Verzerrte Wissenschaft: Die fehlerhafte Logik der Ursachenanalyse von Extremereignissen
GWPF
Studien zur Zuordnung extremer Wetterereignisse basieren auf einer fehlerhaften Logik und sorgen für irreführende Schlagzeilen – so das Fazit eines neuen Positionspapiers der Global Warming Policy Foundation (GWPF).
In „Contorted Science: The Flawed Logic of Extreme Event Attribution“ argumentiert Dr. Ralph B. Alexander, dass Studien, die versuchen, bestimmte Hitzewellen, Hurrikane und Überschwemmungen mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel in Verbindung zu bringen, grundlegend irreführend sind und eher aus rechtlichen und politischen als aus wissenschaftlichen Gründen erstellt wurden.
Die Studie unterzieht aktuelle, viel beachtete Arbeiten von World Weather Attribution und dem Grantham Institute einer genauen Prüfung. Allein für das Jahr 2025 behauptete World Weather Attribution, dass 24 von 29 untersuchten Extremereignissen durch den Klimawandel verschärft oder wahrscheinlicher geworden seien.
Alexander zeigt, wie sehr solche Schlussfolgerungen von Klimamodellen abhängen, die Schwierigkeiten haben, historische Klimamuster nachzubilden, und davon ausgehen, dass Wissenschaftler ein „natürliches“ Klima ohne menschliche Emissionen genau simulieren können.
In den Attributionsstudien lassen sich einige zentrale, immer wiederkehrende Schwachpunkte feststellen:
• Fehlerhafte Logik: Bei Zuschreibungsbehauptungen liegt ein „Zirkelschluss“ vor, d. h., man geht einfach von der Schlussfolgerung aus, die man eigentlich untersuchen will.
• Statistische Vorgehensweisen, welche die in Schlagzeilen genannten Wahrscheinlichkeitsangaben überhöhen und gleichzeitig die Unsicherheit herunterspielen.
• Die Vernachlässigung historischer Aufzeichnungen, die vergleichbare Extremereignisse lange vor den heutigen Emissionsniveaus belegen.
Der Bericht führt die zunehmende Tendenz zur schnellen Zuordnung von Ereignissen auf politische Frustration über die vorsichtigen Schlussfolgerungen des IPCC zurück, der für die meisten Arten von Wetterextremen nur ein geringes Maß an Vertrauen in langfristige globale Trends zum Ausdruck gebracht hat. Er kritisiert die Rolle eines 2012 von der „Union of Concerned Scientists“ einberufenen Treffens. Ziel des Treffens war es, den wahrgenommenen Zusammenhang zwischen Extremwetterereignissen und dem Klimawandel zu stärken, um Rechtsstreitigkeiten gegen Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie anzustrengen.
Der Autor des Berichts Ralph Alexander sagte:
„Studien zur Zuordnung von Extremereignissen sind ein Schandfleck für die Wissenschaft, deren Kennzeichen empirische Beweise und Logik sind. Keines dieser Merkmale spielt bei Zuordnungsstudien eine zentrale Rolle, die aus rechtlichen und politischen, nicht aber aus wissenschaftlichen Gründen ins Leben gerufen wurden.“
Harry Wilkinson, Leiter der Abteilung für Politik bei der Global Warming Policy Foundation, sagte:
„Es ist beunruhigend, dass Studien zur Zuordnung von Ereignissen trotz ihrer grundlegenden Mängel in den internationalen Medien so viel Beachtung finden. Dies ist ein großer wissenschaftlicher Skandal.“
Und just in diesem Moment, genauer am Sonnabend, dem 1. August, wartete die „Süddeutsche Zeitung“ mit der Schlagzeile auf, wonach „eine Studie belegt, wie stark der Klimawandel die Brände in Südeuropa“ beeinflusst! A. d. Übers.
Der ganze Report: Contorted Science: The Flawed Logic of Extreme Event Attribution (pdf)
Link: https://thegwpf.org/publications/contorted-science-the-flawed-logic-of-extreme-event-attribution/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
