Klimawandel: Windparks verursachen Trockenheit und Dürre – Die Belege werden immer zahlreicher [Neue Studie]

Aus der Kinderreihe: Wir wollten das Klima retten und haben den Planeten zerstört.

von ScienceFiles

Nicht nur verursachen Windparks Trockenheit und Dürre, sie tragen auch erheblich zum Artensterben bei. Die wissenschaftlichen Belege, die beides zeigen, häufen sich. Zwei Studien aus dem Jahr 2023 ergänzen den bisherigen Korpus der Studien, die alle zum selben Ergebnis kommen. Windparks sind schlecht für Fauna und Flora, aber natürlich ein Goldesel für eine ganze Reihe von Klimawahnprofiteuren.

Los geht’s:

Leser mit einem langen Gedächtnis, einem, das bis ins Jahr 2019 zurückreicht, erinnern sich vielleicht noch an die beiden folgenden Abbildungen. Sie stammen aus dem Dürremonitor des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung, UFZ. 2019 ging die rechte durch die Medien. Macht einfach mehr her, wenn es darum geht, Panik zu schüren als die Linke. Als Legende gilt: Je röter, desto trockener.

Die folgende Abbildung haben wir damals vom Bundesamt für Naturschutz besorgt. Sie zeigt die deutschlandweite Verteilung von Windkraftanlagen. Als Legende gilt dieses Mal, je röter, desto mehr Windkraftanlagen im Jahre 2019.

Die Frage, die wir vor dem Hintergrund dieser Datenrepräsentation gestellt haben: Ist es ein Zufall, dass die Böden da am trockensten sind, wo die meisten Windkraftanlagen stehen?

Sie können sich die Reaktion im Mainstream vorstellen, unter denen, die schlicht nicht in der Lage sind, differenziert zu denken, die Möglichkeit zuzulassen, dass etwas, von dem sie sich Wohltaten erwarten, auch negative Konsequenzen haben könnte. Eigentlich ist die Fähigkeit, differenziert zu denken, eine Entwicklungshürde, die zu nehmen ist, um von der Kindheit ins Erwachsenenalter zu gelangen. Offenkundig haben viele diese Hürde nicht nehmen können und verharren in einem infantilen Stadium. Man rufe sich nur die irren Behauptungen im Hinblick auf Pfizer/Moderna/Biontechs Mana-Säfte in Erinnerung. Allein der Hinweis, es könne zu negativen gesundheitlichen Folgen als Ergebnis von COVID-19 Shots kommen, galt vielen der Spritzeifrigen als Häresie.

Klimawandel ist insofern nur eine weitere Tummelwiese der infantil-Denkretardierten, die von Leuten mit echten Interessen, die mit der Dummheit der Klimakrieger dicke Profite machen, nach Lust und Laune instrumentalisiert werden. Kehren wir zurück zur Windkraft und zu den trockenen Böden, zu den Dürren, die Windkraftanlagen zu produzieren scheinen. Zwei Dinge haben uns heute erneut für dieses Thema sensibilisiert:

Die Abbildung links und ein nagelneuer Beitrag.

Bleiben wir zunächst bei der Abbildung, die uns insofern irritiert hat, als die Texas-Windfarm, von der hier die Rede ist, bereits 2012 Gegenstand eines wissenschaftlichen Beitrags war, den wir in der Vergangenheit besprochen haben. Und in der Tat entpuppt sich der Beitrag der NASA, auf den hier Bezug genommen wird, als – wenn man so will – Relikt, denn er stammt aus dem Jahre 2012 . Die Arbeit, auf die er sich bezieht, diese Arbeit:

Zhou, L., Tian, Y., Roy, S.B., Dai, Y. and Chen, H. (2012). Diurnal and seasonal variations of wind farm impacts on land surface temperature over western Texas. Climate dynamics 41(2): 307-326.

haben wir – wie gesagt – bereits in der Vergangenheit besprochen, als wir der Frage, ob Windkraft zu trockenen Böden und nachfolgend Dürre führt, nachgegangen sind.

Die Studie von Zhou et al. (2012) lässt daran wenig Zweifel. Die Bodentemperatur im Umfeld eines Windparks in Texas erwärmte sich um 0,72 Grad per Dekade im Vergleich zu Regionen im näheren Umfeld, die keinen Windpark hatten. Ein Effekt, den die Autoren explizit darauf zurückgeführt haben, dass die Propeller der Windturbinen wie ein Fächer wirken, die nachts wärmere Luft aus oberen Schichten nach unten holen und den Boden erwärmen.

Irgendwie ist die Forschung zu Windparks und ihrem Einfluss auf die Böden, auf denen sie stehen und die Landschaft, in der sie stehen, nicht in der Menge vorhanden, wie man das erwarten würde, angesichts der großen Zahl hässlicher Eingriffe in die Landschaft, die derzeit vorgenommen wird, mit nicht nur optischen Folgen, sondern mit erheblichen Folgen für die Flora und Fauna. Eine gerade veröffentlichte Studie von del Mar Salguero et al. (2023) hat für eine Windfarm im Süden Spaniens die Jahresmortalität nur für Fledermäuse untersucht. In der Region Cádiz hat der Klimawandelwahnsinn seinen Niederschlag in knapp 900 Windrädern in 59 Windparks etliche davon in Naturschutzgebieten gefunden und in Massenmord an Fledermäusen. In einem Jahr, und zwar unabhängig von der Jahreszeit, wenngleich im Sommer mehr als im Winter, sind mindestens 2.858 Fledermäuse geschreddert worden, aus 10 verschiedenen Fledermaus-Arten. Die Forscher haben nur Fledermäuse untersucht. Der Massenmord an Vögeln dürfte nicht geringer ausfallen. Aber natürlich ist uns der vermeintliche Schutz vor einem phantasierten, von Menschen verursachten Klimawandel, die Zerstörung von Fauna und Flora wert.

Wer nachlesen will, wie del Mar Salguero et al. auf ihre Zahlen kommen, der kann das hier tun:

del Mar Salguero, María, Andrés De la Cruz, Antonio Román Muñoz Gallego, and Gonzalo Muñoz Arroyo. (2023). Bat Mortality in Wind Farms of Southern Europe: Temporal Patterns and Implications in the Current Context of Climate Change. (2023).

Falls irgendein Grüner noch einmal das Wort “Artenschutz” in den Mund nehmen sollte, kotzen Sie ihm vor die Füße als Alternative zur Faust im Gesicht.

Seit 2012 und seit wir unsere Bestandsaufnahme zum Zusammenhang von trockenen Böden, Dürre und Windparks erstellt haben, ist wenig hinzugekommen. Forschung zu den negativen Folgen der Windkraftmanie wird Probleme haben, eine Förderung zu erhalten, und Forscher, die den Mut haben, die eigene Karriere mit entsprechenden Ergebnissen zu gefährden, sind nicht gerade häufig. Wenn man nach Ihnen Ausschau hält, muss man schon genau hinsehen und Ausdauer mitbringen und an Orten suchen, die bislang nicht wirklich durch Offenheit und Freiheit zur Forschung bekannt sind: CHINA.

Siehe da, aus China kommt die neueste Studie, die die Auswirkungen von Windparks auf die umgebende Region untersucht hat, diese Studie:

Wang, Gang, Guoqing Li, and Zhe Liu. Wind farms dry surface soil in temporal and spatial variation. Science of The Total Environment 857 (2023): 159293.

Untersucht haben die Autoren, wie sich einer der großen Chinesischen Windparks in der Grenzregion zur Mongolei auf die Umgebungstemperatur und die Feuchtigkeit der Böden auswirkt. Die Untersuchung differenziert Tageszeiten und Jahreszeiten und gibt einen umfassenden Einblick in die Veränderung, die ein Windpark zur Folge hat, einen wenig überraschenden Einblick, denn die Realität geht auch dann, wenn sie nicht erforscht wird, nicht einfach weg.

Hier der Windpark

Wang et al. (2023) haben fünf meteorologische Stationen auf oder in unmittelbarer Nähe zum Windpark errichtet und zudem Messwerte der Meteorologischen Station von Xilinhot ausgewertet, sechsmal in 24 Stunden über ein ganzes Jahr.  Mehrere tausend Bodenproben wurden an unterschiedlichen Stellen und in einer Tiefe von 52mm genommen und auf Feuchtigkeit untersucht. Ein Index für die Trockenheit des Bodens, der aus der Beziehung zwischen der Oberflächentemperatur und dem “normalized difference vegetation index (NDVI)”, errechnet und TVDI [Temperature Vegetaion Dryness Index] genannt wurde, ist von den Autoren zur Grundlage eines Modelles gemacht worden, das auf Basis der Messwerte darstellt, wie sich die Feuchtigkeit des Bodens im direkten und angrenzenden Umfeld von Windparks verändert. Schließlich wurden Temperaturdaten, die mit “remote sensing” gewonnen wurden, die Autoren lassen sich dazu nicht aus, aber es handelt sich vermutlich um Satellitendaten, mit den Messdaten kombiniert, was in den folgenden Ergebnissen resultierte:

  • Winparks reduzieren die Bodenfeuchtigkeit erheblich, und zwar um 4,1% jährlich.
  • Die Reduktion der Bodenfeuchtigkeit ist nicht auf das Gelände des Windparks begrenzt. Sie findet sich vor und hinter Windparks.
  • Die Reduktion der Bodenfeuchtigkeit in Windrichtung ist vor allem im Frühling stark ausgeprägt, in Sommer und Herbst reduziert sich die Bodenfeuchtigkeit vor allem gegen die Windrichtung.
  • Die Reduktion der Bodenfeuchtigkeit in Windrichtung beträgt im Durchschnitt 2,85% am Tag, die Reduktion der Bodenfeuchtigkeit gegen die Windrichtung beträgt pro Tag im Durchschnitt 0,21%

Damit bestätigt eine weitere Studie, was schon andere Studien zuvor gezeigt haben: Windparks wirken sich negativ auf die Feuchtigkeit der sie umgebenden Böden aus. Sie verändern das Klima, machen es trockener, führen im Extrem zu Dürre und Bodenerosion. Mit anderen Worten, Windparks produzieren die Umwelt- und Klimafolgen, die sie angeblich verhindern sollen.

Ein weiterer Hoax, an dem sich sehr viele Profiteure seit Jahren bereichern.

Wri präsentieren im Folgenden die bisherige Forschung, die ergänzt, was wir gerade geschrieben haben.

Bevor wir den Stand der Wissenschaft präsentieren, noch ein Wort zur Bodenversiegelung durch Windkraftanlagen, die natürlich das ihre zur Austrockung von Böden beiträgt, schon allein dadurch, dass auf versiegelten Böden das Regenwasser schneller abläuft und damit weniger Zeit hat, im Boden zu versickern, wie dies z.B. auf perforierten Acker- oder Sandböden der Fall ist. Das Ergebnis ist: Trockenheit. Die folgende Tabelle gibt für einige der Fundamente, auf denen Windräder verbaut sind, die Menge an Stahl und Beton an, die verbaut wird:

Quelle

Nun zur Wissenschaft.

Vorab, wie so oft, muss man sich als Wissenschaftler wundern, wie wenig es zu einem so elementaren Thema, wie dem Umwelteinfluss von Windkraftanlagen an Forschung gibt. Das wenige, das es gibt, kommt zu dem Ergebnis, dass Windparks mindestens das lokale Klima verändern.

Forschung aus Schottland, die Armstrong et al. (2016) veröffentlicht haben, scheint den derzeitigen Stand am besten abzubilden:

„This research demonstrates that effects of wind turbines on ground-level microclimate could have implications for biochemical processes and ecosystem carbon cycling. Consequently, improved measurements and modelling approaches are needed to determine the true carbon balance of wind energy that includes the effect of altered ground-level microclimates”.

Während überall Windparks aus dem Boden gestampft werden und wurden und man auch in Wales begonnen hat, die Aussicht mit diesen Ungetümen zu zerstören, steckt die Forschung zu den Auswirkungen dieser ineffizienten Technologie noch in den Startlöchern. Die normative Kraft des Faktischen, die auch als politischer Wille bezeichnet wird, obwohl es bestenfalls der Wille der stärksten Lobbygruppe ist, sie schafft Fakten bevor die Folgen der geschaffenen Fakten überhaupt bekannt sind.

Das Wenige, was es an Forschung gibt, das zeichnet indes ein eindeutiges Bild.

Die bereits angesprochene Studie von Armstrong et al. (2016) kommt zu dem Ergebnis, dass die nächtliche Lufttemperatur, die Oberflächen und die Bodentemperatur durch Windturbinen erhöht wird. Zudem steigt die Luftfeuchtigkeit. Dieser Effekt kann direkt unter Windturbinen und hinter Windturbinen für eine relativ kurze Strecke gemessen werden. Armstrong et al. (2016) haben ihre Ergebnisse durch den Vergleich von Temperatur und Luftfeuchtigkeit während des Betriebs und während des Stillstands von Windturbinen gewonnen und kommen mit diesem Design dem optimalen Design, das natürlich darin besteht, Temperatur und Feuchtigkeit vor und nach dem Bau von Windparks für die Baustelle und deren direkte Umgebung zu messen, sehr nahe.

By Dirk Ingo Franke – photo taken by Dirk Ingo Franke, CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=96419

Die normative Kraft des Faktischen oder die Hyperaktivität von Politikern, die immer schon tun, bevor sie wissen, hat weitgehend verhindert, dass es Daten gibt, die ein solches Design ermöglichen.
Weitgehend, aber nicht vollständig:

Zhou et al. (2012) haben für Texas und unter der Verwendung von Temperaturmessungen durch Satelliten zeigen können, dass sich die Bodentemperatur direkt unter Windturbinen um bis zu 0,5 Grad Celsius erhöht. Abermals ist der Effekt lokal und reicht wenig über den unmittelbaren Bereich des Windparks hinaus.

Zhou, L., Tian, Y., Roy, S.B., Dai, Y. and Chen, H. (2012). Diurnal and seasonal variations of wind farm impacts on land surface temperature over western Texas. Climate dynamics 41(2): 307-326.

Angesichts des Fehlens von Daten, die es erlauben, Temperaturen und Feuchtigkeit vor und nach dem Bau von Windparks zu vergleichen, bieten sich Computermodelle an, in denen thermodynamische Effekte ebenso in Rechnung gestellt werden, wie die Sonnenstrahlung oder die Wechselwirkungen zwischen Elementen als Methode, den Effekt von Windturbinen auf das (lokale) Klima zu berechnen.

Hier haben vor allem David Keith et al. (2004) bahnbrechende Arbeit geleistet. So konnten sie zeigen, dass sehr große Windfarmen nicht nur das lokale Klima beeinflussen, sondern darüber hinaus das Klima der Erde als Ganzes. Temperaturunterschiede von 0,5 Grad Celsius als Folge von Windfarmen haben sie in ihren Modellen berechnet, wobei die Temperaturunterschiede sich je nach Ort als Anstieg oder Rückgang darstellen.

Auch Keith et al. (2004) kommen abschließend zu dem Ergebnis, dass zu wenig Daten und Forschung vorhanden sind, um den Effekt von Windturbinen abschließend zu bestimmen:

„Our analysis suggests that the climatic impacts of wind power may be nonnegligible, but they do not allow a detailed quantitative evaluation of the climatic changes induced by extraction of wind power. Further research is warranted on the local effects of current wind farms on surface climate and boundary-layer meteorology, as well as on the development of better parameterizations of wind farms in large-scale models.”

By Peter Haas, CC BY-SA 3.0 at, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29802232
Keith, D.W., DeCarolis, J.F., Denkenberger, D.C., Lenschow, D.H., Malyshev, S.L., Pacala, S. &  Rasch, P.J. (2004). The influence of large-scale wind power on global climate. Proceedings of the National Academy of Sciences 101(46): 16115-16120.

Dem Mangel an Daten sind Kirk-Davidoff und Keith (2007) in einer weiteren Studie begegnet. Dieses Mal können sie nicht nur zeigen, dass Windparks die Intensität und Häufigkeit von Wind beeinflussen, sie können auch zeigen, dass die Bodenbeschaffenheit und dessen Temperatur durch die Windparks beeinflusst wird, und zwar nicht nur lokal, sondern global.

“The results of our model experiments demonstrate that the addition of surface roughness anomalies can have a noticeable impact on model surface climate. This impact occurs as a consequence of changes in the surface and tropospheric wind fields. Slowing of the zonal wind over the roughened region yields stationary wave patterns of divergence and convergence that are associated with meridional and vertical wind anomalies that in turn affect temperature advection and cloud fraction. These changes in turn affect the surface heat budget, resulting in the observed temperature anomalies. In addition to these explanatory findings, we have also shown that the climate impact of the roughness anomalies scales with their horizontal extent as well as with their roughness. This scaling occurs both because the amplitude of the barotropic response scales with the horizontal scale of the wind farm, and because the penetration of the wind anomaly from the surface increases with horizontal scale.”

Kirk-Davidoff, Daniel B., & David W. Keith (2008). On the climate impact of surface roughness anomalies. Journal of the Atmospheric Sciences 65(7): 2215-2234.

Die Ergebnisse von Keith et al. (2004) sowie Kirk-Davidoff und Keith (2007) nach denen große Windparks die lokalen Klimata durch eine Erhöhung der Temperatur und eine Veränderungen der Luftfeuchtigkeit beeinflussen, wurden u.a. von Fiedler und Bukowski (2011) sowie Wang und Prinn (2010) bestätigt. Auch Vautard et al. (2014) bestätigen diese Ergebnisse und berechnen in ihrer Arbeit, wie sich die bis 2020 in der Europäischen Union installierten Windparks auf das Klima in der Europäischen Union auswirken. Wir geben die Ergebnisse, die Vautard et al. nicht ohne den Hinweis veröffentlicht haben, dass die gefundenen, relativ geringen Effekte auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit natürlich größer werden, wenn die Menge installierter Windturbinen steigt, in der grafischen Form, die sie bei Vautard et al. (2014) gefunden haben, wieder.

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Als Fazit kann man feststellen, dass es als gesichert gelten kann, dass Windparks das lokale Klima verändern. Sehr große Windparks oder viele Windparks haben zudem einen Effekt auf das globale Klima. Die Ergebnisse basieren zumeist auf Simulationsmodellen, wobei die Studie von Zhou et al. (2013), die auf Vergleichsdaten zurückgreifen konnte, die in den Simulationsmodellen gefundenen Ergebnisse bestätigt. Die neue Studie von Wang et al. (2023), die wir heute besprochen haben, bestätigt die Modellrechnungen anhand realer Daten, die von einem Chinesischen Windpark stammen und erstmals zeigen, dass die Bodenfeuchtigkeit durch Windparks nicht nur in Windrichtung, sondern auch entgegen der Windrichtung reduziert wird.

Windparks tragen somit einen erheblichen Teil zur Austrocknung von Böden, zu Dürre bei.

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Alternative Zahlenwelt: Wenn Medien sich mit Narrativen verrechnen

Medien und Politiker verrechnen sich in vielen Fällen nicht einfach. Sondern sie bauen eine alternative Zahlen- und Vorstellungswelt. Dyskalkulie wird so zum Gesellschaftsproblem: Sie zerstört flächendeckend die rationale Wahrnehmung.

von Alexander Wendt

Früher, als der Wunsch nach einem vernünftigen Fernsehprogramm noch geholfen hat, gehörte auch das ZDF-Magazin Wiso zu den informativen Angeboten. In früheren Zeiten arbeiteten für das Format Redakteure, die sich auf beiden Gebieten auskannten. Heute existiert das Kürzel für „Wirtschaft und Soziales“ noch immer. Das Magazin informiert auch nach wie vor. Nur eben nicht mehr zu ökonomisch-sozialen Fragen, sondern eher zum Stand der gesellschaftlichen Dyskalkulie. Die wiederum beeinflusst übrigens beides, Wirtschafts- wie Sozialleben.

In seiner Sendung am 21. März deckte Wiso „Die Tricks der deutschen Restaurants“ auf, und zwar an der Herstellung eines Lachs-Flammkuchens. Erst lässt der Wiso-Koch Sebastian Lege seine Studiogäste schätzen, was diese Mahlzeit im Restaurant kosten würde. Die Vermutungen bewegen sich zwischen sechs und zehn Euro. Dann folgt die versprochene Trickaufdeckung: „Rund zwei Euro hat Sebastian Lege für die Fertigprodukte ausgegeben. Unsere Gäste hätten zehn gezahlt. Eine traumhafte Marge von fast 500 Prozent.“

 

Die Zutaten für den Flammkuchen belaufen sich in der Tat auf 2,01 Euro. Mit etwas Lebenserfahrung würden die meisten auch außerhalb des Studios vermuten, dass die Materialkosten in der Gastronomie um die 20 Prozent liegen, während die Personalkosten den größten Teil ausmachen. Dazu kommen noch die Posten Energie, Miete oder Pacht für die Geschäftsräume, Versicherung, Kapitalkosten, da es Küchenausstattungen in aller Regel nicht geschenkt gibt. Obenauf kommen noch Abgaben an den Staat. Kurzum: Würde der Koch das Rohmaterial auf der Straße anbieten, damit sie es nach Hause nehmen und dort selbst zubereiten, kämen die Kunden selbst mit Mehrwertsteuer ziemlich günstig davon. Der Trick der Restaurants besteht also darin, ein Restaurant zu führen. Mit der groß eingeblendeten Marge von 500 Prozent zeigen die Wiso-Macher, dass sie tatsächlich außer dem Wareneinkauf nichts kalkulieren.

Hier handelt es sich nicht nur um ein schlichtes Verrechnen, sondern um ein relativ neues Phänomen, für das sich der Begriff gesellschaftliche Dyskalkulie anbietet. Dazu gehören ähnlich wie zu einem Flammenkuchen mehrere Zutaten. Erstens das völlige Unvermögen, Überschlagsrechnungen anzustellen, also eine Plausibilität zu überprüfen. Bei Gewinnspannen von 500 Prozent müssten Betreiber von Restaurants und Imbissbuden in einem märchenhaften Wohlstand leben, selbst dann, wenn sie ihren Angestellten ähnliche Gehälter bezahlen würden wie das ZDF seinen Redakteuren.

Zum Mangel an Überblick kommt aber noch die profunde Unkenntnis von Zusammenhängen. In dem Wiso-Fall scheinen die Redakteure nicht nur nicht zu wissen, wie sich Kalkulationen in der Gastronomie zusammensetzen. Sie verstehen auch offensichtlich das gesamte Konzept unternehmerischer Tätigkeit nicht. Drittens leiden Dyskalkulatoren an allem Möglichen, nur nicht an Ressourcenmangel. Sie finden sich in Parlamenten, Institutionen und großen Medien, mitunter auch sehr großen Medien. Das ZDF beispielsweise nimmt 2023 voraussichtlich 2,501 Milliarden Euro für seine gut 3500 Mitarbeiter ein. Nach der vereinfachten Wiso-Methode, in diesem Fall ausnahmsweise Sach- und alle anderen Kosten beiseitezulassen, ergibt sich daraus übrigens ein jährliches Durchschnittsgehalt um die 714.000 Euro.

Dyskalkuliegeübte lieben außerdem den preziösen Stil: Sie liegen entweder um mehrere Nullen oder hundert Prozent daneben, verwechseln Äpfel mit Gipseiern und verstehen meist das Kernprinzip einer Sache nicht. Aber fast immer betreiben sie dabei einen beachtlichen Aufwand. Zu dyskalkulatorischen Zahlenwerken oder Erklärbeispielen gehören fast immer aufwendige Grafiken, außerdem ein Tonfall, als würde die Wissenschaft persönlich das leicht zurückgebliebene Publikum sanft auf den Verständnispfad schubsen. Das gilt nicht nur für das Rechnen, sondern auch für naturwissenschaftliche Themen. Beispielsweise, wenn „Plan B“ – auch ein Format des ZDF – die Wichtigkeit von Insekten erläutert und zwar am Beispiel von Bienen, die Weizen bestäuben. Wie wir sehen, handelt es sich um eine Animation. Und zwar notwendigerweise. Denn in der Natur kümmern sich Bienen nicht um Weizen. Die Getreideart zählt zu den Selbstbestäubern.

 

Damals, als es in der Wiso-Redaktion noch Kenntnisse der Betriebswirtschaft gab, lernten Schüler die Geschichte von Bienen und Windbestäubung in der achten Klasse. Heute – Plan B – kümmert sich das Fernsehen darum, Wissenslücken mit Unfug auszustopfen.

Fast immer steckt eine erzieherische Absicht hinter dem alternativen Umgang mit Zahlen. Bei der WDR-Wissenschaftssendung Quarks sogar immer. Im April erläuterte das Magazin seinen Zuschauern, wie Autos zwischen 1975 und 2022 durchschnittlich an Höhe sieben und in der Breite zehn Zentimeter zugenommen hätten, wodurch sie immer mehr Platz im Verkehrsraum beanspruchen. Auf der Grafik dazu zeigen schon die Nummernschilder und der eingequetschte Radfahrer in der Mitte, dass die Redaktion diesen Größenzuwachs als sehr problematisch ansieht.

https://www.instagram.com/p/CrfLZXiKkek/

Screenshot via Instagram / WDR

Die Darstellung suggeriert durch ihren Text, dass die Grafik den Größenunterschied abbildet. Würde die Höhendifferenz zwischen Auto links und LMAA rechts tatsächlich sieben Zentimeter betragen, wären Autos heute im Schnitt insgesamt etwa 30 Zentimeter hoch. Darin liegt aber noch nicht die eigentliche Pointe. Sondern in der Frage: Wie entwickelte sich eigentlich die Körpergröße der Menschen in Deutschland zwischen 1975 und 2022? Etwa bis 1980 nahm die Durchschnittslänge etwa um zwei Zentimeter pro Jahrzehnt zu, danach nur noch etwa um einen Zentimeter. Das ergibt ungefähr ein durchschnittliches Längenwachstum von fünf Zentimetern.

Interessanter für Autohersteller sind allerdings die Maximalgrößen, so, wie sich Statiker an der höchstmöglichen Last orientieren. Die Grenze für das 95. Perzentil der Körpergröße bei Männern lag 1975 bei 184,1 Zentimetern – 95 Prozent aller Männer lagen also unter diesem Wert. Bis ins Jahr 2000 verschob sich diese Markierung auf 191 Zentimeter – also um ziemlich genau die sieben Zentimeter, die auch die Autos in Deutschland in dieser Zeitspanne über alle Modelle gerechnet höher wurden. Sicherlich, es kamen sehr viele SUVs auf die Straßen, zum anderen drückten aber auch die Mini Coopers und Fiat-Retromodelle den Gesamtwert wieder leicht nach unten. Alles in allem jedenfalls vergrößerten sich Autos im Verhältnis zu ihren Nutzern also überhaupt nicht, sondern die Durchschnittsmaße wuchsen einfach mit. (Die Breitenentwicklung der Fahrzeuge, zehn Zentimeter in 47 Jahren, entspricht nach Daten der Bekleidungsindustrie auch ziemlich gut dem durchschnittlichen Wachstum um die Hüften). Bei dem Fahrzeugwachstum handelt es sich also genauso wenig um einen Skandal wie beim Preis für den Flammkuchen in der Gastronomie.

Von anderen Ländern und ähnlichen Sitten aber wieder zurück ins Land, in dem es früher einmal Geldscheine mit dem Konterfei von Carl Friedrich Gauß gab. Einen mustergültigen Fall von Dyskalkulie bescherte Die Zeit ihrem Publikum, und zwar mit allen Elementen: aufwendiges Zahlenwerk, groteske Falschbehauptung, die schon beim ganz groben Überschlagen hätte auffallen müssen – und das alles im Dienst der Belehrung.

Die Journalistin Annika Joeres erklärte in einem Text unter der Überschrift „In der Atomfalle“, wie sich Frankreich durch Kernkraft ruinieren würde. Für seine 56 Atommeiler, rechnete sie vor, gibt Frankreich „400 bis 600 Milliarden Euro“ Subventionen pro Jahr aus. Schon die Schwankungsbreite von immerhin 200 Milliarden hätte jemanden in der Redaktion stutzig machen müssen, spätestens aber der Blick auf den französischen Staatshaushalt. Sechshundert Milliarden wären mehr als ein Drittel des Etats von 2023 (1,597 Billionen Euro). Immerhin korrigierte das Blatt dann später klein unter dem Online-Beitrag die Zahl auf die tatsächliche Subventionshöhe, nämlich sehr viel bescheidenere zwei Milliarden Euro jährlich.

 

Screenshot / Die Zeit

Hier wäre ganz nebenbei ein Vergleich mit den Kosten der deutschen Energiepolitik nicht schlecht gewesen: Im Jahr 2021, als die Subventionen für Windkraft-, Solar- und Pflanzengasanlagen noch komplett als EEG-Umlage über die Stromrechnungen eingezogen wurden, bevor dieser Posten in den Bundeshaushalt wanderte, betrug diese Transfersumme gut 31 Milliarden Euro. Und das für eine Energieerzeugung, die, vom Biogas einmal abgesehen, nur schwankend zur Verfügung steht.

Der Unterschied zwischen grundlastfähiger und wetterabhängiger Stromproduktion lässt sich eigentlich gut ausrechnen – oder eben mit den Mitteln der Dyskalkulie vernebeln. Der grüne Europaabgeordnete Michael Bloss gehört gerade auf diesem Gebiet zu den prominenten Verrechnern, die ein vorbildliches Unverständnis in der Sache kongenial mit einem Narrativ verbinden.

Abgesehen einmal davon, dass 2,9 Gigawatt nicht der Kapazität von drei Kernkraftwerken entspricht (die bei fast allen über einem Gigawatt liegt): Kapazität ist etwas entschieden anderes als Leistung. Die Verfügbarkeit von Kernkraftwerken liegt über 90 Prozent. Windkraft an Land erreicht im deutschen Schnitt nur etwa 1800 Volllaststunden, sie liefert also an weniger als einem Viertel der 8760 Stunden pro Jahr ihre höchste erreichbare Leistung ab. Solarenergie schafft sogar durchschnittlich weniger als 1000 Volllaststunden. Außerdem schwankt deren Erzeugung im Jahresverlauf stark; 70 Prozent entfallen auf die Zeit zwischen Mai und September. Beim Ein- und Wiederausspeichern in Form von Wasserstoff oder synthetischem Erdgas, also dem, was sich Wirtschaftstransformatiker um Robert Habeck als Lösung zum Ausgleich der Schwankungen vorstellen, gehen insgesamt gut 60 Prozent des Stroms verloren.

Auch hier lässt sich eine realistische Rechnung anstellen, zur Güte mit Windkraft, die in ihrer Leistung immerhin etwas besser dasteht als Solaranlagen: Im 1. Quartal gingen in Deutschland bundesweit 117 neue Windräder mit einer Gesamtleistung von 546 Megawatt in Betrieb. Unter Berücksichtigung von Volllaststunden und Speicherverlust wären also etwa 3000 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von drei oder immer noch knapp 2000 zu fünf Megawatt nötig, um auch nur den Verlust der am 15. April abgeschalteten drei Atomkraftwerke mit ihrer Kapazität von zusammen 4 Gigawatt auszugleichen. Und das sehr konservativ gerechnet.

Eine Berechnungsaufgabe könnte also lauten: Angenommen, der Zubau von Wind und Solar bescheinigt sich so, wie von Habeck gewünscht – wie viele Jahre dauert es, dieses Ziel zu erreichen? Und eine andere, auch für eine Grafik gut geeignet: Vergleichen Sie den Flächenverbrauch von drei Kernkraftwerken mit dem von zwei- bis dreitausend Windrädern oder der entsprechenden Photovoltaik-Fläche.

Die Redakteure von ZDF Wiso, WDR und Zeit prägen zwar das Klima im Land mit. Aber sie entscheiden immerhin nicht über die Zukunft der Energieversorgung. Politiker wie Michael Bloss schon. So, wie Bauministerin Klara Geywitz über die Zukunft der Städte. In der Sendung von Markus Lanz schlug sie kürzlich vor, zur Lösung der Wohnungsknappheit auf vorhandene Häuser noch „drei, vier Etagen“ aufs Dach zu stapeln.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Statiker. Oder lieber gleich das Umzugsunternehmen Ihres Vertrauens, falls jemand wirklich anfangen würde, mit dieser Methode auf ihrem Gründerzeitwohnhaus neue Quartiere zu schaffen.

Die Stadtentwicklungsvorstellungen der Ministerin ähneln strukturell verblüffend der Gastronomiekalkulation von Wiso und der Energiezukunftsberechnung des grünen Abgeordneten: Sie scheitert schon an der Basis. In den Rechnungen gibt es zwar keine Erkenntnis, aber immer eine Botschaft. Sie lautet bei Wiso: Unternehmertum ist kaum etwas anderes als Trickbetrug – und Firmenchefs, die drogenhandelsübliche Profite einheimsen, würden problemlos mehr Steuern vertragen. Bei Quarks: Autos rauben Platz und damit Freiheit. Bei Bloss: „Wir bauen die Zukunft“ geht klimakinderleicht – Atom- und nächstens Kohlekraftwerke aus, Solarmodule auf die Felder, fertig. Und laut Ministerin Geywitz liegt der Wohnraummangel weder an ungeregelter Migration noch an tausend Vorschriften, die Bauwillige wie Immobilieneigner erdrosseln: Aufstockung um ein paar Etagen löst das Problem. Wer folgt eigentlich diesen Argumentationen? Ein Blick in die Wählerstatistik und erst recht in die deutsche Twitter-Ausgabe zeigt: gar nicht so wenige.

Die spezielle Dyskalkulatoren-Mischung aus Inkompetenz und Bescheidwisserton bleibt nicht ohne Tiefeneinfluss auf die Gesellschaft. Anders ließe es sich nicht erklären, dass die Grünenpolyhistorin Katrin Göring-Eckardt erklären kann, der Strompreis würde durch die Abschaltung der Atomkraft sinken, während ihr Kollege Robert Habeck gleichzeitig die Subventionierung des Industriestrompreises ankündigt und einzelnen Unternehmen zusätzlich Milliarden anbietet, damit sie noch in Deutschland produzieren.

Unter anderen Umständen müssten sehr viel mehr Bürger fragen, warum der Strompreis in Deutschland schon seit Jahren steil steigt, obwohl doch immer mehr kostengünstige Wind- und Solarkraft ans Netz geht, und Kernkraft seit 2011 schwindet.

Ohne die Langzeitwirkung des breiten Rationalitätsverlustes wäre es auch kaum möglich, dass Politiker aus dem Milieu, das den Fachkräftemangel beklagt und durch Migration beheben will, die Vier-Tage-Woche als ganz neues Wirtschaftskonzept ausrufen. Das alles – daran muss immer wieder erinnert werden – geschieht nicht etwa nacheinander, sondern gleichzeitig. Solche offenkundig gegenläufigen Botschaften akzeptiert nur jemand mit handfester kognitiver Dissonanz. Und dazu wiederum gehört notwendigerweise die Fähigkeit zur Dyskalkulie, also zum Rechnen mit Narrativen statt mit Zahlen. „Prüfe die Rechnung, du musst sie bezahlen“, mahnte Bertolt Brecht, der in alten Zeiten genauso wie die Bienen und die Bestäubung zum Schulstoff gehörte.

Die Wissenslücken von Absolventen des deutschen Bildungssystems auf ökonomischem, finanziellem und technischem Gebiet klaffen sowieso schon weit und tief. Aber ohne das Narrativrechnen von Medien und Politikern wären die Betroffenen immer noch besser dran. Eine Leerstelle schadet dem Bewusstsein weniger als eine falsche Überzeugung, von der die Betroffenen auch noch glauben, es würde sich dabei um zahlengestütztes Wissen handeln.

Ein halbwegs skeptischer Endverbraucher von Medien und Politik sollte sich deshalb immer wieder den kleinen Warnhinweis aufsagen: Rechne nicht mit dem Schlimmsten.

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Unfug Wärmepumpe (Luft und auch Erdwärme)

Ein Erfahrungsbericht von  NAEB e.V.


Kurz gefasst: Unsere Engpass-Energie wird immer mehr Strom, nicht unsere Energie-Rohstoffe Öl, Gas und Kohle, denn die wollen wir Narren ja im Boden lassen. Und wir meinen, dass wir stattdessen ja die Fakepower haben. Im Winter nun, wenn man die Wärmepumpe (die nun wiederum Strom braucht, viel und bei tiefen Temperaturen ganz viel) wirklich gebraucht, ist die Fakepower-Ausbeute gering. Es gilt die Faustformel, dass im Winter-Jahresdrittel, die Ausbeute nur ein Achtel der Jahres-Ausbeute ist – die Fakepower-Freaks nennen das übrigens Ernte. Wenn nun die Dunkelflaute wirklich bei tiefen Temperaturen (1 Woche – 12 Grad Durchschnitt, d.h. in der Nacht -20 Grad) eintritt, wo nun der Tauchsieder in der Wärme-Pumpe statt der Luftkomprimierung die Vorlauftemperatur der Heizung auf 35/55 Grad (Niedertemperatur-/Konvektor-Hzg.) bringen soll, schlägt der Lastabwurf bei der Wärmepumpe zu, weil die Tauchsieder das Netz überfordern (Immerhin muss die Strommenge dann ja das ca. 3-fache der der Wärmepumpe sein. Und nach einer Woche bei minus 12 Grad ist selbst eine bewohnte Wohnung, wenn sie nicht in einem Passiv-Haus liegt (und wer hat das schon) auf + 5 Grad abgekühlt. Und verbrennen kann man ja nichts, weil man keinen Kamin hat oder zumindest keinen Heizofen. Haben Sie schon mal eine Stunde in einem Kühlhaus aufgehalten?

Niemand wird sich also für diese Situation eine Strom-Back-up-Lösung aufbauen können, denn eine normale Wohnung von 80m2 hat da schon einen Wärmebedarf von 12 kW und den entsprechenden Generator mit 20 kW Dieselmotor wird man kaum in einem Wohngebiet genehmigt bekommen. Die Fa. WA- Notstrom-Systeme in Verl hat mir mal einen Projekt-Aufwand für sowas ab 100.000 EUR aufwärts genannt.
Wenn man dieses Strommangelproblem negiert, kann man sich unbesehen ein solches Gerät kaufen, auch wenn es betriebswirtschaftlich Unsinn ist – siehe letzter Absatz. Die Geräte machen zwar Lärm wie ein alter Kühlschrank, aber die Technik funktioniert und die Geräte kann man für 6.000 EUR bei AliExpress erwerben, z.B. Hersteller Nulite.

Dann braucht man noch den Pufferspeicher und jede Menge Technik und letztendlich einen Installateur und dann kostet das 20.000 EUR und bei Minus 20 Grad für 2 Wochen ist man erfroren, wenn die Kommune das Notquartier im Gymnasium am Ort für den Strommangelfall noch nicht errichtet hat.

Kommen wir nun zur Erdwärme-Pumpe, wobei ich mich hier auf das Saug- und Schluck-Brunnen verfahren beschränke. Sonden und Erd-Schlangenverfahren ziehen noch andere Problemkreise nach sich. Allerdings liefert eine derartige WP im Winter, wenn man sie wirklich gebraucht, die gleiche Heizleistung wie im Sommer.
Dazu bedarf es eines solchen Kompressors in einem kompakten Gerät:

Für dieses Gerät bezahlt man beim Hersteller Sinceko in China z.B. 1.800 EUR. Dafür hat man es aber noch nicht hier und noch nicht installiert und noch wichtiger, dort gehört das Pendant auf der linken Seite im oberen Bild nicht dazu, nämlich die eigentliche Energiequelle, nicht die Luft um Ihr Haus rum sondern das „warme“ Wasser in dem Boden unter Ihrem Garten. Dafür müssen Sie den Saug- (da holen Sie das „warme“ z.B. 12 Grad – Wasser raus) und den Schluckbrunnen (da versickern Sie es um 4 Grad abgekühlt wieder) bohren lassen.
Das Bohren kostet Sie zwischen 5.000 und 30.000 EUR oder mehr – letztlich gibt es kaum eine Grenze nach oben (Basalt- und Granit-Formationen). Und zu den Brunnen kommen nun erst mal 3 Erfahrungen:
a) meine: ich habe keine WP, aber einen Gartenbrunnen, dessen Erfahrung ich auf den Schluckbrunnen 1:1 übertragen kann.
Der ist 7 m tief und würde die Liter- und Wärme-Leistung für mein Haus erbringen. Mit dem betreibe ich meine Gartenbewässerung und ca. alle 10 Jahre muss ich den Brunnen „entockern“, d.h. die Ablagerung von Eisenoxid aus dem Brunnen entfernen, damit die Literleistung wieder erreicht wird. Tatsächlich würde diese Verockerung bei einer WP zusätzliche Maßnahmen in der Anlage erfordern und sie müsste viel häufiger geschehen, weil die Wärmeleistung im Gegensatz zur Literleistung sehr viel schneller nachlässt. Das Bohren würde mich ca. 5.000 EUR kosten, die zusätzliche Wärmetauschertechnik würde mich ca. 3.000 EUR kosten und die Installation vielleicht 7.000 EUR. Auf einen Pufferspeicher würde ich wegen der kontinuierlichen Wärmelieferung verzichten können. Warum ich nicht installiere erfahren Sie unter „Unsinn“ weiter unten
b) Geschichte meines Bruders, der ca. 100 km von mir entfernt wohnt: Er installierte ca. 1980 bereits ein derartiges System. Allerdings bohrte er zunächst bis 100m und hatte immer noch nicht genug Literleistung. Dann hat er ohne die bergbaurechtliche Genehmigung (Straftatbestand, verjährt – es war damals unklar, ob er sie bekommen hätte) bis 130 m gebohrt – und er hatte hinreichend Wasser. Diese Bohrung würde heute mehr als 30.000 EUR kosten. Allerdings hatte er auch das Verockerungsproblem. Nun kannte man damals die geschlossenen Bohrköpfe noch nicht und die sind auch bei dieser Bohrtiefe wegen der Tauchpumpen problematisch. Das Ergebnis war, dass das Sickerwasser regelmäßig seinen Garten überschwemmte. Das Problem konnte er zwar durch Entockerung immer wieder bereinigen aber er hat nach ca. 25 Jahren das Haus verkauft und 10 km weiter ein neues ohne Wärmepumpe gebaut.
c) eines NAEB-Mitgliedes am Mittelrhein wohnend: Er profitiert von Geothermie in der dortigen Hanglage, hat etwa 30 m tief gebohrt und das sogar in Handarbeit selbst gemacht und versorgt mit einer ähnlichen Anlage wie hier abgebildet ein Haus mit 5 Wohnungen. Er hat aber als Backup noch eine betriebsfähige Ölheizung, die er allerdings bisher in 5 Jahren noch nie dafür genutzt hat – hoffen wir, dass die Alterung des Öls nicht sofort seinen Brenner zunichte macht.
Unser Mitglied hat sich in dieser Zeit erheblichen Sachverstand erarbeitet und ist handwerklich sehr geschickt, wovon letztlich wir alle profitieren.
Ein Bild seiner Anlage, wobei Sie hier das sehen, was sich in den Darstellungen der Hersteller hinter den Anschlussköpfen der Boxen als „nicht angebaut“ versteckt.

Ein Bild, das Schmutzig enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Tatsächlich ist die Wasser-WP für den Einsatz in der Fläche nicht geeignet, weil es zu viele spezifische Situationen gibt und der Installationsskill die Monteure und der Wartungsaufwand die Besitzer überfordert. Jede Anlage ist im Grunde ein „Projekt“, nichts ist aus der Schublade.-
Ich gestehe, dass ich trotzdem eine derartige Anlage sofort installieren würde, wenn das Ganze nicht betriebswirtschaftlicher Unsinn wäre:
Strom ist und wird noch viel mehr unsere Engpaßressource werden. Von daher erfährt sie die stärksten Preissteigerungen. Nachdem sich auf Grund der wirtschaftlichen Rezession die Kosten im Bereich der Grundstoffe wieder beruhigt haben, ausgenommen unsere Russland-Beschaffungssituation, kostet unbeschadet der staatlichen „Bremsen“, die allesamt weit höher liegen, Gas und Öl wieder wie vor der Pandemie-Maßnahmen-Zeit, lediglich Kohle ist immer noch doppelt so teuer.
In Konsequenz macht das bei Strom dann aktuell ca. 35 Cent/kWh und bei Gas ca. 10 Cent aus (Verivox, mehre PLZ abgefragt). Bei einer realistisch angenommenen Arbeitszahl von 3,5 wären, Status heute, von den Kosten her übers Jahr ein Gas Brennwertsystem und ein WP-System Luft gleich teuer, wobei hier schon der Nachteil des viel höheren Invests für die WP gegeben ist, der bei Pari nicht finanziert wird. In Kombination mit dem Heizstab- und Stromverbrauchsrisiko im Winter gilt also Finger weg von der Wärmepumpe. In 5 Jahren, wenn wir bald keine Kohle-KW mehr haben, wird der Strompreis erheblich höher liegen und dann ist die WP eh mausetot.

Gesamtstrombedarf nach Wärmewende und E-Mobilität

Zum tatsächlich erforderlichen zusätzlichen Leistungsbedarf bei der Stromerzeugung in einem Szenario der vollständigen Umstellung auf Wärmepumpen gibt es eine große Bandbreite von Annahmen von ca. 60 GW bis 150 GW – ohne Berücksichtigung des Zusatzbedarfes bei völligem Versagen der Luft-Wärme-Pumpen bei Tiefst-Temperaturen. Es geht hier wohlgemerkt nur um die Beheizung von Wohnungen. Derzeit ist die Gesamt-Kapazität ca. 85 GW für die Dunkelflauten Situation (also ohne Sonne und Wind), wovon ca. 70 GW insgesamt noch auf Wasserstoff umgestellt werden müssen. Insgesamt müssen also 130 GW bis 220 GW Kraftwerke neu gebaut werden. (Zur Anschaulichkeit sei erwähnt, dass die gerade still gelegten Kernkraftwerke eine Kapazität von 4,5 GW hatten).

Im Vergleich zur heutigen Situation entsteht eine extreme jahreszeitliche Asymmetrie. Die Hälfte bis Zweidrittel (von 145 – 235 GW) würden nur in der Heizperiode benötigt und auch dann nur, wenn Dunkelflaute herrscht, was zweifelsfrei allerding im Winter einen sehr viel höheren Anteil als im Sommer ausmacht.

Tatsächlich wird der reine Fix-Kostenanteil, wo die Anlagen ungenutzt sind, in unvorstellbare Größenordnungen wachsen. Es besteht gemeinsames Verständnis unter den Kritikern dieses Wärmepumpen-Konzeptes in Kombination mit der Nutzung von Sonne, Wind und Biogas (EEG), dass ein unverantwortlicher und von der Volkswirtschaft nicht tragbarer Kostenblock entsteht.

Damit ist allerdings der extreme Fall des Zurückfallens des sogenannten COB auf 1-1,5 noch nicht berücksichtigt. Bei Temperaturen unter minus 15 Grad werden zumindest in den nicht auf Fußbodenheizung umrüstbaren Wohnungen die Wärmepumpen besser abgestellt und es wird nur noch mit dem heute bereits in die meisten Wärmepumpenlösungen eingebauten elektrischen „Tauchsieder“ geheizt, der nach Faustformel die 3-fache Stromlast der Wärmepumpe verursacht. Die an solchen Tagen benötigte höhere Leistung haben wir bei NAEB auf bis weit über 300 GW in der Gesamt-Leistung geschätzt – eine utopische Zahl.
Von diesen 300 GW – Fakepower gehört ja wegen Dunkelflaute nicht dazu , existiert heute, die wenigen Wasserkraftwerke nicht mitgerechnet, kein einziges.
Als Kraftwerkstypen kämen nur H2-Kraftwerke zum Einsatz, die als GuD (Gas und Dampf) Kraftwerke ausgeprägt wären, damit man die Fernwärme auch versorgen kann. Nimmt man dafür einfach mal einen Preis von 1000 EUR je kW an, würde das einen Invest von 300 Milliarden EUR bedeuten. 1x unsere jährlichen Staatsausgaben zu 2/3.  Mit Sicherheit ist dieser Wert in der Billion noch nicht enthalten, die neuerdings von „kompetenten“ politischen Gegnern von BMWK-Minister Habeck gegen seine Wärme-Pumpen-Kalkulation genannt werden.

1 Seiten-Artikel der NZZ durch einen einzigen Satz mit 15 Warten als Nonsens identifiziert

Am 19.4.23 war der Schreiber Christian Speicher mit diesem Artikel auf Seite 23 in der Neuen Züricher Zeitung:
Deutschlands Ausstieg aus der Kernenergie ist auch eine Absage an moderne Reaktoren
Man kann an dem Artikel – immerhin eine ganze Seite – vieles bemängeln (deshalb habe ich ihn auch nicht beigefügt), z.B. dass dem Herrn Speicher der Unterschied zwischen KKW-Typen Gen2, Gen3, Gen3+ und Gen4 nicht klar ist, oder dass er die beiden Standard-Reaktoren der derzeitigen Bauaktivitäten nicht mal dem Namen nach erwähnt (VVER 1200 und Hualong One) – vermutlich kennt er Sie nicht mal. Aber das ist wohl nebensächlich. Mit 15 Worten in einem einzigen Satz sagt er alles:
(Es geht um die kleinere Reaktoren) „Sie passen besser zu einer hybriden Energieinfrastruktur, in der sich erneuerbare Energien und Nuklearstrom ergänzen“.
Wenn man Kernkraftwerke betreibt, betreibt man die am besten mit immer kostenoptimaler Leistung, dann ist auch die schon minimale Kostengröße Brennstoffverbrauch am niedrigsten und der Verschleiß am geringsten. Und damit passt Fakepower (nicht on-demand) da nicht rein.
Vermutlich ist dieser Schreiber den Anzeigen von E.ON-Kernkraft vor mehr als 15 Jahren schon aufgesessen, die ja gern mit dem Bild von WKA und Voltaik vor der Betonhaube eines KKW mit dem Slogan „Klimaschützer unter sich“ geworben haben.

So sehr ich im Kontext der Kohlestaub-Einblasung (seit bald 40 Jahren) bei Kohlekraftwerken die Pumpspeicher-Kraftwerke als überflüssig und nur wegen der Fakepower mit Daseinsberechtigung existierend bezeichne, so könnten sich die doch in ferner Zukunft in einer reinrassigen KKW-Landschaft als hilfreich erweisen, weil die ideal geeignet wären den Tageslastgang zu bedienen.

Ein Bild, das Diagramm enthält. Automatisch generierte Beschreibung

 

Rückfragen unter info@naeb.info

Hinweis: NAEB nennt keine Quellen, sondern sich für die Richtigkeit verbürgt.

 




Jetzt rettet Robert die Industrie

Wirtschaftsminister Habeck fürchtet nun plötzlich die Deindustrialisierung, die er mit seinen Mitstreitern herbeigeführt hat. Deshalb will er „nur Geld“ ausgeben, um seine Fehler der Vergangenheit unsichtbar zu machen. Sein teures Prinzip: Fehler werden mit neuen Fehlern repariert.

von Manfred Haferburg

Das kostet nichts, das bezahlt der Staat“ äußerte einst der französische Wirtschaftsweise Françoise Hollande. Der deutsche Wirtschaftsweise Robert Habeck äußerte jüngst„Wenn wir die Preise deckeln, verlieren wir Geld. Wenn wir sie nicht deckeln, verlieren wir womöglich die Industrien der Zukunft.“ Ist ja nur das Geld der Anderen.

Habeck hat eine ambivalente Beziehung zum Geld anderer Leute, wenn es um seine ideologisch völlig verrannte Energiewende geht. Er meinte, die Bundesregierung sei bereit, dafür hohe Kosten in Kauf zu nehmen: „Dann nehmen wir Geld auf. Am Ende ist es nur Geld. Hier geht es um die nationale Sicherheit. Wenn die Situation es erfordert, werden die nötigen Geldmittel lose gemacht.“ Das sagte er bei Maischberger im Februar 22. Nur hat die Bundesregierung eben kein Geld, sondern nur Steuern. Es sei denn, sie sitzen im Kabinett und stricken Socken, die dann verkauft werden.

Inzwischen hat selbst Herr Habeck die Deindustrialisierung entdeckt. Aus der Habeckschen Äußerung kann man entnehmen, dass die Verschwörungstheorie von der drohenden Deindustrialisierung inzwischen genauso wahr geworden ist wie die meisten anderen Verschwörungstheorien der Querdenker, Schwurbler und Delegitimierer. Die bösen AfD-Populisten wurden von den Linken bezichtigt, die Krise herbeizusehnen. Nun ist sie da, die Krise. Aber schuld ist nicht die AfD.

Fakt ist, dass die Deindustrialisierung schon seit geraumer Zeit stattfindet, auch wenn die Ampelmännchen das stets bestritten haben. Das kann ja auch gar nicht anders sein. Die energieintensive Industrie bezahlt in Deutschland über acht Cent pro Kilowattstunde. In den USA und China ist es weniger als die Hälfte. Außerdem ist die Stromverfügbarkeit in Deutschland nicht mehr gewährleistet. Im Jahr 2022 wurden die Aluminiumhütten mehr als 250-mal von Spitzenglättungs-Maßnahmen betroffen – das bedeutet, praktisch jeden Arbeitstag einmal kurzfristig abgeschaltet und aus Stromkundengeld dafür bezahlt.

Und nun redet Habeck über die Deindustrialisierung, die er selbst und seine Mitstreiter herbeigeführt haben. Seit Jahren tut die Ampel unter Führung der grünen Ideologen alles in ihren Kräften Stehende, um Energie zu verteuern. Ihre Mittel: Besteuern, Abschalten, Verbieten. Man denke nur an die letzten drei Kernkraftwerke und die unfassbar dummen Äußerungen der grünen stellvertretenden Bundestagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt, dass nunmehr, wo die Atomkraftwerke nicht mehr das Netz verstopfen, der Strom ja endlich billiger würde.

Die Armen und die Graichen

Und wieder ist es „nur Geld“, das Habeck ausgeben will, um seine Fehler der Vergangenheit unsichtbar zu machen. Diesmal ist es das Geld unserer Kinder, das Habeck ausgeben wird. Das Prinzip: Fehler werden mit neuen Fehlern repariert.

Die Rechnung des Wirtschaftsministers geht folgendermaßen: „Wenn wir die Preise deckeln, verlieren wir Geld. Wenn wir sie nicht deckeln, verlieren wir womöglich die Industrien der Zukunft“, sagte Habeck und nannte einen Zeitraum von vier oder fünf Jahren. Deutschland müsse aufpassen, dass Schlüsseltechnologien in dieser Zeit nicht nach China und in die USA abwanderten. Aufpassen heißt Steuergeld ausgeben. Ist ja nur das Geld der Anderen.

Habeck will also mit dem Geld der Steuerzahler für vier bis fünf Jahre 50 Prozent des Industriestrompreises subventionieren. Das muss er, wenn er die Strompreise der konkurrierenden Staaten nicht überschreiten und damit die Deindustrialisierung verhindern will.

Eine Logik ist da schon lange nicht mehr zu erkennen, hat derselbe Minister doch kürzlich die Einspeisevergütung für Wind- und Solarstrom ganz unauffällig um 25 Prozent erhöht – für die nächsten 20 Jahre. Das kostet natürlich Unsummen von Stromkunden- und Steuergeld. Und erhöht natürlich auch den Industriestrompreis, der jetzt mit Steuergeld gesenkt werden soll.

Dazu fällt dem Autor nur ein: „Habeck nimmt es von den Armen und gibt es den Graichen“.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

 




Niederschlagsmengen, Windkraft – und Photovoltaik Anlagen

von Dr. Konrad Voge

Vorbemerkung

In diesem Artikel wird untersucht, ob ein statistischer Zusammenhang zwischen der Installation von Windkraftanlagen (WKA) und Photovoltaikanlagen (PV) und der jährlichen Niederschlagsmenge sichtbar gemacht werden kann. Es sei hier darauf hingewiesen, dass eine nachgewiesene Korrelation noch nicht einen kausalen Zusammenhang beschreibt. Umgekehrt ist das Nichtvorhandensein einer Korrelation ein Beweis, dass die betrachteten Faktoren ohne Einfluss sind.

Die vorliegenden Daten ermöglichen eine Analyse für jedes Bundesland.

Niederschläge – Zeitreihen

Auf der Seite Wetterkontor [1] sind die jährlichen Niederschlagsmengen seit 1881 angegeben. Diese sind die Grundlage der hier vorgenommenen Auswertungen. Bild 1 zeigt als erstes Beispiel die Zeitreihe der Niederschlagsmenge für Nordrhein-Westfalen. Am Verlauf ist zu sehen, dass ab 2001 ein deutlicher Trend zu geringeren Niederschlagsmengen vorliegt.

Bild 1 Niederschlagsmengen für Nordrhein-Westfalen von 1881 bis 2022

 

Für die Zeitreihen aller Bundesländer wurden Regressionsanalysen durchgeführt. Dazu wurden die die Zeitreihen in zwei Teile geteilt. Ein Teil umfasst die Jahre 1881 bis 2000, der zweite Teil die Jahre 2001 bis 2022.Bild 1 Bild 2 zeigt die zweigeteilte Regression der Zeitreihe von Brandenburg. Für den Zeitraum 1881 bis 2000 ist das Konfidenzintervall mit eingezeichnet.

Bild 2 Regressionsfunktionen der geteilten Zeitreihe für Brandenburg, Konfidenzintervall für 95 % Wahrscheinlichkeit (Berlin ist in Brandenburg enthalten)

 

Die Regressionsgerade verläuft parallel zur Abszisse. Es ist kein Trend zu steigenden oder fallenden Niederschlagsmengen zu sehen. Im Gegensatz fällt die Trendlinie von 2001 bis 2022 steil ab. Der in Bild 1 auch ohne Entwicklung der Regressionsgeraden sichtbare Trend wird in Bild 2 statistisch nachgewiesen.

Analog zur Vorgehensweise wie in Bild 2 dargestellt, wurde für alle Bundesländer verfahren. Da aus Platzgründen die Bilder für alle Bundesländer nicht gezeigt werden können, wurde auf eine normierte Darstellung zurückgegriffen. In Bild 3 und Bild 4 sind die normierten Graphiken gezeigt. Für den Zeitraum 1881-2000 wurde als Normierungsjahr 1881, für den Zeitraum 20012022 das Jahr 2001 gewählt.

Wie Bild 3 zeigt, sind die Anstiege der Niederschlagsmengen im ersten Zeitraum unterschiedlich. Sachsen weist in dieser Zeit einen negativen Trend auf, das Saarland hat den steilsten Anstieg. Innerhalb dieses Fächers liegen die Anstiege der Niederschlagsmengen der anderen Bundesländer. Allgemein ist ein Trend größeren Niederschlagsmengen seit 1881 bis 2001 zu verzeichnen.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde in den Bild 3 undBild 4 auf die Darstellung der Konfidenzintervalle verzichtet. Diese haben die in Bild 2 gezeigte Form.

Nach dem gleichen Verfahren wurde der Zeitraum 2001 bis 2022 bearbeitet. Als Normierungsjahr ist 2001, das Jahr des Beginns dieses Zeitraumes gewählt. Dadurch ergibt sich eine vergleichbare Darstellung. Die Regressionsgeraden spannen ebenso wie in Bild 3 einen Fächer auf. Jedoch ist hier bei allen Bundesländern ein negativer Anstieg zu verzeichnen. Das bedeutet, dass ab 2001 ein kontinuierlicher Rückgang der Niederschlagsmenge vorliegt. Den stärksten Abfall der Niederschlagsmenge weist NordrheinWestfalen auf, den geringsten das Saarland.

 

Bild 3 Regressionsgeraden für die Niederschlagsmengen der Bundesländer von 1881-2000, normiert auf den Wert von 1881

Bild 4 Regressionsgeraden für die Niederschlagsmengen der Bundesländer von 2001 – 2022 normiert auf den Wert von 2001

Niederschläge – Häufigkeitsverteilungen

Für die Zeitreihen 1881-2000 sind die Häufigkeitsverteilungen ermittelt worden. Die wurden auf mittels Χ2 Test auf Normalverteilung getestet. Die Ergebnisse sowie die Häufigkeitsverteilungen beschreibenden Parameter sind in Tabelle 1 zusammengefasst.

 

Bundesland Mittelwert Streuung Schiefe Exzess vorh Χ2
Baden-Württemberg 939,6 12,58 -0,233 -0,127 54,5
Bayern 908,2 10,77 -0,149 -0,331 26,6
Brandenburg 562,9 7,16 0,06 -0,314 36,5
Bremen/Hamburg 724,6 9,14 0,069 0,275 36,2
Hessen 751,9 10,8 -0,315 0,143 40,3
Mecklenburg-Vorpommern 595,7 6,93 0,009 -0,469 29,3
Niedersachsen 724,9 9,15 0,070 0,281 37,3
Nordrhein-Westfalen 839,2 11,51 0,035 -0,52 41,0
Rheinland-Pfalz 767,0 10,57 0,022 0,337 41,3
Saarland 887,3 13,85 0,049 -0,111 86,5
Sachsen 728,0 10,23 -0,028 -0,066 39,6
Sachsen-Anhalt 556,1 7,58 0,129 -0,381 53,0
Schleswig-Holstein 751,8 9,21 -0,082 0,034 25,5
Thüringen 697,3 9,25 0,139 -0,341 46,8

Tabelle 1 Parameter der Häufigkeitsverteilungen (zul Χ2 = 16,92)

 

Bild 5 Niederschlagsmengen der Bundesländer als Abweichungen vom Mittelwert

 

Zur Bestimmung der Häufigkeitsverteilungen sind die Zeitreihen 1881-2000 der Bundesländer jeweils in 20 Klassen unterteilt und die Niederschlagsmengen den jeweiligen Klassen zugewiesen worden. Diese Verteilungen sind dann mittels linearer Regression für ein Polynom 7.Grades als Ansatzfunktion

 

f(y) = a0 + a1*y1+ +a7*y7

 

ausgeglichen worden. Bild 6 zeigt als Beispiel die Häufigkeitsverteilung für Schleswig-Holstein.

 

Bild 6 Häufigkeitsverteilung der Niederschlagsmengen von 1881-2000 für Schleswig-Holstein

 

Wie auch aus den Werten von Tabelle ersichtlich, ist die Verteilung weitgehend symmetrisch mit geringem Exzeß. Bei vorhanden Χ2 = 25,5 (zulässig Χ2 = 16,92) kommt die Verteilung der Niederschlagsmenge für Schleswig-Holstein einer Normalverteilung am nächsten. Um die Formen der Häufigkeitsverteilungen der Bundesländer miteinander vergleichen zu können, sind diese normiert auf die Klasse der maximalen Häufigkeit. Bild 6 zeigt, dass in den Klassen der geringen Niederschlagsmengen (linke Seite der Verteilungen) die Verteilungen relativ gut übereinstimmen. Im Bereich der höheren Niederschlagsmengen (rechte Seite der Verteilungen) liegen größere Abweichungen vor. Aus dem Bündel der Verteilungen fällt die rechte Seite der Häufigkeitsverteilung des Saarlandes deutlich heraus. Der Wert vorh Χ2 = 86,5 zeigt auch deutlich die Abweichung von einer Normalverteilung.

Bild 7 Normierte Häufigkeitsverteilungen der Niederschlagsmengen der Bundesländer.

 

Abschnittsweise Regressionsanalysen

In Bild 2 ist gezeigt, dass ein starker Abfall der Niederschlagsmengen im Zeitraum 2001-2022 zu verzeichnen ist.

Bild 8 Abschnittsweise Regression der Zeitreihe für Niedersachsen (ohne Konfidenzintervalle)

Aufgrund dieses Verhaltens liegt es nahe, die Zeitreihen in ebenso große Abschnitte zu unterteilen und den Trend dieser Abschnitte zu untersuchen. In Bild 8 sind als Beispiel die Regressionsgeraden der 20 Jahresabschnitte für Niedersachsen gezeigt. Außer für die Abschnitte 1901-1920 und 1961-1980 weisen alle Abschnitte, außer natürlich 2001-2022, einen positiven Trend auf. Ab 2001 beginnt der starke Abwärtstrend. Auf die Darstellung der Konfidenzintervalle wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.

 

Bundesland 1881-

1900

1901-

1920

1921-

1940

1941-

1960

1961-

1980

1981-

2000

2001-

2022

1 -4,00 3,71 7,71 1,55 0,39 -2,21 -8,33
2 2,95 3,71 4,67 1,30 1,55 0,61 -8,11
3 0,24 0,87 0,12 2,10 -4,33 0,89 -5,14
4 -0,60 -1,29 0,79 3,35 -5,61 -4,86 -7,36
5 3,40 0,80 -2,39 1,16 -0,66 1,34 -4,24
6 1,90 -2,52 1,87 2,27 -4,39 0,14 -8,51
7 0,87 3,02 0,10 3,32 -6,09 -1,65 -11,34
8 -4,09 -0,14 2,31 1,29 -0,06 -3,21 -4,19
9 -8,46 3,26 3,77 4,17 -0,95 -2,07 -2,35
10 2,87 2,11 -2,00 1,45 2,84 3,14 -7,94
11 1,46 -2,47 0,72 1,53 -1,56 1,79 -7,26
12 1,13 0,52 0,23 2,88 -1,6 -1,42 -4,33
13 4,39 -2,87 1,56 -0,15 -0,77 2,17 -7,38
Mittelwert 0,16 0,67 1,50 2,02 -1,63 -0,41 -6,65
1 Baden-Württemberg 2 Bayern 3 Brandenburg
4 Hessen 5 Mecklenburg-Vorpommern 6 Niedersachsen
7 Nordrhein-Westfalen 8 Rheinland-Pfalz 9 Saarland
10 Sachsen

13 Thüringen

11 Sachsen-Anhalt 12 Schleswig-Holstein

 

Tabelle 2 Anstieg der Regressionsfunktionen der Zeitabschnitte von 1881 – 2000 für die untersuchten Bundesländer

In Tabelle 2Tabelle 2 sind die Anstiege der jeweiligen Zeitabschnitte für die untersuchten Bundesländer zusammengestellt. Es sind die Glieder a1 der Regressionsgeraden f(t) = a0 + a1 t. Mit f(t) als Niederschlagsmenge und t als Jahr (1,2,…, 20)

Es zeigt sich, dass die Trendlinien für steigende Niederschlagsmengen deutlich in der Überzahl sind (Verhältnis 56 zu 22). Es liegt demnach im Zeitraum von 120 Jahren eine deutliche Tendenz zu erhöhten Niederschlagsmengen vor. Eine Ausnahme bildet der Abschnitt 1961 bis 1980. In dieser Zeit und im Abschnitt 1981 bis 2000 liegt eine Tendenz zu geringeren Niederschlagsmengen vor. Allerdings ist die Tendenz im letztgenannten Abschnitt nur schwach. Im Abschnitt 2001-2022 sind die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Saarland durch maximalen bzw. minimalen negativen Anstieg auffällig.

Windkraftanlagen

Im Jahr 2001 begann der verstärkte Ausbau von Windkraftanlagen (WKA) besonders in den nördlichen Bundesländern [2]. Derzeit sind etwa 29.000 WKA aufgestellt. In Tabelle 3 sind die installierten Leistungen für die Bundesländer zusammengestellt. Um Vergleiche zu ermöglichen, wurde die installierte Leistung auf die jeweilige Fläche des Bundeslandes bezogen. Der Faktor in Tabelle 3 gibt den Zubau gegenüber 2000 an. Von 4,9 GW im Jahr 2000 erhöhte sich die installierte Leistung auf 55,8 GW. Das entspricht einer Vervielfachung von 11,5. Bild 9 veranschaulicht die Werte der Tabelle 3

 

Windkraftanlagen 2000 2000 2021 2021 Faktor
Bundesland MW MW/m2 MW MW/m2
Baden-Württemberg 61 0,0017 1730 0,0484 28,2
Bayern 68 0,0010 2567 0,0364 37,8
Brandenburg 442 0,0149 7864 0,2652 17,8
Hessen 211 0,0100 2304 0,1091 10,9
Mecklenburg-Vorpommern 456 0,0196 3567 0,1531 7,8
Niedersachsen 555 0,0116 11687 0,2450 21,1
Nordrhein-Westfalen 645 0,0189 6388 0,1873 9,9
Rheinland-Pfalz 251 0,0126 3814 0,1921 15,2
Saarland 13 0,0051 531 0,2065 40,8
Sachsen 300 0,0163 1263 0,0685 4,2
Sachsen-Anhalt 494 0,0241 5318 0,2600 10,8
Schleswig-Holstein 1178 0,0746 7015 0,4440 6,0
Thüringen 181 0,0112 1739 0,1073 9,6
Summe 4855 55787 11,5

Tabelle 3 Installierte Leistung der Windkraftanlagen 2000 und 2021

 

Bild 9 Installierte Leistung der Windkraftanlagen

Photovoltaikanlagen

Ebenfalls 2000 begann der Ausbau der Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen [3]. Der Ausbau begann bei 17 MW und erreichte 2021 den Wert von 58,1 GW. Das entspricht einen Vervielfältigungsfaktor von 3 415. In Bild 10 sind nur die Werte für 2021 aufgetragen, da die Werte für 2000 aus Gründen des Maßstabs nicht sichtbar sind.

 

Photovoltaikanlagen 2000 2000 2021 2021
Bundesland MW MW/m2 MW MW/m2
Baden-Württemberg 7 0,0002 7413 0,2074
Bayern 0 0,0000 14917 0,2115
Brandenburg 0 0,0000 4818 0,1625
Hessen 2 0,0001 2650 0,1255
Mecklenburg-Vorpommern 0 0,0000 3121 0,1340
Niedersachsen 2 0,0000 4961 0,1040
Nordrhein-Westfalen 6 0,0002 6567 0,1925
Rheinland-Pfalz 0 0,0000 2763 0,1391
Saarland 0 0,0000 611 0,2376
Sachsen 0 0,0000 2612 0,1416
Sachsen-Anhalt 0 0,0000 3510 0,1716
Schleswig-Holstein 0 0,0000 2097 0,1327
Thüringen 0 0,0000 2010 0,1241
Summe 17 58050

Tabelle 4 Installierte Leistung der Photovoltaikanlagen 2000 und 2021

 

Bild 10 Installierte Leistung der Photovoltaikanlagen

Windkraft- und Photovoltaikanlagen

Tabelle 5 fasst die installierten Leistungen für WKA- und PV Anlagen zusammen. Für 2021 ergibt sich die Summe von 113,8 GW. Das ist vergleichsweise eine deutliche Überdimensionierung der installierten Kapazität, da die täglich angeforderte Leistung etwa 60 … 80 GW beträgt.

 

WKA und PV Anlagen 2000 2000 2021 2021 Faktor
Bundesland MW MW/m2 MW MW/m2
Baden-Württemberg 68 0,0019 9143 0,2577 133,9
Bayern 68 0,0010 17484 0,2488 257,1
Brandenburg 442 0,0149 12682 0,4426 28,7
Hessen 213 0,0101 4954 0,2447 23,3
Mecklenburg-Vorpommern 456 0,0196 6688 0,3067 14,7
Niedersachsen 557 0,0117 16648 0,3606 29,9
Nordrhein-Westfalen 651 0,0191 12955 0,3989 19,9
Rheinland-Pfalz 251 0,0126 6577 0,3438 26,2
Saarland 13 0,0051 1142 0,4492 87,8
Sachsen 300 0,0163 3875 0,2263 12,9
Sachsen-Anhalt 494 0,0241 8828 0,4557 17,9
Schleswig-Holstein 1178 0,0746 9112 0,6512 7,7
Thüringen 181 0,0112 3749 0,2426 20,7
Summe 4872 0,171 113837 0,3561 20,8

Tabelle 5 Installierte Leistung der Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen 2000 und 2021

 

Bild 11 Installierte Leistung Windkraft- und Photovoltaikanlagen 2000 und 2021

Bild 11 zeigt die Anteile der installierten Leistungen. Die Anteile der 2000 installierten Photovoltaikanlagen werden aufgrund der Geringfügigkeit in diesem Maßstab nicht dargestellt, siehe Tabelle 4.

 

 

Bild 12 Niederschlagsmengen und installierte Leistung für Schleswig-Holstein

In Bild 12 sind die Niederschlagsmengen und die installierte Leistung für Schleswig-Holstein gezeigt. Es dient beispielhaft für alle übrigen Bundesländer.

 

Bundesland Korrelationskoeffizient
Bayern 0,71
Saarland 0,73
Baden-Württemberg 0,74
Hessen 0,74
Thüringen 0,77
Rheinland-Pfalz 0,78
Nordrhein-Westfalen 0,79
Mecklenburg-Vorpommern 0,80
Sachsen 0,81
Brandenburg 0,81
Sachsen-Anhalt 0,82
Schleswig-Holstein 0,85
Niedersachsen 0,89

 

Tabelle 6 Koeffizienten der Korrelation Niederschlagsmenge und installierte Leistung

Die in Tabelle 6 zusammengestellten Korrelationsfaktoren zeigen eine starke Korrelation der betrachteten Niederschlagsmengen und der installierten Leistung von Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Das kann zunächst nur als Gedankenansatz angesehen werden.

Zusammenfassung

Der Hintergrund des Artikels ist, wie in der Vorbemerkung betont, eine Untersuchung, ob eine Korrelation zwischen den installierten Anlagen und den Niederschlagsmengen der Bundesländer vorliegt. Es sei nochmals bemerkt, dass hier nicht Kausalitäten behauptet, sondern allenfalls vermutet werden. Die Vermutung kann insofern aufgestellt werden, da dem Autor keine sonstigen gravierenden Veränderungen im System Sonne, Erde, Atmosphäre bekannt sind, die die plötzliche Änderung der Niederschlagsmengen seit 2000 hervorgerufen haben könnten. Inwieweit Eingriffe durch Geoengineering den Rückgang der Niederschlagsmengen hervorgerufen haben, entzieht sich der Kenntnis des Autors.

In einer Arbeit [4] von 2021 kommt A. Kleidon auf eine mittlere verfügbare Windenergie von ca. 2 W/m2 in Deutschland. Vergleicht man diesen Wert mit den installierten Leistungen der Windkraft- und Photovoltaikanlagen nach Tabelle 5, ist eine Beeinflussung atmosphärischer Vorgänge nicht auszuschließen. So ist beispielsweise in Schleswig-Holstein ca. 1/3 der verfügbaren Windenergie aufgebraucht.

Photovoltaikanlagen reflektieren die Sonnenstrahlen ähnlich Spiegeln und wirken somit aufheizend für die Atmosphäre. Sie wirken als Wärmeinseln und beeinflussen Luftströmungen.

 

Quellen

 

  1. https://www.wetterkontor.de/

 

  1. https://www.wind-energie.de/themen/zahlen-und-fakten/bundeslaender/

 

[3]https://www.energycharts.info/charts/installed_power/chart.htm?l=de&c=DE&expansion=p_inst_states&year=20 07&chartColumnSorting=default

 

[4]https://www.schweizerbart.de/papers/metz/detail/30/97450/Physical_limits_of_wind_energ y_within_the_atmosphe

 

Dr. Konrad Voge ist Maschinenbau Ingenieur (Fördertechnik) und hat in unterschiedlichen Bereichen der Fördertechnik gearbeitet.