türen einrennen, sich dabei ganz tapfer vorkommen, und olle Kamellen recyceln, heutige Haltungsjournalisten aus dem Bilderbuch.

mit herzlichen 

Grüßen

Ihr Michael Limburg

Wir folgen aber der Bitte um Löschung der Telefonnummer, wozu gibt es denn Telefonbücher, weil wir anständige Leute sind, und veröffentlich stattdessen die öffentlich zugänglichen Impressumdaten

CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft
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Geschäftsführer: David Schraven, Simon Kretschmer
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CORRECTIV

(1) Im Beitrag über Correctiv bei TICHYS EINBLICK hier findet man folgenden Hinweis:

Zudem unterhält er (Anmerkung: Gemeint ist Schraven) gute Kontakte zur Amadeu Antonio Stiftung, die bereits länger mit Facebook zusammenarbeitet. Schraven kennt von diversen Ausstellungseröffnungen und Buchpräsentationen maßgebliche Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung wie deren Geschäftsführer Timo Reinfrank und den für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlichen Robert Lüdecke. Und dem entsprechend bewirbt die Amadeu Antonio Stiftung auf ihren Internetseiten auch einen Comic von Schraven. Dass im sogenannten Ethikrat von CORRECTIV zum Teil Vertreter von Medien (z. B. Stern oder Zeit) sitzen, die auch eng mit der Amadeu Antonio Stiftung zusammenarbeiten, vervollständigt das Bild. Die politisch-ideologische Ausrichtung von CORRECTIV passt somit für die beabsichtigte Tätigkeit.

 

Wer glaubt denen noch?




Klimafragen übergeben – Umgang mit dem Klimawandel – Mehrere Fraktionen wollen antworten 

Berlin. 03.02.20

Die zivilgesellschaftliche Initiative „klimafragen.org“ hat am Freitag in Berlin den Bundestagsfraktionen ihre 16 Klimafragen vorgelegt. Bis 29. Februar haben diese nun Zeit, zu antworten. Davon wollen zumindest FDP, AfD und LINKE Gebrauch machen.

Zu den Unterzeichnern der Klimafragen zählen namhafte Naturwissenschaftler, Ökonomen, Unternehmer und Freiberufler, Journalisten sowie Bürgerrechtler. Über 32.000 Bürger haben mitunterzeichnet. Sie eint die Besorgnis, dass viele politische Fragen, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen, noch nicht ausreichend durchdacht sind. Es besteht die Gefahr, dass klimapolitische Maßnahmen Deutschland massiv schaden, ohne einen messbaren Einfluss auf das Weltklima zu haben.

Alle Fraktionen waren informiert worden mit der Bitte um eine persönliche Übergabe, von vier Fraktionen erfolgte eine Rückmeldung. Die erste persönliche Übergabe der Fragen erfolgte an den energiepolitischen Sprecher der FDP – Fraktion, Lukas Köhler. Er sicherte im Gespräch zu, fristgerecht Antworten zu liefern. Die energiepolitische Sprecherin der Linken, Gesine Lötzsch hatte ebenfalls einer persönlichen Übergabe zugestimmt, sie sollte vor dem Plenarsaal im Reichstag stattfinden. Sie war leider kurzfristig verhindert, hat die Fragen aber inzwischen erhalten. Die AfD – Fraktion war ebenfalls zu einer persönlichen Übergabe bereit, bei dem Treffen war neben Karsten Hilse, der für die AfD im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sitzt, auch der Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland persönlich zugegen. Wie zuvor mit Herrn Köhler wurde der geplante Umbau unseres Landes, die „Große Transformation“ im Rahmen des sogenannten Green Deals thematisiert, deren Folgen für die Bürger einschneidend sind, aber selten ausführlich thematisiert werden.

In den Gesprächen machten die Sprecher der Initiative, Titus Gebel und Annette Heinisch, deutlich, dass sie von der Politik eine vernünftige Analyse der Optionen wünschen, die zur Verfügung stehen. Die Initiatoren gehen davon aus, dass es einen Klimawandel gibt, stehen den Ursachen neutral gegenüber, möchten aber verhindern, dass Deutschland ohne ernsthafte Prüfung aller Möglichkeiten seine industrielle Basis zerstört. Die Antworten der Fraktionen werden nach dem 29.Februar auf der Webseite klimafragen.org veröffentlicht.

