Wiederinbetriebnahme Deutscher Kernkraftwerke?

Von Dr. Humpich

In einer aktuellen Studie der Radiant Energy Group wird euphorisch für eine Wiederinbetriebnahme aller stillgelegten Kernkraftwerke (KKW) in Deutschland plädiert. Nach eigenem Bekunden ist “Radiant Energy Group ein Beratungsunternehmen im Energiebereich, das eigene Forschung und evidenzbasierte Analysen erstellt, um Entscheidungsprozesse zu unterstützen und das Verständnis für Kernenergie zu vertiefen.” Bei aller Sympathie für das Anliegen, sind doch einige kritische Anmerkungen nötig.

Das Dogma des menschengemachten Klimawandels

Durch den gesamten Bericht zieht sich das Dogma der “CO2-freien Energieversorgung”. Nur noch in Deutschland gehört die Weltenrettung durch Vermeidung von CO2 zum Regierungsaberglauben. Die Kernenergie hatte und hat es nie nötig gehabt auf diesen Zug aufzuspringen. Kernenergie war immer die umweltfreundlichste Art elektrische Energie zu erzeugen und für lange Zeit auch die Wirtschaftlichste:

  • Geringster Flächenverbrauch durch die herausragend hohe Energiedichte.
  • Produktion nahe am Verbraucher. Keine Verkabelung der Landschaft nötig.
  • Keine “ewigen Lasten” durch Kohlebergwerke. (Anmerkung: Schon heute wird die überwiegende Menge von Natururan durch “in situ leaching” gefördert.)
  • Keine riesigen Halden aus Asche, die eine potentielle Gefahr für die Umwelt durch die darin enthaltenen Schadstoffe darstellt.
  • Lediglich eine geringe Menge von (radioaktiven) Spaltprodukten. Viele dieser seltenen Elemente können noch wirtschaftlich genutzt werden (z. B. Nuklearmedizin). Jedenfalls sind die anfallenden Volumina so gering, daß sie problemlos und kostengünstig (z. B. Deep Isolation) von der Biosphäre (ewig, wenn gewünscht) isoliert werden können.
  • Keine Belästigung durch Schall oder Abgasfahnen.
  • Keine großflächige Zerstörung von Wäldern, Meeren und Feldern.
  • Keine riesigen Mengen an Sondermüll, für die nicht einmal ausreichende Rückstellungen aufgebaut werden.

Kohle ist nicht der Feind

Stillgelegte KKW wieder in Betrieb nehmen zu wollen, um den idiotischen „Kohleausstieg bis 2038“ zu retten, ist schlicht weg absurd. Kohle war und ist der einzige relevante heimische Energieträger. Wie wichtig Versorgungssicherheit in diesen unsicheren Zeiten ist, ist inzwischen auch breiten Bevölkerungsschichten klar geworden. Die „Zeitenwende“ hat nicht nur bei der Rüstung statt gefunden, sondern auch bei der Energieversorgung. Mag die kriegerische Bedrohung von außen existieren, die Selbstzerstörung dieses Landes von innen durch die „Energiewende“ ist frei gewählt. Weder ein Putin, noch ein Trump hat dies gefordert — ganz im Gegenteil, eindringlich kritisiert. Wir alle müssen endlich zur Kenntnis nehmen, daß die „Klimakatastrophe“ genauso ein absurdes Konstrukt wie die „Klassenfrage“ der Sozialisten ist. Die „Linke“ brauchte einfach einen neuen Angstmacher. Wer glaubt, die verhuschten strickenden Vertreter auf den grünen Parteitagen seien die Verantwortlichen, irrt gewaltig. Je größer der Hass auf diese Gesellschaft ist, je intensiver ist der Kampf gegen „Atomkraft“ und Kohle. Für die Altlinken in unseren Parteien ist die „große Transformation“ lediglich ein Neusprech-Wort für die Einführung des Sozialismus. So viel Planwirtschaft wie heute, war noch nie.

Kohle ist der einzige wesentliche Rohstoff in Deutschland. Kohle hat Deutschland nicht nur industrialisiert, sondern auch nach zwei Kriegen wieder aus dem Elend geholt. Aus dieser Erfahrung heraus, hat z. B. die deutsche Sozialdemokratie – einst eine Mehrheitspartei (Willie wählen) – immer von Kohle und Kernenergie gesprochen. Der heute wieder international gelobte “Kugelhaufenreaktor” ist überhaupt aus dem Gedanken der “Kohleveredelung” entstanden (kalte Fernwärme, synthetische Kraftstoffe etc.). Wie stark muß man dieses Land verachten, wenn man nicht nur die eigene Kohle nicht mehr fördert, sondern die Förderung für folgende Generationen unmöglich machen will, indem man die Gruben bewußt absaufen läßt.

Kraftwerke nicht gegeneinander ausspielen

Die Studie übernimmt kritiklos den Kohleausstieg bis 2038 bzw. 2030. Auch bildungsresistente Kreise müßten inzwischen zur Kenntnis nehmen, daß es nachts dunkel ist und der Wind nicht immer weht. Das Gefasel von irgendwelchen Speichern in der Zukunft ist das bekannte Heilsversprechen der Sozialisten. Deshalb brauchen wir (fossile) Backup-Kraftwerke heute und morgen. Auch hier wieder der bekannte Irrsinn: Erstmal vorhandene Kohlekraftwerke zerstören und anschließend Kraftwerke für teures LNG neu bauen wollen.

Endlich Schluß mit der Manipulation der “Lebensdauer” von Kraftwerken. Technisch ist die Lebensdauer unendlich. Man kann immer verschlissene Bauteile auswechseln. Es wird nur irgendwann unwirtschaftlich: Meint, es ist billiger eine neue Anlage zu bauen, als die alte noch einmal zu reparieren. Jeder Autohalter kennt diesen Zusammenhang. Insofern unterscheiden sich Kohle- nicht von Kernkraftwerken. Auch bei Kohlekraftwerken finden regelmäßig Revisionen statt, bei denen z. B. verschlissene Belege der Mühlen erneuert werden oder irgendwann die kompletten Mühlen ausgetauscht werden. Alle Rohrwände werden regelmäßig auf Verschleiß geprüft und abgenutzte Bereiche ersetzt. Maßstab für alle Revisionen ist, – unabhängig vom Typ – den Betrieb ohne Ausfall bis zur nächsten Revision zu gewährleisten. Ausfälle kosten nämlich richtig Geld.

Die Aussage: “die 40-jährige Auslegungslebensdauer eines Kohlekraftwerks stellt sich vielmehr als ein echtes technisches Ablaufdatum dar, was bei Kernkraftwerksgenehmigungen nicht der Fall ist” ist Unsinn und nur als Propaganda gegen fossile Energien zu bewerten. Ursache für unsere existierenden Probleme ist nur die “Energiewende” und nicht die “Fossilen”. Wenn etwas stillgelegt werden muß, dann Windmühlen und Sonnenkollektoren, weil sie nicht immer verfügbar sind, wenn man sie braucht und unvergleichlich teuer als Versorgungssystem. Noch einmal in aller Deutlichkeit: Die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Kernkraftwerke in Deutschland als Ersatz für vorhandene Kohlekraftwerke ist schlicht nur als Wahnsinn zu bezeichnen.

KKW gleich KKW?

Es ist völlig unredlich die teuersten Neubauten der Welt mit der Wiederinbetriebnahme alter Kraftwerke zu vergleichen. Die Neubaukosten sind im doppelten Sinne rein politischer Natur: Die “Atomkraftgegner” haben mit Forderungen einer Pseudosicherheit (Doppelte Betonhülle, Core-Catcher usw.) die Baukosten in Europa erfolgreich in absurde Höhen getrieben. Politisch gesteuerte Genehmigungsbehörden haben durch Änderungen während der Bauzeit die Bauzeiten verlängert (Finanzierungskosten). Jeder – auch baugleicher Reaktortyp – war immer wieder ein erster seiner Art (Olkiluoto, Flamanville, Hinkley Point). Das es auch anders geht beweist China, Russland und Korea. Durch Serienfertigung beträgt die Bauzeit für einen Reaktor der Generation III+ in China 56 Monate bei einem spezifischen Preis von unter 2500 US$/kWel. Es ist nicht alles mit “billigen Löhnen” und günstigen staatlichen Krediten erklärbar.

Es ist auch unredlich, einen Reaktor der Generation III+ (passive Sicherheit!) mit Reaktoren der “Generation Biblis” zu vergleichen. O. K. man kann darüber diskutieren, ob deren “Sicherheit” nicht ausreichend ist, aber die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem Unfall mit einem VW-Käfer ist nun mal geringer als mit einem heutigen PKW. Will man den VW-Käfer aber auf den heutigen Standard nachrüsten, dürfte er teurer als ein neuer PKW werden – abgesehen von allen sonstigen modernen Annehmlichkeiten. Wie man das ausgerechnet einer “atomkritischen Bevölkerung” verkaufen will, bleibt ein Rätsel. Es ist zu befürchten, wenn die geschulten “Atomkraftgegner” in den deutschen Medien sich auf diesen Punkt stürzen, dürfte es mit den Blütenträumen einer Wiederinbetriebnahme ein jähes Ende finden.

Der Hinweis auf die Programme in den USA (Palisades, Duane Arnold, Three Mile Island) ist äußerst fragwürdig. Sind doch die Vorgehensweisen grundsätzlich unterschiedlich: In den USA legt man nach der Abschaltung die Reaktoren trocken und läßt sie zum Abklingen der Radioaktivität (Arbeitsschutz) geplant für Jahrzehnte im sicheren Einschluss. In Deutschland haben die grünen Zerstörer sofort mit der Sprengung von Kühltürmen usw. begonnen. Hier war es das erklärte Ziel, durch möglichst schnelle und große Schäden den “Atomausstieg” unumkehrbar zu machen. Auch hier wieder eine Menge Heuchelei.

Der politische Wille

Das Bundesrecht verbietet die gewerbliche Stromerzeugung aus Kernenergie. Wie soll ein neues Gesetz in diesem Parlament verabschiedet werden? Eine Mehrheit pro Kernenergie ist ohne die AfD undenkbar. Sie ist die einzige Partei, die sich für Kernenergie klar und deutlich ausgesprochen hat. Alle anderen Parlamentarier waren aktiv, oder wenigstens passiv, an der Ächtung der “Atomkraft” beteiligt. Sie müßten erstmal ihren Irrtum öffentlich eingestehen. Und selbst wenn, bleibt da immer noch der Kokolores um die “Brandmauer”.

Wer soll denn in Deutschland die nötigen Genehmigungsverfahren durchführen? Die einschlägigen Behörden sind längst von Fachleuten bereinigt. Wer sich das antun mag, lese sich einmal die Berufe und Lebensläufe der dort Beschäftigten durch. Es gibt nichts besseres, um auf dem Boden der deutschen Realität hart zu landen.

Es wäre schon viel erreicht, wenn unsere Politiker – die ständig Europa in den Himmel loben – sich nicht in Brüssel immer gegen Kernenergie quer stellen würden. Wir könnten unsere Industrie vielleicht noch am Leben erhalten, wenn wir mit unseren Nachbarn enger zusammen arbeiten würden. Zwar wird jeder Investor und jede Bank lieber im benachbarten Ausland ein Kernkraftwerk bauen, als in dem Außenseiter-Deutschland. Wir könnten aber durch Kooperation unser Fachwissen erhalten und vor allen Dingen nicht den Anschluß bei der Weiterentwicklung verlieren. Sollte dann dereinst einmal ein neues KKW in Deutschland gebaut werden, stünden wenigstens deutsche Unternehmen und Fachleute zur Verfügung. Wenn das versäumt wird, werden wir uns einst für den Technologietransfer bei den Entwicklungsländern einreihen müssen. Ganz abgesehen davon, daß uns qualifizierte und auch noch gut bezahlte Arbeitsplätze fehlen werden, nebst Steuereinnahmen und günstigen Strompreisen.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors Nukeklaus hier




Neue Regeln für Energiehandel – Kritik an EU-Methanregel: Länder sehen Versorgungsrisiko

Die EU-Kommission hat die Methanverordnung auf den Weg gebracht. Sie betrifft die Einfuhr von Erdgas und Erdöl in die EU. Viele Länder und Unternehmen kritisieren das hohe Tempo der Umsetzung. Die Neuregelung hat weitreichende Folgen für Energieimporte und deren Regulierung.

Der Artikel erschien zuerst auf Epoch Times.

In Kürze:

  • Mehrere EU- und Nicht-EU-Staaten äußern Kritik an der EU-Methanverordnung.
  • Mit dieser Neuregelung will die EU die Treibhausgasemissionen weiter reduzieren.
  • Für betroffene Unternehmen bedeutet das zunächst eine Mehrbelastung.
  • Die einzelnen Schritte zur Umsetzung dauern bis 2030.

Elf Mitgliedstaaten der Europäischen Union forderten in der vergangenen Woche eine Verschiebung der Umsetzung der EU-Methanverordnung (EUMR) um mindestens drei Jahre. Zu den Unterzeichnern gehörten unter anderem Tschechien, die Slowakei, Polen, Italien und die Niederlande.

Auch Deutschland hat sich inzwischen diesem Appell angeschlossen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) warb „dringend“ für eine Überarbeitung der Methanverordnung. Am Freitag, 26. Juni, sagte sie vor einem Treffen der EU-Energieminister in Luxemburg:

„Wir brauchen mindestens eine Verschiebung oder eine Aussetzung der Methanverordnung, dass sich die Bundesrepublik Deutschland sicher mit Gasimporten, aber auch mit Mineralölprodukten wie Kerosin versorgen kann. Wir werden mit der Kommission sehr ernsthaft darüber sprechen müssen, dass wir unsere Versorgungssicherheit auf gar keinen Fall aufs Spiel setzen können.“

Was bedeutet die EU-Methanverordnung?

In ihrer derzeitigen Form würde die Verordnung dazu führen, dass Gasimporte und Mineralölprodukte ab 2027 nur noch eingeführt werden könnten, wenn sie die Vorgaben erfüllen, argumentierte Reiche.

Bei der Gas- und Ölförderung wird das Treibhausgas Methan freigesetzt. Um dies zu reduzieren, brachte die EU-Kommission die Methanverordnung auf den Weg. Sie trat 2024 in Kraft.

Die Regelung verlangt vor allem, dass bei Gasimporten die Methanemissionen entlang der Lieferkette berücksichtigt werden müssen. Die Verordnung verpflichtet die EU-Staaten, beim Import von Energie aus Drittstaaten verschiedene Berichts- und Überwachungsmaßnahmen einzuhalten. Diese Vorgaben werden schrittweise zwischen 2025 und 2030 eingeführt.

So sollen die Regeln beispielsweise ab 2027 auch für importiertes Gas und Öl gelten. Ein Einfuhrverbot ist in der Verordnung allerdings nicht vorgesehen, sollte ein Staat die Anforderungen nicht erfüllen. Stattdessen sollen die Mitgliedstaaten Verstöße etwa mit Geldbußen ahnden.

Warum will die EU den Methanausstoß reduzieren?

Die Methanverordnung ist Teil der Bemühungen der EU, die Treibhausgasemissionen der Mitgliedstaaten bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu senken. Das wiederum soll die Erwärmung der Erdatmosphäre verlangsamen oder stoppen.

Nach Angaben der Europäischen Kommission hat Methan eine stärkere Fähigkeit, Wärme in der Atmosphäre zu speichern, als Kohlenstoffdioxid (CO₂). Das „Treibhauspotenzial“ von Methan sei über einen Zeitraum von 100 Jahren 29,88-mal so hoch wie das von CO₂. Auf einer Zeitskala von 20 Jahren betrage der Faktor sogar 82,5, hieß es.

„Die Reduzierung der Methanemissionen ist daher notwendig, um die Klimaziele des Europäischen Grünen Deals für 2050 zu erreichen“, erklärte die EU-Kommission. Weiter hieß es, dass ein Drittel der durch menschliche Aktivitäten verursachten Methanemissionen aus dem Energiesektor stamme. Zudem bezeichnete die Kommission Methan als den „zweitgrößten Verursacher des Klimawandels“.

Kritik auch von außerhalb der EU?

Die elf EU-Staaten sind jedoch nicht die einzigen Kritiker des EU-Plans. Ebenso haben Energiebeauftragte aus vier Ländern – den Vereinigten Staaten, Katar, Nigeria und Algerien – am Dienstag, dem 23. Juni, einen Brief an die Staats- und Regierungschefs der EU geschickt. Darin warnen sie davor, dass die Umsetzung der geplanten Methanvorschriften die regionale Öl- und Gasversorgung beeinträchtigen könnte.

Die vier Staaten wiesen auch darauf hin, dass die meisten Exporteure, die Energieprodukte an die EU verkaufen, „die Anforderungen der EUMR an die Messung, Berichterstattung und Überprüfung von Methanemissionen nicht innerhalb des vorgeschriebenen Zeitrahmens erfüllen können“.

Zudem seien „laut einer unabhängigen, umfassenden Branchenanalyse fast alle EU-Ölimporte und ein erheblicher Teil der EU-Erdgasimporte“ ab Januar 2027 nicht mehr mit der EUMR konform. „Selbst bei einer anpassungsfähigen und flexiblen Umsetzung sind erhebliche negative Auswirkungen auf Versorgung und Preise sicher“, so die Länder.

EU-Importeure haben bereits damit begonnen, Öl und Gas einzukaufen, das für die Lieferung im kommenden Jahr gelagert werden soll. Derzeit gebe es jedoch „keinen gangbaren Weg“, um die EUMR-Vorschriften einzuhalten, heißt es in dem Schreiben.

Welche Schritte sind zu unternehmen?

Bis zum 5. Mai 2025 waren die Energiehandelsakteure gemäß der Verordnung dazu verpflichtet, ihre erste Umsetzungsplanung vorzulegen und drei Monate später die ersten Berichte zu den geschätzten Methanemissionen einzureichen.

Spätestens am 5. Februar dieses Jahres mussten die Akteure erneut detaillierte Berichte zur Menge der Methanemissionen für selbst betriebene Anlagen abgeben. Ab diesem Zeitpunkt waren zunehmend direkte Messungen nötig, um genauere Werte zu erhalten.

Bis zum 5. Februar 2027 müssen entsprechende Berichte für nicht selbst betriebene Anlagen eingereicht werden. Anschließend sollen die Berichte jährlich erfolgen. Zusätzlich müssen unabhängige Prüfstellen diese verifizieren.

Schon jetzt müssen EU-Importeure Informationen unter anderem zu Herkunft, Transportweg und Emissionsminderung der Lieferanten melden. Ab dem 1. Januar 2027 ist zusätzlich ein Nachweis erforderlich, dass die sogenannten MRV-Standards der Lieferanten EU-äquivalent sind. MRV steht für „Measurement, Monitoring, Reporting and Verification“ und bezeichnet ein dreistufiges Standard- und Qualitätssicherungssystem zur Erfassung von Treibhausgasemissionen und Klimaschutzprojekten.

Eine weitere Berichterstattung zur Methanintensität der Importe müssen die Lieferanten ab dem 5. August 2028 abgeben. Ab 5. August 2030 gilt schließlich ein maximaler Methanintensitätsgrenzwert. Dieser soll noch von der EU-Kommission festgelegt werden.

Wer ist konkret betroffen und welche Sorgen gibt es?

Bereits am 13. April richtete der Internationale Verband der Öl- und Gasproduzenten einen „dringenden Appell“ zur Änderung der EUMR an die EU-Energieminister. Dem Verband gehören weltweit führende Energiekonzerne wie Chevron, ConocoPhillips, BP und ExxonMobil an.

Neben diesen Unternehmen des Erdöl- und Erdgassektors sind auch Bergwerksbetreiber des Kohlesektors direkt von der EU-Neuregelung betroffen. Ebenso betrifft dies Importeure und Erzeuger von Rohöl, Erdgas und Kohle, die diese Brennstoffe in der EU vertreiben.

Der Verband warnte, die EUMR in ihrer derzeitigen Form stelle ein Risiko für die Energiesicherheit der EU dar. Er hob hervor, dass bis zu 43 Prozent der Erdgasimporte und rund 90 Prozent der Rohölimporte der EU ab Januar 2027 wahrscheinlich nicht den Vorschriften entsprechen würden.

„Darüber hinaus belastet die Verordnung auch die heimischen Produzenten und Infrastrukturbetreiber der EU erheblich, indem sie kostspielige und unverhältnismäßige Maßnahmen vorschreibt, die nur geringen Nutzen bringen oder möglicherweise sogar zu einem Nettoanstieg der Treibhausgasemissionen führen“, erklärte der Verband.

Und weiter: „Dies könnte den Rückgang der heimischen Produktion in Europa weiter beschleunigen, seine strategische Autonomie schwächen und die Energiewende verteuern.“

Was bedeutet die Verordnung für die Industrie?

Um die genannten Schritte umsetzen zu können, müssen sich die von der EU-Methanverordnung betroffenen Industrieunternehmen neu ausrichten. Die Regulierungen werden zunehmend strenger, während sich die Anforderungen an die Nachhaltigkeit ihrer Geschäftsmodelle gleichzeitig erhöhen.

Einerseits bedeutet diese Anpassung einen Mehraufwand für die Unternehmen, der meist mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Andererseits können sie sich durch eine frühzeitige Umstellung einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Wenn Unternehmen nachweislich ihre Methanemissionen reduzieren, können sie mögliche regulatorische Strafgebühren oder Sanktionen vermeiden. Da inzwischen viele Länder und Unternehmen auf Umweltbewusstsein achten, lässt sich zudem ein positives Image aufbauen und die Kundenbindung stärken.

Was bedeutet die Verordnung für die Energiesicherheit?

Bezüglich der Auswirkungen der Methanverordnung auf die Versorgungssicherheit gibt es unterschiedliche Perspektiven. Die EU-Kommission selbst sowie die US-amerikanische, nichtstaatliche Umweltschutzorganisation „Environmental Defense Fund“ bewerten die Auswirkungen als positiv. Letztere sieht darin „ein strategisches Instrument, um die Energiesicherheit Europas zu stärken“.

Laut einer Analyse von Rystad Energy werde sich das globale LNG-Angebot jährlich um rund 4 Prozent erhöhen. Dies werde von 2028 bis 2032 zu einem Überangebot führen. Dies gebe der EU die Freiheit, von den Lieferanten mehr Transparenz und Umweltleistung zu verlangen, ohne den Zugang zu Gas zu gefährden.

Es gibt jedoch auch Kritiker wie den US-Energieminister Chris Wright. Er erklärte am Mittwoch, 24. Juni, dass die „verrückten“ Methanvorschriften der EU den Import von LNG aus den Vereinigten Staaten und anderen Ländern, die den Brief unterzeichnet haben, unmöglich machen würden. Wright warnte, dass dies die EU-Länder einem Risiko aussetze. Er sagte: „Es besteht ein erhebliches Risiko von Stromausfällen oder Heizungsproblemen im kommenden Winter.“

(Mit Material von AFP und theepochtimes.com)

 




Mehr Sonne, mehr Schwankung

Viel Sonne bedeutet viel Solarenergie, aber auch starke Schwankungen. Doch anstatt die Grenzen der Erneuerbaren in Sachen Energiesicherheit einzusehen, versucht man es mit einem argumentativen Ablenkungsmanöver. |

Von Frank Hennig

Täglich werden wir mit Begriffen konfrontiert, die im Ergebnis einer als alternativlos gepriesenen Energiewende verwendet werden oder durch sie erst entstanden sind. Wir greifen auch Bezeichnungen auf, die in der allgemeinen Vergrünung in den Alltagsgebrauch übergehen – in nichtalphabetischer Reihenfolge.

H wie Hitzeflaute, die

Die Energiewende, mit der wir Vorausreitende sein wollen, beschert uns einen neuen Spezialbegriff der Flaute. Flaute beschreibt Windstille oder sehr schwachen Wind, daraus wurde bei Dunkelheit die allseits bekannte Dunkelflaute. Die ist dem progressiven Ansatz abträglich, mit Licht und bewegter Luft die energetische Grundlage eines Landes zu sichern. Dann stellte sich heraus, dass auch das Gegenteil, die Hellbrise, der Versorgungssicherheit nicht zuträglich ist.

Aktuell erscheint bei hohen Temperaturen die Hitzeflaute, sie führt zu hohen Schwankungen im Stromangebot und zu hohen Preisen, zum Teil bis zum Zehnfachen des Durchschnitts. Die Photovoltaik (PV) wurde ausgebaut auf heute 122 Gigawatt (GW), das ist der eineinhalbfache Bedarf im Netz. Dieser Strom muss nach EEG zwingend abgenommen werden (Einspeisevorrang), egal, ob er gebraucht wird oder nicht. Das bringt Stress ins Netz, weil die Frequenz gehalten werden muss, der Sonnenstrom aber jeden Abend wieder verschwindet. Konventionelle Kraftwerke müssen ständig hin- und herregeln, einen erheblichen Teil regeln inzwischen Export und Import. Wir sollten unseren Nachbarn stets dankbar sein, ein deutsches Inselnetz wäre nicht mehr betreibbar oder nur mit kostenpflichtiger, stark gedrosselter Einspeisung der „Erneuerbaren“.

Tagsüber powern die PV-Anlagen ins Netz, wenn auch mit temperaturbedingtem schlechteren Wirkungsgrad. Kritisch ist die zweite Tageshälfte. Innerhalb von 10 Stunden (12 bis 22 Uhr) verschwindet dieser Strom aus dem Netz, von mittags etwa 55 GW auf null. Der Bedarf sinkt hingegen nur um 15 GW (Werte vom 25. Juni). Vor allem für Kohlekraftwerke lohnt sich der Stop-and-go-Betrieb nicht. Im Sommer befinden sich viele Kraftwerke auch in Revision und die meisten kraft-wärmegekoppelten Anlagen stehen wegen fehlendem Wärmebedarf ohnehin. Die Beschaffung des Ersatzstroms wird dann teuer. Auch dies ist Ergebnis einer fehlgesteuerten Wende, den Ausbau der Photovoltaik hätte man verpflichtend mit dem Speicherbau verbinden müssen.

Die Windkraftanlagen pausieren in einem großen Hochdruckgebiet. Verschärfend kommt hinzu, dass der Verbrauch höher ist als an normalen Sommertagen. Klimaanlagen und Ventilatoren in Haushalten, Handel und Industrie, mehr Betrieb von Trinkwasserpumpen, von Grundwasserpumpen zur Bewässerung und auch die abends beginnenden WM-Spiele sind die Ursache.

Nun ist es wieder Zeit für beflissene Energiewender, vom Problem abzulenken und auf Frankreich zu zeigen. Dort sind angeblich wegen der großen Hitze die Kernkraftwerke am Ende und wir sollten also glücklich sein, keine mehr zu betreiben. Schauen wir genauer hin:

Die Nachbarn betreiben 57 Kernreaktoren, von denen acht an Flüssen liegen und mit Durchflusskühlung betrieben werden. Sie müssen aus ökologischen Gründen die Leistung einsenken, wenn die Temperatur des Wassers zu stark steigt. Die Grenztemperatur des Flusses nach der Kühlwassereinleitung aus dem Kraftwerk sollte 25 Grad nicht überschreiten.

34 weitere Reaktoren stehen auch an Flüssen, verfügen aber über ein Rückkühlsystem in Form von Kühltürmen. Hier wird die Abwärme über die Verdunstung des umgewälzten Kühlwassers abgegeben, die Abhängigkeit von der Außentemperatur ist gering. 15 Reaktoren liegen an der Küste und werden durch Seewasser gekühlt.

Aus der sommerlichen Temperatur-Abhängigkeit der acht flusswassergekühlten Reaktoren meinen unsere Anti-Atom-Bewegten eine grundsätzliche Untauglichkeit der Kernkraft zu sicherer Versorgung ableiten zu können. Das ist die typische Ablenkungsdiskussion von den Unzulänglichkeiten des eigenen Systems. Als ich kürzlich einen Vortrag zur Windkraft hielt, war der erste Einwand einer SPD-Landtagsabgeordneten: „Sie haben gar nicht über die Braunkohletagebaue gesprochen.“

Es wird nicht gelingen, unser Noch-Industrieland mit Strom aus Licht, Luft, Kompost, Müll und etwas fließendem Wasser zu versorgen. Dunkelflaute, Hellbrise, Hitzeflaute und Kälteflaute (durch ein stationäres Hochdruckgebiet im Winter) werden uns bei weiterem unkontrolliertem Zubau von Wind- und Solaranlagen zwingen, unser Leben wie im Mittelalter nach den Launen der Natur zu richten.

Der grüne Wasserstoff soll künftig helfen. Ein Fragezeichen scheint angemessen. Hier eine nicht abschließende Aufzählung bisher gescheiterter Wasserstoffprojekte:

  • ArcelorMittal verfolgt das Thema grüner Stahl nicht mehr.
  • Uniper „streckt“ seine Projekte.
  • LEAG stoppt sein grünes H2-Projekt in Boxberg.
  • HH2E stoppt Projekte in Lubmin und Borna.
  • Die H2-Produktion am Klärwerk Hannover ist gescheitert.
  • Das Projekt in Schwäbisch Gmünd ist gescheitert.
  • enviaM zieht sich aus dem Projekt Green Bridge zurück.
  • Die Wasserstofffabrik am Kraftwerk Fenne (Völklingen) wird nicht gebaut.
  • Das Projekt Sines (Portugal) ist gescheitert, damit kein H2-Export.
  • Eon zieht sich nach 3 Jahren aus einem australischen H2-Projekt zurück, BP ebenso.
  • Das Wasserstoffprojekt Hyphen in Namibia verläuft nicht wie geplant, Rückzug von RWE, Einheimische wehren sich gegen 700 Windkraftanlagen im Nationalpark.
  • Hadag beendet ein Projekt für H2-Schiffsantriebe.
  • Das Westküstenprojekt in Schleswig-Holstein ist gescheitert.
  • Der Bau einer H2- Pipeline von Dänemark nach Schleswig-Holstein wurde verschoben.
  • Zahlreiche Wasserstofftankstellen wurden wieder geschlossen.

Die vorgesehenen 10 GW Elektrolyseurskapazität bis 2030 werden wir nicht erreichen, derzeit gibt es eine Kapazität von 0,18 GW. Solange es keine belastbaren Angaben gibt zu Lieferterminen, -mengen und -preisen sollte man den Ball sehr flach halten und nicht noch weitere Milliarden an Geld den flüchtigen Wasserstoffprojekten hinterherwerfen.

Mit neuen Begriffen wie der Hitzeflaute bereichern wir die Welt. Die Dunkelflaute hat es bereits wie auch Kindergarten und Blitzkrieg in den englischen Sprachraum geschafft. Auch die Übernahme der „Hitzeflaute“ wäre denkbar, die Erklärung in englischer Sprache wäre nicht schwer. Anderen Energiewende-Beiträgen zur Sprachbereicherung wie Biotreppe, Referenzertragsmodell oder Kraftwerksstilllegungsanzeigenliste dürfte hingegen mangels schwieriger Übersetzung, vor allem aber wegen globaler Irrelevanz der Weg in andere Sprachräume verwehrt bleiben.

Wir werden mit den verschiedenen Flauten und Brisen leben müssen. Frühling. Sommer, Herbst und Winter sind das heutige Extremwetter und werden noch deutlicher unser tägliches Leben bestimmen.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier




Trotz Rücknahme der apokalyptischen Klimaszenarien (RCP 8.5) verharrt Deutschland am CO2-Abbau bis 2045 von höchst vernachlässigbaren 0,48 Giga Tonnen CO2 oder 0,06ppm in der Atmosphäre

Hinzu kommt, dass die weltweiten CO2-Emissionen seit 6 Jahren ohne jede Wirkung auf den CO2-Gehalt der Atmosphäre stagnieren. Auch das hält Deutschland nicht davon ab, am CO2-Abbau von 0,06ppm oder 0,000 006% bis 2045 festzuhalten bei einem Gesamt-CO2-Gehalt der Atmosphäre von etwa 425ppm.

 

Dr.-Ing. Erhard Beppler

Fazit
Das für die apokalyptischen Klimaszenarien verantwortliche RCP8.5 (Nachfolger SSP8.5), das bis 2100 Temperaturerhöhungen von bis zu 5°C bei gleichzeitigem Meeresspiegelanstieg von 1,3 m führen sollte, wurde von den IPCC-Verantwortlichen für „unplausibel“ erklärt.
Von 2010 an stützten sich mindestens 16 800 wissenschaftliche Arbeiten auf RCP8.5, was den Medien vorgefertigte Katastrophenbeschreibungen über Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen, Hurrikane, Ernteausfälle, etc. lieferte.
Die Erklärung des IPCC zu RCP8.5 wird in Deutschland kaum wahrgenommen.
Umweltminister Schneider deutete die Entwicklung sogar als Erfolg für die bisherige Klimapolitik – eine Verklärung der Situation. Er verkündete sogar Ausgaben von 8 Mrd. Euro in 2030, um 25 Mio t CO2 weniger auszustoßen.
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass die Korrektur von RCP8.5 höchst überfällig ist.
Schließlich werden die Temperaturerhöhungen wie die CO2-Gehalte der Atmosphäre nicht durch den Ausstoß der anthropogenen CO2-Emissionen bestimmt, sondern im Wesentlichen durch die Aktivitäten der Sonne.
Hinzu kommt, dass die CO2-Messungen auf Moana Loa auf falschen Messungen basieren, da sie teilweise auf Eisbohrkernuntersuchungen beruhen, andererseits bereits im 19.Jahrhundert CO2-Gehalte auf der nördlichen Hemisphäre um 400 ppm gemessen wurden.
Die durch RCP8.5 ausgelösten Maßnahmen zum Abbau der weltweiten anthropogenen CO2-Emissionen zeigen etwa ab 2011 deutliche Erfolge, eine Abnahme der CO2-Gehalte der Atmosphäre ist jedoch bis 2025 nicht zu erkennen.
Die weltweiten anthropogenen CO2-Emissionen liegen in 2025 bei 38,1 Gt CO2, die im Sinne der Klimaneutralität auf null gesetzt werden sollen.
Der Anteil Deutschlands an diesen weltweiten CO2-Emissionen liegt bei 1,27%, der der EU bei 6%.
Das bedeutet für Deutschland einen CO2-Abbau von 38,1 Gt CO2 x 0,0127 = 0,48 Gt CO2.
Werden diese weltweiten 38,1 Gt CO2 und auf Deutschland bezogene 0,48 Gt CO2 nach den in der Klimaforschung etablierten Näherungswert von 1 ppm = 7,8 Gt CO2 auf die Gehalte in der Atmosphäre umgerechnet, so errechnet sich für den weltweiten anthropogenen CO2-Ausstoß von 38,1 Gt CO2 ein CO2-Gehalt in der Atmosphäre von 4,9 ppm CO2 oder 0,000 49%.
Für Deutschland ergeben sich Werte von 0,48 Gt CO2/7,8 = 0,06 ppm oder 0,000 006% CO2 bei einem Gesamt-CO2-Gehalt der Atmosphäre von etwa 425 ppm oder 0,0425%.
Diese in höchstem Maße vernachlässigbaren Zahlen beschreiben die Hoffnungslosigkeit des Beitrages Deutschlands am Vorhaben Klimaneutralität.
Das hindert Deutschland nicht daran, jährlich 16,5 Mrd. Euro an Betreiber von Wind- und Solaranlagen zu zahlen bei versteckten Kosten dieser Energiewende von 36 Mrd. Euro/a (Frau Reiche).
Die Folgen sind Strompreise (Industriestrompreise) in Deutschland von 40 (18) ct/KWh bei Strompreisen in Frankreich von 30 (11), in USA von 17 (8), in China von 7 (8) ct/KWh.
Diese Zahlen beziehen sich in Deutschland auf einen Anteil an erneuerbaren Energien von nur etwa 20% bezogen auf den Gesamtenergiebedarf (Primärenergie) von 335 GW.
Nun haben auch noch die Unterhändler vom Europaparlament und Ministerrat beschlossen, dass der Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) in 2028 in Kraft treten zu lassen, was bei einem Preis von 60 Euro/ t CO2 die Benzinpreise um 17 ct/Liter erhöht, von Diesel um 19 ct/Liter.
Deutschland muss sich zwingend verabschieden vom Glauben an den ausschließlichen Einfluss der anthropogenen CO2-Emissionen auf das Klima (IPCC) – ansonsten ist der finanzielle Untergang Deutschlands nicht aufzuhalten.

1.Einleitung


Bedeutung der Rücknahme des Erwärmungsszenarios „RCP8.5“
Die globale Erwärmung sollte nach der ursprünglichen Aussage des „Klimarates der Vereinten Nationen“ (IPCC – Gründung Ende der 1980er Jahre) durch folgende Maßnahmen drastisch sinken: Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C (Pariser Abkommen) durch tiefgreifende Reduktion der CO2-Emissionen in den Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Forstwirtschaft durch vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft.
Diese Forderungen basieren auf den Ergebnissen von komplexen CO2-Vorstellungen zum Verhalten von CO2 zwischen Atmosphäre, Ozeanen und Biosphäre und Vorstellungen zum CO2- Verhalten zwischen natürlichen Senken (z.B. Ozeane, Wälder) und anthropogenen Quellen (z.B. fossile Quellen).
In den Kohlenstoffkreislaufmodellen des IPCC wird die CO2-Zirkulation zwischen den verschiedenen Reservoirs (Atmosphäre, Biosphäre, Ozeane, Sedimente) durch unterschiedliche Austauschprozesse und charakteristischen Zeitkonstanten modelliert auf der Basis der Ergebnisse aus Eisbohrkernuntersuchungen.
Die aus diesen Vorstellungen entwickelten Klimamodelle zur Berechnung der Temperaturentwicklung können weder die zukünftigen Temperaturen voraussagen, geschweige die vergangenen nachvollziehen, wie Vergleiche mit Messungen anhand von Wetterballons, Satellitendaten, etc. ergeben haben.
Nun haben am 07.04.2026 44-IPCC-Autoren, die für die apokalyptischen Klimaszenarien verantwortlich sind, die in den beiden letzten Klimaberichten von 2013/2014 (AR5) sowie von 2021/2023 (AR6) aufgeführten Szenarien, die zu Temperaturerhöhungen bis zu 5°C in 2100 führen sollten, für „unplausibel“ erklärt, das RCP8.5. (1,2)
RCP8.5 (Nachfolger SSP8.5) steht für „Representative Concentration Pathway 8.5“, ein Szenario, das durch einen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt/m2 durch Steigerung des Energieflusses in der Troposphäre über erhöhte Treibhausgasemissionen (wie CO2, etc.) ausgelöst wird bei einem gleichzeitigen Anstieg des Meeresspiegels von 1,3 m. (Bild 1)
Nach dem Scenario SSP8.5 wird ausgehend von heute (CO2-Emissionen von knapp 40 Mrd. t/a) von einer Steigung auf etwa 130 Mrd.t CO2/a ausgegangen.
Zur Zeit liegt das weltweite ausgewiesene Kohlenstoffinventar über Kohle, Braunkohle, Öl, Erdgas bei etwa 1150 Mrd. t, entsprechend einer CO2-Menge von 4220 Mrd.t.(13) Ein jährlicher CO2-Anfall nach SSP8.5 von 130 Mrd. t/a würde das Kohlenstoffinventar schnell schrumpfen lassen.
Mit diesem Scenario wurden in Deutschland zahlreiche Gesetze zur Absenkung der CO2-Emissionen begründet. Selbst das Bundesverfassungsgericht nahm als Basis für seine Entscheidung diese Temperaturprognose, die mittlerweile als „unplausibel“ erklärt worden ist.
Im mittleren Scenario (SSP2-4,5) (Bild 1) stagnieren die CO2-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts auf heutigem Niveau. (vgl. später)

Bild 1: Scenarien möglicher globaler Veränderungen bei unterschiedlichen Treibhausgasemissionen

Von 2010 bis 2020 stützten sich mindestens 16 800 wissenschaftliche Arbeiten auf RCP8.5 („Google Scholar“ lieferte mehr als 100 000 Artikel).
Das gab den Medien vorgefertigte Katastrophenbeschreibungen über Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen, Hurrikane, Ernteausfälle und Massenintegrationen. (3)
Andere Verfasser kommen auf eine Gesamtzahl der Medienartikel weltweit mit Bezug auf RCP8.5 auf mehrere Hunderttausend über die zwanzigjährige Laufzeit des Scenarios.(4)
Nun hat das IPCC die prognostizierte Erwärmung nach PCR8.5 um etwa 3°C nach unten korrigiert. Das neue Scenario bei Beibehaltung der derzeitigen Politik liegt bei etwa 2,5°C bis zum Ende des Jahrhunderts und nicht mehr bei 5°C und ist immer noch mit unzähligen Unwägbarkeiten behaftet. (4)
Die Erklärung des IPCC zu RCP8.5 wird in Deutschland kaum wahrgenommen. Bundesminister Schneider deutet sogar die Entwicklung als Erfolg der bisherigen Klimapolitik – die bisherigen Maßnahmen hätten Wirkung entfaltet – eine Verklärung der Situation. Er will davon ablenken, dass das IPCC mit seinen Horrorszenarien versagt hat, die über Jahrzehnte die Welt in Angst und Schrecken versetzte, vor allem in Deutschland.

Zur Dringlichkeit der Rücknahme des Erwärmungsszenarios „RCP8.5“
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Korrektur des RCP8.5 höchst überfällig ist.
Schließlich werden z.B. die Temperaturerhöhungen und auch die CO2-Gehalte der Atmosphäre im Wesentlichen durch die Aktivitäten der Sonne u.a. mit ihren unterschiedliche Zyklen, etc. bestimmt (5,6,7) und nicht nach der Aussage des IPCC ausschließlich über die anthropogenen CO2-Emissionen.
Hinzu kommt, dass der Anstieg der CO2-Gehalte der Atmosphäre nach den Messungen auf Moana Loa nach 1870 überhöht dargestellt wurde, da der CO2-Anstieg zunächst auf Messungen an Eisbohrkernuntersuchungen mit verlangsamtem CO2-Anstieg beruhte (bis 1950 – vergl. später Bild 4), erst nach 1950 erfolgen die Messungen der Atmosphäre auf Moana Loa. (8)
Hinzu kommt, dass aus CO2-Messungen der Atmosphäre im 19. Jahrhundert Werte auf der nördlichen Hemisphäre um 400 ppm bekannt sind, so dass letztlich der auf Moana Loa ausgewiesene CO2-Anstieg auch aus diesem Grunde nicht für Modellrechnungen jeglicher Art herangezogen werden kann. (9-11)
Die These eines „stabilen vorindustriellen CO2-Gleichgewichtes bei 280 ppm“ kann daher nicht für eine Erwärmung der Atmosphäre herangezogen werden.
In den letzten Jahren haben ähnlich wie in der mittelalterlichen und römischen Warmzeit Temperaturerhöhungen stattgefunden, verknüpft mit einer Erhöhung des CO2-Gehaltes wie der H2O-Gehalte der Atmosphäre.
Die H2O-Gehalte der Atmosphäre können je nach Temperatur und Randbedingungen Werte zwischen 0,1 und 4 % in der Atmosphäre annehmen, im Durchschnitt etwa 1,5%. (12)
Damit liegen die H2O-Werte gemessen an den 0,042% CO2 der Atmosphäre etwa 36x höher und bestimmen nicht nur durch ihre Infrarotstrahlungseigenschaften die Temperatur, sondern auch durch die Bildung von Wolken, Regen, Schnee, etc.(12)
Welche Wirkung erhöhte Wasserdampfmengen in der Atmosphäre auf die Temperatur haben können, zeigt der Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga im Südpazifik am 15.01.2022 (Bild 2), wobei anzumerken ist, dass auch der gleichzeitige Anstieg des El Nino mitwirkte.

Bild 2: Einfluss des Ausbruches des Unterwasservulkans Hunga Tonga auf den Temperaturanstieg der Atmosphäre

Wenn nun der CO2-Anstieg der Atmosphäre (vgl. auch später Bild 4) nicht über anthropogene CO2-Emissionen erklärt werden kann, stellt sich die Frage nach seiner Herkunft.
In einer früheren Arbeit war nachgewiesen worden, dass der CO2-Anstieg der Atmosphäre der Ausgasung der Meere über den Temperaturanstieg folgt und nicht dem Ausstoß der anthropogenen CO2-Emissionen. (8)
Die Geschwindigkeit des CO2-Anstieges der Atmosphäre durch Ausgasung der Meere kann bei steigender Temperatur bei 3 ppm /a liegen, ebenso die Abnahme.
Das IPCC geht bei seinen Vorstellungen zur Geschwindigkeit des CO2-Austausches an der oberflächennahen Schicht von Jahren bis Jahrzehnten aus, weil die Modelle des IPCC weitgehend auf den Ergebnissen der Eisbohrkernuntersuchungen beruhen.

2. Stand der bisherigen Verminderung der anthropogenen CO2-Emissionen, weltweit und in Deutschland

Die durch die apokalyptischen Klimaszenarien ausgelösten Maßnahmen zum Abbau der anthropogenen CO2-Emissionen werden im Folgenden behandelt.
Bild 3 zeigt zunächst die Entwicklung der weltweiten anthropogenen CO2-Emissionen von 1960 bis 2025.

Bild 3: Entwicklung der weltweiten anthropogenen CO2-Emissionen 1960 bis 2025

Die Werte basieren bis 2022 auf Angaben von „Statista“, später von „International Energy Agency (IEA)“ und „wissenschaft.de“. Der Anstieg in 2025 lag bei 38,1 Gt CO2.
Die Entwicklung der Abflachung des Anstieges der CO2-Emissionen beginnt etwa 2011, um ab 2019 bis 2025 nur noch um 1,1 Gt CO2 (37,0 Gt in 2019, 38,1 in 2025) anzusteigen. Ein Einfluss auf die Abflachung der CO2-Gehalte der Atmosphäre ist jedoch nicht zu erkennen.
Zielsetzung war bisher die Absenkung der CO2-Emissionen im Sinne der Klimaneutralität von z.Z. weltweit 38,1 Gt CO2 auf null, EU in 2050, Deutschland in 2045.
Der Anteil Deutschlands liegt gemessen an den weltweiten CO2-Emissionen deutlich unter 2%, nach EU-Berechnungen bei 1,27%, der Europas bei 6%.
Ausgehend von den weltweiten 38,1 Gt CO2 in 2025 läge dann der Anteil der abzubauenden CO2-Emissionen Deutschlands bis 2045 insgesamt bei 38,1 Gt CO2 x 0,0127 = 0,48 Gt CO2.

3. Umrechnung der abzubauenden CO2-Emissionen Deutschlands in ppm der Atmosphäre


Bild 4 zeigt zunächst die gemessenen CO2-Gehalte der Atmosphäre auf Moana Loa von 1870 bis 2025.

Bild 4: Anstieg der gemessenen und über die anthropogenen CO2-Emissionen in die Atmosphäre eingebrachten CO2-Gehalte

Die CO2-Gehalte der Atmosphäre steigen nach diesen Messungen von 290 ppm in 1870 auf 428 ppm in 2025 an, wenn die wenig glaubwürdigen CO2-Gehalte der Atmosphäre auf Moana Loa (IPCC) zugrunde gelegt werden. (vgl. Einleitung)
Wenn nun die in 2025 eingebrachten anthropogenen CO2-Emissionen von 38,1 Gt CO2/a nach dem in der Klimaforschung etablierten und leicht nachvollziehbaren Näherungswert von 1 ppm = 7,8 Gt CO2 oder 2,1 Gt C (Gleichung 1) zugrunde gelegt werden, ergibt sich ein Wert in der Atmosphäre von nur 4,9 ppm oder 0,000 49% CO2. (8,13)
Damit wird deutlich, dass der Anstieg der CO2-Gehalte der Atmosphäre durch den Eintrag von anthropogenen CO2-Emissionen in dieser Größenordnung praktisch vernachlässigbar ist und alle Maßnahmen zu ihrer Absenkung absurd sind. (8)
Aus dem Anstieg der CO2-Gehalte der Atmosphäre wird auch deutlich, dass der Anstieg der CO2-Gehalte ohnehin andere Ursachen haben muss (vgl. Einleitung), zumal die weltweiten CO2-Emissionen seit 6 Jahren stagnieren ohne jeden Einfluss auf den CO2-Anstieg der Atmosphäre. (8)
Für das Jahr 2025 ergibt sich weiterhin, dass der CO2-Anteil aus natürlichen Quellen in 2025 bei 428 – 290 (1870) – 4,9 = 133 ppm liegt oder 4% bezogen auf den CO2-Anstieg nach 1870 oder bezogen auf Gesamt-CO2-Gehalt von 428 ppm 1,1 %. (8)
Wenn nun Deutschland CO2-Emissionen von 0,48 Gt CO2 bis 2045 abbauen will, dann errechnet sich daraus nach Gleichung 1 ein insgesamt abzubauender CO2-Gehalt der Atmosphäre von 0,48 Gt CO2/ 7,8 = 0,06 ppm oder 0,000 006%.

Diese Aussagen beschreiben die Hoffnungslosigkeit des Beitrages Deutschlands am Vorhaben Klimaneutralität – und das bei dem finanziellen Aufwand Deutschlands.
Damit nimmt auch der Anspruch Deutschlands, der Welt den Weg zum Abbau der CO2-Gehalte der Atmosphäre aufzuzeigen, ein hoffnungsloses Ende.
Wenn dann noch bedacht wird, dass der CO2-Anstieg der Atmosphäre auf Moana Loa (IPCC) auf falschen Werten beruht (Einleitung), dann sollte sich Deutschland dringend für die Konsequenzen aus der Rücknahme des für die apokalyptischen Klimaszenarien verantwortlichen RCP8,5 einsetzen.
Statt dessen verrennt sich Deutschland weiter im Glauben an den ausschließlichen Einfluss der anthropogenen CO2-Emissionen auf das Klima in einen bereits begonnen finanziellen Niedergang.

4. Schlussbetrachtung

Umweltminister Schneider bewertet den Ausstieg aus RCP8.5 als Erfolg der bisherigen Klimapolitik.
Er verkündet sogar, dass in 2030 8 Mrd. Euro ausgegeben werden, um 25 Mio.t CO2 weniger auszustoßen.
Das entspricht 312 Euro/t reduziertes CO2 bei einem CO2-Zertifikate-Preis von z.Z. etwa 70 Euro/t.
Dieses Missverhältnis verschlimmert sich noch, wenn die in 2030 abzubauenden 25 Mio. t nach Gleichung 1 (1 ppm = 7,8 Gt CO2) in ppm der Atmosphäre umgerechnet werden: 0,025 Gt CO2 = 1 ppm/7,8 Gt CO2 = 0,003 ppm oder 0,000 003% CO2 der Atmosphäre – ein teures nutzloses Vorhaben.
Weiterhin sollte auf folgende Fakten dieser Energiewende hingewiesen werden:

-2025 flossen 16,5 Mrd. Euro an Subventionen an Betreiber von Wind- und Solaranlagen
-die garantierte Einspeisevergütung liegt bei Windstrom bis 7 ct/KWh, bei Solarstrom bis 13 ct/KWh
– die versteckten Kosten dieser Energiewende liegen nach Aussage von Frau Reiche bei 36 Mrd. Euro jährlich, die auf fast 90 Mrd. Euro ansteigen werden
– die installierte Wind- und Solarkapazität liegt in 2026 bei 202 GW bei einer mittleren nutzbaren Leistung von etwa 20 GW. Stromspeicher sollen an 2030 zur Verfügung stehen, zu welchen Preisen auch immer

 


– bereits bei den z.Z. installierten Leistungen können die täglichen Strompreise an der Börse zwischen -41 ct/KWh und +44 ct/KWh schwanken – ein Hinweis auf die täglichen Schwankungen der Stromerzeugung über Wind- und Solaranlagen
-bis 2030 soll der Anteil der erneuerbaren Energien bei Strom auf 80% ansteigen bei z.Z. von 53%
– diese Aussagen müssen bei einem bisherigen Anteil der erneuerbaren Energien von nur etwa 20% am Gesamtenergiebedarf (Primärenergie) von etwa 335 GW betrachtet werden (8)
– diese Maßnahmen führten bisher in Deutschland bei einem Anteil am Gesamtenergieverbrauch von bisher nur 20% u.a. zu einem Strompreis (Industriestrompreis) von etwa 40(18) ct/KWh; Frankreich liegt bei etwa 30 (11), USA bei etwa 17 (8), China bei etwa 7 (8) ct/KWh (13) – mit allen Konsequenzen für den Standort Deutschland.

Nun haben auch noch die Unterhändler vom Europaparlament und Ministerrat beschlossen, dass der Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) in 2028 in Kraft treten soll.
ETS 2 schreibt z.Z. einen Preis für CO2 um 60 Euro/t CO2 vor, entsprechend 17 ct je Liter Benzin, 19 ct je Liter Diesel. Man erwartet schnell einen Anstieg des ETS 2 auf 100 Euro/t CO2.
Thyssenkrupp Steel rechnet je Tonne erzeugten Stahles mit einem CO2-Ausstoß von 2 Tonnen. Bei einem CO2-Preis von 100 Euro/ t CO2 entsprechen das Mehrkosten von 200 Euro/t Stahl.

Deutschland sollte sich dringend für die Konsequenzen aus der Rücknahme des für die apokalyptischen Klimaszenarien verantwortlichen RCP8,5 einsetzen.
Der weitere Glaube an den ausschließlichen Einfluss der anthropogenen CO2-Emissionen auf das Klima (IPCC) führt zum finanziellen Niedergang Deutschlands.
In 2013 habe ich ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Energiewende – zweite industrielle Revolution oder Fiasko“ – leider ist es bereits ein Fiasko.

5.Quellen

1. Morrison, Ch.: „IPCC räumt ein: Apokalyptischen Klimaszenarien sind „unplausibel“ – was bedeutet, dass die meisten Panikmache-Berichte der Medien der letzten 15 Jahre offiziell als Unsinn gelten“, EIKE, 10 05. 2026
2. Göring: „IPCC-Autoren verabschieden sich von den Katastrophenszenarien – von Fritz Vahrenholt“, EIKE 15.05. 2026
3. Allon, C.: „Das Weltuntergangs-Scenario, das ein Jahrzehnt lang Klima-Angst schürte“; EIKE15.05.2026
4. Watts, A.: „Eine Generation von Kindern, die glaubten, keine Zukunft zu haben. Die Wissenschaft hat gerade erklärt, warum.“; EIKE, 17.05 2026
5. Watts, A.: „Vulkane emittieren mehr als gedacht“; EIKE, 22.05.2025
6. Allon, C.: „Der Aufhellungseffekt“; EIKE, 18.11.2025
7. Kowatsch, J.: „Temperatureinordnung des Jahres 2025, Teil 1“; EIKE, 03.01.2026
8. Beppler, E.: „Die weltweiten CO2-Emissionen stagnieren seit 6 Jahren ohne jede Wirkung auf den CO2-Anstieg der Atmosphäre“; EIKE, 28.02.2026
9. Limburg, M.: „Der Kampf gegen das CO2 wie den Klimaterror in Berlin, nur langsamer – dafür aber viel schlimmer“; EIKE, 04.03.2026
10. Jaworowski, Z.: „Climate Change: Incorrect information on predustrial CO2; Science and Transportation; März 2004
11.Mayer,D.F.: „CO2-Messungen im 19.Jh.: was Chemiker fanden und warum es die Klimaforschung ignoriert“; EIKE, 27.04. 2026
12. Limburg, M.: „Wasserdampf, CO2 und Klima +RCP8.5 – 17. EIKE-Klima-Konferenz in Halle“; EIKE,22.05.2026
13. Chat GPD

 

 

 

 




Die Folgen der Falsifizierung der Treibhaus-These

von Dieter Glatting

Mit der „Falsifizierung der Treibhaus-These“ [1] wurde die Rückstrahlung aus der 15 μm Linie (ν2-Bande (Biegeschwingung) des CO2-Moleküls in der Troposphäre auf die Erdoberfläche ausgeschlossen. Dass CO2-Molekühle aus der 15 μm Linie (ν2-Bande (Biegeschwingung) in der Troposphäre strahlen, hätte von den Postulanten in Zeiten ideologiefreier Wissenschaft zunächst experimentell gezeigt werden müssen, bevor daraus Effekte auf das Klima abgeleitet worden wären. Wir leben jedoch in postfaktischen Zeiten, in denen mit Hilfe von Politik, ÖRR, Medien, NGOs, Staatskirchen, Gewerkschaften, gleichgeschalteten Verbänden sowie staatsfinanzierter und somit finanziell abhängigen Forschern, jeder unwissenschaftliche Unfug, der Mehrheit der Bevölkerung ins Bewusstsein gehämmert werden kann.

Meines Erachtens kann die Rückstrahlung auch für die übrigen Linien von CO2, H2O, Methan, Halogenwasserstoffe, Lachgas, Fluorkohlenwasserstoffe und Ozon anhand der Häufigkeit der Stöße in der Troposphäre und den üblichen Lebensdauern der angeregten Zustände weitgehend ausgeschlossen werden. Die Fleißarbeit übersteigt das von mir zur Verfügung stehende Zeitbudget. Wer Zeit und Interesse daran hat, ist gerne aufgefordert, sich des Themas anzunehmen.

Die Themen Klima und IPCC haben mich auch bis in den Umweltausschuss des deutschen Bundestages [2] verfolgt. Das Vorhaben, ausführlich von der Sitzung zu berichten, musste ich aufgrund von Verschwiegenheitsklauseln in meinem Arbeitsvertrag aufgeben. Darüber hinaus wäre weder die detaillierte Darstellung der Gefälligkeitsfragen der Altparteien noch die Nichtantworten des IPCC auf Fragen der Opposition kein substanzieller Gewinn für die Leserschaft gewesen. Der Fokus des Gesprächs lag auf den IPCC-Szenarien und warum das Szenario RCP8.5 entfallen ist. Im Folgenden werde ich ausführen, was unter diesen Szenarien zu verstehen ist, warum der RCP8.5 entfallen ist und was von den anderen Szenarien übrigbleibt, wenn man die Rückstrahlung des CO2 gleich Null setzt. Diese Vereinfachung ist angesichts der dominierenden Rolle der 15 μm Linie (ν2-Bande (Biegeschwingung) beim CO2-Molekühl, sowie die Überlappung der übrigen Linien, mit dem in wesentlich höherer Konzentration vorliegenden H2O gerechtfertigt.

Die Szenarien des IPCC

Wie in „Falsifizierung der Treibhaus-These“ [1] bereits dargelegt, errechnen die strahlungsbasierten Atmosphärenmodelle auf Basis ungestörter Spektren (isolierte Moleküle) eine Erhöhung der Rückstrahlung auf die Erdoberfläche, die zu einer zusätzlichen Leistung auf der Oberfläche führen soll. Diese zusätzliche Leistung pro Fläche [W/m2] wird auch Antrieb oder in der Fachliteratur Forcing genannt. Das IPCC fasst nun „Representative Concentration Pathways“, RCPs zusammen. Die Zahl nach RPC stellt die zusätzliche Leistung pro Fläche [W/m2] dar, die man für diesem Pfad errechnet hat. Die vier vom IPCC bis zum Jahr 2100 betrachteten Pfade sind auch in „ Die Szenarien des Weltklimarats“ [3] aufgezeigt.

Szenario CO2 in ppm Forcing [W/m2]
RCP2.6 421 2,6
RCP4.5 538 4,5
RCP6.0 670 6,0
RCP8.5 900 8,5

Tabelle 1: Übersicht über die Szenarien des IPCC

Faktisch ist eine CO2-Konzentration von 421 ppm bereits erreicht. Nach Angaben des IPCC würde die globale Temperatur auch bei gleichbleibender CO2-Konzentration zunehmen. Da die Weltmeere einen Teil der bisherigen Erwärmung aufgenommen hätten und die Erwärmung zukünftig durchschlagen würde.

🡺 Beachten Sie hierzu auch die demnächst kommende El Niño Panik [4]

Bereits beim Szenario RCP2.6 können die Ziele des Pariser Klimaabkommens „deutlich unter zwei Grad“ nicht eingehalten werden. Daher stellt der Entfall des RCP8.5 für den IPCC keine Entwarnung dar.

Im oben verlinkten Artikel kann man aus Abb. 3.2 Schätzungen für die zukünftigen Temperaturen und in Abb. 3.4 Prognosen zu zukünftigen Meeresspiegelanstieg gegeben.

Nach Ansicht des Verfassers wird sich der seit 1970 gleichbleibende Anstieg der CO2-Konzentration mit 1,8 ppm/Jahr fortsetzen. Man würde dann bis zum Ende des Jahrhunderts ca. 570 ppm erreichen.

Entfall des RCP 8.5

Der RCP 8.5 hat immer das obere Band der Vorhersagen dargestellt. Die zugrunde gelegten CO2-Emissionen waren rund zweieinhalbmal so groß, wie sie aktuell sind. Man ging damals von einer drastischen Ausweitung der Kohleförderung sowie von Kohleverflüssigung aus. Darüber hinaus wurde der Ausbau des Fracking-Angebotes nicht berücksichtigt. Daher ist der RCP 8.5 inzwischen nicht mehr plausibel.

Gegenüber den Abgeordneten vertrat der IPCC darüber hinaus die These, dass der Ausbau der „Erneuerbaren“ zu merklichen CO2-Einsparungen geführt hätte (LoL, RoFL). Von den Alt-Parteien wurde dies aber als Bestätigung ihrer tollen Arbeit aufgefasst.

Treibhauseffekt ohne CO2-Rücksthlung Rückstrahlung.

Da die Formel für das angebliche Forcing des CO2 bekannt ist, kann man diesen Beitrag, aus den Szenarien herausrechnen.

[Gleichung 1]

Daraus folgt:

Szenario CO2 [ppm] Forcing nach IPCC [W/m2] Forcing durch ange- nommene CO2-Konzentration [W/m2] Forcing ohne CO2-Anteil [W/m2]
RCP2.6 421 2,6 1,99 0,61
RCP4.5 538 4,5 3,31 1,19
RCP6.0 670 6,0 4,48 1,52
RCP8.5 900 8,5 6,06 2,44

Tabelle 2: Szenarien des IPCC ohne CO2-Forcing

Hieraus ergeben sich verschiedene Schlussfolgerungen.

Zunächst einmal ist die Erwärmung seit dem Jahr 1860 auf Basis der Treibhaus-These nicht mehr plausibel. Es müssen doch andere Gründe für die Erwärmung vorliegen.

Außer dem verworfenen Szenario RCP8.5 ergibt sich kein Forcing, dass zu relevanten Erwärmungen im Sinne des Pariser Vertrages führen könnte.

Wenn man sich die Quellen im dritten IPCC Assessment Report [5], wie z.B. die Arbeiten von G. Myhre u. a [6] anschaut, erkennt man, dass die Basis dieser Berechnungen auf der WMGG (Well Mixed Greenhouse Gases)-Annahme aufgebaut ist. Demnach verstärkt sich die „Rückstrahlung durch die verschiedenen „strahlenden Treibhaus-Gase“ gegenseitig. Durch den Wegfall von CO2 verringert sich auch die Intensität der Rückstrahlung durch H2O, Methan, Halogenwasserstoffe, Lachgas, Fluorkohlenwasserstoffe und Ozon. Damit ist jegliche Basis für die propagierte Weltuntergangsstimmung entfallen.

Politisch muss dementsprechend im ersten Schritt das Pariser Klimaabkommen und die Mitgliedschaft Deutschlands im IPCC gekündigt werden. In der Folge ist das Klimaschutzgesetz abzuschaffen. Daraus folgt, dass der Kohleausstieg und das Verbrennerverbot aufgehoben werden. Darüber hinaus ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die nationale CO₂-Steuer und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und vieles mehr aufzuheben. Im europäischen Kontext müssen das „Fit for 55“-Paket, das EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS), Das zweite Emissionshandelssystems (ETS2), der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) sowie die Verschärfung der CO₂-Flottengrenzwerte und vieles mehr beendet werden.

Literaturverzeichnis

[1] D. Glatting, „Die Falsifizierung der Treibhaus-These,“ Europäisches Institut für Klima und Energie e.V., 8 Juni 2026.
[2] D. Glatting, „Im Deutschen Bundestag: IPCC und die Alt-Parteien fürchten die Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser,“ Europäisches Institut für Klima und Energie e.V., 17 Nai 2026.
[3] World Ocean Review, „Die Szenarien des Weltklimarats“.World Ocean Review.
[4] Europäisches Institut für Klima und Energie e.V., „Der Hyper-El-Niño, der keiner ist,“ Europäisches Institut für Klima und Energie e.V., 09 Juni 2026.
[5] W. G. I. IPCC Third Assessment Report, The Scientific Basis, Kapitel 6.3.1, Carbon Dioxide, Chapter 6: Radiative Forcing of Climate Change, S. 356–358.
[6] G. E. H. K. S. a. F. S. 1. Myhre, New estimates of radiative forcing due to well mixed greenhouse gases. Geophys. Res. Lett., 25, 2715-2718.