Met.-Office schweigt über seine eigenen Forschungsergebnisse, die dessen Agenda untergräbt

Paul Homewood

Eingangsbild oben: Das war die Studie, die zu dem Ergebnis kam, dass die Erwärmung im europäischen Sommer in den letzten Jahrzehnten durch geringere Aerosol-Emissionen verursacht wurde. Daraus:

Abstract

Im Vergleich zu den Beobachtungen unterschätzen Klimamodelle den jüngsten Anstieg der europäischen Sommertemperaturen, was auf eine Unterschätzung der Trends der quasi-stationären Rossby-Welle (QSW)* über Europa zurückzuführen ist. Dies ist zum Teil auf unvorhersehbare interne Variabilität und zum Teil auf eine Unterschätzung des vorhersagbaren Signals als Reaktion auf externe Antriebe zurückzuführen. Die Analyse eines großen Ensembles historischer Simulationen zeigt, dass Antriebsfaktoren Veränderungen der QSW und der europäischen Sommertemperaturen hervorrufen, die mit den Beobachtungen übereinstimmen, jedoch eine geringere Größenordnung aufweisen, so dass die meisten der beobachteten Veränderungen durch eine Signalanpassung in den Modellen vorhersagbar sind. Die Analyse von Einzel-Antriebsexperimenten zeigt einen wesentlichen Beitrag von Aerosolen ab dem Jahr 1980, als die Verringerung der Sulfataerosolemissionen über Europa mit einer Längsasymmetrie der Temperaturen einherging, welche die atmosphärische Zirkulation veränderte. Diese Ergebnisse unterstreichen erneut die Notwendigkeit, Modellfehler zu berücksichtigen, um vergangene und zukünftige Klimaveränderungen bestmöglich abzuschätzen.

*Nach meinem Verständnis ist es unmöglich, die Konstellation der hemisphärischen Rossby-Wellen zu simulieren. Daher ist dieser Hinweis unverständlich. Es kann aber sein, dass der Autor etwas anderes meint, was sich mir nicht erschließt. A. d. Übers.

Zusammenfassung in einfacher Sprache

In den letzten Jahrzehnten sind die Sommertemperaturen in Europa stärker gestiegen als in anderen Regionen, was mit einem Rückgang der Partikelemissionen einherging. Insbesondere der seit 1980 zu verzeichnende Rückgang der Sulfatemissionen über Europa steht im Zusammenhang mit Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation und einer zusätzlichen Erwärmung in Europa. Klimamodelle bilden dieses Verhalten zwar nach, jedoch in einem weitaus geringeren Ausmaß als in den Beobachtungen. Werden die Modellergebnisse korrigiert, um diese Unterschätzung auszugleichen, lässt sich der Anstieg der europäischen Sommertemperaturen weitgehend vorhersagen. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Modellfehler bei der Abschätzung vergangener und zukünftiger Klimaveränderungen zu berücksichtigen.

Die Studie steht hier.

Drei der Autoren stammen aus der Abteilung für Geowissenschaften des Barcelona Supercomputing Center. D. M. Smith arbeitet jedoch am Met Office Hadley Centre in Exeter.

Der Artikel wurde erstmals am 30. Juni veröffentlicht und am 16. Juli offiziell in die Ausgabe 13 der GRL aufgenommen. Doch auch Wochen später hat das Met Office noch immer nicht auf seiner Nachrichten-Website, in seinem Blog oder gar in seinem X-Feed darauf hingewiesen.

Ich finde das erstaunlich, angesichts der eigenen Rolle des Met Office an der Studie und der Bedeutung der Ergebnisse der Arbeit.

Die Studie untergräbt natürlich die Theorie des Met Office, dass heiße Sommer, wie der aktuelle, größtenteils das Ergebnis des vom Menschen verursachten Klimawandels sind – womit sie die Verbrennung fossiler Brennstoffe meinen.

Erst vor ein paar Wochen behauptete das Met Office:

Es wird davon ausgegangen, dass während der Hitzewellen im Mai und Juni in England und Wales mehr als 2.700 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben sind. Davon starben schätzungsweise 42 % infolge der zusätzlichen Hitze, die durch die vom Menschen verursachte Erwärmung hervorgerufen wurde.

Klimabedingte Hitze: Die Tageshöchsttemperaturen in England und Wales liegen mittlerweile etwa 3–4 °C höher, als sie es ohne den vom Menschen verursachten Klimawandel gewesen wären, was die mit diesen Hitzewellen verbundenen Gesundheitsrisiken erhöht.Quelle

Man kann die Aerosol-Theorie nun glauben oder nicht, doch diese neue Studie bestätigt, dass der Jetstream der ausschlaggebende Faktor für heiße Sommer hier in Großbritannien ist – und nicht die Treibhausgas-Emissionen.

Vielleicht wird das Met Office nun seine eigenen Forschungsergebnisse anerkennen?

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/25/met-office-remain-silent-about-their-own-research-that-undermines-their-agenda/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE