38 Experten sagen, „Klima-Alarmismus“ sei zu einer auf Profit ausgerichteten Religion geworden

Tom Harris und Mary-Jean Harris

Über drei Dutzend Wissenschaftler decken auf, wie aus der Klimawissenschaft ein Klimadogma wurde, das die echte Forschung untergräbt.

Religion war im Laufe der Geschichte eine Kraft, die zum Aufblühen von Gesellschaften beigetragen und den Menschen Sinn gegeben hat, aber sie war auch ein Vehikel für Fundamentalismus und Intoleranz. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {von den Autoren}]

Eine Religion lässt sich durch gemeinsame Überzeugungen über das Wesen des Daseins, rituelle Praktiken, moralische Kodizes und eine Gemeinschaft von Menschen charakterisieren, die den gleichen Glauben teilen.

Aus dieser Perspektive betrachtet ist der Klimaalarmismus zu nichts Geringerem als einer Religion geworden, die Gesellschaften auf der ganzen Welt erobert.

Das kürzlich erschienene Buch „Canary in a Climate World: Climate Realism vs. the Net Zero Myth“ [etwa: Licht am Ende des Klima-Tunnels: Klimarealismus vs. der Mythos der Netto-Null-Emissionen] ist eine aufschlussreiche Sammlung von Beiträgen von 38 Experten über die Wissenschaft des Klimawandels, die Irrtümer des Netto-Null-Ziels und die Geschichte, die Regierung und Medien verschweigen.

Margaret Anna Alice, eine Autorin, die sich mit Propaganda und Psychologie beschäftigt, schreibt in ihrem Beitrag für „Canaries“, wie sie ihre „Religion“ des Klimaalarmismus‘ verlor, die für sie zuvor ein „unantastbarer Glaube“ gewesen war.

Sie schreibt: „In dieser Religion legen Götter wie die Vereinten Nationen die Zehn Gebote in Form der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), der Agenda 21, der Agenda 2030 und der globalen Roadmap zu SDG 7 fest, um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.“

Zudem zitieren „Predigten“ die „heiligen Texte“ des IPCC der Vereinten Nationen und machen den normalen Bürgern ein schlechtes Gewissen, um sie glauben zu machen, sie trügen zu einer verheerenden Umweltkatastrophe bei.

Nur wenn sie sich der Religion des Klimaalarmismus‘ anschließen, werden sie von ihren Sünden erlöst, indem sie ihren Lebensstandard aufgeben und ihr hart verdientes Geld in teure Projekte zur Reduzierung von Kohlendioxid (CO₂) investieren oder zur Subventionierung unregelmäßig verfügbarer, teurer erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarenergie beitragen.

Genau wie die Kirche im mittelalterlichen Europa ist die Klimadoktrin weit verbreitet und dringt in unseren Alltag ein.

Doch beim IPCC und anderen offiziellen Institutionen gibt es zahlreiche Fälle von Datenmanipulation, und seit Jahrzehnten haben es nur wenige Wissenschaftler gewagt, sich dagegen auszusprechen, weil sie damit ihre Existenz aufs Spiel setzten.

Diese „Ketzer“ werden ausgegrenzt, verlieren ihre Arbeitsplätze oder erhalten keine Fördermittel mehr. Doch das Blatt wendet sich. Angesichts der schwerwiegenden Folgen der derzeit umgesetzten Klimapolitik ist es nun an der Zeit aufzudecken, dass die Klimapanik auf Korruption und einer fehlerhaften Ideologie beruht.

Die Regierungen werden Billionen Dollar ausgeben und ihre Bürger in die Armut treiben, wenn wir den Weg zur Netto-Null-Emissionsbilanz weiter verfolgen. Der IPCC-Mitarbeiter Mike Hulme räumte ein, dass „es bei der Debatte um den Klimawandel im Grunde genommen eher um Macht und Politik als um die Umwelt geht“.

Und die Wissenschaftler und Experten, die in „Canary in a Climate World: Climate Realism vs. the Net Zero Myth“ schreiben, verbreiten ebenfalls wichtige Informationen, die uns helfen, das Klima und die Politik besser zu verstehen, die das Wachstum unserer Gesellschaft seit Jahrzehnten hemmen.

In seinem Aufsatz „Canaries“ erläutert der Physiker Dr. William Happer, wie die „Klimawissenschaft“ echte wissenschaftliche Disziplinen korrumpiert hat und zu einer Sekte geworden ist. Der Grundgedanke dieser Sekte lautet: „Kohlendioxid ist der Regler des Erdklimas.“

In der echten Wissenschaft geht es jedoch darum, inwieweit die Vorhersagen einer Theorie mit Beobachtungen übereinstimmen und wie gut sie bisher nicht beobachtete Phänomene vorhersagen kann.

Der Klimaalarmismus hat diesen entscheidenden Test nicht bestanden und ist daher „keine wissenschaftliche Theorie, da er viele alarmierende Vorhersagen gemacht hat, von denen bislang keine einzige eingetreten ist“.

Dr. Happer vergleicht den Klimaalarmismus mit der geozentrischen Weltanschauung des 17. Jahrhunderts zur Zeit des Wissenschaftlers Giordano Bruno. Bruno wurde von Papst Clemens VIII. auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil er die Vorstellung vertrat, dass sich die Erde um die Sonne dreht, und später im gleichen Jahrhundert wäre Galileo Galilei wegen ähnlicher Ansichten beinahe das gleiche Schicksal widerfahren.

Doch die Kirche wollte die Beweise nicht zur Kenntnis nehmen: Das Dogma gab den Ton an, und Wissenschaftler sehen sich heute aufgrund ihrer Ansichten zum Klimawandel mit Ausgrenzung, Drohungen und „Cancel Culture“ konfrontiert, selbst wenn diese Ansichten wissenschaftlich fundiert sind.

Ein weiterer Einblick stammt vom Astrophysiker Dr. Willie Soon, der in seinem „Canaries“-Beitrag schreibt: „Die Klimaforschung ist heute überwiegend von staatlichen Fördermitteln abhängig … Forschung, die bestehende Rahmenkonzepte bestätigt, wird mit fortgesetzter Finanzierung belohnt … während es immer schwieriger wird, Forschung zu betreiben, die grundlegende Annahmen in Frage stellt.“

Forscher werden dazu ausgebildet, „harmlose“ Fragen zu stellen, die mit dem aktuellen Dogma im Einklang stehen; Gutachter zensieren alle Forschungsarbeiten, die den Status quo in Frage stellen. „Das Ergebnis ist eine Art wissenschaftliche Monokultur“, schreibt Dr. Soon. Tatsächlich ist daraus eine Orthodoxie geworden, die einer religiösen Sekte gleicht.

Doch Wissenschaft steht im Widerspruch zum Dogma: Im Kern besteht das Ziel eines Wissenschaftlers darin, Annahmen zu hinterfragen und die inneren Zusammenhänge der Welt zu ergründen. Und so läuft der Großteil der Forschung zum Klimawandel der Wissenschaft völlig zuwider.

Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter, und wenn Beweise auftauchen, die den bisherigen Theorien eines Wissenschaftlers widersprechen, muss dieser seine bisherigen Annahmen hinterfragen und seine Theorien entsprechend anpassen.

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Link: https://climatechangedispatch.com/climate-alarmism-religion-book/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE