Temperatur-„Korrekturen“ lassen die städtische Erwärmung in die ländlichen Aufzeichnungen einfließen

Cap Allon

Hier deckt Cap Allon die nächste Warmverzerrungs-Betrugsmasche auf. Er bezieht sich dabei auf den Vortrag von Dr. Ronan Connolly auf der EIKE-Konferenz in Halle. Dieser dürfte demnächst im Video-Kanal auf der EIKE-Website erscheinen. A. d. Übers.

Statistische Anpassungen, die eigentlich dazu dienen sollen, die globalen Temperaturaufzeichnungen zu bereinigen, können stattdessen die städtische Erwärmung auf ländliche Messstationen übertragen, wie aus einer vom Klimatologen Ronan Connolly vorgestellten Studie hervorgeht.

In einem Vortrag auf der jüngsten EIKE-Klimakonferenz in Deutschland untersuchte Connolly den „Pairwise Homogenization Algorithm“ (PHA) der NOAA, der durch den Vergleich mit benachbarten Messstationen offensichtliche Brüche in den Messreihen identifiziert.

Eine von Connolly mitverfasste Studie aus dem Jahr 2022 testete den Algorithmus anhand realer europäischer Messreihen statt anhand synthetischer Datensätze.

Bei 3.689 Versionen des GHCN-Datensatzes der NOAA traten 64 % der vom aktuellen Algorithmus identifizierten Anpassungen in weniger als einem Viertel der Durchläufe auf. Nur 16 % traten durchgängig in mehr als drei Vierteln auf.

Einfach ausgedrückt: Die meisten Korrekturen traten nicht zuverlässig wieder auf. Wenn der Algorithmus einen tatsächlichen, physikalischen Bruch in einer Stationsaufzeichnung erkennt, würde man erwarten, dass diese Korrektur weiterhin auftritt, sobald die NOAA den Datensatz aktualisiert.

Noch auffälliger ist, dass nur 19 % der erkannten Bruchstellen mit einer dokumentierten Stationsänderung – wie beispielsweise einem Standortwechsel oder einem Gerätewechsel – innerhalb eines Jahres übereinstimmten. Bei etwa 67 % gab es kein damit verbundenes dokumentiertes Ereignis.

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass viele Anpassungen „möglicherweise falsch waren“.

Eine separate Studie aus dem Jahr 2023 deckte ein weiteres Problem auf: die „urbane Vermischung“.

Da die Homogenisierung auf benachbarte Messstationen zurückgreift, können Erwärmungsverzerrungen von urbanisierten Standorten auf ansonsten ländliche Messreihen übertragen werden. Dieser Prozess verringert die Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Messstationen, beseitigt die Verzerrung jedoch nicht unbedingt – in vielen Fällen verbreitet er sie vielmehr.

Dieses Problem gewinnt umso mehr an Bedeutung, je weiter die Temperaturaufzeichnungen in die Vergangenheit zurückreichen. Connolly weist darauf hin, dass die Beobachtungen vor der Mitte des 20. Jahrhunderts spärlich ausfallen, wobei sich die längsten Zeitreihen stark auf Europa und Nordamerika konzentrieren und viele dieser Standorte später urbanisiert worden sind.

Das Ergebnis ist ein Temperaturmessnetz, das zunehmend homogen erscheint, ohne dass es dadurch zwangsläufig genauer wird.

Link: https://electroverse.substack.com/p/kazakhstans-september-cold-back-to?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke. Die im Beitrag verlinkten Studien sind jedoch frei zugänglich)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE