Hitze-Kuppel in Blau – die neue Farbe des Sommers
Das „Blau“ steht hier natürlich für kühler als im Mittel. A. d. Übers.
Statt der trägen, dunstigen, heißen Sommertage haben wir jetzt eine neue Sommerfarbe – HEAT DOME BLUE.
Noch blauer als gestern. Die Hitzewellen bringen im Osten jetzt deutlich weniger Dunst mit sich – eine Hommage an die USA, die einen echten Schadstoff aus der Luft entfernt haben … SO₂.
Das hat mich zum Nachdenken gebracht …
Bitten wir die KI, die Anstiege von SO₂ und WV herauszurechnen: Dahinter steckt, dass diese Faktoren auch ohne Strahlungsantrieb einen Großteil der Erwärmung erklären können. Ich mache einfach das, was die CAGW-Anhänger tun. Sie werden die einfache Antwort abtun und dann alles auf CO₂ schieben. Nun, vergessen wir CO₂, da wir wissen, dass die Banden gesättigt sind, es abnehmende Erträge gibt und es einer Erwärmung (erhöhte OLR) bedarf, um die Erwärmung zu unterstützen. Mit anderen Worten: Behandeln wir CO₂ genauso, wie die CO₂-Befürworter alles andere behandeln, was ihre These in Frage stellen könnte: indem wir es herunterspielen. Schauen wir mal, was uns dieses Verfahren liefert und wie ich das Ergebnis genauso „aufpolieren“ kann wie sie.
Die Verringerung der SO₂-Emissionen in den USA hat die Menge der auf die Erdoberfläche treffenden Sonnenstrahlung erhöht (ein „Global-Brightening“-Effekt), vor allem durch die Reduzierung von Sulfataerosolen, die das Sonnenlicht streuen und die Wolkenbildung beeinflussen. Dies erzeugt einen positiven (erwärmenden) Strahlungsantrieb. Die SO₂-Reduktionen in den USA haben etwa 0,1–0,3 °C zur globalen Erwärmung beigetragen.
Der Planet hat sich in den letzten 40 Jahren um etwa 0,7 °C erwärmt. Wenn wir nun allein den Anstieg des Wasserdampfgehalts in den letzten 40 Jahren unter Verwendung von Korrelationen des Sättigungsmischungsverhältnisses berücksichtigen, wie hoch wäre dann dieser Anstieg?
Der Anstieg des Wasserdampfgehalts seit 1986 korreliert gemäß den physikalischen Gesetzmäßigkeiten des Sättigungsmischungsverhältnisses mit einer Erwärmung von etwa 0,7–1,0 °C. Dies erklärt fast die gesamte Erwärmung. Hinzu käme, wenn wir den SO₂-Gehalt wieder auf das Niveau der 1980er Jahre senken würden und die Ozeane sich auf dem Niveau der 1980er Jahre befänden. Nettoergebnis: eine erhebliche globale Abkühlung, möglicherweise um 1,5–3 °C oder mehr unter den aktuellen Werten (wodurch die Temperaturen je nach genauer Umsetzung und zeitlichen Verzögerungen wieder in die Nähe oder unter die Durchschnittswerte der 1970er- und 1980er-Jahre sinken würden). Das dürfte bei manch einem für Aufruhr sorgen.
Deshalb ist das Konzept des Taupunktankers so wertvoll. Nicht die sich erwärmende Luft führt zu einem Anstieg des Wasserdampfgehalts; vielmehr bildet der Anstieg des Wasserdampfgehalts die Grundlage, woraufhin die Temperatur reagiert. Deshalb ist es für die Argumentation so wichtig, die abnehmende Wolkendecke und den geothermischen Wärmeeintrag zu betrachten, da dies einen Teil der Sonneneinstrahlung erklären kann – und mit der Vorstellung, dass die in den Ozean eingebrachte Wärme nicht einfach verschwindet (es sei denn, man geht davon aus, dass dies der Fall ist, weil man tatsächlich keine Daten hat, um zu sehen, was vor sich geht).
Es handelt sich also um ein einfaches „Eins plus Eins ist zwei“. Zwei Variablen, die für sich genommen die Erklärung liefern würden. Und wenn es so einfach wäre, wäre das für viele Menschen äußerst gefährlich, die als Vorreiter bei der Lösung eines komplexen Problems zur Rettung der Menschheit gelten müssen. Niemand leugnet den Klimawandel; es geht ausschließlich um die Ursachenzuordnung. Dass es sich angeblich um gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse handelt und dass das gesamte Forschungsgeld dafür fließt, sollte Misstrauen wecken. Niemand behauptet, dass der Strahlungsantrieb hier keine Rolle spielt. Aber die übermäßige Zuordnung der Verantwortung an CO₂ wird offensichtlich, wenn man CO₂ einfach genauso außer Acht lässt wie andere Faktoren und dabei zur gleichen Schlussfolgerung gelangt.
Link: https://www.cfact.org/2026/07/06/heat-dome-blue-the-new-summer-color/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE