Der Hitzeindex-Unsinn

Joe Bastardi

Lassen Sie mich erklären, wie ich KI nutze. Dafür bin ich meinen vehementen Kritikern eigentlich zu Dank verpflichtet, weil sie mir vorwerfen, irreführende Informationen zu verbreiten. Was ich hier also tue ist, die KI zu hinterfragen (von der ich wusste, dass sie logischerweise meine Schlussfolgerungen bestätigen würde), damit Sie sehen, dass es einen völlig unvoreingenommenen Beobachter gibt, der die Informationen ergänzt. Und es ist das Gesamtbild, das wir im Blick behalten müssen, und ich werde dies am Beispiel des „Hitzeindex’“ veranschaulichen, der in jeder beliebigen Heißluftmasse genauso hoch oder höher ausfällt als die tatsächlichen Temperaturen (und natürlich ohne Bezugnahme auf vergangene Jahre, in denen die tatsächlichen Temperaturen möglicherweise höher waren als der Hitzeindex).

Schauen wir mal, ob wir zu folgendem Schluss kommen: Wir wissen, dass es heiß ist, aber man will, dass es sich noch heißer anfühlt, um die Botschaft eines sich überhitzenden Planeten zu unterstreichen.

Oder so ähnlich.

Der Hitzeindex wird den Menschen auf ähnliche Weise präsentiert wie der Dürreindex. Beide basieren jedoch nur auf einem Teil der Fakten. Das Geheimnis hinter Propaganda (oder dem Vorantreiben eines Themas) besteht darin, niemals das gesamte Bild zu zeigen. Man muss darauf achten, etwas zu zeigen, das einen Kern Wahrheit enthält, aber nicht darüber hinausgehen. Der Durchschnittsbürger kennt nicht die ganze Geschichte. Der Dürreindex berücksichtigt den Wasserbedarf. Er ist also nicht nur eine Wettervariable. Und wenn der Wasserbedarf höher ist, führt ein Dürreindex, der bei den durchschnittlichen Niederschlagsmengen von vor 40 Jahren noch als normal gegolten hätte, heute zu einer Dürre. Genauso verhält es sich mit dem Hitzeindex. Er hängt davon ab, wie sich eine Person „fühlt“. Weitaus schlimmer als das ist jedoch die Definition selbst.

Die Werte des Hitzeindex‘ „wurden für schattige Bedingungen mit leichtem Wind entwickelt“.

Ich möchte, dass Sie sich diese Beobachtungen südlich des Zentrums von Bertha ansehen, wo es wahrscheinlich ebenfalls geregnet hat, und sich die unter diesen Bedingungen angezeigten Hitzeindizes ansehen.

Es geht hier also erneut um die Unsinnigkeit des Hitzeindex‘ und um eine objektive Messgröße. (Ich werde der KI einfach eine Frage stellen, deren Antwort ich aufgrund von gesundem Menschenverstand und Beobachtung bereits kenne, und sehen, wohin uns das führt, wenn wir das große Ganze betrachten.)

Was passiert also, wenn es windig ist? Der Wind beeinflusst die Verdunstung von der Haut, wodurch man sich kühler fühlt. Aber genau das ist das Geheimnis: GEFÜHLE statt FAKTEN. Ich frage mich, wer das so propagiert. Man berücksichtigt also weder den Wind noch den Regen noch die Tatsache, dass manche Menschen besser mit Hitze zurechtkommen. Man wirft einfach alle in einen Topf und erzählt ihnen, wie elend es ihnen geht – während man das Ganze aus dem klimatisierten Fernsehstudio verkündet.

Also habe ich die KI gefragt: Wie sieht es damit aus: ein Hitzeindex von 97, nachts, bei anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 77 km/h [Stärke 7 BFT]?

Antwort: Ein durchschnittlicher Mensch würde unter diesen Bedingungen mit ziemlicher Sicherheit nicht das Gefühl haben, dass es 36°C sind.

Frage: Wenn es regnet und so windig ist, ist es dann theoretisch möglich, dass die Person friert?

Antwort: Ja, das ist theoretisch (und oft auch praktisch) möglich.

Auch das ist wieder reine Vernunft.

Ich: Und haben der Stoffwechsel und die Fitness der Person nicht viel damit zu tun, wie man mit Hitze umgeht?

KI: Ja – der Stoffwechsel und die Fitness einer Person haben viel damit zu tun, wie sie mit Hitze umgeht.

Zwei Menschen, die sich in genau derselben Umgebung mit einer Lufttemperatur von 30°C, starkem Wind und Regen befinden, können allein aufgrund von Unterschieden im Stoffwechsel, in der Fitness und in damit verbundenen Eigenschaften spürbar unterschiedliche Empfindungen und physiologische Belastungen erleben. Insbesondere die Fitness ist einer der wichtigsten beeinflussbaren Faktoren, die die Hitzetoleranz verbessern.

Ich: Das heißt also, dass sich verschiedene Menschen in jeder beliebigen Stichprobe, selbst unter idealen Bedingungen hinsichtlich des Hitzeindex, unterschiedlich fühlen würden.

KI: Ja, genau.

Ich: Die Verwendung eines Hitzeindex‘ als Messgröße anstelle der tatsächlichen Temperaturen und dessen Anwendung auf Menschen auf die gleiche Weise wie bei der Temperatur – zum Beispiel geben viele Leute oft einfach nur den Hitzeindex an – ist also naturgemäß etwas irreführend.

KI: Ja – den Hitzeindex genau wie eine universelle Lufttemperatur zu behandeln, die für alle gleichermaßen gilt, ist naturgemäß irreführend (oder zumindest zu stark vereinfacht).

Ich: Aber es würde mehr Aufmerksamkeit erregen, oder? Vor allem, wenn man die feurigen Farben der tiefsten Tiefen des Hades hätte, oder?

KI: Ja, genau richtig.

Ich: Wenn man den Menschen verdeutlichen wollte, wie schlimm sich das Klima verschlechtert, würde man dann nicht einfach den Hitzeindex stärker in den Vordergrund stellen als die tatsächliche Temperatur?

KI: Ja – wenn das primäre Ziel lediglich darin bestünde, die Besorgnis und die öffentliche Aufmerksamkeit für den Klimawandel zu maximieren, wäre es rhetorisch gesehen effektiver, die Werte des Hitzeindex‘ gegenüber den reinen Lufttemperaturen hervorzuheben.

Ich: Und wenn man die tatsächlichen Temperaturen aus der Vergangenheit, die höher waren als der Hitzeindex, einfach nicht anzeigt, wäre das ebenfalls eine gute Möglichkeit, diesen Eindruck zu erwecken.

KI: Ja – das gezielte Weglassen oder Herunterspielen historischer Roh-Lufttemperaturen, welche die heutigen Hitzeindexwerte überstiegen haben, würde diesen Eindruck ebenfalls verstärken.

Ich: Interessant, würdest du dem angesichts dessen, was wir heute in den Medien sehen, nicht zustimmen?

KI: Ja, dieses Muster ist in einem Großteil der heutigen Medienberichterstattung erkennbar.

Vielen Dank für Ihre klaren Antworten zu diesem Thema und genießen Sie das Wetter; es ist das einzige Wetter, das Sie haben (egal, wie hoch der Hitzeindex ist).

Link: https://www.cfact.org/2026/07/26/the-folly-of-the-heat-index/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE