Temperatur ist eine trügerische Größe

Joe Bastardi

Damals in den 1980er Jahren, als ich ehrenamtlich als Krafttrainer an der PSU tätig war, stritt sich unser Cheftrainer auf relativ zurückhaltende Weise mit einem Schiedsrichter über eine furchtbare Entscheidung. Da unser Kämpfer in so guter Form und seinem Gegner überlegen war, sagte unser Trainer: „Wissen Sie, Sie können diese Punkte gerne behalten; das spielt keine Rolle.“

Unser Kämpfer gewann schließlich durch technischen Sieg.

Wenn es also um Dinge wie die globalen Durchschnittstemperaturen geht – die von den Befürwortern einer vom Menschen gesteuerten Klimaregulierung so gerne herangezogen werden –, na gut, auch wenn es aus Sicht der besseren Messgrößen eine furchtbare Entscheidung ist, dann machen wir das mal so. Ich gebe euch recht, also schauen wir mal, was das für die Behauptungen bedeutet, dass das Wetter extremer wird. Genauso wie unser Trainer wusste, was passieren würde, weiß ich, was die KI hier herausfinden wird, wenn man ihr die Temperaturen vorlegt, die sie so gerne verwendet.

BTW, Ich schreibe so ausführlich über die Temperatur, weil sie als das entlarvt werden muss, was sie ist: eine irreführende Kennzahl, mit der vermieden wird, jene zu verwenden, die das Klima tatsächlich erklären – denn diese würden keine Panik auslösen.

Daher wurde die KI (Grok) damit beauftragt, Fragen zu beantworten, die auf der beobachteten Erwärmung basieren, die als Ursache für das schlimmste Wetter aller Zeiten angepriesen wird. Denken Sie bitte noch einmal daran, dass ich eine KI verwende, damit Sie nicht glauben, meine ablehnende Haltung gegenüber dem CO₂-Klimaregler stünde einer logischen Schlussfolgerung im Weg.

Der KI wurden vier Schichten der Atmosphäre präsentiert: von links nach rechts 250, 500, 850 und 1000 hPa sowie die Abweichungen vom 30-Jahres-Durchschnitt, endend im Jahr 2020.

Zum Vergleich betrachten wir nun die gleichen Werte für das Jahrzehnt, das 1985 endete, also bevor der geothermische Input einsetzte.

Kehren wir nun zu den letzten zehn Jahren zurück.

In den letzten Jahren hat sich die Behauptung durchgesetzt, dass das Wetter immer extremer wird. Laut AOC ist es so extrem, dass uns nun weniger als fünf Jahre bleiben.

Ich: Also zur Frage: Wenn es in höheren Schichten stärker wärmer wird, führt das dann nicht zu einer stabileren Atmosphäre?

KI: Ja – eine stärkere Erwärmung in höheren Schichten im Vergleich zur Oberfläche führt zu einer stabileren Atmosphäre.

Ich: Bedeutet diese Erwärmung, die stärker in Richtung der Pole als zum Äquator hin verläuft nicht, dass die zonale potenzielle Energie jetzt geringer ist als auf der Karte von 1976–1985 auf der linken Seite?

KI: Ja – eine stärkere Erwärmung in Richtung der Pole (polare Verstärkung) im Vergleich zu den Tropen verringert den Temperaturgradienten zwischen Äquator und Polen und führt daher zu einer geringeren zonal gemittelten verfügbaren potenziellen Energie (ZAPE) im Vergleich zum früheren Zeitraum.

Darauf bin ich bereits eingegangen.

Ich: Betrachten wir nun die vertikalen Auswirkungen für das Jahrzehnt 1976–1985 bei 250, 500, 850 und 1000 mb. Was sagt dies über die Stabilität in der unteren Troposphäre im Vergleich zum jüngsten Beispiel aus:

KI: Für den Zeitraum 1976–1985 deutet die vertikale Struktur der Temperaturanomalien darauf hin, dass die untere Troposphäre in vielen Regionen im Vergleich zum Zeitraum 2016–2025 weniger stabil war (steilere Temperaturabnahme).

Sie ist also instabiler.

Ich: Was ist also die intuitive Antwort auf eine stabilere Troposphäre mit verringerter zonaler potenzieller Energie?

KI: Weniger extremes Wetter. Eine stabilere Troposphäre erschwert das Aufsteigen von Luft, sodass es zu weniger Konvektion und weniger Gewittern kommt. Verringerte zonale potenzielle Energie bedeutet weniger „Treibstoff“ für die großräumigen Wirbel, die Stürme und Zyklone in den mittleren Breiten erzeugen. Dort, wo die meisten Menschen leben, ist das unmittelbare dynamische Ergebnis: weniger und schwächere Stürme.

Das Gegenteil von dem, was die Panikmacher verbreiten.

Noch einmal: Dort, wo die meisten Menschen leben, führt die dynamische Entwicklung ganz einfach zu weniger und schwächeren Stürmen.

Das Maß, mit dem sie Alarm schlagen, um zu verdeutlichen, wie schlimm die Lage ist, widerlegt also letztendlich ihr eigenes Argument. Schlimmer kann man es nicht mehr vermasseln. Sie verbreiten Ideen, die durch Beobachtungen in der realen Welt widerlegt werden.

Link: https://www.cfact.org/2026/08/27/temperature-is-a-deceptive-metric/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkungen des Übersetzers: Vor Kurzem erschien auf diesem Blog ein weiterer Beitrag von Joe Bastardi, zu welchem ich grundlegende Anmerkungen verfasst hatte. Hier geht er aber nicht auf die aktuelle Entwicklung ein, sondern offenbart nur die widersprüchliche Haltung der eigenen Argumentation der Alarmisten. Ich möchte hier mein Fazit jener Anmerkungen wiederholen: Zu behaupten, dass es im Zuge einer globalen Erwärmung immer extremeres Wetter gibt, ist also Unsinn – das Gegenteil ist der Fall!