Warum die CO2 Vermeidung ein religiöses Gebot der Klimasekte ist

Kaum eine Politikerrede mehr, kaum ein neuer Gesetzentwurf mehr, kaum eine Predigt in der Kirche – ohne dass nicht auf die Klimarettung verwiesen wird, ohne dass nicht der Satz fällt, CO2 muss weg. Was bedeutet das für ein Industrieland? Der Beitrag erschien auf der YT Seite von TE (hier)

Holger Douglas spricht mit EIKE VP Michael Limburg über diese Entwicklung und ihre Folgen.




Die ARD macht sich erneut zum Affen

Zu wenig TOTE durch Klimawandel: ARD-Faktenfinder hätten gerne ein paar Millionen mehr Tote – Lachen Sie mit uns!

von ScienceFiles

Wir trauern um Patrick Gensing.
Wer hätte gedacht, dass man sich die Zeit, als Gensing die ARD-Faktenfinder von einem Fiasko zum nächsten geführt hat, zurückwünschen würde.
But here we are, angesichts dessen, was derzeit von ARD-Faktenfindern verbreitet wird, müssen wir unsere Einschätzung von Patrick Gensing revidieren und zugestehen, dass er nicht das Ende des Brain Drains war, der die öffentlich-rechtliche Anstalt und ihre Insassen erfasst hat, beileibe nicht. Schließlich gibt es Carla Reveland und Pascal Siggelkow, Redaktion ARD-faktenfinder, die versuchen, in die Fussstapfen von Gensing zu treten und das in einer Art und Weise tun, die Patrick Gensing zum Volkshelden der intelligenten Vermittlung von Information macht.

Und das will etwas heißen.

Der neuerliche Auftrag, der den ideologischen Mietschreibern des ARD-Faktenfinders zugeteilt wurde, lautet: ES MÜSSEN MEHR TOTE DURCH NATURKATASTROPHEN GEFUNDEN WERDEN!

Denn es gibt ein Problem für die Klimakultisten. Björn Lomborg hat dieses Problem veröffentlicht.
Dieses Problem:

Von 1920 bis 2020 stürzt die Anzahl derjenigen, die als Folge einer “Klimakatastrophe”, früher hieß das Naturkatastrophe zu Tode gekommen ist, massiv ab. Ein Problem für die Klimawandel-Kultisten, deren morbide und menschenfeindliche Erzählung MEHR und nicht WENIGER Tote benötigt. Und deshalb werden Reveland und Siggelkow in die Spur gesetzt, um MEHR TOTE zu finden. Denn: Ein Klimawandel, der zu weniger Toten durch Naturkatastrophen führt, der lässt sich nicht mit den Vorhersagen in Einklang bringen, die Millionen Tote durch Klimawandel prophezeien. Es wäre vielmehr ein Klimawandel, den man gerne sähe.

Indes, Reveland und Siggelkow treffen auf ihrer Suche nach Fakten zunächst ein Problem: An den Daten kann man nichts herumdeuteln. Lomborg hat die Daten der International Disaster Database korrekt wiedergegeben.

Was nun folgt, ist ein Kampf mit den Fakten in fünf Runden, am Ende jeder Runde steht der Schluss, dass diejenigen, die Lomborg und seiner Grafik am Zeug flicken wollen, wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank haben – eine metaphorische Umschreibung für eine lückenhafte Ausstattung.

 

Ring frei zur ersten Runde: Katja Frieler, Leiterin der Forschungsabteilung Transformationspfade beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

“Die Daten von EM-DAT gelten unter Experten insgesamt als vertrauenswürdig, auch andere große Untersuchungen wie etwa der World Disaster Report beziehen sich darauf. Dennoch sei zumindest fraglich, wie vollständig und genau die Daten vor allem mit Blick auf die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts seien, sagt Katja Frieler, Leiterin der Forschungsabteilung Transformationspfade beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Knapp 90 Prozent aller in der Datenbank angeführten klimabedingten Katastrophen seien nach 1980 aufgenommen worden.”

Wenn die Datenbank vor 1980 lückehaft war, nach 1980 aber nicht mehr, dann folgt daraus zwangsläufig, dass der Absturz der Kurve, die Lomborg auf Basis von Durchschnitten für die Todeszahlen von jeweils 10 Jahren erstellt hat, NOCH STEILER ausfällt, denn die fehlenden Daten kommen zu denen vor 1980, die nach 1980 bleiben unverändert. Frieler hat gerade gezeigt, dass dann, wenn die Abbildung nicht akkurat sein sollte, dies zwangsläufig dazu führt, dass die Anzahl der Toten vor 1980 noch stärker von der Anzahl der Toten nach 1980 abweicht. Die Kurve wird noch steiler.

1:0 für die Fakten

RIng frei zur zweiten Runde: Felix Creutzig gegen die Fakten:

“Zudem fehlen nach Ansicht von Felix Creutzig, Leiter der Arbeitsgruppe Landnutzung, Infrastruktur und Transport am Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), viele klimabedingte Todesfälle aufgrund der Kriterien von EM-DAT. “Viele Hitzewellen sind nicht berücksichtigt, dabei ist deren Sterblichkeit nachweislich sehr hoch.””

Hitzewellen sind nicht berücksichtigt. Das stehen wir Herrn Creutzig gerne zu. Kältewellen, in deren Verlauf und an deren Folgen deutlich mehr Menschen sterben als es für Hitzewellen der Fall ist, fehlen auch. Rechneten wir beide ein, dann führte dies zu einer noch stärkeren Steigung der Kurve, denn das Verhältnis von Kälte- zu Hitzetoten ist 77 zu 1. Gasparrini et al. (2022) haben das berechnet.

Gasparrini, Antonio, Pierre Masselot, Matteo Scortichini, Rochelle Schneider, Malcolm N. Mistry, Francesco Sera, Helen L. Macintyre, Revati Phalkey, and Ana Maria Vicedo-Cabrera (2022). Small-area assessment of temperature-related mortality risks in England and Wales: a case time series analysis. The Lancet Planetary Health 6(7): e557-e564.

Diese Studie gehört zu den besten Studien, die wir im Bereich der Aggregatdatenanalyse bislang gesehen haben. Ein sorgfältiges methodisches Vorgehen kombiniert mit einer umfangreiche Datenarbeit, die in statistische Analysen mündet, an denen man nichts aussetzen kann, garantiert Ergebnisse, die wiederum nicht vom Tisch gewischt werden können.

Ein Bild, das Tisch enthält. Automatisch generierte BeschreibungDie Autoren haben für 34.753 regionale Einheiten in England und Wales, das sind Einheiten mit in der Regel rund 1.600 Einwohnern, tagesaktuelle Daten zu Sterblichkeit und Durchschnittstemperatur gesammelt. Diese Daten über eine Faktorenanalyse auf die Ebene von 348 lokalen Bezirken aggregiert und mit demographischen Daten (Alter, Bevölkerungsdichte), sozio-ökonomischen Daten (Einkommen, Arbeitslosigkeit, Bildung), sowie Daten über den Gesundheitszustand der Bevölkerung in Verbindung gebracht, um auf dieser Grundlage einen von anderen Effekten auf die Sterblichkeit bereinigten Effekt der Durchschnittstemperatur zu berechnen.

Die Tabelle zeigt die Übersterblichkeit, die entweder mit Kälte oder mit Hitze in Zusammenhang steht [bzw. auf eines davon zurückgeführt werden kann]. Insgesamt ergibt sich für England und Wales eine Übersterblichkeit von 60.573 Toten, die auf Kälte zurückgeführt werden kann. Dem stehen 791 Tote, die auf Hitze zurückgeführt werden können, gegenüber. Ein Verhältnis von einem Hitzetoten auf 76,8 Kältetote. Das ist der Stoff, aus dem die Klima-Hysteriker eine gesundheitliche Katastrophe durch Hitze konstruieren wollen. Ein an Zynismus nicht mehr zu überbietendes Unterfangen.

Die beiden Spalten rechts geben Standardisierte Mortalitätsraten an. Auf 100.000 Einwohner in England und Wales kommen demnach 122 an Folgen von Kälte Verstorbene und 1,6 an Folgen von Hitze Verstorbene.

2:0 für die Fakten

In Runde 3 steigt abermals Katja Frieler in den Ring.

Jetzt wird es lustig:

“Die gewählte Darstellungsform der Grafik von Lomborg ist zudem aus Sicht von Frieler “ziemlich irreführend”. Denn die Grafik zeigt nicht die Anzahl der Todesfälle der einzelnen Jahre, sondern Mittelwerte über zehn Jahre. “Die Darstellung erzeugt den Eindruck eines stetigen Verlaufs von konstant hohen Werten auf verhältnismäßig niedrige Werte.

“Die Kurve suggeriert einen weltweiten Trend, der in dieser Ausprägung aber darauf zurückzuführen ist, dass in den letzten Jahren keine dieser sehr katastrophalen Ereignisse mehr erfasst wurden”, sagt Frieler. Ein Diagramm, das die Todesfälle der einzelnen Ereignisse abbilde, mache das deutlicher.

Das “Diagramm, das die Todesfälle der einzelnen Ereignisse” abbildet, es sieht so aus:

Was Sie hier deutlich sehen, sofern Sie nicht beim PIK in Potsdam leben, ist ein eindeutiger Trend zu WENIGER TOTEN, der seit den 1930er Jahren gegeben ist. Man sieht, mit anderen Worten, in dieser Abbildung genau dasselbe, das man auch in der Abbildung von Lomborg sieht, der, eben weil sich Einzeljahre erheblich unterscheiden, 1932 die größte Anzahl an Toten, 1933 gar keine, die Daten für Dekaden addiert und gemittelt hat. Das macht man so, wenn man von Statistik Ahnung hat, damit der Trend in den Daten sichtbar und die Ausreißer-Werte nicht so ins Gewicht fallen. Nun kann man natürlich argumentieren, dass Lomborg das gar nicht hätte tun müssen, denn die Verteilung der Jahresdaten zeigt den Trend sehr deutlich. Seit Beginn der 1980er Jahre sind die Todeszahlen so gering, dass sie sich nicht mehr eignen, um damit Panik zu verbreiten.

Noch mal zum Vergleich:

Es wollen einfach nicht mehr Tote werden.

Wir gehören nicht zu denen, die einen individualistischen Fehlschluss begehen. Täten wir es, hätten wir darauf hingewiesen, dass ein Leiter der Forschungsabteilung Transformationspfade beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der nicht in der Lage ist, rudimentäre Kennzahlen der DESKRIPTIVEN STATISTIK zu interpretieren, nichts Gutes für den Rest der dort Beschäftigten erwarten lässt.

3:0 für die Fakten.

Runde 4: Toralf Staud, ein FACHJournalist …

“Fachjournalist Toralf Staud des Wissensportals klimafakten.de erläutert, warum es generell richtig sei, dass die Todesfälle durch Klimakatastrophen in den letzten hundert Jahren zurückgegangen sind. Man habe dazugelernt, verfüge mittlerweile über ganz andere Technik als noch vor hundert Jahren und sei dementsprechend deutlich besser auf Unwetter und andere Naturkatastrophen vorbereitet – sowohl was Prävention wie auch Rettungseinsätze im Ernstfall angehe.”

Was Staud suggerieren will ist, dass weniger Tote nicht bedeuten, dass es weniger Katastrophen gibt, eine Behauptung, die man schnell mit den entsprechenden Daten belegen könnte.

Indes, Staud belegt nichts.
Warum nicht?

Der “FACH”Journalist hat doch sicher eine Abbildung parat, die z.B. die Häufigkeit von Hurricans zeigt. Nach Überzeugung der Klimawandel-Kultisten werden Hurricans häufiger und stärker, führen zwangsläufig zu mehr Schaden und Verletzten und Toten, oder so. Das kann man anhand leicht recherchierbarer Daten, die man als FACHJournalist sicher parat hat, zeigen – oder nicht?

Nein, denn: Einmal mehr sprechen die Fakten eine andere Sprache: Die Anzahl der Hurricances hat sich über die letzten Jahrzehnte nämlich eher verringert als erhöht.

Quellen:
Klotzbach, Philip J., Kimberly M. Wood, Carl J. Schreck III, Steven G. Bowen, Christina M. Patricola, and Michael M. Bell (2022). Trends in Global Tropical Cyclone Activity: 1990–2021.” Geophysical Research Letters 49(6): e2021GL095774.

Roy Spencer, University of Alabama, Huntsville.
Chris Martz, Weather and Climate for the Curious and Open Minded

Klotzbach et al. (2022) finden in ihrer Analyse einen Rückgang der tropischen Stürme. Sie werden nicht häufiger, sie werden seltener.

4:0 für die Fakten.

Aber Fachjournalist, der er nun einmal ist, hat Staud noch etwas in petto

“Man kann schon rein logisch aus Entwicklungen der Vergangenheit nicht linear fortschreiben, dass es in der Zukunft genauso sein wird. Wenn es in der Vergangenheit kein Problem gab, kann man daraus nicht verlässlich ableiten, dass es in der Zukunft keines gibt.” Wetterextreme würden im Zuge der Erderhitzung nachweislich zunehmen und heftiger werden, was sehr sicher auch mit steigenden Opferzahlen einhergehen werde, so Staud. Das sei in der Forschung praktisch unumstritten.

Der Klimawandel habe zwar schon begonnen, doch die massivsten Auswirkungen des Klimawandels kämen erst in der Zukunft auf uns zu.”

Was für ein Bullshit.
Da die Behauptung, die “massivsten Auswirkungen des Klimawandels kämen erst in der Zukunft auf uns zu”, nur getroffen werden kann, wenn man auf Basis von Modellen hochrechnet [oder linear fortschreibt], Modellen die wiederum auf Erfahrungswerten aus der Vergangenheit basieren, ansonsten wären sie frei erfunden, und damit genau auf dem basieren, was Staud im ersten hier zitierten Satz mit einer Mischung aus Arroganz und Dummheit, bei der man sich fragt, was überwiegt, vom Tisch gewischt hat, haben wir es hier mit einem der kürzesten sprachlichen Abstände, in denen es überhaupt möglich ist, sich zu widersprechen, zu tun. Man kann die Vergangenheit nicht linear fortschreiben. Eine Erkenntnis, die Staud keinen Satz lang behalten kann, denn schon im Anschluss an diese Verkündung einer Unmöglichkeit, sagt Staud, dass in der Forschung praktisch unbestritten sei, dass Wetterextreme im Zuge der Erderhitzung “nachweislich” zunehmen werden.