Webseite: klimafragen.org
16 Klimafragen (Download als pdf.) Pressemitteilung (als pdf. beigefügt)

Rückfragen bitte an:

Annette Heinisch

kanzlei@annetteheinisch.de

Tel: 0581/ 20 81 80 82




Aktuelle Daten zur Arktis: Eisfläche wird größer, Eisdicke unverändert – nix mit eisfrei …

Wie erklärt man es, dass Leute freiwillig an Kreuzzügen teilnehmen, um anderen das Heil zu bringen?
Wie erklärt man es, dass Regierungen ihre Bevölkerung auf dem Altar einer aberwitzigen Ideologie, einer Klimareligion opfern?

Weder Rex Murphy noch Patrick Moore hatten eine befriedigende Antwort.

Letztlich gibt es zwei Mittel, die man anwenden kann, um denjenigen, die sich in Lügen und wirren Ideen verheddert haben, Gelegenheit zu geben, ins normale Leben zurückzukehren, Daten/Fakten und heftige Schläge auf den Vorderkopf, die die Determination des Schlägers deutlich machen, sich nicht mehr länger belügen und schröpfen lassen zu wollen.

Passend dazu, die faszinierende Reise von Murmansk zum Nordpol und zurück auf dem nuklear getriebenem Eisbrecher 50 Years of Victory

Wir versuchen es mit Daten/Fakten.

In diesem Post haben wir die neuesten Daten über die Arktis zusammengestellt. Es ist recht ruhig geworden, um die Arktis, so wie die Klimahysteriker die Lust an vielem verloren zu haben scheinen: Brasiliens Amazonas ist in Vergessenheit geraten, die afrikanische Heuschreckenplage, die kurz in öffentlich-rechtlich beschallten Zimmer gastierte, ist weiter geflattert, im Zusammenhang mit Australien interessiert nur noch Tennis, kurz: Die guten Menschen sind zu neuen Ufern aufgebrochen, von denen aus sie ihre Katastrophenmeldungen verbreiten können.

Das Warum ist schnell erzählt: Die Realität hat sie eingeholt. Der Versuch, Klima-Panik zu schüren, ist einmal mehr gescheitert bzw. sie laufen Gefahr, beim Versuch, Klima-Panik zu schüren, mit Dakten konfrontiert zu werden.

Z.B. mit Daten zur Arktis.

Die Ausdehnung des Eises in der Arktis wächst schneller als in den vergangenen Jahren. Es gibt nicht weniger, sondern mehr Eis.

MASIE – Multisensor Analyzed Sea Ice Extent beim National Snow and Ice Data Center ansässig, veröffentlicht die aktuellsten Daten zur Ausdehnung des arktischen Meereseises. Die Daten vom heutigen Tag ergeben die folgende Abbildung:

Die Ausdehnung des Meereseises in der Arktis ist derzeit größer als sie das in den letzten vier Jahren war. Weitere Daten sind nicht notwendig. Die Klimawandel-Hysteriker behaupten: Das Eis in der Arktis werde weniger. Es wird nicht weniger. Im Gegenteil: Die Ausdehnung wird größer. Das Eis wächst.

Aber, so die nächste Linie der Verteidigung, das ist alles neues Eis, kein altes, kein dickes, nur dünnes Eis. Eine weitere Behauptung, eine weitere falsche Behauptung, wie die folgende Abbildung zeigt, auf die wir besonders stolz sind, denn sie wird aus Daten, die Cryosat liefert, der europäische Satellit, der eigens ins All gebracht wurde, um die Dicke des arktischen Eises zu messen, zusammengestellt. Die Daten werden beim Centre for Polar Observation and Modelling verarbeitet und in Abbildungen überführt, Abbildungen wie diese hier:

Wie man sieht hat sich an der Eisdicke seit 2011 nicht viel, um nicht zu sagen, nichts geändert. Verbindet man diese Beobachtung mit der Beobachtung, dass die Ausdehnung des Eises in der Arktis größer wird, dann kann man nicht anders als festzustellen: In der Arktis wächst die Eisfläche. Ein diametraler Widerspruch zu den Behauptungen und Vorhersagen der Klimawandel-Hysteriker. Wir erinnern nur an den Ober-Hysteriker Al Gore, der sich am angeblich von Menschen gemachten Klimawandel eine goldene Nase verdient:

 

(https://www.cbsnews.com/news/gore-arctic-ice-may-soon-vanish-in-summer/)

Selbstverständlich hat Al Gore kein Patent auf das Verbreiten von Klima-Hysterie, er scheint eher ein Nachahmer zu sein. Im folgenden Beitrag werden eisfreie Polkappen schon für spätestens 1989 vorhergesagt. Der Beitrag stammt aus dem Jahre 1969. 2019 hatten wir also ein rundes Jubiläum: 50-Jahre-Panikmache, und die Arktis friert immer noch.

QuelleDer Beitrag erschien zuerst bei ScienceFiles hier

Update vom 1.2.20


Die Bilderserien vermitteln einen guten Eindruck über das Eiswachstum in der Arktis in diesem Winter.

07.08.19-16.12.19
https://www.file-upload.net/download-13885015/ice-extent.gif.html
17.12.19-30.01.20
https://www.file-upload.net/download-13885014/ice-extent-2.gif.html

Mit Dank an Leser Martin Ende




Gibt es genug Platz für die Energiewende in Deutschland??

Gemäß dem Koalitionsvertrag wollen wir in Deutschland bis 2050 unseren Energieverbrauch im Vergleich zum Jahr 2017 halbieren und unsere Energie also nur in der Form eines CO2-frei hergestellten Stroms beziehen. Wer den Rechenweg nachvollziehen möchte, lese bitte hier weiter:
https://sway.office.com/vrjxC4G0fhC1ACi6?ref=Link

Berücksichtigt wurde für diese Berechnung, der bereits vorhandene Bestand an den sog. Erneuerbaren bzw. deren Stromproduktion im Jahr 2018.

Wir rechnen nicht mit dem Primärenergieverbrauch, sondern mit nennen wir sie mal „Nettoenergie“. Wir gehen von keinen Umwandlungsverlusten aus.

Bei dieser Berechnung geht es uns nicht darum ganz genau zu sein, sondern ein plastisches Bild zu vermitteln. Es wird immer nur von MW / MWh oder GW / GWh geschrieben, von Gigatonnen CO2 etc. ohne, dass man sich vorstellen kann. Wie viele Anlagen egal welcher Art sich hinter diesen Zahlen verbergen.

Ich erlaube mir vorzuschlagen, dass sich jeder einen kleinen Spickzettel macht, auf dem einige Schlüsselzahlen notiert sind, um in Diskussionen stets gewappnet zu sein.

Zum Schluss noch ein Vorschlag. Letztes Jahr habe ich auch eine kleine Abhandlung zum folgenden Thema verfasst „Strategische Aspekte der Erneuerbaren“, weil ich bisher keinen einzigen Beitrag zu dieser Thematik gefunden habe.
https://sway.office.com/uCV5DZudNuCwe7MB?ref=Link

 

Photovoltaik

Photovoltaik-Anlagen à 1 MW installierter Leistung, Jahresproduktion pro Anlage 1.100.000 kWh, Flächenbedarf 3 ha. Anzahl der Anlagen 585.075; Flächenbedarf 17.552 km2; Investitionsvolumen 643.582.500.000,- Euro; eine sehr grenzwertige Lösung. Keine Versorgungssicherheit.

 

Windkraft offshore:

Wir rechnen mit folgenden Parametern:

Offshore:

Anlagenbestand per Ende 2019 betrug 1.465 WKAs

Installierte Leistung 6.382 MW

Stromproduktion 24,3 TWh

Durchschnittliche installierte Leistung pro Anlage 4,356 MW

Durchschnittliche Stromproduktion pro Anlage 16,587 MWh

Durchschnittliche Produktion pro installierte MW beträgt 3.807 MWh

Die 2019 zugebauten WKAs offshore hatten im Durchschnitt eine installierte Leistung von 6.941 MW. Der Zubau betrug 160 Anlagen mit zusammen 1.110,7 MW

Offshore WKAs mit 5 MW Leistung, durchschnittliche Jahresleistung 2019 betrug pro Anlage 16.587.000 kWh, Investition pro 1 MW beträgt 4 Mill. Euro. (634.583.841.000 kWh: 16.587.000 kWh = 38.258 WKAs)

Anzahl Anlagen zu bauen 38.258; Wir rechnen hier nur mit WKAs mit einer installierten Leistung von 5 MW und einem Kostenpunkt von 4 Mio. Euro pro MW; Investitionssumme 765.160.000.000,- Euro.

Politisch wahrscheinlich die einzig mögliche Lösung. Wir hätten dann 196.672 MW etwa die gleiche Produktionskapazität offshore installiert, wie sie bis 2018 in Deutschland insgesamt bestand – alle Stromerzeugungs-Kapazitäten , nämlich 206.84 GW.

Der Zubau von 38.258 Anlagen à 5 MW würde einer Kapazität von 190.290 MW entsprechen. Unter dem Gesichtspunkt der Versorgungssicherheit ein „No Go“.

