Entwicklung der Klimakleber….zum Klimaterroristen

Anschläge auf die Stromversorgung markieren eine neue Eskalationsstufe. Jahrzehntelange Klima-Agitation hat ein ideologisches Hinterland geschaffen, aus dem sich nun gewaltbereite Täter rekrutieren.

Von Frank Hennig

Diese Bezeichnung wurde nun staatsoffiziell von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verwendet. Zugegeben, neu ist er nicht. Autofahrer gebrauchten ihn, wenn sie warten mussten, weil Leute auf der Straße klebten und sie an der Weiterfahrt hinderten. Kraftwerker bezeichneten so die Blockierer der Gleise, auf denen die Kohle angeliefert wurde oder den grünradikalen Mob, der 2016 den Tagebau Welzow besetzte und das Kraftwerk Schwarze Pumpe Kraftwerk stürmte

Für „Qualitätsmedien“ waren solche Menschen bisher keine Terroristen, nicht einmal Straftäter, man klebte ihnen die positiv konnotierte Bezeichnung „Aktivisten“ an. Das war früher vielleicht sogar treffend, als die selbsternannten Weltretter nur Aufmerksamkeit wollten und das Gespräch suchten. Da ihre Argumente aber nicht verfingen, setzte ein Kurs der Radikalisierung ein, an dem sich Trittbrettfahrer der linken, antikapitalistischen und gewaltaffinen Szene beteiligten. Der Klimakampf könne nicht mit dem kapitalistischen „Schweinesystem“ gewonnen werden, ein Systemwechsel sei nötig. Personen wie Luisa Neubauer aus dem großkapitalistischen Hause Reemtsma nutzen den Klimakampf zur eigenen Profilierung und Karriere.

Anfang September 2026 wurde in Brandenburg, NRW, Sachsen und Niedersachsen der Geist zur Tat und sehr konkret. Ein irregeleiteter mutmaßlicher Einzeltäter aus NRW, der ökologisch korrekt mit dem Fahrrad auf der Flucht sein soll, bastelte Flugkörper, mit denen er in einigen Fällen Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen in der Nähe von Umspannwerken auslösen konnte. Die Anschläge in kurzer Zeit an relativ weit voneinander entfernten Orten lassen allerdings Zweifel an der These vom Einzeltäter aufkommen.

Der Verdacht fällt auf einen erwachsenen, intelligenten Menschen und es steht die Frage, wie er sich dahin entwickeln konnte, die Infrastruktur lebenswichtiger Versorgung anzugreifen, größere Stromausfälle zu provozieren, die in der Folge auch Menschenleben kosten können. Was setzte seinen gesunden Menschenverstand außer Kraft?

Wirft jemand einen Brandsatz auf ein Flüchtlingsheim, gilt medial der Grundsatz, dass die AfD geistiger Brandstifter war, die den Attentätern gleichsam die Hände führten. Wer aber sind die Hinterleute der Klimaterroristen, die Büchsenspanner und Einpeitscher? Wie gelingt es, vorwiegend junge Menschen zu radikalisieren und ihr Denken einzuengen?

Agitation und Propaganda

Die ideologisch-propagandistische Beeinflussung der grünen Terroristen hat eine längere Geschichte. Parallel zum Ausbau der so genannten „Erneuerbaren“ gelang es, das Narrativ umweltzerstörender und vorgeblich Erneuerbaren-feindlicher konventioneller Kraftwerke einzupflanzen. Begann der „Widerstandskampf“ zunächst mit dem Agieren gegen die Umweltfolgen der Braunkohle-Tagebaue, trat das Thema CO2 dann mehr in den Vordergrund. Es wurde ein idealisiertes Bild einer künftigen emissions- und kernkraftfreien Zukunft gestrickt, die Notwendigkeit eines Energiemixes bestritten und ein Grundkonflikt von Wind- und Solarzufallsstrom zum konventionellen Strom hergestellt, obwohl letzterer die Einspeisung volatilen Stroms durch seine Regelfähigkeit erst möglich macht. Auf letzteren könne man verzichten, einige meinten sogar, sofort und ersatzlos. Demos, Klimacamps und später „Fridays for Future“ mit Unterrichtsausfall, aber gepusht von „Teachers for Futures“ und „Scientists for Future“, die ihre interessengeleiteten Erkenntnisse mit Hilfe des Drucks der Straße vermitteln wollten, da sie in der Welt der unideologisierten Wissenschaftler wenig Anklang fanden.

Wer war beteiligt am Bau des ideologischen Hinterlandes? Natürlich die Grünen als politischer Arm der EE-Lobby, die nach linksgrün gedriftete SPD und einige Gewerkschaften, aber auch ein so genanntes „breites Bündnis“ verschiedenster Organisationen. So „Ende Gelände“, die ob ihrer Affinität zu Gewalt zeitweise auch vom Verfassungsschutz beobachtet wurden, der BUND, Greenpeace, die Deutsche Umwelthilfe und weitere. Die vermeintlich wissenschaftliche Basis liefert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit Frau Professorin Kemfert (auch „Energiewende in blond“ genannt).

Erinnert sei auch an die „Klimaallianz“ mit mehr als 150 Mitgliedsgruppen, beispielhaft seien hier nur der ADFC, die Arbeiterwohlfahrt, der Bundesverband Erneuerbare Energien, Campact, der Deutsche Alpenverein, die deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg, die Diakonie Deutschland und die Evangelische Kirche Mitteldeutschland genannt. Auffällig sind viele evangelische Landeskirchen und katholische Organisationen. Besonders aktiv gab sich die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg / schlesische Oberlausitz (EKBO), die die Energiewende zur „Reformation unserer Zeit“ erklärte. Der damalige Bischof Dr. Markus Dröge sagte schon 2010:

„Wir glauben, dass es einen dritten Weg zwischen der Alternative „Atomstrom oder Braunkohle“ geben muss und gibt“ (Landessynode der EKBO 27.-30.10.2010, „Wort des Bischofs“)

Nun ist Glauben der Job der Kirche, aber wenn man den Ausstieg fordert, sollte man schon Alternativen liefern können. Gebete für mehr Wind in Analogie zum Regentanz werden nicht helfen. Später machte Dr. Dröge Lausitzer Braunkohlekraftwerke für Missernten in Südamerika verantwortlich. Vom Wasserentzug durch den Lithiumabbau sprach er nicht.
Natürlich positionierte sich die Kirche damals schon im rotgrünen Sinn gegen Kernkraft und CO2-Abscheidung (CCS), was nicht verwundert, denn einer der federführend Beteiligten am Umweltkonzept der EKBO im Jahr 2014 war Professor Christian von Hirschhausen vom DIW.

Hitze und Gehirnwäsche

Hass und Hetze gegen Kohle und Kernkraft begleiten schon mindestens seit zwei Generationen das Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. In Dauerschleife benebelt Klimahysterie das klare Denken. Auch in diesem Sommer schossen einige Politiker und Medien aus vollen Rohren angesichts einiger sehr heißer Tage und beklagten Todesfälle, die durch die Hitze begünstigt wurden. Verschwiegen wurde, dass dabei auch fehlende Klimaanlagen eine Rolle spielen dürften. Der nötige Stromverbrauch soll um jeden Preis, auch um den von Menschenleben, vermieden werden. Dass der Strom für den Betrieb dieser Anlagen oft aus einem Überangebot an PV-Strom stammt, der kostenpflichtig im Ausland entsorgt werden muss, soweit reicht einfältiges grünes Denken nicht.

Jedenfalls führt die dauerhafte Indoktrination von Kindern und Jugendlichen dazu, dass sie irgendwann aktiv werden wollen. Fähnchen und Transparente schwenken und Hüpfen mit Gleichgesinnten und Gleichweißen bringt offensichtlich wenig Erfolg.

Nun ist „Klimaterrorist“ ein staatsoffizieller Begriff und man sollte ihn verwenden, ohne zu bagatellisieren. Die strafrechtliche Behandlung von Klimaterroristen sollte sich an der von islamistischen sowie Rechts- und Linksterroristen orientieren, denn ihre Aktivitäten sind ähnlich gefährlich. Ob in einer Justiz, die in großen Teilen von Alt-68igern besetzt ist, dieser Maßstab angewendet wird, ist fraglich. Fakt ist, wir werden diese neue Dimension von Terror nicht so schnell wieder los.

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Kurzschluss for Future – Anschlag in Brandenburg: Wie verwundbar Deutschlands Stromnetz ist

Wie sicher ist die Stromversorgung in Deutschland? Die Kapazitäten gesicherter Stromproduktion gehen zurück, es wird weiter abgeschaltet, Nachbarländer müssen bei der Netzregelung helfen. Dann kommen noch Leute, die auf ihre Weise den Kohleausstieg vorziehen wollen – wie der Anschlag am brandenburgischen Umspannwerk Turnow-Preilack zeigt.

von Frank Hennig

Am 1. September gab es einen weiteren Angriff auf unsere Stromversorgung. Medien sprechen von einem „mutmaßlichen Anschlag“. Nach dem Auffinden selbstgebastelter Raketen und explosiver Materialien kann man gesichert von einem Anschlag ausgehen, denn weder ein Unfall noch Fahrlässigkeit kommen hier in Betracht. Warum diese Wortakrobatik?

Offenbar selbstgebastelte Raketen in zweistelliger Zahl sollten leitfähiges Material zwischen die Leiterseile am brandenburgischen Umspannwerk Turnow-Preilack (Landkreis Spree-Neisse) schießen, so dass ein Kurz- oder Erdschluss erfolgt. Die Polizei spricht von USBV, unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen. Das war in einem Fall erfolgreich, so dass der Block B im Kraftwerk Jänschwalde über die Generatorschutzauslösung um 7:31 Uhr 500 Megawatt Leistung abwarf. Ein anderer Block mit gleicher Leistung lief ungestört weiter. Den wirtschaftlichen Schaden muss das Unternehmen LEAG tragen, denn der Strom des ausgefallenen Blockes war bereits vermarktet, er musste nun anderweitig über die Strombörse beschafft werden.

Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, weist im Interview darauf hin, dass keine Gefahr für das Netz bestand, weil „genug Erneuerbare“ einspeisten. Richtig ist, dass die Netzsituation entspannt war und genug Reserven verfügbar waren, falsch ist, dass die „Erneuerbaren“ die ausgefallene Leistung ersetzt hätten. Dazu wäre es nötig gewesen, dass sie kurzfristig die Leistung steigern könnten, was nicht möglich ist, da sie auf Grund des Einspeisevorrangs meist alles einspeisen, was die Naturkräfte hergeben.

Das Umspannwerk in Turnow-Preislack führt den Strom des Kraftwerks Jänschwalde, früher eines der größten Kraftwerke Deutschlands, ins Landesnetz ab. Sechs Höchstspannungsleitungen (400 Kilovolt) der einzelnen Kraftwerksblöcke enden dort. Über Sammelschienen erfolgt die Verteilung nach Neuenhagen bei Berlin, Graustein bei Spremberg (Brandenburg) und Streumen in Sachsen. Von dort wird der Strom zumeist weitergeleitet in Richtung Thüringen/Hessen und weiter nach Süddeutschland. Fast durchgehend liefert der Nordosten Deutschlands in den Südwesten, von sonnenreichen Tagen abgesehen.

Wäre das Kraftwerk mit der noch verfügbaren Leistung von 1.500 Megawatt am Netz gewesen und es wäre durch den Anschlag gelungen, alle drei Blöcke vom Netz zu trennen, hätte dies erhebliche Wirkung im Netz gehabt. Europaweit stehen 3.000 Megawatt Primärregelleistung zur Verfügung, die kurzfristig in solchen Störfällen aushelfen können. Es wäre immerhin die Hälfte der gesamten europäischen Reserveleistung, die dann in Anspruch hätte genommen werden müssen und im Fall von zeitnahen Störungen in anderen Regionen wäre eine kritische Situation nicht nur im deutschen, sondern im gesamten europäischen Netz möglich gewesen.

Nach den Anschlägen auf die Stromversorgung von Tesla im März 2024, in Berlin-Johannisthal im September 2025 und in Berlin-Lichterfelde im Januar 2026 zeichnet sich eine gefährliche Lage ab. Spezialisten wie Roderich Kiesewetter (CDU) brachten im Fall Lichterfelde sofort den allschuldigen Putin ins Gespräch, was in einem Bekennerschreiben der Vulkan-Gruppe sofort zurückgewiesen wurde. Man lässt sich nicht eigene Erfolge wegnehmen. Die polizeilichen Ermittlungen führten bisher nicht zum Erfolg.

Vor Ort in Turnow-Preilack wurde kein Pass mit kyrillischen Buchstaben, kein Portemonnaie mit Rubeln und keine leere Wodkaflasche gefunden. Die Vulkangruppe kommt als Täter in Frage, allerdings spricht die eher laienhafte Ausführung mit selbstgebastelten und teils nicht funktionsfähigen Raketen, ähnlich Silvesterraketen, eher für Trittbrettfahrer. Zudem fehlt bisher ein Bekennerschreiben, das die Vulkangruppe früher in verschwurbelten Formulierungen selbstgefällig lieferte. Es gibt leider genug irre, meist junge Menschen, die mit solchen Aktionen ihr verqueres Weltbild umsetzen wollen.

30 Jahre Hass und Hetze gegen Kohle und Kernkraft zeigen Wirkung. „Scientists for Future“, „Teachers for Future“, militante Gruppen wie „Ende Gelände“ und zahlreiche Mitglieder der „Klimaallianz“ inklusive kirchlicher Gruppen indoktrinierten Kinder und Jugendliche ohne jedes Maß und fernab der energiewirtschaftlichen Realitäten. „Fridays for Future“ wurde in den regierungsbegleitenden Medien kritiklos gehypt und Teile der Energiewirtschaft wurden schlicht dämonisiert. Schülerstreiks bejubelte man, obwohl sie Bildung verhinderten. Nun sind die Schulstreiker älter geworden und ihre Demos hatten keinen Erfolg. Im Buch „Klimadämmerung“ formulierte ich es so: „Fähnchen schwenken wird den Kindern und Jugendlichen bald nicht mehr reichen … Aktivitäten sind angesagt …“

Leider wird dieser Anschlag wohl nicht der letzte sein. Potenzielle Angreifer aus Moskau, Peking oder Teheran brauchen keine Raketen schießen, wir demontieren uns selbst. Unter anderem mit Silvesterraketen. Dagegen helfen keine Patriots.

Update: An einem Umspannwerk in Bergheim im nordrhein-westfälischen Rhein-Erft-Kreis ist es in der Nacht zu Mittwoch zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Die Polizei Essen übernahm die Ermittlungen, nachdem es zu einem Kurzschluss und dem Ausfall mehrerer Stromleitungen gekommen war. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Tat aus und nicht von einem technischen Defekt. Sie prüft mögliche Zusammenhänge zum Sabotageakt am Stromnetz in Brandenburg

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Windräder: Klimaretter oder Krankmacher?

Windkraft-Lobby und Mainstream-Medien verleumden Wissenschaftler, die mögliche Auswirkungen von Windrädern auf die Gesundheit untersuchen. Dabei häufen sich diesbezügliche Indizien – verursacht insbesondere von Infraschall. Angesichts des massiven weiteren Windrad-Zubaus und des steigenden Schallpegels der neuen Anlagen ist die genauere Erforschung der Risiken dringend geboten.

Dipl. Physiker Dr. Werner Huber,

wernerhuber.consult@t-online.de

Diesbezüglich führend tätig ist Professor emer. Dr. Vahl – er war bis 2020 Direktor der Mainzer Universitätsklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, ein verdienter und renommierter Mediziner – und die von ihm geleitete „Forschungs-Gruppe Infraschall“. Nun sehen sie sich heftigen Angriffen ausgesetzt.

Der Grund? Die Forscher entschlüsseln immer klarer den abträglichen Einfluss von Windrad-Schallemissionen auf die menschliche Gesundheit. Ihre schon 2021 publizierten Laborversuche belegen die Schwächung der Kontraktionskraft von Herzmuskelzellen bei windrad-typischer Niederfrequenz-Beschallung. Von Lobby und Behörden allerdings kam ein harter Konter: Die Schallpegel in den üblichen Siedlungsabständen von 800 Metern und mehr lägen weit unter der Gefährdungsschwelle, die Mainzer Versuche mit ihren hohen Schallpegeln seien daher irrelevant. Da man an der Klinik aber zahlreiche Erkrankungen, besonders im Bereich Herz/Kreislauf, als windradschall-induziert diagnostiziert hatte, setzten die Forscher ihre Untersuchungen fort.

Bestärkt wohl auch durch Erkenntnisse aus anderen Quellen: Eine dänische Studie von 2018 weist auf vermehrte Schlaganfälle hin, wenn sich Niederfrequenz-Schall in Räumen durch Eigenmoden zu „stehenden Wellen“ aufschaukelt, oder wenn der sogenannte Druckkammereffekt auftritt.

Im Zusammenhang mit meinem Buch „Klima-Wahrheit“ sprach ich selbst mit Einwohnern des schwer schall-belasteten Ortes Uhingen-Baiereck: Sie berichteten von Symptomen wie Benommenheit, Unruhe, Schwindel, Übelkeit, Druckgefühl auf Ohren und Körper, Kopfschmerzen, Konzentrations- und Schlafstörungen. Selbst Kinder wachten nachts auf und kröchen verstört in die Betten der Eltern. – Allesamt schädliche Stressfaktoren für Herz und Kreislauf wie auch für andere Organe. Zwei Gerichte in Frankreich haben mittlerweile Erkrankungen als Folge von Windkraft beurteilt.

Das Standardargument der Pro-Windkraft-Seite: Ursache ist nicht der Schall selbst, sondern der Nocebo-Effekt, also die Einbildung von negativen Windrad-Auswirkungen. Dies aber wird widerlegt durch international festgestellte Auswirkungen auf Tiere: Rentier-Vergrämung in Skandinavien, Einbruch Bruterfolg bei Hühnereiern, Schädigung Wal-Populationen nahe Windkraft-Feldern in Nordsee und an der US-Atlantikküste. Laborratten wiesen nach Beschallung krankhafte Veränderungen auf wie Herzzellenschädigung, Koronarsklerose, Destabilisierung der Blut-Retina-Schranke und neuronale Inflammationsprozesse.

Eine aktuelle schwedische Studie von 2025 kommt mittels perfektionierter Schall-Berechnungen sowie Messungen zum Schluss, dass „bisherige Untersuchungen sowohl die Schallreichweite wie auch die Gesundheitsgefährdung unterschätzt haben.“ Insbesondere der extrem niederfrequente Infraschall – unter 20 Hertz, unhörbar aber physiologisch wirksam – weist immense Reichweiten bis über 10 Kilometer auf, bei großen Windkraft-Feldern sogar bis 90 Kilometer. – Dramatisch über den Siedlungs-Mindestabständen von typisch 800 Metern. Die Mainzer Forscher hatten also gute Gründe, die Problematik weiter zu untersuchen. Trotz Lobby-Gegenwind und höchst obskurer Versuche, sie davon abzubringen.

Im April dieses Jahres legten sie nun eine 70 000 Patienten umfassende aufwendige Statistikanalyse vor, die eine signifikant höhere Herzerkrankungsrate bei hoher Windrad-Dichte zeigte. Verglichen wurden in der Region Paderborn zwei stark belastete Kommunen (insgesamt 224 Windräder) mit zwei wenig belasten Kommunen (8 Windräder). Sonstige erkrankungsrelevante Parameter waren vergleichbar. Zielgrößen waren die Neu-Diagnosen für Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz laut Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung. Betrachteter Zeitraum waren die Jahre 2015 bis 2024, begleitend zum Ausbau der Windenergie.

Das Fazit der Analyse: „Die Daten zeigen am Beispiel der Region Paderborn ein signifikant erhöhtes kardiovaskuläres Neu-Erkrankungsrisiko in Kommunen mit massivem Ausbau der -Windenergie“. Beispielhaft wird für Herzinsuffizienz eine Fallsteigerung jahresabhängig zwischen 20 und 68 Prozent gegenüber den wenig belasteten Kommunen genannt. Schlussendlich fordert die Studie, die „exponierte Bevölkerung“ zu ärztlicher Risikoabklärung zu motivieren und Mittel bereitzustellen, um Grenzwerte für die Schallbelastung zu definieren.

Für die Gemeinde der Rechtgläubigen samt Nutznießern war dies ein sündhafter Abfall von der Klima- und Energiewende-Religion und der Gemeinschaft der Guten. Ein WDR-Podcast setzte den Ton: „Was hat Professor Vahl damit vor? … Möglicherweise will er von bestimmten Stellen Gelder bekommen.“ Der Lobby-Verband Erneuerbare Energien NRW nahm den giftigen Ton auf und warf den Studienautoren „politische Motivation“ vor. Unterstellen, anschwärzen, verleumden: die Argumente der Argumentlosen.

Das Umweltbundesamt zog sich auf die Feststellung zurück, bisher habe man noch keinen wissenschaftlichen Beleg für windrad-bedingte Erkrankungen gefunden. Hat man die in der dänischen Studie genannte Schlaganfallhäufung „übersehen“? Vielleicht wegen der Befürchtung, dass das Thema „öffentlich, politisch, wenn nicht sogar populistisch instrumentalisiert wird“? Verschweigen aus politischer Opportunität? „Bei Asbest, Contergan, Corona wars auch so“, ironisiert diesbezüglich der windkraft-kritische Verein „Vernunftkraft NRW“.

Ein solches Verschweigen wäre umso unverantwortlicher, als die neuen Hochleistungs-Windräder mit Nennleistung um die 7 MW die Zahl der betroffenen Anwohner potenziert: Die Schallemissionen sind nicht nur stärker, sondern weit in den Infraschall-Bereich verschoben – bis hinab zu 1 Hertz und darunter -, wodurch wie erwähnt die Reichweiten explodieren. Dies weil Infraschall kaum gedämpft wird und wegen nächtlicher Schallbündelung durch abkühlungsbedingte atmosphärische Grenzschichten.

Kann die Medizin die Schallwirkung auf den Organismus erklären? Man kennt zwei Angriffspunkte. Zum einen die hochsensiblen Mikro-Drucksensoren in den Organzellen (ihre Entdeckung mit dem Medizin-Nobelpreis 2021 ausgezeichnet): Sie steuern mittels elektrischer Nervenimpulse lebenswichtige Funktionen wie Blutdruck, Stoffwechsel, Immunreaktionen, Heilungsprozesse, Gleichgewichtssinn, Stress-Regulierung, Embryonalentwicklung. Die Windrad-Schallimpulse scheinen die Funktion dieser Sensoren zu stören – und damit auch die zugeordneten Lebensfunktionen.

Weiterer Angriffspunkt: Tiefe Frequenzen können Gewebe, Organe und selbst Knochen in Vibration versetzen, besonders wenn Resonanz auftritt. Beim niederfrequenten Infraschall unter 20 Hertz können zum Beispiel Lunge, Herz, Magen-Darm-Trakt oder der Brustkorb betroffen sein. Mit Folgen wie Atemnot, Brustbeklemmung, Herzrhythmusstörungen, inneres Vibrieren, Stresssymptome, Panikattacken, Infarkte. Empfindlich auch das Gleichgewichtsorgan, wo Schallwellen mit Frequenz um 10 Hertz die Flüssigkeit in den Innenohr-Bogengängen zum Schwingen bringen: Das Gehirn erhält unplausible Signale, die Folge sind Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Übelkeit bis zum Erbrechen. So übrigens die Funktion von Schallwaffen.

Noch sind viele Fragen offen, ein weites Forschungsfeld tut sich auf. Aber man will es offenbar unbestellt lassen. Der Energiewende-Komplex will ungestört die gigantischen Ausbaupläne für Abertausende weiterer Windräder vorantreiben. Nach Corona soll es ein weiteres Menschenexperiment geben. Hoffentlich können Bürgerinitiativen und gemeinschaftliches Engagement das Schlimmste verhindern!

 




Rezension zu „Demontage des CO2-Betrugs“ des Autors Dr. Markus Ott

von Dr. techn. Konrad Stiglbrunner

mit Ergänzungen zum neuen Buch des Autors „Die unglaubliche Physik des Treibhauseffektes“

Der Klima-Agenda des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) bzw. des Weltklimarates liegt die Verherrlichung eines vorindustriellen Zustands zugrunde, der sich durch eine für 1850 gemutmaßte CO2-Atmosphärenkonzentration von 280 ppm und eine globale Mitteltemperatur von 15 °C (die um 33 K über der behaupteten mittleren Temperatur für eine Erde ohne Atmosphärenhülle liegen soll) auszeichnet. Mit der Drohung, andernfalls katastrophale Klimazustände zu riskieren, wird von UNO und vielen nationalen Regierungen eine umfassende Dekarbonisierung menschlichen Lebens gefordert und mit teils totalitären planwirtschaftlichen Maßnahmen erzwungen, die de facto einer Deindustrialisierung und für große Teile der Bevölkerung entwickelter Länder die Rückkehr sowie für Entwicklungsländer der Verbleib in vorindustriellen Armutsverhältnissen bedeutet (vgl. Alex Epstein: „Fossil Future“).

Das Buch Demontage des CO2-Betrugs“, liefert – gestützt auf eine Synthese wissenschaftlicher Veröffentlichungen – den Nachweis, dass der CO2-/Treibhausgas-Alarmismus und die Forderung nach Dekarbonisierung inkl. dem Zertifikate-Ablasshandel in doppelter Hinsicht völlig ungerechtfertigt ist und auf Täuschungen beruht.

  1. Argument 1: Die Entwicklung der CO2-/Klimagas-Konzentration der Erdatmosphäre ist nicht maßgeblich durch menschliches Handeln bestimmt
  2. Argument 2: Der CO2-Gehalt der Erdatmosphäre spielt keine klima- bzw. temperaturbestimmende Rolle (geschweige denn eine mit katastrophalen Folgen, die eine ruinöse planwirtschaftliche Rückkehr in vorindustrielle Verelendung rechtfertigen könnte).

Jeder einzelne der beiden Befunde würde schon genügen, um eine anthropogen verursachte Klimakrise (oder gar -katastrophe) ins Land der Mythen zu verweisen und damit der ruinösen planwirtschaftlichen Dekarbonisierung und Deindustrialisierung unmissverständlich ihre „Schein“-Legitimation entziehen.

  • Eine Abkehr von der Nutzung kohlenwasserstoffbasierter Energiequellen zu fordern, wäre nicht einmal dann wirtschaftlich vertretbar, wenn die vom IPCC behaupteten Erwärmungsfolgen zuträfen, wie z.B. Alex Ferguson in seinem „Fossil Future“(https://www.shortform.com/pdf/fossil-future-pdf-alex-epstein) treffend vermittelt.
  • Allerdings werden noch so überzeugende Kosten-/Nutzenerwägung und eine auf das Relativieren von behaupteten Gefahren beschränkte Argumentation als subjektive und interessengetriebene Beschwichtigung heruntergespielt, solange der Mythos unwiderlegt bleibt, bei der Klima-Agenda handle es sich um ein naturwissenschaftlich fundiertes Ziel, CO2 sei zurecht als apokalyptischer Klimatreiber in Kritik geraten und Klima“schutz“ durch Dekarbonisierung sei unbedingte Menschenpflicht.
  • Die von Markus Ott für „Demontage des CO2-Betrugs“ gewählten und von ihm zusammengefassten Arbeiten machen unmissverständlich deutlich, dass sich die Widerlegung der IPCC-Doktrin nicht nur auf Korrekturen an Modulen (wie z.B. die genaue Höhe von Klima-Sensitivitäten, das Streiten über frei erfundene Kippunkte und run-away-Risiken, usw.) beschränkt, sondern dass das gesamte Hypothesen- bzw- Mythengebäude der „Klimaschutz“-Armeen fundamental falsch und eine restlose Demontage dieser Bewegung und ihrer Glaubenslehre längst überfällig ist.

In der Öffentlichkeit ist trotz dieser Veröffentlichungen nur einer Minderheit bekannt, dass hinter beiden o.g. Argumenten der Alarmisten Täuschungen und Rechenfehler stecken, sodass man sich ernsthaft fragen muss, welch totalitär-korrumpierte Verhältnisse ermöglicht haben, auf dieser Grundlage ein Zerstörungsprogramm für die Menschheit zu lancieren und eine breite Anhängerschaft dafür gewinnen zu können.

Demontage des CO2-Betrugs“ und die darin zitierten Arbeiten sollen auf große Resonanz stoßen, sodass das von Dr. Ott für die Titelbezeichnung gewählte Ziel tatsächlich bei einer Mehrheit der Bürger erreicht werden kann. Mit der nachfolgenden kurzen Zusammenfassung der Hauptaussagen für die oben geschilderte Doppelargumentation soll sich der Leser dieses Beitrags selbst ein Bild davon machen können, was Otts Buch und seine hierzu vor wenigen Wochen ergänzend veröffentlichte Videoserie vermitteln.

Unbedeutende Rolle menschlicher CO2-Freisetzungen:

Dass IPCC erklärt den gesamten seit Beginn der Industrialisierung verzeichneten Anstieg der CO2-Konzentration von 280 ppm auf 420 ppm zu 100 % als anthropogen verursacht (i.W. durch Nutzung fossiler Energien und Landflächenverbrauch einer auf das Achtfache gestiegenen Erdbevölkerung). Tatsächlich liegt der dem menschlichen Wohlergehen zuzuschreibende Anteil an den jährlichen CO2-Konzentrationszuwächsen allerdings aktuell nur bei etwa 4 % und kumuliert über den Zeitraum seit Beginn der Industrialisierung bei etwa 15 %.

Die Widerlegung der IPCC-Prämisse einer primär menschenbestimmten CO2-Konzentration beruht auf folgenden Korrekturen an den Vorstellungen vom Globalen Kohlenstoffzyklus (wie er jährlich von Earth System Science Data veröffentlicht wird: https://essd.copernicus.org/articles/14/4811/2022):

(Auch) Die vorindustrielle CO2-Konzentration war instabil und nicht auf unter 300 ppm begrenzt:

Dass bis zur Nutzung fossiler Energieträger eine natürliche und über zumindest 800.000 Jahre stabile Balance zwischen CO2-Emissionen und -Absorptionen bestanden und für eine CO2-Konzentration von unter 300 ppm – in den letzten 10.000 Jahren um 280 ppm – gesorgt habe, ist empirisch widerlegt. Wegen der temperaturabhängigen Gleichgewichtssättigung mit den Meeren und der terrestrischen Biosphäre unterliegt die CO2 Konzentration einer klimazyklischen Schwankung, die der Temperaturentwicklung zeitlich hinterherläuft.

Die Absorptionskapazität (CO2-Senken) ist nicht schon durch die „natürlichen“ Kohlenstoffkreisläufe weitgehend erschöpft

Zusätzliche aus fossilen Energieträgern stammende CO2-Emissionen werden nicht erst über eine Verweilzeit von weit über 100 Jahren von Meer und Biosphäre absorbiert. Die Aufnahmeleistung der Photosynthese von Land- u. Meerespflanzen, durch Lösung- und Sedimentierung im Meereswasser, durch Verwitterung von Gestein und ggfs. andere Begleit- und Folgeprozesse gewährleistet, dass die atmosphärische Verweilzeit von CO2 (gleich welchen Ursprungs!) bei einheitlich nur etwa 4 Jahren liegt. (Trotz eines Anstiegs der jährlichen fossilen Emissionen auf inzwischen über 10 Gt C p.a. hat sich die „airborne fraction“ – der jährliche Anstieg der CO2-Konzentration ausgedrückt in % der jährlichen anthropogenen Emissionen – im Bereich von ca. 50 % gehalten und sich nicht deutlich erhöht, was man bei der von ESSD (Earth System Science Data Journal) bzw. IPCC unterstellten Sättigung der CO2-Senken erwarten müsste.)

Auf Grundlage dieser Korrekturen ergibt sich der aktuelle Anteil der anthropogenen an den gesamten jährlichen CO2-Emissionen zu 4 % und über den gesamten Zeitraum seit Beginn der Industrialisierung zu etwa 15 %. Dies erklärt, dass auch bei stagnierenden fossilen Emissionen fortgesetzt ein stetiger Anstieg des CO2-Konzentrationsverlaufs in Mauna Loa (Keeling Kurve) gemessen wird und auch, dass die globalen lock-downs zu keiner Delle in den Messwerten geführt haben. Die historischen ebenso wie die aktuellen CO2-Verläufe sind nur mit den bekannten physikalisch und biologisch fundierten Emissions-/Absorptionsprozessen von CO2 – gleich welchen Ursprungs – kompatibel; für eine willkürliche Sonderbehandlung von CO2-Emissionen menschlichen Ursprungs lassen die tatsächlichen CO2-Verläufe keinerlei Raum. (vgl. http://hharde.de/#xl_xr_page_climate%20d).

* * *

Die geringfügige Rolle menschlicher CO2-Freisetzungen an den gesamten CO2-Emissionen (ca. 4 %) wird selbst von vielen Klima-Realisten übersehen und bleibt bei der ruinösen Forderung des Weltklimarats, in den öffentlichen Medien und selbst in vielen (pseudo)wissenschaftlichen Fachpublikationen völlig unberücksichtigt. Aus dem wissenschaftlich unhaltbaren Postulat, die vorindustriellen CO2-Bilanzen seien sakrosankt und alle nachfolgenden Änderungen seien von der Natur nicht gut verdauliche Störungen, hat der Weltklimarat die Forderung nach einer Rückkehr zu geringeren CO2-Konzentrationen in der Erdatmosphäre abgeleitet. Tatsächlich kann diese allerdings nicht durch die geforderte Dekarbonisierung menschlichen Lebens maßgeblich beeinflusst werden, weil sie dominant (zu ca. 96 %) durch natürliche Prozesse bestimmt wird.

Die Erde ist kein Treibhaus

Mit der Forderung nach einer Begrenzung der „globalen Mitteltemperatur“ orientiert sich das IPCC zudem an einem erfundenen Zustand, stellt einen wissenschaftlich unhaltbaren Zusammenhang zwischen Klimagaskonzentrationen als Treiber einer modellierten „mittleren Erdtemperatur“ her und begründet damit zudem auch noch das Erfordernis, Kipppunktgefahren Menschheits-bedrohlichen Ausmaßes abzuwenden.

    1. Die der Atmosphäre als „Treibhauseffekt“ zugerechnete Erwärmung um 33 °C und die daraus abgeleitete Erwärmungswirkung als Folge von Änderungen der CO2-Konzentration beruhen auf einer realitätsfremden Modellberechnung:
  • Das IPCC behauptet, dass eine atmosphärenfreie Erde nur eine globale Mitteltemperatur von 255 K bzw. -18 °C hätte. Dass die „globale Mitteltemperatur“ der Erde bei angenehmen 15 °C bzw. 288 K liegt, sei der Atmosphärenhülle und dem ihr zugeschriebenen Treibhauseffekt zu verdanken.
    • Allerdings beruht die Berechnung der -18 °C auf der unzutreffenden Unterstellung, einer sich strahlungsbilanziell einstellenden Erdtemperatur, die sich – unter Ausblendung der Vierfach-Wurzelbeziehung zwischen Temperatur und Strahlungsleistung – allein über Viertelung der Einstrahlungsleistung (gemäß dem Flächenverhältnis von kreisförmiger Einstrahlungsfläche zur 4-fach größeren kugelförmigen Abstrahlungsfläche) ermitteln ließe.
    • Berücksichtigt man jedoch, dass die Erde (angenähert) eine Kugel ist, die jeweils halbseitig von der Sonne angestrahlt wird, dann ergibt sich bei richtiger Berechnung auch für die Erde ohne Atmosphäre rechnerisch eine Mitteltemperatur von 15 °C.

Mit Anwendung der Stefan-Boltzmann Formel auf, die in einzelne konzentrische Kreisringe aufgeteilte, sonnenbeschienene Erdhalbkugel hat Uli Weber erreicht, dass er die spezifischen von den Einstrahlungswinkeln abhängigen (Albedo-angepassten) Strahlungsleistungen für die Berechnung der Temperaturverteilung über die hemisphärische Oberfläche berücksichtigen konnte.

Im Ergebnis bleibt allein durch die vorgenommene Korrektur des Modells und der Berechnungsweise der Mitteltemperatur von der der Erdatmosphäre als Treibhauseffekt zugeschriebenen Temperaturdifferenz von 33 °C nichts übrig. Die dieser Berechnung zugrunde gelegte Vernachlässigbarkeit einer Abkühlung der Nachtseite begründet der Autor mit i. W. der hohen Wärmekapazität von Atmosphäre und Ozeanen, wie er in seiner aktuellen Veröffentlichung „Unglaubliche Physik des Treibhauseffekts“ – auch anhand aktuellerer Veröffentlichungen von U. Weber – erläutert.

Falschen Modellannahmen und fehlerhaften Berechnungen eine physikalische Bedeutung zuzuweisen, und darüber katastrophale Klimagefahren heraufzubeschwören, ist ein ziemlich bemerkenswertes Vorgehen.

Der CO2-Gehalt ist nicht temperaturbestimmend:

Die oben unter 1.1. erwähnten historischen Klima-/Temperaturverläufe lassen sich auf die Überlagerung von Klima-Zyklen zurückführen, die keinen Resterklärungsraum für eine klimabestimmende Rolle von CO2 lassen (vgl. z.B. Prof. Horst-Joachim Lüdecke und Dr. Carl-Otto Weiss https://www.horstjoachimluedecke.de/egu-poster). Angesichts des Vorauslaufens der Temperatur- gegenüber der CO2-Entwicklung kann die Verneinung einer bedeutsamen Rolle von anthropogenen CO2-Emissionen für die globale Klima-/Temperaturentwicklung auch erfolgen, ohne (schon) sämtliche Details über alle tatsächlich klimabestimmenden Prozesse und deren detailliertes Zusammenwirken geklärt zu haben.

Dass eine Variation des Anteils von IR-absorbierenden Molekülen in der Atmosphäre klimatisch keine bedeutende Rolle spielt (und erdgeschichtlich gespielt hat), ist auch deshalb plausibel, weil das komplexe Klimasystem der Erde mit seinen vielfältigen stabilisierenden Rückkoppelungs-mechanismen ausgleichend auf Geleichgewichtsstörungen reagiert (vgl. dazu auch 2.4.).

In Ergänzung zu den Ausführungen im Buch: Maßgeblich für das Erdklima sind neben radioaktivem Zerfall und tektonischen Verschiebungen im Erdinneren insbesondere die Energien und Kräfte die von außen in Form von Sonnen- und kosmische Strahlen sowie Magnet- und Gravitationsfeld auf die Erde einwirken. Die planetaren Konstellationen, orbitalen Parameter (inkl. Magnetpolwanderung) und die Sonnenaktivität modulieren ihre Wirkungsdynamik, die ihrerseits die Prozesse in Atmo-, Hydro-, Bio- und Geosphäre bestimmt und sich in Form von Tidenbewegung, Wind- und Ozeanströmungen, Wolken- und Aerosolbildung, Eisschmelze und Vegetationsveränderungen sowie anderen physikalische, chemische und biologische Begleitprozessen manifestieren (inklusive der damit einhergehenden Veränderung der Albedo).

Die Überlagerung der gesetzmäßigen mit stochastisch einzelereignis-bestimmten Vorgängen (wie Meteoriteneinschläge, Vulkanausbrüche, Erdbeben, Hurrikane, Großbrände, Tsunamis oder menschliche Einwirkungen) erzeugt ein komplexes vieldimensional reguliertes und über vielfältige Rückkoppelungsmechanismen stabilisiertes Gesamtsystem, dessen Entwicklung sich nur eingeschränkt nachvollziehen oder gar prognostisch modellieren lässt – schon gar nicht über den Anteil IR-absorbierender Moleküle an der Erdatmosphäre. Die Behauptung, die Regulierung der IR-absorbierenden Moleküle in der Atmosphäre könne das Erdklima stabilisieren, ist ebenso lächerlich, wie die Behauptung, dass die „Klimawissenschaftlichen“ Fragen geklärt seien und Klimaschutz das dringendste Erfordernis für das Überleben und Wohlergehen der Menschheit sei.

Spektroskopische IR-Absorption bewirkt keine thermisch relevante Rückstrahlung:

In erdnahen Schichten wird die absorbierte IR-Energie durch Konvektion abgeführt und Rückstrahlung aus weiter entfernten Schichten wird bereits bei vorindustriellen CO2-Konzentrationen spektroskopisch blockiert.

  • Erdnah erfolgt eine Strahlungs-/Rückstrahlungsfreie Ableitung absorbierter IR-Energie

Aufgrund der erdnah hohen Atmosphärendichte spielt eine Behinderung der Wärmeabstrahlung durch die von IR-aktiven Molekülen wie CO2 bewirkte spektroskopische Absorption von Infrarot-Wärmestrahlen für die Erdtemperatur keine bestimmende Rolle. Die Dichte-bedingt hohe Zahl der Molekülkollisionen (1010 je Sekunde und Molekül) bewirkt eine strahlungsfreie (und damit auch Rückstrahlungs-freie) Deaktivierung der IR-angeregten Treibhausgasmoleküle, da sie nicht genügend Zeit haben, die absorbierte Infrarotstrahlung anders als über Thermalisierung und Konvektion abzugeben. Die IPCC-Hypothese einer Rückstrahlungs-bestimmten Erdtemperatur ist mit diesem Befund unvereinbar. (Dass thermische Leistungsabfuhr erdnah bzw. bei erdnahem Atmosphärendruck nicht durch Wärmestrahlung, sondern durch Leitung und Konvektion erfolgt, hat auch Dr. Tom Shula mit einem Pirani Transmissionsmeßgerät experimentell nachgewiesen:

 

https://wattsupwiththat.com/2023/04/18/a-novel-perspective-on-the-greenhouse-effect.)

  • Für erdfernere Höhenlagen ist das spektroskopische Fenster schon bei sehr geringen CO2-Konzentrationen geschlossen

Das spektroskopische Fenster für Infrarotstrahlung in dem für CO2 relevanten Wellenlängenbereich um 15 μm ist schon bei 280 ppm CO2-Gehalt sättigungsbedingt so weitgehend geschlossen, dass Strahlung-/Rückstrahlung dieses Wellenbereichs nur noch eine Schicht von wenigen Metern zu durchdringen vermag. Konkret hat Dr. Heinz Hug das beispielhaft für Luft mit 357 ppm CO2 und 2,6 % Wasser nachgewiesen. Nach 10 m Strahlungsweg sind schon 99,4 % der 15μm -IR-Strahlung absorbiert.

Das multidimensionale Klimasystem ist stabil und Kipppunkt-resistent

Mit der obigen Widerlegung des erdatmosphärischen Treibhauseffekts hat sich die Frage nach der Größe von Klimasensitivitäten als Begleitfolgen einer CO2-bedingten spektroskopischer Erwärmung im Kontext menschengemachten Klimawandels schon erledigt. °)

Soweit man auf Begleitfolgen von Erwärmungen im Allgemeinen – gleich welcher Verursachung – abstellt, ist allerdings doch auch noch bemerkenswert, dass man beim Klimasystem viel eher mit negativen als mit positiven Rückkoppelungen rechnen muss (z.B. dem von Prof. Richard Lindzen et al nachgewiesenen Iris-Gegenkoppelungs-Effekt durch Wolkenbildung). Die Vorstellung einer kipppunktartig ausgelöst explosiv sich selbst verstärkenden Zerstörung der Lebensbedingungen auf unserem Planeten ist eine Illusion. Prof. Richard Lindzen verweist darauf, dass das Erdklima ein multidimensionales Gleichgewichtsystem ist, das von vielen gegenläufigen Ausgleichsprozessen über Jahrtausende erdgeschichtlicher Entwicklung hinweg in erstaunlich großer Balance gehalten wird. Wenn sich eine Einflussgröße verändert, reagiert das System mit vielfältigen Folgeprozessen, die die eingetretene Veränderung über negative Rückkoppelungen ausgleichen.

* * *

Oft erschöpft sich auch bei Klimarealisten die Zurückweisung des Treibhaus-Alarmismus mit Korrekturen an Klimasensitivitäten. Dass die Atmosphärenhülle keinen Treibhauseffekt mit der ihr fälschlich zugewiesenem Erwärmungswirkung um 33 K liefert, ist ebenso wie die praktische Bedeutungslosigkeit atmosphärischer Rückstrahlung für die globale Mitteltemperatur der Erde unter vielen Klimarealisten nicht bekannt oder anerkannt und ganz gewiss nicht in der breiten Öffentlichkeit.

* * *

Dr. Markus Ott ist zu danken, dass er mit „Demontage des CO2-Betrugs“ über eine der größten und wirtschaftlich folgenschwersten Täuschungen aufklärt und auf die einschlägigen Veröffentlichungen aufmerksam macht, deren verbreitete Kenntnis der ruinösen Dekarbonisierung ein Ende bereiten könnte.

Demontage des CO2-Betrugs“ ist am 16.06.2021 als Buch erschienen. Vor wenigen Monaten hat der Autor seine – oben in Ziffer 2 zusammengefassten – Ausführungen unter dem Titel „Die unglaubliche Physik des Treibhauseffektes“ anschaulich detailliert und vertieft. Damit ist diese Publikation eine lesenswerte Ergänzung zu seinem Buch, die – u.a. auch anhand neuerer Veröffentlichungen eingängig vermittelt, warum es keinen Treibhauseffekt gibt, worin die Argumentationsfehler der Treibhauseffekt-Theorie liegen und warum mit Uli Webers hemisphärischen Modell eine realistischere Ermittlung der mittleren Erdoberflächentemperatur erfolgt.

Quellenhinweis:

Deutsche Version: https://markusott.substack.com/p/die-unglaubliche-physik-des-treibhauseffektes

Englische Version: https://markusott.substack.com/p/the-fake-physics-of-the-greenhouse

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Im März 2023 wurde das Buch zusätzlich Gegenstand einer auf Tom Nelsons youtube-Kanal veröffentlichten neunteiligen video-Serie, sodass wesentliche Teile daraus dort nun auch audiovisuell unter dem Titel „PhD author Markus Ott: “Dismantling The CO2 Hoax” verfügbar sind.

https://www.youtube.com/playlist?list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7

Unter nachfolgendem link hat Dr. Markus Ott dort auch einen download der englischsprachigen Übersetzung seines Buchs als pdf-Dokument ermöglicht: https://tomn.substack.com/p/dismantling-the-co2-hoax

Anlage:

Im März 2023 wurde das Buch zusätzlich Gegenstand einer auf Tom Nelsons youtube-Kanal veröffentlichten neunteiligen video-Serie, sodass wesentliche Teile daraus dort nun auch audiovisuell unter dem Titel „PhD author Markus Ott: “Dismantling The CO2 Hoax” verfügbar sind.

https://www.youtube.com/playlist?list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7

Unter nachfolgendem link hat Dr. Markus Ott auch einen download der englischsprachigen Übersetzung seines Buchs als pdf-Dokument ermöglicht: https://tomn.substack.com/p/dismantling-the-co2-hoax

  1. Im Video vom 05.03.2023 „Dismantling the CO2 Hoax“ stellt Dr. Markus Ott sich und sein Buch vor, ehe er (schon im Vorgriff auf die Videos 2 bis 5) die vom IPCC- und Klima-Alarmisten behauptete kausale Kette von anthropogenen Emissionen über den CO2-Gehalt der Atmosphäre bis zur Erderwärmung zurückweist. Insbesondere geht es hier dann um Höhe und Ursache der CO2-Entwicklung

https://www.youtube.com/watch?v=ahKajudPhzM&list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7&index=1&pp=iAQB

  1. Im zweiten Video vom 05.03.2023 „Ten minutes on CO2 proxies“ wird dazu nochmals vertiefend erläutert, warum IPCC´s Eisbohrkernanalysen die CO2-Geschichte verfälschen.

https://www.youtube.com/watch?v=Z8sG-AU52TU&list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7&index=3&pp=iAQB

  1. Im Video vom 08.03.2023 „Did humans cause recent CO2 rise“ fasst Markus Ott Prof. Murry Salby´s Widerlegung der vom IPCC behaupteten Rolle anthropogener CO2 Emissionen für den CO2-Gehalt der Atmosphäre zusammen.

https://www.youtube.com/watch?v=AGfXl8ewve8&list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7&index=2&pp=iAQB

  1. Im Video vom 13.03.2023 „Temperature rise causes CO2 rise“ wird gezeigt, dass die Temperatur- der CO2-Entwicklung zeitlich vorausgeht.

https://www.youtube.com/watch?v=v_LWTjsE5so&list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7&index=7&pp=iAQB

  1. Im Video vom 19.03.2023 „What warms the oceans“ erklärt er, warum die von der Wolkenbedeckung abhängige Sonneneinstrahlung und nicht die Erdatmosphäre die dominante Rolle für die Erwärmung der Ozeane spielt.

https://www.youtube.com/watch?v=m9PCgCGo17w&list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7&index=4&pp=iAQB

  1. Im Video vom 26.03.2023 „Questioning the Green House Effect” wird die offizielle IPCC-Berechnungsweise für den (fälschlich) als so bedeutsam erklärten Treibhauseffekt THE erläutert.

https://www.youtube.com/watch?v=Bj6ORbRBZ2s&list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7&index=6&pp=iAQB

  1. Im Video vom 03.04.2023 „Atmospheric greenhouse effect ~ 0“ zeigt, dass der Unterschied zwischen der berechneten und der tatsächlichen globalen Durchschnittstemperatur bei korrekter Berechnung verschwindet. Damit wird klargestellt, dass es sich bei der angegebenen GHE im Wesentlichen nur um einen Näherungsfehler ohne physikalische Bedeutung handelt.

https://www.youtube.com/watch?v=JXKHfL55G2A&list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7&index=5&pp=iAQB

  1. Das Video vom 14.04.2023 „Saturation of the CO2-IR-Absorption“ dass die CO2-Konzentration das spektroskopische Fenster bereits soweit geschlossen hat, dass nur noch wenig Raum für die Entstehung zusätzlicher IR-Rückstrahlung bleibt (im hinreichend entfernter Bereich, in dem Rückstrahlung auftreten kann). Eine Verdoppelung des atmosphärischen CO2-Gehalts kann keine nennenswerte spektroskopische Zusatzblockade der Infrarotabstrahlung bewirken.
  • Die spektroskopisch mit einer Restsättigung der Flanken des 15 μm-Spektralbereichs begründbare zusätzliche Wärme-(IR-)strahlungs-Absorption ist schon (bei 357 ppm CO2 und bei einer Luftschichtdicke von nur 10 m) zu 99,94 % ausgeschöpft. Im 9. Video wird dann erläutert, dass auch in erdnahen Lagen keine zusätzliche Rückstrahlung mehr erfolgen kann, weil sie dort grundsätzlich nicht in Frage gekommt.
  • Auch die vom IPCC für CO2-Verdoppelung unterstellte 1,2 %-ige Steigerung der Wärmerückstrahlung (von 320 auf 324 W/m²), würde im Übrigen nur einer Temperaturerhöhung um 0,7°C entsprechen (von 15 auf 15,7 °C) – diese wird dann allerdings mit einer fälschlich postulierten (und zudem falsch berechneten) Verstärkungs- (statt Minderungs-)-Effekt auf 1,5 °C bis 4,5 °C hochgerechnet.
  • Tatsächlich zeigen experimentelle Befunde negative nicht positive feedbacks (vgl. Wasserdampf-bedingte Wolkenbildung – Iris-Effekt), sodass sich statt der 0,7 °C eine Temperaturerhöhung um 0,2 °C ergäbe.

https://www.youtube.com/watch?v=CrMGTkPADFw&list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7&index=8&pp=iAQB

  1. Im Video vom 21.04.2023 „Convection and Thermalisation kills the Greenhouse Effect“ wird rechnerisch nachgewiesen, dass die Wärmerückstrahlung von infrarot-angeregten CO2/Klimagas-Molekülen aus erdnahen Atmosphärenschichten durch Thermalisierung und Konvektion schon im Keim verhindert wird.

https://www.youtube.com/watch?v=RbNNhLqhWPg&list=PL89cj_OtPeenkOm6CMmDLxO1SXONul2c7&index=9&pp=iAQB

Markus OTT Die_Unglaubliche_Physik_Des_Treibhauseffektes




Update: Sprechen wir mit der KI nochmal über die Schneeball-Erde !

Uli Weber

Letztens hatte ich ein kurzes, aber heftiges Gespräch mit einem – ebenfalls alten – Geologen. Das Thema war die sogenannte „Schneeball-Erde“, über die ich im vergangenen Jahr hier auf der EIKE-Plattform als eine randständige geologische Hypothese einen Zweiteiler veröffentlicht hatte:

17. März 2025: Sprechen wir mal über die Schneeball-Erde – Teil 1

18. März 2025: Sprechen wir mal über die Schneeball-Erde – Teil 2

Seiner Meinung nach handele es sich bei der „Schneeball-Erde“ dagegen um eine gesicherte geologische Erkenntnis, und dazu gab es für ihn auch keine zwei Meinungen. Also holte ich später eine dritte von der GOOGLE-KI ein und war ziemlich überrascht, zumal selbst Wikipedia die Schneeball-Erde-Hypothese noch als „fachwissenschaftlich nach wie vor umstritten“ kennzeichnet.

Zusammengefasste KI-Antwort: Dass Kontinente in Polnähe vereisen (wie die permokarbonische Eiszeit auf dem späteren Gondwana/Pangea-Vorläufer), ist geologisch normal. Der entscheidende physikalische Beweis für die Schneeball-Erde ist jedoch der Nachweis von Gletschern auf Meereshöhe in den Tropen. [1, 2, 3]

Dafür gibt es drei miteinander verknüpfte geologische Hauptbeweise: [1]

1. Paläomagnetismus (Der Ortsbeweis)

2. Glaziale Ablagerungen auf Meereshöhe (Der Klimabeweis)

3. „Cap Carbonates“ – Deckencarbonate (Der chemische Beweis)

Als Quellen wurden dort angegeben: IUGS-Geoheritage.org, Scinexx. Hamburger Bildungsserver, Spektrum der Wissenschaft, wiki bildungsserver, weather.com, Golem.de und SwissEduc – Glaciers online. Da es sich dabei lediglich um Tertiärquellen handelt, die eher dem Mainstream nahestehen, hatte ich dann weiter nachgefragt und von der GOOGLE-KI auch den dahinter liegenden Mechanismus erklärt bekommen.

KI-Erklärung: „Eine Schneeball-Erde beginnt nicht am Äquator, sondern klassisch an den Polen.

• Der Start: Durch das Auseinanderbrechen des Superkontinents Rodinia (wodurch viel frisches Basaltgestein freigelegt wurde) sank der CO2-Gehalt der Atmosphäre massiv. Es wurde kälter. [1, 2]

• Die Polarzonen frieren ein: Zuerst bildeten sich riesige Eiskappen in den Polarzonen. Diese Polarregionen wurden zu den ersten gigantischen Liefergebieten für Gletscher und Meereis. [1]

• Der Kipppunkt: Da Eis das Sonnenlicht extrem stark reflektiert (hohe Albedo), kühlte sich die Erde durch das polare Eis immer weiter ab. Klimamodelle zeigen: Sobald die Gletscher von den Polen herab die 30. Breitengrade (Süd und Nord) erreichen, ist der Prozess unaufhaltsam. Die Albedo-Rückkopplung wird zum Selbstläufer. Die polaren Gletscher wuchsen unaufhörlich weiter, bis sie schließlich auch die tropischen Kontinente am Äquator komplett überrollten. [1, 2, 3]

ERGEBNIS: Nachtigall ik hör‘ Dir trapsen – denn hier kommt zusammen, was zusammen gehört, das „Klimagift CO2“ und einer der berüchtigten „Kippppunkte“.

Und noch bevor wir wissen, wie all diese Aussagen in die Entwicklungsgeschichte unserer Erde einzuordnen sind, hat sich das Max-Planck-Institut für Meteorologie darüber Gedanken gemacht, „Was passiert, wenn eine Schneeball-Erde schmilzt?“ und zeigt in diesem Artikel die nachfolgende Abbildung aus Ramme et al. (2024), wo zwischen drei Supertreibhaus-Klimaten unterschieden wird:

Grafik mit englischem Text

Abbildung 1: Die Entwicklung des Supertreibhaus-Klimas nach einer Schneeball-Erde (aus Ramme et al. 2024, open access, dort Figure 5)

Neben einer Vielzahl von tertiären Quellen haben wir jetzt also auch eine Sekundärquelle und die Abbildung aus einer Primärquelle. Die GOOGLE-KI nennt uns sogar den Zeitraum für zwei Schneeball-Erde-Ereignisse. Danach soll es im Zeitraum von ca. 717 bis 635 Millionen Jahren zwei große, weltweite Vereisungsphasen gegeben haben, die der Schneeball-Erde zugerechnet werden: Die Sturtische Vereisung (ca. 717 – 660 Millionen Jahre) und die Marinoische Vereisung (ca. 645 – 635 Millionen Jahre). Und auf Nachfrage gab die GOOGLE-KI dann zur Geschwindigkeit von Kontinentalplatten an:

Die Kontinente bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 bis 10 Zentimetern pro Jahr.

In 100 Millionen Jahren hätten sich die Kontinentalschollen auf unserer Erde also um 1.000 bis 10.000 Kilometer bewegt. Und dadurch wird die genaue Lage eines Kontinents auf dem Äquator natürlich nicht genauer, es sei denn, er würde immer ganz genau auf dem Äquator entlangrutschen. Schließlich habe ich mir dann mal ganz zufällig die wissenschaftliche Veröffentlichung „Paleomagnetism of the late Cryogenian Nantuo Formation and paleogeographic implications for the South China Block” von Shihong Zhang et al. (2012) angeschaut, wo es unter 5. “Concluding remarks” heißt, Zitat in GOOGLE-Übersetzung mit Hervorhebungen:

Abschließend schlagen wir das folgende Modell für weitere Untersuchungen vor:

(1) Neue paläomagnetische Ergebnisse aus der Nantuo-Formation in Südchina belegen Umpolungen des Erdmagnetfeldes während des relativ kurzen Zeitraums der Vereisungsauflösung am Ende des Kryogeniums.

(2) Die Nantuo-Vereisung fand nördlich des 30. Breitengrades (auf der Nordhalbkugel) statt, an einem meridionalen Rand, der zu einem ausgedehnten Paläozean hin orientiert war.

(3) Der Südchina-Block (SCB) war vom frühen Kambrium bis zum frühen Devon mit der Westseite Australiens verbunden, hatte diese Position jedoch vor 635 Mio. Jahren noch nicht erreicht. Für das gesamte Ediacarium im Zeitraum zwischen 635 Mio. und 542 Mio. Jahren liegen keine gut datierten und zuverlässigen paläomagnetischen Daten vor, um die geografische Lage des SCB einzugrenzen.“

Mit diesem ganz zufälligen Wissen über die Lage der Nantuo-Vereisung nördlich des 30. Breitengrades habe ich dann noch einmal die GOOGLE-KI konfrontiert, und siehe da, es geschehen noch Zeichen und Wunder, denn die KI erhöhte ihre Schlagzahl beim Zurückrudern ganz erheblich.

Neues Fazit der GOOGLE-KI:Es gibt hier also keinen Widerspruch bezüglich der Existenz der Eiszeit, wohl aber bezüglich ihrer Natur. Die Daten von Evans et al. zur paläogeographischen Lage Südchinas, kombiniert mit den neueren Fossilienfunden in der Nantuo-Formation, sind heute das stärkste Argument gegen eine völlig zugefrorene Erde („Hard Snowball“) und für eine „Slushball Earth“ (Matschball-Erde). Sie belegen, dass selbst in den mittleren Breiten der Nordhalbkugel während der Marinoischen Eiszeit lebensfreundliche, offene Meeresoasen existierten. [1, 2, 3]

Also die Tropen waren zu Zeiten der Schneeball-Erde mit Sicherheit immer noch gefroren, aber in den mittleren Breiten der Nordhalbkugel existierten während der Marinoischen Eiszeit jetzt plötzlich lebensfreundliche, offene Meeresoasen – uff, großes Erstaunen, und darauf erstmal ein Slush-Eis. Die mittleren Breiten unserer Erde liegen zwischen den Polarkreisen und den tropischen Wendekreisen. Dort machen sich die Jahreszeiten im halbjährigen Wechsel zwischen Sommer und Winter, also zunehmend von den immer warmen Tropen in Richtung auf den Wechsel zwischen Polartag und Polarnacht, schon ganz erheblich bemerkbar, wie die nachstehende Abbildung beweist.

Abbildung 2: Hemisphärische Darstellung des örtlichen Maximums der breitenabhängigen temperaturwirksamen Sonneneinstrahlung für die gesamte Erde über ein volles Jahr von Herbstäquinoktium zu Herbstäquinoktium (Abszissenbeschriftung aus Sicht der Nordhalbkugel)

Spez. Strahlungsleistung: MAX (Si) @24h-Tag mit (Si = 1.367W/m² * (1-ALBEDO) * cos PHIi)
und (PHIi = örtlicher Zenitwinkel) – Farbdarstellung: 0 [W/m²] (schwarz) – 940 [W/m²] (rot)

Linke Skala: Grad geografische Breite (Süd = „-“) – Skala oben: Datum ab Herbstäquinoktium

Die jahreszeitlichen Schwankungen zwischen den Polarkappen und dem jeweiligen Wendekreis treten in dieser Abbildung deutlich hervor. Noch deutlicher sprechen aber die Zahlen, denn beispiels­weise auf 50 Grad geografischer Breite schwankt das örtliche Maximum der solaren Einstrahlung über das Jahr zwischen etwa 30% und 90%, jeweils zur dortigen Winter- und Sommer­sonnen­wende, also um einen Faktor „3“. Weiterhin stellt die Arktis bezüglich der Land-Meer-Verteilung eine ziemlich gute geografische Inversion der Antarktis dar, denn ihr Zentralgebiet besteht aus dem Nordpolarmeer, das im Bereich des Polarkreises von kontinentalen Küstengebieten umrahmt wird:

Abbildung 3: Vergleich der beiden polaren Kalotten unserer Erde

Links: Verteilung und Temperatur des Permafrosts auf der Nordhalbkugel – Screenshot SCINEXX

Rechts: Satellitenansicht von Antarktika – Quelle: Wikipedia – Autor: NASA gemeinfrei

Wir stellen hier also fest, dass eine dauerhafte Schnee- und Eisbedeckung eng mit der jeweiligen Land-Meer-Verteilung zusammenhängt. Das Nordpolarmeer mit einer Temperatur von wenigen Minusgraden stellt gegenüber den umgebenden kontinentalpolaren Wintertemperaturen einen Hotspot dar. Und umgekehrt ist das antarktische Eis auf der antarktischen Landmasse nicht in der Lage, sich hinter der Küstenlinie über den Hotspot des Südpolarmeers mit seiner ozeanischer Kruste hinweg nach Norden auszubreiten. Vielmehr brechen die Gletscherströme spätestens am kontinentalen Schelfrand ab und schmelzen dann auf ihrer ozeanischen Norddrift. Wenn wir uns jetzt aber das Nordpolarmeer als Landmasse – und damit als Liefergebiet polarer Gletschermassen – vorstellen, dann dürfte eine permanente Vergletscherung zumindest soweit reichen, wie heute noch Permafrostböden auf der Nordhalbkugel nachgewiesen werden, und zwar auch in einer Zwischeneiszeit wie der unseren.

Denn wir leben in einer Eiszeit, genauer, in der Pause zwischen zwei Gletschervorstößen. Und diese interglazialen Warmzeiten haben in der Verrgangenheit etwa 10.000 bis 15.000 Jahre gedauert, von denen übrigens schon wieder 12.000 Jahre verstrichen sind.

Die sogenannte Schneeball-Erde wird also offenbar gegenwärtig als Beweis für die Klimawirksamkeit von CO2 – und damit für den unbewiesenen und unbeweisbaren „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ – aufgebaut. Es gab nach dem geologischen Aktualitätsprinzip aber niemals eine Möglichkeit für ein Zufrieren der tropischen Ozeane zu einer Schneeball-Erde; schon gar nicht, wenn gleichzeitig Meeresflächen in mittleren geografischen Breiten – bei starken jahreszeitlichen Schwankungen der Sonneneinstrahlung – offen geblieben sein sollen. Denn dieses Aktualitätsprinzip erfordert für eine notwendige Albedo-Rückkopplung nun mal, dass die sommerliche Schnee- und Eisschmelze nicht in der Lage ist, den winterlichen Zuwachs völlig aufzuzehren, sodass sich diese Flächen sukzessive vergrößern können. In den Tropen gibt es aber keinen Winter und im ewigen Sommer können sich dort wiederum keine Schnee- und Eisflächen bilden, schon mal gar nicht auf den tropischen Ozeanen. Und eine Schneeball-Erde mit gefrorenen tropischen Ozeanen ist auch völlig ausgeschlossen, wenn es in mittleren Breiten trotz des jeweiligen energiearmen Winterhalbjahrs immer noch offene Meeresflächen geben sollte, denn wo sollte in mittleren Breiten der Winterhemisphäre die nötige Energie herkommen – etwa aus den mittleren Breiten der Sommerhemisphäre? Denn warmes Wasser ist nun mal leichter als kaltes, und so hätte eine solche warme Strömung zunächst einmal die gefrorenen tropischen Ozeane auftauen müssen…

Die KI ist kein Ausgleich für MINT-ferne Ahnungslosigkeit, denn ohne eigene Vorkenntnis und/oder Recherche ist sie noch unkritischer als das, was von Wikipedia übrig geblieben ist. Dort findet der interessierte Leser immerhin noch kritische Ansätze, auf die er aufbauen kann. Die KI jubelt dem Wissensdurstigen dagegen ganz skrupellos die üblichen Mainstreamweisheiten als wissenschaft­liche Wahrheiten unter und rückt mit weitergehenden Informationen erst auf ganz konkrete Nachfragen heraus. Und wenn ich beobachte, wie Menschen GPS anstelle ihres eigenen Orientierungssinns und Wikipedia anstatt ihres eigenen Wissens nutzen, dann bin ich gespannt darauf, wie die KI unser Gedächtnis verändern wird – in der Hoffnung, dass es nicht im „Ministerium für Wahrheit“ aus Orwells 1984 enden möge.