Dass man etwas, das sich erst ereignen muss, nicht nachweisen kann, sollte selbst einem Fachjournalisten eingängig sein.
Dass das, was in der “Forschung praktisch unumstritten” sein soll, auf einer Interpretation oder [linearen] Fortschreibung der Vergangenheit basiert, das wollen wir zugunsten von Staud annehmen, denn die einzige verbleibende Möglichkeit, wenn man keine Fortschreibung vergangener Erfahrungswerte annehmen will, ist freies Erfinden.

Wie man es dreht und wendet, Staud verbreitet Bullshit. Ob er das tut, um sich als Redakteur der Faktenfinder zu empfehlen?

5:0 für die Fakten.

Noch einmal als Lessons learnt für FACHJournalisten, Leiter:_@*innnen und Faktenfinder:

  1. Runde: Wir lernen, wenn man zu denen, die ohnehin schon mehr sind, als die anderen, noch welche addiert, dann werden es noch mehr
  2. Runde: Wir lernen, wenn man Hitzetote anführt, muss man auch Kältetote anführen. Es gibt mehr Kälte- als Hitzetote, und damit gibt es wieder mehr andere.
  3. Runde: Wir lernen, dass eine zusammenfassende Darstellung einer Grafik, die Daten nur zusammenfasst, nicht verändert, wie man sieht, wenn man die Ausgangsdaten betrachtet, die den gleichen Trend zeigen, den schon die zusammenfassende Darstellung gezeigt hat.
  4. Runde: Wir lernen, bessere Vorbereitung auf Naturkatastrophen steht in keinem Zusammenhang zu deren Anzahl.
  5. Runde: Wir lernen, da man die Zukunft nicht kennt, kennt man die Zukunft nicht. Wenn man Vorhersagen über die Zukunft macht, dann macht man das zwangsläufig auf Basis einer Interpretation und FORTSCHREIBUNG von Erfahrungsdaten aus der Vergangenheit.

Aufgabe für FACHJournalisten, Leiter:_@*innnen und Faktenfinder: Auswendig lernen.

Wir hoffen, Sie haben sich unterhalten.

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceFiles hier




So belügt uns die Ampel bei den Preisen – Die grüne Energiekrise (Folge 1)

von JF TV

Warum wird Energie immer teurer? Die Antwort: Putin ist schuld. So jedenfalls lautet ein beliebtes Narrativ in Medien und Politik. Doch stimmt das? Welche Rolle spielt der CO2-Preis, welche die grüne Ideologie, welche die Politik unserer eigenen Regierung und welche Rolle spielen die Medien? Im ersten Teil der dritten Staffel unserer großen JF-TV Dokureihe MEDIENMYTHEN beschäftigen wir uns mit der angeblichen Energiekrise, die in Wahrheit eher eine Energiepreiskrise ist, vor allem aber eine Krise grüner Politik. Wir analysieren, welche Faktoren zusätzlich zum Einmal-Effekt des Ukrainekrieges die Energiepreise hochgetrieben haben – und weiter hochtreiben werden. Denn: Verknappung und Verteuerung von Energie ist kein einmaliges Unglück ausgelöst durch fremde Mächte, sondern langfristige Strategie grüner Ideologen und Teil der sogenannten „großen Transformation“. Experten: Fritz Vahrenholt, Manfred Haferburg, Michael Limburg und – in Folge 2 – Michael Shellenberger.


00:00 Intro

01:39 Abonnieren Sie die Junge Freiheit

01:56 Die neue Normalität

16:27 Faktor CO2-Bepreisung

18:48 Die grüne Agenda

23:07 Verteuerung fossiler Kraftwerke

30:05 Fazit

32:51 Ausblick




Die Deutschen und die Versorgungssicherheit

Wie die Deutschen die eigene Betroffenheit von der Energiewende verkennen

von Theobald Tiger*

Seit dem 24. Februar 2022 ist die Angst vor einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine bittere Realität. Niemand, wirklich niemand mit Herz und Verstand kann diesen Krieg wollen. Vielen Deutschen gilt dieses Datum deshalb als Zeitenwende im Umgang mit dem großen Nachbarn im Osten Europas. Damit einhergehend wird auf vielen Ebenen nun intensiv über den Umgang mit dieser Situation diskutiert und von unterschiedlichen Seiten werden nachhaltige und vor allem langfristige Konsequenzen gefordert. Vonseiten der Politik gilt es vor diesem Hintergrund mittlerweile weitgehend als Konsens, die bestehenden, als einseitig empfundenen Abhängigkeiten von Russland zu reduzieren bzw. vollständig zu beenden. Das politische Zauberwort dabei: europaweites Embargo.

Das heißt im Moment für die Deutschen übersetzt, unter anderem vorerst kein Import von russischer Kohle, russischem Holz und russischem Öl mehr. Um das jeweilige Surrogat wird politisch noch intensiv gerungen, teilweise aber auch schon erste Festlegungen beispielsweise mit Katar über die Lieferung von Flüssiggas getroffen. Angesichts fehlender Alternativen stellt sich die deutsche Bundesregierung bislang jedoch noch gegen ein allumfassendes Embargo, die deutsche Bevölkerung, glaubt man den Umfragen, ist uneinheitlich in dieser Frage und die deutsche Industrie warnt vor den Folgen. Und so näher der Winter kommt, umso deutlicher kann man in der Politik nun das Szenario Blackout hören.

Mit einem Schlag wird deutlich, dass auch strategische Abhängigkeiten ökonomischer Natur problematisch sein können. Auf einen Schlag wird deutlich, dass Deutschland, die eigene Versorgungssicherheit vor lauter Energiewende nicht mehr ausreichend im Blick hatte. Aber ist es deshalb wirklich sinnvoll nun von einer Abhängigkeit (Russland) in die nächste (Katar) zu gleiten? Zumindest ökonomisch sinnvoll ist es jedenfalls bislang nicht, was die Börsenpreise für Erdgas im Vergleich zum Vorkrisenniveau auch nach der Kooperationsankündigung mit Katar im Augenblick zeigen. Deutschland verbraucht etwa 1.000 Terawattstunden Gas im Jahr. Den größten Anteil davon, etwas mehr als ein Drittel nutzt die Industrie, dicht gefolgt von den Haushalten, die ebenfalls knapp ein Drittel in Anspruch nehmen und mit etwas Abstand folgt dann Gas in der Stromerzeugung.

Sofern energiewirtschaftliche Unabhängigkeit tatsächlich das primäre politische Zielkriterium sein sollte, dann lässt sich dies durchaus erreichen, aber nur zu einem hohen Preis und nicht ohne ernsthaft über Alternativen nachzudenken. Erdgas zum Beispiel hat am deutschen Primärenergieverbrauch einen Anteil von etwa 25 Prozent. Das ist enorm viel, wenn man sich vor Augen führt, dass der ⁠Primärenergieverbrauch⁠ den Energiegehalt aller im Inland eingesetzten Energieträger repräsentiert und somit sämtliche Lebensbereiche bzw. die gesamte Volkswirtschaft darüber repräsentiert wird. Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang außerdem, dass von den drei wichtigsten fossilen Brennstoffen Erdgas gegenüber Kohle und Erdöl den niedrigsten spezifischen CO2-Emissionsfaktoren aufweist.[1]

Damit gilt Erdgas eigentlich als die perfekte Brücke auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität. Dennoch ist in ein paar Jahren ein Ausstieg aus dem Erdgas durchaus denkbar, ein kurzfristiger Prozess kann es allerdings niemals werden. So nimmt es auch nicht Wunder, dass die Europäische Kommission im Rahmen der von wenigen Monaten erlassenen sogenannten Taxonomie-Verordnung (wichtiges klimapolitisches Steuerungsinstrument der EU) Erdgas als Energieträger einstuft, der den Energiebedarf in der EU in der Übergangsphase zuverlässig abdeckt.[2]

Zudem wird die Politik, meint sie es ernst mit dem Primat der energiewirtschaftlichen Unabhängigkeit nicht umhinkommen einzugestehen, dass der nahezu parallele Ausstieg aus Kernenergie und Kohleverstromung die Deutschen erst in diese Abhängigkeit gerade von Russland gebracht hat. Ferner gilt es dann anzuerkennen, dass der große Traum von der deutschen Klimaneutralität bis 2045 mit dem gleichzeitigen Wunsch nach Unabhängigkeit vollständig unrealistisch wird. Darüber öffentlich zu sprechen, den Bürgern reinen Wein einzuschenken, gehört eben auch zur Energiewende und zu einer ehrlichen politischen Diskussion. So wünschenswert es auch sein mag, den Weg zu einer klimaneutralen, bezahlbaren und sicheren Energieversorgung über den schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien und/oder die Steigerung der Energieeffizienz zu erreichen, es ist auf dem aktuellen Stand der Technik eine Phantasie.

Lässt sich die gebotene Reduktion der Abhängigkeit von Russland dennoch in einem glaubwürdigen Transformationspfad realisieren? Mittlerweile arbeitet die deutsche Bundesregierung neben dem forcierten Ausbau der Erneuerbaren Energien mit Hochdruck an einer LNG-, also Flüssiggasstrategie. Dabei fehlt es den Deutschen momentan noch an vielem, was eine geeignete Infrastruktur dafür voraussetzt. Abgesehen davon, dass LNG-Terminal-Kapazitäten erst im Entstehen sind, muss das verflüssigte Gas auf der Welt erst in ausreichender Menge und zu bezahlbaren Kosten beschafft werden. Im Augenblick zumindest ist Flüssiggas noch erkennbar teurer als das russische Pipelinegas bisher.

Doch was ist mit den Alternativen, im Sinne einer Reduktion der Nachfrage oder Substitution von Erdgas? Ein populärer Denkansatz besteht im Augenblick in der Reduktion der Nachfrage durch Verbrauchsreduktion der Haushalte.[3] Allerdings wird – wie bereits angesprochen – ein erheblicher Teil des importierten Erdgases nicht in den Haushalten, sondern in der Industrie sowie in der Stromerzeugung verbraucht. Dazu korrespondierend existiert natürlich auch die politische Vorstellung die Wirtschaft könnte ihren Energiebedarf erkennbar drosseln. Die durchoptimierte deutsche Wirtschaft realisiert jedoch bereit heute jedes Promille an Effizienzsteigerung, da es Wettbewerbsvorteile bringt. Zur Wahrheit gehört nämlich auch, dass die im internationalen Wettbewerb stehenden deutschen Unternehmen bereits heute mit die höchsten spezifischen Energiekosten im Vergleich zu den konkurrierenden Volkswirtschaften tragen.

Der Wiedereinstieg in die fossile Verstromung ist eine weitere denkbare Alternative, allen voran natürlich Kohle und hier insbesondere Braunkohle, als wichtige nationale Ressource. Der daraus entstehende Konflikt mit den Klimaschutzzielen ist evident und ließe sich auch nicht über den europäischen Emissionshandel (wichtiges Klimaschutzinstrument der EU) lösen, da die festgelegten Emissionsobergrenzen nicht mehr zu halten wären. Einen CO2 armen durch einen CO2 reichen Energieträger zu ersetzen, um die gleiche Menge an Energie zu erzeugen, bedeutet automatisch eine höhere CO2-Last. Aus einem Mehr an Kohleverstromung resultiert also unmittelbar, dass die EU ihren selbstgesteckten (und bereits sehr ambitionierten) Pfad zur Klimaneutralität verlassen müsste. Zudem würde aus einer intensivierten Kohleverstromung eine zusätzliche Kostenbelastungen für die vom ETS erfassten Unternehmen folgen, was wiederum teilweise oder ganz auf deren Kunden übergewälzt wird.

Will Deutschland sich aus der energiewirtschaftlichen Abhängigkeit in der langen Perspektive befreien, ist das Denken in Alternativen unumgänglich. Hinzu kommt die Notwendigkeit, dabei vollkommen ergebnis- und technologieoffen zu denken. Denn den einen großen Wurf, kann es für Deutschland bei der Sicherstellung der eigenen Versorgungssicherheit nicht geben. Wahrscheinlich ist vielmehr die Kombination aus vielen Aspekten der Weg in die energiewirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Gleichzeitig wird man nicht umhinkommen, auch unangenehme Themenstellungen wie längere Laufzeiten für Atomkraftwerke oder bisher ausgeschlossene Alternativen wie Fracking neu zu diskutieren.

Deutschland verfügt zum Beispiel über einen reichen Schatz an Braunkohle. Der bereits definierte Kohleausstieg ist allein eine politische Festlegung, zumal die Möglichkeit Kohlendioxid via CCS-Technologie abzuscheiden, wegen grundsätzlicher Bedenken bisher noch nicht zum Einsatz kam. Gleiches gilt für ungeförderte Erdgasvorkommen, die durch Fracking gehoben werden könnten. Sich gegen die Ausbeutung der eigenen Ressourcen zu stellen aber gleichzeitig Frackinggas aus anderen Ländern zu importieren, um die Gasversorgung im Land sicherzustellen, ist durchaus widersprüchlich. Wünschenswert wäre eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, was gesellschaftlich in der Abwägung zwischen energiewirtschaftlicher Unabhängigkeit, Bezahlbarkeit und Sicherheit gesellschaftlich konsensfähig ist. So oder so, es liegt kein leichter Weg vor uns.

