„Wie könnt ihr es wagen?“ Die menschlichen Kosten von Greta Thunbergs klimapolitischem Kreuzzug

Wer hat den Klimaaktivisten das Recht gegeben, den Lebensstandard und die Zukunftsaussichten der Menschen zu opfern, um ihre Ziele durchzusetzen?

Paul Driessen

Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg erhielt ihren Spitznamen „Doom Pixie“ aufgrund ihrer zierlichen Statur und ihrer schrillen Vorwürfe, dass der Klimawandel – angeblich verursacht durch fossile Brennstoffe – den Untergang der Menschheit und des Planeten bedeute. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]

Ihre berühmteste Tirade richtete sich an die Staats- und Regierungschefs der Welt, denen sie vorwarf, zu wenig zu unternehmen, um dies zu verhindern.

„Wie könnt ihr es wagen?“, schrie sie den Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres sowie Präsidenten und Ministerpräsidenten, Würdenträger und Funktionäre im Plenarsaal der UN-Generalversammlung wütend an.

„Ihr habt mir mit euren leeren Worten meine Träume und meine Kindheit gestohlen … Menschen leiden“, sagte sie. „Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Anfang eines Massensterbens. Wie könnt ihr es wagen?!?“

Nein, Miss Thunberg. Diese Frage sollte an Sie gerichtet sein – und an die Politiker, Bürokraten und Aktivisten, die Ihre Tiraden in Politik umsetzen.

Wie kannst du es wagen, mit falschen Schreckensszenarien zu arbeiten, die auf Computermodellen basieren, die nicht einmal vergangene Klimazustände nachbilden können, geschweige denn das zukünftige Klima und Wetter vorhersagen? Wie kannst du es wagen, jedes Temperatur- und Wetterereignis, jede Überschwemmung, Dürre und jeden Waldbrand zu Behauptungen so zu verdrehen, als ob die Tierwelt, die Menschheit und der Planet vor dem unmittelbaren Untergang stehen?

Wie kannst du es wagen zu behaupten, dass Kohlendioxid aus Kraftstoffen, der Industrie und der Landwirtschaft – das Pflanzen düngt, den Planeten begrünt und Leben erhält – irgendwie unsere menschliche Gesundheit und unser Wohlergehen gefährdet?

Wie kannst du es wagen zu fordern, dass wir die Energiesysteme abschalten, die unser Leben, unsere Gesundheit und unseren Lebensstandard erst möglich machen? Dass wir auf modernen Komfort, unsere Träume und unsere Lieben verzichten müssen, weil du uns zwingst, funktionierende Energiesysteme abzuschaffen – und sie durch teure, wetterabhängige Ersatzlösungen zu ersetzen, die Stromausfälle, Armut, Krankheit, Entbehrung, Arbeitslosigkeit und ein verkürztes Leben mit sich bringen?

Wie kannst du es wagen, den ärmsten Menschen der Erde zu sagen, dass sie auf ihr gottgegebenes Recht auf moderne Technologien, Gesundheit und Lebensstandard verzichten müssen – und ihre Landschaften und Tierwelt durch Windkraftanlagen, Solarmodule und den Müll der erneuerbaren Energien auf deinem Altar des Klima-Fanatismus‘ opfern sollen?

Wie kannst du es wagen, von uns zu verlangen, dass wir den freien, demokratischen Kapitalismus aufgeben, der Milliarden Menschen Gesundheit und Wohlstand gebracht hat – und ihn durch sozialistisch-kommunistisch-totalitäre Regierungen ersetzen, die Milliarden Menschen in Elend gestürzt und über 100 Millionen Menschen verhungern lassen und ermordet haben?

Kurz nach den Gräueltaten vom 7. Oktober 2023 verlagerte Doom Pixie ihren Fokus auf die Propagierung der Träume der Hamas, der Hisbollah und palästinensischer Terroristen, Israel und die Israelis „vom Fluss bis zum Meer“ auszulöschen.

Vielleicht hatten ihre Zuhörer genug von ihren Klimatiraden, vielleicht weil sie erkannt haben, dass die „Krise“ maßlos übertrieben ist, dass die Welt noch jahrzehntelang Öl und Gas brauchen wird und dass der Abbau, die Herstellung und die Installation von Wind-, Solar- und Batteriestrom ökologisch verheerend sind. Oder vielleicht lässt sich mit der Verunglimpfung Israels einfach mehr Geld verdienen.

Doch ihre Klima-Hetzreden gehen weiter – und ihre Anhänger schwelgen nach wie vor darin, Vorschriften durchzusetzen, die Kosten verursachen und Menschenleben kosten, während sie nichts dazu beitragen, das häufig und ständig sich ändernde Klima der Erde zu stabilisieren.

Tatsächlich bin ich immer wieder erstaunt darüber, wie oft ich denke, dass ihre gefühllose Verrücktheit und Verderbtheit unmöglich noch tiefer sinken könnte … und dann werde ich eines Besseren belehrt.

Die Politik Kaliforniens hat dazu geführt, dass Ölbohrungen und -förderung, Raffinerien, Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke sowie sogar Wasserkraftwerke stillgelegt werden mussten. Keine große Überraschung: Kalifornien hat nun die höchsten Strom und Benzinpreise auf dem amerikanischen Festland.

Gütige Bürokraten versprechen nun, die Preise um ein paar Cent pro Gallone zu senken – indem sie eine verbesserte Reifen-Effizienz vorschreiben, damit die Reifen mit weniger Rollwiderstand über die Straßen gleiten. US-Allwetterreifen mit einer Laufleistung von 105.000 km müssen nun durch Euro-Reifen mit einer Laufleistung von 43.000 km ersetzt werden. Das wird die Reifenkosten über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs mindestens verdoppeln.

Bild: Eine verbesserte Reifeneffizienz wird vorgeschrieben, was den Austausch von Ganzjahresreifen durch Euro-Reifen erforderlich macht und die Reifenkosten über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs verdoppelt.

Schlimmer noch: Dies wird zu mehr Unfällen, Verletzungen und Todesfällen führen, weil die neuen Reifen längere Bremswege erfordern, insbesondere bei Nässe.

Kalifornien, Connecticut und New York sind in den USA auch führend bei der „Regional Greenhouse Gas Initiative“ und bei Netto-Null-Maßnahmen – während Virginias „gemäßigt“ eingestellter Gouverneur und die Gesetzgeber fieberhaft daran arbeiten aufzuholen und dadurch die Strom- und Betriebskosten für Haushalte, Schulen, Krankenhäuser, Unternehmen, Fabriken und Rechenzentren immer weiter in die Höhe treiben. Sie brauchen Heizung, Klimaanlage, Kochmöglichkeiten, Beleuchtung und Computer? Pech gehabt.

Unter den gleichen klimazentrierten Maßnahmen ist der Pro-Kopf-Primärenergieverbrauch Großbritanniens seit 2005 drastisch gesunken. Gleiches gilt für den Wohlstand und den Lebensstandard des Landes.

Unterdessen gehören die Strompreise dort zu den höchsten weltweit, weil Wind- und Solarenergie Kohle-, Erdgas- und Kernkraftwerke ersetzen. Arbeitsplätze und ganze Industriezweige sind verschwunden, und die Einwohner wurden gezwungen, ihre Klimaanlagen abzubauen, wenn sie diese während Hitzewellen tatsächlich nutzen.

Die Lage in Bezug auf Arbeitsplätze, Energiekosten und Industrie ist in Deutschland ebenso düster, wo „Badezimmer-Minister“ Hausbesitzern nun mitteilen, dass sie in einem Badezimmer weder eine Dusche noch eine Badewanne haben dürfen.

So absurd das alles auch sein mag, nichts ist vergleichbar mit dem totalitären Imperialismus der UNO, Europas, der Weltbank, des Weltwirtschaftsforums, von Obama-Biden und der Ministerien, die sich auf die „Klimakrise“, die „Energiewende“ und die „traditionelle Landwirtschaft“ konzentrieren.

Seit Jahrzehnten zwingen sie den armen Ländern ihre „moralischen“ und „ethischen“ Grundsätze auf, um diese daran zu hindern, sich „übermäßig“ zu entwickeln. Bis vor kurzem sind sie damit durchgekommen.

Obamas Wissenschaftsberater John Holdren bestand darauf, dass die Vereinigten Staaten und andere Industrienationen sich „zurückentwickeln“ müssten – und dann den unterentwickelten Ländern vorschreiben sollten, welche „ökologisch tragbare Entwicklung“ sie erreichen dürften.

Jahrzehntelang bedeutete dies: keine Zuschüsse oder Kredite für Kohle-, Gas- oder gar Kernkraftwerke – denn von den armen Ländern wurde erwartet, dass sie „schmutzige fossile Brennstoffe überspringen“ und direkt zu „sauberer, erneuerbarer und nachhaltiger“ Wind- und Solarenergie übergehen.

Deshalb verfügt der durchschnittliche Einwohner Subsahara-Afrikas auch heute noch über Strom nur für 20 Minuten pro Tag, 141 Minuten pro Woche und 123 Stunden pro Jahr (von insgesamt 8.760) – sporadisch, zu völlig unvorhersehbaren Zeiten und jeweils nur für wenige Minuten oder Stunden.

Wohnungen, Geschäfte und sogar Schulen und Krankenhäuser leiden unter einem gravierenden Energiemangel, und der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Luxus.

Ökoimperialistische, neokolonialistische Strategien haben zudem die Agrar- und Gesundheitspolitik bestimmt. Den Landwirten wurde jahrelang vorgeschrieben, dass sie keine Pestizide, Herbizide oder gentechnisch verändertes Saatgut verwenden dürfen – insbesondere, wenn sie ihre Erzeugnisse auf europäischen Märkten verkaufen wollen.

Bild: Ein Landwirt bestellt den Boden mit einem von Ochsen gezogenen Pflug. Bild von Bishnu Sarangi aus Pixabay

Sie sollten sogar auf Traktoren verzichten und sich mit Ochsenpflügen sowie „traditioneller“ und „ökologischer“ Subsistenz-Landwirtschaft begnügen.

Selbst die Malariabekämpfung muss ohne Pestizide erfolgen, mit oft gefälschten und minderwertigen Medikamenten sowie in Krankenhäusern, denen es an sauberem Wasser, ausreichender Stromversorgung und sogar an Fliegengittern mangelt.

Glücklicherweise hat Präsident Trump wieder für vernünftige Regulierungsmaßnahmen und die amerikanische Energiedominanz gesorgt – und dem Einsatz von Entwicklungshilfe als Druckmittel ein Ende gesetzt, mit dem arme Länder dazu gezwungen wurden, diese verhängnisvollen Maßnahmen zu akzeptieren.

Dieser mitfühlende Ansatz – und die Weigerung Chinas, Indiens und anderer aufstrebender Wirtschaftsmächte, sich auf diesen Wahnsinn einzulassen – hat die nach wie vor armen Entwicklungsländer weiter darin bestärkt, Ökoimperialismus und Neokolonialismus abzulehnen.

Sie erklären nun der Welt, dass sie schnelle, dramatische Veränderungen in Bezug auf Lebensstandard, Ernährung und Gesundheit durch moderne Energie-, Industrie-, Landwirtschafts- und Gesundheitsinfrastruktur wollen, brauchen und erwarten – als ihr heiliges Recht.

Die Welt verändert sich, zumindest in vielen Staaten und Ländern. Es ist höchste Zeit. Aber es bleibt noch viel zu tun – angefangen bei der Wahl amerikanischer, europäischer, asiatischer und afrikanischer Politiker, welche diese Realitäten verstehen und sich dafür einsetzen.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books, reports and articles on energy, environmental, climate and human rights issues.

Link: https://climatechangedispatch.com/climate-policy-greta-thunberg-living-standards/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE