Von wegen Umweltschutz: Organisierte Unwahrheiten*
================
Dagmar Jestrzemski (Red. PAZ)*
CO₂-Lügen mit Treibhauseffekt
So sehr ruinieren großflächige Photovoltaik-Anlagen die Böden wirklich.
================
Nahezu flächendeckend kommt es in Deutschland zur Installation von immer mehr und unfassbar riesigen Photovoltaikanlagen auf Freiflächen (PVA) – in Brandenburg inzwischen auf 500 Hektar. Der Wille der Einwohner spielt dabei meist keine Rolle. Ob dafür oder dagegen, es wird gemacht. Denn Geld ist der Schmierstoff sowohl in den Gemeindevertretungen als auch bei den Landbesitzern, die exorbitant hohe Pachtsummen einstreichen dürfen.
PVA werden meist auf Ackerland und auf Grünland entlang von Bundesstraßen und Autobahnen installiert. Kritik wird kaum publik. Es ist bemerkenswert, dass die „Naturschützer“ von BUND und Nabu nur in spärlichen Einzelfällen die industrielle Nutzung einzelner Flächen als Industriepark anprangern, obwohl die Fruchtbarkeit der Böden auf dem Spiel steht und die Biodiversität zusammenbricht. Kaum bekannt ist mangels Berichterstattung auch, dass PV-Anlagen ihre Umgebung aufgrund ihrer Wirkweise erheblich aufheizen.
Dies geschieht infolge der Absorption des Sonnenlichts durch Umwandlung des Lichts in elektrische Energie und Abwärme mit Spitzenwerten über 60 Grad Celsius im Hochsommer. Die Abwärme wird infolge des Aufbaus der PV-Module hauptsächlich über die Unterseite der Absorptionsschicht abgeführt, also zum Boden gelenkt. Hierzu präsentierte der vom österreichischen Umweltministerium vielfach ausgezeichnete Energieberater Dipl. Ing. Jürgen A. Weigl Fotos mit der Wärmebildkamera und detaillierte Messungen, deren Ergebnisse ihn selbst schockierten. Seine bittere Erkenntnis: „Photovoltaikanlagen sind nichts anderes als eine Art Gerät zur Erzeugung eines Treibhauseffekts, der verhindert, dass die Abwärme im Infrarotbereich überwiegend nach oben abgegeben werden kann … Es ist wohl himmlische Ironie, welche die Energiewender dazu verführt, den Treibhauseffekt selbst hervorzurufen, um ihr ‚bestes Produkt‘ verkaufen zu können. Das schaffen die ,Energiewender‘, indem sie mit Quadratkilometer großen Anlagen einen echten Treibhauseffekt auslösen!“
Der CO₂-Rucksack ist Tatsache
Damit spielt Weigl auf die gängige Argumentation für den politisch forcierten Ausbau der PVA an, dass mit der emissionsfreien Stromerzeugung durch Photovoltaik ein Beitrag zur globalen Reduzierung der CO₂-Emissionen und damit des Treibhauseffekts geleistet werde.
Die CO₂-Keule als Rechtfertigung für die Zweckentfremdung und Zerstörung der biologischen Funktionen der Böden entlarvten jüngst niederländische Autoren eines im Juli bekannt gewordenen Berichts als Nonsens, indem sie mit derselben Keule zurückschlugen. Es handelt sich um eine Untersuchung im Auftrag der „Public Buyers Group für nachhaltige Solarmodule“, einem Zusammenschluss aus Behörden, Gemeinden, Wasserverbänden und einem Energieunternehmen. Die im Dezember 2024 fertiggestellte Analyse sorgt für erheblichen Zündstoff. Laut den vorliegenden Berechnungen würden rund 95 Prozent der in den vergangenen drei Jahren in den Niederlanden installierten Solaranlagen vermutlich mehr als 25 Jahre Betriebszeit benötigen, also wahrscheinlich länger als ihre tatsächliche Lebensdauer, um die CO₂-Emissionen aus Herstellung und Installation auszugleichen, auch als „CO₂-Rucksack“ bekannt. Das brisante Papier wurde erst jetzt durch Recherchen der Zeitung „De Andere Krant“ bekannt, nachdem es zunächst im niederländischen Wirtschaftsministerium verschwunden war. Die Ergebnisse veröffentlichte das Schweizer Portal „uncutnews.ch“. Das Resümee der Autoren: „Diese Solarmodule werden die Klimaerwärmung beschleunigen.“
Staatliche Verschleierung
Immer mehr Landwirte fragen sich besorgt, welche Auswirkungen die für sie lukrative Verpachtung von Flächen für PVA später für die landwirtschaftliche Folgenutzung haben wird. Antworten darauf werden sie nicht finden, da sämtliche Regierungen diese Problematik bisher in verantwortungsloser Weise ausblenden. Das Energieministerium finanziert vier Forschungsinstitute mit Millionensubventionen für Studien zur kaum praktizierten Agri-PV, also PV mit gleichzeitiger landwirtschaftlicher Bewirtschaftung, aber keine einzige Untersuchung zur Belastung der Böden durch PV ohne Landwirtschaft, wie sie auf 99 Prozent der Flächen betrieben wird.
Doch nicht nur der Solarpark selbst, auch Bau, Betrieb und Rückbau der installierten PV-Module schädigen die Böden erheblich. Zu diesem Ergebnis kommt ein Ingenieurbüro in einem weiteren aktuellen Gutachten zu den Auswirkungen von PVA auf Boden, Wasser, Klima und Luft. Die Ergebnisse veröffentlichte kürzlich das von der Regierung mitfinanzierte „Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende“ (KNE). Erhebliche Schäden für die Böden entstehen schon beim Installieren der Module und Unterkonstruktionen, durch Bodenverdichtung mit schweren Maschinen, beim Bau der Trafostationen, Zuwegungen, Wartungswege und beim Verlegen der Erdkabel. Auch die Vermischung von Unter- und Oberboden beim Aushub ist problematisch. Wurden die Flächen eingeebnet, drohen Wind- und Wassererosion.
Die Regierung ist für diese nachhaltig bedrohliche Entwicklung mitverantwortlich und muss endlich die Seite wechseln, indem mit den Öko-Märchen von PV aufgeräumt wird. Als erster Schritt sollte daher eine offizielle und transparente Bestandsaufnahme durchgeführt werden.
=================================================================
)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :
Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung, 21.08.2026, S.4 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie der Autorin Dagmar Jestrzemski für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln: https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.
=================================================================