Literatur

1 Vgl. Umweltbundesamt (2016); „CO2-Emissionsfaktoren für fossile Brennstoffe“; https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1968/publikationen/co2-emissionsfaktoren_fur_fossile_brennstoffe_korrektur.pdf;

2 Vgl. Europäisches Parlament, Taxonomie: Keine Einwände gegen Einstufung von Gas und Atomkraft als nachhaltig; https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20220701IPR34365/taxonomie-keine-einwande-gegen-einstufung-von-gas-und-atomkraft-als-nachhaltig;

3 Vgl. Zeit online (2022); Ex-Bundespräsident: „Auch einmal frieren für die Freiheit“; https://www.zeit.de/news/2022-03/10/ex-bundespraesident-auch-einmal-frieren-fuer-die-freiheit?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F;

  1. Vgl. Umweltbundesamt (2016); „CO2-Emissionsfaktoren für fossile Brennstoffe“; https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1968/publikationen/co2-emissionsfaktoren_fur_fossile_brennstoffe_korrektur.pdf;
  2. Vgl. Europäisches Parlament, Taxonomie: Keine Einwände gegen Einstufung von Gas und Atomkraft als nachhaltig; https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20220701IPR34365/taxonomie-keine-einwande-gegen-einstufung-von-gas-und-atomkraft-als-nachhaltig;
  3. Vgl. Zeit online (2022); Ex-Bundespräsident: „Auch einmal frieren für die Freiheit“; https://www.zeit.de/news/2022-03/10/ex-bundespraesident-auch-einmal-frieren-fuer-die-freiheit?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F;

 

  • Der Autor ist eine Experte aus der Energiebranche, sein Autorenname Theobald Tiger ist ein Pseudonym, der Autor ist der EIKE Redaktion in Person bekannt



„Keine Zeit verlieren“: Frankreich baut 14 neue AKWs

Während bei uns Ideologen den Ton angeben, wird in Frankreich seriös über Energiepolitik diskutiert. Dort will die Regierung Macron 14 neue Kernkraftwerke bauen und kann über den fatalen deutschen Sonderweg nur den Kopf schütteln.

von Manfred Haferburg

Wenn ich mir die Diskussion um die Energiepolitik der Zukunft in Deutschland ansehe, kommt mir als Fachmann das kalte Grausen. Die deutsche Energiepolitik wird bestimmt von Ideologie, Demagogie, Parteipolitik und Machtbestreben, und wird von den Politikern irgendwie in Wahlperioden gedacht, meist aber kürzer. Der beste Beweis dafür ist das Laufzeitverlängerungslein von dreieinhalb (!) Monaten für die letzten Kernkraftwerke, das der deutsche Bundeskanzler kraft seiner Wassersuppe durchgedrückt hat.

Die deutsche Politik und ihre quasselnden Eliten ergehen sich im energetischen Machbarkeitswahn und in solch ökonomischen Unfugs-Fantasien wie eine Umstellung der ganzen Volkswirtschaft auf eine „grüne Wasserstoffwirtschaft“ mit 25 Prozent Wirkungsgrad in weniger als acht Jahren. Man sehe sich die Expertise der Kernenergie-Ethikkommission oder der Kohleausstiegskommission an. Alles Mögliche setzte sich da in Szene – Bischöfe, Anwälte, Politikwissenschaftler – aber kein einziger Fachmann.

Energiepolitik muss aber, wenn sie erfolgreich sein will, in Dekaden oder längeren Zeiträumen gedacht werden. Dazu braucht es Politiker, die rechnen können, auf kompetente Berater hören und selbstlos das Beste für ihr Land wollen, auch nach ihrer Zeit. Allein der Bau eines Gaskraftwerks dauert mindestens fünf Jahre. Ein Kernkraftwerk baut man in Europa in zehn Jahren, das gleiche in China in sechs. Neue Technologien brauchen 10, 15 Jahre bis zur Industriereife – nachdem sie erfunden wurden. Eine neue Speichertechnologie jedoch ist noch nicht mal erfunden. Der Aufbau der elektrischen Netze hat hundert Jahre gedauert. Jetzt will man ihre Funktionalität in wenigen Jahren vollständig ändern.

Auf dem Weg zum Venezuela Europas

Das klägliche Scheitern aller Zeitpläne für die berühmten Stromautobahnen spricht Bände. Von 7.700 Kilometern sind in fünf Jahren ganze 1.300 km gebaut, im letzten Jahr hat man ganze 200 km geschafft. Wenn es in dem Tempo weitergeht, dann sind die Stromtrassen in 30 Jahren fertig. Genauso ist es um die völlig utopischen „Ausbauziele“ der „Erneuerbaren“ bestellt, um die größenwahnsinnigen Zahlenspielereien mit Elektroautos und Wärmepumpen – von der grünen Wasserstoff-Utopie gar nicht zu reden. Schon Brecht wusste:

Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch’nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.

Für Energiepolitik sind Wahlperioden schlichtweg zu kurz. Wenn heute eine Regierung einen Fehler in der Energiepolitik macht, wirkt sich das noch in zehn und viel mehr Jahren unter Umständen katastrophal auf das Land aus. Nämlich dann, wenn die Fehlentscheider längst in Pension oder unter der Erde sind. Wenn dereinst die Herren Scholz und Habeck in Frieden ruhen, werden die Ergebnisse ihrer verfehlten Energiewende Deutschland zum Venezuela Europas gemacht haben.

Wie wohltuend hingegen ist da die Diskussion über die richtige Energiepolitik im Nachbarland Frankreich. Hier diskutiert man in der Politik und in den Medien meist vernünftig und mit kühlem Kopf über den besten Weg zu einer bezahlbaren, sicheren und nachhaltigen Energiepolitik. Natürlich gibt es auch in Frankreich ein paar Energieideologen, aber sie haben weder die Lufthoheit in den Medien noch einen ernsthaften Rückhalt in der Bevölkerung. In Frankreich gibt es auch die Klima-Armageddon-Hysterie nicht. Das ist zwar auch ein Thema, aber es gibt vieles, was wichtiger ist.

Hier Lobbyistinnen, dort Experten

Wenn Sie das nicht glauben können, dann sehen Sie sich den Artikel in RMC an, und wenn Sie Französisch sprechen, verfolgen Sie das eingebettete Fernsehinterview mit dem Energiefachmann Professor Thierry Bros. Dieses Interview ist typisch für die Art und Weise, wie im Nachbarland Energiepolitik diskutiert wird.

Der Experte führt aus, dass jede (!) Art der Energieumwandlung ihre Vor- und Nachteile hat. Deshalb muss man länderspezifisch seinen optimalen Energiemix finden und nicht dogmatisch einzelne Energieträger verteufeln. Er erklärt, dass Deutschland seine Kernkraftwerke abschaltet, was zu höheren Energiepreisen auch für die französischen Verbraucher führt. Er stellt nüchtern fest, dass Deutschland stattdessen Kohlekraftwerke anfährt und die Umwelt belastet. Er sagt sinngemäß: Vor zehn Jahren hat man uns erklärt, dass wir nur noch die Hälfte der Kernkraftwerke brauchen, weil sie durch Wind und Sonne ersetzt werden und der Verbrauch sowieso sinken wird – nichts davon stimmt.

So ein sachliches Interview mit einem kundigen Experten wie im französischen Fernsehsender France 24 ist auf einem Kanal der großen deutschen Medien schlicht undenkbar. Es existieren zwar kundige Experten wie dieser Professor in Deutschland, sie werden aber jemanden wie ihn nie und nimmer in den ÖRR-Kanälen zu Gesicht bekommen. Sondern da treten Scharlataninnen mit Professortitel auf und dürfen unwidersprochen den größten Unfug von „Speichern noch und nöcher“ verbreiten. Die existierenden Noch-und-nöcher-Speicher in Deutschland reichen für eine gute halbe Stunde, dann gehen die Lichter aus. Das weiß die Lobby-Professorin auch, doch sie lügt frech die Leute an, von denen sie annimmt, dass sie es nicht besser wissen.

Selbst Frankreichs Grüne sind für Kernenergie

Der frühere französische Präsident François Hollande hatte 2015 durchgesetzt, dass Frankreich den Anteil des Atomstroms auf 50 Prozent verringern sollte. Dafür sollten 14 Kernkraftwerke vom Netz genommen werden. Tatsächlich wurden aber nur die beiden ältesten Kernreaktoren in Fessenheim abgeschaltet. Und die gehörten zum Teil Deutschland. (EnBW – Anm. des Verfassers)

Abgeschreckt durch das desaströse Beispiel der Deutschen Energiewende und im Angesicht des Ukrainekrieges gab es in der französischen Politik in den letzten Jahren ein komplettes Umdenken. So wurde kürzlich EdF verstaatlicht, 90 Prozent gehören jetzt dem französischen Staat. Folgerichtig hat der französische Senat am 24.1.2023 mit überwältigender Mehrheit von 239 zu 16 Stimmen einen beschleunigten Bau von bis zu 14 neuen Kernkraftwerken beschlossen. „Es geht darum, keine Zeit zu verlieren“, sagte Frankreichs Energieministerin Agnès Pannier-Runacher. Selbst die Grünen in Frankreich plädieren bis auf wenige Hardliner für Kernenergie.

Die neuen Reaktoren sollen jeweils paarweise am Standort bereits bestehender Kernkraftwerke gebaut werden. Die ersten beiden sollen in Penly entstehen, die folgenden beiden in Gravelines, jeweils an der Küste des Ärmelkanals. Und Frankreich wird gegen das desaströse Merit-Order-Verfahren der Strompreisfindung vorgehen, damit nicht französische Verbraucher weiterhin die verkorkste deutsche Energiewende mitfinanzieren müssen.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier