Hitzewelle in West- und Mitteleuropa ist beendet
Cap Allon
Vorbemerkung des Übersetzers: Hier bringt der Autor auf seinem Bezahlblog ein interessantes Resumé der nun zu Ende gegangenen Hitzewelle in West- und Mitteleuropa. Im globalen Kontext zeigt soich nämlich etwas ganz anderes als man uns hierzulande glauben machen will. – Ende Vorbemerkung.
Die „Klimakrise“ in Westeuropa bricht zusammen. Atlantische Luftmassen strömen nach Osten, und für Frankreich wird bis Freitag ein Temperaturrückgang unter den Normalwert prognostiziert. Die Zirkulation hat sich umgekehrt. Der „Notstand“ ist vorbei.
Die Tageshöchsttemperaturen werden von der Bretagne bis in die Benelux-Länder unter 19 °C sinken. Selbst an der Mittelmeerküste geht es deutlich kühler zu.
Während eines Großteils des Sommers blockierte ein anhaltendes Hochdruckgebiet wiederholt atlantische Wetterfronten, sodass sich trockene Böden, starke Sonneneinstrahlung und warme Südströmungen immer wieder gegenseitig verstärkten. Diese Konstellation hat sich nun aufgelöst, und kühlere Meeresluft kann nun nach Osten vordringen, während sich Tiefdruckgebiete und ein weiter südlich verlaufender Jetstream wieder nach West- und Mitteleuropa durchsetzen können.
Die atmosphärische Zirkulation hat sich verändert. Das CO₂ hingegen nicht.
England und Wales erlebten den trockensten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen (nach einem überdurchschnittlich nassen Juni – der längst vergessen ist). In England fielen im Juli durchschnittlich nur 6,5 mm Regen – etwa 10 % des Normalwerts. Nun sind Regenschauer, die stellenweise heftig ausfallen, zurückgekehrt, füllen die Stauseen wieder auf und entlasten die Landwirte.
Das Gesamtbild war zudem deutlich weniger dramatisch als die Schlagzeilen aus Westeuropa vermuten ließen.
Selbst die gängige ERA5-Reanalyse gibt für Juli 2026 in ganz Europa eine Temperatur von 20,49 °C an, was nur 0,66 °C über der multidekadischen Norm liegt und diesen Juli zum elftwärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1940 macht. In weiten Teilen Osteuropas und Fennoskandiens waren die Temperaturen unterdurchschnittlich, was die Wärme im Westen ausglich. Laut ERA5 war der Juli 2026 auf dem europäischen Festland um etwa 0,64 °C kühler als der Juli 2025; im Vergleich zum Durchschnitt der letzten zehn Juli-Monate blieb er praktisch unverändert – er war lediglich um 0,017 °C wärmer.
Die Weltkarten (unten), die Ole Humlum anhand von NASA-AIRS-v6-Satellitendaten erstellt hat, untermauern diese Aussage.
Blau markiert sind Gebiete, in denen der Juli 2026 kühler war als der Juli 2025…
…oder kühler als der Durchschnitt der letzten zehn Juli-Monate:
In Afrika, Zentral- und Südasien, Australien und Südamerika sowie in weiten Teilen der Ozeane waren die Temperaturen niedriger als im Durchschnitt der letzten zehn Juli-Monate. Tatsächlich liegt der globale Durchschnitt für Juli 2026 laut AIRS unter dem Durchschnitt der letzten zehn Juli-Monate.
Was die Vereinigten Staaten betrifft, so behaupten die Schlagzeilen weiterhin, der Juli 2026 sei der „wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen“ gewesen. Das stimmt jedoch nicht – weder nach den „offiziellen“ Temperaturaufzeichnungen, die sich auf warme UHI-Nächte stützten, noch nach den unbereinigten Daten vor der Datenmanipulation durch die NOAA.
Den unbereinigten Rohdaten zufolge war der Juli 2026 lediglich der 26. wärmste und etwa 2°C kühler als die Jahre 1936, 1901 und 1934:
Mit Blick auf die Zukunft wird für Europa ein deutlicherer Rückgang prognostiziert, sobald der Kalender auf September umblättert: ein wahrer „Klimakollaps“.
Link: https://electroverse.substack.com/p/western-europes-heat-breaks-dutch?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Anmerkung des Übersetzers: Wie klein das Gebiet mit der extremen Hitze im Vergleich zum Rest der Welt war, zeigt diese Abweichung der Temperatur im 850-hPa-Niveau zum Höhepunkt der Hitzewelle vom 30. Juli 2026:




