BP Statistic 2020: Grundlegende Zahlen zur Energieversorgung ..und wie sich das auf Deutschland auswirkt

von Michael Limburg

Rolf Schuster von Vernunftkraft präsentiert in diesem Video nüchterne Zahlen zur Energieversorgung. Seine Quelle ist die BP Statistik von 2020, ein weltweit akzeptiertes Standardwerk über den wahren Stand der Energieversorgung. In diesem kurzen Video stellt er, die von Politikern wie Jürgen Trittin, aber nicht auf diesen beschränkt,  gemachten Versprechungen vor und stellt sie der Realität gegenüber.

Der Unterschied – zu unser aller Schaden – könnte nicht größer sein.

Video von Rolf Schuster Vernunftkraft Hessen zum BP Bericht und sein Vergleich mit der Situation in Deutschland

Ein Kenner der Versorger und Netzbetreiberszene schrieb uns kürzlich dazu..

So wie ich die ÜNB und ihre inzwischen exzellenten Fähigkeiten im Umgang mit anspruchsvollen, ja immer häufiger äußerst gefährlichen Versorgungssituationen einschätze, wird es auch in nächster Zeit nicht zu einem großflächigen Blackout kommen, sondern lediglich zu gezielten flächigen Brownout-Abschaltungen im Rahmen der inzwischen perfekt organisierten und operativ beherrschten Abschaltkaskade des 5-Stufen-Notfallplans.

Da die Nutzung dieses Zwangsmechanismus nach §13.2 EnWG allerdings eine unvermeidbare Notmaßnahme ist, werden die Netzbetreiber für alle dadurch verursachten Schäden auch nicht zur Verantwortung gezogen, da sie  – und das ist Konsens auch bei der Bundesnetzagentur – nicht für die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in dem Sinne, dass zu jeder Zeit genügend Strom für jeden Stromverbraucher bereitgestellt wird, verantwortlich sind. Sie haben daher auch keinen wirtschaftlichen ‚Leidensdruck‘, dieses Instrument im Notfall ohne zu zögern anzuwenden. Denn ihre Aufgabe ist lediglich die Aufrechterhaltung der Systemsicherheit, d.h. sie müssen das System vor dem Zusammenbruch schützen und das werden sie gnadenlos durch Abschaltung von Verbrauchern tun, so lange bis die Systembilanz wieder im Gleichgewicht ist.

Für die Versorgungssicherheit im o.g. Sinne ist nach dem Unbundling von Netz und Stromerzeugung der Markt verantwortlich, d.h. im Klartext: NIEMAND !!!

Bleibt meiner Meinung nach zu ergänzen, dass auch die Herstellung von spontanen Brownouts, die Netzstabilität massiv zusätzlich gefährden und daher auch die Vorstufe für einen flächendeckenden Blackout sein können.

Rolf Schusters Vortragsfolien finden Sie hier BP Statistic 2020_Teil1_Twh_K, die ebenfalls sehr aufschlussreichliche monatliche Auswertungen der Strombörse finden Sie unter https://www.vernunftkraft.de/daten-zu…

 




Kleiner Positivrekord beim arktischen Meereis

Von Georg Etscheid

Man könnte in diesem Jahr beim Meereis in der Arktis sehr wohl von einem kleinen Positivrekord sprechen, doch in den Altmedien herrscht dröhnendes Schweigen oder weiter Weltuntergang wie üblich.

Vor wenigen Tagen veröffentlichte  die Greenpeace-Pressestelle in Hamburg folgenden Kommentar zum aktuellen „Meereisminimum in der Arktis“: Die Meereisdecke im Arktischen Ozean habe am 12. September ihr jährliches, sommerliches Minimum erreicht. Die verbleibende Eisdecke sei „nur noch 4,81 Millionen Quadratkilometer groß“. Im Weiteren wurde Greenpeace-Meeresbiologin Sandra Schöttner mit folgendem markigen Kommentar zitiert: „Es ist unfassbar, wie massiv die Zerstörung unseres Planeten durch die Klimakrise voranschreitet“. Laut „führenden Wissenschaftler:innen“ könne das Meereis im Arktischen Ozean schon bis 2035 völlig verschwunden sein, „mit drastischen Folgen für das dortige Ökosystem und weit darüber hinaus“.

Die jahreszeitlich bedingte minimale Eisausdehnung in der Arktis ist jetzt, um Mitte September. Abgesehen von der Aussage Al Gores aus dem Jahre 2007, wonach die Arktis „spätestens im Jahre 2013 eisfrei sein sollte“, zeigt sich, dass die Eisausdehnung in diesem Jahr zum Zeitpunkt der jahreszeitlich geringsten Ausdehnung die höchste seit mindestens acht Jahren um diese Zeit ist.

Wenn man diese Zeilen liest, fragt man sich, ob Frau Schöttner auf einem anderen Planeten lebt. Denn in diesem Jahr wurde mitnichten, wie die Mitteilung suggeriert, eine neuer Schrumpfrekord des Meereises der Arktis registriert – im Gegenteil. Auf der Internetseite des „Meereisportals“ (meereisportal.de), verantworten vom Alfred-Wegner-Institut für Polar- und Meeresforschung  und der Universität Bremen, schlängelt sich die dicke rote Linie, die die von Satelliten gemessene Eisausdehnung des laufenden Jahres anzeigt mit deutlichem Abstand über allen dort aufgeführten bunten Linien der letzten Jahre. Demnach zählt 2021 zu den drei Jahren dieser Dekade mit der größten Ausdehnung des Meereises.

Man könnte also sehr wohl von einem kleinen Positivrekord sprechen, doch in den Altmedien herrscht dröhnendes Schweigen. Noch vergangenes Jahr wurde lang und breit vom zweitschlechtesten Jahr für das arktische Meereis seit Beginn der Satellitenmessungen gesprochen. Dass sich das Eis in diesem Jahr mit einer Gesamtfläche zwischen 4,7 und 4,9 Millionen Quadratkilometern zur Zeit des sommerlichen Minimums erstaunlich stabil zeigte, war den Medien keine Zeile wert. 2012 übrigens wurde das bisherige Allzeit-Minimum des Meereises registriert und breit skandalisiert. Damals lag der Wert bei 3,6 Millionen Quadratkilometern, mehr als eine Millionen Quadratkilometer weniger als in diesem Jahr.

Immer wieder wurde eine im Sommer eisfreie Arktis vorhergesagt

Das Narrativ vom angeblich unaufhaltsam, schwindenden „ewigen Eis“ am Nordpol gehört zu den schlagkräftigsten Mythen der Klimakirche. Immer wieder wurde eine im Sommer eisfreie Arktis vorhergesagt. Der frühere US-Vizepräsident und Klimaaktivist Al Gore meinte bei der Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen sogar, die Arktis werde schon „in fünf Jahren“, also 2014 eisfrei sein. Und 2007 sagte der renommierte Polarforscher P. Wadhams von der Cambridge University, das arktische Eis befinde sich „in einer Todesspirale“. 2014 terminierte er das völlige Verschwinden des sommerlichen Meereises am Nordpol auf das Jahr 2020.

Dass das sommerliche Polareis während der letzten vier Jahrzehnte um etwa 40 Prozent geschrumpft ist, ist eine Tatsache. Doch von einem völligen Abschmelzen kann zurzeit keine Rede sein. Zumindest wurde die natürliche Variabilität der Eisbedeckung des arktischen Ozeans wohl stark unterschätzt.

Auch in der Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts werden die eigentlich guten Nachrichten vom Nordpol unter der Überschrift „Negativtrend hält an“ wie gehabt zum desaströsen Ereignis umgedeutet. Mit 4,81 Millionen Quadratkilometern reihe sich das Jahr 2021 „auf Platz zwölf der Negativliste absoluter Werte ein“. Die Meereisbedeckung sei eines der stärksten Anzeichen für den Klimawandel, heißt es. „Von einer Erholung des arktischen Meereises kann trotz dieses vergleichsweise moderaten Eisrückgangs keine Rede sein“, wird Christian Haas, Leiter der Sektion Meereisphysik am AWI zitiert.

Er verwies zudem darauf, dass die Eismächtigkeit abnehme und die Meereiskonzentration in zwei Regionen, der Wandelsee im Nordosten Grönlands und der Beaufortsee außerordentlich gering sei. In der Mitteilung des National Snow and Ice Data Center aus den USA wird der gute Wert dieses Jahres ebenfalls mit Blick auf die geringe Eisdicke in manchen Regionen relativiert und lediglich als Folge eines „kühlen und stürmischen Sommers“ klassifiziert.

Düstere Vorhersagen der vergangenen Jahrzehnte nicht eingetroffen

Im Juli übriges hatte das Magazin Focus für das laufende Jahr noch von einem „tragischen Trend“ gesprochen. Zu Beginn des Monats Juli sei die Meereisausdehnung so gering gewesen „wie zu keinem Julistart zuvor“. In den kommenden Wochen könnten „mehrere Faktoren zu einem weiteren Abschmelzen führen“. Dabei wurde im Alarmmodus auch von sehr warmen Temperaturen in Teilen Sibiriens gesprochen.

Es soll hier nicht darum gehen, Tatsachen wie die seit einigen Jahrzehnten zu beobachtende Abnahme des arktischen Meereises in Abrede zu stellen. Wahr ist freilich auch, dass viele düstere Vorhersagen der vergangenen Jahrzehnte von einem alsbald eisfreien Nordpol nicht eingetroffen sind und der zu erwartende Zeitpunkt für ein solches Ereignis immer wieder hinausgeschoben wurde. Dass das Eis „immer schneller“ schmilzt, wie der World Wide Fund for Nature (WWF) prophezeit, scheint jedenfalls nicht zuzutreffen.

Aber einsam auf den letzten Eisschollen treibende Eisbärenbabys sind ein Szenario, auf das insbesondere Ökokonzerne wie Greenpeace nicht verzichten wollen, wenn es darum geht, den Geldbeutel potentieller Spender zu öffnen.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier




Der Plan der EU „Der Green Deal“ – was ist davon zu halten?

von Michael Limburg

Heute tagte der Ausschuss für Europaangelegenheiten und Entwicklungspolitik des Brandenburger Landtages  zum Thema „Green Deal der EU Kommission“. Man wollte ein Fachgespräch mit Experten führen, zu dem auch ich eingeladen war. Zusätzlich zu mir gab es fünf weitere Redner.

Die zeigten sich fast ohne Ausnahme vom Green Deal begeistert. Und unisono stellten alle und ganz selbstverständlich fest, es brauche für jeden Teil des umfangreichen Planes sehr, sehr hohe Subventionen. Und trotzdem sei es für viele eine Win-Win-Win Situation. Doch woher die Subventionen kommen sollen, sagte niemand. 

Anschließend an jeweils drei der Statements gab es eine Diskussion. Auch zu meinem. Deren einziger Bezug zu meinen Vortrag waren, dass man nur Angriffe gegen meine Person, auf meine und EIKEs Qualifikation fuhr, oder EIKE sei ja nur ein eingetragener Verein und im übrigen nichtwissenschaftlich unterwegs. usw. usw.
Sonst kam nichts.
Die Angriffe kamen von zwei Abgeordneten. (Dem Grünen Herrn Heiner Klemp und von der SPD, einem Herrn Johannes Funke). Ich verwahrte mich dagegen und sagte, dass dies die übliche Masche von denen sei, die, wenn sie der Botschaft nichts entgegen zu setzen hätten, stattdessen den Botschafter angreifen, um ihn und sein Umfeld als unglaubwürdig darzustellen. Da war zunächst Stille.  Danach ging ich auf Struktur von EIKE ein, dem PIK, ebenfalls ein Verein, unseren wissenschaftlichen Publikationen, ebenso wie unsere Unabhängigkeit, weil vollständig privat finanziert. 
Es fiel auf, dass sich niemand mit meinen Zahlen beschäftigen wollte, sie gar aufgreifen, diskutieren, oder sich zu meinen Fakten äußern. Sie auch nur im Ansatz widerlegen wollen. Nur Redner Prof. Raimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum hat mich teilweise indirekt bestätigt. Seine Aussage sinngemäß:
„Wir haben die bisherigen Ziele nicht erreicht,  die zukünftigen sind aber noch ambitionierter.“
Wie wir die erreichen, ließ er aber aus. Nur dass wir eben besser werden müssen.
Und Rednerin Nr. 1 eine Frau Stefanie Hiesinger, Mitglied des Kabinetts des Exekutiv-Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Frans Timmermans schrieb hinterher im Chat, das China bis 2060 immerhin versprochen hätte Klimaneutralität zu erreichen.
Wer das glaubt ist sicher für ein hohes Amt in der EU geeignet, vielleicht könnte er zuvor bei Heiko Maaß in die Lehre gehen.

Hier mein Statement im Wortlaut

„Der Green Deal der EU, 2019 verkündet, wird jetzt Zug um Zug von der Kommission und dem EU-Parlament umgesetzt. Er sieht die „Treibhausgas-Neutralität“ bis 2050 für die gesamte EU vor[1]. Man hat zudem als Sonderziel, den Plan „Fit for 55“ verkündet, der bis 2030 eine Reduktion der EU-Treibhaugas-Emissionen um 55 % (1990) vorsieht. Derzeit (2019) liegt die EU bei knapp 26 %.[2]

Salopp könnte man also sagen: Da ist noch viel Luft nach oben! Doch jeder Ökonom kennt die alte Gärtnererfahrung:

Die tiefhängenden Früchte ernten sich am leichtesten. Je höher die Früchte je schwieriger und damit teurer wird es.

Und diesen Zustand hatte Deutschland und die EU bereits im Jahr 2000 erreicht. Die tiefst hängenden Co2 Früchte waren abgeerntet. Da lag die EU bei nur 3,6 Gt und heute, viele Hunderte Milliarden € und tausende von Knebelgesetzen, Klimamanagern, Klimanotständen – und was haste nicht gesehen- später – liegt sie gerade mal bei 2,92 Gt. Sie schaffte also in 20 Jahren nur mickrige 680 Mio t weniger, oder minimale 34 Millionen Tonnen pro Jahr.

Mit dem „fit for 55 Plan“ soll das jetzt in nur neun Jahren um knapp 30 Prozentpunkte gesteigert werden. Das Ziel lautet also per 2030 nur noch knapp 2,2 Gt zu emittieren. Das wären jedes Jahr 80 Millionen t weniger, also fast das 2,4 fache des bisherigen Tempos.

Denken wir wieder an den Gärtner: die tiefhängenden Früchte haben wir längst gegessen, sie liegen uns schon jetzt wegen der extremen Kosten bleischwer im Magen. Wer denkt da nicht an die eine Kugel Eis im Monat, die uns, d.h. jede Familie lt. dem Grünen Jürgen Trittin, die „Erneuerbaren“ kosten sollte. Inzwischen haben wir weltweit die höchsten Strompreise, und es wird alles getan, damit die Energiekosten immer weiter steigen.

Und jetzt soll das Tempo nochmals mehr als verdoppelt werden.
Es bedarf der EU und ihrer Eliten, sich das nicht nur auszudenken, sondern auch noch für realistisch zu halten.

Sie wissen aber auch, dass das nur mit massivem Zwang funktioniert.

Doch was macht der Rest der Welt? In der gleichen Zeit erhöhte China seine Emissionen um den Faktor 3 auf jetzt 10,17 Gt p.a. Asien insgesamt immerhin um den Faktor 2,25 auf jetzt rd. 20 Gt. Die Welt um über 40 % auf jetzt rd. 35,22 Gt.

Und das geht munter so weiter, und ist nach der Pariser Klimaübereinkunft auch ausdrücklich erlaubt[3].

Mit anderen Worten die gesamte CO2-Reduktionsstrategie der EU, voran Deutschlands, war für die Katz. Die mit extremen Kosten geschafften gerade mal 680 Mio. t Minderung wurden um den Faktor von knapp 30, in Worten „dreißig“, von Asien allein, überkompensiert.

Und der Grund dafür ist einleuchtend und aus meiner Sicht auch sehr nachvollziehbar. Die Bevölkerung Asiens, voran China, aber auch Südamerikas und auch Afrikas wollen raus aus der bitteren Armut, raus aus der Todesfalle, keine erschwingliche elektrische Energie z.B. zum Kochen zu haben und stattdessen, ihre noch immer kurze Lebenszeit und unproduktive Arbeitszeit zu verschwenden, um Holz- oft kilometerweit entfernt – fürs Kochen zu sammeln. Um dann am Rauch der Holzfeuer jämmerlich zu sterben.

Nach WHO Angaben sterben jährlich in Afrika allein 4,3 Millionen Menschen an den Rauchvergiftungen ihrer Holzkohlenfeuer, die sie fürs Kochen benötigen.

4,3 Millionen Menschen jährlich!

Und nochmals 500.000 Frauen sterben jährlich im Wochenbett, weil das elektrische Licht für die Geburtshilfe fehlt, so die WHO

Und nicht mal das Weltklima denkt daran, sich an die Hypothese vom CO2 als Haupt-Temperaturtreiber zu halten. Nach einem Spitzenwert im Jahr 1998, der allein einem sehr starken El Niño geschuldet war, versank die „Erderhitzung“ in einen erholsamen Schlaf. Der Trend sank auf Null, es gab keine Veränderung mehr bis Anfang 2016.

Diese Pause – Hiatus genannt – durfte eigentlich nicht sein, denn die Modelle sagten mindestens eine Erwärmung um 0,15 ° für diese Zeit voraus. Doch die Natur weigerte sich den falschen Modellen zu folgen. Das bereitete den „Wissenschaftlern“ des IPCC erhebliches Kopfzerbrechen.

Doch dann gab es 2016 wieder einen extrem starken El Niño. Und der hievte die globale Mitteltemperatur dann auf einen neuen Höchstwert, von 14,83 ° wie die WMO als „Schätzwert“ mitteilte.

Und schon war die Welt wieder in Ordnung. Die Medien waren voll davon, die medial- politische Panikmache konnte weiter gehen. Doch auch diese Meldung hatte einen Schönheitsfehler. Lag doch der neue Spitzenwert nun deutlich unter dem Startwert von 15° C, Der Wert bei dem die Welt noch in Ordnung sein sollte.

Also korrigierte man diesen still und heimlich um ein ganzes Grad nach unten.

 

14° waren nun das neue 15°. Mit einem Federstrich wurde die gesamte Erwärmung des letzten Jahrhunderts ausradiert. Das ist Klimawissenschaft à la IPCC.

Vom feinsten!

Doch auch nach 2016 machte Mutter Natur den Klimaforschern einen Strich durch die Rechnung. Wieder dachte die Temperatur nicht daran dem stetig steigendenden CO2-Gehalt und den drastischen Emissionssteigerungen zu folgen. Erneut gab es einen Stillstand, eine Pause. Und die währt bis heute. Schon mehr als 78 Monate.

Ein Bild, das Tisch enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Das alles ist bekannt.

Das alles weiß jeder, der es wissen will, und jeder der es wissen muss, kann es wissen.

Es gibt keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen CO2 und Temperatur, nur falsche Modelle.

Und deswegen gibt es auch keinen Erfolg!

Und trotzdem wird so getan, als ob man mit dem Green Deal, der schlappe 600 Milliarden € nach EU- Planungen kosten darf, irgendetwas an den CO2-Emissionen dieser Welt und damit am Klima ändern würde.

Doch die Welt schert sich einen Deubel darum, was diese Leute in Brüssel und in den Regierungszentren weiter Teile der westlichen Welt, ihren Völkern erzählen. Und sie damit zwingen riesige Opfer zu bringen.

Und auch das weiß ein jeder, der sich nur ein wenig mit den Fakten des Klimas und den Ursachen seines Wandels beschäftigt hat. Es braucht nur wenige Minuten, um diese Fakten zu finden.

Doch nicht ohne Grund hat das IPCC, eine staatliche Behörde, den Beginn seiner Klimareihe auf das Ende der kleinen Eiszeit verlegt.

Einer fürchterlichen Kaltzeit, die immer wieder für großes Elend und schwere Hungersnöte mit hunderttausenden bis Millionen Toten[4] gesorgt hat.

Diese schlimmen Klima-Zeiten haben wir zum Glück hinter uns gelassen und erfreuen uns jetzt an einer milden Rück-Erwärmung von im Mittel einem Grad. Hätte das IPCC –wissenschaftlich korrekter – als Vergleichszeitraum die letzten 1000 Jahre genommen, dann würden wir uns aktuell ähnlich angenehmer Temperaturen wie vor 1000 Jahren erfreuen. Dem mittelalterlichen Klimaoptimum, wie es die sonst so nüchternen Klimatologen der Vergangenheit getauft haben. Ganz ohne CO2, ganz ohne den, in der Realität nicht auffindbaren Treibhauseffekt.

Doch dann gäbe keinen Grund zur Aufregung, keinen Grund zur Panik.

Aber genau das musste um jeden Preis verhindert werden. Angst ist der Schüssel, weil nur verängstigte Menschen zu Taten veranlasst werden können, die sie ohne Angst nicht tun würden. Das wusste schon Machiavelli und nach ihm so gelehrige Schüler, wie das IPCC und seinen Unterstützer.

Zurück zum Green Deal.

Papst Benedikt ermahnte vor zehn Jahren die Parlamentarier des Deutschen Bundestages sich bei ihrer Arbeit immer der Mahnung des großen Kirchenlehrers Augustinus bewusst zu sein: Sie lautet:

„Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?“

Und es ist leider nicht mehr zu leugnen, dass die Mehrheit der Abgeordneten, auch des EU-Parlamentes, und schon gar die Regierungen, sich nicht an diese Mahnung halten.

Wie auch die EU-Kommission. Ihr Green Deal ist allein darauf angelegt, sie zu stärken, und die Mitgliedsländer zu schwächen, um auf diese Weise die „große Transformation der Gesellschaft“ – Davos und Frau Merkel lassen grüßen- durchzuziehen. Dazu nimmt sie das Recht weg, indem sie es bricht. Unter anderem dadurch, dass sie sich einen großen Teil der benötigten Gelder als europäischen Kredit oder über europäische Steuern beschafft, also auf Pump oder per Zwang abgegriffen, und damit mächtiger wird.

Doch beides ist verboten! Aber wer zahlt, hat das Sagen!

Und indem sie ein „Klimaschutzgesetz“ auf den Weg bringt, womit die Souveränität der Einzelstaaten weiter beschnitten wird.

Und damit die Opfer zwingt, also die Bevölkerung der EU -Staaten, das alles zu bezahlen. Mit ihrem Steuer-Geld und dem Verlust jeder Menge Jobs.

Allein das Verbrennerverbot wird viele Hunderttausend Arbeitsplätze nur in dieser Industrie kosten, dito die gewollte Verteuerung der Energie. Sie kostete schon jetzt hunderttausende hochwertschöpfende Arbeitsplätze. Nicht die ewigen Zuschußjobs der sog. „Erneuerbaren“.

Und es werden bald Millionen sein.

Ich fasse zusammen:

Der „Green Deal“ ist eine unter falscher Flagge segelnde Veranstaltung der EU-Eliten, der die Bevölkerung dieser segensreichen Einrichtung unter die Knute einer Öko-Diktatur zwingen soll. Der „Umbau“ der Gesellschaft ist das erklärte Ziel, als Vorwand und Rechtfertigung dient der „Klimaschutz“, gewürzt und beschleunigt durch und mit der Corona-Panik.

Ganz kurz gesagt: Wer aus diesen Kreisen „Klimaschutz“ sagt, will betrügen![5]

Michael Limburg VP EIKE“

  1. Quelle https://ec.europa.eu/clima/policies/eu-climate-action/law_de
  2. Quelle: Umweltbundesamt https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-der-europaeischen-union#hauptverursacher
  3. Quelle „Our World in Data“ https://ourworldindata.org/grapher/annual-co2-emissions-per-country?tab=chart&time=1998..2016&country=CHN~USA~EU-27~IND~RUS~BRA~DEU~Asia~OWID_WRL
  4. Siehe auch Hungersnot in Irland mit 1 Mio Toten 1845-1849, oder auch von 1740-1741
  5. Siehe dazu auch:  Harold Lewis: „……. Die globale Erwärmung ist der größte und erfolgreichste pseudowissenschaftliche Betrug, den ich in meinem langen Leben als Physiker gesehen habe.“ – Harold Lewis: Austrittschreiben an die American Physical Society[6]
  6. Hier die Experten-Teilnehmer des Fachgespräches
    • –  Frau Stefanie Hiesinger, Mitglied des Kabinetts des Exekutiv-Vizepräsidenten der Europäi-schen Kommission Frans Timmermans
    • –  Herr Prof. Dr. Dr. Ortwin Renn, Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsfor- schung e. V. (IASS e. V.)
    • –  Herr Dipl.-Ing. Michael Werner Limburg, Vizepräsident des Europäischen Instituts für Klima & Energie e. V. (EIKE e. V.)
    • –  Herr Prof. Dr. Reimund Schwarze, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, Profes- sor für Internationale Umweltökonomie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder
    • –  Herr Timon Wehnert, Leiter Büro Berlin und Senior Researcher, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
    • und noch eine Dame mit spanischem Namen, auch von der EU-Kommission



Verbuddeln: Das zukunftsweisende Entsorgungskonzept der Windkraft – Unsichere Stromversorgung – ungeklärte Entsorgung

von Michael Klein; ScienceFiles

Lust auf eine intuitiv-richtige Behauptung: Infantilität, Dummheit gepaart mit Boshaftigkeit, sind die Charaktereigenschaften, mit der man einen Großteil der politischen Kaste beschreiben kann.

Sie sind SOOOO begeistert von alternativer Energiegewinnung.

Weil das ist gut für den Planeten.
Das ist gut für die Umwelt.
Das ist gut für … das Universum und den ganzen Rest….

Es gibt da nur ein Problem.
Triggeralarm.
ENTSORGUNG.

Manchmal ist die Realität brutal, vor allem, wenn sie euphorische Träume korrigiert.

Realität wie: Windturbinen müssen entsorgt werden.

Die Rotorblätter z.B. können nicht wiederverwendet werden. Man kann sie auch nicht verbrennen. Sie sind in hohem Maße hitzebeständig. Was bleibt ist die Mülldeponie. Aber das ist auch keine sehr gute Lösung, denn gerade weil die Rotorblätter so stabil sind, so hitzebeständig und wasserabweisend, benötigen sie Hunderte von Jahren, um sich ansatzweise zu zersetzen, und während sie sich zersetzen, geben sie u.a. Methan an ihre Umgebung ab, denn sie enthalten auch organische Bestandteile. Für alle, die es nicht wissen: Methan ist eines der Treibhausgase, also eines der Gase, von denen die Klimahysteriker behaupten, sie verursachen den Untergang der bewohnbaren Erde.

Die Probleme, die sich mit der Entsorgung der ineffizienten und hässlichen Windturbinen verbinden, holen uns schneller ein als uns lieb sein kann. Nach 20, maximal 25 Jahren ist eine Windturbine am Ende, Schrott, muss entsorgt werden, weil es bislang kein anderes Konzept gibt, auf Mülldeponien entsorgt werden.

Pu Liu und Claire Barlow haben schon 2017 berechnet, was da an Schrott auf die Menschheit zukommt: 43.000.000 Tonnen Abfall nur aus den Rotoren der Windturbinen gibt es bis 2050. Zum Vergleich: Ein Airbus A380 wiegt rund 580 Tonnen. Der Abfallberg, der nur mit Rotorblättern von Windturbinen bis 2050 aufgetürmt wird, entspricht somit 74.138 Airbus A380.

Irre. Und wie gesagt, die Entsorgung ist ungeklärt. Die einzige Möglichkeit, die bislang besteht: Den Schrott auf Kosten der Allgemeinheit in Mülldeponien abladen.

25% des Mülls aus Rotorenblättern von Windturbinen, wird in Europa aufgetürmt. Das sind respektable 11.000.000 Tonnen Schrott, die entsorgt werden müssen, 18.966 Airbus A380. Aber sicher haben sich die Windkraft-Enthusiasten schon Gedanken über die Entsorgung gemacht. Sicher wollen sie den Müll, der mit hohen Zuschüssen der Steuerzahler einst als Windturbine erbaut wurde, nicht auf Kosten derselben Steuerzahler in Mülldeponien hinterlassen – oder?

“This study starts by estimating the annual blade material usage with wind energy installed capacity and average blade weight. The effect of other waste contributing factors in the full lifecycle of wind turbine blades is then included, using industrial data from the manufacturing, testing and in-service stages. The research indicates that there will be 43 million tonnes of blade waste worldwide by 2050 with China possessing 40% of the waste, Europe 25%, the United States 16% and the rest of the world 19%.”

Liu, P., & Barlow, C. (2017). Wind turbine blade waste in 2050. Waste Management, 62 229-240. https://doi.org/10.1016/j.wasman.2017.02.007

Aufgrund der ungelösten Frage, wie Windturbinen, wenn sie nach 20 oder 25 Jahren das Zeitliche segnen, entsorgt werden sollen, kommen Katerin Ramirez-Tejeda, David A. Turcotte und Sarah Pike zu der Einschätzung, dass die Risiken aus der Entsorgung abgetakelter Windkraftparks für die Umwelt und die Gesundheit der Bürger so erheblich sind, dass die Befürwortung von Windkraft durch die Bürger erheblich zurückgehen könnte, wenn sie davon wüssten. Jetzt wissen Sie, warum die ganze Problematik totgeschwiegen wird …

Ramirez-Tejeda, Katerin, Turcotte, David A. & Pike, Sarah (2017) Unsustainable Wind Turbine Blade Disposal Practices in the United States: A Case for Policy Intervention and Technological Innovation. NEW SOLUTIONS: A Journal of Environmental and Occupational Health Policy 26(4): 581-598.

Das bringt uns zu den herausragenden, den wegweisenden, den bahnbrechenden Formen, mit denen die zukunftsweisende, wenngleich vollkommen ineffiziente, aber den Herstellern hohe Gewinne garantierende “Zukunfts”technik derzeit entsorgt wird.

In den USA gibt es zwischenzeitlich erste Erfahrungen mit ausgedienten Rotorblättern von Windturbinen. Nachdem die Betreiber des Windparks in Sioux City, South Dakota, die Deponie der Stadt mit 101 ausgedienten Rotorblättern beglückt haben, haben die Offiziellen der Stadt die Reißleine gezogen. Sie nehmen keine Rotorblätter mehr an, denn die Kosten, die für den Transport der Ungetüme auf der Deponie entstehen und der Aufwand, der betrieben werden muss, um die Rotorblätter in den Boden zu arbeiten, ist einfach zu groß. Deshalb sollen Rotorblätter in Zukunft zerkleinert und in Teile heruntergebrochen werden, die nicht länger als einen Meter sein dürfen.

Problem hierbei: Niemand weiß bislang, wie die Rotorblätter ohne teures Spezialgerät einzusetzen, in ein Meter lange Stück zerkleinert werden können. Diese absurde Situation und andere ungeklärte Fragen mit der Entsorgung der Windturbinen hat Andersen, Dannemand, Bonou, Beauson und Brøndsted zu der Einschätzung veranlasst, dass die Kosten für die Entsorgung von Windkraftanlagen die Kosten für deren Bau leicht und schnell übersteigen können, und zwar sowohl im Hinblick auf die finanziellen als auch im Hinblick auf die ökologischen Kosten. Zu dieser Einschätzung sind die Autoren schon 2014 gekommen.

Veränderung in der Zwischenzeit?

Keine.

Andersen, P. D., Bonou, A., Beauson, J., & Brøndsted, P. (2014). Recycling of wind turbines. In H. Hvidtfeldt Larsen, & L. Sønderberg Petersen (Eds.), DTU International Energy Report 2014: Wind energy — drivers and barriers for higher shares of wind in the global power generation mix (pp. 91-97). Technical University of Denmark (DTU).

Was also tun mit dem Krempel?
Anschauungsmaterial gefällig?

Das zugehörige Bild wurde aus Copyright Gründen entfernt.

Aber in Deutschland sind wir natürlich weiter. Deutschland ist Weltmeister der Umweltphantasten: Hochtrabende Pläne, großmäulige Verkündung, voreilige Umsetzung, … Realität:

Die schöne Welt der Windkraft, sie liest sich im Blog der Energieagentur NRW wie folgt:

Rotorflügel “werden aus glasfaserverstärkten Verbundwerkstoffen hergestellt, meistens Epoxidharz mit eingebetteten Glasfasern (GFK). Teils wird auch kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (CFK) verwendet. Weil sich die Hybridwerkstoffe durch den Materialmix als Verbund besonders gut an die jeweiligen Anforderungen anpassen lassen, werden sie in den letzten Jahren immer häufiger genutzt. Aufgrund ihrer Eigenschaften wie hohe Festigkeit, Flexibilität und leichte Verarbeitung in der Produktion sind solche faserverstärkten Verbundwerkstoffe vielseitig einsetzbar. Vor allem im Schiffsbau, aber auch in der Automobilindustrie und auch bei der Rotorblattherstellung kommen sie zum Einsatz. Bei älteren Baureihen ist ein einzelner Rotorflügel bis zu 45 Meter lang und wiegt 9 bis 12 Tonnen. Bei jüngeren Anlagen sind die Flügel noch länger und schwerer. Um sie leichter und widerstandsfähiger zu machen, werden im Rotorblattbau auch Füllstoffe wie Holz oder Kunststoffschaum in Sandwichbauweise verbaut.

Was sie stabil macht, begrenzt jedoch ihre Wiederverwertungsmöglichkeiten. Denn die einzelnen Stoffe lassen sich, durch das Harz fest verklebt, nur mit viel Energieeinsatz wieder trennen.

[…]

Weil seit 2005 die Deponierung von GFK-Abfällen gesetzlich verboten ist, kommt eine Lagerung des Materials nicht in Frage. Rotorblätter werden deshalb geschreddert und darin enthaltene Metallreste abgeschieden. Die übrigen Abfälle werden bislang als Brennstoff und Sandsubstitut in der Zementindustrie thermisch eingesetzt oder in konventionellen Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Allerdings geht das wegen der Struktur der Glasfaser und der komplexen chemischen Reaktionen im Verbrennungsprozess, die die Filter und Verbrennungslinien belasten, nur in kleinen Mengen.”

Wir haben ausgediente Rotorblätter aber bereits in GROSSEN MENGEN.

Deren Entsorgung ist weiterhin vollkommen ungeklärt, wenngleich Hoffnung besteht, das Fraunhofer Institut ist dabei, eine Entsorgungsmethode zu entwickeln, eine, die vor der aussichtslosen Aufgabe stehen wird, den Schrott zu beseitigen, der bislang aufgelaufen ist. Denn sieht die Entsorgung des Schrotts so aus:

Anschauungsmaterial aus Wolmirstedt:
Deutschland 2019:

Deutschland 2021

Man beachte die veränderte Konfiguration der ausgediehnten Rotorblätter. Ein wirklich sehr fortschrittliches Entsorgungskonzept.

Der Beitrag erschien zuerst in ScienceFiles hier




Wissenschaftlicher Frontalangriff auf den Weltklimarat

Der Einfluss der Sonne auf die Erderwärmung ist grösser als behauptet. Das ist das Fazit einer Studie von 23 Forschern aus 14 Ländern. Die Publikation unterstellt dem IPCC, wichtige Messreihen ausser Acht gelassen zu haben.

von Alex Reichmuth

Glaubt man dem Weltklimarat (IPCC), ist die Sache eindeutig: Der Mensch ist schuld am Klimawandel – und zwar ganz allein. So lautet zumindest der Schluss des 6. Zustandsberichts des IPCC, der am 9. August veröffentlicht worden ist. Die beobachtete Erwärmung von 1,1 Grad seit 1850 ist gemäss IPCC vollumfänglich auf den Ausstoss von Treibhausgasen zurückzuführen. Natürliche Faktoren, wie etwa Veränderungen bei der Sonneneinstrahlung, sollen keinen Einfluss gehabt haben.

Der IPCC erweckt damit den Eindruck, über die Ursachen des Klimawandels gebe es in der Wissenschaft keine Diskussion mehr. «The science is settled», tönt es allenthalben von Forschern, Politikern und Journalisten. Nur unverbesserliche «Klimaleugner» würden die menschengemachte Erderwärmung heute noch bestreiten.

Fachkompetenz scheint vorhanden

Doch es gibt Zweifel an dieser Darstellung. Sie werden genährt durch eine neue Studie, die im wissenschaftlich begutachteten Fachjournal «Research in Astronomy and Astrophysics» erschienen ist. Hinter der Studie stehen 23 Forscherinnen und Forscher aus den Gebieten Sonnenphysik und Klimawissenschaft, mehrere von ihnen im Rang eines Professors oder einer Professorin. Sie kommen aus 14 Ländern – darunter die USA, Grossbritannien, Deutschland, Italien, Argentinien und China. Die Fachkompetenz kann dieser Wissenschaftler-Gruppe, wie es scheint, nur schwer abgesprochen werden.

Die Forscher stellten fest, dass der Weltklimarat nur  Datenreihen zur Sonneneinstrahlung verwendet hat, die verhältnismässig geringe Veränderungen über die Zeit zeigen.

Die Studie geht der Frage nach, wie gross der Einfluss von Schwankungen der Sonneneinstrahlung auf die beobachtete Temperaturentwicklung der nördlichen Hemisphäre seit dem 19. Jahrhundert war. Die Nordhalbkugel haben sie gewählt, weil es hier mehr und bessere Daten zu den Temperaturen und zur Sonneneinstrahlung gibt. Die Resultate würden aber durchaus für den ganzen Planeten gelten, heisst es in der Studie.

Datenreihen zur Sonneneinstrahlung berücksichtigt

Die Forschergruppe zogen 16 Datenreihen zur Einstrahlung der Sonne auf die Erde bei – darunter auch diejenigen Reihen, die der Weltklimarat verwendet hat. Diese Daten stellten sie der Temperaturentwicklung auf der Erde gegenüber. Die Wissenschaftler berücksichtigten dabei speziell die erwärmende Wirkung der Verstädterung um Messstationen herum, die gewisse Temperaturreihen verfälschen kann.

Die Forscher stellten fest, dass der Weltklimarat nur Datenreihen zur Sonneneinstrahlung verwendet hat, die verhältnismässig geringe Veränderungen über die Zeit zeigen. Mit diesen Daten komme man zum Schluss, dass der Mensch überwiegend am Klimawandel schuld sein müsse, steht in der Studie. Stütze man sich hingegen nur auf die Datenreihen mit grosser Einstrahlung-Variabilität ab, so erscheine die Sonne als Hauptursache der Erwärmung. Mit anderen Worten: Unter Berücksichtigung aller relevanten Messreihen kommt der Sonne zumindest ein massgeblicher Einfluss auf das Klima zu.

Vorwurf der wissenschaftlichen Rosinenpickerei

Die Erkenntnisse sind ein Frontalangriff auf die Glaubwürdigkeit des Weltklimarats. Der Vorwurf lautet, dass der IPCC nur die Datenreihen zur Sonneneinstrahlung herangezogen hat, die die These des menschgemachten Klimawandels stützen. Alle anderen Datenreihen seien übergangen worden. Stimmt das Fazit, dann hat der Weltklimarat sogenannte Rosinenpickerei betrieben – ein in der Wissenschaft äusserst verpöntes Vorgehen.

«Diese Studie lenkt die wissenschaftlichen Prioritäten in die richtige Richtung.»

Valery Federov, Lomonosov Moscow State University

In einer Pressemitteilung zur Publikation sind einige Kommentare der 23 Co-Autoren der Studie wiedergegeben. «Diese Studie lenkt die wissenschaftlichen Prioritäten in die richtige Richtung», lässt sich Valery Federov zitieren, der an der Lomonosov Moscow State University in Russland die Entwicklung von Gletschern und den Einfluss der Sonne auf das Klima erforscht. «Die Bedeutung dieser Arbeit liegt darin, eine breitere Perspektive zu bieten und zu zeigen, dass alle relevanten Einflussfaktoren auf das Klima berücksichtigt werden müssen – nicht nur die menschlichen Faktoren, wie es meist gemacht wird», sagt Ana G. Elias, Direktorin des Laboratoriums für Atmosphärenphysik an der Universidad Nacional de Tucuman in Argentien.

«Entscheidender Meilenstein»

«Der Bericht ist ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zur Wiederherstellung der wissenschaftlichen Definition des Klimawandels, die in den letzten drei Jahrzehnten schrittweise verzerrt worden ist», betont Laszlo Szarka vom ELKH-Institut für Erdwissenschaften und Weltallforschung in Ungarn. Diese Meinung ist auch Ole Humlum, emeritierter Professor für physikalische Geographie an der Universität Oslo in Norwegen: «Die Studie zeigt klar, wie wichtig es ist, alle Aspekte von allen verfügbaren Daten zu berücksichtigen.»

Mehrere beteiligte Forscher greifen den Weltklimarat direkt an. Die Konsequenzen der Vorgehensweise des IPCC sei, «dass die natürliche Komponente des Klimawandels unterschätzt und die menschliche Komponente überschätzt wird», wird Nicola Scafetta zitiert, Professor für Meereswissenschaft und Atmosphärenphysik an der Universität Neapel in Italien. «Die Rolle der Sonne beim Klimawandel hätte nie so systematisch untergraben werden dürfen, wie es in den Berichten des IPCC gemacht wurde», sagt Willie Soon, Atmosphärenphysiker beim amerikanischen Center for Environmental Research and Earth Sciences.

«Hochgradig problematisch»

Richard C. Willson kommt gar zum Schluss, wissenschaftliche Beobachtungen der letzten Jahrzehnte würden zeigen, dass es keine Klimakrise gebe – «entgegen den Ergebnissen des Weltklimarats». Willson arbeitet als Wissenschaftler an einem Programm der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa zur Beobachtung der Energieabstrahlung der Sonne mit.

«Ungenügende Expertise der Autoren, fachfremde  Zeitschrift, selektive Auswahl von Daten zur solaren  Einstrahlung, fehlerhafte Temperaturrekonstruktion, fehlendes physikalisches Modell, elementare Fehler in der Statistik.»

ETH-Klimaforscher Reto Knutti zur Studie der 23 Wissenschaftler 

Wie reagiert die tonangebende Wissenschaft auf die Schlüsse der 23 Forscher? Reto Knutti ist Professor für Klimaphysik an der ETH Zürich und hat viele Jahre als Leitautor an den IPCCBerichten mitgeschrieben. Er zerreisst die neue Studie in Bausch und Bogen. Diese sei «hochgradig problematisch». Knuttis Fazit: «Ungenügende Expertise der Autoren, fachfremde Zeitschrift, selektive Auswahl von Daten zur solaren Einstrahlung, fehlerhafte Temperaturrekonstruktion, fehlendes physikalisches Modell, elementare Fehler in der Statistik». Zudem weist Reto Knutti darauf hin, dass unter den Autoren mehrere «bekannte Klimaskeptiker» seien.

«Bekannt für fehlerhafte Studien»

Kein gutes Haar an der Studie lässt auch Urs Neu, stellvertretender Leiter von Proclim, dem Forum für Klima und globalen Wandel. Proclim ist eine Stelle der Akademie der Naturwissenschaften und informiert die Schweizer Bevölkerung im Auftrag des Bundes über Resultate der Klimawissenschaft, im Sinne des IPCC. Das Renommee der Studienautoren sei beschränkt, schreibt Neu. «Sie sind vor allem für Studien bekannt, die in der Wissenschaftscommunity stark kritisiert und als fehlerhaft beurteilt worden sind.»

Inhaltlich gelinge es der neuen Studie nicht zu belegen, dass die Unsicherheiten bezüglich des Einflusses der Sonnenvariabilität auf die Erwärmung viel grösser sein könnten, als es der Weltklimarat darstellt, so Urs Neu. Zwar zeige die Studie primär auf, dass es noch relativ grosse Unsicherheiten über die Stärke der Variabilität der Sonnenstrahlung gebe. «Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Frage, ob Veränderungen der Sonnenstrahlung die Erwärmung seit 1950 erklären könnten.» Zu diesem Punkt liefere die Studie «keine neuen Hinweise oder Ergebnisse».

Die 23 Forscher und die Vertreter des IPCC werfen sich also gegenseitig Inkompetenz vor. Wie man den Streit auch immer beurteilen mag: Soviel Einigkeit über die Ursachen des Klimawandels, wie es in der Öffentlichkeit immer wieder behauptet wird, scheint es in der Wissenschaft nicht zu geben.

Der Beitrag erschien zuerst im Schweizer Nebelspalter hier