So viele WKAs würden nicht in die deutsche Wirtschaftszone bzw. die ausgewiesenen bzw. zugewiesenen Küstengewässer passen. D.h. es stehen maximal 11.550 km2 für die Windkraft zur Verfügung. Zusammen mit dem jetzigen 1.465 off-shore Anlagen müssten in der Deutschen Nordsee 39.723 WKAs stehen. D.h. in der Nordsee gäbe es ein Gedränge von 3,45 Anlagen pro km²

Wir vernachlässigen bewusst die Kapazität der Ostsee, weil diese sehr klein ist. Zumal es dort viele Anrainer, viel Schiffsverkehr und teilweise große Wassertiefen gibt.

Bei einer solchen Lösung müsste mindestens die 20-fache Strommenge über Stromautobahnen in Deutschland verteilt werden!

 

Windkraft onshore

Onshore WKAs mit den folgenden Parametern:

Bestand WKAs onshore per Ende 2019: 29.491 WKAs insgesamt installierte Leistung 53.867 MW;

Erzeugte Strommenge 103,7 TWh

Wir rechnen mit Werten auf der Grundlage der Leistungsdaten des Jahres 2019.

Dies ergibt eine durchschnittlich installierte Leistung pro WKA onshore: 1,826 MW

Durchschnittliche Produktion pro WKA 3,516 MWh

Durchschnittliche Produktion pro installierte MWh beträgt 1.925

Der Zubau onshore betrug 2019 folgende Zahlen: 278 Anlagen mit insgesamt 936,4 MW installierter Leistung. Es handelt sich um den Bruttozubau, d.h. es werden noch Anlagen stillgelegt werden bzw. aus der Statistik verschwinden.

Immerhin beträgt die durchschnittliche Leistung der neuen WKAs onshore 3,368 MW.

Wir haben uns entschlossen mit einem Durchschnittswert zu rechnen, da es eine zu große Vielfalt an Anlagen gibt und zudem liefert jeder Standort ohnehin andere Strommenge.

Wir rechnen mit aktuellen Leistungsdaten per Ende 2019. Die Daten wurden der Webseite vom BDEW e.V. entnommen.

Anzahl Anlagen zu bauen 180.485; Wir nehmen weiter an, dass man nur noch WKAs mit 3 MW installierter Leistung errichten würde, Kosten pro 1 MW liegen bei etwa 1,5 Mio. Euro Investitionssumme 812.182.000,- Euro; politisch nicht umsetzbare Lösung, 1 Anlage pro 1,6 km2 der Fläche Deutschlands! Auch hier wäre keine Versorgungssicherheit gegeben. Politisch ist eine solche Lösung nicht gangbar. Zumal man maximal 2% der Landfläche für Windkraft auszuweisen bereit ist. Zu einer ähnlichen Lösung hat man sich jetzt im Odenwald durchgerungen. Odenwald

Addiert man zu den 180.485 zu bauenden Anlagen den heutigen Bestand von 29.491 Anlagen, so müssten wir im Jahr 2050 mit 209.976 Anlagen in unsere Landschaft leben. D.h. eine Anlage pro 1,67 km².

Hierbei dürfen wir nicht vergessen, dass WKAs eine Betriebsdauer von etwa 15 bis 20 Jahren haben. D.h. der gesamte Bestand wird bis zum Jahr 2050 mindestens einmal erneuert.

 

Biogas:

Biogas-Anlagen mit einer installierten Leistung von 1 MW und Jahresproduktion pro Anlage von 9.000.000 Mill. kWh; Platzbedarf nur für die Maisproduktion pro Anlage 500 ha (5 km2).

Anzahl Anlagen zu bauen 70.509, Platzbedarf 352.546 km2; um 5.000 km2 weniger als die Fläche Deutschlands, diese Lösung ist nicht machbar.

Die oben aufgezählten Anlagen müssten selbstverständlich zum jetzigen Bestand noch dazu gebaut werden. Denn diese sind bereits mit ihrer Leistung in den 1773 PJ erfasst.

 

Wir machen darauf aufmerksam, dass es sich um eine Stromversorgung handeln würde, die überhaupt nicht grundlastfähig wäre und vollkommen von Wind, Sonne und Wetter abhängig wäre.

 

 




Deutsche Energiewende: Planwirtschaft ohne Plan

Alle drei Jahre veröffentlicht die Bundesregierung anstelle des jährlichen Monitoring-Berichts einen ausführlicheren Fortschrittsbericht. Der zweite (auf der Basis des Berichtsjahres 2017) wurde im Juni 2019 veröffentlicht. Darin erscheint der Integrierte Nationale Energie- und Klimaplan (NECP) als Teil eines europaweit koordinierten Projekts. Alles auf dem besten Weg also?

Zu den Zielen des im vergangenen Jahr von der Bundesregierung beschlossenen „Klimapakets“ zählt auch die „Reduktion des Bruttostromverbrauchs“ um zunächst 10 Prozent. Dabei rechnen die Betreiber örtlicher Stromverteilernetze schon jetzt damit, dass der Strombedarf für das Laden der Li-Ion-Batterien der e-Autos schon bald zu einer Überlastung der Ortsnetze im ländlichen Raum führen wird, so dass der Ladestrom schon ab 2021 rationiert werden muss. Die Regierungskampagnen für das Stromsparen und für den Ersatz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor durch Elektro-Fahrzeuge passen offenbar schlecht zusammen.

Im Unterschied zum letzten Monitoring-Bericht beschäftigen sich der auf Daten von 2017 beruhende 2. Fortschrittsbericht und das im Herbst 2019 verabschiedete Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung auch mit dem Planungszeiträumen bis 2030 und 2050. Daraus geht unter anderem hervor, dass Deutschland, das zurzeit im Jahresmittel mehr Strom exportiert als importiert, zum reinem Stromimportland werden soll. Zu diesem Zweck soll die Kapazität der der Kupplungen mit ausländischen Stromnetzen auf insgesamt 38 Gigawatt erhöht werden. Das ist mehr als die Hälfte der derzeit im Durchschnitt benötigten Gesamtleistung. Die Bundesregierung vertraut offenbar darauf, jederzeit genügend Elektrizität importieren zu können. Da zumindest die westlichen Nachbarn Niederlande und Frankreich ähnliche Ziele verfolgen wie die Berliner Regierung, bleibt es aber fraglich, wieweit diese Hoffnung begründet ist. Aktuell folgt zum Beispiel der Ende 2019 erfolgten Stilllegung des Kernreaktors Philippsburg 2 bei Karlsruhe die Stilllegung des französischen Kernkraftwerks Fessenheim im Elsass, die schon am 22. Februar 2020 mit der Abschaltung des ersten Reaktors beginnt. Dadurch die ohnehin schon angespannte Stromversorgungslage in Südwestdeutschland kritisch zu werden. Im Endeffekt wird der Strom im europäischen Verbundnetz immer weitere Strecken zurücklegen müssen, was die Übertragungsverluste erhöht und grünen Lippenbekenntnissen zur Dezentralisierung Hohn spricht.

Um den von der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung zur Reduktion der Kohleverstromung (Kohlekommission) erzielten Kompromiss zum Kohle-Ausstieg umzusetzen und dennoch die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, favorisiert die Bundesregierung offenbar den Bau zahlreicher Gaskraftwerke mittlerer Leistung. Da Erdgas der teuerste Energieträger ist, sind dadurch weitere Steigerungen der Verbraucherpreise programmiert. Schon jetzt zahlen die deutschen Privathaushalte die höchsten Strompreise in Europa. Aber schon fordern deutsche Grüne, nach dem Kohle-Ausstieg auch noch die Verstromung von Erdgas zu beenden…

Das deutet an, dass die deutsche Energiepolitik vielleicht gar nicht so planmäßig konzipiert ist, sondern vielmehr von ideologischen Vorurteilen und wahltaktischen Überlegungen bestimmt wird. Diese werden von der Politik nachträglich für planmäßig erklärt. Als Bundeskanzlerin Angela Merkel die von einem Tsunami ausgelöste Reaktor-Katastrophe von Fukushima zum Anlass nahm, den mit der Energiewirtschaft geschlossenen Kompromiss über eine beschränkte Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke aufzukündigen und die gestaffelte Abschaltung aller Kernkraftwerke bis 2022 zu verfügen, war die Abschaltung von Kohle-Kraftwerken noch kein Thema, weil so gut wie allen Beteiligten klar war, dass Deutschland sich nicht gleichzeitig von der Kernkraft und der Kohle verabschieden kann. Es ging vordergründig lediglich darum, angesichts nahender Regionalwahlen den Grünen Wind aus den Segeln zu nehmen. Dann bauten grüne NGOs mithilfe ihnen gewogener Massenmedien Druck auf, um unter Berufung auf das Pariser Klima-Abkommen von 2015 die Kohle als Standbein der deutschen Energiewirtschaft in Frage zu stellen. Das ist ihnen gelungen. Gerade hat die Bundesregierung das Kohleausstiegsgesetz verabschiedet. Sollten nach den Kohlekraftwerken auch noch die Gaskraftwerke abgeschaltet werden, dann hätte Angela Merkel mit dem von ihr verfügten unbedachten Atomausstieg den Abschied von allen zuverlässigen Energiequellen eingeleitet.