USA: Die Reform des alarmistischen Nationalen Klimaberichts hat begonnen

David Wojick

Seit 25 Jahren ist der regelmäßig erscheinende Bericht „National Climate Assessment“ (NCA) das Aushängeschild des amerikanischen Alarmismus‘. Es sieht so aus, als würde sich das nun ändern, hat doch ein Realist das Ruder übernommen.

Die Berichte werden von einer kleinen Bundesbehörde namens „U.S. Global Change Research Program“ (GCRP) erstellt, die – ironischerweise – gar keine Forschung betreibt. Sie erstellt lediglich einen Jahresbericht über die klimabezogene Forschung von 13 großen Bundesbehörden. Seine Hauptaufgabe ist die Erstellung der NCAs. Der erste Bericht erschien 2001, der fünfte wird 2023 veröffentlicht.

Die Trump-Regierung hatte das GCRP gestrichen, doch nun wird es wiederbelebt, und zwar unter der Leitung des führenden Skeptikers Matt Wielicki. Es zeichnet sich also ein skeptischer NCA-Bericht ab.

Wielicki steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Er hat eine riesige Aufgabe vor sich und hat möglicherweise noch nie zuvor ein derart dringliches Bundesprojekt geleitet. Die alarmistische NCA ist ein riesiges Dokument mit endlosen alarmierenden Grafiken und beängstigenden Texten, das über einen Zeitraum von mehreren Jahren von Hunderten von Menschen erstellt wurde. Ihr gesamter irreführender Fokus liegt darauf, wie der vom Menschen verursachte Klimawandel den Amerikanern schadet.

Logistisch gesehen ist es unwahrscheinlich, dass die Alarmisten, die Erfahrung mit der Erstellung eines früheren NCA haben, an einer realitätsnahen Version arbeiten wollen, so dass ein völlig neues Team aufgebaut werden muss. Der ICF-Unterstützungsvertrag, über den ein Großteil der nicht-bundeseigenen Mitarbeiter bezahlt wurde, ist gekündigt worden. Dies sind komplexe Hindernisse, die Wielicki überwinden muss.

Er könnte einen einfachen Ansatz wählen, weil die alarmistischen Auswirkungen gar nicht existieren, mit denen diese früheren Berichte gespickt waren. Somit sind die früheren Berichte als Vorlage unbrauchbar. Hier sind einige erste Überlegungen zu einem skeptischen Dokumententwurf, der leicht umzusetzen sein könnte.

Erstens könnte der Bericht das Konzept des Klimawandels erörtern. Das Klima schwankt naturgemäß auf einer Vielzahl von Zeitskalen, von Jahren bis zu Jahrhunderten. Angesichts dieser natürlichen Variabilität kann es schwierig sein festzustellen, ob sich das Klima an einem bestimmten Ort langfristig tatsächlich verändert. Kurzfristig verändert sich das Klima ständig. Dies ist die heikle Verwirrung, die entsteht, wenn nicht zwischen Variabilität und Trend unterschieden wird – ein Problem, in dem sich frühere Berichte verstrickt haben.

Zweitens könnte der Bericht erläutern, dass der Klimawandel größtenteils natürlichen Ursprungs und nicht vom Menschen verursacht ist. Der städtische Wärmeinseleffekt (Urban Heat Island, UHI) bildet dabei eine offensichtliche Ausnahme. Frühere Berichte scheinen davon auszugehen, dass alle Veränderungen vom Menschen verursacht oder verschlimmert werden.

Drittens gibt es das Thema der positiven Veränderungen, das in früheren Berichten weitgehend außer Acht gelassen worden ist. Dazu könnten Aspekte wie die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität oder der Rückgang der Todesfälle durch extreme Kälte gehören. Auch die Vorteile einer „Begrünung“ durch steigende CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre (gut für die weltweite Nahrungsmittelversorgung) könnten erörtert werden.

Viertens könnte der neue Bericht auch auf die gängigen Irrtümer eingehen, die diesen früheren NCA-Berichten zugrunde liegen. In diesen extrem alarmistischen Berichten findet sich viel pseudowissenschaftlicher Unsinn.

Im Folgenden finden sich einige Links für diejenigen, die sich mit dem jüngsten Alarmismus des GCRP auseinandersetzen wollen, den Wielicki umkehren möchte.

Hier eiene gute Übersicht vom GCRP des Congressional Research Service.

Es gibt eine Tabelle mit den Fördermitteln nach Förderinstitutionen, aus welcher der rasante Anstieg der verschwenderischen Ausgaben für alarmistische Forschung hervorgeht.

Anscheinend ist die GCRP-Website nicht mehr erreichbar, aber hier findet man den jüngsten Nationalen Klimabericht (den ich die Nationale Angstmache nenne).

Es sei darauf hingewiesen, dass das GCRP das Klimaforschungsprogramm der US-Bundesregierung nicht koordiniert, wie oft fälschlicherweise berichtet wird. Es sammelt lediglich jährliche Ausgaben- und Projektdaten der rund 13 Forschungsbehörden und erstellt einen Jahresbericht mit dem Titel „Our Changing Planet“. Seltsamerweise scheint die letzte Ausgabe das Geschäftsjahr 2023 zu betreffen, in dem die Ausgaben 4 Milliarden Dollar überstiegen. Siehe hier.

Wie sich die große Herausforderung entwickeln wird, eine realitätsnahe nationale Klimabewertung zu erstellen, bleibt abzuwarten.

Link: https://www.cfact.org/2026/07/19/reforming-the-alarmist-national-climate-assessment-has-begun/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE