Gute Frage: Wer finanziert die Klima-Berichterstattung in den Mainstream-Medien?
Wer meine Karriere verfolgt, weiß, dass ich – sei es in Zeitungsartikeln oder in Beiträgen in anderen Foren – stets dieselben Ansichten zum Klimawandel und zu Energiefragen vertreten habe, die ich auch in meinen Kolumnen für die „Empowerment Alliance“ zum Ausdruck bringe.
Als langjähriger Journalist weiß ich jedoch, dass – unabhängig davon, wo diese Kolumne veröffentlicht wird oder ob ich in einem Medienkanal auftrete, um über Klima- oder Umweltfragen zu diskutieren – meine Verbindung zur TEA erwähnt werden sollte, damit die Leser sich dieser formellen Beziehung bewusst sind.
Zunehmend haben Leser auch das Recht, ähnliche Fragen zu einer wachsenden Zahl von Nachrichtenorganisationen zu stellen, die früher unabhängig waren, nun aber auf Hilfe von außen angewiesen sind. Nehmen wir zum Beispiel die Associated Press.
Während des größten Teils meiner Zeit als Journalist, die bis in die 1980er Jahre zurückreicht, konnte man sich darauf verlassen, dass die AP unvoreingenommenen, faktenbasierten Journalismus lieferte. Leider hat sich die AP in den letzten Jahren der New York Times, der Washington Post, den meisten Rundfunk- und Kabelsendern sowie anderen linksgerichteten Nachrichtenorganisationen – einschließlich neuerer digitaler Medien – angeschlossen und einen Journalismusstil übernommen, der Fairness zugunsten von Standpunkten und Objektivität zugunsten von Aktivismus aufgibt.
Die Abkehr der Nachrichtenmedien vom altbewährten Journalismus hat zu ihrem allmählichen Niedergang beigetragen. Anfang dieses Jahres ergab eine Analyse des Pew Research Center, dass „eine Mehrheit der Amerikaner (57 %) wenig Vertrauen darin hat, dass Journalisten im besten Interesse der Öffentlichkeit handeln“.
Als Beleg für eine linksgerichtete Voreingenommenheit ergab die Umfrage, dass „Demokraten und demokratisch orientierte Unabhängige (61 %) mehr als doppelt so häufig wie Republikaner und republikanisch orientierte Wähler (25 %) angeben, Vertrauen in Journalisten zu haben, dass diese im besten Interesse der Öffentlichkeit handeln“. Das ist nicht überraschend, weil die Berichterstattung die Demokraten und ihre progressiven (und zunehmend sozialistischen) Amtsträger, Kandidaten und politischen Maßnahmen gegenüber den Republikanern überwiegend begünstigt.
Im Laufe der Jahre führte das mangelnde Vertrauen in den Journalismus zu einem Rückgang der Abonnentenzahlen, was wiederum zu einer geringeren Anzahl von Zeitungen und natürlich zu weniger Medien führte, die den Nachrichtendienst der Associated Press abonnieren.
Um eine vollständige Auslöschung abzuwenden, hat die AP ein Modell eingeführt, das die Annahme von „Unterstützung“ zur Finanzierung ihrer Berichterstattung vorsieht. So enthielt beispielsweise ein kürzlich erschienener Artikel über ein Urteil eines Berufungsgerichts gegen die Trump-Regierung in Bezug auf Projekte für saubere Energie aus der Biden-Ära folgenden Hinweis: „Die Associated Press erhält Unterstützung von der Walton Family Foundation für die Berichterstattung über Wasser- und Umweltpolitik.“
Die Walton Family Foundation ist eine Organisation, die sich unter anderem für Umweltbelange einsetzt. Ihre politische Haltung ist klar – bereits im Jahr 2022 begrüßte sie die Verabschiedung von Präsident Bidens sogenanntem „Inflation Reduction Act“, einer Milliarden-Subvention für den Kampf gegen den Klimawandel.
„Die Herausforderungen des Klimawandels haben Auswirkungen auf jeden Aspekt unseres Lebens und werden dies auch weiterhin tun“, erklärte die Walton Foundation damals. „Regierung, Wirtschaft, indigene Völker, philanthropische Organisationen, Interessenvertreter und andere müssen gemeinsam auf dieser historischen Investition aufbauen, um die Dynamik für eine widerstandsfähigere Zukunft weiter voranzutreiben.“
Die AP betont natürlich, dass sie redaktionell unabhängig und „allein verantwortlich für alle Inhalte“ ihrer Klimaberichte sei. Doch bedenken Sie Folgendes: Die ursprüngliche zweijährige Förderung der Walton Foundation in Höhe von 785.000 US-Dollar im Jahr 2021 finanzierte laut Angaben der Stiftung drei AP-Reporter (und vermutlich damit verbundene Ausgaben). Nur zwei Jahre später war die Förderung auf eine dreijährige Zusage in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen US-Dollar angewachsen.
Die Stiftung gab am 21. April 2023 bekannt: „Diese dreijährige Förderung baut auf der bisherigen Unterstützung zum Aufbau eines Ressorts für Umwelt und Wasser mit drei fest zugewiesenen Reporterstellen auf. Mit der neuen Förderung werden weiterhin zwei Textjournalisten und ein Videojournalist finanziert, die sich der Berichterstattung über Wasser- und Umweltthemen widmen, während zusätzlich ein spanischsprachiger Reporter und ein Fotograf hinzukommen. Die AP behält die vollständige redaktionelle Kontrolle.“
Doch die Walton-Stiftung stellte nur einen Strang eines weitverzweigten finanziellen Netzwerks dar. Im Jahr 2022 gab die AP bekannt, dass „sie mehr als zwei Dutzend Journalisten weltweit mit der Berichterstattung über Klimathemen beauftragt, was die größte einzelne Erweiterung der Nachrichtenorganisation darstellt, die durch philanthropische Fördermittel finanziert wird.“
Tatsächlich beliefen sich die Fördermittel über drei Jahre auf insgesamt mehr als 8 Millionen Dollar, „und etwa 20 der Klima-Journalisten werden neu eingestellt. … Fünf Organisationen beteiligen sich an dieser Initiative: die William and Flora Hewlett Foundation, das Howard Hughes Medical Institute, Quadrivium, die Rockefeller Foundation und die Walton Family Foundation.“ Im gleichen Artikel wurde darauf hingewiesen, dass etwa „50 AP-Journalisten Stellen haben, die durch Fördermittel finanziert werden“, und es wurden ähnliche Vereinbarungen anderer Nachrichtenorganisationen beschrieben.
Zwar legen die AP und andere Organisationen ihre Finanzierungsvereinbarungen in der Regel offen – doch gerade diese Offenlegung gibt den Lesern Anlass, darüber nachzudenken, ob die Millionen, die von Instituten und Stiftungen an Nachrichtenorganisationen fließen, Einfluss darauf haben, wie die Medien ihre Berichterstattung gestalten. Dies verwischt zudem die Grenze zwischen Artikeln, die für „Interessengruppen“ verfasst werden, und der Berichterstattung der AP sowie anderer „seriöser Nachrichtenmedien“, die (wenn auch nur teilweise) durch Fördermittel finanziert werden.
Ich freue mich für Reporter, die dank externer Finanzmittel weiterarbeiten können, auch wenn mir bewusst ist, dass die Zahl der traditionellen Journalisten zurückgeht und sie zunehmend durch Aktivisten ersetzt werden. Doch die Klimabewegung kann die Gesellschaft Milliarden kosten und unsere effizientesten Energiequellen gefährden. Zu wissen, dass ein Großteil der Berichterstattung zu diesem Thema von Gruppen finanziert wird, die sich voll und ganz für den Klimaschutz einsetzen, ist eine wichtige Information, wenn wir solche Berichte verarbeiten.
Ob es nun um die Berichterstattung zum Klimawandel oder um ein anderes Thema geht: Nachrichtenkonsumenten sollten stets darauf achten, wer die Arbeit finanziert – und sich fragen, inwieweit diese Finanzierung die Informationen beeinflussen könnte, die sie glauben sollen.
Gary Abernathy is a longtime newspaper editor, reporter and columnist. He was a contributing columnist for the Washington Post from 2017-2023 and a frequent guest analyst across numerous media platforms. He is a contributing opinion columnist for The Empowerment Alliance, which advocates for realistic approaches to energy consumption and environmental conservation.
Dieser Artikel wurde ursprünglich von RealClearEnergy veröffentlicht und über RealClearWire zur Verfügung gestellt.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE